[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Siegelstation für eine Verpackungsmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Verpackungsmaschine mit einer Siegelstation ist beispielsweise aus der
DE 10 2006 018 327 A1 bekannt, wobei die Verpackungsmaschine dort eine Schalenverschließmaschine ("Traysealer")
ist. In der Siegelstation dieser Verpackungsmaschine wird eine Siegelfolie auf die
nach oben offenen, mit Produkt befüllten Schalen aufgebracht. Diese Siegelfolie verschließt
und versiegelt die Schalen. Eine entsprechende Siegelstation wird auch in Tiefzieh-Verpackungsmaschinen
eingesetzt, oder in Kammermaschinen. Alternativ zum Aufsiegeln einer Deckelfolie kann
auch ein bereits vorgeformter Deckel auf die Schale oder die Verpackungsmulde aufgesiegelt
werden.
[0003] Beim Siegeln ist es günstig, wenn sowohl Unterdruck, als auch Überdrück vorhanden
sind. Durch den Unterdruck können die Verpackungen in der Siegelstation evakuiert
werden, um die Haltbarkeit der Produkte zu verlängern. Optional kann die Verpackung
nach dem Evakuieren auch mit einem Austauschgas gespült oder gefüllt werden. Das Siegeln
selbst erfolgt üblicherweise unter Einwirkung von Druck und Temperatur auf die Siegelfolie.
Zu diesem Zweck ist üblicherweise eine Überdruckquelle vorhanden, die die Druckluft
zum Andrücken des Siegelwerkzeugs an die Verpackung bereitstellt.
[0004] Auch in anderen Bereichen einer Verpackungsmaschine werden Druckluft und Unterdruck
verwendet. Beispielsweise zeigt die
DE 10 2005 061 315 A1 eine Verpackungsmaschine, bei der nicht in einer Siegelstation, sondern in einer
Tiefziehstation Über- und Unterdruck eingesetzt werden. Zum Erzeugen dieser Drücke
ist eine Klauen-Vakuumpumpe vorgesehen.
[0005] Eine solche Klauenpumpe ist beispielsweise in der
DE 19629174 A1 beschrieben.
[0006] Weitere Vorrichtungen zum Verformen von Verpackungsfolien mittels Über- und Unterdruck,
nicht aber zum Versiegeln solcher Verpackungsfolien, gehen aus der
DE 3842135 A1 oder der
CH 332587 hervor.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Siegelstation für eine Verpackungsmaschine
mit konstruktiv möglichst einfachen Mitteln hinsichtlich eines zuverlässigen, energieeffizienten
Betriebs zu verbessern.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Siegelstation mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gegeben.
[0009] Erfindungsgemäß ist ein einziger Antrieb sowohl für die Unterdruck-, als auch für
die Überdruckquelle vorgesehen. Durch diese Maßnahme wird die Siegelstation sehr kompakt,
und im Vergleich zur Verwendung mehrerer Antriebe sinkt die Störanfälligkeit. Besonders
effizient und wartungsarm wird die erfindungsgemäße Siegelstation zudem dadurch, dass
eine als Unterdruck- und/oder Überdruckquelle eingesetzte Pumpe eine Drehschieberpumpe
oder eine Schraubenpumpe ist.
[0010] Der Betrieb der Siegelstation wird besonders energie- und kostengünstig, indem eine
einzige Pumpe sowohl den Unterdruck zum Evakuieren der Verpackungen, als auch die
Druckluft zum Andrücken des Siegelwerkzeugs erzeugt. Der Grund dafür ist, dass die
Pumpe besser ausgelastet ist, da sie Tot- oder,Standzeiten vermeidet. Zudem wird vermieden,
dass die Pumpe übermäßig lange gegen geschlossene Ventile arbeitet.
[0011] Wenn eine höhere Pumpleistung erforderlich scheint, beispielsweise zum Erzeugen eines
niedrigeren Unterdrucks oder eines höheren Überdrucks, kann es günstiger sein, wenn
zwei (oder sogar mehr) Pumpen als Unterdruck- bzw. Überdruckquellen vorgesehen sind.
