[0001] Die Erfindung betrifft ein Hydraulikaggregat mit einem Öl enthaltenden Reservoir,
das einen Motor und eine von dem Motor angetriebene Pumpe enthält.
[0002] Ein Hydraulikaggregat weist als Druckerzeuger eine Pumpe auf, die Öl aus einem Reservoir
ansaugt und einem Verbraucher zuführt. Von dem Verbraucher führt eine Rücklaufleitung
zu dem Reservoir zurück. Bekannt sind Hydraulikaggregate, die den Motor als Tauchmotor
enthalten, welcher in dem Reservoir angeordnet und in die Hydraulikflüssigkeit eingetaucht
ist. Die im Motor erzeugte Wärme wird durch das Hydrauliköl abgeführt.
[0003] Ein derartiges Hydraulikaggregat, das auch gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ausgebildet
ist, ist in
DE 200 07 554 U1 offenbart.
WO 03/087576 A offenbart ein Hydraulikaggregat, bei dem die Pumpe in einem Pumpengehäuse angeordnet
ist, das in einem Reservoir angeordnet ist, wobei die Pumpe Öl mittels eines Ansaugstutzens
ansaugt, der an der Unterseite des Pumpengehäuses angeordnet ist, um das Risiko, Luft
anzusaugen, zu verringern.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hydraulikaggregat zu schaffen, das
imstande ist, definierte variable Volumenströme zu liefern, ohne dass die Gefahr des
Ansaugens von Luft entsteht.
[0005] Das Hydraulikaggregat nach der vorliegenden Erfindung weist ein Öl enthaltendes Reservoir
auf und enthält eine Mehrfach-Kolbenpumpe aus verteilt angeordneten Einzelpumpen,
wobei mit dem Reservoir ein wenigstens teilweise mit Öl gefülltes Hilfsreservoir verbunden
ist, welches das Reservoir im Falle einer
[0006] Ölabfuhr durch die Mehrfach-Kolbenpumpe nachfüllt und dadurch eine vollständige Tauchung
der Mehrfach-Kolbenpumpe sicherstellt.
[0007] Eine Mehrfach-Kolbenpumpe ist eine Verdrängerpumpe, die einen kontinuierlichen Volumenstrom
liefert, welcher durch Änderung der Drehzahl variiert werden kann. Wenn der Motor
ein Synchronmotor ist, besteht die Möglichkeit, mit einer entsprechenden Motorsteuerung
die Größe des Volumenstroms in Abhängigkeit von der Last des jeweiligen Verbrauchers
zu verändern. Eine Mehrfach-Kolbenpumpe, bei der die Einzelpumpen verteilt in dem
Reservoir angeordnet sind, birgt die Gefahr, dass bei einem Absinken des Ölstandes
der Saugeinlass mindestens einer Einzelpumpe vorübergehend nicht mehr getaucht ist
und dadurch Luft einsaugt. Zur Erzielung eines definierten Volumenstroms muss dies
verhindert werden.
[0008] Erfindungsgemäß sorgt das Hilfsreservoir dafür, dass bei einer momentan hohen Ölentnahme
aus dem Reservoir eine Nachfüllung des Reservoirs erfolgt, so dass eine vollständige
Tauchung der Mehrfach-Kolbenpumpe sichergestellt ist.
[0009] Das erfindungsgemäße Hydraulikaggregat eignet sich insbesondere für solche Fälle,
bei denen Verbraucher mit unterschiedlichen Schluckvermögen angeschlossen werden,
Wenn ein Verbraucher ein hydraulischer Kraftschrauber zum Drehen von Schrauben ist,
ist die Last, die durch den Hydraulikdruck zu überwinden ist, normalerweise hoch,
so dass die Förderrate bzw. der Volumenstrom klein ist. Anders verhält es sich, wenn
ein angeschlossener Verbraucher beispielsweise eine Kolbenzylindereinheit ist, deren
großvolumiger Zylinder einen Kolben enthält, der entgegen einer geringen Last bewegt
wird. Hierbei ergibt sich eine schnelle Kolbenbewegung mit der Folge eines großen
Volumenstroms, Der große Volumenstrom bewirkt eine Änderung des Ölpegels in dem Reservoir,
wobei es vorkommen kann, dass die oberen Einzelpumpen zeitweilig nicht mehr eingetaucht
sind. Ein solcher Zustand wird durch das Hilfsreservoir verhindert.
