[0001] Die Erfindung betrifft eine Lock-Box für ein elektronisches Schloss mit einem Gehäuse,
in einer ersten Nusshälfte, die kraftschlüssig mit einer ersten Handhabe zur Betätigung
des Schlosses verbunden ist, wobei die erste Nusshälfte ein Betätigungselement für
ein Entriegelungsgestänge aufweist, einer zweiten Nusshälfte, die kraftschlüssig mit
einer zweiten Handhabe zur Betätigung des Schlosses verbunden ist, Rückstellelementen
zur Rückstellung der Nusshälften nach Betätigung in ihre Ruheposition, einem Kupplungselement,
dass in einer Ruheposition die erste und die zweite Nusshälfte gegeneinander beweglich
lässt und in einer Wirkposition die beiden Nusshälften miteinander verbindet, einem
Motor, der bei Aktivierung das Kupplungselement in seine Wirkposition verlagert, einer
Steuereinrichtung zur Steuerung des Motors nach Empfang entsprechender Steuersignale,
sowie einer Energieversorgung.
[0002] Lock-Boxes sind elektromechanische Vorrichtungen in der Verriegelungstechnik, die
insbesondere, aber nicht ausschließlich, in Schließanlagen eingesetzt werden, beispielsweise
in Behörden, Verwaltungsgebäuden der Industrie und des Handels, Hotels, Kreuzfahrtschiffen.
Lock-Boxes ermöglichen es, ein Schloss mit Hilfe eines Codes oder mit einer elektronischen
Zugangsberechtigung zu öffnen, d. h. ohne Betätigung eines mechanischen Schlüssels.
Insbesondere ist die Umprogrammierung wie auch die Gewährung und der Entzug von Zugangsberechtigungen
auf einfache Art und Weise möglich. Der Verlust einer Zugangsberechtigung führt nicht
zur Notwendigkeit, das Schloss austauschen zu müssen.
[0003] Derartige elektromechanische Schlösser sind in der Regel so ausgelegt, dass sie von
der Außenseite her nur über einen Zugangscode geöffnet werden können, während sie
von der Innenseite her über die dort vorgesehene Handhabe immer zu öffnen sind - dies
wird als Panikfunktion bezeichnet. Ein weithin verbreitetes Prinzip, eine solche unterschiedliche
Zugangsmöglichkeit vorzusehen, ist die Teilung der Nuss, über die die Handhaben auf
den Riegelmechanismus einwirken. Die zur Innenseite einer Tür wirksame Nusshälfte
führt dabei zwingend zum Öffnen des Schlosses; die Nusshälfte ist permanent kraftschlüssig
mit dem Entriegelungsgestänge verbunden. Die äußere Nusshälfte ist dagegen abgekoppelt,
d. h. die äußere Handhabe ist außer Funktion. Der Schließmechanismus kann von der
Außenseite her nur nach Nachweis einer Zugangsberechtigung aktiviert werden, beispielsweise
mit Hilfe einer Magnetkarte, einer Lochkarte, eines Transponders, oder eines in eine
Tastatur eingegebenen Codes. Über die Zugangsberechtigung wird ein interner Motor
so aktiviert, dass die äußere Nusshälfte mit der inneren Nusshälfte für eine definierte
Zeit verkoppelt wird, was das Öffnen der Tür erlaubt. Nach Zeitablauf entfällt die
Kopplung der beiden Nusshälften und die äußere Handhabe wird erneut deaktiviert.
[0004] Derartige elektromechanische Schlösser sind beispielsweise aus der
EP 1 662 076 A2 bekannt. Die dort beschriebene Kupplungsvorrichtung weist eine geteilte Nuss auf,
deren Hälften frei gegeneinander beweglich sind, solange nicht ein an der inneren
Nusshälfte angeordneter Kupplungshebel in eine Ausnehmung der äußeren Nusshälfte eingreift
und zur funktionellen Verbindung der beiden Nusshälften führt. Die Kupplung erfolgt
über einen Motor, der über eine Feder ein Stellelement bewegt und über eine Zugangsberechtigung
aktiviert wird. Die Tür kann von der Innenseite her über die innere Nusshälfte permanent
geöffnet werden, während für die Betätigung von der Außenseite her zunächst der Motor
mit Hilfe einer Zugangsberechtigung aktiviert werden muss.
