[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer
Brennkraftmaschine, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1. Außerdem betrifft die Erfindung ein zugehöriges Herstellungsverfahren.
[0002] Schalldämpfer werden im Hinblick auf die Herstellung ihres in Umfangsrichtung geschlossen
umlaufenden Mantels in zwei Herstellungsarten unterteilt, nämlich Schalldämpfer in
Schalenbauweise und Schalldämpfer in Wickelbauweise. Während bei der Schalenbauweise
zwei tiefgezogene Bleche randseitig miteinander verbunden werden, wird bei der Wickelbauweise
ein Blech um einen Kern gewickelt und geschlossen. Anschließend wird ein Schalldämpfereinsatz
stirnseitig, also axial in den gewickelten Mantel eingeschoben und zwei Endböden werden
an voneinander entfernten axialen Enden stirnseitig angesetzt bzw. eingesetzt und
mit dem Mantel, z. B. durch Falzen, verbunden.
[0003] Bei einem querliegenden Schalldämpfer, insbesondere bei einem querliegenden Nachschalldämpfer,
ist zumindest ein Rohr, insbesondere ein Einlassrohr, seitlich angeordnet, sodass
es sich durch den Mantel hindurch in das Innere des Schalldämpfers hinein erstreckt.
Problematisch ist dies in Verbindung mit der Wickelbauweise, da dieses seitlich angeordnete
Rohr erst nach dem Einsetzen des Schalldämpfereinsatzes montiert werden kann. Denn
die im Betrieb auftretenden Kräfte zuverlässig aufnehmen zu können, ist es erforderlich,
das seitlich durch den Mantel eingeführte Rohr sowohl am Mantel als auch am innenliegenden
Schalldämpfereinsatz abzustützen. Diese Abstützung am Schalldämpfereinsatz ist jedoch
in Verbindung mit der Wickelbauweise aufgrund der reduzierten Zugänglichkeit nur schwierig
realisierbar.
[0004] Aus der
WO 2006/131165 A1 ist ein Schalldämpfer der eingangs genannten Art bekannt. Er umfasst zwei voneinander
abgewandte stirnseitige Endböden, einen in Umfangsrichtung geschlossen umlaufenden
Mantel, zumindest einen Schalldämpfereinsatz, zumindest ein Einlassrohr und zumindest
ein Auslassrohr. Dabei erstreckt sich zumindest eines der Rohre durch den Mantel in
das Schalldämpferinnere. Dieses Rohr ist außerdem am Mantel befestigt. Beim bekannten
Schalldämpfer ist dieses Rohr außerdem am Schalldämpfereinsatz befestigt, und zwar
durch mechanisches Umformen. Die Befestigung des seitlich durch den Mantel geführten
Rohrs am Schalldämpfereinsatz erfolgt beim bekannten Schalldämpfer z. B. dadurch,
dass ein Aufweitwerkzeug in das Rohr eingeführt wird, mit dem das Rohr im Bereich
eines Bodens des Schalldämpfereinsatzes, durch den das Rohr hindurch gesteckt ist,
aufgeweitet wird, derart, dass das Rohr mit dem Boden in radialer Richtung formschlüssig
verpresst wird.
[0005] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für einen Schalldämpfer
der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere
durch eine vereinfachte Herstellbarkeit auszeichnet.
[0006] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, das Rohr, das durch den Mantel
in das Schalldämpferinnere hineinragt, an seinem innenliegenden Ende mit einem Konus
auszustatten, der zum Abstützen des Rohrs am Schalldämpfereinsatz im montierten Zustand
mit einem am Schalldämpfereinsatz ausgebildeten Gegenkonus zusammenwirkt. Durch den
mit dem Gegenkonus in Eingriff stehenden Konus ergibt sich radial und axial zur Achsrichtung
des Rohrs eine formschlüssige Abstützung zwischen Rohr und Schalldämpfereinsatz. Sowohl
der Konus als auch der Gegenkonus lassen sich vergleichsweise einfach realisieren.
Ebenso kann der formschlüssige Eingriff zwischen Konus und Gegenkonus während der
Montage einfach hergestellt werden. Im montierten Zustand ergibt sich für das seitlich
angebrachte Rohr eine ausreichende Abstützung, nämlich einerseits am Mantel und andererseits
über den mit dem Gegenkonus zusammenwirkenden Konus auch am Schalldämpfereinsatz.
Somit wird bei preiswerter Herstellbarkeit eine ausreichende Stabilität für das seitlich
angeordnete Rohr erzielt. Erfindungsgemäß ist der Gegenkonus an einem Zwischenrohr
des Schalldämpfereinsatzes ausgebildet.
[0008] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann das sich in das Schalldämpferinnere
erstreckende Rohr so angebracht sein, dass es unter axialer Vorspannung über den mit
dem Gegenkonus in Eingriff stehenden Konus am Schalldämpfereinsatz abgestützt ist.
Durch die Vorspannung wird jegliches Spiel zwischen Konus und Gegenkonus eliminiert,
wodurch auch Relativbewegungen zwischen Rohr und Schalldämpfereinsatz vermieden werden
können. Die Abstützungswirkung für das jeweilige Rohr wird dadurch verbessert.
[0009] Gemäß einer speziellen Ausführungsform kann die axiale Vorspannung, mit welcher sich
das Rohr am Schalldämpfereinsatz abstützt, gezielt so gewählt werden, dass über den
gesamten zu erwartenden thermischen Betriebsbereich des Schalldämpfers eine axiale
Mindestvorspannung erhalten bleibt. Hierdurch können insbesondere thermische Dehnungseffekte
berücksichtigt werden, sodass bei allen Betriebszuständen eine ausreichende Stabilität
für den Schalldämpfer gewährleistet werden kann.
