(19)
(11) EP 2 388 407 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.10.2014  Patentblatt  2014/40

(21) Anmeldenummer: 11004171.2

(22) Anmeldetag:  20.05.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04G 17/06(2006.01)

(54)

Montagekeil

Mounting wedge

Cale de montage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.05.2010 DE 202010009525 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.11.2011  Patentblatt  2011/47

(73) Patentinhaber: SK Wiegrink Beteiligungs GmbH
46395 Bocholt (DE)

(72) Erfinder:
  • Krichel, Ralf
    46399 Bocholt (DE)

(74) Vertreter: Stenger, Watzke & Ring 
Intellectual Property Am Seestern 8
40547 Düsseldorf
40547 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-02/079654
DE-A1- 3 502 959
FR-A1- 2 431 586
DE-A1- 2 710 345
DE-A1- 19 642 300
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Montagekeil mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Montagekeile sind Keilelemente, die eine Basisfläche und eine Rampenfläche aufweisen, die sich in einer Keilspitze treffen. Die beiden Flächen sind begrenzt durch Seitenflächen und einer Kopffläche. Montagekeile werden im Betonbau eingesetzt. Üblicherweise werden Betonflächen in Abgrenzungen gegossen. Auch ist es bekannt, sogenannte Dehnfugen in Betonflächen durch das Einlegen von Profilen mit seitlichen Begrenzungsflächen auszubilden.

    [0003] Bei allen Profilen und Begrenzungsflächen bzw. Schalungen ist es wichtig, dass diese hinsichtlich der Höhe justiert sind. Beim Anbringen des gießfähigen Betons füllen sich die durch die Schalungen gebildeten Decken gleichmäßig mit Beton bis zu den vorgesehenen Oberkanten.

    [0004] Zur Justierung der Schalungen und Profile ist es bekannt, Keile einzusetzen. Allerdings stehen die Vorschriften der Verwendung von Holz entgegen. Die eingesetzten Keile werden praktisch zumindest weitgehend mit eingegossen und sind nach Fertigstellung des Betongusses verloren. Es hat sich herausgestellt, dass die Verwendung von Holz langfristig zu undefinierbaren Veränderungen führen, sodass die Verwendung ausgeschlossen wird.

    [0005] Die Verwendung von Metallkeilen indes ist nicht nur wirtschaftlich so aufwendig, es führt auch zu technischen Schwierigkeiten, denn vom Keil unterstützte Schalungen können entlang der Rampenfläche abrutschen, so dass eine Justierung und eine Fixierung der Profile schwierig ist.

    [0006] Aus der DE 35 02 959 A1 ist ein Keil zur Anwendung an Lattenunterkonstruktionen von Wandungsverkleidungen bekannt geworden. Der Verwendungszweck dieser Keile ist darauf gerichtet, Traglatten von Unterkonstruktionen für Wandungsverkleidungen in eine genau vertikale oder horizontale Lage gegenüber Gebäudewandungen zu bringen. Die Keile sind aus einem Blechstanzteil gebogen. Sie verfügen über eine Rampenfläche, die eine Strukturierung trägt, die im Wesentlichen rechtwinklig zur Keilspitze ausgerichtet ist.

    [0007] Aus der DE 196 42 300 A1 ist ein Holzkeil bekannt geworden, der über zwei spitzwinklig zueinander verlaufende Keilflächen verfügt. Zum Ausrichten von Bauteilen, beispielsweise für die Verletzung von Holz- oder Laminatfußböden oder für das Ausrichten von Schrankwänden verlaufen die Keilflächen quer zur Holzfaser. Dadurch lässt sich der Holzkeil besonders leicht an beliebigen Stellen in Querrichtung abbrechen, um nach dem Einschlagen des Holzkeils den Überstand zu entfernen. Die Keilflächen haben Zähne, die auf der der Keilspitze zugewandten Seite eine zur Verschieberichtung des Holzkeils flach verlaufende, lange Flanke und auf der der Keilspitze abgewandten Seite eine zur Verschieberichtung des Holzkeils steil verlaufende, kurze Flanke aufweisen können. Derart ausgebildete Zähne bilden Widerhaken, die ein Verschieben in Spannrichtung begünstigen, in entgegengesetzter Richtung jedoch eine Sperrfunktion ausüben. Ausgehend vom vorbeschriebenen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Montagekeil der gattungsgemäßen Art dahingehend weiterzubilden, dass dieser wirtschaftlicher herstellbar und insbesondere ohne die Gefahr des Verrutschens der Schalungen einsetzbar ist.

