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(11) |
EP 2 391 548 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2012 Patentblatt 2012/35 |
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Anmeldetag: 16.12.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/009000 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/086001 (05.08.2010 Gazette 2010/31) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR VERARBEITUNG VON DOPPELKAMMERBEUTELN MIT UNTERSCHIEDLICHEN
GEOMETRIEN
METHOD AND DEVICE FOR PROCESSING DOUBLE-CHAMBER BAGS HAVING DIFFERENT GEOMETRIES
PROCEDE ET DISPOSITIF DE TRAITEMENT DE POCHES A DOUBLE COMPARTIMENT A GEOMETRIES DIFFERENTES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
29.01.2009 DE 102009005311
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.12.2011 Patentblatt 2011/49 |
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Patentinhaber: KHS GmbH |
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44143 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- MATHEYKA, Thomas
65817 Eppstein (DE)
- HEIMSOTH, Andreas
29664 Walsrode (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 808 770 US-A- 4 509 313
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US-A- 3 340 679
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Öffnen eines zu befüllenden Beutels, welcher
zumindest zwei Kammern mit jeweils unterschiedlicher Geometrie aufweist, die über
zumindest eine Innennaht zueinander dichtend getrennt und miteinander verbunden sind.
Die Erfindung betrifft aber auch eine Vorrichtung zum Öffnen eines zu befüllenden
Beutels, welcher zumindest zwei Kammern mit jeweils unterschiedlicher Geometrie aufweist,
die über zumindest eine Innennaht zueinander dichtend getrennt und miteinander verbunden
sind.
[0002] Derartige Beutel werden beispielsweise als Verpackungen für schüttfähige oder fließfähige,
also füllfähige Güter verwendet. Sie sind zum Beispiel aus einer flachen Hüllstoffbahn,
beispielsweise aus einem Kunststoff geformt, wobei ein Boden des Beutels gefaltet
und gegebenenfalls versiegelt ist. Die jeweiligen Seiten des Beutels sind verschlossen,
so dass eine Tasche entsteht, welche zumindest eine zum Befüllen offene Kopfseite
hat. Derartige Beutel finden insbesondere als Standbeutel zunehmend Verwendung, da
Sie aufgrund ihrer flexiblen, äußeren Hülle bei einem Transport der leeren und gefüllten
Beutel und der Entsorgung der leeren Beutel erhebliche Vorteile bieten. Je nach Verwendung
werden die Beutel mit oder ohne Ausgießer hergestellt.
[0003] Vorgefertigte Beutel werden einem Füll- und Schließsystem zugeführt, befüllt und
anschließend verschlossen. Denkbar ist aber auch, die Beutel in einem Form-, Füll-
und Schließsystem ausgehend von der flachen Hüllstoffbahn zu formen, zu befüllen,
und dann zu verschließen.
[0004] Zum Befüllen des Beutels muss dieser an seiner Kopfseite so geöffnet werden, dass
eine ausreichend große Füllöffnung entsteht. Dies kann z.B. dadurch erreicht werden,
dass die Außenränder des Beutels mechanisch, pneumatisch oder motorisch zur Beutelmitte
hinbewegt werden, wozu zum Beispiel Zangen an den Beutelrändern angreifen. Gleichzeitig
zur Stauchung des Beutels bewirken Greifoder Saugvorrichtung eine senkrecht zur Stauchbewegung
des dabei spannungsfrei werdenden Beutelmaterials orientierte Öffnungsbewegung der
Kopfseite. Dadurch wird der Beutel bzw. dessen Kopfseite quasi elliptisch geöffnet,
und lässt den Eintrag des zu befüllenden Gutes erst zu.
[0005] Bei derartigen Vorgängen können entweder einzelne Beutel oder auch mehrere Beutel
gleichzeitig verarbeitet, also zumindest geöffnet und befüllt werden. In aller Regel
handelt es sich dabei um geometrisch gleich ausgeführte Beutel, welche symmetrisch
aufgebaut sind, also lediglich eine Kammer aufweisen, oder zwei Kammern aufweisen,
welche gleiche geometrische Ausführungen aufweisen.
[0006] Bekannt sind aber auch Doppelkammer- oder Duplexbeutel, welche jeweils aus zwei einzelnen
Beuteln besteht, die durch eine verbindende Naht charakterisiert sind, also je eine
äußere und eine zuweilen etwas breitere Innennaht aufweisen. Möglich ist aber auch,
einen Doppelkammer- bzw. Duplexbeutel herzustellen, welcher wie zuvor aus einer Hüllstoffbahn
gebildet ist, wobei dessen Kammern über eine zu erstellende Innennaht dicht voneinander
getrennt aber miteinander verbunden sind. Hierbei ist Innennaht als Mittennaht ausgeführt,
so dass diese auf einer Mittelachse des Doppelkammer- bzw. Duplexbeutels so angeordnet
ist, dass die beiden Kammern jeweils gleiche geometrische Ausgestaltungen aufweisen.
Sind die beiden Kammern symmetrisch ausgeführt, kann jeweils eine Zange eines Zangenpaares
mit Mittenfinger an dem jeweiligen Außenrand der jeweiligen Kammer angreifen, da der
Grad der Beutelstauchung und damit der Grad der Beutelöffnung für beide Kammern eines
Doppelkammer- bzw. Duplexbeutels jeweils identisch ist. Eine Vorrichtung zum Öffnen
von Doppelkammerbeutel ist aus
EP 0808770 bekannt.
[0007] Denkbar sind aber auch Doppelkammer- bzw. Duplexbeutel, dessen beide Kammern unterschiedliche
Geometrien aufweist. So kann eine der Kammern größer ausgeführt sein, als die andere.
