[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff in
einen Brennraum einer Brennkraftmaschine mit einem Magnetaktor zur direkten Steuerung
eines vorzugsweise nadelförmigen Einspritzventilgliedes, über dessen Hubbewegung wenigstens
eine Einspritzöffnung des Kraftstoffinjektors freigebbar und verschließbar ist, entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Bei Kraftstoffinjektoren, die einen Magnetaktor zur Steuerung eines Einspritzventilgliedes
aufweisen, erfolgt die Steuerung in der Regel indirekt. Hierzu wird ein in einem Steuerraum
vorhandener, das Einspritzventilglied in Schließrichtung beaufschlagender Steuerdruck
abgesenkt, bis die am Einspritzventilglied anliegenden Druckkräfte aufgrund der Größenverhältnisse
der druckbeaufschlagten Flächen eine Bewegung des Einspritzventilgliedes in Öffnungsrichtung
bewirken. Die indirekte Steuerung des Einspritzventilgliedes erweist sich jedoch als
nachteilig, da zur Absenkung des Steuerraumdrucks eine bestimmte Menge Kraftstoff
einem Niederdruck-Kraftstoffrücklauf zugeführt werden muss. Die dem Rücklauf zugeführte
Menge gilt es danach wieder auf Hochdruck zu fördern, so dass die Förderleistung einer
vorgeschalteten Hochdruckpumpe steigt. Ferner weisen indirekt gesteuerte Kraftstoffinjektoren
gegenüber direkt gesteuerten prinzipbedingt ein verzögertes Ansprechverhalten des
Einspritzventilgliedes auf.
[0003] Zur Realisierung einer direkten Steuerung des Einspritzventilgliedes sind aus dem
Stand der Technik bislang fast ausschließlich Injektorkonzepte bekannt, die den Einsatz
von Piezoaktoren vorsehen, da das Öffnen des Einspritzventilgliedes bei Raildrücken
von über 2000 bar einen zu großen Magnetaktor erfordern würde, um die notwendige Kraft
zu realisieren.
[0004] Eine Ausnahme von der Regel stellt der in der
DE 10 2006 015 745 A1 offenbarte Kraftstoffinjektor mit einem Magnetventil zur direkten Steuerung des Einspritzventilgliedes
dar. Über das Magnetventil kann ein Ablaufkanal eines ersten Steuerraumes geöffnet
oder geschlossen werden, der über eine Zulaufdrossel mit Systemdruck beaufschlagt
ist. Um die prinzipbedingten langen Öffnungs- und Schließzyklen in Bezug auf das Einspritzventilglied
zu verkürzen, wird vorgeschlagen, das Magnetventil durch einen zusätzlichen Bypass,
der den Ablaufkanal mit einem Hochdruckanschluss verbindet, zu umgehen. Dennoch bedingt
auch das hierin offenbarte Injektorkonzept das Abführen einer bestimmten Absteuermenge
über einen niederdruckseitigen Ablauf.
[0005] Aus der
DE 10 2005 015 732 A1 ist ein Kraftstoffinjektor bekannt, bei dem die Düsennadel mit Hilfe eines Piezoaktors
bewegt wird, wobei zur Kraftübertragung vom Piezoaktor auf die Düsennadel ein hydraulischer
Koppler vorgesehen ist. Der hydraulische Koppler weist dabei zwei Kopplervolumina
auf, die hydraulisch koppelbar sind.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kraftstoffinjektor
mit direkter Steuerung des Einspritzventilgliedes unter Verwendung eines Magnetaktors
bereit zu stellen, der rücklaufmengenfrei betrieben werden kann und zudem schnellschaltend
ist. Zudem soll der Kraftstoffinjektor kompaktbauend und kostengünstig herstellbar
sein.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe wird ein Kraftstoffinjektor mit den Merkmalen des Anspruchs
1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen
angegeben.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Der vorgeschlagene Kraftstoffinjektor weist einen Magnetaktor zur direkten Steuerung
eines vorzugsweise nadelförmigen Einspritzventilgliedes auf, über dessen Hubbewegung
wenigstens eine Einspritzöffnung freigebbar und verschließbar ist. Der Magnetaktor
umfasst ein hubbewegliches Ankerelement zur Steuerung des Steuerdrucks in einem Steuervolumen,
das in axialer Richtung von einer am Einspritzventilglied ausgebildeten hydraulischen
Wirkfläche A
1 begrenzt wird. Erfindungsgemäß liegt der hydraulischen Wirkfläche A
1 des Einspritzventilgliedes innerhalb einer das Einspritzventilglied zumindest teilweise
aufnehmenden Führungsbohrung sowohl eine am Ankerelement ausgebildete hydraulische
Wirkfläche A
2, als auch eine an einem hydraulischen Übersetzer ausgebildete hydraulische Wirkfläche
A
3 gegenüber, welche mit der hydraulischen Wirkfläche A
1 des Einspritzventilgliedes über das Steuervolumen hydraulisch koppelbar ist. Die
hydraulische Wirkfläche A
3 ist ferner zugleich als Anschlagfläche ausgebildet und ermöglicht eine mechanische
Kopplung des hydraulischen Übersetzers mit dem Einspritzventilglied. Bevorzugt erfolgt
die hydraulische und/oder mechanische Kopplung des Einspritzventilgliedes mit dem
Ankerelement und/oder dem hydraulischen Übersetzer zeitlich versetzt, so dass über
das jeweils hydraulisch wirksame Wirkflächenverhältnis eine Kraft- oder Wegverstärkung
bzw. eine 1/1-Übersetzung der Aktorkraft erzielt wird.
