[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anlagensteuerung in einer Kraftwerksanlage,
bei dem für eine Mehrzahl von Sätzen von Stellwerten jeweils aus einem Satz von Umgebungswerten
einerseits und dem jeweiligen Satz von Stellwerten andererseits ein den jeweiligen
Sätzen zugeordneter Funktionswert einer auf einem physikalischen Modell basierenden
Zielfunktion erzeugt wird, wobei derjenige Satz von Stellwerten zur Weiterleitung
an eine Steuereinrichtung der Kraftwerksanlage ausgewählt wird, dessen zugeordneter
Funktionswert ein vorgegebenes Optimierungskriterium erfüllt.
[0002] In einem Kraftwerk wird nicht-elektrische Energie, beispielsweise in Form fossiler
Brennstoffe in elektrische Energie umgewandelt und einem Stromnetz zur Verfügung gestellt.
Je nach verwendetem Typ des benutzten Rohstoffs für die Erzeugung elektrischer Energie
unterscheidet man beispielsweise Kohlekraftwerke, Kernkraftwerke, Gas- und Dampfturbinenwerke
etc.
[0003] Durch die weltweit steigende Nachfrage an Energie und der Verknappung fossiler Primärenergieträger
steigt dabei derzeit der Preis für die maßgeblich zur Verstromung eingesetzten Rohstoffe.
Dazu kommen immer strengere Umweltauflagen bzgl. Feinstaub, NO
X, SO
2 und CO
2. Daher wird angestrebt, die Effizienz der Kraftwerke, d. h. deren Wirkungsgrad zu
erhöhen.
[0004] Neben der kostenintensiven Weiterentwicklung und Erneuerung von Anlagenkomponenten
lässt sich durch eine moderne Prozessleittechnik auch die Prozessführung unter Einbezug
aktueller Randbedingungen optimieren. Dabei können unterschiedliche Optimierungskriterien
wie z. B. eine Erhöhung des Wirkungsgrades oder eine Verminderung der Schadstoffemissionen
gewünscht sein. Entscheidungen, die traditionell auf der Erfahrung des Bedienpersonals
basierten, können dabei heute mit Hilfe von Rechnern und den entsprechenden Verfahren
auf Grundlage physikalischer Modelle, welche den Kraftwerksprozess mathematisch modellieren,
getroffen werden.
[0005] Üblicherweise umfasst ein derartiges Verfahren eine Zielfunktion, welche auf Basis
eines physikalischen Modells der entsprechenden Kraftwerksanlage aus einem Satz von
Prozesswerten einen beispielsweise skalar- oder vektorwertigen Funktionswert erzeugt.
Die Prozesswerte umfassen dabei einerseits solche, die durch äußere Einflüsse bestimmt
werden (Umgebungswerte) wie beispielsweise Umgebungs- und Kühlwassertemperatur, und
die sich im laufenden Betrieb ändern. Die Umgebungswerte stellen also aktuelle Randbedingungen
dar, auf die man keinen Einfluss hat, die aber einen Einfluss auf den Prozess haben.
[0006] Andererseits umfassen die Prozesswerte auch die Stellwerte wie beispielsweise Position
eines Stellantriebes oder Ventils oder Menge des zugeführten Brennstoffs, die im laufenden
Betrieb des Kraftwerks vom Bedienpersonal oder einer automatisierten Steuereinrichtung
beeinflusst werden können, d. h. in gewissen Grenzen frei wählbare Prozess- oder Zustandsgrößen.
Jeder Satz von Stellwerten in Verbindung mit den Umgebungswerten ergibt einen Wert
der Zielfunktion, der zur Bewertung des jeweiligen Satzes herangezogen werden kann
und es wird üblicherweise der Satz von Stellwerten zur Weiterleitung an eine Steuereinrichtung
der Kraftwerksanlage ausgewählt, dessen zugeordneter Funktionswert ein vorgegebenes
Optimierungskriterium erfüllt. Im Falle eines skalaren Funktionswertes kann dies beispielsweise
der größte oder kleinste Funktionswert sein.
[0007] Um einen optimalen Satz von Stellwerten zur Steuerung der Kraftwerksanlage zu finden,
werden üblicherweise Gradientenverfahren zum Finden eines Minimums oder Maximums der
Zielfunktion angewendet. Hierfür sind verschiedene Verfahren wie beispielsweise die
Methode des steilsten Abstiegs, das (Quasi-)Newton-Verfahren, die sequentielle quadratische
Programmierung oder der Simplexalgorithmus bekannt. Gemein ist den Gradientenverfahren
dabei, dass ausgehend von einem Startwert ein lokales Maximum oder Minimum der Zielfunktion
gefunden wird.
[0008] Die physikalischen Modelle von Kraftwerksanlagen, aus denen sich die Zielfunktion
für die Optimierung ergibt, sind meist nicht linear und im Allgemeinen nicht konvex.
Abhängig vom gewählten Startwert kann daher das Gradientenverfahren unter Umständen
ein lokales Maximum oder Minimum, d. h. einen lokal optimierten Betriebszustand der
Kraftwerksanlage finden, jedoch ist dabei nicht sichergestellt, dass dabei auch der
global optimale Betriebszustand gefunden wird.
[0009] Aus der
US 2004/0240648 A1 ist ein Verfahren zur Anlagensteuerung beschrieben, bei dem unter Verwendung von
