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EP 2 386 453 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.05.2015 Patentblatt 2015/21 |
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Anmeldetag: 24.03.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gedeckter Güterwagen
Goods wagon
Wagon couvert
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
11.05.2010 DE 102010020271
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.11.2011 Patentblatt 2011/46 |
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Patentinhaber: WBN Waggonbau Niesky GmbH |
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02906 Niesky (DE) |
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Erfinder: |
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- Töppel, Matthias
01877 Bischofswerda (DE)
- Göhring, Dieter
02906 Waldhufen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-98/07606
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DE-A1- 19 601 066
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen gedeckten Güterwagen, dessen Seitenwände mindestens
ein bewegliches Seitenwandteil umfassen, welches in Schließstellung in einer den Laderaum
des Güterwagens verschließenden Ebene liegt und durch eine Betätigungseinrichtung
in eine vor dieser Ebene liegende, parallel zu dieser befindliche Schiebeebene bewegbar
und in dieser Schiebeebene in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbar ist, mit einem in
Wagenlängsrichtung verlaufenden Firstträger, an dem die Oberkante jedes Seitenwandteils
in Schließstellung anliegt, wobei jedes Seitenwandteil an seiner Oberkante mindestens
eine Führung aufweist sowie jedem Seitenwandteil eine am Güterwagen drehbare, mindestens
einen Schwenkhebel tragende Schwenkwelle zugeordnet ist, und wobei jeder Schwenkhebel
in eine Führung des Seitenwandteils eingreift und das Seitenwandteil abstützt, und
wobei an jedem die Oberkante eines Seitenwandteils überkragenden Deckflansch des Firstträgers
mindestens ein sich über die gesamte Länge des beweglichen Seitenwandteils erstreckender
Dichtstreifen angebracht ist, dessen Verbindung mit dem Deckflansch derart ausgeführt
ist, dass Dichtstreifen und Deckflansch um eine zur Drehachse der Schwenkwelle parallele
Längsachse beweglich sind.
[0002] Diese gattungsgemäßen Güterwagen weisen üblicherweise sehr groß dimensionierte und
als Schiebewände ausgeführte Seitenwände auf, die im geöffneten Zustand einen Großteil
des Laderaums zur Erleichterung des Be- oder Entladens freigeben. Am häufigsten kommen
inzwischen Schiebewand-Güterwagen zum Einsatz, deren Schiebewände nicht nur die vertikale
Seitenwand des Güterwagens umfassen, sondern sich auch durch nach oben hin zur Wagenmitte
hin abgewinkelte oder gebogene Seitenwandelemente bis in den Dachbereich des Güterwagens
erstrecken. Zur Reduzierung des Fahrzeuggewichtes und damit zur Erhöhung der Zuladungsfähigkeit
des Güterwagens sind die Seitenwände meist aus einer aus Aluminium-Profilen gebildeten
Tragwerksstruktur aufgebaut. Die Seitenwände müssen in ihrer Schließstellung das Wageninnere
vor Umgebungseinflüssen schützen. Deshalb liegt bei derartigen Güterwagen ein besonderes
Augenmerk auf die Abdichtung der Seitenwände in ihrer Schließstellung gegen das Eindringen
von Feuchtigkeit, Triebschnee etc. in das Wageninnere. Insbesondere im Firstbereich
der Güterwagen ist dies nicht immer ohne Probleme möglich.
[0003] Die
DE 38 02 021 A1 schlägt zur Lösung dieses Problems vor, dass die sich beidseits der Wagenlängsmitte
bis in den Dachbereich des Güterwagens erstreckenden Schiebewände in der Wagenlängsmitte
abdichtend zusammentreffen, wobei sie den ebenfalls in Wagenlängsmitte angeordneten
Firstträger des Güterwagens überdecken. Hierzu sind auf der Oberseite des Firstträgers
zwei parallele Auflageprofile für die beiden Dachabschnitte angeordnet, wobei die
Auflageprofile auf dem Firstträger einen in Wagenlängsmitte verlaufenden und nach
oben offenen Kanal bilden. Auf diese Weise soll im Firstbereich des Güterwagens eine
Abdichtung des Innenraumes insbesondere bei winterlichen Witterungsverhältnissen erreicht
werden. Allerdings kann sich in den Auflageprofilen Feuchtigkeit anstauen, was unter
winterlichen Bedingungen zur Vereisung der Auflageprofile bzw. zu einem Blockieren
und Festfrieren der Schiebewände führen kann.
