[0001] Die Erfindung betrifft ein Ventil für ein Vakuum-Hebegerät mit zwei Sauganschlüssen
für zwei Unterdruckquellen und zwei Anschlüssen für zwei Unterdruckverbraucher, welche
zum Beispiel in einer Saugeinrichtung vorgesehen sind, und einer die vier Anschlüsse
miteinander verbindenden Handhabe, wobei die vier Anschlüsse an einem zwei axiale
Bohrungen aufweisenden, rohrförmigen Ventilkörper vorgesehen sind, auf dem die Handhabe
verschiebbar zwischen zwei Endstellungen verstellbar gelagert ist, der Ventilkörper
für jede Bohrung eine axiale Trennwand aufweist und beidseits jeder Trennwand eine
radiale Öffnung vorgesehen sind, und wobei die Handhabe in ihrer einen Endstellung
die Öffnungen miteinander verbindet und in ihrer anderen Endstellung die Öffnungen
gegeneinander abdichtet, und wobei ein radial beweglicher Druckknopf vorgesehen ist,
der die Handhabe in zumindest einer Endstellung verriegelt, und der Druckknopf in
die Handhabe integriert ist und beim Bewegen der Handhabe mitbewegt wird.
[0002] Aus der
DE 3618704 C1 ist eine Hebevorrichtung mit einem Saugkasten bekannt, an welchem ein Handgriff zur
Manipulation des Saugkastens befestigt ist. An diesem Saugkasten ist auch ein Belüftungsventil
vorgesehen, welches als Schieber ausgebildet ist. Durch Öffnen des Ventils wird ein
Unterdruckraum, welcher über einen Schlauch an eine Unterdruckquelle angeschlossen
ist, und über welchen ein anzuhebender Gegenstand angesaugt wird, belüftet, so dass
der Gegenstand an gewünschter Stelle abgelegt werden kann. Dieses Belüftungsventil
kann auch direkt im Handgriff vorgesehen sein, wobei der Handgriff den rohrförmigen
Ventiikörper bildet und über diesem Ventilkörper eine Handhabe verschieblich oder
verdrehbar angeordnet ist, wodurch der Saugraum entweder mit der Unterdruckquelle
verbunden oder aber belüftet werden kann.
[0003] Um ein versehentliches Belüften des Saugraumes und dadurch ein unzeitiges Abwerfen
des angesaugten Gegenstandes zu verhindern, ist die Handhabe in ihrer Saugstellung
durch einen den Verschiebeweg der Handhabe versperrenden Druckknopf verriegelt. Um
diese Verriegelung zu lösen ist der Druckknopf vor dem Betätigen der Handhabe einzudrücken,
wodurch er aus dem Verschiebeweg entfernt wird. Hierbei besteht jedoch die Gefahr,
dass beim gleichzeitigen Eindrücken des Druckknopfes und Verschieben der Handhabe
sich die Bedienperson verletzt, indem der Finger zwischen dem Druckknopf und der Handhabe
eingeklemmt wird.
[0004] Dieses Problem wird durch ein Ventil gelöst, wie es aus der
DE 20 2005 016 147 U1 bekannt ist. Bei diesem Ventil ist der Druckknopf in die Handhabe integriert und
wird beim Bewegen der Handhabe mitbewegt. Das bekannte Ventil hat demnach den wesentlichen
Vorteil, dass in Verschieberichtung der Handhabe keine Relativbewegung zwischen dem
Druckknopf und der Handhabe mehr existiert, d.h. dass der Druckknopf zusammen mit
der Handhabe verschoben wird. Der Druckknopf muss lediglich noch eingedrückt werden,
um die in ihrer Endstellung sich befindende Handhabe zu entriegeln. Derartige Ventile
sind jedoch nur für das bodennahe Heben von Lasten, bei dem sich der Massenschwerpunkt
maximal 1,8 m über dem Boden befindet, zulässig.
[0005] Für das nicht bodennahe Heben, bei dem der Massenschwerpunkt der Last sich mehr als
1,8 m über dem Boden befindet, schreibt die Norm EN 13155 zwei redundante Vakuumkreise
vor. Deren Ansteuerung wird bisher durch die Verwendung von zwei Handschiebeventilen
realisiert, wobei für jeden Vakuumkreis ein Ventil verwendet wird. Hierfür werden
zwei Ventile unabhängig voneinander angeordnet, und die Bedienperson muss beide Ventile
bedienen bzw. die beiden Ventile werden über eine übergeordnete mechanische Mitnahme
gleichzeitig geschaltet.
