[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art zur Steuerung des Betriebs eines Kompressors.
[0002] In Kraftfahrzeugen werden häufig Kompressoren verwendet, in denen ein gasförmiges
oder flüssiges Medium auf einen Druck bringbar ist, der über dem Umgebungsdruck liegt.
Das gasförmige oder flüssige Medium wird häufig als Steuerdruckmedium genutzt, mit
dem beispielsweise Aktuatoren, insbesondere Kolben-Zylinder-Anordnungen, beaufschlagbar
sind.
[0003] Ein Anwendungsfall in Kraftfahrzeugen ergibt sich aus der Notwendigkeit, die Luftfedern
einer Niveauregulierungsanlage derart mit Druckluft zu versorgen, dass diese die Karosserie
des Fahrzeugs in einen fahrsituationsgerechten Abstand zur Fahrbahnoberfläche bringt.
Da eine solche Niveauregulierungsanlage nicht ständig für eine Höhenverstellung der
Karosserie des Fahrzeugs sorgt, wird ein zugehöriger Kompressor bedarfsgerecht immer
nur dann in Betrieb genommen, wenn die Notwendigkeit dazu besteht. Die entsprechenden
Kompressoren sind in der Regel als elektromotorisch betriebene Kolbenkompressoren
ausgebildet. Zur Minimierung der Kosten für die verwendeten Kompressoren werden verstärkt
relativ kleine Kompressoren eingesetzt, die bei einem ggf. länger dauernden Betrieb
thermisch erheblich belastet werden, so dass sich Bauteile unzulässig hoch erwärmen
können. Bei zu starker thermischer Beanspruchung wird in der Regel zuerst das Auslaßventil
oder die Kolbendichtung eines Kolbenkompressors beschädigt, was letztlich zu einem
Ausfall des Kompressors und damit der Niveauregulierungsanlage führen kann.
[0004] Zur Vermeidung derartiger Schäden ist es beispielsweise durch
DE 15 03 446 A1,
DE 19 43 936 A1 und
EP 1 253 321 A2 bekannt, die Temperatur des Kompressors im Bereich der thermisch stark belasteten
Bauteile direkt zu messen und bei einer thermischen Überlastung den Kompressor zur
Abkühlung abzuschalten. Nachteilig hierbei ist, dass die notwendigen Temperatursensoren
vergleichsweise teuer und bei kleinen Kompressoren aufgrund des beengten Bauraums
im interessierenden Bereich nur schwer unterzubringen sind. Zwar deutet
EP 1 253 321 A2 an, dass die Steuerung des Kompressorbetriebs auch ohne Temperatursensoren auf der
Basis eines thermischen Modells erfolgen kann. Der Inhalt eines solchen Meß- bzw.
Steuerungsverfahrens wird dabei jedoch nicht näher definiert.
[0005] Durch
DE 39 19 407 A1 und
DE 40 30 475 A1 ist es bekannt, die thermische Belastung eines Kompressors über die elektrische Leistungsaufnahme
und/oder die Betriebsdauer des zu dem Kompressor gehörenden Elektromotors zu ermitteln.
In eine ähnliche Richtung geht der aus
DE 43 33 591 A1 bekannt gewordene Vorschlag, die Steuerung eines Kompressors durch Aufsummieren von
dessen Einzeleinschaltzeiten und Einzelabschaltzeiten zu beeinflussen. Die Einzeleinschalt-
und Abschaltzeiten stellen jeweils einen von mehreren Einflußfaktoren im Hinblick
auf die thermische Belastung des Kompressors dar.
