(19) |
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(11) |
EP 2 392 195 B1 |
(12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
(45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.05.2014 Patentblatt 2014/19 |
(22) |
Anmeldetag: 28.01.2010 |
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(51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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(86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2010/000082 |
(87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/085941 (05.08.2010 Gazette 2010/31) |
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(54) |
VORRICHTUNG ZUM MODIFIZIEREN DER OBERFLÄCHEN VON BAHN-, PLATTEN- UND BOGENWARE MIT
EINER EINRICHTUNG ZUR ERZEUGUNG EINES PLASMAS
APPARATUS FOR MODIFYING THE SURFACES OF WEB, PLATE AND SHEET PRODUCTS USING A DEVICE
FOR GENERATING PLASMA
DISPOSITIF POUR MODIFIER LES SURFACES DE PRODUITS SOUS FORME DE BANDE, DE PLAQUE OU
COURBÉS UTILISANT UN SYSTÈME POUR GÉNÉRER UN PLASMA
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
(30) |
Priorität: |
28.01.2009 DE 102009006484
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(43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.12.2011 Patentblatt 2011/49 |
(73) |
Patentinhaber: Ahlbrandt System GmbH |
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36341 Lauterbach (DE) |
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(72) |
Erfinder: |
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- RAU, Alexander
35037 Marburg (DE)
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(74) |
Vertreter: Hebing, Norbert |
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Patentanwalt
Frankfurter Strasse 34 61231 Bad Nauheim 61231 Bad Nauheim (DE) |
(56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A2-2007/017271 US-A1- 2005 106 094 US-A1- 2008 149 273
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DE-A1- 19 505 268 US-A1- 2006 222 779 US-B1- 6 489 585
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Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Modifizieren der Oberflächen
von Bahn-, Platten- und Bogenware mit einer Einrichtung zur Erzeugung eines Plasmas
mit Hilfe einer Corona- oder Barriereentladung bei Atmosphärendruck, wobei die Plasmaerzeugungavorrichtung
mit einer Elektrode und einer Gegenelektrode versehen ist, wobei wenigstens eine der
Elektroden aus einem Hohlkörper aus leitfälaigem Material besteht, der eine aus leitfähigem
Material bestehende untere Wand, eine obere Wand und zwei Seitenwände aufweist, wobei
die Wände wenigstens eine Kammer einschließen, die über einen Gaseinlass zum Einleiten
eines gasförmigen Mediums in die Kammer verfügt, wobei die der Ware zugewandte untere
Wand wenigstens eine Reihe von nebeneinander liegenden Austrittsöffnungen für das
Medium aufweist und wobei die Austrittsöffnungen so angeordnet sind, dass das Gas
den Austrittsöffnungen über die nach innen gerichtete Wandfläche der unteren Wand
quer zur Reihe der Austrittsöffnungen zufließen kann, und mit einer Transporteinrichtung,
um die Ware in einer quer zur Reihe der Austrittsöffnungen liegenden Bewegungsrichtung
an der aus einem Hohlkörper bestehenden Elektrode vorbeizuführen.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist sowohl in der
WO 2007/017271 als auch in der
US 2006/0222779 A1 beschrieben. Die Elektrode und die Gegenelektrode sind gegenüberliegend zu beiden
Seiten der Bahn-, Platten- und Bogenware angeordnet.
[0003] Aus der
US 6,489,585 B1 ist es bekannt die Kanten von im Querschnitt eckigen Elektroden gerundet auszuführen.
[0004] Grundsätzlich ist es bekannt, dass in Corona- oder Barriereentladungen auch bei Atmosphärendruck
Plasmen entstehen. Die in die Entladungszone eingebrachten Gase bestimmen dabei die
Eigenschaften der jeweils entstehenden Plasmen. Im Allgemeinen wird die Entladung
einfach an Luft durchgeführt und z. B. zur chemischen Modifizierung von Oberflächen
in einem trockenen Prozess verwendet. Bei der Behandlung von Bahn-, Platten- oder
Bogenware in einem kontinuierlichen Prozess in Luftatmosphäre ist dabei auch bei hohen
Bahngeschwindigkeiten keine spezielle Schleusentechnik nötig.