[0009] Vorzugsweise ist während einer ersten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes
die am Ankerelement ausgebildete hydraulische Wirkfläche A
2 mit der am Einspritzventilglied ausgebildeten hydraulischen Wirkfläche A
1 hydraulisch gekoppelt und bewirkt eine Kraftverstärkung. Die hydraulische Wirkfläche
A
2 ist demnach kleiner als die hydraulische Wirkfläche A
1 ausgelegt. Weiterhin vorzugsweise erfolgt mit Anschlagen des Einspritzventilgliedes
am hydraulischen Übersetzer ein Umschalten von einer Kraftverstärkung auf eine Wegverstärkung
oder eine 1/1-Übersetzung während einer zweiten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes.
[0010] Die Kraftverstärkung während einer ersten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes
ermöglicht den Einsatz eines herkömmlichen Magnetaktors zur direkten Steuerung des
Einspritzventilgliedes, da eine ausreichend hohe Kraft zur Überwindung der am Einspritzventilglied
anliegenden hohen Schließkraft bewirkt werden kann. Nach erstem Anheben des Einspritzventilgliedes
sinkt die anfängliche hohe Schließkraft und damit der zum Öffnen erforderliche Kraftbedarf,
da nunmehr unter hohem Druck stehender Kraftstoff auch unter das Einspritzventilglied
gelangt und der Schließkraft entgegen wirkt. Um das Einspritzventilglied nach anfänglichem
Öffnen vollständig aus seinem Sitz zu heben, gilt es nunmehr sicherzustellen, dass
der Öffnungshub des Einspritzventilgliedes ausreichend ist. Hierzu wird von einer
Kraftverstärkung auf eine Wegverstärkung bzw. eine 1/1-Übersetzung umgeschaltet. Das
Umschalten resultiert aus einer Änderung der Flächenverhältnisse der das Steuervolumen
begrenzenden hydraulischen Wirkflächen. Während die hydraulische Wirkfläche A
2 des Ankerelementes kleiner als die hydraulische Wirkfläche A
1 des Einspritzventilgliedes gewählt ist, so dass eine Kopplung über das Steuervolumen
zu einer Kraftverstärkung führt, ist die hydraulische Wirkfläche A
3 des hydraulischen Übersetzers derart groß gewählt, dass die hydraulischen Wirkflächen
A
2 und A
3 gemeinsam größer als oder zumindest gleich der hydraulischen Wirkfläche A
1 sind, so dass während einer zweiten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes
eine Wegverstärkung, zumindest jedoch eine 1/1-Übersetzung bewirkt wird. Um von einer
Kraftverstärkung auf eine Wegverstärkung oder eine 1/1-Übersetzung umzuschalten, ist
die hydraulische Wirkfläche A
3 des hydraulischen Übersetzers zugleich als Anschlagfläche ausgebildet, an welche
das Einspritzventilglied nach anfänglichem Öffnen anschlägt. Mit Anschlagen des Einspritzventilgliedes
am hydraulischen Übersetzers wird eine mechanische Kopplung bewirkt, die wiederum
zu einer Änderung der Flächenverhältnisse der hydraulischen Wirkflächen und damit
zum Umschalten von einer Kraftverstärkung auf eine Wegverstärkung bzw. eine 1/1-Übersetzung
führt.
[0011] Die Maßgabe, dass die hydraulischen Wirkflächen innerhalb einer das Einspritzventilglied
zumindest teilweise aufnehmenden Führungsbohrung ausgebildet sind, hat zur Folge,
dass der Durchmesser der Führungsbohrung den maximalen Durchmesser der hydraulischen
Wirkflächen bestimmt. Der Führungsdurchmesser hat somit auch Einfluss auf das in axialer
Richtung durch die hydraulischen Wirkflächen begrenzte Steuer- bzw. Kopplervolumen.
Um schnelle Schaltzeiten zu erreichen, gilt es das Steuer- bzw. Kopplervolumen klein
zu halten, so dass sich ein kleiner Führungsdurchmesser als vorteilhaft erweist.
[0012] Der vorgeschlagene erfindungsgemäße Kraftstoffinjektor zeichnet sich demnach zum
Einen durch den Einsatz eines herkömmlichen Magnetaktors aus, welcher beispielsweise
im Vergleich zu einem Piezoaktor kompaktbauender und kostengünstiger ist. Zum Anderen
kann eine direkte Steuerung des Einspritzventilgliedes realisiert werden, wodurch
der Systemaufwand reduziert wird. Denn es fällt keine Steuer- und/oder Leckagemenge
an, die es einem Rücklauf zuzuführen gilt. Demzufolge kann auch eine Hochdruckpumpe
mit geringerer Förderleistung eingesetzt werden. Das innerhalb einer Führungsbohrung
ausgebildete minimierte Steuervolumen gewährleistet zudem schnelle Schaltzeiten.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der hydraulische Übersetzer
eine weitere Anschlagfläche auf, mittels welcher er während der ersten Phase des Öffnungshubes
des Einspritzventilgliedes gehäuseseitig abgestützt ist. Aufgrund der Abstützung wird
während der ersten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes eine Bewegung
des hydraulischen Übersetzers verhindert, welche die Bewegung des Ankerelementes zumindest
teilweise kompensieren würde. Denn bei Bestromung des Magnetaktors bewirkt der Hub
des Ankerelementes eine Vergrö-βerung des Steuervolumens, so dass der Steuerdruck
abfällt. Der abfallende Steuerdruck hat eine Gegenbewegung des hydraulischen Übersetzers
zur Folge, so dass dieser gegen das Gehäuseteil gedrückt wird, an welchem er abgestützt
ist. Somit vermag lediglich das Einspritzventilglied den abfallenden Steuerdruck auszugleichen,
indem es von seinem Sitz abhebt.
[0014] Um den hydraulischen Übersetzers während der ersten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes
in Anlage mit dem Gehäuseteil zu halten, kann zusätzlich eine Feder vorgesehen sein,
deren Federkraft den hydraulischen Übersetzter in Richtung des Gehäuseteils beaufschlagt,
an welchem er abgestützt.