[0010] Konus und Gegenkonus können so aufeinander abgestimmt sein, dass der Konus in den
Gegenkonus eingreift. Der Konus kann dann zumindest an seiner Außenkontur kegelsegmentförmig
oder kugelsegmentförmig ausgestaltet sein. Passend dazu kann der Gegenkonus zumindest
an seiner Innenkontur kegelsegmentförmig oder kugelsegmentförmig oder trichterförmig
ausgestaltet sein. Alternativ können Konus und Gegenkonus so ausgestaltet sein, dass
der Gegenkonus in den Konus eingreift. Der Konus kann dann zumindest an seiner Innenkontur
kegelsegmentförmig oder kugelsegmentförmig ausgestaltet sein. Passend dazu kann der
Gegenkonus zumindest an seiner Außenkontur kegelsegmentförmig oder kugelsegmentförmig
oder trichterförmig ausgestaltet sein. Sofern der Konus eine kugelsegmentförmige Außenkontur
besitzt, lassen sich insbesondere Lagetoleranzen, die im Rahmen der Herstellung auftreten
können, einfach ausgleichen, da das Rohr dann nicht exakt koaxial zum Gegenkonus des
Schalldämpfereinsatzes montiert werden muss, um die gewünschte Abstützungswirkung
zu erzielen. Entsprechendes gilt auch für den Fall, dass der Gegenkonus eine kugelsegmentförmige
Außenkontur besitzt.
[0011] Zweckmäßig kann das Zwischenrohr im Schalldämpfereinsatz so angeordnet sein, dass
es das Einlassrohr mit dem Auslassrohr fluidisch verbindet. Optional kann vorgesehen
sein, das Zwischenrohr mit einem Abzweigrohr fluidisch zu verbinden, das in einen
Resonanzraum einmündet. Gemäß einer Weiterbildung kann dieser Resonanzraum über zumindest
ein Verbindungsrohr mit einem Zusatzraum fluidisch verbunden sein, wodurch beispielsweise
das Volumen des Resonanzraums signifikant vergrößert werden kann. Optional kann der
Zusatzraum an ein weiteres Rohr angeschlossen sein, bei dem es sich um ein weiteres
Auslassrohr handeln kann.
[0012] Bei einfachen Ausführungsformen, die sich durch eine besonders einfache Montierbarkeit
auszeichnen, kann der Konus an einem dem Zwischenrohr zugewandten innenliegenden Ende
des den Mantel durchdringenden Rohrs ausgebildet sein. Ebenso kann der Gegenkonus
an einem dem jeweiligen, den Mantel durchdringenden Rohr zugewandten Ende des Zwischenrohrs
ausgebildet sein. Bei einer anderen Ausführungsform, welche eine stärkere seitliche
bzw. radiale Abstützung zwischen dem den Mantel durchdringenden Rohr und dem Zwischenrohr
ermöglicht, kann der Konus beabstandet vom innenliegenden Ende positioniert sein,
so dass ein über den Konus vorstehender Endabschnitt existiert, der durch den Gegenkonus
hindurch in das Zwischenrohr eingesteckt ist, oder in den der Gegenkonus eingesteckt
ist. Zusätzlich oder alternativ kann der Gegenkonus vom Ende des Zwischenrohrs beabstandet
angeordnet sein, so dass ein über den Gegenkonus vorstehender Endabschnitt das den
Mantel durchsetzende Rohr in Axialrichtung übergreift, derart, dass der Konus in diesen
Endabschnitt des Zwischenrohrs eingesteckt ist, um in den Gegenkonus eingreifen zu
können, oder derart, dass dieser Endabschnitt des Zwischenrohrs durch den Konus in
das jeweilige Rohr eingesteckt ist, um in den Konus eingreifen zu können.
[0013] Gemäß einer anderen Ausführungsform kann der Konus mehrere in Umfangsrichtung verteilt
angeordnete Vorsprünge aufweisen, über die der Konus am Gegenkonus abgestützt ist.
Hierdurch lassen sich Lagetoleranzen und Formtoleranzen zwischen Konus und Gegenkonus
besser ausgleichen. Insbesondere können in der Umfangsrichtung zwischen diesen Vorsprüngen
Durchtrittsöffnungen zwischen Konus und Gegenkonus freibleiben. Alternativ ist es
ebenso möglich, den Gegenkonus mit mehreren in Umfangsrichtung verteilt angeordneten
Vorsprüngen auszustatten, über die der Gegenkonus am Konus abgestützt ist.
[0014] Zusätzlich oder alternativ kann gemäß einer anderen Ausführunsform vorgesehen sein,
dass der Konus mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Schlitze aufweist,
die sich axial erstrecken, die axial einseitig offen sind und die in Umfangsrichtung
mehrere Konussegmente voneinander trennen. Durch diese Maßnahme erhält der Konus im
Bereich seiner Konussegmente eine erhöhte radiale Federelastizität, was den Steckvorgang
für den Eingriff zwischen Konus und Gegenkonus vereinfacht. Zusätzlich oder alternativ
kann der Gegenkonus mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Schlitze aufweisen,
die sich axial erstrecken, die axial einseitig offen sind und die in Umfangsrichtung
mehrere Gegenkonussegmente voneinander trennen, wodurch der Gegenkonus im Bereich
der Gegenkonussegmente eine erhöhte radiale Federelastizität besitzt.
[0015] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0016] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0017] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0018] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- einen stark vereinfachten Längsschnitt durch einen Schalldämpfer,
- Fig. 2 bis 8
- Längsschnitte des Schalldämpfers im Bereich eines seitlich ange-ordneten Rohres, bei
verschiedenen Ausführungsformen,
- Fig. 9
- einen Längsschnitt des Schalldämpfers wie in den Fig. 2 bis 8, jedoch bei einer weiteren
Ausführungsform,
- Fig. 10
- einen Querschnitt entsprechend den Schnittlinien X in Fig. 9,
- Fig. 11
- einen Längsschnitt wie in Fig. 9, jedoch bei einer anderen Ausführungsform,
- Fig. 12
- einen Querschnitt entsprechend Schnittlinien XII in Fig. 11.
[0019] Entsprechend Fig. 1 umfasst ein Schalldämpfer 1 zwei voneinander abgewandte stirnseitige
Endböden 2, einen im Umfangsrichtung geschlossen umlaufenden Mantel 3, zumindest einen
Schalldämpfereinsatz 4, zumindest ein Einlassrohr 5 und zumindest ein Auslassrohr
6.
