[0001] Die Erfindung betrifft ein Brandschutzhalbschalenelement gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Brandschutzbekleidungen der hier angesprochenen Art sind bekannt. Sie dienen als Bekleidung
für Stahl- oder Holzstützen sowie als Bauteile zur Ausbildung von Lüftungs- oder Kabelkanälen,
um das Übergreifen eines Feuers zu verhindern. Sie weisen üblicherweise einen Gipskern
auf, der zumindest bereichsweise mit einer Oberflächenbeschichtung, insbesondere aus
Gipskarton versehen ist. Die gute Schutzwirkung von Gipsbaustoffen bei Brandeinwirkung
ist allgemein bekannt, so dass hier nicht näher darauf eingegangen werden soll. Herkömmliche
Brandschutzverkleidungen bestehen aus gipskartonummantelten Gipsplatten, die als Eckelement
ausgebildet sind oder die aus mehreren im Wesentlichen senkrecht zueinander angeordneten
Platten zusammengesetzt sind. Die als Eckelement ausgebildeten Bekleidungen werden
dabei bevorzugt eingesetzt, weil sie keine von außen zugänglichen Fugen aufweisen
und insofern in ihren Brandschutzeigenschaften - gerade bei Brandbeaufschlagung von
außen - wesentlich feuerresistenter sind. Als Beispiele seien hier
EP 1 811 922 A2 oder
WO 2008/012854 A1 genannt, die Gipskartonplatten mit vorgearbeiteten Nuten offenbaren, wobei durch
Falten entlang dieser Nuten auf einfache Weise ein Eckelement gebildet werden kann.
Zur Erhöhung der Stabilität kann wie in
WO 2008/012854 A1 zusätzlich ein rückseitiges Metallelement vorgesehen sein, das den Winkel des Eckelements
stabilisiert. Weitere Stabilisierungsmaßnahmen sind beispielsweise aus
DE 199 29 584 A1 bekannt, wo zur
Verstärkung eines Eckelements eine weitere, bis zur Kartonlage geschlitzte und dort
geknickte Gipskartonplatte an der Innenseite durch Verkleben oder Verschrauben angebracht
wird. Ein hierbei entstehender Hohlraum muss dann mit einem geeigneten Füllstoff ausgefüllt
werden, was zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet.
Weiterhin nachteilig an den herkömmlichen als Eckelement ausgebildeten gipskartonummantelten
Brandschutzbekleidungselementen der bekannten Art ist es, dass sie wegen der außen
bzw. innen liegenden Gipskartonlagen nicht die höchste Brandschutzklasse beanspruchen
können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Brandschutzbekleidungselement
vorzuschlagen, welches brandschutztechnisch nochmals verbessert ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Brandschutzhalbschalenelement mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 vorgeschlagen.
Das Brandschutzhalbschalenelement dient gemäß der Erfindung insbesondere zur Bekleidung
von Stahlstützen oder als Bauteil zur Ausbildung von Lüftungs- oder Kabelkanälen.
Das Brandschutzhalbschalenelement weist in einer ersten erfindungsgemäßen Lösung zwei
als Eckelement ausgebildete und ineinander verschachtelte Teilelemente auf, wobei
die beiden Teilelemente in ihren Eckbereichen jeweils durch ein Verbindungselement
miteinander verbunden sind.
In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführung weist zumindest die Platte, die das
außenliegende Teilelement bildet, einen zumindest bereichsweise mit Glasvlies ummantelten
Gipskern auf. Dadurch kann die Feuerfestigkeit eines gebogenen bzw. gefalteten Brandschutzelements,
welches insbesondere zur Bekleidung von Stahlträgern oder dergleichen oder als Bauteil
zur Ausbildung von Lüftungs- oder Kabelkanälen dient, durch die Verwendung einer Glasvliesbeschichtung
bzw. Glasvliesummantelung wesentlich erhöht werden.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Glasvlies gipsbeschichtet ist. Die Außenfläche
der außenliegenden gebogenen bzw. gefalteten Platte ist vor allem in den Biegebereichen
mit einer unversehrten Glasvliesschicht versehen. Dieser Aspekt ist wesentlich, da
Glasvlies insbesondere in den Biegebereichen leicht reißt oder bricht, andererseits
aber eine unversehrt durchgehende Glasvliesschicht gerade im Biegebereicht gewährleistet
sein muss, um die Feuerfestigkeit nicht nachteilig zu beeinflussen. Insbesondere sind
die Flächen und/oder die Längsseiten des Gipskerns mit Glasvlies ummantelt. Darüber
hinaus kann vorgesehen sein, dass der Gipskern faserarmiert ist.