[0006] Durch
DE 198 12 234 C2 ist es bekannt, dass ein Kompressor hinsichtlich seiner Ein- und Ausschaltzeiten
variabel betrieben werden kann. Dabei soll die jeweils aktuelle Einschaltdauer an
die aktuellen Betriebsbedingungen des Kompressors angepaßt werden. Als Parameter,
in dessen Abhängigkeit die Einschaltdauer des Kompressors variiert wird, dienen die
Wärmeübertragungsbedingungen, die zwischen dem Kompressor und der diesen umgebenden
Luft herrschen. Dabei kann die Einschaltdauer beispielsweise in Abhängigkeit von der
in der Umgebung des Kompressors herrschenden Lufttemperatur und Luftströmungsgeschwindigkeit
derart variiert werden, dass die Einschaltdauer verkürzt wird, wenn die Umgebungstemperatur
zunimmt, und verlängert wird, wenn sie abnimmt. Die Umgebungstemperatur kann dabei
anhand einer Modellrechnung aus der aktuellen Fahrzeugaußenlufttemperatur und/oder
der Fahrzeugmotoransauglufttemperatur bestimmt werden. Nachteilig ist hierbei, dass
das bekannte Verfahren wie alle Einschaltdauermethoden durchweg ungenau ist, weil
es die thermodynamischen Eigenschaften des Kompressors selbst nicht berücksichtigt.
Die Steuerung nimmt dabei beispielsweise keinen Einfluß darauf, in welchem Temperaturband
der Kompressor letztlich betrieben wird.
[0007] Durch
DE 196 21 946 C2 ist ein Verfahren zur temperaturgestützten Steuerung eines Kompressors für eine Luftfederung
eines Kraftfahrzeugs bekannt, das als Schätzverfahren ausgestaltet ist und ohne einen
gesonderten Temperatursensor am Kompressor auskommt. Dazu ist vorgesehen, dass der
Kompressor von einem Steuergerät abgeschaltet wird, wenn ein von diesem berechneter
Temperatur-Schätzwert einen oberen Schwellenwert überschreitet, oder eingeschaltet
wird bzw. ein Einschalten gestattet wird, wenn ein unterer Schwellenwert unterschritten
wird. Dazu wird der jeweils letzte Temperatur-Schätzwert beim Einschalten des Kompressors
um einen bestimmten Temperatursprung erhöht, dessen Maß von der Höhe des letzten Schätzwertes
abhängig ist. Weiterhin wird der Schätzwert während eines Kompressorbetriebes in vorgegebener
Weise erhöht und bei Stillstand des Kompressors in vorgegebener Weise abgesenkt. Nachteilig
ist hierbei, da die für das Verfahren zugrundegelegten linearen Zusammenhänge in der
Praxis in der Regel nicht vorliegen, da bei großen Temperaturdifferenzen die Temperaturänderungen
größer sind als bei kleinen Temperaturdifferenzen. Der Temperatursprung findet außerdem
in der Realität nicht augenblicklich statt, so dass in diesem Bereich auch die steuerungstechnische
Verfügbarkeit des Kompressors nachteilig herabgesetzt ist.
[0008] Durch
EP 1 644 640 B1 ist ein Verfahren der betreffenden Art zur Steuerung des Betriebs des Kompressors
bekannt, bei dem der Kompressor von einem Steuergerät zur Vermeidung thermischer Schäden
dann abgeschaltet wird, wenn ein Maximalwert der Kompressortemperatur erreicht oder
überschritten wird, und bei dem wenigstens zwei Systemkomponenten Kompressorleistungs-Anfragen
an das Steuergerät richten und das Steuergerät den Systemkomponenten in Abhängigkeit
von den Kompressorleistungs-Anfragen Kompressorleistung zuteilt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Art zur Steuerung des Betriebs eines Kompressors anzugeben, bei dem die
Flexibilität der Steuerung erhöht ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
[0010] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich der Betrieb des Kompressors
flexibler und an die jeweiligen Anforderungen angepaßter gestalten läßt, wenn eingehende
Kompressorleistungs-Anfragen der Systemkomponenten nicht zwangsläufig in der Reihenfolge
ihres zeitlichen Einganges abgearbeitet werden. Hiervon ausgehend liegt der Erfindung