statistischen und/oder gradienten-basierten Optimierungsverfahren und physikalischen
Modellen von Kraftwerksanlagen ein optimaler Satz von Stellwerten zur Steuerung der
Anlagen ermittelt wird.
[0010] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Anlagensteuerung
in einer Kraftwerksanlage sowie eine Steuerungsvorrichtung für eine Kraftwerksanlage
anzugeben, welche bei möglichst geringem steuertechnischem Aufwand einen verbesserten
Betrieb der Kraftwerksanlage bezüglich eines gegebenen Optimierungskriteriums wie
z. B. eine Verbesserung des Wirkungsgrads oder eine Reduktion der Emissionen ermöglichen.
[0011] Bezüglich des Verfahrens wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst, indem die Anzahl
von Sätzen von Stellwerten zusätzlich zu einem Startsatz und einem von dem Startsatz
und dessen zugeordneten Funktionswert ausgehend mittels eines Gradientenverfahrens
ermittelten Satz weiterhin einen mittels eines Zufallsgenerators ausgewählten Satz
umfasst.
[0012] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass ein verbesserter Betrieb der
Kraftwerksanlage möglich wäre, wenn bei der Bestimmung der Stellwerte der Kraftwerksanlage
hinsichtlich des gegebenen Optimierungskriteriums wie Wirkungsgraderhöhung und/oder
Emissionsminderung auch global ein optimierter Satz von Stellwerten gefunden werden
könnte. Dies könnte beispielsweise mit einer Monte-Carlo-Methode geschehen, die zufallsbasiert
Stellwerte auswählt und deren Funktionswerte vergleicht und gegebenenfalls in einem
weiteren Schritt im Bereich des besten Stellwertsatzes eine weitere Anzahl von zufällig
ausgewählten Stellwerten überprüft. Ein derartiges Verfahren ist jedoch vergleichsweise
zeitaufwändig und rechenintensiv und daher auch rechentechnisch vergleichsweise aufwändig.
Daher sollte das vergleichsweise schnellere Gradientenverfahren grundsätzlich beibehalten
werden, jedoch in der Art einer hybriden Struktur durch ein zufallsbasiertes System
erweitert werden, so dass auch das Auffinden eines globalen Optimums von Stellwerten
ermöglicht wird. Dies ist erreichbar, indem zusätzlich ein mittels eines Zufallsgenerators
ermittelter Satz von Stellwerten und dessen zugeordneter Funktionswert der Zielfunktion
während des Gradientenverfahrens eingebracht wird, und dieser zufällige Satz von Stellwerten
beim Vergleich der Sätze von Stellwerten und deren jeweiligen Funktionswerten eingeht.
[0013] Durch die Kombination eines gradientenbasierten Verfahrens mit einem Zufallsmodell
wird einerseits das Auffinden eines globalen Optimums für die Stellwerte für die Anlagensteuerung
gewährleistet, andererseits eine vergleichsweise schnelle Konvergenz des Optimierungsalgorithmus
auf geeignete Stellwerte gesichert. Daher ist ein derartig ausgestalteter Algorithmus
auch für eine Online-Optimierung im Kraftwerksprozess geeignet, d. h. für eine Anpassung
der Stellwerte auf den jeweils optimalen Betriebszustand während des laufenden Betriebs
der Kraftwerksanlage. Dazu wird das Verfahren vorteilhafterweise zyklisch wiederholend
in der Art einer Schleife ausgeführt, wobei der ausgewählte Satz von Stellwerten eines
Zyklus der Startsatz des auf diesen folgenden Zyklus ist. Dadurch kann auch während
des Betriebs des Kraftwerks ein einmal eingestellter und gefundener Satz von Stellwerten
weiter verbessert werden und es findet eine kontinuierliche Suche nach globalen Optima
statt.
[0014] Dies ist insbesondere hinsichtlich der sich im Betrieb ändernden Umgebungsparameter
von besonderem Nutzen. Ändert sich nämlich beispielsweise ein Umgebungsparameter wie
beispielsweise die Kühlwassertemperatur, ist der eingestellte Satz von Stellwerten
unter Umständen nicht mehr der optimale Satz von Stellwerten. In diesem Fall wird
mittels des kontinuierlich ausgeführten Gradientenverfahrens der Satz von Stellwerten
so weit geändert, dass wieder ein neues Optimum hinsichtlich der gewählten Optimierungskriterien
eingestellt wird. Aufgrund des komplexen Zusammenhangs der Umgebungswerte mit dem
Funktionswert der Zielfunktion kann sich jedoch bei einer Änderung der Umgebungswerte
auch ein neues globales Optimum ergeben, welches mit einem reinen Gradientenverfahren
nicht gefunden werden würde, da dieses im lokalen Optimum verbleiben würde. Die Verbindung
des zufallsbasierten Systems mit dem Gradientenverfahren in zyklischer Ausführung
ermöglicht ein Auffinden eines neuen globalen Optimums im Betrieb. Dieses neue Optimum
wird dann an eine Steuereinrichtung der Kraftwerksanlage weitergeleitet und kann dort