[0002] Jedes Teilelement des Brandschutzhalbschalenelements weist im Querschnitt betrachtet
jeweils einen kurzen U-Schenkel und einen langen U-Schenkel auf. Die beiden Teilelemente
sind so zueinander angeordnet, dass der kurze U-Schenkel eines Teilelements an dem
langen U-Schenkel des anderen Teilelements anliegt. Ein innenliegendes Teilelement
liegt also quasi mit seiner Außenfläche an der Innenfläche eines außenliegenden Teilelements
an. Hierdurch wird ein umlaufender Stufenfalz gebildet, so dass durch Zusammenfügen
eines Brandschutzhalbschalenelements mit einem weiteren Brandschutzhalbschalenelement
eine vollständig geschlossene Brandschutzbekleidung geschaffen werden kann. Gemäß
der Erfindung ist noch vorgesehen, dass die beiden Teilelemente in ihren Eckbereichen
jeweils durch ein Verbindungselement miteinander verbunden sind, welches vorzugsweise
eine im Querschnitt betrachtet trapezförmige Grundfläche aufweist.
[0003] Durch das Brandschutzhalbschalenelement gemäß der Erfindung wird eine besonders sichere
Bekleidung bzw. Verschalung von Stahlstützen oder auch Holzstützen sowie ein Bauteil
zur Ausbildung von Lüftungskanälen oder Kabelkanälen oder dergleichen geschaffen.
Durch einfaches Zusammenfügen von vorzugsweise zwei identisch ausgebildeten Brandschutzhalbschalenelementen
ist es in einfacher Weise möglich, einen Stahlträger bzw. eine Stahlstütze vollständig
zu ummanteln bzw. einen Lüftungskanal bzw. Kabelkanal auszubilden. Durch die Verbindungselemente
in den Eckbereichen zwischen den Teilelementen wird das Brandschutzhalbschalenelement
gemäß der Erfindung besonders stabil. Darüber hinaus können die beiden Teilelemente
dadurch so hergestellt werden, insbesondere gefaltet bzw. gebogen werden, dass sie
nicht formschlüssig ineinander passen, sondern vielmehr erst durch das trapezförmige
Verbindungselement formschlüssig miteinander verbunden werden können. Dadurch kann
jedes Teilelement auf die einfachste Art und Weise hergestellt werden. Insgesamt lässt
sich das Brandschutzhalbschalenelement gemäß der Erfindung besonders kostengünstig
und einfach bereits fabrikseitig herstellen und ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte
Montage. Darüber hinaus ist das Brandschutzhalbschalenelement besonders stabil ausgebildet.
[0004] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Innenfläche des innenliegenden Teilelements
mit einer Metall-, insbesondere Aluminiumbeschichtung versehen ist. Durch die Aluminiumbeschichtung
an der Innenfläche des innenliegenden Teilelements kann dieses am Stück hergestellt
werden, da die Aluminiumbeschichtung quasi als Folienscharnier entlang der Faltlinien
dient, wie später noch näher beschrieben wird. Die Aluminiumbeschichtung an der Innenfläche
des innenliegenden Teilelements verhindert ein Brechen der Platte in den Biegebereichen,
verleiht dem Biegebereich Stabilität, verbessert gleichzeitig aber auch die brandschutztechnischen
Eigenschaften entscheidend. Darüber hinaus verhindert die Aluminiumbeschichtung, dass
Glasfaservlies, welches üblicherweise als Beschichtung auf dem die Teilelemente bildenden
Gipskern vorgesehen ist, in einen Lüftungskanal eintritt, sofern dieser von einem
Brandschutzhalbschalenelement der hier angesprochenen Art begrenzt wird. Schließlich
kann die Metall- bzw. Aluminiumbeschichtung verhindern, dass bei Brandbeaufschlagung
von außen Kristallwasser sich verflüchtigt, sondern hemmt bzw. verhindert den Austritt
von Wasser bzw. ausgetriebenem Dampf bei Brandbeaufschlagung von außen, so dass insgesamt
die Brandfestigkeit erhöht wird.
[0005] Wie eingangs bereits erwähnt wurde, weisen die beiden Teilelemente jeweils vorzugsweise
einen Gipskern auf, wobei der Gipskern wenigstens des äußeren Teilelements zumindest
bereichsweise mit einer Oberflächenbeschichtung aus Glasfaservlies vorgesehen ist.