[0006] Aufgrund der Robustheit und Einfachheit werden mechanische Ventile an Stelle von
Elektromagnetventilen bevorzugt. Eine Möglichkeit der Ausführung wären zwei Ventile
gemäß der
DE 20 2005 016 147 U1.
[0007] Aus Sicht der Handhabung ist es unergonomisch, dass die eine Funktion Saugen nur
durch das Betätigen von zwei Ventilen, jeweils mit Zweifachbetätigung (Drücken + Schieben)
erreicht werden kann. Auch die mechanische Koppelung von zwei Ventilen durch ein übergeordnetes
Betätigungselement stellt einen großen technischen Aufwand dar. Nach Norm wäre hier
das Betätigungselement mit einer Zweifachbetätigung auszuführen.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Ventil bereitzustellen, mit welchem
auf einfache Weise beide Vakuumkreise geschaltet werden können.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem Ventil der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass die Trennwände axial versetzt angeordnet sind und in der Handhabe im
Bereich der Trennwände Überströmkanäle zum Verbinden der Öffnungen vorgesehen sind.
[0010] Das erfindungsgemäße Ventil hat demnach den wesentlichen Vorteil, dass mit einer
einzigen Handhabe beide Vakuumkreise geöffnet und geschlossen werden können und somit
nur ein einziges Ventil betätigt werden muss. Die Bedienperson hat die andere Hand
frei z.B. zum gezielten Führen des Vakuum-Hebegeräts.
[0011] Das erfindungsgemäße Ventil weist zwei (oder mehrere) 3/2-Wegeventile auf, die über
eine Schiebehüse, insbesondere gleichzeitig betätigt werden. Das Ventil ist fehlbedienungsge
sichert und ergonomisch bedienbar.
[0012] Die funktionelle Ausrüstung ist analog zur
DE 20 2005 016 147 U1, jedoch sind wenigstens zwei 3/2-Wegeventil vorgesehen, damit die geforderte Redundanz
erreicht werden kann. Da die Anwendung hauptsächlich das Heben von schweren Lasten,
wie Fenster und Fassadenelemente betrifft, und in diesen speziellen Fällen anzusaugenden
Werkstücke absolut dicht sind, reichen kleine Querschnitte aus. Die über Druckknopf
mit Federrückstellung angeordnete Schiebehülse betätigt beide Ventile gleichzeitig,
damit befinden sich die beiden redundanten Vakuum-Kreise auch immer in derselben Stellung.
Durch die gekoppelte Bedienung "Drücken und Schieben" ist die Fehlbedienungssicherheit
gegeben. Über die integrierte Druckfeder kann das System nicht auf dem Verschiebeweg
verharren, es wird automatisch zur sicheren Stellung "Saugen" geführt (NO-(normal
offen)-Ausführung).
[0013] Aus ergonomischer Sicht ist die Kontaktfläche der Schiebehülse der Hand angepasst
und ballig oder tonnenförmig ausgeführt. Die Bedienelemente sind so groß ausgeführt,
dass die Bedienung auch mit Arbeitshandschuhen erfolgen kann. Als Ergänzung kann diese
Oberfläche ggf. mit einer Soft-Touch-Struktur versehen werden.
[0014] Erfindungsgemäß ist die Handhabe manuell, hydraulisch oder pneumatisch verstellbar.
Auf diese Weise ist das Ventil auch fernbedienbar.
[0015] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel beschrieben ist. Dabei können die in der
Zeichnung dargestellten sowie in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindurigswesentlich
sein.
[0016] In der Zeichnung zeigen:
[0017] Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Vakuum-Hebegeräts;
[0018] Figur 2 ein Schaltplan der Vakuumkreise des Vakuum-Hebegeräts;
[0019] Figur 3 einen Längsschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Ventils in Offenstellung; und
[0020] Figur 4 einen Längsschnitt durch das Ventil in Geschlossenstellung.