[0005] Wenn allerdings eine von Luft abweichende Gaszusammensetzung verwendet werden soll,
muss diese durch geeignete Maßnahmen im Entladungsbereich eingestellt werden. Dazu
bedarf es in kontinuierlichen Prozessen einer entsprechenden Schleusentechnologie
und einer Zuführung für die erwünschten Medien in den Entladungsbereich.
[0006] Zur Zuführung von Gasen in den Entladungsbereich sind verschiedene Konzepte möglich.
In der
DE 195 38 176 A1 ist eine Vorrichtung beschrieben, in der Elektroden in einem Gehäuse von Luft umströmt
werden, wobei der Gasstrom in Richtung der behandelten Oberflächen geleitet wird.
[0007] In der
WO 02/06503 A3 wird eine Vorrichtung beschrieben, in der Gase über eine poröse Keramik zwischen
die Elektroden einer Barriereentladung geleitet werden.
[0008] EP 0 914 876 B1 berichtet von einem Verfahren, bei dem ein Gasgemisch über einen Verteiler zwischen
Rollenelektroden eingebracht wird, wobei die Rollen von der Bahnware bedeckt werden.
[0009] Nachteil dieser Verfahren ist die indirekte Zufuhr der Gase in den Entladungsraum,
die vor allem im kontinuierlichen Betrieb einen sehr hohen Gasverbrauch erfordert,
um die erwünschte Gaszusammensetzung im Entladungsbereich zu erzielen. Bereits bei
der Verwendung etwas dickerer poröser Materialien wie Textilien wird mit den beschriebenen
Verfahren keine ausreichende Gasdurchmischung im Material erreicht, so dass ein sehr
ungleichmäßiges Plasma entsteht. Das Gleiche gilt für höhere Bahngeschwindigkeiten,
bei denen ein Luftkissen über dem Material entsteht, so dass auch mit sehr aufwändigen
Schleusensystemen Luftanteile in den Entladungsbereich eingebracht werden.
[0010] In der oben schon erwähnten
WO 2007/017271 wird daher vorgeschlagen, das Gas durch die Elektrode in den Entladungsbereich zu
führen.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabenstellung zugrunde, mit einer möglichst einfachen
und effektiven Zuführung die erwünschte Medienkonzentration im Entladungsbereich einzustellen,
wobei eine zusätzliche Kühlung der Elektrode überflüssig wird.
[0012] Zur Lösung der Aufgabe ist vorgesehen, dass die quer zur Bewegungsrichtung verlaufenden
Kanten zwischen den Seitenwänden und der unteren Wand gekrümmt ausgeführt sind und
dass der mittlere Krummungsradius der Kanten größer als 8 mm, vorzugsweise größer
als 10 mm ist und dass die Gegenelektrode in der Kammer der Elektrode angeordnet ist.
[0013] Dies bedingt auch bei einer hohen Bahngeschwindigkeit eine turbulenzfreie Strömung,
so dass die Medienkonzentration in dem Spalt zwischen Elektrode und Ware sehr gleichmäßig
bleibt und der Eintrag von Fremdmedium minimiert wird.
[0014] Wird die Gegenelektrode nicht außerhalb positioniert, sondern in die Hohlkörperelektrode
gegenüber den Austrittsöffnungen eingebaut, die Gegenelektrode ist somit in einer
Kammer der Elektrode, wird bei Anlegung der Hochspannung das Plasma im Hohlkörper
der Elektrode erzeugt und aufgrund des Überdrucks in der Elektrode durch die Öffnungen
der Elektrode ausgetragen.
[0015] Vorzugsweise ist die Gegenelektrode dabei oberhalb der Austrittsöffnungen angeordnet,
wobei der Abstand der Gegenelektrode zur unteren Wand im Bereich der Austrittsöffnungen
kleiner als 1 mm ist. Es hat sich gezeigt, dass sich damit optimale Wirkungen erzielen
lassen.
[0016] Vorzugsweise wird die Krümmung von einem Viertelbogen gebildet, da eine derart gekrümmte
Kante einerseits leicht herzustellen ist und andererseits damit eine strömungstechnisch
optimale Wirkung erzielt werden kann.
[0017] Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn in der Kammer ein Überdruck aufgebaut ist,
so dass das gasförmige Medium unter Druck aus den Austrittsöffnungen ausströmt.
[0018] Vorzugsweise ist dazu die Elektrode flach ausgeführt, wobei die Vorder- und Rückseite
der Elektrode als Kreisabschnitte ausgeführt sind.