dem Betriebspersonal angezeigt werden und ermöglicht so ein schnelles Reagieren und
damit einen besonders effizienten Betrieb der Kraftwerksanlage.
[0015] Eine Online-Optimierung in der Anlagensteuerung einer Kraftwerksanlage ermöglicht
es, zu jedem Betriebszeitpunkt einen optimalen Satz von Stellwerten zu ermitteln,
der einen besonders effizienten Betrieb der Kraftwerksanlage gewährleistet. Um diesen
Satz von Stellwerten möglichst schnell der Anlagensteuerung der Kraftwerksanlage zukommen
zu lassen, wird der ausgewählte Satz von Stellwerten vorteilhafterweise in der Steuereinrichtung
an den einzelnen Stellwerten jeweils zugeordnete Stelleinrichtungen der Kraftwerksanlage
übergeben. Durch eine derartige direkte Weiterleitung der Stellwerte an die entsprechenden
Stelleinrichtungen wie beispielsweise die Brennstofffördereinrichtung wird eine besonders
schnelle, automatische Optimierung des Kraftwerksbetriebes erreicht. Dabei ist kein
Eingriff von Betriebspersonal mehr notwendig, so dass einerseits ein automatisierter
Betrieb der Kraftwerksanlage gewährleistet ist und andererseits eine besonders schnelle
Weiterleitung der optimalen Stellwerte an die Stelleinrichtungen erfolgt.
[0016] Der Betrieb einer Kraftwerksanlage unterliegt neben den äußeren Einflüssen, die durch
die Umgebungswerte eingehen, auch weiteren Restriktionen, unter deren Berücksichtigung
die Steuerung und Optimierung durchgeführt werden muss. Derartige Restriktionen können
im einfachsten Fall Grenzen einzelner Variablen sein, wie beispielsweise des Kühlwassermassenstroms,
oder aber komplexere Zusammenhänge. Diese lassen sich im physikalischen Modell beispielsweise
durch Gleichungen oder Ungleichungen, in denen mehrere Variablen kombiniert auftreten,
ausdrücken. Um auch derartige Restriktionen bei der Optimierung und Anlagensteuerung
angemessen zu berücksichtigen, umfasst die Zielfunktion vorteilhafterweise eine Straffunktion.
Eine derartige Straffunktion ist so aufgebaut, dass sie den Wert Null liefert, sofern
die Restriktionen nicht verletzt sind, und einen monoton steigenden Zusammenhang zwischen
dem Fehler aus der Restriktionsverletzung und ihrem Funktionswert enthält. Durch die
Addition von Ziel- und Straffunktion ergibt sich so eine Modifizierung der Zielfunktion,
an der die Optimierung durchgeführt wird. Durch diese erzwungene Verschlechterung
der Zielfunktionswerte im unzulässigen Bereich liefert das Verfahren einen Satz von
Stellwerten, bei dem die Restriktionen nicht verletzt werden. Außerdem ist das Verfahren
dadurch in der Lage, auch von einem unzulässigen Startwert das Gradientenverfahren
und damit die Optimierung zu beginnen, was bei anderen Verfahren zur Einbindung von
Restriktionen nicht immer der Fall ist. Dies ermöglicht eine weitere Vereinfachung
des Verfahrens.
[0017] Bei der Ermittlung eines Satzes von Stellwerten mittels des Gradientenverfahrens
dient der Gradient als Indikator für die Richtung, in der die jeweiligen Stellwerte
verändert werden müssen, um zu einem optimalen Stellwertsatz zu gelangen. Fraglich
ist, wie weit die Stellwerte jedoch verändert werden müssen, d. h. welche Schrittweite
bei der Anwendung des Gradientenverfahrens zur Anwendung kommen soll. Dies kann beispielsweise
dadurch geschehen, dass in jeder Iteration eine eindimensionale Optimierung entlang
der Suchrichtung durchgeführt wird und so eine scheinbar optimale Schrittweite gefunden
wird. Diese führt jedoch dazu, dass die Suchrichtung jeweils orthogonal zur vorherigen
ist, da die partielle Ableitung an der aktuellen Stelle nach der vorherigen Suchrichtung
durch die eindimensionale Optimierung in der vorangegangenen Iteration auf den Wert
Null minimiert wurde. Dieser Effekt führt bei schmalen Tälern der Zielfunktion zu
einem Zickzackverlauf mit sehr kleinen Schrittweiten und damit zu vielen Iterationen.
Da aber gerade im Falle einer OnlineOptimierung eine schnelle Konvergenz angestrebt
werden soll, da die Sätze von Stellwerten unmittelbar zum Einsatz in der Kraftwerksanlage
kommen sollen, wird vorteilhafterweise vor der jeweiligen Ermittlung des Satzes mittels
des Gradientenverfahrens eine Schrittweite vorgegeben. Eine vorgegebene Schrittweite
ermöglicht eine schnelle Durchführung des Gradientenverfahrens und sollte so lange
konstant gehalten werden, bis eine Iteration (bei einer Minimierung) einen größeren
Funktionswert liefert als die vorherige. Dann wird die Schrittweite verkleinert und
von dem besten Wert das Verfahren weitergeführt. Dadurch ist eine besonders schnelle
Ausführung des Verfahrens und eine besonders effiziente Online-Optimierung des Kraftwerksbetriebes
