Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Übergangskupplung gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruches 1.
[0002] Demgemäß betrifft die Erfindung insbesondere eine Übergangskupplung zum Adaptieren
von Kupplungen unterschiedlicher Bauart, wobei die Übergangskupplung eine erste Verbindungseinrichtung
zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung mit einer ersten Kupplung, eine zweite
Verbindungseinrichtung zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung mit dem Zughaken
einer zweiten Kupplung und einen Kupplungsträger zum Verbinden der ersten Verbindungseinrichtung
mit der zweiten Verbindungseinrichtung aufweist, wobei die zweite Verbindungseinrichtung
einen Zugbügel aufweist, wobei der Zugbügel einen ersten und einen zweiten Träger
aufweist, welche mit einem Zugbolzen derart verbunden sind, dass eine Aufnahme ausgebildet
wird zum Aufnehmen des Zughakens der zweiten Kupplung.
[0003] Beispielsweise betrifft die Erfindung eine Übergangskupplung zum gemischten Kuppeln
zwischen einer automatischen Mittelpufferkupplung und einer Schraubenkupplung, wobei
der erste Verbindungsbereich der Übergangskupplung als Kuppelverschluss ausgebildet
sein kann zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung mit dem Kupplungskopf einer
automatischen Mittelpufferkupplung, und wobei der zweite Verbindungsbereich der Übergangskupplung
als ein in den Zughaken einer Schraubenkupplung einsetzbaren Kupplungsbügel ausgebildet
sein kann zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung mit dem Kupplungskopf einer
Schraubenkupplung.
[0004] Unter dem hierin verwendeten Begriff "Verbindungsbereich" ist allgemein eine Schnittstelle
zwischen dem Kupplungsträger der Übergangskupplung einerseits und der mit der Übergangskupplung
zu verbindenden Kupplung andererseits zu verstehen. Der Verbindungsbereich kann beispielsweise
als Kuppelverschluss ausgebildet sein bzw. einen Kuppelverschluss aufweisen zum lösbaren
Verbinden der Übergangskupplung mit dem Kupplungskopf einer automatischen Mittelpufferkupplung.
Andererseits ist es denkbar, dass der Verbindungsbereich einen Kupplungsbügel aufweist,
der in den Zughaken einer Schraubenkupplung einsetzbar ist. Selbstverständlich kommen
für den Verbindungsbereich aber auch andere Ausführungsformen in Frage.
[0005] Eine gattungsgemäße Übergangskupplung ist allgemein aus der Schienenfahrzeugtechnik
bekannt und wird eingesetzt, um Schienenfahrzeuge zu verbinden, die mit unterschiedlichen
Kupplungssystemen ausgestattet sind (z.B. Scharfenberg
®-Kupplung auf Zughaken). Das Aufsetzen der Übergangskupplung beispielsweise auf den
Zughaken erfolgt in der Regle manuell, während der Kuppelvorgang mit der Mittelpufferkupplung
automatisch stattfinden kann.
[0006] Eine herkömmliche Übergangskupplung zum gemischten Kuppeln zwischen einer automatischen
Mittelpufferkupplung und beispielsweise einer Schraubenkupplung weist in der Regel
einen zumindest bereichsweise als Gehäuse ausgebildeten Kupplungsträger auf, in welchem
als erste Verbindungseinrichtung ein Kuppelverschluss aufgenommen sein kann zum mechanischen
Verbinden der Übergangskupplung mit einem in dem Kupplungskopf einer automatischen
Mittelpufferkupplung vorgesehenen Kuppelverschluss. Im gekuppelten Zustand liegt dann
die Stirnfläche der Übergangskupplung an der Stirnfläche des Kupplungskopfes der automatischen
Mittelpufferkupplung an.
[0007] An dem der Stirnfläche der Übergangskupplung gegenüberliegenden Ende kann als zweite
Verbindungseinrichtung ein Kupplungsbügel vorgesehen sein, welcher beispielsweise
in den Zughaken einer Schraubenkupplung aufnehmbar ist und demnach eine mechanische
Verbindung der Übergangskupplung mit der Schraubenkupplung gewährleisten kann.
[0008] Im Betrieb werden von dem Zughaken der Schraubenkupplung Zug- und Druckkräfte in
die als Kupplungsbügel ausgebildete zweite Verbindungseinrichtung der Übergangskupplung
eingeleitet. Die in den Kupplungsbügel bzw. zweite Verbindungseinrichtung eingeleiteten
Druckkräfte werden über den Kupplungsträger zur Stirnfläche der Übergangskupplung
geleitet und von dort auf die Stirnfläche des mit der Übergangskupplung mechanisch
verbundenen Kupplungskopfes der automatischen Mittelpufferkupplung übertragen.
[0009] Andererseits werden Zugkräfte über die erste Verbindungseinrichtung, wie etwa die
der automatischen Mittelpufferkupplung, übertragen. Die Kuppelverschlüsse können beispielsweise
ein über einen Hauptbolzen relativ zum Kupplungsträger drehbar gelagertes Herzstück
mit einer daran angelenkten Kuppelöse aufweisen. Dabei erfolgt eine Zugkraftübertragung
über die jeweiligen Kuppelösen, welche in den entsprechenden Herzstücken eingreifen.
[0010] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung keinesfalls
auf eine Übergangskupplung beschränkt ist, welche ausgelegt ist, eine automatische
Mittelpufferkupplung mit einer Schraubenkupplung zu verbinden. Vielmehr betrifft die
Erfindung allgemein eine Übergangskupplung zum Adaptieren von Kupplungen unterschiedlicher
Bauart, wobei die Übergangskupplung eine Verbindungseinrichtung aufweist, welche kompatibel
mit einer Kupplung einer ersten Bauart und ausgelegt ist, eine lösbare Verbindung
mit der Kupplung der ersten Bauart auszubilden, und wobei die Übergangskupplung ferner
eine zweite Verbindungseinrichtung aufweist, welche kompatibel mit einer einen Zughaken
aufweisenden Kupplung einer zweiten Bauart und ausgelegt ist, eine lösbare Verbindung
mit der Kupplung der zweiten Bauart auszubilden.
