[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verschwenken einer Bugklappe eines spurgeführten
Fahrzeuges, insbesondere Schienenfahrzeuges, sowie ein BugklappenModul. Eine derartige
Vorrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben wird, ist zum Beispiel
durch die
EP 1 857 340 A2 bekannt.
[0002] Aus der Schienenfahrzeugtechnik ist es bekannt, die Stirnseite eines Triebzuges mit
einer Bugklappe zu versehen, welche im geschlossenen Zustand den Kupplungsschacht
abdecken, um Bauteile bzw. Komponenten der Kupplungsanordnung gegen Umwelteinflüsse,
wie Schmutz, Eis oder Vereisung, zu schützen. Zusätzlich kann einer derartigen Bugklappe
die Funktion zukommen, aerodynamisch nachteilige Frontpartien zu vermeiden, was insbesondere
bei stromlinienförmigen Triebzügen, wie Hochgeschwindigkeitszügen, von Bedeutung ist.
[0003] Es sind sowohl einteilig als auch zweiteilig ausgeführte Bugklappen bekannt, welche
im Normalfall geschlossen sind und nur geöffnet werden, wenn die Kupplung benutzt
werden muss, etwa wenn zwei Triebzüge in Doppeltraktion verkehren. Um eine Bugklappe
relativ zum Fahrzeuguntergestell verfahren und den Arbeitsbereich für eine Mittelpufferkupplung
freigeben zu können, kommt eine Bugklappen-Kinematik zum Einsatz, welche manuell oder
automatisch betätigbar ist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bugklappen-Kinematik
anzugeben, welche einen einfachen Aufbau aufweist und sich durch ihre Zuverlässigkeit
auszeichnet. Insbesondere soll eine Vorrichtung zum Verschwenken einer Bugklappe eines
spurgeführten Fahrzeuges sowie ein Bugklappenmodul angegeben werden, mit welchem aufgrund
des einfachen Aufbaus Gewicht eingespart werden kann, während gleichzeitig die Störanfälligkeit
verringert wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung zum Verschwenken einer Bugklappe
angegeben, wie sie im Anspruch 1 beschrieben wird.
[0006] Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen auf der Hand. Durch
das Vorsehen eines stabförmigen Synchronisationselements ist sichergestellt, dass
die beiden Betätigungselemente, welche über die entsprechenden Schwenkhebel mit der
Bugklappe verbunden sind, stets synchron betrieben werden. Folglich wird die zum Verschwenken
der Bugklappe benötigte Kraft auf die beiden Betätigungselemente aufgeteilt. Insbesondere
kann dadurch die Belastung auf die den einzelnen Betätigungselementen zugeordnete
Betätigungsmechanik verringert werden, so dass die Störanfälligkeit der Bugklappen-Kinematik
deutlich reduziert werden kann. Bei Ausfall eines der beiden Betätigungselemente kann
die Bugklappe nach wie vor verschwenkt werden, da die Bewegung der beiden zum Verschenken
der Bugklappe zum Einsatz kommenden Schwenkhebel über das stabförmige Synchronisationselement
synchronisiert ist.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lösung sind in den abhängigen
Patentansprüchen angegeben.
[0008] In einer bevorzugten Realisierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die beiden
Betätigungselemente jeweils in Gestalt eines vorzugsweise pneumatisch, hydraulisch
oder elektrisch arbeitenden Betätigungszylinders ausgeführt, welcher eine aus- und
einfahrbare Kolbenstange aufweist. Diese Kolbenstange wirkt vorzugsweise über eine
Betätigungsmechanik mit dem zugehörigen Schwenkhebel zusammen.
[0009] Denkbar ist es beispielsweise, dass die Betätigungsmechanik einerseits einen Umlenkhebel
und andererseits eine Exzenterscheibe aufweist. Bei dieser Ausführungsform sollte
an dem Umlenkhebel die Kolbenstange des zugehörigen Betätigungselements angelenkt
sein. Andererseits sollte die Exzenterscheibe der Betätigungsmechanik mit einem Endbereich
des stabförmigen Synchronisationselements verbunden sein. Bei dieser Realisierung
der nach der erfindungsgemäßen Lösung vorgeschlagenen Bugklappen-Kinematik ist es
bevorzugt, wenn der Umlenkhebel mit der Exzenterscheibe derart zusammenwirken, dass
bei Betätigung des entsprechenden Betätigungselements das auf den Umlenkhebel wirkende
Drehmoment zumindest teilweise auf die Exzenterscheibe und von dort auf das stabförmige
Synchronisationselement übertragen wird.
[0010] Der Umlenkhebel der Betätigungsmechanik ist vorzugsweise einerseits vertikal zur
Fahrtrichtung des Fahrzeuges verschwenkbar mit dem Fahrzeuguntergestell (Fahrzeugrahmen)
und anderseits über die Exzenterscheibe mit dem Synchronisationselement verbunden.
Unter dem hier verwendeten Begriff "Umlenkhebel" ist grundsätzlich eine Mechanik zu
verstehen, welche ausgelegt ist, eine translatorische Bewegung in eine Rotationsbewegung
der Exzenterscheibe umzusetzen.
[0011] Durch das Vorsehen einer einen Umlenkhebel und eine mit dem Umlenkhebel zusammenwirkenden
Exzenterscheibe aufweisenden Betätigungsmechanik zum Wirkverbinden des Betätigungselements
mit dem zugehörigen Schwenkhebel kann auf einfache Weise eine Rotationsbewegung herbeigeführt
werden, welche wiederum zum Verschwenken der Bugklappe dient.