    [0008] Zur technischen Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Montagekeil mit den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

    [0009] Erfindungsgemäß weist der Montagekeil auf der Rampenfläche eine Strukturierung auf, die ein Rutschen entlang der Rampenfläche in Richtung Keilspitze verhindert. Dadurch wird sichergestellt, dass Schalungen, Profile und dergleichen nach der Justierung in ihrer Position verbleiben. Dadurch wird der Einsatz der Montagekeile sicherer und einfacher. Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird die Strukturierung durch eine Verzahnung gebildet, die an der Rampenoberfläche ausgebildet ist.

    [0010] Dabei kann die gesamte Rampenfläche oder ein Teil der Fläche verzahnt ausgebildet sein. In vorteilhafter Weise besteht der Montagekeil aus Metall.

    [0011] Gemäß einem besonders vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird der Keil durch Abkantung eines Bleches gebildet, derart, dass die freien Kanten eines Blechzuschnittes eine Rampe bildend aufgekantet werden und der dazwischen liegende Blechbereich die Basisfläche bildet. Die freien Kanten können dann auf einfache Weise mit einer Verzahnung versehen werden. Dabei kann die Aufkantung so erfolgen, dass eine offene Keilspitze verbleibt. Die Öffnung kann je nach Einsatzbereich gewählt werden, sodass beispielsweise im Beton befindliche Steine gesichert durch die Öffnung passen und dergleichen.

    [0012] Mit der Erfindung werden einfache und mit geringem wirtschaftlichem Aufwand herstellbare Montagekeile bereitgestellt, die als verlorene Keile im Betonguss einsetzbar sind und ein Verrutschen von Schalungen und Profilen weitgehend verhindern.

    [0013] Die Keile lassen sich beispielsweise beim Betonguss von schiefen Ebenen verwenden. Dazu wird ein Keil zwischen einem Untergrund und einer Schalung angeordnet. Beim anschließenden Eingießen von Beton dringt der Beton auch in einen zwischen den aufgekanteten freien Kanten und der Basisfläche aufgespannten Innenraum des Keils ein. Der Keil kann quasi vollständig eingegossen werden. Aufgrund der Ausbildung des Keils aus Metall kann der Keil im Beton als verlorener Keil verbleiben. Dies ist bei einer Ausbildung des Keils aus Holz nicht möglich.

    [0014] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
    Figur 1
    eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Montagekeil;
    Figur 2
    eine schematische perspektivische Ansicht des Montagekeils gemäß Figur 1 und
    Figur 3
    eine schematische Seitenansicht des Montagekeils gemäß Figur 1.


    [0015] In den Figuren sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen. Der Montagekeil 1 weist eine Basisfläche 2 auf sowie eine Rampenebene bildende Seitenkanten 3, die im gezeigten Ausführungsbeispiel verzahnt ausgebildet sind. Die Seitenflächen 5 laufen spitz zu der Keilspitze 4 zu, die zumindest soweit offen ist, dass beispielsweise in Beton befindliche Steine durch passen. Es kommt somit nicht zu Stau oder Drücken, die den Keil zu verschieben geeignet sind.