[0020] Der Schalldämpfer 1 ist zum Einbau in eine nicht gezeigte Abgasanlage einer Brennkraftmaschine
vorgesehen und kann insbesondere in einem Kraftfahrzeug verwendet werden. Vorzugsweise
handelt es sich beim Schalldämpfer 1 um einen Nachschalldämpfer, also um den Schalldämpfer,
der innerhalb der Abgasanlage bzgl. der Abgasströmungsrichtung der zuletzt durchströmte
Schalldämpfer ist, bevor das Abgas zum jeweiligen Endrohr der Abgasanlage gelangt,
das die Mündung der Abgasanlage zur Umgebung besitzt. Besonders vorteilhaft handelt
es sich beim Schalldämpfer um einen im montierten Zustand quer liegend angeordneten
Schalldämpfer. Beim quer liegenden Schalldämpfer 1 erstreckt sich eine Axialrichtung
7 des Schalldämpfers 1 im Wesentlichen parallel zu einer horizontalen Querrichtung
des Fahrzeugs. Um den Schalldämpfer 1 einfacher quer im Fahrzeug einbauen zu können,
erstreckt sich zumindest eines der Rohre, also zumindest ein Einlassrohr 5 und/oder
ein Auslassrohr 6, durch den Mantel 3 in das Schalldämpferinnere 8 hinein. Im gezeigten
Beispiel erstreckt sich genau ein Rohr, nämlich das Einlassrohr 5 durch den Mantel
3 hindurch. Bevorzugt ist auch nur ein einziges Einlassrohr 5 vorgesehen. Im Unterschied
dazu können auch mehr als ein Auslassrohr 6 vorgesehen sein. Das Beispiel der Fig.
1 zeigt zwei Auslassrohre 6. Obwohl in der nachfolgenden Beschreibung immer nur das
Einlassrohr 5 das seitlich den Mantel 3 durchdringende Rohr 5, 6 ist, kann bei einer
anderen Ausführungsform mit entgegengesetzter Strömungsrichtung auch das Auslassrohr
6 das seitlich den Mantel 3 durchdringende Rohr 5, 6 sein. Ebenso ist eine Ausführungsform
möglich, bei der sowohl wenigstens ein Einlassrohr 5 als auch wenigstens ein Auslassrohr
6 seitlich angeordnet sind und den Mantel 3 durchdringen. Optional können auch alle
zu- bzw. abführenden Rohre 5, 6 seitlich an den Mantel 3 angeschlossen sein.
[0021] Das Einlassrohr 5 ist am Mantel 3 befestigt. Im Beispiel ist zumindest eine Schweißverbindung
9 vorgesehen, mit der das Einlassrohr 5 am Mantel 3 befestigt ist. Hierbei kann es
sich z.B. um eine ringförmig geschlossen umlaufende Schweißnaht handeln, wodurch gleichzeitig
eine gasdichte Verbindung geschaffen wird. Alternativ ist es ebenso möglich z.B. bei
der Herstellung des Schalldämpfers 1 das Einlassrohr 5 mittels wenigstens eines Schweißpunktes
oder einer Verheftung am Mantel 3 zu befestigen. Beim Einbau des Schalldämpfers 1
in eine Abgasanlage kann dann ein entsprechendes Zuführrohr 29 an das Einlassrohr
5 angeschlossen werden. Beim Befestigen des Zuführrohrs 29 kann dann eine umlaufende
Schweißnaht erzeugt werden. Bevorzugt wird dann die Anbringung einer Dreiblechnaht,
die gleichzeitig drei Bleche, also hier das Einlassrohr 5, den Mantel 3 und das Zuführrohr
29 miteinander verbindet.
[0022] Das Einlassrohr 5 durchsetzt hierzu eine seitlich in den Mantel 3 eingearbeitete
Öffnung 17. Die jeweilige Schweißverbindung 9 kann dabei an einem stirnseitigen Ende
eines nach außen ausgestellten Kragens 18 ausgebildet sein, der die Öffnung 17 umschließt.
[0023] Im Inneren 8 weist das Einlassrohr 5 einen Konus 10 auf, der mit einem dazu passend
bzw. komplementär geformten Gegenkonus 11 in Eingriff steht, der am Schalldämpfereinsatz
4 vorgesehen ist. Durch diesen formschlüssigen Eingriff zwischen dem Konus 10 und
dem dazu geeignet geformten Gegenkonus 11 ergibt sich für das Einlassrohr 5 bzgl.
seiner Rohrlängsachse 12 eine radiale und axiale Abstützung am Schalldämpfereinsatz
4. Somit ist das Einlassrohr 5 einerseits am Mantel 3 und andererseits beabstandet
dazu über den in den Gegenkonus 11 eingreifenden Konus 10 am Schalldämpfereinsatz
4 abgestützt. Hierdurch kann das Einlassrohr 5 Momente aufnehmen und die im Betrieb
auftretenden Kräfte ohne Weiteres abstützen.
[0024] Bei allen gezeigten Beispielen der Fig. 1 bis 12 ist jeweils der Konus 10 in den
Gegenkonus 11 eingesteckt, so dass der Konus 10 in den Gegenkonus 11 eingreift. Diese
Ausführungsform eignet sich in besonderer Weise für die Montage des Schalldämpfers
1. Grundsätzlich ist jedoch auch eine umgekehrte Bauform denkbar, bei welcher der
Konus 10 auf den Gegenkonus 11 aufgesteckt ist bzw. bei welcher der Gegenkonus 11
in den Konus 10 eingesteckt ist bzw. darin eingreift. Diese umgekehrte Bauform ist
- soweit sinnvoll - bei allen vorstehend und nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen
für die Ausgestaltungen von Konus 10 und Gegenkonus 11 realisierbar.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Einlassrohr 5 so angebracht ist, dass es unter
einer bzgl. der Rohrlängsachse 12 axialen Vorspannung am Schalldämpfereinsatz 4 abgestützt
ist. Diese axiale Vorspannung ist in Fig. 1 durch einen Doppelpfeil angedeutet und
mit 13 bezeichnet. Die axiale Vorspannung 13 wirkt zwischen dem Schalldämpfereinsatz
4 und dem Mantel 3 und wird über das Einlassrohr 5 zwischen dem Mantel 3 und dem Schalldämpfereinsatz
4 übertragen. Mit anderen Worten, das Einlassrohr 5 greift mit seinem Konus 10 unter
der axialen Vorspannung 13 in den Gegenkonus 11 ein.
