[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1, eine Kraftfahrzeugklimaanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 10 und ein Verfahren
zur Herstellung eines Wärmeübertragers oder einer Kraftfahrzeugklimaanlage gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 11.
[0002] Kraftfahrzeugklimaanlagen dienen dazu, die dem Innenraum eines Kraftfahrzeuges zuzuführende
Luft zu erwärmen und/oder zu kühlen. In Kraftfahrzeugklimaanlagen werden Wärmeübertrager
als elektrische Heizeinrichtungen eingesetzt, um die Luft zu erwärmen, welche dem
Innenraum zugeführt wird. Die elektrische Heizeinrichtung umfasst PTC-Elemente. PTC-Elemente
(PTC: Positive Temperature Coefficient) sind Strom leitende Materialien, die einen
elektrischen Widerstand aufweisen und bei tieferen Temperaturen den Strom besser leiten
können als bei höheren Temperaturen. Ihr elektrischer Widerstand vergrößert sich somit
bei steigender Temperatur. Das PTC-Element besteht im Allgemeinen aus Keramik und
ist ein Kaltleiter. Dadurch stellt sich unabhängig von den Randbedingungen - wie z.
B. angelegte Spannung, Nominalwiderstand oder Luftmenge an dem PTC-Element - eine
sehr gleichmäßige Oberflächentemperatur am PTC-Element ein. Eine Überhitzung kann
verhindert werden wie sie z. B. mit einem normalen Wärme abgebenden Heizdraht auftreten
könnte, da hier unabhängig von den Randbedingungen immer ungefähr der gleiche Widerstand
und dadurch eine im Wesentlichen identische elektrische Heizleistung aufgebracht wird.
[0003] Der Wärmeübertrager umfasst PTC-Elemente, wenigstens zwei elektrische Leiter mittels
denen elektrischer Strom durch das PTC-Element geleitet wird und Wärmeleitelemente,
insbesondere Lamellen bzw. Wellrippen, mittels denen die Oberfläche zum Erwärmen der
Luft vergrößert wird. In zunehmenden Maße werden Kraftfahrzeuge hergestellt, welche
über einen ausschließlichen elektrischen Antrieb oder über einen Hybridantrieb verfügen.
Kraftfahrzeugklimaanlagen für diese Kraftfahrzeuge verfügen im Allgemeinen nicht mehr
über einen Wärmeaustauscher zum Erwärmen der Luft, der von Kühlflüssigkeit durchströmt
wird. Die gesamte Heizleistung der Kraftfahrzeugklimaanlage muss deshalb von der elektrischen
Heizeinrichtung bzw. den PTC-Elementen aufgebracht werden. Aus diesem Grund ist es
erforderlich, die PTC-Elemente auch mit Hochspannung, z. B. im Bereich von 50 bis
600 Volt anstelle von Niederspannung mit 12 Volt, zu betreiben. Hochspannung in einer
Kraftfahrzeugklimaanlage stellt jedoch ein Sicherheitsproblem dar, weil beispielsweise
durch eine menschliche Berührung von unter Hochspannung stehenden Teilen dem Menschen
von der Hochspannung gesundheitlicher Schaden zugefügt werden kann.
[0004] Die
US 4 327 282 zeigt einen Wärmeübertrager mit einem PTC-Heizelement. Mittels Kontaktplatten wird
Strom durch das PTC-Heizelement geleitet und an den Kontaktplatten ist eine Isolierschicht
angeordnet. Die Komponenten werden mittels eines U-förmigen Clipses zusammengehalten.
[0005] Aus der
EP 1 768 458 A1 ist ein Wärme erzeugendes Element einer Heizvorrichtung zur Lufterwärmung bekannt,
umfassend wenigstens ein PTC-Element und an gegenüberliegenden Seitenflächen des PTC-Elementes
anliegende elektrische Leiterbahnen, wobei die beiden elektrischen Leiterbahnen außenseitig
von einer nicht elektrisch leitenden Isolierschicht umgeben sind.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, einen Wärmeübertrager
und eine Kraftfahrzeugklimaanlage sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Wärmeübertragers
und einer Kraftfahrzeugklimaanlage zur Verfügung zu stellen, bei dem ein mit elektrischen
Strom unter Hochspannung, z. B. mehr als 50 V, betriebener Wärmeübertrager ohne Gefährdung
für die Umwelt, insbesondere Menschen, betrieben werden kann. Der Wärmeübertrager
und die Kraftfahrzeugklimaanlage sollen in der Herstellung preiswert sein zuverlässig
im Betrieb arbeiten
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Wärmeübertrager, umfassend wenigstens ein elektrisches
Widerstandsheizelement, insbesondere wenigstens ein PTC-Element, wenigstens zwei mit
dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement elektrisch leitend verbundene
Leiter, insbesondere Leiterplatten, um elektrischen Strom durch das wenigstens eine
elektrische Widerstandsheizelement zu leiten und dadurch das elektrische Widerstandsheizelement
zu erwärmen, wenigstens ein Wärmeleitelement zur Übertragung von Wärme von dem wenigstens
einen elektrischen Widerstandsheizelement auf ein zu erwärmendes Fluid, wenigstens
ein elektrisches Isolierelement, welches die wenigstens zwei Leiter elektrisch isoliert,
vorzugsweise von dem wenigstens einen Wärmeleitelement, wobei die wenigstens zwei
Leiter und/oder das wenigstens eine elektrische Widerstandsheizelement in wenigstens
einem von wenigstens einer Hohlraumwandung begrenzten Hohlraum angeordnet sind und
das wenigstens eine elektrische Isolierelement wenigstens eine Formdichtung ist, wobei
die wenigstens eine Hohlraumwandung als wenigstens ein geschlossenes Rohr ohne Fügestelle
im Querschnitt ausgebildet ist. Das Rohr ist damit in der Herstellung einfach und
kann lediglich mittels Strangpressen hergestellt werden und weist da bereits nach
dem Herstellen im Querschnitt einen geschlossenen Querschnitt auf. Dadurch ist es
nicht mehr erforderlich, die Wandungen des wenigstens eines Rohres zu einem geschlossenen
Rohr miteinander nachträglich an einer Fügestelle, z. B. eine Schweiß-, Löt- oder
Klebestelle, zu verbinden.
