[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungsmaschine gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 4.
[0002] Beispielsweise in der Getränkeindustrie ist es bekannt, zum Reinigen von Behältern,
insbesondere Flaschen aus Kunststoff oder Glas, in Verbindung mit Wasser Chemikalien,
wie Laugen oder Säuren, in beträchtlichem Ausmaß direkt an oder in den Behältern einzusetzen
und dabei gegebenenfalls auch mit Wärme zu arbeiten. Diese bekannten Verfahren erfordern
pro zu reinigendem Behälter einen erheblichen Aufwand an Wasser und Chemikalien, sowie
erheblichen Energieaufwand zur Wärmeerzeugung. Der hohe Wasserbedarf ist u.a. dadurch
bedingt, dass die Chemikalien nicht nur mit bestimmter Verdünnung zum Reinigungseinsatz
gebracht werden müssen, sondern auch rückstandsfrei wieder zu entfernen sind. Dies
resultiert in einem enormen Kostenaufwand für die Reinigung der Behälter, und kann
auch deshalb zu indirekten Zusatzkosten führen, falls aufgrund nicht vollständig rückstandsfrei
beseitigter Chemikalien Rückrufaktionen für durch Chemikalienreste kontaminierte,
in die Behälter abgefüllte Getränke erforderlich werden. In der Abfüll- und Verpackungstechnik
beispielsweise von Mehrwegflaschen aus Glas oder Kunststoff ist die eingesetzte Reinigungsmaschine
der größte Verbraucher an thermischer Energie und Chemikalien beispielsweise in Form
von Laugen. Pro zu reinigende Flasche werden beispielsweise ca. 30 kJ an thermischer
Energie und ca. 20 ml einer 2,5 %igen Lauge benötigt.
[0003] Die aus
DE 196 26 137 A bekannte Reinigungsmaschine (Fig. 4) weist stromab eines Sniffers eine Intensivreinigungsstation
auf. Im Bereich des Sniffers ist außerhalb der Reinigungsmaschine eine separate Reinigungsstation
platziert, um stark verschmutzte, und vom Sniffer detektierte Flaschen gesondert extern
mit einem anderen Reinigungsmedium als in der Intensivreinigungsstation zu reinigen.
Die ausgesonderten Flaschen werden stromab der Intensivreinigungsstation und stromauf
einer Inspektionsvorrichtung wieder eingeschleust. Der Sniffer detektiert die Flaschen
in ungereinigtem Ausgangszustand. Zumindest in der außenliegenden Reinigungsstation
werden reaktive Reinigungsmittel wie Oxidationsmittel, Säuren, EDTA, Tenside und dgl.
eingesetzt.
[0004] Aus
GB 2 058 727 A ist eine Waschmaschine für Flaschenträger bekannt, die auch für Flaschen selbst nutzbar
ist. Eine einzige Intensivreinigungsstrecke führt durch ein Reinigungsbecken mit einer
Reinigungsflüssigkeit. Der Intensivreinigungsstrecke ist eine Vorreinigungsstation
vorgeschaltet und eine Endreinigungsstation nachgeschaltet. Eine Abkürzungsstrecke
umgeht die Intensivreinigungsstation und verläuft vom Ausgang der Vorreinigungsstation
zum Eingand der Endreinigungsstation. Der Verschmutzungsgrad wird von einem Bediener
festgestellt. Die zu reinigenden Objekte werden entweder durch die Abkürzung oder
die Intensivreinigungsstrecke geführt, abhängig vom festgestellten Verschmutzungsgrad,
wobei die Waschmaschine durch Umbauen von Schienen jeweils umgerüstet wird. In der
Intensivreinigungsstrecke wird mit Chemikalien gearbeitet, beispielsweise nicht-schäumenden
Detergenzien. Alle durch die Intensivreinigungsstrecke geführten Objekte werden gleichartig
und gleich lang intensiv gereinigt.
[0005] Bei einer aus
DE 598 606 B bekannten Waschmaschine werden alle Behälter in gleicher Weise gereinigt, ehe sie
nach der Reinigung desinfiziert werden. Uns zwar durch einen stark spülen den Strahl
aus Wasser und Ozonluft in einer Entkeimungsvorrichtung, die Schleusen für die zu
desinfizierenden Gefäße aufweist.
[0006] Aus
DE 64 129 C ist eine Flaschenspülmaschine bekannt, in der mit einem Reinigungsmedium aus Sand,
Druckwasser und Heißdampf gearbeitet wird, wobei alle Flaschen unabhängig von ihrem
Verschmutzungsgrad gleichartig und gleich lang gereinigt werden.
[0007] Bei einer aus
EP 0 672 615 A bekannten Reinigungsmaschine für als Fässer ausgebildete Behälter werden an oder
hinter Behandlungsstationen Funktionen und/oder Eigenschaften der Fässer überprüft,
um Fehler verschiedener Kategorien festzustellen. Diese Kategorien umfassen umgebungsbedingte,
reinigungsmaschinenbedingte oder fassbedingte Fehler. Bei Feststellung eines fassbedingten
Fehlers wird das Fass vollständig ausgesondert. Bei Feststellung eines reinigungsmaschinenbedingten
oder umgebungsbedingten Fehlers wird das betroffene Fass ausgesondert, gegebenenfalls
separat der Fehler überprüft und beseitigt, und wieder in den Produktionsfluss eingeschleust.
[0008] Aus
EP 1 787 662 A ist eine modulare Wasch- und Sterilisiermaschine bekannt, in welcher in mehreren
Stationen verschmutzte Objekte gereinigt und schließlich desinfiziert werden, insbesondere
benutzte medizinische Instrumente. In einer Vorbehandlungsstation werden die verschmutzten
Gegenstände in einem oder mehreren Reinigungsschritten mit kaltem Wasser vorgewaschen
und/oder in einem Ultraschallbad behandelt. In wenigstens einer nachfolgenden Waschstation
wird mit heißem Wasser, gegebenenfalls mit zugesetzten Detergenzien, gewaschen, und
erfolgt dabei eine Heiß-Desinfektion mit nachfolgender Spülung und Trocknung in einer
Trockenkammer. Die Waschvorgänge erfolgen in Waschkammern, in welche die verschmutzten
Gegenstände mit Wagen transportiert werden. Die Heiß-Desinfektion erfolgt mit heißem
Wasser bei einer Temperatur von beispielsweise 90°C bis 93°C. Da die Vorbehandlung
weniger Zeitaufwand benötigt, als der Hauptwaschvorgang mit der Heiß-Desinfektion
und der Trocknung, werden mehrere parallele Hauptwaschstationen eingesetzt.
[0009] In
WO 2007/051473 A wird vorgeschlagen, Mehrweg-Glasflaschen mit einem durch ein Hochdruckmedium aufgestrahlten
Glaspulver intensiv zu reinigen. Für Kunststoffflaschen ist Glaspulver extrem abrasiv.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
sowie eine Reinigungsmaschine zum Durchführen des Verfahrens anzugeben, die zumindest
im Wesentlichen ohne Chemikalien eine zuverlässige Reinigung mit reduziertem Energieaufwand
ermöglichen. Teil der Aufgabe ist die Schaffung einer Reinigungsmaschine für Flaschen,
welche nahezu ohne Wärme und weitestgehend oder gänzlich ohne Chemikalien und damit
sehr kostengünstig betrieben werden kann.
[0012] Die gestellte Aufgabe wird verfahrensgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs
4 und mit der Reinigungsmaschine gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
[0013] In der Reinigungsmaschine läuft die intensive Reinigung so ab, dass mindestens der
gleiche Reinigungseffekt wie bei herkömmlichen Reinigungsmaschinen erzielt wird, ohne
nennenswerte thermische Energie oder/oder Chemikalien einsetzen zu müssen. In der
Vorreinigungsstation wird mit Vorweichen und Hochdruckwasserstrahlen chemikalienfrei
gearbeitet. In der Intensivreinigungsstation wird chemikalienfreies körniges Reinigungsmaterial
unter Druck verstrahlt, das entweder beim direkten Auftreffen eine intensive Reinigungswirkung
entwickelt und/oder durch nachträgliche Relativbewegung und Reibungseinflüsse Verunreinigungen
abträgt und abspült, und wird in der Desinfektionsstation ausreichende Sterilität
der intensiv gereinigten Behälter erzielt.