der Gedanke zugrunde, bei der Zuteilung von Kompressorleistung entsprechend den jeweiligen
Kompressorleistungs-Anfragen zu berücksichtigen, zu welcher Erhöhung der Kompressortemperatur
die Abarbeitung der jeweiligen Kompressorleistungs-Anfrage führen würde. Ist der Kompressor
von dem Steuergerät beim Erreichen eines Maximalwertes der Kompressortemperatur abgeschaltet
worden, so werden eingehende Kompressorleistungs-Anfragen von dem Steuergerät zunächst
nicht beantwortet, um eine Abkühlung des Kompressors zu ermöglichen, so dass thermische
Schäden vermieden sind. Geht beispielsweise während der Abkühlungsphase eine Anfrage
ein, deren Abarbeitung zu einer Erhöhung der Kompressortemperatur um einen Temperaturwert
ΔT1 führen würde, so ermittelt das Steuergerät ausgehend von einer als Schätzwert
berechneten oder gemessenen momentanen Kompressortemperatur, ob die mit der Abarbeitung
der Anfrage verbundene Temperaturerhöhung ΔT1 zu einem Erreichen oder Überschreiten
der maximalen Kompressortemperatur führen würde. In diesem Falle wird die Anfrage
nicht beantwortet. Liegt jedoch gleichzeitig eine weitere Anfrage oder unter mehreren
weiteren Anfragen eine Anfrage vor, deren Abarbeitung zu einer geringeren Temperaturerhöhung
ΔT2 führen würde, die ausgehend von der momentanen Kompressortemperatur nicht zu einer
Überschreitung des Maximalwertes der Kompressortemperatur führt, so kann diese Anfrage
erfindungsgemäß in der Abarbeitung vorgezogen werden. Nach Abarbeitung der Anfrage
und einer damit verbundenen Temperaturerhöhung des Kompressors um ΔT2 kühlt der Kompressor
wieder ab. Ist eine Kompressortemperatur erreicht, die so gering ist, dass ausgehend
von der momentanen Kompressortemperatur die zu erwartende Temperaturdifferenz ΔT1
nicht zu einer Überschreitung des Maximalwertes der Kompressortemperatur führt, so
kann die zunächst nicht beantwortete Anfrage beantwortet werden.
[0011] Entsprechend kann das erfindungsgemäße Verfahren auch dann durchgeführt werden, wenn
eine Mehrzahl von Anfragen vorliegt, die entsprechend ihrem zeitlichen Eingang nach
Art einer Warteschlange abgespeichert werden können, erfindungsgemäß jedoch nicht
zwangsläufig entsprechend der zeitlichen Reihenfolge ihres Einganges bearbeitet werden.
Liegen mehrere Anfragen vor, die zu unterschiedlichen Temperaturerhöhungen der Kompressortemperatur
führen würden, so ist es jedoch durchaus möglich, dass diese Anfragen in dem erfindungsgemäßen
Verfahren entsprechend der zeitlichen Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet werden,
sofern diese Reihenfolge der Abarbeitung den erfindungsgemäß herangezogenen Kriterien,
nämlich der momentanen Kompressortemperatur und der bei Abarbeitung der Anfrage zu
erwartenden Erhöhung der Kompressortemperatur, entspricht.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass aus einer Mehrzahl von Kompressorleistungs-Anfragen
von dem Steuergerät eine Anfrage ausgewählt wird, deren Abarbeitung ausgehend von
der momentanen Kompressortemperatur und der bei der Abarbeitung zu erwartenden Erhöhung
der Kompressortemperatur nicht zu einem Überschreiten des Maximalwertes der Kompressortemperatur
führt. Auf diese Weise sind thermische Schäden an dem Kompressor zuverlässig vermieden.
[0013] Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Zuteilung von Kompressorleistung
unabhängig von der zeitlichen Reihenfolge des Einganges der Kompressorleistungs-Anfragen
durchgeführt wird. Auf diese Weise ist bei der Abarbeitung der Anfragen eine hohe
Flexibilität erzielt. Hierbei ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Reihenfolge
der Abarbeitung der Anfragen zufällig der zeitlichen Reihenfolge ihres Einganges entspricht.
