[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb einer Verpackungsmaschine
sowie auf eine Verpackungsmaschine selbst.
[0002] Bei Produkten, auf denen sich weitere, meist kleinere lose Produktzusätze befinden,
wie dies bei einer Pizza der Fall ist, und die in Kühltruhen oder Kühlregalen zum
Verkauf angeboten werden, ist es üblich, dass diese Produkte in einer Folie unter
Vakuum verpackt werden. Diese Art der Folienverpackung ermöglicht zum Einen eine längere
Haltbarkeit des Produktinhaltes aufgrund des geringen Restsauerstoffes durch das Evakuieren
und zum Anderen durch das enge Anliegen der Folie an dem Produkt, dass beispielsweise
bei einer Pizza der Belag, bestehend aus vielen kleinen Produkten, fixiert ist, so
dass dieser beim Transport nicht verrutschen kann und das Produkt seine gewünschte
optisch ansprechende Form behält. Diese Fixierung durch das Anliegen der Folie wird
durch einen hohen Druckunterschied zur Atmosphäre bewirkt.
[0003] Speziell bei Skin-Verpackungen, wie in
WO 87/02965 A1 und
US 5 323 590 A offenbart, wird eine dünne Oberfolie in einer Siegelstation einer Tiefziehverpackungsmaschine
erwärmt und die erwärmte Folie über das Produkt gelegt. Beim Evakuiervorgang und anschließend
aufgrund der Druckdifferenz zur Atmosphäre legt sich diese Folie eng und schonend
an das Produkt an. Dies ist nur bei evakuierten Packungen möglich. Es ist aber bei
vielen Produkten weder möglich noch erwünscht, die Produkte mit einer erwärmten Oberfolie
in Kontakt zu bringen, da dies die Kühlzeit, die Haltbarkeit und das Aussehen des
Produktes negativ beeinflusst.
[0004] Um die Haltbarkeit eines Produktes wie Pizza deutlich zu verlängern, ist es denkbar,
das Innere der Verpackung nach dem Stand der Technik zu evakuieren und anschließend
mit einem Gasgemisch wie Stickstoff und Kohlendioxid zu begasen. Dies führt aber zu
einer Verpackung, die nicht mehr eng am Produkt anliegt und damit die Funktion der
Fixierung des Produktes mit dem Belag wie bei einer Pizza nicht mehr erfüllt.
[0005] Es sind Verpackungen bekannt, bei denen eine Deckelfolie so verformt wird, dass diese
in Richtung Packungsboden geformt ist und somit einen weiteren Raum gegenüber der
Siegelebene zur Verfügung stellt, der mit weiteren Produkten befüllt werden kann,
wobei anschließend eine zweite Deckelfolie meist in bedruckter Form auf die Verpackung
eben aufgesiegelt wird. Die geformte Deckelfolie bietet hierbei eine höhere Stabilität
der gesamten
[0006] Verpackung und eine gute Wiederverschließbarkeit der Verpackung nach der Entnahme
von Produkten aus dem unteren Packungsraum und den Wiederverschluß dieses Raumes.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betrieb einer Verpackungsmaschine
zur Verfügung zu stellen, bei dem die vorstehend beschriebenen Nachteile begeitigt
werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw.
durch eine Verpackungsmaschine nach Anspruch 7. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb auf einer Tiefziehverpackungsmaschine
beinhaltet folgende Schritte:
Formen einer Packungsmulde in eine erste Folie,
Befüllen der Packungsmulde mit einem Lebensmittel,
Verformen einer Deckelfolie,
Zuführen von Packungsmulde mit Lebensmittel und Deckelfolie in die Siegelstation,
Evakuieren des Raumes zwischen Packungsmulde und Deckelfolie, Begasen des Raumes zwischen
Packungsmulde und Deckelfolie,
Verschließen der Deckelfolie mit der Packungsmulde zu einer Verpackung,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verformen der Deckelfolie vor dem Zuführen der Deckelfolie
in eine Siegelstation erfolgt,
dass die Deckelfolie in bereits verformtem Zustand in die Siegelstation zugeführt
wird,
und dass das Begasen des Raumes zwischen Packungsmulde und Deckelfolie mit einstellbarem
Druck durch Gas oder Gasgemisch derart erfolgt, dass bei einem auf das Verschließen
der Deckelfolie mit der Packungsmulde zu einer Verpackung folgenden Belüften der Siegelstation
die Deckelfolie eine Kraft (F) auf das Lebensmittel erzeugt.
