[0001] Die Erfindung betrifft ein Substrat für die Herstellung von Wertdokumenten mit zumindest
einer Ausnehmung, ein Wertdokument umfassend ein solches Substrat, sowie ein Verfahren
zur Herstellung eines solchen Substrats.
[0002] Wertdokumente im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Banknoten, z.B. Verbundbanknoten,
Folienverbundbanknoten. Der Begriff Wertdokument umfasst im Sinne der vorliegenden
Schrift auch Vorstufen der genannten Wertdokumente, die beispielsweise nicht umlauffähig
sind.
[0003] Solche Wertdokumente umfassen typischerweise eine oder mehrere Schichten, die aus
Papier oder Kunststoff bestehen. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise in der
EP 1545 902 ein Sicherheitspapier zur Herstellung von Wertdokumenten beschrieben, in dem die
Papierschicht beidseitig mit Folie beschichtet ist. Es ist weiterhin bekannt, in solchen
Wertdokumenten Aussparungen zu verschiedenen Zwecken vorzusehen. So wird beispielsweise
in der
AU 488,652 eine mehrschichtige Folienverbundbanknote offenbart, in deren zentraler Schicht Ausnehmungen
zur Aufnahme von Sicherheitselementen wie Beugungsgittern vorgesehen sind. Aus der
EP 1 122 089 ist ebenfalls ein mehrschichtiges Wertdokument bekannt, in deren äußeren Schichten
Ausnehmungen vorgesehen sind, die die Erkennung des Wertdokuments über den Tastsinn
ermöglichen, was beispielsweise für Personen mit eingeschränktem Sehvermögen von Bedeutung
ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Substrat für Wertdokumente anzugeben,
das kostengünstig hergestellt werden kann, die Schaffung zusätzlicher Sicherheitsmerkmale
gestattet und somit einen erhöhten Fälschungsschutz ermöglicht. Es ist weiterhin Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Substrats
und ein entsprechendes Wertdokument anzugeben.
[0005] Das Dokument
WO 03091042 offenbart ein Sicherheitselement mit einem Substrat, auf welchem wenigstens zwei
Metallschichten angeordnet sind, wobei die Metallschichten unterschiedliche optische
Dichten bzw. Transmissionsgrad aufweisen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Substrat, ein Wertdokument sowie ein Herstellungsverfahren
mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen
bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0007] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Substrat für die Herstellung von Wertdokumenten
nach Anspruch 1.
[0008] Bei dem Substrat gemäß dem ersten Aspekt kann die zumindest eine Ausnehmung insbesondere
mit einem Material gefüllt sein, das einen Transmissionsgrad aufweist, der größer
als der erste Transmissionsgrad ist.
[0009] Bei dem Substrat gemäß dem ersten Aspekt kann die erste Schicht insbesondere eine
Papierschicht mit Pflanzen- und/oder Kunststoff-Fasern oder eine homogene Kunststoffschicht,
insbesondere eine Folie, umfassen.
[0010] Bei dem Substrat gemäß dem ersten Aspekt kann die erste Schicht vorzugsweise eine
oder mehrere durchgehende Ausnehmungen, vorzugsweise Rasterlöcher oder durchgehende
Ausnehmungen in Form von filigranen Schriftzügen, Zahlen, Buchstaben oder Mustern,
aufweisen und/oder die Schichtdicke der ersten Schicht im Bereich der zumindest einen
Ausnehmung eine Vielzahl von verschiedenen Werten annehmen, und dort vorzugsweise
einen kontinuierlichen Verlauf zeigen.
[0011] Bei dem Substrat gemäß dem ersten Aspekt kann die erste Schicht im Bereich der zumindest
einen Ausnehmung eine Schichtdicke aufweisen, die größer als die Schichtdicke im Bereich
außerhalb der Ausnehmung ist. Auf diese Weise kann die erste Schicht im Bereich der
zumindest einen Ausnehmung insbesondere eine taktil wahrnehmbare Erhebung bilden.
[0012] Bei dem Substrat gemäß dem ersten Aspekt ist auf der Vorderseite des Substrats eine
opake Schicht aufgetragen, die im Bereich der zumindest einen Ausnehmung der ersten
Schicht eine Vorderseiten-Aussparung aufweist und auf der Rückseite des Substrats
ist eine opake Schicht aufgetragen, die im Bereich der zumindest einen Ausnehmung
der ersten Schicht eine Rückseiten-Aussparung aufweist. Dabei kann die Vorderseiten-Aussparung
und/ oder die Rückseiten-Aussparung vorzugsweise vollständig innerhalb des Bereichs
der zumindest einen Ausnehmung der ersten Schicht angeordnet sein, wobei die Vorder-
und Rückseiten-Aussparung registergenau zueinander angeordnet sind. Insbesondere wird
bevorzugt, dass die Vorderseiten-Aussparung und/oder die Rückseiten-Aussparung vollständig
innerhalb des Bereichs der zumindest einen Ausnehmung der ersten Schicht angeordnet
sind, wobei die Vorderseiten-Aussparung und die Rückseiten-Aussparung eine unterschiedliche
Größe aufweisen und die Vorderseiten-Aussparung innerhalb der Rückseiten-Aussparung
angeordnet ist oder die Rückseiten-Aussparung innerhalb der Vorderseiten-Aussparung
angeordnet ist.
[0013] Bei dem Substrat gemäß dem ersten Aspekt kann die zumindest eine Ausnehmung der ersten
Schicht insbesondere eine durchgehende Ausnehmung sein.
[0014] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Substrats
gemäß dem ersten Aspekt, umfassend die Schritte:
- Bereitstellen einer ersten Schicht mit einem ersten Transmissionsgrad,
- Schaffen zumindest einer Ausnehmung in der ersten Schicht, vorzugsweise mittels eines
Lasers oder einer Stanze, derart dass die erste Schicht im Bereich der Ausnehmung
einen zweiten Transmissionsgrad aufweist, welcher größer als der erste Transmissionsgrad
ist, und
- Auftragen einer opaken Farbannahmeschicht auf eine Rückseite und auf eine Vorderseite
des Substrats, wobei die opake Farbannahmeschicht einen dritten Transmissionsgrad
aufweist, welcher kleiner als der zweite Transmissionsgrad ist.
[0015] Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Wertdokument, insbesondere eine Folienverbundbanknote
oder einen Folienverbundbanknoten-Bogen, umfassend ein Substrat gemäß dem ersten Aspekt
der Erfindung.
[0016] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit Hilfe der Kombination einer
Ausnehmung in einem Substrat für die Herstellung von Wertdokumenten mit einer opaken
Schicht, bei Wahl von jeweils geeigneten Transmissionsgraden, auf kostengünstige Art
und Weise visuell wahrnehmbare Effekte in Wertdokumente realisiert werden können,
die Sicherheitsmerkmale für das Wertdokument darstellen.