Erfindungsgemäß sind sämtliche Pumpen immer noch durch einen gemeinsamen Antrieb antreibbar,
beispielsweise mittels einer gemeinsamen Abtriebswelle eines Motors.
[0012] Wenn mehrere Pumpen vorgesehen sind, kann es günstig sein, wenn die unterschiedlichen
Pumpen wahlweise an- und abschaltbar sind.
[0013] Wenn es sich bei einer Pumpe um eine Drehschieberpumpe handelt, weist diese vorzugsweise
drei Drehschieber auf. Dies gewährleistet einen besonders ruhigen Betrieb der Pumpe.
[0014] Günstig ist es, wenn ein mit der (Unterdruck-)Pumpe verbundener Druckluftspeicher
und/oder ein mit der (Überdruck-)Pumpe verbundener Unterdruckbehälter versehen sind.
Auf diese Weise wird die Betriebszeit der Pumpen vollständig ausgenutzt. Entweder
werden direkt Druckluft oder Unterdruck an die Siegelstation geliefert, oder aber
die entsprechenden Reservoirs werden aufgefüllt, bzw. evakuiert.
[0015] Der Ansaugöffnung der Unterdruck-Pumpe kann ein Dreiwegeventil vorgeschaltet sein.
Dies ermöglicht es der Pumpe, sowohl den Unterdruckbehälter zu evakuieren, als auch
wahlweise Umgebungsluft anzusaugen.
[0016] Wenn die Ansaugöffnung der Pumpe über einen ersten Eingang des Dreiwegeventils mit
der Umgebungsluft in Verbindung steht, kann leichter und effizienter Überdruck erzeugt
werden, als wenn die Ansaugöffnung der Pumpe ständig mit dem Unterdruckbehälter verbunden
wäre.
[0017] Ein zweiter Eingang des Dreiwegeventils kann hingegen mit der Kammer der Siegelstation
oder mit einem Unterdruckbehälter in Verbindung stehen. So kann entweder direkt in
der Siegelkammer ein Unterdruck erzeugt werden oder der Druck im Unterdruckbehälter
weiter abgesenkt werden.
[0018] Denkbar ist es, dass eine Steuerung zum Steuern des Betriebs der Pumpe und/oder des
Dreiwegeventils vorgesehen ist. Diese Steuerung passt den Betrieb der Pumpe ideal
an den Arbeitszyklus der Siegelstation bzw. der gesamten Verpackungsmaschine an.
[0019] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Verpackungsmaschine mit einer Siegelstation
der vorstehend beschriebenen Art.
[0020] Im Folgenden werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine in Form
einer Tiefziehverpackungsmaschine ,
- Figur 2
- einen schematischen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Siegelstation und
- Figur 3
- eine schematische Darstellung der Pumpenanordnung eines zweiten Ausführungsbeispiels.
[0021] Gleiche Komponenten werden in den Figuren durchgängig mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0022] Figur 1 zeigt in schematischer Ansicht eine erfindungsgemäße Verpackungsmaschine
1 in Form einer Tiefziehverpackungsmaschine. Diese Tiefziehverpackungsmaschine 1 weist
eine Formstation 2, eine Siegelstation 3, eine Querschneideeinrichtung 4 und eine
Längsschneideeinrichtung 5 auf, die in dieser Reihenfolge in einer Arbeitsrichtung
R an einem Maschinengestell 6 angeordnet sind. Eingangsseitig befindet sich an dem
Maschinengestell 6 eine Zufuhrrolle 7, von der ein erstes bahnförmiges Material 8
abgezogen wird. Im Bereich der Siegelstation 3 ist ein Materialspeicher 9 vorgesehen,
von dem ein zweites bahnförmiges Material 10 als Deckelfolie abgezogen wird. Ausgangsseitig
ist an der Verpackungsmaschine eine Abfuhreinrichtung 13 in Form eines Transportbandes
vorgesehen, mit der fertige, vereinzelte Verpackungen abtransportiert werden. Ferner
weist die Verpackungsmaschine 1 eine nicht dargestellte Vorschubeinrichtung auf, die
das erste bahnförmige Material 8 ergreift und in einem Hauptarbeitstakt taktweise
in der Arbeitsrichtung R weitertransportiert. Die Vorschubeinrichtung kann zum Beispiel
durch seitlich angeordnete Transportketten realisiert sein.