[0021] Die Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 10 bezeichnetes Vakuum-Hebegerät, welches einen
Tragrahmen 12 aufweist, an welchem ein Tragarm 14 schwenkbar und verriegelbar befestigt
ist. Am Tragarm 14 greift z.B. ein Roboterarm oder eine andere Manipulationseinrichtung
an. Am Tragrahmen 12 sind außerdem vier Ausleger 16 befestigt, an welchen jeweils
zwei Sauggreifer 18 und 20 angeordnet sind, deren Ansaugseite in Figur 1 nach unten
weist. Innerhalb des Tragrahmens 12 sind Komponenten zur Unterdruckerzeugung, Unterdruckspeicher
und Bauteile zur Verteilung des Unterdrucks untergebracht. Außerdem ist ein umlaufender
Handlauf 22 erkennbar, mit welchem das Vakuum-Hebegerät 10 ergonomisch bedient werden
kann. In der Nähe des Handlaufs 22 befindet sich am Tragrahmen 12 ein insgesamt mit
24 bezeichnetes Ventil, welches derart angebracht ist, dass es problemlos von einer
Bedienperson mit einer Hand ergriffen und betätigt werden kann.
[0022] Die Figur 2 zeigt einen Schaltplan der Vakuumkreise des Vakuum-Hebegeräts 10. Innerhalb
des schematisch dargestellten Tragrahmens 12 befindet ein elektrischer Antrieb 26
für eine Unterdruckpumpe 28, deren Ausgang 30 in einen Schalldämpfer 32 mündet und
deren Eingang 34 über zwei Rückschlagventile 36 mit zwei Unterdruckspeicher 38 verbunden
ist. Die beiden Rückschlagventile 36 und die beiden Unterdruckspeicher 38 sind Teil
zweier voneinander unabhängiger Unterdruckkreise 40 und 42, die bei Vakuum-Hebegeräten
10 für das bodenferne Heben erforderlich sind. Im Folgenden wir einer der beiden Unterdruckkreise
40, 42 näher beschrieben, wobei diese Beschreibung auch für den anderen Unterdruckkreis
gilt. Der Eingang 34 sowie die beiden Unterdruckkreise 40, 42 werden von Vakuumschaltern
44 und 46 überwacht. Schließlich ist noch eine Warneinrichtung 48 in den elektrischen
Kreis eingebunden, die Fehlfunktionen akustisch und/oder optisch anzeigt. Der Vakuumschalter
44 steuert den elektrischen Antrieb 26 und der Vakuumschalter 46 steuert die Warneinrichtung
48.
[0023] Die Unterdruckspeicher 38 sind an das Ventil 24 angeschlossen, das seinerseits über
Filterelemente 50 mit den Sauggreifern 18 und 20 verbunden sind. Zwischen den Filterelementen
50 und den einzelnen Sauggreifern 18 und 20 befinden sich noch jeweils eine Schnellkupplung
52. Außerdem ist an jeden Unterdruckkreis 40, 42 ein Manometer 54 angeschlossen.
[0024] Nachfolgend wird das Ventil 24 im Detail beschrieben. Die Figur 3 zeigt das Ventil
24 in seiner Offen- oder Durchlassstellung und die Figur 4 zeigt das Ventil 24 in
seiner Schließstellung. Das Ventil 24 weist einen rohrförmigen Ventilkörper 56 auf,
der von einer Handhabe 58 umgeben ist. Der Ventilkörper 56 weist zwei Rohrabschnitte
60 und 62 auf, die miteinander verschraubt und mittels zweier Dichtungen 64 und 66
(O-Ringe) abgedichtet sind. Der Ventilkörper 56 ist von zwei axialen Bohrungen 68
und 70 durchsetzt, wobei beide Bohrungen am freien Ende 72 des Rohrabschnitts 60 radial
über zwei Sauganschlüsse 6 ausmünden und am in der Handhabe 58 sich befindenden Ende
die Bohrung 68 radial und die Bohrung 70 axial aus dem Rohrabschnitt 60 ausmündet.
Ebenso münden die beiden Bohrungen 68 und 70 am freien Ende 74 des Rohrabschnitts
62 über Anschlüsse 8 radial aus. Die Bohrung 68 mündet am in der Handhabe 58 sich
befindenden Ende radial und die Bohrung 70 axial aus dem Rohrabschnitt 62 aus. Durch
die Verschraubung der Beiden Rohrabschnitte 60 und 62 geht die Bohrung 70 fluiddicht
vom Rohrabschnitt 60 in den Rohrabschnitt 62 über. Der Ventilkörper 56 besitzt eine
Trennwand 76, mit der der axiale Verlauf die Bohrung 68, und eine Trennwand 78, mit
der der axiale Verlauf die Bohrung 70 unterbrochen wird. Dabei befindet sich die Trennwand
76 im Rohrabschnitt 60 und die Trennwand 78 im Rohrabschnitt 62. Beidseits der Trennwände
76 und 78 weisen die Rohrabschnitte 60 und 62 Wanddurchbrüche 80 bis 86 auf, über
welche das Fluid radial aus- bzw. in den Ventilkörper 56 eingeleitet wird.
[0025] Die Handhabe 58 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel in Längsrichtung verschieblich
auf dem Ventilkörper 56 gelagert, wobei sie, gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel,
auch in Umfangsrichtung verdrehbar angeordnet sein kann. Die jeweiligen Bauteile und
Durchbrüche sind dann entsprechend in Umfangsrichtung hintereinander an der Handhabe
58 bzw. am Ventilkörper 56 angeordnet.
[0026] Wie bereits erwähnt, nimmt die Handhabe 58 in der Figur 3 eine Stellung ein, bei
welcher die Unterdruckpumpe 28 mit den Sauggreifern 18 und 20 verbunden ist. Diese
Stellung entspricht der Saugstellung. Hierfür weist die Handhabe 58 eine Innenumfangsnut
88 auf, mit der die Wanddurchbrüche 80 und 82 pneumatisch miteinander verbunden sind.
Beidseits der Innenumfangsnut 88 befinden sich zwei am Ventilkörper 56 anliegende
Dichtungen 90 und 92 (z.B. O-Ringe), die das System gegenüber der Umgebung abdichten.
Außerdem weist die Handhabe 58 eine Innenumfangsnut 94 auf, mit der die Wanddurchbrüche
84 und 86 pneumatisch miteinander verbunden sind. Beidseits der Innenumfangsnut 94
befinden sich zwei am Ventilkörper 56 anliegende Dichtungen 96 und 98. Dabei sind
die Längenabmessungen und Positionen der Innenumfangsnuten 88 und 94 bezüglich der
Größen und Positionen der Wanddurchbrüche 80 bis 86 so bemessen und gewählt, dass
beim Verschieben der Handhabe 58 die Wanddurchbrüche 80 und 82 gleichzeitig mit den
Wanddurchbrüchen 84 und 86 miteinander verbunden werden.
[0027] In der Figur 4 nimmt die Handhabe 58 eine Position ein, in der die Innenumfangsnuten
88 und 94 gegenüber den Positionen gemäß Figur 3 seitlich versetzt positioniert sind,
d.h. neben den Trennwänden 76 und 78 angeordnet sind. Die Wanddurchbrüche 80 und 82
und die Wanddurchbrüche 84 und 86 können daher nicht miteinander verbunden werden.
Vielmehr wird der Wanddurchbruch 82 über eine radiale Belüftungsöffnung 100 in der
Handhabe 58 mit der Umgebung verbunden, so dass über die Bohrung 68 im Rohrabschnitt
62 Fluid einströmen kann, was mit dem Pfeil 102 dargestellt ist.
[0028] Das dem freien Ende 74 zugewandte freie Ende 104 der Handhabe 58 ist derart dimensioniert
und mit einem Hinterschnitt 106 versehen, dass der Wanddurchbruch 86 in den Hinterschnitt
106 ausmündet und mit der Umgebung verbunden ist, wenn, wie in Figur 4 dargestellt
,die Handhabe 58 sich in ihrer Schließstellung befindet. Auf diese Weise kann über
die Bohrung 70 im Rohrabschnitt 62 Fluid einströmen, was mit dem Pfeil 108 dargestellt
ist.
[0029] Die Handhabe 58 weist im Bereich seines freien Endes 110 eine radiale Stufenbohrung
112 auf, in welche ein Druckknopf 114 verliersicher radial von innen eingesetzt ist.
Der Druckknopf 114 überragt die Außenseite derart, dass er z.B. mit dem Daumen radial
in die Handhabe 58 eingedrückt werden kann. Am radial inneren Ende 116 des Druckknopfes
114 liegt ein topfförmiges Sperrelement 118 an, welches seinerseits in einem radialen
Sackloch 120 im Ventilkörper 56 gelagert ist. Dabei umgreift das topfförmige Sperrelement
118 eine Druckfeder 122, die das Sperrelement 118 radial nach außen und in Richtung
des Druckknopfs 114 drängt, wobei das Sperrelement 118 teilweise in die Handhabe 58
eingreift und diese verriegelt. Zur Entriegelung wird der Druckknopf 114 zumindest
so weit in die Handhabe 58 eingedrückt, bis das Sperrelement 18, welches in seiner
ausgeschobenen Lage in die Stufenbohrung 112 eingreift, aus dieser so weit ausgeschoben
wird, dass kein Formschluss mehr zwischen Sperrelement 118 und Stufenbohrung 112 besteht.
Die Handhabe 58 kann dann auf dem Ventilkörper 56 verschoben werden.
[0030] Wie bereits erwähnt, zeigt die Figur 3 die Handhabe 58 in einer Position, in der
die Unterdruckpumpe 28 mit den Sauggreifern 18 und 20 verbunden ist, d.h. ein Unterdruck
in den Unterdruckkreisen 40 und 42 herrscht. Diese Position der Handhabe 56 ist durch
Eingriff des Sperrelements 118 in die Stufenbohrung 112 verriegelt. Wird der Druckknopf
114 radial eingedrückt, dann kommt das Sperrelement 118 von der Stufenbohrung 112
frei und die Handhabe 56 kann nach links in ihre andere Endstellung verschoben werden.
In dieser Position fluchtet ein zweites Sperrelement 124 mit der Stufenbohrung 112,
sodass beim Loslassen des Druckknopfes 114 das Sperrelement 124 von der Druckfeder
126 in das Sackloch 120 verschoben wird. Diese Position der Handhabe 58 ist dann ebenfalls
verriegelt.
[0031] In dieser Position der Handhabe 58, welche in Figur 4 dargestellt ist, ist die Innenumfangsnut
88 so weit nach links verschoben, dass die Dichtung 92 auf der Trennwand 76 zu liegen
kommt und die beiden Wanddurchbrüche 80 und 82 voneinander trennt.
[0032] Wird der Druckknopf 114 wiederum betätigt, dann wird das Sperrelement 124 radial
so weit eingedrückt, bis es von der Stufenbohrung 112 frei kommt und die Handhabe
58 nach rechts verschoben werden kann. Die Verschiebung der Handhabe 58 erfolgt selbsttätig,
da sich an einem Stützkragen 128 eine Druckfeder 130 abstützt, die an einem Innenumfangsbund
132 der Handhabe 58 anliegt und diese nach rechts verschiebt. Sobald die Stufenbohrung
112 und das Sperrelement 118 fluchten, rastet das Sperrelement 118 in die Stufenbohrung
112 ein und die Handhabe 58 nimmt ihre Endstellung für das Saugen ein und ist in dieser
verriegelt. Für nicht sicherheitsrelevante Aufgabenstellungen kann auf die Ausführung
der Fehlbedienungssicherung mit Druckknopf 114 und Druckfeder 130 verzichtet werden.
Hierbei verändert sich die ausgeführte Verschiebestellung nicht selbsttätig in eine
Endlage.
[0033] Das erfindungsgemäße Ventil 24 hat demnach den wesentlichen Vorteil, dass beim Verschieben
(oder Verdrehen) der Handhabe 58 der Druckknopf 114 ebenfalls mit verschoben (oder
verdreht) wird und dadurch eine Einklemmgefahr vermieden wird. Außerdem besitzt das
Ventil 24 den Vorteil, dass seine Endstellungen für das Saugen und für das Belüften
verriegelbare Endstellungen sind und dass die Handhabe 58 aufgrund der Zwangsverschiebung
über die Druckfeder 130 definiert in die Endstellung für das Saugen verschoben wird.
Zwischenstellungen zwischen diesen Endstellungen sind nicht möglich, da die Handhabe
58 aus einer etwaigen undefinierten Zwischenstellung auf jeden Fall in die Endstellung
für das Saugen verschoben und dort verriegelt wird. Ohne Betätigung des Druckknopfes
114 kann die Handhabe 58 aus dieser Endstellung nicht verschoben werden. Ein versehentliches
Belüften der Sauggreifer 18 und 20 ist daher nicht möglich.
[0034] Mit dem erfindungsgemäßen Ventil 24 können also mit einer einzigen Bewegung oder
Betätigung der Handhabe 58 beide Unterdruckkreise 40 und 42 geschaltet bzw. angesteuert
werden.
1. Ventil (24) für ein Vakuum-Hebegerät (10) mit zwei Sauganschlüssen (6) für zwei Unterdruckquellen
(38) und zwei Anschlüssen (8) für zwei Unterdruckverbraucher (18 und 20), und einer
die vier Anschlüsse (6 und 8) miteinander verbindenden Handhabe (58), wobei die vier
Anschlüsse (6 und 8) an einem zwei axiale Bohrungen (68 und 70) aufweisenden, rohrförmigen
Ventilkörper (56) vorgesehen sind, auf dem die Handhabe (58) verschiebbar oder verdrehbar
zwischen zwei Endstellungen verstellbar gelagert ist, der Ventilkörper (56) für jede
Bohrung (68 und 70) eine axiale Trennwand (76 und 78) aufweist und beidseits jeder
Trennwand (76 und 78) radiale Wanddurchbrüche (80 bis 86) vorgesehen sind, und wobei
die Handhabe (56) in ihrer einen Endstellung die Wanddurchbrüche (80 bis 86) miteinander
verbindet und in ihrer anderen Endstellung die Wanddurchbrüche (80 bis 86) gegeneinander
abdichtet, und wobei ein radial beweglicher Druckknopf (114) vorgesehen ist, der die
Handhabe (58) in zumindest einer Endstellung verriegelt, und der Druckknopf (114)
in die Handhabe (58) integriert ist und beim Bewegen der Handhabe (58) mitbewegt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwände (76 und 78) axial versetzt angeordnet sind und in der Handhabe (58)
im Bereich der Trennwände (76 und 78) Überströmkanäle (88 und 94) zum Verbinden der
Wanddurchbrüche (80 bis 86) vorgesehen sind.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (58) die Wanddurchbrüche (80 bis 86) gleichzeitig miteinander verbindet
oder gegeneinander abdichtet.
3. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (58) die der einen Trennwand (76 oder 78) zugeordneten Wanddurchbrüche
(80 und 82 oder 84 und 86) zeitlich vorher miteinander verbindet oder gegeneinander
abdichtet als die der anderen Trennwand (78 oder 76) zugeordneten Wanddurchbrüche
(84 und 86 oder 80 und 82).
4. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der einen Stellung der Handhabe (58) die beiden Anschlüsse (8) für die beiden
Unterdruckverbraucher (18 und 20) mit der Umgebung verbunden sind.
5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (58) mit zwei ins Freie führenden Belüftungs-öffnungen (100) versehen
ist, die in der einen Stellung der Handhabe (58) mit den beiden Anschlüssen (8) für
die beiden Unterdruckverbraucher (18 und 20) verbunden sind.
6. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens zwei 3/2-Wegeventile aufweist.
7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsgrößen der Luftführungskanäle (68 und 70) in den 3/2-Wegeventilen
gleich oder unterschiedlich groß ausgeführt sind.
8. Ventil nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die 3/2-Wegeventile durch die Handhabe (58) geschaltet werden.
9. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (58) manuell, hydraulisch oder pneumatisch verstellbar ist.
1. A valve (24) for a vacuum lifting device (10) having two suction connections (6) for
two underpressure sources (38) and two connections (8) for two underpressure consumers
(18 and 20), and having a handle (58) connecting the four connections (6 and 8) to
one another, and the four connections (6 and 8) are provided on a tubular valve body
(56) which has two axial bores (68 and 70) and on which the handle (58) is adjustably
supported displaceably or rotatably between two terminal positions, the valve body
(56) for each bore (68 and 70) has an axial partition (76 and 78), and on both sides
of each partition (76 and 78), radial wall openings (80 - 86) are provided, and the
handle (56), in one terminal position, connects the wall openings (80 - 86) to one
another and in its other terminal position it seals off the wall openings (80 - 86)
from one another, and a radially movable pushbutton (114) which locks the handle (58)
in at least one terminal position is provided, and the pushbutton (114) is integrated
with the handle (48) and is moved with the handle when the handle (58) moves, characterized in that the partitions (76 and 78) are disposed in axially offset fashion, and overflow conduits
(88 and 94) for connecting the wall openings (80 - 86) are provided in the handle
(58), in the vicinity of the partitions (76 and 78).