[0017] Das erfindungsgemäße Substrat für die Herstellung von Wertdokumenten umfasst eine
erste Schicht mit einem ersten Transmissionsgrad, die zumindest eine Ausnehmung aufweist,
in deren Bereich die erste Schicht einen zweiten Transmissionsgrad aufweist, welcher
größer als der erste Transmissionsgrad ist. Das Substrat und die erste Schicht sind
vorzugsweise flächig ausgebildet und weist eine Vorder- und eine Rückseite auf. Auf
der Vorderseite und der Rückseite des Substrats ist eine opake Schicht aufgetragen,
die einen dritten Transmissionsgrad aufweist, welcher kleiner als der zweite Transmissionsgrad
ist. Die opake Schicht hat bevorzugt einen dritten Transmissionsgrad, der kleiner
als der zweite Transmissionsgrad und größer oder kleiner als der erste Transmissionsgrad
ist.
[0018] Im Sinne der vorliegenden Schrift bezeichnet der Transmissionsgrad die Durchlässigkeit
für Licht, insbesondere für Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich zwischen 400 und
800 nm, das heißt für Licht wie es üblicherweise von einem Betrachter wahrgenommen
wird. Je nach Anwendung kann sich der Transmissionsgrad jedoch auch nur auf eine einzige
Wellenlänge oder auf andere Wellenlängenbereiche beziehen, beispielsweise auf den
an den sichtbaren Spektralbereich sich anschließenden nahen UV- oder IR-Wellenlängenbereich.
Eine intransparente Schicht weist einen Transmissionsgrad von 0 % auf. Eine transparente
Schicht weist einen Transmissionsgrad von 100 % auf. Eine transluzente Schicht weist
einen Transmissionsgrad größer 0 % und kleiner 100 % auf. Vorzugsweise kann ein Betrachter
eine transluzente Schicht klar von einer intransparenten sowie von einer transparenten
Schicht unterscheiden. Entsprechend weist eine transluzente Schicht einen Transmissionsgrad
auf, der sich ausreichend deutlich von den Transmissionsgraden einer intransparenten
und einer transparenten Schicht unterscheidet. Daher besitzt eine transluzente Schicht
vorzugsweise einen Transmissionsgrad von 5 bis 95 %, bevorzugt 10 bis 90 % und besonders
bevorzugt 20 bis 80 %. Bezieht sich der Transmissionsgrad nicht nur auf eine einzelne
Wellenlänge, sondern auf einen Wellenlängenbereich, beispielsweise den sichtbaren
Spektralbereich, so beschreibt der Transmissionsgrad den über den jeweiligen Wellenlängenbereich
gemittelten Transmissionsgrad der verschiedenen in dem Wellenlängenbereich liegenden
Wellenlängen. Vorzugsweise nimmt der Transmissionsgrad in einem Wellenlängenbereich
für jede Wellenlänge des Wellenlängenbereichs den gleichen Wert an. Der Transmissionsgrad
einer Schicht beschreibt das Verhältnis von durchgelassenem Licht zu einfallendem
Licht bei Durchtritt durch die Schicht, beispielsweise in Normalenrichtung der Schicht.
[0019] Eine opake Schicht im Sinne der vorliegenden Schrift ist eine Schicht, die bei Betrachtung
im Auflicht, in Betrachtungsrichtung hinter der Schicht liegende Strukturen, beispielsweise
weitere Schichten, zumindest im Wesentlichen, im Idealfall vollständig verdeckt, so
dass diese weiter hinten liegenden Strukturen von einem Betrachter nicht mehr wahrgenommen
werden. Mit anderen Worten bezieht sich der Begriff "opak" ausschließlich auf eine
Betrachtung im Auflicht, wobei sich diese optische Eigenschaft wiederum auf die relevante
Wellenlänge oder den relevanten Wellenlängenbereich bezieht. Der relevante Wellenlängenbereich
ist wiederum typischerweise der sichtbare Spektralbereich zwischen 400 und 800 nm,
kann sich jedoch alternativ oder zusätzlich auch auf die angrenzenden Wellenlängenbereiche
im nahen UV- oder IR-Bereich beziehen. Mit anderen Worten beschreibt der Begriff "opak"
keine Transmissionseigenschaften.
[0020] Die vorliegende Erfindung beruht weiterhin auf der Erkenntnis, dass eine opake Schicht
nicht notwendigerweise intransparent ist, sondern einen Transmissionsgrad größer als
0 % aufweisen kann. Die opake Schicht auf der Vorderseite des Substrats und die opake
Schicht auf der Rückseite des Substrats weisen derartige Eigenschaften auf. Dazu werden
das Material, die Schichtdicke und sonstige Eigenschaften der opaken Schicht geeignet
gewählt. Die opake Schicht auf der Rückseite und der Vorderseite des Substrats ist
eine opake Farbannahmeschicht. Demzufolge ist die opake Schicht eine Schicht, die
die physikalische Trocknung bzw. die Filmbildung von ölbasierenden Druckfarben und/oder
von wässrigen und/oder organische Lösungsmittel enthaltenden und/oder kationisch bzw.
radikalisch härtenden Druckfarben ermöglicht. Die opake Schicht kann auf wässriger
Basis und/oder auf Basis von organischen Lösungsmitteln hergestellt werden. Die opake
Schicht kann als eine einzelne Schicht vorliegen oder in Form von mehreren einzelnen
Schichten gebildet sein, die sich mit Bezug auf die gegenständliche Beschaffenheit
unterscheiden können. Die gesamte Schichtdicke der opaken Schicht kann vorzugsweise
in einem Bereich von 2µm bis 15µm liegen. Die opake Schicht enthält vorzugsweise selbstvernetzende
Harze und/ oder mindestens zwei miteinander zu vernetzende Komponenten. Die erste
Komponente kann bevorzugt von Alkoxysilanen, Isocyanaten, Diimiden, Aziridinen und
Glycidethern gewählt sein. Die zweite Komponente kann bevorzugt von Polyurethanen,
Urethanacrylaten, Polyestern, Polyethern, Polyvinylalkoholen, Maleinaten, Acrylaten
und Copolymeren hiervon gewählt sein. Weiter im Besonderen kann die opake Schicht
Füllstoffe, wie etwa Kieselgele, Metalloxide, Metallhydroxide, metalloxidische Hydrate,
Salze anorganischer Säuren, enthalten. Bei ausreichend geringer Schichtdicke erscheint
die opake Schicht im Durchlicht milchig oder trüb.
[0021] Die erste Schicht des erfindungsgemäßen Substrats kann eine Papierschicht sein, deren
Fasern aus einjährigen oder mehrjährigen Pflanzen, wie beispielsweise Baumwolle oder
Zellulose, oder auch teilweise oder vollständig aus einem Kunststoff wie PA (Polyamid)
bestehen. Die erste Schicht kann aber auch eine homogene Schicht aus einem Kunststoff
oder einer Mischung von mehreren Kunststoffen bestehen, die beispielsweise durch Extrusion
einer Folie hergestellt wird. Als Materialien kommen beispielsweise PP (Polypropylen),
PE (Polyethylen), PET (Polyethylenterephthalat), PA (Polyamid), PC (Polycarbonat),
Polyester und ähnliche Kunststoffe in Frage. Solche Folien können auch gereckt sein
wie beispielsweise BOPP (biaxial orientiertes Polypropylen).
[0022] Die erste Schicht des erfindungsgemäßen Substrats mit der zumindest einen Ausnehmung
weist einen ersten Transmissionsgrad auf, der kleiner ist als 100 %. Bevorzugt ist
der Transmissionsgrad der ersten Schicht kleiner als 10 %, besonders bevorzugt beträgt
der Transmissionsgrad der ersten Schicht 0 % und die erste Schicht ist somit intransparent.
Bevorzugt ist die erste Schicht auch opak ausgebildet. Die erste Schicht kann dabei
farbig oder farblos, beispielsweise weiß oder schwarz ausgestaltet sein.
[0023] In der ersten Schicht ist eine Ausnehmung vorgesehen, die mit Vorteil einen Bereich
darstellt, in welchem das Material der ersten Schicht eine reduzierte Schichtdicke
aufweist. Im Bereich der Ausnehmung ergibt sich somit ein zweiter Transmissionsgrad,
der größer als der erste Transmissionsgrad der ersten Schicht ist. Bevorzugt wird
die Ausnehmung derart erzeugt und die Schichtdicke der ersten Schicht im Bereich der
Ausnehmung derart gewählt, dass sich der zweite Transmissionsgrad, das heißt der Transmissionsgrad
im Bereich der Ausnehmung für einen Betrachter im Durchlicht von dem ersten Transmissionsgrad,
das heißt von dem Transmissionsgrad außerhalb des Bereichs der Ausnehmung, wahrnehmbar
unterscheidet.
[0024] Die Ausnehmung ist im einfachsten Fall eine durchgehende Ausnehmung bzw. ein durchgehendes
Loch in der ersten Schicht, das heißt sie stellt einen Bereich dar, in der die Schichtdicke
der ersten Schicht auf null reduziert ist. Ein solches Loch kann leicht mit Hilfe
einer Stanze oder eines Lasers hergestellt werden. Der Bereich der Ausnehmung kann
jedoch auch eine Schichtdicke größer null aufweisen, das heißt eine Schichtdicke,
die gegenüber dem Bereich außerhalb der Aussparung lediglich reduziert ist. Eine solche
Ausnehmung kann beispielsweise ebenfalls mit Hilfe eines Lasers erzeugt werden. Alternativ
ist es in Abhängigkeit vom strukturellen Aufbau der ersten Schicht beispielsweise
auch möglich, eine derartige Ausnehmung mittels Wärmeeintrag (beispielsweise über
Laser oder Heißsiegeln) durch Abtragen einer intransparenten Schicht zu schaffen.
[0025] Gemäß einer weiteren Alternative kann der Bereich der Ausnehmung eine Schichtdicke
aufweisen, die mit der Schichtdicke im Bereich außerhalb der Ausnehmung identisch
oder nahezu identisch ist oder sogar größer als die Schichtdicke im Bereich außerhalb
der Ausnehmung ist. Eine solche Ausnehmung kann z.B. durch strukturelle Umwandlung
einer intransparenten Schicht geschaffen werden, wie etwa durch Einwirkung eines Lasers
auf eine geeignete opake Folie. Der mittels eines Lasers behandelte Bereich der opaken
Folie wird dabei durch strukturelle Umwandlung transparent bzw. wird in seiner Transparenz
erhöht. Eine für die strukturelle Umwandlung geeignete Folie kann z.B. aus Polyester
gebildet sein (z.B. Polyesterfolie Hostaphan® der Firma Mitsubishi Polyester Film
GmbH). Der mittels eines Lasers behandelte Bereich der Polyesterfolie wird dabei durch
strukturelle Umwandlung transparent bzw. wird in seiner Transparenz erhöht. Zugleich
wird die Polyesterfolie durch die Einwirkung der Laserstrahlung dicker und kann auf
diese Weise zu einer taktil wahrnehmbaren Erhebung ausgebildet werden. Eine Änderung
des Transmissionsgrades kann anstelle eines Lasers auch durch sonstigen Wärmeeintrag,
z.B. durch Heißsiegeln, erfolgen. Als geeignete opake Folien kommen auch faserige
Kunststoffe, Kunststoffvliese und Kunststoffgewebe in Frage.
[0026] Erfindungsgemäß wird auf der Vorderseite und der Rückseite des Substrats eine opake
Schicht aufgetragen, die einen dritten Transmissionsgrad aufweist, welcher kleiner
als der zweite Transmissionsgrad ist, und vorzugsweise kleiner als der zweite Transmissionsgrad
und größer oder kleiner als der erste Transmissionsgrad ist. Die opake Schicht ist
somit transluzent vorzugsweise mit einem hohen Transmissionsgrad, so dass die opake
Schicht im Wesentlichen transparent ist. Bei Betrachtung des Substrats im Auflicht
von der Seite des Substrats, auf der die zumindest eine opake Schicht aufgetragen
ist, verdeckt die opake Schicht somit die dahinter liegende erste Schicht, so dass
beispielsweise eine in Blickrichtung hinter der opaken Schicht angeordnete Ausnehmung
in der ersten Schicht im Auflicht von einem Betrachter nicht wahrgenommen wird. Die
Ausnehmung wird somit durch die opake Schicht verdeckt. Bei Betrachtung im Durchlicht
kann wegen der Transluzenz oder Transparenz der opaken Schicht der Bereich der Ausnehmung
in der ersten Schicht von einem Betrachter erkannt werden, da der Bereich der Ausnehmung
einen sich vom ersten Transmissionsgrad der ersten Schicht, die den umgebenden Bereich
bildet, wahrnehmbar unterscheidenden zweiten Transmissionsgrad aufweist.
[0027] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Substrats ist die zumindest
eine Ausnehmung der ersten Schicht mit einem Material gefüllt, das bei gleicher Schichtdicke
einen Transmissionsgrad aufweist, der größer als der erste Transmissionsgrad der ersten
Schicht ist. Dieses Füllmaterial weist somit einen Transmissionsgrad größer 0 % auf
und ist transluzent oder transparent. Insbesondere ist die spezifische Transmission
des Füllmaterials größer als die spezifische Transmission des Materials der ersten
Schicht. Damit kann die Ausnehmung in der ersten Schicht räumlich gefüllt werden,
so dass zum einen die Ausnehmung mechanisch stabilisiert wird und zum anderen sich
auf Vorder- und/oder Rückseite der ersten Schicht eine ebene Oberfläche ausbildet.
Somit bezeichnet der Begriff "Ausnehmung" in der ersten Schicht insbesondere einen
Bereich reduzierter Schichtdicke des Materials der ersten Schicht, nicht jedoch notwendigerweise
eine räumliche Aussparung in dem Substrat, wie beispielsweise einen Hohlraum.
[0028] Zusätzlich ist auf der Vorderseite und der Rückseite der ersten Schicht eine transparente
oder transluzente Abdeckschicht angeordnet, die die zumindest eine Ausnehmung der
ersten Schicht abdeckt. Vorzugsweise erstreckt sich diese Abdeckschicht volltlächig
über die gesamte erste Schicht und/oder das gesamte Substrat. Die Abdeckschicht wird
vorzugsweise durch eine Folie, insbesondere eine transparente Folie, gebildet. Als
Materialien kommen beispielsweise PP (Polypropylen), PE (Polyethylen), PET (Polyethylenterephthalat),
PA (Polyamid), PC (Polycarbonat) und ähnliche Kunststoffe in Frage. Mit Hilfe der
Abdeckschicht wird eine ebene Oberfläche oberhalb der ersten Schicht geschaffen, auch
wenn die Ausnehmung in der ersten Schicht eine räumliche Aussparung in der ersten
Schicht darstellt, so dass die Abdeckschicht eine geeignete ebene, durchgehende Oberfläche
für die Auftragung der opaken Schicht bildet. Ist die Abdeckschicht auf Vorder- und
Rückseite der ersten Schicht aufgebracht, so ergibt sich beispielsweise ein so genannter
Triplexverbund, der für die Herstellung von Banknoten verwendet werden kann. Je nach
Ausgestaltung der ersten Schicht ergibt sich somit beispielsweise ein Folie/Folie/Folie-Triplexverbund
oder ein Folie/Papier/Folie-Triplexverbund, der auch unter dem Namen "Hybrid" bekannt
ist. Die erste Schicht bildet somit die mittlere, innen liegende Schicht in einem
solchen Triplexverbund. Die Abdeckfolie wird vorzugsweise auf die erste Schicht aufkaschiert.
[0029] Die Anzahl der Schichten oder Folienlagen in einem Substrat für die Herstellung von
Wertdokumenten ist prinzipiell beliebig. Ein Substrat für die Herstellung von Wertdokumenten
in Form von Banknoten weist typischerweise eine Gesamtdicke bis zu 130 µm auf. Die
erste Schicht weist typischerweise eine Schichtdicke im Bereich zwischen 10 und 100
µm auf, bevorzugt im Bereich zwischen 30 und 70 µm und besonders bevorzugt beträgt
die Schichtdicke der ersten Schicht 50 µm. Umfasst das Substrat auf der Vorder- oder
Rückseite eine Abdeckschicht, so weist diese typischerweise eine Schichtdicke im Bereich
zwischen 3 und 30 µm auf, bevorzugt im Bereich zwischen 6 und 18 µm und beträgt besonders
bevorzugt 12 µm.
[0030] In einem nicht erfindungsgemäßen Substrat ist jeweils auf dessen Vorder- und Rückseite
eine opake Schicht aufgetragen. Sie überdeckt zumindest den Bereich der zumindest
einen Ausnehmung der ersten Schicht, vorzugsweise die gesamte Vorder- und Rückseite
des Substrats vollflächig.
[0031] Diese Ausgestaltung des Substrats gestattet es, die zumindest eine Ausnehmung in
der ersten Schicht bei Betrachtung sowohl von der Vorderseite als auch von der Rückseite
im Auflicht zu verdecken, während die zumindest eine Ausnehmung bei Betrachtung im
Durchlicht sowohl von der Vorderseite als auch von der Rückseite aus wahrgenommen
werden kann. Die auf der Vorderseite und der Rückseite angeordneten opaken Schichten
können voneinander verschiedene Transmissionsgrade aufweisen. Vorzugsweise sind sie
jedoch identisch ausgebildet und weisen identische Transmissionsgrade auf.
[0032] In dieser Ausgestaltung weist die erste Schicht vorzugsweise eine oder mehrere durchgehende
Ausnehmungen auf. Im Bereich der einen oder mehreren Ausnehmungen beträgt die Schichtdicke
der ersten Schicht somit Null. Die eine oder mehreren Ausnehmungen sind beispielsweise
als kreisförmige durchgehende Löcher ausgebildet, deren Durchmesser vorzugsweise kleiner
als die Schichtdicke der ersten Schicht ist. Vorzugsweise sind mehrere solcher Löcher
in Form eines Rasters angeordnet, die durchgehenden Ausnehmungen bilden somit Rasterlöcher.
Löcher, die derart kleine Abmessungen aufweisen, können leicht durch eine darüber
liegende opake Schicht verdeckt werden. Entsprechend sinken die Anforderungen an die
Opazität der darüber liegenden opaken Schicht, µm die Ausnehmungen in Form solcher
Löcher bei Betrachtung im Auflicht für einen Betrachter effektiv zu verdecken. Trotzdem
sind solche Löcher bei Betrachtung im Durchlicht klar erkennbar. Ist der Durchmesser
dieser Löcher kleiner als die Schichtdicke der ersten Schicht, so können diese Löcher
nur bei im Wesentlichen senkrechter Betrachtung im Durchlicht wahrgenommen werden,
womit ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal für das erfindungsgemäße Substrat geschaffen
wird. Solche Rasterlöcher, insbesondere mit kleinen Abmessungen, können leicht mit
Hilfe eines Lasers hergestellt werden. Dabei kann die Anordnung der Ausnehmung, beispielsweise
der Rasterlöcher, eine Information für den Betrachter vermitteln. Beispielsweise bilden
die Ausnehmungen oder Rasterlöcher ein Motiv. Gemäß einer Alternative kann es sich
bei den Rasterlöchern nicht um kreisförmige durchgehende Löcher, sondern um durchgehende
Ausnehmungen in Form von feinen bzw. filigranen Schriftzügen, Zahlen, Buchstaben oder
Mustern handeln.
[0033] Alternativ oder zusätzlich nimmt die Schichtdicke der ersten Schicht, die im Bereich
der zumindest einen Ausnehmung reduziert ist, in diesem Bereich eine Vielzahl von
verschiedenen Werten an. Somit können im Bereich der zumindest einen Ausnehmung Bereiche
mit verschiedenen Transmissionsgraden geschaffen werden, die alle größer als der erste
Transmissionsgrad ist. Vorzugsweise zeigt die Schichtdicke über die zumindest eine
Ausnehmung einen kontinuierlichen Verlauf. Entsprechend zeigt der Transmissionsgrad
im Bereich der zumindest einen Ausnehmung einen kontinuierlichen Verlauf. Damit ist
es möglich, auch wenn die erste Schicht aus einer homogenen Kunststoffschicht besteht,
ein wasserzeichenähnliches Merkmal zu schaffen, welches bei Betrachtung im Auflicht
nicht oder nur kaum zu sehen ist, bei Betrachtung im Durchlicht den Eindruck eines
Wasserzeichens schafft. Auch damit können beispielsweise Motive in das Substrat eingebracht
werden oder sonstige Informationen für einen Betrachter vermittelt werden.
[0034] In einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Substrats ist auf der Vorderseite und
der Rückseite des Substrats eine opake Schicht aufgetragen, die im Bereich der zumindest
einen Ausnehmung der ersten Schicht eine Aussparung aufweist. Diese werden im Folgenden
als Vorderseiten-Aussparung und Rückseiten-Aussparung bezeichnet. Dabei überlappen
die Vorderseiten-Aussparung und/oder die Rückseiten-Aussparung mit der zumindest einen
Ausnehmung der ersten Schicht. Ist beispielsweise auf der Vorderseite des Substrats
eine opake Schicht mit einer Aussparung aufgebracht, so kann der Betrachter bei Betrachtung
der Vorderseite des Substrats im Auflicht die Vorderseiten-Aussparung klar erkennen.
Bei Betrachtung im Durchlicht kann insbesondere bei hohem Transmissionsgrad der auf
der Vorderseite aufgebrachten opaken Schicht, die Ausnehmung der ersten Schicht klar
erkannt werden. Somit nimmt der Betrachter bei Betrachtung im Auflicht und im Durchlicht
einmal die Aussparung in der opaken Schicht und einmal die Ausnehmung in der ersten
Schicht, und somit zwei verschiedene Fenster wahr. Die Aussparungen in der opaken
Schicht auf der Vorderseite und der Rückseite des Substrats, sowie die Ausnehmung
in der ersten Schicht, können relativ zueinander geeignet positioniert werden, um
zusätzliche Sicherheitsmerkmale auszubilden. Des Weiteren kann die erste Schicht und
die opake Schicht auf der Vorderseite und/ oder der Rückseite des Substrats jeweils
mit einem Druckmotiv ausgestattet sein, so dass für den Betrachter bei der Betrachtung
im Auflicht ein Einzelmotiv erkennbar ist und bei der Betrachtung im Durchlicht ein
Gesamtmotiv erkennbar ist. Bei Betrachtung der Vorderseite oder der Rückseite des
Substrats im Auflicht kann der Betrachter das auf der opaken Schicht der Vorderseite
bzw. der Rückseite erzeugte Druckmotiv als ein Einzelmotiv erkennen. Bei der Betrachtung
im Durchlicht kann insbesondere bei hohem Transmissionsgrad der auf der Vorderseite
bzw. der Rückseite aufgebrachten Farbannahmeschicht sowohl das auf der opaken Schicht
der Vorderseite bzw. der Rückseite erzeugte Druckmotiv, als auch das auf der ersten
Schicht erzeugte Druckmotiv in Form eines Gesamtmotives erkannt werden.
[0035] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Vorderseiten-Aussparung und/oder die Rückseiten-Aussparung
vollständig innerhalb des Bereichs der zumindest einen Ausnehmung der ersten Schicht
angeordnet. Weist dabei die Ausnehmung der ersten Schicht einen Transmissionsgrad
von 100 % auf, so ergibt sich bei Betrachtung im Auflicht von der Vorder- oder Rückseite
her, ein transparentes Fenster, dessen Abmessungen durch die Vorderseiten-Aussparung
und/oder die Rückseiten-Aussparung festgelegt ist. Dabei wird die Größe des Fensters,
das der Betrachter bei Betrachtung des Substrats von Vorderseite oder Rückseite wahrnimmt,
durch die Schnittfläche der Vorderseiten-Aussparung und der Rückseiten-Aussparung
bestimmt. Bei Betrachtung im Durchlicht kann ein Betrachter jedoch wegen dem von null
verschiedenen Transmissionsgrad der opaken Schicht auf der Vorderseite und/ oder der
Rückseite, die Ausnehmung in der ersten Schicht klar erkennen, insbesondere wenn die
erste Schicht außerhalb der Ausnehmung intransparent ist. Ein derartiger Aufbau wird
auch als "Triplexfenster" bezeichnet. Je nachdem, wie die Aussparungen in der opaken
Schicht auf Vorder- und/oder Rückseite des Substrats und die Ausnehmung der ersten
Schicht relativ zueinander positioniert sind und sich somit in Durchsicht überlappen
und die Transmissionsgrade der opaken Schichten und der ersten Schicht gewählt sind,
ergeben sich im Durchlicht verschiedene Bereiche mit voneinander gut unterscheidbaren
Transmissionsgraden, wobei ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit für diese Bereiche
besteht. Beispielsweise können Aussparungen und Ausnehmungen mit verschiedenen Formen
und Größen miteinander kombiniert werden. Ein solcher Substrataufbau wird auch als
"kombiniertes Fenster" bezeichntet. Des Weiteren kann die erste Schicht und die opake
Schicht auf der Vorderseite und/oder der Rückseite des Substrats jeweils mit einem
Druckmotiv ausgestattet sein, so dass für den Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
ein Einzelmotiv erkennbar ist und bei der Betrachtung im Durchlicht ein Gesamtmotiv
erkennbar ist. Bei Betrachtung der Vorderseite oder der Rückseite des Substrats im
Auflicht kann der Betrachter das auf der opaken Schicht der Vorderseite bzw. der Rückseite
erzeugte Druckmotiv als ein Einzelmotiv erkennen. Bei der Betrachtung im Durchlicht
kann insbesondere bei hohem Transmissionsgrad der auf der Vorderseite bzw. der Rückseite
aufgebrachten opaken Schicht sowohl das auf der opaken Schicht der Vorderseite bzw.
der Rückseite erzeugte Druckmotiv, als auch das auf der ersten Schicht erzeugte Druckmotiv
in Form eines Gesamtmotives erkannt werden.
[0036] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind sowohl auf der Vorderseite als auch auf der
Rückseite des Substrats opake Schichten mit jeweiligen Vorder- und Rückseiten-Aussparungen
vorgesehen, welche registergenau zueinander angeordnet sind. Somit nimmt der Betrachter
bei Betrachtung im Auflicht und Durchlicht wechselweise zwei verschiedene Fenster
war, unabhängig davon, ob die Betrachtung von der Vorderseite oder der Rückseite her
geschieht. Alternativ können die Vorderseiten-Aussparung und die Rückseiten-Aussparung
eine unterschiedliche Größe aufweisen, so dass die Vorderseiten-Aussparung innerhalb
der Rückseitenaussparung angeordnet ist oder die Rückseiten-Aussparung innerhalb der
Vorderseiten-Aussparung angeordnet ist. Insbesondere können sowohl die Vorderseiten-Aussparung,
als auch die Rückseiten-Aussparung hierbei vollständig innerhalb des Bereichs der
zumindest einen Ausnehmung der ersten Schicht angeordnet sein.
[0037] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Vorderseiten-Aussparung und/oder die
Rückseiten-Aussparung registergenau zu der zumindest einen Ausnehmung in der ersten
Schicht angeordnet. Eine solche registergenaue Anordnung von zumindest einer Aussparung
einer opaken Schicht zu der zumindest einen Ausnehmung in der ersten Schicht, ist
für einen Fälscher schwer nachzuahmen, für einen Betrachter jedoch leicht nachzuprüfen.
Entsprechend bildet eine solche registergenaue Anordnung von Vorderseiten-Aussparung
und/oder Rückseiten-Aussparung zu der Ausnehmung in der ersten Schicht des Substrats
ein weiteres Sicherheitsmerkmal.
[0038] Generell ist es entsprechend der erwünschten Auflicht-/Durchlicht-Effekte möglich,
verschiedene Bereiche des Substrats mit verschiedenen Opazitäten und Transmissionsgraden
auszustatten.
[0039] Generell lassen sich gewünschte Opazitäten und Transmissiongrade nicht nur über die
Schichten des Substrates, d.h. die erste Schicht, die Abdeckschichten und die opake
Schicht auf der Vorderseite und/oder der Rückseite des Substrates, sondern auch durch
verwendete Kaschierkleber, weitere opake Schichten oder Druckfarben erzeugen.