[0008] Insbesondere ist das wenigstens eine Rohr als wenigstens ein Flachrohr ausgebildet
mit zwei Breitseitenwandungen und zwei Schmalseitenwandungen und die beiden Schmalseitenwandungen
sind mittels einer auf die beiden Breitseitenwandungen wirkenden Druckkraft verspannt,
insbesondere sind die zwei Schmalseitenwandungen an einer Biegekante oder einem Biegekreis
verspannt. Auf die beiden Breitseitenwandungen des wenigstens einen Rohres wirkt somit
eine Druckkraft, so dass dadurch die beiden Breitseitenwandungen auf einen Heizverbund
in einem von dem wenigstens einen Rohr eingeschlossenen Hohlraum aufgepresst sind.
Dadurch ist der Heizverbund kraftschlüssig, insbesondere mittels Einklemmen oder Verklemmen,
mit dem wenigstens einen Rohr, insbesondere den Breitseitenwandungen, verbunden.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung umfasst das wenigstens eine Wärmeleitelement das
wenigstens eine Rohr und/oder das wenigstens eine Wärmeleitelement umfasst Wellrippen,
welche außenseitig an dem wenigstens einen Rohr, insbesondere mittels Löten oder Kleben,
angeordnet sind und/oder die wenigstens zwei Leiter weisen keinen unmittelbaren Kontakt
zu dem wenigstens einen Rohr auf.
[0010] In einer ergänzenden Ausführungsform bestehen das wenigstens eine Wärmeleitelement,
insbesondere das wenigstens eine Rohr und/oder die Wellrippen, wenigstens teilweise,
insbesondere vollständig, aus Metall, beispielsweise Aluminium oder Stahl, oder Kunststoff
[0011] Vorzugsweise ist die wenigstens eine Formdichtung zwischen je einer Wandung des wenigstens
einen Rohres und einem Leiter angeordnet, so dass die wenigstens zwei Leiter bezüglich
des wenigstens einen Rohres elektrisch isoliert sind.
[0012] In einer Variante sind in dem Hohlraum zwei, vorzugsweise im Wesentlichen rechteckförmige,
Formdichtungen angeordnet oder die wenigstens eine Formdichtung ist in dem Hohlraum
als ein Schlauch, insbesondere Schrumpfschlauch, ausgebildet. Die zwei im Wesentlichen
rechteckförmigen Formdichtungen sind dabei zwischen jeweils einer Breitseitenwandung
des wenigstens einen Flachrohres und jeweils einer Leiterplatte eingeklemmt. Der Schlauch,
insbesondere als Schrumpfschlauch, welcher die Formdichtung bildet umschließt dabei
die Heizeinheit mit den beiden Leiterplatten und den PTC-Elementen. Dadurch ist die
Heizeinheit elektrisch isoliert.
[0013] Zweckmäßig ist die wenigstens eine Formdichtung elastisch und/oder die wenigstens
eine Formdichtung besteht wenigstens teilweise aus Silikon oder Kunststoff oder Gummi
und/oder die wenigstens eine Formdichtung ist mit dem wenigstens einen Rohr kraft-
und/oder form- und/oder stoffschlüssig verbunden und/oder die wenigstens eine Formdichtung
ist eine Folie. Auf einem Wärmeübertrager mit mehreren Heizregistern wird eine Druckkraft
aufgebracht und die elastische Formdichtung kann sich dabei aufgrund dieser Druckkraft
verformen.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die wenigstens eine Formdichtung wärmeübertragende
oder wärmeleitende Partikel, z. B. Aluminiumoxid und/oder Siliziumkarbid und/oder
Bornitrid, und/oder das wenigstens eine Rohr ist von einer ersten, z. B. oberen, Deckelplatte
an einem ersten Ende, insbesondere fluiddicht, verschlossen und/oder das wenigstens
eine Rohr ist von einer zweiten, z. B. unteren, Deckelplatte ist an einem zweiten
Ende, insbesondere fluiddicht, verschlossen. Wärmeübertragende oder wärmeleitende
Partikel in der wenigstens einen Formdichtung gewährleisten, dass die von den PTC-Elementen
erzeugte Wärme auch nach außen zu den Wärmeleitelementen, insbesondere dem wenigstens
einen Rohr und/oder den Wellrippen, geleitet werden kann in einer ausreichend guten
Wärmeleitfähigkeit.
[0015] Insbesondere sind das wenigstens eine elektrische Widerstandsheizelement, die wenigstens
zwei Leiter und die wenigstens eine Formdichtung zu wenigstens einem Heizverbund verbunden,
welches oder welche innerhalb des wenigstens einen Rohres angeordnet ist oder sind
und vorzugsweise mehrere Rohre mit je einem Heizverbund und mit zwischen den Rohren
angeordneten Wellrippen den Wärmeübertrager bilden, wobei insbesondere mittels eines
Spannrahmens oder einer Feder auf die Wandungen des wenigstens einen Rohres, insbesondere
die Breitseitenwandungen des wenigstens einen Flachrohres, die Druckkraft aufgebracht
ist.
[0016] Eine Erfindungsgemäße Kraftfahrzeugklimaanlage umfasst wenigstens einen in dieser
Schutzrechtsanmeldung beschriebenen Wärmeübertrager.