[0004] Als hierzu alternativen Lösungsansatz offenbart die
DE 196 01 066 A1 einen gattungsgemäßen Güterwagen mit einem Verstellmechanismus zur Verlagerung der
Oberkante eines beweglichen Seitenwandteils zwischen einer Schließstellung und einer
geöffneten Stellung, bei dem die Führungen an den Seitenwandteil-Oberkanten als nach
unten offene Rinnen ausgebildet sind, in deren Innerem sich Führungsstücke der Schwenkhebel
befinden und die Seitenwandteile abstützen. Außerdem sind der obere Ausstellmechanismus
und die Oberkanten der Seitenwandteile durch einen dem Firstträger zugehörigen Deckflansch
verkapselt. Allerdings können sich auch bei dieser Ausführung noch Triebschnee und
Feuchtigkeit im Ausstellmechanismus der Wandoberkante ansammeln.
[0005] Als weiteren Lösungsansatz offenbart die
WO 1998/07606 Dichtbleche, welche seitlich des Dachfirstes angeordnet und mittels eines Gummistreifens
an diesem befestigt sind. Dadurch sollen die Dichtbleche vertikal beweglich sein und
in Schließstellung der Schiebewandteile durch ihr Eigengewicht mit ihrer freien Längsseite
auf den Schiebewandteilen aufliegen. Insbesondere bei tiefen Umgebungstemperaturen
würde sich allerdings die Flexibilität eines Gummistreifens materialbedingt verringern.
Die bei tiefen Temperaturen verringerte Elastizität des Materials würde dazu führen,
dass der Dichtstreifen nach dem Schließen des Seitenwandteiles nicht mehr hinreichend
bündig an dessen Außenfläche anliegt bzw. beim Öffnen des Seitenwandteils einen hohen
Widerstand auf die ausschwenkende und sich relativ zum Deckflansch bewegende Oberkante
des Seitenwandteils ausüben würde.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gedeckten Güterwagen bereitzustellen,
dessen Seitenwände mindestens ein bewegliches Seitenwandteil umfassen, welches in
Schließstellung in einer den Laderaum des Güterwagens verschließenden Ebene liegt
und durch eine Betätigungseinrichtung in eine vor dieser Ebene liegende, parallel
zu dieser befindliche Schiebeebene bewegbar und in dieser Schiebeebene in Fahrzeuglängsrichtung
verschiebbar ist, mit einem in Wagenlängsrichtung verlaufenden Firstträger, an dem
die Oberkante jedes Seitenwandteils in Schließstellung anliegt, wobei jedes Seitenwandteil
an seiner Oberkante mindestens eine Führung aufweist sowie jedem Seitenwandteil eine
am Güterwagen drehbare, mindestens einen Schwenkhebel tragende Schwenkwelle zugeordnet
ist, und wobei jeder Schwenkhebel in eine Führung des Seitenwandteils eingreift und
das Seitenwandteil abstützt, und wobei an jedem die Oberkante eines Seitenwandteils
überkragenden Deckflansch des Firstträgers mindestens ein sich über die gesamte Länge
des beweglichen Seitenwandteils erstreckender Dichtstreifen angebracht ist, dessen
Verbindung mit dem Deckflansch derart ausgeführt ist, dass Dichtstreifen und Deckflansch
um eine zur Drehachse der Schwenkwelle parallele Längsachse beweglich sind, bei dem
der Ausstellmechanismus für die Oberkante des Seitenwandteils effektiver gegen Schnee
und Feuchtigkeit abgedichtet ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe in Verbindung mit dem Oberbegriff des Schutzanspruches
1 dadurch gelöst, dass auf der Außenfläche des beweglichen Seitenwandteils eine Mehrzahl
von Gleitblechen und Anschlagwinkeln angeordnet ist, wobei sich die Gleitbleche in
etwa vertikal von jedem Anschlagwinkel aus in Richtung der Oberkante des Seitenwandteils
erstrecken und mit der Oberkante des Anschlagwinkels jeweils eine gemeinsame Gleitebene
bilden, sowie in Schließstellung des Seitenwandteils ein von der Verbindung entfernt
liegendes freies Bauteilende des Dichtstreifens gegen einen auf der Außenfläche des
beweglichen Seitenwandteils angeordneten Anschlagwinkel anliegt. Hierdurch wird ein
definierter, linienförmiger Kontaktbereich zwischen der zum Wageninneren hin orientierten
Innenseite des Dichtstreifens und der Oberkante des Anschlagwinkels geschaffen, gegen
den der Dichtstreifen allein durch die auf ihn wirkende Schwerkraft gehalten wird.
