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EP 2 385 148 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.2016 Patentblatt 2016/42 |
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Anmeldetag: 03.05.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Zinklegierung mit hoher Kriechbeständigkeit
Zinc alloy with high creep resistance
Alliage de zinc doté d'une résistance au fluage supérieure
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.11.2011 Patentblatt 2011/45 |
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Patentinhaber: Grillo-Werke AG |
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D-47169 Duisburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Bergins, Michael
45711 Datteln (DE)
- Wisniewski, Jürgen
46487 Wesel (DE)
- Prenger, Frank
40885 Ratingen (DE)
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Vertreter: dompatent von Kreisler Selting Werner -
Partnerschaft von Patent- und Rechtsanwälten mbB |
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Deichmannhaus am Dom
Bahnhofsvorplatz 1 50667 Köln 50667 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 498 154 EP-A1- 1 749 616
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EP-A1- 1 462 207 JP-A- H01 162 740
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zinkaluminiumlegierung, einen daraus herstellbaren
Draht sowie Verwendungen der erfindungsgemäßen Zinkaluminiumlegierung.
[0002] Heutzutage werden zum Ofen- und Flammlöten von Wärmetauschern weltweit Lote auf Aluminium-
und Zinkbasis eingesetzt. Typische Zusammensetzungen der eingesetzten Zinklegierungsdrähte
liegen zwischen 2-22 Gew. % Al Rest Zn.
[0003] Das Löten der Aluminiumbauteile geschieht unter Zuhilfenahme von Lötpasten (Metallpulver
und Flußmittel) oder durch das Zuführen eines Massivdrahtes der mit Flußmittel bestrichen
ist oder mittels eines Fülldrahtes. Beim Einsatz eines Lotdrahtes wird dieser zu Ringen
gebogen welche vor dem Prozess auf die zu verlötenden Rohr durch Aufstecken geklemmt
werden. Diese Rohre werden in die aufgeweiteten Gegenrohre eingesetzt und dann verlötet.
[0004] Die bekannten Lotwerkstoffe haben eine geringe Kriechbeständigkeit. Da das Aufstecken
der Ringe auf die Rohre und der Lötprozess auf verschiedenen Anlagen bzw. teilweise
in getrennten Fabrikationsstätten oder zeitlich getrennt stattfindet, verlieren die
aufgesteckten Ringe ihre Klemmspannung, verschieben sich oder fallen sogar von den
Rohren ab.
[0005] Ein weiterer Mangel der Standardlegierungen besteht in der Porenbildung im Lotbereich.
Diese Poren führen zu einer geringen Festigkeit der Verbindung, sowie zu Undichtigkeiten
der Lötverbindungen insbesondere bei Temperaturbelastung und zyklischen thermischen
oder mechanischen Wechselbeanspruchungen.
[0006] EP 1 462 207 A1 offenbart eine Zinklegierung, die neben den üblichen Verunreinigungen 1 bis 25 Gew.-%
Aluminium enthalten. Diese Legierung kann neben den üblichen Verunreinigungen weiterhin
bis 500 ppm Mg, bis 500 ppm Cr, bis 2000 ppm Mn, bis 300 ppm Li, bis 4 % Cu, bis 50
ppm B, bis 500 ppm Ti und/oder bis 1000 ppm Si, Rest Zink. Die Zinklegierung ist für
die Anwendung in Drahtform zum Schutzgasschweißen oder Schutzgaslöten geeignet.
[0007] JP 1162740 offenbart eine Zink Aluminium Legierung mit 10-25 % Aluminium, 0,05-0,3 % Kupfer,
jeweils 0,005-3,0 % Magnesium, Silizium und Mangan, Rest Zink. Diese Legierung ist
zum Einsatz in verschiedenen Geräten und Anlagen geeignet.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Legierung mit verbesserter
Kriechbeständigkeit, um höhere Produktionssicherheit bei der Vorbereitung von zu verlötenden
Teilen zu schaffen. Die zu schaffende Legierung soll auch signifikant weniger Poren
(Schrumpfungsporösität) als diejenigen nach dem Stand der Technik aufweisen.
[0009] Gelöst wird das der Erfindung zugrunde liegende Problem durch eine Zinkaluminiumlegierung,
die einen Al-Gehalt von 12% - 22%; einen Cu-Gehalt von 0,5% - 1,0%; einen Mg-Gehalt
von 0,001% - 0,1%;einen Mn-Gehalt von 0,1% - 0,5%; einen Si-Gehalt von 0,1% - 0,8%,
mit Zn auf 100 % ausgeglichen, aufweist.
[0010] Die neu entwickelte Legierung weist gegenüber den Standardlegierungen eine um mehr
als 20% bessere Kriechbeständigkeit auf und erlaubt einen sicheren Halt der Ringe
auf dem Rohr.
[0011] Neben der deutlich verbesserten Kriechbeständigkeit zeigt die neue Legierung gegenüber
derjenigen des Standes der Technik (Figur 1) erstaunlicherweise auch ein sehr dichtes
Gefüge (siehe Figur 2).
[0012] Besonders bewährt hat sich eine Zinkaluminiumlegierung mit einem Al-Gehalt von 18
%; einem Cu-Gehalt von 0,8 %; einem Mg-Gehalt von 0,03 %; einem Mn-Gehalt von 0,18
%; einem Si-Gehalt von 0,4 % und einem Zn-Gehalt von 80,59 %.