[0023] In der dargestellten Ausführungsform ist die Formstation 2 als eine Tiefziehstation
ausgebildet, in der in dem ersten bahnförmigen Material 8 durch Tiefziehen Behälter
14 geformt werden. Dabei kann die Formstation 2 derart ausgebildet sein, dass in der
Richtung senkrecht zur Arbeitsrichtung R mehrere Behälter nebeneinander gebildet werden.
In Arbeitsrichtung R hinter der Formstation 2 ist eine Einlegestrecke 15 vorgesehen,
in der die in dem ersten bahnförmigen Material 8 geformten Behälter 14 mit Produkt
16 befüllt werden.
[0024] Die Siegelstation 3 verfügt über eine verschließbare Kammer 17, in der die Atmosphäre
in den Behälter 14 vor dem Versiegeln zum Beispiel durch Gasspülen mit einem Austauschgas
oder mit einem Austausch-Gasgemisch ersetzt werden kann.
[0025] Die Querschneideeinrichtung 4 ist als Stanze ausgebildet, die das erste bahnförmige
Material 8 und das zweite bahnförmige Material 10 in einer Richtung quer zur Arbeitsrichtung
R zwischen benachbarten Behältern 14 durchtrennt. Dabei arbeitet die Querschneideeinrichtung
4 derart, dass das erste bahnförmige Material 8 nicht über die gesamte Breite aufgeteilt
wird, sondern zumindest in einem Randbereich nicht durchtrennt wird. Dies ermöglicht
einen kontrollierten Weitertransport durch die Vorschubeinrichtung.
[0026] Die Längsschneideeinrichtung 5 ist in der dargestellten Ausführungsform als eine
Messeranordnung ausgebildet, mit der das erste bahnförmige Material 8 und das zweite
bahnförmige Material 10 zwischen benachbarten Behältern 14 und am seitlichen Rand
des ersten bahnförmigen Materials 8 durchtrennt werden, so dass hinter der Längsschneideeinrichtung
5 vereinzelte Verpackungen vorliegen.
[0027] Die Verpackungsmaschine 1 verfügt ferner über eine Steuerung 18. Sie hat die Aufgabe,
die in der Verpackungsmaschine 1 ablaufenden Prozesse zu steuern und zu überwachen.
Eine Anzeigevorrichtung 19 mit Bedienelementen 20 dient zum Visualisieren bzw. Beeinflussen
der Prozessabläufe in der Verpackungsmaschine 1 für bzw. durch einen Bediener.
[0028] Die generelle Arbeitsweise der Verpackungsmaschine 1 wird im Folgenden kurz dargestellt.
[0029] Das erste bahnförmige Material 8 wird von der Zufuhrrolle 7 abgezogen und durch die
Vorschubeinrichtung in die Formstation 2 transportiert. In der Formstation 2 werden
durch Tiefziehen Behälter 14 in dem ersten bahnförmigen Material 8 gebildet. Die Behälter
14 werden zusammen mit dem umgebenden Bereich des ersten bahnförmigen Materials 8
in einem Hauptarbeitstakt zu der Einlegestrecke 15 weitertransportiert, in der sie
mit Produkt 16 befüllt werden.
[0030] Anschließend werden die befüllten Behälter 14 zusammen mit dem sie umgebenden Bereich
des ersten bahnförmigen Materials 8 in dem Hauptarbeitstakt durch die Vorschubeinrichtung
in die Siegelstation 3 weitertransportiert. Das zweite bahnförmige Material 10 wird
als Deckelfolie nach einem Ansiegelvorgang an das erste bahnförmige Material 8 mit
der Vorschubbewegung des ersten bahnförmigen Materials 8 weitertransportiert. Dabei
wird das zweite bahnförmige Material 10 von dem Materialspeicher 9 abgezogen. Durch
das Ansiegeln der Deckelfolie 10 an die Behälter 14 entstehen verschlossene Verpackungen
21.