[0017] Erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Wärmeübertragers oder einer Kraftfahrzeugklimaanlage,
insbesondere eines in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebenen Wärmeübertragers
oder einer in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebenen Kraffifahrzeugklimaanlage,
mit den Schritten: zur Verfügung stellen wenigstens eines elektrischen Widerstandsheizelementes,
insbesondere wenigstens eines PTC-Elements, zur Verfügung stellen von wenigstens zwei
elektrischen Leitern, insbesondere Leiterplatten, zum Durchleiten von elektrischen
Strom durch das wenigstens eine elektrische Widerstandsheizelement, zur Verfügung
stellen wenigstens eines Wärmeleitelements zur Übertragung von Wärme von dem wenigstens
einen elektrischen Widerstandsheizelement auf ein zu erwärmende Fluid, zur Verfügung
stellen wenigstens eines elektrischen Isolierelementes als Formdichtung zum elektrischen
Isolieren des wenigstens eine Wärmeleitelements von den wenigstens zwei Leitern, Verbinden
der wenigstens zwei Leiter mit dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement,
thermisches Verbinden des wenigstens einen Wärmeleitelementes mit dem wenigstens einen
Leiter und/oder mit dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement, elektrisches
Isolieren der wenigstens zwei Leiter, vorzugsweise von dem wenigstens einen Wärmeleitelement,
mittels der wenigstens einen Formdichtung, indem die wenigstens zwei Leiter mit dem
wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement und die wenigstens einen Formdichtung
zu wenigstens einem Heizverbund verbunden werden, wobei das wenigstens eine Wärmeleitelement
wenigstens eine Hohlraumwandung umfasst, welche oder welches wenigstens einen Hohlraum
einschließt und die wenigstens eine Hohlraumwandung von wenigstens einem Rohr gebildet
ist, wobei das Rohr, insbesondere mittels Strangpressen, hergestellt wird mit einem
geschlossenen Querschnitt ohne Fügestelle
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung wird das wenigstens eine Rohr als wenigstens ein
Flachrohr hergestellt und der wenigstens eine Heizverbund wird in den wenigstens einen
Hohlraum, der von dem wenigstens einem im Querschnitt geschlossenen Flachrohr eingeschlossen
ist, eingebracht und anschließend wird das Flachrohr an den Schmalseitenwandungen
verformt und damit auch verspannt, so dass die die Breitseitenwandungen des Flachrohres
auf die wenigstens einen Formdichtung aufgedrückt wird.
[0019] In einer ergänzenden Variante ist während des Einbringens des wenigstens einen Heizverbundes
in den wenigstens einen Hohlraum die Dicke des wenigstens einen Hohlraumes zwischen
den beiden Breitseitenwandungen größer als die Dicke des Heizverbundes zwischen der
wenigstens einen Formdichtung auf den wenigstens zwei Leitern. Die Dicke des Heizverbundes
wird vorzugsweise senkrecht zu einer von den Leiterplatten aufgespannten Ebene bestimmt.
[0020] In einer weiteren Variante wird nach dem Einbringen des wenigstens einen Heizverbundes
in den wenigstens einen Hohlraum die Form der wenigstens einen Hohlraumwandung verändert,
insbesondere gebogen, so dass das Volumen des wenigstens einen Hohlraumes verkleinert
wird und vorzugsweise dadurch der Heizverbund kraftschlüssig mit den Breitseitenwandungen
des wenigstens einen Flachrohres verbunden wird.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung ist die wenigstens eine Formdichtung als ein Schrumpfschlauch
ausgebildet und der Schrumpfschlauch wird auf die wenigstens zwei Leiter aufgeschrumpft,
indem der Schrumpfschlauch erwärmt wird und/oder die Schmalseitenwandungen werden
an einer Biegekante oder einem Biegekreis verformt und/oder die Schmalseitenwandungen
werden verformt, indem auf die Breitseitenwandungen eine Druckkraft, vorzugsweise
mit einer Feder oder einem Spannrahmen, aufgebracht wird.
[0022] In einer zusätzlichen Ausgestaltung wird nach dem Einbringen des wenigstens einen
Heizverbundes in den wenigstens einen Hohlraum auf die Breitseitenwandung eine Kraft
aufgebracht und dadurch die Breitseitenwandungen in Richtung zu dem wenigstens einen
Heizverbund bewegt bzw. verformt, so dass dadurch der wenigstens eine Heizverbund
kraftschlüssig, insbesondere mittels Einklemmen, zwischen den beiden Breitseitenwandungen
des wenigstens einen Flachrohres befestigt ist.
[0023] Die wenigstens eine Formdichtung besteht aus einem elektrisch isolierenden und thermisch
leitfähigen Material. Aufgrund der geometrischen Anordnung der wenigstens einen Formdichtung
innerhalb des Wärmeübertragers sind die wenigstens zwei Leiter und das wenigstens
eine elektrische Widerstandsheizelement elektrisch isoliert. Die Formdichtung ist
in einem festen Aggregatzustand, d. h. nicht flüssig oder gasförmig, auch bei hohen
Temperaturen, z. B. 70°C oder 100°C.
[0024] In einer weiteren Ausgestaltung ist die wenigstens eine Formdichtung eine Folie bzw.
Isolationsfolie, z. B. eine Polyimide-Folie (Kapton-Folie), (elastisch) keramisch
gefüllte Folie oder eine (elastisch) keramisch gefüllte Silikonfolie.
[0025] In einer zusätzlichen Variante weist der Wärmeübertrager eine IP-Schutzklasse von
67 auf, so dass eine ausreichende Wasserdichtheit und Staubdichtheit vorhanden ist.
[0026] Ein geschlossenes Rohr ist ein Rohr, dessen Wandungen in einem Querschnitt vollständig
geschlossen sind.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung sind die Wellrippen und das wenigstens eine Rohr
mittels Kleben und/oder Löten und/oder kraftschlüssig unter Vorspannung miteinander
verbunden.
[0028] In einer weiteren Ausgestaltung weist die erste und/oder zweite Dichtplatte eine
Nut auf, in welche ein Ende des wenigstens einen Rohres angeordnet ist.
[0029] In einer weiteren Variante ist das wenigstens eine Rohr in der Nut mit einer Abdichtung,
z. B. einer, vorzugsweise elastischen, Dichtung, oder einem Kleber, abgedichtet.
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung wird bei dem Verkleinern des Volumens des wenigstens
einen Hohlraumes aufgrund eines Kontaktes zwischen der wenigstens einen Hohlraumwandung
und der wenigstens einen Formdichtung die wenigstens eine Formdichtung elastisch verformt
und durch die elastischen Kräfte der wenigstens einen Formdichtung nach der elastischen
Verformung die wenigstens eine Formdichtung kraftschlüssig mit wenigstens einer Wandung
des wenigstens einen Rohres verbunden wird, insbesondere wird die wenigstens eine
Formdichtung zwischen zwei Wandungen eingeklemmt.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung weist das wenigstens eine Wärmeleitelement und/oder
die wenigstens eine Formdichtung eine Wärmeleitfähigkeit von wenigstens 1 W/mK, insbesondere
wenigstens 15 W/mK auf.
[0032] In einer weiteren Ausführungsform weist die wenigstens eine Formdichtung eine elektrische
Isolation von wenigstens 1 kV/mm, insbesondere wenigstens 25 kV/mm auf.
[0033] In einer Variante weist die wenigstens eine Formdichtung, vorzugsweise im Querschnitt,
eine Durchschlagfestigkeit von wenigstens 1 kV auf.
[0034] In einer weiteren Ausgestaltung weist die wenigstens eine Formdichtung eine Wärmeleitfähigkeit
von wenigstens 1 W/mK, insbesondere wenigstens 15 W/mK auf. Die wenigstens eine Formdichtung
kann damit einerseits gut elektrisch isolieren und kann andererseits ausreichend gut
die Wärme von dem elektrischen Widerstandsheizelement zu dem Wärmeleitelement oder
den Wärmeleitelementen leiten.
[0035] Im Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt einer Kraftfahrzeugklimaanlage,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Wärmeübertragers ohne Deckplatten,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Wärmeübertragers gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Draufsicht des Wärmeübertragers gemäß Fig. 2,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht des Wärmeübertragers gemäß Fig. 2 mit Deckplatten ohne
Heizverbund,
- Fig. 6
- eine Explosionsdarstellung des Wärmeübertragers gemäß Fig. 5,
- Fig. 7
- einen Querschnitt eines Heizregisters in einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
2,
- Fig. 8
- einen weiteren Querschnitt des Heizregisters gemäß Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Explosionsdarstellung des Heizregisters,
- Fig, 10
- eine perspektivische Ansicht des Wärmeübertragers ohne Deckplatten in einem ersten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht des Wärmeübertragers ohne Deckplatten in einem zweiten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 12
- einen Querschnitt eines Rohres mit einer Einlage,
- Fig. 13
- einen Querschnitt des Rohres gemäß Fig. 12 mit dem Heizverbund,
- Fig. 14
- einen Querschnitt des Rohres gemäß Fig. 12 nach einem Zusammendrücken von Breitseitenwandungen,
- Fig. 15
- einen Querschnitt des Rohres ohne der Einlage in einem weiteren Ausführungsbeispiel
und
- Fig. 16
- einen Längsschnitt des Heizregisters.
[0036] Fig. 1 zeigt eine Kraftfahrzeugklimaanlage 24. In einem Klimaanlagengehäuse 26 mit
einer Bodenwandung 27 und einem Austrittsabschnitt 29 ist ein Gebläse 25, ein Luftfilter
30, ein Kältemittelverdampfer 31 und ein Wärmeübertrager 1 als eine elektrische Heizeinrichtung
angeordnet. Das Klimaanlagengehäuse 26 bildet somit einen Kanal 35 zum Durchleiten
der Luft. Gehäusewandungen 28 des Klimaanlagengehäuses 26 weisen an der Innenseite
eine Oberfläche 36 auf, welche den Kanal 35 begrenzen. Die Luft für den Innenraum
eines Kraftfahrzeuges wird mittels des Gebläses 25 durch den Luftfilter 30, den Kältemittelverdampfer
31 sowie den Wärmeübertrager 1 geleitet.
[0037] Die Kraftfahrzeugklimaanlage 24 ist somit nicht mit einem von Kühlmittel durchströmten
Wärmeaustauscher versehen zum Erwärmen der durch die Kraftfahrzeuganlage 24 geleiteten
Luft. Die durch die Kraftfahrzeugklimaanlage 24 geleitete Luft wird ausschließlich
mittels des Wärmeübertrager 1 elektrisch erwärmt. Die Kraftfahrzeugklimaanlage 24
wird vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug mit ausschließlich elektrischem Antrieb oder
mit einem Hybridantrieb eingesetzt (nicht dargestellt). Um mittels des Wärmeübertragers
1 die notwendige elektrische Heizleistung zu erreichen, muss der Wärmeübertrager mit
Hochspannung, z. B. mit mehr als 50 Volt, beispielsweise mit 60 V oder 600 V, betrieben
werden, um keine zu großen Stromstärken und damit zu dicke Stromleitungen (nicht dargestellt)
zu erhalten.
[0038] In den Fig. 2 bis 16 sind ein Ausführungsbeispiele des Wärmeübertragers 1 für die
Kraftfahrzeugklimaanlage 24 dargestellt. Ein als Flachrohr 13 ausgebildetes Rohr 18
aus Aluminium weist zwei Breitseitenwandungen 20 und zwei Schmalseitenwandungen 21
(Fig. 8, 12, 13, 14 und 15) auf. Die Breiten- und Schmalseitenwandungen 20, 21 stellen
dabei Hohlraumwandungen 17 dar, welche einen Hohlraum 19 innerhalb des Rohres 18 einschließen.
Die Breiten- und Schmalseitenwandungen 20, 21 des Rohres 18 sind somit Wandungen 16
des Rohres 18. Dabei weisen die Wandungen 18 im Querschnitt keine Fügestelle, z. B.
eine Nut-Feder-Verbindung, eine Schweißoder Lötstelle, auf. Das Rohr 18 ist einteilig
als geschlossene Wandung 18 mit Strangpressen hergestellt, so dass im Querschnitt
an dem Rohr 18 keine Fügestellen erforderlich sind.
[0039] Innerhalb des Flachrohres 13 sind zwei Formdichtungen 23 als elektrische Isolierelemente
22 angeordnet. Die beiden Formdichtungen 23 bestehen dabei aus elastischem Silikon.
Auf den beiden rechteckförmigen Formdichtungen 23 (Fig. 7, 8, 13 und 14) liegen zwei
Leiter 4, nämlich eine erste Leiterplatte 6 und eine zweite Leiterplatte 7, auf. Zwischen
den beiden Leiterplatten 6, 7 sind drei als PTC-Elemente 3 ausgebildete elektrische
Widerstandsheizelemente 2 angeordnet. Die PTC-Elemente 3 sind dabei mit den beiden
Leiterplatten 6, 7 mit Klebstoff miteinander verbunden. An den beiden Leitern 4 ist
jeweils eine elektrische Kontaktplatte 5 ausgebildet (Fig. 3 und 9). Der von den Hohlraumwandungen
17 des Flachrohres 13 eingeschlossenen Hohlraum 19 ist im Bereich der Schmalseitenwandungen
21 ein Leerraum 32, d. h. in dem Leerraum 32 ist lediglich Luft (Fig. 8).
[0040] Dadurch sind die beiden Leiterplatten 6, 7 mit den dazwischen angeordneten drei PTC-Elementen
3 aufgrund der elektrischen Isolation der Formdichtungen 23 elektrisch isoliert. Die
elektrische Kontaktierung der beiden Leiterplatten 6, 7 erfolgt mittels nicht dargestellter
elektrischer Leitungen an den Kontaktplatten 5. Die beiden Leiterplatten 6, 7 mit
den drei PTC-Elementen 3 stellen dabei eine Heizeinheit 10 dar. Nach dem Anordnen
der beiden Formdichtungen 23 an der Heizeinheit 10 bilden diese einen Heizverbund
8. Nach dem Einbringen des Heizverbundes 8 in die Flachrohre 13 mit den Wellrippen
12 liegt ein Heizregister 9 bzw. der Wärmeübertrager 1 vor. Mehrere Heizregister 9
gemäß der Darstellung in Fig. 2, 10 und 11 können auch zu einem Wärmeübertrager 1
mit einer größeren Anzahl von Heizregistern 9 zueinander verbunden werden.
[0041] Die Netzhöhe H
N des Wärmeübertragers 1 gemäß der Darstellung in Fig. 3 beträgt ca. 50 bis 300 mm,
vorzugsweise 100 bis 200 mm und die Netzbreite B
N beträgt ca. 50 bis 300 mm, vorzugsweise 100 bis 200 mm. Die Querteilung Q, d. h.
der Abstand zwischen den Flachrohren 13 gemäß der Darstellung in Fig. 4, beträgt dabei
zwischen 5 und 30 mm, vorzugsweise 9 bis 18 mm und die Bautiefe T
N gemäß der Darstellung in Fig. 8 beträgt 6 bis 50 mm, vorzugsweise 10 bis 40 mm. Die
Bautiefe T
R beträgt 10 bis 50 mm, vorzugsweise 10 bis 40 mm. Die Dicke D
E der Leiterplatten 6, 7 beträgt 0,2 bis 1,5 mm, die Dicke D
I der Formdichtungen 23 0,1 bis 1,5 mm und die Breite B
R des Rohres 18 beträgt 2 bis 10 mm. Die Dicke D
Stein der PTC-Elemente 3 liegt im Bereich zwischen 0,8 bis 3 mm.
[0042] Zwischen den Flachrohren 13 sind Wellrippen 12 als Wärmeleitelemente 11 angeordnet
(Fig. 2, 3, 5, 10 und 11). Die Wellrippen 12 dienen dabei dazu, die Oberfläche des
Wärmeübertragers 1 zu vergrößern, um die von den PTC-Elementen 3 abgegebene Wärme
besser an die Luft abgeben zu können, welche durch den Wärmeübertrager 1 strömt. Dabei
stellen auch die Flachrohre 13 Wärmeleitelemente 11 dar. Der Heizverbund 8, bestehend
aus den beiden Leiterplatten 6, 7, den PTC-Elementen 3 und der Formdichtung 23 wird
dabei erst nach der Herstellung des Flachrohres 13 in das Flachrohr 13 eingeschoben.
Die diesbezüglichen Herstellungsschritte sind in den Fig. 12 bis 14 dargestellt. Die
Wellrippen 12 können dabei entweder vor oder nach dem Einführen des Heizverbundes
8 in das Flachrohr 13 mit den Wellrippen 12 verbunden werden. Die Wellrippen 12 können
dabei beispielsweise mit Kleben, Schweißen oder Löten mit den Flachrohren 13 verbunden
werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Wellrippen 12 kraftschlüssig mit den
Flachrohren 13 zu verbinden, weil auf einen Wärmeübertrager 1 mit mehreren Flachrohren
13 bzw. Heizregistern 9 eine Druckkraft 33 aufgebracht ist und aufgrund dieser Druckkraft
33 (Fig. 10 und 11) die Wellrippen 12 zwischen den Flachrohren 13 kraftschlüssig gehalten
werden können.
[0043] In Fig. 12 ist ein Flachrohr 13 mit daran befestigten Wellrippen 12 in einem Querschnitt
dargestellt. Innerhalb des von dem Flachrohr 13 eingeschlossenen Hohlraumes 12 ist
eine Einlage 38 oder ein Inlay 38 vorhanden. Während des Verbindens der Wellrippen
12 mit den Flachrohren 13, können geringe Druckkräfte im Bereich der Breitseitenwandungen
20 des Flachrohres 13 auftreten. Um dadurch resultierende Verformungen und einer Verkleinerung
des Hohlraumes 19 zu verhindern, wird in dem Hohlraum 19 die Einlage 38 angeordnet.