möglich.
[0018] Bezüglich der Steuerungsvorrichtung wird die Aufgabe gelöst durch eine Steuerungsvorrichtung
für eine Kraftwerksanlage mit einem Zufallsgeneratormodul und einem Gradientenmodul,
welche Datenausgangsseitig mit einem Vergleichsmodul verbunden sind, wobei die Steuerungsvorrichtung
für die Ausführung des genannten Verfahrens ausgelegt ist. Vorteilhafterweise kommt
eine derartige Steuerungsvorrichtung in einer Kraftwerksanlage mit einer Steuereinrichtung
und einer derartigen mit der Steuereinrichtung dateneingangsseitig verbundenen Steuerungsvorrichtung
zum Einsatz.
[0019] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
die zusätzliche Berücksichtigung eines mittels eines Zufallsgenerators ausgewählten
Satzes von Stellwerten die Möglichkeit des Auffindens einer globalen Lösung mittels
des Zufallsgenerators mit der Schnelligkeit des Gradientenverfahrens verbunden wird.
Über den Zufallsgenerator werden potentielle Startwerte für das Gradientenverfahren
erzeugt, die übernommen werden, sofern sie - im Sinne des physikalischen Modells der
Zielfunktion - besser sind als das vom Gradientenverfahren bisher gefundene lokale
Optimum. Durch die zyklische Anwendung des Verfahrens und der Verwendung aktueller
Umgebungswerte, die direkt aus dem Prozessleitsystem entnommen werden können, ist
das Verfahren onlinefähig. Ändert sich der Betriebszustand der Anlage, so fließen
diese Informationen online in das physikalische Prozessmodell ein und der Optimierungsalgorithmus
findet schnell das neue Optimum. Dabei kann das Verfahren in der Prozessleittechnik
eines Kraftwerks zunächst als Hilfestellung für das Bedienpersonal dienen, für eine
schnelle Reaktion der Kraftwerksleittechnik jedoch auch direkt an entsprechende Stellantriebe
zur automatischen Weiterleitung eingeschaltet werden. Dadurch wird ein besonders effizienter
Betrieb einer Kraftwerksanlage bei gering gehaltenem technischen Aufwand ermöglicht.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigt die FIG eine schematische Darstellung des Verfahrens zur Anlagensteuerung
einer Kraftwerksanlage.
[0021] Das in der FIG dargestellte Verfahren optimiert zyklisch wiederholend die Stellwerte
für die Kraftwerksanlage, um einen besonders effizienten Betrieb des Kraftwerks zu
erreichen. Durch die zyklische Wiederholung ist das Verfahren onlinefähig, d. h.,
es kann direkt in die Prozessleittechnik integriert werden und während des Betriebs
die momentan optimalen Stellwerte ermitteln. Ein möglicher Anwendungsbereich ist beispielsweise
die Optimierung des Intervalls zwischen den Rußblasevorgängen im Kessel der Kraftwerksanlage
sowie deren Dauer und die Säuberungsabstände der Filter in der Rauchgasreinigung,
wo zwischen kurzzeitiger Minderfunktion und längerfristiger Effizienzerhöhung abgewägt
wird. Zwei weitere Optimierungsprobleme aus dem Kraftwerksbereich sind die Bestimmung
des optimalen Kühlwassermassenstroms, sofern sich dieser regeln lässt, und die Prozessführung
bei der Verbrennung unter Einhaltung von Emissionsgrenzen und anlagenbedingten Einschränkungen.
[0022] Die FIG zeigt den Aufbau des Verfahrens als Blockschaltbild. Dem Gradientenmodul
1 werden Startwerte 3 von einem Speichermodul 5 übergeben, von denen aus in einer
Anzahl von Schritten bzw. Iterationen mit Hilfe numerischer Differentiation das nächstliegende
Optimum gefunden wird. Basis für diese Optimierung sind die zu jedem Satz von Stellwerten
und Umgebungswerten anhand einer auf einem physikalischen Modell basierenden Zielfunktion
7 ermittelten Funktionswerte.
[0023] Dabei werden Restriktionen an die Stellwerte durch eine Straffunktion additiv in
die Zielfunktion 7 eingebunden. Solange die Restriktionen eingehalten werden, liefert
die Straffunktion den Wert Null, so dass keine Modifikation der Zielfunktion 7 erfolgt.
Bei Verletzung der Restriktionen liefert die Straffunktion einen Wert größer (kleiner)
Null, wenn es sich um ein Minimierungsproblem (Maximierungsproblem) handelt. Durch
einen stetig steigenden (fallenden) Zusammenhang zwischen dem Fehler, der sich aus
der Verletzung der Restriktionen ergibt, und dem Funktionswert der Straffunktion wird
das Optimierungsverfahren, das mit der durch die Straffunktion modifizierten Zielfunktion
7 arbeitet, automatisch in Richtung des gültigen Bereiches gelenkt, vorausgesetzt
die Straffunktion hat eine betragsmäßig größere Steigung als die Zielfunktion. Um
dies zu gewährleisten, wird eine stark ansteigende Straffunktion verwendet, wodurch
ein Optimum der unmodifizierten Zielfunktion nur unter aktiver Berücksichtigung der