[0014] Besonders zweckmäßig wird zumindest in der Intensivreinigungsstation, z.B. mit Druckwasser
oder Luft als Trägermedium und von dem Trägermedium gefördertem körnigem Material
strahlgereinigt. Das körnige Material kann wiederverwendbar oder rückstandsfrei abbaubar
oder wieder aufbereitbar sein, und entwickelt für Verunreinigungen zunächst eine intensive
abrasive Reinigungswirkung, und zwar auch ohne Einsatz von Wärme.
[0015] Dabei wird verfahrensgemäß als körniges Material (einzeln oder kombiniert) Metall,
Kunststoff, Sand, Salz oder ähnliches körniges Material eingesetzt.
[0016] Da verfahrensgemäß zumindest die Reinigung der Behälter in einem für den erzielbaren
Reinigungseffekt vorrangigen Verfahrensschritt oder in zumindest einer Station der
Reinigungsmaschine zumindest weitestgehend mit chemikalienfreien Reinigungsmedien
durchgeführt wird, und dabei weder kaum thermische Energie noch Chemikalien eingesetzt
werden, lässt sich der Kostenaufwand für die Behälterreinigung erheblich reduzieren.
Da keine Chemikalien eingesetzt werden, ist das Restrisiko mit Zusatzkosten für Rückrufaktionen
erheblich vermindert.
[0017] Um die Intensivreinigung so effizient wie möglich auszuführen, ist es zweckmäßig,
wenn die Behälter abhängig vom nach der Vorreinigung besser detektierbaren Verschmutzungsniveau
über eine erste oder wenigstens eine zweite und längere Zeitdauer intensiv gereinigt
werden. Je länger die Intensivreinigung durchgeführt wird, desto zuverlässiger werden
auch hartnäckige Verunreinigungen entfernt. Dies bedeutet auch, dass jeder Behälter
nur gerade so lange wie nötig intensiv gereinigt wird.
[0018] Alternativ wird bei einer besonders zweckmäßigen Verfahrensvariante, z.B. mit in
Druckluft oder Druckwasser gefördertem, körnigem Eis gereinigt. Mit der abrasiven
Reinigungswirkung tritt ein besonders effizienter Kälteschock für die Verunreinigungen
auf, durch den Verunreinigungen verspröden und kontrahieren und somit leicht ablösbar
und entfernbar sind. Hierfür wird zweckmäßig als körniges Eis entweder Trockeneis
aus Kohlendioxid oder Wassereis (Slurry-Eis) aus chemikalienfreiem Wasser aufgestrahlt.
Das Trockeneis wird bei der Intensivreinigung vollständig rückstandsfrei in Kohlendioxid
umgewandelt, das gegebenenfalls abgesaugt wird. Das Wassereis, das bei der Intensivreinigung
schmilzt, spült abgelöste Verunreinigungen weg. Bei etwa gleichem Energiebedarf ist
der Wasserbedarf mit körnigem Eis sowie der Abwasseranfall im Vergleich zu herkömmlichen
wasserbasierten Verfahren mit Chemikalien um 90 % bis 95 % geringer. Es entstehen
ferner kein Schaden auch an empfindlichen Oberflächen, da die Eiskörner schonend einwirken,
und auch kein Staub, der gesondert entfernt werden müsste. Gegenüber einem Wasserstrahl-Hochdruckreiniger
mit einem Wasserverbrauch bis zu 500 Liter pro Stunde werden bei der Reinigung mit
Wassereis, z.B. Slurry-Eis, nur 55 Liter Wasser pro Stunde verbraucht. Der intensive
Reinigungserfolg mit beispielsweise als Pellets ausgebildeten Eiskörnern beruht auf
dem Abkühlungs- und Versprödungseffekt und dem mechanischen abrasiven Effekt. Speziell
bei Trockeneis entstehen nach der Intensivreinigung keinerlei Flüssigkeitsrückstände.
[0019] Dabei werden z.B. bei der Intensivreinigung 1,0 mm bis 5,0 mm, vorzugsweise etwa
2,0 mm große Eiskörner, vorzugsweise Pellets, mit einem Druck von etwa 3,0 bar bis
15,0 bar, vorzugsweise etwa 5,0 bar und/oder einer Geschwindigkeit von etwa 150 m/s
bis 500 m/s, vorzugsweise etwa 300 m/s, aufgestrahlt. Dies führt innerhalb relativ
kurzer Zeit zu einem intensiven Reinigungseffekt, vorzugsweise, im Innenbereich der
Behälter und im Mündungsbereich.
[0020] Bei einer zweckmäßigen Verfahrensvariante wird zur Reinigung als körniges Material
ein Nussschalengranulat mittels eines Trägermediums zur Einwirkung auf die Behälteroberfläche
gebracht, derart, dass das Nussschalengranulat eine Relativbewegung an der Behälteroberfläche
ausführt. Nussschalengranulat ist nicht nur ein kostengünstiges, "nachwachsendes"
Reinigungsmedium, sondern erbringt auch eine überraschend effiziente Reinigungswirkung.
Nussschalengranulat ist nahezu weltweit in großen Mengen und Spezifikationen erhältlich
und universell sowohl zur Reinigung von aus Glas bestehenden Behältern als auch Kunststoffbehältern,
wie PET-Flaschen, hervorragend geeignet, da es eine moderat abrasive Wirkung entfaltet.
Ferner ist Nussschalengranulat gegebenenfalls mehrfach wieder verwendbar und in jedem
Fall einfach biologisch abbaubar. Mit Nussschalengranulat lassen sich nicht nur Etiketten,
Etikettenreste und Leim von der Außenoberfläche sondern auch z.B. Standardverschmutzungen
von der Innenoberfläche der Behälter rasch und effizient entfernen. Dabei wird Nussschalengranulat
mit einer Partikelgröße von etwa 0,1 mm bis etwa 1,0 mm, vorzugsweise bis etwa 0,8
mm, zur Einwirkung auf die äußere und/oder innere Behälteroberfläche gebracht, gegebenenfalls
entweder trocken oder mit Wasser als Trägermedium.
[0021] Bei einer konkreten Verfahrensvariante wird jeder Behälter in wenigstens einem Vorreinigungsschritt
mit chemikalienfreiem Wasser benetzt und werden Verunreinigungen eine vorbestimmte
Zeitdauer vorgeweicht. Hauptsächlich äußere Verunreinigungen werden dann durch HochdruckWasserstrahlen
aus chemikalienfreiem Wasser entfernt. Dies wird vor allem an der Außenseite des Behälters,
z.B. beim Etikett oder einer Etikettenhülse durchgeführt. Nachfolgend wird der Behälter
wenigstens eine weitere, ebenfalls verschmutzungsgradabhängig vorbestimmte Zeitdauer
durch Druckstrahlen mit dem körnigen Material intensiv gereinigt, und anschließend
mit chemikalienfreiem Wasser gespült. Der Behälter ist dann bereits sauber, jedoch
wird aus Hygienegründen abschließend eine chemikalienfreie Desinfektion des Behälters,
zumindest innen und im Mündungsbereich, vorgenommen. Dann ist der Behälter, vorzugsweise
eine Mehrwegflasche, zur Befüllung bereit.
[0022] Die chemikalienfreie Desinfektion lässt sich durch Applizieren und Verbrennen von
Gas oder einer rückstandsfrei verbrennbaren Substanz vornehmen, d.h. durch eine Flammdesinfektion,
bei der geringfügig Energie zur Zündung verbraucht wird.
[0023] Alternativ kann mit Ozon effizient desinfiziert werden, das Energie-Impulsen unterworfen
werden kann, auch um zuverlässig in unschädliche Bestandteile aufgezehrt zu werden.
[0024] Besonders zweckmäßig wird mit Ozon desinfiziert, das ohne Wärmeeinsatz wirkt, und
rückstandsfrei zerfällt. Hierzu kann ein mit Ozon gespeister Applikator vorgesehen
sein, und, vorzugsweise, ein z.B. piezoelektrischer Energie-Impuls-Generator für das
Ozon. Sicherheitshalber können schließlich selbst vor der Desinfektion noch unvollständig
gereinigte Behälter durch Inspizieren detektiert und entweder ausgesondert, wieder
zur Vorreinigung oder zur Intensivreinigung zurückgefördert werden. Dadurch lässt
sich die Fehlerquote an nicht ausreichend gereinigten Behältern nahezu bis auf Null
reduzieren.