[0010] Das Verfahren beinhaltet auch das (Ver-)Formen der ersten Dockelfolle vor dem Zuführen
in die erste Siegelstation, damit die zur Verformung notwendige Erwärmung der Deckelfolie
soweit zurückkühlen kann, um das bei dem Kontakt vorzugsweise kalte oder kühle Lebensmittel
nicht zu erwärmen.
[0011] Eine zweite Deckelfolie kann nach der ersten Siegelstation in einer zweiten Siegelstation
zugeführt werden, um in der zweiten Siegelstation mit der ersten Deckelfolie und/oder
der Packungsmulde verschweißt zu werden oder in eine gemeinsame Siegelstation mit
der ersten geformten Deckelfolie zugeführt zu werden. Dabei kann der Raum zwischen
der geformten Deckelfolie und der zweiten Deckelfolie evakuiert und/oder begast werden.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren weist vorzugsweise eine Steuerung auf, die die Menge
des Gases oder Gasgemisches und/oder den Druck im Packungsinneren, in dem sich das
Lebensmittel befindet, steuert und mittels derer die Parameter Gasdruck oder Gasmenge
auch einstellbar sind. So kann eine optimale Kombination zwischen erhöhter Haltbarkeit
des Lebensmittels durch die Gasmenge bzw. Gasgemisches und einer für das Lebensmittel
geeigneten Fixierung durch die Kraft der geformten Deckelfolie auf das Lebensmittel
ermöglicht werden, da der Druck im Inneren des Verpackungsbehälters kleiner als der
äußere Atmosphärendruck ist.
[0013] Ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellter Verpackungsbehälter für Lebensmittel,
insbesondere Pizza, mit einer geformten Packungsmulde und einer geformten Deckelfolie,
fixiert das Lebensmittel mittels der geformten Deckelfolie und der eingeschlossene
Raum ist dabei begast. Dies bietet längere Haltbarkeit des Lebensmittels bei gleichzeitiger
Produktfixierung innerhalb des Verpackungsbehälters, um das Lebensmittel nicht nur
liegend, sondern auch in einer stehenden Variante in einem Verkaufsbereich präsentieren
zu können.
[0014] Würde sich kein Produkt in dem Verpackungsbehälter befinden, so wäre der Abstand
zwischen dem Boden der geformten Deckelfolie zur Packungsmulde geringer als die Produkthöhe.
Diese Überlappung führt ohne Atmosphärenaustausch im Inneren der Packung zu einer
Andrückkraft der Deckelfolie auf das Produkt und damit zu einer Fixierung des Produktes
innerhalb der Packung. Bei einem Atmosphärenaustausch durch Evakuieren und Begasen
ist es möglich, die Gasmenge bzw. den Gasdruck im Inneren der Packung so steuern,
dass die geformte Deckelfolie nicht soweit angehoben wird, dass die Wirkung einer
Kraft auf das Produkt zu sehr reduziert wird, bei gleichzeitiger Verlängerung der
Haltbarkeitszeit.
[0015] Damit sich die geformte Deckelfolie auch der Kontur der Oberseite anpassen kann,
ist die geformte Deckelfolie vorzugsweise in einer Stärke in einem Bereich von 70
µm bis 120 µm ausgeführt, um die Eigenschaften des erfindungsgemäßen Verpackungsbehälters
wie Fixierung des Produktes in der Packung, Anliegen der Deckelfolie auf der Oberseite
des Produktes und Fixierung der auf dem Produkt liegenden Produktzusätze, zu erfüllen.