[0031] Figur 2 zeigt in schematischer Ansicht einen Vertikalschnitt durch ein Siegelwerkzeug
22 der Siegelstation 3. Das Siegelwerkzeug 22 verfügt über ein Siegelwerkzeugunterteil
23 und ein Siegelwerkzeugoberteil 24. Im Siegelwerkzeugunterteil 23 ist eine Mulde
oder Aussparung 25 vorgesehen. In der Aussparung 25 kann ein zu verschließender Behälter
14 angeordnet werden, während der Rand 26 des Siegelwerkzeugunterteils 23 den Rand
des Behälters 14 trägt.
[0032] Im Inneren des Siegelwerkzeugoberteils 24 befindet sich eine Siegelplatte 28 mit
nach unten ragenden Siegelrändern 29. innerhalb der Siegelplatte 28 liegt optional
noch eine Produktschutzplatte (nicht dargestellt). Die Produktschutzplatte ist kühler
als die Siegelplatte 28 und verhindert beim Siegeln eine zu starke Erwärmung des Produkts
16 im Behälter 14.
[0033] Über Dichtungen 30 ist die Siegelplatte 28 gegenüber der Außenwand des Siegelwerkzeugoberteils
24 abgedichtet. In einer Druckkammer 31 zwischen der Siegelplatte 28 und der Außenwand
des Siegelwerkzeugoberteils 28 kann ein Überdruck angelegt werden, um die Siegelplatte
28 unter Druck nach unten zu pressen. Zudem ist eine Heizeinrichtung vorgesehen (nicht
dargestellt), um die Siegelplatte 28, insbesondere deren Siegelränder 29, auf die
Siegeltemperatur zu erwärmen.
[0034] Die erfindungsgemäße Siegelstation 3 verfügt im Ausführungsbeispiel nach Figur 2
über eine als Drehschieberpumpe oder als Schraubenpumpe ausgebildete Pumpe 33, die
sowohl Unterdruck zum Evakuieren der Verpackungen 14, als auch Überdruck zum Bereitstellen
von Druckluft zum Andrücken des Siegelwerkzeugs 28 erzeugt. Angetrieben wird die (einzige)
Pumpe 33 von einem Antrieb M, beispielsweise einem Elektromotor.
[0035] Einer Ansaugöffnung 34 der Pumpe 33 ist ein Dreiwegeventil 35 vorgeschaltet. Ein
erster Eingang 36 des Dreiwegeventils steht mit der Umgebungsluft der Siegelstation
3 in Verbindung. Ein zweiter Eingang 37 des Dreiwegeventils 35 steht mit einer Unterdruckleitung
38 in Verbindung, die an die Kammer 25 der Siegelstation 3 angeschlossen ist. Zwischen
dem Dreiwegeventil 35 und der Siegelkammer 25 der Siegelstation 3 befinden sich ein
Unterdruckbehälter 39 und ein Ventil 40.
[0036] Die Überdruckseite der Pumpe 33 steht in Verbindung mit einer Überdruckleitung 41,
die an die Siegeldruckkammer 31 des Siegelwerkzeuges 22 angeschlossen ist. In der
Druckluftleitung 41 befindet sich ein Druckluftspeicher 42 zum Speichern eines Überdrucks.
Sowohl vor, als auch hinter dem Druckluftspeicher 42 sind in der Druckluftleitung
41 Absperrventile 43, 44 angeordnet.
[0037] Zwischen der Pumpe 33 und dem ersten Absperrventil 43 ist in der Druckluftleitung
41 ein zweites Dreiwegeventil 45 vorgesehen, das das Absperrventil 43 auch vollständig
ersetzen kann. Ein erster Eingang 46 des Drei-Wege-Ventils 45 steht mit der Überdruckseite
der Pumpe 33 in Verbindung. Ein zweiter Eingang 47 führt zum Überdruckspeicher 42,
während ein dritter Eingang 48 mit der Umgebungsluft der Siegelstation 3 in Verbindung
steht.