[0025] Zwischen der Vorreinigungsstation und der Intensivstation ist eine Behälter-Inspektionsvorrichtung
vorgesehen, und in einer weiteren Ausführungsform ist zwischen der Intensivreinigungsstation
und der Desinfektionsstation eine Aussonderungs- und/oder Rückführungs-Inspektionsstation
vorgesehen. Speziell die Inspektionsstation zwischen der Intensivreinigungsstation
und der Desinfektionsstation kann dazu benutzt werden, bis dahin nicht ausreichend
gereinigte Behälter auszusondern, oder wieder in die Vorreinigungsstation oder in
die Intensivreinigungsstation zurückzuführen.
[0026] Die Reinigungsmaschine kann als Rundläufer oder als Linearläufer ausgebildet sein,
z.B. abhängig von dem zur Verfügung stehenden Platz.
[0027] Im Kern besteht die Erfindung darin, bei der Behälterreinigung in einer Reinigungsmaschine
im Wesentlichen keine oder überhaupt keine Chemikalien einzusetzen, sondern mit chemikalienfreien
Reinigungsmedien zu arbeiten, die ihre Reinigungswirkung nicht auf chemischem, sondern
auf anderem z.B. physikalischem und/oder mechanischem Weg entwickeln. Dies kann z.B.
körniges Material sein, das eine abrasive Wirkung hat, wenn es unter Druck aufgestrahlt
wird. Das körnige Material löst Verunreinigungen ab, fördert die abgelösten Verunreinigungen
weg und lässt sich rückstandsfrei wieder entfernen. Ist das körnige Material Eis,
dann kommt zur abrasiven Reinigungswirkung noch eine Kälteschockwirkung hinzu, die
die Reinigung intensiviert. Alle Verfahrensschritte können im Wesentlichen ohne oder
nur mit wenig zugeführter Wärme durchgeführt werden, um schließlich ein mindestens
genauso gutes Reinigungsresultat zu erzielen wie es bisher nur mit dem Einsatz von
viel Wasser, viel Chemikalien, und viel thermischer Energie möglich war. Beim Arbeiten
mit körnigem Material im Inneren des Behälters wird das körnige Material mit Druck
injiziert, bis ein bestimmter Füllungsgrad erreicht ist. Beim Injizieren können die
Innenwände abgestrahlt werden. Nachfolgend kann bei weiterer Förderung des Behälters
die Füllung mit dem körnigen Material einen zusätzlichen reibungsbehafteten Reinigungseffekt
erzeugen, indem zwischen dem Behälter und der Füllung eine relative und gegebenenfalls
kräftige Drehbewegung erzeugt wird, die zu einer turbulenten und reinigenden Relativströmung
entlang der Innenwand des Behälters führt, bei der durch die Zentrifugalkraft auch
das körnige Material nochmals in innigen Reinigungskontakt mit den Innenwänden gebracht
wird und abgelöste Verunreinigungen bis zur Entfernung in Bewegung gehalten bleiben.
[0028] Der Erfindungsgegenstand wird anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schemadarstellung einer Reinigungsmaschine für Behälter, hier Flaschen aus Kunststoff
oder Glas,
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt der Reinigungsmaschine von Fig. 1, und
- Fig. 3 bis 5
- Schemadarstellungen zur Verdeutlichung eines Verfahrensschrittes bei der Intensivreinigung
der Behälter.
[0029] Eine in den Fig. 1 und 2 gezeigte Reinigungsmaschine W dient beispielsweise zum Reinigen
von Behältern B, die zumindest vorwiegend nach dem Mehrwegprinzip von Verbrauchern
zurückgegeben und neuerlich befüllt werden. Speziell kann es sich hierbei um Kunststoff-
oder Glasflaschen für die Getränkeindustrie handeln, für die zur Neubefüllung ein
sehr hoher Reinigungsstandard und Hygienestandard einzuhalten sind.
[0030] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Reinigungsmaschine W ist als Linearläufer ausgebildet,
könnte alternativ aber auch als Rundläufer ausgebildet sein.
[0031] In der Reinigungsmaschine W sind in Förderrichtung der Behälter B mehrere Stationen
1 bis 10 hintereinandergeschaltet. Durch alle Stationen erstreckt sich eine Förderstrecke
11 zum Stehendtransport, der parallel Hilfsförderabschnitte 29 beispielsweise zum
Hängendtransport oder Überkopftransport zugeordnet sind.
[0032] Die Station 1 ist eine Auspack- und Vorweichstation. Die Behälter B werden mittels
eines Greifers 13, 16 beispielsweise aus Transportgebinden 12 gehoben und auf die
Förderstrecke 11, z.B. ein Förderband, gestellt, derart, dass die Behältermündungen
nach oben weisen. Von einer Vorweicheinrichtung 15 mit Wassersprühdüsen 22' werden
die Behälter sowohl auf der Außenoberfläche als auch innen mit Wasser benetzt, das
Raumtemperatur haben kann und chemikalienfrei ist, um innen und/oder außen vorhandenen
Schmutz und eventuelle Etiketten oder Etikettenhülsen vorzuweichen.
[0033] Im Einlauf der Station 2, die eine Vorreinigungsstation ist, ist eine Vorweichstrecke
3 vorgesehen, der eine Wendevorrichtung 18 zugeordnet ist, die die Behälter auf der
Hilfsförderstrecke 29 auf dem Kopf stehend platziert, so dass das zum Vorweichen eingebrachte
Wasser gegebenenfalls mit gelöstem Schmutz ablaufen kann. In der Station 2 sind zumindest
oberseitig und unterseitig Hochdruck-Strahldüsen 22, gegebenenfalls beweglich, angeordnet,
die mit Hochdruck-Wasserstrahlen ("Kärchern") Schmutz, Leim und Etiketten entfernen.
Das ablaufende Wasser wird mit dem abgelösten Verunreinigungen von Sammeleinrichtungen
17 aufgefangen, einer Vorreinigungseinrichtung 23 zugeführt und dann in einer Hauptreinigungsvorrichtung
20 gereinigt und über eine Leitung 14 wieder in den Kreislauf geführt. In der Vorreinigungsvorrichtung
23 können Feststoffe und feste Verschmutzungen bei 19 abgesondert werden. In der Hauptreinigungsvorrichtung
20 kann "echtes" Abwasser bei 21 abgeführt werden.
[0034] Im Auslauf der Vorreinigungsstation 2 ist eine weitere Wendevorrichtung 18 vorgesehen,
die die Behälter B um 180° wendet und auf der Förderstrecke 11 abstellt, ehe die vorgereinigten
Behälter B in die nächste Station 4 einlaufen, die mittels einer Inspektionsvorrichtung
24 u.a. zur Verschmutzungsdifferenzierung bzw. Detektion des Verschmutzungsgrades
jedes Behälters B dient.
[0035] Die nächste Station ist eine Intensivreinigungsstation 5, in der die Behälter B mit
wenigstens einem zumindest weitestgehend chemikalienfreien Reinigungsmedium parallel
in unterschiedlich langen Intensivreinigungsstrecken 11a, 11b intensiv gereinigt werden.
Im Verlauf der Förderstrecke 11 in der Intensivreinigungsstation 5 können drei Weichen
25, 26 und 27 vorgesehen sein, die die unterschiedlich langen Intensivreinigungsstrecken
11a, 11b verknüpfen. Die Weiche 25 wird beispielsweise von der Behälter-Inspektionsvorrichtung
24 gesteuert, um einen vorbestimmten detektierten hohen Verschmutzungsgrad aufweisende,
nicht mehr zu reinigende oder fehlerhafte oder nicht mehr verwertbare Behälter auszusondern
und beispielsweise in einen Sammler 33 zu fördern. Die Behälter-Inspektionsvorrichtung
24 detektiert auch einen niedrigeren Verschmutzungsgrad der vorgereinigten, nicht
ausgesonderten Behälter B und entscheidet sich abhängig vom detektierten Verschmutzungsgrad
für eine jeweilige der unterschiedlich langen Intensivreinigungsstrecken 11a, 11b.