[0015] Um eine kompakte Anordnung des Ankerelementes und des hydraulischen Übersetzers zu
ermöglichen, weist der hydraulische Übersetzer vorzugsweise eine zentrale Bohrung
auf, durch welche das Ankerelement hindurch geführt ist. Das Ankerelement ist somit
zumindest teilweise im hydraulischen Übersetzer aufgenommen. Dadurch ist ferner gewährleistet,
dass die am Ankerelement und am hydraulischen Übersetzer ausgebildeten hydraulischen
Wirkflächen der hydraulischen Wirkfläche des Einspritzventilgliedes gegenüberliegend
angeordnet werden können.
[0016] Alternativ hierzu kann vorgesehen sein, dass das Ankerelement eine zentrale Bohrung
aufweist, in welcher der hydraulische Übersetzer zumindest teilweise aufgenommen ist.
[0017] Ferner bevorzugt ist wenigstens eine Feder vorgesehen, mittels welcher das Ankerelement
und/oder der hydraulische Übersetzer in Schließrichtung des Einspritzventilgliedes
von einer Druckkraft beaufschlagt wird bzw. werden. Vorzugsweise werden sowohl das
Ankerelement als auch der hydraulische Übersetzer jeweils von der Druckkraft einer
separaten Feder beaufschlagt, welche eine Rückstellung des Ankerelementes bzw. des
hydraulischen Übersetzers mit Beendigung der Bestromung des Magnetaktors bewirkt.
Die Federkraft der zur Rückstellung des hydraulischen Übersetzers vorgesehenen Feder
kann ferner dazu genutzt werden, den hydraulischen Übersetzer während der ersten Phase
des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes in Anlage mit dem Gehäuseteil zu halten,
an welchem der hydraulische Übersetzer abgestützt ist. Andererseits kann auf eine
separate Feder zur Rückstellung des hydraulischen Übersetzers verzichtet werden, wenn
beispielsweise bei Rückstellung des Ankerelementes eine Mitnahme des hydraulischen
Übersetzers erfolgt. Alternativ oder ergänzend kann die Rückstellung des Ankerelementes
auch die Mitnahme des Einspritzventilgliedes bewirken, so dass das Einspritzventilglied
über eine mechanische Kopplung mit dem Ankerelement in seinen Sitz zurückgestellt
wird. Entsprechend groß ist dann die Federkraft der Feder auszulegen, mittels welcher
das Ankerelement beaufschlagt wird. Wenigstens eine weitere Feder kann jedoch entfallen,
so dass die Anzahl der Bauteile und damit der Fertigungs- und Abstimmungsaufwand reduziert
werden.
[0018] Weiterhin bevorzugt ist die Führungsbohrung, in welcher das Einspritzventilglied
zumindest teilweise aufgenommen ist, in einem Gehäuseteil des Kraftstoffinjektors
ausgebildet. Das Gehäuseteil kann insbesondere ein Düsenkörper sein, in welchem das
Einspritzventilglied hubbeweglich geführt ist. Das innerhalb der Führungsbohrung ausgebildete
Steuervolumen wird demnach in radialer Richtung von dem Düsenkörper bzw. dem jeweiligen
Gehäuseteil begrenzt. Da das Steuervolumen in axialer Richtung nicht nur durch die
am Einspritzventilglied ausgebildete hydraulische Wirkfläche A
1 begrenzt wird, sondern auch durch die am Ankerelement und am hydraulischen Übersetzer
ausgebildeten hydraulischen Wirkflächen A
2 und A
3, setzt dies voraus, dass auch das Ankerelement und der hydraulische Übersetzer zumindest
teilweise in der Führungsbohrung des Düsenkörpers bzw. des jeweiligen Gehäuseteils
aufgenommen sind.
[0019] Alternativ kann die Führungsbohrung aber auch im hydraulischen Übersetzer ausgebildet
sein. Das Einspritzventilglied und das Ankerelement sind dann zumindest teilweise
im hydraulischen Übersetzer aufgenommen.
[0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist daher der hydraulische Übersetzer
als eine das Steuervolumen in radialer Richtung begrenzende Hülse ausgebildet, in
welcher das Einspritzventilglied und das Ankerelement zumindest teilweise aufgenommen
sind. Zur axialen Begrenzung des Steuervolumens und zur Ausbildung der hydraulischen
Wirkfläche A
3 weist die Hülse ferner bevorzugt ein Bodenteil mit einer zentralen Bohrung auf, durch
welche das Ankerelement hindurch geführt ist. Die verbleibende ringförmige Fläche
des Bodenteils bildet dabei die hydraulische Wirkfläche A
3 aus, während der Durchmesser der im Bodenteil der Hülse vorgesehenen zentralen Bohrung
den Durchmesser der am Ankerelement ausgebildeten hydraulischen Wirkfläche A
2 bestimmt. Eine dem Bodenteil gegenüberliegende ringförmige Stirnfläche der Hülse
dient dabei vorzugsweise als Anschlagfläche, mittels welcher der hydraulische Übersetzer
gehäuseseitig, vorzugsweise am Düsenkörper, abgestützt ist.
[0021] Eine kompakte Gestaltung des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors kann ferner dadurch
gewährleistet werden, dass die hubbeweglichen Teile Einspritzventilglied, Ankerelement
und hydraulischer Übersetzer koaxial zueinander angeordnet sind. Bei einer entsprechenden
Anordnung der hubbeweglichen Teile erweist sich des Weiteren ein zentrale Kraftstoffzuführung
innerhalb des Kraftstoffinjektors als vorteilhaft, welche eine seitlich angeordnete
separate Kraftstoffzuleitung entbehrlich macht. Dies wiederum ermöglicht einen durchgehend
rotationssymmetrisch ausgebildeten Querschnitt des Kraftstoffinjektors mit minimierten
Wandungsstärken, da umlaufend ein gleich hoher Kraftstoffdruck anliegt.