[0011] Eine aus dem Stand der Technik bekannte Übergangskupplung der eingangs genannten
Art ist in Fig. 1 in einer Seitenansicht und in Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht
dargestellt. Die Übergangskupplung 101 ist bei der dargestellten Ausführungsform auf
den Zughaken 50 einer zu adaptierenden Schraubenkupplung aufgesetzt. Hierzu ist die
Übergangskupplung 101 an ihrem hinteren Ende beidseitig mit parallel in einem Abstand
zueinander angeordneten und gleichartig ausgebildeten Trägern 103, 103' versehen,
die an den freien Enden durch einen Bolzen 104 miteinander verbunden sind, der die
Übergangskupplung 101 im Maul des Zughakens 50 hält. Beidseitig an der herkömmlichen
Übergangskupplung 101 ist ein Winkelhebel 105 angeordnet. Ein erster Lenker 105a des
Winkelhebels 105 ist teleskopartig verschiebbar ausgebildet. Wie beispielsweise in
Fig. 1 dargestellt, ist der erste Lenker 105a, welcher mit einer Druckfeder 109 in
der Strecklage gehalten wird, an der Übergangskupplung 101 angelenkt. Ein zweiter
Lenker 105b des Winkelhebels 105 ist als starrer Lenker ausgebildet. Der erste und
zweite Lenker 105a, 105b sind an ihren jeweils freien Enden durch ein gemeinsames
Joch 107 miteinander verbunden. Durch das Joch 107 ist zentrisch eine Stellmutter
106 geführt, die zur Abstützung auf der Nase des Zughakens 50 einen an der Unterseite
kappenförmig ausgenommenen Steg 108 trägt. Die Lenker 105a, 105b beider Seiten der
Übergangskupplung 101 sind durch eine gemeinsame Achse 110 mit- und untereinander
verbunden, wobei die Achse 110 als Anlagefläche an der Stirnfläche des Zughakens 50
dient, so dass durch Verstellen des Steges 108 die vertikale Winkelstellung der Übergangskupplung
101 um den Bolzen 104 und damit die Mittellage der Übergangskupplung 101 einstellbar
ist.
[0012] Durch das Vorsehen des Winkelhebels 105 kann bei der aus dem Stand der Technik bekannten
Übergangskupplung 101 eine Höhenzentrierung realisiert werden. Allerdings ist die
manuelle Handhabung, und insbesondere das manuelle Einsetzen der Übergangskupplung
101 in die Schnittstelle zwischen den zu adaptierenden Kupplungen, wie beispielsweise
in den Zughaken 50 einer Schraubenkupplung, erschwert, da es für einen Bediener nicht
möglich ist, einerseits das Gewicht der Übergangskupplung 101 zu halten und andererseits
die Vorrichtung zur Höhenzentrierung in korrekter Weise am Zughaken 50 anzubringen.
[0013] Auf Grundlage dieser Problemstellung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Übergangskupplung der eingangs genannten Art mit einer Vorrichtung zur Höhenzentrierung
zu versehen, wobei trotz der Vorrichtung zur Höhenzentrierung das manuelle Handling
der Übergangskupplung vereinfacht wird.
[0014] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruches 1 gelöst.
[0015] Insbesondere weist demnach die erfindungsgemäße Übergangskupplung eine Vorrichtung
zur Höhenzentrierung auf, welche eine mit dem Kupplungsgehäuse der Übergangskupplung
verbundene Zugöse umfasst. Diese Zugöse ist relativ zu dem Zugbügel derart angeordnet
und ausgebildet, dass beim Einsetzen der Übergangskupplung in das Maul des Zughakens
in einem gemeinsamen Vorgang ein Eingriff des Zughakens sowohl mit dem Zugbügel als
auch mit der Zugöse ausbildbar ist.
[0016] Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen auf der Hand. Dadurch,
dass zur Höhenzentrierung der Übergangskupplung eine mit dem Kupplungsträger der Übergangskupplung
verbundene Zugöse vorgesehen ist, welche hinsichtlich des Zugbügels derart ausgebildet
und ausgelegt ist, die Nase des Zughakens aufzunehmen, wenn der Zugbügel in den Zughaken
eingesetzt wird, ist zum Positionieren und Montieren der Übergangskupplung an der
zu adaptierenden zweiten Kupplung nur ein einzelner Arbeitsschritt notwendig. Der
Zugbügel der Übergangskupplung und die zur Höhenzentrierung vorgesehene Zugöse sind
derart relativ zueinander angeordnet und ausgebildet, dass beim Einsetzen der Übergangskupplung
in das Maul des Zughakens der Zugbügel einen Eingriff mit dem Zughaken ausbildet und
gleichzeitig die Nase des Zughakens von der Zugöse aufgenommen wird. Demnach ist es
auch einer einzelnen Person mit verhältnismäßig wenig Aufwand möglich, die Übergangskupplung
anzubringen, da die zur Höhenzentrierung vorgesehene Zugöse quasi automatisch die
Nase des Zughakens aufnimmt, sobald der Zugbügel der Übergangskupplung in das Maul
des Zughakens eingehängt wird.
[0017] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich ferner durch die einfache Konstruktion
der Vorrichtung zur Höhenzentrierung aus, so dass im Vergleich zu einer herkömmlichen
Übergangskupplung (vgl. beispielsweise die in Fig. 1 bzw. Fig. 2 dargestellte Übergangskupplung)
weniger Bauteile erforderlich sind, was zu einer Gewichtsreduktion der Übergangskupplung
führt.
