Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, insbesondere einen Wäschetrockner zum
Trocknen von Textilien.
Hintergrund
[0002] Wäschetrockner trocknen in einen Trocknungsraum, beispielsweise eine Trommel, eingebrachte
feuchte oder nasse Textilien durch Zufuhr von warmer, trockener Luft. Die warme Luft
nimmt die Feuchtigkeit aus den Textilien auf. In einem Kondensationstrockner wird
die so mit Feuchtigkeit gesättigte Abluft einem Wärmetauscher - in diesem Zusammenhang
auch Kondensator genannt - zugeführt. Im Wärmetauscher wird die warme, feuchte Luft
abgekühlt und gibt die Feuchte in Form von Wasser in ein Sammelbecken ab. Nachfolgend
wird die immer noch feuchte, kühle Luft erwärmt und getrocknet und gewährleistet so
eine bessere Feuchteaufnahme im Trocknungsraum. Diese trockene, warme Luft wird wiederum
dem Trocknungsraum zugeführt.
[0003] In dem geschlossenen Luftkreislauf eines solchen Kondensationstrockners ist zwischen
Trocknungsraum und Wärmetauscher in Luftströmungsrichtung typischerweise mindestens
eine Filtereinrichtung vorgesehen zum Abscheiden von Partikeln aus dem Luftstrom im
Allgemeinen, und von Textilflusen im Besonderen. Beim Trocknungsvorgang selbst nimmt
die trockene, warme Luft nicht nur wie erwünscht die Feuchtigkeit der zu trocknenden
Textilien auf sondern auch Textilpartikel wie Flusen oder andere Abscheidungen des
Trockengutes bedingt durch die mechanischen Beanspruchung der Textilien durch den
Luftstrom, die Trommelrotation, etc.. Ohne die vorgenannte Filtereinrichtung können
Strukturen des nachfolgenden Wärmetauschers, insbesondere seine Lamellen, durch ebensolche
Partikel verschmutzt werden.
[0004] Damit die Funktion einer Filtereinrichtung nicht beeinträchtigt wird, ist diese regelmässig
zu reinigen. Ferner sollte die Filtereinrichtung bei Abnutzung oder Defekt auch ausgetauscht
werden können. Insofern sind herkömmliche Filtereinrichtungen typischerweise gut zugänglich
im Wäschetrockner angeordnet und manuell reinigbar oder auswechselbar.
[0005] In manchen Kondensationstrocknern ist seit einiger Zeit eine Filtereinrichtung vorgesehen,
die in Luftströmungsrichtung direkt vor dem Wärmetauscher angeordnet ist. Da der Wärmetauscher
typischerweise im Sockel des Wäschertrockners angeordnet ist, ist demnach auch diese
Filtereinrichtung im Sockel des Wäschetrockners oder zumindest benachbart angeordnet.
Diese Filtereinrichtung dient im Sinne eines Notfilters als letztes Mittel, das vor
dem Wärmetauscher eine Filterwirkung erzielen kann, für den Fall, dass weitere vorgeschaltete
Filtereinrichtungen entfernt oder defekt sein sollten. Der Zugang zu einer solchen
Filtereinrichtung ist herkömmlich durch eine Klappe in einer Aussenwand des Wäschetrockners
gewährleistet. Durch diesen Zugang kann die Filtereinrichtung gereinigt oder ersetzt
werden. Da das Vorsehen eines solchen Zugangs in Form einer Klappe aber zusätzlichen
Aufwand bei der Herstellung erfordert, ist es ein langgehegter Wunsch, diese Klappe
zu vermeiden.
Darstellung der Erfindung
[0006] Hieraus ergibt sich das Bedürfnis nach einem Haushaltsgerät, das dennoch einen Zugang
zu einer solchen Filtereinrichtung erlaubt.
[0007] Erfindungsgemäss ist diese Filtereinrichtung, die im Folgenden zweite Filtereinrichtung
genannt wird, durch eine Öffnung im Türrahmen für die Beschickungstüre hindurch aus
dem Haushaltsgerät entnehmbar. Die Beschickungstüre verschliesst gewöhnlich einen
Trocknungsraum des Haushaltsgeräts, beispielsweise eine rotierbare Trommel. Über die
Beschickungstüre wird der Trocknungsraum be- und entladen. Die Beschickungstüre wirkt
mit einem geräteseitigen Türrahmen zusammen und verschliesst daher insbesondere einen
Ausschnitt in einem Frontteil des Wäschetrockners, welcher Ausschnitt den Zugang zum
Trocknungsraum darstellt, und welcher Ausschnitt bevorzugt durch den Türrahmen umrandet
wird. Der Türrahmen ist gewöhnlich wenige cm tief und weist vorzugsweise an seinem
unteren Abschnitt die vorgenannte Öffnung auf. Der Luftstrom aus dem Trocknungsraum,
der im Folgenden auch Abluftstrom genannt wird, da er das zu trocknende Gut bereits
durchströmt hat, kann in einer Weiterbildung der Erfindung direkt aus dem Trocknungsraum
in die Öffnung im Türrahmen eintreten. In einer anderen Weiterbildung der Erfindung
weist die Beschickungstüre einen ebenfalls wenige cm tiefen Korpus auf, der bei geschlossener
Beschickungstüre in den Ausschnitt und damit in den Türrahmen hineinragt. Dieser Korpus
der Beschickungstüre weist beispielsweise ein dem Trocknungsraum zugewandtes Lochgitter
auf, das ebenfalls Filterwirkung für den in den Hohlraum eintretenden Abluftstrom
entfaltet. Der Hohlraum weist einen Auslass auf, der ein Austreten der Abluft aus
dem Hohlraum erlaubt. Dieser Auslass korrespondiert bei geschlossener Beschickungstüre
vorzugsweise mit der Öffnung im Türrahmen, sodass der Abluftstrom aus der Beschickungstüre
durch den Auslass austritt und in die Öffnung im Türrahmen geleitet wird. Der Hohlraum
der Beschickungstüre kann vorzugsweise noch eine weitere Filtereinrichtung aufweisen,
die vorzugsweise feinporiger ausgebildet ist als das Lochgitter.
[0008] Im Türrahmen oder unterhalb davon ist ferner eine Filtereinrichtung angeordnet, die
im folgenden erste Filtereinrichtung genannt wird. Diese erste Filtereinrichtung mag
ebenfalls relative feinporig ausgestaltet sein und eine Filterwirkung auch für sehr
kleine Partikel wie Flusen etc. entfalten. Die zweite Filtereinrichtung kann dagegen
auch grobporiger ausgebildet sein als die erste Filtereinrichtung. Unter Poren werden
in diesem Kontext sowohl Durchtrittsöffnungen zwischen Maschen einer Gitters verstanden
wie auch Poren in einem Kunststoff- oder Textilfilter.
[0009] Zum Herausnehmen der zweiten Filtereinrichtung durch den Türrahmen ist dann vorteilhafter
Weise zuerst die erste Filtereinrichtung aus dem Haushaltsgerät zu entnehmen, ebenfalls
vorzugsweise durch die Öffnung im Türrahmen. Nachfolgend ist dann die zweite Filtereinrichtung
durch die Öffnung im Türrahmen entnehmbar.
[0010] Weiterhin ist ein Verfahren zum Entnehmen einer Filtereinrichtung aus einem solchen
Haushaltsgerät beansprucht. Demgemäss wird zunächst die erste Filtereinrichtung entnommen,
und darauffolgend wird die zweite Filtereinrichtung durch die Öffnung im Türrahmen
hindurch aus dem Haushaltsgerät entnommen. Das Entnehmen der ersten Filtereinrichtung,
die bevorzugt vom Türrahmen selbst gehalten wird, gestattet also den freien Zugang
zur zweiten Filtereinrichtung, so dass diese durch die freigewordene Öffnung im Türrahmen
hindurch aus dem Haushaltsgerät entfernt werden kann.
[0011] Insofern kann bei einem solchen Haushaltsgerät auf einen separaten Zugang beispielsweise
in Form einer Türe oder öffenbaren und wieder verschliessbaren Klappe in einer Aussenwand
des Haushaltsgeräts verzichtet werden, was den Aufwand in der Herstellung reduziert.
Dennoch kann die zweite Filtereinrichtung aus dem Haushaltsgerät entfernt werden zu
Zwecken der Reinigung oder des Ersatzes. Dazu ist die zweite Filtereinrichtung vorzugsweise
derart dimensioniert, dass sie durch die Öffnung im Türrahmen hindurchgeführt werden
kann.
[0012] Umgekehrt kann die zweite Filtereinrichtung auch wieder in ihre Einbauposition im
Haushaltsgerät eingesetzt werden durch die Öffnung im Türrahmen hindurch, wobei dazu
die erste Filtereinrichtung noch nicht eingesetzt ist. Diese kann dann nach dem Einsetzen
der zweiten Filtereinrichtung eingesetzt werden.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind durch die Merkmale der
abhängigen Ansprüche gekennzeichnet, einzeln für sich, oder in Kombination mit Merkmalen
anderer abhängiger Ansprüche.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Figur 1 einen Ausschnitt des Inneren eines Wäschetrockners von vorne bei abgenommener
Frontplatte, gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
Figuren 2 bis 5 eine perspektivische Darstellung eines Wäschetrockners, gemäss einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0015] Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind in den Figuren figurenübergreifend durch
die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0016] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt eines Wäschetrockners gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung in der Ansicht von vorne bei abgenommener Frontplatte. Der Ausschnitt
zeigt also insbesondere das Innenleben des linken unteren Teils des Wäschetrockners
unmittelbar hinter der Frontplatte.
[0017] Ein Trocknungsraum 1 in Form einer rotierbaren Trommel ist typischerweise mit Trockengut
wie Kleidungsstücken, Textilien anderer Art oder Schuhen bestückt und wird mit warmer,
trockener Luft versorgt, die durch die rückwärtige Lochwand 11 zugeführt wird. Die
Luft nimmt die Feuchte aus dem Trockengut im Trocknungsraum 1 auf. Die feuchte, warme
Luft - im Folgenden auch Abluft genannt - wird durch eine Öffnung 541 in einem Türrahmen
54 für die Beschickungstüre abgeführt und vorzugsweise in einen Luftleitkanal 51 geleitet.
Der Luftleitkanal 51 ist vorzugsweise in einem Frontteil 5 des Wäschetrockners vorgesehen
und wird durch dessen Bestandteile gebildet.
[0018] Das Frontteil 5 ist vorzugsweise als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet und stellt
einen Grossteil der Frontpartie des Wäschetrockners dar. Dementsprechend weist das
Frontteil 1 einen Ausschnitt für die Beschickungstüre auf. Der Türrahmen 54 für die
Beschickungstüre mag einstückig in dem Frontteil 5 ausgebildet sein, oder aber mag
als separates Bauteil mit dem Frontteil 5 verbunden sein. Gemäss Figur 1 weist das
Frontteil 5 eine Rückwand 52 und eine nicht eingezeichnete Frontplatte auf. Dahinter
ist ein Hohlraum definiert, der unterbrochen wird durch den Türrahmen 54 und Seitenwände
511, die zusammen mit der Rückwand 52 und der Frontplatte den Luftleitkanal 51 bilden.
Die Seitenwände 51 sind vorzugsweise einstückig mit der Rückwand 52 und der Frontplatte
hergestellt. Der Luftleitkanal 51 beginnt an der Öffnung 541 im Türrahmen und führt
die Abluft aus dem Trocknungsraum 1 selbst oder über die Beschickungstüre in einen
unteren Bereich des Wäschetrockners. Hier ist eine zweite Filtereinrichtung 3 angeordnet
- eine erste verwendete Filtereinrichtung wird später beschrieben -, durch welche
die Abluft aus dem Luftleitkanal 51 abströmt und nachfolgend auf einen Wärmetauscher
trifft. In der zweiten Filtereinrichtung 3 wird die Abluft von Partikeln, insbesondere
Flusen, befreit. Im Wärmetauscher wird die so gereinigte Ablauft in einer Kühleinrichtung
zur Feuchteabgabe zunächst abgekühlt, und dann mittels einer Heizeinrichtung wieder
erwärmt. Der Kreislauf wird geschlossen, indem die so erwärmte, trockene Luft über
ein Gebläse wieder dem Trocknungsraum 1 durch das Lochblech 11 zugeführt wird.
[0019] Die zweite Filtereinrichtung 3 ist damit vorzugsweise in der unteren Frontwand des
Wäschetrockners oder in einem Sockel -des Wäschetrockners angeordnet. Der Wäschetrockner
wird mit dem Sockel auf den Untergrund aufgestellt. Vorzugsweise ist die zweite Filtereinrichtung
3 dabei in der Frontwand oder im Sockel in Türnähe angeordnet, so dass die Länge des
Luftleitkanals 51 gering gehalten werden kann. Die zweite Filtereinrichtung 3 steht
gemäss Figur 1 vertikal im Wäschetrockner und verschliesst eine Öffnung in der Rückwand
52 des Frontteils 5, die als Luftauslass zum Wärmetauscher hin zu verstehen ist. Die
zweite Filtereinrichtung 3 enthält zumindest einen Rahmen 31 und eine Filtermatte
32, die in den Rahmen 31 eingesetzt, beispielsweise eingeklemmt ist zwischen zwei
Hälften des Rahmens 31. Vorzugsweise kann die Filtermatte 32 nicht aus dem Rahmen
31 gelöst werden. Der Rahmen 31 enthält ferner Halterippen 34, die der Filtermatte
32 die notwendige Stabilität geben, sie vor übermässiger mechanischer Beanspruchung
durch den Abluftstrom schützen, und ihr Herausnehmen aus dem Rahmen 31 erschweren
oder verhindern. In eingebautem Zustand gemäss Figur 1 ist der Rahmen 31 in ein oder
mehrere nicht sichtbare Nuten im Frontteil 1 oder im Sockel des Haushaltsgeräts eingesetzt.
Die Nuten dienen dazu, die zweite Filtereinrichtung 3 richtig zu positionieren und
zu halten. Der Rahmen 31 enthält ferner einen Fortsatz 311 mit einer Befestigungsvorrichtung
33 an ihrem Ende. Mit der Befestigungsvorrichtung 33 wird die zweite Filtereinrichtung
3 lösbar an dem Türrahmen 54 befestigt. Ferner ist ein Haltemagnet 35 am Rahmen 31
vorgesehen, der mit einem magnetischen Element am Frontteil 1 zusammenwirkt, sodass
die zweite Filtereinrichtung 3 auch an dieser Stelle an dem Frontteil 1 gehalten wird.
[0020] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die zweite Filtereinrichtung
3 ferner einen Signalgeber in Form eines Magneten 36 auf, der in eingebautem Zustand
der zweiten Filtereinrichtung 3 auf einen Sensor, beispielsweise ein am Frontteil
1 angeordnetes Reed-Element einwirkt, sodass dieser ein Signal abgibt, das anzeigt,
dass die zweite Filtereinrichtung 3 in den Wäschetrockner eingesetzt ist. Liegt dieses
Signal vor, so wird vorzugsweise der Trocknungsbetrieb des Wäschetrockners freigegeben.
Liegt dieses Signal nicht vor, d.h. wird durch den Sensor erkannt, dass die zweite
Filtereinrichtung 3 nicht eingesetzt ist, so wird vorzugsweise ein Trocknungsbetrieb
des Wäschetrockners gesperrt vor dem Hintergrund, dass für den Fall, dass gegebenenfalls
auch der zweiten Filtereinrichtung 3 vorgeschaltete Filtereinrichtungen fehlen/entnommen
sind, der Wärmetauscher ungehindert mit Flusen beaufschlagt und dadurch geschädigt
werden könnte. Das Ausgeben eines optischen oder akustischen Warnsignals mag mit einem
solchen blockierten Trocknungsbetrieb einhergehen.
[0021] Die Abluft aus dem Trocknungsraum 1 kann auch indirekt über einen Hohlraum in der
Beschickungstüre des Wäschetrockners in die Öffnung 541 im Türrahmen 54 abgegeben
werden. Dabei mag die Abluft durch ein ebenfalls Filterwirkung entfaltendes Lochgitter
eines den Hohlraum definierenden Korpus aus dem Trocknungsraum 1 in den Hohlraum eintreten,
im Hohlraum gegebenenfalls ein weiteres Filterelement passieren, und durch einen geeigneten
Auslass aus der Beschickungstüre wieder austreten und anschliessend durch die Öffnung
im Türrahmen 54 in entweder den Luftleitkanal 51 oder die erste Filtereinrichtung
2 eintreten.
[0022] Die Figuren 2 bis 5 illustrieren zeitlich aufeinander abfolgende Schritte zum Entfernen
der zweiten Filtereinrichtung 3 aus dem Wäschetrockner gemäss Figur 1.
[0023] Figur 2 zeigt dabei eine perspektivische Darstellung eines Wäschetrockners ohne Beschickungstüre,
welche aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet ist. Der Wäschetrockner
enthält eine Frontplatte 53 als Bestandteil des anhand Figur 1 beschriebenen Frontteils
5. Die Frontplatte 53 weist einen kreisrunden Ausschnitt zum Be- und Entladen des
dahinterliegenden Trocknungsraumes 1 in Form einer Trommel auf. Ein zum Frontteil
5 zugehöriger Türrahmen 54 ist ebenfalls ersichtlich. Die Form des Türrahmens 54 weist
kreisförmige Abschnitte auf. Die Öffnung 541 am Umfang des Türrahmens 54 weist Kreisbogenform
und vorzugsweise eine Tiefe auf, die gleich oder etwas kleiner ist als die Tiefe des
Türrahmens 54. Scharnier und Verschluss für die Beschickungstüre sind links- und rechtsseitig
der Öffnung in der Frontplatte 53 angedeutet. Die Beschickungstüre hat grundsätzlich
kreisrunde Form zum Eingriff und Abdichten des Ausschnitts im Frontteil 5, auch wenn
die Beschickungstüre von aussen betrachtet rechteckig ausgebildet sein mag aus Dekorgründen.
Der untere Teil der Frontwand des Wäschetrockners wird an seiner Vorderseite mit einer
Frontblende 4 bedeckt.
[0024] Die Öffnung 541 ist in einem unteren Segment des Türrahmens 54 an seinem Umfang vorgesehen.
In der Öffnung 541 des Türrahmens 54 ist gemäss Figur 2 teilweise eine erste Filtereinrichtung
2 ersichtlich. Diese erste Filtereinrichtung 2 ist in die Öffnung 541 im Türrahmen
54 eingelegt und wird von diesem gehalten. Sie mag ferner auch durch weitere Hilfsmittel,
wie beispielsweise durch Rasthaken, mit dem Türrahmen 54 oder dem Frontteil 5 lösbar
verbunden sein. Eine obere Stirnseite 21 der ersten Filtereinrichtung 2 mag in ihrer
Kontur der runden Öffnung 541 angepasst sein, und mag an ihrer Oberseite Griffelemente
aufweisen, die ein Herausziehen der ersten Filtereinrichtung 2 durch die Öffnung 541
erlauben. Die erste Filtereinrichtung 2 mag in ihrer eingesetzten Position durch Dichtelemente
55 gegen das Frontteil 5 abgedichtet sein, sodass die zugeführte Abluft nicht die
erste Filtereinrichtung 2 umgehen kann ohne gefiltert zu werden. Solche Dichtelemente
55 sind beispielsweise aus Figur 1 ersichtlich.
[0025] Figur 3 zeigt den Wäschetrockner gemäss Figur 2 in perspektivischer Ansicht, bei
dem nun die erste Filtereinrichtung 2 in Pfeilrichtung durch die Öffnung 541 aus dem
Frontteil 5 herausgezogen ist. Dabei ist ersichtlich, dass die erste Filtereinrichtung
an ihrer oberen Stirnseite 21 ebenfalls eine oder mehrere Öffnungen enthält die im
Betrieb den Abluftstrom aufnehmen. Die erste Filtereinrichtung 2 hat Kassettenform.
In ihrem Inneren mag sich eine plane, U-förmige oder V-förmige Filtermatte befinden
zum Filtern von Partikeln aus dem Abluftstrom. Die erste Filtereinrichtung 2 mag an
ihrer unteren Stirnseite einen nicht ersichtlichen Luftauslass aufweisen, durch den
die Abluft aus der ersten Filtereinrichtung 2 in den Luftleitkanal 51 entweichen kann.
[0026] Figur 4a zeigt den Wäschetrockner nach Figur 3 in einem Zustand, nachdem die erste
Filtereinrichtung 2 vollständig entnommen worden ist. In der Öffnung 541 des Türrahmens
54 ist nun die zweite Filtereinrichtung 3 mit ihrer Befestigungsvorrichtung 33 ersichtlich,
welche zweite Filtereinrichtung 3 noch im Haushaltsgerät verbaut ist. Figur 4b) zeigt
einen vergrösserten Ausschnitt der Befestigungsvorrichtung 33 aus Figur 4a). Zur ihrer
nicht sichtbare Rückseite mag die Befestigungsvorrichtung 33 einen Rasthaken oder
eine Öse für einen frontteilseitig angeordneten Rasthaken aufweisen, über den die
Befestigungsvorrichtung 33 lösbar mit dem Frontteil 5 verbunden ist. Die Befestigungsvorrichtung
33 enthält darüber hinaus zwei Drucklaschen 331, auf die zum Einsetzen der zweiten
Filtereinrichtung 3 Druck ausgeübt werden kann, sodass die zweite Filtereinrichtung
3 mit dem Frontteil 5 oder dem Türrahmen 54 verrastet. Ferner ist eine Zuglasche 332
vorgesehen zum Lösen der Rastverbindung beim Ausbau der zweiten Filtereinrichtung
3. Natürlich können zwischen zweiter Filtereinrichtung 3 und Frontteil 5 auch lösbare
Verbindungen anderer Art verwendet werden. Auch kann die zweite Filtereinrichtung
3 an anderen Punkten des Frontteils 5 befestigt werden. Vorzugsweise sollte aber die
Position zumindest der lösbaren Verbindung gut zugänglich sein.