Es sind auch Foliendicken außerhalb des angegebenen Bereiches denkbar, wenn die Folien
als Mehrschichtfolien ausgebildet sind und somit entsprechende Eigenschaften wie Flexibilität
speziell gewählt sein können.
[0016] Erfindungsgemäß kann noch eine zweite Deckelfolie aufgebracht sein, die vorzugsweise
eben in der Siegelebene mit der Packungsmulde und der ersten Deckelfolie versiegelt
ist. Diese Folie kann in einer bedruckten Variante ausgeführt sein, womit Informationen
über das innen liegende Lebensmittel angezeigt werden, und sie eignet sich auch zum
Aufbringen von Etiketten oder dem Bedrucken z.B. des Haltbarkeitsdatums.
[0017] Der somit bestehende zweite Raum zwischen erster und zweiter Deckelfolie kann evakuiert
und/oder begast sein und auch mit weiteren Produkten befüllt sein.
[0018] Um eine stehende Präsentation des Lebensmittels zu ermöglichen, besitzt der Verpackungsbehälter
vorzugsweise einen hierfür geeignet geformten Packungsboden. Mittels einer einseitig
und parallel zu einer Seite des Verpackungsbehälters angebrachten ebenen oder linienförmigen
Ausformung und dem an der gleichen Seite vorhanden Packungsrandes besteht die Möglichkeit
einer aufrecht stehenden Präsentation z.B. in einem Kühlregal.
[0019] Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher dargestellt.
- Figur 1
- zeigt eine schematische Seitenansicht einer Tiefziehverpackungsmaschine des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
- Figur 2
- zeigt eine Draufsicht eines Verpackungsbehälters,
- Figur 3
- zeigt eine Seitenansicht eines Verpackungsbehälters,
- Figur 4
- zeigt eine Seitenansicht eines stehenden Verpackungsbehälters.
[0020] Gleiche Komponenten sind in den Figuren durchgängig mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0021] Figur 1 zeigt in schematischer Ansicht eine Tiefziehverpackungsmaschine 1. Diese
weist eine Formstation 2, eine erste Siegelstation 3, eine zweite Siegelstation 4,
eine Querschneideeinrichtung 5 und Längssehneideeinrichtung 6 auf, die in dieser Reihenfolge
in einer Arbeitsrichtung R an einem Maschinengestell 7 angeordnet sind. Eingangsseitig
befindet sich an dem Maschinengestell 7 eine Zufuhrrolle 8, von der eine Unterfolie
9 abgezogen wird. In der Formstation 2 wird in die Unterfolie 9 eine Packungsmulde
10 geformt. Im Bereich der ersten Siegelstation 3 ist ein Materialspeicher 10 vorgesehen,
von dem eine erste Deckelfolie 11 abgezogen wird. Vor dem Zuführen der ersten Deckelfolie
11 in die erste Siegelstation 3 wird die erste Deckelfolie 11 in einer Deckeffolienformstation
12 geformt.
[0022] Eine zweite Deckelfolie 13 wird von einem Materialspeicher 14 abgezogen und der zweiten
Siegelstation 4 zugeführt und in dieser Station auf die Unterfolie 9 und/oder erste
Deckelfolie 11 gesiegelt.
[0023] Ausgangsseitig ist an der Verpackungsmaschine 1 eine Abfuhreinrichtung 15 in Form
eines Transportbandes vorgesehen, mit der fertige vereinzelte Verpackungen 16 abtransportiert
werden. Ferner weist die Verpackungsmaschine 1 eine nicht dargestellte Vorschubeinrichtung
auf, die das erste bahnförmige Material 9 seitlich ergreift und in dem Hauptarbeitstakt
taktweise in der Arbeitsrichtung R weitertransportiert. Die Vorschubeinrichtung kann
z.B. durch seitlich angeordnete Transportketten realisiert sein.
