[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Förderung breiiger Massen mit einer Pumpvorrichtung,
die eine Kolbenpumpe mit mindestens zwei Zylindern mit jeweils einem Kolben aufweist,
bei der jeder Zylinder über eine ihm zugeordnete Einlassöffnung mit einem Vorfüllbehälter
und bei der jeder Zylinder über eine ihm zugeordnete Auslassöffnung mit einer Förderleitung
verbunden ist. Ferner betrifft die Erfindung eine Pumpvorrichtung zur Förderung breiiger
Massen mit einer Kolbenpumpe mit einem Zylinder, der einen Kolben aufweist und der
über eine Einlassöffnung, die durch einen Einlassschieber verschlossen werden kann,
mit einem Vorfüllbehälter verbunden ist.
[0002] Bei der Förderung von Beton werden Pumpvorrichtungen eingesetzt, die regelmäßig aus
Kolbenpumpen gebildet werden, die zwei Zylinder aufweisen, die jeweils einen Kolben
aufweisen. Die Zylinder beziehen die zu fördernde breiige Masse in einem sogenannten
Saughub aus einem Vorfüllbehälter und fördern danach die angesogene breiige Masse
in einem sogenannten Pumphub in eine an die Kolbenpumpe anschließende Förderleitung.
Dabei werden die Kolben der beiden Zylinder gegenläufig betrieben, um möglichst gleichmäßig
breiige Masse in die Förderleitung zu fördern. Die Förderleitung einer solchen Pumpvorrichtung
kann eine beachtliche Länge annehmen. Häufig ist sie Teil eines Kranauslegers und
dient zur Förderung der breiigen Masse von dem Standort der Pumpvorrichtung zu entlegenen
Enden der Baustelle. Die Länge der Förderleitung bringt mit sich, dass bereits kleinste
Unterbrechungen des Förderflusses der breiigen Masse aufgrund der Massenträgheit zu
erheblichen Schwenkbewegungen der Förderleitung führen. Man ist deshalb bestrebt,
Verfahren zu entwickeln, die eine kontinuierliche Förderung der breiigen Masse erlaubt.
[0003] Aus der Praxis sind Verfahren zur Förderung breiige Masse bekannt, von denen behauptet
wird, dass sie kontinuierlich fördern. Analysiert man jedoch den Förderweg der breiigen
Masse von dem Zylinderinnerraum, aus dem sie mittels des Kolbens gedrückt wird, bis
zum Auslassende der Förderleitung, so erkennt man, dass auch bei diesen aus der Praxis
bekannten Verfahren zwar eine verbesserte Gleichmäßigkeit der Förderung möglich ist,
eine kontinuierlichen Förderung jedoch nicht stattfindet. Auch bei diesen Pumpvorrichtungen
sind in dem Förderweg der breiigen Masse Bauelemente, insbesondere Ventile, angeordnet,
deren Ventilkörper in einer geschlossenen Stellung in einer breiige Masse verdrängenden
Position angeordnet sind, während der Ventilkörper in einer Öffnungsstellung aus den
für die Förderung der breiigen Masse vorgesehenen Förderraum herausgenommen wird.
Dadurch entsteht bei jeder Öffnung eine Lücke im Förderstrom. Diese Lücke wird gefüllt,
in dem breiige Masse, die sich bereits stromabwärts dieser Lücke befindet, zurücksackt.
Dies geht zu Lasten der gleichmäßigen Förderung der breiigen Masse in die Förderrichtung,
so dass von einer echten kontinuierlichen Förderung der breiigen Masse nicht gesprochen
werden kann.
[0004] Mit einer 2-Zylinder Kolbenpumpe für die kontinuierliche Förderung von Beton gemäß
der
DE 42 08 754 A1 wird eine echte kontinuierliche Förderung erreicht. Es zeigte sich jedoch ein nicht
akzeptabel hoher Verschleiß an der Öffnung des Schwenkrohres (dort: 104) und an den
dort seitlich befestigten Schieberplatten (dort:101, 102) einerseits und andererseits
an der sogenannten Brillenplatte, auf der die Öffnung des Schwenkrohres mit den Schieberplatten
dichtend entlang gleitet. Es wurde deutlich, dass das Schalten unter Last mit dieser
Anordnung folgende ungelöste Probleme verursachte:
- 1) Die abrasiven, feinkörnigen Bestandteile des Betons wurden durch den kontinuierlich
aufrecht erhaltenen Förderdruck beim Schaltvorgang in die Dichtspalte hineingedrückt.
Dabei verursachten sie einen hohen Schaltwiderstand des Schiebers, der noch durch
die sehr langen Schaltwege des Schiebers zu einem bei den üblichen diskontinuierlichen
Pumpen unbekannt hohen Verschleiß führte.
- 2) Aus Punkt 1.) ergibt sich eine sehr hohe Antriebsarbeit, d.h. eine erforderliche
sehr hohe Schaltleistung während eines längeren Zeitraums.
[0005] Mit der Patentanmeldung, die zu
EP 1 003 909 B1 wurde, wird eine kontinuierlich fördernde 2-Zylinder-Betonpumpe mit insgesamt 2 Schiebern
vorgeschlagen, bei der ein Schieber bei "Gleichdruck" und der andere bei "Nulldruck"
schaltet. Bei dem mit Gleichdruck schaltenden Schieber wird vor dem Schaltvorgang
durch Kompression des ausgesaugten Betons innerhalb des Schwenkrohres der gleiche
Druck erzeugt, wie er dauernd außerhalb des Schwenkrohres im Druckgehäuse und der
weiter führenden Förderleitung herrscht. An der auf der Innenseite des Druckgehäuses
entlang gleitenden Mündungsöffnung des Schwenkrohres herrscht deshalb keine Druckdifferenz
zwischen Innen- und Außenseite. Deshalb werden feine, abrasive Bestandteile des Betons
nicht durch eine hydrostatische Druckdifferenz in die Gleitspalte gepresst. Vielmehr
herrscht ein Zustand, der einem drucklosen Zustand sehr ähnlich ist.
[0006] Das Absperrventil in der Saugleitung vom Vorfüllbehälter zum Schwenkrohr öffnet erst
nach Entspannen des Betons durch den Saughub und schließt vor dem Kompressionsvorgang
für den angesaugten Beton. Die Schaltvorgänge dieses Saugschiebers erfolgen deshalb
ohne hydrostatischen Druck im Beton ("Nulldruck"). Diesen eindrucksvollen Vorteilen
der hier beschriebenen Bauart der
EP 1 003 909 B1 stehen folgende Nachteile gegenüber:
Das Druckgehäuse ist sehr groß, bei einem heute üblichen maximalen Betondruck von
ca. 90 bar sehr schwer und nur mit erheblichen Montageaufwand zu reinigen. Besonders
nachteilig sind die engen Biegungen, die der Beton beim Pumphub am Saug-Schwenkrohr
vorbei durch den im Druckgehäuse stehenden Beton auf dem Wege in die Förderleitung
durchlaufen muss. Deshalb kann diese Pumpe keine sehr grobkörnigen Betonmischungen
fördern. Ein weiterer Nachteil ist, dass beim Umschalten auf den anderen Zylinder
die Mündung des Schwenkrohres zwischen den beiden Zylinderöffnungen Platz finden muss.
Dadurch ergibt sich für die beiden Förderzylinder ein so großer Mittenabstand, dass
die beiden Zylinder nicht, wie für eine hinreichend niedrige Einfüllhöhe des Vorfüllbehälters
erforderlich, geneigt zwischen den Holmen des Trägerfahrzeuges hindurchführend montiert
werden können.
[0007] Die
DE 10 2005 008 938 B4 weist ebenfalls insgesamt 2 Schieber auf, die jeweils für beide Förderzylinder fungieren.
Ein Schieber ist ein hier bei "Nulldruck" schaltender 4 Wege-Schieber mit 2 Schaltstellungen,
z.B. das heute bei den diskontinuierlichen Pumpen übliche Schwenkrohr im offenen Vorfüllbehälter.
Dazu kommt noch ein Absperrschieber in der Förderleitung, der stets bei Gleichdruck
schaltet. Der große Fortschritt dieser
DE 10 2005 008 938 B4 nächster Stanst der Technik gegenüber der
EP 1 003 969 B1 besteht u. a. darin, dass beim Schaltvorgang nicht nur Gleichdruck bzw. Nulldruck
herrscht, sondern dass zumindest beim mit Gleichdruck schaltenden Absperrschieber
ein Automatikring verwendet werden kann, dessen hydrostatische Anpressung durch den
Betondruck bei Gleichdruck kompensiert wird. Der Grund dafür ist, dass nach dem Kompressionsvorgang
außen und innen am Schneidring der gleiche Druck vorhanden ist. Deshalb ist auch die
Kontaktfläche des Schneidrings zu seinem Gleitpartner, dem Schwenkkörper, mit dem
Mediumdruck als Spaltdruck beaufschlagt, der auf den Schneidring eine der hydrostatischen
Anpresskraft entgegenwirkende Kraft gleicher Größe ausübt. Für die Anpressung während
des Schaltvorgangs bleibt in idealer Weise nur die im Vergleich viel niedrigere und
frei wählbare Vorspannkraft des auch als Feder wirkenden Dichtringes des Automatikringes
übrig. Der Automatikring wirkt deshalb für die Dauer des Schaltvorgangs bzw. während
des Gleichdrucks ausschließlich als Abstreifer. Auf diese Weise wird die Reibung und
damit auch der Verschleiß und die erforderliche Antriebsleistung für den Schieber
auf ein Minimum reduziert.
[0008] Die Nachteile der Bauart nach
DE 10 2005 008 938 B4 sind folgende:
Die beiden zusätzlich zum normalen Schwenkrohr erforderlichen Baugruppen sind der
Absperrschieber, der ca. 1 m stromabwärts nach dem Schwenkrohr in der Förderleitung
gelagert werden muss und der aus Platzgründen noch weiter stromabwärts in die Förderleitung
zu integrierende Ausgleichszylinder.
[0009] Der dort patentierte Ausgleichszylinder entspricht in der Förderwirkung zwei parallel
geschalteten Zylindern, wodurch der Kolbenhub gegenüber vorbekannten Ausgleichszylindern
(vgl.