Auf diese Weise wird vorteilhaft erreicht, dass vertikale Relativbewegungen und Lageänderungen
zwischen dem Seitenwandteil und dem Dichtstreifen unter Aufrechterhaltung eines Dichtkontaktes
ausgeglichen werden können. Derartige vertikale Relativbewegungen bzw. Lageänderungen
entstehen beispielsweise dadurch, dass sich die Durchbiegung eines unter Volllast
beladenen Güterwagens zum einen nahezu unvermindert auf den Firstträger als auch auf
die mit diesem verbundenen Dichtstreifen auswirkt. Zum anderen sind aber die beweglichen
Seitenwandteile von einer solchen Durchbiegung nicht oder nur minimal erfasst.
Im Vergleich zu einem flächigen Kontakt des Dichtstreifens mit der Außenfläche des
Seitenwandteils werden durch den linienförmigen Kontaktbereich nicht zuletzt auch
die Gefahren des Anfrierens des Dichtstreifens bzw. die im Falle eines Festfrierens
auf den Dichtstreifen wirkenden Haftkräfte reduziert.
Ein solcher Dichtstreifen könnte beispielsweise in Form einer aus einem terpolymeren
Elastomer (z.B. EPDM = Ethylen-Propylen-DienKautschuk) bestehenden Dichtungsbahn ausgeführt
sein, die entlang einer Längskante an der Unterseite des Deckflansches montiert ist
und vom Deckflansch gegen die Außenfläche des beweglichen Seitenwandteils herabhängt.
[0008] Insbesondere ist es für das erfinderische Konzept von Vorteil, wenn die Verbindung
zwischen Deckflansch und Dichtstreifen als ein um eine zur Drehachse der Schwenkwelle
parallele Längsachse bewegliches Federgelenk ausgeführt ist. Auf diese Weise wird
die Anpresskraft des Dichtstreifens gegen das Seitenwandteil bzw. gegen den Anschlagwinkel
wirksam erhöht und das bündige Anliegen des Dichtstreifens an der Außenfläche des
Seitenwandteiles wirksam unterstützt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn
das Material des Dichtstreifens relativ leicht ist oder seine geometrische Ausgestaltung
hinreichend Auftriebsfläche für ein Abheben des Dichtstreifens bei hohen Fahrgeschwindigkeiten
des Güterwagens bietet. Im Fall einer gelenkig ausgeführten Verbindung kann der Dichtstreifen
im Extremfall auch unter Verwendung eines nahezu unflexiblen Materials, wie z.B. Stahlblech,
ausgeführt sein.
[0009] Die Erfindung sieht schließlich ferner vor, dass jeder Dichtstreifen an seinem von
der Verbindung entfernt liegenden freien Bauteilende abgekantet ist, wobei die Abkantung
vom Firstträger des Güterwagens weg nach außen orientiert ist. Eine solche Abkantung
erleichtert das Gleiten des Dichtstreifens auf dem Gleitblech, insbesondere während
des Schließvorgangs des Seitenwandteils. Zudem wird die Stabilität des Dichtstreifens
hierdurch wirksam erhöht.