Vorzugsweise ist noch vorgesehen, dass die Gipskerne faserarmiert sind, sodass sie
den höchsten Brandbeanspruchungen genügen. In einer Längsrichtung des Brandschutzhalbschalenelements
können die beiden Teilelemente im Übrigen versetzt zueinander angeordnet sein. Hierdurch
wird wiederum ein Stufenfalz gebildet, der eine sichere überlappende Verbindung mehrerer
Brandschutzhalbschalenelemente in einer Längsrichtung gewährleistet.
[0006] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass insbesondere das innenliegende Teilelement
in einer Längsrichtung gesehen kürzer ist als das außenliegende Teilelement. Auch
bei dieser Ausführungsform entsteht zumindest an einem Stirnseitenbereich des Brandschutzhalbschalenelements
ein Stufenfalz.
[0007] Vorzugsweise ist noch vorgesehen, dass die Länge des Verbindungselements der Länge
des außenliegenden Teilelements entspricht. Hierdurch kann die Stabilität des Brandschutzhalbschalenelements
noch erhöht werden.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung eines Brandschutzhalbschalenelements gemäß der
Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung eines ersten äußeren Teilelements des Brandschutzhalbschalenelements
in einem nichtgefalteten Grundzustand, und
- Fig. 3
- eine schematische Schnittdarstellung eines zweiten innenliegenden Teilelements eines
Brandschutzhalbschalenelements in einem nichtgefalteten Grundzustand.
[0009] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch ein Brandschutzhalbschalenelement
1 gemäß der Erfindung. Das Brandschutzhalbschalenelement 1 weist ein erstes außenliegendes
Teilelement 3 und ein zweites innenliegendes Teilelement 5 auf, die jeweils einen
im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweisen und ineinander verschachtelt angeordnet
sind, wie im Folgenden näher beschrieben wird.
[0010] Das erste Teilelement 3 wird durch eine außen liegende, als Eckelement ausgebildete
Platte gebildet, während das zweite Teilelement 5 durch eine innen liegende, als Eckelement
ausgebildete gefaltete Platte gebildet wird.
[0011] Beide Teilelemente 3 und 5 weisen jeweils einen kurzen U-Schenkel 7 und einen langen
U-Schenkel 9 auf. Die beiden Teilelemente 3 und 5 sind so ineinander verschachtelt
angeordnet, dass jeweils der kurze U-Schenkel 7 eines Teilelements an dem langen U-Schenkel
9 des anderen Teilelements anliegt. Aus Fig. 1 wird deutlich, dass der kurze U-Schenkel
7 des außenliegenden Teilelements 3 an dem langen U-Schenkel des innenliegenden Teilelements
5 anliegt und der kurze U-Schenkel 7 des innenliegenden Teilelements 5 an dem langen
U-Schenkel des außenliegenden Teilelements 3 anliegt.
[0012] Des Weiteren liegt die äußere Grundfläche 11 des innenliegenden Teilelements 5 an
der inneren Grundfläche 13 des außenliegenden Teilelements 3 an. Es versteht sich,
dass das Brandschutzhalbschalenelement 1 eine Länge aufweist, die sich in einer Längsrichtung
bzw. in der Fig. 1 senkrecht zur Bildebene erstreckt. Die beiden Teilelemente 3 und
5 müssen in der Längsrichtung nicht gleich lang sein. Vielmehr kann vorgesehen sein,
dass das innenliegende Teilelement 5 kürzer ist als das außenliegende Teilelement
3, so dass in der Längsrichtung ein Stufenfalz zwischen dem außenliegenden Teilelement
3 und dem innenliegenden Teilelement 5 entsteht. Die Teilelemente 3 und 5 können vorzugsweise
aber auch gleich lang, jedoch um ein Maß x längs verschoben aneinander gefügt sein,
so dass an beiden Enden die Brandschutzhalbschalenelemente jeweils einen Stufenfalz
ausbilden. Auf diese Weise können in der Längsrichtung mehrere Brandschutzhalbschalenelemente
1 überlappend miteinander verbunden werden. Eine Verbindung mehrerer Brandschutzhalbschalenelemente
1 ist somit besonders sicher.
[0013] Die Fig. 1 macht deutlich, dass das erste außenliegende Teilelement 3 und das zweite
innenliegende Teilelement 5 durch die dort gezeigte Anordnung mit den kurzen und langen
U-Schenkeln 7 und 9 ebenfalls Stufenfalze 15 und 15' bilden, die sich senkrecht zur
Bildebene erstrecken. Zur Herstellung eines Brandschutzvollschalenelements, können
einfach zwei vorzugsweise identische Brandschutzhalbschalenelemente 1 so überlappend
zusammengefügt werden, dass ein Stufenfalz 15' mit einem Stufenfalz 15 zusammenwirkt.