[0005] Eine weitere Form eines solchen elektromechanischen Schlosses ist aus der
EP 1 522 659 A2 bekannt, bei dem zwei gegeneinander beweglich Nusshälften des Schließmechanismus
mit Hilfe eines motorbetriebenen Gewindestiftes und einer Feder ein Kupplungselement
in entsprechende Ausnehmungen der Nusshälften verfahren wird. Das Kupplungselement
ist auf einem Schlitten angeordnet, der über die Gewindeschraube in beide Richtungen
verfahren werden kann.
[0006] Eine Lock-Box gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 ist weiterhin aus der
AT 394 241 B bekannt.
[0007] Nachteilig bei den bekannten Lösungen ist der relativ aufwendige Kupplungsmechanismus,
der störanfällig und energieaufwendig ist, letzteres, weil beim Kupplungsvorgang der
Motor gegen den Widerstand eines Federelements arbeiten muss.
[0008] Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Lock-Box für ein elektromechanisches
Schloss, das über einen einfachen Kupplungsmechanismus verfügt, der in ausgekuppeltem
Zustand nicht mit der Antriebsnuss oder einer Hälfte davon in Verbindung steht, in
eingekuppeltem Zustand die beiden Nusshälften jedoch zuverlässig so lange miteinander
verbindet, wie zur Betätigung des Schlosses notwendig.
[0009] Dieses Ziel wird mit einer Lock-Box der eingangs genannten Art erreicht, bei der
das Kupplungselement einen am Gehäuse gelagerten verschwenkbaren Gelenkarm aufweist,
der in seiner Wirkposition in Ausnehmungen der beiden Nusshälften eingreift, so dass
bei Betätigung der zweiten Handhabe das Schloss über die zweite Nusshälfte geöffnet
werden kann.
[0010] In der folgenden Beschreibung werden die Begriffe erste oder innere Nusshälfte für
die Nusshälfte verwandt, die an der nicht zu sichernden Seite einer Tür, in der Regel
der Innenseite einer (Hotel)Tür wirksam ist und über die das Schloss in jedem Fall
geöffnet werden kann. Die Begriffe zweite oder äußere Nusshälfte bezeichnen die Nusshälfte,
die an der zu sichernden Seite einer Tür wirksam ist, in der Regel der Außenseite
einer (Hotel)Tür, von der aus die Tür nur für Berechtigte zu öffnen sein soll.
[0011] Die erfindungsgemäße Lock-Box besteht aus einem in der Regel zweiteiligen Gehäuse,
das an der Außenseite einer zu sichernden Tür angeordnet ist. Der eigentliche Schließmechanismus
befindet sich üblicherweise an der Seitenkante der Tür und greift mit üblichen Riegeln
in den Türrahmen ein. Innerhalb des Gehäuses ist eine erste Nusshälfte angeordnet,
die kraftschlüssig mit einer ersten Schlosses verbunden ist. Die erste Nusshälfte
weist ein Betätigungselement auf, mit dem der Riegelmechanismus des Schlosses betätigt
werden kann. Bei diesem Betätigungselement handelt es sich beispielsweise um einen
Anschlag für ein Entriegelungsgestänge.
[0012] Im Gehäuse ist ferner die zweite Nusshälfte angeordnet, die kraftschlüssig mit einer
zweiten Handhabe zur Betätigung des Schlosses verbunden ist. Die zweite Nusshälfte
ist im entkoppelten Zustand frei gegen die erste Nusshälfte beweglich. Bei Betätigung
des Außendrückers oder der Außenklinke der Tür ist die zweite Nusshälfte dann außer
Funktion, die zweite Nusshälfte bewegt sich im Leerlauf.
[0013] Beide Nusshälften sind mit üblichen Rückstellelementen zur Rückstellung der Nusshälften
nach Betätigung in ihre Ruheposition versehen. Es handelt sich dabei um an und für
sich übliche Federelemente mit entsprechenden Anpassungen an die Bauweise der jeweiligen
Nusshälfte.