2. The valve according to claim 1, characterized in that the handle (58) connects the wall openings (80 - 86) to one another or seals them
off from one another simultaneously.
3. The valve according to claim 1, characterized in that the handle (58) connects the wall openings (80 and 82 or 84 and 86) associated with
the one partition (76 or 78) to one another or seals them off from one another sooner
than the wall openings (84 and 86 or 80 and 82) associated with the other partition
(78 or 76).
4. The valve according to one of the foregoing claims, characterized in that in one position of the handle (58), the two connections (8) for the two underpressure
consumers (18 and 20) communicate with the environment.
5. The valve according to claim 4, characterized in that the handle (58) is provided with two ventilation openings (100) leading out into
the open, which in the one position of the handle (58) communicate with the two connections
(8) for the two underpressure consumers (18 and 20).
6. The valve according to one of the foregoing claims, characterized in that it has at least two 3/2-way valves.
7. The valve according to claim 6, characterized in that the cross sections of the air-carrying conduits (68 and 70) in the 3/2-way valves
are the same size or different sizes.
8. The valve according to claim 6 or 7, characterized in that the 3/2-way valves are switched by means of the handle (58).
9. The valve according to one of the foregoing claims, characterized in that the handle (58) is manually, hydraulically, or pneumatically adjustable.
1. Soupape (24) pour appareil de levage à vide (10) comprenant deux raccords d'aspiration
(6) pour deux sources de dépression (38) et deux raccords (8) pour deux consommateurs
à dépression (18 et 20), et une manette (58) reliant ensemble les quatre raccords
(6 et 8), les quatre raccords (6 et 8) étant disposés sur un corps de soupape tubulaire
(56) présentant deux trous axiaux (68 et 70) et sur lequel la manette (58) est montée
mobile ou réglable en rotation entre deux positions finales, le corps de soupape (56)
comprenant pour chaque trou (68 et 70) une cloison axiale (76 et 78) et des ouvertures
radiales (80 à 86) étant pratiquées de part et d'autre de chaque cloison (76 et 78),
et la manette (56) reliant ensemble les ouvertures de cloison (80 à 86) dans une de
leurs positions finale et étanchéifiant les ouvertures de cloison (80 à 86) l'une
par rapport à l'autre dans leur autre position finale, et un bouton-poussoir (114)
radialement mobile verrouillant la manette (58) dans au moins une position finale,
et le bouton-poussoir (114) étant intégré dans la manette (58) et étant déplacé conjointement
avec le déplacement de la manette (58), caractérisé en ce que les cloisons (76 et 78) sont disposées axialement en décalé et des canaux de débordement
(88 et 94) destinés à relier les ouvertures de cloison (80 à 86) sont disposés dans
la manette (58) dans la zone des cloisons (76 et 78).
2. Soupape selon la revendication 1, caractérisée en ce que la manette (58) relie ensemble simultanément les ouvertures de cloison (80 à 86)
ou les étanchéifie l'une par rapport à l'autre.
3. Soupape selon la revendication 1, caractérisée en ce que la manette (58) relie ensemble les ouvertures de cloison (80 et 82 ou 84 et 86) associées
à l'une des cloisons (76 et 78) ou les étanchéifie l'une par rapport à l'autre avant
les ouvertures de cloison (84 et 86 ou 80 et 82) associées à l'autre cloison (78 ou
76).
4. Soupape selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans l'une des positions de la manette (58), les deux raccords (8) pour les deux
consommateurs à dépression (18 et 20) sont reliés aux zones environnantes.
5. Soupape selon la revendication 4, caractérisée en ce que la manette (58) est pourvue de deux ouvertures de ventilation (100) menant à l'air
libre et reliées dans l'une des positions de la manette (58) aux deux raccords (8)
pour les deux consommateurs à dépression (18 et 20).
6. Soupape selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle comprend au moins deux distributeurs 3/2.
7. Soupape selon la revendication 6, caractérisée en ce que les tailles en section transversale des canaux de guidage d'air (68 et 70) dans les
distributeurs 3/2 est identique ou différente.
8. Soupape selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que les distributeurs 3/2 sont commutés par la manette (58).
9. Soupape selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la manette (58) est réglable manuellement, hydrauliquement ou pneumatiquement.