[0014] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, bei der Zuteilung
von Kompressorleistung eine Klassifizierung der Kompressorleistungs-Anfragen, beispielsweise
hinsichtlich Sicherheitsaspekten, berücksichtigt wird. Liegt beispielsweise eine Kompressorleistungs-Anfrage
für eine besonders systemwichtige Funktion vor, beispielsweise bei einem Kraftfahrzeug
eine für die Fahrzeugsicherheit oder einen Fußgängerschutz relevante Systemfunktion,
so kann eine entsprechende Anfrage priorisiert werden, so dass diese Priorisierung
die erfindungsgemäß zur Zuteilung von Kompressorleistung herangezogenen Kriterien
übersteuert. Ist beispielsweise eine sicherheitsrelevante Systemfunktion auszuführen,
für deren Ausführung die Abkühlung des Kompressors jedoch noch nicht weit genug fortgeschritten
ist und liegt gleichzeitig eine Anfrage vor, die nicht sicherheitsrelevant ist, im
Hinblick auf die erreichte Abkühlung des Kompressors jedoch ausgeführt werden könnte,
so wird bei dieser Ausführungsform die Abkühlung des Prozessors fortgesetzt, bis die
mit der sicherheitsrelevanten Systemfunktion verbundene Kompressorleistungs-Anfrage
abgearbeitet wird.
[0015] Entsprechend den jeweiligen Anforderungen kann die momentane Kompressortemperatur
gemessen oder als Temperatur-Schätzwert von dem Steuergerät berechnet werden. Eine
Berechnung der momentanen Kompressortemperatur als Temperatur-Schätzwert hat den Vorteil,
dass Sensoren zum Abfühlen der Kompressortemperatur nicht erforderlich sind. Auf diese
Weise ergibt sich ein besonders einfacher und störungsunempfindlicher Aufbau. Entsprechende
Verfahren zur Berechnung der Kompressortemperatur sind beispielsweise durch
DE 103 30 121 A1 und
EP 1 644 640 B1 bekannt und werden daher hier nicht näher erläutert.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0017] Der Betrieb eines Kompressors, beispielsweise im Zusammenhang mit einer Niveauregulierungsanlage
eines Kraftfahrzeuges, wird von einem Steuergerät gesteuert. Bei dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel wird der Kompressor von dem Steuergerät zur Vermeidung thermischer
Schäden dann abgeschaltet, wenn ein Maximalwert ΔTmax der Kompressortemperatur erreicht
oder überschritten wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel richten drei Systemkomponenten
Kompressorleistungsanfragen S1 bzw. S2 bzw. S3 an das Steuergerät, wobei die Anfrage
S1 eine Kompressorleistung P1 benötigt und zu einer Erhöhung der Kompressortemperatur
um ΔT1 führt. Demgegenüber benötigt die Anfrage S2 eine Kompressorleistung P2 und
führt zu einer Erhöhung der Kompressortemperatur um ΔT2, und die Anfrage S3 benötigt
eine Kompressorleistung P3 und führt zu einer Temperaturerhöhung ΔT3. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel sei ΔT1< ΔT2 < ΔT3 angenommen.
[0018] Im folgenden sei angenommen, dass das Steuergerät den Kompressor abgeschaltet hat,
nachdem ein Maximalwert der Kompressortemperatur erreicht oder überschritten worden
ist. Um thermische Schäden an dem Kompressor zu vermeiden, kann der Kompressor erst
dann wieder in Betrieb genommen werden und Kompressorleistung abgeben, wenn er sich
in ausreichendem Maße abgekühlt hat. Es sei angenommen, dass während der Abkühlungsphase
des Kompressors zeitlich aufeinanderfolgend zunächst eine Anfrage S3, danach eine
Anfrage S1 und anschließend eine Anfrage S2 eingeht, wie in der nachfolgenden Tabelle
dargestellt:
| Kompressorleistungs-Anfrage |
Benötigte Kompressorleistung |
Zu erwartende Erhöhung der Kompressortemperatur |
| S3 |
P3 |
ΔT3 |
| S1 |
P1 |
ΔT1 |
| S2 |
P2 |
ΔT2 |
[0019] Während der Abkühlung des Prozessors berechnet das Steuergerät bei dieser Ausführungsform
fortlaufend die momentane Kompressortemperatur als Temperatur-Schätzwert und stellt
fest, ob der Kompressor bereits so weit abgekühlt ist, dass Kompressorleistungs-Anfragen
beantwortet werden können.