[0024] Im Bereich der Einlegestrecke 17 wird ein Produkt 18 eingelegt. In der Deckelfolienformstation
12 wird die erste Deckelfolie 11 so geformt, dass die geformte Fläche beim Zuführen
in die erste Siegelstation 3 zum Produkt 18 zeigt und auch mit diesem Kontakt kommt.
[0025] In der Figur 2 ist eine Draufsicht einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Verpackung dargestellt. Auf dem Produkt 18 (z.B. Pizza) befinden sich noch weitere
kleine Produktzusätze 19 (z.B. Belag wie Käse, Salami, Schinken etc.). Die erste geformte
Deckelfolie 11 und die zweite Deckelfolie 13 sind auf die zu einer Packungsmulde .10
geformte Unterfolie 9 mittels einer Siegelnaht 20 gesiegelt.
[0026] Dabei ist auf einer Seite der Verpackung 16 eine teilweise (gerade) Kante 21 vorgesehen.
Zu dieser Kante Ist die erste geformte Deckelfolie 13 im Bereich des Packungsbodens
parallel tiefgezogen, so dass eine Kante 22 ausgebildet ist. Belde zueinander parallelen
Kanten 21, 22 bilden die Standfläche für eine stehende Verpackung 16.
[0027] Figur 3 zeigt die Ebene 23 der ersten geformten Deckelfolie 11 und die oberste Ebene
24 des Produktes 18 mit den Produktzusätzen 19. Bei der erfindungsgemäßen Verpackung
liegt die Ebene 23 unter der Ebene 24. Damit wird sichergestellt, dass die Deckelfolie
11 mit dem Produkt 18, 19 in Kontakt ist, da die Deckelfolie, wenn sie als Kunststofffolie
mit einer Dicke von kleiner 120µm ausgeführt ist, eine Flexibilität ähnlich einer
Skinfolie gewährt und auch teilweise am Produktrand anliegt. Dies führt zu einer Fixierung
des Produktes 18, 19 innerhalb der Packungsmulde 10 und kann über den Transport der
Verpackung 16 hinaus einen gleichbleibenden Abstand vom Produkt 18, 19 zur Innenseite
des Verpackungsbehälters gewährleisten. Eine zweite Komponente der Andrückkraft wird
über den außen vorhandenen Atmosphärendruck gegenüber dem im Packungsinneren 25 vorhanden
Unterdruck erzeugt.
[0028] Dabei wird in der ersten Siegelstation 3 der Raum 25 zwischen der Packungsmulde 10
und der geformten Deckelfolie 11 evakuiert und anschließend wieder begast, so dass
die geformte Deckelfolie 11 eine gewünschte Andrückkraft F auf das Produkt 18, 19
ausübt. Diese Kraft F ist dosierbar über die Gasmenge bzw. den Gasdruck in dem Raum
25 mittels einer (nicht dargestellten) Steuerung, vorzugsweise der Maschinensteuerung.
Die hierzu notwendigen Parameter können vom Bedienpersonal über eine (nicht dargestellte)
Eingabeeinheit in die Steuerung eingegeben und gespeichert werden. In einer vorteilhaften
Ausbildung können Maschineneinstellungen für verschiedene Produkte und Produktionsverfahren
in Rezepturen abgespeichert werden.
[0029] Die zweite Deckelfolie 13 ist vorzugsweise eben auf beide Folien 9 und 11 aufgebracht
und mit beiden Folien 9, 11 versiegelt. Sie ist vorzugsweise farbig ausgeführt, um
Information zum Produkt 18, 19 zu geben und/oder um eine Fläche für aufzubringende
Etiketten 27 zur Verfügung zu stellen.
[0030] Die Eigenschaften der ersten und zweiten Deckelfolien 11, 13 können unterschiedlich
sein. Die erste Deckelfolie 11 ist in einer ersten Ausführung ohne eine Barriereschicht
ausgeführt und die zweite Deckelfolie 13 ist luftdicht ausgeführt. Hierbei kann der
Raum 26 zwischen beiden Deckelfolien 11, 13 begast sein, um die Andrückkraft F der
ersten Deckelfolie 11 auf das Produkt 18, 19 zu erhöhen und damit die gewünschte Andrückkraft
F besser kontrollieren bzw. steuern zu können.
