[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Modulgerüst, bestehend aus wenigstens einem länglichen
Vertikalstiel aus je einem Metallrohr oder einem anderen Hohlprofil, in dessen eines
Ende je ein hohles Kupplungsprofil eingesteckt ist, dessen Außenfläche zumindest teilweise
auf der Innenfläche des Vertikalstiels aufliegt und das durch Verbindungen mit dem
Vertikalstiel verbunden ist, wobei die Verbindung die durchgehende Fläche des Vertikalstiels
unterbricht und auf jeden Vertikalstiel wenigstens eine scheibenförmige Anschlussscheiben
mit einer in Ihrer Mitte angeordneten Mittenöffnung aufgeschoben und befestigt ist
und die beiden großen Scheibenflächen jeweils von den beiden Schenkeln wenigstens
eines, etwa gabelförmigen Rohrriegelanschlusses umfasst werden, der mit einem etwa
horizontal verlaufenden Rohrriegel verbunden ist und jeweils ein Keil durch je eine
Keilöffnung in den Schenkeln sowie je einer Randöffnung in den Anschlussscheiben hindurch
gesteckt ist.
[0002] Zum Aufbau von Baugerüsten beschreibt die Patentschrift
DE 2449124, Eberhard Layher, vom 16.10.1974, ein sogenanntes Modulgerüst, dass aus vertikalen
Stielen besteht, auf denen in regelmäßigen Abständen scheibenförmige Anschlussscheiben
mit einer Öffnung in ihrer Mitte aufgeschoben und durch Schweißung befestigt sind.
Diese Scheiben sind entlang ihres Randes von mehreren Öffnungen durchbrochen, in denen
mehrere horizontale Rohrriegel befestigt sind.
[0003] Dafür ist in beiden Enden des Rohrriegels je ein Rohrriegelanschluss befestigt, der
die Anschlussscheibe von oben und von unten gabelförmig umfasst und in seinen beiden
Schenkeln je eine Öffnung aufweist, durch die ein Keil hindurchgesteckt werden kann,
der auch durch die randseitige Öffnung in der Anschlussscheibe verläuft. Mittels dieses
Rohrriegelanschlusses und des Keils ist der horizontale Rohrriegel fest mit der Vertikalstange
verbunden. Diese Verbindung kann in Längsrichtung des Rohrriegels wirkende Zug- und
Druckkräfte auf den Vertikalstiel übertragen.
[0004] Ihr Nachteil ist, dass sie kaum Drehmomente übertragen kann, da der Schlitz zwischen
den beiden Schenkeln des Rohrriegelanschlusses für eine praxisgerechte Montage ein
Spiel gegenüber der Anschlussscheibe benötigt. Wenn dieses Spiel durch Verschwenken
des Rohrriegels gegenüber dem Vertikalstiel überbrückt ist und die Schenkel des Rohrriegelanschlusses
jeweils mit einer Kante auf der Anschlussscheibe aufliegen, wirkt auf die plattenförmige
Anschlussscheibe ein Drehmoment, das ihre Biegefestigkeit beansprucht. Wie bei jeder
anderen Scheibe ist jedoch auch bei dieser Scheibe der Widerstand gegen ein Abknicken
in der Fläche begrenzt, zumal die Scheibe durch die randseitigen Öffnungen diesbezüglich
etwas geschwächt wird.
[0005] Wenn also ein Gerüstmodul zu einem Rechteck zusammengesetzt wird, bestehend aus zwei
Vertikalstielen und an deren oberen und unteren Ende je einem horizontalen Rohrriegel
und wenn dieses Rechteck mit Kräften belastet wird, von denen zumindest ein Anteil
in Richtung der horizontalen Rohrriegel wirkt, dann verformt sich das Rechteck recht
bald zu einem Parallelogramm, Ein so aufgebautes Gerüst würde "umklappen" und ist
also nicht ausreichend standsicher.
[0006] Als Abhilfe schlägt das Patent
DE 24 49 124 eine Diagonalstrebe vor, die zwar das beschriebe "Umklappen" des Gerüstes zuverlässig
verhindert, sofern sie mit ausreichender Stabilität mit den Vertikalstielen verbunden
ist, aber bei Arbeiten vom Gerüst aus recht hinderlich ist, da sie den freien Arbeitsraum
durchkreuzt. Ein weiterer, wesentlicher Nachteil ist, dass ihre Befestigung die Anschlussscheiben
auf den Vertikalstielen aufwendige Sonderverbindungen erfordert und damit ein wesentlicher
Vorteil eines modularen Gerüstes verloren geht, nämlich ein Gerüstaufbau aus nur sehr
wenigen, standardisierten und daher wirtschaftlichen Teilen.
[0007] Eine weitere, technische Herausforderung stellt sich auf dem aktuellen Stand der
Technik bei der Verbindung von zwei übereinander angeordneten und miteinander zu verbindenden
Vertikalstielen.
[0008] In der Praxis sind die Vertikalstiele überwiegend ein Abschnitt eines Metallrohres
mit kreisförmigem Querschnitt. In das nach oben weisende Ende dieses Metallrohres
wird ein weiteres, sehr kurzes Stück eines Metallrohres eingesteckt, das zur einen
Hälfte in den unteren Vertikalstiel hineinragt und mit seiner anderen Hälfte in den
oberen Vertikalstiel hineingesteckt wird.
[0009] Beide Vertikalstiele berühren sich also mit ihren Stirnkanten. Da diese Fläche die
gesamte, in vertikaler Richtung wirkende Kraft übertragen muss, ist sie in der Praxis
mit recht hoher Genauigkeit als eine Ebene ausgebildet, die senkrecht zur Längsachse
des Vertikalstiels ausgerichtet ist. Deshalb kann diese Fläche nicht für die Ausbildung
einer Schweißnaht zur Befestigung des Kupplungsprofils an den Enden der Vertikalstiele
genutzt werden.
[0010] Als Alternative sind auf aktuellem Stand der Technik mehrere verschiedene Möglichkeiten
bekannt, um die in die Vertikalstiele eingesteckten Kupplungsprofile gegen eine Verschiebung
in Längsrichtung zu sichern. Neben dem Verschrauben oder Vernieten ist eine weitere
Möglichkeit die sogenannte "Verpressung".
[0011] Das sind in die Wand des Vertikalstiels eingedrückte, nach Innen hin weisende Vertiefungen,
die sich auch in die Wandung des Kupplungsprofils hineingedrückt haben. Diese Vertiefungen
bilden in Längsrichtung des Vertikalstieles und des Kupplungsprofils Hinderschneidungen,
die das Kupplungsprofil zuverlässig in Längsrichtung fixieren.
[0012] Das Prinzip, bei einem Gerüst die Verbindung von zwei Profilen durch Verpressungen
zu sichern, ist aus der Gebrauchsmusterschrift
DE 90 15 416 U bekannt und wird dort u.a. im Anspruch 8 und der Figur 3 genannt.
[0013] Die Verpressungen haben jedoch bei der Anwendung an zylindrisch profilierten Vertikalstielen
ebenso wie Schrauben oder Nieten den Nachteil, dass die Außenfläche wegen der für
die Punktverpressung erforderlichen Vertiefungen kein durchgehend glatter Zylinder
mehr ist, sodass die Anschlussscheiben nicht mehr an beliebiger Stelle des Vertikalstieles
befestigt werden können.
[0014] Verbindungen wie die Verpressungen oder andere in die Fläche des Vertikalstiels hineingedrückte
Verbindungen oder Nietköpfe oder Schraubenköpfe oder andere, aus der Fläche des Vertikalstieles
herausragende Verbindungen sind auch dann von großem Nachteil, wenn sich die Stirnseiten
der beiden Schenkel des gabelförmigen Rohrriegelanschlusses auf der Außenfläche des
Vertikalstieles abstützen sollen, um die Übertragung eines Drehmomentes vom Vertikalstiel
auf einen Rohrriegel zu ermöglichen und zwar aus folgendem Grund:
Wenn ein Schenkel so dimensioniert ist, dass er mit seiner Stirnfläche auf dem Vertikalstiel
aufliegt, unglücklicherweise jedoch auf eine Verbindung trifft, so findet er in diesem
Bereich keine oder eine ungeeignete Auflage.
[0015] In diesem Fall erscheint es als eine sehr einfache Abhilfe, die jeweilige Anschlussscheibe
auf dem Vertikalstiel soweit zu verschieben, dass weder die Anschlussscheibe noch
die Stirnseiten der Schenkel des daran befestigten Rohrriegelanschlusses auf die Verbindungen
treffen.
[0016] Im Interesse einer generellen Materialersparnis ist es jedoch wünschenswert, möglichst
nahe zum oberen Ende eines jeden Vertikalstieles auch eine Anschlussscheibe zu befestigen,
da andernfalls ein allzu langer Teil des Vertikalstiele in der obersten Gerüstebene
nutzlos in den Raum hinein ragt, was in der Summe aller Vertikalstiele die Wirtschaftlichkeit
beeinträchtigt.