[0026] Bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform, bei welcher die axiale Vorspannung 13 nicht
beliebig gewählt ist, sondern einen vorbestimmten Wert besitzt. Insbesondere kann
die axiale Vorspannung 13 gezielt so groß eingestellt sein, dass eine axiale Mindestvorspannung
für den gesamten im Betrieb des Schalldämpfers zu erwartenden Temperaturbereich gewährleistet
ist. Der thermische Betriebsbereich kann bei einer Fahrzeuganwendung bspw. von -40°C
bis +500°C reichen, sofern es sich um einen Nachschalldämpfer handelt.
[0027] Der Konus 10 ist am Einlassrohr 5 zweckmäßig integral ausgeformt. Bspw. ist das innenliegende
Ende des Einlassrohrs 5 zum Herstellen des Konus 10 umgeformt. Grundsätzlich ist jedoch
auch eine gebaute Variante möglich.
[0028] Der Gegenkonus 11 ist an einem Zwischenrohr 14 des Schalldämpfereinsatzes 4 ausgebildet.
Dieses Zwischenrohr 14 ist hier an einem Zwischenboden 15 des Schalldämpfereinsatzes
4 befestigt, der zwischen den beiden Endböden 2 angeordnet ist.
[0029] Zweckmäßig ist der Gegenkonus 11 am Zwischenrohr 14 integral ausgeformt. Ebenso ist
eine gebaute Ausführung möglich. Zweckmäßig ist das Zwischenrohr 14 so konfiguriert,
dass es im Bereich des Gegenkonus 11 in der Rohrlängsachse 12 federelastisch nachgiebig
ist. Diese federelastische Nachgiebigkeit vereinfacht die Erzeugung der axialen Vorspannung
13. Beim Montieren wird das Zwischenrohr 14 quasi wie eine Feder gespannt, um die
Vorspannung 13 zu erzeugen. Um eine vergleichsweise hohe Vorspannung 13 erzeugen zu
können, ist das Zwischenrohr 14 mit einer vergleichsweise hohen Federsteifigkeit bzw.
Stabilität ausgestaltet. Dies kann bspw. dadurch realisiert werden, dass das Zwischenrohr
14 wie im gezeigten Beispiel gekrümmt ist und an zwei Zwischenböden 15 und 30 abgestützt
ist.
[0030] Der Mantel 3 ist durch Wickeln eines Blechteils gebildet. Dementsprechend handelt
es sich hier um einen in der Wickelbauweise hergestellten Schalldämpfer 1. Bspw. kann
der Mantel 3 einen Längsfalz 16 aufweisen, der sich parallel zur Schalldämpferlängsachse
7 erstreckt. Zweckmäßig ist der Längsfalz 16 an einer vom Einlassrohr 5 abgewandten
Seite positioniert.
[0031] Zumindest einer der Endböden 2, hier der in Fig. 1 rechts dargestellte Endboden 2,
kann ein Bestandteil des Schalldämpfereinsatzes 4 sein. Entsprechend der Wickelbauweise
des Schalldämpfers 1 ist der Schalldämpfereinsatz 4 axial, also parallel zur Schalldämpferlängsachse
7 und somit stirnseitig in den Mantel 3 eingesetzt. Dabei kann zweckmäßig vorgesehen
sein, die Außenabmessung des Einsatzes 4 und die Innenabmessung des Mantels 3 so aufeinander
abzustimmen, dass der Schalldämpfereinsatz 4 bezogen auf die Schalldämpferlängsachse
7 unter radialer Vorspannung am Mantel 3 anliegt bzw. gehalten ist.
[0032] Das jeweilige Auslassrohr 6 erstreckt sich durch einen der Endböden 2, hier durch
den in Fig. 1 rechts dargestellten Endboden 2, der im Beispiel zum Schalldämpfereinsatz
4 gehört. Außerdem erstreckt sich das jeweilige Auslassrohr 6 im Beispiel durch einen
weiteren Zwischenboden 31, der hier ebenfalls zur Positionierung und Stabilisierung
des Zwischenrohrs 14 vorgesehen ist. Das jeweilige Auslassrohr 6 ist zumindest am
Endboden 2 befestigt, bspw. mittels einer Schweißverbindung 20, um auch hier eine
gasdichte Anbindung zu realisieren. Die Endböden 2 sind axial an den Mantel 3 angesetzt
bzw. darin eingesetzt und mit dem Mantel 2 fest verbunden, z. B. mit einer umlaufenden
Falzverbindung 21.
[0033] Entsprechend Fig. 1 kann sich der Konus 10 in der Umfangsrichtung des Einlassrohrs
5 ringförmig geschlossen am Gegenkonus 11 abstützen. Hierdurch ist in jeder Richtung
eine radiale Abstützung des Einlassrohrs 5 am Schalldämpfereinsatz 4 möglich.
[0034] Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, sind Konus 10 und Gegenkonus 11 vom Mantel 3 beabstandet
angeordnet. Erreicht wird dies durch eine vom Mantel 3 in der Rohrlängsachse 12 beabstandete
Positionierung des freien dem jeweiligen Rohr 5 zugewandten Endes 19 des Zwischenrohrs
14 gegenüber dem Mantel 3. Quer zur Rohrlängsachse 12 ist das Zwischenrohr 14 an den
Zwischenböden 15, 30 abgestützt. Insbesondere ist das Zwischenrohr 14 etwa mittig
im Schalldämpferinneren 8 angeordnet, und zwar bezogen auf die Rohrlängsachse 12.
[0035] Das Einlassrohr 5 ist axial offen, so dass das Abgas durch den Konus 10 und durch
den Gegenkonus 11 in das Zwischenrohr 14 einströmen kann. Im Beispiel ragt das Einlassrohr
5 durch den Mantel 3 hindurch in einen Raum 22 ein, der im Schalldämpferinneren 8
mit Hilfe des Schalldämpfereinsatzes 4 ausgebildet ist. Besagter Raum 22 ist durch
die Zwischenwände 15, 30 und durch einen Abschnitt des Mantels 3 seitlich begrenzt.