[0022] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird daher vorgeschlagen, dass der
als Hülse ausgebildete hydraulische Übersetzer umfangseitig mehrere, vorzugsweise
äquidistante Durchbrechungen aufweist, mittels welcher eine zur Einspritzöffnung führende,
zentral angeordnete Hochdruckbohrung mit einer Hochdruckzuführung hydraulisch verbunden
ist. Die Durchbrechungen können beispielsweise im Bereich der stirnseitigen Anschlagfläche
ausgebildet sein, mittels welcher der hülsenförmige hydraulische Übersetzer gehäuseseitig,
vorzugsweise am Düsenkörper, abgestützt ist. Eine äquidistante Anordnung der umfangseitig
angeordneten Durchbrechungen gewährleistet einen gleichmäßigen Kraftstofffluss und
dementsprechend eine gleichmäßige Druckverteilung. Der Kraftstoffinjektor kann somit
einen rotationssymmetrischen Querschnitt mit minimierten Wandungsstärken aufweisen,
so dass eine besonders kom-paktbauende Gestaltung des Kraftstoffinjektors möglich
ist. Alternativ können die ursprünglichen Abmessungen auch beibehalten werden, so
dass der Kraftstoffinjektor für höhere Systemdrücke geeignet ist.
[0023] Weiterhin bevorzugt ist der hydraulische Übersetzer zwei- oder mehrteilig aufgebaut
und umfasst wenigstens eine Hülse und eine Scheibe. Eine zumindest zweiteilige Ausführungsform
des hydraulischen Übersetzers vereinfacht dessen Fertigung, da die zur Begrenzung
des Steuervolumens vorgesehenen Oberflächen leicht zugänglich und damit leicht zu
bearbeiten sind. Die Scheibe dient vorzugsweise als Bodenteil, das auf der Hülse aufliegt
und die hydraulische Wirkfläche A
3 ausbildet. Im Unterschied zu einer einstückig ausgebildeten Hülse mit festem Bodenteil
vermag sich die Scheibe von der Hülse zu lösen, so dass die jeweiligen Kontaktflächen
an der Scheibe und der Hülse einen weiteren Dichtsitz ausbilden, über welche ggf.
eine Entlastung des Steuervolumens bewirkt werden kann.
[0024] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher beschrieben. Diese zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform,
- Fig. 2
- einen schematischen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform,
- Fig. 3
- einen schematischen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform,
- Fig. 4
- einen schematischen Längsschnitt durch eine vierte Ausführungsform und
- Fig. 5
- einen schematischen Längsschnitt durch eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Kraftstoffinjektors.
[0025] Sämtliche in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Ausführungsformen eines erfindungsgemä-βen
Kraftstoffinjektors weisen einen Magnetaktor 1 zur Betätigung eines Einspritzventilgliedes
2 auf. Der Magnetaktor 1 ist jeweils in einem Injektorkörper 20 des Kraftstoffinjektors
aufgenommen, an den ein Düsenkörper als weiteres Gehäuseteil 14 angesetzt ist. Der
Düsenkörper 14 weist eine Hochdruckbohrung 17 auf, in welcher das Einspritzventilglied
2 zur Freigabe und zum Verschließen wenigstens einer Einspritzöffnung 3 hubbeweglich
geführt ist.
[0026] Zur Betätigung des Einspritzventilgliedes 2 weist jeder der Magnetaktoren 1 der Ausführungsformen
der Fig. 1 bis 5 ein hubbeweglich gelagertes Ankerelement 4 auf, das bei einer Bestromung
des Magnetaktors 1 mittels Magnetkraft in Öffnungsrichtung des Einspritzventilgliedes
2 bewegt wird. Die Bewegung des Ankerelementes 4 bewirkt einen Abfall des Steuerdrucks
in einem Steuervolumen 5, der das Einspritzventilglied 2 in Schließrichtung beaufschlagt.
Mit Unterschreiten eines bestimmten Steuerdrucks folgt das Einspritzventilglied 2
der Bewegung des Ankerelementes 4 und hebt von seinem Dichtsitz ab. Das Steuervolumen
5 dient somit als Kopplervolumen, über welches das Einspritzventilglied 2 und das
Ankerelement 4 hydraulisch koppelbar sind. Die jeweils das Steuervolumen 5 in axialer
Richtung begrenzenden Flächen des Einspritzventilgliedes 2 und des Ankerelementes
4 dienen dabei als hydraulische Wirkflächen, wobei die der hydraulischen Wirkfläche
A
1 des Einspritzventilgliedes 2 gegenüberliegende hydraulische Wirkfläche A
2 des Ankerelementes 4 kleiner gewählt ist, um eine Kraftverstärkung während einer
ersten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes 2 zu bewirken. Während einer
zweiten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes 2 erfolgt eine Wegverstärkung
bzw. eine 1/1-Übersetzung, da nach erstem Anheben, das Einspritzventilglied 2 auf
einen hydraulischen Übersetzer 7 mit einer das Steuervolumen 5 begrenzenden hydraulischen
Wirkfläche A
3 trifft. Die hydraulische Wirkfläche A
3 des hydraulischen Übersetzers 7 ist zugleich als Anschlagfläche 8 ausgebildet, über
welche eine mechanische Kopplung des hydraulischen Übersetzers 7 mit dem Einspritzventilglied
2 bei dessen Auftreffen erfolgt. Die mechanische Kopplung bewirkt eine Änderung des
Flächenverhältnisses der hydraulischen wirksamen Flächen, so dass sich nunmehr die
Flächen A
2 und A
3 ergänzen und eine Wegverstärkung bzw. eine 1/1-Übersetzung bewirken.