[0014] Im Übrigen sind die beiden Nusshälften zweckmäßigerweise im Wesentlichen spiegelbildlich
gestaltet. Zwischen den beiden Nusshälften befindet sich üblicherweise eine Trennscheibe.
[0015] Innerhalb des Gehäuses ist ferner ein Kupplungselement angeordnet, das in seiner
Ruheposition die erste und die zweite Nusshälfte gegeneinander beweglich lässt und
in seiner Arbeits- oder Wirkposition die beiden Nusshälften miteinander verbindet.
Die Verbindung erfolgt über einen ebenfalls im Gehäuse angeordneten Motor, der bei
Aktivierung das Kupplungselement in seine Wirkposition verlagert bzw. verschiebt.
[0016] Ein weiteres Element der erfindungsgemäßen Lock-Box ist die Steuereinrichtung zur
Steuerung des Motors nach Empfang entsprechender Steuersignale. Die Steuersignale
können beispielsweise über eine Tastatur in Form eines Zahlencodes eingegeben werden,
über einen Transponderchip, eine Magnetkarte, eine Lochkarte oder eine Chipkarte.
Weiterhin möglich sind aber auch Spracherkennungssysteme, mit denen ein Codewort erkannt
werden kann. Die Lock-Box ist für ihren Betrieb auf eine Energieversorgung angewiesen,
die beispielsweise in Form einer integrierten Batterie vorliegen kann.
[0017] Erfindungsgemäß ist das Kupplungselement ein am Gehäuse gelagerter schwenkbarer Gelenkarm,
der in seiner Wirkposition in Ausnehmungen der beiden Nusshälften eingreift, so dass
bei Betätigung der zweiten oder äußeren Handhabe das Schloss über die zweite oder
äußere Nusshälfte geöffnet werden kann. Die Betätigung des Kupplungselements erfolgt
über den Motor nach Aktivierung über die Steuereinrichtung. Die Aktivierung erfolgt
in der Regel für eine definierte Zeit, kann aber auch beispielsweise - etwa im Fall
von Renovierungs- und Baumaßnahmen - auf Dauer freigegeben werden. Für diesen Zweck
ist die Steuereinrichtung entsprechend programmierbar.
[0018] Die erfindungsgemäße Lock-Box erlaubt es, die Zugangsberechtigung - beispielsweise
eine Chip- oder Magnetkarte - so zu programmieren, dass sie eine begrenzte Gültigkeit
hat und jeweils nur für den freigegebenen Zeitraum betätigt werden kann.
[0019] In der erfindungsgemäßen Lock-Box sind Motor, Kupplungselement und die beiden Nusshälften
zweckmäßigerweise so untereinander angeordnet, dass der Motor das Kupplungselement
nach oben in die Ausnehmungen der Nusshälften schieben kann, was zur Verbindung der
beiden Nusshälften führt. Nach Freigabe des Schlosses und Rückkehr der Nusshälften
in ihre Ausgangs- bzw. Ruheposition kehrt das Kupplungselement in seine Ruheposition
zurück. Hierfür ist die Anordnung einer Rückstellfeder oder eines anders gearteten
Rückholmechanismus sinnvoll, insbesondere beim Einsatz in Schiffen, bei denen es zu
Schräglagen und Rollbewegungen kommen kann. Bei anderen Anwendungen kann aber auch
die Schwerkraft für die Rückkehr des Kupplungselements in die Ruheposition genutzt
werden.
[0020] Vorzugsweise weist das Kupplungselement ein schwenkbares Gelenkelement auf, dass
mit dem Gelenkarm in einem gemeinsamen Drehpunkt am Gehäuse gelagert ist. Dabei kann
das Gelenkelement so ausgebildet sein, dass der Gelenkarm auf einem Vorsprung des
Gelenkelements ruht und mit dem Gelenkelement von dem Motor verfahren werden kann.
Der gemeinsame Drehpunkt erlaubt aber die unabhängige Bewegung des Gelenkarmes, die
notwendig ist, wenn nach Einkuppeln des Gelenkarms der Gelenkkopf in die Ausnehmungen
der beiden Nusshälften eingekoppelt ist, um die Mitnahme des Gelenkkopfes bei der
Drehbewegung der Nusshälften zu ermöglichen.
