[0001] Die Erfindung betrifft eine Testvorrichtung für Flüssigkeiten des menschlichen oder
tierischen Körpers gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der Medizin ist es seit langem bekannt, eine Körperflüssigkeit des menschlichen
oder tierischen Körpers beispielsweise Blut, Urin oder Speichel, zu analysieren, um
Abweichungen von einem Soll-Zustand des Körpers frühzeitig zu erfassen und dadurch
Krankheiten oder andere Zustandsveränderungen, beispielsweise eine Schwangerschaft,
des Körpers zu erkennen.
[0003] Im Folgenden soll beispielhaft davon ausgegangen werden, dass es sich bei der zu
testenden Körperflüssigkeit um Blut handelt, jedoch ist die Erfindung darauf nicht
beschränkt, sondern die erfindungsgemäße Testvorrichtung ist auch bei anderen Körperflüssigkeiten
des menschlichen oder tierischen Körpers anwendbar, was durch die Erfindung ausdrücklich
mit umfasst sein soll.
[0004] Es ist eine Testvorrichtung bekannt, bei der eine vorbestimmte Menge des zu untersuchenden
Blutes auf einen Träger aufgebracht und mit diesem in ein Reagenz eingebracht wird,
mit dem das Blut chemisch reagiert. Entweder ist mit dieser chemischen Reaktion eine
vom Benutzer visuell wahrnehmbare Veränderung verbunden, oder das Blut wird nach der
Reaktion mit dem Reagenz auf einen Indikator, beispielsweise einen sogenannten Teststreifen
aufgebracht, wo es je nach Beschaffenheit zu einem Farbumschlag führt. Anhand des
Farbumschlags kann der Benutzer ablesen, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmaß das
untersuchte Blut eine Abweichung vom Soll-Zustand aufweist.
[0005] Die bekannte Testvorrichtung besteht aus mehreren Baugruppen oder Bauteilen, die
der Benutzer nacheinander anwenden muss. Dieses Vorgehen ist aufwendig und bringt
die Gefahr mit sich, dass der Benutzer die Reihenfolge der Baugruppen nicht beachtet
und dadurch den Test verfälscht oder unbrauchbar macht. Darüber hinaus besteht die
Gefahr, dass einzelne Bauteile bei der Benutzung zu Boden fallen und dadurch verschmutzen,
wodurch die Testvorrichtung ebenfalls unbrauchbar wird.
[0006] Im Oberbegriff wird von einer Testvorrichtung ausgegangen, wie sie in der
WO 2005/071388 A1 gezeigt ist. Bei dieser Testvorrichtung sind drei Funktionsbereiche hintereinander
in Reihe angeordnet. Eine zu testende Flüssigkeit kann in einem Zuführungsbereich
zugeführt werden, wobei dem Zuführungsbereich ein Reaktionsbereich nachgeschaltet
ist, der von dem Zuführungsbereich über eine Trennwand getrennt ist. Im unteren Bereich
der Testvorrichtung ist eine weitere Kammer ausgebildet, in der die Flüssigkeit nach
der Reaktion mit dem Reagenz betrachtet werden kann. Um den Test durchzuführen, muss
der Benutzer die Trennwände axial durchstoßen. Auf diese Weise ist der Testablauf
von der Geschicklichkeit des Benutzers abhängig und es ist kein genau definierter
Ablauf des Testes gewährleistet.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Testvorrichtung der genannten Art
zu schaffen, die für den Benutzer in einfacher Weise anwendbar ist und die einen genau
definieren Ablauf des Tests gewährleistet.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Testvorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Die Erfindung geht von der Grundüberlegung aus, alle Phasen des Testes in einem einzigen,
vorzugsweise rohrförmigen Gehäuse durchzuführen, in dem verschiedene Funktionsbereiche
ausgebildet sind. In einem Zuführungsbereich kann die zu untersuchende Körperflüssigkeit
bzw. das Blut in vorbestimmter Menge zugeführt bzw. in das Gehäuse eingeführt werden.
Das Blut durchläuft dann innerhalb des Gehäuses die einen Reaktionsbereich und gelangt
am Ende zu einem Indikationsbereich mit einem Indikationselement, an dem der Benutzer
das Ergebnis des Tests ablesen kann.
[0010] Aus dem Zuführungsbereich gelangt das Blut in den Reaktionsbereich, der dem Zuführungsbereich
nachgeschaltet und von diesem durch zumindest eine geschlossene Trennwand getrennt
ist. In dem Reaktionsbereich befindet sich zumindest ein Reagenz, mit dem das Blut
chemisch reagiert. Im Ausgangszustand der Testvorrichtung ist der Zuführungsbereich
von dem Reaktionsbereich durch die geschlossene Trennwand vollständig getrennt. Um
das Blut aus dem Zuführungsbereich in den Reaktionsbereich zu überführen, ist eine
von dem Benutzer betätigbare Schneidvorrichtung vorgesehen, mittels der die Trennwand
zerstörbar ist, so dass das Blut in den Reaktionsbereich einfließt und dort mit dem
Reagenz durchmischt wird und chemisch reagiert.
[0011] Dem Reaktionsbereich ist der Indikationsbereich nachgeschaltet, der von dem Reaktionsbereich
durch ein Trennelement mit definierter Durchgangsöffnung getrennt ist. In dem Indikationsbereich
ist das Indikationselement, beispielsweise ein Teststreifen, angeordnet, dem das Blut
nach der Reaktion mit dem Reagenz durch die Durchgangsöffnung in definierter Form
zugeführt wird.
[0012] Durch die Anordnung der genannten Funktionsbereiche innerhalb eines einzigen rohrförmigen
Gehäuses ist sichergestellt, dass das Blut erst dann den Indikationsbereich erreichen
kann, nachdem es den Reaktionsbereich durchlaufen hat und dort mit dem Reagenz reagiert
hat. Eine unbeabsichtigte Änderung der Reihenfolge der einzelnen Testphasen ist ausgeschlossen.
[0013] Das Blut kann auf beliebige Weise dem Zuführungsbereich des rohrförmigen Gehäuses
zugeführt werden. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
der Zuführungsbereich ein Kapillarröhrchen aufweist, in dem das zu testende Blut infolge
von Kapillarkräften aufnehmbar ist. Der Testperson, deren Blut zu untersuchen ist,
wird in üblicher Weise zumindest ein Bluttropfen abgenommen, indem die Haut beispielsweise
an der Fingerkuppe durchstochen wird. Die dazu verwendete Nadel oder Spitze kann in
die Testvorrichtung an geeigneter Stelle integriert sein, es ist jedoch auch möglich,
die Haut mittels einer separaten Spitze zu durchstoßen. Wenn der auf dem Finger der
Testperson befindliche Bluttropfen mit dem Ende des Kapillarröhrchens in Kontakt gebracht
wird, bewirken die Kapillarkräfte innerhalb des Kapillarröhrchens, dass das Blut in
das Kapillarröhrchen eingesaugt wird. Auf diese Weise ist es möglich, eine relativ
genau zu bestimmende Menge des Blutes von wenigen Mikro-Litern (=10
-9m
3) entspricht.
[0014] Um die mit dem Kapillarröhrchen aufgenommene Blutmenge durch die einzelnen Bereiche
des Gehäuses der Testvorrichtung fließen zu lassen, muss das Blut entgegen der Kraft
der Kapillarkräfte wieder aus dem Kapillarröhrchen herausfließen. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, dass an einem Ende des Kapillarröhrchens ein Überdruck wirksam
wird. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung lässt sich dies dadurch erreichen,
dass auf das Kapillarröhrchen eine Kappe aufsetzbar ist, mittels der die im Kapillarröhrchen
befindliche Blutmenge aus diesem herausgedrückt wird. Vorzugsweise besitzt die Kappe
eine innere Sackbohrung, in die das Kapillarröhrchen spielfrei eingeführt werden kann.
Beim Einführen des Kapillarröhrchens in die Sackbohrung der Kappe, wird der Raum,
der sich zwischen dem Boden der Sackbohrung und dem eingeführten Ende des Kapillarröhrchens
befindet, verringert, was zu einem Druckanstieg führt, der dafür sorgt, dass das Blut
am entgegengesetzten Ende aus dem Kapillarröhrchen herausgedrückt wird.
[0015] Nach der Einbringung des Blutes befindet sich dieses im Zuführungsbereich und ist
von dem Reaktionsbereich durch die geschlossene Trennwand getrennt. Der Benutzer öffnet
dann die Verbindung zwischen dem Zuführungsbereich und dem Reaktionsbereich, indem
er mit der Schneidvorrichtung die Trennwand öffnet oder zerstört. In bevorzugter Ausgestaltung
der Erfindung kann die Schneidvorrichtung ein Schneidteil aufweisen, das in dem Gehäuse
drehbar und/oder axial verschiebbar gelagert ist und ein Schneidmesser besitzt. Durch
die axiale Verschiebbarkeit des Schneidteils kann des Benutzer das Schneidmesser mit
der zu öffnenden Trennwand in Anlage bringen und diese durchstoßen. Die Drehbarkeit
des Schneidteils und des Schneidmessers kann diesen Öffnungsvorgang unterstützen.
[0016] Vorzugsweise sollte das Schneidteil mit dem Schneidmesser relativ zu dem Gehäuse
der Testvorrichtung eine genau definierte Bewegung ausführen, die nicht im Belieben
des Benutzers steht, sondern durch eine entsprechende Führungsvorrichtung bestimmt
ist. Zu diesem Zweck kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die
Bewegung des Schneidteils über eine Kulisse gesteuert ist, die im Gehäuse ausgebildet
ist. Dabei besitzt das Schneidteil einen Führungsstift, der die Kulisse, die vorzugsweise
von einem Führungsschlitz oder einer Führungsnut gebildet ist, in enger Passung durchläuft.
Eine sichere Führung ist gewährleistet, wenn zwei entsprechende Kulissenführungen
auf diametral entgegengesetzten Seiten des Gehäuses ausgebildet sind. Um die Bewegung
des Schneidteils auszulösen, kann vorgesehen sein, dass das Schneidteil mit der Kappe
im formflüssigen Eingriff steht. Der Benutzer verdreht und/oder verschiebt dann die
für ihn leicht zugängliche Kappe und damit auch das Schneidteil entsprechend dem Verlauf
der Kulisse, so dass eine definierte Bewegung erreicht ist.
[0017] Alternativ kann auch ein Gewinde vorgesehen sein, das die Bewegung zwischen dem Schneidteil
und dem Gehäuse definiert.
[0018] Nachdem die Trennwand zwischen dem Zuführungsbereich und dem Reaktionsbereich geöffnet
ist, fließt das Blut aus dem Zuführungsbereich in den Reaktionsbereich und reagiert
mit dem dort befindlichen Reagenz. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Reagenz nicht frei beweglich in dem Reaktionsbereich aufgenommen
ist, sondern in einer Kartusche enthalten ist, die in das Gehäuse eingesetzt ist und
zumindest eine Verschlussfolie aufweist, die mittels der Schneidvorrichtung zerstörbar
ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Kartusche mit dem gewünschten Reagenz vorzufertigen
und bei der Herstellung der Testvorrichtung in das Gehäuse in einem gefüllten und
verschlossenen Zustand einzusetzen. Somit ist auch die Möglichkeit gegeben, in gleichartige
Gehäuse je nach Anwendungsfall unterschiedliche Reagenzien einzusetzen, indem lediglich
die entsprechende vorgefertigte Kartusche eingesetzt werden muss.
[0019] In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kartusche
ein rohrförmiges Gehäuseteil umfasst, das unter enger Passung in das Gehäuse der Testvorrichtung
eingesetzt ist und an seinen beiden in Axialrichtung des Gehäuses weisenden Enden
jeweils mittels einer Verschlussfolie verschlossen ist, die beispielsweise aufgesiegelt
sein kann. Die Verwendung von vorgefertigten Kartuschen genannten Aufbaus bringt den
Vorteil mit sich, dass mehrere Kartuschen in Axialrichtung des Gehäuses hintereinander
angeordnet sein können, wobei in den Kartuschen entweder jeweils das gleiche Reagenz
angeordnet ist, was sinnvoll ist, wenn eine relativ große Menge des Reagenz benötigt
wird, oder es sind unterschiedliche Reagenzien oder auch Antikörper in den einzelnen
Kartuschen enthalten.
[0020] Die einzelnen Kartuschen sind in Axialrichtung des rohrförmige Gehäuses der Testvorrichtung
unmittelbar aufeinanderfolgend angeordnet und vorzugsweise mittels eines Spannelementes
gegeneinander gespannt. Auf diese Weise nehmen die einzelnen Kartuschen eine definierte
Position innerhalb des Gehäuses ein. Dadurch ist es möglich, die Kartuschen mittels
der Schneidvorrichtung nicht gleichzeitig, sondern in definierter Abfolge zu öffnen
und mit dem Blut reagieren zu lassen. Zu diesem Zweck kann die Kulisse, die die Bewegung
des Schneidteils steuert, einen abgestuften Verlauf, d.h. einen polygonalen Verlauf
besitzen. In einer 1. Phase der Verstellung wird das Schneidteil axial verschoben,
bis das daran befindliche Schneidmesser die 1. Kartusche öffnet, so dass das Blut
mit dem in der 1. Kartusche befindlichen Reagenz durchmischt wird und mit diesem reagiert.
Die axial dahinter liegenden weiteren Kartuschen sind zunächst noch unbeschädigt.
Wenn dann das Schneidteil relativ zum Gehäuse verdreht wird, wird eine 2. Axialbewegung
des Schneidteils entlang der Kulisse möglich, wodurch das Schneidmesser die nächste
Kartusche öffnet und das Blut auch mit dem Reagenz dieser 2. Kartusche reagieren kann.
[0021] Nachdem das Blut in dem Reaktionsbereich mit dem Reagenz oder den Reagenzien reagiert
hat, fließt es auf das Trennelement, das den Reaktionsbereich vom nachfolgenden Indikationsbereich
trennt, jedoch eine definierte Durchgangsöffnung sehr geringer Abmessungen, d.h. mit
einem Durchmesser von weniger als 1mm besitzt. Das auf das Trennelement auftreffende
Blut kann die Durchtrittsöffnung durchströmen und trifft dann auf das Indikationselement,
beispielsweise einen für die jeweilige Anwendung geeigneten Teststreifen, der sich
je nach Testergebnis verfärben kann.
[0022] Um das Blut nach Auftreffen auf das Trennelement zuverlässig der Durchtrittsöffnung
zuführen zu können, kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass das
Trennelement napfförmig ausgebildet ist und unter enger Passung in dem Gehäuse sitzt.
Dabei kann die Durchgangsöffnung vorzugsweise im Boden des Trennelementes ausgebildet
sein. Die napfförmige Ausgestaltung des Trennelementes stellt sicher, dass das Blut
sich in diesem sammelt und dann durch die im Boden ausgebildete Durchgangsöffnung
ablaufen und in das Indikationselement eintreten kann.
[0023] Wenn die Trennwand zwischen dem Zuführungsbereich und dem Reaktionsbereich mit der
Schneidvorrichtung zerstört wird und auch beim Öffnen der Verschlussfolien der Kartuschen
können sich einzelne Folienstücke lösen und in dem napfförmigen Trennelement ansammeln.
Um zu verhindern, dass sich ein entsprechendes Folienstück vor die Durchgangsöffnung
legt und diese in unbeabsichtigter Weise verschließt, ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die Durchgangsöffnung von Abstandselementen umgeben ist, die einerseits ein Einfließen
des Blutes in die Durchgangsöffnung nicht behindern, jedoch andererseits die Gefahr
eines Verschlusses der Durchgangsöffnung durch herausgeschnittene Folienstücke wesentlich
verringern, da die Folienstücke von den Abstandselementen zurückgehalten werden, bevor
sie sich unmittelbar auf die Durchgangsöffnung legen können.
[0024] Das Indikationselement ist vorzugsweise von einem Indikatorstreifen oder Teststreifen
gebildet, der in Längsrichtung des rohrförmigen Gehäuses der Testvorrichtung ausgerichtet
ist und von der Außenseite des Gehäuses, das entweder transparent ausgebildet ist
oder zumindest im Bereich des Indikatorelementes ein transparentes Fenster besitzt,
von einem Benutzer nach Durchführung des Tests betrachtet werden kann.
[0025] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass auf der dem Indikationselement
zugewandten Seite des Trennelementes eine Aufnahme für das Indikationselement ausgebildet
ist. Bei der Aufnahme kann es sich um einen rohrförmigen Ansatz handeln, in den das
Indikationselement vorzugsweise unter geringer elastischer Verformung eingeführt und
eingespannt ist. Auf diese Weise ist das Indikationselement unmittelbar an der Mündung
der Durchgangsöffnung angeordnet, so dass sichergestellt ist, dass das gesamte mit
den Reagenzien durchmischte Blut, das die Durchgangsöffnung durchströmt, in das Indikationselement
eintritt.
[0026] Vorzugsweise ist das streifenförmige Indikationselement auch am entgegengesetzten,
dem Trennelement abgewandten Ende in einer Halterung gehalten, so dass eine sichere
Positionierung des Indikationselementes relativ zum Gehäuse gewährleistet ist.
[0027] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Testvorrichtung,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch die Testvorrichtung gemäß Figur 1,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung des Zuführungsbereichs der Testvorrichtung,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung des Reaktionsbereichs der Testvorrichtung und
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Kappe und des Schneidteils der Testvorrichtung.
[0028] Eine in den Figuren dargestellte Testvorrichtung 10 besitzt ein langgestrecktes,
rohrförmiges Gehäuse 11, das an dem gemäß Figur 1 und 2 unteren Ende mittels einer
Verschlusskappe 12 verschlossen ist. In die Verschlusskappe 12 ist auf der der Innenseite
des Gehäuses 11 zugewandten Seite eine Halterung 13 integriert, in die ein streifenförmiges
Indikationselement 45 eingesetzt und gehalten ist. Das streifenförmige Indikationselement
45 erstreckt sich in Axialrichtung des Gehäuses 11 und sitzt an seinem entgegengesetzten
oberen Ende in einer rohrstutzenförmigen Aufnahme 44 eines napfförmigen Trennelementes
41. Das streifenförmige Indikationselement 45 ist durch die untere Halterung 13 und
die obere Aufnahme 44 sicher und unverschieblich in einem Indikationsbereich 40 des
Gehäuses 11 positioniert.
[0029] Das Trennelement 41, das den unteren Indikationsbereich 40 von einem darüber liegenden
Reaktionsbereich 30 trennt, besitzt einen napfförmigen, nach oben öffnenden Querschnitt
und sitzt unter enger Passung in abgedichteter Weise in dem Gehäuse 11. Im Boden des
Trennelementes 41 ist eine sich axial erstreckende Durchgangsbohrung 42 ausgebildet,
die unmittelbar an der Stirnseite des streifenförmigen Indikationselementes 45 mündet.
Auf der dem Indikationselement 45 abgewandten Oberseite des Bodens des Trennelementes
41 ist die Durchgangsbohrung 42 von Abstandselementen 43 (s.Fig.4) umgeben, die vom
Boden um ein geringes Maß nach oben hervorstehen.
[0030] Unmittelbar oberhalb des Trennelementes 41 sind drei Kartuschen 31, 34 und 37 angeordnet,
die in Axialrichtung des Gehäuses 11 hintereinander angeordnet sind und aufeinander
liegen. Jede Kartusche 31, 34, 37 besitzt ein rohrförmiges Gehäuseteil 31a, 34a, 37a,
dessen Außenabmessungen den Innenabmessungen des Gehäuses 11 entsprechen, und ist
am oberen und am unteren Ende durch jeweils eine Verschlussfolie 32, 33 bzw. 35, 36
bzw. 38, 39 verschlossen. In jeder Kartusche 31, 34, 37 ist ein Reagenz oder ein sonstiger
chemischer Stoff enthalten, der für die Untersuchung der Körperflüssigkeit bzw. des
Blutes notwendig ist. Die Kartuschen 31, 34 und 37 sind vorgefertigt und werden im
befüllten und versiegelten Zustand unter enger Passung in das Gehäuse 11 eingesetzt,
so dass sie in Axialrichtung mit ihren rohrförmigen Gehäuseteilen 31a, 34a, 37a aufeinander
liegen, wie es insbesondere in Figur 4 dargestellt ist. Die untere, dem Indikationselement
45 zugewandte Kartusche 37 liegt mit ihrem unteren Ende auf dem oberen Rand des napfförmigen
Trennelementes 41 auf. Am entgegengesetzten oberen Ende der oberen Kartusche 31 ist
ein Spannelement 15 in Form einer Spannhülse angeordnet, der unter elastischer Verformung
gegen die Innenwandung des Gehäuses 11 gespannt ist und die drei Kartuschen 31, 34
und 37 in Axialrichtung gegeneinander spannt und sicher positioniert.
[0031] Die obere Folie 32 der oberen Kartusche 31 bildet eine Trennwand zwischen einem die
Kartuschen 31, 34 und 37 umfassenden Reaktionsbereich 30 der Testvorrichtung 10 und
einem darüberliegenden Zuführungsbereich 20, in dem der Testvorrichtung 10 eine vorbestimmte
Menge des zu untersuchenden Blutes zugeführt wird.
[0032] Oberhalb der Kartuschen 31, 34, 37 ist innerhalb des Gehäuses eine Schneidvorrichtung
19 angeordnet, die ein Schneidteil 22 umfasst. Das Schneidteil 22 besteht aus einem
oberen, in das Gehäuse 11 im wesentlichen spielfrei eingesetzten Haltekörper 21, an
den auf seiner Unterseite ein rohrförmiger Ansatz 21b angeformt ist, der an seinem
unteren, den Kartuschen 31, 34, 37 zugewandten Ende ein Schneidmesser 23 in Form eines
aus Schneidzähnen bestehenden Schneidkranzes trägt. Nahe dem unteren Ende des rohrförmigen
Ansatzes 21b ist ein ring- oder zylinderförmiges Dichtelement 16 angeordnet, das auf
der Innenseite des Gehäuses 11 und der Außenseite des rohrförmigen Ansatzes 21b anliegt
und sich in Axialrichtung auf der Oberseite der Spannhülse 15 abstützt.
[0033] In dem Haltekörper 21 des Schneidteils 22 ist eine axiale Mittelbohrung 21a ausgebildet,
in die ein Kapillarröhrchen 24 eingesetzt ist, das nach oben hervorsteht.
[0034] Eine rohrförmige Kappe 25 besitzt eine innere Sackbohrung 26, mit der sie spielfrei
auf den nach oben hervorstehenden Abschnitt des Kapillarröhrchens 24 aufsetzbar ist.
Am oberen Ende besitzt die Kappe 25 ein Griffteil 28, an dem ein Benutzer die Kappe
25 ergreifen und insbesondere verdrehen und axial verschieben kann. An dem unteren,
dem Griffteil 28 abgewandten Ende der Kappe 25 ist ein Führungskörper 27 angeformt,
der einen axialen Ansatz 27a (s.Fig.5) besitzt, mit dem er mit einer Aufnahme 22a
des Haltekörpers 21 des Schneidteils 22 so in Eingriff treten kann, dass eine über
das Griffteil 28 auf die Kappe 25 ausgeübte Drehbewegung auf das Schneidteil 22 übertragen
wird.
[0035] Wie Figur 5 zeigt, besitzt der Haltekörper 21 des Schneidteils 22 einen sich radial
nach außen erstreckenden Führungsstift 17, der in eine im Gehäuse 11 ausgebildete
Steuerkurve in Form einer schlitzförmigen Kulisse 14 (s.Fig.1) eingreift. Die Kulisse
14 besitzt einen oberen, sich in Umfangsrichtung des Gehäuses 11 erstreckenden 1.Abschnitt
14a, einen sich daran anschließenden, in Längsrichtung des Gehäuses 11 verlaufenden
2. Abschnitt 14b, einen sich daran anschließenden in Umfangsrichtung des Gehäuses
11 verlaufenden 3. Abschnitt 14c und einen daran anschließenden, in Längsrichtung
des Gehäuses 11 verlaufenden 4. Abschnitt 14d. Im Übergangsbereich zwischen dem 3.
Abschnitt 14c und dem 4. Abschnitt 14d ist eine geringfügige Querschnittsverengung
durch eine angeformte Nase 46 vorgesehen, die bewirken soll, dass ein irrtümlicher
Übertritt des Führungsstiftes 17 vom 3. Abschnitt 14c in den 4. Abschnitt 14d verhindert
ist. Durch den Eingriff des Führungsstiftes 17 in die Kulisse 14 ist die Bewegung
des Schneidteils 22 relativ zum Gehäuse 11 exakt definiert und umfasst im dargestellten
Ausführungsbeispiel zwei Drehbewegungen im 1. Abschnitt 14a und im 3. Abschnitt 14c
sowie zwei Axialbewegungen im 2. Abschnitt 14b und im 4. Abschnitt 14d.
[0036] Um eine sichere Führung zu gewährleisten, ist vorzugsweise eine gleichartige Kulissenführung
auf der in den Figuren nicht sichtbaren, diametral entgegengesetzten Seite des Gehäuses
11 vorgesehen, in die ein entsprechender weiterer Führungsstift 17 eingreift.
[0037] Im Folgenden wird die Funktionsweise der Testvorrichtung 10 im Einzelnen erläutert.
Zunächst wird die zu untersuchende Körperflüssigkeit bzw. das Blut in den oberen Zuführungsbereich
20 der Testvorrichtung 10 eingeführt. Zu diesem Zweck wird die Kappe 25 von dem Kapillarröhrchen
24 abgenommen und das obere freie Ende des Kapillarröhrchens 24 wird mit einem Bluttropfen
beispielsweise auf der Fingerkuppe einer Testperson in Kontakt gebracht. Aufgrund
der Kapillarwirkung des Kapillarröhrchens 24 tritt das Blut in das Kapillarröhrchen
24 ein und füllt dieses aus. Auf diese Weise ist eine dadurch das Volumen des Kapillarröhrchens
24 vorbestimmte Menge Blut aufgenommen. Anschließend wird die Kappe 25 mit ihrer Sackbohrung
26 auf das Kapillarröhrchen 24 aufgesetzt und vollständig aufgeschoben. Dabei verringert
sich das Volumen zwischen dem Boden der Sackbohrung 26 und dem oberen Ende des Kapillarröhrchens
24, was zu einem Druckanstieg führt, der bewirkt, dass das Blut am unteren Ende des
Kapillarröhrchens 24 austritt und sich dann in einem Innenraum 29 des rohrförmigen
Ansatzes 21b des Schneidteils 22 befindet.
[0038] Durch das Aufsetzen der Kappe 25 tritt der Ansatz 27a des Führungskörpers 27 der
Kappe 25 mit der Aufnahme 22a des Schneidteils 22 in Eingriff, so dass eine Übertragung
einer Drehbewegung der Kappe 25 auf das Schneidteil 22 möglich ist.
[0039] Der Benutzer dreht die Kappe 25, wodurch auch das Schneidteil 22 soweit gedreht wird,
wie der an ihm angebrachte Führungsstift 17 sich in dem 1. Abschnitt 14a der Kulisse
14 bewegen kann. Anschließend drückt der Benutzer von oben auf die Kappe 25, wodurch
auch das Schneidteil 22 in Axialrichtung des Gehäuses 11 nach unten bewegt wird und
der Führungsstift 17 den 2. Abschnitt 14b der Kulisse 14 entlang läuft. Diese in Axialrichtung
des Gehäuses 11 verlaufende Bewegung des Schneidteils 22 ist durch die Länge des 2.
Abschnittes 14b der Kulisse 14 beschränkt. Bei dieser axialen Verschiebung des Schneidteils
22 kommt das an dessen unterem Ende ausgebildete Schneidmesser 23 mit der oberen Verschlussfolie
32 der oberen Kartusche 31 in Anlage und zerstört diese. Das sich im Innenraum 29
des rohrförmigen Ansatzes 21b befindende Blut kann sich somit mit dem in der Kartusche
31 befindenden Reagenz vermischen und mit diesem reagieren. Die weiteren Kartuschen
34 und 37 sind dabei noch verschlossen.
[0040] Um eine weitere Phase des Tests einzuleiten, dreht der Benutzer wiederum die Kappe
25, wodurch der Führungsstift 17 den 3. Abschnitt 14c der Kulisse 14 entlangläuft
und in den in Längsrichtung des Gehäuses 11 verlaufenden 4. Abschnitt 14d der Kulisse
14 gelangt. In dieser Position ist es dem Benutzer möglich, die Kappe 25 noch weiter
in das Gehäuse 11 hineinzudrücken, wodurch auch das Schneidteil 23 innerhalb des Gehäuses
11 verschoben wird und sowohl die untere Verschlussfolie 33 der 1. Kartusche, die
unmittelbar darauf folgende obere Verschlussfolie 35 der 2. Kartusche 34, die untere
Verschlussfolie 36 der 2. Kartusche 34, die unmittelbar darauffolgende obere Verschlussfolie
38 der 3. Kartusche 37 und auch die untere Verschlussfolie 39 der unteren 3. Kartusche
37 durchstößt und zerstört. Auf diese Weise kommt das Blut auch mit den in der 2.
Kartusche 34 und der 3. Kartusche 37 enthaltenden Reagenzien oder Antikörpern oder
sonstigen Reaktionsmitteln in Kontakt und reagiert mit diesen. Das Blut tritt dann
von oben in das napfförmige Trennelement 41 ein und fließt durch die Durchgangsbohrung
42 in das unmittelbar darunter liegenden streifenförmigen Indikationselement 45, in
dem es zu einem Farbumschlag führen kann, den der Benutzer von der Außenseite des
Gehäuses durch ein Fenster 18 (s.Fig.1) betrachten kann.
[0041] Falls sich beim Durchstoßen der Verschlussfolien 32, 33, 35, 36, 38 und 39 einzelne
Folienteile gelöst haben, fallen diese ebenfalls in das napfförmige Trennelement 41
und kommen auf den Abstandselementen 43 zu liegen, so dass eine Verstopfung der Durchgangsbohrung
42 durch diese Folienteile vermieden ist.
1. Testvorrichtung (10) für Flüssigkeiten des menschlichen oder tierischen Körpers, mit
einem rohrförmigen Gehäuse (11), in dem ausgebildet sind:
- ein Zuführungsbereich (20) zur Zuführung einer vorbestimmten Menge der zu testenden
Körperflüssigkeit,
- ein Reaktionsbereich (30), der dem Zuführungsbereich (20) nachgeschaltet und von
diesem durch eine geschlossene Trennwand (32) getrennt ist und in dem die Körperflüssigkeit
mit zumindest einem Reagenz zu einer chemischen Reaktion bringbar ist, und
- ein Indikationsbereich (40), der dem Reaktionsbereich (30) nachgeschaltet ist und
von diesem durch ein Trennelement (41) mit definierter Durchgangsöffnung (42) getrennt
ist und in dem ein Indikationselement (45) angeordnet ist, dem die Körperflüssigkeit
nach der Reaktion mit dem Reagenz durch die Durchgangsöffnung (42) zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Schneidvorrichtung (19) mit einem Schneidteil (22) vorgesehen ist, mittels der
die Trennwand (32) zerstörbar ist, wobei die Bewegung des Schneidteils (22) über eine
Kulisse (14) gesteuert ist, die im Gehäuse (11) ausgebildet ist, und wobei das Schneidteil
(22) einen Führungsstift (17) besitzt, der die Kulisse (14) in enger Passung durchläuft.
2. Testvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführungsbereich (20) ein Kapillarröhrchen (24) aufweist, in dem die zu testende
Körperflüssigkeit infolge von Kapillarkräften aufnehmbar ist.
3. Testvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Kapillarröhrchen (24) eine Kappe (25) aufsetzbar ist, mittels der die im
Kapillarröhrchen (24) befindliche Körperflüssigkeit aus diesem herausdrückbar ist.
4. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidteil (22) in dem Gehäuse (11) drehbar und/oder axial verschiebbar gelagert
ist und ein Schneidmesser (23) besitzt.
5. Testvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidteil (22) mit der Kappe (25) in formflüssigen Eingriff bringbar und mittels
dieser verstellbar ist.
6. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reagenz in einer Kartusche (31, 34, 37) angeordnet ist, die in das Gehäuse (11)
eingesetzt ist und zumindest eine Verschlussfolie (32, 33, 35, 36, 38, 39) aufweist,
die mittels der Schneidvorrichtung (19) zerstörbar ist.
7. Testvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartusche (31, 34, 37) ein rohrförmiges Gehäuseteil (31a, 34a, 37a) aufweist,
das unter enger Passung in das Gehäuse (11) eingesetzt ist und an seinen in Axialrichtung
des Gehäuses (11) weisenden Enden jeweils mittels einer Verschlussfolie (32, 33, 35,
36, 38, 39) verschlossen ist.
8. Testvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kartuschen (31, 34, 37) in Axialrichtung des Gehäuses (11) hintereinander
angeordnet sind.
9. Testvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschen (31, 34, 37) mittels eines Spannelementes (15) gegeneinander gespannt
sind.
10. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (41) napfförmig ausgebildet ist und unter enger Passung in dem Gehäuse
(11) sitzt.
11. Testvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (42) im Boden des Trennelementes (41) ausgebildet ist.
12. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (42) von Abstandselementen (43) umgeben ist.
13. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Indikationsbereich (40) zugewandten Seite des Trennelementes (42) eine
Aufnahme (44) für das Indikationselement (45) ausgebildet ist.
14. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Indikationselement (45) unmittelbar an der Mündung der Durchgangsöffnung (42)
angeordnet ist.
15. Testvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Indikationselement (42) an seinem dem Trennelement (41) abgewandten Ende in einer
Halterung (13) sitzt.
1. Test device (10) for liquids of the human or animal body, with a tube-shaped housing
(11), comprising:
- an in-feed area (20) for feeding in a prescribed quantity of the bodily fluid to
be tested,
- a reaction area (30) connected downstream of the in-feed area (20) and separated
from the same by a closed separating wall (32), and in which the bodily fluid can
be brought to a chemical reaction with at least one reagent, and
- an indication area (40), connected downstream of the reaction area (30) and separated
from the same by a separating element (41) having a defined through-hole (42), and
in which an indication element (45) is disposed, the bodily fluid being passed through
the through-hole (42) after reacting with the reagent,
characterized in that a cutting device (19) with a cutting part (22) is provided with which the separating
wall (32) can be destroyed, wherein the movement of the cutting part (22) is controlled
by a slide (14) that is constituted in the housing (11) and wherein said cutting part
(22) has a guide pin (17) passing tight-fitted through said slide (14).
2. Test device according to the claim 1, characterized in that the in-feed area (20) has a capillary tube (24) into which the bodily fluid to be
tested can be introduced by capillary action.
3. Test device according to the claim 2, characterized in that a cap (25) can be placed on the capillary tube (24), with which the bodily fluid
located in the capillary tube (24) can be pressed out of the same.
4. Test device according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the cutting part (22) is supported in the housing (11) so that it can be rotated
and/or moved axially and has a cutting knife (23).
5. Test device according to either one of the claims 3 or 4, characterized in that the cutting part (22) can engage with the cap (25) in a positive connection and the
cutting part (22) can be moved by the cap (25).
6. Test device according to any one of the claims 1 to 5, characterized in that the reagent is disposed in a cartridge (31, 34, 37), which is inserted into the housing
(11) and has at least one covering film (32, 33, 35, 36, 38, 39), which can be destroyed
with the cutting device (19).
7. Test device according to the claim 6, characterized in that the cartridge (31, 34, 37) has a tube-shaped housing part (31a, 34a, 37a), which
is inserted into the housing (11) so that it fits tightly, and which is closed at
both its ends in the axial direction of the housing (11) with a covering film (32,
33, 35, 36, 38, 39).
8. Test device according to either one of the claims 6 or 7, characterized in that multiple cartridges (31, 34, 37) are disposed one behind the other in the axial direction
of the housing (11).
9. Test device according to the claim 8, characterized in that the cartridges (31, 34, 37) are pressed against each other using a clamping element
(15).
10. Test device according to any one of the claims 1 to 9, characterized in that the separating element (41) is bowl-shaped and fits tightly in the housing (11).
11. Test device according to the claim 10, characterized in that the through-hole (42) is constituted in the base of the separating element (41).
12. Test device according to any one of the claims 1 to 11, characterized in that the through-hole (42) is surrounded by spacer elements (43).
13. Test device according to any one of the claims 1 to 12, characterized in that a retainer (44) for the indication element (45) is constituted on the side of the
separating element (42) facing the indication area (40).
14. Test device according to any one of the claims 1 to 13, characterized in that the indication element (45) is disposed directly at the mouth of the through-hole
(42).
15. Test device according to any one of the claims 1 to 14, characterized in that the indication element (42) is held in a holder (13) on its end facing away from
the separating element (41).
1. Dispositif d'échantillonnage (10) pour des liquides du corps humain ou animal, avec
un boîtier en forme de tube (11) dans lequel sont réalisées :
- une zone d'amenée (20) servant à amener une quantité prédéterminée de liquide corporel
à tester,
- une zone de réaction (30) placée en aval de la zone d'amenée (20) et séparée de
celle-ci par une paroi de séparation (32) fermée et dans laquelle le liquide corporel
peut être amené en réaction chimique avec au moins un réactif ; et
- une zone d'indication (40) placée en aval de la zone de réaction (30), séparée de
celle-ci par un élément de séparation (41) doté d'une ouverture traversante (42) définie
et dans laquelle un élément d'indication (45) est disposé et à laquelle le liquide
corporel peut être amené à travers l'ouverture traversante (42) après la réaction
avec le réactif ;
caractérisé en ce qu'un dispositif de coupe (19) pourvu d'une partie tranchante (22) permet de détruire
la paroi de séparation (32), le mouvement de la partie tranchante (22) étant commandé
via une coulisse (14) réalisée dans le boîtier (11) et la partie tranchante (22) possédant
une tige de guidage (17) traversant la coulisse (14) selon un ajustement serré.
2. Dispositif d'échantillonnage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone d'amenée (20) comporte un tube capillaire (24) dans lequel le liquide corporel
à tester peut être reçu par application de forces capillaires.
3. Dispositif d'échantillonnage selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un bouchon (25) servant à sortir le liquide corporel se trouvant dans le tube capillaire
(24) hors de ce dernier peut être placé sur le tube capillaire (24).
4. Dispositif d'échantillonnage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie tranchante (22) est disposée de façon à pouvoir pivoter dans le boîtier
(11) et/ou à pouvoir être déplacée dans le plan axial et possède une lame tranchante
(23).
5. Dispositif d'échantillonnage selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la partie tranchante (22) peut être amenée en prise fluide par forme avec le bouchon
(25) et être déplacée à l'aide de celui-ci.
6. Dispositif d'échantillonnage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le réactif est disposé dans une cartouche (31, 34, 37) insérée dans le boîtier (11)
et comportant au moins un opercule de fermeture (32, 33, 35, 36, 38, 39) pouvant être
détruit à l'aide du dispositif de coupe (19).
7. Dispositif d'échantillonnage selon la revendication 6, caractérisé en ce que la cartouche (31, 34, 37) comporte une partie de boîtier en forme de tube (31 a,
34a, 37a) insérée sous un ajustement étroit réalisé dans le boîtier (11) et respectivement
fermée au niveau de ses extrémités orientées dans la direction axiale du boîtier (11)
au moyen d'un opercule de fermeture (32, 33, 35, 36, 38, 39).
8. Dispositif d'échantillonnage selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que plusieurs cartouches (31, 34, 37) sont disposées les unes derrière les autres dans
la direction axiale du boîtier (11).
9. Dispositif d'échantillonnage selon la revendication 8, caractérisé en ce que les cartouches (31, 34, 37) sont serrées les unes contre les autres à l'aide d'un
élément de serrage (15).
10. Dispositif d'échantillonnage selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de séparation (41) prend une forme d'écuelle et repose en ajustement serré
dans le boîtier (11).
11. Dispositif d'échantillonnage selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'ouverture traversante (42) est réalisée dans le fond de l'élément de séparation
(41).
12. Dispositif d'échantillonnage selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'ouverture traversante (42) est ceinte d'éléments d'écartement (43).
13. Dispositif d'échantillonnage selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'un logement (44) prévu pour l'élément d'indication (45) est réalisé sur le côté de
l'élément de séparation (42) orienté vers la zone d'indication (40).
14. Dispositif d'échantillonnage selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'élément d'indication (45) est directement disposé contre l'embouchure de l'ouverture
traversante (42).
15. Dispositif d'échantillonnage selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'élément d'indication (42) repose dans un support (13) au niveau de son extrémité
opposée à l'élément de séparation (41).