[0012] Vorzugsweise ist bei der zuletzt genannten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Lösung der Unlenkhebel einer jeden Betätigungsmechanik relativ zum Fahrzeuguntergestell
um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement verlaufende Rotationsachse
drehbar. Die Exzenterscheibe einer jeden Betätigungsmechanik sollte dabei vorzugsweise
relativ zum Fahrzeuguntergestell um die den beiden Schwenkhebeln gemeinsame Rotationsachse
drehbar sein. Hierbei handelt es sich um eine leicht zu realisierende aber dennoch
störungsunanfällige Lösung für die Betätigungsmechanik, mit welcher die entsprechenden
Betätigungselemente mit den zugehörigen Schwenkhebeln zusammenwirken.
[0013] Weiter ist es denkbar, dass die Betätigungselemente jeweils relativ zum Fahrzeuguntergestell
um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement verlaufende Rotationsachse
verschwenkbar sind, wobei der Umlenkhebel einer jeden Betätigungsmechanik relativ
zum Fahrzeuguntergestell um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement
verlaufende Rotationsachse drehbar und eine Kulissenführung aufweisen sollte zum Zwangsführen
der Exzenterscheibe der Betätigungsmechanik. Durch das Vorsehen einer derartigen Kulissenführung
kann in einer leicht zu realisierenden Weise die mit dem Betätigungselement ausgeübte
Linearbewegung in eine Drehbewegung umgesetzt werden, welche zum Verschwenken der
Bugklappe relativ zum Fahrzeuguntergestell benötigt wird.
[0014] In einer bevorzugten Realisierung der Betätigungsmechanik ist vorgesehen, dass diese
eine Verbindungsstange aufweist, welche einerseits an dem Umlenkhebel der Betätigungsmechanik
und andererseits an der Exzenterscheibe der Betätigungsmechanik angelenkt ist.
[0015] Vorzugsweise ist jedes Betätigungselemente mit der zugehörigen Betätigungsmechanik
zwischen zwei mit dem Fahrzeuguntergestell fest verbindbaren Trägerplatten angeordnet,
um die empfindlichen Baugruppen der Bugklappen-Kinematik zu schützen. Denkbar ist
hierbei, dass die Trägerplatten jeweils in einer Ebene senkrecht zur Ausrichtung des
stabförmigen Synchronisationselements liegen und über mindestens ein Abstandselement
fest miteinander verbunden sind.
[0016] Ferner ist es denkbar und bevorzugt, dass mindestens zwei Abstandselemente zum Verbinden
der Trägerplatten zum Einsatz kommen, und dass der Umlenkhebel einer jeden Betätigungsmechanik
um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement verlaufende Rotationsachse
drehbar mit einem ersten der mindestens zwei Abstandselemente verbunden ist. Zusätzlich
hierzu kann ferner jede Betätigungsmechanik eine Druckfeder, insbesondere Gasdruckfeder,
aufweisen, welche einerseits an der Exzenterscheibe der Betätigungsmechanik und andererseits
an einem zweiten der mindestens zwei Abstandselemente angelenkt ist.
[0017] Um die Relativbewegung des mit einem zwischen den Trägerplatten angeordneten Betätigungselement
betätigbaren Schwenkhebels begrenzen zu können, ist es bevorzugt, wenn an mindestens
einer der beiden Trägerplatten ein Anschlag vorgesehen ist.
[0018] Im Hinblick auf die Anlenkung der Bugklappe ist in einer bevorzugten Realisierung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, dass der erste und zweite Schwenkhebel
jeweils um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement verlaufende Rotationsachse
mit der Bugklappe verschwenkbar verbunden sind. Ferner sollte mindestens ein erster
und ein zweiter Zusatz-Schwenkhebel vorgesehen sein, welche mit dem ersten und zweiten
Schwenkhebel derart zusammenwirken, dass der erste Schwenkhebel mit dem ersten Zusatz-Schwenkhebel
und der zweite Schwenkhebel mit dem zweiten Zusatz-Schwenkhebel jeweils ein Vier-Gelenk
ausbilden, über welches die Bugklappe mit dem Fahrzeuguntergestell verbindbar ist.
Hierdurch ist es möglich, dass zum Verschwenken der Bugklappe diese eine Bewegung
relativ zum Fahrzeuguntergestell ausführt, welche eine Superposition einer Linear-
und einer Schwenkbewegung ist, so dass der zum verschwenken der Bugklappe zu Verfügung
zu stellende Freiraum verringert werden kann.
[0019] Schließlich ist in einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorgesehen, dass ein mit dem Fahrzeuguntergestell vorzugsweise lösbar befestigbares
Rahmengestell vorgesehen ist, über welches das erste und das zweite Betätigungselement
mit dem Fahrzeuguntergestell (indirekt) verbunden sind.
[0020] Die Erfindung betrifft ferner ein Bugklappenmodul für ein spurgeführtes Fahrzeug,
insbesondere Schienenfahrzeug, wobei das Bugklappenmodul eine vorzugsweise aus einem
glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigte Bugklappe sowie eine Bugklappen-Kinematik
mit einer Vorrichtung der zuvor beschriebenen Art zum Verschwenken der Bugklappe aufweist.
[0021] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
näher beschrieben.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf eine exemplarische Ausführungsform eines Bugklappenmoduls
gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung von einem Teil der bei dem Bugklappenmodul gemäß Fig. 1
zum Einsatz kommenden Bauteile;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht auf eine Betätigungsmechanik mit zugehörigem Betätigungselement
des Bugklappenmoduls gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung von Teilen der Betätigungsmechanik gemäß Fig. 3;
- Fig. 5a
- eine Seitenansicht des Bugklappenmoduls gemäß Fig. 1 im geschlossenen Zustand der
Bugklappe;
- Fig. 5b
- eine Seitenansicht des Bugklappenmoduls gemäß Fig. 1 in einem geöffneten Zustand der
Bugklappe; und
- Fig. 6
- eine teilgeschnittene Seitenansicht des Bugklappenmoduls gemäß Fig. 1 in einem geöffneten
bzw. geschlossenen Zustand der Bugklappe.