Die ein Stück weiter stromab platzierte Weiche 26 ist wie auch die noch weiter stromab
liegende Weiche 27 der zur hier geraden kürzeren Intensivreinigungsstrecke 11a in
der Intensivreinigungsstation 5 parallelen aber längeren zweiten Intensivreinigungsstrecke
11b zugeordnet. Zumindest die Weiche 26 kann von der Behälter-Inspektionsvorrichtung
24 gesteuert werden, um abhängig vom detektierten Verschmutzungsgrad, der niedriger
ist als der zum Aussondern detektierte Verschmutzungsgrad, die Behälter B jeweils
individuell über die längere Intensivreinigungsstrecke 11b oder die kürzere Intensivreinigungsstrecke
11a zu fördern. Zwischen den Weichen 26, 27 können die einander folgende geförderten
Behälter B beabstandet werden, so dass aus der zweiten Intensivreinigungsstrecke 11b
wieder zurückkehrende Behälter problemlos in die erste Intensivreinigungsstrecke 11a
einschleusbar sind. Die unterschiedlich langen Intensivreinigungsstrecken 11a, 11b
könnten alternativ erst am Ende der Intensivreinigungsstation wieder zusammengeführt
werden.
[0036] In der Station 5 ist eine Strahlanlage A angeordnet, die beispielsweise körniges
Material R verarbeitet, das z.B. direkt oder durch ein Trägermedium wie Luft oder
Wasser mit hohem Druck und hoher Geschwindigkeit zumindest abrasiv auf die Behälter
B zur Einwirkung gebracht wird, vorzugsweise im Inneren und im Mündungsbereich der
Behälter. Die Hochdruck-Strahlanlage A wird näher anhand der Fig. 2 erläutert. Stromab
der Strahlanlage A können Einrichtungen 28 vorgesehen sein, um die Behälter in eine
Rotationsbewegung zu versetzen, während sie gefördert werden. Die so erzeugte Relativbewegung
zwischen der Füllung des Reinigungsmediums und dem Behälter dient der weiteren Reinigung.
[0037] Die beispielsweise stromab der Strahlanlage A vorgesehenen Einrichtungen 28 können
additiv mit Einrichtungen 28' kombiniert werden, die die Behälter in eine Schüttelbewegung
versetzen, oder können alternativ durch die Einrichtungen 28' ersetzt sein, die die
mit zumindest einer Teilbefüllung entweder nur trockenen körnigen Materials R oder
in einem Gemisch mit einem Trägermedium wie Wasser zur Innenreinigung in eine Schüttelbewegung
versetzen. Das Schütteln der Behälter zur Innenreinigung ist besonders bei Verwendung
von Nussschalengranulat als das körnige Material R zweckmäßig.
[0038] Die Station 6 enthält eine weitere Wendevorrichtung 18, in der die stehend angeförderten
Behälter B in eine Überkopflage gebracht werden, um sie zu entleeren. Die nachfolgende
Station 7 ist eine Spülstation, in der die überkopfstehenden Behälter mit Wasser bzw.
Hochdruckwasser abschließend innen und außen gespült werden. Den Stationen 6, 7 ist
wie der Station 2 eine Vorreinigungsvorrichtung 23 und eine Hauptreinigungsvorrichtung
20 für aufgefangenes Wasser und gegebenenfalls körniges Material R oder geschmolzenes
Eis nachgeschaltet, die gereinigtes Wasser, hier der Strahlanlage A, zuführt und in
Sammeleinrichtungen 17 aufgefangenes Wasser von Verunreinigungen trennt.
[0039] Die Station 8 enthält eine weitere Aussonderungs- und Rückführungs-Inspektionsvorrichtung
24' zum automatischen Detektieren einer eventuellen Restverschmutzung, wobei eine
nicht gezeigte Aussonderungsstation und/oder Rückführvorrichtung von der Aussonderungs-
und Rückführungs-Inspektionsvorrichtung 24' steuerbar ist, um nicht ausreichend gereinigte
Behälter B auszusondern oder in die Vorreinigungsstation 2 oder in die Intensivreinigungsstation
5 zurückzuführen.
[0040] Die Desinfektionsstation 9, beispielsweise zur Flammdesinfektion der z.B. überkopf
geförderten Behälter B, enthält Düsen 30, die aus einem Reservoir 31 mit einem Gas
wie z.B. Ozon oder einer rückstandsfrei verbrennbaren Substanz gespeist werden, um
die Behälter zu füllen, ehe eine Zündeinrichtung 32 eine Verbrennung initiiert, um
mit den entstehenden Flammen die Desinfektion der Behälter durchzuführen, vor allem
innen und im Mündungsbereich auch außen.
[0041] Zweckmäßig wird in der Desinfektionsstation 9 mit Ozon gearbeitet, das, vorzugsweise,
durch wenigstens einen Energieimpuls, z.B. auf piezoelektrischem Weg, beaufschlagt
werden kann, um nachhaltig zu desinfizieren, und sich dabei rückstandsfrei aufzehrt
(z.B. in Sauerstoff und freie Radikale zerfällt).
[0042] An die Desinfektionsstation 9 schließt sich in der Station 10 eine weitere Wendevorrichtung
18 an, die die Behälter B aus der Überkopflage wieder zum Stehendtransport auf die
Förderstrecke 11 überführt.
[0043] Fig. 2 verdeutlicht schematisch die Stationen 4 und 5 der Reinigungsmaschine W von
Fig. 1. Bei dieser Ausführungsform der Reinigungsmaschine W ist die Station 5 mit
den hier zwei (oder mehreren) unterschiedlich langen Intensivreinigungsstrecken 11a,
11b für eine Intensivreinigung unter Verwendung eines körnigen Materials R konzipiert.
Dieses körnige Material R sollte eine bestimmte Korngröße haben, rückstandsfrei zugesetzt
werden können, oder sich sogar bei der Intensivreinigung rückstandsfrei aufbrauchen,
z.B. als Slurry-Eis vollständig zu Wasser schmelzen, keinen Staub erzeugen, und die
Oberfläche, speziell im Mündungsbereich oder im Inneren der Behälter nicht verletzen,
jedoch z.B. vorgeweichte, Verunreinigungen zumindest mit Aufprallenergie und/oder
durch eine abrasive Einwirkung vollständig ablösen.
[0044] Das körnige Material R kann aus Metall, Kunststoff, Sand, Salz oder dgl. bestehen,
wobei Salz den Vorteil bietet, sich zumindest in Kontakt mit etwas Wasser allmählich
aufzulösen. Alternativ ist das körnige Material R in Fig. 2 Eis, und zwar entweder
Trockeneis aus Kohlendioxid oder Wassereis (Slurry-Eis) aus chemikalienfreiem Wasser,
beispielsweise in Pelletform mit einer bestimmten Korngröße.
[0045] Die Eiskörner werden zweckmäßig direkt oder mit einem Trägermedium unter Druck gefördert
und appliziert. Das Trägermedium M ist entweder Druckluft oder Druckwasser. Die Eisstrahl-Technik
vereinigt mehrere Vorteile. Die etwa 2,0 mm großen Eiskörner oder Partikel werden,
z.B. mit Druckluft, bei einem Druck von etwa 5 bar auf die zu reinigende Oberfläche
aufgebracht bzw. in die Behälter injiziert. Die Eiskörner reinigen dabei durch ihre
Aufprallenergie und Abrasion auf mechanischem Weg. Sie schmelzen allmählich und spülen
abgelöste Verschmutzungen von der Oberfläche ab. Trockeneis aus Kohlendioxid verdunstet
rückstandsfrei. Die Eisstrahl-Technik kann mit Wassereis (Slurry-Eis) sogar in geschlossenen
Räumen eingesetzt werden. Bei Trockeneis empfiehlt sich die Absaugung des entstehenden
Kohlendioxids. Selbst empfindliche Oberflächen werden durch die relativ weichen Eiskörner
bei der Intensivreinigung nicht beschädigt. Es entsteht deshalb auch kein Staub, der
gesondert entfernt werden müsste.
[0046] Wie bereits erwähnt, sind in der Intensivreinigungsstation 5 Rotiervorrichtungen
28 vorgesehen, um die mit dem Reinigungsmedium (körniges Material R und Trägermedium
M, wie Luft oder Wasser) zumindest teilgefüllten Behälter entweder in einer Drehrichtung
oder in wechselnden Drehrichtungen zu rotieren, während sie weitergefördert werden,
so dass zwischen der Reinigungsmedium-Füllung in jedem Behälter und der Behälterinnenwand
eine relative Drehbewegung entsteht, bei der angelöste oder weitgehend gelöste Verschmutzungen
endgültig abgespült und in Bewegung gehalten werden, und bei der vor allem das körnige
Material R die Innenwand weiterhin abrasiv beaufschlagt und zusammen mit dem Trägermaterial
spült, wobei das körnige Material durch Zentrifugalkraft nach außen und in den Kontakt
mit der Innenwand gebracht wird. Somit kommt das körnige Material zweifach zur Wirkung,
zunächst beim Druckstrahlen aus der Strahlpistole 40, und danach bei der Rotationsbewegung.
