[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Durchführen einer Belastungsprüfung in
einer Aufzugsanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein Verfahren zum
Durchführen einer Belastungsprüfung in einer Aufzugsanlage nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 6.
[0002] Um die Antriebsbremsen einer Aufzugsanlage zu testen, macht man sogenannte Belastungsprüfungen.
Solche Belastungsprüfungen werden nach der Installation einer Aufzugsanlage und auch
in periodischen Abständen zur Prüfung der Betriebssicherheit durchgeführt.
[0003] Es ist Stand der Technik, dass Auszugsanlagen eine Balance zwischen der Aufzugskabine
und dem Gegengewicht haben, die bei weniger als 50% liegt. Dies ist speziell bei Aufzugsanlagen
der Fall, die nur kurze Förderstrecken haben.
[0004] Bei einer Belastungsprüfung muss die Aufzugskabine mit 100% der Nutzlast beladen
werden. Bisher werden die Belastungsprüfungen entsprechend mit einer Prüflast in der
Aufzugskabine durchgeführt. Dass bedeutet, dass die Aufzugskabine vor jeder Prüfung
mit einer entsprechenden Prüflast beladen werden muss. Der Arbeitsaufwand ist daher
relativ gross.
[0005] Ein anderer Ansatz zum Durchführen einer Belastungsprüfung ist in der Patentanmeldung
WO 2008/71301 A1 beschrieben. Gemäss diesem Dokument wird die Aufzugskabine im Aufzugsschacht arretiert.
Daher entfällt hier die Beladung der Aufzugskabine mit der Prüflast. Die Antriebsbremsen
werden teilweise gelöst, um dann mittels der Treibscheibe die erzeugte Kraft zu messen.
Diese Messung erfolgt an der Arretierung der Aufzugskabine. Durch diesen Vorgang wird
eine vorgegebene Überlast an der Aufzugskabine erzeugt und es wird ermittelt, ob die
nicht gelösten Antriebsbremsen in der Lage sind die Aufzugskabine zu halten. Bei einem
solchen Ansatz kann die Treibscheibe unter Umständen Schaden nehmen. Ausserdem ist
es gemäss diesem Ansatz kaum möglich reproduzierbare Bedingungen zu schaffen.
[0006] Eine anderer Ansatz in der Patenmeldung
WO 2007/094777 beschrieben.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Durchführen einer Belastungsprüfung
in einer Aufzugsanlage nach der eingangs genannten Art vorzuschlagen, mit der die
Nachteile des Standes der Technik vermieden werden. Aufgabe der Erfindung ist es auch,
eine solche Vorrichtung vorzuschlagen, die den Aufwand reduziert, der bisher beim
Durchführen einer Belastungsprüfung in einer Aufzugsanlage notwendig ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst für die Vorrichtung durch die Merkmale
des unabhängigen Anspruchs 1 und für das Verfahren durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs 6.
[0009] Bevorzugte Weiterbildungen und Einzelheiten sind durch die abhängigen Ansprüche definiert.
[0010] Beim Durchführen der erfindungsgemässen Belastungsprüfung geht es aber nicht zwingendermassen
nur um eine Prüfung der Antriebsbremsen. Mit der beschriebenen und beanspruchten Belastungsprüfung
können auch andere Elemente und Komponenten, vor allem sicherheitsrelevante Elemente
und Komponenten, einer Aufzugsanlage überprüft werden. Mittels der vorliegenden Erfindung
kann man zum Bespiel auch fehlerhafte oder schadhafte mechanische Verbindungen, wie
Schraub- oder Nietverbindungen, Schweissnähte und dergleichen erkennen.
[0011] Wichtig ist bei all diesen Belastungstests, dass sie bei genau definierten und reproduzierbaren
Bedingungen durchgeführt werden können. Die vorliegende Erfindung ermöglicht bei Bedarf
eine genaue und reproduzierbare Durchführung solcher Tests und Prüfungen.
[0012] Die vorliegende Erfindung eignet sich nicht nur zum Durchführen von Belastungstests
bei der Inbetriebnahme oder dem Inverkehrbringen, sondern auch für periodische Belastungstests
oder für Belastungstests, die nach einer Wartung durchgeführt werden. Solche Belastungstests
können durchgeführt werden, um sicherheitsrelevante Funktionen einer Aufzugsanlage
unter Belastungsbedingungen zu testen.
[0013] Es ist ein weiterer Vorteil der Erfindung, dass sie sich auf verschiedene Aufzugstypen
anwenden lässt.
[0014] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand von Beispielen
und mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Aufzugssystems von der Seite;
- Fig. 2
- ein zweites Aufzugssystems von der Seite;
- Fig. 3
- Details eines weiteren Aufzugssystems in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 4
- Details einer erfindungsgemässen Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 5
- Details einer weiteren erfindungsgemässen Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht.