[0038] Ist das zweite Drei-Wege-Ventil 45 zwischen dem ersten Eingang 46 und dem dritten
Eingang 48 geöffnet, kann die Pumpe 33 einen Unterdruck erzeugen, ohne gegen den Überdruck
im Druckluftspeicher 42 anarbeiten zu müssen. Wenn die Pumpe 33-,hingegen den Druck
im Druckluftspeicher 42 erhöhen soll, ist das zweite Dreiwegeventil 45 zwischen dem
ersten Eingang und dem zweiten Eingang 47 geöffnet, während der dritte Eingang 48
verschlossen ist.
[0039] Sowohl die Pumpe 33, als auch die Dreiwegeventile 35, 45 und die Absperrventile 40,
43, 44 sind mit der Steuerung 18 über Steuerleitungen (nicht dargestellt) verbunden.
Mittels geeigneter Steuersignale passt die Steuerung 18 den Betriebsablauf 33 und
der Ventile 35, 40, 43, 44 an den Betriebsablauf auf der Siegelstation 3 an.
[0040] Sobald sich die Siegelkammer 25 um eine gefüllte, aber noch nicht versiegelte Verpackung
14 schließt, wird das Absperrventil 40 geöffnet und anschließend der gleichzeitig
das Dreiwegeventil 35 zwischen dem Unterdruckbehälter 39 und der Pumpe 33 freigegeben.
Durch den im Unterdruckbehälter 39 herrschenden Unterdruck und den Betrieb der Pumpe
33 wird in der Siegelkammer 25 ein Vakuum erzeugt, um die Verpackung 14 zu evakuieren.
[0041] Wenn das Absperrventil 44 geöffnet wird, liegt ein erster Überdruck vom Druckspeicher
42 an der Siegeldruckkammer 31 an und bewegt die Siegelplatte 28 nach unten. Um diesen
Druck zu steigern, wird das Dreiwegeventil 35 zwischen der Pumpe 33 und dem ersten
Eingang 36 geöffnet, während der zweite Eingang 37 des Dreiwegeventils 35 geschlossen
wird. Auf diese Weise wird die Pumpe 33 mit der Umgebungsluft verbunden. Anschließend
wird das Absperrventil 43 geöffnet, und das zweite Dreiwegeventil 45 wird zwischen
seinen Eingängen 46 und 47 geöffnet. Die Pumpe 33 erzeugt nun einen zusätzlichen Überdruck,
der den Druck in der Siegeldruckkammer 31 weiter steigert. Dadurch wird die Siegelplatte
28 nach unten gedrückt, um unter ihren Siegelrändern 29 die Siegelfolie 10 an die
Behälter 14 anzusiegeln.
[0042] Nach dem Siegeln wird das Absperrventil 44 geschlossen und die Siegeldruckkammer
31 entlüftet, um das Siegelwerkzeug 28 wieder anzuheben. Auch das Absperrventil 40
wird geschlossen. Nachdem sich die Siegelkammer 25 geöffnet hat, indem sich Siegelwerkzeugunterteil
23 und Siegelwerkzeugoberteil 24 in entgegengesetzte Richtungen bewegen, kann der
versiegelte Behälter 14 entnommen werden.
[0043] Während der nächste Behälter 14 in die Siegelstation 3 transportiert wird, kann die
Pumpe 33 den Unterdruckbehälter 39 evakuieren und/oder den Druckspeicher 42 füllen.
[0044] Figur 3 zeigt in schematischer Ansicht ein zweites Ausführungsbeispiel des in Figur
2 mit III bezeichneten Bereichs der Siegelstation 3. Dieses zweite Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass statt einer einzigen
Pumpe zwei Pumpen 33a, 33b vorgesehen sind. Diese beiden Pumpen sind an die Abtriebswelle
49 eines gemeinsamen Antriebs M angeschlossen, sodass beide Pumpen 33a, 33b durch
den selben Antrieb M betrieben werden.