    [0016] Der Montagekeil 1 kann aus einem ebenen Blech gebildet werden. Hierzu wird ein dreieckförmiges oder trapezförmiges Stück aus dem Blech ausgestanzt. Anschließend wird der Montagekeil 1 durch zweifaches Biegen des dreieckförmigen oder trapezförmigen Blechs geformt, so dass im endfertig geformten Zustand die Seitenflächen 5 in einem senkrechten Winkel in gleicher Ausrichtung von der Basisfläche 2 abstehen. Die Seitenflächen 5 sind im Wesentlichen kongruent zueinander. Die Seitenflächen 5 können insbesondere viereckförmig oder dreieckförmig ausgebildet sein.

    [0017] Die Seitenkanten 3 sind im Falle von dreieckförmigen Seitenflächen 5 diejenigen Kanten, die in der Keilspitze 4 die Basisfläche 2 schneiden. Im Falle von viereckförmigen Seitenflächen 5 sind die Seitenkanten 3 diejenigen Kanten, die mit Bezug auf die Seitenflächen 5 der Basisfläche 2 gegenüberliegen. Die mit der Erfindung vorgeschlagene Rampenfläche, auch als Rampenebene bezeichnet, ist in dieser Ausführung eine gedachte Fläche, die durch eine von den Seitenkanten 3 aufgespannte Ebene definiert ist.

    [0018] Die Seitenkanten 3 weisen eine Strukturierung auf. Hierbei kann es sich um eine Verzahnung, Wellung, Stufenform und/oder dergleichen handeln. Erfindungsgemäß ist die Strukturierung der Seitenkanten 3 entgegen der Keilspitze 4 gerichtet. Dies bedeutet, dass die Strukturierung der Seitenkanten 3 bei einer Bewegung des Montagekeils 1, welche Bewegung ausgehend von der Keilspitze 4 in Richtung der Seitenkanten 3 gerichtet ist, eine der Bewegung entgegenwirkende Reibkraft so hoch wie möglich ausbildet.

    [0019] Die Strukturierung der Seitenkanten 3 dient als Widerhaken. Der Montagekeil 1 kann so an einem gewünschten Einsatzort angebracht werden, und ist gegen ein Herausrutschen aufgrund der beschriebenen Wirkung der Strukturierung gesichert. Denn bei einem möglichen Herausrutschen wirkt die Strukturierung als Widerhaken gegen ein vom Montagekeil 1 gesichertes Material, insbesondere eine Schalung, ein Profil und/oder dergleichen.

    [0020] Die Strukturierung ist stirnseitig der Seitenflächen 5 an den Seitenkanten 3 angeordnet. Besonders vorteilhaft ist es, dass sich die Strukturierung der Seitenkanten 3 bereits durch ein entsprechendes Stanzwerkzeug bei Ausstanzen des Blechs für den Montagekeil 1 in die späteren Seitenkanten 3 formen lässt. Auch ist es denkbar, dass der erfindungsgemäße Montagekeil 1 quasi endlos hergestellt wird. Hierzu können die Blechstücke unmittelbar nebeneinander jeweils um 180 Grad versetzt aus dem Blech ausgestanzt werden. Es fällt nur ein minimaler Ausstoß an nicht genutztem Blech an. Somit lässt sich der Montagekeil 1 nicht nur besonders einfach und schnell herstellen, sonder auch besonders wirtschaftlich.

    [0021] Das beschriebene Ausführungsbeispiel dient nur der Erläuterung und ist nicht beschränkend.

    Bezugszeichen:



    [0022] 
    1
    Montagekeil
    2
    Basisfläche
    3
    Seitenkante
    4
    Keilspitze
    5
    Seitenfläche



    Ansprüche

    1. Montagekeil mit einer Basis und einer Rampenfläche, wobei der Montagekeil (1) aus einem abgekanteten Blech gebildet ist, wobei die Rampenfläche durch freie Seitenkanten (3) ausgebildet ist, wobei die Rampenfläche eine Strukturierung aufweist, die stirnseitig von Seitenflächen (5) an den Seitenkanten (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung entgegen einer Keilspitze (4) gerichtete Rutschhindernisse aufweist und als Widerhaken dient und dass die Seitenflächen (5) in Richtung der Keilspitze (4) spitz aufeinander zulaufen.
     
    2. Montagekeil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung eine Verzahnung ist.
     
    3. Montagekeil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus Metall gebildet ist.
     
    4. Montagekeil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilspitze (4) offen ausgebildet ist.
     
    5. Verwendung eines Montagekeils nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zum Betonguss von schiefen Ebenen.
     
    6. Verfahren zur Herstellung von Montagekeilen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Blechstücke unmittelbar nebeneinander jeweils um 180 Grad versetzt aus einem ebenen Blech ausgestanzt werden, wobei in die Seitenkanten (3) der Blechstücke beim Ausstanzen eine Strukturierung durch ein entsprechendes Stanzwerkzeug geformt wird, und wobei jedes Blechstück anschließend zweifach gebogen wird, derart, dass im endfertig geformten Zustand die Seitenflächen (5) in einem senkrechten Winkel in gleicher Ausrichtung von der Basisfläche abstehen.
     


    Claims

    1. A mounting wedge comprising a base and a ramp surface, wherein the mounting wedge (1) is made of a beveled sheet metal, wherein the ramp surface is formed by free side edges (3), wherein the ramp surface comprises a structuring which is formed on the face by lateral surfaces (5) at the side edges (3), characterized in that the structuring comprises slide barriers, that are directed against a wedge tip (4), and serves as barb and that the lateral surfaces (5) taper towards each other in the direction of the wedge tip (4).
     
    2. A mounting wedge according to claim 1, characterized in that the structuring is a tooth system.
     
    3. A mounting wedge according to one of the preceding claims, characterized in that this one is made of metal.
     
    4. A mounting wedge according to one of the preceding claims, characterized in that the wedge tip (4) is open.
     
    5. A use of a mounting wedge according to one of the claims 1 through 4 for the concrete casting of inclined planes.
     
    6. A method for manufacturing mounting wedges (1) according to one of the claims 1 through 4, characterized in that two sheet metal pieces that are placed directly next to each other and are each offset by 180 degrees are punched out of an even sheet metal, wherein during the punching operation, a structuring is formed in the side edges (3) of the sheet metal pieces by a corresponding punching tool, and wherein each sheet metal piece is afterwards bent twice, such that in the finally shaped state the lateral surfaces (5) stick out from the base surface at a perpendicular angle into the same direction.
     


    Revendications

    1. Cale de montage comprenant une base et une surface de rampe, la cale de montage (1) étant formée par une tôle pliée, la surface de rampe étant formée par des bords latéraux libres (3), la surface de rampe comprenant une structuration qui est formée du côté de la face par des surfaces latérales (5) sur les bords latéraux (3), caractérisée en ce que la structuration comprend des barrières contre le glissement dirigées contre une pointe de cale (4) et sert de barbelure et que les surfaces latérales (5) convergent suivant un angle aigu dans la direction de la pointe de cale (4).
     
    2. Cale de montage selon la revendication 1, caractérisée en ce que la structuration est une denture.
     
    3. Cale de montage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que celle-ci est fabriquée en métal.
     
    4. Cale de montage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pointe de cale (4) est ouverte.
     
    5. Utilisation d'une cale de montage selon l'une des revendications 1 à 4 pour la coulée des plans inclinés en béton.
     
    6. Procédé de fabrication de cales de montage (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que deux pièces de tôle qui sont disposées directement l'une à côté de l'autre et dont chacune est décalée de 180° sont estampées dans une tôle plane, une structuration étant formée dans les bords latéraux (3) des pièces de tôle par un outil d'estampage correspond pendant l'estampage et chaque pièce de tôle étant après soumis à un double pliage de façon qu'à l'état finalement formé les surfaces latérales (5) fassent saillie à partir de la surface de base selon un angle perpendiculaire et dans la même direction.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente