[0001] Die Erfindung betrifft einen Entwässerungsablauf zum Einbau in eine Bodenöffnung
eines Duschplatzes, umfassend ein in die Bodenöffnung einzusetzendes Einlaufteil mit
nach oben offener Einlauföffnung, in die ein Deckelelement eingesetzt ist, das gegenüber
der Einlauföffnung höhenverstellbar ist und die Einlauföffnung unter Freilassung wenigstens
einer Niveauöffnung abdeckt.
[0002] Ein Einlaufrost mit einer Höhenverstellung ist aus
EP 1 782 721 (Fig. 8) bekannt.
[0003] Für die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Verstellbarkeit des Deckelelementes
gegenüber der Bodenöffnung und dem Einlaufteil anzugeben, sodass verschiedenste Bauhöhen
in einfacher Weise berücksichtigt werden können, wobei mit nur wenigen Teilen eine
einfach zu durchschauende und auch nachjustierbare Höhenverstellung ermöglicht ist,
die ein Verrutschen des Einlaufteils ausschließt.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst bei einem höhenverstellbaren Entwässerungsablauf mit folgenden
Merkmalen:
- das Deckelelement ist an seiner Unterseite mit mehreren Gewindehülsen fest verbunden,
die ein Innengewinde aufweisen,
- in die Innengewinde der Gewindehülsen sind Gewindemuffen mit Außengewinde und Innenhohlraum
verstellbar auf einen Teil ihrer Länge eingedreht, die nach unten die Gewindehülsen
überragen,
- das Einlaufteil ist mit Positionsbolzen versehen, die von dem Innenhohlraum der Gewindemuffen
überstülpt sind.
[0005] Im Folgenden bilden eine Gewindehülse, eine Gewindemuffe und ein Positionsbolzen
zusammen ein Verstellelement.
[0006] Die Positionsbolzen können beispielsweise mit einem Flanschrand des Einlaufteils
verbunden sein. Als Material für die Positionsbolzen eignen sich insbesondere Metalle,
jedoch können auch Kunststoffteile eingesetzt werden.
[0007] Das Deckelelement kann beispielsweise als Rost mit Flächenöffnungen oder als geschlossenes
Deckelelement mit einem abgewinkelten Kantenflansch gebaut sein, wobei das Ablaufwasser
zwischen Kantenflansch und umgebenden Teilen abläuft.
[0008] Der Positionsbolzen ist vorzugsweise zylindrisch gerundet und verjüngt sich nach
oben im Spitzenbereich, sodass beim Hochziehen, beispielsweise zum Nachjustieren,
keine Verkantung eintreten kann.
[0009] Insbesondere ist von Vorteil, dass dem Deckelelement nach ihrer Länge auswählbare
demontierbare Gewindemuffen zuzuordnen sind. So kann beispielsweise ein Bausatz geliefert
werden, der ohne wesentliche Kostenerhöhung zwei oder mehr Gewindemuffen enthält,
sodass ein größerer Spielraum für die erforderliche Erhöhung besteht.
[0010] Die Gewindemuffe kann zusätzlich mit einer Mutter arretiert sein.
[0011] Bei einer runden Einlauföffnung werden wenigstens drei oder vier Verstellelemente
radialsymmetrisch peripher am Einsatzteil angeordnet.
[0012] Das erfinderische Prinzip kann auch bei einer Einlauföffnung in Form einer Längsrinne
mit U-förmigem, mit einem Boden versehenem rinnenförmigen Einlaufteil eingesetzt werden,
wobei wenigstens zwei Verstellelemente den Boden des Einlaufteils mit dem Oberteil
des länglichen Deckelelementes bzw. der Rinne verbinden.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Die Figuren
der Zeichnung zeigen im Einzelnen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch einen Rundablauf versehen mit den vier Verstellelementen;
- Figur 2
- eine Ansicht von unten auf ein rundes Deckelelement mit den Verstellelementen;
- Figuren 3a bis 3c
- Möglichkeiten der Verstellbarkeit, im Schnitt gem. Fig. 1 (Detail C);
- Figur 4
- einen Schnitt durch ein Verstellelement.
[0014] Die im Folgenden verwendeten Begriffe "oben" und "unten" definieren sich durch die
übliche Anordnung eines Einlaufs in der gezeichneten Darstellung der Duschabläufe,
nämlich mit dem Deckelelement "oben" und der Einlauföffnung "unten". Allerdings sei
darauf hingewiesen, dass die im Folgenden beschriebenen Teile des Verstellelementes
auch in umgekehrter Reihenfolge von "unten nach oben" angeordnet sein können.
[0015] In Figur 1 ist ein Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Entwässerungsablaufs
100 zum Einbau in eine Bodenöffnung 4 eines Duschplatzes dargestellt.
[0016] Der Entwässerungsablauf 100 ist ständig offengehalten. Ein Einlaufteil 1 ist in die
Bodenöffnung 4 eingelassen und ruht mit seinem Flanschkranz 2 auf der verbreiterten
Oberkante eines Rohrstutzens 3, in dem sich ein Geruchsverschluss 40 und ein seitliches
Ablaufrohr (nicht dargestellt) befinden. Der sich unterhalb der Bodenöffnung 4 befindende
Teil des Entwässerungsablaufes 100 bildet nicht Teil der Erfindung und kann daher
auch abweichend ausgeführt sein.
[0017] Über dem Flanschrand 2 ist ein Deckelelement 5 in die gestufte Bodenöffnung 4 eingesetzt.
Im vorliegenden Fall ist das Deckelelement in Form einer runden Scheibe gestaltet
und mit einem Flanschrand 5.1 versehen. Es ist jedoch auch möglich, ein derartiges
Deckelelement als Rost zu gestalten, das randseitig plan ausläuft. In beiden Fällen
ergibt sich eine "Niveauöffnung" 6, in die Wasser einfließen und nach unten ablaufen
kann.
[0018] Auch ovale, rechteckförmige oder polygonale Deckelelement-Anordnungen lassen sich
in entsprechender Weise mit einer im Folgenden beschriebenen Verstellvorrichtung versehen.
[0019] Mit der Oberseite des Flanschrandes 2 des Einlaufteils 1 sind vier Verstellelemente
7.1, 7.2, 7.3 und 7.4 verbunden, mit denen das Deckelelement 5 gegenüber dem Flanschkranz
2 höhenverstellbar ist. Wie in der Schnittzeichnung gemäß Figur 4 dargestellt, sind
auf einem Flanschkranz 2 mehrere Positionsbolzen 8 beispielsweise durch Verschwei-βen
oder Verkleben aufragend befestigt. Die Positionsbolzen 8 bestehen aus Messing oder
anderen korrosionsresistenten Materialien und sind nach oben verjüngend gestaltet;
außenseitig sind sie glatt.
[0020] Die gegenüberliegende Unterseite 5.2 des Deckelelementes 5 ist mit vier Gewindehülsen
9 versehen, die ein Innengewinde 9.1 aufweisen. Die Gewindehülse 9 hat eine Höhe von
h
1. In das Innengewinde 9.1 der Gewindehülse 9 ist eine Gewindemuffe 10 mit Außengewinde
10.2 und Innenhohlraum 10.1 mit einem Teil ihrer Länge eingedreht. Die Gewindemuffe
10 hat eine Länge von I
1 ≥ h
1 und überragt somit die Gewindehülse 9 nach unten auch bei teilweiser Eindrehung.
Der Innenhohlraum 10.1 der teilweise eingedrehten Gewindemuffe 10 wird über einen
Positionierbolzen 8 geschoben, bis die Unterkante der Gewindemuffe 10 auf den Flanschkranz
2 stößt. Damit ist die Höhe des Deckelelementes 5 gegenüber dem Einlaufteil 1 festgelegt.
Um die Position der Gewindemuffe 10 gegenüber der Gewindehülse 9 zu arretieren, kann
zusätzlich eine Mutter 11 auf die Gewindemuffe 10 aufgedreht werden. Vorzugsweise
werden hierzu Muttern mit Festlegeigenschaft gewählt.
[0021] Das Deckelelement 5 kann nach Bedarf, insbesondere zum Reinigen des Entwässerungsablaufes,
aus der Bodenöffnung 4 herausgehoben werden. Auch ein Nachjustieren der Höhe ist leicht
möglich. Das Abheben des Deckelelementes ist erleichtert, da eine Verkantung gegenüber
den Positionsbolzen 8 durch deren Gestaltung verhindert wird.
[0022] In den Figuren 3a bis 3c ist schematisiert das Detail C gemäß Fig. 1 in verschiedenen
Höhenverstellungen dargestellt. Mit Verwendung von Gewindemuffen 10, insbesondere
solchen mit unterschiedlicher Länge, lassen sich mehrere Höhen- und Abstandbereiche
zwischen Deckelelement 5 und Einlaufteil 1 einstellen. Die Verstellung ist kontinuierlich
möglich.
[0023] Figur 3a zeigt, dass die Gewindehülse 9 mit völlig eingedrehter Gewindemuffe auf
den Positionsbolzen 8 aufschiebbar ist. Dieses gilt zum Beispiel bei einem Standardabstand
von Flansch 2 bis Unterseite 5.1 von beispielsweise 15 mm. Beim Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 3b ist eine Gewindemuffe 10 mit Länge von 14 mm eingedreht, sodass hier
ein Gesamtabstandbereich von etwa 15 bis 25 mm überdeckt wird.
[0024] Wird anstatt der Gewindemuffe mit der Länge von 14 mm eine solche von 22 mm eingesetzt
(Figur 3c), so ergibt sich ein Bereich von 25 bis 37 mm für die Verstellung.
[0025] Hier können je nach Bedarf auch weitere Gewindemuffen oder auch solche mit anderen
Abmessungen gewählt werden.
[0026] Insgesamt ergibt sich eine gute Möglichkeit, entsprechend dem Boden- und Ablaufaufbau
verschiedene Höhen des Deckelelementes gegenüber dem Einlaufteil einzusetzen. Dabei
kann die erfindungsgemäße Lösung sowohl bei runden als auch bei länglichen, rinnenförmigen
Endwässerungsabläufen eingesetzt werden.
1. Entwässerungsablauf (100) zum Einbau in eine Bodenöffnung (4) eines Duschplatzes,
umfassend ein in die Bodenöffnung einzusetzendes Einlaufteil (1) mit nach oben offener
Einlauföffnung, in die ein Deckelelement eingesetzt ist, das innerhalb der Einlauföffnung
höhenverstellbar ist und die Einlauföffnung unter Freilassung wenigstens einer Niveauöffnung
abdeckt,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Deckelelement (5) an seiner Unterseite mit mehreren Gewindehülsen (9) fest verbunden
ist, die ein Innengewinde (9.1) aufweisen,
- dass in die Innengewinde (9.1) der Gewindehülsen (9) Gewindemuffen (10) mit Außengewinde
(10.2) und Innenhohlraum (10.1) verstellbar mit einem Teil ihrer Länge eingedreht
sind, die nach unten die Gewindehülsen (9) überragen,
- und dadurch, dass das Einlaufteil mit Positionsbolzen (8) versehen ist, die von
dem Innenhohlraum (10.1) der Gewindemuffen überstülpt sind,
- wobei eine Gewindehülse (9), eine Gewindemuffe (10) und ein Positionsbolzen (8)
zusammen ein Verstellelement (7) bilden.
2. Entwässerungsablauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsbolzen (8) mit einem Flanschrand (2) des Einlaufteils (1) verbunden
sind.
3. Entwässerungsablauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelelement (5) wenigstens teilweise mit einem abgewinkelten Kantenflansch
versehen ist.
4. Entwässerungsablauf nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsbolzen (8) zylindrisch gerundet sind und sich nach oben verjüngen, jedoch
spielfrei von den Gewindemuffen (10) überstülpt sind.
5. Entwässerungsablauf nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Deckelelement (5) mit Gewindehülse (9) nach unterschiedlicher Länge auswählbare
demontierbare Gewindemuffen (10) zuzuordnen sind.
6. Entwässerungsablauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer runden Einlauföffnung wenigstens drei Verstellelemente (7.1, 7.2, 7.3,
7.4) radialsymmetrisch peripher am Einlaufteil (1) angeordnet sind.
7. Entwässerungsablauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Einlauföffnung in Form einer Längsrinne mit U-förmigem, mit einem Boden
versehenen rinnenförmigen Einlaufteil wenigstens zwei Verstellelemente (7.1, 7.2,
7.3, 7.4) den Boden des Einlaufteils (1) der Unterseite des länglichen Deckelelementes
(5) verbinden.