[0019] Die Elektrode lässt sich leicht herstellen, wenn sie aus einem Profil mit einem geschlossenen
Querschnitt gebildet ist, wobei die Stirnseiten durch Kappen verschlossen sind.
[0020] Der Spalt zwischen Elektrode und ware wird über seine gesamte Breite gleichmäßig
mit einem Plasma erfüllt, wenn mehrere Reihen von Austrittsöffnungen vorgesehen sind,
die in Bewegungsrichtung der Ware gesehen hintereinander angeordnet sind. Die Öffnungen
sind so gestaltet, dass auch bei kleinen Durchflussmengen ein gleichmäßiger Medienaustritt
über die vollständige Elektrodenbreite möglich ist.
[0021] Um hohe Austrittsgeschwindigkeiten zu ermöglichen, ist die Elektrode auch für höhere
Innendrücke (bis 6 bar) ausgelegt. Die Geometrie der Elektrode ist vorzugsweise stabförmig
mit gerundeten bzw. ovalen Kanten, oder flächig mit gerundeten ovalen Kanten. Die
Gegenelektrode kann von beliebigem Typ und Geometrie sein und ist jeweils gegenüber
den Austrittsöffnungen zu positionieren.
[0022] vorzugsweise besteht die Elektrode aus Aluminium oder E-delstahl.
[0023] Die Elektrode kann mit einem nicht leitenden Überzug versehen werden, um die vorzüge
einer Barriereentladung zu gewährleisten, auch wenn die Gegenelektrode blank ausgeführt
ist. Dieser nicht leitende Überzug kann z. B. einfach eine Oxid-Schicht sein, wie
sie beim Eloxieren von Aluminium auftritt, oder eine Keramikschicht.
[0024] Wird die Elektrode in einer dielektrischen Barriereentladung (z. B. mit einer Keramik
beschichteten Walze als Gegenelektrode) mit Luftzufuhr betrieben, kann ein sehr viel
homogeneres Entladungsbild erzeugt werden, was optisch durch das Verschwinden von
Entladungsfilamenten beobachtet werden kann, wenn die Luftzufuhr eingeschaltet wird.
Bei der Behandlung poröser Materialien wie Textilien führt die Strömung der Medien
aus der Elektrode zu einer gleichmäßige Behandlung des Materials, auch in tiefer liegenden
Bereichen des Gewebes.
[0025] Um verschiedene Medien in die Entladungszone einbringen zu können, ist vorgesehen,
dass der Hohlkörper in mehrere quer zur Ware verlaufende Kammern unterteilt ist, die
ein Kammersystem bilden, wobei jede Kammer einen Anschluss zum Einleiten eines gasförmigen
Mediums und mit wenigstens einer Reihe von nebeneinander liegenden Austrittsöffnungen
für das Medium versehen ist, wobei alle Austrittsöffnungen an einer Seite des Hohlkörpers
angeordnet sind.
[0026] Neben Medien wie reinen Gasen kann die Elektrode natürlich auch mit Gasgemischen
oder mit Trägergasen betrieben werden. Den Trägergasen können flüchtige Komponenten
oder schwebfähige flüssige oder feste Teilchen beigemischt werden, die mit aus der
Elektrode ausgetragen werden, so dass die Elektrode auch für besonders effektive Plasmabeschichtungen
verwendet werden kann.
[0027] Durch die Unterteilung des Hohlkörpers mit einem Kammersystem können Gase bzw. Trägergase
mit flüchtigen oder schwebfähigen Komponenten auch an unterschiedlichen Stellen der
Gaselektrode austreten. So können z. B. reine 1-nertgaskomponenten über eine Kammer
in den Entladungsbereich der Elektrode gelenkt werden, während ein Trägergas flüchtige
Komponenten über eine zweite Kammer am Ende des Entladungsbereichs austrägt, wodurch
z. B. Fragmentierungsreaktionen der flüchtigen Komponenten im Plasma vermieden oder
verringert werden.
[0028] Eine andere Ausgestaltung der Vorrichtung die nicht unter der Bereich der Erfindung
fällt sieht vor, dass die Gegenelektrode symmetrisch zu Elektrode aufgebaut ist und
ihr gegenüberliegend angeordnet ist, so dass sich die Austrittsöffnungen von Gegenelektrode
und Elektrode auf sich gegenüberliegenden Seiten von Gegenelektrode und Elektrode
befinden und die ware zwischen Elektrode und Gegenelektrode hindurchgeführt ist.