[0020] Stellt das Steuergerät beispielsweise fest, dass ausgehend von der momentanen Kompressortemperatur
die mit der Anfrage S3 verbundene Temperaturerhöhung ΔT3 zu einer Überschreitung des
Maximalwertes der Kompressortemperatur ΔTmax führen würde, die mit der Anfrage S1
verbundene geringere Temperaturerhöhung ΔT1 jedoch nicht zu einer solchen Überschreitung
des Maximalwertes ΔTmax der Kompressortemperatur führt, so wird zunächst die Anfrage
S1 beantwortet, so dass der anfragenden Systemkomponente die benötigte Kompressorleistung
P1 zugeteilt wird, so dass die zugehörige Systemfunktion ausgeführt wird. Nach Ausführung
der entsprechenden Systemfunktion kann die Abkühlung des Kompressors fortgesetzt werden.
Ist die Abkühlung soweit fortgeschritten, dass die mit der Anfrage S2 verbundene Temperaturerhöhung
ΔT2 nicht zu einem Überschreiten des Maximalwertes der Kompressortemperatur führen
würde, so kann zunächst diese Anfrage beantwortet werden. Erst daran anschließend
und nach einer weiteren Abkühlung des Prozesses wird die Anfrage S3 beantwortet.
[0021] Erfindungsgemäß ist es möglich, bei der Zuteilung von Kompressorleistung eine Klassifizierung
der Kompressorleistungs-Anfragen, beispielsweise hinsichtlich Sicherheitsaspekten,
zu berücksichtigen. Handelt es sich bei der zu der Anfrage S3 zugehörigen Systemfunktion
um eine sicherheitsrelevante Funktion, beispielsweise für die Fahrsicherheit oder
den Fußgängerschutz im Zusammenhang mit einer Niveauregulierungsanlage eines Kraftfahrzeugs,
so kann die Anfrage S3 bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens stets
entsprechend klassifiziert und damit hinsichtlich der Ausführung priorisiert sein.
In diesem Falle würde das Steuergerät den Kompressor erst dann wieder in Betrieb nehmen,
wenn dieser soweit abgekühlt ist, dass die mit der Anfrage S3 verbundene Temperaturerhöhung
ΔT3 nicht zu einem Überschreiten der maximalen Kompressortemperatur führen würde.
Ist der Kompressor entsprechend abgekühlt, so wird die benötigte Kompressorleistung
P3 entprechend der Anfrage S3 zugeteilt. Die Anfragen S1 und S2, die zu geringeren
Temperaturerhöhungen der Kompressortemperatur führen würden, werden im Falle einer
solchen Klassifizierung also nicht vorgezogen.Gesellschaft
1. Verfahren zur Steuerung des Betriebs eines Kompressors,
bei dem der Kompressor von einem Steuergerät zur Vermeidung thermischer Schäden dann
abgeschaltet wird, wenn ein Maximalwert der Kompressortemperatur erreicht oder überschritten
wird, und
bei dem wenigstens zwei Systemkomponenten Kompressorleistungs-Anfragen an das Steuergerät
richten und das Steuergerät den Systemkomponenten in Abhängigkeit von den Kompressorleistungs-Anfragen
Kompressorleistung zuteilt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät Systemkomponenten die angefragte Kompressorleistung wenigstens teilweise
in Abhängigkeit von der momentanen Kompressortemperatur und einer Erhöhung der Kompressortemperatur,
die bei Zuteilung der Kompressorleistung entsprechend der jeweiligen Kompressorleistungs-Anfrage,
zu erwarten ist, zuweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Mehrzahl von Kompressorleistungs-Anfragen von dem Steuergerät eine Anfrage
ausgewählt wird, bei der bei Zuteilung der angefragten Kompressorleistung eine Erhöhung
der Kompressortemperatur auftritt, die ausgehend von der momentanen Kompressortemperatur
nicht zu einem Überschreiten des Maximalwertes der Kompressortemperatur führt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuteilung von Kompressorleistung unabhängig von der zeitlichen Reihenfolge des
Eingangs der Kompressorleistungs-Anfragen ausgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Zuteilung von Kompressorleistung eine Klassifizierung der Kompressorleistungs-Anfragen,
beispielsweise hinsichtlich Sicherheitsaspekten, berücksichtigt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils momentane Kompressortemperatur gemessen oder als Temperatur-Schätzwert
von dem Steuergerät berechnet wird.