[0021] Zum besseren Einkuppeln des Kupplungselements in die Ausnehmungen der beiden Nusshälften
ist der Gelenkkopf am freien Ende des Gelenkarmes zweckmäßigerweise in Richtung auf
die beiden Nusshälften abgekröpft. Bei dem Gelenkkopf handelt es sich im Prinzip um
einen Stift, der lang genug ist, um in die Ausnehmungen beider Nusshälften gleichzeitig
einzugreifen. Bei dem Stift handelt es sich vorzugsweise um einen Rundstift, der die
Bewegung innerhalb der Ausnehmungen der Nusshälften erlaubt und damit die Mitnahme
des Gelenkarmes bei der Betätigung der Nusshälften über die Handhabe erleichtert.
[0022] Das Gelenkelement weist an seinem freien, d. h. an dem Ende, das dem Drehpunkt gegenüberliegt,
vorzugsweise einen Führungsstift auf, der in eine Führung eingreift. Bei der Führung
handelt es sich beispielsweise um eine Kulisse oder um ein Langloch, dass einen Teil
eines Kreisbogens um den Drehpunkt herum beschreibt. Der Abstand zum Drehpunkt entspricht
dem Abstand zwischen Führungsstift und Drehpunkt.
[0023] Zum Betätigen des Kupplungselements weist der Motor zweckmäßigerweise eine Spindel
auf, die bei Aktivierung gegen das Gelenkelement wirkt und dieses aus der Ruheposition
in die Wirkposition verfährt. Hierzu kann die Spindel einen verbreiterten Kopf aufweisen,
damit sich ein großflächiger Anschlag an die Unterseite des Gelenkelements ergibt.
Die Unterseite des Gelenkelements ist die Seite, die dem Gelenkarm entgegengesetzt
ist.
[0024] Die Nusshälften haben übliche Rückstellelemente, beispielsweise Federelemente. Dieses
Rückstellelement für die erste Nusshälfte ist zweckmäßigerweise ein in das Entriegelungsgestänge
eingebrachtes Federelement in Form einer Schraubenfeder. Für das Rückstellelement
für die zweite Nusshälfte empfiehlt sich eine Schraubenfeder, die in einer Federhülse
angeordnet ist und sich gegen das Gehäuse der Lock-Box abstützt. Die zweite Nusshälfte
weist einen entsprechenden Anschlag für dieses zweite Rückstellelement auf.
[0025] Im Übrigen weist die erfindungsgemäße Lock-Box die üblichen an und für sich bekannten
elektronischen und mechanischen Bauteile zum Lesen und/oder Erkennen der jeweiligen
Zugangsberechtigung auf.
[0026] Die Erfindung wird die beiliegenden Abbildungen einer bevorzugten Ausführungsform
näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Lock-Box in geöffnetem Zustand von der Innenseite her, gesehen;
- Figur 2
- ein Kupplungselement in der Ruheposition (a) und der Wirkposition (b); und
- Figur 3
- eine erfindungsgemäße Lock-Box gemäß Fig. 1 mit eingekuppelten Kupplungselement während
des Öffnungsvorgangs.
[0027] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Lock-Box in der Draufsicht von der Innenseite
(Türseite) her. In dem Gehäuse 1, das in der Regel zweiteilig ist (Gehäuse und Deckel)
und auf ein Türblatt in Höhe des Schlosses aufgeschraubt wird, befindet sich die erste
oder innere Nusshälfte 2 mit der zentral angeordneten Spindel für die Handhabe 3.
Ein Betätigungselement 4, in Form eines Riegels verläuft quer über die scheibenförmige
Oberfläche der Nusshälfte 2 und dient, bei Betätigung der Spindel bzw. Handhabe 3,
dazu, ein Entriegelungsgestänge 20 niederzudrücken.
