[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlussvorrichtung zum Verbinden zweier Teile nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Verschlussvorrichtung weist ein erstes Verbindungsmodul und ein zweites
Verbindungsmodul auf, die in eine Schließrichtung aneinander anordbar und in einer
Schließstellung mechanisch miteinander verrastet sind. Zusätzlich sind magnetische
Mittel vorgesehen, die zur Unterstützung der Überführung der Verbindungsmodule in
die Schließstellung eine magnetische Anziehungskraft zwischen den Verbindungsmodulen
bewirken. Durch eine Bewegung des ersten Verbindungsmoduls oder eines Teils des ersten
Verbindungsmoduls in eine Öffnungsrichtung, die sich von der Schließrichtung unterscheidet,
kann dann das erste Verbindungsmodul vom zweiten Verbindungsmodul gelöst werden, um
auf diese Weise die Verschlussvorrichtung zu öffnen.
[0003] Bei einer aus der
WO 2008/006357 A2 bekannten Verschlussvorrichtung dieser Art werden zwei Verbindungsmodule in eine
senkrechte Schließrichtung aneinander angesetzt und verrasten dabei mechanisch. Dadurch,
dass sowohl an dem ersten Verbindungsmodul als auch an dem zweiten Verbindungsmodul
jeweils ein Magnet oder einerseits ein Magnet und andererseits ein magnetischer Anker
angeordnet sind, wird die Herstellung der mechanischen Verrastung und damit die Überführung
der Verschlussvorrichtung in die Schließstellung magnetisch unterstützt. Bei geeigneter
Dimensionierung der Magnete erfolgt das Schließen der Verschlussvorrichtung weitestgehend
selbsttätig, wenn die Verbindungsmodule aneinander angenähert werden. Durch Verschieben
oder Verdrehen des ersten Verbindungsmoduls relativ zum zweiten Verbindungsmodul kann
dann die mechanische Verrastung wieder gelöst werden, wobei gleichzeitig die magnetischen
Mittel durch seitliche Bewegung voneinander abgeschert und damit voneinander entfernt
werden.
[0004] Verschlussvorrichtungen dieser Art stellen einerseits in ihrer Schließstellung eine
sichere und belastbare Verbindung zweier Teile miteinander zur Verfügung und können
andererseits auf einfache Weise geschlossen und auf haptisch angenehme Weise wieder
geöffnet werden. Die Einsatzmöglichkeiten derartiger Verschlussvorrichtungen erstrecken
sich auf Vorrichtungen allgemeiner Art zum (lösbaren) Verbinden zweier Teile, wie
Verschlüsse von Taschen, Klappen oder Deckeln, Verbindungsvorrichtungen für Gurte
oder Leinen oder andere Bauteile und dergleichen.
[0005] Es ist wünschenswert, die magnetischen Mittel, beispielsweise verwirklicht durch
Magnete oder einen Magnet und einen magnetischen Anker, klein auszubilden, um Kosten
für Magnete zu sparen und auch das Bauvolumen der Verschlussvorrichtung gering zu
halten. Bei der Dimensionierung der magnetischen Mittel ist aber zu beachten, dass
diese eine hinreichende Magnetkraft bewirken sollen, um eine Anziehungskraft zwischen
den Verbindungsmodulen zu erzeugen, die eine weitestgehend selbsttätige mechanische
Verrastung ermöglicht.
[0006] Um beispielsweise eine Verschlussvorrichtung gemäß der
WO 2008/006357 A2 zu schließen, werden die Verbindungsmodule aneinander angesetzt. Erfolgt das Ansetzen
exakt in die Schließrichtung bei exakt aufeinander ausgerichteten magnetischen Mitteln,
wirkt eine große magnetische Anziehungskraft zwischen den Verbindungsmodulen, so dass
das Überführen in die Schließstellung in gewünschter Weise durch Wirkung der magnetischen
Mittel unterstützt wird. Sind die magnetischen Mittel nicht exakt zueinander ausgerichtet,
erfolgt durch die magnetische Anziehungskraft eine Ausrichtung der Verbindungsmodule
zueinander, d. h. die magnetische Anziehungskraft zieht die Verbindungsmodule unter
Ausrichtung der magnetischen Mittel aufeinander zu und in die Schließstellung, in
der die magnetischen Mittel weitestgehend deckungsgleich frontal zueinander ausgerichtet
sein sollen.
[0007] Diese Ausrichtung der Verbindungsmodule zueinander beim Schließen der Verschlussvorrichtung
ist wünschenswert. Eine vollständige, optimale Ausrichtung erfolgt praktisch aber
nur dann, wenn die magnetische Anziehungskraft der magnetischen Mittel eine vorbestimmte
Stärke aufweist und die magnetischen Mittel entsprechend groß dimensioniert sind.
Werden die magnetischen Mittel klein dimensioniert, kann bei nicht exakter Ausrichtung
der Verbindungsmodule zueinander beim Schließen der Verschlussvorrichtung es dazu
kommen, dass die magnetische Anziehungskraft nicht ausreicht, um die Verbindungsmodule
zueinander auszurichten und selbsttätig in die Schließstellung zu überführen. Dies
ist dadurch bedingt, dass bei ungenauer Positionierung der Verbindungsmodule zueinander
sich die jeweiligen magnetischen Mittel (beispielsweise Magnet und Anker) nicht exakt
gegenüberstehen, sondern seitlich zueinander versetzt sind, so dass die wirkende magnetische
Anziehungskraft kleiner ist als bei exakter Ausrichtung der magnetischen Mittel zueinander.
Reicht diese verringerte magnetische Anziehungskraft nicht aus, um die mechanische
Verrastung herzustellen, verbleiben die Verbindungsmodule in einer Zwischenposition,
in der die Verschlussvorrichtung nicht vollständig geschlossen ist; ein selbsttätiges
Überführen in die Schließstellung erfolgt nicht.
[0008] Um ein selbsttätiges Verrasten auch bei nicht exaktem Ansetzen der Verbindungsmodule
aneinander zum Schließen der Verschlussvorrichtung zu erreichen, ist daher bisher
eine Überdimensionierung der magnetischen Mittel erforderlich gewesen, was die Verschlussvorrichtung
teuer macht und zu einem vergleichsweise großen Bauraumbedarf führt.
[0009] Aus der
US 2002/229974 A1 ist eine Verschlussvorrichtung bekannt, bei der ein erstes Verbindungsmodul an ein
zweites Verbindungsmodul angesetzt werden kann, wobei magnetische Mittel vorgesehen
sind, um das Herstellen einer Schließstelllung magnetisch zu unterstützen.
[0010] Bei einer aus der
WO 2009/092368 A2 bekannten Verschlussvorrichtung sind Verbindungsmodule in einer Schließstellung zueinander
verdrehbar, wobei durch Verdrehen eines der Verbindungsmodule relativ zu dem anderen
die Verschlussvorrichtung geöffnet werden kann.
[0011] Aus der
WO 2010/006594 A2 ist eine Verschlussvorrichtung in Form einer Steckschnalle bekannt, bei der ein Verbindungsmodul
linear relativ zu einem anderen Verbindungsmodul verschoben werden kann, um die Verschlussvorrichtung
aus einer Schließstellung zu öffnen.
[0012] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschlussvorrichtung
zum Verbinden zweier Teile zu schaffen, die ein sicheres, haptisch angenehmes Schließen
unter weitestgehend selbsttätiger, magnetisch unterstützter Überführung in die Schließstellung
ermöglicht und dabei mit klein dimensionierten magnetischen Mitteln auskommt.
[0013] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0014] Um einerseits ein leichtes, haptisch angenehmes Schließen der Verschlussvorrichtung
auch dann zu ermöglichen, wenn die Verbindungsmodule beim Ansetzen aneinander nicht
exakt zueinander ausgerichtet sind, wird ein zusätzlicher Führungsabschnitt am zweiten
Verbindungsmodul vorgesehen, der das erste Verbindungsmodul in die Schließstellung
führt. Der Führungsabschnitt ist so ausgerichtet, dass er mit zumindest einer Richtungsvektorkomponente
entgegen der beispielsweise quer zur Schließrichtung weisenden Öffnungsrichtung gerichtet
ist. So kann der Führungsabschnitt beispielsweise schräg zur Öffnungsrichtung gerichtet
sein und dabei einen stumpfen Winkel mit der Öffnungsrichtung beschreiben.
[0015] Unter einer Richtungsvektorkomponente ist in diesem Zusammenhang eine Vektorkomponente
des Richtungsvektors des Führungsabschnitts zu verstehen. Der Richtungsvektor des
Führungsabschnitts weist in die Richtung, in die der Führungsabschnitt das erste Verbindungsmodul
führt. Dieser Richtungsvektor ist mathematisch zerlegbar in Richtungsvektorkomponenten,
von denen eine entgegen der Öffnungsrichtung gerichtet ist. Eine zur ersten Richtungsvektorkomponente
senkrechte, zweite Richtungsvektorkomponente kann beispielsweise in die Schließrichtung
weisen.
[0016] Durch den so gerichteten Führungsabschnitt wird erreicht, dass auch bei einem Versatz
der Verbindungsmodule beim Ansetzen aneinander, also beispielsweise wenn das erste
Verbindungsmodul in die Öffnungsrichtung relativ zum zweiten Verbindungsmodul versetzt
ist, ein leichtes und weitestgehend selbsttätiges Schließen der Verschlussvorrichtung
erfolgt. Dabei können die verwendeten magnetischen Mittel klein dimensioniert werden,
da die Ausrichtung der Verbindungsmodule zueinander beim
[0017] Überführen in die Schließstellung nicht mehr allein durch die magnetischen Mittel,
sondern in geführter Weise mittels des Führungsabschnitts erfolgt. Eine Überdimensionierung
der magnetischen Mittel ist so nicht mehr erforderlich, so dass kleine Magnete mit
kleinem Bauraumbedarf zur Verwirklichung der magnetischen Mittel verwendet werden
können.
[0018] Zur Herstellung der formschlüssigen mechanischen Verrastung ist an dem ersten Verbindungsmodul
ein Sperrstück und an dem zweiten Verbindungsmodul ein Federverriegelungselement angeordnet,
die gemeinsam eine mechanische Verriegelungsvorrichtung verwirklichen. Sowohl das
Sperrstück als auch das Federverriegelungselement können nach Art von Rastelementen
Rastvorsprünge aufweisen, die zum Herstellen der mechanischen Verrastung formschlüssig
miteinander in Eingriff gelangen. Beim Ansetzen des ersten Verbindungsmoduls an das
zweite Verbindungsmodul drängt das Sperrstück des ersten Verbindungsmoduls das Federverriegelungselement
des zweiten Verbindungsmoduls zur Seite, bis das Sperrstück mit dem Federverriegelungselement
in Eingriff schnappt und die mechanische Verrastung zwischen den Verbindungsmodulen
herstellt.
[0019] Vorteilhafterweise ist bei einer solchen mechanischen Verrastung der Führungsabschnitt
in Schließrichtung vor dem Rastvorsprung des Federverriegelungselementes angeordnet.
Mittels des Führungsabschnitts wird das erste Verbindungsmodul damit, wenn es mit
einem Versatz an das zweite Verbindungsmodul (also nicht exakt ausgerichtet entlang
der Schließrichtung) angesetzt wird, zunächst zum zweiten Verbindungsmodul ausgerichtet,
bevor dann die Verrastung hergestellt wird. Zunächst erfolgt also durch den mindestens
einen Führungsabschnitt eine Ausrichtung derart, dass sich die magnetischen Mittel
in optimaler Weise zum Erzeugen einer maximalen Anziehungskraft gegenüberstehen; erst
dann geraten die Rastvorsprünge des Sperrstücks und des Federverriegelungselementes
in Eingriff. Dadurch ist gewährleistet, dass die Herstellung der mechanischen Verrastung
bestmöglich durch die magnetischen Mittel unterstützt wird und auf eine Überdimensionierung
der magnetischen Mittel verzichtet werden kann.
[0020] Der Führungsabschnitt ermöglicht damit, dass zur Herstellung der mechanischen Verrastung
die magnetischen Mittel optimal - ohne seitlichen Versatz - zueinander ausgerichtet
sind und sich zur bestmöglichen Unterstützung des Rastvorgangs magnetisch anziehen.
Gleichzeitig behindert dadurch, dass der Führungsabschnitt in Schließrichtung vor
dem Rastvorsprung des Federverriegelungselementes am zweiten Verbindungsmodul angeordnet
ist, der Führungsabschnitt eine seitliche Verschiebung des ersten Verbindungsmoduls
in die Öffnungsrichtung zum Öffnen der Verschlussvorrichtung nicht.
[0021] Zum Lösen des ersten Verbindungsmoduls vom zweiten Verbindungsmodul werden das Federverriegelungselement
und das Sperrstück zueinander verschoben, so dass das Federverriegelungselement entlang
der Öffnungsrichtung aus dem Bereich des mindestens einen Sperrstücks bewegt wird.
Die Öffnungsrichtung kann quer zur Schließrichtung ausgerichtet sein, wobei die mechanische
Verrastung zwischen Sperrstück und Verriegelungselement dadurch aufgehoben wird, dass
Rastvorsprünge des Sperrstücks und des Federverriegelungselements seitlich, d. h.
tangential, außer Eingriff verschoben werden.
[0022] Der mindestens eine Führungsabschnitt zum Führen des ersten Verbindungsmoduls in
die Schließstellung kann beispielsweise an einem Federverriegelungselement oder einer
Steckeraufnahme des zweiten Verbindungsmoduls angeordnet sein. Im ersten Fall dient
das Federverriegelungselement einerseits zur Herstellung der mechanischen Verrastung
und andererseits auch zur Führung des ersten Verbindungsmoduls in die Schließstellung.
Im zweiten Fall sind diese Funktionen getrennt: Das Federverriegelungselement dient
der mechanischen Verrastung, während der Führungsabschnitt an der Steckeraufnahme
des zweiten Verbindungsmoduls das erste Verbindungsmodul in Richtung der Schließstellung
führt.Das Sperrstück des ersten Verbindungsmoduls kann im Wesentlichen rotationssymmetrisch
ausgebildet sein und einen Rastvorsprung zum mechanischen Verrasten mit einem Rastvorsprung
des Federverriegelungselements des zweiten Verbindungsmoduls aufweisen. Das Federverriegelungselement
kann dabei im Wesentlichen ringförmig ausgebildet sein, sich um eine parallel zur
Schließrichtung verlaufenden Mittelachse erstrecken und an einer Steckeraufnahme des
zweiten Verbindungsmoduls angeordnet sein. Das Federverriegelungselement ist dabei
in Umfangsrichtung abschnittsweise geöffnet und verwirklicht auf diese Weise eine
Aussparung, die ein Entnehmen des Sperrstück des ersten Verbindungsmoduls in die Öffnungsrichtung
(quer zur Schließrichtung) aus dem Federverriegelungselement des zweiten Verbindungsmoduls
und damit ein Lösen der Verschlussvorrichtung ermöglicht.
[0023] Das im Wesentlichen ringförmig ausgebildete Federverriegelungselement kann in einer
Variante drehfest an der Steckeraufnahme des zweiten Verbindungsmoduls angeordnet
sein. Die Aussparung des Federverriegelungselements ist hierbei von der Mittelachse
aus gesehen so platziert, dass das Federverriegelungselement in der Öffnungsrichtung
geöffnet ist, so dass das Sperrstück des ersten Verbindungsmoduls in die Öffnungsrichtung
aus dem Federverriegelungselement des zweiten Verbindungsmoduls geschoben werden kann.
Das Federverriegelungselement hält auf diese Weise das Sperrstück entgegen der Schließrichtung
durch formschlüssige mechanische Verrastung in der Steckeraufnahme des zweiten Verbindungsmoduls,
nicht aber entgegen der Öffnungsrichtung, in der das Federverriegelungselement offen
ist. Entgegen der Öffnungsrichtung sind die Verbindungsmodule insbesondere über die
magnetische Anziehungskraft der magnetischen Mittel aneinander gehalten, die zum Öffnen
überwunden werden muss.
[0024] In einer zweiten Variante kann das Federverriegelungselement auch drehbar an der
Steckeraufnahme des zweiten Verbindungsmoduls angeordnet sein. Das Federverriegelungselement
ist dabei zum Lösen des ersten Verbindungsmoduls vom zweiten Verbindungsmodul um die
Mittelachse verdrehbar, wobei in einer gesicherten Stellung das Federverriegelungselement
so verdreht ist, dass es in der Öffnungsrichtung (gesehen von der Mittelachse des
Federverriegelungselementes) nicht offen ist (d. h. die Aussparung des Federverriegelungselement
befindet sich von der Mittelachse aus gesehen in anderer Richtung als der Öffnungsrichtung),
so dass das Sperrstück nicht in die Öffnungsrichtung aus dem Federverriegelungselement
entnommen werden kann. Die mechanische Verrastung von Federverriegelungselement und
Sperrstück ist damit gesichert. In einer entsicherten Stellung hingegen ist das Federverriegelungselement
zum Lösen des ersten Verbindungsmoduls vom zweiten Verbindungsmodul um die Mittelachse
so verdreht, dass die Aussparung des Federverriegelungselements von der Mittelachse
aus gesehen in der Öffnungsrichtung angeordnet ist und das Federverriegelungselement
damit in die Öffnungsrichtung offen ist, so dass das erste Verbindungsmodul mit seinem
Sperrstück in die Öffnungsrichtung aus dem Federverriegelungselement des zweiten Verbindungsmoduls
geschoben werden kann.
[0025] Zum einfachen Betätigen des Federverriegelungselements kann in diesem Fall ein Hebel
an dem Federverriegelungselement angeordnet sein, mit dem das Federverriegelungselement
aus der gesicherten in die entsicherte Stellung und umgekehrt verdreht werden kann.
Denkbar in diesem Zusammenhang ist auch, das Federverriegelungselement durch Verwendung
beispielsweise einer mechanischen Feder in eine Stellung vorzuspannen, so dass ohne
Betätigung des Hebels das Federverriegelungselement beispielsweise immer in der gesicherten
Stellung angeordnet ist, in der ein Lösen des ersten Verbindungsmoduls vom zweiten
Verbindungsmodul nicht möglich ist.
[0026] Denkbar ist auch, den Führungsabschnitt des zweiten Verbindungsmoduls und einen mit
dem Führungsabschnitt wechselwirkenden Abschnitt des ersten Verbindungsmoduls räumlich
getrennt von den magnetischen Mitteln und der mechanischen Verrastung anzuordnen und
beispielsweise durch eine Kulissenführung oder dergleichen zu verwirklichen.Das Sperrstück
des Verbindungsmoduls kann sich im Wesentlichen in eine Längsrichtung unter einem
Winkel zur Schließrichtung erstrecken und einen Rastvorsprung zum mechanischen Verrasten
mit einem Rastvorsprung eines Federverriegelungselementes des zweiten Verbindungsmoduls
aufweisen. In diesem Fall sind Sperrstück und Federverriegelungselement nicht rotationssymmetrisch
ausgebildet, sondern erstrecken sich in eine Längsrichtung am ersten Verbindungsmodul
bzw. am zweiten Verbindungsmodul. Sowohl am Sperrstück als auch am Federverriegelungselement
sind Rastvorsprünge ausgebildet, die beim Ansetzen des ersten Verbindungsmoduls an
das zweite Verbindungsmodul miteinander in Eingriff treten und die mechanische Verrastung
herstellen. Zum Lösen der Verschlussvorrichtung werden das erste Verbindungsmodul
und das zweite Verbindungsmodul entlang der Öffnungsrichtung relativ zueinander verschoben,
wobei die Öffnungsrichtung entlang der Längsrichtung des Sperrstücks gerichtet ist.
[0027] Das Sperrstück kann dabei so gerichtet sein, dass die Öffnungsrichtung mit einer
Richtungsvektorkomponente entgegen einer Hauptbelastungsrichtung ausgerichtet ist,
so dass unter Wirkung einer Belastung in die Hauptbelastungsrichtung kein Öffnen der
Verschlussvorrichtung erfolgen kann.
[0028] Wie oben bereits erwähnt, muss zum Öffnen der Verschlussvorrichtung die magnetische
Anziehungskraft der magnetischen Mittel überwunden werden. Um die Verschlussvorrichtung
gegen ein unbeabsichtigtes Lösen in die Öffnungsrichtung zusätzlich zu sichern, können
zusätzliche Rastmittel vorgesehen sein, die das erste Verbindungsmodul auch entgegen
der Öffnungsrichtung z. B. formschlüssig mit dem zweiten Verbindungsmodul verrasten.
Damit wird das Öffnen der Verschlussvorrichtung erschwert.
[0029] Diese Rastmittel können auch durch das Federverriegelungselement verwirklicht sein,
das dazu in der Schließstellung das Sperrstück derart umfänglich umgreift, dass zum
Lösen der Verbindungsmodule voneinander eine Federkraft des Federverriegelungselementes
überwunden werden muss. Durch den umfänglichen Umgriff wirkt das Federverriegelungselement
einem Öffnen der Verschlussvorrichtung entgegen, wobei durch Dimensionierung des Federverriegelungselementes
und der magnetischen Mittel eine geeignete, zum Öffnen erforderliche Kraft eingestellt
werden kann.
[0030] Die magnetischen Mittel können durch jeweils einen an dem ersten Verbindungsmodul
und an dem zweiten Verbindungsmodul angeordneten (Permanent-)Magneten oder einerseits
einen Magneten und andererseits einen magnetischen Anker, beispielsweise aus einem
ferromagnetischen Stahl, ausgebildet sein. Die magnetischen Mittel am ersten Verbindungsmodul
und am zweiten Verbindungsmodul sind in geeigneter Weise zur Erzeugung der magnetischen
Anziehungskraft zwischen den Verbindungsmodulen zueinander ausgerichtet. Sind die
magnetischen Mittel durch zwei Magnete verwirklicht, weisen sie mit entgegen gesetzten
Polen aufeinander zu.
[0031] Besonders zum Tragen kommt die Wirkung des Führungsabschnitts bei einem Magnetsystem
aus Magnet und Anker. Der Vorteil dieser Magnetsysteme besteht darin, dass nur ein
Magnet benötigt wird, was die Kosten senkt. Diese Magnetsysteme haben physikalisch
bedingt aber nur ein wesentlich schwächeres seitliches Rückstellmoment. Durch das
Vorsehen mindestens eines Führungsabschnitts kann auch bei Verwirklichung der magnetischen
Mittel durch Magnet und Anker der Magnet klein dimensioniert werden, um Kosten und
Bauraum zu sparen.
[0032] Durch die Bewegung des ersten Verbindungsmoduls relativ zum zweiten Verbindungsmodul
zum Öffnen der Verschlussvorrichtung wird gleichzeitig auch die magnetische Anziehungskraft
zwischen dem ersten Verbindungsmodul und dem zweiten Verbindungsmodul abgeschwächt,
indem die magnetischen Mittel durch Bewegen der Verbindungsmodule entlang der Öffnungsrichtung
voneinander entfernt werden. In geöffnetem Zustand ist die mechanische Verrastung
außer Eingriff und die magnetischen Mittel sind voneinander entfernt, so dass das
erste Verbindungsmodul in einfacher, leichter Weise vom zweiten Verbindungsmodul entnommen
und die Verschlussvorrichtung geöffnet werden kann.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform einer Verschlussvorrichtung kann die Verschlussvorrichtung
auch durch ein erstes Verschlussteil und ein zweites Verschlussteil gebildet sein,
die in die Schließrichtung aneinander ansetzbar sind und die jeweils zwei oder mehr
Verbindungsmodule aufweisen.
[0034] In einer ersten Variante kann das eine Verschlussteil beispielsweise zwei erste Verbindungsmodule
und das andere Verschlussteil zwei zweite Verbindungsmodule aufweisen, oder in einer
zweiten Variante können beide Verschlussteile jeweils ein erstes Verbindungsmodul
und ein zweites Verbindungsmodul aufweisen. An jedem Verschlussteil sind bei diesen
Varianten damit zwei Verbindungsmodule angeordnet, nämlich entweder einerseits zwei
erste Verbindungsmodule und andererseits zwei zweite Verbindungsmodule oder jeweils
ein erstes und ein zweites Verbindungsmodul.
[0035] Die Verschlussteile verriegeln wiederum in Schließrichtung und sind in der Schließstellung
über die jeweils zwei an den Verschlussteilen angeordneten Verbindungsmodule mechanisch
miteinander verrastet. Die mechanische Verrastung erfolgt damit sozusagen doppelt,
indem in der Schließstellung zwei Verbindungsmodulpaare mechanisch miteinander verrastet
sind und das erste Verschlussteil und das zweite Verschlussteil über zwei formschlüssige,
mechanische Verrastungen miteinander verriegeln.
[0036] Denkbar ist in diesem Zusammenhang auch, mehr als zwei Verbindungsmodule pro Verschlussteil
vorzusehen, beispielsweise drei oder mehr, die beispielsweise in einer Reihe oder
auf einem Kreis angeordnet sind.
[0037] Denkbar ist, die Verschlussteile mit den daran angeordneten Verbindungsmodulen so
auszubilden, dass sie durch geradliniges Verschieben zueinander geöffnet werden können.
Denkbar und vorteilhaft ist aber auch, dass die beiden Verschlussteile zum Öffnen
um eine Schwenkachse zueinander verschwenkbar sind, um auf diese Weise die Verbindungsmodule
der Verschlussteile zum Öffnen relativ zueinander zu bewegen. Dadurch, dass die Verschlussteile
zueinander verschwenkt werden, werden die Verbindungsmodule der Verschlussteile relativ
zueinander bewegt, so dass die Sperrstücke der ersten Verbindungsmodule außer Eingriff
mit den Federverriegelungselementen der zweiten Verbindungsmodule gelangen. Die Schwenkachse
kann dabei parallel zur Schließrichtung gerichtet sein und zwischen den Verbindungsmodulen
konzentrisch am ersten und zweiten Verschlussteil angeordnet sein.
[0038] Wenn am ersten Verschlussteil und am zweiten Verschlussteil jeweils ein erstes und
ein zweites Verbindungsmodul angeordnet sind, können das erste Verschlussteil und
das zweite Verschlussteil baugleich zueinander ausgebildet sein, um spiegelverkehrt
aneinander angesetzt zu werden. Das erste Verschlussteil und das zweite Verschlussteil
weisen demnach jeweils ein Sperrstück und ein Federverriegelungselement auf, die zum
Überführen der Verschlussvorrichtung in die Schließstellung mit dem Federverriegelungselement
bzw. dem Sperrstück des anderen Verschlussteils in Eingriff gebracht werden. Die baugleiche
Ausbildung der Verschlussteile spart Baukosten, da zur Herstellung der Verschlussteile
keine unterschiedlichen Werkzeuge erforderlich sind.
[0039] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsansicht eines ersten Beispiels einer Verschlussvorrichtung zum Verbinden
zweier Teile;
- Fig. 2A
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung beim Verschließen;
- Fig. 2B
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung beim Öffnen;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Verschlussvorrichtung beim Öffnen;
- Fig. 4
- eine Schnittansicht durch die Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig.
3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Verbindungsmoduls und eines Federverriegelungselementes
eines zweiten Verbindungsmoduls der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 6A
- eine Seitenansicht der Verschlussvorrichtung beim Schließen;
- Fig. 6B
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung von unten beim Schließen;
- Fig. 7A
- eine Seitenansicht der Verschlussvorrichtung in der Schließstellung;
- Fig. 7B
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung von unten in der Schließstellung;
- Fig. 8
- eine Explosionsansicht eines zweiten Beispiels einer Verschlussvorrichtung;
- Fig. 9A
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung beim Schließen;
- Fig. 9B
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung in der Schließstellung;
- Fig. 9C
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung vor dem Öffnen;
- Fig. 9D
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung beim Öffnen;
- Fig. 10A
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung von unten in der Schließstellung;
- Fig. 10B
- eine Ansicht der Verschlussvorrichtung von unten beim Öffnen;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht eines dritten Beispieles einer Verschlussvorrichtung;
- Fig. 12A, 12B
- Ansichten der Verschlussvorrichtung beim Schließen;
- Fig. 13
- eine Schnittansicht durch die Verschlussvorrichtung beim Schließen entlang der Linie
B-B gemäß Fig. 12B;
- Fig. 14
- eine perspektivische Ansicht einer Verschlussvorrichtung nach dem Stand der Technik;
- Fig. 15A
- eine Vorderansicht der Verschlussvorrichtung in der Schließstellung;
- Fig. 15B
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie C-C gemäß Fig. 15A;
- Fig. 16A
- eine Seitenansicht der Verschlussvorrichtung;
- Fig. 16B
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie D-D gemäß Fig. 16A;
- Fig. 17
- eine perspektivische Darstellung einer Verschlussvorrichtung mit einem an der Steckeraufnahme
des zweiten Verbindungsmoduls angeordneten Führungsabschnitt;
- Fig. 18
- eine perspektivische Ansicht eines Verschlussteils einer Verschlussvorrichtung, bei
der an zwei Verschlussteilen jeweils ein erstes Verbindungsmodul und ein zweites Verbindungsmodul
ausgebildet sind;
- Fig. 19A
- eine Seitenansicht einer Verschlussvorrichtung mit zwei jeweils zwei Verbindungsmodule
aufweisenden Verschlussteilen, vor Herstellung der Schließstellung;
- Fig. 19B
- eine Draufsicht der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 19A;
- Fig. 19C
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig. 19B;
- Fig. 20A
- eine Seitenansicht der Verschlussvorrichtung in der Schließstellung;
- Fig. 20B
- eine Draufsicht der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 20A;
- Fig. 20C
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig. 20B;
- Fig. 21A
- eine Seitenansicht der Verschlussvorrichtung in geöffnetem Zustand;
- Fig. 21B
- eine Draufsicht der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 21A;
- Fig. 21C
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig. 21B;
- Fig. 22A, 22B
- perspektivische Ansichten einer die Erfindung verwirklichenden Ausführungsform einer
Verschlussvorrichtung;
- Fig. 23A
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung vor Herstellung der Schließstellung;
- Fig. 23B
- eine Draufsicht der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 23A;
- Fig. 23C
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig. 23B;
- Fig. 24A
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung in der Schließstellung;
- Fig. 24B
- eine Draufsicht der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 24A;
- Fig. 24C
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig. 24B;
- Fig. 25A
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung beim Öffnen;
- Fig. 25B
- eine Draufsicht der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 25A;
- Fig. 25C
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig. 25B;
- Fig. 26A
- eine perspektivische Ansicht der Verschlussvorrichtung in geöffnetem Zustand;
- Fig. 26B
- eine Draufsicht der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 26A und
- Fig. 26C
- eine Schnittansicht der Verschlussvorrichtung entlang der Linie A-A gemäß Fig. 26B;
[0040] Fig. 1 bis 7 zeigen ein erstes Beispiel einer Verschlussvorrichtung mit einem ersten
Verbindungsmodul 1 und einem zweiten Verbindungsmodul 2, die zum Verbinden zweier
Teile, beispielsweise als Verschluss für eine Tasche, zum Verbinden von Seilen oder
Gurten oder zum Verbinden sonstiger Bauteile, dient.
[0041] Die zu verbindenden Teile sind dabei mit dem ersten Verbindungsmodul 1 und mit dem
zweiten Verbindungsmodul 2 verbunden und werden über die Verbindungsmodule 1, 2 lösbar
miteinander gekoppelt.
[0042] Die Verschlussvorrichtung stellt über die Verbindungsmodule 1, 2 eine mechanische
Verrastung her, indem in einer Schließstellung ein an einem Sperrstück 13 angeordneter
Rastvorsprung 11 des ersten Verbindungsmoduls 1 formschlüssig mit einem Rastvorsprung
240 eines Federverriegelungselementes 24 des zweiten Verbindungsmoduls 2 in Eingriff
steht.
[0043] Das Sperrstück 13 mit dem daran angeordneten Rastvorsprung 11 erstreckt sich nach
Art eines Zapfens rotationssymmetrisch an dem ersten Verbindungsmodul 1.
[0044] Das Federverriegelungselement 24 ist über eine Bodenplatte 23 drehfest, aber mit
radialem Spiel an einer Steckeraufnahme 21 des zweiten Verbindungsmoduls 2 angeordnet
und umgreift ein oberseitig der Halteplatte 23 vorstehendes Halteelement 231, wobei
eine radial vorstehende Ausformung 230 eine seitliche, das Federverriegelungselement
umfänglich öffnende Aussparung 241 des ansonsten ringförmigen Federverriegelungselements
24 durchgreift und hierdurch das Federverriegelungselement 24 drehfest am zweiten
Verbindungsmodul 2 festlegt.
[0045] Zum Anordnen des Federverriegelungselements 24 an der Steckeraufnahme 21 wird die
Bodenplatte 23 zusammen mit dem daran angeordneten Federverriegelungselement 24 in
eine unterseitige Aussparung 22 des zweiten Verbindungsmoduls 2 eingepresst, wie aus
Fig. 1 ersichtlich.
[0046] Zum Herstellen der Schließstellung wird, wie in Fig. 2A dargestellt, das erste Verbindungsmodul
1 in eine Schließrichtung X an das zweite Verbindungsmodul 2 angesetzt, indem das
Sperrstück 13 in eine oberseitige Steckeröffnung 210 der Steckeraufnahme 21 eingesetzt
wird. Dadurch kommt der Rastvorsprung 11 des Sperrstücks 13 des ersten Verbindungsmoduls
1 in Kontakt mit dem Rastvorsprung 240 des Federverriegelungselements 24 des zweiten
Verbindungsmoduls 2 und drängt dieses radial nach außen, bis der Rastvorsprung 11
rastend mit dem Rastvorsprung 240 in Eingriff gelangt.
[0047] Am ersten Verbindungsmodul 1 und am zweiten Verbindungsmodul 2 sind jeweils magnetische
Mittel 10, 20 angeordnet, die eine magnetische Anziehungskraft zwischen den Verbindungsmodulen
1, 2 aufeinander zu bewirken. Die magnetischen Mittel 10, 20 können jeweils durch
einen Magneten oder einerseits durch einen Magneten und andererseits durch einen magnetischen
Anker beispielsweise aus einem ferromagnetischen Stahl verwirklicht sein. Die magnetischen
Mittel 10, 20 dienen dazu, das Überführen der Verbindungsmodule 1, 2 in die Schließstellung
magnetisch zu unterstützen, so dass die mechanische Verrastung der Verbindungsmodule
1, 2 miteinander weitestgehend selbsttätig erfolgt, wenn die Verbindungsmodule 1,
2 aneinander angesetzt werden.
[0048] In der Schließstellung, dargestellt beispielsweise in Fig. 7A und 7B, sind das erste
Verbindungsmodul 1 und das zweite Verbindungsmodul 2 formschlüssig miteinander verrastet,
wobei die Rastvorsprünge 11, 240 die Verbindungsmodule 1, 2 entgegen der Schließrichtung
X mechanisch miteinander in Eingriff halten.
[0049] Quer zur Schließrichtung X wird das erste Verbindungsmodul 1 über die seitliche Begrenzung
der Steckeraufnahme 21 an dem zweiten Verbindungsmodul 2 gehalten. Die Steckeraufnahme
21 ist jedoch genauso wie das ringförmige Federverriegelungselement 24 in Umfangsrichtung
seitlich geöffnet und weist eine seitliche Aussparungen 211 auf, durch die hindurch
das erste Verbindungsmodul 1 mit seinem Sperrstück 13 in eine Öffnungsrichtung Y quer
zur Schließrichtung X aus dem rastenden Eingriff mit dem zweiten Verbindungsmodul
2 geschoben werden kann.
[0050] Zum Öffnen der Verschlussvorrichtung wird das erste Verbindungsmodul 1 in die Öffnungsrichtung
Y relativ zum zweiten Verbindungsmodul 2 verschoben, so dass das Sperrstück 13 mit
dem daran angeordneten Rastvorsprung 11 tangential (seitlich) aus dem Bereich des
Federverriegelungselements 24 mit dem daran angeordneten Rastvorsprung 240 geschoben
und durch die Aussparung 211 hindurch aus der Steckeraufnahme 21 entfernt wird (siehe
Fig. 2B).
[0051] Die Verschlussvorrichtung kann einerseits in leichter und haptisch angenehmer Weise
durch Ansetzen des ersten Verbindungsmoduls 1 an das zweite Verbindungsmodul 2 in
die Schließrichtung X geschlossen werden, um in der Schließstellung die Verbindungsmodule
1, 2 mechanisch fest und sicher miteinander zu verbinden. Durch Bewegen des ersten
Verbindungsmoduls 1 in die Öffnungsrichtung Y kann die Verschlussvorrichtung dann
in ebenfalls leichter und haptisch angenehmer Weise wieder geöffnet werden, wobei
durch die Öffnungsbewegung einerseits die mechanische Verrastung gelöst und andererseits
auch die magnetischen Mittel 10, 20 durch tangentiale Bewegung voneinander entfernt
werden, so dass sich die magnetische Anziehungskraft abschwächt.
[0052] Gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen in die Öffnungsrichtung Y wird das erste Verbindungsmodul
1 durch die magnetische Anziehungskraft der magnetischen Mittel 10, 20 am zweiten
Verbindungsmodul gehalten. Zusätzlich umgreift das Federverriegelungselement 24 das
Sperrstück 13 umfänglich, so dass zum Öffnen der Verschlussvorrichtung zusätzlich
zu der Magnetkraft der magnetischen Mittel 10, 20 auch eine Federkraft des Federverriegelungselementes
24 zum radialen Aufbiegen des Federverriegelungselementes 24 überwunden werden muss.
Durch geeignete Dimensionierung der magnetischen Mittel 10, 20 und des Federverriegelungselements
24 kann die zum Öffnen erforderliche Kraft in gewünschter Weise eingestellt werden,
wobei einerseits ein haptisch angenehmes Öffnen möglich sein soll, gleichzeitig aber
ein unbeabsichtigtes Lösen nach Möglichkeit vermieden oder zumindest erschwert werden
soll.
[0053] Wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, weist das Federverriegelungselement 24 im
Bereich der Aussparung 241 unterhalb des Rastvorsprungs 240 Aussparungen 242, 243
auf, die dem Rastvorsprung 11 des Sperrstücks 13 angepasst sind und ein Herausschieben
des Sperrstücks 13 aus dem Federverriegelungselement 24 bei Überwinden der haltenden
Federkraft des Federverriegelungselements 24 ermöglichen.
[0054] Die Verschlussvorrichtung wird durch Ansetzen des ersten Verbindungsmoduls 1 an das
zweite Verbindungsmodul 2 geschlossen, wobei in idealer Weise das Verbindungsmodul
1 und das Verbindungsmodul 2 exakt entlang der Schließrichtung X aufeinander zu bewegt
und aneinander angesetzt werden. Realistischerweise wird diese Schließbewegung jedoch
nicht exakt in Schließrichtung X erfolgen, und die Verbindungsmodule 1, 2 werden nicht
exakt zueinander ausgerichtet sein. Insbesondere kann, wie in Fig. 6B veranschaulicht,
ein Versatz A entlang der Öffnungsrichtung Y zwischen den Verbindungsmodulen 1, 2
auftreten, so dass beim Ansetzen der Verbindungsmodule 1, 2 aneinander diese nicht
zueinander zentriert sind und damit nicht in optimaler Weise zueinander ausgerichtet
sind.
[0055] Um auch bei Verwendung kleiner Magnete zur Verwirklichung der magnetischen Mittel
10, 20 ein weitestgehend selbsttätiges Überführen der Verbindungsmodule 1, 2 in die
Schließstellung zu ermöglichen, sind an dem Federverriegelungselement 24 durch Verlängerung
des Rastvorsprungs 240 Führungsabschnitte 240A, 240B angeordnet, die an die Aussparung
241 angrenzen. Wie in Fig. 6A veranschaulicht, verlaufen diese Führungsabschnitte
240A, 240B schräg zur Öffnungsrichtung Y und beschreiben insbesondere einen stumpfen
Winkel β mit der Öffnungsrichtung Y. Die Führungsabschnitte 240A, 240B sind dabei
so ausgerichtet, dass ein dem Gradienten der Führungsabschnitte 240A, 240B entsprechender
räumlicher Richtungsvektor F zumindest mit einer Richtungskomponente FY entgegen der
Öffnungsrichtung Y gerichtet ist.
[0056] Wie in Fig. 6A veranschaulicht, lässt sich der Richtungsvektor F in mathematischem
Sinne in Richtungsvektorkomponenten FX, FY (und zusätzlich gegebenenfalls auch noch
in eine dritte Richtungsvektorkomponente FZ im dreidimensionalen Raum) zerlegen, von
denen die Richtungsvektorkomponente FX in die Schließrichtung X und die Richtungsvektorkomponente
FY entgegen der Öffnungsrichtung Y gerichtet ist. Durch das Vorsehen der Führungsabschnitte
240A, 240B wird das erste Verbindungsmodul 1 beim Ansetzen an das zweite Verbindungsmodul
2 in die Schließstellung geführt, wobei diese Führungsabschnitte 240A, 240B insbesondere
dann in Wirkung treten, wenn das erste Verbindungsmodul 1 in die Öffnungsrichtung
Y um einen Versatz A zum zweiten Verbindungsmodul 2 versetzt ist. Die Führungsabschnitte
240A, 240B geleiten das erste Verbindungsmodul 1 dann entgegen der Öffnungsrichtung
Y in die Schließstellung, gleichen dadurch den Versatz A aus und zentrieren die Verbindungsmodule
1, 2 miteinander.
[0057] In der Schließstellung, wie in Fig. 7A und 7B dargestellt, sind die Verbindungsmodule
1, 2 konzentrisch zu einer Mittelachse D ausgerichtet, sind zueinander zentriert und
stehen rastend miteinander in Eingriff.
[0058] Durch das Vorsehen der Führungsabschnitte 240A, 240B können die magnetischen Mittel
klein dimensioniert sein, da das Überführen in die Schließstellung und das Zentrieren
der Verbindungsmodule 1, 2 zueinander in geführter Weise über die Führungsabschnitte
240A, 240B unterstützt wird und damit nicht allein durch magnetische Anziehung der
magnetischen Mittel 10, 20 bewirkt werden muss. Durch das Verwenden kleiner Magnete
reduzieren sich die Kosten der Verschlussvorrichtung. Zudem verringert sich der erforderliche
Bauraum.
[0059] Ein zweites Beispiel einer Verschlussvorrichtung zeigen Fig. 8 bis 10. Hierbei sind
Bauteile gleicher Funktion mit den gleichen Bezugszeichen wie vorangehend versehen,
soweit dies zweckdienlich ist.
[0060] Die Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 8 bis 10 ist in ihrer Funktionsweise weitestgehend
identisch der vorangehend anhand von Fig. 1 bis 7 beschriebenen Verschlussvorrichtung.
Im Unterschied zu der vorangehend beschriebenen Verschlussvorrichtung ist lediglich
das Federverriegelungselement 24 bei der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 8 bis 10
um seine Mittelachse D drehbar an dem zweiten Verbindungsmodul 2 angeordnet und weist
einen Hebel 244 auf, der eine Durchgriffsöffnung 212 an der Steckeraufnahme 21 des
zweiten Verbindungsmoduls 2 durchgreift und zum Verdrehen des Federverriegelungselements
24 betätigt werden kann.
[0061] Das Federverriegelungselement 24 umgreift ein rotationssymmetrisches Halteelement
230 der Bodenplatte 23, ohne an dieser festgelegt zu sein.
[0062] Wie bei der vorangehend beschriebenen Verschlussvorrichtung wird auch bei der Verschlussvorrichtung
gemäß Fig. 8 bis 10 das erste Verbindungsmodul 1 durch Ansetzen in die Schließvorrichtung
X an das zweite Verbindungsmodul 2 mechanisch mit dem zweiten Verbindungsmodul 2 verrastet
und dadurch in eine Schließstellung gebracht (siehe Fig. 9A und 9B). In dieser Schließstellung
ist das Federverriegelungselement 24 derart verdreht zu der Steckeraufnahme 21 des
zweiten Verbindungsmoduls 2, dass die Aussparung 241 sich in anderer Winkellage als
die Aussparung 211 der Steckeraufnahme 21 befindet und die Aussparungen 241, 211 damit
nicht deckungsgleich miteinander sind. In der Schließstellung gemäß Fig. 9B ist das
erste Verbindungsmodul 1 damit mechanisch mit dem zweiten Verbindungsmodul verrastet
und zudem an dem zweiten Verbindungsmodul 2 gesichert, indem das erste Verbindungsmodul
1 nicht in die Öffnungsrichtung Y aus der Steckeraufnahme 21 des zweiten Verbindungsmoduls
2 geschoben werden kann.
[0063] Zum Öffnen der Verschlussvorrichtung wird der Hebel 244 in der Durchgriffsöffnung
212 verschwenkt und damit das Federverriegelungselement 24 um die Mittelachse D verdreht,
so dass die Aussparungen 241, 211 des Federverriegelungselements 24 und der Steckeraufnahme
21 in eine deckungsgleiche Lage gelangen (siehe Fig. 9C). Das erste Verbindungsmodul
1 ist damit nicht mehr über das Federverriegelungselement 24 entgegen der Öffnungsrichtung
Y in der Steckeraufnahme 21 gehalten und kann in die Öffnungsrichtung Y aus der Steckeraufnahme
21 geschoben werden, um die Verschlussvorrichtung auf diese Weise zu öffnen (siehe
Fig. 9D).
[0064] Die Unteransichten gemäß Fig. 10A und 10B veranschaulichen die Winkellage des Federverriegelungselements
24 zu der Steckeraufnahme 21 in der gesicherten Stellung (Fig. 10A) und in der entsicherten
Stellung (Fig. 10B).
[0065] Ein drittes Beispiel einer Verschlussvorrichtung in Form einer Steckschnalle ist
in Fig. 11 bis 13 dargestellt. Wiederum sind, soweit zweckdienlich, Bauteile gleicher
Funktion mit gleichen Bezugszeichen wie vorangehend versehen.
[0066] Bei der Steckschnalle gemäß Fig. 11 bis 13 ist ein Sperrstück 13 eines ersten Verbindungsmoduls
1, im Gegensatz zu den vorangehend beschriebenen Beispielen, nicht rotationssymmetrisch,
sondern länglich mit zwei seitlichen Rastvorsprüngen 11 ausgebildet und greift in
einer Schließstellung in eine längliche Steckeraufnahme 21 eines zweiten Verbindungsmoduls
2 mit einer oberen Steckeröffnung 210 und einer seitlichen Aussparung 211 ein. In
der Schließstellung stehen die Rastvorsprünge 11 mit zwei Federverriegelungselementen
24A, 24B und daran angeordneten Rastvorsprüngen 240 formschlüssig in Eingriff.
[0067] Wie auch bei den vorangehend beschriebenen Beispielen erfolgt das Überführen in die
Schließstellung durch Ansetzen des ersten Verbindungsmoduls 1 in eine Schließrichtung
X an das zweite Verbindungsmodul 2. Das Überführen in die Schließstellung wird dabei
magnetisch unterstützt durch magnetische Mittel 10, 20, beispielsweise jeweils einen
Magneten oder einerseits einen Magneten und andererseits einen magnetischen Anker.
[0068] Die Verschlussvorrichtung in Form der Steckschnalle kann durch seitliche Verschiebebewegung
in eine Öffnungsrichtung Y geöffnet werden, um die Rastvorsprünge 11 durch diese tangentiale
Verschiebebewegung seitlich außer Eingriff mit den Rastvorsprüngen 240 der Federverriegelungselemente
24A, 24B zu bringen. Insofern ergeben sich funktional keine Unterschiede zu den vorangehend
beschriebenen Beispielen. Wie aus Fig. 11 und 12A, 12B ersichtlich, sind an den Federverriegelungselementen
24A, 24B jeweils ein Führungsabschnitt 240A, 240B ausgebildet, die beim Ansetzen des
ersten Verbindungsmoduls 1 an das zweite Verbindungsmodul 2 mit den Rastvorsprüngen
11 in der in Fig. 12A, 12B dargestellten Weise stirnseitig in Anlage gelangen, um
das erste Verbindungsmodul 1 in die Schließstellung zu führen.
[0069] Die Führungsabschnitte 240A, 240B weisen jeweils einen entlang der Steigung des Führungsabschnitts
240A, 240B weisenden Richtungsvektor F auf, der einen stumpfen Winkel β zur Öffnungsrichtung
Y beschreibt und mit einer Richtungsvektorkomponente FY entgegen der Öffnungsrichtung
Y gerichtet ist.
[0070] In der Schließstellung sind dann das erste Verbindungsmodul 1 und das zweite Verbindungsmodul
2 in optimaler Weise zueinander ausgerichtet, wobei insbesondere die magnetischen
Mittel 10, 20, beispielsweise ein Magnet und ein magnetischer Anker, sich in optimaler
Weise gegenüberstehen und eine maximale magnetische Anziehungskraft bewirken.
[0071] Wie aus Fig. 11 ersichtlich, sind die Führungsabschnitte 240A, 240B in Schließrichtung
X oberhalb der Rastvorsprünge 240 angeordnet und sind in der Schließstellung, in der
die Rastvorsprünge 11 des Sperrstücks 13 die Rastvorsprünge 240 der Federverriegelungselemente
24A, 24B hintergreifen, nicht in Anlage mit dem Sperrstück 13 oder dessen Rastvorsprüngen
11. Die Führungsabschnitte 240A, 240B wirken damit einem Öffnen der Verschlussvorrichtung
nicht entgegen und haben Einfluss nur bei Überführen der Verschlussvorrichtung in
die Schließstellung.
[0072] Wie beispielsweise aus Fig. 13 ersichtlich, sind beidseits der Verschlussvorrichtung
in Form der Steckschnalle Gurtanbindungen 14, 25 ausgebildet, die zum Anbinden eines
Gurtes an die Verbindungsmodule 1, 2 der Steckschnalle dienen. Die Steckschnalle kann
insbesondere zum Übertragen von Zugbelastungen dienen und nimmt hierzu die wirkenden
Belastungskräfte über die mechanische Verrastung der Rastvorsprünge 11, 240 in formschlüssiger
Weise auf.
[0073] Eine Verschlussvorrichtung mit Verbindungsmodulen 1, 2, die im Wesentlichen der Verschlussvorrichtung
gemäß Fig. 11 bis 13 entspricht, ist in Fig. 14 bis 16 dargestellt. Lediglich die
Führungsabschnitte 240A, 240B sind bei der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 14 bis
16 nicht vorhanden.
[0074] Um auch bei der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 14 bis 16 zu gewährleisten, dass
in der Schließstellung (Fig. 15 und 16) die Verbindungsmodule 1, 2 exakt zueinander
angeordnet und ausgerichtet sind, sind bei der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 14
bis 16 die magnetischen Mittel 10, 20, beispielsweise ein Magnet 10 und ein magnetischer
Anker 20, um einen Versatz V versetzt zueinander angeordnet, so dass auch in der Schließstellung
noch eine Kraft entgegen der Öffnungsrichtung Y erzeugt wird, die als Art Vorspannung
dient und ein sicheres Überführen in die Schließstellung gewährleisten soll. Hierzu
ist eine große Dimensionierung der magnetischen Mittel 10, 20 erforderlich, die bei
den vorangehend beschriebenen Beispielen gemäß Fig. 1 bis 13 aufgrund der vorgesehenen
Führungsabschnitte überflüssig ist.
[0075] Wie in Fig. 15A veranschaulicht, ist bei der Verschlussvorrichtung in Form der Steckschnalle
vorgesehen, die Öffnungsrichtung Y unter einem Winkel α zu einer Horizontalen anzuordnen.
Die Öffnungsrichtung Y ist damit nicht quer zur Schließrichtung X gerichtet, sondern
mit einem Winkel α zur Querrichtung. Dadurch wird erreicht, dass bei einer entgegen
der Schließrichtung X wirkenden Belastungskraft sich die Verschlussvorrichtung nicht
in unbeabsichtigter Weise öffnen kann, da durch die Belastungskraft das erste Verbindungsmodul
1 entgegen der Öffnungsrichtung Y in die Steckeraufnahme 21 hineingedrückt und damit
einem Öffnen entgegengewirkt wird. Fig. 17 zeigt eine Verschlussvorrichtung, die in
Ihrem Aufbau und in Ihrer Funktion im Wesentlichen der Verschlussvorrichtung gemäß
Fig. 1 bis 7 entspricht. Im Unterschied zu der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 1
bis 7 sind hier jedoch an der Steckeraufnahme 21 (zusätzliche) Führungsabschnitte
240A', 240B' vorgesehen, die das erste Verbindungsmodul 1 mit dem daran angeordneten
Sperrstück 13 zum Herstellen der Schließstellung führen und dabei in Schließrichtung
X gesehen vor dem Federverriegelungselement 24 und dem daran ausgebildeten Rastvorsprung
240 angeordnet sind. Beim Ansetzen des ersten Verbindungsmoduls 1 an das zweite Verbindungsmodul
2 gleitet der Rastvorsprung 11 des Sperrstücks 13 entlang der Führungsabschnitte 240A',
240B' und wird, bei einem Versatz des ersten Verbindungsmoduls in die Öffnungsrichtung
Y relativ zum zweiten Verbindungsmodul 2, entgegen der Öffnungsrichtung Y geführt,
um dadurch die magnetischen Mittel der Verbindungsmodule 1, 2 zueinander auszurichten.
Die Herstellung der mechanischen Verrastung erfolgt damit bei zueinander ausgerichteten
Verbindungsmodulen 1, 2 in optimal unterstützter Weise.
[0076] Fig. 18 bis 21 zeigen ein anderes Beispiel einer Verschlussvorrichtung, das zwei
Verschlussteile 3, 4 verwendet, an denen jeweils ein erstes Verbindungsmodul 1 und
ein zweites Verbindungsmodul 2 angeordnet sind. Die Verschlussteile 3, 4 sind dabei
baugleich ausgebildet und weisen jeweils ein Sperrstück 13 mit einem Rastvorsprung
11 des ersten Verbindungsmoduls 1 und eine Steckeraufnahme 21 mit einem Federverriegelungselement
24 des zweiten Verbindungsmoduls 2 auf.
[0077] Fig. 19A bis 19C zeigen die Verschlussvorrichtung mit den Verschlussteilen 3, 4 vor
Herstellen der Schließstellung. Zum Schließen der Verschlussvorrichtung werden die
Verschlussteile 3, 4 in die Schließrichtung X aneinander angesetzt, so dass die Verbindungsmodule
1, 2 der Verschlussteile 3, 4 jeweils miteinander in Eingriff gelangen und mechanisch
miteinander verrasten.
[0078] In der Schließstellung, dargestellt in Fig. 20A bis 20C, stehen die Sperrstücke 13
jeweils mit den Federverriegelungselementen 24 in Eingriff und verrasten die Verschlussteile
3, 4 mechanisch miteinander.
[0079] Zum Öffnen werden, wie in Fig. 21A bis 21C dargestellt, die Verschlussteile 3, 4
um eine Schwenkachse S, die entlang der Symmetrieachse der Verschlussteile 3, 4 parallel
zur Schließrichtung X gerichtet ist, zueinander verschwenkt. Dadurch werden die Verbindungsmodule
1, 2 der Verschlussteile 3, 4 jeweils derart zueinander bewegt, dass die Sperrstücke
13 der ersten Verbindungsmodule 1 jeweils in die Öffnungsrichtung Y aus den Federverriegelungselementen
24 der zweiten Verbindungsmodule 2 bewegt werden. In geöffnetem Zustand ist die mechanische
Verrastung aufgehoben, und die Verschlussteile 3, 4 können entgegen der Schließrichtung
X voneinander gelöst werden.
[0080] Wie beispielsweise aus Fig. 18 und 19 ersichtlich, ist an den Verschlussteilen 3,
4 jeweils ein Zapfen 31, 41 angeordnet, der im Querschnitt die Form eines Kreissegments
aufweist und in eine entsprechende Vertiefung am jeweils anderen Verschlussteil 4,
3 eingreift. Beim Überführen der Verschlussteile 3, 4 in die Schließstellung (Fig.
19A bis 19C) werden die Zapfen 31, 41 der Verschlussteile 3, 4 aneinander angesetzt
und bilden damit eine physikalische Schwenkachse S aus, um die die Verschlussteile
3, 4 zum Öffnen der Verschlussvorrichtung, wie in Fig. 21A bis 21C dargestellt, zueinander
verschwenkt werden können.
[0081] Zur Definition der Schwenkachse S können anstelle der Zapfen 31, 41 oder zusätzlich
auch kreisbogenförmige, konzentrisch zur Schwenkachse S angeordnete Schwenkführungen
am ersten Verschlussteil 3 und zweiten Verschlussteil 4 angeordnet sein, die eine
kreisbogenförmige Führung um die Schwenkachse S definieren. Mit anderen Worten ist
die Schwenkachse S nicht als physikalische Achse ausgebildet, sondern durch kreisbogenförmige
Führungen beabstandet zur Schwenkachse S.
[0082] In Abwandlung der anhand von Fig. 18 bis 21 geschilderten Ausführungsform ist auch
denkbar, an jedem Verschlussteil 3, 4 mehr als zwei Verbindungsmodule 1, 2 vorzusehen,
die beispielsweise auf einem Kreis um die Schwenkachse S angeordnet sind. Durch Verschwenken
der Verschlussteile 3, 4 zueinander können die Verbindungsmodule 1, 2 dann aus ihrer
Schließstellung gebracht und geöffnet werden, um die mechanische Verrastung der Verschlussteile
3, 4 zum Öffnen der Verschlussvorrichtung zu lösen.
[0083] Die in Fig. 18 bis 21 dargestellte Ausführungsform einer Verschlussvorrichtung kann
beispielsweise zum Verbinden von Gurten oder Seilen eingesetzt werden, aber auch zum
Verschließen von Taschen oder Deckeln oder dergleichen und ermöglicht eine Verbindung
zweier Bauteile bei sicherem Halt und hohen übertragbaren Belastungskräften.
[0084] Eine die Erfindung verwirklichende Ausführungsform einer Verschlussvorrichtung zeigen
Fig. 22 bis 26. Die Verschlussvorrichtung kann vorteilhaft zum Verbinden zweier Gurte
verwendet werden, beispielsweise als Schnalle zum Schließen eines Kinnriemens eines
Schutzhelmes, z. B. eines Skihelms.
[0085] Die Ausführungsform der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 22 bis 26 entspricht funktional
der Verschlussvorrichtung gemäß Fig. 1 bis 7. Entsprechend sind zwei Verbindungsmodule
1, 2 vorgesehen, die in eine Schließrichtung X zum Schließen der Verschlussvorrichtung
aneinander angesetzt werden können (Fig. 23A bis 23C) und in einer Schließstellung
über einen formschlüssigen Eingriff eines Sperrstücks 13 und eines Federverriegelungselements
24 mechanisch miteinander verrastet sind (Fig. 24A bis 24C). Zum Öffnen kann das erste
Verbindungsmodul 1 in die Öffnungsrichtung Y relativ zum zweiten Verbindungsmodul
2 verschoben werden (Fig. 25A bis 25C), um auf diese Weise das Sperrstück 13 seitlich
aus dem Federverriegelungselement 24 zu schieben (Fig. 26A bis 26C).
[0086] Zum Verbinden zweier Gurte ist an dem ersten Verbindungsmodul 1 und an dem zweiten
Verbindungsmodul 2 jeweils eine Gurtanbindung 14, 25 in Form von Längsholmen vorgesehen,
um die eine Gurt gelegt (gewunden) werden kann.
[0087] An dem ersten Verbindungsmodul 1 sind durch Ausnehmungen 15A, 15B zwei Führungsbahnen
seitlich des Sperrstücks 13 ausgebildet, in denen in der Schließstellung Vorsprünge
26A, 26B des zweiten Verbindungsmoduls 2 zu liegen kommen (Fig. 24C, 25C). Über die
Ausnehmungen 15A, 15B und die Vorsprünge 26A, 26B ist das erste Verbindungsmodul 1
am zweiten Verbindungsmodul 2 in die Öffnungsrichtung Y längs geführt, so dass das
Öffnen durch ein geführtes Verschieben des ersten Verbindungsmoduls 1 relativ zum
zweiten Verbindungsmodul 2 in leichter und angenehmer Weise erfolgen kann. Der Eingriff
der Vorsprünge 26A, 26B in die Ausnehmungen 15A, 15B ermöglicht zudem einen sicheren
Halt der Verschlussvorrichtung bei anliegenden Gurtkräften, die an den Gurtanbindungen
14, 25 angreifen und quer zur Schließrichtung X und quer zur Öffnungsrichtung Y wirken.
[0088] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann grundsätzlich auch bei gänzlich anders
gearteten Ausführungsformen Verwendung finden. Insbesondere kann eine Verschlussvorrichtung
der geschilderten Art in unterschiedlichsten Bereichen Verwendung finden, beispielsweise
zum Verschließen von Taschen, zum Verbinden von Gurten, Leinen oder dergleichen oder
zum Koppeln anderer Bauteile.
[0089] Die einzelnen Bauteile der Verschlussvorrichtung (mit Ausnahme der magnetischen Mittel)
können beispielsweise aus Kunststoff hergestellt sein.
[0090] Anstelle einer Verschiebebewegung kann auch vorgesehen sein, das erste Verbindungsmodul
durch Verdrehen von dem zweiten Verbindungsmodul zu lösen. Die Öffnungsrichtung entspricht
in diesem Fall einer Drehrichtung, wobei der Führungsabschnitt mit zumindest einer
Richtungsvektorkomponente entgegen dieser Drehrichtung gerichtet ist.
Bezugszeichenliste
[0091]
- 1
- Verbindungsmodul
- 10
- Magnet
- 11
- Rastvorsprung
- 12
- Deckel
- 13
- Sperrstück
- 14
- Gurtanbindung
- 15A, 15B
- Ausnehmung
- 2
- Verbindungsmodul
- 20
- Magnet
- 21
- Steckeraufnahme
- 210
- Steckeröffnung
- 211
- Aussparung
- 212
- Durchgriffsöffnung
- 22
- Aussparung
- 23
- Bodenplatte
- 230
- Ausformung
- 231
- Halteelement
- 24
- Federring
- 240
- Rastvorsprung
- 240A, 240B
- Führungsabschnitt
- 241
- Aussparung
- 242,243
- Aussparung
- 25
- Gurtanbindung
- 26A, 26B
- Vorsprung
- 3,4
- Verschlussteil
- 31,41
- Zapfen
- α, β
- Winkel
- A
- Versatz
- D
- Mittelachse
- F
- Richtungsvektor
- FX, FY
- Richtungsvektorkomponente
- S
- Schwenkrichtung
- V
- Versatz
- X
- Schließrichtung
- Y
- Öffnungsrichtung
1. Verschlussvorrichtung zum Verbinden zweier Teile, mit
- einem ersten Verbindungsmodul (1) und einem zweiten Verbindungsmodul (2), wobei
das erste Verbindungsmodul (1) in eine Schließrichtung (X) an dem zweiten Verbindungsmodul
(2) anordbar und in einer Schließstellung mit dem zweiten Verbindungsmodul (2) mechanisch
verrastet ist, und
- magnetischen Mitteln (4, 8), die zur Unterstützung der Überführung des ersten Verbindungsmoduls
(1) in die Schließstellung eine magnetische Anziehungskraft zwischen dem ersten Verbindungsmodul
(1) und dem zweiten Verbindungsmodul (2) bewirken,
wobei das erste Verbindungsmodul (1) durch eine Bewegung des ersten Verbindungsmoduls
(1) oder eines Teils des ersten Verbindungsmoduls (1) in eine Öffnungsrichtung (Y),
die sich von der Schließrichtung (X) unterscheidet, vom zweiten Verbindungsmodul (2)
lösbar ist, wobei
an dem ersten Verbindungsmodul (1) ein Sperrstück (13) und an dem zweiten Verbindungsmodul
(2) ein Federverriegelungselement (24; 24A, 24B) zur Herstellung der formschlüssigen
mechanischen Verrastung angeordnet sind und das Federverriegelungselement (24; 24A,
24B) und das Sperrstück (13) zum Lösen des ersten Verbindungsmoduls (1) vom zweiten
Verbindungsmodul (2) derart zueinander verschoben werden, dass das Federverriegelungselement
(24; 24A, 24B) entlang der Öffnungsrichtung (Y) aus dem Bereich des mindestens einen
Sperrstücks (13) gelangt, und wobei
mindestens ein am zweiten Verbindungsmodul (2) angeordneter Führungsabschnitt (240A,
240B) zum Führen des ersten Verbindungsmoduls (1) in die Schließstellung beim Anordnen
des ersten Verbindungsmoduls (1) am zweiten Verbindungsmodul (2) vorgesehen ist, wobei
der mindestens eine Führungsabschnitt (240A, 240B) zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente
(FY) entgegen der Öffnungsrichtung (Y) gerichtet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem ersten Verbindungsmodul (1) durch Ausnehmungen (15A, 15B) Führungsbahnen ausgebildet
sind, in denen in der Schließstellung Vorsprünge (26A, 26B) des zweiten Verbindungsmoduls
(2) zu liegen kommen, wobei über die Ausnehmungen (15A, 15B) und die Vorsprünge (26A,
26B) das erste Verbindungsmodul (1) am zweiten Verbindungsmodul (2) in die Öffnungsrichtung
(Y) längs geführt ist.
2. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (240A, 240B) an einem Federverriegelungselement (24; 24A, 24B)
des zweiten Verbindungsmoduls (2) angeordnet ist.
3. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrstück (13) des ersten Verbindungsmoduls (1) im Wesentlichen rotationssymmetrisch
ausgebildet ist und einen Rastvorsprung (11) zum mechanischen Verrasten mit einem
Rastvorsprung (240) des Federverriegelungselements (24) des zweiten Verbindungsmoduls
(2) aufweist.
4. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federverriegelungselement (24) ringförmig ausgebildet ist, sich um eine parallel
zur Schließrichtung (X) verlaufende Mittelachse (D) erstreckt und an einer Steckeraufnahme
(21) des zweiten Verbindungsmoduls (2) angeordnet ist.
5. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federverriegelungselement (24) in Umfangsrichtungsrichtung zur Verwirklichung
einer Aussparung (241) abschnittsweise geöffnet ist.
6. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Federverriegelungselement (24) drehfest an der Steckeraufnahme (21) des zweiten
Verbindungsmoduls (2) angeordnet ist, wobei die Aussparung (241) von der Mittelachse
(D) aus gesehen in der Öffnungsrichtung (Y) angeordnet ist.
7. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrstück (13) des ersten Verbindungsmoduls (1) sich im Wesentlichen in eine
Längsrichtung unter einem Winkel zur Schließrichtung erstreckt und einen Rastvorsprung
(11) zum mechanischen Verrasten mit einem Rastvorsprung (240) eines Federverriegelungselementes
(24A, 24B) des zweiten Verbindungsmoduls (2) aufweist.
8. Verschlussvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federverriegelungselement (24) in der Schließstellung das Sperrstück (13) derart
umfänglich umgreift, dass zum Lösen der Verbindungsmodule (1, 2) voneinander eine
Federkraft des Federverrieglungselementes (24) zu überwinden ist.
9. Verschlussvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Mittel (4, 8) durch jeweils einen an dem ersten Verbindungsmodul
(1) und an dem zweiten Verbindungsmodul (2) angeordneten Magneten (4, 8) oder einerseits
einen Magneten (4, 8) und andererseits einen magnetischen Anker ausgebildet sind
10. Verschlussvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Mittel (4, 8) derart ausgebildet sind, dass durch die Bewegung des
ersten Verschlussteils (1) in die Öffnungsrichtung (Y) die magnetische Anziehungskraft
zwischen dem ersten Verbindungsmodul (1) und dem zweiten Verbindungsmodul (2) abgeschwächt
wird.
1. Closure device for connecting two parts with
- a first connecting module (1) and a second connecting module (2), wherein the first
connecting (1) module can be arranged on the second connecting module (2) in a closing
direction (X) and is mechanically latched with the second connecting module (2) in
a closing direction, and
- magnetic means (4, 8), which establish a magnetic force of attraction between the
first connecting module (1) and the second connecting module (2) for assisting the
transfer of the first connecting module (1) into the closing position, wherein the
first connecting module (1) can be released from the second connecting module (2)
by a movement of the first connecting module (1) or a part of the first connecting
module (1) in an opening direction (Y), which differs from the closing direction (X),
wherein
a blocking piece (13) is arranged on the first connecting module (1) and a spring
locking element (24; 24A, 24B) for establishing the form fit mechanical latching is
arranged on the second connecting module (2) and the spring locking element (24; 24A,
24B) and the blocking piece (13) can be moved towards each other for releasing the
first connecting module (1) from the second connecting module (2) such that the spring
locking element (24; 24a, 24b) reaches out of the area of the at least one blocking
piece (13) along the opening direction (Y), and wherein
at least one guiding section (240A, 240B) arranged on the second connecting module
(2) for guiding the first connecting module (1) into the closing position when arranging
the first connecting module (1) on the second connecting module (2) is provided, wherein
the at least one guiding section (240A, 240B) is directed against the opening direction
(Y) at least with one directional vector component (FY),
characterized in that
two guiding paths are formed by recesses (15A, 15B) on the first connecting module
(1), wherein in said guiding paths in the closed position projections (26A, 26B) of
the second connecting module (2) are placed, wherein the first connecting module (1)
is lateral guided on the second connecting module (2) in the opening direction (Y)
via the recesses (15A, 15B) and the projections (26A, 26B).
2. Closure device according to claim 1, characterized in that the guiding section (240A, 240B) is arranged on a spring locking element (24; 24A,
24B) of a second connecting module (2).
3. Closure device according to anyone of the claims 1 or 2, characterized in that the blocking piece (13) of the first connecting module (1) is essentially designed
rotationally symmetrically and has a latching projection (11) for mechanically latching
with a latching projection (240) of the spring locking element (24) of the second
connecting module (2).
4. Closure device according to claim 3, characterized in that the spring locking element (24) is designed circular and extends about a centre axis
(D) continuing parallel to the closing direction (X) and is arranged on a connector
holder (21) of the second connecting module (2).
5. Closure device according to claim 4, characterized in that the spring locking element (24) is opened sectionally in circumferential direction
for realising a recess (241).
6. Closure device according to claim 5, characterized in that the spring locking element (24) is arranged torque-proofed on a connector holder
(21) of the second connecting module (2), wherein the recess (241) is arranged in
opening direction (Y) if looked at from the centre axis (D).
7. Closure device according to claim 1 or 2, characterized in that the blocking piece (13) of the first connecting module (1) extends essentially in
a lateral direction with an angle to the closing direction and has a latching projection
(11) for mechanically latching with a latching projection (240) of a spring locking
element (24A, 24B) of the second connecting module (2).
8. Closure device according to anyone of the preceding claims, characterized in that the spring locking element (24) encompasses in the locking position the blocking
piece (13) extensively such that a spring force of the spring locking element (24)
has to be overcome for releasing the connecting modules (1, 2) from each other.
9. Closure device according to anyone of the preceding claims, characterized in that the magnetic means (4, 8) are formed by a magnet (4, 8) arranged in each case on
the first connecting module (1) and the second connecting module (2) or are formed
by a magnet (4, 8) on one side and a magnetic anchor on the other side.
10. Closure device according to anyone of the preceding claims, characterized in that the magnetic means (4, 8) are designed such that the magnetic attraction force between
the first connecting module (1) and the second connecting module (2) is weakened by
the movement of the first closing member (1) in the opening direction (Y)
1. Dispositif de fermeture servant à assembler deux parties, avec
- un premier module d'assemblage (1) et un deuxième module d'assemblage (2), dans
lequel le premier module d'assemblage (1) peut être disposé dans une direction de
fermeture (X) au niveau du deuxième module d'assemblage (2) et est enclenché de manière
mécanique, dans une position de fermeture, avec le deuxième module d'assemblage (2),
et
- des moyens (4, 8) magnétiques, qui provoquent, afin de soutenir le transfert du
premier module d'assemblage (1) dans la position de fermeture, une force d'attraction
magnétique entre le premier module d'assemblage (1) et le deuxième module d'assemblage
(2),
dans lequel le premier module d'assemblage (1) peut être détaché du deuxième module
d'assemblage (2) par un déplacement du premier module d'assemblage (1) ou d'une partie
du premier module d'assemblage (1) dans une direction d'ouverture (Y), qui se distingue
de la direction de fermeture (X), dans lequel
une pièce de blocage (13) est disposée au niveau du premier module d'assemblage (1)
et un élément de verrouillage à ressort (24 ; 24A, 24B) servant à établir l'enclenchement
mécanique par complémentarité de forme est disposé au niveau du deuxième module d'assemblage
(2) et l'élément de verrouillage à ressort (24 ; 24A, 24B) et la pièce de blocage
(13) sont déplacés par coulissement l'un par rapport à l'autre afin de détacher le
premier module d'assemblage (1) du deuxième module d'assemblage (2) de telle manière
que l'élément de verrouillage à ressort (24 ; 24A, 24B) parvient le long de la direction
d'ouverture (Y) hors de la zone de l'au moins une pièce de blocage (13), et dans lequel
au moins un segment de guidage (240A, 240B) disposé au niveau du deuxième module d'assemblage
(2) est prévu afin de guider le premier module d'assemblage (1) dans la position de
fermeture lors de la disposition du premier module d'assemblage (1) au niveau du deuxième
module d'assemblage (2), dans lequel l'au moins un segment de guidage (240A, 240B)
est orienté au moins avec un composant de vecteur directionnel (FY) dans le sens opposé
à la direction d'ouverture (Y),
caractérisé en ce
que sont réalisées, au niveau du premier module d'assemblage (1), par des évidements
(15A, 15B), des voies de guidage, dans lesquelles des parties faisant saillie (26A,
26B) du deuxième module d'assemblage (2) viennent se placer dans la position de fermeture,
dans lequel le premier module d'assemblage (1) est guidé au niveau du deuxième module
d'assemblage (2) le long de la direction d'ouverture (Y) par l'intermédiaire des évidements
(15A, 15B) et des parties faisant saillie (26A, 26B).
2. Dispositif de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que le segment de guidage (240A, 240B) est disposé au niveau d'un élément de verrouillage
à ressort (24 ; 24A, 24B) du deuxième module d'assemblage (2).
3. Dispositif de fermeture selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce de blocage (13) du premier module d'assemblage (1) est réalisée sensiblement
de manière symétrique en rotation et présente une partie faisant saillie d'enclenchement
(11) destinée à être enclenchée de manière mécanique avec une partie faisant saillie
d'enclenchement (240) de l'élément de verrouillage à ressort (24) du deuxième module
d'assemblage (2).
4. Dispositif de fermeture selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage à ressort (24) est réalisé de manière à présenter une forme
annulaire, s'étend autour d'un axe central (D) s'étendant de manière parallèle par
rapport à la direction de fermeture (X) et est disposé au niveau d'un logement d'enfichage
(21) du deuxième module d'assemblage (2).
5. Dispositif de fermeture selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage à ressort (24) est ouvert par endroits dans la direction
périphérique afin de réaliser concrètement un évidement (241).
6. Dispositif de fermeture selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage à ressort (24) est disposé de manière solidaire en rotation
au niveau du logement d'enfichage (21) du deuxième module d'assemblage (2), dans lequel
l'évidement (241) est disposé, vu depuis l'axe central (D), dans la direction d'ouverture
(Y).
7. Dispositif de fermeture selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce de blocage (13) du premier module d'assemblage (1) s'étend sensiblement
dans une direction longitudinale selon un angle par rapport à la direction de fermeture
et présente une partie faisant saillie d'enclenchement (11) destinée à être enclenchée
de manière mécanique avec une partie faisant saillie d'enclenchement (240) d'un élément
de verrouillage à ressort (24A, 24B) du deuxième module d'assemblage (2).
8. Dispositif de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage à ressort (24) saisit en périphérie, dans la position de
fermeture, la pièce de blocage (13) de telle manière que pour détacher les modules
d'assemblage (1, 2) l'un de l'autre, une force de ressort de l'élément de verrouillage
à ressort (24) doit être surmontée.
9. Dispositif de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens (4, 8) magnétiques sont réalisés par respectivement un aimant (4, 8) disposé
au niveau du premier module d'assemblage (1) et au niveau du deuxième module d'assemblage
(2) ou sont réalisés d'une part par un aimant (4, 8) et d'autre part par un induit
magnétique.
10. Dispositif de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens (4, 8) magnétiques sont réalisés de telle manière que la force d'attraction
magnétique entre le premier module d'assemblage (1) et le deuxième module d'assemblage
(2) est affaiblie par le déplacement de la première partie de fermeture (1) dans la
direction d'ouverture (Y).