[0018] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lösung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0019] Um zu erreichen, dass in einem gemeinsamen Vorgang beim Einsetzen der Übergangskupplung
in das Maul des Zughakens der Zughaken einen Eingriff mit dem Zugbügel ausbildet,
während gleichzeitig die Nase des Zughakens von der Zugöse aufgenommen wird, ist es
insbesondere denkbar, dass die Zugöse derart ausgebildet und relativ zu der mit dem
Zugbügel ausgebildeten Aufnahme ausgerichtet ist, dass sich die Parallelprojektion
der Zugöse und die Parallelprojektion der Aufnahme auf einer horizontalen Projektionsebene
zumindest bereichsweise überdecken. Beispielsweise ist in einer Realisierung der erfindungsgemäßen
Lösung vorgesehen, dass zur Ausbildung des Zugbügels die zweite Verbindungseinrichtung
zwei vorzugsweise parallele Träger mit einem die Träger verbindenden horizontal verlaufenden
Zugbolzen aufweist, wobei der Zughaken der zweiten Kupplung in dem Bereich zwischen
den beiden parallelen Trägern aufnehmbar ist. Bei dieser Realisierung sollte vorzugsweise
die Zugöse auf der Oberseite des Kupplungsträgers vorgesehen sein und im Wesentlichen
axial zumindest teilweise mit dem Bereich zwischen den beiden Trägern fluchten. Dies
erleichtert das Handling der Übergangskupplung, da die Übergangskupplung in der Regel
von oben in den Zughaken einer zu adaptierenden Kupplung eingesetzt wird. Selbstverständlich
sind aber auch andere Realisierungen denkbar.
[0020] Um zu erreichen, dass in einer leicht zu realisierenden aber dennoch effektiven Weise
die Höhenzentrierung der Übergangskupplung eingestellt werden kann, ist in einer bevorzugten
Weiterbildung vorgesehen, dass die Zugöse über eine spezielle Mechanik derart mit
dem Kupplungsträger der Übergangskupplung verbunden ist, dass zur Höhenzentrierung
der Übergangskupplung die Zugöse in Längsrichtung der Übergangskupplung relativ zu
dem Zugbügel bewegbar ist. Hierbei handelt es sich um eine besonders leicht zu realisierende
aber dennoch effektive Lösung, um die Höhenzentrierung der Übergangskupplung umsetzen
zu können. Indem die Zugöse in Längsrichtung der Übergangskupplung relativ zu dem
Zugbügel in Richtung des ersten Verbindungsbereiches bewegt wird, kann über die Zugöse
eine Zugkraft auf die Nase des in dem Zugbügel aufgenommenen Zughakens ausgeübt werden,
was ein an der Übergangskupplung angreifendes Drehmoment und somit ein vertikales
Verschwenken der Übergangskupplung relativ zu dem Zughaken um den Zugbolzen des Zugbügels
zur Folge hat.
[0021] In einer vorteilhaften Weiterbildung der zuletzt genannten Ausführungsform weist
die Mechanik, mit welcher die Zugöse in Längsrichtung der Übergangskupplung relativ
zu dem Zugbügel bewegbar ist, einen ersten sowie einen zweiten Anschlag auf, um die
Längsbewegung der Zugöse begrenzen zu können. Auf diese Weise wird sichergestellt,
dass die Übergangskupplung nur innerhalb eines vorab festlegbaren vertikalen Winkelbereiches
relativ zu dem Zughaken verschwenkbar ist. Der erste und zweite Anschlag sind dabei
so auszuführen, dass der zugelassene Schwenkbereich so gewählt ist, dass im Fahrbetrieb
fahrdynamische Bewegungen zugelassen werden.
[0022] In einer bevorzugten Weiterbildung der zuletzt genannten Ausführungsformen weist
die Mechanik, über welche die Zugöse mit dem Kupplungsträger der Übergangskupplung
verbunden ist, mindestens ein Federelement auf, um die Zugöse in Richtung der zweiten
Verbindungseinrichtung vorzuspannen. Vorzugsweise ist dabei der Betrag der mit dem
Federelement ausgeübten Vorspannung vorab einstellbar. Durch das Vorsehen von mindestens
einem Federelement können die im Fahrbetrieb auftretenden fahrdynamischen Bewegungen
abgedämpft werden.
[0023] In einer besonders bevorzugten Realisierung der Übergangskupplung weist die Mechanik,
über welche die Zugöse mit dem Kupplungsträger verbunden ist, eine in Längsrichtung
der Übergangskupplung relativ zu dem Zugbügel bewegbare Zugstange oder dergleichen
auf, wobei die Zugöse an dem Endbereich der Zugstange befestigt ist, welcher der zweiten
Verbindungseinrichtung zugewandt ist. Hierbei ist es ferner denkbar, dass ein mit
dem Kupplungsträger vorzugsweise lösbar verbundener Träger vorgesehen ist, welcher
eine Öffnung aufweist, durch welche die Zugstange geführt wird. Zwischen dem Träger
und dem der ersten Verbindungseinrichtung zugewandten Endbereich der Zugstange ist
vorzugsweise das bereits erwähnte mindestens eine Federelement angeordnet, um die
Zugöse in Richtung der ersten Verbindungseinrichtung vorzuspannen.
[0024] Besonders bevorzugt ist der Träger mit dem Kupplungsgehäuse lösbar verbunden, was
beispielsweise das Nachrüsten einer Übergangskupplung mit einer Vorrichtung zur Höhenzentrierung
ermöglicht.
[0025] Der Träger ist vorzugsweise auf der Oberseite des Kupplungsgehäuses mit dem Kupplungsgehäuse
verbunden. Denkbar ist es selbstverständlich aber auch, dass der Träger seitlich des
Kupplungsgehäuses mit dem Kupplungsgehäuse verbunden ist.
[0026] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Darstellungen in
den Figuren 3 bis 7 näher beschrieben.
[0027] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer aus dem Stand der Technik bekannten Übergangskupplung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der aus dem Stand der Technik bekannten Übergangskupplung
gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer Übergangskupplung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Übergangskupplung gemäß Fig. 3;
- Fig. 5a
- eine erste perspektivische Ansicht einer Übergangskupplung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5b
- eine zweite perspektivische Ansicht der Übergangskupplung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Übergangskupplung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die Übergangskupplung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung.
[0028] In den Figuren 1 und 2 ist eine aus dem Stand der Technik bekannte Übergangskupplung
101 gezeigt, welche zur Höhenzentrierung einen Winkelhebel 105 aufweist, der über
ein Joch 107 auf der Nase eines Zughakens 50 befestigt wird. Der Winkelhebel 105 ist
dabei seitlich mit dem Gehäuse 102 der Übergangskupplung 101 befestigt und gewährleistet
die Höhenzentrierung der Übergangskupplung 101.
[0029] Wie bereits ausgeführt, ist ein Nachteil bei der herkömmlichen in den Figuren 1 und
2 dargestellten Übergangskupplung 101 darin zu sehen, dass aufgrund des relativ komplizierten
Aufbaus der Vorrichtung zur Höhenzentrierung in Gestalt eines Winkelhebels 105 die
Montage der Übergangskupplung 101 an dem Zughaken 50 einer zu adaptierenden Kupplung
relativ schwer ausführbar ist. Insbesondere ist es nicht möglich, die Übergangskupplung
101 von einer Person alleine an dem Zughaken 50 einer zu adaptierenden Kupplung zu
montieren, da nicht gleichzeitig von einer Person die Übergangskupplung 101 gehalten
und die Vorrichtung zur Höhenzentrierung in korrekter Weise am Zughaken 50 angebracht
werden kann.
[0030] Um diesem Nachteile Sorge zu tragen, wird gemäß der Erfindung eine Übergangskupplung
1 vorgeschlagen, wie sie unter Bezugnahme auf die Darstellungen in den Figuren 3 bis
7 anhand von Ausführungsbeispielen im Nachfolgenden näher beschrieben wird. Im Einzelnen
zeigt Fig. 3 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Übergangskupplung
1 in einer Seitenansicht, während in Fig. 4 die Übergangskupplung 1 gemäß der ersten
Ausführungsform in einer perspektivischen Ansicht dargestellt ist.
[0031] Die in den Figuren 3 und 4 dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übergangskupplung
1 besteht aus einem Kupplungsgehäuse 2, welches zumindest teilweise die Kupplungsorgane
der Übergangskupplung 1 aufnimmt. Im Einzelnen ist in dem Kupplungsgehäuse 2 als erste
Verbindungseinrichtung ein Kuppelverschluss 5 aufgenommen, welcher zum lösbaren Verbinden
der Übergangskupplung 1 mit dem Kupplungskopf einer (nicht dargestellten) automatischen
Mittelpufferkupplung dient.
[0032] Bei der in den Figuren 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist die Übergangskupplung
1 ausgelegt, mit einer automatischen Mittelpufferkupplung vom Typ Scharfen-berg
® zu kuppeln.
[0033] Demgemäß weist bei der dargestellten ersten Ausführungsform der in dem Kupplungsgehäuse
2 aufgenommene Kuppelverschluss 5 insbesondere ein Herzstück auf, welches über einen
vertikal verlaufenden Hauptbolzen 6 relativ zum Kupplungsgehäuse 2 verdrehbar gelagert
ist. An dem Herzstück ist eine Kuppelöse 7 angelenkt, die dazu dient, in ein Herzstück
einer mit der Übergangskupplung 1 zu kuppelnden automatischen Mittelpufferkupplung
einzugreifen.
[0034] Obwohl in den Figuren 3 und 4 nicht explizit dargestellt, ist es selbstverständlich
denkbar, dass der Kuppelverschluss 5 zusätzlich zu dem bereits erwähnten Herzstück,
welches über den Hauptbolzen 6 drehbar im Kupplungsgehäuse 2 gelagert ist, und an
welchem die Kuppelöse 7 angelenkt ist, ferner Zugfedern, Federlager und eine Klinkenstange
mit Stempelführung aufweist, um ein automatisches Kuppeln und Entkuppeln der Übergangskupplung
1 mit einer automatischen Mittelpufferkupplung beispielsweise vom Typ Scharfenberg
® zu gestatten. Demnach ist es bevorzugt, wenn der in dem Kupplungsgehäuse 2 aufgenommene
Kuppelverschluss 5 als herkömmlicher Drehverschluss ausgebildet und ausgelegt ist,
mechanisch mit dem Kupplungskopf einer automatischen Mittelpufferkupplung lösbar verbunden
zu werden.
[0035] Der in dem Kupplungsgehäuse 2 aufgenommene Kuppelverschluss 5 dient zur Übertragung
von Zugkräften, wenn die Übergangskupplung 1 mit dem in den Figuren 3 und 4 nicht
explizit dargestellten Kupplungskopf einer automatischen Mittelpufferkupplung mechanisch
verbunden ist. Druckkräfte hingegen werden über die ebene Stirnfläche 11 des Kupplungsgehäuses
2 übertragen. Wie es beispielsweise in den Darstellungen in den Figuren 3 und 4 entnommen
werden kann, weist hierzu das Kupplungsgehäuse 2 ein Profil bestehend aus einem breiten,
ebenen Rand sowie kegel- und trichterförmig ausgebildeten Führungsflächen auf. Dieses
Profil richtet die Übergangskupplung 1 in Bezug auf eine mit der Übergangskupplung
1 mechanisch zu verbindende Mittelpufferkupplung aus, zentriert diese und lässt sie
auch in engen Kurven und bei Höhenversatz ineinander gleiten.
[0036] Wie es insbesondere der Darstellung in Fig. 4 zu entnehmen ist, kann das Kupplungsgehäuse
2 der Übergangskupplung 1 eine Stirnfläche 11 aufweisen, die einstückig mit dem Kupplungsgehäuse
2 ausgebildet oder separat zu dem Kupplungsgehäuse 2 ausgebildet und über eine Schraubverbindung
mit dem Kupplungsgehäuse 2 verbindbar ist. Die Stirnfläche 11 weist vorzugsweise einen
Trichter zur Aufnahme der Kuppelöse einer mit der Übergangskupplung 1 mechanisch zu
verbindenden automatischen Mittelpufferkupplung auf. Benachbart zu dem in der Stirnfläche
11 des Kupplungsgehäuses ausgebildeten Trichter ist bei der in den Figuren 3 und 4
dargestellten Übergangskupplung 1 ferner an der Stirnfläche 11 des Kupplungsgehäuses
2 ein Kegel 12 ausgebildet. Demnach weist die Stirnfläche 11 der Übergangskupplung
1 ein Profil auf, welches kompatibel mit dem Profil eines Kupplungskopfes einer automatischen
Mittelpufferkupplung ist.
[0037] In dem der Stirnfläche 11 des Kupplungsgehäuses 2 gegenüberliegenden Endbereich der
Übergangskupplung 1 ist - wie es der Darstellung in den Figuren 3 und 4 entnommen
werden kann - ein Zugbügel 8 ausgeführt, welcher in den Zughaken 50 beispielsweise
einer Schraubenkupplung einsetzbar ist zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung
1 mit der Schraubenkupplung. Hierzu weist der der Stirnfläche 11 des Kupplungsgehäuses
2 gegenüberliegende Endbereich der Übergangskupplung 1 eine entsprechende Ausnehmung
13 auf, die auf der Längsachse L der Übergangskupplung 1 verläuft.
[0038] In dem in den Figuren 3 und 4 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Übergangskupplung 1 sind an dem der Stirnfläche 11 des Kupplungsgehäuses 2 gegenüberliegenden
Endbereich der Übergangskupplung 1 zwei in Längsrichtung der Übergangskupplung 1 verlaufende
parallele Träger 3, 3' vorgesehen, die mit Hilfe eines horizontal verlaufenden Zugbolzens
4 miteinander verbunden sind, um am Endbereich der Übergangskupplung 1 den Zugbügel
8 auszubilden. Der Zughaken 50 der Schraubenkupplung ist mit dem Zugbügel 8 in Eingriff
bringbar, indem - wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt - der Zughaken 50 in der
Ausnehmung 13 zwischen den beiden parallelen Trägern 3, 3' aufgenommen wird.
[0039] Selbstverständlich ist es nicht zwingend erforderlich, dass die beiden Träger 3,
3' parallel zueinander ausgerichtet sind. Insbesondere ist es denkbar, dass diese
zueinander leicht schräg verlaufen.
[0040] Um zu erreichen, dass sich die Übergangskupplung 1 für ein reibungsloses Kuppeln
in vertikaler Nulllage einstellt und diese Position beim Kuppeln gehalten wird, weist
die Übergangskupplung 1 eine Höhenzentrierung auf. Ein wesentlicher Bestandteil dieser
Höhenzentrierung ist eine mit dem Kupplungsgehäuse 2 verbundene Zugöse 14, die - wie
in den Figuren 3 und 4 dargestellt - zumindest bereichsweise mit der Ausnehmung 13
des Zugbügels 8 fluchtet und dazu dient, zumindest die Nase des Zughakens 50 aufzunehmen,
wenn der Zughaken 50 der zu adaptierenden Kupplung mit dem Zugbügel 8 der Übergangskupplung
1 in Eingriff steht. Im Einzelnen und wie es insbesondere der Darstellung in Fig.
4 entnommen werden kann, ist bei dem Ausführungsbeispiel die Zugöse 14 auf der Oberseite
des Kupplungsgehäuses 2 vorgesehen und fluchtet im Wesentlichen axial zumindest bereichsweise
mit dem Bereich zwischen den beiden parallelen Trägern 3, 3', die den Zugbügel 8 am
Endbereich der Übergangskupplung 1 ausbilden. Durch diese Maßnahme kann erreicht werden,
dass die Nase des Zughakens 50 selbstständig in der Zugöse 14 der Höhenzentrierung
aufgenommen wird, wenn der Zugbügel 8 der Übergangskupplung 1 in den Zughaken 50 der
zu adaptierenden Schraubenkupplung eingesetzt wird.
[0041] Der Darstellung in Fig. 3 ist zu entnehmen, dass bei dem ersten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Übergangskupplung 1 die Zugöse 14 derart ausgebildet und relativ
zu der mit dem Zugbügel 8 ausgebildeten Aufnahme ausgerichtet ist, dass sich die Parallelprojektion
P1 der Zugöse 14 und die Parallelprojektion P2 der Aufnahme auf einer horizontalen
Projektionsebene zumindest bereichsweise überdecken. Die Überdeckung ist in Fig. 3
mit der Bezugsziffer "P3" bezeichnet.