Beide Kammern können dabei mit unterschiedlichen Füllgütern befüllt werden. In der
größeren Kammer könnten zum Beispiel bevorzugt vorgefertigte Lebensmittel wie zum
Beispiel Nudeln, Reis, Mais oder dergleichen oder auch dehydrierte Eiweißprodukte
eingefüllt sein. In der weitaus kleineren Kammer könnten dann Flüssigkeiten, wie Öl,
Saucen oder Pasten eingefüllt sein. Natürlich sollen die Befüllgüter nur Beispielhaft
genannt sein. Denkbar ist auch, die größere Kammer mit chemisch reaktiven Komponenten
und die kleinere Kammer mit einer Reaktionsflüssigkeit (z.B. Kleber und Härter) zu
befüllen.
[0008] Sollen nun derartige Beutel mit Kammern unterschiedlichen Geometrien, also unterschiedlicher
Größe befüllt werden stellt sich das Problem ein, dass sich die jeweils unterschiedlichen
Kammern zum Befüllen nicht hinreichend öffnen lassen, da diese entsprechend geometrisch
bedingt unterschiedlicher Stauch- und Öffnungswege bedürfen, um die jeweilige Kopfseite
hinreichend zu öffnen, um ein Füllgutverlust zu vermeiden. Entsprechend muss die Kopfseite
nach dem Befüllen wieder verschlossen werden, um eine ausreichende Abdichtung der
Kopfseite zu erreichen.
[0009] Ausgehend von dem oben genannten Problem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde
ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit dem bzw. mit der ein hinreichendes
Öffnen und Verschließen der jeweiligen Kopfselte der in ihrer geometrischen Ausgestaltung
unterschiedlich ausgeführten Kammern erreichbar ist.
[0010] Erfindungemäß wird der verfahrenstechnische Teil der Aufgabe mit einem Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei der vorrichtungstechnische Teil der
Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst wird.
[0011] Dabei ist zumindest ein Innengreifelement vorgesehen, welches an der zumindest einen
Innennaht angreift, wobei jeweils ein Außengrelfelement als erstes und zweites Außengreifelement
jeweils in einer Ausgangsposition jeweils an einem ersten und zweiten Randbereich
der jeweiligen Kammer angreifen, wobei zumindest zwei der Greifelemente relativ zu
einem lagefixierten Greifelement in eine jeweilige Endposition überführt werden, wobei
beide Verfahrwege der zum lagefixierten Grelfelement relativ beweglichen Greifelemente
in die jeweilige Endposition bevorzugt mittels eines an die jeweilige Kammergeometrie
einstellbaren Hebelsystems unterschiedliche Beträge aufweisen.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, dass die beiden Außengreifelemente
relativ zum Innengreifelement in die Endposition überführt werden, wobei die beiden
Außengreifelemente entgegengesetzt orientiert in Richtung zum lagefixierten Innengreifelement
bewegt werden, wobei die beiden Stauchwege der Außengreifelemente einen jeweils unterschiedlichen
Betrag aufweisen.
[0013] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Doppelkammer- bzw. Duplexbeutel,
also die in ihrer Geometrie unterschiedlich ausgeführten Kammern, unterschiedliche
Stauch- und Öffnungswege aufweisen. Dies hat die Verarbeitung, also z.B. das Befüllen
der jeweiligen Kammern z.B. auf horizontalen Pouch-Verarbeitungsmaschinen bisher extrem
aufwändig oder gar unmöglich gemacht. Mit der Erfindung jedoch wird dem entgegengetreten,
indem die relativ beweglichen Greifelemente, also bevorzugt das erste und zweite Außengreifelement
über das an die geometrische Ausgestaltung der Kammern einstellbare Hebelsystem entsprechend
unterschiedliche Stauchwege bzw. Verfahrwege bis in ihre jeweilige Endposition aufweisen.
[0014] Günstiger Weise ist dabei vorgesehen, dass das Innengreifelement lagefixiert, also
in seiner Position unveränderbar gehalten wird, wenn die beiden Außengreifelemente
relativ zu dem Inngreifelement in die jeweilige Endposition überführt werden. Die
beiden Außengreifelemente werden also vorteilhaft in Richtung zum Inngreifelement
in die Endposition überführt, so dass sich die Kopfseite der jeweiligen Kammer elliptisch
öffnet. Natürlich weisen die jeweiligen Öffnungswege an die jeweils geometrische Ausgestaltung
der Kammern unterschiedliche Beträge auf. Natürlich kann auch vorgesehen werden, dass
eines der Außengreifelemente lagefixiert, also in seiner Position unveränderbar gehalten
wird, wobei das Innengreifelement und das andere Außengreifelement relativ zu dem
lagefixierten Greifelement in die jeweilige Endposition überführt wird. Natürlich
hätten bei dieser Ausgestaltung das Innengreifelement und das andere Außengreifelement
bezogen auf das lagefixierte Außengreifelement gleichorientierte Verfahrwege in die
jeweilige Endposition. Hierbei könnte zunächst so vorgegangen werden, dass das Innengreifelement
in Richtung zum lagefixierten Außengreifelement in seine Endposition überführt wird.
Das andere Außengreifelement kann dabei entsprechend mitgeführt werden, und zumindest
die Kopfseite der noch nicht zu öffnenden Kammer zunächst noch unter Spannung halten.
Erreicht das Innengreifelement seine Endposition, wird dieses lagefixiert in dieser
gehalten, und das relativ bewegliche Außengreifelement wird in seine Endposition weitergeführt.
[0015] Zweckmäßiger Weise ist dabei vorgesehen, dass die jeweiligen Greifelemente, also
die beiden Außengreifelemente und das zumindest eine Innengreifelement auf einer gemeinsamen
horizontalen Ebene des Mehrkammerbeutels in der Ausgangsposition angreifen, um eine
jeweilige Stauchbewegung im Wesentlichen in Linearrichtung, zu erreichen. In bevorzugter
Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, dass die jeweiligen Greifelemente in der Nähe
der Kopfseite in der Ausgangsposition angreifen. Sofern der Mehrkammerbeutel mit äußeren
Beutelgreifern versehen ist, kann vorgesehen sein, die jeweiligen Greifelemente auf
der Höhe der Beutelgreifer angreifen zu lassen.
[0016] Zweckmäßig ist hierbei, wenn die jeweils zum lagefixierten Innengreifelement relativ
beweglichen Außengreifelemente über ein an dem Hebelsystem einstellbares Hebelarmverhältnis
in die jeweilige Endposition überführt werden. Das Hebelarmverhältnis ist zweckmäßiger
Weise an unterschiedliche Kammergeometrien also unterschiedlicher Kammergrößen unterschiedlicher
Mehrkammerbeutel einstellbar. Dies bedeutet, dass das Hebelarmverhältnis stets an
jeweils neue Bedingungen, möglicherweise von Beutel zu Beutel, oder bevorzugt von
Beutelserie zu Beutelserie anpassbar ist. Hierzu kann eine entsprechende Erfassungs-
und Auswerteeinheit vorgesehen sein, welche die vorbeifahrenden Beutel verifiziert
und determiniert, und die Ergebnisse an eine entsprechende Steuereinrichtung weiterleiten,
welche die Einstellung des erforderlichen Hebelarmverhältnisses bewirken kann.
[0017] In günstiger Ausführung kann vorgesehen sein, dass die beiden relativ beweglichen
Greifelemente, bevorzugt die beiden Außengreifelemente mittels einstellbarem Hebelarmverhältnis
an einem zentralen Drehpunkt angelenkt sind, an dem eine Kurvenrolle angreift, so
dass die beiden Außengreifelemente in ihrem Verfahrweg gesteuert werden können. Vorteilhaft
kann somit mit einer einzigen Kurvenbahn ein gleichzeitiges Öffnen der jeweils unterschiedlich
großen Kammern erreicht werden.
[0018] Es liegt im Sinne der Erfindung, wenn die Verfahrbewegung der relativ beweglichen
Greifelemente, vorzugsweise der zum lagefixierten Innengreifelement relativ beweglichen
Außengreifelemente nicht nur mittels des mechanischen Hebelarmverhältnisses erreicht
wird, sondern motorisch gesteuert wird, wobei eine Kombination beider Vorgehensweisen
natürlich möglich ist.
[0019] Sind die beiden Kammern mit dem jeweiligen Füllgut befüllt, werden beide Kammern
dicht verschlossen. Hierzu wird analog zum oben beschriebenen Vorgang nur umgekehrt
vorgegangen. Hier ist ein weiterer Vorteil der Erfindung zu sehen, denn durch die
angepassten Verfahrwege, kann vorteilhaft eine faltenfreie, saubere und produktsichere
Kopfnaht erstellt werden.
[0020] Damit die jeweiligen Greifelemente in ihrer jeweiligen Ausgangsposition an den erforderlichen
Stellen angreifen können, ist vorteilhaft vorgesehen, dass die jeweiligen Greifelemente
einander gegenüberliegende, und zusammenführbare Greifbereiche aufweisen, wobei bevorzugt
zumindest einer der Greifbereiche an einem U-förmig ausgeführten Übergreifbereich
angeordnet ist.
[0021] In zweckmäßiger Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass einer der Greifbereiche
relativ zu dem anderen beweglich ausgeführt ist. Günstiger Weise weist das jeweilige
Greifelement einen starren Greifbereich und einen axial zu diesem beweglichen Greifbereich
auf. Insofern ist in vorteilhafter Ausgestaltung ein Greifelement mit zangenartigen
Greifbereichen ausgeführt.
[0022] Zweckmäßig ist, wenn der starre Greifbereich an einem Greifende des Greifelementes
angeordnet ist. Der Übergreifbereich kann den beweglichen Greifbereich aufweisen,
welcher ein Verschiebeelement und einen bolzenartigen Haltedom aufweist. Zwischen
dem Verschiebeelement und dem bolzenartigen Haltedom ist ein U-förmig ausgeführter
Verbindungsstab angeordnet. Der U-förmig ausgeführte Verbindungsstab, weist zwei U-Schenkel
und einen Basissteg auf. Bei den Außengreifelementen ist vorteilhaft vorgesehen, dass
diese mit ihren Greifbereichen an der jeweiligen Beutelaußennaht, also an den Rändern
angreifen. Der jeweilige Übergreifbereich des jeweiligen Aussengreifelementes überragt
den Beutelrand dabei. Selbstverständlich könnte der Übergreifbereich auch mit einem
geeignet ausgeführten Verbindungsstab zur relativen Beweglichkeit des daran angeordneten
Greifbereiches ausgeführt sein. Möglich ist zum Beispiel ein geradlinig ausgeführter
Verbindungsstab. Bei dem Innengreifelement ist vorteilhaft vorgesehen, dass dieses
mit seinem Greifbereich an der Innennaht angreift und mit seinem Übergreifbereich
zumindest eine der Kammern übergreift. Insofern ist vorteilhaft vorgesehen, dass die
jeweiligen u-förmigen Verbindungsstäbe in ihrer axialen Erstreckung zumindest der
U-Schenkel unterschiedlich dimensioniert sind, was bedeutet, dass der Übergreifbereich
des inneren Greifelementes in seiner axialen Erstreckung der jeweiligen U-Schenkel
größer ausgeführt ist, als die beiden Übergreifbereiche der äußeren Greifelemente;
denn der Übergreifbereich des inneren Greifelementes muss zumindest eine der Kammern
umgreifen.
[0023] In der Ausgangsposition ist der jeweilige starre Greifbereich zum relativ zu dem
beweglichen Greifbereich beabstandet (Spalt), so dass der Beutel im Bereich seiner
Kopfseite von den Greifelementen gefasst werden kann, wobei die Greifelemente, wie
bereits oben ausgeführt, bevorzugt an einer gemeinsamen horizontalen Wirklinie angreifen.
Zum hinreichend lagesicheren Halten des Beutels wird der relativ bewegliche Greifbereich
in Richtung zum starren Greifbereich überführt, so dass der Beutel sicher zwischen
beiden Greifbereichen eingeklemmt ist. Dies kann mit geeigneten Einrichtungen geschehen,
welche ein Verlagern des Übergreifbereiches mit seinem Haltedom in Richtung zum starren
Greifbereich bewirken. Ist der Beutel zwischen den Greifbereichen eingeklemmt, hängt
der Beutel an seinem Kopfbereich von den Greifelementen gehalten mit seinem Boden
nach unten.
[0024] Zum Öffnen der Kopfseite werden nun bevorzugt die beiden äußeren Greifelemente in
Richtung zum inneren Greifelement bewegt bzw. verschwenkt, so dass sich die Kopfseite
bzw. die beiden geometrisch unterschiedlich ausgeführten Kammern zum Befüllen ausreichend
elliptisch öffnen.
[0025] Die Greifelemente weisen in bevorzugter Ausführung zwei Armabschnitte auf, von denen
zumindest einer als Befestigungsarm starr zum Beispiel an einem Rundläufer befestigt
ist, wobei ein Haltearm relativ beweglich zu dem Befestigungsarm an diesem gelagert
sein kann. In günstiger Ausführung kann vorgesehen sein, den Haltearm des inneren
Greifelementes starr mit dem Befestigungsarm zu verbinden, da das innere Greifelement
in seiner Position bevorzugt unverändert bleibt, wobei der jeweilige Haltearm des
jeweils äußeren Greifelementes beweglich an den Befestigungsarm so befestigt werden
kann, dass der Haltearm relativ zu dem Befestigungsarm verschwenkbar ist. Dies bedeutet,
dass die beiden relativ zu dem jeweiligen Befestigungsarm beweglichen Haltearme mit
ihrem Greifende in Richtung zum inneren Greifelement verschwenkt, bzw. um eine Drehachse
verschwenkt werden können. Wie oben erwähnt, können die beiden Außengreifelemente
dabei vorzugsweise gegenläufig in Richtung zum inneren Greifelement, also jeweils
entgegengesetzt bewegt werden, um die beiden Kammern in ihrer unterschiedlichen Ausgestaltung
zu öffnen. Hierzu können die beiden Außengreifelemente über das einstellbare Hebelsystem
gesteuert werden, wobei auch eine motorische Steuerung vorgesehen werden kann.
[0026] Mit der Erfindung wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öffnen eines Mehrkammerbeutels,
bzw. dessen unterschiedlich groß ausgeführten Kammern zur Verfügung gestellt, die
trotz ihrer geometrisch unterschiedlichen Ausgestaltung hinreichend geöffnet werden
können. Hierzu werden bevorzugt die Außengreifelemente relativ zum Innengreifelement
entlang der gemeinsamen horizontalen Wirklinie in Richtung zum lagefixierten Innengreifelement
in ihre Endposition überführt. Natürlich bewegen sich die Greifenden dabei auf einer
Kreisbahn, deren Radius aber so dimensioniert ist, dass quasi eine Linearbewegung
vorliegt. Die Verfahrwege sind in ihrem Betrag entsprechend an die Größe der Kammer
unterschiedlich und einstellbar. Auf gleiche Weise ist der Beutel an seiner Kopfseite
nach dem Befüllvorgang verschließbar, indem die Außengreifelemente wieder in Ihre
Ausgangsposition überführt werden.
[0027] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und
der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Doppelkammer- bzw. Duplexbeutel in einer Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Doppelkammer- bzw. Duplexbeutel aus Figur 1 in einer Aufsicht auf dessen Kopfseite,
- Fig. 3
- den Doppelkammer- bzw. Duplexbeutel aus Figur 1 mit angreifenden Greifelementen als
Prinzipskizze,
- Fig. 4
- den Doppelkammer- bzw. Duplexbeutel aus Figur 1 in einer Aufsicht auf dessen geöffnete
Kopfseite,
- Fig. 5
- eine Vorrichtung zum Greifen und Öffnen des Mehrkammerbeutels in der Ausgangsposition,
- Fig. 6
- die Vorrichtung aus Figur 5 in einer Endposition, und
- Fig. 7
- ein inneres Greifelement als Einzelheit.
[0028] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0029] Figur 1 zeigt einen Mehrkammerbeutel 1 in der Ausgestaltung als Doppelkammer- bzw.
Duplexbeutel 1. Der Mehrkammerbeutel 1 weist zwei Kammern 2,3 zum Befüllen mit einem
jeweils geeigneten Füllgut auf. Die erste Kammer 2 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
größer ausgeführt als die zweite Kammer 3. Die erste Kammer 2 ist in der Zeichnungsebene
links und die zweite, kleinere Kammer 3 ist in der Zeichnungsebene rechts dargestellt.
[0030] Da beide Kammern 2 und 3 unterschiedlich groß sind, weisen beide Kammern 2 und 3
auch unterschiedliche Volumina auf.
[0031] Der Mehrkammerbeutel 1 ist beispielhaft aus einer Hüllstoffbahn geformt und weist
einen Boden 4 sowie dazu eine gegenüberliegende Kopfseite 5 auf. Die beiden Kammern
2 und 3 sind über eine Innennaht 6 dichtend voneinander getrennt, wobei beide Kammern
2 und 3 über die Innennaht 6 miteinander verbunden sind. Die Innennaht 6 ist bezogen
auf eine Mittelachse X des Mehrkammerbeutels 1 seitlich, im vorliegenden Ausführungsbeispiel
in der Zeichnungsebene rechts zu dieser angeordnet. An Randbereichen 7 und 8 sind
die Kammern 2 und 3 zur Seite hin verschlossen. Der Randbereich 7 ist als erster Randbereich
7 an der ersten Kammer 2 angeordnet. Der Randbereich 8 ist als zweiter Randbereich
8 an der zweiten Kammer 3 angeordnet. Die Randbereiche 7 und 8 erstrecken sich von
dem Boden 4 bis zur Kopfseite 5.
[0032] Im Bereich der Kopfseite 5 sind an den Randbereichen 7 und 8 jeweils Beutelgreifer
9 angeordnet. Die Beutelgreifer 9 sind beispielhaft bezogen auf den Boden 4 in einem
oberen Drittel des Mehrkammerbeutels 1 angeordnet.
[0033] Figur 2 zeigt eine Aufsicht auf die Kopfseite 5 des Mehrkammerbeutels 1, wobei der
Mehrkammerbeutel 1 von seiner Kopfseite 5 zum Befüllen noch nicht geöffnet ist.
[0034] Zum Öffnen des Mehrkammerbeutels 1 wird dessen Kopfseite 5 geöffnet, indem vorteilhaft
zumindest ein Innengreifelement 10 und zwei Außengreifelemente 11 und 12 vorgesehen
sind (Figur 3).
[0035] Das Innengreifelement 10 greift an der Innennaht 6 an. Das Außengreifelement 11 weist
an dem ersten Randbereich 7 an, und wird im Folgenden als erstes Außengreifelement
11 bezeichnet. Das Außengreifelement 12 weist an dem zweiten Randbereich 8 an, und
wird im Folgenden als zweites Außengreifelement 12 bezeichnet.
[0036] Alle drei Greifelemente 10, 11 und 12 greifen an einer gemeinsamen horizontalen Linie
Y in ihrer in Figur 3 nicht erkennbaren Ausgangsposition an. Die gemeinsame Angriffslinie
Y bzw. auch Wirklinie Y ist beispielhaft in Höhe der Beutelgreifer 9 mittig durch
diese verlaufend angeordnet. Die Greifelemente 10, 11 und 12 sind einer Pouch-Verarbeitungsmaschine
zugeordnet, welche den Mehrkammerbeutel 1, bzw. dessen unterschiedlich große Kammern
2 und 3 mit einem geeigneten Füllgut befüllt. Die Greifelemente 10, 11 und 12 sind
zum Beispiel als Greifelemente einer Rund-, Oval- oder Längsläufermaschine ausgeführt.
[0037] Zum Öffnen des Mehrkammerbeutels 1 bzw. seiner beiden Kammern 2 und 3 wird das erste
Außengreifelement 11 in Horizontalrichtung entlang der Wirklinie Y relativ zum Innengreifelement
10 in Richtung zu diesem überführt, bis das erste Außengreifelement 11 seine in Figur
3 dargestellte Endposition 13 erreicht hat. Bevorzugt gleichzeitig wird das zweite
Außengreifelement 12 in Horizontalrichtung entlang der Wirklinie Y relativ zum Innengreifelement
10 in Richtung zu diesem überführt, bis das zweite Außengreifelement 12 seine in Figur
3 dargestellte Endposition 14 erreicht hat. Das Innengreifelement 10 ist dabei lagefixiert,
also in seiner Position unveränderbar gehalten.
[0038] Entsprechend der unterschiedlich großen Ausgestaltungen der Kammern 2 und 3 weisen
beide Verfahrwege bzw. Stauchwege der beiden Außengreifelemente 11 und 13 unterschiedliche
Beträge auf, was beispielhaft mit den horizontal ausgerichteten Pfeilen 15 und 16
dargestellt ist. Der Stauchweg des ersten Außengreifelementes 11 ist wie der Pfeil
15 anzeigt größer als der Stauchweg des zweiten Außengreifelementes 12, wie beispielhaft
der Pfeil 16 darstellen soll.
[0039] Bei dem Überführen der Außengreifelemente 11 und 12 in ihre beispielhafte Endposition
13 bzw. 14 öffnen sich die beiden Kammern 2 und 3 elliptisch, wie beispielhaft in
Figur 4 dargestellt ist. Hierbei öffnet sich die Kammer 2 entsprechend des größeren
Volumens im Vergleich zur Kammer 3 mehr als diese, was beispielhaft mittels der Pfeile
17 und 18 gezeigt ist. Die Pfeile 17 stellen den Offnungsbetrag der Kammer 2 dar,
und sind größer ausgeführt als die Pfeile 18, welche den Öffnungsbetrag der Kammer
3 darstellen sollen.
[0040] In den Figuren 5 und 6 ist jeweils beispielhaft eine Vorrichtung zum Greifen, Öffnen
und Schließen des Mehrkammerbeutels 1 gezeigt. Figur 7 zeigt das innere Greifelement
10 als Einzelheit.
[0041] Der Mehrkammerbeutel 1 ist in einer Ansicht von der Kopfseite 5 gezeigt.
[0042] Die Greifelemente 10,11 und 12 weisen jeweils zwei Armabschnitte 19 und 20 auf. Der
jeweilige Armabschnitt 19 ist als Befestigungsarm 19 starr beispielsweise mit einem
Rundläufer verbunden. Der Armabschnitt 20 ist als Haltearm 20 mit dem Befestigungsarm
19 verbunden. Wie dargestellt, ist der Haltearm 20 des inneren Greifelementes 10 starr
mit dem Befestigungsarm 19 verbunden, wobei eine Mittelachse des Haltearms 20 beispielhaft
seitlich zu einer Mittelachse des Befestigungsarmes 19 versetzt ist. Die jeweiligen
Haltearme 20 des jeweiligen äußeren Greifelementes 11 und 12 sind relativ beweglich
zu dem Befestigungsarm 19 jeweils so mit diesem verbunden, dass die relativ beweglichen
Haltearme 20 jeweils in Richtung zum Innengreifelement 10 zu diesem verschwenkt werden
können. In Figur 5 sind die Greifelemente 10, 11 und 12 in ihrer Ausgangsposition
21 dargestellt, wobei in Figur 6 die jeweilige Endposition 13 bzw. 14 der Außengreifelemente
11 und 12 gezeigt ist.
[0043] In günstiger Ausführung kann vorgesehen sein, dass die beiden relativ beweglichen
Außengreifelemente 11 und 12 bzw. deren Haltearme 20 mittels einstellbarem Hebelarmverhältnis
an einem zentralen Drehpunkt angelenkt sind, an dem eine Kurvenrolle angreift, so
dass die beiden Außengreifelemente 11 und 12 bzw. deren Haltearme 20 in ihrem Verfahrweg
gesteuert werden können. Dies ist mittels der jeweils gestrichelt dargestellten Umrandung
31 in den Figuren 5 und 6 angedeutet. Vorteilhaft kann somit mit einer einzigen Kurvenbahn
ein gleichzeitiges Öffnen der jeweils unterschiedlich großen Kammern 2 und 3 erreicht
werden.
[0044] Bei dem Verschwenken aus der jeweiligen Ausgangsposition 21 in die jeweilige Endposition
13 bzw. 14 bewegt sich das jeweilige Greifende 22 des jeweils äußeren Greifelementes
11 bzw. 12 entlang der gemeinsamen horizontalen Wirklinie Y in Richtung zum Innengreifelement
10, so dass sich die beiden Kammern 2 und 3 entsprechend Öffnen, wie in Figur 6 gezeigt.
[0045] Zum hinreichend lagesicheren Halten des Mehrkammerbeutels 1 in der Vorrichtung bzw.
mittels der drei Greifelemente 10, 11 und 12, weisen diese an ihrem Greifende 22 einen
starren Greifbereich 23 und einen relativ zu diesem beweglich gelagerten Greifbereich
24 auf, so dass das Greifende 22 quasi zangenartig ausgeführt ist. Der starre Greifbereich
23 ist direkt an dem jeweiligen Haltearm 20 angeordnet. Der relativ zu diesem bewegliche
Greifbereich 24 ist an einem Übergreifbereich 25 angeordnet, der ein Verschiebeelement
26 und einen bolzenartigen Haltedom 27 aufweist, wobei zwischen beiden ein U-förmig
ausgeführter Verbindungsstab 28 angeordnet ist. Der Verbindungsstab 28 weist zwei
U-Schenkel 29 und einen Basissteg 30 auf. Mit dem Verschiebeelement 26 wird der bolzenartige
Haltedom 27 entlang der Mittelachse des Haltearms 20 in Richtung zum starren Greifbereich
23 bewegt, um den Beutel 1 lagesicher einzuklemmen. Dieses Verschieben kann mit geeigneten
Einrichtungen erfolgen. In Figur 7 ist dieses Detail genauer erkennbar, wobei die
Ausgestaltung des Übergreifbereiches 25 an den jeweils äußeren und dem inneren Greifelement
10, 11 und 12 prinzipiell gleich ist. Lediglich die Ausgestaltung des U-förmigen Verbindungsstabes
28 mit seinen U-Schenkeln 29 in ihrer axialen Erstreckung ist unterschiedlich.
[0046] Wie dargestellt (Figuren 5 und 6) sind die U-Schenkel 29 des jeweiligen Übergreifbereiches
25 des jeweiligen Außengreifelementes 11 bzw. 12 in ihrer axialen Erstreckung kleiner
ausgeführt als der Übergreifbereich 25 bzw. dessen U-Schenkel 29 des Inngreifelementes
10. Dies ist dahin gehend vorteilhaft, als der Übergreifbereich 25 des Innengreifelementes
10 beispielhaft die in der Zeichnungsebene rechte Kammer 3 übergreift, so dass diese
ohne Behinderung durch ein Verfahren des Außengreifelementes 12 entlang der Wirklinie
Y geöffnet werden kann.
[0047] Zum Greifen des Beutels 1 greifen die Greifelemente 10, 11 und 12 an der Innennaht
6 bzw. an den Rändern 7 und 8 so an, dass der Beutel 1 mit seiner Kopfseite 5 in diesem
eingehängt ist. Zum lagesicheren Halten bewegen sich die Übergreifbereiche 25 mit
ihrem Haltedom 27 in Richtung zum starren Greifbereich 23, und verklemmen so den Beutel
1 in den Greifelementen 10, 11 und 12. Zum Öffnen werden die beiden Außengreifelemente
11 und 12 bzw. deren Haltearme 20 bevorzugt gleichzeitig aber gegenläufig so in Richtung
zum Innengreifelement 10 verschwenkt, dass sich beide Kammern 2 und 3 zumindest kopfseitig
genügend Öffnen. Ist der Beutel 1 bzw. dessen Kammern 2 und 3 mit dem jeweils vorgesehenen
Füllgut befüllt, werden die Außengreifelemente 11 und 12 wieder in ihre Ausgangsposition
überführt, so dass die Kopfseite 5 faltenfrei verschlossen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Beutel/Mehrkammerbeutel
- 2
- Kammer
- 3
- Kammer
- 4
- Boden
- 5
- Kopfseite
- 6
- Innennaht
- 7
- Randbereich
- 8
- Randbereich
- 9
- Beutelgreifer
- 10
- Innengreifelement
- 11
- Außengreifelement
- 12
- Außengreifelement
- 13
- Endposition
- 14
- Endposition
- 15
- Verfahrweg
- 16
- Verfahrweg
- 17
- Öffnungsbetrag
- 18
- Öffnungsbetrag
- 19
- Befestigungsarm
- 20
- Haltearm
- 21
- Ausgangsposition
- 22
- Greifende
- 23
- starrer Greifbereich
- 24
- relativ beweglicher Greifbereich
- 25
- Übergreifbereich
- 26
- Verschiebeelement
- 27
- Haltedom
- 28
- Verbindungsstab
- 29
- U-Schenkel
- 30
- Basissteg
- 31
- Umrandung
1. Verfahren zum Öffnen eines zu befüllenden Beutels (1), welcher zumindest zwei Kammern
(2,3) unterschiedlicher Geometrie und oder Volumeninhalte aufweist, die über zumindest
eine Innennaht (6) zueinander dichtend getrennt und miteinander verbunden sind, wobei
die Kammern (2,3) an Randbereichen (7,8), die sich von dem Boden (4) bis zur Kopfseite
(5) des Beutels (1) erstrecken, zur Seite hin verschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein Innengreifelement (10) an der Innennaht (6) angreift, wobei jeweils
ein Außengreifelement (11, 12) jeweils in einer Ausgangsposition (21) jeweils an einem
Randbereich (7,8) angreifen, wobei zumindest zwei der Greifelemente (10,11,12) relativ
zu einem lagefixierten (10,11,12) Greifelement in eine jeweiligen Endposition (13,14)
verfahren werden, wobei die Verfahrwege (15,16) der relativ beweglichen Greifelemente
(10,11,12) unterschiedliche Beträge aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrwege (15,16) der relativ beweglichen Greifelemente (10,11,12) mittels
eines an die jewellige Kammergeometrie einstellbaren Hebelsystems unterschiedliche
Beträge aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Außengreifelemente (11,12) relativ zum Innengreifelement (10) in die Endposition
(13,14) überführt werden, wobei die beiden Außengreifelemente (11,12) entgegengesetzt
orientiert in Richtung zum Innengreifelement (10) bewegt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengreifelement (10) In seiner Position lagefixiert gehalten ist, wenn die
beiden Außengreifelemente (11,12) In ihre Endposition (13,14) überführt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Außengreifelemente (11,12) und das Innengreifelement (10) an einer gemeinsamen