[0017] Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung der Aufgabe gestellt, bei einem Modulgerüst,
dessen Kupplungsprofile zur Verbindung zweier aneinander grenzender Vertikalstiele
durch mit der Außenfläche nicht bündige Verbindungen gesichert sind, den Rohrriegelanschluss
so an der Anschlussscheibe zu befestigen, dass ein Drehmoment vom Rohrriegel auf den
Vertikalstiel übertragen werden kann.
[0018] Als Lösung lehrt die Erfindung, dass je ein Kupplungsprofil mit einem Vertikalstiel
durch zwei oder mehr Verbindungen verbunden ist, die in eine erste Gruppe mit einem
jeweils gleichen Abstand zum Ende des Vertikalstiels und eine Zweitgruppe mit einem
jeweils gleichen, gegenüber der ersten Gruppe größeren Abstand zum Ende des Vertikalstiels
aufgeteilt sind und eine Anschlussscheibe die Zweitgruppe zumindest teilweise überdeckt
und die Stirnseiten der Schenkel des gabelförmigen Rohrriegelanschlusses außerhalb
der ersten Gruppe der Punktverpressungen auf dem Vertikalstiel aufliegen.
[0019] Die Kernidee der Erfindung ist es, die beiden Schenkel des Rohrriegelanschlusses
so zu gestalten und so auf dem Vertikalstiel anzuordnen, dass sie wie eine dreieckige
Aussteifung in dem Gerüstverbund fungieren. Die Schenkel übernehmen also die Funktion
eines Knotenbleches in einem Tragwerk.
[0020] Bekanntlich ist ein Knotenblech ein dreieckiges, flächiges Element, das im Winkel
zwischen zwei sich kreuzenden Stäben an zwei Kanten jeweils fest mit einem Stab verbunden
ist. Bei einem stationären Tragwerk kann eine solche Verbindung z.B. sehr einfach
durch eine Verschweißung hergestellt werden. Bei einem regelmäßig auf- und wieder
abzubauenden Baugerüst muss jedoch eine dieser beiden Verbindungen durch eine schnell-
und problemlos lösbare Verbindung gesetzt werden.
[0021] Beim erfindungsgemäßen Modulgerüst wird die Funktion eines Knotenbleches an der Verbindungsstelle
von zwei Vertikalstielen und einem Rohrriegel durch die Schenkel des Rohrriegelanschluss
übernommen. Die dauerhafte Verbindung zwischen den Schenkeln und dem Rohrriegel wird
dadurch sichergestellt, dass der Rohrriegel an seinem Ende fest mit dem Mittelstück
des Rohrriegelanschlusses verbunden ist, an welches die beiden Schenkel angeformt
sind. Oderin anderer Formulierung - die beiden Schenkel sind zuerst miteinander verbunden
und erst im weiteren Verlauf mit dem Rohrriegel. Oder in einer dritten Betrachtungsweise
für den gleichen Zusammenhang: der Rohrriegel setzt sich in Bezug auf seine statische
Wirksamkeit bis in das Mittelstück des Rohrriegelanschlusses hinein fort.
[0022] Die Verbindung der als Knotenblech fungierenden beiden Schenkel zum Rohrriegel ist
also dauerhaft. Die Verbindung der beiden Schenkel zum Vertikalstiel hingegen muss
lösbar sein, aber im aufgebauten Zustand trotzdem voll belastbar sein. Die Erfindung
macht sich dafür zu nutze, dass zwei Teile, die nur aufeinander aufliegen, trotzdem
eine Druckkraft übertragen können, sofern sie senkrecht zu der Fuge zwischen diesen
beiden Teilen ausgerichtet ist. Dabei ist nur zu beachten, dass die Druckkraft keine
Kraftkomponente enthält, die parallel zur Fuge verläuft und dadurch ein "Wegrutschen"
der beiden Teile gegeneinander bewirkt.
[0023] Bei der Erfindung ist das "Wegrutschen" der beiden Schenkel gegenüber dem Vertikalstil
durch den Keil ausgeschlossen, der durch die Öffnung in jedem Schenkel und durch die
Randöffnung der Anschlussscheibe hindurch läuft und dadurch eine Entfernung des Rohrriegelanschlusses
vom Vertikalstiel verhindert.
[0024] Der Keil kann jedoch nicht verhindern, dass sich der Rohrriegel und der Rohrriegelanschluss
gegenüber dem Vertikalstiel etwas verschwenkt. Diese Verschwenkung mit anderen Maßnahmen
zu verhindern, ist das wichtigste Anliegen der Erfindung, wozu die im Folgenden geschilderten
Merkmale verhelfen:
Es ist ein wesentliches Merkmal der Erfindung, dass sowohl der obere Schenkel des
Rohrriegelanschlusses als auch der untere Schenkel des Rohrriegelanschlusses jeweils
auf dem Vertikalstiel aufliegt.
Wenn nun eine Kraft auf dem Rohrriegel einwirkt, die ihn nach oben schwenken möchte,
so bildet sich dadurch in Bezug auf die Kante zwischen dem Mittelstück des Rohrriegelanschlusses
und der Außenkante der Anschlussscheibe ein Drehmoment aus, dass den nach oben weisenden
Schenkel des Rohrriegelanschlusses gegen den Vertikalstiel drückt. Auf den nach unten
weisenden Schenkel des Rohrriegelanschlusses wird bei diesem Belastungsfall keine
Kraft ausgeübt, da er ja nur auf dem Vertikalstiel aufliegt und nicht fest mit ihm
verbunden ist.
[0025] Der nach unten weisende Schenkel des Rohrriegelanschlusses wird erst dann belastet,
wenn auf den Rohrriegel eine Kraft einwirkt, die ihn nach unten drücken möchte. Wie
schon zuvor für den nach oben weisenden Schenkel beschrieben, bildet sich in diesem
Fall eine Kraft, die den nach unten weisenden Schenkel gegen den Vertikalstiel drückt.
In diesem Belastungsfall ist der nach oben weisende Schenkel des Rohrriegelanschlusses
entlastet.
[0026] Aus dem zuvor Gesagten ergibt sich, dass die beiden Schenkel eines Rohrriegelanschlusses
gemeinsam die Funktion eines Knotenbleches in dem Tragwerk übernehmen, dass aus den
Vertikalstielen und den Rohrriegeln gebildet wird.
[0027] Damit sie dies tun können, ist es jedoch eine unerlässliche Voraussetzung, dass die
Stirnseiten nicht nur eines, sondern beider Schenkel des Rohrriegelanschlusses stets
auf dem Vertikalstiel aufliegen. Das ist im Bereich der obersten Anschlussscheibe
jedoch dann nicht der Fall, wenn die Stirnseite des Schenkels auf eine mit der Fläche
des Vertikalstiels nicht fluchtende Verbindung trifft. Wenn die Verbindung eine Verpressung
mit einer Vertiefung ist, findet die Stirnseite unter Umständen keine Auflage, sondern
"hängt in der Luft." Wenn die Verbindung eine Niete oder eine Schraube ist und die
Stirnseite eines Schenkels auf deren Kopf aufliegt, dann findet der andere Schenkel
des Rohrriegelanschlusses keinen Halt und "hängt in der Luft." Weil dann einer der
beiden Schenkel keinen Halt findet, kann der Rohrriegelanschlusses nicht als Knotenblech
wirken.
[0028] Die Verbindungen sind jedoch unerlässlich. Wenigstens eine Verbindung zwischen dem
Vertikalstiel und dem Kupplungsprofil reicht aus, um das Kupplungsprofil am Abgleiten
in Längsrichtung des Vertikalstiels zu hindern.
[0029] Da das Kupplungsprofil ein seitliches Spiel gegenüber dem Vertikalstiel haben muss,
um darin eingesteckt werden zu können, würde eine einzige, punktförmige Verbindung
wie der Drehpunkt eines Scharniers oder einer anderen gelenkigen Verbindung wirken.
Eine solche Gelenkigkeit ist für eine maximale Steifigkeit des Modulgerüstes jedoch
unbedingt zu vermeiden. Deshalb sieht die Erfindung zwei in Längsrichtung zu einander
beabstandete Verbindungen vor.
[0030] Da es vorteilhaft ist, anstelle einer einzigen mehrere Verbindungen einzubringen,
werden alle Verbindungen in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine erste Gruppe weist einen
kleinen und für jede einzelne Verbindung gleichen Abstand zum Ende des Vertikalstieles
auf. Die Zweitgruppe der Verbindungen weist wiederum den jeweils gleichen, jedoch
deutlich größeren Abstand zum Ende des Vertikalstieles auf.