[0040] Die Erfindung schafft die Möglichkeit, eine Vielzahl von Varianten zur Ausgestaltung
des Substrats mit Sicherheitsmerkmalen vorzusehen. Diese können beispielsweise in
Form von Sicherheitsfäden, Folienstreifen, Druckmotiven oder ähnlichem vorgesehen
sein und beispielsweise durch opake oder intransparente Schichten abgedeckt werden.
Es kann alternativ auch vorgesehen sein, das Merkmal vollständig und/oder partiell
von beiden Seiten her sichtbar anzuordnen. Somit kann beispielsweise der Eindruck
eines Pendel-Sicherheitsfadens erzeugt werden.
[0041] Ein Wertdokument, beispielsweise eine Folienverbundbanknote oder Folienverbundbanknoten,
umfassend ein solches, oben beschriebenes Substrat, kann in den Bereichen der opaken
Schichten leicht bedruckt werden. Entsprechend kann durch die Verwendung einer opaken
Schicht mit einer Aussparung, die in einer definierten räumlichen Beziehung zu der
Ausnehmung in der ersten Schicht steht, beispielsweise registergenau zu dieser angeordnet
ist, ein entsprechend angeordneter Aufdruck auf dem Wertdokument leicht realisiert
werden.
[0042] Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend beispielhaft anhand
der begleitenden Figuren erläutert. Die Beispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen
dar, die die Erfindung in keiner Weise beschränken. Die gezeigten Figuren sind schematische
Darstellungen, die die realen Proportionen nicht widerspiegeln, sondern einer verbesserten
Anschaulichkeit der verschiedenen Ausführungsbeispiele dienen.
[0043] Im Einzelnen zeigen die Figuren:
- Figur 1
- eine Folienverbundbanknote in Draufsicht;
- Figur 2
- einen Schichtaufbau des in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiels;
- Figuren 3a und 3b
- den Schichtaufbau eines zweiten Ausführungsbeispiels und eine Draufsicht darauf; und
- Figur 4
- den Schichtaufbau eines weiteren Ausführungsbeispiels.
[0044] In Figur 1 ist eine Folienverbundbanknote 1 dargestellt, die mit der Denomination
"20" versehen ist. Die Folienverbundbanknote 1 weist ein kombiniertes Fenster 2 auf.
Es umfasst eine Aussparung 3 in einer aufgedruckten Farbannahmeschicht 7, welche bei
Betrachtung im Auflicht erkennbar ist. Das kombinierte Fenster 2 umfasst weiterhin
eine Ausnehmung 4 in einer hinter der Farbannahmeschicht 7 aufgebrachten intransparenten
Schicht 5, welche bei Betrachtung im Durchlicht wahrnehmbar ist.
[0045] In Figur 2 ist der Schichtaufbau eines Substrats zur Schaffung der in Figur 1 dargestellten
Folienverbundbanknote 1 im Bereich des kombinierten Fensters 2 dargestellt. Das Substrat
ist ein sogenannter Triplex-Folienverbund umfassend eine zentrale, intransparente
Schicht 5, auf welcher beidseitig transparente Folien 6 mit Hilfe eines transparenten
Kaschierklebers aufkaschiert sind. Die zentrale, intransparente Schicht 5 besteht
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer opaken Papierschicht mit einer Schichtdicke
von 85 µm. Alternativ kann die zentrale, intransparente Schicht 5 auch aus einer BOPP-
oder PET-Folie mit einer Schichtdicke zwischen 15 und 80 µm bestehen. Die transparenten
Folien 6 bestehen in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus PET-Folien mit einer Schichtdicke
von 6 oder 12 µm.
[0046] Auf den transparenten Folien 6 sind opake Farbannahmeschichten 7 angeordnet, welche
einen identischen Aufbau besitzen. Die opaken Farbannahmeschichten 7 weisen Aussparungen
3 auf, welche zueinander registergenau angeordnet sind. Auch die zentral angeordnete,
intransparente Folie 5 weist eine Ausnehmung 4 auf, wobei der Bereich der Aussparung
3 der opaken Farbannahmeschichten 7 in Draufsicht vollständig innerhalb des Bereichs
der Ausnehmung 4 der intransparenten Folie 5 angeordnet ist (siehe Figur 1). Bei Betrachtung
im Auflicht nimmt der Betrachter von beiden Seiten die Aussparung 3 wahr, die, da
die intransparente Folie 5 in diesem Bereich eine durchgehende Ausnehmung 4 aufweist,
ein transparentes Fenster in dem Substrat darstellt. Die opaken Farbannahmeschichten
7 weisen einen von null verschiedenen Transmissionsgrad auf. Daher erkennt der Betrachter
bei Betrachtung des Substrats bzw. der Folienverbundbanknote 1 im Durchlicht die Ausnehmung
4 in der intransparenten Schicht 5. Im Randbereich der Ausnehmung 4, außerhalb der
Aussparungen 3 der opaken Farbannahmeschichten 7, ergibt sich ein Bereich, der entsprechend
der Transmissionsgrade der opaken Farbannahmeschichten 7 transluzent oder transparent
ist. Dieser Bereich erscheint üblicherweise milchig trüb. Somit ergibt sich ein kombiniertes
Fenster 2, das bei Betrachtung im Auflicht und im Durchlicht verschiedene Abmessungen
aufweist.
[0047] In den Figuren 3a und 3b ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Folienverbundbanknote
1 gezeigt. Es stellt eine Variante des in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiels
dar. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem vorherigen Ausführungsbeispiel
darin, dass die Aussparungen 3a und 3b der opaken Farbannahmeschichten 7a und 7b (die
im ersten Ausführungsbeispiel jeweils mit den Bezugszeichen 3 und 7 bezeichnet wurden)
nicht mehr zueinander registerhaltig angeordnet sind, sondern zueinander verschoben
angeordnet sind. Die Aussparungen 3a und 3b der opaken Farbannahmeschichten 7a und
7b erstrecken sich dabei auch in Bereiche außerhalb der Ausnehmung 4 der zentralen,
intransparenten Schicht 5. In Figur 3b ist eine Draufsicht auf die Folienverbundbanknote
1 dargestellt. In dem Bereich, in dem sich die Aussparung 3a der opaken Farbannahmeschicht
7a, die Aussparung 3b der opaken Farbannahmeschicht 7b sowie die Ausnehmung 4 der
intransparenten Schicht 5 in Durchsicht überlappen, ergibt sich ein vollständig transparenter
Bereich 8 in der Folienverbundbanknote 1.
[0048] Bei Betrachtung im Auflicht von der Seite der opaken Farbannahmeschicht 7b her ist
für den Betrachter die Aussparung 3b in der opaken Farbannahmeschicht 7b erkennbar.
Der vollständig transparente Bereich 8, in dem sich die Aussparungen 3a und 3b der
beiden opaken Farbannahmeschichten 7a und 7b, sowie die Ausnehmung 4 der intransparenten
Folie 5 überlappen, stellt einen Teilbereich der Aussparung 3b dar. Der Bereich 10,
in dem sich nur die Aussparung 3b der opaken Farbannahmeschicht 7b und die Ausnehmung
4 der intransparenten Schicht 5 überlappen, stellt einen weiteren Teilbereich der
Aussparung 3b der opaken Farbannahmeschicht 7b dar. In diesem Bereich 10 ist für den
Betrachter im Auflicht die innen liegende Seite der opaken Farbannahmeschicht 7a erkennbar.