Auf diese Weise bilden die beiden außenliegenden Teilelemente 3 zweier Brandschutzhalbschalenelemente
einen geschlossenen Kanal ebenso wie die dann zusammengefügten innenliegenden Teilelemente
5, die eine Stahlstütze oder dergleichen umschließen.
[0014] Es versteht sich, dass die kurzen Schenkel 7 der beiden Teilelemente 3 und 5 vorzugsweise
gleich lang sind. Entsprechendes gilt auch für die Schenkel 9 der Teilelemente 3 und
5. Nur dann ist gewährleistet, dass beim Zusammenfügen zweier identischer Brandschutzhalbschalenelemente
zwei ineinander verschachtelte in einer Umfangsrichtung geschlossene und koaxial zueinander
angeordnete Kanäle geschaffen werden.
[0015] Die Innenfläche 17 der innenliegenden gebogenen Platte bzw. des innenliegenden Teilelements
5 ist zumindest bereichsweise mit einer Metallbeschichtung, insbesondere mit einer
Aluminiumbeschichtung versehen. Die Metallbeschichtung bildet in den Faltbereichen,
d.h. in den inneren Ecken der U-förmig gebogenen Platte ein Folienscharnier. Vorzugsweise
erstreckt sich die Beschichtung über die gesamte Innenfläche des innenliegenden Teilelements
5. Auf diese Weise wird zum einen verhindert, dass die Platte während des Biegevorgangs
durch die Glasvliesbeschichtung und auch im Anschluss daran bricht, und zum anderen
wird verhindert, dass Glasvlies in einen Lüftungskanal entweicht, sofern das Brandschutzhalbschalenelement
für einen solchen vorgesehen ist.
[0016] Das innenliegende Teilelement 5 kann mit dem außenliegenden Teilelement 3 auf geeignete
Art und Weise miteinander verbunden, insbesondere miteinander verklebt werden.
[0017] Die Abmessungen des Brandschutzhalbschalenelements 1 können je nach Verwendungszweck
entsprechend angepasst werden. Es versteht sich, dass die Abmessungen des innenliegenden
Teilelements 5 und des außenliegenden Teilelements 3 derart aneinander angepasst werden
müssen, dass das innenliegende Teilelement 5 zumindest bereichsweise formschlüssig
in das außenliegende Teilelement 3 einfügbar ist.
[0018] Die Fig. 1 macht noch deutlich, dass in den Eckbereichen 19, 19' der Teilelemente
3 und 5 keine direkte Verbindung zwischen den beiden Teilelementen besteht, sondern
diese vielmehr durch Verbindungselemente 21 bzw. 21' miteinander verbunden sind.
[0019] Bei den Verbindungselementen handelt es sich um dreidimensionale Körper, die sich
in der Längsrichtung des Brandschutzhalbschalenelements 1, d.h. senkrecht zur Bildebene
erstrecken und einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Auch die Verbindungselemente
weisen vorzugsweise einen glasvliesummantelten Gipskern auf. Die Verbindungselemente
21, 21' weisen im Querschnitt betrachtet jeweils zwei Schenkel 23, eine kurze Grundseite
25 sowie eine lange Grundseite 27 auf. Die Verbindungselemente 21, 21' liegen mit
ihren Schenkeln 23 und ihrer Grundseite 25 an der Innenfläche des außenliegenden Teilelements
3 und mit der langen Grundseite 27 an der Außenfläche des innenliegenden Teilelements
5 an.
[0020] Aus Stabilitätsgründen sind die Verbindungselemente 21 und 21' vorzugsweise genauso
lang ausgebildet, wie das außenliegende Teilelement 3. Grundsätzlich ist es jedoch
auch denkbar, die Verbindungselemente lediglich an die Länge des innenliegenden Teilelements
5 anzupassen.
[0021] Das außenliegende Teilelement 3 weist an einem Ende jeden Schenkels 7 und 9 jeweils
zwei Falt- bzw. Biegebereiche, insbesondere Biegekanten 29 und 29' auf. Entlang der
sich in einer Längsrichtung erstreckenden Biegekanten wird das einstückig ausgebildete
außenliegende Teilelement 3 gebogen, wie später anhand der Fig. 2 und 3 noch näher
erläutert wird.
[0022] Hierzu ist das außenliegende Teilelement 3 mit V-förmigen Nuten versehen, die in
der Fig. 1 durch den U-förmig gebogenen Zustand des außenliegenden Teilelements 3
nicht mehr erkennbar sind.
[0023] Das innenliegende Teilelement 5 weist an einem Ende jeden Schenkels 7 und 9 lediglich
einen Falt- bzw. Biegebereich, insbesondere eine Biegekante 31 auf, die an der Innenfläche
17 des innenliegenden Teilelements 5 vorgesehen ist. In einem nicht U-förmig gebogenen
Zustand der Platte bwz. des innenliegenden Teilelements 5 weist dieses somit zwei
V-förmige Nuten auf, die durch das Biegen bzw. Falten des innenliegenden Teilelements
5, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, zu einem Winkel von 180° erweitert werden.
[0024] Fig. 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung des innenliegenden Teilelements
5 in einem nichtgebogenen bzw. nichtgefalteten Grundzustand. Gleiche Teile sind mit
gleichen Bezugszeichen versehen, sodass insofern auf die Beschreibung zu Fig. 1 verwiesen
wird.
[0025] In Fig. 2 erkennbar sind die Biegebereiche bzw. Biegekanten 31 des innenliegenden
Teilelements 5, die sich entlang einer Längsrichtung senkrecht zur Bildebene erstrecken
und im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind. Die Biegekanten 31 werden
durch den Nutgrund von V-förmig ausgebildeten Nuten 33 gebildet, die sich ausgehend
von der Außenfläche 35 des innenliegenden Teilelements 5 in Richtung der Innenfläche
17 des innenliegenden Teilelements 5 erstrecken. Die Nuten 33 sind so ausgebildet,
dass die Biegekante 31 am Nutgrund bestehen bleibt. Die Nuten 33 weisen vorzugsweise
einen Winkel von im Wesentlichen 90° auf.
[0026] Wie eingangs bereits erläutert wurde, ist vorzugsweise die gesamte Innenfläche 17
des innenliegenden Teilelements 5 mit einer Metallbeschichtung, insbesondere mit einer
Aluminiumbeschichtung versehen. Beim Biegen der Schenkel 9 und 7 in Richtung des Pfeils
37 bzw. 39 wirkt die Aluminiumbeschichtung als Folienscharnier, so dass das innenliegende
Teilelement 5 durch das Falten bzw. Biegen der Schenkel 7 und 9 und auch im Anschluss
daran nicht auseinanderfällt, selbst wenn die poröse Glasvliesbeschichtung der Biegekanten
31 beim Biegevorgang brechen sollten.
[0027] Die Aluminiumschicht kann durch geeignete Mittel aufgebracht werden. Denkbar ist
es insbesondere auch, eine Aluminiumschicht, insbesondere eine Aluminiumfolie auf
die Innenfläche 17 aufzuleimen.
[0028] Zur Herstellung des innenliegenden Teilelements 5 in seiner endgültigen U-Form werden
die Schenkel 7 und 9 wie gesagt in Richtung der Pfeile 37 bzw. 39 gebogen und zwar
solange, bis diese in einem Winkel von 90° zu einer Basis 41 des innenliegenden Teilelements
5 angeordnet sind. In diesem Endzustand sind die beiden Schenkel 7 und 9 dann parallel
zueinander angeordnet. Weiterhin werden die Nuten 33 quasi erweitert, bis diese einen
Winkel von 180° aufweisen. Die Grundflächen der Nuten 33 bilden dann eine ebene Fläche
bzw. sind die Grundflächen der Nuten 33 dann in einer gemeinsamen Ebene E angeordnet.
[0029] Fig. 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung der außenliegenden Platte bzw.
des außenliegenden Teilelements 3 in einem Grundzustand, d.h. in einem nichtgebogenen
oder gefalteten Zustand. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so
dass insofern auf die Beschreibung zu den Figuren 1 und 2 verwiesen wird, um Wiederholungen
zu vermeiden.
[0030] In Fig. 3 erkennbar sind die Biegestellen 29 bzw. 29'. Das außenliegende Teilelement
3 weist also insgesamt vier Falt- bzw. Biegebereiche auf, die durch den Nutengrund
von jeweils vier paarweise angeordneten Nuten 43 und 43' gebildet werden.
[0031] Auch die Nuten 43 und 43' des außenliegenden Teilelements 5 erstrecken sich in einer
Längsrichtung, d.h. senkrecht zur Bildebene im Wesentlichen parallel in dem außenliegenden
Teilelement 3. Die Nuten können bei dem innenliegenden Teilelement 5 und auch bei
dem außenliegenden Teilelement 3 durch geeignete Mittel in die Gipsplatten eingebracht,
beispielsweise eingefräst werden.
[0032] Bei dem außenliegenden Teilelement 3 erstrecken sich die Nuten 43 bzw. 43' vorzugsweise
von einer Innenfläche 45 aus in das außenliegende Teilelement 5 hinein, so dass die
Biegekanten 29 bzw. 29' bestehen bleiben. Durch die insgesamt vier Nuten wird das
außenliegende Teilelement 5 quasi in fünf zusammenhängende Abschnitte geteilt. Zwischen
jeweils zwei der Nuten 43 und 43' bleiben Stege 47 stehen, die beim Biegen bzw. Falten
des außenliegenden Teilelements 3 in seine endgültige U-Form zusammen mit den Schenkeln
7 und 9 in Richtung der Pfeile 37 und 39 verlagert werden.
[0033] Damit die Schenkel 7 und 9 in einem endgültigen Zustand des außenliegenden Teilelements
3 parallel zueinander und in einem Winkel von 90° zu einer Basis 49 des außenliegenden
Teilelements 3 angeordnet sind, weisen die Nuten 43 und 43' jeweils vorzugsweise einen
Winkel von 45° auf.
[0034] Die Glasvliesummantelung, die insbesondere auch im Bereich der Biegestellen bzw.
Biegekanten 29, 29' auf dem Gipskern vorgesehen ist, ist trotz ihrer relativ porösen
Struktur nach dem Biegevorgang der Platte bzw. des Teilelements 3 im Bereich der Biegestellen
vollkommen unversehrt und weist keine Risse oder dergleichen auf.
[0035] Es soll an dieser Stelle noch festgehalten werden, dass sowohl das in Fig. 2 gezeigte
zweite Teilelement 5 als auch das in Fig. 3 gezeigte erste Teilelement 3 lediglich
noch zu faltende fertige Brandschutzelemente darstellen.
[0036] Insgesamt macht ein Vergleich der Fig. 2 und 3 deutlich, dass bei der Herstellung
des U-förmigen außenliegenden Teilelements 3 die Nuten 43, 43' geschlossen werden,
während sie bei der Herstellung des U-förmigen innenliegenden Teilelements 5 noch
vergrößert werden. Das Biegen der beiden Teilelemente 3 und 5 erfolgt also quasi in
komplementärer Weise. Der dadurch entstehende Freiraum in den Eckbereichen 19, 19'
zwischen den Teilelementen 3 und 5 wird gemäß der Erfindung mit dem Verbindungselement
21 bzw. 21' ausgefüllt, wodurch einerseits das zweite Teilelement 5 auf besonders
einfache Weise herstellbar ist und andererseits das Brandschutzhalbschalenelement
1 eine erhöhte Stabilität aufweist.
[0037] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines in Fig. 1 gezeigten Brandschutzhalbschalenelements
1 bzw. der dort gezeigten Brandschutzelemente 3 und 5 werden vorzugsweise die nachfolgenden
Schritte ausgeführt:
Zunächst wird ein erstes Teilelement 3 und eines zweites Teilelement 5 derart erzeugt
bzw. zwei glasvliesummantelte Gipsplatten derart bearbeitet, dass diese einen im Wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweisen. Das U-förmige zweite Teilelement 5 wird dann in
das erste Teilelement 3 eingesetzt. Anschließend werden das erste und das zweite Teilelement
in Eckbereichen 19, 19' mittels eines im Querschnitt gesehen trapezförmigen Verbindungselements
21, 21' derart (mittelbar) miteinander verbunden, dass eine kürzere Grundseite 25
und die Schenkel 23 des Verbindungselements 21 bzw. 21' an der Innenfläche des ersten
außenliegenden Teilelements 3 und die längere Grundseite 27 des Verbindungselements
an der Außenfläche des zweiten innenliegenden Teilelements 5 formschlüssig anliegen.
[0038] Vorzugsweise ist noch vorgesehen, dass zunächst vier in einer Längsrichtung parallel
zueinander angeordnete V-förmige Nuten 43 bzw. 43' in eine erste Platte, nämlich in
ein erstes außenliegendes Teilelement 3 eingebracht werden, die jeweils einen Winkel
von 45° einschließen, und wobei jeweils zwei Nuten 43 und 43' benachbart zueinander
angeordnet sind.