Die Zwischenwände 15, 30, 31 können gasdurchlässig bzw. schalldurchlässig ausgestaltet
sein, bspw. mittels Öffnungen bzw. mittels einer Perforation. Das eine Auslassrohr
6 ist im gezeigten Beispiel über das Zwischenrohr 14 mit dem Einlassrohr 5 fluidisch
verbunden und führt aus dem Schalldämpfer 1 heraus. Zumindest eines der Austrittsrohre
6 kann eine Perforation 23 aufweisen, um mit einem Raum 24 zu kommunizieren, der zwischen
der Zwischenwand 31 und dem benachbarten Endboden 2 ausgebildet ist. Auch die Zwischenwand
31 kann, beispielsweise mittels einer Perforation, gasdurchlässig bzw. schalldurchlässig
ausgestaltet sein, um das Volumen des Raums 24 bis zum Zwischenboden 15 zu vergrößern,
so dass bspw. auch ein Raum 25, der zwischen den Zwischenböden 15 und 31 ausgebildet
ist, z.B. als Adsorptionskammer genutzt werden kann.
[0036] Gemäß Fig. 1 verbindet das Zwischenrohr 14 das Einlassrohr 5 mit dem einen Auslassrohr
6. Somit kann das Abgas direkt und somit ohne großen Druckverlust, den Schalldämpfer
1 durchströmen. Sofern - wie hier - das Einlassrohr 5 den Mantel 3 durchsetzt und
das jeweilige Auslassrohr 6 einen der Endböden 2 durchsetzt, ist das Zwischenrohr
14 zweckmäßig gebogen. Im Beispiel der Fig. 1 besitzt das Zwischenrohr 14 eine Biegung
von etwa 90°. Dementsprechend erzeugt es eine Strömungsumlenkung von etwa 90°.
[0037] Das Zwischenrohr 14 kann gemäß Fig. 1 mit einem Abzweigrohr 26 fluidisch verbunden
sein. Das Abzweigrohr 26 mündet in einen Resonanzraum 32 ein. Der Resonanzraum 32
ist im Beispiel durch den einen Zwischenboden 30 und durch den dazu benachbarten Endboden
2 axial und in Umfangsrichtung durch den Mantel 3 begrenzt. Hierdurch wird ein Helmholtz-Resonator
erzeugt. Der Resonanzraum 32 kann nun über zumindest ein Verbindungsrohr 33 mit dem
Raum 25 fluidisch verbunden sein, der im folgenden auch als Zusatzraum 25 bezeichnet
wird. An diesen Zusatzraum 25 ist ein weiteres Rohr 34 angeschlossen, bei dem es sich
im Beispiel um ein weiteres Auslassrohr 6 handelt. Somit ist es möglich, dass Abgas
vom Zwischenrohr 14 über das Abzweigrohr 26, durch den Resonanzraum 32, über das Verbindungsrohr
33 in den Zusatzraum 25 gelangt und über das weitere Auslassrohr 6 bzw. 34 aus dem
Schalldämpfer 1 austritt.
[0038] Der Raum 22, der im folgenden auch als Zwischenraum 22 bezeichnet werden kann, kann
optional schallübertragend gekoppelt sein mit dem Resonanzraum 32 und/oder mit dem
Zusatzraum 25 und/oder mit dem Inneren des Verbindungsrohrs 33 und/oder mit dem Inneren
des Zwischenrohrs 14. Die jeweilige schall-übertragende Verbindung kann beispielsweise
mittels einer Perforation 35 realisiert werden, die in dem den Zwischenraum 22 vom
Resonanzraum 32 trennenden Zwischenboden 30 ausgebildet ist. Ebenso kann eine derartige
Perforation 35 in dem den Zwischenraum 22 vom Zusatzraum 25 trennenden Zwischenboden
15 ausgebildet sein. Ebenso kann das Verbindungsrohr 33 eine derartige Perforation
aufweisen. Schließlich kann grundsätzlich auch das Zwischenrohr 14 eine derartige
Perforation 35 besitzen.
[0039] Bei geringen Abgasvolumenströmen strömt das Abgas weitgehend direkt vom Einlassrohr
5 über das Zwischenrohr 14 zum Auslassrohr 6 durch den Schalldämpfer 1. Bei größeren
Volumenströmen kann sich ein zunehmender zusätzlicher Abgasstrom über das Abzweigrohr
26, das Verbindungsrohr 33 und das weitere Auslassrohr 6 ausbilden.
[0040] Entsprechend den Figuren 2 bis 12 sind für den Konus 10 und den Gegenkonus 11 unterschiedliche
Konfigurationen bzw. Ausführungsformen realisierbar. Bspw. kann der Konus 10 gemäß
den Figuren 2 und 6 bis 8 eine kegelsegmentförmige Außenkontur 27 aufweisen. Gemäß
den Figuren 3 bis 5 kann die Außenkontur 27 des Konus 10 auch kugelsegmentförmig gestaltet
sein. Ebenso sind andere Formen für die Außenkontur 27 denkbar.
[0041] Gemäß den Figuren 2 und 6 bis 8 kann der Gegenkonus 11 eine kegelsegmentförmige Innenkontur
28 aufweisen. Bei aufeinander abgestimmten Winkeln und koaxialer Ausrichtung von Konus
10 und Gegenkonus 11 ergibt sich hierbei eine besonders intensive flächige und ringförmig
geschlossene Abstützung des Einlassrohrs 5 am Zwischenrohr 14.
[0042] Der Gegenkonus 11 kann jedoch auch eine kugelsegmentförmige Innenkontur 28 gemäß
Fig. 4 oder eine trichterförmige Innenkontur 28 gemäß Fig. 5 aufweisen. Die trichterförmige
Innenkontur 28 gemäß Fig. 5 charakterisiert sich gegenüber der kugelsegmentförmigen
Innenkontur 28 aus Fig. 4 und gegenüber der kegelsegmentförmigen Innenkontur 28 der
Figuren 2 und 6 bis 8 dadurch, dass die Innenkontur 28 ein gekrümmtes Profil aufweist,
das zum Konus 10 hin konvex ist.