DE 42 081 54 A1, Fig. 1) halbiert ist. Obwohl außerdem der antreibende Hydraulikzylinder nicht "in
Reihe" hinter den Förderzylinder eingebaut ist, sondern zwischen beiden, benötigt
dieser Ausgleichszylinder so viel Platz, dass er nur schwer auf einer Autobetonpumpe
unterzubringen und hinreichend zu befestigen ist. Außerdem stellt dieser Ausgleichszylinder
eine teure, komplizierte und sehr schwere Baugruppe dar.
[0010] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
kontinuierlichen Förderung breiiger Massen vorzuschlagen, das dazu geeignet ist, eine
noch gleichmäßigere Förderung der breiigen Masse zu ermöglichen. Gleichzeitig soll
eine Pumpvorrichtung zur Förderung breiiger Massen vorgeschlagen werden, die eine
besonders gute Abdichtung der Einlassöffnung erlaubt.
[0011] Das Verfahren geht von dem Grundgedanken aus, für jeden Zylinder der Kolbenpumpe
eine eigene Einlassöffnung mit einem eigenen Einlassschieber sowie eine eigene Auslassöffnung
mit einem eigenen Auslassschieber vorzusehen. Dies ermöglicht es, das Befüllen des
jeweiligen Zylinders und das Ausbringen der breiigen Masse in die Förderleitung durch
den jeweiligen Zylinder unabhängig von den Arbeitsschritten des anderen Zylinders/der
anderen Zylinder durchzuführen. So kann während des Pumphubs des einen Zylinders,
also der kontinuierlichen Förderung breiiger Masse aus dem einen Zylinder in die Förderleitung,
ein anderer Zylinder zum einen mit breiiger Masse befüllt werden und zum anderen kann
bereits eine Vorkompression der breiigen Masse in diesem neu befüllten Zylinder durchgeführt
werden. Dies ermöglicht es insbesondere, einen Ventilkörper des Auslassschiebers dieses
neu befüllten Zylinders erst dann von einer Schließstellung in eine geöffnete Stellung
zu bewegen, wenn der Druck der in dem Zylinder durch die Kompression mit Druck beaufschlagten
breiigen Masse im wesentlichen den Druck der breiigen Masse auf der Förderleistung
des Auslassschiebers entspricht. Dadurch kann in besonders einfacher Weise das Schalten
des Auslassschiebers unter Gleichdruck und das Schalten des Einlassschiebers bei Nulldruck
erfolgen.
[0012] Hierzu sieht das erfindungsgemäße Verfahren vor, dass,
- bei einem Saughub eines Zylinders bei geöffneter Einlassöffnung und geschlossener
Auslassöffnung breiige Masse aus dem Vorfüllbehälter in den jeweiligen Zylinder gefördert
wird und bei einem Pumphub eines Zylinders bei geöffneter Auslassöffnung und geschlossener
Einlassöffnung breiige Masse in die Förderleitung gefördert wird,
- die Kolbengeschwindigkeit beim Saughub größer ist als beim Pumphub,
- am Ende, gegen Ende oder kurz nach Ende des Saughubs die Einlassöffnung mit dem Einlassschieber
verschlossen wird und danach eine Kompression der breiigen Masse im Zylinder erfolgt,
bevor die Auslassöffnung geöffnet wird.
[0013] Dieses Verfahren erlaubt es, die einzelnen Einlass- und Auslassschieber unter besonderes
günstigen Bedingungen schalten zu können.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, den jeweiligen Einlassschieber zu einem
Zeitpunkt zu schließen, bei dem die während des Saughubs in den Zylinder eingezogene
breiige Masse den gleichen Druck aufweist, wie die im Vorfüllbehälter befindliche
breiige Masse. Dies führt im Bereich des Vorfüllbehälters und des gerade befüllten
Zylinders zu einer im Wesentlichen drucklosen Situation des Betons, die aus Vereinfachungsgründen
"Nulldruck" genannt wird. Ferner ermöglicht es das erfindungsgemäße Verfahren den
jeweiligen Einlassschieber erst dann wieder zu öffnen, wenn der zugehörige Zylinder
seinen Saughub begonnen hat. In dem man - in einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens - den Einlassschieber des jeweiligen Zylinders erst dann
öffnet, wenn dieser seinen Saughub begonnen hat, wird es möglich, dass der Druck der
sich nach Beendigung des Pumphubs und Schließen des Auslassschiebers immer noch in
dem Zylinder befindlichen breiigen Masse abbaut und auf das Druckniveau der breiigen
Masse im Vorfüllbehälter abfällt. Dies ermöglicht es, den Einlassschieber in einer
Situation zu öffnen, in der kein Druckunterschied zwischen dem Vorfüllbehälter und
dem Zylinderinhalt besteht. Dies ermöglicht es ferner, die Einlassschieber einfach
zu konstruieren. Es können nicht Druckausgeglichene und sehr kurz bauende Flachschieber
verwendet werden. Diese können besonders gut durch einen Automatikring abgedichtet
werden, wie dies als Teil der erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung vorgesehen ist.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es ferner, die Auslassschieber in einem
Zustand zu schließen, bei dem die breiige Masse im Zylinder und die breiige Masse
in der Förderleitung den gleichen Druck aufweist. Dieser Zustand, in dem die breiige
Masse vor einem Schieber und die breiige Masse nach einem Schieber den gleichen Druck
aufweist, sich der Schieber also in einer Umgebung gleichen Drucks befindet, wird
aus Vereinfachungsgründen "Gleichdruck" genannt.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass vor dem Öffnen des Auslassschiebers
eine Verdichtung der während des Saughubs in einen Zylinder angesaugten breiigen Masse
auf den aktuellen Förderdruck erfolgt, in dem gegen den geschlossenen Einlassschieber
und gegen den geschlossenen Auslassschieber dieses Zylinders komprimiert wird. Dadurch
wird vor dem Öffnen des Auslassschiebers eine Situation des Gleichdrucks erzeugt.
Diese Situation des Gleichdrucks macht auch den in einer bevorzugten Ausführungsform
vorgesehenen Einsatz eines Automatikrings am Ventilkörper des Auslassschiebers oder
an der durch den Ventilkörper geschlossenen Auslassöffnung des Auslassschiebers besonders
zweckmäßig. Durch die Gleichdruck-situation entsteht eine dem Nulldruck sehr ähnliche
Situation. Bei einem an der durch den Ventilkörper des Auslassschiebers verschlossenen
Auslassöffnung vorgesehenen Automatikring wird die Kontaktfläche zwischen Automatikring
und Schwenkkörper durch die Kompression des angesaugten Betons auch von der Außenseite
mit breiiger Masse (insbesondere mit Zementleim, also den fluiden Bestandteilen des
Betons) unter Druck gesetzt. Dadurch wird die hydrostatische Anpressung des Automatikrings
durch die gleichgroße, entgegengesetzte wirkende Kraft des Spaltdrucks aufgehoben.
Damit wird erreicht, dass der Automatikring, ähnlich der Situation bei Nulldruck,
beim Schaltvorgang mit Gleichdruck nur mit der freiwählbaren, niedrigen Vorspannung
durch einen federnden Dichtring angepresst wird. Dabei wirkt der Automatikring nur
als Abstreifer, wodurch der Schwenkwiderstand und der Verschleiß ein Minimum werden.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt es, dass sowohl am Einlassschieber als auch
am Auslassschieber die zu Verhinderung des Abhebens bei Differenzdruck erforderliche
hydrostatische Anpressung des Automatikrings erst im Stillstand nach dem Schaltvorgang
und beim Auftreten von Druckdifferenzen am geschlossenen Schieber entsteht.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt es, eine Pumpvorrichtung einzusetzen, die
gegenüber diskontinuierlichen Pumpen nur mit einem geringen Mehraufwand durch die
zwei Einlassschieber, die für eine diskontinuierliche Pumpe mit zwei Drehschiebern
technisch nicht erforderlich wären, zu konstruieren. Beispielsweise können die beiden
in dem Vorfüllbehälter vorgesehenen Einlassschieber entlang der Gehäusewand des Vorfüllbehälters
schwenkbar ausgebildet sein. Die für das erfindungsgemäße Verfahren einsetzbare Pumpvorrichtung
kann kompakt, kostengünstig und in leichter Bauweise ausgeführt sein. Die Baulänge
und die Einfüllhöhe am Vorfüllbehälter können gegenüber den konventionellen, diskontinuierlichen
Pumpen mit Schwenkrohr gleichgroß gehalten werden. Der Verschleiß an den Schiebern
kann durch die während des Schaltvorgangs herrschende Nulldruck-, bzw. Nulldruck-
ähnliche ("Gleichdruck") Situation trotz der gleichzeitigen Aufrecherhaltung des Förderdrucks
äußerst gering gehalten werden. Ebenso können die Schaltwiderstände der Schieber und
die erforderliche Schaltleistung sowie die erforderliche Schaltdauer gering gehalten
werden. Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren einsetzbaren Schieber können außerdem
sehr geringe bewegliche Massen aufweisen. Dies ist wegen der zahlreichen Schaltvorgängen,
die wegen des sehr engen Zeitplans in sehr kurzer Zeit erfolgen müssen, besonderes
vorteilhaft.