[0029] Im Folgenden soll anhand von 4 Ausführungsbeispielen die Erfindung näher erläutert
werden. Dazu zeigen jeweils im Querschnitt:
- Fig. 1
- ein erstes Beispiel, bei der die Elektrode ein Einkammersystem ist und die Gegenelektrode
unterhalb der Elektrode angeordnet ist, wobei durch den Spalt zwischen Elektrode und
Gegenelektrode die zu behandelnde Ware verläuft,
- Fig. 2
- ein zweites Beispiel, bei der die Elektrode ein Zweikammersystem hat,
- Fig. 3
- ein drittes Biespiel, bei der die Elektrode und die Gegenelektrode symmetrisch zueinander
aufgebaut und gegenüberliegend angeordnet sind, und
- Fig. 4
- eine Ausführungsform, bei der die Gegenelektrode in der Kammer der Elektrode angeordnet
ist.
[0030] Die Figur 1 zeigt eine Elektrode 1, die als hohle Profilstange ausgeführt ist, die
sich senkrecht zur Zeichenebene erstreckt. Der Querschnitt des Profils ist rechteckig,
wobei die Fläche der langen Seiten parallel zu einer zu behandelnden Bahn 2 verläuft.
Anstelle einer Bahn kann auch eine Platten- oder Bogenware behandelt werden. Die einzelnen
Platten oder Bögen laufen dabei nacheinander an der Elektrode vorbei und bilden in
ihrer Abfolge somit ebenfalls eine Bahn. In der Elektrode 1- ist damit eine geschlossene
Kammer 3 ausgebildet, die sich über die Breite der Bahn 2 erstreckt und an den Enden
des Profiles mit hier nicht dargestellten Kappen verschlossen ist.
[0031] Die Kanten zwischen den kurzen und langen Seiten des Profils und insbesondere die
der Bahn zugewandten Kanten 4, 5 sind gekrümmt ausgeführt.
[0032] An der von der Bahn abgewandten Oberseite der Elektrode 1 befindet sich ein Gaseinlass
6.
[0033] An der der Bahn zugewandten Unterseite befinden sich in der Wand der Elektrode 1
drei Reihen von Gasauslässen 7 in Form von düsenförmigen Austrittsöffnungen. Die Reihen
verlaufen parallel zueinander und quer zur Bahn 2.
[0034] Wegen des Druckabfalls in den Gasauslässen 7 wird an der Kammer 3 ein Überdruck von
bis zu 6 bar angelegt, der bewirkt, dass das durch den Gaseinlass 6 einströmende Medium
sich gleichmäßig in der Kammer 3 verteilt.
[0035] Eine flächige und kompakt ausgeführte Gegenelektrode 8 ist unterhalb der Elektrode
1 angeordnet. Durch den sich dadurch bildenden Spalt 9 zwischen der Elektrode 1 und
Gegenelektrode 8 verläuft die Bahn 2 in Richtung des Pfeiles 10.
[0036] Gemäß der Fig. 2 besitzt die Elektrode 1 zwei Kammern 3, 3' und bildet somit ein
Zweikammersystem. Die Kammern 3, 3' verlaufen parallel zueinander und quer zur Bahn
2. Jede Kammer 3, 3' verfügt über einen eigenen Gaseinlass 6, 6' sowie über wenigstens
eine Reihe von Gasauslässen 7, 7'.
[0037] Gemäß der Fig. 3 ist die Gegenelektrode 8 symmetrisch zur Elektrode 1 aufgebaut und
besitzt damit ebenfalls eine Kammer 5a mit einem Gaseinlass 6a und Gasauslässen 7a.
Die Gegenelektrode 8 ist gegenüberliegend der Elektrode 1 angeordnet. Die Gasauslässe
7, 7a von Gegenelektrode 8 und Elektrode 1 befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten
zum Spalt 9, durch den die Bahn 2 hindurchgeführt ist.
[0038] Gemäß der Fig. 4 ist eine flächige und kompakte Gegenelektrode 8 in der Kammer 3
der Elektrode 1 angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Elektrode
- 2
- Bahn
- 3
- Kammer
- 4
- Kante
- 5
- Kante
- 6, 6a
- Gaseinlass
- 7, 7a
- Gasauslass
- 8
- Gegenelektrode
- 9
- Spalt
- 10
- Pfeil
1. Vorrichtung zum Modifizieren der Oberflächen von Bahn-, Platten- und Bogenware mit
einer Einrichtung zur Erzeugung eines Plasmas mit Hilfe einer Corona-oder Barriereentladung
bei Atmosphärendruck, wobei die Plasmaerzeugungsvorrichtung mit einer Elektrode (1)
und einer Gegenelektrode (8) versehen ist, wobei wenigstens eine der Elektroden aus
einem Hohlkörper aus leitfähigem Material besteht, der eine aus leitfähigem Material
bestehende untere Wand, eine obere Wand und zwei Seitenwände aufweist, wobei die Wände
wenigstens eine Kammer (3) einschließen, die über einen Gaseinlass (6) zum Einleiten
eines gasförmigen Mediums in die Kammer (3) verfügt, wobei die der Ware (2) zugewandte
untere Wand wenigstens eine Reihe von nebeneinander liegenden Austrittsöffnungen (7)
für das Medium aufweist und wobei die Austrittsöffnungen (7) so angeordnet sind, dass
das Gas den Austrittsöffnungen (7) über die nach innen gerichtete Wandfläche der unteren
Wand quer zur Reihe der Austrittsöffnungen zufließen kann, und mit einer Transporteinrichtung,
um die Ware in einer quer zur Reihe der Austrittsöffnungen liegenden Bewegungsrichtung
an der aus einem Hohlkörper bestehenden Elektrode (1) vorbeizuführen, dadurch gekennzeichnet, dass die quer zur Bewegungsrichtung verlaufenden Kanten (4, 5) zwischen den Seitenwänden
und der unteren Wand gekrümmt ausgeführt sind und dass der mittlere Krümmungsradius
der Kanten größer als 8 mm, vorzugsweise größer als 10 mm ist, und dass die Gegenelektrode
(8) in der Kammer (3) der Elektrode (1) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenelektrode (8) oberhalb der Austrittsöffnungen angeordnet ist und der Abstand
der Gegenelektrode (8) zur unteren Wand im Bereich der Austrittsöffnungen kleiner
als 1 mm ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung von einem Viertelbogen gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichet, dass in
der Kammer ein Überdruck aufgebaut ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode (1) flach ausgeführt ist, wobei die Vorder- und Rückseite der Elektrode
als Kreisabschnitt ausgeführt sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode (1) aus einem Profil mit einem geschlossenen Querschnitt gebildet ist,
wobei die Seiten durch Kappen verschlossen sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Reihen von Austrittsöffnungen (7) vorgesehen sind, die in Bewegungsrichtung
der Ware gesehen hintereinander angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode (1) mit einem nicht leitenden Überzug versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichet, dass der
Hohlkörper in mehrere quer zur Bewegungsrichtung der Ware verlaufende Kammern (3,
3') unterteilt ist, die ein Kammersystem bilden, wobei jede Kammer (3, 3') mit einem
Gaseinlass (6, 6') zum Einleiten eines gasförmigen Mediums und mit wenigstens einer
Reihe von nebeneinander liegenden Austrittsöffnungen (7, 7') für das Medium versehen
ist, wobei alle Austrittsöffnungen (7, 7') an einer Seite des Hohlkörpers angeordnet
sind.
1. An apparatus for modifying the surfaces of web, plate and sheet products using a device
for generating a plasma with the aid of a corona or barrier discharge at atmospheric
pressure, wherein the plasma generation device is provided with an electrode (1) and
a counter-electrode (8), wherein at least one of the electrodes comprises a hollow
body made of conductive material, which comprises a lower wall made of a conductive
material, an upper wall and two side walls, wherein the walls enclose at least one
chamber (3), which comprises a gas inlet (6) for introducing a gaseous medium into
the chamber (3), wherein the lower wall facing the products (2) comprises at least
one row of exit openings (7) lying beside one another for the medium and wherein the
exit openings (7) are disposed in such a way that the gas can flow to the exit openings
(7) via the inwardly facing wall surface of the lower wall transverse to the row of
exit openings, and with a transporting device for conveying the products in a direction
of motion lying transverse to the row of exit openings past the electrode (1) comprising
a hollow body, characterised in that the edges (4, 5) between the side walls and the lower wall running transverse to
the direction of motion are constituted curved and that the average radius of curvature
of the edges is greater than 8 mm, preferably greater than 10 mm, and that the counter-electrode
(8) is disposed in the chamber (3) of the electrode (1).