[0031] Diese Anzahl und diese Anordnung von Verbindungen gewährleistet im Verhältnis zur
Anzahl der Verbindungen die beste Stabilität der Verbindung zwischen Vertikalstiel
und Kupplungsprofil.
[0032] Dabei nennt die Erfindung mehrere alternative Ausführungsformen für die Verbindung
von Vertikalstiel und Kupplungsprofil.
[0033] Die Verbindungen können in die Wand des Vertikalstiels eingedrückte, nach innen hin
weisende Vertiefungen sind, die sich auch in die Wandung des Kupplungsprofils hineingedrückt
haben.
[0034] Dabei können diese Vertiefungen verschiedene Formen aufweisen. Sie können z.B. wie
ein Graben oder eine Rinne oder ein Hohlkegel oder ein Kugelsegment oder ein Ringsegment
geformt sind. Die Form eines Hohlkegels oder ein Kugelsegmentes oder eine andere,
rotationssymmetrische Form wird auch als Punktverpressung bezeichnet, weil das formende
Werkzeug nur auf einen einzigen Punkt angesetzt wird.
[0035] Alternativ kann auch wenigstens eine Verbindung eine Niete oder eine Schraube oder
eine Punktverschweißung sein. Wenn eine Niete oder eine Schraube in Bohrungen des
Vertikalstiels und des darin eingesteckten Kupplungsprofils eingeschraubt oder eingesteckt
werden, dann ragt ihr Kopf über die Fläche des Vertikalstiels hinaus. Wenn die Mittenöffnung
der Anschlussscheiben an dieser Stelle mit einer entsprechenden Kerbe vergrößert ist
oder der Durchmesser der Mittenöffnung im Ganzen etwas vergrößert ist, so lassen sich
die Anschlussscheiben trotzdem über den Vertikalstiel schieben. ist.
[0036] Wenn jedoch eine Stirnseite des Rohrriegelanschlusses auf den Kopf einer Schraube
oder eines Niets treffen würde, dann fände sie keine ganzflächige Auflage mehr und
die Übertragung des von Rohrriegel erzeugten Drehmomentes wäre nicht oder nur teilweise
möglich.
[0037] Es ist ein Verdienst der Erfindung, die Stirnseite der Schenkel des Rohrriegelanschlusses
und die Verbindungen so anzuordnen, dass sie in keinem Fall aufeinander treffen. Die
Erfindung stellt also sicher, dass eine Stirnseite stets außerhalb der Verbindungen
auf der Vertikalstange aufliegt und dadurch einen ausreichenden Halt findet.
[0038] Dazu sieht die Erfindung vor, dass die Zweitgruppe der Verbindungen von der jeweils
obersten Anschlussscheibe jedes Vertikalstiels zumindest teilweise überdeckt wird.
Dadurch ist sichergestellt, dass die Stirnseiten der Schenkel des Rohrriegelanschlusses
nicht auf diese Verbindungen treffen können.
[0039] Natürlich dürfen die Stirnseiten auch nicht auf die Verbindungen der Erstgruppe treffen.
Deshalb muss der Abstand zwischen der ersten Gruppe der Verbindungen und der Anschlussscheibe
entweder größer oder kleiner sein als der Abstand der Stirnseite des nach oben weisenden
Schenkels des Rohrriegelanschlusses von der Anschlussscheibe. Auf diese Weis entsteht
eine feste Einspannung der Schenkel des Rohrriegelanschlusses zwischen dem Vertikalstiel
und einem daran befestigten Rohrriegel.
[0040] In der einfachsten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Modulgerüstes ist das
Kupplungsprofil - wie bereits erwähnt - nur mittels zweier, zueinander in Längsrichtung
beabstandeten Verbindungen mit dem Vertikalstiel verbunden.
[0041] Für eine größere Sicherheit und größere Belastbarkeit bei der Montage ist es jedoch
Vorteilhaft, eine größere Anzahl von Verbindungen einzubringen. Von diesen sollten
sich vorzugsweise je zwei in Bezug auf die Mittelachse von Vertikalstiel und Kupplungsprofil
einander gegenüber liegen. Das hat den Vorteil einer besonders hohen Stabilität und
bei der Ausführung der Verbindung als eine Punktverpressung den weiteren Vorteil,
dass diese beiden Punktverpressungen durch ein zangenartiges Werkzeug eingepresst
werden können, dass den Vertikalstiel von zwei gegenüberliegenden Seiten her umfasst.
[0042] Für ein erfindungsgemäßes Modulgerüst sind noch zahlreiche weitere Ausführungsvarianten
sinnvoll. In der Praxis werden die horizontalen Rohrriegel zumeist in einem rechtwinkligen
Raster angeordnet, bilden also einen Winkel von 90 Grad zueinander. Für das Einrüsten
von unregelmäßig geformten Wänden können jedoch auch andere Winkel erforderlich sein.
Dafür schlägt die Erfindung vor, dass die Randöffnungen in den Anschlussscheiben breiter
sind als der Keil. Dann kann der Rohrriegelanschluss in Bezug auf die Längsachse der
Vertikalprofile innerhalb eines bestimmten Winkelbereiches mit einem beliebig wählbaren
Winkel mit der Anschlussscheibe verkeilt werden.
[0043] Als Auflage der Stirnseiten der beiden Schenkel des Rohrriegelanschlusses auf dem
Vertikalstil reicht theoretisch bereits ein Punkt aus. Weil eine derartig kleine Auflagefläche
jedoch einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt ist, bevorzugt die Erfindung eine möglichst
großflächige Auflage. Idealer Weise ist die Stirnseite jedes Schenkels komplementär
zur Außenfläche des Vertikalstieles geformt auf der sie aufliegt. Wenn der Vertikalstiel
zum Beispiel zylindrisch geformt ist, dann sollte die Stirnseite ein dazu komplementärer
Hohlzylinder sein.
[0044] Der Rohrriegelanschluss mit seinen Schenkeln und deren Stirnseiten ist ein sehr wichtiges
Bauteil eines erfindungsgemäßen Modulgerüstes. Seine recht komplexe Form muss an die
Anschlussscheibe, den Keil, den Rohrriegel und das Profil der Vertikalstiele angepasst
sein. Dazu müssen die jeweiligen Berührungsflächen mit einer gewissen Mindestgenauigkeit
gefertigt werden.
[0045] Da der Rohrriegelanschluss Kräften stand halten muss, die im Verhältnis zu seiner
Größe relativ hoch sind, wird er in der Praxis fast ausschließlich aus Metall bestehen.
Zur Herstellung solcher Teile ist auf aktuellem Stand der Technik der Metallguss bekannt
und bewährt.
[0046] Alternativ schlägt die Erfindung eine Formung des Rohrriegelanschlusses aus Stahlblech
vor, was für Verbindungselemente von Baugerüsten ebenfalls bekannt und bewährt ist.
Vorgeschlagen wird, den Rohrriegelanschluss aus einem länglichen Rechteck aus Stahlblech
zu formen und zu biegen.
[0047] Der Rohling muss in der Mitte mit einem in Längsrichtung verlaufenden Schlitz versehen
werden, der später den Schlitz zwischen den beiden Schenkeln bildet, welcher auf die
Anschlussscheibe aufgeschoben wird. Ober- und unterhalb der Mitte dieses Schlitzes
müssen die beiden Stirnseiten der Schenkel ausgeformt werden. Für kreisrunde Vertikalstiele
müssen die Stirnseiten z.B. dazu komplementär als Hohlzylinder ausgeformt werden.
[0048] Die beiden Enden des länglichen Stahlbleches werden jeweils zu einem in Längsrichtung
verlaufendem Profil geformt, das komplementär zum Innenraum des Rohrriegels ist. Sollte
der Rohrriegel ebenfalls einen kreisförmigen Innenraum aufweisen, so müssen die beiden
Enden des länglichen Stahlbleches jeweils zu einer Rinne mit halbkreisförmigem Querschnitt
geformt werden.
[0049] Dann werden im letzten Schritt diese beiden rinnenartig profilierten Abschnitte an
der Grenze zu den in der Mitte des Stahlbleches bereits zur späteren Stirnseite umgeformten
Bereichen soweit abgewinkelt, dass sich die Kanten der halbkreisförmig profilierten
Abschnitte gegenseitig berühren. Die beiden rinnenartigen Abschnitte bilden dann gemeinsam
ein Rohrstück, das in den Rohrriegel hinein geschoben werden kann.
[0050] Ein Vorteil eines auf diese Weise geformten Rohrriegelanschlusses ist, dass die beiden
Öffnungen in den Schenkeln zum Einstecken des Keils nicht besonders hergestellt werden
müssen, sondern sich zwischen den beiden U-förmig abgewinkelten Seitenteilen ergeben.
Selbstverständlich muss die Form des Keils dann auf diese Form angepasst werden.
[0051] In einer weiteren, sehr sinnvollen Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Modulgerüstes
kann beim Aufbau des Gerüstes eine "vorlaufende Brüstung" gebildet werden, d.h., dass
beim Aufbau einer Gerüstebene wird die Brüstung für die nächst höhere Ebene schon
von der darunter liegenden Ebene aus errichtet. Wenn das Aufbaupersonal den jeweils
höchsten Gerüstbelag betritt, um auf dieser Ebene das Gerüst zu vervollständigen,
so ist die erforderliche Brüstung bereits vorhanden.
[0052] Dazu schlägt die Erfindung vor, dass das Modulgerüst aus standardisierten, identischen
Vertikalstielen besteht. Die Vertikalstiele der untersten Gerüstebene ruhen auf Vertikalanfangsstücken,
von denen die äußeren um ein für eine Brüstungshöhe sinnvolles Maß verlängert sind
und deshalb weiter nach oben ragen. Dazu sind die äußeren Vertikalanfangsstücke entweder
entsprechend lang ausgebildet oder mit einem Vertikalstiel von entsprechender Abmessung
verlängert.
[0053] Dann wird auf jedes, der Wand nahestehendes, kurzes Vertikalanfangsstück jeweils
ein einzelner standardisierter Vertikalstiel ohne weitere Zubehörteile aufgesteckt.
Auf die beiden äußeren, höheren und verlängerten Vertikalanfangsstücke wird je ein
standardmäßiger Vertikalstiel eingesteckt, an dessen oberste Anschlussscheibe zusätzlich
ein teleskopisch in seiner Länge veränderbarer Brüstungsriegel mit einem ringsegmentförmigen
Haken oder einer Öse verschwenkbar eingehängt ist. Wenn ein Monteur diesen Vertikalstiel
in ein längeres Vertikalanfangsstück einsteckt, dann hängt der Brüstungsriegel seitlich
an dem Vertikalstiel herunter.
[0054] Wenn beim Aufrichten der beiden Elemente das Pendeln des Brüstungsriegels stört,
dann kann der Brüstungsriegel mittels eines H-förmigen Kunststoffclips vorübergehend
mit dem Vertikalstiel verbunden werden. Dieser H-förmige Clip ist mit einer Öffnung
auf den Vertikalstiel aufsteckbar und nimmt mit seiner anderen Öffnung den Brüstungsriegel
auf.
[0055] Sobald der erste Vertikalstiel eingesteckt ist, wird der Brüstungsriegel mit seinem
anderen Ende ebenfalls verschwenkbar in die oberste Anschlussscheibe des nächsten
Vertikalstiels eingehängt. Falls noch ein weiterer Gerüstabschnitt errichtet werden
soll, wird in diese oberste Anschlussscheibe noch ein weiterer Brüstungsriegel eingehängt,
der später die Brüstung für den nächsten Gerüstabschnitt bildet.
[0056] Nach dem Einhängen des einen oder beider Brüstungsriegel, wird der Vertikalstiel
angehoben und auf das nächste, höhere Vertikalanfangsstück aufgesetzt. Dadurch bildet
sich aus dem ersten, teleskopisch in seiner Länge veränderbaren Brüstungsriegel die
Brüstung der nächsten Gerüstebene bereits sehr frühzeitig aus.
[0057] Als nächster Schritt werden die vier hochragenden Vertikalstiele durch vier Rohrriegel
miteinander verbunden. Auf dieses Geviert aus Rohrriegeln wird dann ein plattenförmiger
Gerüstbelag aufgebracht. Wenn dieser Gerüstbelag vom Montagepersonal betreten wird,
so findet es bereits eine ordnungsgemäße Absicherung durch den Brüstungsriegel vor.
Dieses Verfahren wird "vorlaufende" Brüstung genannt, weil die Errichtung der Brüstung
zeitlich vor dem ersten Betreten der Gerüstebene erfolgt.
[0058] Der entscheidende Vorteil ist, dass damit die Sicherheit des Bedienpersonals deutlich
verbessert wird und den diesbezüglichen Vorschriften Genüge geleistet wird. Zu beachten
ist, dass anstelle eines standardmäßigen Rohrriegels mit standardmäßigen Rohrriegelanschlüssen
ein spezieller, teleskopisch in seiner Länge veränderbarer Brüstungsriegel verwendet
werden muss, der zum Anschluss an die Anschlussscheibe an beiden Enden mit einem verschwenkbaren
Verbindungselement versehen sein muss. Geeignet ist z.B. ein ringsegmentförmiger Haken
oder eine Öse, die in eine Randöffnung einer Anschlussscheibe eingehängt und darin
verschwenkt werden kann.
[0059] Als eine andere, vorteilhaften Variante wird im Folgenden beschrieben, wie eine zur
Verbindung durch Punktverpressung erzeugte, ringsegmentförmige Vertiefung, die von
der Anschlussscheibe größtenteils überdeckt wird, zusätzlich zur Befestigung der Anschlussscheibe
auf dem Vertikalstiel genutzt werden kann.
[0060] Dazu wird die Mittenöffnung der Anschlussscheibe auf ihrem Umfang mit kleinen Kerben
versehen, die gegenüber den Vertiefungen der Punktverpressung angeordnet sind und
etwa das gleiche Profil wie diese Vertiefungen aufweisen. Dadurch entsteht eine Öffnung,
die zum einen Teil von der Vertiefung der Punktverpressung und zum anderen Teil von
der Kerbe im Rand der Mittenöffnung gebildet wird.
[0061] In diese Öffnung wird ein Segment eines gedachten Ringes hineingeschoben, dessen
Profil der Öffnung zwischen Anschlussscheibe und Vertikalstiel entspricht und dessen
Radius komplementär zur Form der Vertiefung in Längsrichtung des Vertikalstieles ist.
Das Ringsegment bildet also einen gekrümmten Bolzen, der sich an die Form der Vertiefung
anschmiegt und in etwa die Form einer Banane hat. Durch seine Krümmung blockiert das
Ringsegment jegliche Bewegung der Anschlussscheibe gegenüber dem Vertikalstiel. Dadurch
wird die Verschweißung oder andere Verbindung der Anschlussscheibe mit dem Vertikalstiel
entweder zusätzlich unterstützt oder sogar ersetzt.
[0062] Damit das ringsegmentförmige Verbindungselement zwischen Anschlussscheibe und Vertikalstiel
bei Erschütterungen nicht wieder nach unten herausfällt, kann es mit Wülsten und Auskragungen
versehen werden, die über sein Profil und damit über das Profil der Öffnung zwischen
Anschlussscheibe und Vertikalstiel herausragen und dadurch das Verbindungselement
in seiner Position sichern.
[0063] Zum Eindrücken oder Einschlagen des Verbindungselementes ist bevorzugt ein Impuls
geeignet, der sich auf einem Kreisbogen bewegt, der dem vollständigen, gedachten Ring
entspricht, aus welchem das gekrümmte Verbindungselement gedanklich herausgeschnitten
worden ist. Deshalb schlägt die Erfindung zum Eintreiben des Verbindungselements einen
Schwenkarm vor, dessen Länge dem vorgenannten Radius entspricht. Mit einem derartigen
Schwenkarm zur Führung der Verbindungselemente ist auch eine Automatisierung des Einbringens
möglich.
[0064] Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand eines
Beispiels näher erläutert werden. Dieses soll die Erfindung jedoch nicht einschränken,
sondern nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung;
- Figur 1a
- Verbindung zwischen Vertikalstiel. Anschlussscheibe und Rohrriegel gemäß dem Stand
der Technik.
- Figur 1b
- Ausschnitt aus Figur 1
- Figur 2a
- wie Figur 1a, jedoch erfindungsgemäß
- Figur 2b
- wie Figur 1b, jedoch erfindungsgemäß
- Figur 3a
- Stirnseite eines Modulgerüst mit erfindungsgemäßen Verbindungen und "voreilender Brüstung".
- Figur 3b
- Außenseite des Modulgerüst gemäß Figur 3a
[0065] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
In
Figur 1a sind gemäß dem aktuellen Stand der Technik zwei Vertikalstiele 1 mit ihrem unteren
bzw. ihrem oberen Endbereich gezeigt. Innerhalb des strichpunktierten Kreises sind
sie durch ein - hier nicht sichtbares - Kupplungsprofil 2 miteinander verbunden. Auf
jeden der beiden gezeigten Vertikalstiele 1 ist je eine Ansthlussscheibe 3 aufgeschoben.
Die untere Anschlussscheibe 3 ist in der Nähe der vier sichtbaren, als Punktverpressungen
ausgeführten Verbindungen 11 angeordnet. Die "Punktverpressungen" sind im Folgenden
der Einfachheit halber ebenfalls mit dem Bezugszeichen "11" versehen. Die oberen Punktverpressungen
11 sind in einer ersten Gruppe 11 a zusammengefasst, die einen relativ kleinen Abstand
zum oberen Ende des Vertikalstiels 1 hat und die unteren Punktverpressungen 11 in
einer Zweitgruppe 11b, die einen größeren Abstand zum oberen Ende des Vertikalstiels
1 hat.
[0066] In
Figur 1b ist der in Figur 1 a mit strichpunktierter Linie markierte Bildausschnitt vergrößert
dargestellt. Der obere Vertikalstiel 1 ist zeichnerisch gekappt, so dass das darin
steckende Kupplungsprofil 2 sichtbar wird. In Figur 1b ist ebenfalls sehr gut zu erkennen,
wie der Rohrriegel 5 fest mit dem Rohrriegelanschluss 4 verbunden ist. Der Rohrriegelanschluss
4 besteht aus dem Mittelstück 43, dass nur um einen geringen Betrag aus dem Rohrriegel
5 herausragt. Daran angeformt sind die beiden Schenkel 41. In Figur 1b ist sehr gut
nachzuvollziehen, wie diese beiden Schenkel 41 die Anschlussscheibe 3 gabelförmig
umschließen.
[0067] Durch Öffnungen in den beiden Schenkeln 41 ist ein Keil 6 geführt, der - was in Figur
1b nicht sichtbar ist - auch durch eine Randöffnung 32 der Anschlussscheibe 3 hindurchführt.
Dadurch ist der Rohrriegelanschluss 4 und damit auch der Rohrriegel 5 fest mit der
Anschlussscheibe 3 und damit auch mit dem Vertikalstiel 1 verbunden.
[0068] In Figur 1b wird der entscheidende Nachteil dieser Konfiguration sehr schnell deutlich:
der obere Schenkel 41 des Rohrriegelanschlusses 4 liegt mit seiner Stirnseite 42 nicht
auf dem Vertikalstiel 1 auf, da an dieser Stelle eine Punktverpressung 11 in den Vertikalstiel
1 eingedrückt ist. Dadurch liegen die beiden Stirnflächen 42 nicht auf dem Vertikalstiel
1 auf, sondern können sich gegenüber diesem bewegen. In Figur 1b ist nachvollziehbar,
dass beim Aufbringen einer in der Zeichenebene nach unten weisenden Kraft am freien
und in Figur 1 nicht sichtbaren Ende des Rohrriegels 5, von diesem ein Drehmoment
erzeugt wird, das auf den Rohrriegelanschluss 4 wirkt und ihn um eine Achse schwenkt,
die senkrecht zum Keil 6 durch die Anschlussscheibe 3 hindurch verläuft. Wegen der
durch die Punktverpressung 11 gestörten Auflagefläche der Stirnseiten 42 des Schenkels
41 kann sich der Rohrriegelanschluss 4 diesem Drehmoment nicht entgegen stemmen, sodass
es tatsächlich zu einer Verschwenkung des Rohrriegels 5 gegenüber den Vertikalstielen
1 kommt. Das Gerüst ist also instabil.
[0069] In den
Figuren 2 a und
2 b sind die gleichen Ausschnitte aus einem Modulgerüst gezeigt, wie in den Figuren 1
a und 1 b, jedoch mit dem wesentlichen Merkmal der Erfindung, nämlich der Schaffung
einer vollständigen Auflagefläche der Stirnseite 42 von beiden Schenkeln 41 des Rohrriegelanschlusses
4. Im Unterschied zu den Figuren 1 wird das dadurch erreicht, dass die Zweitgruppe
11 b der Punktverpressungen 11 unterhalb der Anschlussscheibe 3 angeordnet wird. Dadurch
verdeckt die Anschlussscheibe 3 mit den Wänden ihrer Mittenöffnung 31 die Punktverpressungen
11 der Zweitgruppe 11b fast vollständig.
[0070] In der Figur 2b wird sofort deutlich, dass der Abstand zwischen der ersten Gruppe
11 a der Punktverpressungen 11 und der Zweitgruppe 11b deutlich größer ist als der
Abstand der Stirnseite 42 von der Anschlussscheibe 3.
[0071] In Figur 2b ist sehr gut nachvollziehbar, dass bei einer vertikalen Kraft, die an
einem - weitentfernten - Ende des Rohrriegels 5 angreift, dieser ein Drehmoment auf
den Rohrriegel 4 ausübt und sich daraufhin die Stirnseite des oberen Schenkels mit
einer relativ hohen Kraft auf den Vertikalstiel 1 aufdrückt.
[0072] Figur 2b lässt deutlich werden, dass bei einem Absenken des Rohrriegels 5 sich stattdessen
der andere, nach unten weisende Schenkel 41 mit seiner Stirnseite 42 auf den Vertikalstiel
1 abstützt. Während dieser Phase ist der andere, nach oben weisende Schenkel 41 des
Rohrriegelanschlusses entlastet.
[0073] In den
Figur 3a und 3b ist ein erfindungsgemäßes Modulgerüst mit zwei Ebenen gezeichnet. Figur 3a zeigt
die Stirnseite und Figur 3b die Außenseite des Gerüstes, wobei die "Außenseite" die
von der einzurüstenden Wand abgekehrte Seite des Gerüstes ist.
[0074] Dargestellt wird die besondere Ausführungsform mit einer "voreilenden Brüstung".
In Figur 3a ist die Stirnseite des Modulgerüstes wiedergegeben. Es steht mit seiner
rechts dargstellten Seite an der einzurüstenden Fassade. Die links dargestellte Seite
ist die "Außenseite".
[0075] In Figur 3a ist sehr schnell zu erkennen, dass der oberste Vertikalstiel 1 über die
oberste Ebene hinausragt. In Figur 3b ist in der Außenansicht des Gerüstes zu erkennen,
dass für die oberste Gerüstebene bereits eine vollständige Brüstung errichtet worden
ist: Die Oberkante besteht aus zwei teleskopisch verlängerbaren Brüstungsriegeln 52.
Darunter ist je ein Rohrriegel 5 von fester Länge mit der erfindungsgemaßen Verbindung,
wie sie in Figur 2b gezeigt ist, an beiden Enden mit je einer Anschlussscheibe 3 auf
einem Vertikalstiel 1 verbunden.
[0076] In den Figuren 3a und 3b ist nachvollziehbar, wie ein erfindungsgemäßes Modulgerüst
mit der Zusatzeigenschaft "vorlaufende Brüstung" errichtet wird. Als erster Schritt
werden die Vertikalanfangsstücke 7 auf den - hier nicht markierten - Boden gesetzt.
Davon werden die gebäudefernen Vertikalanfangsstücke 7 als verlängertes Vertikalanfangsstück
71 ausgebildet, was in Figur 3a an der linken Kante zu sehen ist und Figur 3b an der
hier dargestellten Außenfront des Modulgerüstes im unteren Bereich erkennbar ist.
Dadurch entsteht eine Konfiguration, die der in den Figuren 3a und 3b gezeichneten
Oberkante des fertigen Gerüstes entspricht, nämlich höheren, verlängerten Vertikalanfangsstücken
71 an der Außenseite und niedrigen Vertikalanfangsstücken 7 an der Innenseite des
Gerüstes.
[0077] In den Figuren 3a und 3b wird nachvollziehbar, dass auf die verlängerten Vertikalanfangsstücke
71 ein Vertikalstiel 1 aufgesetzt werden kann, an dessen oberster Anschlussscheibe
3 ein teleskopisch verlängerbarer Brüstungsriegel 52 verschwenkbar befestigt ist.
Im - in Figur 3 nicht gezeichneten - Moment des Anhebens sind also der Vertikalstiel
1 und der daran hangende Brüstungsriegel 52 etwa parallel ausgerichtet. Wenn der erste
Vertikalstiel 1 in seine Position auf dem verlängertem Vertikalanfangsstück 71 aufgesetzt
worden ist, kann das noch freie Ende des Brüstungsriegels 52 mit der Anschlussscheibe
3 eines weiteren Vertikalstieles verbunden werden.
[0078] Wenn dieser weitere Vertikalstiel 1 angehoben wird, dann verkürzt sich durch das
Teleskop der Brüstungsriegel 52 immer weiter, bis er beim Einsetzen des zweiten Vertikalstieles
1 die gleiche Länge erreicht, wie die Rohrriegel 5, die in ihrer Länge nicht veränderbar
sind.
Bezugszeichenliste
[0079]
- 1
- Vertikalstiel, vertikale Teile des Gerüstes
- 11
- Verbindung am Vertikalstiel 1, z.B. Punktverpressung
- 11 a
- erste Gruppe der Verbindungen 11
- 11 b
- Zweitgruppe der Verbindungen 11
- 2
- Kupplungsprofil, in Vertikalstiel 1 eingesteckt u. verbunden durch Verbindung 11
- 3
- Anschlussscheibe auf Vertikalstiel 1
- 31
- Mittenöffnung der Anschlussscheibe 3,komplementär zum Vertikalprofil 1
- 32
- Randöffnung am Rand der Anschlussscheibe 3
- 4
- Rohrriegelanschluss, verbindet Anschlussscheibe 3 mit Rohrriegel 5
- 41
- Schenkel des Rohrriegelanschlusses 4
- 42
- Stirnseite eines Schenkels 41
- 43
- Mittelstück des Rohrriegelanschlusses 4
- 5
- Rohrriegel, horizontale Teile des Gerüstes
- 51
- U-Riegel, horizontales Teil des Gerüstes
- 52
- Brüstungsriegel, teleskopisch verlängerbar
- 6
- Keil, in Schenkel 41 und Randöffnung 35 eingesteckt
- 7
- Vertikalanfangsstück
- 71
- verlängertes Vertikalanfangsstück
- 8
- Gerüstbelag
1. Modulgerüst bestehend aus
- wenigstens einem länglichen Vertikalstiel (1) aus je einem Metallrohr oder einem
anderen Hohlprofil, in dessen eines Ende ein hohles Kupplungsprofil (2) eingesteckt
ist,
- dessen Außenfläche zumindest teilweise auf der Innenfläche des Vertikalstiels (1)
aufliegt und
- das durch Verbindungen (11) mit dem Vertikalstiel (1) verbunden ist, wobei die Verbindung
(11) die durchgehende Fläche des Vertikalstiels (1) unterbricht und
- auf jeden Vertikalstiel (1) wenigstens eine scheibenförmige Anschlussscheibe (3)
mit einer in Ihrer Mitte angeordneten Mittenöffnung (31) aufgeschoben und befestigt
ist und
- die beiden großen Scheibenflächen jeweils von den beiden Schenkeln (41) wenigstens
eines, etwa gabelförmigen Rohrriegelanschlusses (4) umfasst werden, der mit einem
etwa horizontal verlaufenden Rohrriegel (5) verbunden ist und
- jeweils ein Keil (6) und
- durch je eine Keilöffnung (42) in den Schenkeln (41) sowie
- durch je eine Randöffnung (32) in den Anschlussscheiben (3) hindurch gesteckt ist
- je ein Kupplungsprofil (2) mit einem Vertikalstiel (1) durch zwei oder mehr Verbindungen
(11) verbunden ist, die in
- eine erste Gruppe (11a) mit einem jeweils gleichen Abstand zum Ende des Vertikalstiels
(1) und
- eine Zweitgruppe (11 b) mit einem jeweils gleichen, gegenüber der ersten Gruppe
größeren Abstand zum Ende des Vertikalstiels (1) aufgeteilt sind
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Anschlussscheibe (3) die Zweitgruppe (11 b) zumindest teilweise überdeckt und
- die Stirnseiten (42) der Schenkel (41) des gabelförmigen Rohrriegelanschlusses (4)
außerhalb der ersten Gruppe (11a) der Verbindungen (11) auf dem Vertikalstiel (1)
aufliegen.
2. Modulgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen (11) in die Wand des Vertikalstiels (1) eingedrückte, nach innen
hin weisende Vertiefungen sind, die sich auch in die Wandung des Kupplungsprofils
(2) hineingedrückt haben.
3. Modulgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen wie
- ein Graben oder
- eine Rinne oder
- ein Hohlkegel oder
- ein Kugelsegment oder
- ein Ringsegment
geformt sind.
4. Modulgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Verbindung (11)
- eine Niete oder
- eine Schraube oder
- eine Punktverschweißung
ist.
5. Modulgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei Verbindungen (11) sich in Bezug auf die Mittelachsen von Vertikalstiel (1)
und Kupplungsprofil (2) einander gegenüber liegen.
6. Modulgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Randöffnungen (32) in Richtung des Umfanges der Anschlussscheiben (3) breiter
sind als der Keil (6), wodurch jeder Rohrriegelanschluss (4) in einem bestimmten Winkelbereich
des Vertikalstiels (1) befestigbar ist.
7. Modulgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten (42) der beiden Schenkel (41) des Rohrriegelanschlusses (4) komplementär
zu der Außenfläche des Vertikalstiels (1) geformt sind, auf dem sie aufliegen.
8. Modulgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche des Vertikalstiels (1) ein Zylinder ist und die Stirnfläche (42)
der Schenkel (41) der Rohrriegelanschlüsse (4) ein dazu komplementärer Hohlzylinder
ist.
9. Modulgerüst nach einem vorhergehendem Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrriegelanschluss (4) aus einem länglichem Rechteck aus Stahlblech geformt
und gebogen ist,
- das in der Mitte einen in Längsrichtung verlaufenen Schlitz aufweist und
- oberhalb und unterhalb der Mitte dieses Schlitzes die beiden Stirnseiten (42) der
Schenkel (41) ausgeformt sind und
- beide Enden des länglichen Stahlbleches jeweils zu einem in Längsrichtung verlaufenden
Profil geformt sind, das komplementär zum Innenraum des anschließenden Rohrriegels
(5) ist und
- diese zum Teil profilierten Abschnitte an den Kanten zu den beiden Stirnseiten (42)
so weit abgewinkelt sind, dass sich die Kanten der profilierten Abschnitte gegenseitig
berühren.
10. Modulgerüst nach einem vorhergehendem Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es aus standardisierten, identischen Vertikalstielen (1) besteht und die Vertikalstiele
(1) der untersten Gerüstebene auf Vertikalanfangsstücken (7) ruhen, von denen die
äußeren, verlängerten Vertikalanfangsstücke (71) um ein für eine Brüstungshöhe sinnvolles
Maß weiter nach oben ragen.
11. Modulgerüst nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in eine Randöffnung (32) der obersten Anschlussscheibe (3) eines Vertikalstieles
(3) ein teleskopisch in seiner Länge veränderbarer Brüstungsriegel (52) mit einem
ringsegmentförmigen Haken oder einer Öse oder einem anderen Verbindungselement verschwenkbar
eingehängt ist und mit seinem anderen Ende ebenfalls in einer Randöffnung (32) der
obersten Anschlussscheibe (3) eines zum ersten Vertikalstiel (1) benachbarten, weiteren
Vertikalstieles (1) verschwenkbar befestigt ist.
12. Modulgerüst nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Oberfläche wenigstens einer, als Verbindung (11) dienenden Vertiefung zumindest
teilweise komplementär zu einem Ring geformt ist, dessen Längsachse quer zum Vertikalstiel
verläuft und
- bei der Mittenöffnung (31) der Anschlussscheibe (3) in den den Vertiefungen gegenüber
befindlichen Bereichen Kerben eingebracht sind, die ebenfalls komplementär zu dem
gedachten Ring geformt sind und
- zwischen Vertiefung und Kerben ein reales Segment des gedachten Ringes als Verbindungselement
eingesteckt ist, das sowohl auf der Oberfläche der Vertiefung als auch auf der Oberfläche
der Kerbe aufliegt.
13. Modulgerüst nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement an seinem oberen Rand
- Wülste oder
- Auskragungen
aufweist, die über das Profil des gedachten Ringes hinaus kragen.
14. Verfahren zur automatisierten Bestückung eines Vertikalstiels (1) mit Anschlussscheiben
(3) nach den Ansprüchen 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Anschlussscheibe (3) auf einen Vertikalstiel (1) aufgeschoben wird, bis sie
eine Zweitgruppe (11b) von ringsegmentförmigen Vertiefungen teilweise überdeckt und
dann
- ein Schwenkarm, dessen Länge dem Radius des gedachten Ringes entspricht, ein Verbindungselement
aus einem Magazin aufnimmt und
- es durch einen Schwenk in eine Vertiefung des Vertikalstiels (1) und in die gegenüber
befindliche Kerbe am Rand der Mittenöffnung (31) der Anschlussscheibe (3) eindrückt.
15. Verfahrung zum Aufbau eines Modulgerüstes nach den Ansprüchen 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- im ersten Schritt in der Nähe einer einzurüstenden Wand wenigstens zwei kurze Vertikalanfangsstücke
(7) und in gleicher Position bezogen auf die Längsachse der Wand, aber mit größerem
Abstand zur Wand zwei verlängerte Vertikalanfangsstücke (71) errichtet werden - z.