[0015] Für die Zeichnung und die weitere Beschreibung gilt generell das Folgende:
- Die Figuren sind nicht als massstäblich zu betrachten.
- Gleiche oder ähnliche, bzw. gleich oder ähnlich wirkende konstruktive Elemente sind
in allen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- Angaben wie rechts, links, oben, unten sind auf die jeweilige Anordnung in den Figuren
bezogen.
[0016] Die Fig. 1 zeigt eine erste Aufzugsanlage 10 in der die erfindungsgemässe Vorrichtung
100 zum Einsatz kommt. Die Aufzugsanlage 10 umfasst eine Aufzugskabine 11 und ein
Gegengewicht 12, die mittels mindestens eines Tragmittels 13 miteinander verbunden
sind. Typischerweise kommen mindestens zwei Tragmittel 13 zum Einsatz. Weiterhin umfasst
die Aufzugsanlage 10 eine Antriebsbremse 18, um die Aufzugskabine 11 bei einer Abwärtsfahrt
anhalten zu können. Es handelt sich hier um eine Aufzugsanlage 10 mit einer sogenannten
2:1 Aufhängung. So wird ein einfacher Flaschenzug erzeugt, mit dem die doppelte Nutzlast
bei der halben Geschwindigkeit gehoben werden kann. Der Umhängungsfaktor UF beträgt
in diesem Beispiel UF=2.
[0017] Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Aufzugsanlage 10 umfasst die Antriebseinheit
16 einen Elektromotor, eine auf der Welle des Elektromotors fixierte Treibscheibe
17 sowie eine Antriebsbremse 18. Details der Antriebseinheit 16 sind in Fig. 1 nicht
dargestellt. Die Antriebsbremse 18 ist nur schematisch angedeutet.
[0018] Bei einer Balance von 50% (d.h. B = 0.5) zwischen der Aufzugskabine 11 und dem Gegengewicht
12 gilt die folgende vereinfachte mathematische Darstellung (1):

[0019] In dieser Gleichung (1) ist G
cwt das Gewicht des Gegengewichts 12, G
ak das Leergewicht der Aufzugskabine 11 und G
NL das Nutzlastgewicht. Diese Gleichung (1) sagt aus, dass bei einer 50%-igen Balance
sich ein Gleichgewicht zwischen der Aufzugskabine 11 und dem Gegengewicht 12 einstellt,
wenn die Aufzugskabine mit 50% der Nutzlast beladen ist.
[0020] In Fig. 2 ist eine weitere Aufzugsanlage 10 gezeigt. Hier ist die Aufzugskabine 11
1:1 aufgehängt. Der Umhängungsfaktor UF beträgt in diesem Beispiel UF=1. Bei einer
Balance von 50% (d.h. B = 0.5) zwischen der Aufzugskabine 11 und dem Gegengewicht
12 gilt auch die oben gezeigte mathematische Darstellung nach Gleichung (1).
[0021] Bei einer Balance von 40% (d.h. B = 0.4) zwischen der Aufzugskabine 11 und dem Gegengewicht
12 gilt die folgende vereinfachte mathematische Darstellung (2):

[0022] Bei einer 40%-igen Balance kann also das Gegengewicht 12 etwas weniger schwer sein
als bei einer 50%-igen Balance, was vor allem bei Leerfahrten und bei Fahrten mit
kleiner Kabinenlast energetisch von Vorteil ist.
[0023] Das Gesamtgewicht einer 50%-igen Balance (B = 0,5) verursacht eine Kraft F
car, mit F
car = [(G
ak + G
NL) · g], die, wie in Fig. 2 angedeutet, das Tragmittel 13 nach unten zieht. Für gilt:
g = 9,81 m/s
2. Die Kraft F
cwt am Gegengewicht 12 errechnet sich wie folgt F
cwt = [(Gak
+ 0,5 · G
NL)·g].
[0024] In einem Gleichgewichtszustand würde sowohl die Aufzugskabine 11 als auch das Gegengewicht
12 im Aufzugsschacht ruhen, falls der Antrieb 16 nicht zugeschaltet ist. Die Antriebsbremsen
18 brauchen in diesem Spezialfall keine Bremskräfte aufzubringen, um diese Balance
zu halten.
[0025] Das Prinzip der Erfindung wird jetzt an einem Zahlenbeispiel erläutert. Wenn die
Nutzlast G
NL der Aufzugskabine 11 G
NL = 800 kg beträgt, dann muss laut Vorschriften bei einer 50%-igen Balance und einer
1:1 Aufhängung (d.h. UF = 1, wie in Fig. 2 gezeigt) der Belastungstest durchgeführt
werden, nachdem die Aufzugskabine 11 mit der gesamten Nutzlast beladen wurde. D.h.
die Aufzugskabine 11 müsste insgesamt mit 800 kg Nutzlast beladen werden.
[0026] Gemäss Erfindung geht man aber den folgenden Weg, um die Antriebsbremsen 18 mit den
gleichen Lastverhältnissen testen zu können. Bei einer leeren Aufzugskabine 11 (G
NL = 0 kg) gelten folgende Gleichungen:

[0027] Aus den Gleichungen (3) und (4) ergibt sich in dieser Situation eine Gewichtsdifferenz
von ΔG1 = 0, 5
· G
NL.
[0028] Bei einer voll beladenen Aufzugskabine 11 (G
NL = 800 kg) gelten folgende Gleichungen:

[0029] Aus den Gleichungen (5) und (6) ergibt sich auch in dieser Situation eine Gewichtsdifferenz
von ΔG2 = 0,5 · G
NL. Hier ergibt sich also bei leerer und bei voller Aufzugskabine 11 die gleiche Differenz
ΔG2 = ΔG1.
[0030] Wenn die Nutzlast G
NL der Aufzugskabine 11 G
NL = 800 kg beträgt, und eine 40%-ige Balance bei einer 1:1 Aufhängung (d.h. UF = 1,
wie in Fig. 2 gezeigt) vorgegeben ist, dann ergeben sich bei einer leeren Aufzugskabine
11 (G
NL = 0 kg) die folgenden Gleichungen:

[0031] Aus den Gleichungen (7) und (8) ergibt sich in dieser Situation eine Gewichtsdifferenz
von ΔG1 = 0,4 · G
NL= 320 kg.
[0032] Bei einer voll beladenen Aufzugskabine 11 (G
NL = 800 kg) gelten folgende Gleichungen:

[0033] Aus den Gleichungen (9) und (10) ergibt sich auch in dieser Situation eine Gewichtsdifferenz
von ΔG2 = 0,6 · G
NL = 480 kg. Hier ergibt sich also bei leerer und bei voller Aufzugskabine 11 eine Differenz
ΔG2 - ΔG1 = 160 kg.
[0034] Um nun einen Belastungstest bei einer 40%-igen Balance (B = 0,4) durchführen zu können
ohne die Aufzugskabine 11 mit der vollen Nutzlast G
NL = 800 kg beladen zu müssen, reicht es auch, wenn man an dem Gegengewicht 12 eine
zusätzliche Kraft F aufbringt, die das Gegengewicht 12 nach unten zieht. Diese Kraft
muss auf F = 160 kg eingestellt werden.
[0035] Im Folgenden wird das gleiche Prinzip anhand der in Fig. 1 gezeigten Aufzugsanlage
mit 2:1 (UF = 2) Aufhängung beschrieben. Das Gesamtgewicht einer mit einer 50%-igen
Balance betriebenen Aufzugskabine 11 verursacht eine Kraft F
Car, mit F
Car = [(G
ak + G
NL) ·g]/UF, die, wie in Fig. 1 angedeutet, das Tragmittel 13 nach unten zieht. Die Kraft
F
Cwt am Gegengewicht 12 errechnet sich wie folgt F
cwt = [(G
ak + 0, 5 · G
NL) · g] /UF.
[0036] Bei einer entsprechenden Anwendung der obigen Gleichungen ergibt sich also bei leerer
und bei voller Aufzugskabine 11 die gleiche Differenz ΔG2 = ΔG1= G
NL/4 = 200kg.
[0037] Das Gesamtgewicht einer mit einer 40%-igen Balance betriebenen Aufzugskabine 11 verursacht
eine Kraft F
Car, mit F
Car = [(G
ak + G
NL) ·g]/UF, die, wie in Fig. 1 angedeutet, das Tragmittel 13 nach unten zieht. Die Kraft
F
Cwt am Gegengewicht 12 errechnet sich wie folgt F
Cwt = [(G
ak + 0,4
· G
NL) · g] /UF. Bei einer entsprechenden Anwendung der obigen Gleichungen ergibt sich
also bei leerer und bei voller Aufzugskabine 11 eine Differenz ΔG2 - ΔG1= 0,3 ·G
NL = 240 kg.
[0038] Um nun einen Belastungstest bei einer 40%-igen Balance (B = 0,4) durchführen zu können
ohne die Aufzugskabine 11 mit der vollen Nutzlast G
NL = 800 kg beladen zu müssen, reicht es auch, wenn man an dem Gegengewicht 12 eine
zusätzliche Kraft F aufbringt, die das Gegengewicht 12 nach unten zieht. Diese Kraft
muss auf F = 240 kg eingestellt werden.
[0039] Bei Aufzugsanlagen 10, die mit einer Balance von kleiner 50% arbeiten, kann ein Belastungstest
durchgeführt werden, indem eine entsprechende Zugkraft F am Gegengewicht 12 aufgebracht
wird.
[0040] Dieser erfindungsgemässe Ansatz zum Durchführen von Belastungstests kann für verschiedene
Testzwecke eingesetzt werden, um zum Beispiel sicherheitsrelevante Elemente der Aufzugsanlage
10 zu überprüfen. Im Folgenden wird der Test der Antriebsbremsen 18 als ein besonders
bevorzugtes Beispiel für einen Belastungstest näher beschrieben.
[0041] Fig. 3 zeigt das Beispiel einer von Führungsschienen getragenen Antriebseinheit 16,
die hier zwei Flachriemen 19 als Trag- und Treibmittel antreibt. Es handelt sich um
eine getriebelose Antriebseinheit 16 mit einer in einem Gehäuse 20 angeordneten Treibscheibe
17 (hier nicht sichtbar), einem Elektromotor 21 und einer Antriebsbremse 18. Das Gehäuse
20 stützt sich bei dieser Ausführungsform mittels zweier Maschinenfüsse 22 (sichtbar
ist der vordere Maschinenfuss 22) an einer Konsole 23 eines Tragrahmens 24 ab. Der
Elektromotor 21 ist hier auch an dem Tragrahmen 24 abgestützt. Eine Steuerung 24 steuert
den Elektromotor 21 und die Antriebsbremse 18 und versorgt Elektromotor 21 und Antriebsbremse
18 mit elektrischer Energie.
[0042] Eine Antriebsbremse 18 hat typischerweise zwei, drei oder mehr Bremskreise. Jeder
der Bremskreise betätigt über eine Bremszange oder einen Bremsarm eine der Bremsen
der Antriebsbremse 18. Im Folgenden werden nur zweikreisige Antriebsbremsen 18 mit
einer ersten Bremshälfte und einer zweiten Bremshälfte näher beschrieben. Die Erfindung
lässt sich jedoch auf Antriebsbremsen 18 anwenden, die mehr als nur zwei Bremskreise
und Bremsen aufweisen.
[0043] Durch das Betätigen eines Schalters oder Tasters kann zum Beispiel eine erste Bremshälfte
einer Antriebsbremse 18 geöffnet werden, während die andere Bremshälfte der Antriebsbremse
18 geschlossen bleibt. Je nach Ausführungsform der Antriebsbremse 18 und der beiden
entsprechenden Bremskreise, wird durch die Betätigung des Schalters oder Tasters einer
der beiden Bremskreise gelüftet. Der andere Bremskreis bleibt davon unberührt. D.h.
die gelüftete Bremshälfte ist offen und übt keine Bremskräfte aus. Die andere Bremshälfte
jedoch ist aktiv und übt Bremskräfte aus.
[0044] Anstatt die Antriebsbremse 18 mittels eines Schalters oder Tasters zu bedienen, kann
man bei einigen Bauformen von Antriebsbremsen 18 eine erste der Bremshälften durch
einen Sicherungsstift mechanisch blockieren, während die zweite Bremshälfte aktiv
ist. Durch das Entfernen des Sicherungsstiftes und das Einsetzen des Sicherungsstiftes
an einer anderen Position, kann dann anschliessend die zweite Bremshälfte mechanisch
blockiert werden, während die erste Bremshälfte aktiv ist. Dieser Ansatz erfordert
aber einen manuelle Zugriff auf die Antriebsbremse 18, die typischerweise im Aufzugsschacht
angeordnet ist.
[0045] Es kommt gemäss Erfindung eine Vorrichtung 100 zum Durchführen einer Belastungsprüfung
in der Aufzugsanlage 10 zum Einsatz, wie in Fig. 1 schematisch illustriert. Die Vorrichtung
100 umfasst ein Verbindungselement 102 zum temporären Befestigen an dem Gegengewicht
12, ein Element mit Federeigenschaften 103 und ein Spannzeug 101. Als Verbindungselement
102 können beispielsweise Seile, Riemen, ein Gurte, Stangen etc. oder auch eine Öse
mit Haken und ähnliche Befestigungsmittel dienen. Das Verbindungselement 102 kann
auch ein Bestandteil des Elements mit Federeigenschaften 103 ein. In diesem Sonderfall
braucht es kein separates Verbindungselement 102. Vorzugsweise kann eine Zugfeder
als Element mit Federeigenschaften 103 eingesetzt werden, wie in den Figuren gezeigt.
Die Elemente 101, 102 und 103 sind zum Installieren in der Aufzugsanlage 10 ausgelegt.
Bei der Installation wird ein Punkt des Spannzeugs 101 über das Element mit Federeigenschaften
103 an einem stationären Punkt P1 der Aufzugsanlage 10 fixiert. Ein anderer Punkt
des Spannzeugs 101 wird über das Verbindungselement 102 mit dem Gegengewicht 12 verbunden.
Das Spannzeug 101 umfasst Betätigungsmittel 104, die es erlauben das Element mit Federeigenschaften
103 zu spannen, um somit eine nach unten gerichtete Zugspannung F auf das Gegengewicht
12 auszuüben.
[0046] Die Vorrichtung 100 wird nun so gespannt, dass sie eine Kraft F aufbringt, die gemäss
der oben gegebenen Gleichungen ermittelt wurde. Die Kraft F wird so eingestellt, dass
Lastverhältnisse entstehen, die auch bei einer Belastungsprüfung mit voll beladener
Aufzugskabine 11 auftreten würden. Wenn durch die Vorrichtung 100 die Kraft F aufgebracht
wird, dann muss die Aufzugskabine 11 mit nur einem aktiven Bremskreis die momentane
Position (z.B. die oberste Position Ptop) im Aufzugsschacht beibehalten, obwohl durch
die Vorrichtung 100 eine grosse zusätzliche nach oben gerichtete Zugkraft F auf die
Aufzugskabine 11 ausgeübt wird. Dieser Vorgang kann dann durch ein Betätigen der Schalter
oder Taster, oder durch Umsetzen des Sicherungsstiftes, für den zweiten Bremskreis
wiederholt werden. Auf diesem Weg lassen sich durch das Vorgeben der Zugkraft F für
eine Aufzugsanlage die für einen Belastungstest notwendigen Lastverhältnisse problemlos
und reproduzierbar einstellen. Dann wird, wie beschrieben, zum Beispiel ein Belastungstest
der Antriebsbremse 18 durchgeführt. Wenn Die Antriebsbremse 18 in der Lage ist die
Position der Aufzugskabine 11 zu halten, so ist die Antriebsbremse in Ordnung.
[0047] Analog geht man bei Belastungstest vor, die andere Elemente oder Komponenten der
Aufzugsanlage testen.
[0048] An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Vorrichtung 100 nicht zwingendermassen zwischen
einer Unterseite des Gegengewichts 12 und einem Punkt P1 am Schachtboden 15 angeordnet
werden muss. Die Vorrichtung 100 kann auch zwischen dem Gegengewicht 12 und einer
Schachtwand oder zwischen dem Gegengewicht und einer Führungsschiene der Aufzugsanlage
10 angeordnet werden. Wichtig ist, dass die Anordnung der Vorrichtung 100 so erfolgt,
das sie einerseits einen stabilen Ansätzpunkt (z.B. den Punkt P1 in Fig. 1) findet,
um die auftretenden Kräfte abzuleiten und dass sie andererseits entweder manuell oder
über eine entsprechende (elektro-magnetische) Steuereinheit betätigt werden kann.
[0049] In Fig. 4 sind Details einer Ausführungsform der Vorrichtung 100 gezeigt, die es
erlaubt eine Wirkverbindung zwischen dem Spannzeug 101 und einem stabilen Ansatzpunkt
(als stationären Punkt in der Aufzugsanlage 10) an einer Führungsschiene 30 herzustellen.
Das Element mit Federeigenschaften 103 wird hier mittels eines Ansatzelements 104
temporär auf einer geeigneten Höhenposition an der Führungsschiene 30 befestigt. Das
Ansatzelement 104 hat in der Draufsicht eine U-förmige Gestalt. Auf der Rückseite
sitzt ein Stift oder Bolzen 105, der zwei seitliche Schenkel 104.1, 104.2 des Ansatzelements
104 auf der Rückseite verbindet. Auf der Vorderseite der Führungsschiene 30 wird eine
Verbindungsplatte 106 durch zwei Schlitze in den seitlichen Schenkeln 104.1, 104.2
gesteckt, wie in Fig. 4 gezeigt. Diese Verbindungsplatte 106 kann durch zwei Splinte
107, oder durch gleichwirkende Mittel fixiert werden. Das Element mit Federeigenschaften
103 wird in die Verbindungsplatte 106 eingehängt oder ist mit dieser Verbindungsplatte
106 verbunden. Beim Betätigen der Vorrichtung 100, oder um genauer zu sein beim Betätigen
des Spannzeugs 101, wird bei der gezeigten Ausführungsform eine horizontale Zugkraft
auf das Element mit Federeigenschaften 103 ausgeübt.
[0050] In Fig. 5 sind Details einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung 100 gezeigt,
die es erlaubt eine Wirkverbindung zwischen dem Spannzeug 101 und einem stabilen Ansatzpunkt
(als stationären Punkt in der Aufzugsanlage 10) an einer Führungsschiene 30 herzustellen.
Das Element mit Federeigenschaften 103 wird hier mittels eines Ansatzelements 104
temporär auf einer geeigneten Höhenposition an der Führungsschiene 30 befestigt. Das
Ansatzelement 104 hat in der Draufsicht eine U-förmige Gestalt. Auf der nach hinten
gewandten Seite des Ansatzelements 104 ist eine rechteckige Öffnung vorgesehen. Das
Ansatzelement 104 wird mit dieser Öffnung an der Führungsschiene 30 angesetzt. An
zwei Schenkeln des Ansatzelements 104 sind Schraubelemente, Elemente mit Federeigenschaft,
Zugfedern, Bajonettelemente 108 oder ähnliche Elemente angeordnet. Diese Elemente
108 können durch manuelles Betätigen hinter die Führungsschiene 30 greifen, um das
Ansatzelement 104 zu befestigen. Beim Betätigen des Spannzeugs 101, wird bei der gezeigten
Ausführungsform eine horizontale Zugkraft auf das Element mit Federeigenschaften 103
ausgeübt.
[0051] Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Kraftmesselement
als Teil der Vorrichtung 100 eingesetzt, um ablesen zu können wie gross die momentane
Zugspannung F ist. Als Kraftmesselement kann zum Beispiel eine Kraftmessdose, eine
Federwaage oder eine andere Messvorrichtung verwendet werden, die jeweils eine Anzeige
oder einen Zeiger mit Skala aufweisen.
[0052] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst das Spannzeug 101 einen Flaschenzug,
der mit Betätigungsmitteln zum manuellen Betätigen versehen ist. Durch das Aufbringen
leichter Betätigungskräfte kann durch die Wirkung des Flaschenzuge die notwendige
Zugkraft F vorgegeben werden.
[0053] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird die Vorrichtung 100 als Testkit
bereitgestellt, das zur temporären Installation in der Aufzugsanlage 10 ausgelegt
ist.
[0054] Die Erfindung wirkt so auf die Aufzugsanlage 10 und ihre Komponenten und Elemente,
als ob man die Aufzugskabine 11 mit einer Nutzlast G
NL beladen hätte. Lediglich die unmittelbare Auswirkung, welche die Nutzlast G
NL zum Beispiel auf den Kabinenboden hat, fällt bei der erfindungsgemässen Prüfung weg.
Man macht sich gemäss Erfindung auf intelligente Art und Weise das Prinzip von Aktion
und Reaktion zu Nutze, indem eine entsprechende Zugspannung F auf das Gegengewicht
12 einwirkt, statt durch den Einsatz von Prüfgewichten eine Zugkraft in der Aufzugskabine
11 zu erzeugen.
[0055] Durch die Erfindung wird ohne das Einbringen von Gewichten in die Aufzugskabine 11
ein konventioneller Belastungstest einfach und reproduzierbar simuliert.
1. Vorrichtung (100)zum Durchführen einer Belastungsprüfung in einer Aufzugsanlage (10),
die eine Aufzugskabine (11) und ein Gegengewicht (12) umfasst, die mittels Tragmitteln
(13) miteinander verbunden sind, wobei die Aufzugsanlage (10) eine Antriebsbremse
(18) umfasst, um die Aufzugskabine (11) bei einer Abwärtsfahrt anhalten zu können,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100) umfasst:
- ein Element mit Federeigenschaften (103),
- ein Spannzeug (101) zum Installieren in der Aufzugsanlage (10), wobei ein Punkt
des Spannzeugs (101) über das Element mit Federeigenschaften (103) an einem stationären
Punkt (P1) der Aufzugsanlage (10) fixierbar ist und ein anderer Punkt des Spannzeugs
(101) mit dem Gegengewicht (12) verbindbar ist, wobei das Spannzeug (101) Betätigungsmittel
(104) umfasst, die es erlauben das Element mit Federeigenschaften (103) zu spannen,
um somit eine nach unten gerichtete Zugspannung (F) auf das Gegengewicht (12) auszuüben.
2. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der stationäre Punkt (P1) an einer der folgenden Stellen befindet:
- am Schachtboden (15) der Aufzugsanlage (10)
- an einer Schachtwand der Aufzugsanlage (10)
- an einer Führungsschiene (30) der Aufzugsanlage (10).
3. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Spannzeug (101) um einen Flaschenzug mit Betätigungsmitteln handelt.
4. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich ein Kraftmesselement umfasst, um ablesen zu können wie gross die Zugspannung
(F) ist.
5. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um ein Testkit handelt, das zur temporären Installation in der Aufzugsanlage
(10) ausgelegt ist.
6. Verfahren zum Durchführen einer Belastungsprüfung in einer Aufzugsanlage (10), die
eine Aufzugskabine (11) und ein Gegengewicht (12) umfasst,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte,
- Betätigen eines Spannzeugs (101), um mittels eines Elements mit Federeigenschaften
(103) eine nach unten gerichtete Zugspannung (F) auf das Gegengewicht (12) auszuüben
und
- Durchführen einer Kömponentenprüfung an der Aufzugsanlage (10).
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Durchführen der Komponentenprüfung folgende Schritte umfasst:
- Durchführen eines Bremstests durch das Lösen einer ersten Bremse einer Antriebsbremse
(18) der Aufzugsanlage (10), wobei bei diesem Bremstest die Aufzugskabine (11) unbeladen
und eine zweite Bremse der Antriebsbremse (18) aktiv ist,
- Prüfen, ob die Aufzugskabine (11) nach dem Lösen der ersten Bremse der Antriebsbremse
(18) ihre Position beibehält.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die folgenden Schritte ausgeführt werden:
- Durchführen eines Bremstests durch das Lösen der zweiten Bremse der Antriebsbremse
(18) der Aufzugsanlage (10), wobei bei diesem Bremstest die Aufzugskabine (11) unbeladen
und die erste Bremse der Antriebsbremse (18) aktiv ist,
- Prüfen, ob die Aufzugskabine (11) nach dem Lösen der zweiten Bremse der Antriebsbremse
(18) ihre Position beibehält.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die folgenden Schritte vor dem Durchführen des/der Bremstests ausgeführt werden:
- Installieren des Spannzeugs (101) in der Aufzugsanlage (10),
- Vorgeben der Zugspannung (F) durch das Betätigen des Spannzeugs (101), damit in
der Aufzugsanlage (10) dieselben Belastungsverhältnisse herrschen wie bei 100%-iger
Kabinenlast der Aufzugskabine (11).
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugskabine (11) vor dem Installieren des Spannzeugs (101) in eine obere Schachtposition
(Ptop) gefahren wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch die nach unten gerichtete Zugspannung (F), die auf das Gegengewicht (12) ausgeübt
wird, das wirksame Gewicht des Gegengewichts (12) vor dem Durchführen der Komponentenprüfung
oder des Bremstests erhöht wird.
1. Apparatus (100) for carrying out a loading test in a lift installation (10) which
comprises a lift car (11) and a counterweight (12), which are connected to one another
by load-bearing means (13), wherein the lift installation (10) comprises a drive brake
(18), in order for it to be possible to stop the lift car (11) during downward travel,
characterized in that the apparatus (100) comprises:
- an element with spring properties (103),
- a tensioning mechanism (101) for installing in the lift installation (10), wherein
one point of the tensioning mechanism (101) can be fixed at a stationary point (P1)
of the lift installation (10) via the element with spring properties (103) and another
point of the tensioning mechanism (101) can be connected to the counterweight (12),
wherein the tensioning mechanism (101) comprises actuating means (104) which allow
the mechanism to tension the element with spring properties (103), in order thus for
the counterweight (12) to be subjected to downwardly directed tensile stressing (F).
2. Apparatus (100) according to Claim 1,
characterized in that the stationary point (P1) is located at one of the following locations:
- on the shaft floor (15) of the lift installation (10),
- on a shaft wall of the lift installation (10),
- on a guide rail (30) of the lift installation (10).
3. Apparatus (100) according to Claim 1 or 2, characterized in that the tensioning mechanism (101) is a block and tackle mechanism with actuating means.
4. Apparatus (100) according to Claim 1 or 2, characterized in that it additionally comprises a force-measuring element, in order for it to be possible
to read the magnitude of the tensile stressing (F).
5. Apparatus (100) according to one of the preceding claims, characterized in that the apparatus is a test kit designed to be installed temporarily in the lift installation
(10).
6. Method for carrying out a loading test in a lift installation (10) which comprises
a lift car (11) and a counterweight (12),
characterized by the following steps:
- activating a tensioning mechanism (101) in order for an element with spring properties
(103) to subject the counterweight (12) to downwardly directed tensile stressing (F),
and
- carrying out a component test on the lift installation (10).
7. Method according to Claim 6,
characterized in that the task of carrying out the component test comprises the following steps:
- carrying out a braking test by releasing a first brake of a drive brake (18) of
the lift installation (10), wherein, in this braking test, the lift car (11) is in
a non-loaded state and a second brake of the drive brake (18) is active,
- testing whether the lift car (11) maintains its position once the first brake of
the drive brake (18) has been released.
8. Method according to Claim 7,
characterized in that the following steps are implemented:
- carrying out a braking test by releasing the second brake of the drive brake (18)
of the lift installation (10), wherein, in this braking test, the lift car (11) is
in a non-loaded state and the first brake of the drive brake (18) is active,
- testing whether the lift car (11) maintains its position once the second brake of
the drive brake (18) has been released.
9. Method according to Claim 7 or 8,
characterized in that the following steps are implemented prior to the braking test/s being carried out:
- installing the tensioning mechanism (101) in the lift installation (10),
- predetermining the tensile stressing (F) by activation of the tensioning mechanism
(101) so that the same loading conditions prevail in the lift installation (10) as
is the case when the lift car (11) has a 100% load.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the lift car (11) is moved into an upper shaft position (Ptop) prior to the tensioning
mechanism (101) being installed.
11. Method according to one of Claims 6 to 10, characterized in that the downwardly directed tensile stressing (F) to which the counterweight (12) is
subjected causes an increase in the effective weight of the counterweight (12) prior
to the component test or braking test being carried out.
1. Dispositif (100) pour mettre en oeuvre un contrôle de charge dans une installation
d'ascenseur (10), qui comprend une cabine d'ascenseur (11) et un contrepoids (12),
qui sont reliés l'un à l'autre par l'intermédiaire de moyens de support (13), l'installation
d'ascenseur (10) comprenant un frein d'entraînement (18), afin de pouvoir arrêter
la cabine d'ascenseur (11) en cas de déplacement vers le bas,
caractérisé en ce que le dispositif (100) comprend :
- un élément ayant des propriétés de ressort (103),
- un outil de tensionnement (101) destiné à être installé dans l'installation d'ascenseur
(10), un point de l'outil de tensionnement (101) pouvant être fixé par le biais de
l'élément ayant des propriétés de ressort (103) en un point stationnaire (P1) de l'installation
d'ascenseur (10), et un autre point de l'outil de tensionnement (101) pouvant être
connecté au contrepoids (12), l'outil de tensionnement (101) comprenant des moyens
d'actionnement (104), qui permettent de tendre l'élément ayant des propriétés de ressort
(103) afin d'exercer ainsi une tension de traction orientée vers le bas (F) sur le
contrepoids (12).
2. Dispositif (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le point stationnaire (P1) se trouve en l'un des emplacements suivants :
- au fond de la gaine (15) de l'installation d'ascenseur (10),
- au niveau d'une paroi de la gaine de l'installation d'ascenseur (10),
- au niveau d'un rail de guidage (30) de l'installation d'ascenseur (10).
3. Dispositif (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'outil de tensionnement (101) est une moufle avec des moyens d'actionnement.
4. Dispositif (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il comprend en outre un élément de mesure de force permettant de lire l'amplitude
de la tension de traction (F).
5. Dispositif (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il s'agit d'un kit d'essai qui est conçu pour l'installation temporaire dans l'installation
d'ascenseur (10).
6. Procédé pour mettre en oeuvre un contrôle de charge dans une installation d'ascenseur
(10), qui comprend une cabine d'ascenseur (11) et un contrepoids (12),
caractérisé par les étapes suivantes,
- actionnement d'un outil de tensionnement (101), afin d'exercer par le biais d'un
élément ayant des propriétés de ressort (103), une tension de traction orientée vers
le bas (F) sur le contrepoids (12) et
- effectuer un contrôle des composants au niveau de l'installation d'ascenseur (10).
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que la mise en oeuvre du contrôle des composants comprend les étapes suivantes :
- mise en oeuvre d'un test de freinage par desserrage d'un premier frein d'un frein
d'entraînement (18) de l'installation d'ascenseur (10),
la cabine d'ascenseur (11) n'étant pas chargée au cours de ce test de freinage et
un deuxième frein du frein d'entraînement (18) étant actif,
- contrôle que la cabine d'ascenseur (11) conserve sa position après le desserrage
du premier frein du frein d'entraînement (18).
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que les étapes suivantes sont effectuées :
- mise en oeuvre d'un test de freinage par desserrage du deuxième frein du frein d'entraînement
(18) de l'installation d'ascenseur (10),
la cabine d'ascenseur (11) n'étant pas chargée au cours de ce test de freinage et
le premier frein du frein d'entraînement (18) étant actif,
- contrôle que la cabine d'ascenseur (11) conserve sa position après le desserrage
du deuxième frein du frein d'entraînement (18).
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que les étapes suivantes sont effectuées avant la mise en oeuvre du/des test(s) de freinage
:
- installation de l'outil de tensionnement (101) dans l'installation d'ascenseur (10),
- pré-établissement de la tension de traction (F) par l'actionnement de l'outil de
tensionnement (101), afin qu'il règne dans l'installation d'ascenseur (10) les mêmes
conditions de charge que lorsque la charge de la cabine d'ascenseur (11) est de 100
%.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la cabine d'ascenseur (11) est amenée dans une position de gaine (Ptop) supérieure
avant l'installation de l'outil de tensionnement (101).
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que du fait de la tension de traction orientée vers le bas (F), qui est exercée sur le
contrepoids (12), le poids efficace du contrepoids (12) est augmenté avant la mise
en oeuvre du contrôle des composants ou du test de freinage.