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EP 2 392 459 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.2015 Patentblatt 2015/36 |
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Anmeldetag: 26.05.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zur Registersteuerung einer Druckmaschine
Method and device for register control of a printing press
Procédé et dispositif de réglage du registre d'une presse d' impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
02.06.2010 CH 8752010
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.12.2011 Patentblatt 2011/49 |
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Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Zeinhofer, Josef
79689 Maulburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Liebe, Rainer |
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Müller Martini Marketing AG
Patentabteilung
Untere Brühlstrasse 13 4800 Zofingen 4800 Zofingen (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 882 588 DE-A1- 10 254 836
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EP-A1- 0 950 519
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Registersteuerung einer Druckmaschine gemäß
den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Vorrichtung hierfür gemäß Anspruch 12 sowie eine
die Vorrichtung aufweisende Druckmaschine gemäß Anspruch 18.
[0002] Im Mehrfarbendruck werden in einer Druckmaschine mit mehreren bildgebenden Zylindern
mindestens zwei Teilfarben übereinander gedruckt. Steht eine Druckmaschine im Register,
oder anders ausgedrückt, im Passer, treffen Druckbilder der verschiedenen Druckwerke,
die jeweils für das Bedrucken mit einer Teilfarbe zuständig sind, exakt aufeinander.
[0003] Rollendruckmaschinen weisen oftmals lange Wege eines Bedruckstoffs, insbesondere
Papier und Folie, zwischen zwei Druckwerken auf. Bekanntermaßen sind in diesen Rollendruckmaschinen
Vorrichtungen integriert, mit deren Hilfe das Register exakt eingestellt und im Verlauf
des Druckvorgangs immer wieder nachgestellt werden kann. Auch in Bogendruckmaschinen
sind solche Registerregelungen etabliert.
[0004] Hilfsmittel bekannter Registerregelungen sind beispielsweise Markierungen, die in
jedem Druckwerk außerhalb der Bildfläche mitgedruckt werden, sogenannte Passermarken
oder Passkreuze. Mit Hilfe von Bildverarbeitungssystemen werden die Stellungen der
jeweils relevanten Passermarken zueinander aufgenommen sowie ausgewertet und die Druckmaschine
wird entsprechend nachgeregelt.
[0005] Bei der Beurteilung des Registers oder der Registergenauigkeit wird zwischen dem
Längsregister (in Laufrichtung der Bahn des Bedruckstoffs), dem Seitenregister (quer
zur Laufrichtung) und dem Diagonalregister unterschieden. Die Problematik der Erfindung
betrifft im Wesentlichen das Längsregister.
[0006] Sind Längsregisterabweichungen festzustellen, kann ein Ausgleich beispielsweise durch
Verschieben von einzelnen Leitwalzen, den Registerwalzen, die den Weg zwischen zwei
Druckwerken verkürzen oder verlängern, stattfinden. Alternativ kann das Längsregister
auch durch ein Verdrehen der bildgebenden Zylinder zueinander verstellt werden.
[0007] Ursache für eine Abweichung im Register ist üblicherweise ein anderer Bedruckstoff,
der gegenüber dem zuvor verwendeten Bedruckstoff ein anderes Dehnungsverhalten aufweist.
Auch die Geschwindigkeit der Druckmaschine kann eine Registerregelung erforderlich
machen, weil sich die Bahn des Bedruckstoffs je nach Geschwindigkeit der Druckmaschine
anders verhält.
[0009] Bekannte Registerregelungen berücksichtigen unzureichend oder nicht, dass die Länge
der Bahn des Bedruckstoffs zwischen den am Druck beteiligten Druckwerken durch Umstellungen
der Druckmaschinenkonfiguration deutlich variieren kann. Dies kann dazu führen, dass
die Registerabweichungen größer als der Fangbereich üblicher Registerregelungen sind,
wodurch das Register nicht mehr automatisch angepasst werden kann. Auch eine Beeinflussung
des Registers durch eine vom Maschinenführer vorgegebene Änderung der Länge des vorgesehenen
Druckbildes ist nicht thematisiert. Bekannten Druckmaschinen setzen diese Vorgabe
durch eine Überlagerungsgeschwindigkeit der individuellen Antriebe von bildgebenden
Zylindern benachbarter, am Druckprozess des Druckbildes beteiligter Druckwerke um.
[0010] Eine Verkürzung der Länge des Druckbildes um etwa bis 1 mm, bezogen auf das ursprüngliche
Format des Druckbildes, wird durch eine Beschleunigung des Antriebes der bildgebenden
Zylinder erreicht. Durch die gegenüber der theoretisch richtigen Geschwindigkeit des
Bedruckstoffs höhere aber konstante Drehzahl verkürzt sich das Druckbild entsprechend.
[0011] Demgegenüber verlängert sich das Druckbild um etwa bis 3 mm, bezogen auf das ursprüngliche
Format des Druckbildes, wenn der jeweilige Antrieb des bildgebenden Zylinders gegenüber
der Bahn des Bedruckstoffs verlangsamt wird. So lässt sich das Druckbild über einen
längeren Abschnitt der Bahn, als durch ein entsprechendes Negativ auf dem bildgebenden
Zylinder vorgesehen, ziehen.
[0012] Registerabweichungen verursacht durch Druckbildlängenänderungen liegen in der Regel
nicht im Fangbereich der eingangs angesprochen Registerregelungen. Liegen beispielsweise
zwischen zwei benachbarten Druckwerken fünf Druckbilder bzw. Formate, die jeweils
verlängert werden, resultiert aus der Veränderung der Länge des Druckbildes insgesamt
eine Registerabweichung in dem in Produktionsrichtung nachgeordneten Druckwerk in
einer Größenordnung des Fünffachen der Veränderung der Länge des Druckbildes.
[0013] In besonders flexibel einsetzbaren Druckmaschinen variiert die Länge des Bedruckstoffs
zwischen zwei benachbarten Druckwerken durch Umstellungen in der Produktion oftmals
beträchtlich, sodass nicht automatisch feststeht, wie viele Druckbilder zwischen zwei
benachbarten Druckwerken liegen.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen,
welche außerhalb des üblichen Fangbereichs bekannter Registerregelungen liegende Registerabweichungen
durch eine Steuerung beseitigen. Dazu sind wesentliche Einflussfaktoren zu ermitteln
und der Druckmaschine als Steuergrößen zuzuführen.
[0015] Das Verfahren zur Registersteuerung findet in einer Druckmaschine Anwendung, die
ein erstes Druckwerk und zumindest ein weiteres Druckwerk umfasst. Die Druckwerke
weisen jeweils zumindest einen bildgebenden Zylinder mit einer Rotationsgeschwindigkeit
auf. Zum Vermeiden eines Auseinanderlaufens von Druckbildern mehrerer Druckwerke werden
Registereinstellungen des zumindest einen bildgebenden Zylinders der weiteren Druckwerke
entsprechend einer vorgegebenen Längenänderung eines Druckbildes verändert.
[0016] Die Aufgabe ist gemäss Anspruch 1 dadurch gelöst, dass die Veränderung der Registereinstellungen
in Abhängigkeit von zumindest einer Länge eines Bedruckstoffs zwischen den Druckwerken
durchgeführt wird.
[0017] Durch das Verfahren lassen sich Makulatur und Rüstzeit einsparen, weil die Registersteuerung
automatisch eine Korrektur ausführt. Der Maschinenführer muss dabei keinen Eingriff
vornehmen, weshalb der Prozess sicherer abläuft.
[0018] Die Veränderung der Registereinstellungen erfolgt in einer vorteilhaften Ausführungsform
des Verfahrens während des laufenden Betriebs der Druckmaschine. Eine vorgegebene
Längenänderung eines Druckbildes wird durch eine Änderung des Verhältnisses der Rotationsgeschwindigkeit
des zumindest einen bildgebenden Zylinders der weiteren Druckwerke gegenüber einer
Geschwindigkeit des Bedruckstoffs realisiert. Die theoretisch richtige Rotationsgeschwindigkeit
des zumindest einen bildgebenden Zylinders wird dabei auf die der geänderten Druckbildlänge
zugeordneten Rotationsgeschwindigkeit bezogen. In der Regel besteht dieses Verhältnis
zwischen den Rotationsgeschwindigkeiten eines Gummituchzylinders und eines Gegendruckzylinders.
[0019] Die Veränderung der Registereinstellungen des zumindest einen bildgebenden Zylinders
der weiteren Druckwerke wird bei einer nächsten vorteilhaften Ausführungsform korrigiert,
indem eine Korrektur der Länge des Bedruckstoffs zwischen den Druckwerken in Bezug
zu einer Referenzposition in der Druckmaschine erfolgt. Diese Referenzposition ist
besonders vorteilhaft durch das erste in einer Laufrichtung des Bedruckstoffs am Druckprozess
beteiligte Druckwerk definiert.
[0020] Die Korrektur wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform aus einer Multiplikation
der Längenänderung des Druckbildes mit einer Anzahl der Druckbilder zwischen den jeweils
benachbarten Druckwerken gebildet. Die Anzahl der Druckbilder wird durch Dividieren
der Länge des Bedruckstoffs zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken durch eine
Länge eines Druckbildes in einer Laufrichtung des Bedruckstoffs ermittelt.
[0021] Die Länge des Bedruckstoffs zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken wird besonders
vorteilhaft durch eine Auswertung mindestens eines Signals von zumindest zwei Sensoren
ermittelt. Die Sensoren vorteilhafter Ausführungsformen geben das Signal aus, wenn
sie eine Markierung des Bedruckstoffs erkennen.
[0022] Die Markierung wird besonders vorteilhaft mit einer Markierungseinrichtung vor oder
in dem ersten Druckwerk auf oder in den Bedruckstoff appliziert, insbesondere durch
Stempeln, Lochen, Farbauftragen oder Bekleben.
[0023] Als Sensoren werden vorteilhaft Lichtschranken verwendet.
[0024] Die Länge des Bedruckstoffs zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken wird mittels
vorteilhafter Verfahren mit einer Genauigkeit kleiner 0,2 mm ermittelt.
[0025] Zur zusätzlichen Auswertung der Winkellage der Druckwerke werden beispielsweise Impulsgeber
verwendet, die in Antriebssystemen der Druckwerke, insbesondere in Servontriebssystemen
vorgesehen sind. Aus der ermittelten Winkellage der Druckwerke wird ein Signal erzeugt,
welches gemeinsam mit den die Länge des Bedruckstoffs zwischen den jeweils benachbarten
Druckwerken betreffenden Signalen ausgewertet wird, wobei die Registereinstellungen
des zumindest einen bildgebenden Zylinders der weiteren Druckwerke entsprechend der
erfolgten Auswertung verändert werden.
[0026] Eine Vorrichtung zur Registersteuerung einer Druckmaschine ist erfindungsgemäß für
den Einsatz in einer Druckmaschine bestimmt. Die Druckmaschine besitzt ein erstes
Druckwerk und zumindest ein weiteres Druckwerk. Jedes Druckwerk weist zumindest einen
bildgebenden Zylinder mit einer Rotationsgeschwindigkeit auf. Registereinstellungen
der auf das erste Druckwerk folgenden, weiteren Druckwerke sind zum Vermeiden eines
Auseinanderlaufens von übereinander zu druckenden Druckbildern mehrerer Druckwerke
veränderbar.
[0027] Die Vorrichtung zur Registersteuerung weist eine Steuereinrichtung und jeweils zumindest
ein Antriebssystem sowie jeweils zumindest einen Sensor für die Druckwerke auf. Das
Antriebssystem ist insbesondere ein Servoantriebssystem. Mit dem zumindest einen Sensor
ist eine Markierung des Bedruckstoffs erfassbar, ein entsprechendes Signal generierbar
und an die Steuereinrichtung weiterleitbar. Aus den empfangenen Signalen des zumindest
einen Sensors ist mittels der Steuereinrichtung die Länge eines Bedruckstoffs zwischen
den Druckwerken ermittelbar. In Abhängigkeit der ermittelten Länge sind die Registereinstellungen
der weiteren Druckwerke mit den Antriebssystemen veränderbar.
[0028] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist der zumindest eine Sensor
jeweils an den Druckwerken oder in einer Laufrichtung des Bedruckstoffs jeweils hinter
den Druckwerken angeordnet.
[0029] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Vorrichtung weist eine Markierungseinrichtung
auf, die in Laufrichtung des Bedruckstoffs vor oder in einem ersten Druckwerk angeordnet
ist. Besonders vorteilhaft ist mittels der Markierungseinrichtung vor oder in dem
ersten Druckwerk eine Markierung auf oder in den Bedruckstoff applizierbar, insbesondere
ein Abdruck eines Stempels, eine Lochung, ein Farbauftrag oder eine Beklebung.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Vorrichtung zumindest einen insbesondere
am Antriebssystem angeordneten Impulsgeber auf, mit dem die Winkellage zumindest eines
der Druckwerke erfassbar und an die Steuereinrichtung sowie das Antriebssystem weiterleitbar
ist.
[0031] Besonders vorteilhaft ist eine Druckmaschine mit einer der Vorrichtungen ausgerüstet.
[0032] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine Draufsicht auf zwei parallel zueinander ausgelegt dargestellten Bahnen
des Bedruckstoffs mit ihrer jeweiligen Aufteilung in Druckbilder,
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Radialschnitts durch eine Druckmaschine
mit fünf Druckwerken und jeweils individuell angetriebenen, bildgebenden Zylindern,
wobei eine Bahn des Bedruckstoffs durch die Druckmaschine geleitet wird,
Figur 3 ein erstes Blockschaltbild zur Verdeutlichung des Verfahrensablaufs bei der
Ermittlung der geometrischen Längen zwischen den Druckwerken, und
Figur 4 ein zweites Blockschaltbild zur Verdeutlichung des Verfahrensablaufs beim
Ausführen der Korrektur des Registers.
[0033] In Figur 2 ist schematisch eine Druckmaschine 6 mit fünf Druckwerken 1, 2, 3, 4,
5, nämlich einem ersten Druckwerk 1 und vier weiteren Druckwerken 2, 3, 4, 5 dargestellt.
In einer Laufrichtung 12 wird ein Bedruckstoff 9 durch die Druckmaschine 6 hindurchgeführt
und passiert dabei ein Druckwerk 1, 2, 3, 4, 5 nach dem anderen. Zwei Bahnen 13, 13'
des Bedruckstoffs 9 sind in Figur 1 in einer Ansicht von oben dargestellt, um deren
Aufteilung in Abschnitte durch Druckbilder 11, 11' zu verdeutlichen. In jedem Druckwerk
1, 2, 3, 4, 5 wird mit bildgebenden Zylindern 26, 27 auch Formatzylinder genannt,
eine Teilfarbe des Druckbildes 11, 11' auf den Bedruckstoff 9 gedruckt. Am stromabwärtigen
Ende der Druckmaschine 6 ist durch Übereinanderdrucken der verschiedenen Teilfarben
der Druckwerke 1, 2, 3, 4, 5 das mehrfarbige Druckbild 11, 11' erzeugt.
[0034] Die Druckwerke 1, 2, 3, 4, 5 gemäß Figur 2 weisen vertikal übereinander jeweils zwei
bildgebende Zylinder 26, 27 auf, nämlich einen oberhalb angeordneten Plattenzylinder
26a und einen unterhalb angeordneten Gummituchzylinder 27a, unter dem wiederum ein
Gegendruckzylinder 28 positioniert ist. Der Bedruckstoff 9 wird zwischen dem Gummituchzylinder
27a und dem Gegendruckzylinder 28a in Laufrichtung 12 transportiert. Das Druckbild
11, 11' entsteht zunächst oberhalb des Bedruckstoffs 9 durch das Aufeinanderabrollen
des Plattenzylinders 26a auf dem Gummituchzylinder 27a. Diese bildgebenden Zylinder
26, 27 drehen mit gleicher Drehzahl und werden gemeinsam je nach gewünschter Länge
des Druckbildes 11, 11' mit der Geschwindigkeit des Bedruckstoffs 9 oder schneller
bzw. langsamer als diese Geschwindigkeit betrieben. Es kommt schließlich zu einem
Abrollen des Gummituchzylinders 27a auf dem Bedruckstoff 9, wodurch das Druckbild
11, 11' auf letzteren übertragen wird. Drehen der Plattenzylinder 26a und der Gummituchzylinder
27a mit konstanter Drehzahl aber leicht langsamer als die Bahn 13, 13'des Bedruckstoffs
9, entsteht ein leicht verlängertes Druckbild. Die Drehzahl des Gegendruckzylinders
28 auf der anderen Seite der Bahn 13, 13' des Bedruckstoffs 9 bleibt dabei unverändert.
[0035] Diese Drehzahlvariation gilt für alle Druckwerke 1, 2, 3, 4, 5 in gleichem Maße bzw.
der gleichen Drehzahldifferenz. Jedes Druckwerk 1, 2, 3, 4, 5 ist mit einer individuellen
Rotationsgeschwindigkeit ω direkt mit einem eigenen Antriebssystem 31, 32, 33, 34,
35 oder indirekt über nicht dargestellte Antriebswalzen antreibbar.
[0036] In Laufrichtung 12 des Bedruckstoffs 9 betrachtet, ist vor einem ersten Druckwerk
1 eine Markierungseinrichtung 10 vorgesehen. Alternativ kann die Markierungseinrichtung
10 auch im ersten Druckwerk 1 angeordnet werden.
[0037] Beim Anschalten der Druckmaschine 6 oder bei einer Konfigurationsänderung, d.h. beispielsweise
bei einer Änderung der Bahnführung zwischen den Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5, appliziert
die Markierungseinrichtung 10 eine Markierung 8 auf dem Bedruckstoff 9. Demnach muss
eine Ermittlung der Länge des zwischen den Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 vorhandenen Bedruckstoffs
9 nur einmal vorgenommen und erst dann wiederholt werden, wenn die tatsächliche Länge
des Bedruckstoffs 9 zwischen den Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 verändert wird.
[0038] In Laufrichtung 12 des Bedruckstoffs 9 betrachtet, ist hinter den Druckwerken 1,
2, 3, 4, 5 jeweils ein Sensor 21, 22, 23, 24, 25 angeordnet und beispielsweise als
Lichtschranke ausgebildet. Die Sensoren 21, 22, 23, 24, 25 erzeugen ein Signal, sobald
die Markierung 8 ihre Position erreicht und leiten dieses Signal an eine mit den Antriebssystemen
31, 32, 33, 34, 35 der Druckwerke 1, 2, 3, 4, 5 verbundene Steuereinrichtung 29 weiter.
Zwischen einem Druckwerk 1, 2, 3, 4, 5 und dem jeweils nachfolgend angeordneten Sensor
21, 22, 23, 24, 25 besteht ein bekannter Abstand s. Innerhalb dieses Abstands s befindet
sich ein Abschnitt definierter Länge des Bedruckstoffs 9.
[0039] Natürlich können die Sensoren 21, 22, 23, 24, 25 auch im jeweiligen Druckwerk 1,
2, 3, 4, 5 angeordnet und auch zur Erkennung von Bahnrissen des Bedruckstoffs 9 verwendet
werden. Die Steuereinrichtung 29 kann auch durch die Druckmaschinensteuerung gebildet
werden.
[0040] Die Bahn 13, 13' des Bedruckstoffs 9 hat zwischen dem ersten Druckwerk 1 und dem
zweiten Druckwerk 2 eine erste Länge I
12. Entsprechend sind den in Laufrichtung 12 nachfolgenden Zwischenräumen zwischen den
Druckwerken 2, 3, 4, 5 eine zweite Länge I
23, eine dritte Länge I
34 und eine vierte Länge I
45 der Bahn 13, 13' des Bedruckstoffs 9 zuzuordnen. Insbesondere bei Produktionsumstellungen
können diese Längen I
12, I
23, I
34, I
45 der Bahn 13, 13' des Bedruckstoffs 9 variieren.
[0041] Eine derartige Druckmaschine 6 ist in der Lage, die jeweilige Länge I
12, I
23, I
34, I
45 der Bahn 13, 13' des Bedruckstoffs 9 zwischen den Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 mittels
der Sensoren 21, 22, 23, 24, 25 und der Steuereinrichtung 29 zu bestimmen, insbesondere
auch bei Umstellungen während des Maschinenlaufs.
[0042] Nachdem die Druckmaschine 6 angeschaltet worden ist oder nachdem deren Konfiguration
unter Änderung der Länge der Bahn 13, 13' des Bedruckstoffs 9 zwischen zwei Druckwerken
1, 2, 3, 4, 5 verändert wurde, erfolgt zunächst eine Freigabe zum Messen, d.h. zum
Ermitteln der neuen Länge der Bahn 13, 13' des Bedruckstoffs 9 zwischen den Druckwerken
1, 2, 3, 4, 5. Dem Ablauf gemäß Figur 3 folgend wird danach die Markierung 8 auf dem
Bedruckstoff 9 aufgebracht. Natürlich kann die Markierung 8 auch in den Bedruckstoff
9 appliziert werden. Anschließend werden die aufgrund der den jeweiligen Sensor 21,
22, 23, 24, 25 passierenden Markierung 8 erfassten Signale der Sensoren 21, 22, 23,
24, 25 in der Steuereinrichtung 29 ausgewertet. Diese kennt den Abstand s des Druckwerkes
1, 2, 3, 4, 5 zu dem jeweils nachfolgend angeordneten Sensor 21, 22, 23, 24, 25, jedoch
nicht notwendigerweise auch den Abstand des ersten Druckwerks 1 zur Markierungseinrichtung
10. Aus den Signalen der Sensoren 21, 22, 23, 24, 25 und den bekannten Abständen s
werden in der Steuereinrichtung 29 die aktuellen Längen I
12, I
23, I
34, I
45 des Bedruckstoffs 9 zwischen den Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 ermittelt und gesichert,
d.h. abgespeichert. Zudem erzeugt die Steuereinrichtung 29 ein Signal zur Änderung
der Registereinstellungen der weiteren Druckwerke 2, 3, 4, 5 und gibt dieses an die
jeweiligen Antriebssysteme 32, 33, 34, 35 weiter. Eine mit dem ersten und dem zweiten
Sensor 21, 22 durchgeführte Messung führt nach Auswertung der auf den Messergebnissen
beruhenden und an die Steuereinrichtung 29 übermittelten Signale zumindest zu einer
entsprechenden Beeinflussung der Registereinstellungen des zweiten Druckwerks 2. Außerdem
erfolgt eine Freigabe zum Drucken. Anschliessend warten die Steuereinrichtung 29 und
die Antriebssysteme 31, 32, 33, 34, 35 auf das nächste Anschalten oder die nächste
Konfigurationsänderung der Druckmaschine 6.
[0043] In Figur 1 sind zum Vergleich zwei Bahnen 13, 13' des Bedruckstoffs 9 parallel zueinander
ausgelegt dargestellt. Die erste Bahn 13 hat eine Gesamtlänge L. Auf dieser Bahn 13
finden fünf gleiche Druckbilder 11 mit einer Länge I Platz. Die zweite Bahn 13' des
Bedruckstoffs 9 unterscheidet sich von der ersten Bahn 13 des Bedruckstoffs 9 durch
eine Änderung der Länge der Druckbilder 11, 11'. Im dargestellten Fall gemäß Figur
1 ist die resultierende Gesamtlänge L' der fünf dargestellten Druckbilder 11' der
zweiten Bahn 13' mit je einer Länge I' insgesamt deutlich kürzer als die der ersten
Bahn 13.
[0044] In Figur 1 ist somit eine vom Maschinenführer vorgegebene Längenänderung ΔI
1 der Druckbilder 11, 11' als Differenz der Länge I der Druckbilder 11 zur Länge I'
der Druckbilder 11' ablesbar. Es wird deutlich, dass durch eine solche Längenänderung
bei jedem der fünf im Zwischenraum zwischen jeweils zwei Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5
befindlichen Druckbilder 11, 11' nach dem fünften Druckbild 11, 11' insgesamt eine
vierfache Längenänderung ΔI
4 der Bahn 13' gegenüber der Bahn 13 oder umgekehrt erreicht wird.
[0045] Figur 4 verdeutlicht den Ablauf beim Ausführen einer Korrektur des Registers in Abhängigkeit
von der Druckbildlänge. Ist gemäß einem erfindungsgemäßen Verfahren die Länge I
12, I
23, I
34, I
45 zwischen den Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 bestimmt und die Länge der Druckbilder 11,
11' bekannt, steht für die Steuereinrichtung 29 fest, wie viele Druckbilder 11, 11'
sich zwischen zwei Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 befinden. Basierend auf der Anzahl der
Druckbilder 11, 11' in zwei benachbarten Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 wird mit einer
vom Maschinenführer vorgegebenen Längenänderung ΔI
1 des Druckbildes 11, 11' eine Korrektur für die Registereinstellungen berechnet und
von der Steuereinrichtung 29 an die zu korrigierenden, weiteren Druckwerke 2, 3, 4,
5 bzw. deren Antriebssysteme 32, 33, 34, 35 ausgegeben. Auf diese Weise bleibt die
vor der Druckbildlängenänderung im Register befindliche Druckmaschine 6 auch weiterhin
im Register.
[0046] Gemäß Figur 2 weisen die Druckwerke 1, 2, 3, 4, 5 jeweils einen am Antriebssystem
31, 32, 33, 34, 35 angeordneten Impulsgeber 30 auf. Mit den Impulsgebern 30 ist die
Winkellage zumindest eines der Druckwerke 1, 2, 3, 4, 5 erfassbar und an das Antriebssystem
31, 32, 33, 34, 35 sowie an die Steuereinrichtung 29 weiterleitbar. Aus der ermittelten
Winkellage wird ein Signal erzeugt, welches in der Steuereinrichtung 29 gemeinsam
mit den die Länge I
12, I
23, I
34, I
45 des Bedruckstoffs 9 zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken 1, 2, 3, 4, 5 betreffenden
Signalen ausgewertet wird, wobei die Registereinstellungen des zumindest einen bildgebenden
Zylinders 26, 27 der weiteren Druckwerke 2, 3, 4, 5 entsprechend der erfolgten Auswertung
verändert werden.
1. Verfahren zur Längsregistersteuerung einer Druckmaschine (6) mit einem ersten Druckwerk
(1, 2, 3, 4) und zumindest einem weiteren Druckwerk (2, 3, 4, 5), welche jeweils zumindest
einen büdgebenden Zylinder (26, 27) mit einer Rotationsgeschwindigkeit (ω) und jeweils
zumindest ein Antriebssystem (31-35) aufweisen, wobei zum Vermeiden eines Auseinanderlaufens
von Druckbildem (11,11') mehrerer Druckwerke (1, 2, 3, 4, 5) Registereinstellungen
des zumindest einen bifdgebenden Zylinders (26, 27) der weiteren Druckwerke (2, 3,
4, 5) entsprechend einer vorgegebenen Längenänderung (ΔI1) eines Druckbildes (11, 11') verändert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Registereinstellungen mit dem Antriebssystemen (31-35) in Abhängigkeil
von zumindest einer Länge (I12, I23, I34, I45) eines Bedruckstoffs (9) zwischen den Druckwerken (1, 2, 3, 4, 5) durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Registereinstellungen während des laufenden Betriebs der Druckmaschine
(6) erfolgt, wobei die vorgegebene Längenänderung (ΔI1) eines Druckbildes (11,11') durch eine Änderung der Rotationsgeschwindigkeit (ω)
des zumindest einen bildgebenden Zylinders (26, 27) der weiteren Druckwerke (2, 3,
4, 5) gegenüber einer Geschwindigkeit des Bedruckstoffs (9) realisiert wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Registereinstellungen des zumindest einen bildgebenden Zylinders (26, 27) der
weiteren Druckwerke (2, 3, 4, 5) korrigiert werden, wobei eine Korrektur der Länge
(I12, I23, I34, I45) des Bedruckstoffs (9) in Bezug zu einer Referenzposition in der Druckmaschine (6)
erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste in einer Laufrichtung (12) des Bedruckstoffs (9) am Druckprozess beteiligte
Druckwerk (1,2, 3,4) die Referenzposition definiert.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Registereinstellungen des zumindest einen bildgebenden Zylinders
(26, 27) durch eine Multiplikation der Längenänderung (ΔI1) des Druckbildes (11, 11') mit einer Anzahl der Druckbilder (11, 11') zwischen den
jeweils benachbarten Druckwerken (1, 2, 3, 4, 5) ermittelt wird, wobei die Anzahl
der Druckbilder (11,11') durch Dividieren der Länge (I12, I23, I35, I45) des Bedruckstoffs (9) zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken (1, 2, 3, 4,
5) durch eine Länge (I, I') eines Druckbildes (11,11') in einer Laufrichtung (12)
des Bedruckstoffs (9) ermittelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (I12, I23, I34, I45) des Bedruckstoffs (9) zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken (1, 2, 3, 4,
5) durch eine Auswertung mindestens eines Signals von zumindest zwei Sensoren (21,
22, 23, 24, 25) ermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (21, 22, 23, 24, 25) das Signal ausgeben, wenn sie eine Markierung (8)
des Bedruckstoffs (9) erkennen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierung (8) mit einer Markierungseinrichtung (10) vor oder in dem ersten Druckwerk
(1, 2, 3, 4) auf oder in den Bedruckstoff (9) appliziert wird, insbesondere durch
Stempeln, Lochen, Farbauftragen oder Bekleben.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensoren (21, 22, 23, 24, 25) Lichtschranken verwendet werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (I12, I23, I34, I45) des Bedruckstoffs (9) zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken (1, 2, 3, 4,
5) mit einer Genauigkeit kleiner 0,2 mm ermittelt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Winkellage zumindest eines der Druckwerke (1, 2, 3, 4, 5) mittels eines in einem
Antriebssystem (31, 32, 33, 34, 35), insbesondere in einem Servoantriebssystem, des
zumindest einen Druckwerkes (1, 2, 3, 4, 5) angeordneten Impulsgebers (30) ermittelt
und daraus ein Signal erzeugt wird, welches gemeinsam mit den die Länge (I12, I23, I34, I45) des Bedruckstoffs (9) zwischen den jeweils benachbarten Druckwerken (1, 2, 3, 4,
5) betreffenden Signalen ausgewertet wird, wobei die Registereinstellungen des zumindest
einen bildgebenden Zylinders (26, 27) der weiteren Druckwerke (2, 3, 4, 5) entsprechend
der erfolgten Auswertung verändert werden.
12. Vorrichtung zur Längsregistersteuerung einer Druckmaschine (6) mit einem ersten Druckwerk
(1, 2, 3, 4) und zumindest einem weiteren Druckwerk (2, 3, 4, 5), welche jeweils zumindest
einen mit einer Rotationsgeschwindigkeit (ω) umlaufenden, bildgebenden Zylinder (26,
27) zum Bedrucken eines Bedruckstoffs (9) aufweisen, mit der zum Vermeiden eines Auseinanderlaufens
von Druckbildern (11, 11') mehrerer Druckwerke (1, 2, 3, 4, 5) Registereinstellungen
des zumindest einen bildgebenden Zylinders (26, 27) der weiteren Druckwerke (2, 3,
4, 5) veränderbar sind, wobei die Vorrichtung eine Steuereinrichtung (29) und jeweils
zumindest ein Antriebssystem (31, 32, 33, 34, 35), insbesondere ein Servoantriebssystem,
sowie jeweils zumindest einen Sensor (21, 22, 23, 24, 25) für die Druckwerke (1, 2,
3, 4. 5) aufweist, wobei mit dem zumindest einen Sensor (21, 22, 23, 24, 25) eine
Markierung (8) des Bedruckstoffs (9) erfassbar, ein entsprechendes Signal generierbar
und an die Steuereinrichtung (29) weiterleitbar ist und wobei mittels der Steuereinrichtung
(29) aus den empfangenen Signalen die Länge (I12, I23, I34, I45) eines Bedruckstoffs (9) zwischen den Druckwerken (1, 2, 3, 4, 5) ermittelbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass mit den Antriebssystemen (31, 32, 33, 34, 35) in Abhängigkeit dieser Länge (I12, I23, I34, I45) die Registereinstellungen des zumindest einen bildgebenden Zylinders (26, 27) der
weiteren Druckwerke (2, 3,4, 5) veränderbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sensor (21, 22, 23, 24, 25), jeweils an den Druckwerken (1, 2,
3, 4, 5) oder in einer Laufrichtung (12) des Bedruckstoffs (9) jeweils hinter den
Druckwerken (1, 2, 3, 4, 5) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sensor (21, 22, 23, 24, 25) als Lichtschranke ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Markierungseinrichtung (10) aufweist, die in Laufrichtung (12)
des Bedruckstoffs (9) vor oder in einem ersten Druckwerk (1) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Markierungseinrichtung (10) vor oder in dem ersten Druckwerk (1, 2, 3,
4) eine Markierung auf oder in den Bedruckstoff (9) applizierbar ist, insbesondere
ein Abdruck eines Stempels, eine Lochung, ein Farbauftrag oder eine Beklebung.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest einen insbesondere am Antriebssystem (31, 32, 33, 34, 35) angeordneten
Impulsgeber (30) aufweist, mit dem die Winkellage zumindest eines der Druckwerke (1,
2, 3, 4, 5) erfassbar und an die Steuereinrichtung (29) sowie das Antriebssystem (31,
32, 33, 34, 35) weiterleitbar ist.
18. Druckmaschine mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17.
1. Method for the longitudinal register control of a printing press (6) comprising a
first printing unit (1, 2, 3, 4) and at least one further printing unit (2, 3, 4,
5), each of which has at least one imaging cylinder (26, 27) having a rotational speed
(ω) and at least one respective drive system (31-35), wherein, in order to avoid divergence
of printed images (11, 11') of a plurality of printing units (1, 2, 3, 4, 5), register
settings of the at least one imaging cylinder (26, 27) of the further printing units
(2, 3, 4, 5) are changed according to a predetermined length change (ΔI1) of a printed image (11, 11'), characterised in that the change of the register settings is carried out with the drive systems (31-35)
as a function of at least one length (I12, I23, I34, I45) of a printing substrate (9) between the printing units (1, 2, 3, 4, 5).
2. Method according to Claim 1, characterised in that the change of the register settings takes place during the running operation of the
printing press (6), the predetermined length change (ΔI1) of a printed image (11, 11') being effected by a change of the rotational speed
(ω) of the at least one imaging cylinder (26, 27) of the further printing units (2,
3, 4, 5) with respect to a speed of the printing substrate (9).
3. Method according to either of Claims 1 and 2, characterised in that the register settings of the at least one imaging cylinder (26, 27) of the further
printing units (2, 3, 4, 5) are corrected, a correction of the length (I12, I23, I34, I45) of the printing substrate (9) being carried out in relation to a reference position
in the printing press (6).
4. Method according to Claim 3, characterised in that the first printing unit (1, 2, 3, 4) involved in the printing process, seen in a
running direction (12) of the printing substrate (9), defines the reference position.
5. Method according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the change of the register settings of the at least one imaging cylinder (26, 27)
is determined by multiplying the length change (ΔI1) of the printed image (11, 11') by a number of the printed images (11, 11') between
the respective adjacent printing units (1, 2, 3, 4, 5), the number of the printed
images (11, 11') being determined by dividing the length (I12, I23, I34, I45) of the printing substrate (9) between the respective adjacent printing units (1,
2, 3, 4, 5) by a length (I, I') of a printed image (11, 11') in a running direction
(12) of the printing substrate (9).
6. Method according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that the length (I12, I23, I34, I45) of the printing substrate (9) between the respective adjacent printing units (1,
2, 3, 4, 5) is determined by an evaluation of at least one signal of at least two
sensors (21, 22, 23, 24, 25).
7. Method according to Claim 6, characterised in that the sensors (21, 22, 23, 24, 25) emit the signal when they detect a marking (8) of
the printing substrate (9).
8. Method according to Claim 7, characterised in that the marking (8) is applied using a marking device (10) located upstream of or in
the first printing unit (1, 2, 3, 4) on to or into the printing substrate (9), in
particular by stamping, perforating, inking or gluing.
9. Method according to any one of Claims 6 to 8, characterised in that light barriers are used as sensors (21, 22, 23, 24, 25).
10. Method according to any one of Claims 6 to 9, characterised in that the length (I12, I23, I34, I45) of the printing substrate (9) between the respective adjacent printing units (1,
2, 3, 4, 5) is determined with an accuracy of less than 0.2 mm.
11. Method according to any one of Claims 6 to 10, characterised in that an angular position of at least one of the printing units (1, 2, 3, 4, 5) is determined
by means of a pulse generator (30) arranged in a drive system (31, 32, 33, 34, 35),
in particular in a servo drive system, of the at least one printing unit (1, 2, 3,
4, 5), and a signal is generated therefrom, which signal is evaluated together with
the signals relating to the length (I12, I23, I34, I45) of the printing substrate (9) between the respective adjacent printing units (1,
2, 3, 4, 5), the register settings of the at least one imaging cylinder (26, 27) of
the further printing units (2, 3, 4, 5) being changed according to the evaluation
carried out.
12. Device for the longitudinal register control of a printing press (6) comprising a
first printing unit (1, 2, 3, 4) and at least one further printing unit (2, 3, 4,
5), each of which has at least one imaging cylinder (26, 27) revolving at a rotational
speed (ω) for printing a printing substrate (9), with which device, in order to avoid
divergence of printed images (11, 11') of a plurality of printing units (1, 2, 3,
4, 5), register settings of the at least one imaging cylinder (26, 27) of the further
printing units (2, 3, 4, 5) are configured to be changed, wherein the device has a
control device (29) and at least one respective drive system (31, 32, 33, 34, 35),
in particular a servo drive system, together with at least one respective sensor (21,
22, 23, 24, 25) for the printing units (1, 2, 3, 4, 5), wherein a marking (8) of the
printing substrate (9) is configured to be detected with the at least one sensor (21,
22, 23, 24, 25) and a corresponding signal is configured to be generated and to be
transmitted to the control device (29), and wherein the length (I12, I23, I34, I45) of a printing substrate (9) between the printing units (1, 2, 3, 4, 5) is configured
to be determined by means of the control device (29) from the signals received, characterised in that the register settings of the at least one imaging cylinder (26, 27) of the further
printing units (2, 3, 4, 5) are configured to be changed using the drive systems (31,
32, 33, 34, 35) as a function of this length (I12, I23, I34, I45).
13. Device according to Claim 12, characterised in that the at least one sensor (21, 22, 23, 24, 25) is arranged on the respective printing
units (1, 2, 3, 4, 5) or downstream of the respective printing units (1, 2, 3, 4,
5) in a running direction (12) of the printing substrate (9).
14. Device according to either of Claims 12 and 13, characterised in that the at least one sensor (21, 22, 23, 24, 25) is in the form of a light barrier.
15. Device according to any one of Claims 12 to 14, characterised in that the device has a marking device (10) which is arranged upstream of or in a first
printing unit (1), in the running direction (12) of the printing substrate (9).
16. Device according to Claim 15, characterised in that a marking, in particular an imprint of a stamp, a perforation, an inking or a gluing,
is configured to be applied on to or into the printing substrate (9) by means of the
marking device (10) upstream of or in the first printing unit (1, 2, 3, 4).
17. Device according to any one of Claims 12 to 16, characterised in that it has at least one pulse generator (30) arranged, in particular, on the drive system
(31, 32, 33, 34, 35), with which pulse generator (30) the angular position of at least
one of the printing units (1, 2, 3, 4, 5) is configured to be detected and to be transmitted
to the control device (29) and to the drive system (31, 32, 33, 34, 35).
18. Printing press having a device according to any one of Claims 12 to 17.
1. Procédé de commande du registre longitudinal d'une presse à imprimer (6) comprenant
un premier mécanisme d'impression (1, 2, 3, 4) et au moins un mécanisme d'impression
(2, 3, 4, 5) supplémentaire, respectivement munis d'au moins un cylindre (26, 27)
de formation d'images qui présente une vitesse de rotation (co), et d'au moins un
système d'entraînement (31-35) respectif, sachant que, pour éviter une divergence
d'images (11, 11') imprimées par plusieurs mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5),
des réglages de registre du cylindre (26, 27) de formation d'images, à présence minimale
dans les mécanismes d'impression (2, 3, 4, 5) supplémentaires, sont modifiés en correspondance
avec une variation de longueur préétablie (ΔI1) d'une image imprimée (11, 11'), caractérisé par le fait que la modification des réglages de registre est effectuée, par les systèmes d'entraînement
(31-35), en fonction d'au moins une longueur (I12, I23, I34, I45) d'un matériau d'impression (9) entre les mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la modification des réglages de registre se déroule au cours du fonctionnement de
la presse à imprimer (6), la variation de longueur préétablie (ΔI1) d'une image imprimée (11, 11') résultant concrètement d'une variation de la vitesse
de rotation (ω) du cylindre (26, 27) de formation d'images, à présence minimale dans
les mécanismes d'impression (2, 3, 4, 5) supplémentaires, par rapport à une vitesse
du matériau d'impression (9).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par une correction des réglages de registre du cylindre (26, 27) de formation d'images,
à présence minimale dans les mécanismes d'impression (2, 3, 4, 5) supplémentaires,
sachant qu'il s'opère une correction de la longueur (I12, I23, I34, I45) du matériau d'impression (9) vis-à-vis d'un emplacement de référence dans la presse
à imprimer (6).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé par le fait que le premier mécanisme d'impression (1, 2, 3, 4), prenant part au processus d'impression
dans une direction (12) de défilement du matériau d'impression (9), définit l'emplacement
de référence.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que la modification des réglages de registre du cylindre (26, 27) de formation d'images,
à présence minimale, est déterminée en multipliant la variation de longueur (ΔI1) de l'image imprimée (11, 11') par un nombre des d'images (11, 11') imprimées entre
les mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5) respectivement voisins, ledit nombre des
d'images imprimées (11, 11') étant déterminé en divisant la longueur (I12, I23, I34, I45) du matériau d'impression (9), entre lesdits mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4,
5) respectivement voisins, par une longueur (I, I') d'une image (11, 11') imprimée
dans une direction (12) de défilement dudit matériau d'impression (9).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la longueur (I12, I23, I34, I45) du matériau d'impression (9), entre les mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5)
respectivement voisins, est déterminée par une évaluation d'au moins un signal émanant
d'au moins deux capteurs (21, 22, 23, 24, 25).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait que les capteurs (21, 22, 23, 24, 25) délivrent le signal lorsqu'ils identifient un repère
(8) du matériau d'impression (9).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé par le fait que le repère (8) est tracé par un dispositif de marquage (10), avant le premier mécanisme
d'impression (1, 2, 3, 4) ou dans ce dernier, sur le matériau d'impression (9) ou
dans celui-ci, notamment par poinçonnage, par perforation, par dépôt de peinture ou
par collage.