[0045] An jeder der Pumpen 33a, 33b kann eine Kupplung bzw. ein Schaltmittel vorgesehen
sein, um die jeweilige Pumpe 33a, 33b selektiv mit dem Antrieb M verbinden zu können.
Die beiden Pumpen 33a, 33b können für unterschiedliche Druckbereiche optimiert sein.
Beispielsweise kann die erste Pumpe 33a für einen niedrigen Druckbereich optimiert
sein, um als Unterdruckquelle zu fungieren. Die zweite Pumpe 33b hingegen kann für
einen höheren Druckbereich als die erste Pumpe 33a optimiert sein, um so als Überdruckquelle
zu dienen.
[0046] Die beiden Pumpen 33a, 33b sind in Reihe hintereinander zwischen den beiden Dreiwegeventilen
35, 45 angeordnet. Ein Abschnitt 41 a der Druckluftleitung 41 verbindet die beiden
Pumpen 33a, 33b miteinander. Bei den beiden Pumpen 33a, 33b kann es sich um Drehschieberpumpen
oder Schraubenpumpen handeln. Beide Pumpen 33a, 33b können vom selben Typ oder von
unterschiedlichem Typ sein.
[0047] Sollten eine Pumpe 33a zur Vakuumerzeugung und eine zweite Pumpe 33b zur Drucklufterzeugung
zeitgleich betrieben werden, ist es vorteilhaft, den Abschnitt 41 a der Druckluftleitung
41 entfallen zu lassen oder zu öffnen, damit an der Pumpe 33a für die Vakuumerzeugung
an der Ablassseite und an der Pumpe 33b für die Drucklufterzeugung an der Ansaugseite
jeweils die Umgebungsluft zur Verfügung steht. Dies bietet optimierte Strömungsverhältnisse
an beiden Pumpen 33a, 33b.
1. Siegelstation (3) für eine Verpackungsmaschine (1), umfassend:
- ein Siegelwerkzeug (22) zum Versiegeln von Verpackungen (14),
- eine Unterdruckquelle. (33) zum Evakuieren von Verpackungen (14) in der Siegelstation,
und
- eine Überdruckquelle (33) zum Bereitstellen von Druckluft zum Andrücken des Siegelwerkzeugs
an eine Verpackung (14),
dadurch gekennzeichnet,
dass ein einziger Antrieb (M) sowohl für die Unterdruckquelle, als auch für die Überdruckquelle
vorgesehen ist, wobei die Unterdruckquelle und/oder die Überdruckquelle eine als Drehschieberpumpe
oder Schraubenpumpe ausgebildete Pumpe (33) ist.
2. Siegelstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Pumpe (33) sowohl als Unterdruckquelle, als auch als Überdruckquelle
vorgesehen ist.
3. Siegelstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Pumpe (33a) als Unterdruckquelle und eine zweite Pumpe (33b) als Überdruckquelle
vorgesehen sind.
4. Siegelstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass alle vorhandenen Pumpen (33a, 33b) durch eine gemeinsame Abtriebswelle des Antriebs
(M) antreibbar sind.
5. Siegelstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine als Drehschieberpumpe (33) ausgebildete Pumpe drei Drehschieber aufweist.
6. Siegelstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckluftspeicher (42) und/oder ein Unterdruckbehälter (39) vorgesehen sind.
7. Siegelstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dreiwegeventil (35) der Ansaugöffnung (34) der Pumpe (33, 33a) vorgeschaltet
ist.
8. Siegelstation nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Eingang (36) des Dreiwegeventils (35) mit der Umgebungsluft in Verbindung
steht.
9. Siegelstation nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Eingang (37) des Dreiwegeventils (35) mit der Kammer (25) der Siegelstation
(3) oder einem Unterdruckbehälter (39) in Verbindung steht.
10. Siegelstation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (18) zum Steuern des Betriebs der Pumpen (33, 33a, 33b) und/oder des
Dreiwegeventils (35) vorgesehen ist.
11. Verpackungsmaschine (1) mit einer Siegelstation (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche.