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(11) |
EP 2 389 260 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.11.2016 Patentblatt 2016/46 |
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Anmeldetag: 22.12.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2009/001832 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/083797 (29.07.2010 Gazette 2010/30) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM GLÜHEN UND ENTZUNDERN VON BAND AUS NICHTROSTENDEM STAHL
METHOD AND DEVICE FOR ANNEALING AND DESCALING STRIPS OF STAINLESS STEEL
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF POUR RECUIRE ET DÉCALAMINER UNE BANDE D'ACIER INOXYDABLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
22.01.2009 DE 102009005797 15.04.2009 DE 102009017701
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.11.2011 Patentblatt 2011/48 |
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Patentinhaber: SMS group GmbH |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- BEHRENS, Holger
40699 Erkrath (DE)
- FROMMANN, Klaus
40479 Düsseldorf (DE)
- HARTUNG, Hans-Georg
50259 Pulheim (DE)
- KRETSCHMER, Matthias
50939 Köln (DE)
- KÜMMEL, Lutz
41363 Jüchen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Glühen und Entzundern von warmgewalzten
oder kaltgewalzten Band aus nichtrostendem Stahl.
[0002] Für die Weiterverarbeitung sowohl von warmgewalzten als auch von kaltgewalzten Band
aus nichtrostendem Stahl, z. B. durch Kaltwalzen beim Warmband und für die Herstellung
der Endprodukte beim Kaltband, muss das Stahlband geglüht werden und eine zunderfreie
Oberfläche haben. Daher muss der beim Warmwalzen bzw. beim Glühen entstandene Zunder
vollständig entfernt werden. Das Glühen und Entzundem von nichtrostendem Stahlband
außer ferritischen Warmband erfolgt bei den bekannten Verfahren in-line in kombinierten
Glüh- und Beizlinien. Das Glühen von Warmband oder Kaltband aus austenitischen nichtrostenden
Stahl sowie von Kaltband aus ferritischen nichtrostenden Stahl erfolgt in einem horizontalen
Durchlaufofen mit anschließender Kühlzone zur Abkühlung des Bandes auf Temperaturen
unter 100 °C
[0003] Warmband aus ferritischen nichtrostenden Stahl wird dagegen aus metallurgischen Gründen
außerhalb der Glüh- und Beizlinie als Bund einer Langzeit-Haubenglühung mit nachfolgender
Luftabkühlung des Bundes unterzogen. Die Entzunderung dieses Materials erfolgt üblicherweise
in den oben genannten kombinierten Glüh- und Beizlinien, wobei wegen der bereits erfolgten
Haubenglühung nur die Entzunderung erforderlich ist, oder in speziellen Beizlinien
ohne Glühofen.
[0004] Besonders die Entzunderung von warmgewalztem nichtrostenden austenitischen und ferritischen
Stahlband ist sehr aufwändig, wozu bei den bekannten Verfahren mehrere Stufen erforderlich
sind. Dabei wird das Band zunächst durch Strahlen mit Stahlkorn und durch Bürsten
mechanisch vorentzundert, womit ein großer Teil des Zunders entfernt wird. Danach
wird es elektrolytisch und anschließend chemisch mittels verschiedener Säuren bei
erhöhten Temperaturen gebeizt, wobei der noch vorhandene Zunder vollständig entfernt
wird. Bei kaltgewalzten Band aus austenitischen und ferritischen nichtrostenden Stahl
ist eine mechanische Vorentzunderung wegen der wesentlich dünneren Zunderschicht nicht
erforderlich, außerdem wird damit die Rauheit zu stark erhöht.
[0005] Die z. Z. benutzten Verfahren sind sehr aufwändig, weil die Zunderschicht beim Warmband
relativ dick ist und die chromreichen Eisenoxide schwer löslich und deshalb schwer
zu entfernen sind. Außerdem ist ein großer Aufwand für die Entsorgung der gebrauchten
Säuren, der Abwässer und der beim Beizen entstehenden giftigen Abgase erforderlich.
[0006] Die Entzunderung von nichtrostendem Stahlband ist nach wie vor mit Umweltbelastungen
verbunden, deren Minimierung mit hohen Kosten verbunden ist.
[0007] Ein neues umweltfreundliches Verfahren zur Entzunderung von Band aus nichtrostendem
Stahl ist die Plasma-Technologie, Es wird exemplarisch auf die
EP 1 814 678 B1 , auf die
WO 00/056949 A1 und auf die
RU 2 145 912 C1 hingewiesen.
Bei der dort offenbarten Plasma-Entzunderungstechnologie läuft das zu entzundernde
Stahlband zwischen speziellen Elektroden, die sich in einer Vakuumkammer befinden.
Die Entzunderung erfolgt durch das zwischen Elektroden und Stahlband befindliche Plasma,
wobei nach Beendigung des Entzunderungsprozesses eine metallisch saubere Bandoberfläche
vorhanden ist.
Nach der Plasmaentzunderung wird das Stahlband im Vakuum mittels Kühlrollen gekühlt,
um die bei der Plasmaentzunderung entstehende Banderwärmung vor dem Austritt aus der
Vakuumkammer auf eine Temperatur von maximal 100 °C zu reduzieren.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Plamaentzunderung für den Einsatz bei Band aus
nichtrostendem Stahl zu verbessern.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Patentansprüche 1,
2 und 4 sowie mit einer Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch 8.
[0010] Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Die Plasma-Technologie stellt insbesondere für Band aus nichtrostendem Stahl eine
umweltfreundliche, qualitativ einwandfreie und wirtschaftliche Technologie der Entzunderung
dar. In einer kombinierten Glüh- und Entzunderungslinie kann das gekühlte warmgewalzte
oder kaltgewalzte Band aus nicht rostendem Stahl allein mit der Plasma-Technologie
vollständig entzundert werden. Eine Variante für warmgewalztes Band aus austenitischen
und ferritischen nichtrostendem Stahl ist die Kombination der Vorentzunderung durch
Strahlen mit Stahlkorn mit nachfolgender Plasmaentzunderung, womit die für die Plasmaentzunderung
erforderliche Prozesszeit stark reduziert werden kann.
[0012] Für kaltgewalztes Band aus nichtrostendem Stahl kommt eine mechanische Vorentzunderung
nicht in Frage, weil die Zunderschicht wesentlich dünner ist als bei warmgewalzten
Band.
[0013] Die Erfindung soll nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnung erläutert werden.
[0014] In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zum Glühen und Entzundern von nichtrostendem Stahlband
schematisch dargestellt.
[0015] Das Stahlband 1 wird dabei von einem Ablaufhaspel 11 abgewickelt. Mit der Schweißmaschine
12 werden die Bandenden der jeweils folgenden Bunde aneinander geschweißt. Danach
läuft das Band durch einen Bandspeicher 13, von dort über einen S-Rollenstand 14 zur
Erzeugung des Bandzuges, von diesem durch den horizontalen Glühofen 2, in welchem
es kurzeitig bei Temperaturen bis zu maximal 1200'C geglüht wird. Nach dem Glühen
läuft das Stahlband 1 durch die Kühlzone 3, in der es mit Luft oder Luft und Wassersprühnebel
auf Temperaturen unter 100 °C abgekühlt wird. Danach läuft das Stahlband 1 in der
Transportrichtung R um die Umlenkrolle 15 und über den S-Rollenstand 16 durch die
Streckbiegerichtvorrichtung 4 zur Erzeugung eines planen Bandes. Von dort läuft es
durch die Stahlkorn-Strahlvorrichtung 5. Mit dieser kann warmgewalztes nichtrostendes
Stahlband 1 vorentzundert werden. Die Stahlkom-Strahlvorrichtung 5 ist bei entsprechend
leistungsstärkerer Auslegung der nachfolgendem Plasmaentzunderungsanlage 6 nicht erforderlich.
[0016] Das Stahlhand 1 läuft dann über einen weiteren S-Rollenstand 17, der zur Erzeugung
des Bandzuges erforderlich ist, durch eine mehrstufige Vakuumschleuse 7 in die Prozesskammer
8 der Plasmaentzunderungsanlage 6 ein, in der die Plasmaentzunderung stattfindet.
Oberhalb und unterhalb des Bandes 1 sind über die gesamte Bandbreite in einem vorgegebenen
Abstand zum Band Elektroden 9 zur Erzeugung des Plasmas angeordnet. Die hier schematisch
gezeigte Plasmaentzunderungsanlage 6 hat 2 Prozesskammern 8. Je nach Leistung der
Anlage kann die Anzahl und Länge der Prozesskammern 8 unterschiedlich sein. Zwischen
den Prozesskammern ist eine Kühlzone mit anstellbaren Kühlrollen 10 zur Bandkühlung
angeordnet, die sich ebenfalls im Vakuum befinden. Das Stahlband wird mit den Kühlrollen
10 vorzugsweise auf eine Temperatur unter 100 °C gekühlt und läuft danach durch die
zweite Prozesskammer 8, in der ebenfalls oberhalb und unterhalb des Stahlbandes 1
Elektroden zur Erzeugung des Plasmas angeordnet sind. In dieser Prozesskammer erfolgt
die vollständige Entfernung des noch vorhandenen Zunders auf beiden Seiten des Stahlbandes.
Danach läuft das entzunderte Stahlband durch die zweite Kühlzone mit 3 Kühlrollen
10, in der es auf eine Temperatur unter 100 °C abgekühlt wird. Von dort läuft es durch
die mehrstufige Vakuumschleuse 7 und tritt danach in die Luftatmosphäre ein.
[0017] Über einen S-Rollenstand 18 und über einen Bandspeicher 19 läuft das Stahlband 1
zum Aufwickelhaspel 20, wo es zu dem fertigen Bund 21 aufgewickelt wird. Insgesamt
ergibt sich mit dem beschriebenen Verfahren und der Anlage zum Glühen und Entzundern
von Band aus nichtrostendem Stahl eine wirtschaftliche und ökologisch sehr vorteilhafte
Technologie zur Herstellung von qualitativ hochwertigen nichtrostendem Stahlband,
das die Anforderungen des Marktes erfüllt.
Bezugszeichenliste
[0018]
- R
- Transportrichtung
- 1
- Stahlband
- 2
- Durchlaufofen
- 3
- Kühlzone
- 4
- Streckrichtvorrichtung
- 5
- Stahlkorn-Strahlvorrichtung
- 6
- Plasmaentzunderungsanlage
- 7
- Vakuumschleuse
- 8
- Prozesskammer
- 9
- Plasmaelektroden
- 10
- Kühlrollen
- 11
- Abhaspel
- 12
- Schweißmaschine
- 13
- Einlaufbandspeicher
- 14
- Bandzugstation
- 15
- Umlenkrolle
- 16
- Bandzugstation
- 17
- Bandzugstation
- 18
- Bandzugstation
- 19
- Auslaufbandspeicher
- 20
- Aufwickelhaspel
- 21
- fertiges Stahlbund
1. Verfahren zum Glühen und Entzundern von warmgewalztem Band aus austenitischem nichtrostendem
Stahl,
dadurch gekenntzeichnet,
- dass das Stahlband (1) in einer kontinuierlichen Linie zunächst bei einer Temperatur
von maximal 1200 °C in einem Durchlaufofen (2) kurzzeitig geglüht wird,
- danach in einer anschließenden Kühlstrecke (3) auf eine Temperatur unter 100 °C
abgekühlt wird,
- danach in einer Streckbiegerichtvorrichtung (4) gerichtet wird und
- anschließend in einer gekoppelten Plasmaentzunderungsanlage (6) entzundert wird,
wobei die Plasmaentzunderung unter Vakuum in mehreren Stufen erfolgt und das Stahlband
zwischen diesen Stufen und nach der letzten Stufe einer geregelten Kühlung mittels
Kühlrollen (10) unterzogen wird, so dass das Stahlband beim Austritt aus der Plasmaentzunderungsanlage
eine Temperatur von unter 100 °C hat.
2. Verfahren zum Glühen und Entzundern von warmgewalztem Band aus ferritischem nichtrostendem
Stahl,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Stahlband zunächst als Bund in einer Haubenglühvorrichtung einer Langzeitglühung
mit nachfolgender Abkühlung des Bundes auf eine Temperatur unter 100 °C unterzogen
wird,
und
- dass das Band anschließend in einer gekoppelten Plasmaentzunderungsanlage (6) entzundert
wird, wobei die Plasmaentzunderung unter Vakuum in mehreren Stufen erfolgt und das
Stahlband zwischen diesen Stufen und nach der Jetzten, Stufe einer geregelten Kühlung
mittels Kühlrollen (10) unterzogen wird, so dass das Stahlband beim Austritt aus der
Plasmaentzunderungsanlage eine Temperatur von unter 100 °C hat
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor der Plasmaentzunderung eine mechanische Vorentzunderung durch Strahlen mit Stahlkorn
in einer Strahlvorrichtung (5) erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Produktionsleistung der Plasmaentzunderungsanlage der erforderlichen Bandgeschwindigkeit
im Glühofen und den Erfordernissen unterschiedlicher Zunderschichten verschiedener
Materialien anpassbar ist, indem die Gesamtlänge der aktiven Plasmaentzunderungsstrecke
durch das Einschalten und Abschalten von Plasmaelektroden (9) so gesteuert wird, dass
sich eine möglichst hohe Produktion bei einwandfreier Entzunderung beider Bandseiten
ergibt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach der Plasmaentzunderung ein Streckrichten und /oder Dressieren des entzunderten
Stahlbandes kontinuierlich in Linie erfolgen.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Plasmaentzunderung die Bewegung der Kathodenbrennflecke über die beiden Bandoberflächen
mittels bewegter elektromagnetischer Felder gesteuert wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Förderrichtung (R) des Stahlbandes (1) ein vorzugsweise horizontaler Durchlauföfen
(2) mit nachfolgender Kühlstrecke (3), eine Vorrichtung zum Streckbiegerichten (4),
eine Vorrichtung zur mechanischen Vorentzunderung (5) durch Strahlen mit Stahlkorn,
eine Plasmaentzunderungsanlage (6) mit Vorrichtungen zur Bandkühlung (10) angeordnet
ist.
1. Method of annealing and descaling hot-rolled strip of austenitic stainless steel,
characterised in that
- the steel strip (1) is briefly annealed in a continuous line initially at a temperature
of at most 1200° C in a continuous furnace (2),
- thereafter cooled in a succeeding cooling path (3) to a temperature below 100° C,
- thereafter straightened in a stretch-bend straightening device (4) and
- subsequently descaled in a coupled plasma descaling installation (6), wherein the
plasma descaling is carried out under vacuum in several stages and the steel strip
between these stages and after the last stage is subjected to a regulated cooling
by means of cooling rollers (10) so that the steel strip on exit from the plasma descaling
installation has a temperature of below 100° C.
2. Method of annealing and descaling hot-rolled strip of ferritic stainless steel,
characterised in that
- the steel strip initially as a coil in a hood annealing device is subjected to long-duration
annealing with succeeding cooling of the coil to a temperature below 100° C and
- the strip is subsequently descaled in a coupled plasma descaling installation (6),
wherein the plasma descaling is carried out under vacuum in several stages and the
steel strip between these stages and after the last stage is subjected to a regulated
cooling by means of cooling rollers (10) so that the steel strip on exit from the
plasma descaling installation has a temperature of below 100° C.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that prior to the plasma descaling a mechanical preliminary descaling is carried out by
blasting with steel shot in a blasting device (5).
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the production output of the plasma descaling installation is adaptable to the required
strip speed in the annealing furnace and the requirements of different scale layers
of different materials in that the overall length of the active plasma descaling path is so controlled by switching
on and switching off plasma electrodes (9) that a highest possible production with
faultless descaling of the two strip sides results.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that after the plasma descaling a stretch-straightening and/or dressing of the descaled
steel strip is carried out continuously in line.
6. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the movement of the cathode focal spot over the two strip surfaces is controlled
by means of moved electromagnetic fields during the plasma descaling.
7. Device for carrying out the method according to any one of claims 1 to 6, characterised in that a preferably horizontal continuous furnace (2) with downstream cooling path (3),
a device for stretch-bend straightening (4), a device for mechanical preliminary descaling
(5) by blasting with steel shot and a plasma descaling installation (6) with devices
for strip cooling (10) are arranged in the conveying direction (R) of the steel strip
(1).
1. Procédé pour le recuit et le décalaminage d'une bande laminée à chaud constituée d'acier
inoxydable austénitique,
caractérisé
- en ce que la bande d'acier (1), dans une ligne en continu, est d'abord soumise à un bref recuit
à une température maximale de 1200 °C dans un four de passage (2) ;
- la bande en question est ensuite refroidie dans un tronçon de refroidissement (3)
qui s'y raccorde, à une température inférieure à 100 °C ;
- puis elle est dirigée dans un dispositif de planage sous traction (4) ; et
- elle est ensuite soumise à un décalaminage dans une installation couplée de décalaminage
au plasma (6) ; dans lequel le décalaminage au plasma a lieu sous vide en plusieurs
étapes, et la bande d'acier est soumise entre ces étapes et après la dernière étape,
à un refroidissement réglé au moyen de rouleaux de refroidissement (10), d'une manière
telle que la bande d'acier possède, à la sortie de l'installation de décalaminage
au plasma, une température qui est inférieure à 100 °C.
2. Procédé pour le recuit et le décalaminage d'une bande laminée à chaud constituée d'acier
inoxydable ferritique,
caractérisé
- en ce que la bande d'acier est d'abord soumise, sous la forme d'une bobine, dans un dispositif
de recuit à cloche, à une calcination de longue durée avec refroidissement ultérieur
de la bobine à une température inférieure à 100 °C ; et
- en ce que la bande est ensuite soumise à un décalaminage dans une installation couplée de décalaminage
au plasma (6), dans lequel le décalaminage au plasma a lieu sous vide en plusieurs
étapes, et la bande d'acier est soumise entre ces étapes et après la dernière étape,
à un refroidissement réglé au moyen de rouleaux de refroidissement (10), d'une manière
telle que la bande d'acier possède, à la sortie de l'installation de décalaminage
au plasma, une température qui est inférieure à 100 °C.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, avant le décalaminage au plasma, on procède à un décalaminage préalable de type
mécanique par projection avec de la grenaille d'acier dans un dispositif de projection
(5).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on peut adapter le rendement de l'installation de décalaminage au plasma à la vitesse
de bande requise dans le four de recuit et aux exigences de différentes couches de
calamine constituées par des matières différentes, en réglant la longueur totale du
tronçon actif de décalaminage au plasma par la mise en marche et la mise hors circuit
d'électrodes plasma (9), d'une matière telle que l'on obtient une production la plus
élevée possible avec décalaminage impeccable des deux côtés de la bande.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, après le décalaminage au plasma, on procède à un planage et/ou à un dressage de
la bande en acier décalaminée, en ligne en continu.
6. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, au cours du décalaminage au plasma, on commande le mouvement de la tache focale
cathodique par-dessus les deux surfaces de la bande au moyen de champs électromagnétiques
mobiles.
7. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, dans la direction de transport (R) de la bande d'acier (1), on dispose un four de
passage (2) de préférence horizontal, comprenant un tronçon de refroidissement ultérieur
(3), un dispositif pour le planage sous traction (4), un dispositif pour le décalaminage
préalable (5) de type mécanique par projection avec de la grenaille d'acier, une installation
de décalaminage au plasma (6) comprenant des dispositifs pour le refroidissement (10)
de la bande.

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