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé par le fait que des barrières photoélectriques sont utilisées en tant que capteurs (21, 22, 23, 24,
25).
10. Procédé selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé par le fait que la longueur (I12, I23, I34, I45) du matériau d'impression (9), entre les mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5)
respectivement voisins, est déterminée avec une précision inférieure à 0,2 mm.
11. Procédé selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé par le fait qu'une position angulaire d'au moins l'un des mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5)
est déterminée au moyen d'un générateur d'impulsions (30) placé dans un système d'entraînement
(31, 32, 33, 34, 35), en particulier dans un système d'entraînement asservi dudit
mécanisme d'impression (1, 2, 3, 4, 5) à présence minimale, et sert de base à la génération
d'un signal qui est évalué conjointement aux signaux relatifs à la longueur (I12, I23, I34, I45) du matériau d'impression (9) entre les mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5) respectivement
voisins, les réglages de registre du cylindre (26, 27) de formation d'images, à présence
minimale dans les mécanismes d'impression (2, 3, 4, 5) supplémentaires, étant alors
modifiés en correspondance avec l'évaluation effectuée.
12. Dispositif dévolu à la commande du registre longitudinal d'une presse à imprimer (6)
comprenant un premier mécanisme d'impression (1, 2, 3, 4) et au moins un mécanisme
d'impression (2, 3, 4, 5) supplémentaire, respectivement munis d'au moins un cylindre
(26, 27) de formation d'images qui tourne à une vitesse de rotation (ω), en vue d'imprimer
un matériau d'impression (9), dispositif au moyen duquel des réglages de registre
du cylindre (26, 27) de formation d'images, à présence minimale dans les mécanismes
d'impression (2, 3, 4, 5) supplémentaires, sont configurés pour être modifiés afin
d'éviter une divergence d'images (11, 11') imprimées par plusieurs mécanismes d'impression
(1, 2, 3, 4, 5), ledit dispositif étant pourvu d'un dispositif de commande (29) et
d'au moins un système respectif d'entraînement (31, 32, 33, 34, 35), en particulier
d'un système d'entraînement asservi, ainsi que d'au moins un capteur respectif (21,
22, 23, 24, 25) affecté auxdits mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5), sachant que
ledit capteur (21, 22, 23, 24, 25) à présence minimale permet de détecter un repère
(8) dudit matériau d'impression (9), d'engendrer un signal correspondant et de le
transmettre au dispositif de commande (29), et sachant que ledit dispositif de commande
(29) permet, sur la base des signaux reçus, de déterminer la longueur (I12, I23, I34, I45) d'un matériau d'impression (9) entre les mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5),
caractérisé par le fait que les réglages de registre du cylindre (26, 27) de formation d'images, à présence minimale
dans les mécanismes d'impression (2, 3, 4, 5) supplémentaires, sont configurés pour
être modifiés en fonction de cette longueur (I12, I23, I34, I45), à l'aide des systèmes d'entraînement (31, 32, 33, 34, 35).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé par le fait que le capteur (21, 22, 23, 24, 25), à présence minimale, est respectivement implanté
au niveau des mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5) ou derrière lesdits mécanismes
d'impression (1, 2, 3, 4, 5) dans une direction (12) de défilement du matériau d'impression
(9).
14. Dispositif selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisé par le fait que le capteur (21, 22, 23, 24, 25), à présence minimale, est réalisé sous la forme d'une
barrière photoélectrique.
15. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé par le fait que ledit dispositif est équipé d'un dispositif de marquage (10) implanté, dans la direction
(12) de défilement du matériau d'impression (9), avant un premier mécanisme d'impression
(1) ou dans ce dernier.
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé par le fait qu'un repère (8), en particulier une empreinte de poinçon, une perforation, un dépôt
de peinture ou un collage, est configuré pour être tracé au moyen du dispositif de
marquage (10) avant le premier mécanisme d'impression (1, 2, 3, 4) ou dans ce dernier,
sur le matériau d'impression (9) ou dans celui-ci.
17. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 16, caractérisé par le fait qu'il comporte au moins un générateur d'impulsions (30) notamment placé au niveau du
système d'entraînement (31, 32, 33, 34, 35), à l'aide duquel la position angulaire
d'au moins l'un des mécanismes d'impression (1, 2, 3, 4, 5) est configurée pour être
détectée et pour être transmise au dispositif de commande (29), ainsi qu'audit système
d'entraînement (31, 32, 33, 34, 35).
18. Presse à imprimer, équipée d'un dispositif conforme à l'une des revendications 12
à 17.


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