[0019] Ferner ist es von Vorteil, dass bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Pumpvorrichtung
eingesetzt werden kann, bei der auf das aus
EP 1 003 969 B1 bekannte Schwenkrohr verzichtet werden kann. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn
breiige Masse mit einem hohen Anteil an gebrochenem Korn gefördert werden soll, die
im Vorfüllbehälter zu sogenannter Brückenbildung neigt. Bei dieser Art von breiiger
Masse stellen die sogenannten Rohrweichenpumpen (Pumpen mit einem Schwenkrohr, wie
es beispielsweise in
EP 1 003 969 B1 gezeigt wird) einen Rückschritt gegenüber Pumpen mit Flachschiebern dar. Das erfindungsgemäße
Verfahren erlaubt es, Flachschieber einzusetzen. Kann man auf das Schwenkrohr, welches
im Vorfüllbehälter sehr viel Platz für seine Bewegung beansprucht, verzichten, so
kann man ein wirksames Rührwerk installieren, welches auch im kritischen Bereich der
Einlassöffnungen wirksam ist. Nach Erkenntnis des Erfinders erzeugen die Schwenkrohre
im Vorfüllbehälter durch ihre Bewegung Hohlräume und verhindern deren wirksame Zerstörung.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird ein Auslassschieber eingesetzt,
der als Drehschieber ausgebildet ist. Als Drehschieber werden derartige Schieber verstanden,
die sich innerhalb eines durch das Schiebergehäuse vorgegebenen Raum von einer-Schließstellung
in eine Öffnungsstellung drehen lassen, ohne dass der Ventilkörper des Schiebers den
durch das Schiebergehäuse definierten Raum verlässt. Alternativen zu Drehschiebern
sind lineare Flachschieber und sogenannte Plungerschieber mit zylindrischen Absperrelementen,
bei denen ein Ventilkörper aus einer seitlich neben dem durch das Schiebergehäuse
definierten Raum angeordneten Öffnungsposition linear in den durch das Schiebergehäuse
definierten Raum eingeschoben wird, um seine Schließstellung einzunehmen. Drehschieber
lassen sich besonders gut dazu einsetzten, um volumenneutral von einer Schließstellung
in eine Öffnungsstellung bewegt zu werden, also ohne dass beim Bewegen des Ventilkörpers
von der Schließstellung in die Öffnungsstellung, bzw. zurück in die Schließstellung
eine Lücke, bzw. eine Überschussmenge in der den Ventilkörper sowohl stromaufwärts
als auch stromabwärts umgebenden breiigen Masse entsteht.
[0021] Besonders bevorzugt wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Auslassschieber
eingesetzt, der ein Drehschieber mit einem Ventilkörper in einem Schiebergehäuse ist,
bei dem das Schiebergehäuse Teil des Förderraums ist, in dem die breiige Masse von
den jeweiligen Zylinder in die Förderleitung gefördert wird und der Ventilkörper in
allen Stellungen des Auslassschiebers im Schiebergehäuse verbleibt.
[0022] Diese Bauform ermöglicht es, den Ventilkörper volumenneutral von der Schließstellung
in die Öffnungsstellung und zurück zu überführen. Dadurch wird die kontinuierliche
Förderung der breiigen Masse unterstützt, da in dem Förderraum keine Lücke entsteht,
wenn der Absperrkörper beim Öffnen aus dem Druckraum herausfährt. Umgekehrt würde
er beim Hereinfahren in den Druckraum die effektive Fördermenge stark erhöhen und
ebenfalls keine Kontinuität erreicht.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Ventilkörper
des Auslassschiebers von einer Schließstellung in eine geöffnete Stellung bewegt,
wenn der Druck der in dem Zylinder durch die Kompression mit Druck beaufschlagten
breiigen Masse im wesentlichen dem Druck der breiigen Masse auf der förderleitungsseitigen
Seite des Auslassschiebers entspricht. Dadurch wird eine Gleichdruck-Situation erzielt,
die ein besonders leichtes Schalten des Auslassschiebers bei geringem Verschleiß erlaubt.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Einlassschieber
eingesetzt, der als Schwenkflachschieber ausgebildet ist. Bei einem Schwenkflachschieber
wird der flach ausgebildete Ventilkörper des Schiebers durch eine Schwenkbewegung
von einer seitlich neben der zu verschließenden Öffnung befindlichen Öffnungsstellung
in eine die zu verschließende Öffnung verschließende Schließposition geschwenkt. Derartige
Schwenkflachschieber können besonders einfach ausgebildet werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren erlaubt es, den Einlassschieber in einer Nulldruck-Situation zu öffnen und
erlaubt es damit, einen einfach zu konstruierenden Schwenkflachschieber einzusetzen,
der wegen bzw. nach der DruckEntlastung geschaltet werden kann. Insbesondere bei hohen
Förderwiderständen in der Förderleitung wäre der Schwenk-Widerstand praktisch unüberwindbar
und der Verschleiß extrem hoch.
[0025] Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere wie folgt betrieben werden:
- 1. Bei geöffneter Einlassöffnung und geschlossener Auslassöffnung wird der Kolben
eines Zylinders zur Durchführung eines Saughubs nach hinten gezogen. Dabei wird breiige
Masse von dem Vorfüllbehälter in den Zylinder eingesogen.
- 2. Am Ende, gegen Ende oder kurz nach Ende des Saughubs wird die Einlassöffnung verschlossen,
indem der Einlassschieber in seine Schließstellung geschwenkt wird. Dabei ist die
Wahl, ob das Schließen der Einlassöffnung am Ende, gegen Ende oder kurz nach Ende
des Saughubs durchgeführt wird, vor allem systembedingt. So kann es aufgrund der Schaltzeiten
des Einlassschiebers beispielsweise notwendig sein, die Schwenkbewegung des Einlassschiebers
in die Schließstellung bereits zu beginnen, bevor der Kolben seine vollständig zurückgezogene
Stellung in dem Zylinder erreicht hat. Andererseits kann die Trägheit einer möglicherweise
vorgesehenen Schalthydraulik dazu führen, dass der Einlassschieber erst geschlossen
wird, nachdem Endstellungssensoren erkannt haben, dass der Kolben seine Endstellung
im Zylinder erreicht hat.
- 3. Der Kolben des Zylinders wird auf die Auslassöffnung und die Einlassöffnung zubewegt
und führt dabei eine Kompression der breiigen Masse im Zylinder durch.
- 4. Die Auslassöffnung wird durch Schwenken des Auslassschiebers geöffnet. Nun ist
der zugehörige Förderzylinder pumpbereit.
- 5. Nach einem kurzen Reserve-Zeitintervall (für das eigentliche Pumpen der breiigen
Masse) erreicht der pumpende Kolben die Nähe seiner Endstellung. Jetzt wird das hydraulische
Steuerventil vorzugsweise so umgeschaltet, dass sich der Ölstrom in dem die Ventile
steuernden Hydrauliksystem kurzzeitig auf beide Zylinder aufteilen kann. Dabei bleibt
die effektive Fördermenge im Beton konstant. Nach Erreichen der Endstellung fördert
nur noch der folgende Zylinder. Auf diese Weise kann eine völlige Kontinuität erzielt
werden.
- 6. Am Ende, bzw. gegen Ende des Pumphubs wird die Auslassöffnung durch Schwenken des
Auslassschiebers in die Schließstellung verschlossen.
Dieser Schaltvorgang erfolgt unter Gleichdruck, wodurch geringe Schaltwiderstände
und geringer Verschleiß erreicht werden.
- 7. Der Kolben wird in dem Zylinder zurückgezogen, so dass noch in dem Zylinder und
im Steuergehäuse befindliche breiige Masse entspannt wird. Der Einlassschieber wird
in seine Öffnungsstellung geschwenkt, wenn der Druck der breiigen Masse im Zylinder
dem Druck des Vorfüllbehälters entspricht.
[0026] Der weitere Zylinder wird gegenläufig betrieben, wobei die Schritte 1 bis 4 des Bewegungsablaufs
des einen Zylinders vollständig in der Zeit durchgeführt werden, in der der Kolben
des anderen Zylinders breiige Masse mit dem aktuellen Förderdruck in die Förderleitung
fördert. Hierzu ist die Kolbengeschwindigkeit beim Saughub größer zu wählen als beim
Pumphub, um die für die Durchführung der Schritte 1 bis 4 vorzusehende Zeit gering
zu halten. Diese Abstimmung der einzelnen Schritte aufeinander führt dazu, dass die
breiige Masse kontinuierlich in die Förderleitung gepumpt wird. Sobald nämlich der
Pumphub des einen Zylinders beendet ist, steht der andere Zylinder mit vorkomprimierter
breiiger Masse bereit, um die Förderung fortzuführen.
[0027] Eine alternative Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahren zur Förderung breiiger
Massen sieht den Einsatz einer Pumpvorrichtung vor, die eine Kolbenpumpe mit mindestens
zwei Zylindern, die jeweils einen Kolben aufweisen, aufweist, bei der jeder Zylinder
über eine mit einem ihm zugeordneten Einlassschieber verschließbare Einlassöffnung
mit einem Vorfüllbehälter und bei der jeder Zylinder über eine mit einem ihm zugeordneten
Auslassschieber verschließbare Auslassöffnung mit einer Förderleitung verbunden ist.
Bei diesem Verfahren wird zumindest in einen der Zylinder ein Reinigungskörper eingebracht,
der mittels Druckluft durch den geöffneten Auslassschieber in die Förderleitung eingebracht
wird und die in der Förderleitung befindliche breiige Masse durch die Förderleitung
fördert. Diese alternative Ausbildung ist vorteilhafterweise in Kombination mit der
zuvor beschriebenen Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens durchführbar.
[0028] Die alternative Ausbildung bietet die Möglichkeit, die Pumpvorrichtung besonders
gut zu reinigen. Neben dem Problem der Diskontinuität besteht nämlich das weitere
Problem der Entsorgung des Restbetons. Wenn eine Kolbenpumpe Lust statt Beton ansaugt,
ist eine Förderung nicht mehr möglich. Der dann noch in der gefüllten Förderleitung
am Verteilermast befindliche Beton und der im Vorfüllbehälter befindliche nicht mehr
ansaugbare Beton werden "Restbeton" genannt. Der Beton aus der Förderleitung wird
in der Praxis durch Zurücksaugen eines "Wischerballs" mit Unterstützung der Schwerkraft
in den Vorfüllbehälter zurückgesaugt. Bei längeren Masten quillt der Vorfüllbehälter
über, was eine große Reinigungsaktion nach sich zieht.
[0029] Bei der für das erfindungsgemäße Verfahren vorgenommen Auslegung der Pumpvorrichtung
mit zwei vorzugsweise mit Automatikringen gut abgedichteten und unabhängig von einander
schaltbaren Einlassschiebern kann man außerdem durch die beiden Saugöffnungen je einen
Ball ansaugen und in die beiden Schenkel eines möglicherweise vorgesehenen Hosenrohrs
fördern und den gesamten Beton mit Druckluft bis zum Einbringort fördern. Die Druckluft
schiebt den Reinigungskörper, vorzugsweise den Ball, vor sich her durch die Förderleitung.