[0043] Bei den Ausführungsformen der Figuren 3 bis 5 trifft ein Konus 10 mit kugelsegmentförmiger
Außenkontur 27 auf eine kegelsegmentförmige Innenkontur 28 (Fig. 3) bzw. auf eine
kugelsegmentförmige Innenkontur 28 (Fig. 4) bzw. auf eine trichterförmige Innenkontur
28 (Fig. 5) des Gegenkonus 11. Bei diesen Ausführungsformen kommt es auch dann zu
einer in Umfangsrichtung geschlossenen linienförmigen Kontaktierung zwischen Konus
10 und Gegenkonus 11, wenn keine exakte koaxiale Ausrichtung zwischen Konus 10 und
Gegenkonus 11 vorliegt. Diese Ausführungsformen ermöglichen damit einen Ausgleich
von Herstellungstoleranzen. Bevorzugt ist dabei die Ausführungsform gemäß Fig. 3,
bei der eine kugelsegmentförmige Außenkontur 27 des Konus 10 mit einer kegelsegmentförmigen
Innenkontur 28 des Gegenkonus 11 zusammenwirkt. Diese Ausführungsform ist vergleichsweise
preiswert realisierbar.
[0044] Bei den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 5 und 7 ist der Konus 10 jeweils an einem
innenliegenden Ende des Einlassrohrs 5 ausgebildet. Ferner ist bei den Ausführungsformen
der Fig. 1 bis 6 der Gegenkonus 11 jeweils an einem dem Einlassrohr 5 zugewandten
Ende 19 des Zwischenrohrs 14 ausgebildet.
[0045] Bei den Ausführungsformen der Fig. 6 und 8 ist der Konus 10 zwischen einem innenliegenden
Endabschnitt 36 des Einlassrohrs 5 und einem Abschnitt 37 des Einlassrohrs 5 ausgebildet,
der am Mantel 3 befestigt ist. Dementsprechend ist der Konus 10 bei diesen Ausführungsformen
vom innenliegenden axialen Ende des Einlassrohrs 5 beabstandet positioniert. Der Endabschnitt
36, der axial über den Konus 10 vorsteht, bildet einen Steckabschnitt, der in das
Zwischenrohr 14, durch den Gegenkonus 11 hindurch, eingesteckt werden kann. Dabei
können die Außenabmessung des Endabschnitts 36 und die Innenabmessung des Zwischenrohrs
14 so aufeinander abgestimmt sein, dass sich nur ein geringes Spiel oder kein Spiel
oder sogar ein Presssitz einstellt. Mit Hilfe eines derartigen in das Zwischenrohr
14 eintauchenden Endabschnitts 36 kann die radiale Abstützung des Einlassrohrs 5 über
das Zwischenrohr 14 am übrigen Schalldämpfereinsatz 4 signifikant verbessert werden.
[0046] Zusätzlich oder alternativ ist es gemäß den Fig. 7 und 8 möglich, den Gegenkonus
11 zwischen einem dem Einlassrohr 5 zugewandten Endabschnitt 38 des Zwischenrohrs
14 und einem Abschnitt 39 des Zwischenrohrs 14 auszubilden, über den das Zwischenrohr
14 am Schalldämpfereinsatz 4 befestigt ist. Mit anderen Worten, der Gegenkonus11 ist
bei diesen Ausführungsformen von dem dem Einlassrohr 5 zugewandten Ende 19 des Zwischenrohrs
14 beabstandet angeordnet. Der über den Gegenkonus 11 axial vorstehende Endabschnitt
38 des Zwischenrohrs 14 ist so abgemessen, dass er von außen auf das Einlassrohr 5
aufgesteckt werden kann. Mit anderen Worten, das Einlassrohr 5 wird mit seinem Konus
10 in den Endabschnitt 38 des Zwischenrohrs 14 eingesteckt, um mit dem Gegenkonus
11 in Eingriff zu kommen. Zweckmäßig können auch hier die Außenabmessung des Einlassrohrs
5 und die Innenabmessung des Endabschnitts 38 so aufeinander abgestimmt sein, dass
sich ein geringfügiges Radialspiel oder kein Radialspiel oder sogar ein Presssitz
ausbildet. Auch diese Maßnahme führt zu einer Aussteifung der Kopplung zwischen Einlassrohr
5 und Zwischenrohr 14, welche die radiale Abstützung des Einlassrohrs 5 über das Zwischenrohr
14 am Schalldämpfereinsatz 14 verbessert.
[0047] Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform besitzt nur das Einlassrohr 5 einen über
den Konus 10 vorstehenden Endabschnitt 36. Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform
besitzt nur das Zwischenrohr 14 einen über den Gegenkonus 11 vorstehenden Endabschnitt
38. Bei der in Fig. 8 gezeigten Ausführungsform besitzt sowohl das Einlassrohr 5 einen
über den Konus 10 vorstehenden Endabschnitt 36 als auch das Zwischenrohr 14 einen
über den Gegenkonus 11 vorstehenden Endabschnitt 38.
[0048] Entsprechend den Fig. 9 und 10 kann der Konus 10 in der Umfangsrichtung verteilt
mehrere Vorsprünge 40 aufweisen, die gegenüber der übrigen Außenkontur 27 nach außen
vorstehen. Über diese Vorsprünge 40 stützt sich der Konus 10 am Gegenkonus 11 ab.
Insbesondere können sich dadurch in der Umfangsrichtung zwischen den Vorsprüngen 40
Durchgangsöffnungen 41 ausbilden. Im Beispiel sind rein exemplarisch genau vier derartige
Vorsprünge 40 vorgesehen, die in der Umfangsrichtung außerdem symmetrisch verteilt
angeordnet sind. Es ist klar, dass wenigstens drei derartige Vorsprünge 40 vorhanden
sind wobei die Anzahl der Vorsprünge 40 zweckmäßig auf fünfzehn oder zehn beschränkt
ist. Alternativ ist es ebenso möglich, den Gegenkonus 11 mit derartigen Vorsprüngen
auszustatten, die dann an der Innenkontur 28 nach innen vorstehen.