[0027] Die das Steuervolumen 5 in axialer Richtung begrenzenden hydraulischen Wirkflächen
liegen sich innerhalb einer Führungsbohrung 6 gegenüber, welche in einem Gehäuseteil
14, vorzugsweise im Düsenkörper des Kraftstoffinjektors, oder im hydraulischen Übersetzer
7 ausgebildet ist. Hierin unterscheiden sich die in den Fig. 1 bis 5 dargestellten
Ausführungsformen. Allen Ausführungsformen gemein ist jedoch, dass der Durchmesser
der Führungsbohrung 6 zugleich den maximalen Durchmesser der hydraulischen Wirkflächen
und damit die radialen Abmessungen des Steuervolumens 5 bestimmt. Die Führungsbohrung
6 hilft demnach das Steuervolumen zu minimieren, so dass schnell ansprechende bzw.
schaltende Kraftstoffinjektoren realisiert werden.
[0028] Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors
ist die das Steuervolumen 5 aufnehmende Führungsbohrung 6 im Düsenkörper 14 ausgebildet.
Das Einspritzventilglied 2 ist vollständig in dieser Führungsbohrung 6 aufgenommen.
Die der Einspritzöffnung 3 abgewandte Stirnfläche des Einspritzventilgliedes 2 dient
als hydraulische Wirkfläche A
1, welche das Steuervolumen 5 in axialer Richtung begrenzt. Innerhalb der Führungsbohrung
6 liegen der hydraulischen Wirkfläche A
1 weitere das Steuervolumen in axialer Richtung begrenzende Wirkflächen gegenüber,
nämlich eine am Ankerelement 4 ausgebildete kreisrunde hydraulische Wirkfläche A
2 und eine am hydraulischen Übersetzer 7 ausgebildete ringförmige hydraulische Wirkfläche
A
3, da das Ankerelement 4 in einer zentralen Bohrung 10 des hydraulischen Übersetzers
7 aufgenommen ist. Der vorliegend scheibenförmig ausgebildete hydraulische Übersetzer
7 ist ferner über eine Anschlagfläche 9 am Düsenkörper 14 abgestützt.
[0029] Zum Freigeben der wenigstens einen Einspritzöffnung 3 durch einen Öffnungshub des
Einspritzventilgliedes 2 wird der Magnetaktor 1 bestromt. Das Ankerelement 4 wird
entgegen der Federkraft einer Feder 12 nach oben in Richtung des Magnetaktors 1 bewegt.
Mit der Bewegung des Ankerelementes 4 vergrößert sich das Steuervolumen 5 und der
Steuerdruck im Steuervolumen 5 wird reduziert. Aufgrund der im Steuervolumen 5 vorherrschenden
Druckverhältnisse wird der am Düsenkörper 14 anliegende hydraulische Übersetzer 7
an den Düsenkörper 14 gedrückt und dichtet somit das Steuervolumen 5 in radialer Richtung
ab. Mit weiterem Druckabfall im Steuervolumen 5 folgt das Einspritzventilglied 2 der
Bewegung des Ankerelementes 4 und hebt von seinem Dichtsitz ab. Das Flächenverhältnis
der am Ankerelement 4 und an dem Einspritzventilglied 2 ausgebildeten hydraulisch
wirksamen Flächen bestimmt in dieser ersten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes
2 die Kraft- bzw. Wegübersetzung. Durch die der hydraulischen Wirkfläche A
1 des Einspritzventilgliedes 2 gegenüberliegende kleinere hydraulische Wirkfläche A
2 des Ankerelementes 4 ergibt sich eine Kraftverstärkung, die allerdings mit einer
proportionalen Wegreduzierung verbunden ist. Somit kann zunächst lediglich ein erster
kleiner Hub des Einspritzventilgliedes 2 realisiert werden. Ein durch den ersten Hub
erhöhter Druck unterhalb des Einspritzventilgliedes 2 verringert die zur weiteren
Öffnung benötigte Kraft, so dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt möglich ist, von
der Kraftverstärkung auf eine Wegverstärkung bzw. eine 1/1-Übersetzung umzuschalten.
Dazu schlägt bei einem wählbaren Hub das Einspritzventilgliedes 2 an der Anschlagfläche
8 des hydraulischen Übersetzers 7 an. Eine geeignete Dichtgeometrie der Kontaktflächen
verhindert, dass Kraftstoff radial in das Steuervolumen 5 nachgesaugt wird. Dies führt
zu einer Gleichschaltung des Wegs bei gleichzeitiger Kraftminderung, wodurch bei weiterem
Hub des Ankerelementes 4 der hydraulische Übersetzer 7 vom Düsenkörper 14 abhebt und
der Verbund aus Einspritzventilglied 2 und hydraulischem Übersetzer 7 vom Ankerelement
4 während dieser zweiten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes 2 mitgenommen
wird. Das Schließen des Kraftstoffinjektors erfolgt mit Beendigung der Bestromung
des Magnetaktors 1 in umgekehrter Richtung, wobei die das Ankerelement 4 beaufschlagende
Feder 12 die Rückstellung des Ankerelementes 4 und eine den hydraulischen Übersetzer
7 beaufschlagende Feder 13 die Rückstellung des hydraulischen Übersetzers 7 bewirkt.
Die Feder 13 dient dabei lediglich der Positionierung des hydraulischen Übersetzers
7 und soll im Vergleich zu den hydraulischen Kräften keine Kraftunterstützung bieten.