[0023] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen ein exemplarisches
Ausführungsbeispiel eines Bugklappenmoduls 100 beschrieben, bei welchem zum Verschwenken
einer Bugklappe 1 eine Vorrichtung (Bugklappen-Kinematik) gemäß der vorliegenden Erfindung
zum Einsatz kommt.
[0024] Im Einzelnen, und wie es insbesondere der Darstellung in Fig. 1 entnommen werden
kann, weist die dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung eine einzelne
Bugklappe 1 auf, welche mit Hilfe von zwei seitlichen Antriebseinheiten relativ zu
einem (nicht dargestellten) Fahrzeuguntergestell verschwenkt werden kann, um den Arbeitsbereich
einer von der Bugklappe 1 abdeckbaren Kupplung freizugeben. Die seitlichen Antriebseinheiten,
welche bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bugklappenmoduls
100 zum Einsatz kommen und insgesamt die Bugklappen-Kinematik begründen, sind symmetrisch
zueinander aufgebaut, um einen momentenfreien Kraftverlauf im Antriebsstrang zu gewährleisten.
[0025] Im Einzelnen weist jede der beiden seitlichen Antriebseinheiten ein Betätigungselement
14, 14' sowie eine dem entsprechenden Betätigungselement 14, 14' zugeordnete Betätigungsmechanik
auf. In diesem Zusammenhang wird auf die Explosionsdarstellung gemäß Fig. 2 verwiesen,
in welcher die einzelnen Komponenten von einer der beiden Antriebseinheiten zusammen
mit der Bugklappe 1 dargestellt sind.
[0026] Demgemäß weist jede Antriebseinheit ein Betätigungselement 14, 14' auf, welches bei
der dargestellten exemplarischen Ausführungsform einen pneumatisch, hydraulisch oder
elektrisch arbeitenden Betätigungszylinder 15, 15' und eine bei Betätigung des Betätigungselements
14, 14' aus dem Betätigungszylinder 15, 15' aus- bzw. einfahrbare Kolbenstange 16,
16' aufweist. Für jedes Betätigungselement 14, 14' ist eine Betätigungsmechanik vorgesehen,
mit welcher die auf die Kolbenstange 16, 16' des Betätigungselements 14, 14' ausgeübte
Linearkraft in eine Drehbewegung umgesetzt wird, um zum Verschwenken der Bugklappe
1 relativ zum Fahrzeuguntergestell auf einen entsprechenden Hebelmechanismus ein Drehmoment
auszuüben.
[0027] Im Einzelnen und wie es insbesondere der Darstellung in Fig. 1 entnommen werden kann,
weist der Verschwenkmechanismus einen ersten mit der Bugklappe 1 lösbar verbundenen
Schwenkhebel 3 sowie einen zweiten mit der Bugklappe 1 lösbar verbundenen Schwenkhebel
3' auf, wobei der erste Schwenkhebel 3 mit dem ersten Betätigungselement 14 der ersten
Antriebseinheit und der zweite Schwenkhebel 3' mit dem zweiten Betätigungselement
14' der zweiten Antriebseinheit zusammenwirkt.
[0028] Wie es insbesondere der Fig. 4 entnommen werden kann, weist jede Antriebseinheit
eine Betätigungsmechanik auf, welche das entsprechende Betätigungselement 14, 14'
mit dem zugehörigen Schwenkhebel 3, 3' verbindet. Die Betätigungsmechanik weist bei
der exemplarischen Ausführungsform einen Umlenkhebel 7, 7' auf, an welchem die Kolbenstange
16, 16' des Betätigungselements 14, 14' angelenkt ist. Ferner ist eine Exzenterscheibe
8, 8' vorgesehen, welche mit dem Umlenkhebel 7, 7' derart zusammenwirkt, dass bei
Betätigung des entsprechenden Betätigungselements 14, 14' das auf den Umlenkhebel
7, 7' wirkende Drehmoment zumindest teilweise auf die Exzenterscheibe 8, 8' übertragen
wird.
[0029] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass zum Verschwenken
der Bugklappe 1 zwei separate Antriebseinheiten bestehend aus jeweils einem Betätigungselement
14, 14' und einer zugehörigen Betätigungsmechanik zum Einsatz kommen, sondern insbesondere
auch dadurch aus, dass ein Synchronisationselement 10 vorgesehen ist, mit welchem
die mit Hilfe der einzelnen Betätigungselemente 14, 14' auf die zugehörigen Schwenkhebel
3, 3' ausgeübte Drehbewegung synchronisiert werden kann. Im Einzelnen, und wie es
insbesondere der Darstellung in Fig. 1 entnommen werden kann, kommt bei der exemplarischen
Ausführungsform als Synchronisationselement 10 ein stabförmiges Element zum Einsatz,
welches auf der gemeinsamen Rotationsachse R der beiden Schwenkhebel 3, 3' liegt.
Dabei ist vorgesehen, dass das stabförmige Synchronisationselement 10 einerseits mit
dem ersten Schwenkhebel 3 und andererseits mit dem zweiten Schwenkhebel 3' verbunden
ist.
[0030] Die jeweiligen Endbereiche des stabförmigen Synchronisationselements 10 sind mit
der Exzenterscheibe 8 der zum ersten Betätigungselement 14 gehörenden Betätigungsmechanik
sowie mit der Exzenterscheibe 8' der zum zweiten Betätigungselement 14' gehörenden
Betätigungsmechanik verbunden, so dass bei Betätigung von zumindest einem der Betätigungselemente
14, 14' das auf den zugehörigen Umlenkhebel 7, 7' wirkende Drehmoment auf die zugehörige
Exzenterscheibe 8, 8' und von dort auf das stabförmige Synchronisationselement 10
übertragen wird.
[0031] Wie es insbesondere aus einer Zusammenschau der Figuren 4 und 6 entnommen werden
kann, ist bei der dargestellten exemplarischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Bugklappenmoduls 100 vorgesehen, dass der Umlenkhebel 7, 7' einer jeden Betätigungsmechanik
relativ zum Fahrzeuguntergestell um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement
10 verlaufende Rotationsachse drehbar ist, wobei die Exzenterscheibe 8, 8' einer jeden
Betätigungsmechanik relativ zum Fahrzeuguntergestell um die der beiden Schwenkhebel
3, 3' gemeinsame Rotationsachse R drehbar ist.
[0032] Anhand beispielsweise der Darstellung in Fig. 4 ist im Einzelnen das Zusammenwirken
zwischen dem Umlenkhebel 7, 7' und der Exzenterscheibe 8, 8' einer jeden Betätigungsmechanik
zu entnehmen.
[0033] Wie dargestellt, ist der Umlenkhebel 7, 7' einer jeden Betätigungsmechanik relativ
zum Fahrzeuguntergestell um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement
10 verlaufende Rotationsachse drehbar und weist eine Kulissenführung auf, um die der
Betätigungsmechanik zugehörige Exzenterscheibe 8, 8' zwangszuführen. Jede Betätigungsmechanik
weist ferner eine Verbindungsstange 11, 11' auf, welche einerseits an dem Umlenkhebel
7, 7' der Betätigungsmechanik und andererseits an der Exzenterscheibe 8, 8' der Betätigungsmechanik
angelenkt ist.
[0034] Bei der exemplarischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bugklappen-Kinematik
sind die Betätigungselemente 14, 14' mit der zugehörigen Betätigungsmechanik zwischen
zwei mit dem Fahrzeuguntergestell fest verbindbaren Trägerplatten 5, 5' angeordnet.
Im Einzelnen liegen bei der dargestellten Ausführungsform die Trägerplatten 5, 5'
jeweils in einer Ebene senkrecht zur Ausrichtung des stabförmigen Synchronisationselements
10 und sind über zwei Abstandselemente 12, 13; 12', 13' fest miteinander verbunden.
Durch das Vorsehen von derartigen Trägerplatten 5, 5' können die Betätigungselemente
14, 14' sowie die zugehörige Betätigungsmechanik in einer leicht zu realisierenden
aber dennoch effektiven Weise vor Beschädigungen geschützt werden.
[0035] Wie es insbesondere der Fig. 6 entnommen werden kann, ist bei der dargestellten exemplarischen
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung vorgesehen, dass der Umlenkhebel 7, 7'
einer jeden Betätigungsmechanik um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement
10 verlaufende Rotationsachse drehbar mit einem ersten Abstandselement 12, 12' verbunden
ist. Andererseits weist jede Betätigungsmechanik ferner eine Druckfeder 9, 9', insbesondere
eine Gasdruckfeder auf, welche einerseits an der Exzenterscheibe 8, 8' der Betätigungsmechanik
und andererseits an einem zweiten Abstandselement 13, 13' angelenkt ist. Jedes Betätigungselement
14, 14' ist um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement 10 verlaufende
Rotationsachse drehbar mit den beiden zugehörigen Trägerplatten 5, 5' verbunden.
[0036] Der Darstellung in Fig. 3 ist zu entnehmen, dass an einer der beiden Trägerplatten
5, 5' ein Anschlag 6, 6' vorgesehen ist, um die Relativbewegung des mit dem zwischen
den Trägerplatten 5, 5' angeordneten Betätigungselemente 14, 14' betätigbaren Schwenkhebels
3, 3' begrenzen zu können.
[0037] Bei der in den Zeichnungen dargestellten exemplarischen Ausführungsform sind der
erste und der zweite Schwenkhebel 3, 3' jeweils um eine parallel zum stabförmigen
Synchronisationselement 10 verlaufende Rotationsachse verschwenkbar mit der Bugklappe
1 verbunden. Ferner sind ein erster und ein zweiter Zusatz-Schwenkhebel 4, 4' vorgesehen,
welche mit dem ersten und zweiten Schwenkhebel 3, 3' derart zusammenwirken, dass der
erste Schwenkhebel 3 mit dem ersten Zusatz-Schwenkhebel 4 und der zweite Schwenkhebel
3' mit dem zweiten Zusatz-Schwenkhebel 4' jeweils ein Vier-Gelenk ausbilden, über
welches die Bugklappe 1 mit dem Fahrzeuguntergestell verbunden ist.
[0038] Die erfindungsgemäße Lösung ist nicht auf das in den Zeichnungen dargestellte exemplarische
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern ergibt sich aus einer Zusammenschau sämtlicher
hierin offenbarter Merkmale.
[0039] Insbesondere ist es denkbar, dass ferner ein mit dem Fahrzeuguntergestell vorzugsweise
lösbar befestigtes Rahmengestell vorgesehen ist, wobei das erste und zweite Betätigungselement
14, 14' mit diesem Rahmengestell verbunden sind.