[0028] Im Wesentlichen verdeckt durch die erste Nusshälfte 2 ist die zweite oder äußere
Nusshälfte 5, die mit einer um den gleichen Drehpunkt gelagerten Spindel bzw. Handhabe
6 zur Betätigung des Schlosses verbunden ist.
[0029] Unterhalb der beiden Nusshälften 2, 5 und in Ausnehmungen 12, 13 der Nusshälften
eingepasst ist ein Kupplungselement 6 (siehe Fig. 2) mit einem Gelenkelement 14 und
einem Gelenkarm 11. Das Kupplungselement 6 ist in einem Drehpunkt 15 schwenkbar am
Gehäuse 1 gelagert. Eine Führung 18 in Verbindung mit einem Führungsstift 17 erlaubt
die Rotation des Kupplungselements um den Drehpunkt 15 herum und damit das Einkuppeln
in die Nusshälften 2, 5 bzw. das Auskuppeln aus den Nusshälften 2, 5, je nach Betriebszustand
des Motors 7, der unterhalb des Kupplungselements 6 angeordnet ist.
[0030] Der Motor 7 weist eine Spindel 19 auf, die um eine definierte Länge aus dem Motor
ausgefahren und diesen zurückgefahren werden kann. Die Spindel 19 hat einen Kopf 22
(Fig. 2(b)), der gegen die Unterseite des Gelenkelements 14 wirkt und dieses, geführt
in dem Langenloch 18, in Richtung auf die Nusshälften 2, 5 verschiebt.
[0031] Die erfindungsgemäße Lock-Box weist zudem eine Platine 8 auf, die zweckmäßigerweise
nahe zum Motor 7 angeordnet ist und geeignet ist, Signale eines Lese-/Empfangsgeräts
zu verarbeiten und den Motor 7 entsprechend zu steuern. Des Weiteren sind Zuleitungen
zur Steuerung und Stromversorgung des Motors und der Platine vorhanden sowie Batterien
zur Stromversorgung, sofern die Lock-Box nicht an das Stromnetz angeschlossen ist.
[0032] Das Entriegelungsgestänge 20 wirkt in an und für sich bekannter Weise auf eine oder
mehrere im Türblatt angeordnete Riegel, die das Türblatt gegen den Rahmen verriegeln.
Eine im Entriegelungsgestänge 20 angeordnete Rückstellfeder 9 bewirkt die Rückführung
der inneren Nusshälfte 2 in die Ruheposition nach Betätigung des Schlosses. Eine entsprechend
gelagerte Feder 10 in einer Federhülse 21 bewirkt die Rückstellung der äußeren Nusshälfte
5 in die Ruheposition nach Betätigung des Schlosses bzw. Betätigung des Türdrückers
im Freilauf.
[0033] Figur 2 zeigt das Kupplungselement gemäß Fig. 1 in der Ruheposition (a) und in der
Wirkposition (b).
[0034] Figur 2 (a) zeigt das Kupplungselement in der Ruheposition (a). Das Element 6 selbst
besteht aus zwei Teilen, dem Gelenkteil 14 und dem Gelenkarm 11. Beide Teile sind
in dem Drehpunkt 15 gelagert und über den Drehpunkt 15 am Gehäuse 1 festgelegt. Das
Gelenkteil 14 weist zudem am freien Ende einen Führungsstift 17 auf, der in einem
Langloch 18 geführt wird, das sich entlang eines Teils eines Kreisbogens um den Drehpunkt
15 erstreckt.
[0035] Der Gelenkarm 11 weist an seinem freien Ende einen Gelenkkopf 16 auf, der in Richtung
auf die Nusshälften abgekröpft ist. Der Arm 11 ruht auf einen Vorsprung des Gelenkteils
14 und ist gegen das Gelenkteil 14 um den Drehpunkt 15 beweglich. Die oberhalb des
Kupplungselements 6 angeordneten Nusshälften 2, 5 sind in Form der Ausnehmungen 12,
13 dargestellt. Im gezeigten Zustand sind die Nusshälften 2, 5 entkoppelt.