[0042] Bei der in den Figuren 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist im Einzelnen die
Zugöse 14 der Höhenzentrierung über eine Mechanik derart mit dem Kupplungsgehäuse
2 der Übergangskupplung 1 verbunden, dass zur Höhenzentrierung der Übergangskupplung
1 die Zugöse 14 in Längsrichtung L der Übergangskupplung 1 relativ zu dem Zugbügel
8 bewegbar ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel kommt hierfür eine in Längsrichtung
L der Übergangskupplung 1 relativ zu dem Zugbügel 8 bewegbare Zugstange 15 zum Einsatz,
wobei die Zugöse 14 an dem der Schraubenkupplung zugewandten Endbereich der Zugstange
15 befestigt ist. Diese Zugstange 15 selber verläuft im Wesentlichen parallel zur
Längsrichtung L der Übergangskupplung 1. Die Zugstange 15 zusammen mit dem an einem
Endbereich der Zugstange 15 befestigten Zugbügel 8 ist in Längsrichtung L der Übergangskupplung
1 relativ zu dem Zugbügel 8 bewegbar. Hierzu wird die Zugstange 15 durch eine in einem
mit dem Kupplungsgehäuse 2 verbundenen Träger 16 vorgesehene Öffnung 17 geführt. Der
Träger 16 selber ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemä-βen
Übergangskupplung 1 mit Hilfe einer Schraubverbindung 18 lösbar an der Oberseite des
Kupplungsgehäuses 2 befestigt. Selbstverständlich ist es aber auch denkbar, dass der
Träger 16 an der Oberseite des Kupplungsgehäuses 2 angeschweißt oder andersartig befestigt
ist.
[0043] Wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt, ist die Bewegung der Zugöse 14 in Längsrichtung
L der Übergangskupplung 1 relativ zu dem Zugbügel 8 mit Hilfe eines ersten Anschlages
19.1 einerseits und eines zweiten Anschlages 19.2 andererseits begrenzt. Der erste
Anschlag 19.1 ist an dem der Schraubenkupplung zugewandten Endbereich der Zugstange
15 vorgesehen. Der zweite Anschlag 19.2 wird durch eine Mutter 20 gebildet, die an
dem gegenüberliegenden Endbereich der Zugstange 15 aufgeschraubt ist. Im Einzelnen
wird die Bewegung der Zugöse 14 in Längsrichtung L der Übergangskupplung 1 relativ
zu dem Zugbügel 8 einerseits dadurch begrenzt, dass der erste Anschlag 19.1 gegen
die Vorderseite des Trägers 16 stößt. Andererseits wird die Bewegung der Zugöse 14
in Längsrichtung L der Übergangskupplung 1 durch den zweiten Anschlag 19.2 begrenzt,
der gegen die zugewandte Stirnfläche des Trägers 16 stößt.
[0044] Um zu erreichen, dass bei der erfindungsgemäßen Lösung die Höhenzentrierung im Fahrbetrieb
fahrdynamische Bewegungen relativ zwischen der Übergangskupplung 1 und einer Schraubenkupplung
dämpfend ausgleichen kann, weist die Höhenzentrierung ferner ein Federelement 21 in
Gestalt einer Druckfeder auf. Im Einzelnen ist bei der in den Figuren 3 und 4 dargestellten
Ausführungsform das Federelement 21 zwischen der Mutter 20 und dem Träger 16 vorgespannt.
[0045] Durch Verstellen der Mutter 20 wird durch die von dem Federelement auf den Träger
16 ausgeübte Druckkraft die Zugstange 15 zusammen mit der daran befestigten Zugöse
14 relativ zu dem Kupplungsgehäuse 2 in Längsrichtung L der Übergangskupplung 1 verschoben.
Auf diese Weise kann die vertikale Winkelstellung der Übergangskupplung 1 um den Bolzen
4 und damit die Mittellage der Übergangskupplung 101 eingestellt werden.
[0046] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Darstellungen in den Figuren 5 bis 7 eine
zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Übergangskupplung 1 beschrieben. Im Einzelnen
ist die zweite Ausführungsform der Übergangskupplung 1 in den Figuren 5a und 5b jeweils
in einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Eine Seitenansicht der Übergangskupplung
1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ist in Fig. 6 gezeigt, während Fig. 7 eine
Draufsicht auf diese Übergangskupplung 1 zeigt.
[0047] Die Übergangskupplung 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ist in struktureller
und funktioneller Hinsicht ähnlich zum ersten Ausführungsbeispiel ausgeführt. Der
Unterschied zwischen der Übergangskupplung 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
und der Übergangskupplung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ist insbesondere darin
zu sehen, dass bei dem zweiten Ausführungsbeispiel die Lage der Höhenjustierung in
Bezug zu dem Kupplungsgehäuse 2 der Übergangskupplung 1 verschieden ausgeführt ist.
Im Einzelnen verläuft bei dem zweiten Ausführungsbeispiel die Zugstange 15 nicht mehr
horizontal, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, sondern leicht schräg. Nach wie
vor ist die Zugöse 14 allerdings derart ausgebildet und relativ zu der mit dem Zugbügel
8 ausgebildeten Aufnahme ausgerichtet, dass sich die Parallelprojektion P1 der Zugöse
14 die Parallelprojektion P2 der Aufnahme auf einer horizontalen Projektionsebene
bereichsweise überdecken, wie es der Darstellung in Fig. 6 zu entnehmen ist.
[0048] Die weiteren Komponenten der Übergangskupplung 1 gemäß der zweiten Ausführungsform
entsprechen im Übrigen den Komponenten der ersten Ausführungsform, so dass zur Vermeidung
von Wiederholungen an dieser Stelle auf die vorherigen Ausführungen verwiesen wird.
[0049] Die Erfindung ist nicht auf die zuvor unter Bezugnahme auf die Darstellungen in den
Figuren 3 bis 7 beschriebenen Ausführungsformen der Übergangskupplung beschränkt,
sondern ergibt sich aus einer Zusammenschau sämtlicher hierin offenbarter Merkmale.
Insbesondere ist es denkbar, dass der Träger 16 nicht auf der Oberseite des Kupplungsgehäuses
2, sondern seitlich des Kupplungsgehäuses 2 mit dem Kupplungsgehäuse 2 vorzugsweise
lösbar verbunden ist.