B. auf Fußspindeln - und
- im zweiten Schritt alle Vertikalanfangsstücke (7, 71) gegeneinander abgesichert
werden - z. B. durch die Verbindung mit einem Rohrrahmengeviert aus horizontalen U-Riegeln
(51) und Rohrriegeln (5) und
- im dritten Schritt auf die beiden kurzen Vertikalanfangsstücke (7) je ein Vertikalstiel
(1) aufgesteckt wird und
- im vierten Schritt auf eines der beiden verlängerten Vertikalanfangsstücke (71)
ein Vertikalstiel (1) aufgesteckt wird, in dessen oberste Anschlussscheibe (3) ein
teleskopisch in seiner Länge veränderbarer Brüstungsriegel (52) eingehängt ist und
- im fünften Schritt das noch freie Ende des Brüstungsriegels (52) in die oberste
Anschlussscheibe (3) eines weiteren Vertikalstiels (1) eingehängt wird und
- im sechsten Schritt dieser Vertikalstiel (1) in ein verlängertes Vertikalanfangsstück
(71) eingesteckt wird und
- im siebten Schritt zwischen die obersten Anschlussscheiben (3) der auf den kurzen
Vertikalanfangsstücken (7) stehenden Vertikalstiele (1) und den auf gleicher Höhe
befindlichen Anschlussscheiben (3) der beiden anderen Vertikalstiele (1) ein weiteres
Rohrrahmengeviert eingehängt und ein Gerüstbelag (8) aufgerichtet wird.
16. Verfahren zum Aufbau eines Modulgerüstes nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem letzten Schritt weitere, angrenzende Gerüstabschnitte mit der gleichen Struktur
aufgebaut werden.
17. Verfahren zum Aufbau eines Modulgerüstes nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem letzten Schritt auf einer unteren Gerüstebene eine nächst höhere Gerüstebene
errichtet wird, indem auf die nach oben ragenden Kupplungsprofile (2) jeweils ein
weiterer Vertikalstiel (1) aufgesteckt wird, wobei die beiden äußeren, weiter von
der einzurüstenden Wand entfernten Vertikalstiele (1) an ihrer obersten Anschlussscheibe
(3) jeweils mit einem teleskopierbaren Brüstungsriegel (52) schwenkbar verbunden werden.
1. Modular scaffold, consisting of
- at least one elongated vertical paste (1) comprising a metal tube or another hollow
profile, into the end of which a hollow coupling profile (2) is inserted,
- of which the outer surface lies at least partly against the inner surface of the
vertical post (1)
- which is connected to the vertical post (1) by means of connectors (11), the connector
(11) interrupting the continuous surface of the vertical post (1) and
on each vertical post (1), at least one disk-shaped connection disk (3) is pushed
on, via a centre opening (31), which is located in its centre, and is fastened, and
- the two large disk faces are in each case enclosed by the two legs (41) of at least
one approximately fork-shaped tubular cross-bar connection (4), which is connected
to an approximately horizontally extending tubular crossbar (5), and
- a key (6) in each case and
- is passed through one key opening (42) in each case in the legs (41), as well as
- through one edge opening (32) in each case in the connection disks (3),
- one coupling profile (2) in each case is connected to a vertical post (1) by means
of two or more connectors (11), which are subdivided into
- a first group (11 a) with the same distance in each case from the end of the vertical
post (1) and
- a second group (11b) with the same distance in each case from the end of the vertical
post (1), which is greater than in the case of the first group,
characterised in that
- a connection disk (3) at least partly covers the second group (11 b) and
- the end faces (42) of the legs (41) of the fork-shaped tubular cross-bar connection
(4) lie, outside the first group (11a) of connectors (11), on the vertical post (1).
2. Modular scaffold according to claim 1, characterised in that the connectors (11) are inwardly facing depressions, which are pressed into the wall
of the vertical post (1) and have also been pressed into the wall of the coupling
profile (2).
3. Modular scaffold according to one of the preceding claims,
characterised in that the depressions are formed as
- a trench or
- a channel or
- a hollow cone or
- a spherical segment or
- an annular segment.
4. Modular scaffold according to one of the preceding claims,
characterised in that at least one connector (11) is
- a rivet or
- a screw or
- a spot weld.
5. Modular scaffold according to one of the preceding claims, characterised in that two connectors (11) in each case lie opposite one another with respect to the centre
axes of the vertical post (1) and coupling profile (2).
6. Modular scaffold according to one of the preceding claims, characterised in that the edge openings (32) are broader than the key (6) in the direction of the periphery
of the connection disks (3), as a result of which each tubular crossbar connection
(4) can be fastened at a particular angular range of the vertical post (1).
7. Modular scaffold according to one of the preceding claims, characterised in that the end faces (42) of the two legs (41) of the tubular crossbar connection (4) are
shaped so as to be complementary to the outer surface of the vertical post (1) on
which they lie..
8. Modular scaffold according to one of the preceding claims, characterised in that the outer surface of the vertical post (1) is a cylinder and the end face (42) of
the legs (41) of the tubular crossbar connectors (4) is a hollow cylinder that is
complementary thereto.
9. Modular scaffold according to one of the preceding claims,
characterised in that the tubular crossbar connection (4) is formed and bent from an elongated rectangle
of sheet steel
- which has a slit that extends centrally in the longitudinal direction and
- the two end faces (42) of the legs (41) are developed above and below the centre
of this slit and
- both ends of the elongated sheet steel are in each case formed into a profile that
runs in the longitudinal direction and is complementary to the interior space of the
connecting tubular crossbar (5) and
- these partly profiled sections are angled, at the edges to the two end faces (42),
are angled to the extent that the edges of the profiled sections are in mutual contact.
10. Modular scaffold according to one of the preceding claims,
characterised in that it consists of standardized identical vertical posts (1) and the vertical posts (1)
of the lowermost scaffold level rest on vertical starting elements (7), of which the
outermost, extended vertical starting elements (71) project upward to an extent that
is suitable for a parapet height.
11. Modular scaffold according to claim 10, characterised in that,
into an edge opening (32) of the uppermost connection disk (3) of a vertical post
(3) a parapet crossbar (52), which is telescopically variable in its length, is pivotably
mounted with an annular segment-shaped hook or an eye or another connecting element,
and with its other end is also fastened in an edge opening (32) of the topmost connection
disk (3) of a further vertical post (1), which is adjacent to the first vertical post
(1).
12. Modular scaffold according to claim 3,
characterised in that
- the surface of at least one depression, which serves as connector (11) is shaped
so as to be at least partly complementary to a ring, of which the longitudinal axis
extends perpendicular to the vertical post and
- at the centre opening (31) of the connection disk (3), notches, which are also complementary
in shape to the notional ring, are also introduced in those regions that are located
opposite the depressions, and
- between the depression and notches, a real segment of the notional ring is inserted
as a connecting element, which lies both on the surface of the depression and on the
surface of the notch.
13. Modular scaffold according to claim 12,
characterised in that the connecting element, at its upper edge, has
- beads or
- projections
that extend beyond the profile of the notional ring.
14. Method for automated equipping of a vertical post (1) with connection disks (3) according
to claims 12 or 13,
characterised in that
- a connection disk (3) is pushed on a vertical post (1) until it partly covers a
second group (11 b) of annular-segment-shaped depressions and then
- a pivot arm, the length of which corresponds to the radius of the notional ring,
receives a connecting element from a magazine, and
- by means of a swivelling motion, presses it into a depression of the vertical post
(1) and into the notch, which is located opposite, at the edge of the centre opening
(31) of the connection disk (3).
15. Method for constructing a modular scaffold according to claims 10 or 11,
characterised in that
- in the first step. in the vicinity of a wall that is to be scaffolded, at least
two short vertical starting elements (7) and in the same position with respect to
the longitudinal axis of the wall, but with the larger distance from the wall, two
extended vertical starting elements (71) are erected - for example on base spindles
- and
- In the second step all vertical starting elements (7, 71) are secured with respect
to one another for example via the connection with a tubular-frame square comprising
horizontal U-crossbars (51) and tubular crossbars (5) and
- In the third step a vertical post (1) in each case is pushed onto the two short
vertical starting elements (7) and
- in the fourth step a vertical post (1) is pushed onto one of the two extended vertical
starting elements (71), into the uppermost connection disk (3) of which, a parapet
crossbar (52), which is telescopically variable in length, is mounted, and
- in the fifth step that end of the parapet crossbar (52) that is still free is mounted
in the uppermost connection disk (3) of a further vertical post (1) and
- in the sixth step, this vertical post (1) is inserted into an extended vertical
starting element (71), and
- in the seventh step, between the uppermost connection disks (3) of the vertical
posts (1) that stand on the short vertical starting pieces (7) and the connection
disks (3), which are located at the same height, of the two other vertical posts (1),
a further tubular frame square is mounted, and a scaffold deck (8) is erected.
16. Method for constructing a modular scaffold according to claim 15, characterised in that, after the last step, further adjacent scaffold sections with the same structure
are constructed.
17. Method for constructing a modular scaffold according to claim 16, characterised in that, after the last step, on a lower scaffold level, a next-higher scaffold is erected
by pushing a further vertical post (1) in each case onto the upwardly projecting coupling
profiles (2), the two outer vertical posts (1), which are further removed from the
wall to be scaffolded, being pivotably connected, in each case, at their topmost connection
disk (3) to a telescopable parapet crossbar (52).