[0036] Figur 2b) zeigt die Nusshälften in gekuppeltem Zustand mit nach oben gefahrenem Kupplungselement
6, das über den Gelenkarm 11 und den Gelenkkopf 16 in die Ausnehmungen 12, 13 der
Nusshälften 2, 5 eingreift. Unterhalb des Gelenkteils 14 ist der aus dem Motor 7 über
die Spindel 19 gegen das Kupplungselement 6 verfahrene Spindelkopf 22 dargestellt.
Im gezeigten Wirkzustand (b) sind die beiden Nusshälften 2 und 5 miteinander verkoppelt,
wurde das Schloss jedoch noch nicht geöffnet.
[0037] Figur 3 zeigt die Lock-Box gemäß Fig. 1 in aktiviertem Zustand, d. h. mit gegen die
Nusshälften 2, 5 verfahrener Spindel 19, die das Gelenkelement 6 in die Wirkposition
(b) gebracht hat, und in den Ausnehmungen 12, 13 der Nusshälften 2, 5 eingekoppeltem
Gelenkarm 11, der bei der Drehbewegung der Nusshälften 2, 5 mitgenommen wird. Nach
dem Öffnen des Schlosses und Rückkehr der Nusshälften 2, 5 in ihre Ruheposition wird
der Gelenkarm 11 wieder frei und wird mittels einer nicht dargestellten Rückstellfeder
mit dem Gelenkteil 14 in die Ruheposition (a) zurückgestellt.
[0038] Es versteht sich, dass die Ausnehmungen 12, 13 und der Gelenkkopf 16 so aufeinander
abgestimmt und dimensioniert sind, dass die Drehbewegung der Nusshälften 2, 5 nicht
beeinträchtigt wird.
1. Lock-Box für ein elektromechanisches Schloss mit
- einem Gehäuse (1),
- in einer ersten Nusshälfte (2), die kraftschlüssig mit einer ersten Handhabe zur
Betätigung des Schlosses verbunden ist, wobei die erste Nusshälfte (2) ein Betätigungselement
für ein Entriegelungsgestänge (20) aufweist,
- einer zweiten Nusshälfte (5), die kraftschlüssig mit einer zweiten Handhabe zur
Betätigung des Schlosses verbunden ist,
- Rückstellelementen (9, 10) zur Rückstellung der Nusshälften (2, 5) nach Betätigung
in ihre Ruheposition,
- einem Kupplungselement (6), dass in einer Ruheposition (a) die erste (2) und die
zweite Nusshälfte (5) gegeneinander beweglich lässt und in einer Wirkposition (b)
die beiden Nusshälften (2, 5) miteinander verbindet,
- einem Motor (7), der bei Aktivierung das Kupplungselement (6) in seine Wirkposition
(b) verlagert,
- einer Steuereinrichtung (8) zur Steuerung des Motors (7) nach Empfang entsprechender
Steuersignale, sowie
- einer Energieversorgung,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (6) einen am Gehäuse (1) gelagerten verschwenkbaren Gelenkarm
(11) aufweist, der in seiner Wirkposition (b) in Ausnehmungen (12, 13) der beiden
Nusshälften (2, 5) eingreift, so dass bei Betätigung der zweiten Handhabe das Schloss
über die zweite Nusshälfte (5) geöffnet werden kann.
2. Lock-Box nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (6) ein schwenkbares Gelenkelement (14) aufweist, das mit dem
Gelenkarm (11) in einem gemeinsamen Drehpunkt (15) am Gehäuse (1) gelagert ist.
3. Lock-Box nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenkelement (14) und der Gelenkarm (11) gegeneinander verschwenkbar gelagert
sind.
4. Lock-Box nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkarm (11) an seinem freien Ende einen Gelenkkopf (16) aufweist, der in der
Wirkposition (b) in die Ausnehmungen (12, 13) beider Nusshälften (2, 5) eingreift.
5. Lock-Box nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkkopf (16) in Richtung auf die Nusshälften (12, 13) abgekröpft ist.
6. Lock-Box nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenkelement (14) an seinem freien Ende einen Führungsstift (17) aufweist, der
in eine Führung (18) eingreift.
7. Lock-Box nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (18) eine Führungskulisse oder ein Langloch ist.
8. Lock-Box nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkarm (11) auf dem Gelenkelement (14) ruht und mit diesem aus der Ruhe- (a)
in die Wirkposition (b) bewegt wird.