[0030] Die erfindungsgemäße Pumpvorrichtung zur Förderung breiiger Massen weist eine Kolbenpumpe
mit einem Zylindern auf, der einen Kolben aufweist und der über eine durch eine Brillenplatte
begrenzte Einlassöffnung, die durch einen Einlassschieber verschlossen werden kann,
mit einem Vorfüllbehälter verbunden ist, wobei der Einlassschieber eine dem Zylinderinneren
zugewandte Verschlußfläche aufweist, wobei
- der Einlassschieber einen schwenkbaren Grundkörper aufweist,
- die Verschlußfläche zumindest zum Teil durch die Fläche eines relativ zum Grundkörper
beweglichen Kolbens gebildet wird, der in einen in dem Grundkörper ausgebildeten,
geschlossenen Hohlraum eintauchen kann, wenn von der Innenseite des Steuergehäuses
ein Mediumdruck auf den Kolben wirkt,
- in dem Hohlraum ein Fluid vorgesehen ist, das durch das Eintauchen des Kolbens komprimiert
werden kann,
- ein als Ringkolben ausgebildeter Schneidring vorgesehen ist, der eine Fläche aufweist,
die dem Hohlraum zugewandt ist, und der in Schließstellung des Einlassschiebers durch
den Druck des Fluids gegen die Brillenplatte gepresst wird.
[0031] Dieser Aufbau eines Einlassschiebers erlaubt es, einen Schwenk-Flachschieber mit
einem Schneidring (Automatikring) zu versehen, obwohl der Schneidering nicht wie bei
der
EP 0 057 288 A1 vom Mediumstrom durchflossen wird. Ein besonderer Vorteil dieses Schwenk-Flachschiebers
liegt in seiner sehr flachen Bauart, welche eine optimale Wirkung des Rührwerkes auch
von den Saugöffnungen ermöglicht.
[0032] Beim Schaltvorgang, der beim Einlassschieber grundsätzlich im annähernden drucklosen
Zustand ("Nulldruck") stattfindet, wird der Schneidering nur als Abstreifer mit der
freiwählbaren Vorspannkraft einer Vorspannfeder gegen die ihm zugeordnete Dichtfläche
gepresst. Damit kann der Verschleiß an einem derartigen Schneidring reduziert werden,
weil dessen Verschleiß fast ausschließlich beim Schaltvorgang auftritt und mit ca.
der 3. Potenz von der Flächenpressung abhängt.
[0033] Die Besonderheit bei einer derartigen Anordnung an einem Einlassschieber besteht
darin, dass auf der einen Seite des Einlassschiebers im Vorfüllbehälter regelmäßig
Umgebungsdruck herrscht. Die nun vorgeschlagenen Konstruktion bietet mit dem Hohlraum,
an den sowohl das bewegliche Element als auch der Schneidring angrenzen, die Möglichkeit,
die durch den Druck der breiigen Masse erzeugte Kraft auf die der breiigen Masse abgewandten
Seite des Schneidrings "umzulenken". In der Schließstellung des Einlassschiebers drückt
die breiige Masse bei Druckbelastung auf die nach außen gerichtete Fläche des beweglichen
Teils. Dieser Druck wird über die nach innen gerichtete Fläche auf das in dem Hohlraum
befindliche Fluid übertragen. Dieses - vorzugsweise inkompressible - Fluid übt den
Druck auf die nach innen gerichtete Fläche des Schneidrings aus und drückt ihn damit
auf die die Einlassöffnung umgebende Dichtfläche. Dringt nun bei Beaufschlagung mit
dem Mediumdruck breiige Masse zwischen den Schneidring und die ihm zugeordnete Dichtfläche,
so wird der Schneidring mit dem Spaltdruck der breiigen Masse, der im Mittel ca. 50%
des Mediumdruckes beträgt, beaufschlagt und zwar in Richtung von der Dichtfläche fort.
Da der Schneidring aber gleichzeitig über das im Hohlraum befindliche Fluid mit dem
Druck der breiigen Masse gegen diese Dichtfläche gedrückt wird, überwiegt die Anpresskraft
in Richtung gegen die Brillenplatte. Es wird erfolgreich verhindert, dass der Schneidring
von der Dichtfläche abgehoben wird. Die Anpresskraft wird außerdem durch die zusätzlich
vorhandene Vorspannung, durch das Federelement erhöht. Beim Schaltvorgang, der beim
Einlassschieber bei "Nulldruck" stattfindet, stellt die Vorspannung die Funktion des
Schneiderings als Abstreifer sicher.
Die Brillenplatte ist entweder einstückig an dem Vorfüllbehälter ausgebildet oder
als separates Bauelement. Der Begriff "Brillenplatte" legt keine bestimmte Geometrie
fest, sondern bezeichnet lediglich die Flächen, gegen die der Automatikring (Schneidring)
dichtend gepresst wird.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Einlassschieber ein vorgespanntes
Federelement auf, das in derselben Richtung wie der Mediumdruck auf den Kolben einwirkt.
Hierdurch wird eine Vorspannung bewirkt.
[0035] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Federelement als eine Tellerfeder ausgebildet
oder wird durch mehrere Tellerfedern ausgebildet. Tellerfedern eignen sich besonders
gut für den Einbau in dem erfindungsgemäß ausgestalteten Einlassschieber.
[0036] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Kolben auf seiner dem Fluid zugewandten
Seite einen im wesentlichen zylindrischen Stiel auf, der in einer zylindrischen Bohrung
des Gehäuses gleitend gelagert ist und gemeinsam mit dem Mantel des Kolbens eine Führung
bildet, die den Kolben gegen Verkanten sichert.
[0037] In einer bevorzugten Ausführungsform durchdringt der Stiel des Kolbens den Grundkörper
axial beweglich und abgedichtet. Dadurch kann der aktuelle Stand des Kolbens vom Vorfüllbehälter
aus sichtbar werden. Dies gibt einen Hinweis auf den Verschleiß am Schneidring und
der Brillenplatte, bzw. auf die richtige Menge des eingebrachten Fluids.
[0038] In einer bevorzugten Ausführungsform stützt sich das Federelement am Schneidring
ab.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Schneidring als Ringkolben mit u-förmigem
Ringquerschnitt ausgebildet, der mit seinem äußeren Innendurchmesser gegenüber dem
Grundkörper und mit seinem inneren Innendurchmesser gegenüber dem Kolben gleitend
abgedichtet ist.
[0040] In einer bevorzugten Ausführungsform wird die auf den verschlossenen Flachschieber
bei Druckbelastung durch das im Schiebergehäuse befindliche Medium wirkende hydrostatische
Kraft zum Teil durch die Zugkraft einer den Einlassschieber tragenden Schwenkwelle
und zum Teil durch eine Kraft aufgenommen, mit der sich der zum Teil in einer Führungsrille
geführte Grundkörper an der Führungsrille abstützt.
[0041] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Einlassschieber mit einer Schwenkwelle
verbunden und die Verbindung des Grundkörpers mit der Schwenkwelle erlaubt eine geringfügige
Pendelbewegung um eine im wesentlichen horizontale, senkrecht zur Schwenkachse verlaufende
Achse.
[0042] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Federelement durch Einbringen des Fluids
in den Hohlraum gespannt, wobei sich der Kolben entgegen der Wirkrichtung des Mediumdrucks
bewegt und der Fluidraum durch ein Rückschlagventil oder einen Verschlußstopfen gegen
ein Ausfließen des Fluids gesichert wird.
[0043] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Einlassschieber ein Schwenkflachschieber
ist.
[0044] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Einlassschieber ein Federelement auf,
das ein Bauteil des Einlassschiebers derart in den Hohlraum drückt, dass das in dem
Hohlraum befindliche Fluid vorkomprimiert wird. Hierdurch wird eine Drucksituation
geschaffen, die Bauteile des Einlassschiebers in einer ersten Betriebssituation hält.
Außerdem kann durch diese Vorspannung der Druck eingestellt werden, mit dem der Schneidring
gegen die Dichtfläche gedrückt wird.
[0045] In einer bevorzugten Ausführungsform wird als Fluid ein Fett oder ein Öl eingesetzt.
Es hat sich gezeigt, dass ein Fett, bzw. ein Öl besonders geeignet ist, in der Betriebsumgebung
der Förderung breiiger Massen für die Beaufschlagung des Schneidrings mit Druck eingesetzt
zu werden.
[0046] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Federelement als Tellerfeder ausgebildet.
Es hat sich gezeigt, dass der Einsatz einer Tellerfeder eine besonders flache Bauweise
des Einlassschiebers in der erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung erlaubt.
[0047] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird das bewegliche Element, das einen
Druck, den die breiige Masse auf es ausübt, auf das im Grundkörper befindliche Fluid
ausüben kann, durch das Federelement in den Hohlraum gedrückt, so dass das in dem
Hohlraum befindliche Fluid vorkomprimiert wird. Dies erlaubt es, den Einlassschieber
mit einer geringen Anzahl von Bauteilen zu realisieren.
[0048] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass
- der Hohlraum durch eine Ausnehmung in dem Grundkörper gebildet wird, die sich in dem
Grundkörper in Richtung auf die dem Zylinder zugewandte Seite des Einlassschiebers
öffnet und einen runde Öffnung mit einem Öffnungsdurchmesser aufweist, der größer
ist als der Durchmesser der Einlassöffnung,
- die Öffnung der Ausnehmung durch einen Deckel und den zwischen dem Außenumfang des
Deckels und der die Öffnung begrenzenden Wand angeordneten Schneidring zur Bildung
des Hohlraums verschlossen wird.
[0049] Diese Bauform erlaubt es, den Einlassschieber der erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung
einfach zusammenzubauen.
[0050] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Deckel beweglich relativ zum Grundkörper
ausgebildet und bildet das bewegliche Element. Diese Bauform erlaubt es, den Einlassschieber
einfach und mit einer geringen Anzahl von Bauteilen auszuführen.
