[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Gebiete der Abfall- und Energiewirtschaft, des
Maschinen- und Anlagenbaus und betrifft einen Thermolysereaktor und ein Verfahren
zur thermischen Verwertung von Abprodukten und Abfallstoffen gemäß der Gattung der
Patentansprüche.
[0002] Bei der Verarbeitung von Abfällen im Recyclingprozess verbleiben selektive, meist
hochkalorische Reststoffe unterschiedlicher Menge, Konzentration und Art, Papier,
Kunststoffe, Plastikstücke, Folien, Holzrückstände, Metalle und anderes mehr als nicht
verwertbare Reststoffe.
Diese Reststoffe enthalten je nach Produktionsprozess inerte Feststoffanteile und
Wasser, welche durch entsprechende Aufbereitung prozessspezifisch zu entfernen und/oder
zu reduzieren sind.
[0003] Es sind bereits verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt, welche die Aufbereitung
und/oder Verbrennung und/oder Vergasung von Abfällen und Reststoffen offenbaren.
[0004] Aus
EP 0 609 802 A1 ist bspw. ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Entgasung und/oder
Vergasung eines festen Brennstoffes oder Abfallstoffes bekannt.
Diese Vorrichtung besteht aus einem schachtartigen Reaktor, in dem die Beschickung,
das gasförmige Vergasungsmittel und der erzeugte gasförmige Brennstoff im Gleichstrom
absteigend geführt werden. Das Vergasungsmittel wird in einem in der Mantelpartie
befindlichen schraubenförmigen Gegenstrom-Wärmetauscher vom gasförmigen Brennstoff
vorgewärmt. Dieses vorgewärmte Vergasungsmittel wird in schraubenlinienförmigen oder
wellenförmigen Kanälen im keramischen Herdkörper des Reaktors und in einem als Herdabschluss
dienenden beweglichen oder festen, in die untere Partie der Beschickung hineinragenden
kegel- oder paraboloidförmigen Zentralkörper weiter aufgeheizt. Der Rost wird durch
einen Vollkegel oder einen hohlkegelförmigen Ringkörper darstellendes, drehbares,
vertikal verschiebbares Gegenstück gebildet, das gegenüber der unteren Herdpartie
einen einstellbaren ringförmigen Durchlass zum Abzug des erzeugten gasförmigen Brennstoffs
und zum Austrag der festen oder flüssigen Reaktionsprodukte in Form von Asche, Schlacke,
Destillationsrückstände offen lässt.
[0005] DE 199 37 521 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung insbesondere für die Bearbeitung von
bereits teilweise zersetzten Abprodukten.
Diese Vorrichtung besteht aus einem schachtartigen, im unteren Teil trichterförmigen
Reaktor, in dem die Beschickung der Kohlenstoffteilchen tangential und die Luft als
Vergasungsmittel axial eingebracht werden und aufsteigend mittels thermochemischer
Reaktion zu Synthesegas umgewandelt wird.
[0006] Aus
DE 195 28 018 ist ein Reaktor zur thermischen Behandlung von Materialien bekannt, der u.a. eine
Drehtrommel innerhalb eines mit Heißgas befüllbaren Gehäuses aufweist.
[0008] Aus
DE 34 17 620 A1 ist eine Mülltrockungseinrichtung mit einem Schneckenförderer bekannt.
[0009] DE 199 37 524 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren für die Beseitigung von Abprodukten
und Abfallstoffen, die aus einem Behälter besteht, in dem die aufbereiteten Abprodukte
und Abfallstoffe bei bis zu 900°C thermisch behandelt werden.
Dies geschieht durch die Erwärmung und anschließende Pyrolyse von Abprodukten und
Abfallstoffen mittels Zuführung von Vergasungsmittel.
Die Durchmischung und Fortbewegung des Gutes wird in der beschriebenen Vorrichtung
mittels auf einer Welle sitzenden Paddeln durchgerührt. Die Vergasungsmittelzufuhr
erfolgt über axial in der Thermolysekammer verteilte Zuführung.
[0010] Nachteilig bei dieser technischen Lösung ist, dass keine zwangsweise Fortbewegung
des Gutes organisiert wird und sich dadurch Schlacke und Glutnester bilden.
Darüber hinaus erfolgt gemäß
DE 199 37 524 A1 der Energieeintrag über das Vergasungsmittel verfahrenstechnisch nicht mehr quantitativ
aufgeteilt, was zur partiellen Überhitzung und Verbrennung und somit zum Abbruch des
pyrolytischen Prozesses führt, so dass eine kontinuierliche und stabile temperaturgeführte
Steuerung des Verfahrensablaufes nicht mehr möglich.
Aufgrund des instabilen Temperaturverlaufs kommt es somit zur Verstopfung und / oder
Überhitzung und daraus folgend zum Abbruch des Prozesses bzw. zur Verformung / zum
Verzug der Thermolysekammer.
Unabhängig von der extrem schwankenden Gasqualität ist die Standzeit der Vorrichtung
gemäß
DE 199 37 524 A1 sehr stark eingeschränkt. Dieser Vorgang wird durch die Inhomogenität der Abprodukte
und Abfallstoffe noch verstärkt.
[0011] DE 199 32 822 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Entgasen von organischen Substanzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Thermolysereaktor und Verfahren zum
Betreiben eines solchen in einer Anordnung zur thermischen Zersetzung von Abprodukten
und Abfällen anzugeben, die die zuvor stehend genannten Nachteile des Standes der
Technik vermeiden, insbesondere eine Fortbewegung des Gutes in der Art und Weise organisieren,
so dass ein stabiler Temperaturverlauf gewährleistet ist, eine kontinuierliche sowie
stabile temperaturgeführte Steuerung des Verfahrensablaufes ermöglicht wird und eine
konstante Gasqualität bei langer Standzeit garantiert wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des 1. Patentanspruchs
und des 7. Patentanspruchs gelöst.
Weitere günstige Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung sind in den nachgeordneten
Patentansprüchen angegeben.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass der erfindungsgemäße Thermolysereaktor
einen Doppelmantel umfasst, in dessen Inneren (zwischen dem äußeren und dem inneren
Mantel) sich Thermalöl als Wärmeträger, befindet, wobei der Doppelmantel einen Reaktorraum
mit Förderwerkzeug umschließt, der Wärmeträger im Betriebszustand des Thermolysereaktors
die Thermolysereaktortemperatur des Doppelmantels vergleichmäßigt und die thermo-chemische
Umsetzung (Pyrolyse und partielle Oxidation) des Rohmaterials / der vorgetrockneten
festen Abfallstoffe, im folgendem als Gut bezeichnet, unter leichtem Unterdruck durchführbar
ist. Der Thermalreaktor umfasst eine spiralförmige Führung in dem zwischen dem Innen-
und Außenmantel bestehenden Spalt und einen direkt mit einem Vergasungsmitteleintrag
verbundenen Verteiler in Form eines halbschalenförmigen Faltenblechs. Das Förderwerkzeug
/ die Förderwerkzeuge können gemäß der Erfindung zusätzlich mit Mischwerkzeugen ausgestattet
sein.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend an Hand der schematischen Zeichnungen und dem Ausführungsbeispiel
näher erläutert, ohne auf diese beschränkt zu werden. Es zeigen:
- Fig. 1:
- schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Thermolysereaktors
- Fig. 2:
- einen Querschnitt des Thermolysereaktors gemäß Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine schematische Übersichtsdarstellung einer Anordnung zur thermischen Zersetzung
von Abprodukten und Abfallstoffen mit einer möglichen Einbauform des Thermolysereaktors
gemäß Fig. 1 diese Anordnung.
Der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte Thermolysereaktor ist doppelwandig ausgeführt
(besteht aus einem Doppelmantel) und in seinem Innenraum (1), welcher durch den Doppelmantel
umschlossen ist, sind thermo-chemische Umsetzungen (Pyrolyse und partielle Oxidation)
von Gut unter leichtem Unterdruck durchführbar.
Der Doppelmantel weist einen Eintrag (2) auf, über den im Betriebszustand des Thermolysereaktors
zerkleinerte, selektierte, vorgewärmte und vorgetrocknete festen Abfallstoffe (Gut),
in den Innenraum (1) des Thermolysereaktors zuführbar sind.
Beim Eintrag des Gutes ist zu beachten, dass nur sehr geringe Mengen an Umgebungsluft
mit in den Innenraum (1) des Thermolysereaktors gelangen. Dafür wird gemäß der Erfindung
vorzugsweise eine Zellradschleuse verwendet.
[0013] Der Innenraum (1) des Thermolysereaktors wird vom Innenmantel (3), welcher vorzugsweise
rohrförmig ausgeführt wird, umgeben. An den Enden wird der Innenraum (1) von Deckeln
(4) begrenzt. Der Innenmantel (3) ist von einem Außenmantel (5) umgeben, so dass zwischen
Innenmantel (3) und Außenmantel (5) ein Spalt (6) besteht.
Dieser Spalt (6) ist an den Enden des durch Innenmantel (3) und Außenmantel (5) gebildeten
Doppelmantels gegenüber der Umgebung abgeschlossen.
[0014] In diesem Spalt (6) befindet sich Thermalöl als flüssiger, Wärmeträger, welches die
Thermolysereaktortemperatur im Betriebszustand des Reaktors vergleichmäßigt.
Der flüssige Wärmeträger ist dem Spalt (6) über einen Zuführungsstutzen (7) zuführbar
und über einen Abführungsstutzen (8) abführbar. Der flüssige Wärmeträger wird im Spalt
(6) durch eine spiralförmige Führung (9) strömungstechnisch geleitet.
[0015] Durch die Führung (9) im Spalt (6) kommt es zu einer gezielten Strömungsführung um
den Innenmantel (3) und somit zu einer verbesserten Wärmeübertragung in den Innenraum
(1) des Thermolysereaktors und damit zu einer gezielten Temperaturstabilität für den
Thermolyseprozess. Des Weiteren verhindert die Führung (9) die Ausbildung von Strömungstotzonen.
Zur Verminderung der Abstrahlungswärme ist der Außenmantel (5) mit einer geeigneten
Isolierung (10) zu versehen.
[0016] Das zu behandelnde Gut wird im Betriebszustand des Thermolysereaktors mittels Förderwerkzeug
(11), das vorzugsweise als Wendel/Schnecke ausgeführt ist, kontinuierlich vom Eintrag
(2) in Richtung Austrag (12) geführt. Das Förderwerkzeug (11) ist vorzugsweise auf
einer zentral in den Deckeln (4) gelagerten Welle (13) platziert. Zur besseren Durchmischung
des Gutes können die Förderwerkzeuge (11) zusätzlich mit Mischwerkzeugen (14) ausgestattet
sein.
Der Thermolysereaktor ist geneigt, vorzugsweise mit einem Neigungswinkel von 25°,
aufgestellt, so dass der Austrag (12) oberhalb des Eintrags (2) liegt. Diese Neigung
trägt zu einer verbesserten Durchmischung des Gutes bei.
Die Welle (13) wird eintragsseitig durch den Deckel (4) geführt und außerhalb des
Thermolysereaktors mittels Getriebemotor (15), am Außenmantel (5) befestigt, über
Kette (16) und Zahnrad (17) angetrieben.
Die Welle (13) ist als Rohr zur Aufnahme eines Wärmeträgers, vorzugsweise Thermalöl,
ausgeführt.
Der Wärmeträger selbst wird über ein zentral gelagertes Innenrohr (18) mittels außerhalb
des Thermolysereaktors angeordneter Drehdurchführung (19) und Wärmeträgereintrag (20)
in die Welle (13) eingebracht und über den damit verbundenen Wärmeträgeraustrag (21)
wieder abgeführt.
[0017] Der Wärmeträger wird derart geführt, dass er sowohl in der Welle (13) als auch im
Spalt (6) von der Austragseite zur Eintragsseite fließt.
Zur Sicherstellung der verfahrenstechnischen Prozessführung befinden sich am Außenmantel
(5), vorzugsweise in axialer Anordnung, Messstutzen (24) zur Aufnahme von Sensoren.
Das Gut gelangt vorzugsweise mit einer Temperatur von 50°C bis 100°C, einer Restfeuchte
von 10 bis 20 Ma% und einer Kantenlänge bis ca. 35 mm in den Thermolysereaktor. Beim
Transport durch den Thermolysereaktor wird das Gut mittels zugeführtem Vergasungsmittel,
vorzugsweise Luft und Wasserdampf, erwärmt. Das Vergasungsmittel, welches vorzugsweise
vor dem Thermolysereaktor auf eine Temperatur von 250°C bis 400°C vorgewärmt wird,
gelangt in den Innenraum (1) durch einen und/oder mehreren Vergasungsmitteleinträgen
(22) und einem Verteiler (23). Der Verteiler (23), welcher wie in Fig. 2 dargestellt
als halbschalenförmig perforiertes Faltenblech ausgeführt und im unteren Bereich des
Innenraums (1) des Thermolysereaktors platziert, sorgt für eine gleichmäßige Verteilung
des zwischen Innenmantel (3) und Verteiler (23) geführten Vergasungsmittels auf das
Gut.
[0018] Der Verteiler (23) ist direkt mit den Vergasungsmitteleinträgen (22) verbunden.
Des Weiteren wird das Gut durch die umlaufenden Wärmeträger im Spalt (6) und Welle
(13) erwärmt.
Der Wärmeträger im Spalt (6) und innerhalb der Welle (13) weist im Betriebszustand
des Thermolysereaktors eine Temperatur von bis zu ca 350 °C auf.
Durch die Wärmezufuhr wird das Gut zuerst getrocknet und anschließend beginntes zu
pyrolysieren.
Die bei der Pyrolyse freigesetzten Gase reagieren zum Teil mit dem Vergasungsmittel
und erzeugen so einen Teil der Prozesswärme. Verfahrensgemäß wird der Vergasungsmittelstrom
so begrenzt, dass keine vollständige Verbrennung des Gutes stattfindet. Im Zuge der
partiellen Oxidation des Gutes erwärmt sich dieses vorzugsweise auf 400°C bis 500°C.
Nach dem Durchlaufen des Thermolysereaktors hat sich das komplette Gut in kohlenstofflialtige
feste Partikel (koksähnlich) und kohlenwasserstoffhaltiges Gas umgesetzt. Sowohl die
festen wie auch die flüchtigen Bestandteile werden über den Austrag (12) abgeführt.
Aufgrund der verfahrensgemäß im Thermolysereaktor stattfindenden partiellen Oxidation
ergibt sich ein axiales Temperaturprofil innerhalb des Thermolysereaktors. Die Temperatur
steigt von ca. 100°C am Eintrag auf 400°C bis 500°C am Austrag.
Da der umlaufende flüssige Wärmeträger erfindungsgemäß eine Temperatur von bis zu
ca. 350°C aufweist, wird im Bereich des Eintrags (2) Wärme vom Wärmeträger auf das
Gut übertragen. Im Bereich des Austrags (12) wird hingegen Wärme vom Gut auf den Wärmeträger
übertragen. So kommt es zu einer Vergleichmäßigung der axialen Temperaturverteilung
innerhalb des Thermolysereaktors.
Der in Spalt (6) und Welle (13) umlaufende flüssige Wärmeträger, besonders vorteihaft
Thermalöl, sorgt erfindungsgemäß durch die Wärmeübertragung zwischen Gut und Wärmeträger
nicht nur für eine Prozessstabilität, sondern beugt auch möglichen lokalen Überhitzungen
des Thermolysereaktors vor.
Lokale Überhitzungen können sich z.B. aufgrund einer inhomogenen Abprodukt - und Abfallstoffkonsistenz
ergeben und würden zu einer Instabilität des Thermolyseprozesses und darüber hinaus
zu erheblichen Materialbelastungen führen.
Der zuvor stehend beschriebene Thermolysereaktor kann, wie in Fig. 3 dargestellt,
an Stelle eines bisher bekannten Reaktors in eine bestehende oder neu zu errichtende
Anordnung zur thermischen Zersetzung von Abprodukten und Abfallstoffen eingebaut werden.
Durch diesen Einbau werden gegenüber dem Stand der Technik die nach der Entgasung
und/oder Vergasung der Abprodukte und Abfallstoffe verbleibenden Restprodukte weiter
und nahezu vollständig umsetzt bzw. verwertet.
Bezugszeichenliste
[0019]
- 1
- - Innenraum
- 2
- - Eintrag
- 3
- - Innenmantel
- 4
- - Deckel
- 5
- - Außenmantel
- 6
- - Spalt
- 7
- - Zuführungsstutzen
- 8
- - Abführungsstutzen
- 9
- - Führung
- 10
- - Isolierung
- 11
- - Förderwerkzeug
- 12
- - Austrag
- 13
- - Welle
- 14
- - Mischwerkzeug
- 15
- - Getriebemotor
- 16
- - Kette
- 17
- - Zahnrad
- 18
- - Innenrohr
- 19
- - Drehdurchführung
- 20
- - Wärmeträgereintrag
- 21
- - Wärmeträgeraustrag
- 22
- - Vergasungsmitteleintrag
- 23
- - Verteiler
- 24
- - Messstutzen
1. Thermolysereaktor umfassend einen Außenmantel (5) und einen Innenmantel (3), die einen
Doppelmantel ausbilden, wobei der Innenmantel (3) vom Außenmantel (5) umgeben ist,
so dass zwischen dem Innenmantel (3) und dem Außenmantel (5) ein Spalt (6) besteht,
der Doppelmantel einen Eintrag (2), einen Austrag (12), mindestens einen Vergasungsmitteleintrag
(22) und einen Verteiler (23) besitzt und der Innenmantel (3) einen Innenraum (1)
umschließt, der an den Enden von Deckeln (4) begrenzt ist, der Spalt (6) an den Enden
des durch Innenmantel (3) und Außenmantel (5) gebildeten Doppelmantels gegenüber der
Umgebung abgeschlossen und die Deckel (4) eine Welle (13) lagern, wobei sich in dem
Spalt (6) und der Welle (13) ein Wärmeträger befindet, die Welle (13) zentral in den
Deckeln (4) gelagerte ist sowie ein Förderwerkzeug (11) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeträger Thermalöl ist, der Spalt (6) eine spiralförmige Führung (9) aufweist,
durch die das Thermalöl geleitet wird, und der Verteiler (23) einen profilierten Querschnitt
in Form eines halbschalenförmigen Faltenblechs aufweist und direkt mit den Vergasungsmitteleintrag
(22) verbunden ist.
2. Thermolysereaktor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Eintrag (2) eine Zellradschleuse aufweist.
3. Thermolysereaktor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (6) einen Zuführungsstutzen (7) und einen Abführungsstutzen (8) aufweist.
4. Thermolysereaktor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderwerkzeuge (11) Mischwerkzeuge (14) tragen.
5. Thermolysereaktor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (3) eine Drehdurchführung (19) und einen Wärmeträgereintrag (20) aufweist.
6. Thermolysereaktor gemäß einem oder mehrerer der voran stehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenmantel (5) von einer Isolierung (10) umgeben ist.
7. Verfahren unter Verwendung eines Thermolysereaktors gemäß einem der voran stehenden
Ansprüche bei dem der Thermolysereaktor geneigt ist, so dass der Austrag (12) oberhalb
des Eintrags (2) positioniert wird, die Welle (13) angetrieben wird, in der Welle
(13) und dem Doppelmantel erwärmter flüssiger Wärmeträger von der Austrags- zur Eintragsseite
des Thermolysereaktors bewegt wird, dieser flüssige Wärmeträger im Spalt (6) durch
die Führung (9) strömungstechnisch geleitet wird, wobei das zu behandelnde Gut mittels
Förderwerkzeug (11) vom Eintrag (2) in Richtung Austrag (12) geführt und bei diesem
Transport mittels zugeführtem Vergasungsmittel erwärmt wird, wobei das Verfahren unter
leichtem Unterdruck betrieben wird.
8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Wärmeträgers im Bereich von 280°C liegt.
9. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Wärmeträger dem Spalt (6) über den Zuführungsstutzen (7) zugeführt und
über den Abführungsstutzen (8) abgeführt wird.
10. verfähren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Wärmeträger über eine Drehdurchführung (19) und einen Wärmeträgereintrag
(20) in die Welle (13) eingebracht und über den damit verbundenen Wärmeträgeraustrag
(21) wieder abgeführt wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel 25° beträgt.
1. A thermolysis reactor comprising an outer jacket (5) and an inner jacket (3), which
form a double jacket, the inner jacket (3) being surrounded by the outer jacket (5)
so that a gap (6) exists between the inner jacket (3) and the outer jacket (5), the
double jacket being provided with an inlet (2), an outlet (12), at least one gasifying
agent inlet (22) and a distributor (23), and the inner jacket (1) surrounding an inner
space (1) that is delimited at the ends by covers (4), the gap (6) being closed with
respect to the surroundings at the ends of the double jacket formed by the inner jacket
(3) and outer jacket (5), and the covers (4) supporting a shaft (13), wherein a heat
transfer medium is present in the gap (6) and the shaft (13), the shaft (13) is centrally
supported in the covers (4) and carries a delivery tool (11), characterized in that the heat transfer medium is thermal oil, the gap (6) contains a helical guiding unit
(9) through which the thermal oil is guided, and the distributor (23) has a profiled
cross section in form of a half-shell-like sheet plate and is directly connected to
the gasifying agent inlet (22).
2. The thermolysis reactor according to claim 1, characterized in that the inlet (2) is equipped with a rotary valve.
3. The thermolysis reactor according to claim 1, characterized in that the gap (6) is provided with a short inlet pipe (7) and a short outlet pipe (8).
4. The thermolysis reactor according to claim 1, characterized in that the delivery tools (11) carry mixing tools (14).
5. The thermolysis reactor according to claim 1, characterized in that the shaft (3) is provided with a rotary feedthrough (19) and a heat transfer medium
inlet (20).
6. The thermolysis reactor according to one or several of the preceding claims, characterized in that the outer jacket (5) is surrounded by an insulation (10).
7. A method using a thermolysis reactor according to one of the preceding claims in which
the thermolysis reactor is inclined such that the outlet (12) is positioned above
the inlet (2), the shaft (13) is powered, a liquid heat transfer medium heated in
the shaft (13) and the double jacket is transported from the outlet side towards the
inlet side of the thermolysis reactor, this liquid heat transfer medium is fluidically
guided within the gap (6) by the guiding unit (9), wherein the waste material to be
treated is channeled by the delivery tool (11) from the inlet (2) towards the outlet
(12) and heated by the supplied gasifying agent during this transport, wherein the
method is applied under slight negative pressure.
8. The method according to claim 7, characterized in that the temperature of the heat transfer medium is in the range of 280°C.
9. The method according to claim 7, characterized in that the liquid heat transfer medium is charged to the gap (6) via the short inlet pipe
(7) and discharged via the short outlet pipe (8).
10. The method according to claim 7, characterized in that the liquid heat transfer medium is charged to the shaft (13) via a rotary feedthrough
(19) and a heat transfer medium inlet (20) and is discharged via the heat transfer
medium outlet (21) being connected to these components.
11. The method according to claim 7, characterized in that the inclination angle is 25°.
1. Réacteur à thermolyse contenant une enveloppe extérieure (5) et une enveloppe intérieure
(3), qui forment une enveloppe double, et l'enveloppe intérieure (3) étant entouré
de l'enveloppe extérieure (5) de telle manière qu'une fente est formée entre l'enveloppe
intérieure (3) et l'enveloppe extérieure (5), que l'enveloppe double possède un dispositif
de chargement (2), un dispositif d'évacuation (12), au moins un dispositif de chargement
de l'agent de gazéification (22) et un distributeur (23) et que l'enveloppe intérieure
(3) enferme un espace intérieur (1), qui est limité aux extrémités par les couvercles
(4), que la fente (6) est fermée envers le milieu ambiant aux extrémités de l'enveloppe
double formée par l'enveloppe intérieure (3) et l'enveloppe extérieure (5) et les
couvercles (4) supporte une arbre (13), et un agent caloporteur se trouvant dans la
fente (6) et l'arbre (13), l'arbre (13) étant supportée centralement dans les couvercles
(4) et portant un outil de manutention (11), est caractérisé en ce que l'agent caloporteur est une huile thermique, la fente (6) est munie d'un guidage
en forme de spirale (9) pour transporter l'huile thermique et le distributeur (23)
possède une section transversale profilée sous forme d'un tôle plié en forme de demi-coque
et est directement relié avec le dispositif de chargement de l'agent de gazéification
(22).
2. Réacteur à thermolyse suivant la revendication 1 est caractérisé en ce que le dispositif de chargement (2) est muni d'un sas rotatif.
3. Réacteur à thermolyse suivant la revendication 1 est caractérisé en ce que la fente (6) est munie d'un embout d'alimentation (7) et d'un embout d'évacuation
(8).
4. Réacteur à thermolyse suivant la revendication 1 est caractérisé en ce que les outils de manutention (11) supporte des outils de malaxage (14).
5. Réacteur à thermolyse suivant la revendication 1 est caractérisé en ce que l'arbre (3) est muni d'un passage tournant (19) et d'un dispositif de chargement
de l'agent caloporteur (20).
6. Réacteur à thermolyse suivant une ou plusieurs des revendications précédentes est
caractérisée en ce que l'enveloppe extérieure (5) est entourée d'un isolant (10).
7. Procédé en utilisant un réacteur à thermolyse suivant une ou plusieurs des revendications
précédentes avec le réacteur à thermolyse étant incliné de telle manière que le dispositif
d'évacuation (12) est positionné au-dessus du dispositif de chargement (2), l'arbre
(13) est entraînée, l'agent caloporteur liquide chauffé dans l'arbre (13) et l'enveloppe
double est transporté du côté d'évacuation au côté de chargement, cet agent caloporteur
liquide est guidé du point de vue de la technique des fluides par le guidage (9) dans
la fente (6), et que le produit à traiter est transporté au moyen de l'outil de manutention
(11) du dispositif de chargement (2) vers le dispositif d'évacuation (12) et est chauffé
durant ce transport au moyen de l'agent de gazéification alimenté et le procédé étant
effectué sous une légère dépression.
8. Procédé suivant la revendication 7 est caractérisé en ce que la température de l'agent caloporteur se situe dans la gamme de 280°C.
9. Procédé suivant la revendication 7 est caractérisé en ce que l'agent caloporteur liquide est alimenté à la fente (6) par l'embout d'alimentation
(7) et évacué par l'embout d'évacuation (8).
10. Procédé suivant la revendication 7 est caractérisé en ce que l'agent caloporteur liquide est introduit dans l'arbre (13) par un passage tournant
(19) et un dispositif de chargement de l'agent caloporteur (20) et évacué de nouveau
par le dispositif d'évacuation lié de l'agent caloporteur (21).
11. Procédé suivant la revendication 7 est caractérisé en ce que l'angle d'inclinaison est de 25°.