9. Lock-Box nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (7) eine Spindel (19) aufweist, die bei Aktivierung gegen das Gelenkelement
(14) wirkt und dieses aus der Ruheposition (a) in die Wirkposition (b) bewegt.
10. Lock-Box nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (7) die Spindel (19) nach einer definierten Zeitspanne in ihre Ruheposition
zurückfährt.
11. Lock-Box nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor über eine Tastatur, eine Magnet-, eine Chipkarte oder einen Transponder
aktivierbar ist.
12. Lock-Box nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (9) für die erste Nusshälfte (2) ein an dem Entriegelungsgestänge
(20) angeordnetes Federelement ist.
13. Lock-Box nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (10) für die zweite Nusshälfte (5) eine Schraubenfeder ist,
die in einer Federhülse (21) angeordnet ist und sich gegen das Gehäuse (1) abstützt.
14. Lock-Box nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einem oder mehreren gegen das Türblatt
wirkenden Riegeln, die über das Entriegelungsgestänge (20) bewegt werden.
15. Schloss mit einer Lock-Box nach einem der vorstehenden Ansprüche.
1. Lock box for an electro-mechanical lock with
- a housing (1)
- comprising a first follower half (2) that has a form-closed connection with a first
handle for actuating the lock, with the first follower half (2) having an actuating
element for an unlocking linkage (20),
- a second follower half (5) which is connected in a form-closed way with a second
handle for the operation of the lock,
- restoring elements (9, 10) to bring the follower halves (2, 5) in rest position
after actuation has been effected,
- a coupling element (6) which in its rest position (a) allows the first (2) and second
follower half (5) to be freely movable relative to each other and in its working or
operating position (b) causes the two follower halves (2, 5) to be connected with
one another,
- a motor (7) which when activated brings the coupling element (6) in operating position
(b),
- a control device (8) acting on the motor (7) after relevant control signals are
received as well as
- an energy supply,
characterized in that the coupling element (6) is provided with a pivotable articulated arm (11) supported
on the housing (1), said arm when in actuating position (b) engaging with recesses
(12, 13) arranged in both follower halves (2, 5) so that when the second handle is
actuated the lock can be opened via the second follower half (5).
2. Lock box according to claim 1, characterized in that the coupling element (6) comprises a pivotable articulated element (14) having an
articulated arm (11) jointly supported via a pivotal point (15) on the housing (1).
3. Lock box according to claim 2, characterized in that the articulated element (14) and the articulated arm (11) are supported so as to
be pivotable relative to each other.
4. Lock box according to any one of the above claims, characterized in that the articulated arm (11) is provided at its free end with a pivot head (16) which
when in operating position (b) engages with the recesses (12, 13) arranged in the
two follower halves (2, 5).
5. Lock box according to claim 4, characterized in that the pivot head (16) is offset in the direction of the follower halves (12, 13).
6. Lock box according to any one of the claims 2 to 4, characterized in that the articulated element (14) is provided at its free end with a guide pin (17) moving
within a guiding element (18).
7. Lock box according to claim 6, characterized in that the guiding element (18) is a guide gate or a slotted hole.
8. Lock box according to one of the claims 6 or 7, characterized in that the articulated arm (11) rests on the articulated element (14) and together with
said element is moved from the resting position (a) into operating position (b).
9. Lock box according to any one of the above claims, characterized in that the motor (7) is provided with a spindle (19) that when activated acts again the
articulated element (14) thus moving said element from resting (a) into operating
position (b).
10. Lock box according to claim 9, characterized in that after a defined time span the motor (7) moves the spindle (19) into its rest position.
11. Lock box according to any one of the above claims, characterized in that the motor can be activated by means of a keypad, a magnetic-stripe card, a chipcard
or a transponder.
12. Lock box according to any one of the above claims, characterized in that the restoring element (9) for the first follower half (2) is a spring element arranged
on the unlocking linkage (20).
13. Lock box according to any one of the above claims, characterized in that the restoring element (10) for the second follower half (5) is a helical spring arranged
in a spring casing (21) and supported on the housing (1).