[0050] Auch kommen andere Konstruktionen zur Justierung der Zugöse 14 in Frage. Beispielsweise
ist es denkbar, einen Verschwenkmechanismus vorzusehen, um die Zugöse 14 in Längsrichtung
L der Übergangskupplung 1 relativ zu dem Zugbügel 8 zu bewegen.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Übergangskupplung
- 2
- Kupplungsgehäuse
- 3
- erster Träger
- 3'
- zweiter Träger
- 4
- Zugbolzen
- 5
- Kupplungsorgan/Kuppelverschluss
- 6
- Kupplungsorgan/Hauptbolzen
- 7
- Kupplungsorgan/Kuppelöse
- 8
- Zugbügel
- 11
- Stirnfläche
- 12
- Kegel
- 13
- Ausnehmung
- 14
- Zugöse
- 15
- (bewegbare) Zugstange
- 16
- Träger
- 17
- Öffnung
- 18
- Schraubverbindung
- 19.1
- erster Anschlag
- 19.2
- zweiter Anschlag
- 20
- Mutter
- 21
- Federelement
- 50
- Zughaken
- 101
- Übergangskupplung
- 102
- Gehäuse
- 103
- Träger
- 103'
- Träger
- 104
- Bolzen
- 105
- Winkelhebel
- 105a
- erster Lenker
- 105b
- zweiter Lenker
- 106
- Stellmutter
- 107
- Joch
- 108
- Steg
- 109
- Druckfeder
- 110
- Achse
- L
- Längsrichtung
- P1
- Parallelprojektion
- P2
- Parallelprojektion
- P3
- Überdeckung
1. Übergangskupplung (1) zum Adaptieren von Kupplungen unterschiedlicher Bauart, wobei
die Übergangskupplung (1) folgendes aufweist:
- eine erste Verbindungseinrichtung zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung (1)
mit einer ersten Kupplung;
- eine zweite Verbindungseinrichtung zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung
(1) mit dem Zughaken (50) einer zweiten Kupplung; und
- ein Kupplungsgehäuse (2) zum Verbinden der ersten Verbindungseinrichtung mit der
zweiten Verbindungseinrichtung,
wobei die zweite Verbindungseinrichtung einen Zugbügel (8) aufweist, wobei der Zugbügel
(8) einen ersten und einen zweiten Träger (3, 3') aufweist, welche mit einem Zugbolzen
(4) derart verbunden sind, dass eine Aufnahme ausgebildet wird zum Aufnehmen des Zughakens
(50) der zweiten Kupplung,
dadurch gekennzeichnet,dass
eine Vorrichtung zur Höhenjustierung vorgesehen ist, welche eine mit dem Kupplungsgehäuse
(2) verbundene Zugöse (14) aufweist, die relativ zu der mit dem Zugbügel (8) gebildeten
Aufnahme derart angeordnet und ausgebildet ist, dass beim Einsetzen der Übergangskupplung
(1) in das Maul des Zughakens (50) der zweiten Kupplung in einem gemeinsamen Vorgang
ein Eingriff des Zughakens (50) sowohl in der mit dem Zugbügel (8) gebildeten Aufnahme
als auch in der Zugöse (14) ausbildbar ist.
2. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 1, wobei die Zugöse (14) derart ausgebildet und
relativ zu der mit dem Zugbügel (8) ausgebildeten Aufnahme ausgerichtet ist, dass
sich die Parallelprojektion (P1) der Zugöse (14) und die Parallelprojektion (P2) der
Aufnahme auf einer horizontalen Projektionsebene zumindest bereichsweise überdecken.
3. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste und zweite Träger (3,
3') parallel zueinander verlaufen, und wobei der Zugbolzen (4) horizontal verläuft,
wobei der Zughaken (50) der zweiten Kupplung in dem Bereich zwischen den beiden parallelen
Trägern (3, 3') aufnehmbar ist.
4. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zugöse (14)
oberhalb des Kupplungsgehäuses (2) vorgesehen ist und im Wesentlichen axial zumindest
teilweise mit dem Bereich zwischen dem ersten und zweiten Träger (3, 3') fluchtet.
5. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zugöse (14)
über eine Mechanik derart mit dem Kupplungsgehäuse (2) verbunden ist, dass zur Höhenzentrierung
der Übergangskupplung (1) die Zugöse (14) in Längsrichtung (L) der Übergangskupplung
(1) relativ zu dem Zugbügel (8) bewegbar ist.
6. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 5, wobei
die Mechanik einen ersten Anschlag (19.1) und einen zweiten Anschlag (19.2) aufweist
zum Begrenzen der Bewegung der Zugöse (14) in Längsrichtung (L) der Übergangskupplung
(1) relativ zu dem Zugbügel (8).
7. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Mechanik ein Federelement
(21) aufweist zum Vorspannen der Zugöse (14) in Richtung der zweiten Verbindungseinrichtung.
8. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 7, wobei
der Betrag der mit dem Federelement (21) ausgeübten Vorspannung vorab einstellbar
ist.
9. Übergangskupplung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die Mechanik eine in
Längsrichtung (L) der Übergangskupplung (1) relativ zu dem Zugbügel (8) bewegbare
Zugstange (15) aufweist, an deren der zweiten Verbindungseinrichtung zugewandten Endbereich
die Zugöse (14) befestigt ist.
10. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 9, wobei
die Mechanik ferner einen vorzugsweise lösbar mit dem Kupplungsgehäuse (2) verbundenen
Träger (16) mit einer Öffnung (17) aufweist, durch welche die Zugstange (15) geführt
wird.
11. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 10, wobei
der Träger (16) auf der Oberseite oder seitlich des Kupplungsgehäuses (2) mit dem
Kupplungsgehäuse (2) vorzugsweise lösbar verbunden ist.
12. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 10 oder 11, wobei zwischen dem Träger (16) und
dem der ersten Verbindungseinrichtung zugewandten Endbereich der Zugstange (15) ein
Federelement (21) angeordnet ist zum Vorspannen der Zugöse (14) in Richtung der ersten
Verbindungseinrichtung.
13. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 12, wobei
an dem der ersten Verbindungseinrichtung zugewandten Endbereich der Zugstange (15)
eine Mutter (20) angeordnet ist derart, dass das Federelement (21) zwischen der Mutter
(20) und dem Träger (16) vorgespannt ist.
14. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Verbindungseinrichtung
ausgelegt ist zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung (1) mit einer automatischen
Mittelpufferkupplung, insbesondere einer Mittelpufferkupplung vom Typ Scharfenberg®.
15. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kupplungsgehäuse
(2) zumindest bereichsweise ausgebildet ist zum Aufnehmen von Kupplungsorganen (5,
6, 7) der ersten Verbindungseinrichtung.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Übergangskupplung (1) zum Adaptieren von Kupplungen unterschiedlicher Bauart, wobei
die Übergangskupplung (1) folgendes aufweist:
- eine erste Verbindungseinrichtung zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung (1)
mit einer ersten Kupplung;
- eine zweite Verbindungseinrichtung zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung
(1) mit dem Zughaken (50) einer zweiten Kupplung; und
- ein Kupplungsgehäuse (2) zum Verbinden der ersten Verbindungseinrichtung mit der
zweiten Verbindungseinrichtung,
wobei die zweite Verbindungseinrichtung einen Zugbügel (8) aufweist, wobei der Zugbügel
(8) einen ersten und einen zweiten Träger (3, 3') aufweist, welche mit einem Zugbolzen
(4) derart verbunden sind, dass eine Aufnahme ausgebildet wird zum Aufnehmen des Zughakens
(50) der zweiten Kupplung,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Vorrichtung zur Höhenjustierung vorgesehen ist, welche eine mit dem Kupplungsgehäuse
(2) verbundene Zugöse (14) aufweist, die relativ zu der mit dem Zugbügel (8) gebildeten
Aufnahme derart angeordnet und ausgebildet ist, dass beim Einsetzen der Übergangskupplung
(1) in das Maul des Zughakens (50) der zweiten Kupplung in einem gemeinsamen Vorgang
ein Eingriff des Zughakens (50) sowohl in der mit dem Zugbügel (8) gebildeten Aufnahme
als auch in der Zugöse (14) ausbildbar ist, wobei
die Zugöse (14) über eine Mechanik derart mit dem Kupplungsgehäuse (2) verbunden ist,
dass zur Höhenzentrierung der Übergangskupplung (1) die Zugöse (14) in Längsrichtung
(L) der Übergangskupplung (1) relativ zu dem Zugbügel (8) bewegbar ist.
2. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 1, wobei
die Zugöse (14) derart ausgebildet und relativ zu der mit dem Zugbügel (8) ausgebildeten
Aufnahme ausgerichtet ist, dass sich die Parallelprojektion (P1) der Zugöse (14) und
die Parallelprojektion (P2) der Aufnahme auf einer horizontalen Projektionsebene zumindest
bereichsweise überdecken.
3. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei
der erste und zweite Träger (3, 3') parallel zueinander verlaufen, und wobei der Zugbolzen
(4) horizontal verläuft, wobei der Zughaken (50) der zweiten Kupplung in dem Bereich
zwischen den beiden parallelen Trägern (3, 3') aufnehmbar ist.
4. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zugöse (14)
oberhalb des Kupplungsgehäuses (2) vorgesehen ist und im Wesentlichen axial zumindest
teilweise mit dem Bereich zwischen dem ersten und zweiten Träger (3, 3') fluchtet.
5. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mechanik
einen ersten Anschlag (19.1) und einen zweiten Anschlag (19.2) aufweist zum Begrenzen
der Bewegung der Zugöse (14) in Längsrichtung (L) der Übergangskupplung (1) relativ
zu dem Zugbügel (8).
6. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mechanik
ein Federelement (21) aufweist zum Vorspannen der Zugöse (14) in Richtung der zweiten
Verbindungseinrichtung.
7. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 6, wobei
der Betrag der mit dem Federelement (21) ausgeübten Vorspannung vorab einstellbar
ist.
8. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mechanik
eine in Längsrichtung (L) der Übergangskupplung (1) relativ zu dem Zugbügel (8) bewegbare
Zugstange (15) aufweist, an deren der zweiten Verbindungseinrichtung zugewandten Endbereich
die Zugöse (14) befestigt ist.
9. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 8, wobei
die Mechanik ferner einen vorzugsweise lösbar mit dem Kupplungsgehäuse (2) verbundenen
Träger (16) mit einer Öffnung (17) aufweist, durch welche die Zugstange (15) geführt
wird.
10. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 9, wobei
der Träger (16) auf der Oberseite oder seitlich des Kupplungsgehäuses (2) mit dem
Kupplungsgehäuse (2) vorzugsweise lösbar verbunden ist.
11. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 9 oder 10, wobei
zwischen dem Träger (16) und dem der ersten Verbindungseinrichtung zugewandten Endbereich
der Zugstange (15) ein Federelement (21) angeordnet ist zum Vorspannen der Zugöse
(14) in Richtung der ersten Verbindungseinrichtung.
12. Übergangskupplung (1) nach Anspruch 11, wobei
an dem der ersten Verbindungseinrichtung zugewandten Endbereich der Zugstange (15)
eine Mutter (20) angeordnet ist derart, dass das Federelement (21) zwischen der Mutter
(20) und dem Träger (16) vorgespannt ist.
13. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Verbindungseinrichtung
ausgelegt ist zum lösbaren Verbinden der Übergangskupplung (1) mit einer automatischen
Mittelpufferkupplung, insbesondere einer Mittelpufferkupplung vom Typ Scharfenberg®.
14. Übergangskupplung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kupplungsgehäuse
(2) zumindest bereichsweise ausgebildet ist zum Aufnehmen von Kupplungsorganen (5,
6, 7) der ersten Verbindungseinrichtung.