[0047] Im Fall von Eis als körniges Material R (Trockeneis oder Wassereis) hat das körnige
Material ebenfalls mindestens zwei Reinigungseffekte. Neben der abrasiven Wirkung,
d.h. aufgrund der Aufprallenergie beim Abstrahlen der Innenwand des Behälters B bzw.
beim Injizieren in den Behälter, ziehen sich getroffene Verunreinigungen, falls sie
nicht sofort aufgebrochen und abgelöst worden sind, durch die starke Unterkühlung
(im Fall von Trockeneis aus Kohlendioxid beispielsweise -79°C) zusammen und verspröden.
Durch entstehende Thermospannungen und unter dem Einfluss der Aufprall- oder Bewegungsenergie
der Eiskörner lösen sich dann diese Verschmutzungen leicht von der Oberfläche. Zumindest
die nachfolgend auftreffenden Eiskörner tragen diese schon teilgelösten Verunreinigungen
vollständig ab. Im Fall von Trockeneis löst sich dieses nach dem Auftreffen vollständig
in Gas auf, das in die Atmosphäre zurückgeht, aus der es ursprünglich gewonnen wurde.
Bei Trockeneis gibt es praktisch keine Flüssigkeitsrückstände, so dass der abrasive
Reinigungseffekt beim Abstrahlen, gegebenenfalls mit mehreren Bewegungszyklen der
Strahldüsen 41 bzw. Strahlpistole 40 bis zum Grund des Behälters, sehr effizient ist.
Es könnte gegebenenfalls auch zusätzlich Wasser eingesetzt werden. Im Fall von Körnern
aus Wassereis, direkt aufgestrahlt oder mit Druckluft oder Druckwasser, schmilzt dieses
allmählich, wodurch abgelöste Verunreinigungen effizient weggespült und in einer Zirkulationsbewegung
im Behälter gehalten werden, und sich nicht nochmals absetzen.
[0048] Der Station 5 in Fig. 2, die die Intensivreinigungsstation der Reinigungsmaschine
W beispielsweise von Fig. 1 repräsentiert, weist einen Vorratsbehälter 34 für körniges
Material R, insbesondere Eispellets wie Slurry-Eis, auf oder ist an einen solchen
angeschlossen. Der Vorratsbehälter 34 kann isoliert und/oder gekühlt sein. Vom Vorratsbehälter
34 erstreckt sich eine Zufuhr über eine Dosiervorrichtung 35 zu einer Mischvorrichtung
37, an die auch eine Zufuhr 38 für das Trägermedium M, hier Wasser beispielsweise
aus der Station 6, 7 oder chemikalienfreies Reinwasser angeschlossen ist. In dieser
Zufuhr 38 kann eine Druck- und/oder Mengenregeleinrichtung 39 oder dgl. enthalten
sein. Im Fall von Trockeneis aus Kohlendioxid oder Slurry-Eis kann der Mischvorrichtung
37 Druckluft, beispielsweise von einem Kompressor, über eine Druckregel- und Mengeneinstellvorrichtung
zugeführt werden.
[0049] Um sicherzustellen, dass bei der Intensivreinigung keine zusätzlichen Keime eingetragen
werden, kann eine Desinfektionsvorrichtung 36 zumindest für das körnige Material R
vorgesehen sein.
[0050] Von der Mischvorrichtung 37 wird zumindest eine Strahlpistole 40 gespeist, die, vorzugsweise,
spezielle Hochleistungsdüsen 41 besitzt, und, gegebenenfalls, in Richtung der Pfeile
in Fig. 2 relativ zur Förderstrecke 11, 11a linear und/oder rotatorisch verstellbar
ist.
[0051] Da zumindest zwei unterschiedlich lange Intensivreinigungsstrecken 11a, 11b und die
Weichen 27 vorgesehen sind, ist stromab der Strahlpistole 40 (zweckmäßigerweise einer
Gruppe Strahlpistolen) eine Vereinzelungsvorrichtung 42 vorgesehen, um die aufeinanderfolgend
entlang der Förderstrecke 11 transportierten Behälter B zu beabstanden.
[0052] Beispielsweise fallen in Fig. 2 die Eiskörner aus dem Vorratsbehälter 34 über die
Dosiervorrichtung 35 in einen Ausgangskrümmer der Strahlpistole 40, die mit Druckluft
gespeist wird und einen relativ schonenden Ansaugdruck für die Eiskörner erzeugt.
Durch die Druckluft werden die Eiskörner auf etwa 300 m/s beschleunigt. Durch die
exakt berechneten Hochleistungs-Strahldüsen 41 wird nun das Reinigungsmedium aus den
Eiskörnern (Pellets) und der Druckluft auf die zu reinigende Oberfläche, z.B. die
Innenoberfläche und den Mündungsbereich, des Behälters gestrahlt. Dabei kann mit einem
Druck von etwa 5 bar gearbeitet werden. Die vorerwähnten Korngrößen, der Druckbereich
und die Geschwindigkeit können natürlich in einem breiten Bereich variiert werden.
[0053] Falls das körnige Material Metall, Kunststoff, Sand, Salz oder dgl. ist, kann als
Trägermedium ebenfalls entweder Druckluft oder Druckwasser verwendet werden. Der Verwendung
von Eis, insbesondere Slurry-Eis, als das körnige Material wird der Vorzug gegeben,
weil es für die Behälter wenig aggressiv wirkt und entweder verdunstet oder zu Wasser
schmilzt. Bei anderen körnigen Materialien muss das jeweils eingesetzte körnige Material,
das überschüssig ist oder gebraucht anfällt z.B. über die Sammeleinrichtungen 17 (Tröge
oder dgl.) gesammelt und bei der Wiederaufbereitung des Wassers zuvor ausgesondert
und gesondert wieder aufbereitet werden. Salz lässt sich hingegen in gelöster Form
bei der Aufbereitung des Wassers durch Entsalzen beseitigen und entweder entsorgen
oder wiederverwenden.
[0054] Als das körnige Material R kann zweckmäßig ein Nussschalengranulat, beispielsweise
mit einer Partikelgröße von etwa 0,1 mm bis 1,0 mm, vorzugsweise bis etwa 0,8 mm,
zur Innen- und/oder Außenreinigung der Behälter in der Intensivreinigungsstation verwendet
werden. Nussschalengranulat ist ein kostengünstiges Reinigungsmaterial, das biologisch
abbaubar und gegebenenfalls einfach recycelbar ist und praktisch weltweit in nahezu
unbegrenzten Mengen als nachwachsender Rohstoff zur Verfügung steht, und beispielsweise
ein Abfallprodukt von Produktionsverfahren ist, bei denen Nusskerne verarbeitet werden.
Das Nussschalengranulat kann bei der Intensivreinigung trocken oder beispielsweise
mit Wasser als Trägermedium aufgestrahlt und/oder eingefüllt werden. Zur Innenreinigung
mit Nussschalengranulat kann der Behälter geschüttelt und/oder rotiert werden, wodurch
z.B. Standardverschmutzungen rasch abgelöst und einfach abgeführt werden. Bei der
Außenreinigung hat sich Nussschalengranulat als besonders effizient zur Beseitigung
von Etiketten, Etikettenresten und Leim bzw. Leimresten erwiesen.
[0055] In der Station 5 könnten mehrere Unterstationen jeweils mit Strahlpistolen 40 bzw.
Strahldüsen 41 zum Einsatz gebracht werden, wobei, zweckmäßig, die Behälter zwischen
diesen Unterstationen gewendet werden könnten, um jeweils ihres Inhalts aus Reinigungsmedium
und Verschmutzungen entledigt zu werden. Zweckmäßig gibt es eine bestimmte Verweildauer
in der Station 5, innerhalb derer das Reinigungsmedium zumindest im Inneren der Behälter
agitiert wirkt. Nachdem die Behälter die Station 5 verlassen, werden sie (Fig. 1)
durch die Wendevorrichtung 18 in der Station 6 gewendet, so dass ihr Inhalt abfließt
(der gesammelt und gegebenenfalls unter Absonderung nicht mehr verwendbarer Teilsubstanzen
wiederaufbereitet wird), ehe die Behälter in der Station 7 mit chemikalienfreiem Wasser
gespült werden.