In dem verbleibenden Teilbereich der Aussparung 3b der opaken Farbannahmeschicht 7b
ist für den Betrachter die der opaken Farbannahmeschicht 7b zugewandte Oberfläche
der intransparenten Schicht 5 erkennbar. Bei Betrachtung von der gegenüberliegenden
Seite her, das heißt von der Seite der opaken Farbannahmeschicht 7a her, ergibt sich
für den Betrachter ein entsprechendes Bild.
[0049] Bei Betrachtung im Durchlicht erscheint das Substrat, bzw. die Folienverbundbanknote
1 außerhalb der Ausnehmung 4 der intransparenten Schicht 5 intransparent und somit
dunkel. Der Bereich 8 erscheint vollständig transparent. Die übrigen Bereiche der
Ausnehmung 4 erscheinen transluzent, wobei sich die Transluzenz aus den im allgemeinen
verschiedenen Transmissionsgraden der opaken Farbannahmeschichten 7a und 7b ergeben.
In den Bereichen 9, in denen die Aussparung 4 der intransparenten Schicht 5 von beiden
opaken Farbannahmeschichten 7a und 7b überdeckt wird, ergibt sich eine Transluzenz,
die sich aus der Kombination der Transmissionsgrade der beiden opaken Farbannahmeschichten
7a und 7b ergibt. Im Bereich 10 ergibt sich eine Transluzenz, entsprechend des Transmissionsgrades
der opaken Farbannahmeschicht 7a. Im Bereich 11, in welchem lediglich die opake Farbannahmeschicht
7b aufgetragen ist, ergibt sich eine Transluzenz entsprechend des Transmissionsgrades
der opaken Farbannahmeschicht 7b. Das in diesem Ausführungsbeispiel dargestellte kombinierte
Fenster 2 zeigt somit neben einem transparenten Bereich 8 und einem intransparenten
Bereich verschiedene Bereiche 8, 9 und 10 mit im Allgemeinen voneinander verschiedenen
Transluzenzen und somit Helligkeiten.
[0050] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Schichtaufbau eines Triplex-Folienverbundes
dargestellt. Die Aussparungen 3 in den beidseitig aufgetragenen opaken Farbannahmeschichten
7 und die Ausnehmung 4 der intransparenten Schicht 5 sind dabei zueinander registerhaltig
angeordnet. Somit ergibt sich ein transparentes Fenster, welches von einem im Auflicht
opaken und im Durchlicht intransparenten Bereich umschlossen ist. Die Registerhaltigkeit
der Aussparungen 3 und der Ausnehmung 4 zueinander kann dabei durch einen Betrachter
im Auflicht wie auch im Durchlicht leicht verifiziert werden.
1. Substrat für die Herstellung von Wertdokumenten (1), nämlich Banknoten, umfassend
eine erste Schicht (5) mit einem ersten Transmissionsgrad, die zumindest eine Ausnehmung
(4) aufweist, in deren Bereich die erste Schicht einen zweiten Transmissionsgrad aufweist,
welcher größer als der erste Transmissionsgrad ist, wobei auf der Vorderseite und
auf der Rückseite der ersten Schicht eine transparente oder transluzente Abdeckschicht
(6), nämlich eine Folie, angeordnet ist, die die zumindest eine Ausnehmung (4) abdeckt,
und auf der Vorderseite und auf der Rückseite des Substrats eine opake Farbannahmeschicht
(7) aufgetragen ist, die einen dritten Transmissionsgrad aufweist, welcher kleiner
als der zweite Transmissionsgrad ist, wobei die auf der Vorderseite des Substrats
aufgetragene opake Farbannahmeschicht (7, 7a) im Bereich der zumindest einen Ausnehmung
der ersten Schicht (5) eine Vorderseiten-Aussparung (3, 3a) aufweist und die auf der
Rückseite des Substrats aufgetragene opake Farbannahmeschicht (7, 7b) im Bereich der
zumindest einen Ausnehmung der ersten Schicht eine Rückseiten-Aussparung (3, 3b) aufweist.
2. Substrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausnehmung (4) mit einem Material (15) gefüllt ist, das einen
Transmissionsgrad aufweist, der größer als der erste Transmissionsgrad ist.
3. Substrat nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (5) eine Papierschicht mit Pflanzen- und/oder Kunststoff-Fasern
oder eine homogene Kunststoffschicht, insbesondere eine Folie, umfasst.
4. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (5) eine oder mehrere durchgehende Ausnehmungen (4), vorzugsweise
Rasterlöcher (14) oder durchgehende Ausnehmungen in Form von filigranen Schriftzügen,
Zahlen, Buchstaben oder Mustern, aufweist und/oder dass die Schichtdicke der ersten
Schicht im Bereich der zumindest einen Ausnehmung (4) eine Vielzahl von verschiedenen
Werten annimmt, und dort vorzugsweise einen kontinuierlichen Verlauf zeigt.
5. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (5) im Bereich der zumindest einen Ausnehmung (4) eine Schichtdicke
aufweist, die größer als die Schichtdicke im Bereich außerhalb der Ausnehmung ist.
6. Substrat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (5) im Bereich der zumindest einen Ausnehmung (4) eine taktil wahrnehmbare
Erhebung bildet.
7. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderseiten-Aussparung (3, 3a) und/oder die Rückseiten-Aussparung (3, 3b) vollständig
innerhalb des Bereichs der zumindest einen Ausnehmung (4) der ersten Schicht angeordnet
sind, wobei vorzugsweise die Vorderseiten-Aussparung innerhalb der Rückseiten-Aussparung
angeordnet ist oder die Rückseiten-Aussparung innerhalb der Vorderseiten-Aussparung
angeordnet ist.
8. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderseiten-Aussparung (3, 3a) und/ oder die Rückseiten-Aussparung (3,3b) registergenau
zu der zumindest einen Ausnehmung (4) der ersten Schicht (5) angeordnet sind.
9. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausnehmung (4) der ersten Schicht (5) eine durchgehende Ausnehmung
ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Substrats nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend
die Schritte:
- Bereitstellen einer ersten Schicht (5) mit einem ersten Transmissionsgrad,
- Schaffen zumindest einer Ausnehmung (4) in der ersten Schicht, vorzugsweise mittels
eines Lasers oder einer Stanze, derart dass die erste Schicht im Bereich der Ausnehmung
einen zweiten Transmissionsgrad aufweist, welcher größer als der erste Transmissionsgrad
ist, und
- Auftragen einer opaken Farbannahmeschicht (7) auf eine Rückseite und auf eine Vorderseite
des Substrats, wobei die opake Farbannahmeschicht einen dritten Transmissionsgrad
aufweist, welcher kleiner als der zweite Transmissionsgrad ist.