[0040] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass zum Verschwenken der Bugklappe 1 zwei
symmetrisch aufgebaute Antriebseinheiten zum Einsatz kommen, wobei jede der beiden
Antriebseinheiten ein Betätigungselement 14, 14' und eine Betätigungsmechanik aufweist,
um bei Betätigung des Betätigungselements 14, 14' ein Drehmoment auf den zugeordneten
Schwenkhebel 3, 3' auszuüben. Die Schwenkhebel 3, 3' der beiden Antriebseinheiten
sind über das stabförmige Synchronisationselement 10 miteinander gekoppelt, so dass
beide Antriebseinheiten redundant sind. Auch bei Ausfall einer der beiden Antriebseinheiten
reicht eine Antriebseinheit aus, um die Funktion zu erfüllen und ein Verschwenken
der Bugklappe 1 relativ zum Fahrzeuguntergestell zu ermöglichen. Wesentlich ist, dass
beide Antriebseinheiten aus identischen Komponenten aufgebaut sind, wodurch diese
Antriebseinheiten symmetrisch sind und kostengünstig realisiert werden können. Durch
den symmetrischen Aufbau der Antriebseinheiten ist ein momentenfreier Kraftverlauf
im Antriebsstrang gewährleistet.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Bugklappe
- 3, 3'
- erster/zweiter Schwenkhebel
- 4, 4'
- erster/zweiter Zusatz-Schwenkhebel
- 5, 5'
- Trägerplatte
- 6, 6'
- Anschlag
- 7, 7'
- Umlenkhebel
- 8, 8'
- Exzenterscheibe
- 9, 9'
- Druckfeder/Glasdruckfeder
- 10
- stabförmiges Synchronisationselement
- 11, 11'
- Verbindungsstange
- 12, 12'
- erstes Abstandselement
- 13, 13'
- zweites Abstandselement
- 14, 14'
- erstes/zweites Betätigungselement
- 15, 15'
- Betätigungszylinder des ersten/zweiten Betätigungselements
- 16, 16'
- Kolbenstange des ersten/zweiten Betätigungselements
- 100
- Bugklappenmodul
- R
- Gemeinsame Rotationsachse des ersten und zweiten Schwenkhebels
1. Vorrichtung zum Verschwenken einer Bugklappe (1) eines spurgeführten Fahrzeuges, insbesondere
Schienenfahrzeuges, wobei die Vorrichtung ausgebildet ist, die Bugklappe (1) relativ
zu einem Fahrzeuguntergestell des spurgeführten Fahrzeuges mit einer Bewegung, welche
eine Superposition einer Linear- und einer Schwenkbewegung ist, zu verschwenken, wobei
die Vorrichtung Folgendes aufweist:
- einen ersten mit der Bugklappe (1) verbindbaren Schwenkhebel (3) und einen zweiten
mit der Bugklappe (1) verbindbaren Schwenkhebel (3'), wobei zum Verschwenken der Bugklappe
(1) relativ zu dem Fahrzeuguntergestell die beiden Schwenkhebel (3, 3') um eine gemeinsame
Rotationsachse (R) drehbar sind;
- ein erstes mit dem Fahrzeuguntergestell verbindbares Betätigungselement (14), welches
mit dem ersten Schwenkhebel (3) derart zusammenwirkt, dass bei Betätigung des ersten
Betätigungselements (14) ein Drehmoment auf den ersten Schwenkhebel (3) ausgeübt wird;
- ein zweites mit dem Fahrzeuguntergestell verbindbares Betätigungselement (14'),
welches mit dem zweiten Schwenkhebel (3') derart zusammenwirkt, dass bei Betätigung
des zweiten Betätigungselements (14') ein Drehmoment auf den zweiten Schwenkhebel
(3') ausgeübt wird; und
- ein Synchronisationselement (10) in Gestalt eines auf der gemeinsamen Rotationsachse
verlaufenden stabförmigen Elements, welches zum Synchronisieren der Drehbewegung der
Schwenkhebel (3, 3') mit dem ersten Schwenkhebel (3) einerseits und mit dem zweiten
Schwenkhebel (3') andererseits verbunden ist;
wobei der erste und zweite Schwenkhebel (3, 3') jeweils um eine parallel zum stabförmigen
Synchronisationselement (10) verlaufende Rotationsachse verschwenkbar mit der Bugklappe
(1) verbindbar sind, und
wobei ferner ein erster und ein zweiter Zusatz-Schwenkhebel (4, 4') vorgesehen sind,
welche mit dem ersten und zweiten Schwenkhebel (3, 3') derart zusammenwirken, dass
der erste Schwenkhebel (3) mit dem ersten Zusatz-Schwenkhebel (4) und der zweite Schwenkhebel
(3') mit dem zweiten Zusatz-Schwenkhebel (4') jeweils ein Vier-Gelenk ausbilden, über
welches die Bugklappe (1) mit dem Fahrzeuguntergestell verbindbar ist, und
wobei die Betätigungselemente (14, 14') jeweils einen pneumatisch, hydraulisch oder
elektrisch arbeitenden Betätigungszylinder (15, 15') mit einer aus- und einfahrbaren
Kolbenstange (16, 16') aufweisen,
wobei für jedes Betätigungselement (14, 14') eine Betätigungsmechanik vorgesehen ist,
mit welcher die auf die Kolbenstange (16, 16') des Betätigungselements (14, 14') ausgeübte
Linearkraft in eine Drehbewegung umgesetzt wird, um zum Verschwenken der Bugklappe
(1) relativ zum Fahrzeuguntergestell auf einen entsprechenden Hebelmechanismus ein
Drehmoment auszuüben, wobei die Betätigungselemente (14, 14') jeweils über die Betätigungsmechanik
mit dem zugehörigen Schwenkhebel (3, 3') zusammenwirken, wobei die Betätigungsmechanik
Folgendes aufweist:
- einen Umlenkhebel (7, 7'), an welchem die Kolbenstange (16, 16') des zugeordneten
Betätigungselements (14, 14') angelenkt ist; und
- eine mit einem Endbereich des stabförmigen Synchronisationselement (10) verbundene
Exzenterscheibe (8, 8'),
wobei der Umlenkhebel (7, 7') mit der Exzenterscheibe (8, 8') derart zusammenwirkt,
dass bei Betätigung des entsprechenden Betätigungselements (14, 14') das auf den Umlenkhebel
(7, 7') wirkende Drehmoment zumindest teilweise auf die Exzenterscheibe (8, 8') und
von dort auf das stabförmige Synchronisationselement (10) übertragen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei der Umlenkhebel (7, 7') einer jeden Betätigungsmechanik relativ zum Fahrzeuguntergestell
um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement (10) verlaufende Rotationsachse
drehbar ist; und
wobei die Exzenterscheibe (8, 8') einer jeden Betätigungsmechanik relativ zum Fahrzeuguntergestell
um die den beiden Schwenkhebeln (3, 3') gemeinsame Rotationsachse (R) drehbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Betätigungselemente (14, 14') jeweils relativ zum Fahrzeuguntergestell um
eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement (10) verlaufende Rotationsachse
verschwenkbar sind, und
wobei der Umlenkhebel (7, 7') einer jeden Betätigungsmechanik relativ zum Fahrzeuguntergestell
um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement (10) verlaufende Rotationsachse
drehbar ist und eine Kulissenführung aufweist zum Zwangsführen der Exzenterscheibe
(8, 8') der Betätigungsmechanik.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei ferner jede Betätigungsmechanik eine Verbindungsstange (11, 11') aufweist, welche
einerseits an dem Umlenkhebel (7, 7') der Betätigungsmechanik und andererseits an
der Exzenterscheibe (8, 8') der Betätigungsmechanik angelenkt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei jedes Betätigungselement (14, 14') mit der zugehörigen Betätigungsmechanik zwischen
zwei mit dem Fahrzeuguntergestell fest verbindbaren Trägerplatten (5, 5') angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
wobei jedes Betätigungselement (14, 14') um eine parallel zum stabförmigen Synchronisationselement
(10) verlaufende Rotationsachse drehbar mit den beiden zugehörigen Trägerplatten (5,
5') verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
wobei die Trägerplatten (5, 5') jeweils in einer Ebene senkrecht zur Ausrichtung des
stabförmigen Synchronisationselements (10) liegen und über mindestens ein Abstandselement
(12, 13; 12', 13') fest miteinander verbunden sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
der Umlenkhebel (7, 7') einer jeden Betätigungsmechanik um eine parallel zum stabförmigen
Synchronisationselement (10) verlaufende Rotationsachse drehbar mit einem ersten Abstandselement
(12, 12') verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
wobei ferner jede Betätigungsmechanik eine Druckfeder (9, 9'), insbesondere Gasdruckfeder,
aufweist, welche einerseits an der Exzenterscheibe (8, 8') der Betätigungsmechanik
und andererseits an einem zweiten Abstandselement (13, 13') angelenkt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
wobei an mindestens einer der beiden Trägerplatten (5, 5') ein Anschlag (6, 6') vorgesehen
ist zum Begrenzen der Relativbewegung des mit dem zwischen den Trägerplatten (5, 5')
angeordneten Betätigungselement (14, 14') betätigbaren Schwenkhebels (3, 3').
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
welche ferner ein mit dem Fahrzeuguntergestell vorzugsweise lösbar befestigbares Rahmengestell
aufweist, wobei das erste und zweite Betätigungselement (14, 14') mit dem Rahmengestell
verbunden sind.
12. Bugklappenmodul (100) für ein spurgeführtes Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug,
mit einer vorzugsweise aus einem glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigten Bugklappe
(1) und einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Verschwenken
der Bugklappe (1).
1. A device for pivoting a front hatch (1) of a track-guided vehicle, in particular a
railway vehicle, wherein the device is designed to pivot the front hatch (1) relative
to a vehicle chassis of the track-guided vehicle by a motion which is a superposition
of a linear and a pivotal movement, wherein the device comprises the following:
- a first pivot lever (3) connectable to the front hatch (1) and a second pivot lever
(3') connectable to the front hatch (1), wherein the two pivot levers (3, 3') are
rotatable about a common rotational axis (R) to pivot the front hatch (1) relative
to the vehicle chassis;
- a first actuating element (14) connectable to the vehicle chassis which interacts
with the first pivot lever (3) such that upon the first actuating element (14) being
actuated, torque is exerted on the first pivot lever (3);
- a second actuating element (14') connectable to the vehicle chassis which interacts
with the second pivot lever (3') such that upon the second actuating element (14')
being actuated, torque is exerted on the second pivot lever (3'); and
- a synchronization element (10) in the form of a rod-shaped element extending along
the common rotational axis which is connected to the first pivot lever (3) on the
one side and to the second pivot lever (3') on the other so as to synchronize the
rotational movement of said pivot levers (3, 3');
wherein the first and second pivot lever (3, 3') can each be respectively connected
to the front hatch (1) so as to be pivotable about a rotational axis extending parallel
to the rod-shaped synchronization element (10), and wherein a first and a second additional
pivot lever (4, 4') are further provided which interact with the first and second
pivot lever (3, 3') such that the first pivot lever (3) together with the first additional
pivot lever (4) and the second pivot lever (3') together with the second additional
pivot lever (4') respectively form a quadruple joint by means of which the front hatch
(1) can be connected to the vehicle chassis, and
wherein the actuating elements (14, 14') each comprise a pneumatic, hydraulic or electrical
actuating cylinder (15, 15') having an extendable and retractable piston rod (16,
16'),
wherein an actuating mechanism is provided for each actuating element (14, 14') which
converts the linear force exerted on the piston rod (16, 16') of the actuating element
(14, 14') into a rotational motion in order to exert a torque on a respective lever
mechanism to pivot the front hatch (1) relative to the vehicle chassis,
wherein the respective actuating elements (14, 14') interact with the associated pivot
lever (3, 3') by means of the actuating mechanism, wherein the actuating mechanism
comprises the following:
- a bell crank (7, 7') to which the piston rod (16, 16') of the respective actuating
element (14, 14') is articulated; and
- an eccentric disc (8, 8') connected to an end region of the rod-shaped synchronization
element (10),
wherein the bell crank (7, 7') interacts with the eccentric disc (8, 8') such that
upon the respective actuating element (14, 14') being actuated, at least part of the
torque acting on the bell crank (7, 7') is transmitted to the eccentric disc (8, 8')
and from there to the rod-shaped synchronization element (10).