[0056] Die Fig. 3 bis 5 verdeutlichen schematisch den Ablauf bei der Intensivreinigung eines
Behälters B beispielsweise in der Station 5 in den Fig. 2 und 1.
[0057] Der leere, mit dem Mündungsbereich nach oben weisend auf der Intensivreinigungsstrecke
11a stehende Behälter B wird in Fig. 3 aus den Strahldüsen 41 mit Druckstrahlen 43
beaufschlagt, die aus dem körnigen Material R und gegebenenfalls dem Trägermedium
M generiert werden, z.B. aus mit Druckluft geförderten Trockeneis- oder Wassereis-Pellets.
Die Strahlpistole 40 ist mit den untenliegenden Strahldüsen 41 beispielsweise in dem
Behälter B eingeführt, um vom Behälterinnenboden allmählich nach oben die Innenwand
abzustrahlen. Dabei können die Strahldüsen 41 in Richtung der gezeigten Pfeile auf-
und abbewegt werden, und/oder rotiert werden. Gegebenenfalls sind an der Strahlpistole
40 auch Strahldüsen 41 zum Reinigen des außenliegenden Mündungsbereiches vorgesehen.
Ferner können über die Länge der Strahlpistole 40 mehrere Strahldüsen 41 vorgesehen
sein.
[0058] Bei einer alternativen Ausführungsform ist die Strahlpistole 40/Strahldüse 41 im
Wesentlichen stationär so platziert, dass sie das Reinigungsmedium nur in den Behälter
B injiziert, wobei z.B. der Behälter entweder kurzzeitig angehalten werden kann, oder
sich die Strahlpistole kurzzeitig mit dem Behälter mitbewegen kann, oder die Injektion
nur über die Zeitdauer erfolgt, während welcher der Behälter B die Strahldüse 41 passiert.
[0059] In beiden Fällen ist gemäß Fig. 4 dann in dem Behälter eine Füllung oder Teilfüllung
aus dem körnigen Material R und dem Trägermedium M enthalten, wenn sich der Behälter
B aus dem Bereich der Strahlpistole 40 weiterbewegt. Nun wird der Behälter B durch
die Rotiervorrichtungen 28 in eine Drehung beispielsweise um seine Hochachse versetzt,
so dass zur weiteren Reinigung zwischen der Füllung mit Flüssigkeitsreibung zum Behälter
und dessen Innenwand eine Relativbewegung entsteht, bei der angelöste oder gelöste
Verunreinigungen endgültig abgelöst und mitgenommen und in Bewegung gehalten werden,
und beispielsweise durch Fliehkräfte oder die Strömungsdynamik das körnige Material
R weiterhin gegen die Innenoberfläche gedrückt wird, und mit auch mechanischer Reibung
jegliche Verunreinigungsreste ablöst, die dann in der Füllung aus dem körnigen Material
R und dem Trägermedium M in Bewegung gehalten werden, und sich nicht mehr absetzen.
Dabei wird eine vorbestimmte Verweildauer für diese Intensivreinigung in der Intensivreinigungsstrecke
11a eingehalten, die sich beispielsweise individuell nach dem durch die Behälter-Inspektionsvorrichtung
24 detektierten Verschmutzungsgrad richten kann. Bei höherem Verschmutzungsgrad werden
die betroffenen Behälter in der längeren Intensivreinigungsstrecke 11b länger behandelt.
Anschließend wird der in Fig. 5 gezeigte Behälter durch die Wendevorrichtung 18 gewendet,
so dass die Füllung aus dem körnigen Material R, dem Trägermedium M und den abgelösten
Verschmutzungen abfließen kann, wobei eine gewisse Zeitdauer zugestanden wird, so
dass die Behälter gut abtropfen, ehe sie in der Station 7 mit Wasser intensiv gespült
werden.
[0060] In Fig. 4 kann alternativ oder additiv zu den Einrichtungen 28 zum Rotieren der Behälter
wenigstens eine Einrichtung 28' zum Schütteln der Behälter vorgesehen sein, um diese
an der Innenoberfläche bei der Innenreinigung der abrasiven Wirkung des körnigen Materials
R auszusetzen. Das Schütteln, mit oder ohne gleichzeitige Rotation, ist besonders
zweckmäßig bei Verwendung von Nussschalengranulat als das körnige Material R.
[0061] In der Desinfektionsstation 9 wird Gas oder eine andere rückstandsfrei verbrennbare
Substanz in den Behälter B injiziert und z.B. gezündet, und wird die nach der Zündung
entstehende Flamme auch gezielt auf die Außenseite des Mündungsbereiches des Behälters
gerichtet, um auch diesen Bereich zu desinfizieren. Vorzugsweise wird mit Ozon, und
gegebenenfalls piezoelektrisch erzeugten Energieimpulsen eines Generators gearbeitet.
[0062] Der weitgehend chemikalienfrei und ohne nennenswerten Einsatz von Wärmeenergie durchgeführte
Verfahrensablauf mit Slurry-Eis, die Aussonderung zur stark verschmutzter oder nicht
mehr brauchbarer Behälter B schon vor der Intensivreinigung, zumindest eine Strafrunde
stärker verschmutzter Behälter, und die Desinfektion mit Ozon werden aus mehreren
Gründen als besonders zweckmäßig und kostengünstig angesehen. Durch die automatische
Inspektion und Aussonderung vor der Intensivreinigung wird ein vorbestimmter zulässiger
Verschmutzungsgrad begrenzt, der bewusst auf die Reinigungsfähigkeit des körnigen
Materials R, z.B. Slurry-Eis, abgestimmt werden kann. Kaum oder wenige verschmutzte
Behälter B werden dann zügig gereinigt. Stärker verschmutzte Behälter B, gegebenenfalls
bis zum vorbestimmten Verschmutzungsgrad, werden parallel länger oder gereinigt, gegebenenfalls
unter erneuter Applikation des körnigen Materials, wobei entlang der Intensivreinigungsstrecke
durchaus mehrfach körniges Material appliziert werden könnte. Im Fall von Slurry-Eis
oder Wassereis schmilzt dieses zu Wasser, das durch Wenden der Behälter mit den Verschmutzungen
nur durch Schwerkraft entfernt und/oder mit Reinwasser rückstandsfrei ausgespült wird.
Durch die ablaufbedingte Verweildauer bis zur Desinfektion sind die intensiv gereinigten
Oberflächen wenn überhaupt nur noch geringfügig benetzt, so dass das Ozon seine Desinfektionswirkung
sehr effizient ausspielen kann, gegebenenfalls unterstützt durch Energieimpulse, die
einfach auf piezoelektrischem Wege (oder auf andere Weise) im Ozon einwirken, das
rückstandsfrei in Sauerstoff und freie Radikale aufgezehrt wird. Insgesamt wird somit
eine immense Kostenersparnis erzielt, im Vergleich mit konventionellen Verfahren,
vor allem da keine Chemikalien, kaum von außen oder in Reinigungsmedien eingebrachte
thermische Energie, sehr viel weniger Wasser eingesetzt und die Behälter B parallel
aber nur jeweils so stark oder so lange wie gerade nötig intensiv gereinigt werden.
[0063] Die vor allem bei der ersten Behälter-Inspektionsvorrichtung 24 als zu stark verschmutzt
und nicht mehr reinigbar ausgesonderten Behälter müssen nicht notwendigerweise verworfen
werden, sondern können zur weiteren Kosteneinsparung gesammelt und auf andere, z.B.
aggressivere Weise separat gereinigt oder speziell vorgereinigt und dann zu einem
neuen Versuch wieder in das Verfahren eingeschleust werden. Denn es kann sich hierbei
durchaus um einen nennenswerten Anteil aller zu reinigenden Behälter handeln, der
bewusst zunächst ausgesondert wird, um den vorbestimmten und auf das Verfahren und/oder
die Reinigungsfähigkeit des körnigen Materials R, insbesondere Slurry-Eis, abgestimmten
Verschmutzungsgrad zu begrenzen.
[0064] Ein wichtiger Aspekt besteht darin, bei der Intensivreinigung einen z.B. auf die
Verfahrenseffizienz oder die Reinigungswirkung des körnigen Materials bewusst begrenzten
Verschmutzungsgrad herzustellen, indem als ungeeignet detektierte Behälter ausgesondert
werden. Dies wird zweckmäßig nach der Vorreinigung durchgeführt, um höhere Detektionsgenauigkeit
zu erzielen.