[0039] Weiterhin erfolgt die Einbringung von zwei in einer Längsrichtung parallel zueinander
angeordneten V-förmigen Nuten 33 in ein zweites innenliegendes Teilelement 5, wobei
die Nuten 33 jeweils einen Winkel von 90° aufweisen. Der Nutengrund einer so eingebrachten
Nut bildet dann eine Biegekante 31 zw. 29, 29', entlang derer die Teilelemente in
ihre U-Form gebogen werden können.
[0040] In dem U-förmigen Endzustand kann das innenliegende Teilelement 5 in das außenliegende
Teilelement 3 eingebracht werden, wobei die beiden Teilelemente 3 und 5 in den Eckbereichen
19 bzw. 19' durch Verbindungselemente 21, 21' miteinander verbunden werden, um letztendlich
einen Formschluss der beiden Elemente mittels des Verbindungselements zu erreichen.
[0041] Insgesamt zeigt sich somit, dass die vorliegende Erfindung ein Brandschutzhalbschalenelement
schafft, das besonders einfach und kostengünstig herstellbar und besonders einfach
montierbar ist und das darüber hinaus durch die Glasvliesummantelung den höchsten
Brandschutzanforderungen genügt. Weiterhin ist das Brandschutzhalbschalenelement durch
die Verbindung des innenliegenden und des außenliegenden Teilelements mittels der
Verbindungselemente 21 und 21' besonders stabil ausgebildet. Durch die Stufenfalze
15, 15', die sich entlang des Brandschutzhalbschalenelements 1 erstrecken, ist gewährleistet,
dass mehrere Brandschutzhalbschalenelemente derart miteinander verbunden werden können,
dass ein Schutz gewährleistet wird, der höchsten Brandbeanspruchungen genügt. Gleiches
gilt auch in Längsrichtung durch die vorzugsweise auch in Längsrichtung, d. h. an
den stirnseitigen Enden, vorgesehenen entsprechenden Stufenfalze.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 1
- Brandschutzhalbschalenelement
- 3
- erstes außenliegendes Teilelement
- 5
- zweites innenliegendes Teilelement
- 7
- kurze U-Schenkel
- 9
- langer U-Schenkel
- 11
- äußere Grundfläche
- 13
- innere Grundfläche
- 15, 15'
- Stufenfalze
- 17
- Innenfläche
- 19, 19'
- Eckbereiche
- 21, 21'
- Verbindungselemente
- 23
- Schenkel
- 25
- kurze Grundseite
- 27
- lange Grundseite
- 29, 29'
- Biegekanten
- 31
- Biegekanten
- 33
- Nuten
- 35
- Außenfläche
- 37
- Pfeil
- 38
- Pfeil
- 41
- Basis
- 43
- Nuten
- 45
- Innenfläche
- 47
- Stege
- 49
- Basis
- 51
- Außenfläche
- E
- Ebene
1. Brandschutzhalbschalenelement (1), insbesondere zur Bekleidung von Stahlstützen, Lüftungs-
oder Kabelkanälen, wobei zwei ineinander verschachtelte als Platten ausgebildete Teilelemente
(3, 5) mit einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt vorgesehen sind, wobei die
beiden Teilelemente (3, 5) in ihren Eckbereichen (19, 19') jeweils durch ein Verbindungselement
(21, 21') miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Teilelement (3, 5) im Querschnitt betrachtet jeweils einen kurzen U-Schenkel
(7) und einen langen U-Schenkel (9) aufweist und die beiden Teilelemente (3, 5) so
zueinander angeordnet sind, dass der kurze U-Schenkel (7) eines Teilelements (3, 5)
an dem langen U-Schenkel (9) des anderen Teilelements (5, 3) anliegt.
2. Brandschutzhalbschalenelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die außenliegende gebogene Platte (3) einen zumindest bereichsweise mit
Glasvlies ummantelten Gipskern aufweist.
3. Brandschutzhalbschalenelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenfläche (17) des innenliegenden Teilelements (5) zumindest bereichsweise
mit einer Metallbeschichtung, insbesondere mit einer Aluminiumbeschichtung versehen
ist.
4. Brandschutzhalbschalenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gipskern faserarmiert ist.
5. Brandschutzhalbschalenelement nach Anspruch 1 sowie ggf. nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (21,21') einen trapezförmigen Querschnitt aufweist.
6. Brandschutzhalbschalenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilelemente (3, 5) in einer Längsrichtung gesehen versetzt zueinander angeordnet
sind und so insbesondere die Brandschutzhalbschalenelemente an ihren Stirnseiten ebenfalls
jeweils einen Stufenfalz ausbilden.
7. Brandschutzhalbschalenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innenliegende Teilelement (5) in einer Längsrichtung des Brandschutzhalbschalenelements
(1) kürzer ist als das außenliegende Teilelement (3).
8. Brandschutzhalbschalenelement nach Anspruch 1 sowie ggf. nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Verbindungselements (21, 21') der Länge des außenliegenden Teilelements
(3) entspricht.
1. A fire protection half-shell element (1), especially for cladding steel supports,
ventilation or cable ducts, wherein two partial elements (3, 5) formed as plates are
provided, which are nested within each other and have a substantially U-shaped cross-section,
wherein the two partial elements (3, 5) are connected to each other in their corner
regions (19, 19') by a respective connecting element (21, 21'), characterized in that each partial element (3, 5), as seen in the cross-section, comprises a short U-leg
(7) and a long U-leg (9), and the two partial elements (3, 5) are arranged with respect
to each other in such a way that the short U-leg (7) of one partial element (3, 5)
rests on the long U-leg (9) of the other partial element (5, 3).
2. A fire protection half-shell element (1) according to claim 1, characterized in that at least the exterior bent plate (3) comprises a gypsum core which is sheathed at
least in sections with a nonwoven glass fabric.
3. A fire protection half-shell element according to claim 1 or 2, characterized in that an inside surface (17) of the internal partial element (5) is provided at least in
sections with a metal coating, especially an aluminium coating.
4. A fire protection half-shell element according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the gypsum core is fibre-reinforced.
5. A fire protection half-shell element according to claim 1 and optionally according
to one of the preceding claims, characterized in that the connecting element (21, 21') has a trapezoidal cross-section.
6. A fire protection half-shell element according to one of the preceding claims, characterized in that the partial elements (3, 5), as viewed in a longitudinal direction, are arranged
in a staggered manner relative to one another and the fire protection half-shell elements
thus especially also form a stepped profile at their respective face ends.
7. A fire protection half-shell element according to one of the preceding claims, characterized in that the internal partial element (5) is shorter in a longitudinal direction of the fire
protection half-shell element (1) than the external partial element (3).
8. A fire protection half-shell element according to claim 1 and optionally according
to one of the preceding claims, characterized in that the length of the connecting element (21, 21') corresponds to the length of the external
partial element (3).
1. Élément de protection anti-feu en demi-coque (1), en particulier pour l'habillage
de montants en acier, de conduites d'aération ou de goulottes de câbles, dans lequel
sont prévus deux parties d'élément (3, 5) en forme de plaques imbriquées l'une dans
l'autre, ayant une section sensiblement en forme de U, les parties d'élément (3, 5)
étant reliées l'une à l'autre dans chacun de leurs coins (19, 19') par un élément
de liaison (21,21'), caractérisé en ce que chaque partie d'élément (3, 5) présente, vue en section, un bras de U court (7) et
un bras de U long (9) et les deux parties d'élément (3, 5) sont disposées l'une par
rapport à l'autre de telle manière que le bras de U court (7) d'une partie d'élément
(3, 5) repose sur le bras de U long (9) de l'autre partie d'élément (5, 3).
2. Élément de protection anti-feu en demi-coque (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque cintrée extérieure (3), au moins, présente une âme en plâtre enveloppée
au moins partiellement de mat de fibres de verre.
3. Élément de protection anti-feu en demi-coque selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une surface intérieure (17) de la partie d'élément intérieure (5) est habillée au
moins par zones d'un revêtement métallique, en particulier d'un revêtement en aluminium.
4. Élément de protection anti-feu en demi-coque selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'âme en plâtre est armée de fibres.
5. Élément de protection anti-feu en demi-coque selon la revendication 1 et éventuellement
selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de liaison (21, 21') présente une section trapézoïdale.
6. Élément de protection anti-feu en demi-coque selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les parties d'élément (3, 5) sont décalées l'une par rapport à l'autre dans le sens
longitudinal et, en particulier, les éléments de protection anti-feu en demi-coque
forment chacun une feuillure en gradin sur leurs faces d'extrémité.
7. Élément de protection anti-feu en demi-coque selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la partie d'élément intérieure (5) est plus courte que la partie d'élément extérieure
(3) dans le sens longitudinal de l'élément de protection anti-feu en demi-coques (1).
8. Élément de protection anti-feu en demi-coque selon la revendication 1 et éventuellement
selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de l'élément de liaison (21, 21') correspond à la longueur de la partie
d'élément extérieure (3).