Die Feder 13 kann daher schwach ausgelegt sein. Anders verhält es sich mit der Feder
12, welche das Ankerelement 4 mit einer Druckkraft beaufschlagt, da bei Rückstellung
des Ankerelementes 4 dieses auf das Einspritzventilglied 2 auftrifft und im Wege einer
mechanischen Kopplung gegen den Dichtsitz zurückstellt.
[0030] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 unterscheidet sich von dem der Fig. 1 dadurch,
dass das Ankerelement 4 hülsenförmig mit einer zentralen Bohrung 11 zur Aufnahme eines
kolbenförmigen hydraulischen Übersetzers 7 ausgebildet ist. Aufgrund der gewählten
Flächenverhältnisse wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel ein initialer kraftverstärkender
Hub während einer ersten Phase realisiert. Der hydraulische Übersetzer 7 wird von
einer weichen Feder 13 in seiner Ausgangslage gehalten, wobei die Feder 13 an einem
am Ankerelement 4 aufliegenden scheibenförmigen Stützkörper 22 abgestützt ist. Der
scheibenförmige Stützkörper 22 ist zudem mittels einer Feder 12 gegenüber dem Ankerelement
4 vorgespannt, welche zugleich der Rückstellung des Ankerelementes 4 bei Beendigung
der Bestromung des Magnetaktors 1 dient. Schlägt das Einspritzventilglied 2 während
seines Öffnungshubes am kolbenförmig ausgebildeten hydraulischen Übersetzer 7 an,
wird der Verbund bestehend aus Einspritzventilglied 2 und hydraulischem Übersetzer
7 vom Ankerelement 4 mitgenommen, so dass ein Umschalten von der Kraftverstärkung
auf eine Wegverstärkung bzw. eine 1/1-Übersetzung erfolgt.
[0031] Bei dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors
kommt eine wegverstärkende Hülse 15 als hydraulischer Übersetzer 7 zum Einsatz, welche
das Steuervolumen 5 sowohl in axialer als auch in radialer Richtung begrenzt. Das
Steuervolumen 5 bzw. die Führungsbohrung 6 wird somit innerhalb der Hülse 15 ausgebildet.
Die Hülse 15 ist ferner stirnseitig am Düsenkörper 14 abgestützt, so dass das Steuervolumen
5 außerhalb des Düsenkörpers 14 zu liegen kommt. Eine Radialabdichtung im Bereich
des Düsenkörpers 14 kann demnach entfallen, wodurch die Fertigung vereinfacht wird.
[0032] Den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 3 ist gemein, dass der unter hohem Druck stehende
Kraftstoff über eine seitliche angeordnete Hochdruckzuleitung 21 der wenigstens einen
Einspritzöffnung 3 zugeführt wird. Durch die seitlich angeordnete Hochdruckzuleitung
21 wird der Düsenkörper 14 geschwächt, so dass dieser verstärkt werden muss.
[0033] Um den erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektor weiter zu optimieren, insbesondere die
Wandstärken der Gehäuseteile 14 und 20 zu reduzieren und damit den Kraftstoffinjektor
kompakter und leichter zu gestalten, wird daher gemäß den Ausführungsbeispielen der
Fig. 4 und 5 ferner eine zentral angeordnete Hochdruckzuführung 18 vorgeschlagen.
Eine seitlich angeordnete Hochdruckzuleitung 21 sowie deren Verschneidung mit einer
im Düsenkörper 14 ausgebildeten Hochdruckbohrung 17 ist somit entbehrlich. Demzufolge
kann auch eine kostenintensive ECM-Bearbeitung entfallen. Die zentrale Anordnung der
Hochdruckzuführung 18 führt ferner zu einer Erhöhung der Druckschwellfestigkeit der
Gehäuseteile 14 und 20 des Kraftstoffinjektors. Zudem wird die Hochdruckabdichtung
zwischen den Gehäuseteilen 14 und 20 aufgrund der symmetrischen Fluidführung und einer
damit einhergehenden gleichmäßigen Druckkraftverteilung vereinfacht. Da der hydraulische
Übersetzer 7 vollständig von kühlem Kraftstoff umströmt wird, wird des Weiteren eine
verbesserte Kühlung des Steuervolumens 5 bewirkt.
[0034] Um die zentral angeordnete Hochdruckzuführung 18 mit der Hochdruckbohrung 17 des
Düsenkörpers 14 zu verbinden, weist der hülsenförmig ausgebildete hydraulische Übersetzer
7 der Ausführungsformen der Fig. 4 und 5 umfangseitig gleichmäßig verteilt angeordnete
Durchbrechungen 16 auf, durch welche der Kraftstoff aus der Hochdruckzuführung 18
in die Hochdruckbohrung 17 strömen kann.
[0035] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 5 unterscheidet sich von dem der Fig. 4 lediglich
dadurch, dass der hydraulische Übersetzer 7 zweiteilig ausgebildet ist und eine Hülse
15 als erstes Teil sowie eine auf der Hülse 15 aufliegende Scheibe 19 zur axialen
Begrenzung des Steuervolumens 5 umfasst. Bei einer positiven Druckdifferenz zwischen
dem Steuerdruck des Steuervolumens 5 und dem außen an der Hülse 15 anliegenden Kraftstoffdruck
- beispielsweise beim Schließhub des Einspritzventilgliedes 2 - kann die Scheibe 19
von der Hülse 15 abheben, um auf diese Weise die Druckdifferenz schneller auszugleichen.
Ferner wird ein Kraftstoffaustausch des Steuervolumens 5 gewährleistet, der einer
Alterung des Kraftstoffs im Steuervolumen 5 entgegen wirkt, so dass die Gefahr eines
Verklebens der beweglichen Bauteile vermindert wird. Zudem kann die Bearbeitung der
Führungsbohrung 6, d.h. des Innendurchmessers der Hülse 15 vereinfacht werden, da
die Bearbeitung mittels Honen mit Werkzeugauslauf erfolgen kann.