horizontalen Ebene bzw. Wirklinie (Y) des Beutels (1) angreifen.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Außengreifelemente (11,12) an einem gemeinsamen Drehpunkt angelenkt sind,
so dass die Außengreifelemente in ihrem Verfahrweg (15,16) gesteuert werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zum Öffnen eines zu befüllenden Beutels (1), welcher zumindest zwei Kammern (2,3)
unterschiedlicher Geometrie aufweist, die über zumindest eine Innennaht (6) zueinander
dichtend getrennt und miteinander verbunden sind, wobei die Kammern (2,3) an Randbereichen
(7,8), die sich von dem Boden (4) bis zur Kopfseite (5) des Beutels (1) erstrecken,
zur Seite hin verschlossen sind, umfassend Außengreifelemente (11,12) zum Greifen
der Beutelaußennaht, welche derart gelagert sind, das sie zueinander annäherbar sind
gekennzeichnet durch
Greifelemente (10,11,12) mit zumindest einem Innengreifelement (10), welches an der
Innennaht (6) angreifen kann, und mit jeweils einem Außengreifelement (11,12), welches
jeweils in einer Ausgangsposition (21) jeweils an einem Randbereich (7,8) angreifen
kann, wobei zumindest zwei der Greifelemente (10,11,12) relativ zu einem lagefixierten
(10,11,12) Greifelement in eine jeweiligen Endposition (13,14) verfahrbar sind, wobei
die Verfahrwege (15,16) der relativ beweglichen Greifelemente (10,11,12) unterschiedliche
Beträge aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifelemente (14,11,12) einander gegenüberilegende und zusammenführbare Greifbereiche
(23,24) aufweisen, wobei zumindest einer der Greifbereiche (24) an einem U-förmig
ausgeführten Übergreifbereich (25) angeordnet ist, wobei einer der Greifbereichen
(24) relativ zum dem anderen Greifbereich (23) beweglich ausgeführt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifelemente (10,11,12) an ihrem Greifende (22) einen starren Greifbereich (23)
und einen relativ zu diesem beweglichen Greifbereich (24) eufweisen, welche über einen
Verbindungsstab (28), der U-förmig mit U-Schenkeln (29) und einem Basissteg (30) ausgeführt
ist, miteinander verbunden sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifelemente (10,11,12) einen Befestigungsarm (19) und einen Haltearm (20) aufweisen,
wobei der Haltearm (20) der Außengreifelemente (11,12) beweglich an dem jeweiligen
Befestigungsarm (19) angelenkt ist.
1. Method for opening a bag (1) to be filled, which bag comprises at least two chambers
(2, 3) of different geometry and/or volume which are sealingly separated from each
other and connected to each other by means of at least one inner seam (6), wherein
the chambers (2, 3) are closed towards the side at edge regions (7, 8) which extend
from the bottom (4) to the top (5) of the bag (1), characterised in that at least one inner gripping element (10) engages the inner seam (6), wherein a respective
outer gripping element (11, 12) in each case engages a respective edge region (7,
8) in a starting position (21), wherein at least two of the gripping elements (10,
11, 12) are displaced relative to a stationary gripping element (10, 11, 12) into
a respective end position (13, 14), wherein the displacement travels (15, 16) of the
relatively movable gripping elements (10, 11, 12) are of different magnitudes.
2. Method according to claim 1, characterised in that the displacement travels (15, 16) of the relatively movable gripping elements (10,
11, 12) are of different magnitudes by virtue of a lever system which can be adjusted
to the respective chamber geometry.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the two outer gripping elements (11, 12) are moved relative to the inner gripping
element (10) into the end position (13, 14), wherein the two outer gripping elements
(11, 12) are moved in opposite directions towards the inner gripping element (10).
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the inner gripping element (10) is kept stationary in its position when the two outer
gripping elements (11, 12) are moved into their end position (13, 14).
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the two outer gripping elements (11, 12) and the inner gripping element (10) engage
on a common horizontal plane or pitch line (Y) of the bag (1).
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the two outer gripping elements (11, 12) are articulated at a common point of rotation
so that the outer gripping elements are controlled in their displacement travel (15,
16).
7. Device for carrying out the method according to any one of the preceding claims for
opening a bag (1) to be filled, which bag comprises at least two chambers (2, 3) of
different geometry which are sealingly separated from each other and connected to
each other by means of at least one inner seam (6), wherein the chambers (2, 3) are
closed towards the side at edge regions (7, 8) which extend from the bottom (4) to
the top (5) of the bag (1), said device comprising outer gripping elements (11, 12)
for gripping the bag outer seam, which outer gripping elements are mounted in such
a way that they can be moved towards each other, characterised by gripping elements (10, 11, 12) comprising at least one inner gripping element (10)
which can engage the inner seam (6), and comprising a respective outer gripping element
(11, 12) which in each case can engage a respective edge region (7, 8) in a starting
position (21), wherein at least two of the gripping elements (10, 11, 12) can be displaced
relative to a stationary gripping element (10, 11, 12) into a respective end position
(13, 14), wherein the displacement travels (15, 16) of the relatively movable gripping
elements (10, 11, 12) are of different magnitudes.
8. Device according to claim 7, characterised in that the gripping elements (10, 11, 12) have gripping regions (23, 24) which are located
opposite each other and can be brought together, wherein at least one of the gripping
regions (24) is arranged on a U-shaped reaching-over region (25), wherein one of the
gripping regions (24) is designed to be movable relative to the other gripping region
(23).
9. Device according to claim 7 or 8, characterised in that the gripping elements (10, 11, 12) have at their gripping end (22) a fixed gripping
region (23) and a gripping region (24) movable relative thereto, which gripping regions
are connected to each other via a connecting bar (28) which is of U-shaped configuration
with U-legs (29) and a base web (30).
10. Device according to any one of claims 7 to 9, characterised in that the gripping elements (10, 11, 12) have an attachment arm (19) and a holding arm
(20), wherein the holding arm (20) of the outer gripping elements (11, 12) is movably
articulated on the respective attachment arm (19).
1. Procédé servant à ouvrir une poche (1) devant être remplie, laquelle présente au moins
deux compartiments (2, 3) de géométrie différente et/ou de capacité différente, lesquels
sont séparés l'un de l'autre de manière étanche par l'intermédiaire au moins d'une
soudure intérieure (6) et sont reliés l'un à l'autre, sachant que les compartiments
(2, 3) sont fermés en direction du côté au niveau des zones de bord (7, 8), lesquelles
s'étendent du fond (4) jusqu'à la partie supérieure (5) de la poche (1),
caractérisé en ce que
au moins un élément de préhension intérieur (10) mord au niveau de la soudure intérieure
(6), sachant qu'un élément de préhension extérieur (11, 12) mord dans une position
de départ (21) au niveau d'une zone de bord (7, 8), sachant qu'au moins deux des éléments
de préhension (10, 11, 12) sont déplacés dans une position finale respective (13,
14) par rapport à un élément de préhension fixe en position (10, 11, 12), sachant
que les trajets de déplacement (15, 16) des éléments de préhension (10, 11, 12) relativement
mobiles présentent diverses longueurs.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les trajets de déplacement (15, 16) des éléments de préhension (10, 11, 12) relativement
mobiles au moyen d'un système de levier pouvant être ajusté à la géométrie respective
des compartiments présentent diverses longueurs.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les deux éléments de préhension extérieurs (11, 12) sont transférés dans une position
finale (13, 14) par rapport à l'élément de préhension intérieur (10), sachant que
les deux éléments de préhension extérieurs (11, 12) sont déplacés à l'opposé de manière
orientée en direction de l'élément de préhension intérieur (10).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de préhension intérieur (10) est maintenu de manière fixe dans sa position,
lorsque les deux éléments de préhension extérieurs (11, 12) sont transférés dans leur
position finale (13, 14).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux éléments de préhension extérieurs (11, 12) et l'élément de préhension intérieur
(10) mordent au niveau d'un plan horizontal commun ou d'une ligne d'action (Y) de
la poche (1).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux éléments de préhension extérieurs (11, 12) sont articulés au niveau d'un
point de rotation commun de sorte que les éléments de préhension extérieurs sont commandés
sur leur trajet de déplacement (15, 16).
7. Dispositif servant à mettre en oeuvre ledit procédé selon l'une quelconque des revendications
précédentes, servant à ouvrir une poche (1) devant être remplie, laquelle présente
au moins deux compartiments (2, 3) de géométrie différente, lesquels sont séparés
l'un de l'autre de manière étanche par l'intermédiaire au moins d'une soudure intérieure
(6) et sont reliés l'un à l'autre, sachant que les compartiments (2, 3) sont fermés
au niveau de zones de bord (7, 8), qui s'étendent depuis le fond (4) jusqu'à la partie
supérieure (5) de la poche (1), en direction du côté, comportant des éléments de préhension
extérieurs (11, 12) servant à saisir la soudure extérieure de la poche, lesquels sont
logés de telle manière qu'ils peuvent être rapprochés l'un de l'autre, caractérisé par
des éléments de préhension (10, 11, 12) avec au moins un élément de préhension intérieur
(10), lequel peut mordre au niveau de la soudure intérieure (6), et avec respectivement
un élément de préhension extérieur (11, 12), lequel peut mordre respectivement dans
une position de départ (21) respectivement au niveau d'une zone de bord (7, 8), sachant
qu'au moins deux des éléments de préhension (10, 11, 12) peuvent être déplacés dans
une position finale respective (13, 14) par rapport à un élément de préhension fixe
en position (10, 11, 12), sachant que les trajets de déplacement (15, 16) des éléments
de préhension (10, 11, 12) relativement mobiles présentent des longueurs différentes.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les éléments de préhension (10, 11, 12) présentent des zones de préhension (23, 24)
se faisant face et pouvant être regroupées, sachant qu'au moins une des zones de préhension
(24) est disposée au niveau d'une zone de recouvrement (25) réalisée de manière à
présenter une forme de U, sachant qu'une des zones de préhension (24) est réalisée
de manière mobile par rapport à l'autre zone de préhension (23).
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les éléments de préhension (10, 11, 12) présentent au niveau de leur extrémité de
préhension (22) une zone de préhension immobile (23) et une zone de préhension (24)
mobile par rapport à la zone de préhension immobile, lesquelles sont reliées entre
elles par l'intermédiaire d'une barre de liaison (28), laquelle est réalisée de manière
à présenter une forme de U avec des branches en U (29) et une entretoise de base (30).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que les éléments de préhension (10, 11, 12) présentent un bras de fixation (19) et un
bras de maintien (20), sachant que le bras de maintien (20) des éléments de préhension
extérieurs (11, 12) est articulé de manière mobile au niveau du bras de fixation (19)
respectif.
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