[0010] Die Erfindung ist mit Vorteil bei einem Hydraulikaggregat anwendbar, bei dem das
Reservoir eine Querschnittsform aufweist, bei der die Breite des Reservoirs sich zum
oberen Ende hin verkleinert. Eine solche Querschnittsform ergibt sich beispielsweise
bei einem Reservoir, das einen im Wesentlichen runden Querschnitt hat. Ein derartiges
Reservoir begünstigt eine raumsparende Unterbringung von Motor und Pumpe. Es führt
zu einem Hydraulikaggregat von kleinem Volumen und geringem Gewicht, so dass das Hydraulikaggregat
als tragbare Einheit ausgebildet werden kann. Andererseits besteht die Gefahr, dass
bei dem sich nach oben verengenden Querschnitt der obere Bereich, der ein geringes
Volumen hat, bei starker Ölentnahme ohne die Wirkung des Hilfsreservoirs schnell leer
laufen würde.
[0011] Das Hilfsreservoir ist oben auf dem Reservoir angeordnet, und kann entweder als zusätzlicher
Behälter oder als ein Hohlraum, der mit dem Reservoir fest verbunden ist, jedoch eine
größere Breite hat als das obere Ende des Reservoirs ausgebildet sein.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Hilfsreservoir oberhalb
des Ölpegels luftdicht abgeschlossen und eine Verbindungsleitung verbindet das Hilfsreservoir
unterhalb des Ölpegels mit einem belüfteten Zusatztank. Hierbei bilden das Hilfsreservoir
und der Zusatztank ein kommunizierendes System. Der Atmosphärendruck treibt aus dem
belüfteten Zusatztank Öl in das Hilfsreservoir, sobald dem Hilfsreservoir vom Reservoir
Öl entnommen wird. Der Zusatztank vergrößert das Volumen des Hilfsreservoirs, ist
andererseits aber auch räumlich von dem Hilfsreservoir getrennt. Während das Hilfsreservoir
oberhalb des Reservoirs angeordnet ist, kann der Zusatztank unter dem Reservoir montiert
sein. Der Zusatztank kann also einen Sockel für das Gehäuse des Reservoirs bilden.
[0013] Es besteht auch die Möglichkeit, dass mehrere Zusatztanks unterschiedlicher Größe
vorgesehen sind, die wahlweise an dem Gehäuse montierbar sind. Auf diese Weise kann
der Benutzer die Größe des jeweiligen Zusatztanks auswählen.
[0014] Das Hilfsreservoir kann alternativ auch ohne einen Zusatztank benutzt werden. In
diesem Fall ist eine Belüftungsöffnung oberhalb des maximalen Ölpegels erforderlich,
damit die Ölentnahme aus dem Reservoir nicht beeinträchtigt wird.
[0015] Verschiedene Ausführungsbeispiele sind nachfolgend beschrieben:
- Ausführungsbeispiel 1:
- Hydraulikaggregat mit einem Öl enthaltenden Reservoir, das einen Motor und eine von
dem Motor angetriebene Mehrfach-Kolbenpumpe mit verteilt angeordneten Einzelpumpen
enthält, wobei mit dem Reservoir ein wenigstens teilweise mit Öl gefülltes Hilfsreservoir
verbunden ist, welches das Reservoir im Falle einer Ölabfuhr durch die Mehrfach-Kolbenpumpe
nachfüllt und dadurch eine vollständige Tauchung der Mehrfach-Kolbenpumpe sicherstellt.
- Ausführungsbeispiel 2:
- Hydraulikaggregat nach Ausführungsbeispiel 1, wobei das Reservoir eine Querschnittsform
aufweist, bei der die Breite des Reservoirs sich zum oberen Ende hin verkleinert.
- Ausführungsbeispiel 3:
- Hydraulikaggregat nach Ausführungsbeispiel 2, wobei das Reservoir einen im Wesentlichen
runden Querschnitt hat.
- Ausführungsbeispiel 4:
- Hydraulikaggregat nach einem der Ausführungsbeispiele 1 bis 3, wobei das Hilfsreservoir
oben auf dem Reservoir angeordnet ist.
- Ausführungsbeispiel 5:
- Hydraulikaggregat nach einem der Ausführungsbeispiele 1 bis 4, wobei das Hilfsreservoir
oberhalb des Ölpegels luftdicht abgeschlossen ist und unterhalb des Ölpegels eine
Verbindungsleitung das Hilfsreservoir mit einem belüfteten Zusatztank verbindet.
- Ausführungsbeispiel 6:
- Hydraulikaggregat nach einem der Ausführungsbeispiele 1 bis 4, wobei das Hilfsreservoir
oberhalb des maximalen Ölpegels eine Belüftungsöffnung aufweist.
- Ausführungsbeispiel 7:
- Hydraulikaggregat nach einem der Ausführungsbeispiele 1 bis 6, wobei das Reservoir
ein Gehäuse aufweist, welches zugleich das Gehäuse des Motors bildet, und der Rotor
des Motors von dem Öl umspült ist.
- Ausführungsbeispiel 8:
- Hydraulikaggregat nach Ausführungsbeispiel 7, wobei das Gehäuse an seiner Außenseite
Rippen aufweist, die in Achsrichtung des Motors verlaufen, und dass an einem Ende
des Gehäuses ein Lüfter vorgesehen ist, der radial über das Gehäuse vorsteht und einen
Kühlluftstrom entlang der Rippen erzeugt.
- Ausführungsbeispiel 9:
- Hydraulikaggregat nach Ausführungsbeispiel 7 oder 8, wobei das Gehäuse aus einem Profilkörper
besteht, dessen Enden durch Stirnwände verschlossen sind.
- Ausführungsbeispiel 10:
- Hydraulikaggregat nach einem der Ausführungsbeispiele 7 bis 9, wobei das Gehäuse Mittel
zur Befestigung eines Zusatztanks aufweist, der durch die Verbindungsleitung mit dem
Hilfsreservoir verbindbar ist.
- Ausführungsbeispiel 11:
- Hydraulikaggregat nach Ausführungsbeispiel 10, wobei mehrere Zusatztanks unterschiedlicher
Größe vorgesehen sind, die wahlweise an dem Gehäuse montierbar sind.
[0016] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Darstellung des Hydraulikaggregates in aufgeschnittenem
Zustand,
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht des gesamten Hydraulikaggregats mit Hilfsreservoir und
Zusatztank.,
- Figur 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-IIIvon Figur 2, und
- Figur 4
- eine perspektivische Rückansicht des Hydraulikaggregats.
[0018] Das Hydraulikaggregat weist gemäß Figur 1 ein Gehäuse 10 auf, bei dem es sich um
ein übliches Motorgehäuse eines Elektromotors handelt. Das Gehäuse 10 hat eine zylindrische
Innenwand 11 und weist an seiner Außenseite zahlreiche längs verlaufende Rippen 12
auf, welche Kühlrippen bilden. Das Gehäuse 10 bildet einen Profilkörper aus einem
Strangpressprofil. Es ist an einer Stelle seines Umfangs mit einer angeformten längslaufenden
Montageplatte 13 versehen und an der diametral gegenüberliegenden Seite befindet sich
ein Befestigungsprofil 14 zur Anbringung von Komponenten an dem Gehäuse.
[0019] Das Gehäuse 10 enthält den Elektromotor 15. Dieser besteht aus einem Stator 16 und
einem Rotor 17. Der Motor ist ein permanentmagnet-erregter Synchronmotor, dessen Stator
eine drehfelderzeugende Statorwicklung 18 aufweist. Der Rotor 17 besteht aus der Motorwelle
19 und daran befestigten Permanentmagneten 20. Die Motorwelle 19 ist in Lagern 21,
22 in den (nicht dargestellten) Stirnwänden des Gehäuses 10 gelagert.
[0020] Die Statorwicklung 18 ist mit einem Reif 25 eingefasst, der einen geschlossenen Ring
bildet und die Spulenwicklung umgibt. An der zylindrischen Innenwand 11 des Gehäuses
10 sind Abstandhalter 26 befestigt, welche radial nach innen abstehen und den Reif
25 im Gehäuse zentriert halten. Auf diese Weise wird der Stator 16 im Gehäuse zentriert.
Die Abstandhalter 26 sind Leisten, die in Längsrichtung des Gehäuses verlaufen, Mindestens
sind drei derartiger Leisten vorgesehen, bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
jedoch 4. Die Abstandhalter 26 sind kürzer als die axiale Länge des Raumes 27, so
dass sie die Zirkulation des Hydrauliköls in dem Raum 27 nicht behindern.
[0021] Durch die Abstandhalter 26 wird erreicht, dass zwischen dem Stator 16 und der Innenfläche
11 des Gehäuses der ringförmige Raum 27 vorhanden ist, der den Hauptteil des Volumens
eines Reservoirs 28 bildet. Das Reservoir wird durch das Gehäuse 10 begrenzt. Der
Stator 16 und der Rotor 17 befinden sich eingetaucht in der Hydraulikflüssigkeit.
[0022] Die Motorwelle 19 des Motors 15 weist einen Exzenterring 29 auf, der eine Pumpe antreibt.
Die Pumpe ist eine Mehrfach-Kolbenpumpe aus mehreren Einzelpumpen, die sternförmig
um die Motorwelle 19 herum angeordnet sind, und deren Kolben von dem Exzenterring
29, der exzentrisch mit der Motorwelle fest verbunden ist, angetrieben werden. Jede
der Einzelpumpen saugt über ein Rückschlagventil Öl aus dem Reservoir an und fördert
es über ein weiteres Rückschlagventil zum Pumpenauslass. Die Mehrfach-Kolbenpumpe
ist eine volumetrische Pumpe.
[0023] An dem der Pumpe gegenüberliegenden Ende des Gehäuses 10 befindet sich ein Lüfter
30, der ein Gehäuse 31 aufweist, welches radial über das Gehäuse 10 übersteht. In
dem Gehäuse 31 rotiert ein Lüfterrad, welches einen Luftstrom 32 entlang der Rippen
12 erzeugt. Das Lüfterrad ist mit der Motorwelle 19 verbunden und wird durch diese
angetrieben. Wegen der effektiven Wärmeabfuhr ergibt sich eine gute Kühlung. Infolge
der geringen Erwärmung des Hydraulikaggregats erhöht sich auch der Wirkungsgrad. Wegen
des Verzichts auf ein separates Motorgehäuse ist das Hydraulikaggregat von kompakter
Bauform und von geringem Gewicht.
[0024] In Figur 2 ist das gesamte Hydraulikaggregat dargestellt. Man erkennt das Gehäuse
10 mit den längslaufenden Rippen 12. An dem einen Ende befindet sich der Lüfter 30,
der einen Luftstrom an der Außenseite des Gehäuses entlang treibt. An dem gegenüberliegenden
Ende des Gehäuses befindet sich der Pumpenteil 40 mit dem Druckanschluss 41 und dem
Rücklaufanschluss 42 an der Stirnseite. Ferner ist dort ein Manometer 43 angebracht,
weiches den Druck anzeigt.
[0025] Unter dem Gehäuse 10 des Reservoirs ist ein Zusatztank 45 montiert, welcher aus einem
geschlossenen Kasten besteht, der mit einem Stutzen 46 zur Belüftung und zum Einfüllen
von Hydrauliköl versehen ist.
[0026] Auf der Oberseite des Gehäuses ist ein Hilfsreservoir 47 montiert, das mit dem Zusatztank
45 über eine Verbindungsleitung 48 verbunden ist. Auf dem Hilfsreservoir befindet
sich in einem Gehäuse die Motorsteuerung 50. Diese ist mit (nicht dargestellten) elektrischen
Leitungen mit dem Elektromotor 15 verbunden.
[0027] Der Druck am Druckanschluss 41 wird durch einen (nicht dargestellten) Drucksensor
ermittelt. Dieser Druck ist ein Maß für die Last des angeschlossenen Verbrauchers.
In Abhängigkeit von dem Druckwert steuert die Motorsteuerung 50 den Elektromotor 15
in der Weise, dass bei höherem Druck die Drehzahl des Motors verringert wird. Sobald
sich der Druck verringert, erhöht sich wiederum die Motordrehzahl. Auf diese Weise
wird erreicht, dass die vom Motor aufgenommene Leistung im Wesentlichen konstant bleibt
und weitgehend unabhängig von dem jeweiligen Lastzustand des Verbrauchers ist.
[0028] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung der in dem Raum 27 angeordneten Mehrfach-Kolbenpumpe
60, die aus mehreren sternförmig angeordneten Einzelpumpen 61 besteht. Jede der Einzelpumpen
61 ist eine Kolbenpumpe, deren Kolbenstange 62 von einer (nicht dargestellten) Feder
gegen den Umfang des Exzenterringes 29 gedrückt wird. Die Kolbenstangen 62 werden
von dem Exzenterring 29 zyklisch betätigt. Jede der Einzelpumpen 61 weist einen Einlass
und einen Auslass (nicht dargestellt) auf. Die Auslässe sind miteinander verbunden
und zu dem Druckanschluss 41 geführt. Die Einlässe sind Öffnungen, durch die Öl aus
dem Reservoir 28 in die Einzelpumpe eingesaugt wird. Das Öl, das dem an das Hydraulikaggregat
angeschlossenen Verbraucher zugeführt wird, wird dem Reservoir 28 entnommen. Wegen
der Rundform des Gehäuses 10 führt eine Ölabnahme zu einem schnellen Pegelabfall.
Dadurch könnte es vorkommen, dass die Einlässe der oberen Einzelpumpen 61 nicht mehr
getaucht sind. Dies wird durch das Hilfsreservoir 47 vermieden.
[0029] Das Hilfsreservoir 47 hat, wie aus Figur 3 hervorgeht, eine Breite, die größer ist
als diejenige des oberen Endes des Reservoirs 28. Es ist bis zu einem Füllstand 65
mit Öl gefüllt. Oberhalb des Füllstandes 65 ist das Hilfsreservoir 47 luftdicht verschlossen,
so dass sich ein eingeschlossenes Luftpoister 66 bildet. Das untere Ende des Hilfsreservoirs
47 ist über einen Durchlass 67 mit dem Raum 27 verbunden. Das Hilfsreservoir 47 stellt
somit ungedrosselt Öl zum Nachfüllen des Reservoirs 28 zur Verfügung.
[0030] Die Verbindungsleitung 48 verbindet den Zusatztank 45 mit dem Hilfsreservoir 47.
Sie führt unterhalb des Füllstandes 65 in das Hilfsreservoir hinein. In dem Zusatztank
45 ist die Verbindungsleitung als Tauchrohr ausgeführt, das dicht über dem Boden endet.
Wenn in dem Hilfsreservoir 47 durch die Mehrfach-Kolbenpumpe 60 ein Unterdruck entsteht,
wird aus dem Zusatztank 45 Öl durch die Verbindungsleitung 48 hochgedrückt. Dies geschieht
durch den Atmosphärendruck, der durch den Stutzen 46 in den Zusatztank eintritt. Auf
diese Weise steht eine sehr große Ölmenge zum Nachfüllen des Reservoirs 28 zur Verfügung.
[0031] Alternativ besteht auch die Möglichkeit, das Hilfsreservoir 47 ohne den Zusatztank
45 zu betreiben. In diesem Fall ist eine Belüftung des Hilfsreservoirs erforderlich.
[0032] Figur 4 zeigt, dass an dem Hilfsreservoir 47 ein Schauglas 68 vorgesehen ist, durch
das der Pegelstand inspiziert werden kann, um eine ordnungsgemäße Funktion des Hilfsreservoirs
festzusteflen.
[0033] Gemäß Figur 4 ist weiterhin über dem Hilfsreservoir 47 eine Motorsteuerung 50 montiert.
Diese besteht aus den erforderlichen elektrischen Komponenten, die hier nicht dargestellt
sind. Die Motorsteuerung 50 weist an ihrer Unterseite eine Platte 70 mit zahlreichen
längslaufenden Kühlrippen 71 auf. Die Kühlrippen 71 überdecken denjenigen Teil des
Gehäuses 10, der von dem Hilfsreservoir 47 freigelassen wird. Die Motorsteuerung 50
steht auslegerartig über das Hilfsreservoir 47 über. Die Kühlrippen 71 sind von einem
Luftführungsgehäuse 72 umgeben, das mehrere Öffnungen mit Lüftern 73 aufweist, welche
Kühlluft in das Luftführungsgehäuse einblasen. Durch Öffnungen 74 tritt die Kühlluft
aus.
1. Hydraulikaggregat mit einem Öl enthaltenden Reservoir (28), das einen Motor (15) und
eine von dem Motor angetriebene Mehrfach-Kolbenpumpe (60) mit verteilt angeordneten
Einzelpumpen (61) enthält, wobei das Reservoir (28) ein Gehäuse (10) aufweist, welches
zugleich das Gehäuse des Motors (15) bildet, und der Rotor (17) des Motors von dem
Öl umspült ist, wobei
mit dem Reservoir (28) ein wenigstens teilweise mit Öl gefülltes Hilfsreservoir (47)
verbunden ist, welches das Reservoir im Falle einer Ölabfuhr durch die Mehrfach-Kolbenpumpe
(60) nachfüllt und dadurch eine vollständige Tauchung der Mehrfach-Kolbenpumpe (60)
sicherstellt, dadurch gekennzeichnet,
dass das Hilfsreservoir (47) oben auf dem Reservoir (28) angeordnet ist.
2. Hydraulikaggregat nach Anspruch 1, wobei das Reservoir (28) eine Querschnittsform
aufweist, bei der die Breite des Reservoirs sich zum oberen Ende hin verkleinert.
3. Hydraulikaggregat nach Anspruch 2, wobei das Reservoir (28) einen im Wesentlichen
runden Querschnitt hat.
4. Hydraulikaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 43, wobei das Hilfsreservoir (47)
oberhalb des Ölpegels (65) luftdicht abgeschlossen ist und unterhalb des Ölpegels
(65) eine Verbindungsleitung (48) das Hilfsreservoir mit einem belüfteten Zusatztank
(45) verbindet.
5. Hydraulikaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Hilfsreservoir (47)
oberhalb des maximalen Ölpegels eine Belüftungsöffnung aufweist.
6. Hydraulikaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) an seiner Außenseite Rippen (12) aufweist, die in Achsrichtung des
Motors (15) verlaufen, und dass an einem Ende des Gehäuses ein Lüfter (30) vorgesehen
ist, der radial über das Gehäuse vorsteht und einen Kühlluftstrom (32) entlang der
Rippen (12) erzeugt.
7. Hydraulikaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Gehäuse (10) aus einem
Profilkörper besteht, dessen Enden durch Stirnwände verschlossen sind.
8. Hydraulikaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Gehäuse (10) Mittel
zur Befestigung eines Zusatztanks (45) aufweist, der durch die Verbindungsleitung
(48) mit dem Hilfsreservoir (47) verbindbar ist.
9. Hydraulikaggregat nach Anspruch 8, wobei mehrere Zusatztanks (45) unterschiedlicher
Größe vorgesehen sind, die wahlweise an dem Gehäuse (10) montierbar sind.
1. A hydraulic unit comprising an oil-containing reservoir (28) including a motor (15)
and a multiple piston pump (60) driven by said motor, said multiple piston pump (60)
having individual pumps (61) arranged in a distributed manner, wherein said reservoir
(28) comprises a housing (10) which also defines the housing of the motor (15), and
the rotor (17) of the motor is surrounded by the oil, wherein
the reservoir (28) has connected therewith an at least partly oil-filled auxiliary
reservoir (47) for refilling said reservoir after withdrawal of oil by said multiple
piston pump (60), thus ensuring a complete submersion of said multiple piston pump
(60),
characterized in
that the auxiliary reservoir (47) is arranged on top of the reservoir (28).
2. The hydraulic unit according to claim 1, wherein the reservoir (28) has a cross section
where the width of the reservoir narrows towards the upper end.
3. The hydraulic unit according to claim 2, wherein the reservoir (28) has a substantially
round cross section.
4. The hydraulic unit according to any one of claims 1 to 3, wherein the auxiliary reservoir
(47) is hermetically sealed above the oil level (65), and below said oil level (65)
a connecting line (48) connects the auxiliary reservoir with a vented additional tank
(45).
5. The hydraulic unit according to any one of claims 1 to 3, wherein the auxiliary reservoir
(47) comprises a ventilation opening above the maximum oil level.
6. The hydraulic unit according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the housing (10) comprises on its outside ribs (12) extending in the axial direction
of the motor (15), and that at one end of the housing a fan (30) is provided which
radially projects beyond the housing and produces a cooling air flow (32) along said
ribs (12).
7. The hydraulic unit according to any one of claims 1 to 6, wherein the housing (10)
is composed of a profile body whose ends are closed by front walls.
8. The hydraulic unit according to any one of claims 1 to 7, wherein the housing (10)
comprises means for fastening an additional tank (45) which is connectable with the
auxiliary reservoir (47) by the connecting line (48).
9. The hydraulic unit according to claim 8, wherein a plurality of additional tanks (45)
of different sizes are provided which are optionally attachable to the housing (10).
1. Groupe hydraulique comprenant un réservoir (28) contenant de l'huile, qui renferme
un moteur (15), une pompe à piston multiple (60) entraînée par le moteur et comprenant
des pompes individuelles (61) séparées, le réservoir (28) présentant un carter (10)
qui forme en même temps le carter du moteur (15), le rotor (17) du moteur étant balayé
par l'huile,
au réservoir (28) etant relié un réservoir auxiliaire (47) au moins partiellement
rempli d'huile, qui recharge le réservoir dans le cas d'une évacuation d'huile par
la pompe à piston multiple (60) et assure par ce moyen l'immersion totale de la pompe
à piston multiple (60). caractérisé en ce
que le réservoir auxiliaire (47) est placé sur le réservoir (28).
2. Groupe hydraulique selon la revendication 1, dans lequel le réservoir (28) présente
une forme de section dans laquelle la largeur du réservoir se rétrécit en direction
de l'extrémité supérieure.
3. Groupe hydraulique selon la revendication 2, dans lequel le réservoir (28) a une section
sensiblement circulaire.
4. Groupe hydraulique selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le réservoir
auxiliaire (47) est fermé de façon étanche à l'air au-dessus du niveau d'huile (65)
et dans lequel, au-dessous du niveau d'huile (65), une conduite de liaison (48) relie
le réservoir auxiliaire à un réservoir supplémentaire aéré (45).
5. Groupe hydraulique selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le réservoir
auxiliaire (47) présente une ouverture d'aération au-dessus du niveau d'huile maximum.
6. Groupe hydraulique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le carter (10) présente sur sa face extérieure des nervures (12) qui s'étendent dans
la direction axiale du moteur (15), et en ce qu'à une extrémité du carter est prévu un ventilateur (30) qui déborde radialement au-delà
du carter et qui crée un courant d'air de refroidissement (32) le long des nervures
(12).
7. Groupe hydraulique selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel le carter (10)
est constitué par un corps profilé dont les extrémités sont fermées par des parois
terminales.
8. Groupe hydraulique selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel le carter (10)
présente des moyens permettant de fixer un réservoir supplémentaire (45) qui peut
être relié au réservoir auxiliaire (47) par la conduite de liaison (48).
9. Groupe hydraulique selon la revendication 8, dans lequel il est prévu plusieurs réservoirs
supplémentaires (45) de différentes tailles qui peuvent être montés sélectivement
sur le carter (10).