[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verwendung unter Wasser, insbesondere
eine Unterwasserleuchte mit LEDs und/oder optischen Sensoren.
[0003] All diesen Unterwasserleuchten des Stand der Technik ist es gemein, dass sie ein
elektrisches Arbeitsmittel aufweisen, das in einem Gehäuse untergebracht ist. Das
Gehäuse weist ein durchsichtiges erstes Gehäuseteil auf, durch das das Licht, das
von dem elektrischen Arbeitsmittel erzeugt wird, austreten kann. Zusätzlich weist
das Gehäuse ein zweites Gehäuseteil auf, das zusammen mit dem ersten Gehäuseteil das
elektrische Arbeitsmittel wasserdicht aufnimmt.
[0004] Da die Lampen des elektrischen Arbeitsmittels bevorzugt LEDs sind, ist es wichtig,
die in diesen LEDs entstehende Wärme effektiv nach außen abzuführen, um ein Überhitzen
der LEDs zu vermeiden. Beim Stand der Technik ist es dafür üblich, das Gehäuse so
auszugestalten, dass es von allen Seiten von dem Wasser umspült werden kann, insbesondere
auch von der Rückseite. Außerdem ist es wesentlich, eine gute Wärmeleitfähigkeit durch
das Gehäuse hindurch zu gewährleisten.
[0005] Zusätzlich war darauf zu achten, dass das Gehäuse selbst wasserdicht war, und diese
Wasserdichtigkeit auch über längere Zeiten und bei größeren Temperaturschwankungen
beibehielt.
[0006] Die beim Stand der Technik eingesetzten Gehäuse hatten meist verschraubte Gehäuseteile
und Dichtring und erfüllten diese Anforderung nur bedingt, da insbesondere bei längerem
Einsatz, oder unsachgemäßer Montage, die Dichtigkeit nicht immer Gewährleistet war.
[0007] Alternative Versuche mit vergossenen Gehäusen waren unbefriedigend, da die zusätzliche
Verguss-Schicht die Wärmeableitung behinderte.
[0008] Daher ist es die Aufgabe der Erfindung, eine neue Vorrichtung zur Verwendung unter
Wasser bereit zu stellen, die die eingangs genannten Probleme nicht hat, die einfach
und kostengünstig zu montieren ist, und darüber hinaus über eine lange Zeit einen
sicheren wasserdichten Betrieb gewährleistet.
[0009] Erfindungsgemäß wird die oben genannte Aufgabe durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch
1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf weitere vorteilhafte Aspekte
der Erfindung.
[0010] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Figuren erläutert, in denen
zeigen :
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht entlang der Line A-A aus Figur 1 ;
- Fig. 3
- ist ein schematisches Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Steuerung
der elektrischen Verbraucher; und
- Fig. 4
- ist ein Flussdiagramm zur Erläuterung des Betriebs der Vorrichtung nach Fig. 2.
[0011] Die Erfindung wird anhand des Beispiels einer Unterwasserleuchte beschrieben, obwohl
die Erfindung nicht auf Unterwasserleuchten beschränkt ist. An Stelle von Unterwasserleuchten
können auch optische Sensoren eingesetzt werden, mit deren Hilfe Unterwasserleuchten
oder andere Schwimmbadausrüstung, beispielsweise Wasserdüsen, geschaltet werden. Darüber
hinaus wird die Erfindung am Beispiel eines Schwimmbades beschrieben, wobei auch dies
nicht beschränkten zu verstehen ist. Es ist auch möglich, eine erfindungsgemäße Unterwasserleuchte
an der Außenseite eines Boots anzubringen, um das umgebende Wasser zu erleuchten,
wenn das Boot vor Anker liegt.
[0012] Wie in dem eingangs genannten Stand der Technik beschrieben ist, ist diese Erfindung
auch nicht auf eine Lichtfarbe beschränkt. Es können Leuchtmitteln verschiedenster
Farben eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, durch eine entsprechende
Steuerung, auch eine Farbmodulation des Lichtes bereitzustellen.