[0010] Der Erfindungsgedanke wird in nachfolgenden Figuren verdeutlicht. Es zeigen:
- Figur 1
- Querschnitt durch den Dachfirst-Bereich eines erfindungsgemäßen Güterwagens mit einem
beweglichen Seitenwandteil in Schließstellung
- Figur 2
- Querschnitt durch den Dachfirst-Bereich eines erfindungsgemäßen Güterwagens mit einem
beweglichen Seitenwandteil in geöffneter Stellung
[0011] In Figur 1 ist ein Querschnitt durch den Bereich des Dachfirstes eines erfindungsgemäßen
Güterwagens mit einem beweglichen Seitenwandteil in Schließstellung dargestellt. Der
Güterwagen weist in seiner Längsmittelebene einen Firstträger (2) auf, an dem beidseits
der Längsmittelebene die beweglichen Seitenwandteile (1) des Güterwagens mit ihren
jeweiligen Oberkanten (3) in Schließstellung anliegen und den innen liegenden Laderaum
des Güterwagens verschließen. In den Figuren 1 und 2 ist beispielhaft ein rechts des
Firstträgers bzw. der Längsmittelebene des Güterwagens angeordnetes Seitenwandteil
dargestellt. Das Seitenwandteil (1) weist im Bereich seiner Oberkante (3) eine Führung
(5) auf, welche als ein nach unten offenes rinnenförmiges Führungselement ausgebildet
ist. In diese Führungsrinne greift das Führungsstück eines Schwenkhebels (6) ein,
welcher starr mit einer Schwenkwelle (4) verbunden ist. Die Schwenkwelle (4) ist um
eine zur Längsachse des Güterwagens parallele Achse drehbar. Bei Betätigung dieser
Schwenkwelle beschreibt auch das mit dieser starr gekoppelte Führungsstück des Schwenkhebels
(6) einen kreisförmigen Bogen und unterwirft durch den Eingriff in die rinnenförmige
Führung (5) auch die Oberkante des beweglichen Seitenwandteils (1) dieser Bewegungsgeometrie.
Durch ein Schalten der Schwenkwelle (4) zwischen zwei Extrempositionen ist als die
Oberkante des Seitenwandteils zwischen einer geschlossenen und einer geöffneten Stellung
verschwenkbar. In der geschlossenen Stellung sichert der Schwenkhebel (6) die rinnenförmige
Führung (5) gegen den Firstträger (2). Des weiteren weist der Firstträger (2) einen
Deckflansch (12) auf, der gleichsam einer Traufe über den Firstträger seitlich hinaus
auskragt sowie den Bewegungsbereich des Schwenkhebels (6) überdeckt und diesen gegen
die äußere Umgebung hin abschließt. Am traufseitigen Ende des Deckflansches ist mittels
einer gelenkigen Verbindung (8) - z.B. in Form eines Scharniers - ein Dichtstreifen
angebracht und um eine zur Drehachse der Schwenkwelle (4) parallele Achse schwenkbar.
In Bezug auf die gesamte Längserstreckung des Güterwagens sind analog hierzu mehrere
Dichtstreifen in Reihe und zueinander auf Stoß (d.h. ohne Zwischenraum) angeordnet.
Soweit die Dichtstreifen zum selben Seitenwandteil zugehören, sind sie zusätzlich
auch starr miteinander verbunden. Jedes Seitenwandteil trägt auf seiner Außenseite
einen oder mehrere Anschlagwinkel (10) und Gleitbleche (11), welche sich in etwa vertikal
von jedem Anschlagwinkel aus in Richtung der Oberkante des Seitenwandteils erstrecken
und mit der Oberkante des Anschlagwinkels jeweils eine gemeinsame Gleitebene bilden.
Auf diese Weise kann der Dichtstreifen gleitend auf bzw. über den Anschlagwinkel geschoben
werden. Aufgrund der Schwerkraft legen sich die Dichtstreifen (9) an die Anschlagwinkel
(10) an und bleiben auch bei durch die Fahrdynamik des Güterwagens induzierten Schwingungen
sowie Querstößen mit diesen in Berührkontakt. Dies wird wirksam dadurch unterstützt,
wenn das das Gelenk (8) als Federgelenk ausgeführt ist, wobei die Feder die Anpresskraft
des Dichtstreifen gegen den Anschlagwinkel erhöht.
[0012] In Figur 2 ist ein Querschnitt durch den Dachfirst-Bereich eines erfindungsgemäßen
Güterwagens mit einem beweglichen Seitenwandteil in geöffneter Stellung dargestellt.
Beim Öffnen bzw. Ausstellen des Seitenwandteils beschreibt dessen Oberkante eine bogenförmige
Bahn nach außen und drückt dabei auch die Dichtstreifen (9) nach oben. Dabei gleiten
die Dichtstreifen über den Anschlagwinkel (10) anschließend weiter auf den Gleitblechen
(11) entlang. Während dieses Vorganges werden die Dichtstreifen radial nach oben ausgelenkt.