[0051] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Deckel einen Anschlag auf,
der an einem Anschlag des Schneidrings anliegt, wenn der Deckel durch das Fluid im
Hohlraum nach außen gedrückt wird. Durch das Zusammenwirken der beiden Anschläge wird
der Deckel sicher in dem Einlassschieber gehalten. Der Schneidring ist durch seine
Anlage an der die Öffnung begrenzenden Wand gehalten, so dass sich der Deckel mittels
eines Anschlags an dem Schneidring abstützen kann.
[0052] In einer alternativen Bauform ist der Deckel am Grundkörper befestigt und weist eine
Öffnung auf, in der das bewegliche Element, beispielsweise ein Kolben, beweglich relativ
zum Deckel angeordnet ist. Dies mag gegenüber der vorgenannten Bauform die Anzahl
der Bauteile des Einlassschiebers erhöhen. Diese Bauform führt jedoch zu einem stabileren
Einlassschieber.
[0053] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung weist
diese mindestens zwei, insbesondere genau zwei Zylinder auf, die jeweils einen Kolben
aufweisen. Jeder Zylinder dieser bevorzugten Ausführungsform ist über eine mit einem
ihm zugeordneten Einlassschieber verschließbare Einlassöffnung mit einem Vorfüllbehälter
verbunden. Jeder Zylinder dieser bevorzugten Ausführungsform ist ferner über eine
mit einem ihm zugeordneten Auslassschieber verschließbare Auslassöffnung mit einer
Förderleitung verbunden. Diese Ausführungsform bietet unter anderem den Vorteil einer
einfachen Reinigung der Förderleitung. In der Praxis werden beim sogenannten Ausblasen
der Förderleitung zur Vermeidung des Restbetons, also beim Reinigen der Förderleitung,
aufwendige sogenannte Kammerschieber eingesetzt. Diese werden nun überflüssig. Die
bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung kann nämlich so ausgebildet
sein, dass die Schieber individuell gesteuert werden können, so dass man für jeden
Zylinder aus dem Vorfüllbehälter-einen üblichen Schwammgummiball ansaugen und-ihn
in das als Teil der Förderleitung vorgesehene Hosenrohr sowie die sich danach erstreckende
weitere Förderleitung einbringen kann. Diese Schwammgummibälle können dann mit Druckluft
nach vorne aus der Förderleitung ausgeblasen werden. Diese stellt eine deutliche Vereinfachung
der Reinigung einer derartigen Pumpvorrichtung dar.
[0054] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Verfahren mit der
erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung durchgeführt. Die erfindungsgemäße Pumpvorrichtung
und das erfindungsgemäße Verfahren werden insbesondere bevorzugt zum Fördern von Beton
und anderen Dickstoffen, wie z.B. Klärschlamm oder Abraum beim Tunnelbau eingesetzt.
[0055] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung darstellenden Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine geschnittene Seitenansicht eines Teils der erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung,
in der der Einlassschieber, der Auslassschieber, das Schiebergehäuse, ein Teil eines
Zylinders, Teile der Förderleitung und Teile des Vorfüllbehälters zu erkennen sind;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Detailansicht des Einlassschiebers in einer geschnittenen Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Detailansicht einer alternativen Ausführungsform eines Einlassschiebers in einer
geschnittenen Seitenansicht,
- Fig. 4
- eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform des Einlassschiebers in einer geschnittenen
Seitenansicht und
- Fig. 5
- eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform des Einlassschiebers in einer geschnittenen
Seitenansicht.
[0056] Die in Fig. 1 dargestellte Pumpvorrichtung zur Förderung breiiger Masse weist eine
Kolbenpumpe mit zwei Zylindern auf, von denen in der Darstellung der Fig. 1 lediglich
der eine Zylinder 1 der Kolbenpumpe dargestellt ist. Der Zylinder weist einen Kolben
2 auf, der hier in seiner Endstellung steht. Der Zylinder ist über eine Einlassöffnung
3, die durch einen Einlassschieber 4 verschlossen werden kann, mit einem Vorfüllbehälter
5 verbunden. Ferner weist der Zylinder eine Auslassöffnung 6 auf, die mit einem Auslassschieber
7 verschlossen werden kann. Der Zylinder 1 ist über die Auslassöffnung 6 mit einer
Förderleitung 8 verbunden. Die Förderleitung 8 ist in ihrem der Kolbenpumpe benachbarten
Bereich als so genanntes "Hosenrohr" ausgebildet, also als Rohrverzweigung, die die
Förderströme der einzelnen Zylinder der Kolbenpumpe zusammenführt und in einen (nicht
näher dargestellten) Teil der Förderleitung zusammenführt, in der die einzelnen Teilströme
der einzelnen Zylinder der Kolbenpumpe gemeinsam gefördert werden.
[0057] Der Einlassschieber 4 der Pumpvorrichtung ist als Schwenkflachschieber ausgebildet
und kann um die Schwenkachse A aus der dargestellten geschlossenen Stellung in eine
geöffnete Stellung verschwenkt werden. Der Einlassschieber 4 weist einen als Schneidring
ausgebildeten Automatikring 10 auf, der in Schließstellung des Einlassschiebers die
Einlassöffnung 3 umgibt und zumindest mit Teilen einer nach außen gerichteten Fläche
gegen eine die Einlassöffnung umgebende Dichtfläche des Körpers, in dem die Einlassöffnung
ausgebildet ist, gedrückt wird.
[0058] Der in seiner geöffneten Stellung dargestellte Auslassschieber ist als Drehschieber
ausgebildet. Der Ventilkörper 30 des Auslassschiebers ist in einem Schiebergehäuse
31 angeordnet, wobei das Schiebergehäuse 31 der Förderraum ist, durch den die breiige
Masse von dem jeweiligen Zylinder aus den Vorfüllbehälter angesaugt wird und beim
Pumphub in die Förderleitung gefördert wird. Der Ventilkörper 30 verbleibt in allen
Stellungen des Auslassschiebers im Schiebergehäuse und kann somit volumenneutral geschaltet
werden.
[0059] Die Auslassöffnung 6 umgebend ist ein Automatikring 32 vorgesehen. Dieser Automatikring
32 kann nach Art eines der in
EP 0 057 288 A1 näher beschriebenen Schneidringe (dort mit dem Bezugszeichen 14) ausgebildet sein,
wobei in
EP 0 057 288 A1 der Schneidring als Teil des zu verschwenkenden Bauteils (dort des Schaltorgans 3)
dargestellt wird, während hier der Schneidring bevorzugt als Teil eines stationär
verbleibenden Teils der Pumpvorrichtung ausgebildet wird. Alternativ kann der Schneidring
32 vergleichbar der Anordnung des Schneidrings in
EP 0 057 288 A1 als Teil des zu verschwenkenden Ventilkörpers 30 ausgebildet werden.
[0060] In dem Vorfüllbehälter ist ein Rührwerk 60 vorgesehen. Dieses kann aufgrund der geringen
Bauhöhe der als Schwenkflachschieber ausgebildeten Ventilkörpers des Einlassschiebers
4 so ausgebildet werden, dass es auch im kritischen Bereich der Saugöffnung wirksam
ist.
[0061] Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform des Einlassschiebers 4 zeigt, dass der
Einlassschieber 4 mit einem flachen Grundkörper 11 ausgebildet werden kann, der um
die Schwenkachse A verschwenkt werden kann. Der Einlassschieber 4 weist ein relativ
zum Grundkörper 11 bewegliches Element 13 auf. Dieses bewegliche Element 13 ist in
der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform als Kolben ausgebildet In der in der Fig.
2 dargestellten Schließstellung des Einlassschiebers 4 steht das bewegliche Element
13 mit einer nach außen gerichteten Fläche 15 dann in Kontakt mit breiiger Masse,
wenn die dem Zylinder zugewandte Seite 16 des Einlassschiebers in Kontakt mit breiiger
Masse steht, die sich im Schiebergehäuse 31 befindet. Über das bewegliche Element
13 kann ein Druck, den die breiige Masse auf die nach außen gerichtete Fläche 15 des
beweglichen Elements 13 ausübt, auf ein in dem gesamten abgedichteten Hohlraum 12
und 12a befindliches Fluid ausgeübt werden. Dabei ist der Kolben 13 gegen Kippen durch
seine Führung im Deckel 17 und im Grundkörper 11 gesichert. Die Teilräume 12 und 12a
sind durch einen Kanal 44a miteinander verbunden.
[0062] Der gesamte Hohlraum 12 und 12a wird durch Ausnehmungen in dem Grundkörper 11 gebildet,
die sich in dem Grundkörper 11 in Richtung auf die dem Zylinder 1 zugewandt Seite
16 des Einlassschiebers 4 öffnet und eine runde Öffnung mit einem Öffnungsdurchmesser
D1 aufweist, der größer ist als der Durchmesser D2 der Einlassöffnung 3. Die Öffnung
der Ausnehmung wird durch einen Deckel 17 und den zwischen dem Außenumfang des Deckels
17 und der die Öffnung begrenzenden Wand 18 angeordneten Schneidring 10 verschlossen.
[0063] Der Schneidring 10, der in der dargestellten Schließstellung des Einlassschiebers
4 die Einlassöffnung umgibt, wird in der in Fig. 2 dargestellten Bauform vollständig
mit seiner nach außen gerichteten Fläche 19 gegen eine die Einlassöffnung 3 umgebende
Dichtfläche 20 des Körpers, in dem die Einlassöffnung 3 ausgebildet ist (das Schiebergehäuse)
gedrückt. Mit seiner nach innen gerichteten Fläche 21 begrenzt der Schneidring 10
den Hohlraum teilweise.
[0064] In dem Hohlraum 12 und 12a ist ein dünnflüssiges Fett oder ein dickflüssiges Öl vorgesehen.
Dies kann über eine nicht dargestellte Einlassöffnung mittels einer Fettpresse in
den Hohlraum eingebracht werden.
[0065] Ferner weist der Hohlraum des Einlassschiebers 4 eine Tellerfeder 22 auf. Diese drückt
das als Kolben ausgebildete bewegliche Teil 13 in den Hohlraum, so dass das in dem
Hohlraum befindliche Fluid vorkomprimiert wird. Mit dem so erzeugten Vorkomprimierungsdruck
übt das in dem Hohlraum befindliche Fluid Druck auf die nach innen gerichtete Fläche
21 des Schneidrings 10 aus und drückt diesen mit diesem Druck gegen die Dichtfläche
20. Durch geeignete Wahl der Tellerfeder 22 kann somit der Anpressdruck eingestellt
werden, mit dem der Schneidring während der drucklosen Schaltvorgänge (bei "Nulldruck")
gegen die Dichtfläche 20 gedrückt wird.
[0066] Im Betrieb, beispielsweise wenn gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Kompression
der breiigen Masse im Zylinder erfolgt, bevor der Auslassschieber 7 geöffnet wird,
wird die im Zylinder befindliche breiige Masse gegen die dem Zylinder 1 zugewandte
Seite 16 des Einlassschiebers gedrückt. Mit gleichem Druck wird die dem Zylinder 1
zugewandte Fläche 15 des beweglichen Elements 13 mit Druck beaufschlagt. Das bewegliche
Element 13 beaufschlagt das in dem Hohlraum 12 befindliche Fluid mit dem gleichen
Druck. Dadurch wird der Schneidring 10 sowohl mit dem Vorspannungsdruck als auch mit
dem durch das bewegliche Element 13 übertragenen Druck gegen die Dichtfläche 20 gedrückt.
Gleichzeitig drückt der Zementleim- der breiigen Masse als hydrodynamischer Spaltdruck
in den Spalt zwischen der Fläche 19 und der Dichtfläche 20, wie dies in
EP 0 057 288 A1 im Detail beschrieben wird. Dieser Spaltdruck kann den Schneidring 10 nicht von der
Dichtfläche 20 abheben, weil der hydrodynamische Spaltdruck im Mittelwert nur ca.
50% des vom Fluid-Druck auf den Schneidering ausgeübten hydrostatischen Anpressdruckes
beträgt. Der Schneidring wird außerdem entsprechend der Vorspannung durch die Tellerfeder
dichtend auf die Dichtfläche 20 gedrückt.
[0067] Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform des Einlassschiebers 4 zeigt, dass der
Einlassschieber 4 mit einem flachen Grundkörper 41 ausgebildet werden kann, der um
die Schwenkachse (in der in Fig. 3 gewählten Teilansicht einer Hälfte des Einlassschiebers
(nicht näher dargestellt) verschwenkt werden kann. Der Einlassschieber 4 weist ein
relativ zum Grundkörper 41 bewegliches Element 43 auf. Dieses bewegliche Element 43
ist in der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform als Deckel ausgebildet. Das bewegliche
Element 43 begrenzt mit seinem Aussendruckmesser einen Hohlraum, dessen Durchmesser
dem Innendurchmesser des Schneideringes 10 entspricht. Die Bohrung 44 dient zur Führung
des beweglichen Elements ohne Kippgefahr. Der Raum 44 ist mit dem übrigen Hohlraum
über den Kanal 44a verbunden. In der in der in der Fig. 3 dargestellten Schließstellung
des Einlassschiebers 4 steht das bewegliche Element 43 mit einer nach außen gerichteten
Fläche 45 dann in Kontakt mit breiiger Masse, wenn die dem Zylinder zugewandt Seite
46 des Einlassschiebers 4 in Kontakt mit breiiger Masse steht, die sich im Schiebergehäuse
31 befindet. Über das bewegliche Element 43 kann ein Druck, den die breiige Masse
auf die nach außen gerichtete Fläche 45 des beweglichen Elements 43 ausübt, auf ein
in dem Hohlraum 42 befindliches Fluid ausgeübt werden.
[0068] Der Hohlraum 42 wird durch eine Ausnehmung in dem Grundkörper 41 gebildet, die sich
in dem Grundkörper 41 in Richtung auf die dem Zylinder 1 zugewandte Seite 46 des Einlassschiebers
4 öffnet. Die Öffnung der Ausnehmung wird durch den als Deckel 47 ausgebildete beweglichen
Kolben 43 und den zwischen dem Außenumfang des Deckels 47 und der die Öffnung begrenzenden
Wand 48 angeordneten Schneidring 40 zur Bildung des Hohlraums 42 verschlossen.
[0069] Der Schneidring 40, der in der dargestellten Schließstellung des Einlassschiebers
4 die Einlassöffnung umgibt wird in der in der Fig. 3 dargestellten Bauform vollständig
mit seiner nach außen gerichteten Fläche 49 gegen eine die Einlassöffnung 3 umgebende
Dichtfläche 50 des Körpers, in dem die Einlassöffnung 3 ausgebildet ist (die Brillenplatte
des Schiebergehäuses) gedrückt. Mit seiner nach innen gerichteten Fläche 51 begrenzt
der Schneidring 40 den Hohlraum 42 teilweise.
[0070] In dem Hohlraum 42 ist ein dünnflüssiges Fett oder ein dickflüssiges Öl vorgesehen.
Dies kann über die Einlassöffnung mittels einer Fettpresse in den Hohlraum 42 eingebracht-werden.
[0071] Ferner weist der Einlassschieber 4 eine oder mehrere Tellerfedern 52 auf. Diese drückt
den als Deckel 47 ausgebildete "bewegliche" Kolben 43 in den Hohlraum 42, so dass
das in dem Hohlraum befindliche Fluid vorkomprimiert wird. Mit dem so erzeugten Vorkomprimierungsdruck
übt das in dem Hohlraum 42 befindliche Fluid Druck auf die nach innen gerichtete Fläche
51 des Schneidrings 40 aus und drückt diesen während des drucklosen Schaltvorgangs
mit diesem Druck gegen die Dichtfläche 20. Durch geeignete Wahl der Tellerfeder 52
kann somit der Anpressdruck eingestellt werden, mit dem der Schneidring beim Schaltvorgang
gegen die Dichtfläche 50 gedrückt wird.
[0072] Die in Fig. 3 dargestellte, alternative Bauform eines Einlassschiebers 4 sieht vor,
dass das bewegliche Element, das einen Druck, den die breiige Masse auf es ausübt,
auf ein im Hohlraum 42 des Grundkörpers 41 befindliches Fluid ausübt, vollständig
durch den Deckel 47 gebildet wird. Der Deckel 47 ist beweglich relativ zum Grundkörper
41 ausgebildet. Der Deckel 47 weist einen Anschlag 53 auf, der an einem Anschlag 54
des Schneidrings 40 anliegt, wenn der Deckel durch das Fluid im Hohlraum nach außen
gedrückt wird. In der Fig. 3 wird eine Betriebssituation dargestellt, in der der Anschlag
53 nicht am Anschlag 54 anliegt, sondern am entgegengesetzten Ende des Stellweges.
Für den Betrieb sollen beide Endanschläge vermieden werden. Deshalb muss hier (Fig.
3) mehr Fluid eingefüllt werden.
[0073] Bei der in Fig. 4 dargestellten alternativen Ausführungsform werden Bauteile, die
zu der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform gleich sind, mit um die Zahl 100 erhöhten
Bezugszeichen dargestellt. Die Ausführungsform der Fig. 4 unterscheidet sich von der
in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform durch die Form des Schneidrings 140 sowie
die Abstützung des Federelements 152. Das Federelement stützt sich in dieser Ausführungsform
am Schneidring ab und nicht - wie in der Ausführungsform gemäß Fig. 3 - an einem separaten,
fest mit dem Grundkörper verbundenen Bauelement. Ferner ist der Schneidring 140 als
Ringkolben mit u-förmigem Ringquerschnitt ausgebildet ist, der mit seinem äußeren
Innendurchmesser gegenüber dem Grundkörper 141 und mit seinem inneren Innendurchmesser
gegenüber dem Kolben 143 gleitend abgedichtet ist.
[0074] Der Kolben 143 weist auf seiner dem Fluid zugewandten Seite einen im Wesentlichen
zylindrischen Stiel auf, der in einer zylindrischen Bohrung des Gehäuses gleitend
gelagert ist und gemeinsam mit dem Mantel des Kolbens eine Führung bildet, die den
Kolben gegen Verkanten sichert. Dieser Stiel des Kolbens durchdringt den Grundkörper
axial beweglich und abgedichtet.
[0075] Die in Fig. 4 dargestellte Bauform des Grundkörpers 141 und des Schneidrings 140
ist nach außen hin abgeflacht und erlaubt somit ein Aufklettern von Steinen, wenn
diese die Schwenkbewegung des Schiebers blockieren könnten.
[0076] Bei der in Fig. 5 dargestellten alternativen Ausführungsform werden Bauteile, die
zu der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform gleich sind, mit um die Zahl 200 erhöhten
Bezugszeichen dargestellt. Die Ausführungsform der Fig. 5 unterscheidet sich von der
in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform durch die Form des Schneidrings 240 und dadurch,
dass der Grundkörper 241 den Schneidring 240 außen umgreift.
1. Verfahren zur Förderung breiiger Massen mit einer Pumpvorrichtung,
die eine Kolbenpumpe mit mindestens zwei Zylindern (1), die jeweils einen Kolben (2)
aufweisen, aufweist, bei der jeder Zylinder (1) über eine mit einem ihm zugeordneten
Einlassschieber (4, 104, 204) verschließbare Einlassöffnung (3, 103, 203) mit einem
Vorfüllbehälter (5) und bei der jeder Zylinder (1) über eine mit einem ihm zugeordneten
Auslassschieber (7) verschließbare Auslassöffnung (6) mit einer Förderleitung verbunden
ist,
- bei dem bei einem Saughub eines Zylinders (1) bei geöffneter Einlassöffnung (3,
103, 203) und geschlossener Auslassöffnung (6) breiige Masse aus dem Vorfüllbehälter
(5) in den jeweiligen Zylinder (1) gefördert wird und bei einem Pumphub eines Zylinders
(1) bei geöffneter Auslassöffnung (6) und geschlossener Einlassöffnung (3, 103, 203)
breiige Masse in die Förderleitung gefördert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kolbengeschwindigkeit beim Saughub größer ist als beim Pumphub, und
- am Ende, gegen Ende oder kurz nach Ende des Saughubs die Einlassöffnung (3, 103,
203) mit dem Einlassschieber (4, 104, 204) verschlossen wird und danach eine Kompression
der breiigen Masse im Zylinder (1) erfolgt, bevor die Auslassöffnung (6) geöffnet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslassschieber (7) ein Drehschieber ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslassschieber (7) ein Drehschieber mit einem Ventilkörper (30) in einem Schiebergehäuse
(31) ist, wobei das Schiebergehäuse (31) Teil des Förderraums ist, in dem die breiige
Masse von dem jeweiligen Zylinder (1) in die Förderleitung (8) gefördert wird und
der Ventilkörper (30) in allen Stellungen des Auslassschiebers (7) im Schiebergehäuse
(31) verbleibt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (30) des Auslassschiebers (7) von einer Schließstellung in eine
geöffnete Stellung bewegt wird, wenn der Druck der in dem Zylinder (1) durch die Kompression
mit Druck beaufschlagten breiigen Masse im wesentlichen dem Druck der breiigen Masse
auf der förderleitungsseitigen Seite des Auslassschiebers (7) entspricht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlassschieber (4, 104, 204) ein Schwenkflachschieber ist.
6. Verfahren zur Förderung breiiger Massen mit einer Pumpvorrichtung, die eine Kolbenpumpe
mit mindestens zwei Zylindern (1), die jeweils einen Kolben (2) aufweisen, aufweist,
bei der jeder Zylinder (1) über eine mit einem ihm zugeordneten Einlassschieber (4,
104, 204) verschließbare Einlassöffnung (3, 103, 203) mit einem Vorfüllbehälter (5)
und bei der jeder Zylinder (1) über eine mit einem ihm zugeordneten Auslassschieber
(7) verschließbare Auslassöffnung (6) mit einer Förderleitung verbunden ist nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einen der Zylinder ein Reinigungskörper eingebracht wird, der mittels
Druckluft oder Druckwasser durch den geöffneten Auslassschieber in die Förderleitung
eingebracht wird und die in der Förderleitung befindliche breiige Masse durch die
Förderleitung fördert.
7. Pumpvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und
/oder zur Förderung breiiger Massen mit einer Kolbenpumpe mit einem Zylindern (1),
der einen Kolben (2) aufweist und der über eine durch eine Brillenplatte begrenzte
Einlassöffnung (3, 103, 203), die durch einen Einlassschieber (4, 104, 204) verschlossen
werden kann, mit einem Vorfüllbehälter (5) verbunden ist, wobei der Einlassschieber
(4, 104, 204) eine dem Innern des Schiebergehäuses (31) zugewandte Verschlußfläche
aufweist,
wobei der Einlassschieber (4, 104, 204)
- einen schwenkbaren Grundkörper (11, 41, 141, 241) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Verschlußfläche zumindest zum Teil durch die Fläche eines relativ zum Grundkörper
beweglichen Kolbens gebildet wird, der in einen in dem Grundkörper (11, 41, 141, 241)
ausgebildeten, geschlossenen Hohlraum (42, 142, 242) eintauchen kann, wenn von der
Innenseite des Schiebergehäuses 31 ein Mediumdruck auf den Kolben wirkt,
- in dem Hohlraum ein Fluid vorgesehen ist, das durch das Eintauchen des Kolbens komprimiert
werden kann,
- ein als Ringkolben ausgebildeter Schneidring (10, 40, 140, 240) vorgesehen ist,
der eine Fläche aufweist, die dem Hohlraum (12 und 12a, 42, 142, 242) zugewandt ist,
und der in Schließstellung des Einlassschiebers (4, 104, 204) durch den Druck des
Fluids gegen die Brillenplatte gepresst wird.
8. Pumpvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlassschieber (4, 104, 204) ein vorgespanntes Federelement (22, 52, 152, 252)
aufweist, das in derselben Richtung wie der Mediumdruck auf den Kolben einwirkt.
9. Pumpvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement als eine Tellerfeder (52, 152, 252) ausgebildet ist oder durch mehrere
Tellerfedern ausgebildet wird.
10. Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (43, 143, 243) auf seiner dem Fluid zugewandten Seite einen im wesentlichen
zylindrischen Stiel aufweist, der in einer zylindrischen Bohrung des Grundkörpers
gleitend gelagert ist und gemeinsam mit dem Mantel des Kolbens (43, 143, 243) eine
Führung bildet, die den Kolben (43, 143, 243) gegen Verkanten sichert.
11. Pumpvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiel des Kolbens (143, 243) den Grundkörper (141, 241) axial beweglich und abgedichtet
durchdringt.
12. Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Federelement (152, 252) am Schneidring (140, 240) abstützt.
13. Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidring (140) als Ringkolben mit u-förmigem Ringquerschnitt ausgebildet ist,
der mit seinem äußeren Innendurchmesser gegenüber dem Grundkörper (141) und mit seinem
inneren Innendurchmesser gegenüber dem Kolben (143) gleitend abgedichtet ist.
14. Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den verschlossenen Flachschieber bei Druckbelastung durch das im Zylinder
befindliche Medium wirkende hydrostatische Kraft zum Teil durch die Zugkraft einer
den Einlassschieber tragenden Schwenkwelle und zum Teil durch eine Kraft aufgenommen
wird, mit der sich der zum Teil in einer Führungsrille geführte Grundkörper an der
Führungsrille abstützt.
15. Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlassschieber mit einer Schwenkwelle verbunden ist und die Verbindung des Grundkörpers
mit der Schwenkwelle eine geringfügige Pendelbewegung um eine im wesentlichen horizontale,
senkrecht zur Schwenkachse verlaufende Achse erlaubt.
16. Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement durch Einbringen des Fluids in den Hohlraum gespannt wird, wobei
sich der Kolben entgegen der Wirkrichtung des Mediumdrucks bewegt und der Fluidraum
durch ein Rückschlagventil oder einen Verschlußstopfen gegen ein Ausfließen des Fluids
gesichert wird.
17. Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlassschieber (4, 104, 204) ein Schwenkflachschieber ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren mit einer Pumpvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 17 durch geführt
wird.
1. Method of conveying pulpy substances with a pumping device, comprising a piston pump
with at least two cylinders (1) which have each a piston (2), wherein each cylinder
(1) is connected through an inlet slide (4, 104, 204) assigned to it is closable by
a closable Inlet opening (3, 103, 203) with a prefill container (5) and at which each
cylinder (1) is connected to a conveying line by a respective outlet opening (6) which
is closeable with an outlet slide (7);
- in which a pulpy substance is conveyed during a suction stroke of a cylinder (1)
with the inlet opening (3, 103, 203) being open and closed outlet opening (6) from
the prefill container (5) into the respective cylinders (1) and with a pump stroke
of a cylinder (1) with an open outlet opening (6) and closed inlet opening (3, 103,
203) pulpy substance is conveyed into the conveying line, wherein the speed of the
piston during the suction stroke Is greater than the speed during the pump stroke,
- In which at the end, toward the end or shortly after the end of the suction stroke,
the inlet opening (3, 103, 203) is closed by the inlet slide and subsequently a compression
of the pulpy substance in the cylinder (1) takes place before the outlet opening (6)
Is opened.
2. Method according to claim 1, characterized In that the outlet slide (7) Is a rotary slide.
3. Method according to claim 2, characterized in that the outlet slide (7) is a rotary slide with a valve body (30) in a slide housing
(31), wherein the slide housing (31) is part of a conveying space, in which the pulpy
substance Is conveyed by respective cylinder (1) Into the conveying line (8) and the
valve body (30) remains in all positions of the outlet slide (7) in the slide housing
(31).
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterized in that the valve body (30) of the outlet slide (7) is moved from a closed position in a
open position by the compression of the pressurized pulpy substance corresponds essentially
to the pressure of the pulpy substance on the side of the outlet slides (7) on the
side of the conveying line.
5. Method according to one of claims 1 to 4 characterized in that the inlet slide (4, 104, 204) is a pivot flat slide.
6. Method for conveying pulpy substances with a pumping device which includes a piston
pump with at least two cylinders (1) which each have a piston (2), wherein each cylinder
(1) is connected to a prefill container (5), through an inlet opening (3, 103, 203)
assigned to It, which can be closed with an inlet slide (4, 104, 204), and wherein
each cylinder (1) is connected to a conveying line through an outlet opening (6) which
can be closed with an outlet slide (7), especially according to claims 1 to 5 characterized In that at least Into one of the cylinders contains a cleaning body with Is introduced into
the conveying line with air pressure or water pressure through the opened outlet slide
and thus conveys the pulpy substance present in the conveying line.
7. Pumping device for conveying pulpy substances with a piston pump with a cylinder (1),
which has a piston (2), and which is connected to a prefill container (5) through
an inlet opening (3, 103, 203) which is limited by a spectacle-type plate, and can
be closed with a inlet slide (4, 104, 204), wherein the inlet slide (4, 104, 204)
has an closing plane inside the slide housing (31)
wherein the inlet slide (4, 104, 204)
- has a pivotable base body (11, 41, 141, 241),
- the closing plane is at least partially formed by a piston moveable relative to
the base body, which can dive Into a closed hollow space (42, 142, 242) formed in
the base body (11, 41, 141, 241), when a medium pressure acts from the inside of the
slide housing (31) onto a piston,
- in a hollow space a fluid is provided, which can be compressed by a piston diving
into it,
- a cutting ring (10, 40, 140, 240) formed as a ring piston has a surface which is
facing the hollow space (12 and 12a, 42, 142, 242) and which In the closing position
of the inlet slide (4, 104, 204) Is pressed against the spectacle plate by the pressure
of the fluid.
8. Pumping device according to claim 7,
characterized in that the inlet slide (4, 104, 204) has a pretensioned spring element (22, 52, 152, 252),
which acts in the same direction as the medium pressure on the piston.
9. Pumping device according to claim 8, characterized in that
the spring element Is constructed as a plate spring (52, 152, 252) or is formed by
several plate springs.
