[0001] Die Erfindung betrifft eine Gasturbinenschaufel, insbesondere eine Verdichter- und/oder
Turbinenschaufel, für eine Strömungsmaschine..
[0002] Beim Fügen von Gasturbinenschaufeln und Rotorscheiben oder -ringen während der Montage,
Reparatur oder Instandhaltung muss jede Gasturbinenschaufeln positioniert, verschoben
oder gegenüber benachbarten Gasturbinenschaufeln verdreht und hierdurch mit einer
Vorspannung (sog. Pre-Twist) versehen werden können. Zu diesem Zweck existieren verschiedene
Verbindungselemente bzw. Spezialwerkzeuge, mittels welchen eine entsprechende mechanische
Last in die betreffende Gasturbinenschaufel einleitbar ist.
[0003] Die
US 3,328,867 beschreibt eine Öffnung an einer Turbinenschaufelspitze über die mittels eines Werkzeugs
eine mechanische Last einleitbar ist.
[0004] Die
EP 1 939 401 A2 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Lastübertragung bei Rotoranordnungen.
[0005] Die
US 3 572 968 A beschreibt eine Turbine mit mindestens einer Stufe radialer Laufschaufeln und einer
Ummanlelungsanordnung, die sich kreisförmig um die Spitzen der Laufschaufeln erstrecken.
[0006] Die
DE 10 2005 030516 A1 beschreibt einen Rotor für eine Turbine, der zur Aufnahme einer oder mehrerer Reihen
von Schaufeln mit einer entsprechenden Anzahl von Nuten versehen ist, die jeweils
in einer senkrecht zur Längsachse des Rotors verlaufenden radialen Ebene angeordnet
sind.
[0007] Die
JP 2004 108290 A beschreibt Turbinenlaufradschaufeln einer Dampfturbine, bei der für einen sicheren
Betrieb verhindert wird, dass Stopp-Schalter, die zwischen festen Schaufeln und benachbarten
Laufradschaufeln angeordnet sind, sich lösen oder beschädigt werden.
[0008] Die
US 5 393 200 A beschreibt eine Dampfturbinenschaufel, die ein Schaufelprofil entsprechend vorgegebener
Tabellen aufweist.
[0009] Als nachteilig an den bekannten Verbindungselementen ist dabei der Umstand anzusehen,
dass diese vergleichsweise teuer sind, keine optimale Lasteinleitung in die Gasturbinenschaufel
ermöglichen und die Gasturbinenschaufel bei der Lasteinleitung sogar beschädigen können.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Möglichkeit zur Lasteinleitung
in eine Gasturbinenschaufel zu ermöglichen.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Gasturbinenschaufel mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
jeweiligen Hunteransprüchen angegeben.
[0012] Eine verbesserte Möglichkeit zur Lasteinleitung in eine Gasturbinenschaufel ist erfindungsgemäß
dadurch ermöglicht, dass die Gasturbinenschaufel mindestens eine Aufnahme zum formschlüssigen
Anordnen eines Verbindungselements, mittels welchem eine mechanische Last in die Gasturbinenschaufel
einleitbar ist, umfasst. Mit anderen Worten ist eine Geometrie der erfindungsgemäßen
Gasturbinenschaufel derart ausgebildet, dass die Gasturbinenschaufel eine Aufnahme
aufweist, welche eine integrale Schnittstelle zur formschlüssigen Anordnung eines
korrespondierenden Verbindungselements bildet. Durch die integrierte Aufnahme können
die Gasturbinenschaufel und das Verbindungselement formschlüssig ineinander greifen,
so dass mechanische Lasten normal, das heißt rechtwinklig zu den Flächen der beiden
Verbindungspartner übertragen werden können. Das Verbindungselement, welches als Werkzeug,
Zapfen oder Dorn ausgebildet ist, ist auf diese Weise einfach und ohne Beeinträchtigung
der übrigen Gasturbinenschaufelbereiche formschlüssig in die Aufnahme einbringbar
bzw. einsteckbar und kann bei Bedarf entsprechend einfach wieder von der Gasturbinenschaufel
gelöst werden. Mechanische Lasten können hierdurch einfach, flexibel und ohne Beschädigung
der Gasturbinenschaufel in diese eingeleitet werden. Zudem kann die Gasturbinenschaufel
gewichtsneutral oder sogar gewichtsreduziert ausgebildet sein und ermöglicht aufgrund
des einfachen konstruktiven Aufbaus eine kurze Toleranzkette mit entsprechend hoher
Wiederholgenauigkeit. Die jeweilige Geometrie der Aufnahme, beispielsweise ihre Anordnung,
Formschlusstiefe oder Berandung, kann in Abhängigkeit der Geometrie oder des Einsatzzwecks
der jeweiligen Gasturbinenschaufel gewählt sein.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein radial
innerer Endbereich der Gasturbinenschaufel zur Verbindung der Gasturbinenschaufel
mit einer Rotorscheibe oder einem Rotorring der Strömungsmaschine und/oder ein radial
äußerer Endbereich der Gasturbinenschaufel als Deckbandsegment ausgebildet ist. Mit
Hilfe eines derartigen radial inneren Endbereichs wird ein einfaches Fügen von Gasturbinenschaufel
und Rotorscheibe bzw. Rotorring ermöglicht. Die Gasturbinenschaufel kann dabei als
Verdichter- und/oder Turbinenschaufel ausgebildet sein. Ein als Deckbandsegment ausgebildeter
radial äußerer Endbereich dient zur Dämpfung von Schaufelschwingungen und eignet sich
insbesondere bei einer Verwendung der Gasturbinenschaufeln in einer hinteren Turbinenstufe.
Weiterhin vermindert das Deckbandsegment die Umströmung der Gasturbinenschaufelspitze
und erhöht hierdurch den Wirkungsgrad der zugeordneten Strömungsmaschine. Das Deckbandsegment
kann dabei grundsätzlich einteilig oder mehrteilig mit der Gasturbinenschaufel ausgebildet
sein.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Aufnahme am radial äußeren Endbereich der Gasturbinenschaufel ausgebildet ist.
Indem die Aufnahme am radial äußeren Endbereich der Gasturbinenschaufel ausgebildet
ist, ist die Aufnahme besonders gut zugänglich. Hierdurch kann ein korrespondierendes
Verbindungselement, beispielsweise ein Werkzeug, entsprechend einfach in die Aufnahme
eingebracht werden, um die Gasturbinenschaufel mit einer mechanischen Last zu beaufschlagen.
[0015] Eine Gewichtsoptimierung der Gasturbinenschaufel ist dadurch ermöglicht, dass diese
als Hohlschaufel ausgebildet ist und zumindest einen Hohlraum umfasst.
[0016] Dabei hat es sich weiterhin als vorteilhaft gezeigt, dass die Aufnahme als Kernaustrittsbereich
des Hohlraums ausgebildet ist. Dies ermöglicht eine besonders bauraumsparende Anordnung
der Aufnahme ohne Beeinträchtigung der übrigen Gasturbinenschaufelbereiche.
[0017] Weitere Vorteile ergeben sich, indem die Gasturbinenschaufel einteilig mit der Aufnahme
und/oder als Gussteil ausgebildet ist. Hierdurch kann die Gasturbinenschaufel mechanisch
besonders stabil, kostengünstig und einfach hergestellt werden.
[0018] Indem zumindest ein Oberflächenbereich der Gasturbinenschaufel feinbearbeitet ist,
kann die Ist-Geometrie der Gasturbinenschaufel vollständig oder zumindest weitgehend
an eine Soll-Geometrie angenähert werden. Zum Feinbearbeiten können beispielsweise
elektrochemische Bohrverfabren (PECM-Bohren) verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich
können jedoch auch weitere mechanische und/oder elektrochemische Abtrag- und/oder
Auftragverfahren zur Feinbearbeitung vorgesehen sein.
[0019] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Deckbandsegment zur Anordnung an einer
Gasturbinenschaüfel, insbesondere einer Gasturbinenschaufel nach einem der vorhergehenden
Ausführungsbeispiele, wobei eine verbesserte Möglichkeit zur Lasteinleitung in eine
Gasturbinenschaufel erfindungsgemäß dadurch ermöglicht ist, dass das Deckbandsegment
eine Aufnahme zum formschlüssigen Anordnen eines Verbindungselements, mittels welchem
eine mechanische Last in das Deckbandsegment einleitbar ist, umfasst. Die sich hieraus
ergebenden Vorteile sind den vorhergehenden Beschreibungen zu entnehmen, wobei vorteilhafte
Ausgestaltungen der Gasturbinenschaufel als vorteilhafte Ausgestaltungen des Deckbandsegments
und umgekehrt anzusehen sind. Das Deckbandsegment kann grundsätzlich einteilig mit
der Gasturbinenschaufel ausgebildet oder zunächst als Einzelteil hergestellt und anschließend
mit der Gasturbinenschaufel verbunden sein.
[0020] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Deckbandsegment
zwei einander gegenüberliegend angeordnete und im Längsschnitt im Wesentlichen Z-förmige
Kontaktfläche zur Anlagerung korrespondierender Kontaktflächen zweier weiterer Deckbandsegmente
aufweist. Hierdurch können sich benachbarte Gasturbinenschaufeln, die jeweils mit
einem derartigen Deckbandsegment versehen sind, während des Betriebs einer zugeordneten
Strömungsmaschine bzw. eines mit diesen Gasturbinenschaufeln versehenen Rotors paarweise
aneinander abstützen, wodurch ein mechanisch besonders stabiles Deckband geschaffen
wird. Ein unerwünschtes Verbiegen oder Verdrehen der Gasturbinenschaufel während des
Betriebs wird hierdurch ebenfalls minimiert.
[0021] Ein weiterer Aspekt der Erfindung begriff ein Verbindungssystem mit einer Gasturbinenschaufel,
insbesondere einer Verdichter- und/oder Turbinenschaufel für eine Strömungsmaschine,
und mit einem Verbindungselement, mittels welchem eine mechanische Last in die Gasturbinenschaufel
einleitbar ist, wobei eine verbesserte Möglichkeit zur Lasteinleitung in die Gasturbinenschaufel
erfindungsgemäß dadurch ermöglicht ist, dass die Gasturbinenschaufel eine korrespondierend
mit dem Verbindungselement ausgebildete Aufnahme zum formschlüssigen Anordnen des
Verbindungselements umfasst. Durch die integrierte Aufnahme können die Gasturbinenschaufel
und das korrespondierende Verbindungselement formschlüssig ineinander greifen, so
dass mechanische Lasten normal, das heißt rechtwinklig zu den Flächen der beiden Verbindungspartner
übertragen werden können. Somit ist eine einfache, lösbare und beschädigungsfreie
Lastein- und/oder -ausleitung in bzw. aus der Gasturbinenschaufel möglich. Auf diese
Weise kann die Gasturbinenschaufel beispielsweise vor dem Verbinden mit einer Welle
der Strömungsmaschine besonders einfach und beschädigungsfrei mit einem sogenannten
Pre-Twist versehen werden. Entsprechend einfach und beschädigungsfrei kann die Gasturbinenschaufel
im Rahmen einer Reparatur oder Überholung mit einem sogenannten Re-Twist versehen
werden, so dass die Gasturbinenschaufel nachgestellt werden kann. Weitere Vorteile
sind den vorhergehenden Beschreibungen zu entnehmen, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen
der Gasturbinenschaufel bzw. des Deckbandelsegments als vorteilhafte Ausgestaltungen
des Verbindungssystems und umgekehrt anzusehen sind.
[0022] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aufnahme
als Innenmehrkantaufnahme, insbesondere als Innensechskantaufnahme, und das Verbindungselement
als Mehrkantschlüssel, insbesondere als Sechskantschlüssel, zum Beaufschlagen der
GasturbinenSchaufel mit einem Drehmoment ausgebildet sind. Hierdurch kann auf besonders
einfache und kostengünstige Weise eine Lasteinleitung in die Gasturbinenschaufel erfolgen,
ohne dass teures Spezialwerkzeug erforderlich ist. Dies erhöht zudem die Wartungsfreundlichkeit
der Gasturbinenschaufel bzw. einer mit dieser versehenen Strömungsmaschine. Dabei
können die Aufnahme und das Verbindungselement alternativ oder zusätzlich zu einer
Inbus-artigen Ausgestaltung grundsätzlich auch Schlitz-, Pozidriv-, Torx-, Tri-Wing-,
Torq-Set- oder Spanner-artig ausgebildet sein.
[0023] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden einer Gasturbinenschaufel,
insbesondere einer Verdichter- und/oder Turbinenschaufel für eine Strömungsmaschine,
mit einem Verbindungselement, mittels welchem eine mechanische Last in die Gasturbinenschaufel
einleitbar ist, wobei eine verbesserte Möglichkeit zur Lasteinleitung in die Gasturbinenschaufel
erfindungsgemäß dadurch ermöglicht ist, dass das Verbindungselement formschlüssig
in einer korrespondierend mit dem Verbindungselement ausgebildeten Aufnahme der Gasturbinenschaufel
angeordnet wird. Durch die integrierte Aufnahme können die Gasturbinenschaufel und
das korrespondierende Verbindungselement formschlüssig ineinander angeordnet werden,
so das mechanische Lasten normal, das heißt rechtwinklig zu den Flächen der beiden
Verbindungspartner übertragen werden können. Somit ist eine einfache, lösbare und
beschädigungsfreie Lastein - und/oder -ausleitung in bzw. aus der Gasturbinenschaufel
möglich. Weitere Vorteile sind den vorhergehenden Beschreibungen zu entnehmen, wobei
vorteilhafte Ausgestaltungen der Gasturbinenschaufel, des Deckbandelsegments und/oder
des Verbindungssystems als vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens und umgekehrt
anzusehen sind.
[0024] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Rotor für eine Strömungsmaschine
mit einer mit einem Schaufelkranz gefügten Rotorscheibe oder mit einem mit einem Schaufelkranz
gefügten Rotorring, wobei erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass der Schaufelkranz wenigstens
eine Gasturbinenschaufel aufweist, die mindestens eine Ausnahme zum formschlüssigen
Anordnen eines Verbindungselements umfasst, wobei mittels des Verbindungselements
eine mechanische Last in die Gasturbinenschaufel einleitbar ist. Die sich hieraus
ergebenden Vorteile sind den vorhergehenden Beschreibungen zu entnehmen, wobei vorteilhafte
Ausgestaltungen der Gasturbinenschaufel, des Deckbandelsegments, des Verbindungssystems
und/oder des Verfahrens zum Verbinden einer Gasturbinenschaufel mit einem Verbindungselement
als vorteilhafte Ausgestaltungen des Rotors und umgekehrt anzusehen sind.
[0025] Dabei hat es sich als vorteilhaft gezeigt, wenn der Rotor als Blisk ("Bladed Disk")
oder als Bling ("Bladed Ring") für einen Verdichter und/oder für eine Turbine einer
Strömungsmaschine, insbesondere einer thermischen Gasturbine, ausgebildet ist. Hierdurch
ist eine besonders hohe konstruktive Freiheit gegeben.
[0026] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüche, den Ausführungsbeispielen
sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in den Ausführungsbeispielen genannten
Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivansicht von drei erfindungsgemäßen Gasturbinenschaufeln,
die auf einer Rotorscheibe angeordnet sind;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Aufsicht des in Fig. 1 gezeigten Details II;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht einer in Fig 1 gezeigten Gasturbinenschaufel;
- Fig. 4
- eine schematische Unteransicht der in Fig. 3 gezeigten Gasturbinenschaufel; und
- Fig. 5
- eine schematische seitliche Schnittansicht der Gasturbinenschaufel entlang der in
Fig. 4 gezeigten Schnittlinie V-V.
[0027] Fig. 1 zeigt eine schematische Perspektivansicht von drei erfindungsgemäßen Gasturbinenschaufeln
10, die auf einer Rotorscheibe 12 angeordnet sind. Indem die Rotorscheibe 12 vollumfänglich
mit Gasturbinenschaufeln 10 bestückt und mit diesen verbunden wird, kann ein integral
beschaufelter Rotor (sogenannte Blisk bzw. "Bladed Disk") für einen Verdichter und/oder
für eine Turbine einer Strömungsmaschine, insbesondere einer thermischen Gasturbine,
hergestellt werden. Anstelle einer Rotorscheibe 12 kann dabei grundsätzlich auch ein
Rotorring (nicht gezeigt) verwendet werden, wodurch ein sogenannter Bling ("Bladed
Ring") herstellbar ist. Bei jeder Gasturbinenschaufel 10 ist ein radial äußerer Endbereich
14a als Deckbandsegment 16 ausgebildet (vgl. Fig. 2). Die Deckbandsegmente 16 und
ihre jeweiligen Gasturbinenschaufeln 10 sind dabei im vorliegenden Ausführungsbeispiel
einteilig als Gussteile ausgebildet. Zur Verbesserung der Oberflächengeometrie kann
vorgesehen sein, dass eine oder mehrere Gasturbinenschaufeln 10 durch entsprechende
Nachbearbeitungsverfahren wie PECM-Bohren feinbearbeitet werden. Zum Einleiten mechanischer
Lasten umfasst jede Gasturbinenschaufel 10 zudem eine integrale Aufnahme 18, in welcher
ein Verbindungselement (nicht gezeigt) formschlüssig anordenbar ist. Die Aufnahmen
18 sind jeweils am radial äußeren Endbereich 14a der Gasturbinenschaufeln 10 in den
Deckbandsegmenten 16 als Innensechskantaufnahmen ausgebildet. Hierdurch kann ein zumindest
im Verbindungsbereich sechskantschlüsselförmiges Verbindungselement einfach in die
jeweilige Aufnahme 18 lösbar eingesteckt werden, um die betreffende Gasturbinenschaufel
10 mit einem Drehmoment zu beaufschlagen. Auf diese Weise kann jede Gasturbinenschaufel
10 einfach, beschädigungsfrei und ohne die Notwendigkeit von Spezialwerkzeug mit einem
sogenannten Pre-Twist versehen werden.
[0028] Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Aufsicht des in Fig. 1 gezeigten Details II. Neben
den Deckbandsegmenten 16 und den integralen Aufnahmen 18 ist insbesondere erkennbar,
dass jedes Deckbandsegment 16 zwei einander gegenüberliegend angeordnete und im Längsschnitt
im Wesentlichen Z-förmige Kontaktflächen (sog. Z-Shroud) zur Anlagerung korrespondierender
Kontaktflächen 20 der benachbarten Deckbandsegmente 16 aufweist. Weiterhin ist erkennbar,
dass jedes Deckbandsegment 16 zwei gegenüberliegende Dichtfins 22 umfasst, welche
insbesondere bei einer Rotation des Rotors 12 in einem Anstreifbereich an einer Dichtungsstruktur
einer zugeordneten Strömungsmaschine anstreifen.
[0029] Fig. 3 zeigt zur weiteren Verdeutlichung eine schematische Seitenansicht einer der
in Fig. 1 gezeigten Gasturbinenschaufeln 10. Fig. 3 wird im Folgenden in Zusammenschau
mit Fig. 4 und Fig. 5 erläutert werden. Fig. 4 zeigt hierbei eine schematische Unteransicht
der in Fig. 3 gezeigten Gasturbinenschaufel 10, während in Fig. 5 eine schematische
seitliche Schnittansicht der Gasturbinenschaufel 10 entlang der in Fig. 4 gezeigten
Schnittlinie V-V gezeigt ist. Dabei ist insbesondere in Fig. 5 erkennbar, dass die
Gasturbinenschaufel 10 vorliegend als Hohlschaufel ausgebildet ist und zumindest einen
Hohlraum 24 umfasst. Die Aufnahme 18 ist ihrerseits als Kernaustrittsbereich des Hohlraums
24 ausgebildet. Weiterhin ist in Fig. 3 eine an einem radial inneren Endbereich 14b
der Gasturbinenschaufel ausgebildete Tannenbaumstruktur 26 zum Fügen der Gasturbinenschaufel
10 mit der Rotorscheibe 12 erkennbar. Die Geometrie und Formschlusstiefe der Aufnahme
18 kann in Abhängigkeit der Deckbandsegmentgeometrie ausgebildet sein, wobei beispielsweise
der Kernaustrittsbereich des Hohlraums 24, die Anordnung der Kontaktflächen 20 und/oder
eine Geometrie der Dichtfins 22 berücksichtigt werden können.
1. Gasturbinenschaufel (10), insbesondere Verdichter- und/oder Turbinenschaufel, für
eine Strömungsmaschine, wobei die Gasturbinenschaufel (10) mindestens eine Aufnahme
(18) zum formschlüssigen Anordnen eines Verbindungselements, mittels welchem eine
mechanische Last in die Gasturbinenschaufel (10) einleitbar ist, umfasst, wobei die
Gasturbinenschaufel (10) als Hohlschaufel ausgebildet ist und zumindest einen Hohlraum
(24) umfasst, und wobei die Aufnahme (18) als Kernaustrittsbereich des Hohlraums (24)
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (18) ausgestaltet ist, um das als Werkzeug, Zapfen oder Dorn ausgestaltete
Verbindungselement zum formschlüssigen Einbringen und/oder Einstecken in die Aufnahme
(18) zum Einleiten von mechanischen Lasten in die Gasturbinenschaufel aufzunehmen.
2. Gasturbinenschaufel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein radial innerer Endbereich (14b) der Gasturbinenschaufel (10) zur Verbindung der
Gasturbinenschaufel (10) mit einer Rotorscheibe (12) oder einem Rotorring der Strömungsmaschine
und/oder ein radial äußerer Endbereich (14a) der Gasturbinenschaufel (10) als Deckbandsegment
(16) ausgebildet ist.
3. Gasturbinenschaufel (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (18) am radial äußeren Endbereich (14a) der Gasturbinenschaufel (10)
ausgebildet ist.
4. Gasturbinenschaufel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese einteilig mit der Aufnahme (18) und/oder als Gussteil ausgebildet ist.
5. Gasturbinenschaufel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Oberflächenbereich der Gasturbinenschaufel (10) feinbearbeitet ist.
1. A gas turbine blade (10), in particular a compressor and/or turbine blade, for a turbomachine,
wherein the gas turbine blade (10) comprises at least one receiver (18) for the form-closing
arrangement of a connecting element, by means of which a mechanical load can be introduced
into the gas turbine blade (10), wherein the gas turbine blade (10) is formed as a
hollow blade and comprises at least one hollow space (24), and wherein the receiver
(18) is formed as a core outlet region of the hollow space (24), characterised in that the receiver (18) is configured in order to receive the connecting element, configured
as a tool, pin or mandrel, for form-closing insertion and/or plugging-in into the
receiver (18) for the introduction of mechanical loads into the gas turbine blade.
2. A gas turbine blade (10) according to claim 1, characterised in that a radially inner end region (14b) of the gas turbine blade (10) is formed for the
connection of the gas turbine blade (10) to a rotor disk (12) or a rotor ring of the
turbomachine, and/or a radially outer end region (14a) of the gas turbine blade (10)
is formed as a shroud-band segment (16).
3. A gas turbine blade (10) according to claim 1 or 2, characterised in that the receiver (18) is formed on the radially outer end region (14a) of the gas turbine
blade (10).
4. A gas turbine blade (10) according to one of claims 1 to 3, characterised in that it is formed in one piece with the receiver (18) and/or as a cast portion.
5. A gas turbine blade (10) according to one of claims 1 to 4, characterised in that at least one surface region of the gas turbine blade (10) is finely machined.
1. Aube de turbine à gaz (10), en particulier aube de compresseur et/ou de turbine, destinée
à une turbomachine, l'aube de turbine à gaz (10) comprenant au moins un logement (18)
servant à recevoir par complémentarité de forme un élément de raccordement, au moyen
duquel une charge mécanique peut être introduite dans l'aube de turbine à gaz (10),
l'aube de turbine à gaz (10) étant réalisée sous la forme d'une aube creuse et comprenant
au moins une cavité (24), et le logement (18) étant réalisé sous la forme d'une zone
de sortie centrale de la cavité (24), caractérisée en ce que le logement (18) est configuré pour recevoir l'élément de raccordement configuré
sous la forme d'un outil, d'un tourillon ou d'un mandarin et destiné à être introduit
et/ou enfiché par complémentarité de forme dans le logement (18) aux fins de l'introduction
de charges mécaniques dans l'aube de turbine à gaz.
2. Aube de turbine à gaz (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une zone d'extrémité (14b) radialement intérieure de l'aube de turbine à gaz (10)
est réalisée afin de raccorder l'aube de turbine à gaz (10) à un disque de rotor (12)
ou à une bague de rotor de la turbomachine, et/ ou en ce qu'une zone d'extrémité (14a), radialement extérieure, de l'aube de turbine à gaz (10)
est réalisée sous la forme d'un segment de bande (16) de recouvrement.
3. Aube de turbine à gaz (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le logement (18) est réalisé au niveau de la zone d'extrémité (14a), radialement
extérieure, de l'aube de turbine à gaz (10).
4. Aube de turbine à gaz (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que ladite aube de turbine à gaz est réalisée en une seule partie avec le logement (18)
et/ou sous la forme d'une pièce moulée.
5. Aube de turbine à gaz (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'au moins une zone de surface de l'aube de turbine à gaz (10) est usinée avec précision.