Die Einlage 38 ist dabei nicht erforderlich, sofern das Flachrohr 13 eine ausreichend
hohe Steifigkeit aufweist, um diesen Kräften während des Zusammenfügens der Wellrippen
12 mit dem Flachrohr 13 entgegentreten zu können, ohne dass eine Verformung an dem
Flachrohr 13 auftritt. Nach dem Fügen, z. B. mittels Löten, der Wellrippen 12 an das
Flachrohr 13 wird die Einlage 38 aus dem Flachrohr 13 entfernt und anschließend der
Heizverbund 8 mit den PTC-Elementen 3 den beiden Leiterplatten 6, 7 und beiden Formdichtungen
23 in das Flachrohr 13 eingeschoben (Fig. 13). Die beiden Formdichtungen 23 weisen
dabei eine im Wesentlichen rechteckförmige Querschnittsform auf. Es handelt sich somit
um zwei separate Formdichtungen 23. Abweichend hiervon kann die Formdichtung 23 auch
als Schlauch 34 (Fig. 9) ausgebildet sein. Der Schlauch 34 kann hierbei auf die Heizeinheit
10 mit den beiden Leiterplatten 6, 7 und den PTC-Elementen 3 als Schrumpfschlauch
mittels Aufschrumpfen unter Erwärmen befestigt werden. Während des Einschiebens des
Heizverbundes 8 in das Flachrohr 13 (Fig. 13) ist der Abstand zwischen den beiden
Breitseitenwandungen 20 des Flachrohres 13 größer als die Dicke des Heizverbundes
8, d. h. des Abstandes zwischen den beiden Formdichtungen 23. Es liegt somit ein Abstand
zwischen den beiden Formdichtungen 23 und den beiden Breitseitenwandungen 20 vor.
Dadurch kann der Heizverbund 8 leicht das Flachrohr 13 eingeschoben werden. Nach dem
Einschieben des Heizverbundes 8 in das Flachrohr 13 wird auf die beiden Breitseitenwandungen
20 bzw. auf die Wellrippen 12 eine Druckkraft 33 aufgebracht (Fig. 14), so dass sich
die Schmalseitenwandungen 21 im Wesentlichen an einer Biegekante 39 verformen bzw.
verbiegen und dadurch der Abstand zwischen den beiden Breitseitenwandungen 20 verringert
wird, so dass die beiden Breitseitenwandungen 20 auf die beiden Formdichtungen 23
des Heizverbundes 8 gepresst werden. In diesem in Fig. 14 dargestellten Zustand des
Heizregisters 9 sind somit die beiden Schmalseitenwandungen 21 verspannt und der Heizverbund
8 kraftschlüssig, insbesondere mittels Verklemmen, zwischen den beiden Breitseitenwandungen
20 eingeklemmt. Die Druckkraft 33 wird dabei beispielsweise mittels einer nicht in
Fig. 10 dargestellten Spannfeder auf den Wärmeübertrager 1 mit mehreren Heizregistern
9 aufgebracht oder mittels eines in Fig. 11 dargestellten Spannrahmens 37.
[0044] Das Flachrohr 13 kann neben dem in den Fig. 12 bis 14 dargestellten Ausführungsform
mit der Schmalseitenwandung 21 mit einer Biegekante 9 auch als Flachrohr 13 mit Schmalseitenwandungen
21 in der geometrischen Form eines Biegekreises gemäß der Darstellung in Fig. 14 ausgebildet
sein. Die Herstellungsschritte zur Verbindung des Heizverbundes 8 mit dem Flachrohr
13 gemäß Fig. 15 entsprechen dabei in analoger Weise dem Ausführungsbeispiel des Flachrohres
13 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel, welches in den Fig. 12 bis 14 dargestellt
ist.
[0045] Nach dem Einschieben der Heizverbünde 8 in die Flachrohre 13 und dem Aufbringen der
Druckkraft 33 auf den Wärmeübertrager 1 wird auf die oberen Enden der Flachrohre 13
eine obere erste Deckplatte 14 aufgebracht und auf die unteren, zweiten Enden der
Flachrohre 13 eine zweite untere Deckplatte 15 aufgebracht (Fig. 5, 6 und 16). Die
erste und zweite Deckplatte 14, 15 weist dabei mehrere im Wesentlichen rechteckförmige
Nuten auf, in welche die Enden der Flachrohre 13 eingeschoben werden. In den Nuten
ist am unteren Ende der Nuten jeweils eine Freisparung 40 (Fig. 16) vorhanden. In
die Freisparung 40 ist beispielsweise ein Klebstoff als Abdichtung 41 eingebracht.
Nach dem Einschieben der Flachrohre 13 in die Nuten der ersten und zweiten Deckplatte
14, 15, werden die Enden der Flachrohre 13 mit diesem Klebstoff verklebt und dadurch
eine flüssigkeits- und staubdichte Verbindung sowie Abdichtung zwischen den Flachrohren
13 und der ersten und zweiten Deckplatte 14, 15 hergestellt. Als Abdichtung 41 können
außer Klebstoff auch beispielsweise Silikon verwendet werden. Die erste und zweite
Deckplatte 14, 15 besteht dabei aus Metall oder Kunststoff. Dadurch sind sämtliche
Flachrohre 13 des Wärmeübertragers 1 staub- und flüssigkeitsdicht gegenüber der Umgebung
des Wärmeübertragers 1 abgedichtet. Somit kann zu den Leiterplatten 6, 7 oder den
PTC-Elementen 3 innerhalb des Hohlraumes 19 keine Flüssigkeit und kein Staub eindringen.
[0046] Eine Oberseite der ersten oberen Deckplatte 14 wird dabei mit dem Klimaanlagengehäuse
26 staub- und flüssigkeitsdicht verbunden, so dass dadurch auch an den oberen Enden
der Flachrohre 13 kein Staub und keine Flüssigkeit in den Hohlraum 19 eindringen kann.
Abweichend hiervon kann auf der Oberseite der ersten oberen Deckplatte 14 auch staub-
und flüssigkeitsdicht ein elektronisches Gehäuse befestigt werden (nicht dargestellt).