11. Wertdokument (1), insbesondere Folienverbundbanknote oder Folienverbundbanknoten-Bogen,
umfassend ein Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. A substrate for manufacturing value documents (1), namely banknotes, comprising a
first layer (5) with a first transmittance, having at least one recess (4) in the
region of which the first layer has a second transmittance that is higher than the
first transmittance, wherein on the front side and on the back side of the first layer
there is arranged a transparent or translucent cover layer (6), namely a foil, which
covers the at least one recess (4), and to the front side and to the back side of
the substrate there is applied an opaque ink receiving layer (7) having a third transmittance
that is lower than the second transmittance, wherein the opaque ink receiving layer
(7, 7a) applied to the front side of the substrate has a front-side gap (3, 3a) in
the region of the at least one recess of the first layer (5) and the opaque ink receiving
layer (7, 7b) applied to the back side of the substrate has a back-side gap (3, 3b)
in the region of the at least one recess of the first layer.
2. The substrate according to claim 1, characterized in that the at least one recess (4) is filled with a material (15) having a transmittance
that is higher than the first transmittance.
3. The substrate according to any of the claims 1 or 2, characterized in that the first layer (5) comprises a paper layer with plant fibers and/ or plastic fibers
or a homogeneous plastic layer, in particular a foil.
4. The substrate according to any of the claims 1 to 3, characterized in that the first layer (5) has one or several through-going recesses (4), preferably grid
holes (14) or through-going recesses in the form of filigree writings, numbers, characters
or patterns, and/ or that the layer thickness of the first layer in the region of
the at least one recess (4) adopts a plurality of different values, and preferably
shows a continuous gradation there.
5. The substrate according to any of the claims 1 to 3, characterized in that the first layer (5) in the region of the at least one recess (4) has a layer thickness
that is higher than the layer thickness in the region outside of the recess.
6. The substrate according to claim 5, characterized in that the first layer (5) in the region of the at least one recess (4) forms a tactilely
perceptible elevation.
7. The substrate according to any of the claims 1 to 6, characterized in that the front-side gap (3, 3a) and/or the back-side gap (3, 3b) are arranged entirely
within the region of the at least one recess (4) of the first layer, wherein preferably
the front-side gap is arranged within the back-side gap or the back-side gap is arranged
within the front-side gap.
8. The substrate according to any of the claims 1 to 7, characterized in that the front-side gap (3, 3a) and/or the back-side gap (3, 3b) are arranged in exact
register to the at least one recess (4) of the first layer (5).
9. The substrate according to any of the claims 1 to 8, characterized in that the at least one recess (4) of the first layer (5) is a through-going recess.
10. A method for manufacturing a substrate according to any of the claims 1 to 9, comprising
the steps of:
- making available a first layer (5) with a first transmittance,
- creating at least one recess (4) in the first layer, preferably by means of a laser
or a punch, such that the first layer in the region of the recess has a second transmittance
which is higher than the first transmittance, and
- applying an opaque ink receiving layer (7) to a back side and to a front side of
the substrate, wherein the opaque ink receiving layer has a third transmittance which
is lower than the second transmittance.
11. A value document (1), in particular a foil composite banknote or a foil compose banknote
sheet, comprising a substrate according to any of the claims 1 to 9.
1. Substrat destiné à la fabrication de documents de valeur (1), à savoir de billets
de banque, comprenant une première couche (5) présentant une première transmittance
et comportant au moins un évidement (4) dans la zone duquel la première couche présente
une deuxième transmittance, supérieure à la première transmittance, cependant que,
sur la face avant et sur la face arrière de la première couche, une couche de revêtement
(6) transparente ou translucide, à savoir un film, est agencée, laquelle recouvre
le au moins un évidement (4), et que, sur la face avant et sur la face arrière du
substrat, une couche opaque de réception d'encre (7) est appliquée, laquelle présente
une troisième transmittance inférieure à la deuxième transmittance, cependant que
la couche opaque de réception d'encre (7, 7a) appliquée sur la face avant du substrat
comporte dans la zone du au moins un évidement de la première couche (5) une échancrure
(3, 3a) de la face avant et que la couche opaque de réception d'encre (7, 7b) appliquée
sur la face arrière du substrat comporte dans la zone du au moins un évidement de
la première couche une échancrure (3, 3b) de la face arrière.
2. Substrat selon la revendication 1, caractérisé en ce que le au moins un évidement (4) est rempli d'une matière (15) présentant une transmittance
supérieure à la première transmittance.
3. Substrat selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la première couche (5) comprend une couche de papier comportant des fibres végétales
et/ou des fibres en matière plastique ou une couche homogène en matière plastique,
en particulier un film.
4. Substrat selon une des revendications de 1 à 3, caractérisé en ce que la première couche (5) comporte un ou plusieurs évidements (4) de part en part, de
préférence des trous tramés (14) ou des évidements de part en part sous forme d'inscriptions,
chiffres, lettres ou motifs filiformes et/ou en ce que l'épaisseur de couche de la première couche adopte dans la zone du au moins un évidement
(4) une pluralité de différentes valeurs, et y présente de préférence une évolution
continue.
5. Substrat selon une des revendications de 1 à 3, caractérisé en ce que la première couche (5) comporte dans la zone du au moins un évidement (4) une épaisseur
de couche qui est supérieure à l'épaisseur de couche dans la zone située à l'extérieur
de l'évidement.
6. Substrat selon la revendication 5, caractérisé en ce que la première couche (5) forme dans la zone du au moins un évidement (4) une proéminence
tactilement perceptible.
7. Substrat selon une des revendications de 1 à 6, caractérisé en ce que l'échancrure (3, 3a) de la face avant et/ou l'échancrure (3, 3b) de la face arrière
sont entièrement agencées à l'intérieur de la zone du au moins un évidement (4) de
la première couche, l'échancrure de la face avant étant de préférence agencée à l'intérieur
de l'échancrure de la face arrière ou bien l'échancrure de la face arrière étant de
préférence agencée à l'intérieur de l'échancrure de la face avant.
8. Substrat selon une des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce que l'échancrure (3, 3a) de la face avant et/ou l'échancrure (3, 3b) de la face arrière
sont agencées exactement en registre par rapport au au moins un évidement (4) de la
première couche (5).
9. Substrat selon une des revendications de 1 à 8, caractérisé en ce que le au moins un évidement (4) de la première couche (5) est un évidement de part en
part.
10. Procédé de fabrication d'un substrat selon une des revendications de 1 à 9, comprenant
les étapes:
- mise à disposition d'une première couche (5) présentant une première transmittance,
- création d'au moins un évidement (4) dans la première couche, de préférence au moyen
d'un laser ou d'un emporte-pièce, de telle sorte que la première couche présente dans
la zone de l'évidement une deuxième transmittance qui est supérieure à la première
transmittance, et
- application d'une couche opaque de réception d'encre (7) sur une face avant et sur
une face arrière du substrat, la couche opaque de réception d'encre présentant une
troisième transmittance qui est inférieure à la deuxième transmittance.
11. Document de valeur (1), en particulier billet de banque en film composite ou feuille
de billets de banque en film composite, comprenant un substrat selon une des revendications
de 1 à 9.