[0049] Gemäß den Fig. 11 und 12 können gemäß einer anderen Option am Konus 10 mehrere in
Umfangsrichtung verteilt angeordnete Schlitze 42 ausgebildet sein, die sich jeweils
axial erstrecken und die jeweils einseitig offen sind und die den Konus 10 in der
Umfangsrichtung in mehrere Konussegmente 43 unterteilen. Mit anderen Worten, die Schlitze
42 trennen in der Umfangsrichtung die Konussegmente 43 voneinander. Hierdurch erhält
der Konus 10 innerhalb der Konussegmente 43 eine erhöhte radiale Federelastizität.
Hierdurch lässt sich eine verbesserte Abstützung realisieren. Zusätzlich oder alternativ
kann der Gegenkonus 11 ebenfalls mit derartigen Schlitzen ausgestattet sein, die in
der Umfangsrichtung verteilt angeordnet sind, sich axial erstrecken, axial einseitig
offen sind und die den Gegenkonus 11 in der Umfangsrichtung in mehrere Gegenkonussegmente
unterteilen. Im Beispiel der Fig. 11 und 12 sind ohne Beschränkung der Allgemeinheit
genau vier derartige Schlitze 42 ausgebildet, die außerdem symmetrisch verteilt angeordnet
sind. Es ist klar, dass auch mehr oder weniger als vier derartige Schlitze 42 realisiert
werden können.
[0050] Die vorstehend mit Bezug auf die Fig. 9 bis 12 vorgestellten Maßnahmen lassen sich
miteinander kombinieren, so dass beispielsweise ein Vorsprung 40 in der Umfangsrichtung
zwischen zwei benachbarten Schlitzen 42 am jeweiligen Konussegment 43 angeordnet sein
kann. Desweiteren lassen sich die in den Fig. 9 bis 12 vorgestellten Maßnahmen mit
dem in den Fig. 2 bis 8 vorgestellten Konfigurationen kombinieren.
[0051] Die Vorsprünge 40 bzw. die Schlitze 42 vereinfachen einen Toleranzausgleich und verbessern
die Abstützungswirkung zwischen Konus 10 und Gegenkonus 11.
[0052] Der hier vorgestellte Schalldämpfer 1 lässt sich vorzugsweise wie folgt herstellen:
Zunächst wird der jeweilige Schalldämpfereinsatz 4 stirnseitig, also parallel zur
Schalldämpferlängsachse 7 in den Mantel 3 eingeschoben. Anschließend wird das Einlassrohr
5 seitlich in die Öffnung 17 des Mantels 3 eingesteckt, und zwar soweit, bis der Konus
10 und der Gegenkonus 11 miteinander in Eingriff stehen. Anschließend wird das Einlassrohr
5 am Mantel 3 befestigt.
[0053] Bevorzugt wird vor dem Befestigen des Einlassrohrs 5 am Mantel 3 dabei das Einlassrohr
5 soweit durch die Öffnung 17 in das Schalldämpferinnere 8 eingesteckt, bis das Einlassrohr
5 über den mit dem Gegenkonus 11 in Eingriff stehenden Konus 10 mit der axialen Vorspannung
13, insbesondere mit der vorbestimmten axialen Vorspannung 13, am Schalldämpfereinsatz
4 abgestützt ist. Die Befestigung des Einlassrohrs 5 am Mantel 3, also insbesondere
das Anbringen der Schweißverbindung 9, erfolgt dann bei aufrechterhaltener axialer
Vorspannung 13, also während das Einlassrohr 5 axial vorgespannt am Schalldämpfereinsatz
4 abgestützt ist. Hierdurch kann die zuvor, insbesondere gezielt, aufgebrachte Vorspannung
13 konserviert werden.
1. Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
- mit zwei voneinander abgewandten stirnseitigen Endböden (2),
- mit einem in Umfangsrichtung geschlossen umlaufenden Mantel (3),
- mit wenigstens einem Schalldämpfereinsatz (4),
- mit wenigstens einem Einlassrohr (5),
- mit wenigstens einem Auslassrohr (6),
- wobei zumindest eines der Rohre (5,6) sich durch den Mantel (3) in das Schalldämpferinnere
(8) erstreckt und am Mantel (3) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das sich durch den Mantel (3) erstreckende Rohr (5,6) einen Konus (10) aufweist,
- dass der Schalldämpfereinsatz (4) ein Zwischenrohr (14) aufweist, das einen Gegenkonus
(11) aufweist,
- dass Konus (10) und Gegenkonus (11) ineinander eingreifen.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das sich durch den Mantel (3) erstreckende Rohr (5,6) so angebracht ist, dass es
unter axialer Vorspannung (13) über den mit dem Gegenkonus (11) zusammenwirkenden
Konus (10) am Schalldämpfereinsatz (4) abgestützt ist.
3. Schalldämpfer nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich das jeweilige Rohr (5,6) unter einer vorbestimmten axialen Vorspannung (13)
am Schalldämpfereinsatz (4) abstützt, die insbesondere so gewählt sein kann, dass
über dem gesamten zu erwartenden thermischen Betriebsbereich des Schalldämpfers (1)
eine axiale Mindestvorspannung erhalten bleibt.
4. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Konus (10) in den Gegenkonus (11) eingreift oder umgekehrt, und/oder
- dass der Konus (10) eine kegelsegmentförmige oder kugelsegmentförmige Außenkontur (27)
oder Innenkontur aufweist, und/oder
- dass der Gegenkonus (11) eine kegelsegmentförmige oder kugelsegmentförmige oder trichterförmige
Innenkontur (28) oder Außenkontur aufweist, und/oder
- dass der Gegenkonus (11) komplementär zum Konus (10) geformt ist.
5. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Konus (10) integral am jeweiligen Rohr (5,6) ausgeformt ist, und/oder
- dass der Gegenkonus (11) integral am Zwischenrohr (14) ausgeformt ist.
6. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Zwischenrohr (14) so ausgestaltet und/oder angebracht ist, dass es im Bereich
des Gegenkonus (11) parallel zur Längsachse (12) des den Konus (10) aufweisenden Rohrs
(5,6) federelastisch nachgiebig ist, und/oder
- dass das Zwischenrohr (14) gebogen ist und eine Strömungsumlenkung von 90° erzeugt.
7. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Zwischenrohr (14) das Einlassrohr (5) mit dem Auslassrohr (6) fluidisch verbindet,
und/oder
- dass das Zwischenrohr (14) mit einem Abzweigrohr (26) fluidisch verbunden ist, das in
einen Resonanzraum (32) einmündet, und/oder
- dass der Resonanzraum (32) über wenigstens ein Verbindungsrohr (33) mit einem Zusatzraum
(25) fluidisch verbunden ist, und/oder
- dass der Zusatzraum (25) mit einem weiteren Rohr (34) fluidisch verbunden ist, das ebenfalls
ein Auslassrohr (6) sein kann, und/oder
- dass das Zwischenrohr (14) und/oder der Zusatzraum (25) und/oder der Resonanzraum (32)
und/oder das Verbindungsrohr (33) mit einem Zwischenraum (22) schallübertragend verbunden
ist/sind, in den das den Mantel (3) durchsetzende Rohr (5,6) hineinragt.
8. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Konus (10) an einem innenliegenden Ende des den Mantel (3) durchdringenden Rohrs
(5,6) ausgebildet ist oder zwischen einem innenliegenden Endabschnitt (36) des den
Mantel (3) durchdringenden Rohrs (5,6) und einem am Mantel (3) befestigten Abschnitt
(37) dieses Rohrs (5,6) ausgebildet ist, wobei insbesondere vorgesehen sein kann,
dass der Endabschnitt (36) durch den Gegenkonus (11) in das Zwischenrohr (14) eintaucht
oder dass der Gegenkonus (11) in diesen Endabschnitt (36) eingesteckt ist, und/oder
- dass der Gegenkonus (11) an einem dem jeweiligen Rohr (5,6) zugewandten Ende (19) des
Zwischenrohrs (14) ausgebildet ist oder zwischen einem dem jeweiligen Rohr (5,6) zugewandten
Endabschnitt (38) des Zwischenrohrs (14) und einem am Schalldämpfereinsatz (4) befestigten
Abschnitt (39) des Zwischenrohrs (14) ausgebildet ist, wobei insbesondere vorgesehen
sein kann, dass der Konus (10) in diesen Endabschnitt (38) eingesteckt ist oder dass
dieser Endabschnitt (38) durch den Konus (10) in das jeweilige Rohr (5,6) eintaucht.
9. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Mantel (3) durch Wickeln eines Blechteils gebildet ist, und/oder
- dass der Mantel (3) einen Längsfalz (16) aufweist, der sich insbesondere an einer von
dem den Mantel (3) durchsetzenden Rohr (5,6) abgewandten Seite befindet, und/oder
- dass zumindest einer der Endböden (2) einen Bestandteil des Schalldämpfereinsatzes (4)
bildet, und/oder
- dass der Schalldämpfereinsatz (4) stirnseitig in den Mantel (3) eingesetzt ist, und/oder
- dass der Mantel (3) vorgespannt am Schalldämpfereinsatz (4) anliegt, und/oder
- dass zumindest ein anderes der Rohre (5,6) sich durch einen der Endböden (2) erstreckt
und am Endboden (2) befestigt ist.
10. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
- dass sich der Konus (10) in Umfangsrichtung des jeweiligen Rohrs (5,6) ringförmig geschlossen
am Gegenkonus (11) abstützt, und/oder
- dass Konus (10) und Gegenkonus (11) vom Mantel (3) beabstandet sind, und/oder
- dass das jeweilige Rohr (5,6) durch den Konus (10) und durch den Gegenkonus (11) hindurch
mit dem Schalldämpferinneren (8), insbesondere mit einem durch den Schalldämpfereinsatz
(4) im Schalldämpferinneren (8) ausgebildeten Raum (22), fluidisch verbunden ist.
11. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Konus (10) mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Vorsprünge (40) aufweist,
über die der Konus (10) am Gegenkonus (11) abgestützt ist, so dass insbesondere in
Umfangsrichtung zwischen den Vorsprüngen (40) Durchtrittsöffnungen (41) zwischen Konus
(10) und Gegenkonus (11) frei bleiben, und/oder
- dass der Gegenkonus (11) mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Vorsprünge aufweist,
über die der Gegenkonus (11) am Konus (10) abgestützt ist, so dass insbesondere in
Umfangsrichtung zwischen den Vorsprüngen Durchtrittsöffnungen zwischen Konus (10)
und Gegenkonus (11) frei bleiben, und/oder
- dass der Konus (10) mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Schlitze (42) aufweist,
die sich axial erstrecken, die axial einseitig offen sind und die in Umfangsrichtung
mehrere Konussegmente (43) voneinander trennen, und/oder
- dass der Gegenkonus (11) mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Schlitze aufweist,
die sich axial erstrecken, die axial einseitig offen sind und die in Umfangsrichtung
mehrere Gegenkonussegmente voneinander trennen.
12. Verfahren zum Herstellen eines Schalldämpfers (1) für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine,
insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
- bei dem zumindest ein Schalldämpfereinsatz (4) stirnseitig in einen in Umfangsrichtung
geschlossen umlaufenden Mantel (3) eingeschoben wird,
- bei dem zumindest ein Rohr (5,6) seitlich in eine Öffnung (17) des Mantels (3) soweit
eingesteckt wird, bis ein Konus (10) am vorausgehenden Ende des Rohrs (5,6) und ein
an einem Zwischenrohr (14) des Schalldämpfereinsatzes (4) ausgebildeter Gegenkonus
(11) ineinander eingreifen,
- bei dem das jeweilige Rohr (5,6) am Mantel (3) befestigt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das jeweilige Rohr (5,6) soweit eingesteckt wird, dass das Rohr (5,6) über den mit
dem Gegenkonus (11) zusammenwirkenden Konus (10) mit axialer Vorspannung (13) am Schalldämpfereinsatz
(4) abgestützt ist,
- dass das jeweilige Rohr (5,6) am Mantel (3) befestigt wird, während es axial vorgespannt
am Schalldämpfereinsatz (4) abgestützt ist.