[0031] In einer weiteren Variante beinhaltet die erfindungsgemäße Verpackung keine zweite
Deckelfolie 13. Dabei ist die erste Deckelfolie 11 vorzugsweise mit einer Barriereschicht
luftdicht ausgeführt. Eine Etikettierung und/oder Bedruckung kann auch an der Unterseite
des Packungsbodens ausgeführt sein.
[0032] In der Figur 3 Ist auch zu erkennen, dass die Deckelfolie 11 tiefer als die Produkthöhe
(Ebene 24) geformt ist und sich an die Oberseite an das Produkt 18, 19 anlegt und
dabei die Produktzusätze 19 fixiert, damit es bei einer, wie in Figur 4 gezeigten,
stehenden Lage der Verpackung nicht zu einer Positionsveränderung der Produktzusätze
19 auf dem Produkt 18 kommt. In Figur 4 ist auch die durch die Kante 21 des Packungsrandes
und die Kante 22 des Packungsbodens definierte Standfläche dargestellt. Dabei kann
die Kante 22 auch teilweise oder ganz als Fläche ausgebildet sein, um die Standfestigkeit
zu maximieren. In dieser stehenden Lage ist der Verpackungsbehälter 16 in einem Auslageregal
in Verkaufsmärkten optimal ausgestellt, um mit dem auf der zweiten Deckelfolie 13
zu werben und die Aufmerksamkeit des Kunden auf sich zu ziehen.
1. Verfahren zum Betrieb einer Tiefziehverpackungsmaschine (1), mit folgenden Schritten:
Formen einer Packungsmulde (10) in eine erste Folie (9),
Befüllen der Packungsmulde (10) mit einem Lebensmittel (18, 19),
Verformen einer Deckelfolie (11),
Zuführen von Packungsmulde (10) mit Lebensmittel (18, 19) und Deckelfolie (11) in
die Siegelstation (3),
Evakuieren des Raumes (25) zwischen Packungsmulde (10) und Deckelfolie (11),
Begasen des Raumes (25) zwischen Packungsmulde (10) und Deckelfolie (11),
Verschließen der Deckelfolie (11) mit der Packungsmulde (10) zu einer Verpackung (16),
dadurch gekennzeichnet, dass das Verformen der Deckelfolie (11) vor dem Zuführen der Deckelfolie (11) in eine
Siegelstation (3) erfolgt,
dass die Deckelfolie (11) in bereits verformtem Zustand, wobei die geformte Fläche
zum Produkt zeigt, in die Siegelstation (3) zugeführt wird,
und dass das Begasen des Raumes (25) zwischen Packungsmulde (10) und Deckelfolie (11)
mit einstellbarem Druck durch Gas oder Gasgemisch derart erfolgt, dass bei einem auf
das Verschließen der Deckelfolie (11) mit der Packungsmulde (10) zu einer Verpackung
(16) folgenden Belüften der Siegelstation (3) die Deckelfolie (11) eine Kraft (F)
auf das Lebensmittel (18, 19) erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Deckelfolie (11) eine Kunststofffolie mit einer Stärke von 70 µm bis 120 µm verwendet
wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Deckelfolie (13) aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum (26) zwischen der geformten Deckelfolie (11) und der zweiten Deckelfolie
(13) evakuiert und/oder begast wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Steuerung die Begasung des Raumes (25, 26) eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Lebensmittel (18) eine Pizza in die Packungsmulde (10) gefüllt wird.