[0027] Figur 5 zeigt den Wäschetrockner nach Figur 4a), nachdem die Befestigungsvorrichtung
33 gelöst und die zweite Filtereinrichtung 3 im Frontteil 5 gedreht wurde, damit sie
durch die Öffnung 541 des Türrahmens 54 entnommen werden kann.
[0028] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann.
1. Haushaltsgerät,
mit einem Trocknungsraum zum Trocknen von Trockengut, insbesondere vonTextilien,
mit einer Beschickungstüre zum Beladen und Entladen des Trocknungsraumes,
mit einem Türrahmen (54) für die Beschickungstüre,
mit einer Öffnung (541) im Türrahmen (54) zur Aufnahme eines Abluftstromes aus dem
Trocknungsraum,
mit einer ersten Filtereinrichtung (2) zum Abscheiden von Partikeln aus dem Abluftstrom,
und
mit einer der ersten Filtereinrichtung (2) in Abluftstromrichtung nachgeschalteten
zweiten Filtereinrichtung (3),
bei dem die zweite Filtereinrichtung (3) durch die Öffnung (541) im Türrahmen (54)
hindurch aus dem Haushaltsgerät entnehmbar ist bei aus dem Haushaltsgerät entfernter
erster Filtereinrichtung (2).
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, bei dem die zweite Filtereinrichtung (3) einen Rahmen
(31) und eine von dem Rahmen (31) gehaltene Filtermatte (32) enthält.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 2, bei dem die Filtermatte (32) unlösbar mit dem Rahmen
(31) verbunden ist.
4. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die zweite Filtereinrichtung
(3) lösbar mit dem Türrahmen (54) verbunden ist.
5. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Rahmen (31) der
zweiten Filtereinrichtung (3) in einer Führung des Haushaltsgeräts gelagert ist.
6. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die zweite Filtereinrichtung
(3) einen Signalgeber enthält, der mit einem Sensor am Haushaltsgerät zusammenwirkt,
und bei dem eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, die einen Trocknungsbetrieb des
Haushaltsgeräts verhindert für den Fall, dass der Sensor das Vorhandensein des Signalgebers
nicht erkennt.
7. Haushaltsgerät nach Anspruch 6, bei dem der Signalgeber ein Magnet (36) ist, und bei
dem der Sensor ein Reed-Element ist.
8. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die erste Filtereinrichtung
(2) angeordnet ist zum Abscheiden von Partikeln aus dem durch die Öffnung (541) im
Türrahmen (54) durchtretenden Abluftstrom.
9. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die erste Filtereinrichtung
(2) in eingesetztem Zustand gehalten wird von dem Türrahmen (54), und insbesondere
mit diesem lösbar verbunden ist.
10. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Luftleitkanal zwischen
der zweiten Filtereinrichtung (3) und der ersten Filtereinrichtung (2).
11. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die erste Filtereinrichtung
(2) feinere Poren aufweist als die zweite Filtereinrichtung (3).
12. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Beschickungstüre
mindestens eine dritte Filteranordnung enthält, und bei dem ein Luftauslass der dritten
Filtereinrichtung mit der Öffnung (541) im Türrahmen (54) derart zusammenwirkt, dass
der Abluftstrom aus dem Luftauslass der dritten Filtereinrichtung in die Öffnung (541)
im Türrahmen (54) strömt.
13. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem ein aus der zweiten
Filtereinrichtung (3) austretender Luftstrom einem Verdampfer zugeführt wird, und
bei dem das Haushaltsgerät keine öffenbare Klappe in seiner Aussenwand zum Zugriff
auf die zweite Filtereinrichtung (3) enthält.
14. Verfahren zum Entnehmen einer Filtereinrichtung aus einem Haushaltsgerät nach einem
der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem die erste Filtereinrichtung (2) entnommen wird, und bei dem die zweite Filtereinrichtung
(3) nach dem Entnehmen der ersten Filtereinrichtung (2) durch die Öffnung (541) im
Türrahmen (54) hindurch aus dem Haushaltsgerät entnommen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem die erste Filtereinrichtung (2) durch die Öffnung
(541) im Türrahmen (54) hindurch aus dem Haushaltsgerät entnommen wird.