2. The device according to claim 1,
wherein the bell crank (7, 7') of each actuating mechanism is rotatable relative to
the vehicle chassis about a rotational axis extending parallel to the rod-shaped synchronization
element (10), and
wherein the eccentric disc (8, 8') of each actuating mechanism is rotatable relative
to the vehicle chassis about the rotational axis (R) common to the two pivot levers
(3, 3').
3. The device according to claim 1 or 2,
wherein the actuating elements (14, 14') are respectively pivotable relative to the
vehicle chassis about a rotational axis extending parallel to the rod-shaped synchronization
element (10), and
wherein the bell crank (7, 7') of each actuating mechanism is rotatable relative to
the vehicle chassis about a rotational axis extending parallel to the rod-shaped synchronization
element (10) and comprises a sliding guide to forcibly guide the eccentric disc (8,
8') of the actuating mechanism.
4. The device according to any one of claims 1 to 3,
wherein each actuating mechanism further comprises a connecting rod (11, 11') which
is articulated to the bell crank (7, 7') of the actuating mechanism on the one side
and to the eccentric disc (8, 8') of the actuating mechanism on the other.
5. The device according to any one of claims 1 to 4,
wherein each actuating element (14, 14') is arranged with the associated actuating
mechanism between two support plates (5, 5') fixedly connectable to the vehicle chassis.
6. The device according to claim 5,
wherein each actuating element (14, 14') is connected to the two respective support
plates (5, 5') so as to be rotatable about a rotational axis extending parallel to
the rod-shaped synchronization element (10).
7. The device according to claim 5 or 6,
wherein the support plates (5, 5') are respectively situated in a plane perpendicular
to the alignment of the rod-shaped synchronization element (10) and fixedly connected
together by means of at least one spacer element (12, 13; 12', 13').
8. The device according to claim 7,
wherein the bell crank (7, 7') of each actuating mechanism is connected to a first
spacer element (12, 12') so as to be rotatable about a rotational axis extending parallel
to the rod-shaped synchronization element (10).
9. The device according to claim 7 or 8,
wherein each actuating mechanism further comprises a pressure spring (9, 9'), in particular
a gas pressure spring, which is articulated to the eccentric disc (8, 8') of the actuating
mechanism on the one side and to a second spacer element (13, 13') on the other.
10. The device according to any one of claims 5 to 9,
wherein a limit stop (6, 6') is provided on at least one of the two support plates
(5, 5') to limit the relative motion of the pivot lever (3, 3') actuatable by the
actuating element (14, 14') arranged between the support plates (5, 5').
11. The device according to any one of the preceding claims,
which further comprises a frame preferably detachably affixed to the vehicle chassis,
wherein the first and the second actuating element (14, 14') are connected to said
frame.
12. A front hatch module (100) for a tracked-guided vehicle, in particular a railway vehicle,
comprising a front hatch (1) preferably made from a glass-fiber reinforced plastic
and a device according to any one of the preceding claims for pivoting said front
hatch (1).
1. Dispositif pour faire basculer un capot d'étrave (1) d'un véhicule guidé sur voie,
en particulier un véhicule ferroviaire, dans lequel le dispositif est réalisé pour
faire basculer le capot d'étrave (1) par rapport à un châssis inférieur du véhicule
guidé sur voie, avec un mouvement qui est une superposition d'un mouvement linéaire
et d'un mouvement de basculement, dans lequel le dispositif comprend les éléments
suivants :
- un premier levier basculant (3) à relier avec le capot d'étrave (1) et un second
levier basculant (3') à relier avec le capot d'étrave (1), dans lequel, pour faire
basculer le capot d'étrave (1) par rapport au châssis inférieur du véhicule, les deux
leviers basculants (3, 3') sont capables de rotation autour d'un axe de rotation commun
(R) ;
- un premier élément d'actionnement (14) à relier avec le châssis inférieur de véhicule,
qui coopère avec le premier levier basculant (3) de telle façon que lors d'un actionnement
du premier élément d'actionnement (14) un couple de rotation est exercé sur le premier
levier basculant (3) ;
- un second élément d'actionnement (14') à relier avec le châssis inférieur de véhicule,
qui coopère avec le second levier basculant (3') de telle façon que lors d'un actionnement
du second élément d'actionnement (14') un couple de rotation est exercé sur le second
levier basculant (3') ; et
- un élément de synchronisation (10) sous la configuration d'un élément en forme de
barreau qui s'étend sur l'axe de rotation commun, et qui est relié d'une part au premier
levier basculant (3) et d'autre part au second levier basculant (3') pour la synchronisation
du mouvement de rotation des leviers basculants (3, 3') ;
dans lequel le premier et le second levier basculant (3, 3') sont susceptibles d'être
reliés avec le capot d'étrave (1) de manière à pouvoir chacun basculer autour d'un
axe de rotation s'étendant parallèlement à l'élément de synchronisation en forme de
barreau (10), et
dans lequel il est prévu en outre un premier et un second levier basculant additionnel
(4, 4'), qui coopèrent avec le premier et le second levier basculant (3, 3') de telle
façon que le premier levier basculant (3) avec le premier levier basculant additionnel
(4), et le second levier basculant (3') avec le second levier basculant additionnel
(4') forment respectivement un système à quatre articulations au moyen duquel le capot
d'étrave (1) est susceptible d'être relié au châssis inférieur de véhicule, et
dans lequel les éléments d'actionnement (14, 14') comprennent chacun un cylindre d'actionnement
(15, 15') à fonctionnement pneumatique, hydraulique ou électrique, avec une tige de
piston (16, 16') déployable et rétractable,
dans lequel pour chaque élément d'actionnement (14, 14') il est prévu un mécanisme
d'actionnement au moyen duquel la force linéaire exercée sur la tige de piston (16,
16') de l'élément d'actionnement (14, 14') est convertie en un mouvement de rotation
afin d'exercer, pour faire basculer le capot d'étrave (1) par rapport à au châssis
intérieur de véhicule, un couple de rotation sur un mécanisme à levier correspondant,
dans lequel les éléments d'actionnement (14, 14') coopèrent respectivement via le
mécanisme d'actionnement avec le levier basculant associé (3, 3'), et le mécanisme
d'actionnement comprend les éléments suivants :
- un levier de renvoi (7, 7') sur lequel est articulée la tige de piston (16, 16')
de l'élément d'actionnement associé (14, 14') ; et
- une plaque à excentrique (8, 8') reliée à une zone terminale de l'élément de synchronisation
en forme de barreau (10),
dans lequel le levier de renvoi (7, 7') coopère avec la plaque à excentrique (8, 8')
de telle façon que lors d'un actionnement de l'élément d'actionnement correspondant
(14, 14'), le couple de rotation agissant sur le levier de renvoi (7, 7') est transmis
au moins partiellement à la plaque à excentrique (8, 8') et de celle-ci à l'élément
de synchronisation en forme de barreau (10).
2. Dispositif selon la revendication 1,
dans lequel le levier de renvoi (7, 7') de chaque mécanisme d'actionnement est capable
de rotation par rapport au châssis inférieur de véhicule autour d'un axe de rotation
qui s'étend parallèlement à l'élément de synchronisation en forme de barreau (10)
; et
dans lequel la plaque à excentrique (8, 8') de chaque mécanisme d'actionnement est
capable de rotation par rapport au châssis inférieur de véhicule autour de l'axe de
rotation commun (R) des deux leviers basculants (3, 3').
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel les éléments d'actionnement (14, 14') sont capables de basculer chacun
par rapport au châssis inférieur de véhicule autour d'un axe de rotation qui s'étend
parallèlement à l'élément de synchronisation en forme de barreau (10), et
dans lequel le levier de renvoi (7, 7') de chaque mécanisme d'actionnement est capable
de rotation par rapport au châssis inférieur de véhicule autour d'un axe de rotation
qui s'étend parallèlement à l'élément de synchronisation en forme de barreau (10)
et comprend un guidage à glissière pour le guidage forcé de la plaque à excentrique
(8, 8') du mécanisme d'actionnement.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3,
dans lequel chaque mécanisme d'actionnement comprend en outre une tige de liaison
(11, 11') qui est articulée d'une part sur le levier de renvoi (7, 7') du mécanisme
d'actionnement et d'autre part sur la plaque à excentrique (8, 8') du mécanisme d'actionnement.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4,
dans lequel chaque élément d'actionnement (14, 14') avec le mécanisme d'actionnement
associé est agencé entre deux plaques porteuses (5, 5') à relier fermement avec le
châssis inférieur de véhicule.
6. Dispositif selon la revendication 5,
dans lequel chaque élément d'actionnement (14, 14') est relié avec les deux plaques
porteuses associées (5, 5') avec possibilité de rotation autour d'un axe de rotation
s'étendant parallèlement à l'élément de synchronisation en forme de barreau (10).
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6,
dans lequel les plaques porteuses (5, 5') sont disposées respectivement dans un plan
perpendiculaire à l'orientation de l'élément de synchronisation en forme de barreau
(10), et sont fermement reliées l'une à l'autre via au moins un élément d'écartement
(12, 13 ; 12', 13').
8. Dispositif selon la revendication 7,
dans lequel le levier de renvoi (7, 7') de chaque mécanisme d'actionnement est relié
à un premier élément d'écartement (12, 12') avec possibilité de rotation autour d'un
axe de rotation s'étendant parallèlement à l'élément de synchronisation en forme de
barreau (10).
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8,
dans lequel chaque mécanisme d'actionnement comprend en outre un ressort de compression
(9, 9'), en particulier un ressort pneumatique, qui est articulé d'une part sur la
plaque à excentrique (8, 8') du mécanisme d'actionnement et d'autre part sur un second
élément d'écartement (13, 13').
10. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 9,
dans lequel il est prévu une butée (6, 6') sur l'une au moins des deux plaques porteuses
(9, 9'), pour limiter le mouvement relatif du levier basculant (3, 3') à actionner
au moyen de l'élément d'actionnement (14, 14') agencé entre les plaques porteuses
(5, 5').
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
qui comprend en outre un châssis-cadre susceptible d'être fixé avec le châssis inférieur
de véhicule, de préférence de façon détachable, dans lequel le premier et le second
élément d'actionnement (14, 14') sont reliés au châssis-cadre.
12. Module de capot d'étrave (100) pour un véhicule guidé sur voie, en particulier d'un
véhicule ferroviaire, comprenant un capot d'étrave (1) réalisé de préférence en une
matière plastique renforcée de fibres de verre, et un dispositif selon l'une des revendications
précédentes pour faire basculer le capot d'étrave (1).