Restriktionen innerhalb der geforderten Genauigkeit zum Optimum der Zielfunktion 7
wird.
[0024] Im Gradientenmodul 1 können bereits mehrere Iterationen des Gradientenverfahrens
durchgeführt werden, so dass bereits hier ein besonders genauer Satz von Stellwerten
eines lokalen Optimums gefunden werden kann. Der so gefundene Satz von Stellwerten
wird zusammen mit den jeweils zugeordneten Funktionswerten der Zielfunktion 7 an ein
Vergleichsspeichermodul 9 weitergegeben. Dieses vergleicht den aktuellen Funktionswert
mit dem (im Sinne der Zielfunktion 7) bisher besten und schaltet in jedem Zyklus denjenigen
Satz zum Speichermodul 11 durch, der den kleineren (größeren) Funktionswert besitzt,
sofern es sich um eine Minimierung (Maximierung) handelt.
[0025] Das Gradientenverfahren ermöglicht das Finden eines lokalen Optimums von Stellwerten
für den Betrieb der Kraftwerksanlage. Insbesondere bei einer Änderung der Umgebungswerte,
die durch das Betriebspersonal nicht beeinflussbar sind, kann jedoch unter Umständen
ein anderes globales Optimum vorliegen, welches durch das Gradientenverfahren nicht
gefunden werden kann. Um auch in diesem Fall einen besonders effizienten Betrieb der
Kraftwerksanlage zu gewährleisten, ist ein Zufallsgeneratormodul 13 vorgesehen, welches
in jedem Zyklus für jeden Stellwert 15 annähernd gleich verteilte Zufallswerte innerhalb
ihres jeweiligen Definitionsbereiches generiert. Der zufällig generierte Satz von
Stellwerten 15 wird über die Zielfunktion 7 ausgewertet und zusammen mit dem Funktionswert
der Zielfunktion 7 als erster Eingangssatz dem Vergleichsmodul 17 zugeführt, welches
als zweiten Eingangssatz den durch das Gradientenverfahren ermittelten Satz aus dem
Vergleichsspeichermodul 11 erhält. Das Vergleichsmodul 17 vergleicht die Funktionswerte
der zwei Eingangssätze und schaltet in jedem Rechenzyklus den Eingangssatz zum Ausgang
durch, der den kleineren (größeren) Funktionswert besitzt, wenn eine Minimierung (Maximierung)
vorgesehen ist.
[0026] Bei einer Erweiterung des Systems für die Behandlung einer größeren Anzahl an Stellwerten
15 kann auch die Hinzunahme eines zweiten oder weiterer Zufallsgeneratormodule 13
in Betracht gezogen werden. Damit lässt sich der mit der Anzahl der Stellwerte 15
exponentiell wachsende Optimierungsraum stochastisch intensiver durchsuchen, und damit
die Auffindung des globalen Optimums beschleunigen.
[0027] Der Ausgang des Vergleichsmoduls 17 ist mit einem Vergleichsspeichermodul 19 verbunden,
welches in dem Zeitfenster, in dem das Gradientenverfahren läuft, den kleinsten bzw.
größten Funktionswert mit den dazugehörigen Stellwerten aus dem Vergleichsmodul 17
speichert. Konvergiert das Gradientenverfahren, wird der gespeicherte Satz an das
Speichermodul 5 und von dort an die Steuereinrichtung 21 der Kraftwerksanlage übergeben,
wobei das Speichermodul 5 dem Gradientenmodul 1 vorgeschaltet ist und dessen Startwerte
3 liefert. Gleichzeitig wird das neu gefundene Optimum, das in das in dem Gradientenmodul
1 nachgeschalteten Vergleichsspeichermodulen 9 vorliegt, an das Speichermodul 11 vor
dem Vergleichsmodul 17 weitergegeben und im nächsten Zyklus werden die Vergleichsspeichermodule
9, 19 zurückgesetzt.
[0028] Durch diesen Aufbau wird ein gefundenes Optimum so lange unverändert in der Schleife
gehalten, bis entweder aus dem stochastischen Teil ein besserer Stellwertesatz das
Ergebnis des letzten Zyklus des Gradientenverfahrens ersetzt oder durch eine Veränderung
der Umgebungswerte sich die Lage des Optimums verschoben hat.
[0029] Im Folgenden werden die einzelnen Module des Verfahrens detaillierter beschrieben.
[0030] Das Zufallsgeneratormodul 13 besitzt acht analoge Eingänge zum Angeben der oberen
(ULx
i) und unteren (LLx
i) Grenze jedes Stellwerts 15 (hier: 4). In jedem Rechenzyklus wird ein Satz aus Zufallsvariablen
x
i (i = 1, 2, 3, 4) erzeugt, die an den vier Ausgängen anliegen, wobei jede einzelne
Variable innerhalb ihres Definitionsbereiches annähernd gleichverteilt ist. Damit
soll sichergestellt werden, dass der gesamte Definitionsbereich der Variablen abgedeckt
wird, und somit die globale Optimierung erfolgreich ist.
[0031] Der Zufallsgenerator jeder einzelnen Variablen basiert auf dem linearen Kongruenzgenerator
und ist ein Pseudozufallsgenerator, da bei jedem Starten die gleiche Zufallszahlenfolge
ausgegeben wird. So wie viele Zufallsgeneratoren arbeitet auch der lineare Kongruenzgenerator
mit der Modulo-Funktion, die den Rest einer Division ausgibt. Die rekursive Bildungsvorschrift
der Zufallszahlen