[0047] Der innerhalb des Kanales 35 der Kraftfahrzeugklimaanlage 24 angeordnete Wärmeübertrager
1 ist somit staub- und flüssigkeitsdicht abgedichtet. Staub oder Flüssigkeit innerhalb
des Kanales 35 kann somit nicht in den Hohlraum 19 innerhalb der Flachrohre 13 eindringen.
[0048] Insgesamt betrachtet sind mit dem erfindungsgemäßen Wärmeübertrager 1 und der erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugklimaanlage 24 wesentliche Vorteile verbunden. Der Heizverbund 8 ist
staub- und flüssigkeitsdicht innerhalb der Flachrohre 13 angeordnet, so dass in dem
Luftkanal 35 vorhandene Staubpartikel oder Flüssigkeit keinen Schaden an dem Wärmeübertrager
1 verursachen können. Die Formdichtung 23 ist eine handelsübliche Isolationsfolie
und kann somit in der Herstellung preiswert zur Verfügung gestellt werden.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Wärmeübertrager
- 2
- Elektrisches Widerstandsheizelement
- 3
- PTC-Element
- 4
- Leiter
- 5
- Elektrische Kontaktplatte
- 6
- Erste Leiterplatte
- 7
- Zweite Leiterplatte
- 8
- Heizverbund
- 9
- Heizregister
- 10
- Heizeinheit
- 11
- Wärmeleitelement
- 12
- Wellrippen
- 13
- Flachrohr
- 14
- Erste Deckplatte
- 15
- Zweite Deckplatte
- 16
- Wandungen des Rohres
- 17
- Hohlraumwandung
- 18
- Rohr
- 19
- Hohlraum
- 20
- Breitseitenwandung
- 21
- Schmalseitenwandung
- 22
- Elektrisches Isolierelement
- 23
- Formdichtung
- 24
- Kraftfahrzeugklimaanlage
- 25
- Gebläse
- 26
- Klimaanlagengehäuse
- 27
- Bodenwandung
- 28
- Gehäusewandung
- 29
- Austrittsabschnitt
- 30
- Filter
- 31
- Kältemittelverdampfer
- 32
- Leerraum innerhalb des Flachrohres
- 33
- Druckkraft
- 34
- Schlauch
- 35
- Kanal
- 36
- Oberfläche
- 37
- Spannrahmen
- 38
- Einlage
- 39
- Biegekante
- 40
- Freisparung
- 41
- Abdichtung
- HN
- Netzhöhe
- BN
- Netzbreite
- Q
- Querteilung
- TN
- Bautiefe
- TR
- Bautiefe
- DE
- Dicke der Leiterplatte
- DI
- Dicke der Formdichtung
- BR
- Breite des Flachrohres
- DStein
- Dicke des PTC-Steines
1. Wärmeübertrager (1), umfassend
- wenigstens ein elektrisches Widerstandsheizelement (2), insbesondere wenigstens
ein PTC-Element (3),
- wenigstens zwei mit dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement (2)
elektrisch leitend verbundene Leiter (4), insbesondere Leiterplatten (6, 7), um elektrischen
Strom durch das wenigstens eine elektrische Widerstandsheizelement (2) zu leiten und
dadurch das elektrische Widerstandsheizelement (2) zu erwärmen,
- wenigstens ein Wärmeleitelement (11) zur Übertragung von Wärme von dem wenigstens
einen elektrischen Widerstandsheizelement (2) auf ein zu erwärmendes Fluid,
- wenigstens ein elektrisches Isolierelement (22), welches die wenigstens zwei Leiter
(4) elektrisch isoliert, vorzugsweise von dem wenigstens einen Wärmeleitelement (11),
wobei
- die wenigstens zwei Leiter (4) und/oder das wenigstens eine elektrische Widerstandsheizelement
(2) in wenigstens einem von wenigstens einer Hohlraumwandung (17) begrenzten Hohlraum
(19) angeordnet sind und das wenigstens eine elektrische Isolierelement (22) wenigstens
eine Formdichtung (23) ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Hohlraumwandung (17) als wenigstens ein geschlossenes Rohr (18)
ohne Fügestelle im Querschnitt ausgebildet ist.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Rohr (18) als wenigstens ein Flachrohr (13) ausgebildet ist mit
zwei Breitseitenwandungen (20) und zwei Schmalseitenwandungen (21) und die beiden
Schmalseitenwandungen (21) mittels einer auf die beiden Breitseitenwandungen (20)
wirkenden Druckkraft verspannt sind, insbesondere die zwei Schmalseitenwandungen (21)
an einer Biegekante (39) oder einem Biegekreis verspannt sind.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Wärmeleitelement (11) das wenigstens eine Rohr (18) umfasst und/oder
das wenigstens eine Wärmeleitelement (11) Wellrippen (12) umfasst, welche außenseitig
an dem wenigstens einen Rohr (18), insbesondere mittels Löten oder Kleben, angeordnet
sind und/oder die wenigstens zwei Leiter (4) keinen unmittelbaren Kontakt zu dem wenigstens
einen Rohr (18) aufweisen.
4. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Wärmeleitelement (11), insbesondere das wenigstens eine Rohr
(18) und/oder die Wellrippen (12), wenigstens teilweise, insbesondere vollständig,
aus Metall, beispielsweise Aluminium oder Stahl, oder Kunststoff bestehen.
5. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Formdichtung (23) zwischen je einer Wandung (16, 17) des wenigstens
einen Rohres (18) und einem Leiter (4) angeordnet ist, so dass die wenigstens zwei
Leiter (4) bezüglich des wenigstens einen Rohres (18) elektrisch isoliert sind
6. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hohlraum (19) zwei, vorzugsweise im Wesentlichen rechteckförmige, Formdichtungen
(23) angeordnet sind
oder
die wenigstens eine Formdichtung (23) in dem Hohlraum (19) als ein Schlauch (34),
insbesondere Schrumpfschlauch (34), ausgebildet ist.
7. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Formdichtung (23) elastisch ist und/oder die wenigstens eine
Formdichtung (23) wenigstens teilweise aus Silikon oder Kunststoff oder Gummi besteht
und/oder die wenigstens eine Formdichtung (23) mit dem wenigstens einen Rohr (18)
kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig verbunden ist und/oder die wenigstens
eine Formdichtung (23) eine Folie ist.
8. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Formdichtung (23) wärmeübertragende oder wärmeleitende Partikel,
z. B. Aluminiumoxid und/oder Siliziumkarbid und/oder Bornitrid, umfasst und/oder das
wenigstens eine Rohr (18) von einer ersten, z. B. oberen, Deckelplatte (14) an einem
ersten Ende, insbesondere fluiddicht, verschlossen ist und/oder das wenigstens eine
Rohr (18) von einer zweiten, z. B. unteren, Deckelplatte (15) an einem zweiten Ende,
insbesondere fluiddicht, verschlossen ist.
9. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine elektrische Widerstandsheizelement (2), die wenigstens zwei Leiter
(4) und die wenigstens eine Formdichtung (23) zu wenigstens einem Heizverbund (8)
verbunden sind, welches oder welche innerhalb des wenigstens einen Rohres (18) angeordnet
ist oder sind und vorzugsweise mehrere Rohre (18) mit je einem Heizverbund (8) und
mit zwischen den Rohren (18) angeordneten Wellrippen (12) den Wärmeübertrager (1)
bilden, wobei insbesondere mittels eines Spannrahmens (37) oder einer Feder auf die
Wandungen (16, 17) des wenigstens einen Rohres (18), insbesondere die Breitseitenwandungen
(20) des wenigstens einen Flachrohres (13), die Druckkraft aufgebracht ist.
10. Kraftfahrzeugklimaanlage (24), dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftfahrzeugklimaanlage (24) wenigstens einen Wärmeübertrager (1) gemäß einem
oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
11. Verfahren zur Herstellung eines Wärmeübertragers (1) oder einer Kraftfahrzeugklimaanlage
(24), insbesondere eines Wärmeübertragers (1) gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche
1 bis 9 oder einer Kraftfahrzeugklimaanlage (24) gemäß Anspruch 10, mit den Schritten:
- zur Verfügung stellen wenigstens eines elektrischen Widerstandsheizelementes (2),
insbesondere wenigstens eines PTC-Elements (3),
- zur Verfügung stellen von wenigstens zwei elektrischen Leitern (4), insbesondere
Leiterplatten (6, 7), zum Durchleiten von elektrischen Strom durch das wenigstens
eine elektrische Widerstandsheizelement (2),
- zur Verfügung stellen wenigstens eines Wärmeleitelements (11) zur Übertragung von
Wärme von dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement (2) auf ein zu
erwärmende Fluid,
- zur Verfügung stellen wenigstens eines elektrischen Isolierelementes (22) als Formdichtung
(23) zum elektrischen Isolieren des wenigstens eine Wärmeleitelements (11) von den
wenigstens zwei Leitern (4),
- Verbinden der wenigstens zwei Leiter (4) mit dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement
(2),
- thermisches Verbinden des wenigstens einen Wärmeleitelementes (11) mit dem wenigstens
einen Leiter (4) und/oder mit dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement
(2),
- elektrisches Isolieren der wenigstens zwei Leiter (4), vorzugsweise von dem wenigstens
einen Wärmeleitelement (11), mittels der wenigstens einen Formdichtung (23), indem
die wenigstens zwei Leiter (4) mit dem wenigstens einen elektrischen Widerstandsheizelement
(2) und die wenigstens einen Formdichtung (23) zu wenigstens einem Heizverbund (8)
verbunden werden,
- wobei das wenigstens eine Wärmeleitelement (11) wenigstens eine Hohlraumwandung
(17) umfasst, welche oder welches wenigstens einen Hohlraum (19) einschließt und die
wenigstens eine Hohlraumwandung (17) von wenigstens einem Rohr (18) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rohr (18), insbesondere mittels Strangpressen, hergestellt wird mit einem geschlossenen
Querschnitt ohne Fügestelle.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Rohr (18) als wenigstens ein Flachrohr (13) hergestellt wird
und der wenigstens eine Heizverbund (8) in den wenigstens einen Hohlraum (19), der
von dem wenigstens einem im Querschnitt geschlossenen Flachrohr (13) eingeschlossen
ist, eingebracht wird und anschließend das Flachrohr (13) an den Schmalseitenwandungen
(21) verformt und damit auch verspannt wird, so dass die die Breitseitenwandungen
(20) des Flachrohres (13) auf die wenigstens einen Formdichtung (23) aufgedrückt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass während des Einbringens des wenigstens einen Heizverbundes (8) in den wenigstens
einen Hohlraum (19) die Dicke des wenigstens einen Hohlraumes (19) zwischen den beiden
Breitseitenwandungen (20) größer ist als die Dicke des Heizverbundes (8) zwischen
der wenigstens einen Formdichtung (23).
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einbringen des wenigstens einen Heizverbundes (8) in den wenigstens einen
Hohlraum (19) die Form der wenigstens einen Hohlraumwandung (17) verändert wird, insbesondere
gebogen wird, so dass das Volumen des wenigstens einen Hohlraumes (19) verkleinert
wird und vorzugsweise dadurch der Heizverbund (8) kraftschlüssig mit den Breitseitenwandungen
(20) des wenigstens einen Flachrohres (13) verbunden wird.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Formdichtung (23) als ein Schrumpfschlauch (34) ausgebildet ist
und der Schrumpfschlauch (34) auf die wenigstens zwei Leiter (4) aufgeschrumpft wird,
indem der Schrumpfschlauch (34) erwärmt wird und/oder die Schmalseitenwandungen (21)
an einer Biegekante (39) oder einem Biegekreis verformt werden und/oder die Schmalseitenwandungen
(21) verformt werden, indem auf die Breitseitenwandungen (20) eine Druckkraft, vorzugsweise
mit einer Feder oder einem Spannrahmen (37), aufgebracht wird.