1. Echafaudage modulaire consistant en
• au moins un montant vertical longitudinal (1), à chaque fois constitué d'un tube
métallique ou d'un autre profil creux, dans l'une des extrémités duquel est inséré
un profil de couplage creux (2),
• dont la surface extérieure repose au moins en partie sur la surface intérieure du
montant vertical (1) et
• qui est relié au montant vertical (1) par des liaisons (11), sachant que la liaison
(11) interrompt la surface traversante du montant vertical (1) et
• qu'au moins une rondelle de raccordement (3) en forme de disque avec un orifice
médian (31) disposé en son milieu est glissée et fixée sur chaque montant vertical
(1) et
• les deux grandes surfaces de rondelles sont chacune entourées par les deux renforts
(41) d'au moins un raccordement par verrou tubulaire (4) à peu près en forme de fourche,
qui est relié avec un verrou tubulaire suivant un parcours à peu près horizontal (5)
et
• à chaque fois un cône (6), et est enfiché de part en part
- chacun à travers une ouverture conique (42) et les renforts (41) et
- chacun à travers une ouverture sur le bord (32) dans les rondelles de raccordement
(3),
- un profil de couplage (2) étant à chaque fois relié à un montant vertical (1) par
deux liaisons ou plus (11) qui sont réparties
- en un premier groupe (11 a) ayant à chaque fois la même distance par rapport à l'extrémité
du montant vertical (1) et
- un deuxième groupe (11 b) ayant à chaque fois la même distance, supérieure à celle
du premier groupe, par rapport à l'extrémité du montant vertical (1)
caractérisé par le fait
- qu'une rondelle de raccordement (3) recouvre le deuxième groupe (11 b) au moins en partie,
et
- que les faces frontales (42) des renforts (41) du raccordement par verrou tubulaire en
forme de fourche (4) en-dehors du premier groupe (11a) des liaisons (11) reposent
sur le montant vertical (1).
2. Echafaudage modulaire selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les liaisons (11) sont des renfoncements pressés dans la paroi du montant vertical
(1), orientées vers l'intérieur, qui se sont également pressées dans la paroi du profil
de couplage (2).
3. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les renfoncements ont la forme
- d'un fossé ou
- d'une goulotte ou
- d'un cône creux ou
- d'un segment sphérique ou
- d'un segment annulaire.
4. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait qu'au moins une liaison (11)
- est un rivet ou
- une vis ou
- une soudure ponctuelle.
5. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que deux liaisons (11) se font à chaque fois face par rapport aux axes médians du montant
vertical (1) et du profil de couplage (2).
6. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les ouvertures sur les bords (32) en direction de la circonférence des rondelles
de raccordement (3) sont plus larges que le cône (6), grâce à quoi chaque raccordement
par verrou tubulaire (4) peut être fixé dans une zone angulaire du montant vertical
(1).
7. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les faces frontales (42) des deux renforts (41) du raccordement par verrou tubulaire
(4) ont une forme complémentaire par rapport à la surface extérieure du montant vertical
(1) sur lequel elles reposent.
8. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la surface extérieure du montant vertical (1) est un cylindre et que la surface frontale
(42) des renforts (41) des raccordements par verrou tubulaire (4) est un cylindre
creux complémentaire à ce dernier.
9. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que le raccordement par verrou tubulaire (4) est formé d'un carré longitudinal en tôle
d'acier et est coudé,
- qui présente au milieu une fente courant dans le sens longitudinal et
- que les deux faces frontales (42) des renforts (41) sont formées au-dessus et en-dessous
du milieu de cette fente et
- les deux extrémités de la tôle d'acier longitudinale ont chacune la forme d'un profil
suivant un parcours longitudinal, qui est complémentaire par rapport à l'espace intérieur
du verrou tubulaire suivant (5) et
- que ces sections en partie profilées sont tellement coudés au bord par rapport aux
deux faces frontales (42) que les bords des sections profilées se touchent mutuellement.
10. Echafaudage modulaire selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'il consiste en montants verticaux (1) standard identiques et que les montant verticaux
(1) du niveau inférieur de l'échafaudage reposent sur les pièces de départ verticales
(7), depuis lequel les pièces de départ verticales extérieures rallongées (71) dépassent,
vers le haut, dans une mesure raisonnable pour une hauteur de garde-corps.
11. Echafaudage modulaire selon la revendication 10, caractérisé par le fait que, dans une ouverture sur le bord (32) de la rondelle de raccordement supérieure (3)
d'un montant vertical (3), un verrou de garde-corps (52) pouvant être modifié de façon
télescopique en longueur est accroché de façon pivotable avec un crochet en forme
de segment annulaire ou un oeillet ou un autre élément de liaison et est également
fixé de façon pivotable avec son autre extrémité dans une ouverture sur le bord (32)
de la rondelle de raccordement supérieure (3) d'un autre montant vertical (1) voisin.
12. Echafaudage modulaire selon la revendication 3,
caractérisé par le fait
- que la surface d'au moins un renfoncement servant de liaison (11) a une forme au moins
complémentaire par rapport à un anneau dont l'axe longitudinal suit un parcours perpendiculaire
au montant vertical et
- que, dans les zones situées en face des renfoncements au niveau de l'ouverture médiane
(31) de la rondelle de raccordement, des encoches sont réalisées qui ont également
une forme complémentaire par rapport audit anneau et
- qu'un segment réel dudit anneau est inséré en tant qu'élément de liaison entre le renfoncement
et les encoches, lequel segment repose à la fois sur la surface du renfoncement et
sur la surface de l'encoche.
13. Echafaudage modulaire selon la revendication 12,
caractérisé par le fait que l'élément de liaison présente, sur son bord supérieur,
- un bourrelet ou
- des saillies
qui dépassent par-dessus le profil dudit anneau.
14. Procédé destiné à l'équipement automatique d'un montant vertical (1) avec des rondelles
de raccordement (3) selon les revendications 12 ou 13,
caractérisé par le fait
- qu'une rondelle de raccordement (3) est glissée par-dessus un montant vertical (1) jusqu'à
ce qu'un second groupe (11 b) soit recouvert partiellement par des renfoncements en
forme de segments annulaires et qu'ensuite
- un bras pivotable, dont la longueur correspond au rayon dudit anneau, réceptionne
un élément de liaison provenant d'un magasin et
- le presse, par un pivotement, dans un renfoncement du montant vertical (1) et dans
l'encoche située sur le bord de l'ouverture médiane (31) de la rondelle de raccordement
(3).
15. Procédé destiné à assembler un échafaudage modulaire selon les revendications 10 ou
11,
caractérisé par le fait
- que dans une première étape, à proximité d'une paroi devant être équipée, au moins deux
courtes pièces de départ verticales (7) sont montées dans la même position par rapport
à l'axe longitudinal de la paroi, mais aussi deux pièces de départ verticales (71)
rallongées avec une plus grande distance par rapport à la paroi - par exemple sur
des broches de pied - et
- que dans une deuxième étape, toutes les pièces de départ verticales (7, 71) sont sécurisées
les unes par rapport aux autres - par exemple à travers une liaison avec un cadre
tubulaire carré consistant en verrous en U (51) horizontaux et en verrous tubulaires
(5) et
- que dans une troisième étape, un montant vertical (1) est enfiché sur chacune des courtes
pièces de départ verticales (7) et
- que dans une quatrième étape un montant vertical (1) est enfiché sur une des deux pièces
de départ verticales rallongées (71), dans la rondelle de raccordement supérieure
(3) duquel est accroché un verrou de garde-corps (52) pouvant être modifié de façon
télescopique en longueur et
- que dans une cinquième étape, l'extrémité encore libre du verrou de garde-corps (52)
est accroché dans la rondelle de raccordement supérieure (3) d'un autre montant vertical
(1) et
- que dans une sixième étape, ce montant vertical (1) est enfiché dans une pièce de départ
verticale rallongée et
- que dans une septième étape, un autre cadre tubulaire carré est accroché entre les rondelles
de raccordement supérieures (3) des montants verticaux (1) situés sur les courtes
pièces de départ verticales (7) et les rondelles de raccordement (3) situées à la
même hauteur des deux autres montants verticaux (1), un revêtement d'échafaudage (8)
étant dressé.
16. Procédé destiné à assembler un échafaudage modulaire selon la revendication 15, caractérisé par le fait que d'autres sections d'échafaudage avoisinantes ayant la même structure sont assemblées
après la dernière étape.
17. Procédé destiné à assembler un échafaudage modulaire selon la revendication 16, caractérisé par le fait qu'après la dernière étape, un niveau d'échafaudage de hauteur suivante est monté sur
un niveau d'échafaudage inférieur, en enfichant à chaque fois un autre montant vertical
(1) sur les profils de couplage (2) dépassant vers le haut, sachant que les deux montants
verticaux (1) extérieurs, plus éloignés de la paroi devant être équipée, sont chacun
reliés de façon pivotable à leur rondelle de raccordement supérieure (3) par un verrou
de garde-corps (52) télescopique.