und die der Zufallsvariablen

beschreiben die Gleichungen 1 und 2. In Tabelle 1 sind die Parameter aufgeführt,
die für die vier Zufallsgeneratoren im beschriebenen Baustein verwendet wurden:
Tabelle 1: Im Zufallsgeneratormodul 17 verwendete Parameter
| |
a |
b |
m |
| Variable 1 |
3,141592653589793 |
2,718281828459045 |
3 |
| Variable 2 |
3,141592653589793 |
1,526341538658045 |
2 |
| Variable 3 |
2,718281828459045 |
3,141592653589793 |
3 |
| Variable 4 |
2,718281828459045 |
2,268542658582743 |
2 |
[0032] Für die Realisierung der Modulo-Funktion wurde von dem Ergebnis der Division der
abgerundete Wert abgezogen, um den Rest zu erhalten. Das Abrunden geschieht durch
eine Fallunterscheidung nach folgender Logik:
Z0 = 0
wenn Zahl > 1 und Zahl < 2
Z1 = 1
wenn Zahl > 2 und Zahl < 3
Z2 = 2
(...)
abgerundete

[0033] Bei dieser Vorgehensweise müssen die Parameter a, b und m so gewählt werden, dass
alle möglichen Ergebnisse einem Fall in der Fallunterscheidung entsprechen, um eine
annähernd gleichverteilte Zahlenfolge zu erhalten.
[0034] Das Vergleichsmodul 17 besitzt analoge Eingangssets
f(
x)
1,
x1, und
f(
x)
2,x2 (und wahlweise
f(
x)
3,x3)) sowie einen Satz analoger Ausgänge
f(
x),
x. Der binäre Eingang

dient der Festlegung der Minimierung oder Maximierung (1 = Maximierung, 0 = Minimierung),
abhängig von der Zielfunktion. Durchgeschaltet wird jeweils (in jedem Zyklus) das
Eingangsset
f(
x)
j,xj, bei dem
f(
x)
j am größten, wenn der Binäreingang wahr (1) ist, bzw. am kleinsten, wenn der Binäreingang
unwahr (0) ist.
[0035] Der dritte Eingang ist im Normalfall ausgeblendet und nicht angeschlossen, wodurch
der Wert Null anliegt. Damit das nicht zu einer Fehlfunktion des Vergleichsmoduls
17 führt, wird intern an allen Eingängen, sofern der Wert Null anliegt, dieser durch
den kleinsten (Maximierung) bzw. größten (Minimierung) darstellbaren Wert ersetzt,
so dass die gewünschte Funktionalität der Filtration erhalten bleibt. Dies muss insbesondere
beachtet werden, wenn das gesuchte Optimum bei Null liegt, da dies folglich nicht
berücksichtigt wird.
[0036] Das Speichermodul 5, 11 besitzt ein analoges Eingangsset
f(
x) und
x, einen binären Eingang SET und ein analoges Ausgangsset
f(
x) und
x. Durch das Setzen von SET auf 1 wird der am Eingang liegende Wertesatz an den Ausgang
durchgeschaltet, bei Zurücksetzen von SET auf 0 gespeichert und liegt am Ausgang an
bis der Eingang SET wieder auf 1 gesetzt wird.
[0037] Das Vergleichsspeichermodul 9, 19 besitzt ein analoges Eingangsset
f(
x) und
x, einen binären Eingang

zur Festlegung der Optimierungsart, einen binären Eingang SET, einen binären Eingang
RS (RESET) und einen Satz analoger Ausgänge
f(
x) und
x. Solange SET und RESET unwahr sind, wird der Wertesatz
f(
x) und
x gespeichert und am Ausgang ausgegeben, der bisher den größten (Maximierung) bzw.
kleinsten (Minimierung) Funktionswert je nach Optimierungsart besitzt. Wird SET auf
1 gesetzt, wird der Eingangssatz
f(
x) und
x an den Ausgangssatz
f(
x) und
x durchgeschaltet und bei Zurücksetzen von SET auf 0 gespeichert, wie beim Speichermodul
5. Dieser Satz bleibt gespeichert, bis am Eingang ein Satz mit einem größeren bzw.
kleineren
f(x) anliegt und den vorerst durch den "SET"-Befehl gespeicherten Satz ersetzt. Der
binäre "RESET"-Eingang setzt den Speicher auf den kleinsten

bzw. größten

darstellbaren Wert. Dieser Eingang ist zur Initialisierung erforderlich und muss
beim Starten des Algorithmus einmalig mit einem Puls betätigt werden. Ohne diese Maßnahme
wäre der Initialwert des Speichers Null und würde evtl. keine neuen Werte speichern
(z. B. bei einer Maximierung mit einer Zielfunktion, bei der alle Funktionswerte negativ
sind).
[0038] Das Gradientenmodul 1 besitzt für jeden Stellwert x
i (hier: 4) drei analoge Eingänge zur Festlegung der oberen (U Lx
i) und unteren (LLx
i) Grenze sowie des Startwertes x
is. Weiterhin gibt es einen analogen Eingang
f(
x) und für jeden Stellwert x
i einen analogen Eingang

Zuletzt besitzt der Baustein weitere zwei binäre Eingänge

und RS und vier analoge Eingänge "steps", "minstep", "1/Dx" und "Zykluszeit". Über
den Eingang

wird, wie zuvor beschrieben, die Optimierungsart vorgegeben und am Eingang "Zykluszeit"
muss die Rechenzykluszeit, mit der der Optimierungsalgorithmus betrieben werden soll,
in Sekunden vorgegeben werden. Über 1/Dx wird der Abstand der Stützstellen für die
Bildung des Differenzquotienten vorgegeben und "steps" sowie "minstep" gehen in die
Schrittweitensteuerung ein, wie nachstehend beschrieben. Die Ausgänge bestehen aus
einem binären Signal "Konv", welches wahr wird, wenn das Gradientenverfahren konvergiert
ist, und zwei analogen Ausgängen x
i und x
i + Δx
i für jeden Stellwert.
[0039] Das Gradientenverfahren bildet, wie der Name schon verrät, die partiellen Ableitungen
der Zielfunktion nach den Stellwerten, um die Optimierungsrichtung zu ermitteln. Dazu
werden, ausgehend von dem Ortsvektor
xxt, der in der ersten Iteration der Startwertvektor
xs ist, Stützstellen gebildet, die jeweils in die Richtung eines Stellwertes x
i um

verschoben sind. Durch die Auswertung der Zielfunktion an den Stützstellen und Bildung
der diskretisierten partiellen Ableitungen, ergibt sich die Suchrichtung. Die normierte
Suchrichtung wird durch das Teilen des Suchrichtungsvektors (Gradient), durch den
Betrag der größten partiellen Ableitung erreicht, so dass die normierte Hauptsuchrichtungskomponente
den Betrag eins hat. Die Anfangsschrittweite wird aus dem Definitionsbereich (U Lx
i - LLx
i) der Stellwerte mit der größten partiellen Ableitung gebildet, indem dieser mit

multipliziert wird. Der neue Vektor
xt+1 ergibt sich aus dem vorherigen in Summe mit der über die Schrittweite gestreckten,
normierten Suchrichtung. Dieses Verfahren wird so oft wiederholt, bis der Wert der
Zielfunktion sich nicht stetig ändert, sondern oszilliert. Haben die nummerisch gebildeten
Gradienten dreimal in Reihe ihr Vorzeichen gewechselt, wird der Wert "steps" intern
um eins reduziert und das Verfahren läuft mit verringerter Schrittweite weiter. Das
Konvergenzkriterium ist erfüllt, wenn die Schrittweite den Wert Null erreicht hat,
oder aber sich der Wert der Zielfunktion innerhalb von vier Iterationen nicht ändert.
In dem Fall wird der Binärausgang "Konv" wahr und das Gradientenverfahren kann durch
Betätigen des "RS"-Einganges und neuen Startwerten neu gestartet werden.
[0040] Durch Einbeziehung der Grenzen jedes einzelnen Stellwertes 15 lässt sich das Optimierungsproblem
skalieren. Auf diese Art wird in erster Linie auf die Anforderung einer bestimmten
Genauigkeit der Lösung, bezogen auf den Definitionsbereich der Stellwerte 15 Rücksicht
genommen. So lässt sich über "min-step" die Größe der kleinsten Schrittweite in die
Hauptsuchrichtung kurz vor Konvergenz angeben. Diese beträgt