14. Lock box according to any one of the above claims provided with one or several latches
acting against the door leaf, said latches being moved via the unlocking linkage (20).
15. Lock with a lock box according to any one of the above claims.
1. Lock-box pour un verrou électromagnétique avec :
- un boîtier (1),
- dans une première moitié d'abattant (2), reliée par force avec une première poignée
pour l'actionnement du verrou, la première moitié (2) comprenant un élément d'actionnement
pour une tringle de déverrouillage (20),
- une deuxième moitié d'abattant (5), reliée par force avec une deuxième poignée pour
l'actionnement du verrou,
- des éléments de rappel (9, 10) pour le rappel des moitiés d'abattant (2, 5) après
l'actionnement vers sa position de repos,
- un élément de couplage (6), qui rend, dans une position de repos (a), la première
(2) et la deuxième moitié d'abattant (5) mobiles l'une par rapport à l'autre et relie
les deux moitiés d'abattant (2, 5) entre elles dans une position fonctionnelle (b),
- un moteur (7), qui, lors de son activation, déplace l'élément de couplage (6) vers
sa position fonctionnelle (b),
- un dispositif de commande (8) pour la commande du moteur (7) après réception de
signaux de commande correspondants, et
- une alimentation en énergie,
caractérisée en ce que
l'élément de couplage (6) comprend un bras articulé (11) pivotant par rapport au boîtier
(1), qui, dans sa position fonctionnelle (b), s'emboîte dans des évidements (12, 13)
des deux moitiés d'abattant (2, 5), de façon à ce que, lors de l'actionnement de la
deuxième poignée, le verrou puisse être ouvert par l'intermédiaire de la deuxième
moitié d'abattant (5).
2. Lock-box selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de couplage (6) comprend un élément articulé pivotant (14) qui est logé
avec le bras articulé (11) dans un centre de rotation (15) commun sur le boîtier (1).
3. Lock-box selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'élément articulé (14) et le bras articulé (11) sont logés de manière pivotante
entre eux.
4. Lock-box selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le bras articulé (11) comprend, à son extrémité libre, une tête d'articulation (16),
qui s'emboîte, dans la position fonctionnelle (b), dans les évidements (12, 13) des
deux moitiés d'abattant (2, 5).
5. Lock-box selon la revendication 4, caractérisée en ce que la tête d'articulation (16) est coudée en direction des moitiés d'abattant (12, 13).
6. Lock-box selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisée en ce que l'élément articulé (14) comprend, à son extrémité libre, une tige de guidage (17)
qui s'emboîte dans un guidage (18).
7. Lock-box selon la revendication 6, caractérisée en ce que le guidage (18) est un coulisseau de guidage ou un trou oblong.
8. Lock-box selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisée en ce que le bras articulé (11) repose sur l'élément articulé (14) et est déplacé avec celui-ci
de la, position de repos (a) vers la position fonctionnelle (b).
9. Lock-box selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moteur (7) comprend un axe (19) qui, lors de l'activation, agit à l'encontre de
l'élément articulé (14) et le déplace de la position de repos (a) vers la position
fonctionnelle (b).
10. Lock-box selon la revendication 9, caractérisée en ce que le moteur (7) déplace à nouveau l'axe (19), après un laps de temps défini, vers sa
position de repos.
11. Lock-box selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moteur peut être activé par l'intermédiaire d'un clavier, d'une carte magnétique,
d'une carte à puce ou d'un transpondeur.
12. Lock-box selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de rappel (9) pour la première moitié d'abattant (2) est un élément à ressort
disposé sur la tringle de déverrouillage (20).
13. Lock-box selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de rappel (10) pour la deuxième moitié d'abattant (5) est un ressort hélicoïdal
disposé dans un manchon à ressort (21) et qui s'appuie contre le boîtier (1).
14. Lock-box selon l'une des revendications précédentes, avec un ou plusieurs verrous
agissant contre le vantail de porte, qui sont déplacés par l'intermédiaire de la tringle
de déverrouillage (20).
15. Verrou avec une lock-box selon l'une des revendications précédentes.