7. Tiefziehverpackungsmaschine (1), eingerichtet zum Durchführen eines Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Tiefziehverpackungsmaschine (1) aufweist:
eine Formstation (2) zum Formen von Packungsmulden (10) in eine Unterfolie (9),
eine Einlegestrecke (17) zum Einlegen eines Produkts (18, 19) in die geformten Packungsmulden
(10).
eine erste Siegelstation (3) zum Ansiegeln einer Deckelfolie (11) an die Unterfolie
(9),
eine Evakuier- und Begasungseinrichtung zum Evakuieren und Begasen der Packungsmulden
(10) in der ersten Siegelstation (3) sowie
eine Schneideinrichtung (5, 6) zum Vereinzeln von in der Tiefziehverpackungsmaschine
(1) hergestellten Verpackungen (16),
dadurch gekennzeichnet,
dass stromaufwärts der ersten Siegelstation (3) eine Deckelfolienformstation (12) zum
Verformen der ersten Deckelfolie (11) vor deren Zuführung in die erste Siegelstation
(3) angeordnet ist,
und dass die Tiefziehverpackungsmaschine (1) eine Steuerung zum Dosieren der Gasmenge oder
des Gasdrucks beim Begasen eines Raumes. (25) zwischen der Packungsmulde (10) und
der ersten Deckelfolie (11) mittels der Evakuier- und Begasungseinrichtung aufweist,
wobei Parameter bzgl. der Begasung über eine Eingabeeinheit in die Steuerung eingebbar
sind.
8. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 7, ferner umfassend eine zweite Siegelstation
(4) zum Ansiegeln einer zweiten Deckelfolie (13) auf die Unterfolie (9) und/oder die
erste Deckelfolie (11).
1. A method for operating a deep-drawing packaging machine (1), comprising the following
steps:
forming a packaging tray (10) in a first film (9),
filling the packaging tray (10) with food (18, 19),
deforming a cover film (11),
feeding the packaging tray (10) with foodstuff (18, 19) and the formed cover film
(11) into a sealing station (3),
evacuating the space (25) between packaging tray (10) and cover film (11),
gas-treating the space (25) between packaging tray (10) and cover film (11),
closing the cover film (11) with the packaging tray (10) to obtain a package (16),
characterized in that the deforming of the cover film (11) is carried out prior to feeding the cover film
(11) into a sealing station (3),
in that the cover film (11) is fed into the sealing station (3) in an already deformed state,
wherein the deformed surface points towards the product,
and in that the gas-treating of the space (25) between the packaging tray (10) and the cover
film (11) is carried out at an adjustable pressure with gas or a gas mixture in such
a way that upon venting the sealing station (3) subsequent to closing the cover film
(11) with the packaging tray (10) to form a packaging (16), the cover film (11) exerts
a force (F) on the foodstuff (18, 19).
2. The method according to claim 1, characterized in that a plastic film having a thickness of from 70 µm to 120 µm is used as the cover film
(11).
3. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that a second cover film (13) is applied.
4. The method according to claim 3, characterized in that the space (26) between the formed cover film (11) and the second cover film (13)
is evacuated and/or gas-treated.
5. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the gas treatment of the space (25, 26) is adjusted by means of a controller.
6. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that a pizza is filled into the packaging tray (10) as foodstuff (18).
7. Thermoforming packaging machine (1), adapted to perform a method according to one
of claims 1 to 6, wherein the thermoforming packaging machine (1) comprises:
a forming station (2) for forming packaging trays (10) into a lower film (9),
a loading area (17) for loading a product (18, 19) into the formed packaging trays
(10),
a first sealing station (3) for sealing a cover film (11) to the lower film (9),
an evacuating and gassing unit for evacuating and gas treating the packaging trays
(10) in the first sealing station (3), and
a cutting unit (5, 6) for singulating packagings (16) produced in the thermoforming
packaging machine (1), characterized in that
a cover film forming station (12) for deforming the first cover film (11) prior to
feeding same into the first sealing station (3) is arranged upstream of the first
sealing station (3),
and that the thermoforming packaging machine (1) comprises a control for adjusting
the amount of gas or the gas pressure during gas-treating a space (25) between the
packaging tray (10) and the first cover film (11) by means of the evacuating and gassing
unit,
wherein parameters relating to gas-treating are insertable into the control via an
input unit.
8. Thermoforming packaging machine according to claim 7, further comprising a second
sealing station (4) for sealing a second cover film (13) onto the lower film (9) and/or
onto the first cover film (11).
1. Procédé pour assurer le fonctionnement d'une machine d'emballage par emboutissage
ou thermoformage (1), comprenant les étapes suivantes :
formage d'une cavité d'emballage (10) dans une première feuille (9),
remplissage de la cavité d'emballage (10) avec un produit alimentaire (18, 19),
déformation d'une feuille de couvercle (11),
amenée de la cavité d'emballage (10) avec le produit alimentaire (18, 19) et la feuille
de couvercle (11) dans le poste de scellage (3),
mise sous vide d'un espace (25) entre la cavité d'emballage (10) et la feuille de
couvercle (11),
alimentation en gaz de l'espace (25) entre la cavité d'emballage (10) et la feuille
de couvercle (11),
fermeture de la feuille de couvercle (11) avec la cavité d'emballage (10) en un emballage
(16),
caractérisé en ce que la déformation ou le formage de la feuille de couvercle (11) est effectué avant l'amenée
de la feuille de couvercle (11) à un poste de scellage (3), en ce que la feuille de couvercle (11) est amenée au poste de scellage (3) dans l'état déjà
déformé, la surface formée étant dirigée vers le produit,
et en ce que l'alimentation en gaz de l'espace (25) entre la cavité d'emballage (10) et la feuille
de couvercle (11) est effectuée avec une pression réglable à l'aide de gaz ou d'un
mélange de gaz de façon telle,
que lors d'une aération du poste de scellage (3) succédant à la fermeture de la feuille
de couvercle (11) avec la cavité d'emballage (10) pour réaliser un emballage (16),
la feuille de couvercle (11) engendre une force (F) sur le produit alimentaire (18,
19).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise en guise de feuille de couvercle (11), une feuille de matière plastique
d'une épaisseur de 70 µm à 120 µm.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on applique une deuxième feuille de couvercle (13).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'espace (26) entre la feuille de couvercle (11) ayant subi un formage et la deuxième
feuille de couvercle (13,) est soumis au vide et/ou est alimenté en gaz.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'alimentation en gaz de l'espace (25, 26) est réglée au moyen d'une commande.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cavité d'emballage (10) est remplie par une pizza en guise de produit alimentaire
(18).
7. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage (1), configurée pour la mise
en oeuvre d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 6, la machine d'emballage
par emboutissage ou thermoformage (1) comprenant :
un poste de formage (2) pour assurer le formage de cavités d'emballage (10) dans une
feuille inférieure (9),
un parcours d'insertion (17) pour déposer un produit (18, 19) dans les cavités d'emballage
(10),
un premier poste de scellage (3) pour assurer le scellage d'une feuille de couvercle
(11) à la feuille inférieure (9),
un dispositif de mise sous vide et d'alimentation en gaz pour mettre sous vide et
alimenter en gaz les cavités d'emballage (10) dans le premier poste de scellage (3),
ainsi
qu'un dispositif de coupe (5, 6) pour séparer individuellement les emballages (16)
fabriqués dans la machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage (1),
caractérisée
en ce qu'en amont du premier poste de scellage (3) est agencé un poste de formage de feuille
de couvercle (12) pour déformer la première feuille de couvercle (11) avant son amenée
dans le premier poste de scellage (3), et en ce que la machine d'emballage par emboutissage
ou thermoformage (1) comporte une commande pour doser la quantité de gaz ou la pression
de gaz lors de l'alimentation en gaz d'un espace (25) entre la cavité d'emballage
(10) et la première feuille de couvercle (11) au moyen du dispositif de mise sous
vide et d'alimentation en gaz,
des paramètres relatifs à l'alimentation en gaz pouvant être introduits dans la commande
par l'intermédiaire d'une unité de saisie.
8. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon la revendication 7, comprenant
en outre un deuxième poste de scellage (4) pour assurer le scellage d'une deuxième
feuille de couvercle (13) sur la feuille inférieure (9) et/ou la première feuille
de couvercle (11).