[0065] Es kann auch zweckmäßig sein, zwischen der Intensivreinigungsstation und der Desinfektionsstation
eine Spülstation anzuordnen, in der die Behälter mit chemikalienfreiem Wasser, gegebenenfalls
sicherheitshalber ausgespült oder abgespült werden.
1. Reinigungsmaschine (W) für Behälter (B), insbesondere Flaschen aus Glas oder Kunststoff,
mit mehreren entlang wenigstens einer Behälter-Handlings- und -Förderstrecke (11,
29) in Förderrichtung der Behälter (B) hintereinander geschalteten Stationen (1 bis
9), in denen durch die Reinigungsmaschine (W) geförderte Behälter (B) in einer auf
eine stromab einer Auspack- und Vorweichstation angeordneten Vorreinigungsstation
(2) mit einer Hochdruck-Wasserstrahl- und Vorweich-Vorreinigungsstrecke (V) folgenden
Intensivreinigungsstation (5) mit wenigstens einer Intensivreinigungsstrecke (11a,
11b) mit wenigstens einem Reinigungsmedium intensiv gereinigt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass in der Intensivreinigungsstation (5) mindestens zwei unterschiedlich lange, mit einem
chemikalienfreies körniges Material (R) und ein chemikalienfreies, unter Druck gesetztes
Trägermedium (M) enthaltenden Reinigungsmedium betriebene, parallele Intensivreinigungsstrecken
(11a, 11b) vorgesehen sind, denen jeweils zumindest in einem Anfangsbereich eine Druck-Strahlanlage
(A) für das Reinigungsmedium zugeordnet ist, dass zwischen der Vorreinigungsstation
(2) und der Intensivreinigungsstation (5) eine Behälter-Inspektionsstation (4) mit
einer Inspektionsvorrichtung (24) zum Detektieren der Verschmutzungsgrade der Behälter
(B), zur Verschmutzungsdifferenzierung und zum wahlweisen Beschicken der unterschiedlich
langen Intensivreinigungsstrecken (11a, 11b) mit Behältern (B) abhängig von für die
Intensivreinigungsstation (5) als zulässig detektierten Verschmutzungsgraden vorgesehen
ist, dass die Intensivreinigungsstrecken (11a, 11b) über von der Inspektionsvorrichtung
(24) gesteuerte Weichen (26, 27) verknüpft sind, dass der Intensivreinigungsstation
(5) wenigstens eine Behälter-Desinfektionsstation (9) nachgeschaltet ist, und dass
die Behälter-Inspektionsvorrichtung (24) zusätzlich ausgebildet ist zum Detektieren
gegenüber den zur Reinigung in den unterschiedlich langen Intensivreinigungsstrecken
(11a, 11b) zulässig detektierten Verschmutzungsgraden zu stark verschmutzter und/oder
nicht mehr brauchbarer Behälter und Aussondern dieser Behälter über eine ebenfalls
von der Inspektionsvorrichtung (24) gesteuerte Weiche (25) und zum Beispiel einem
Sammler (33) vor der Intensivreinigungsstation (5).
2. Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Vorreinigungsstation (2) und die Intensivreinigungsstation (5) Sammeleinrichtungen
(17) für das körnige Material (R) und gegebenenfalls das Trägermedium (M) aufweisen,
die an Reinigungs- oder Wiederaufbereitungseinrichtungen (20, 23) angeschlossen sind.
3. Reinigungsmaschine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmaschine (W) als Rundläufer oder Linearläufer ausgebildet ist.
4. Verfahren zum Reinigen von Behältern (B), insbesondere Flaschen aus Glas oder Kunststoff,
in einer Reinigungsmaschine (W) gemäß Anspruch 1, in der in mehreren, eine Vorreinigungsstation
(2) und wenigstens eine in Förderrichtung der Behälter (B) hinter die Vorreinigungsstation
(2) geschalteten Intensivreinigungsstation (5) umfassenden Stationen (1 bis 9) und
mit mehreren Verfahrensschritten mindestens ein Reinigungsmedium auf die durch die
Reinigungsmaschine (W) geförderten Behälter (B) zur Einwirkung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (B) in der Vorreinigungsstation (2) einem Vorreinigungsschritt unterzogen
werden, dass zwischen der Vorreinigungsstation (2) und der wenigstens einen für den
endgültigen Reinigungseffekt vorrangigen Intensivreinigungsstation (5) vor wenigstens
einem Intensivreinigungs-Verfahrensschritt mit einem chemikalienfreies körniges Material
(R) und unter Druck gesetztes chemikalienfreies Trägermedium (M) für das körnige Material
(R) enthaltenden Reinigungsmedium Verschmutzungsgrade der Behälter (B) nach dem Vorreinigungsschritt
detektiert werden und zwischen den Verschmutzungsgraden differenziert wird, so dass
die Behälter (B) abhängig von für den Intensivreinigungs-Verfahrensschritt zulässig
detektierten Verschmutzungsgraden und im Hinblick auf den endgültigen Reinigungseffekt
ausgewählt entweder über eine erste kürzere oder wenigstens eine zweite und längere
Zeitdauer mit dem Reinigungsmedium intensiv gereinigt werden, dass die gereinigten
Behälter (B) abschließend mit chemikalienfreiem Wasser gespült und chemikalienfrei
desinfiziert werden, und dass zu stark verschmutzt und/oder nicht mehr brauchbar detektierte
Behälter vor der Intensivreinigungsstation (5) von der Inspektionsvorrichtung (24)
in zum Beispiel einen Sammler (33) ausgesondert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (B) mit wenigstens einem körnigen Material (R) aus folgender Gruppe
intensiv gereinigt werden: Metall, Kunststoff, Sand, Salz, Trockeneis aus Kohlendioxid
oder Wassereis wie Slurry-Eis, oder Nussschalengranulat.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (B) durch Applizieren von Ozon, vorzugsweise mit sich durch wenigstens
einen eingebrachten Energieimpuls aufzehrendes Ozon, vorzugsweise mit einem piezoelektrisch
im Ozon erzeugten Energieimpuls, oder durch Applizieren und Verbrennen von Gas oder
einer rückstandsfrei brennbaren Substanz, vorzugsweise zumindest innenseitig und in
einem Mündungsbereich, desinfiziert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass unvollständig gereinigte Behälter (B) vor dem Desinfizieren durch eine automatische
Inspektion detektiert und entweder ausgesondert oder zur Vorreinigung oder zur Intensivreinigung
zurückgeführt werden.
1. Cleaning machine (W) for containers (B), in particular bottles from glass or plastics,
comprising several stations (1 - 9) arranged behind each other along at least one
container-handling- and conveying route (11, 29) in conveying direction of the containers,
in which stations containers (B) conveyed through the cleaning machine (W) can be
cleaned in a pre-cleaning station (2) arranged downstream of an unpacking- and pre-soaking-
station having a high-pressure-waterjet- and pre-soaking-pre-cleaning course (V) and
can be cleaned intensively in a subsequently arranged intensive cleaning station (5)
having at least one intensive cleaning course (11a, 11b) by use of at least one cleaning
medium, characterized in that at least two parallel intensive cleaning courses (11a, 11b) of different lengths
are arranged in the intensive cleaning station (5), operated with granular material
(R) free of chemicals and a pressurized carrier medium (M) free of chemicals contained
in the cleaning medium, that a pressure-jet system (A) for the cleaning medium is
respectively allocated to a starting region of each of the intensive cleaning courses
(11a, 11b), that a container-inspection-station (4) having an inspection device (24)
for detecting the contamination degrees of the containers (B), for differentiating
between contaminations and for selectively supplying the intensive cleaning courses
(11a, 11b) of different lengths with containers (B) depending from contamination degrees
detected as allowable for the intensive cleaning station (5) is arranged between the
pre-cleaning station (2) and the intensive cleaning station (5), that the intensive
cleaning courses (11a, 11b) are interlinked by switches (26, 27) controlled by the
inspection device (24), that at least one container-disinfection station (9) is arranged
behind the intensive cleaning station (5), and that the container-inspection device
(24) is additionally adapted for detecting too strongly contaminated and/or no more
usable containers and sorting-out these containers upstream of the intensive cleaning
station (5) via a switch (25) also controlled by the inspection device (24) and for
example to a collector (33).