[0013] Selbstverständlich sind auch Kombinationen verschiedener Bauteile möglich, beispielsweise
kann zusätzlich zu den LEDs in dem selben Gehäuse auch ein Sensor angebracht sein.
[0014] Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Unterwasserleuchte. Unter einem
für sichtbares Licht transparenten ersten Gehäuseteil 5, das im Folgenden auch als
Abdeckung bezeichnet wird, befindet sich ein elektrisches Arbeitsmittel 1, das erfindungsgemäß
die Form einer Leiterplatine 19 mit darauf angebrachten Leuchtdioden (LEDs) 15 hat.
Zur Verbesserung der Ästhetik ist zwischen der transparenten Abdeckung 5 und der Leiterplatine
19 eine mit Löchern bzw. Blenden versehene Scheibe 31 eingelegt, die den direkten
Blick auf die Leiterplatine versperrt jedoch das Licht der LEDs nach außen gelangen
lässt.
[0015] In der Abdeckung sind vier Durchgangslöcher 33 vorgesehen, in denen Schrauben zur
Befestigung der Unterwasserleuchte an der Schwimmbadwand eingesetzt werden können.
Es ist aber auch möglich bei einer alternativen Ausführungsform, die Unterwasserleuchte
an der Schwimmbadwand festzukleben, wobei dann die Durchgangslöcher 33 entfallen können.
[0016] Darüber hinaus sind in der Abdeckung Schlitze 35 vorgesehen, die den Durchtritt von
Wasser erlauben, so dass die gesamte Unterwasserleuchte, auch von der Rückseite, von
Wasser umspült werden kann, was die Kühlung deutlich verbessert. Obwohl bei der gezeigten
Ausführungsform Schlitze 35 über den Umkreis der Abdeckung 5 verteilt sind, ist dies
nicht zwingend vorgeschrieben. Die Schlitze 35 könnten auch in Form von Kreissegmenten
ausgeführt sein. Andere Formen sind ebenfalls möglich, beispielsweise Kreislöcher
oder ähnliches. Auch die Form der Abdeckung als Kreisscheibe, ist im Ermessen des
Designers. Andere Formen, etwa Polygonal, sind möglich. Dies gilt sowohl für die Abdeckung
als auch für die Leiterplatine oder die Anordnung der Leuchtdioden.
[0017] Erfindungsgemäß, wird die transparente Abdeckung 5 so ausgestaltet, dass sie auch
als Streuscheibe dienen kann. Zu diesem Zweck ist ein Muster in Form von Vertiefungen/Erhebungen
im Bereich des Lichtdurchtritts in die Abdeckung eingeprägt. Bei der erfindungsgemäßen
Ausführungsform wird insbesondere ein Rautenmuster eingeprägt. Es ist möglich auf
diese Art, die Dicke der transparenten Abdeckung im Bereich der LEDs punktweise zu
verringern ohne die Stabilität der gesamten Abdeckung zu gefährden. Eine derartige
Ausführungsform hat den Vorteil, dass zum einen die Oberfläche in Kontakt mit dem
Wasser vergrößert wird, und zum anderen im Bereich der geringeren Dicke ein besserer
Wärmeübergang erzielt wird, was insgesamt der Kühlung hilft.
[0018] Figur 2 zeigt eine Schnittansicht durch die erfindungsgemäße Unterwasserleuchte.
Zur erkennen ist hierbei das zweite Gehäuseteil 7, das zusammen mit dem ersten Gehäuseteil
5, nämlich der Abdeckung, das wasserdichte Gehäuse 3 zur Aufnahme des elektrischen
Arbeitsmittel 1 bildet.
[0019] Entlang der Berührungsline zwischen dem ersten Gehäuseteil 5 und dem zweiten Gehäuseteil
7 ist auf der Seite des ersten Gehäuseteils 5 eine Nut 9 ausgebildet, in die ein Steg
11 eingreift, der seinerseits auf dem zweiten Gehäuseteil 7 ausgebildet ist. Die Nut
9 bildet eine geschlossene Line und korrespondiert insoweit mit dem Steg 11, der ebenfalls
eine geschlossene Line bildet.
[0020] Erfindungsgemäß wird nun entlang dieser Line mittels Ultraschallschweißens das erste
Gehäuseteil 5 und das zweite Gehäuseteil 7 miteinander wasserdicht verbunden.
[0021] Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt das Ultraschallschweißen
durch die erste Gehäuseteil 5 hindurch.
[0022] Entlang des Stegs 11 und der Nut 9 bildet sich somit einer Schweißnaht 13, die eine
sichere wasserdichte Verbindung der beiden Gehäuseteil 5, 7 gewährleistet, ohne dass
auf diese Art ein zusätzlich Beeinträchtigung des Wärmeabtransports aus dem Inneren
des Gehäuses 3 auftreten würde. Insbesondere die Bauweise mit Nut und Federverbindung
hat sich hierbei als Vorteilhaft erwiesen. Jedoch ist die Erfindung nicht darauf beschränkt,
dass die Nut 9 auf der Seite des ersten Gehäuseteils 5 und der Steg 11 auf Seite des
zweiten Gehäuseteils 7 ausgebildet ist. Es ist genauso gut möglich, auf dem ersten
Gehäuseteil 5 einen Steg auszubilden, und ihn in eine Nut auf dem zweiten Gehäuseteil
7 eingreifen zu lassen.
[0023] Das zweite Gehäuseteil 7 weist darüber hinaus eine Durchführung 25 für eine elektrische
Leitung 23 auf. Vorzugsweise wird die elektrische Leitung in der Durchführung vergossen.
Es ist ebenfalls möglich, durch Ultraschallschweißen eine sichere wasserdichte Durchführung
der elektrischen Leitung zu bilden.
[0024] An der Innenseite des Gehäuses 3 endet die elektrische Leitung 23 in einer Steckverbindung
29, die in Figur 2 nur schematisch angezeigt ist.
[0025] Das elektrische Arbeitsmittel 1 umfasst die Leiterplatine 19, auf deren der Abdeckung
zugewandten Seite die Leuchtdioden 15 angebracht sind. Die Verdrahtung der Leuchtdioden
15 kann wahlweise auf der eine oder anderen Seite der Leiterplatine 19 erfolgen, wobei
entsprechende Kontaktlöcher ausgebildet werden. Darüber hinaus weist die Leiterplatine
19 das Gegenstück zu der Steckverbindung 29 auf, so dass sie beim Anbringen an dem
zweiten Gehäuseteil 7 mit der elektrischen Steckverbindung 29 kontaktiert werden kann,
so dass eine sichere Stromversorgung bereit gestellt wird.
[0026] Vorzugsweise wird die Leiterplatine 19 an dem zweiten Gehäuseteil 7 angeklebt. Weiter
bevorzugt ist es, ein beidseitig-klebendes Tapematerial 27 auf der Innenseite des
zweiten Gehäuseteils 7 anzukleben, und auf die zweite Seite diese Tapematerials 27
die Leiterplatine 19 aufzukleben.
[0027] Zur verbesserten Wärmeabfuhr ist es darüber hinaus bevorzugt, dass auf der Seite
der Leiterplatine 19, die dem zweiten Gehäuseteil 7 zugewandt ist, zumindest im Bereich
unmittelbar unterhalb der Leuchtdioden 15 eine Kühlvorrichtung 21 in Form einer metallischen
Fläche, beispielsweise aus Kupfer, Aluminium oder ähnlichen, vorgesehen ist. Diese
Fläche kann deutlich größer sein als die aufsummierte Flächen der Leuchtdioden 15,
so dass eine Verteilung der von den Leuchtdioden 15 erzeugten Wärme über eine größere
Fläche erzielt werden kann, was eine punktuelle Überhitzung sowohl die Leiterplatine
als auch des mit der Leiterplatine verklebten Gehäuses 3 verhindert.
[0028] Durch diesen Aufbau ist es möglich, eine in dem gezeigtem Beispiel nur 1,6 cm dicke
Unterwasserleuchte für die Unterwasserillumination bereit zu stellen, die eine hohe
Leuchtkraft hat, und die darüber hinaus über Jahre einen sicheren Betrieb gewährleistet.
[0029] Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, dass für das zweite Gehäuseteil
7 ein Kunststoff eingesetzt wird, der einen möglichst geringen Wärmewiederstand hat,
bzw. der eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Derartige Kunststoffe wurden in letzter
Zeit verstärkt entwickelt. Sie haben darüber hinaus inzwischen auch die Fähigkeit,
mit der transparenten Abdeckung, nämlich mit dem ersten Gehäuseteil 5, mittels Ultraschall
verschweißt zu werden.
[0030] Ultraschallschweißen ist ein Verfahren zum Fügen von Kunststoffen. Grundsätzlich
können nur thermoplastische Kunststoffe verschweißt werden. Hierbei wird an der Schweißstelle
das Material durch Zuführen von Wärme mittels Ultraschall aufgeschmolzen oder zumindest
erweicht. Dies erfolgt durch die hochfrequente mechanische Schwingung des Ultraschalls.
[0031] Neue Kunststoffe, insbesondere auch solche mit eingebetteten Kohlenstoff-Nannoröhren,
sind hierfür insbesondere geeignet.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Unterwasserleuchten beschränkt. Es
können auch andere elektrische Elemente im Gehäuse 3 aufgenommen sein, beispielsweise
Sensoren. Allerdings ist die Erfindung insbesondere dann von Vorteil, wenn es auf
eine gute Wärmeabfuhr ankommt, beispielsweise beim Einsatz von Hochleistungs-LEDs.
[0033] Anhand der Figuren 3 und 4 wird ein weiterer vorteilhafter Aspekt der erfindungsgemäßen
Unterwasserleuchte beschrieben.
[0034] Vorzugsweise sind beim Einsatz der Unterwasserleuchten in größeren Schwimmbecken
mehrere Unterwasserleuchten gleichzeitig in Betrieb. Diese enthalten jeweils mehrere
verschiedenfarbige LEDs. Es ist dabei ein Wunsch, auch die Farbe des Lichtes der Unterwasserbeleuchtung
an die jeweilige Umgebung bzw. Stimmung anpassen zu können. Gelegentlich sind auch
zeitlich sich ändernde Beleuchtungseffekte erwünscht, etwa ein kontinuierliches Durchlaufen
des gesamten Farbkreises.
[0035] Hierbei ist es von großer Bedeutung, dass die Unterwasserleuchten im Wesentlichen
synchron arbeiten bzw. Licht der gleichen Farbe abstrahlen.
[0036] Dies wurde bisher dadurch gelöst, dass eine zentrale Steuerung für alle Unterwasserleuchtenvorgesehen
wurde, die über entsprechende Steuersignale die Lichtfarbe der Unterwasserleuchten
einstellte. Das Steuersignal wurde dabei über Funk, eine zusätzliche Leitung oder
Modulation als hochfrequentes Signal auf der Gleitleitstrom-Leistungsversorgung zu
den Unterwasserleuchten übertragen, dort erkannt, decodiert, und und in die entsprechende
Beleuchtung umgesetzt. Alternativ waren die Unterwasserleuchten selbst nur als reine
Beleuchtungskörper ohne beinhaltende Steuerelektronik ausgebildet und wurden von einer
externen Steuereinheit angesteuert, die den zugeführten Gleichstrom regelte. Erfindungsgemäß
können die Unterwasserleuchten mit Wechselspannung betrieben werden, wobei die Information
zur Synchronisierung mehrerer Unterwasserleuchten aus der Periodendauer der Betriebswechselspannung
abgeleitet wird, z.B. durch Zählung der Nulldurchgänge, der Periodendauer oder Taktung
der Steuerelektronik mit der Netzfrequenz selbst.
[0037] Die Erfindung nutzt die normale Netzfrequenz aus, um mit den Nulldurchgängen des
Wechselstroms bzw. der -spannung die Taktung und Synchronisation der Unterwasserleuchten
zu erzielen, wodurch die externe Steuerung entfallen kann.
[0038] Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung zur Steuerung der LEDs.
[0039] Die Vorrichtung weist einen Eingang 37 für Wechselstrom auf, mit der ein Gleichrichter,
vorzugsweise ein Brückengleichrichter 321 verbunden ist, der den Wechselstrom in einen
Gleichstrom umwandelt und ggf. glättet.
[0040] Der Eingang 37 für den Wechselstrom ist darüber hinaus mit einem Frequenzzähler 36
verbunden, der z.B. eine Erfassungsvorrichtung 39 zum Erfassen der Periode des Wechselstroms
enthält. Die Erfassung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Nulldurchgänge
des Wechselstroms oder der Wechselspannung detektiert werden. Alternativ dazu könnte
die Wechselspannung einer Differenzierschaltung zugeführt werden, und dann die Nulldurchgänge
der differenzierten Spannung erfasst werden, die den Extremen der Wechselspannung
entsprechen.
[0041] In dem Frequenzzähler kann das Signal der Erfassungsschaltung 39 einem Zähler 311
zugeführt werden, der durch das Erfassungssignal jeweils um Eins inkrementiert wird,
und der einen entsprechenden Zählwert ausgibt.
[0042] Die Vorrichtung weist darüber hinaus eine Steuerlogik bzw. einen Microcontroller
315 auf, um den Zählwert des Frequenzzählers zu empfangen. Die Steuerlogik 315 enthält
einen Speicher, in dem ein Steuerprogramm gespeichert ist, das zusammen mit der Steuerlogik
315 aus dem Zählwert die jeweiligen Leistungsausgaben an jeweilige LEDs berechnet.
Im einfachsten Fall sind drei LEDs vorgesehen, die jeweils unterschiedliche Farbe
haben und mit einer jeweiligen für sie bestimmten Leistung betrieben werden. In diesem
Fall gibt beispielsweise die Steuerlogik 315 Leistungswerte über entsprechenden Ausgängen
313 an MOSFET-Leistungsschalter 38 aus, die ihrerseits mit den LEDs verbunden sind.
[0043] Den MOSFET-Leistungsschaltern 38 wird außerdem über eine nicht gezeigte Booster-Schaltung
der vom Gleichrichter 321 ausgegebene Gleichstrom zugeführt.
[0044] Das Programm in der Steuerlogik 315 ändert nun die Leistungsausgaben an die LEDs
34 in Abhängigkeit eines durch das Programm festgelegten Zielwertes. Auf diese Art
kann die Farbe des in der Summe abgegebenen Lichts in einem weiten Bereich über der
Zeit geändert werden. Beispielsweise ist es so möglich, unter Zugrundelegung einer
Netzfrequenz von 50 Hz in einem Zeitraum von 2 Minuten den gesamten Farbkreis zu durchschreiten,
indem nach und nach die Leistungsausgaben an eine rote, an eine blaue und eine grüne
LED geändert werden.
[0045] Hierzu können durch die Steuerlogik 315 die AN/AUS-Zeiten der MOSFET-Leistungsschalter
38 mittels Puls-Weiten-Modulation in Abhängigkeit des Zählwertes des Frequenzzählers
36 geändert werden.
[0046] Ein Vorteil dieser Bauweise besteht darin, dass wenn mehrere Unterwasserleuchten
an einer Netzphase angeschlossen sind, die jeweils drei LEDs und eine entsprechende
Vorrichtung zur Steuerung der LEDs aufweisen, es möglich wird, dass diese Unterwasserleuchten
synchron miteinander die Farbe ändern. Hierfür ist es allerdings ratsam, dass es eine
Möglichkeit gibt, den Zählwert aller Vorrichtungen gleichzeitig auf Null zu setzen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass die Stromversorgung innerhalb einer
kurzen Zeitspanne, beispielsweise innerhalb von 10 Sekunden, zweimal unterbrochen
wird, jeweils für mindestens 0,5 Sekunden. In der Zeit von 10 Sekunden kann durch
Pufferung mittels eines Kondensators der Betrieb der Steuerlogik aufrechterhalten
bleiben. Durch diese doppelte kurzfristige Unterbrechung des Stroms an alle an diese
Phase angeschlossene Unterwasserleuchten, werden die Frequenzzähler aller Unterwasserleuchten
zurückgesetzt, und, wenn dann der Strom wieder eingeschaltet ist, beginnen die Frequenzzähler
gleichzeitig mit einem Zählwert gleich Null. Da die Frequenzzähler synchron mit der
Netzfrequenz zählen, laufen die Unterwasserleuchten durch den Farbkreis synchron zueinander,
wobei diese Synchronität über lange Zeit beibehalten wird, da sich statisch kleinere
Fehler, wie Fehldetektionen der Nulldurchgänge, ausmitteln, und da das Durchlaufen
des Farbkreises, beispielsweise in 2 Minuten, gegenüber der Frequenz des Synchronisationssignals
mit 50 Hz sehr langsam erfolgt.
[0047] Oft ist es erwünscht, nicht eine ständige Änderung der Farbe der Unterwasserbeleuchtung
zu haben. In diesem Fall sieht die Steuerlogik vor, dass, wenn die Stromversorgung
in dem Zustand, in dem die Leistungsausgabe an die LEDs variiert wird, also nach dem
Anschalten beim Durchlaufen des Farbkreises, einmal für eine Zeit von beispielsweise
0,5 bis 1 Sekunde, unterbrochen wird, die Steuerlogik beim Wiederherstellen der Stromversorgung
mit der Änderung der Leistungsausgaben aufhört, und sozusagen die Farbe bei dem Wert
zum Zeitpunkt der Unterbrechung festhält.
[0048] Da alle Unterwasserleuchten, die an derselben Phase hängen, synchron zueinander die
Farbe geändert habe, wird auf diese Art die Farbe aller Unterwasserleuchten gleichzeitig
auf dem selben Wert festgehalten, so dass eine gleichmäßige Ausleuchtung des Schwimmbades
mit einer einheitlichen Farbe gewährleistet ist.
[0049] Das Steuersignal zur Steuerung der Leistungsausgabe an die jeweiligen LEDs kann beispielsweise
ein PWM-Signal sein, das zur Steuerung eines Thyristors oder eines Leistungstransistors
dient, und durch das das Verhältnis der AN-Zeit zu der AUS-Zeit der LED festgelegt
wird.
[0050] Alternativ dazu kann das Steuersignal auch ein Signal sein, das über einen Transistor
den Strom durch die LED steuert.
[0051] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zur Steuerung eines
elektrischen Verbrauchers einen einfachen 8-Bit-Prozessor mit einem integrierten Speicher
für das Steuerprogramm, wobei dieser Speicher, beispielsweise elektronisch, geschrieben
werden kann.
[0052] Fig. 4 zeigt ein Flussdiagramm zur Erläuterung des Betriebs der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0053] Nach dem Start der Vorrichtung im Schritt S1, d.h. nach Anlegen des Wechselstroms
an die Unterwasserleuchte, beginnt der Frequenzzähler 36 mit dem Zählen der Perioden
des Wechselstroms und erhöht entsprechend einen Zählwert N um eins, wie dies in Schritt
S2 gezeigt wird. Anschließend werden beruhend auf diesem Wert N die jeweiligen Steuersignale
F1(N), F2(N) und F3(N) berechnet und ausgegeben (Schritt s3).
[0054] Bei der bevorzugten Ausführungsform werden drei verschiedene Farben gemischt. Die
Erfindung ist hierauf nicht beschränkt, und es können mehr als drei Steuersignale
berechnet werden. Ebenso ist es möglich, weniger als drei, beispielsweise nur zwei
Steuersignale oder auch nur ein Steuersignal zu berechnen, wenn die Helligkeit des
Lichtes über die Steuerschaltung eingestellt werden soll.
[0055] Die so berechneten Steuersignale werden ausgegeben und dienen zur Steuerung der Leistungsausgabe
der jeweiligen LEDs.
[0056] In einem Schritt S4 wird anschließend überprüft, ob eine Unterbrechung der Wechselstromzufuhr
über mehr als eine Zeitspanne T1 (beispielsweise 0,5 Sekunden) stattgefunden hat oder
nicht. Wenn keine Unterbrechung der Stromversorgung erkannt wird, NEIN im schritt
S4, kehrt das Programm zurück zu Schritt S2, und es wird erneut die nächste Periode
detektiert.
[0057] Wenn im Schritt S4 hingegen eine Unterbrechung der Stromversorgung über mehr als
eine Zeitspanne T1 erkannt wird, wird in einem nächsten Schritt S5 geprüft, ob innerhalb
einer weiteren Zeitspanne T2 (beipielsweise 10 Sekunden) eine erneute Unterbrechung
der Stromversorgung um die erste Zeitspanne T1 auftritt oder nicht. Falls keine zweite
Unterbrechung der Stromversorgung innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne T2 auftritt,
kehrt die Vorrichtung zum Schritt S3 zurück und gibt die unveränderten Steuersignale
F1 (N), F2(N) und F2(N) weiterhin aus. Anschließend wird erneut die Abfrage S4 und
S5 durchgeführt und auf eine Unterbrechung der Stromversorgung geprüft.
[0058] Wenn hingegen im Schritt S5 festgestellt wird, dass innerhalb der Zeitspanne T2 eine
zweite Unterbrechung der Stromversorgung über mindestens eine Zeitspanne T1 erfolgte,
wird der Zählwert N im Schritt S6 auf Null zurückgesetzt. Anschließend kehrt das Programm
zu dem Schritt S2 zurück, und die Detektion der Perioden des Wechselstroms beginnt
von vorne mit dem Anfangszählwert von Null.
[0059] Auf diese Art ist es möglich, wenn mehrere Unterwasserleuchten an der gleichen Stromphase
angeschlossen sind, die jeweils nur über die Wechselstromleitung in einer gemeinsamen
Stromquelle verbunden sind, diese Unterwasserleuchten nach dem Starten der Wechselstromversorgung
alle synchron den Farbkreis durchlaufen zu lassen. Für eine kurze Unterbrechung der
Wechselstromversorgung wird dann das Durchlaufen des Farbkreises bei der vom Benutzer
gewünschten Farbe unterbrochen, und diese Farbe für alle Unterwasserleuchten an der
gleichen Netzphase angehalten. Die Unterwasserleuchten werden dann weiter mit dieser
ausgewählten Farbe betrieben. Wenn beispielsweise am Abend das Schwimmbad nicht weiter
benutzt wird, kann der Strom komplett ausgeschaltet werden. Bei einem Neustart des
Systems werdend die Lampen wieder mit dem Schritt S4 anfangen, d.h. mit den vorher
eingestellten Werten F1 (N), F2(N) und F2(N) den Betrieb aufnehmen. Wünscht der Benutzer
hingegen eine Änderung der Farbe, so kann er durch zweimaliges Unterbrechen der Stromversorgung
innerhalb einer kurzen Zeitspanne den Zählwert auf Null zurücksetzen, wobei das System
erneut anfängt, den Farbkreis zu durchlaufen.
[0060] Die Leistungsausgabe, die sich aus den Werten F1 (N), F2(N) und F3(N) für die jeweiligen
Farben ergibt, kann auf die Besonderheiten der jeweiligen LEDs abgestimmt sein. Beispielsweise
ist es bekannt, dass die roten LEDs zu ihrer maximalen Leistung ausgesteuert werden
müssen, während grüne LEDs oft nur mit einer Leistung betrieben werden, die unter
ihrem Maximalwert ist, da sie die höhere Lichtausbeute aufweisen. In diesem Fall,
wenn beispielsweise die Größe F2 die roten LEDs steuert, während die Größe F3 die
grünen LEDs steuert, ist es möglich, den Maximalwert für F3 im Verhältnis zu dem Maximalwert
von F2 entsprechend zu skalieren.
[0061] Aus Sicherheitsgründen liegt an den Unterwasserleuchten nicht die volle Netzspannung
an. Durch einen einfachen Transformator, der außerhalb der Unterwasserleuchte vorgesehen
ist, wird die Wechselspannung von 220 bzw. 110 Volt auf eine Wechselspannung mit einigen
wenigen, beispielsweise 12 Volt transformiert. Bei Einsatz als Raumbeleuchtung, wo
diese Sicherheitsaspekte weniger relevant sind, kann die Transformation auf die Betriebsspannung
der LEDs auch in der Unterwasserleuchte - zusammen mit der Gleichrichtung - stattfinden.
[0062] Wenn die Unterwasserleuchten mit Wechselstrom, vorzugsweise bei 220 Volt, betreiben
werden, ist aus Sicherheitsgründen eine sehr gute, dauerhafte und zuverlässige Abdichtung
der Elektronik gegenüber dem Wasser des Schwimbeckens notwending. Durch die Verwendung
der erfindungsgemäßen Schweißtechnik kann eine solche Abdichtung gewährleistet werden,
so dass der Einsatz von Netzspannung zum Betrieb der Unterwasserleuchten möglich wird.
1. Vorrichtung zur Verwendung unter Wasser mit:
einem elektrischen Arbeitsmittel (1);
einem Gehäuse (3) zur wasserdichten Aufnahme des elektrischen Arbeitsmittel (1);
wobei das Gehäuse (3) ein für Licht transparentes erstes Gehäuseteil (5) und ein dem
ersten Gehäuseteil (5) gegenüberliegendes zweites Gehäuseteil (7) aufweist;
wobei das erste Gehäuseteil (5) und das zweite Gehäuseteil (7) aus Kunststoff gebildet
und wasserdicht miteinander verbunden sind;
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Gehäuseteil (5) und das zweite Gehäuseteil (7) entlang einer Berührungsline
verschweißt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der entweder das erste oder das zweite Gehäuseteil
(5, 7) eine Nut (9) aufweist, die auf der dem anderen Gehäuseteil (5, 7) zugewandten
Seite als geschlossenen Line ausgebildet ist, wobei das andere Gehäuseteil (5, 7)
einen mit der Nut (9) korrespondierenden Steg (11) aufweist, wobei eine Schweißnaht
(13) entlang des Stegs gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuseteil (7) aus einem gut wärmeleitenden Kunststoff gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Arbeitsmittel (1) elektrische Leuchtmittel (15) und/oder lichtempfindliche
Sensormittel (17) umfasst.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (15) eine hochleistungs-LED aufwiest, die auf der Vorderseite einer
Leiterplatine (19) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite der Leiterplatine (19) unterhalb der Leuchtdioden eine Kühlvorrichtung
(21), vorzugsweise eine flächige Metallschicht, aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ausgestaltet ist, um von allen Seiten mit Wasser in Kontakt zu sein,
um so die Wärmeabfuhr aus dem elektrischen Arbeitsmittel (1) zu verbessern.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Zuleitung (23) in einer Durchführung (25) des zweiten Gehäuseteils
(7) vorgesehen und verschweißt ist, um eine wasserdichte Zufuhr elektrischer Energie
zu ermöglichen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Arbeitsmittel (1) an dem zweiten Gehäuseteil (7) mittels Klebung,
vorzugsweise Mittels eines beidseitig-klebenden Tapematerials (27), befestigt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der elektrischen Leitung (23) und das elektrische Arbeitsmittel (1) im
Inneren des Gehäuses (3) mittels einer Steckverbindung (29) kontaktiert sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gehäuse (5, 7) mittels Ultraschallschweißens verbunden sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gehäuse (5, 7) mittels Laserschweißen verbunden sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüchen 1 bis 12, bei der das Arbeitsmittel
(1) mehrere elektrische Leuchtmittel (15) unterschiedlicher Farbe aufweist, und mit
einer Steuereinrichtung, um eine Leistungsausgabe an die jeweiligen elektrische Leuchtmittel
(15) zu steuern, und wobei die Steuereinrichtung umfasst:
einen Eingang (37) für Wechselstrom,
einen Frequenzzähler (36) zum Zählen der Perioden des Wechselstroms;
eine Mehrzahl von Ausgängen (313) zur Ausgabe von Steuersignalen zur Steuerung der
jeweiligen Leistungsausgabe an die jeweiligen elektrische Leuchtmittel (5) ; und
eine Steuerlogik (315), die ausgestaltet ist, um Verhältnisse der Leistungsausgabe
an die Mehrzahl von elektrischen Leuchtmitteln (15) in Abhängigkeit von dem Zählwert
einzustellen.