[0036] Die in den Fig. 4 und 5 beispielhaft gezeigte rotationssymmetrische Fluidführung
ist auch auf die anderen dargestellten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors
übertragbar. Grundsätzlich gilt es hierzu lediglich eine hydraulische Verbindung einer
zentralen Hochdruckzuführung 18 mit einer im Düsenkörper 14 angeordneten Hochdruckbohrung
17 sicherzustellen. Hierzu sind im hülsenförmig ausgebildeten und das Steuervolumen
5 in radialer Richtung begrenzenden Körper, d.h. im hydraulischen Übersetzer 7 oder
im Ankerelement 4, umfangseitig verteilt angeordnete Durchbrechungen 16 vorzusehen.
1. Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine
mit einem Magnetaktor (1) zur direkten Steuerung eines vorzugsweise nadelförmigen
Einspritzventilgliedes (2), über dessen Hubbewegung wenigstens eine Einspritzöffnung
(3) des Kraftstoffinjektors freigebbar und verschließbar ist, wobei der Magnetaktor
(1) ein hubbewegliches Ankerelement (4), zur Steuerung des Steuerdrucks in einem Steuervolumen
(5) umfasst, das in axialer Richtung von einer am Einspritzventilglied (2) ausgebildeten
hydraulischen Wirkfläche A1 begrenzt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulischen Wirkfläche A1 des Einspritzventilgliedes (2) innerhalb einer das Einspritzventilglied (2) zumindest
teilweise aufnehmenden Führungsbohrung (6) sowohl eine am Ankerelement (4) ausgebildete
hydraulische Wirkfläche A2, als auch eine an einem hydraulischen Übersetzer (7) ausgebildete hydraulische Wirkfläche
A3 gegenüberliegt, welche mit der hydraulischen Wirkfläche A1 des Einspritzventilgliedes (2) über das Steuervolumen (5) hydraulisch koppelbar sind,
wobei die hydraulische Wirkfläche A3 zugleich als Anschlagfläche (8) ausgebildet ist und eine mechanische Kopplung des
hydraulischen Übersetzers (7) mit dem Einspritzventilglied (2) ermöglicht.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass während einer ersten Phase des Öffnungshubes des Einspritzventilgliedes (2) die am
Ankerelement (4) ausgebildete hydraulische Wirkfläche A2 mit der am Einspritzventilglied (2) ausgebildeten hydraulischen Wirkfläche A1 hydraulisch gekoppelt ist und eine Kraftverstärkung bewirkt und, dass mit Anschlagen
des Einspritzventilgliedes (2) am hydraulischen Übersetzer (7) ein Umschalten von
einer Kraftverstärkung auf eine Wegverstärkung oder eine 1/1-Übersetzung während einer
zweiten Phase des Öffnungshubes erfolgt.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Übersetzer (7) eine weitere Anschlagfläche (9) aufweist, mittels
welcher der hydraulische Übersetzer (7) während der ersten Phase des Öffnungshubes
des Einspritzventilgliedes (2) gehäuseseitig abgestützt ist.
4. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Übersetzer (7) eine zentrale Bohrung (10) aufweist, durch welche
das Ankerelement (4) hindurch geführt ist.
5. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (4) eine zentrale Bohrung (11) aufweist, in welcher der hydraulische
Übersetzer (7) zumindest teilweise aufgenommen ist.
6. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Feder (12, 13) vorgesehen ist, mittels welcher das Ankerelement (4)
und/oder der hydraulische Übersetzer (7) in Schließrichtung des Einspritzventilgliedes
(2) von einer Druckkraft beaufschlagt wird bzw. werden.
7. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbohrung (6) in einem Gehäuseteil (14) oder im hydraulischen Übersetzer
(7) ausgebildet ist.
8. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Übersetzer (7) als eine das Steuervolumen (5) in radialer Richtung
begrenzende Hülse (15) ausgebildet ist, in welcher das Einspritzventilglied (2) und
das Ankerelement (4) zumindest teilweise aufgenommen sind.
9. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der als Hülse (15) ausgebildete hydraulische Übersetzer (7) umfangseitig mehrere,
vorzugsweise äquidistante Durchbrechungen (16) aufweist, mittels welcher eine zur
Einspritzöffnung (3) führende, zentral angeordnete Hochdruckbohrung (17) mit einer
Hochdruckzuführung (18) hydraulisch verbunden ist.
10. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Übersetzer (7) zwei- oder mehrteilig aufgebaut ist und wenigstens
eine Hülse (15) und eine Scheibe (19) umfasst.
1. Fuel injector for injecting fuel into a combustion chamber of an internal combustion
engine, having a solenoid actuator (1) for directly controlling an injection valve
element (2) which is preferably of needle-like form and by means of the stroke movement
of which at least one injection orifice (3) of the fuel injector can be opened up
and closed off, wherein the solenoid actuator (1) comprises an armature element (4),
which can perform a stroke movement, for controlling the control pressure in a control
volume (5) which is delimited in an axial direction by a hydraulic effective surface
A1 formed on the injection valve element (2),
characterized in that, within a guide bore (6) that at least partially accommodates the injection valve
element (2), both a hydraulic effective surface A2 formed on the armature element (4) and also a hydraulic effective surface A3 formed on a hydraulic transmitter (7) are situated opposite the hydraulic effective
surface A1 of the injection valve element (2), which hydraulic effective surfaces A2 and A3 can be hydraulically coupled to the hydraulic effective surface A1 of the injection valve element (2) via the control volume (5), wherein the hydraulic
effective surface A3 is simultaneously formed as an abutment surface (8) and permits mechanical coupling
of the hydraulic transmitter (7) to the injection valve element (2) .