[0013] Die erfindungsgemäße Zinkaluminiumlegierung kann in an sich bekannter Weise zu einem
Draht umgeformt werden. Diese geschieht üblicherweise durch einen mehrstufigen Walz-
und Ziehprozess.
[0014] Der erfindungsgemäße Draht weist ein verbessertes Kriechverhalten und geringere Relaxation
unter Spannung auf. In Anlehnung an DIN EN 10319-1 werden beim Relaxationsversuch
unter Zugspannung bei Raumtemperatur bei einer Prüfspannung von 100 MPa nach einer
Prüfzeit von 16h Restspannungen von 40% - 60% der Prüfspannung ermittelt.
[0015] Der erfindungsgemäße Draht weist nur eine geringe Zahl von Poren und eine gute Benetzbarkeit
auf.
[0016] Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1: Herstellung eines Drahts aus der erfindungsgemäßen Legierung
[0017] Die Herstellung der Legierung geschieht durch die Addition der einzelnen Legierungselemente
Al, Cu, Si, Mn, und Mg zu einer Standardlegierung unter gleichzeitigem Rühren. Auch
der Einsatz von Vorlegierungen, wie zum Besipiel CuSi zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Mehrstofflegierung ist möglich. Als letztes Legierungselement wird Mg beigefügt. Der
Draht wird aus dem Gussstrang in einem mehrstufigen Walz- und Ziehprozess hergestellt.
Beispiel 2: Messung der Eigenschaften
[0018] Die verbesserten Kriecheigenschaften der erfindungsgemäßen Zinklegierung werden im
Relaxationsversuch ermittelt. Hierbei werden die Proben bei Raumtemperatur in der
Prüfmaschine mit einer Kraft von 100 MPa (+/- 2 MPa) beaufschlagt und der Spannungsabfall
in der Probe bei konstanter Dehnung über einen Zeitraum bis 16 h aufgezeichnet.
Tabelle
| Relaxationsversuch |
| Draht-Legierung Ø 2,0mm |
L0 mm |
RZiel MPa |
%ΔR1min % |
%ΔR30min % |
%ΔR/1h % |
%ΔR2h % |
%ΔR4h % |
%ΔR6h % |
%ΔR8h % |
%ΔR10h % |
%ΔR16h % |
| Stand der Technik |
25 |
101 |
-50 |
-66 |
-69 |
-71 |
-73 |
-74 |
-75 |
-75 |
-76 |
| erfindungsgemäße ZnAl18; Cu0,8; Mg0,03; Mn0,18; Si0,4 |
25 |
100 |
-12 |
-30 |
-35 |
-39 |
-44 |
-47 |
-48 |
-49 |
-51 |
1. Zinkaluminiumlegierung mit einem Al-Gehalt von 12 % - 22 %; einem Cu-Gehalt von 0,5
% - 1,0 %; einem Mg-Gehalt von 0,001 % - 0,1 %; einem Mn-Gehalt von 0,1% - 0,5%; einem
Si-Gehalt von 0,1% - 0,8%, mit Zn auf 100% ausgeglichen.
2. Zinkaluminiumlegierung nach Anspruch 1 mit einem Al-Gehalt von 18%; einem Cu-Gehalt
von 0,8%; einem Mg-Gehalt von 0,03%; einem Mn-Gehalt von 0,18%; einem Si-Gehalt von
0,4% und einem Zn-Gehalt von 80,59%.
3. Draht aus einer Legierung gemäß Anspruch 1 oder 2.
4. Verwendung der Zinkaluminiumlegierung gemäß Anspruch 1 zur Herstellung eines Drahts
mit verbessertem Kriechverhalten gemessen gemäß DIN EN 10319-1.
5. Verwendung des Drahts nach Anspruch 3 als Lotdraht mit geringer Porenbildung und guter
Benetzbarkeit.
1. A zinc-aluminum alloy having an Al content of from 12% to 22%, a Cu content of from
0.5% to 1.0%, an Mg content of from 0.001% to 0.1%, an Mn content of from 0.1% to
0.5%, an Si content of from 0.1% to 0.8%, the balance to 100% being Zn.
2. The zinc-aluminum alloy according to claim 1, having an Al content of 18%, a Cu content
of 0.8%, an Mg content of 0.03%, an Mn content of 0.18%, an Si content of 0.4% and
a Zn content of 80.59%.
3. A wire made of an alloy according to claim 1 or 2.
4. Use of the zinc-aluminum alloy according to claim 1 for preparing a wire having an
improved creeping resistance as measured according to DIN EN 10319-1.
5. Use of the wire according to claim 3 as a solder wire with low pore formation and
good wettability.
1. Alliage de zinc-aluminium ayant une teneur en Al de 12% à 22% ; une teneur en Cu de
0,5% à 1,0% ; une teneur en Mg de 0,001% à 0,1% ; une teneur en Mn de 0,1% à 0,5%
; une teneur en Si de 0,1% à 0,8%, le reste étant du Zn en complément à 100%.
2. Alliage de zinc-aluminium selon la revendication 1, ayant une teneur en Al de 18%
; une teneur en Cu de 0,8% ; une teneur en Mg de 0,03% ; une teneur en Mn de 0,18%
; une teneur en Si de 0,4% et une teneur en Zn de 80,59%.
3. Fil en alliage selon la revendication 1 ou 2.
4. Utilisation de l'alliage de zinc-aluminium selon la revendication 1 pour la fabrication
d'un fil à fluage amélioré mesuré selon la norme DIN EN 10319-1.
5. Utilisation du fil selon la revendication 3 comme fil à souder ayant une faible porosité
et une bonne mouillabilité.


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