2. The device according to claim 1, characterised in that the counter-electrode (8) is disposed above the exit openings and the distance of
the counter-electrode (8) from the lower wall in the region of the exit openings is
less than 1 mm.
3. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the curvature is formed by a quarter arc.
4. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that an excess pressure is built up in the chamber.
5. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the electrode (1) is constituted flat, wherein the front and rear side of the electrode
are constituted as a segment of a circle.
6. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the electrode (1) is formed from a profile with a closed cross-section, wherein the
sides are closed by caps.
7. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that a plurality of rows of exit openings (7) are provided which are disposed one behind
the other viewed in the direction of motion of the products.
8. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the electrode (1) is provided with a non-conductive coating.
9. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the hollow body is split up into a plurality of chambers (3, 3') running transverse
to the direction of motion of the products, said chambers forming a chamber system,
wherein each chamber (3, 3') is provided with a gas inlet (6, 6') for introducing
a gaseous medium and with at least one row of exit openings (7, 7') lying beside one
another for the medium, wherein all the exit openings (7, 7') are disposed on a side
of the hollow body.
1. Dispositif pour modifier les surfaces de produits sous forme de bande, de plaque ou
courbés utilisant un système pour générer un plasma à l'aide d'une décharge à effet
de couronne ou de barrière sous pression atmosphérique, pour lequel le système de
génération de plasma est muni d'une électrode (1) et d'une contre-électrode (8), pour
lequel au moins une des électrodes est composée d'un corps creux en matériau conducteur
qui présente une paroi inférieure composée d'un matériau conducteur, une paroi supérieure
et deux parois latérales, pour lequel les parois enferment au moins une chambre (3)
qui dispose d'une entrée de gaz (6) pour introduire un milieu gazeux dans la chambre
(3), pour lequel la paroi inférieure tournée vers le produit (2) présente au moins
une série d'ouvertures de sortie (7) pour le milieu, situées les unes à côté des autres,
et pour lequel les ouvertures de sortie (7) sont disposées de telle sorte que le gaz
peut affluer aux ouvertures de sortie (7) par la surface de paroi orientée vers l'intérieur
de la paroi inférieure transversalement à la série des ouvertures de sortie et pour
dériver, avec un système de transport, le produit dans une direction de déplacement
située transversalement à la série d'ouvertures de sortie sur l'électrode (1) composée
d'un corps creux caractérisé en ce que les bords (4, 5), passant transversalement à la direction de déplacement, entre les
parois latérales et la paroi inférieure, sont exécutés courbés et en ce que le rayon de courbure moyen des bords est supérieur à 8 mm, de préférence supérieur
à 10 mm et en ce que la contre-électrode (8) est disposée dans la chambre (3) de l'électrode (1).
2. Dispositif selon la revendication 1 caractérisé en ce que la contre-électrode (8) est disposée au-dessus des ouvertures de sortie et en ce que la distance de la contre-électrode (8) à la paroi inférieure dans la zone des ouvertures
de sortie est inférieure à 1 mm.
3. Dispositif selon une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce que la courbure est formée d'un quart d'arc.
4. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce qu'une surpression est établie dans la chambre.
5. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce que l'électrode (1) est exécutée plate, la face avant et la face arrière de l'électrode
étant réalisées comme segment de cercle.
6. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce que l'électrode (1) est formée à partir d'un profilé avec une section fermée, les côtés
étant fermés par des capuchons.
7. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédente caractérisé en ce que plusieurs séries d'ouvertures de sortie (7) sont prévues qui sont disposées l'une
derrière l'autre vues dans le sens de déplacement du produit.
8. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédente caractérisé en ce que l'électrode (1) est munie d'un revêtement non conducteur.
9. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédente caractérisé en ce que le corps creux est subdivisé en plusieurs chambres (3, 3') passant transversalement
au sens de déplacement du produit qui forment un système de chambres, chaque chambre
(3, 3') étant munie d'une entrée de gaz (6, 6') pour introduire un milieu gazeux et
avec au moins une série d'ouvertures de sortie (7, 7') pour le milieu situées les
unes près des autres, toutes les ouvertures de sortie (7, 7') étant disposées sur
un côté du corps creux.

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