Die Dichtstreifen weisen ferner an ihrem unteren Ende jeweils eine Abkantung auf,
wodurch sich zum einen ihre Stabilität erhöht, insbesondere aber ihr Verkanten beim
Öffnen und Schließen vermieden wird. Ist das Seitenwandteil vollständig in die geöffnete
Stellung ausgeschwenkt, kann sie nun unter den Dichtstreifen in Wagenlängsrichtung
verschoben werden. Hierbei ist ebenfalls von Vorteil, dass aufgrund der Länge der
Gleitbleche (11) Lagetoleranzen zwischen der Schiebewand und den Dichtstreifen in
horizontaler Richtung ausgeglichen werden können. Die Gleitbleche (11) sind so konzipiert,
dass sie als Verschleißelemente wechselbar sind, da es durch beständige Relativbewegungen
zwischen Seitenwandteil und Dichtstreifen zu Reibung und Verschleiß kommt.
Bezugszeichenliste:
[0013]
- 1
- bewegliches Seitenwandteil
- 2
- Firstträger
- 3
- Oberkante des beweglichen Seitenwandteils
- 4
- Schwenkwelle
- 5
- Führung
- 6
- Schwenkhebel
- 7
- Deckflansch
- 8
- Gelenk-Verbindung
- 9
- Dichtstreifen
- 10
- Anschlagwinkel
- 11
- Gleitblech
1. Gedeckter Güterwagen, dessen Seitenwände mindestens ein bewegliches Seitenwandteil
(1) umfassen, welches in Schließstellung in einer den Laderaum des Güterwagens verschließenden
Ebene liegt und durch eine Betätigungseinrichtung in eine vor dieser Ebene liegende,
parallel zu dieser befindliche Schiebeebene bewegbar und in dieser Schiebeebene in
Fahrzeuglängsrichtung verschiebbar ist, mit einem in Wagenlängsrichtung verlaufenden
Firstträger (2), an dem die Oberkante (3) jedes Seitenwandteils (1) in Schließstellung
anliegt, wobei jedes Seitenwandteil (1) an seiner Oberkante mindestens eine Führung
(5) aufweist sowie jedem Seitenwandteil (1) eine am Güterwagen drehbare, mindestens
einen Schwenkhebel (6) tragende Schwenkwelle (4) zugeordnet ist, und wobei jeder Schwenkhebel
in eine Führung (5) des Seitenwandteils (1) eingreift und das Seitenwandteil abstützt,
und wobei an jedem die Oberkante (3) eines Seitenwandteils (1) überkragenden Deckflansch
(7) des Firstträgers (2) mindestens ein sich über die gesamte Länge des beweglichen
Seitenwandteils erstreckender Dichtstreifen (9) angebracht ist, dessen Verbindung
(8) mit dem Deckflansch (7) derart ausgeführt ist, dass Dichtstreifen (9) und Deckflansch
(7) um eine zur Drehachse der Schwenkwelle (4) parallele Längsachse beweglich sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Außenfläche des beweglichen Seitenwandteils eine Mehrzahl von Gleitblechen
(11) und Anschlagwinkeln (10) angeordnet ist, wobei sich die Gleitbleche in etwa vertikal
von jedem Anschlagwinkel (10) aus in Richtung der Oberkante (3) des Seitenwandteils
erstrecken und mit der Oberkante des Anschlagwinkels (10) jeweils eine gemeinsame
Gleitebene bilden sowie in Schließstellung des Seitenwandteils ein von der Verbindung
(8) entfernt liegendes freies Bauteilende des Dichtstreifens (9) gegen einen auf der
Außenfläche des beweglichen Seitenwandteils angeordneten Anschlagwinkel (10) anliegt.
2. Gedeckter Güterwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (8) zwischen Deckflansch und Dichtstreifen als ein um eine zur Drehachse
der Schwenkwelle (4) parallele Längsachse bewegliches Federgelenk ausgeführt ist.
3. Gedeckter Güterwagen nach einem der Patentansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Dichtstreifen an seinem von der Verbindung (8) entfernt liegenden freien Bauteilende
abgekantet ist, wobei die Abkantung vom Firstträger des Güterwagens weg nach außen
orientiert ist.
1. A covered goods wagon, the sidewalls of which comprise at least one moveable sidewall
part (1), which in closing position lies in a plane closing off the load compartment
of the goods wagon and is moveable through an actuation device into a sliding plane
that is located in front of said plane and parallel to the same and is slideable in
vehicle longitudinal direction in this sliding plane, with a ridge beam (2) running
in wagon longitudinal direction, against which the upper edge (3) of each sidewall
part (1) abuts in closing position, wherein each sidewall part (1) on its upper edge
comprises at least one guide (5) and each sidewall part (1) is assigned a pivot shaft
(4) that is rotatable on the goods wagon and carries at least one pivot lever (6),
and wherein each pivot lever engages in a guide (5) of the sidewall part (1) and supports
the sidewall part, and wherein on each covering flange (7) of the ridge beam (2) projecting
over the upper edge (3) of a sidewall part (1) at least one sealing strip (9) extending
over the entire length of the moveable sidewall part is attached, the connection (8)
of which to the covering flange (7) is embodied in such a manner that sealing strip
(9) and covering flange (7) are moveable about a longitudinal axis that is parallel
to the axis of rotation of the pivot shaft (4),
characterized in that
on the outer surface of the moveable sidewall part a plurality of sliding plates (11)
and stop angles (10) is arranged, wherein the sliding plates approximately extend
vertically from each stop angle (10) in the direction of the upper edge (3) of the
sidewall part and with the upper edge of the stop angle (10) in each case form a common
sliding plane and in closing position of the sidewall part a free component end of
the sealing strip (9) located distally from the connection (8) abuts against a stop
angle (10) arranged on the outer surface of the moveable sidewall part.
2. The covered goods wagon according to Patent Claim 1, characterized in that the connection (8) between covering flange and sealing strip is embodied as a spring
joint that is moveable about a longitudinal axis that is parallel to the axis of rotation
of the pivot shaft (4).
3. The covered goods wagon according to any one of the Patent Claims 1 or 2, characterized in that each sealing strip on its free component end located distally from the connection
(8) is flanged, wherein the flange is orientated away from the ridge beam of the goods
wagon towards the outside.
1. Wagon de marchandises couvert dont les parois latérales comprennent au moins une partie
de paroi latérale (1) mobile qui repose dans l'état fermé dans un plan fermant l'espace
de chargement du wagon de marchandises et est mobile dans un plan de coulissement
placé devant ce plan, parallèle à celui-ci, et peut être déplacé dans le sens longitudinal
du wagon dans ce plan de coulissement, comprenant une poutre de faite (2) passant
dans le sens longitudinal du wagon, sur laquelle repose le bord supérieur (3) de chaque
partie de paroi latérale (1) en position fermée, sachant que chaque partie de paroi
latérale (1) présente au moins un guide (5) sur son bord supérieur, de même qu'au
moins un arbre de pivotement (4) rotatif sur le wagon de marchandises, portant au
moins un levier de basculement (6) est attribué à chaque partie de paroi latérale
(1), et sachant que chaque levier de basculement se met en prise dans un guide (5)
de la partie de paroi latérale (1) et appuie la partie de paroi latérale, et sachant
que sur chaque bride de recouvrement (7) de la poutre de faîte (2) en porte-à-faux
sur le bord supérieur (3) d'une partie de paroi latérale (1) est placé au moins une
bande d'étanchéité (9) s'étendant sur toute la longueur de la partie de paroi latérale
mobile, dont la liaison (8) avec la bride de recouvrement (7) est ainsi faite que
la bande d'étanchéité (9) et la bride de recouvrement (7) sont mobiles sur un axe
longitudinal parallèle à l'axe de pivotement de l'arbre de pivotement (4),
caractérisé en ce
qu'une pluralité de tôles coulissantes (11) et d'angles de butée (10) est disposée sur
la face extérieure de la partie de paroi latérale mobile, sachant que les tôles coulissantes
s'étendent environ verticalement de chaque angle de butée (10) en direction du bord
supérieur (3) de la partie de paroi latérale et forment un plan coulissant commun
respectif avec le bord supérieur de l'angle de butée (10), de même qu'une extrémité
de pièce libre de la bande d'étanchéité (9) éloignée de la liaison (8) repose contre
un angle de butée (10) disposé sur la face extérieure de la partie de paroi latérale
mobile, en position de fermeture de la partie de paroi latérale.
2. Wagon de marchandises couvert selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison (8) entre la bride de recouvrement et la bande d'étanchéité est conçue
en tant que liaison à ressort mobile sur un axe longitudinal parallèle au pivot de
l'arbre de pivotement (4).
3. Wagon de marchandises couvert selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque bande d'étanchéité est chanfreinée sur son extrémité de pièce libre éloignée
de la liaison (8), sachant que le chanfrein de la poutre de faîte du wagon de marchandises
est orienté vers l'extérieur.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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