10. Pumping device according to one of claims 7 to 9, characterized in that the piston (43, 143, 243) has on its side facing the fluid an essentially cylindrical
stem, machined slidingly in a cylindrical bore of the base body and, together with
the jacket of piston (43, 143, 243) forms a guide which secures the piston against
misalignment.
11. Pumping device according to claim 10, characterized in that the stem of the piston (143, 243) axially, moveably and sealingly extends through
the base body (141, 241).
12. Pumping device according to one of claims 7 to 11, characterized In that the spring element (152, 252) rests against the cutting ring (140, 240).
13. Pumping device according to one of claims 7 to 12, characterized in that the cutting ring (140) is constructed as an annular piston with U-shaped an annular
cross section, whose outer circumference Is moveably sealed towards the base body
and its inner circumference towards the piston (143).
14. Pumping device according to one of the claims 7 to 13, characterized in that the hydrostatic force effected trough the medium in the piston at pressure load onto
the closed flat slide Is partially received by the traction of a pivotable shaft carrying
the inlet slide, and partially Is received by a force with which the base body which
is partially guided in a guiding groove is supported by the guiding groove.
15. Pumping device according to one of the claims 7 to 14, characterized in that the inlet slide is connected to a pivotable shaft and that the connection of the
base body with the pivotable shaft permits a limited pendulum movement about an essentially
horizontal axis, which is vertical respective to the swinging axis.
16. Pumping device according to one of the claims 7 to 15, characterized in that the spring element is tensioned by the introduction of the fluid into the hollow
space, wherein the piston moves In opposite direction of the direction of the medium
pressure and the space containing the fluid is secured against leaking of the fluid
by a setback valve or a sealing plug.
17. Pumping device according to one of the claims 1 to 6, characterized In that the Inlet slide (4, 104, 204) Is a pivotable flat slide.
18. Method according to claims 1 to 6, characterized in that the method is carried out with a pumping device according to the claims 7 to 17.
1. Procédé de convoyage de masses pâteuses à l'aide d'un dispositif de pompage
équipé d'une pompe à pistons comptant au moins deux cylindres (1) respectivement munis
d'un piston (2), dans laquelle chaque cylindre (1) est raccordé à un récipient (5)
de remplissage préalable, par l'intermédiaire d'un orifice d'admission (3, 103, 203)
pouvant être obturé par une vanne d'admission (4, 104, 204) qui lui est affectée,
et dans laquelle chaque cylindre (1) est raccordé à un conduit de convoyage par l'intermédiaire
d'un orifice de sortie (6) pouvant être obturé par une vanne de sortie (7) qui lui
est assignée,
- procédé dans lequel, lors d'une course d'aspiration d'un cylindre (1), à l'état
ouvert dudit orifice d'admission (3, 103, 203) et à l'état fermé dudit orifice de
sortie (6), de la masse pâteuse est introduite dans le cylindre considéré (1), à partir
dudit récipient (5) de remplissage préalable, et dans lequel de la masse pâteuse est
introduite dans ledit conduit de convoyage lors d'une course de pompage d'un cylindre
(1), à l'état ouvert dudit orifice de sortie (6) et à l'état fermé dudit orifice d'admission
(3, 103, 203),
caractérisé par le fait
- que la vitesse des pistons est plus grande, lors de la course d'aspiration, que lors
de la course de pompage, et
- qu'à l'achèvement, à l'approche de l'achèvement, ou peu après l'achèvement de ladite
course d'aspiration, l'orifice d'admission (3, 103, 203) est obturé par la vanne d'admission
(4, 104, 204) et une compression de la masse pâteuse s'opère ensuite, dans le cylindre
(1), préalablement à l'ouverture de l'orifice de sortie (6).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la vanne de sortie (7) est un tiroir rotatif.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la vanne de sortie (7) est un tiroir rotatif présentant un corps obturateur (30)
logé dans un carter (31), ledit carter (31) de la vanne faisant partie intégrante
de la chambre de convoyage dans laquelle la masse pâteuse est introduite dans le conduit
de convoyage (8) à partir du cylindre (1) considéré, ledit corps obturateur (30) demeurant
dans le carter (31) de la vanne dans toutes les positions de ladite vanne de sortie
(7).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le corps obturateur (30) de la vanne de sortie (7) est mû d'une position de fermeture
à une position ouverte lorsque la pression de la masse pâteuse, sollicitée par une
pression suite à la compression s'opérant dans le cylindre (1), correspond pour l'essentiel
à la pression de ladite masse pâteuse du côté de ladite vanne de sortie (7) qui pointe
vers le conduit de convoyage.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que la vanne d'admission (4, 104, 204) est une vanne aplatie apte à pivoter.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, dévolu au convoyage de masses pâteuses
à l'aide d'un dispositif de pompage équipé d'une pompe à pistons comptant au moins
deux cylindres (1) respectivement munis d'un piston (2), dans laquelle chaque cylindre
(1) est raccordé à un récipient (5) de remplissage préalable, par l'intermédiaire
d'un orifice d'admission (3, 103, 203) pouvant être obturé par une vanne d'admission
(4, 104, 204) qui lui est affectée, et dans laquelle chaque cylindre (1) est raccordé
à un conduit de convoyage par l'intermédiaire d'un orifice de sortie (6) pouvant être
obturé par une vanne de sortie (7) qui lui est assignée, caractérisé par le fait qu'un corps de nettoyage, inséré dans au moins l'un des cylindres, est introduit dans
le conduit de convoyage par de l'air comprimé ou par de l'eau pressurisée, à travers
la vanne de sortie ouverte, et fait cheminer, par ledit conduit de convoyage, la masse
pâteuse située dans ledit conduit de convoyage.
7. Dispositif de pompage dévolu à la mise en oeuvre du procédé conforme à l'une des revendications
1 à 6, et/ou au convoyage de masses pâteuses, équipé d'une pompe à piston présentant
un cylindre (1) qui est muni d'un piston (2) et est raccordé à un récipient (5) de
remplissage préalable, par l'intermédiaire d'un orifice d'admission (3, 103, 203)
délimité par une plaque de châssis et pouvant être obturé par une vanne d'admission
(4, 104, 204), ladite vanne d'admission (4, 104, 204) étant pourvue d'une surface
obturatrice tournée vers l'espace intérieur du carter (31) de ladite vanne,
laquelle vanne d'admission (4, 104, 204)
est munie d'un corps de base (11, 41, 141, 241) apte à pivoter,
caractérisé par le fait
- que la surface obturatrice est formée, au moins en partie, par la surface d'un piston
qui est mobile par rapport au corps de base et peut pénétrer dans une cavité fermée
(42, 142, 242), ménagée dans ledit corps de base (11, 41, 141, 241), lorsqu'une pression
de la substance agit sur ledit piston à partir de la face intérieure du carter (31)
de la vanne,
- qu'un fluide, prévu dans ladite cavité, peut être comprimé par la pénétration dudit piston,
- qu'une bague coupante (10, 40, 140, 240), réalisée sous la forme d'un plongeur annulaire,
est dotée d'une surface tournée vers ladite cavité (12 et 12a, 42, 142, 242) et est
pressée contre la plaque de châssis, par la pression du fluide, en position de fermeture
de la vanne d'admission (4, 104, 204).
8. Dispositif de pompage selon la revendication 7, caractérisé par le fait que la vanne d'admission (4, 104, 204) est munie d'un élément élastique précontraint
(22, 52, 152, 252) agissant, sur le piston, dans la même direction que la pression
de la substance.
9. Dispositif de pompage selon la revendication 8, caractérisé par le fait que l'élément élastique est réalisé sous la forme d'une rondelle Belleville (52, 152,
252), ou est constitué de plusieurs rondelles Belleville.
10. Dispositif de pompage selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé par le fait que le piston (43, 143, 243) comporte, sur son côté tourné vers le fluide, un fût sensiblement
cylindrique qui est monté à glissement dans un alésage cylindrique du corps de base
et qui forme, en association avec l'enveloppe dudit piston (43, 143, 243), un guide
prévenant un grippage dudit piston (43, 143, 243).
11. Dispositif de pompage selon la revendication 10, caractérisé par le fait que le fût du piston (143, 243) traverse le corps de base (141, 241) avec mobilité axiale
et avec effet d'étanchement.
12. Dispositif de pompage selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé par le fait que l'élément élastique (152, 252) est en appui contre la bague coupante (140, 240).
13. Dispositif de pompage selon l'une des revendications 7 à 12, caractérisé par le fait que la bague coupante (140) est réalisée sous la forme d'un plongeur annulaire dont la
section de l'anneau est configurée en U et dont l'étanchéité est assurée par glissement
vis-à-vis du corps de base (141), sur la partie externe de son diamètre intérieur,
et vis-à-vis du piston (143) sur la partie interne de son diamètre intérieur.
14. Dispositif de pompage selon l'une des revendications 7 à 13, caractérisé par le fait que la force hydrostatique agissant sur la vanne aplatie fermée, lors d'une sollicitation
à la pression émanant de la substance située dans le cylindre, est absorbée en partie
par la force de traction d'un arbre pivotant portant la vanne d'admission et, en partie,
par une force avec laquelle le corps de base, partiellement guidé dans une rainure
de guidage, prend appui contre ladite rainure de guidage.
15. Dispositif de pompage selon l'une des revendications 7 à 14, caractérisé par le fait que la vanne d'admission est reliée à un arbre pivotant, et la liaison du corps de base
avec ledit arbre pivotant autorise un léger mouvement pendulaire autour d'un axe pour
l'essentiel horizontal, s'étendant perpendiculairement à l'axe de pivotement.
16. Dispositif de pompage selon l'une des revendications 7 à 15, caractérisé par le fait que l'élément élastique est bandé par introduction du fluide dans la cavité, sachant
que le piston se meut en sens inverse de la direction d'action de la pression de la
substance, et qu'un écoulement du fluide, hors de la chambre à fluide, est interdit
par un clapet antiretour ou par un bouchon d'obturation.
17. Dispositif de pompage selon l'une des revendications 7 à 16, caractérisé par le fait que la vanne d'admission (4, 104, 204) est une vanne aplatie apte à pivoter.
18. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que ledit procédé est mis en oeuvre à l'aide d'un dispositif de pompage conforme à l'une
des revendications 7 à 17.