2. Fuel injector according to Claim 1,
characterized in that, during a first phase of the opening stroke of the injection valve element (2), the
hydraulic effective surface A2 formed on the armature element (4) is hydraulically coupled to the hydraulic effective
surface A1 formed on the injection valve element (2) and effects a force-boosting action, and
in that, when the injection valve element (2) abuts against the hydraulic transmitter (7),
a switch takes place from force boosting to travel boosting, or a 1/1 transmission
ratio, during a second phase of the opening stroke.
3. Fuel injector according to Claim 1 or 2, characterized in that the hydraulic transmitter (7) has a further abutment surface (9) by which the hydraulic
transmitter (7) is supported on a housing during the first phase of the opening stroke
of the injection valve element (2).
4. Fuel injector according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the hydraulic transmitter (7) has a central bore (10) through which the armature
element (4) is guided.
5. Fuel injector according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the armature element (4) has a central bore (11) in which the hydraulic transmitter
(7) is at least partially accommodated.
6. Fuel injector according to one of the preceding claims,
characterized in that at least one spring (12, 13) is provided which exerts a pressure force on the armature
element (4) and/or on the hydraulic transmitter (7) in the closing direction of the
injection valve element (2).
7. Fuel injector according to one of the preceding claims, characterized in that the guide bore (6) is formed in a housing part (14) or in the hydraulic transmitter
(7).
8. Fuel injector according to one of the preceding claims,
characterized in that the hydraulic transmitter (7) is in the form of a sleeve (15) which delimits the
control volume (5) in a radial direction and in which the injection valve element
(2) and the armature element (4) are at least partially accommodated.
9. Fuel injector according to Claim 8,
characterized in that the hydraulic transmitter (7) which is in the form of a sleeve (15) has, on the circumference,
multiple preferably equidistant apertures (16) by means of which a centrally arranged
high-pressure bore (17) that leads to the injection opening (3) is hydraulically connected
to a high-pressure supply (18).
10. Fuel injector according to one of the preceding claims,
characterized in that the hydraulic transmitter (7) is of two-part or multi-part construction and comprises
at least one sleeve (15) and one disc (9) .
1. Injecteur de carburant pour injecter du carburant dans une chambre de combustion d'un
moteur à combustion interne, comprenant un actionneur magnétique (1) pour la commande
directe d'un organe de soupape d'injection (2) de préférence en forme d'aiguille,
au moyen du mouvement de course duquel au moins une ouverture d'injection (3) de l'injecteur
de carburant peut être libérée et peut être fermée, l'actionneur magnétique (1) comportant
un élément d'armature (4) pouvant être animé d'un mouvement de course pour la commande
de la pression de commande dans un volume de commande (5) qui est limité dans la direction
axiale par une surface active hydraulique A1 réalisée sur l'organe de soupape d'injection (2),
caractérisé en ce que la surface active hydraulique A1 de l'organe de soupape d'injection (2) est, à l'intérieur d'un alésage de guidage
(6) recevant au moins partiellement l'organe de soupape d'injection (2), en regard
à la fois d'une surface active hydraulique A2 réalisée sur l'élément d'armature (4) et d'une surface active hydraulique A3 réalisée sur un convertisseur hydraulique (7), lesquelles peuvent être accouplées
hydrauliquement à la surface active hydraulique A1 de l'organe de soupape d'injection (2) par le biais du volume de commande (5), la
surface active hydraulique A3 étant en même temps réalisée sous forme de surface de butée (8) et permettant un
accouplement mécanique du convertisseur hydraulique (7) à l'organe de soupape d'injection
(2).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, pendant une première phase de la course d'ouverture de l'organe de soupape d'injection
(2), la surface active hydraulique A2 réalisée sur l'élément d'armature (4) est accouplée hydrauliquement à la surface
active hydraulique A1 réalisée sur l'organe de soupape d'injection (2) et provoque une amplification de
force et en ce que, lorsque l'organe de soupape d'injection (2) vient en butée contre le convertisseur
hydraulique (7), une commutation d'une amplification de force à une amplification
de course ou un rapport 1/1 s'effectue pendant une deuxième phase de la course d'ouverture.
3. Injecteur de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le convertisseur hydraulique (7) comprend une surface de butée (9) supplémentaire
au moyen de laquelle le convertisseur hydraulique (7) est supporté du côté du boîtier
pendant la première phase de la course d'ouverture de l'organe de soupape d'injection
(2).
4. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le convertisseur hydraulique (7) comprend un alésage central (10) à travers lequel
est guidé l'élément d'armature (4).
5. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'élément d'armature (4) comprend un alésage central (11) dans lequel le convertisseur
hydraulique (7) est au moins partiellement reçu.
6. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un ressort (12, 13) est prévu, au moyen duquel l'élément d'armature (4) et/ou
le convertisseur hydraulique (7) est/sont sollicité(s) par une force de compression
dans la direction de fermeture de l'organe de soupape d'injection (2).
7. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'alésage de guidage (6) est réalisé dans une partie de boîtier (14) ou dans le convertisseur
hydraulique (7).
8. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le convertisseur hydraulique (7) est réalisé sous forme de douille (15) limitant
le volume de commande (5) dans la direction radiale, dans laquelle sont reçus au moins
partiellement l'organe de soupape d'injection (2) et l'élément d'armature (4).
9. Injecteur de carburant selon la revendication 8,
caractérisé en ce que le convertisseur hydraulique (7) réalisé sous forme de douille (15) comprend, du
côté périphérique, plusieurs orifices (16) de préférence équidistants au moyen desquels
un alésage haute pression (17) disposé centralement et menant jusqu'à l'ouverture
d'injection (3) est relié hydrauliquement à une alimentation haute pression (18) .
10. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le convertisseur hydraulique (7) est construit en deux ou plusieurs parties et comporte
au moins une douille (15) et un disque (19).