2. Cleaning machine according to claim 1, characterized in that at least the pre-cleaning station (2) and the intensive cleaning station (5) comprise
collecting devices (17) for the granular material (R) and optionally the carrier medium
(M), the collecting devices (17) being connected with cleaning- or recycling-assemblies
(20, 23).
3. Cleaning machine according to at least one of the preceding claims, characterized in that the cleaning machine (W) is a circular runner or a linear runner.
4. Method for cleaning containers (B), in particular bottles from glass or plastics,
in a cleaning machine (W) according to claim 1, in which cleaning machine (W) in several
method steps at least one cleaning medium (M) is applied to act on the containers
(B) conveyed in the cleaning machine (W) through several stations (1 - 9) comprising
a pre-cleaning station (2) and at least one intensive cleaning station (5) arranged
downstream of the pre-cleaning station (2), characterized in that the containers (B) are subjected to a pre-cleaning step in the pre-cleaning station
(2), that between the pre-cleaning station (2) and the at least one intensive cleaning
station (5) being preferential for the final cleaning effect contamination degrees
of the containers (B) are detected after the pre-cleaning step and that it is differentiated
between the contamination degrees and prior to at least one intensive cleaning-method
step by the cleaning medium containing granular material (R) free of chemicals and
a pressurized carrier medium (M) free of chemicals for the granular material, such
that the containers (B) are cleaned either for a first shorter or at least one second
and longer time period intensively with the cleaning medium depending from contamination
degrees detected as allowable for the intensive cleaning-method step and in view of
the final cleaning effect, that the cleaned containers (B) finally are rinsed with
water free of chemicals and are disinfected free of chemicals, and that containers
(B) detected to be too strongly contaminated and/or no more usable are sorted out
by the inspection device (24) upstream of the intensive cleaning station (5) into
e.g. a collector (33).
5. Method according to claim 4, characterized in that the containers (B) are intensively cleaned with at least one granular material (R)
of the following group: metal, plastic, sand, salt, dry ice made from carbon dioxide
or water ice like slurry-ice, or nutshell granulate.
6. Method according to claim 4, characterized in that the containers (B) are disinfected by applying ozone, preferably ozone sapped by
an introduced energy pulse, preferably by an energy pulse produced piezoelectrically
in the ozone, or by applying and combusting of gas or of a substance combustible without
residuals, preferably at least at the inner side and in a container mouth portion.
7. Method according to claim 4, characterized in that containers (B) being cleaned imperfectly are detected prior to the disinfection by
an automatic inspection and are either sorted out or are returned to the pre-cleaning
station or to the intensive cleaning station, respectively.
1. Machine de nettoyage (W) destinée à des récipients (B), en particulier des bouteilles
en verre ou en plastique, avec plusieurs postes (1 à 9), reliés les uns derrière les
autres le long d'au moins une piste de manutention et de convoyage de récipients (11,
29) dans la direction de convoyage des récipients (B), au sein desquels des récipients
(B) convoyés par la machine de nettoyage (W) peuvent être nettoyés de manière intensive
avec au moins un agent de nettoyage avec un poste de nettoyage intensif (5) muni d'au
moins une piste de nettoyage intensif (11a, 11b) et qui suit une piste de pré-nettoyage
à jet d'eau haute pression et pré-trempage (V), au sein d'un poste de pré-nettoyage
(2) agencé en aval d'un poste de déballage et pré-trempage,
caractérisée en ce que
au moins deux pistes de nettoyage intensif (11a, 11b) parallèles, de longueurs différentes,
fonctionnant avec un agent de nettoyage contenant un matériau granulaire (R) sans
produits chimiques et un agent porteur (M) sous pression sans produits chimiques,
et auxquelles sont respectivement associée, au moins dans une zone de début, une installation
de sablage sous pression (A) destinée à l'agent de nettoyage, sont prévus dans le
poste de nettoyage intensif (5), en ce qu'un poste d'inspection de récipients (4), muni d'un dispositif d'inspection (24) permettant
une détection du degré de contamination du récipient (B), une différenciation de contamination
et un chargement éventuel des pistes de nettoyage intensif (11a, 11b) de longueurs
différentes avec des récipients (B) en fonction de degrés de contamination détectés
comme admissibles pour le poste de nettoyage intensif (5), est prévu entre le poste
de pré-nettoyage (2) et le poste de nettoyage intensif (5), en ce que les pistes de nettoyage intensif (11a, 11b) sont reliées par des aiguillages (26,
27) commandés par le dispositif d'inspection (24), en ce que le poste de nettoyage intensif (5) est placé en aval d'au moins un poste de désinfection
de récipients (9), et en ce que le dispositif d'inspection de récipients (24) est en outre conçu pour détecter des
récipients trop fortement contaminés et/ou qui ne peuvent plus être utilisés au regard
des degrés de contamination détectés comme admissibles au nettoyage dans les pistes
de nettoyage intensif (11a, 11b) de différentes longueurs et pour mettre au rebut
lesdits récipients grâce à un aiguillage (25) également commandé par le dispositif
d'inspection (24) et par exemple à un collecteur (33) situé devant le poste de nettoyage
intensif (5).
2. Machine de nettoyage selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins le poste de pré-nettoyage (2) et le poste de nettoyage intensif (5) présentent
des dispositifs de collecte (17), destinés au matériau granulaire (R) et éventuellement
à l'agent porteur (M), qui sont raccordés à des dispositifs de nettoyage ou de retraitement
(20, 23).
3. Machine de nettoyage selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la machine de nettoyage (W) est réalisée sous forme de convoyeur circulaire ou linéaire.
4. Procédé de nettoyage de récipients (B), en particulier de bouteilles en verre ou en
plastique, dans une machine de nettoyage (W) selon la revendication 1 au sein de laquelle,
au niveau de plusieurs postes (1 à 9) comprenant un poste de pré-nettoyage (2) et
au moins un poste de nettoyage intensif (5) placé en aval du poste de pré-nettoyage
(2) dans la direction de convoyage du récipient (B) et en plusieurs étapes de procédé,
au moins un agent de nettoyage est appliqué à une fin active sur le récipient (B)
convoyé par la machine de nettoyage (W), caractérisé en ce que les récipients (B) sont soumis à une étape de pré-nettoyage dans le poste de pré-nettoyage
(2), en ce que des degrés de contamination des récipients (B) sont détectés après l'étape de pré-nettoyage
entre le poste de pré-nettoyage (2) et le au moins un poste de nettoyage intensif
(5) décisif pour l'effet de propreté final et avant au moins une étape de procédé
de nettoyage intensif avec un matériau granulaire (R) sans produits chimiques et un
agent porteur (M) sous pression sans produits chimiques destiné à l'agent de nettoyage
contenant le matériau granulaire (R) et une différenciation entre les degrés de contamination
est effectuée, de sorte que les récipients (B) sont nettoyés de manière intensive
avec l'agent de nettoyage sur une première période plus courte ou au moins une seconde
période plus longue de manière sélectionnée en fonction des degrés de contamination
détectés comme admissibles pour l'étape de procédé de nettoyage intensif et au regard
de l'effet de propreté final, en ce que les récipients (B) nettoyés sont finalement rincés avec de l'eau exempte de produits
chimiques et désinfectés sans produits chimiques, et en ce que les récipients détectés comme étant trop fortement contaminés et/ou comme ne pouvant
plus être utilisés sont mis au rebut avant le poste de nettoyage intensif (5) par
le dispositif d'inspection (24), par exemple dans un collecteur (33).
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que les récipients (B) sont nettoyés de manière intensive avec au moins un matériau granulaire
(R) issu du groupe suivant : métal, matière plastique, sable, sel, neige carbonique
à base de dioxyde de carbone ou de glace hydrique telle que de la glace en suspension,
ou granulés de coques de noix.
6. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que les récipients (B) sont désinfectés, de manière préférée au moins du côté intérieur
et dans une région d'embouchure, par application d'ozone, de manière préférée avec
de l'ozone se dégradant grâce à une impulsion énergétique externe, de manière préférée
avec une impulsion énergétique générée de manière piézoélectrique dans l'ozone, ou
par application et brûlage d'un gaz ou d'une substance combustible sans résidu.
7. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que les récipients (B) incomplètement nettoyés sont détectés avant la désinfection grâce
à une inspection automatique et sont mis au rebut ou renvoyés pour un pré-nettoyage
ou un nettoyage intensif.