des Definitionsbereiches der Stellwerte 15, die in unmittelbarer Nähe des Optimums
die größte partielle Ableitung aufweist. Darüber lässt sich die geforderte Genauigkeit
der Lösung einstellen. Über den Parameter "steps" wird die Anfangsschrittweite festgelegt,
die, bezogen auf den Definitionsbereich der Stellwerte 15 mit der momentan größten
partiellen Ableitung, um "steps
1,5" größer ist als die Endschrittweite. Mit Hilfe dieser einfachen, heuristischen Schrittweitensteuerung
lässt sich die Konvergenzgeschwindigkeit deutlich beschleunigen.
[0041] Für die Einbindung der Straffunktionen sind ein binärer Eingang

zur Festlegung der Optimierungsart, zwei analoge Eingänge e und
f(
x) und ein analoger Ausgang

vorgesehen. Hierbei ist e der Fehler durch Verletzung der Restriktionen und
f(
x) der Wert der Zielfunktion 7. Aus dem Fehler wird der Strafterm p(e) gebildet und
bei einer Minimierung zur Zielfunktion 7 addiert bzw. bei einer Maximierung von der
Zielfunktion 7 abgezogen. Die Straffunktion p(e) wird durch Gleichung 3 beschrieben:

[0042] Die Restriktionen der Form

und
x)
2 > 0 werden als Verbundbausteine mit folgendem Pseudocode eingebunden:
wenn

e1 = 0
sonst
e1 = g(x)1
wenn

e2 = 0
sonst
e2 = g(x)2
e = e1 + e2
[0043] Für den selteneren Fall einer Restriktion in Form einer Gleichung

kann diese durch zwei Ungleichungen

und

beschrieben werden.
[0044] Ein Verfahren zur Anlagensteuerung in einer Kraftwerksanlage in oben genannter Ausgestaltung
genügt den Anforderungen für den integrierten Einsatz in der Prozessleittechnik und
ermöglicht es, schnell einen global optimalen Satz von Stellwerten 15 zu finden. Somit
wird ein besonders effizienter Betrieb der Kraftwerksanlage mit einem hohen Wirkungsgrad
und/oder besonders geringen Schadstoffemissionen ermöglicht.
1. Procédé de commande d'installation dans une centrale électrique, dans lequel pour
une pluralité de jeux de valeurs (15) de réglage, on produit respectivement à partir
d'un jeu de valeurs d'environnement, d'une part, et du jeu respectif de valeurs (15)
de réglage, d'autre part, une valeur de fonction affectée au jeu respectif d'une fonction
(7) cible reposant sur un modèle physique, le jeu respectif de valeurs (15) de réglage
étant sélectionné pour être acheminé à un dispositif (21) de commande de la centrale
électrique, dont la valeur de fonction associée satisfait un critère d'optimisation
donné à l'avance, le nombre de jeux de valeurs (15) de réglage, en plus d'un jeu de
début et d'un jeu, déterminé au moyen d'un procédé à gradient à partir du jeu de début
et de sa valeur de fonction associée, comprenant en outre un jeu sélectionné au moyen
d'un générateur de nombres aléatoires.
2. Procédé de commande d'installation dans une centrale électrique, dans lequel le procédé
suivant la revendication 1 est réalisé de manière répétée cycliquement à la façon
d'une boucle, le jeu sélectionné de valeurs (15) de réglage d'un cycle étant le jeu
de départ du cycle le suivant.
3. Procédé de commande d'installation suivant la revendication 1 ou 2, dans lequel on
remet le jeu sélectionné de valeurs (15) de réglage dans le dispositif (21) de commande
aux dispositifs de réglage de la centrale électrique associés respectivement aux diverses
valeurs de réglage.
4. Procédé de commande d'installation suivant l'une des revendications 1 à 3, dans lequel
la fonction (7) cible comprend une fonction de pénalisation.
5. Procédé de commande d'installation suivant l'une des revendications 1 à 4, dans lequel
on donne à l'avance, avant la détermination respective du jeu, un pas de progression
au moyen du procédé à gradient.
6. Dispositif de commande d'une centrale électrique, comprenant un module (13) générateur
de nombres aléatoires, conçu pour la détermination d'un jeu aléatoire de valeurs de
réglage, et un module (1) de gradient, conçu pour la détermination d'un jeu optimum
de valeurs de réglage, lesquels sont reliés, du côté de la sortie de données, en ayant
un module (17) de comparaison conçu pour la comparaison de jeux de valeurs de réglage,
le dispositif de commande étant conçu pour la réalisation du procédé suivant l'une
des revendications 1 à 5.
7. Centrale électrique ayant un dispositif de commande suivant la revendication 6, relié,
du côté de l'entrée de données, au dispositif (12) de commande.