| (19) |
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(11) |
EP 2 396 151 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.05.2013 Patentblatt 2013/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.02.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/051919 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/092183 (19.08.2010 Gazette 2010/33) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM SCHNEIDEN VON LAMINAT-FUSSBODENPLATTEN
DEVICE FOR CUTTING PLATES FOR LAMINATE- FLOOR
DISPOSITIF POUR LA COUPE DE PLATES DE PARQUET LAMINÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
16.02.2009 DE 102009003490
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.12.2011 Patentblatt 2011/51 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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13156957.6 |
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13158871.7 |
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13164222.5 |
| (73) |
Patentinhaber: Wolfcraft GmbH |
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56746 Kempenich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ZIMMER, Jürgen
56077 Koblenz (DE)
- EBERT, Winfried
56745 Weibern (DE)
- MEID, Theo
56745 Weibern (DE)
- RADERMACHER, Hans Peter
56745 Weibern (DE)
- SCHLICH, Thomas
53534 Hoffeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grundmann, Dirk et al |
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Rieder & Partner
Corneliusstraße 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden einer porösen, im Wesentlichen
biegesteifen Platte, insbesondere Laminat-Fußbodenplatte gemäß Gattungsbegriff des
Anpruchs 1.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Schneidegerät gebrauchsvorteilhaft
weiterzubilden.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung, wobei nicht
nur die nebengeordneten Ansprüche, sondern auch die Unteransprüche jeweils vorteilhafte
Weiterbildungen des Standes der Technik darstellen.
[0005] Die Weiterbildung eines gattungsgemäßen Laminatschneiders betrifft einen Niederhalter.
Wird eine zu zerteilende Laminatplatte schrittweise durch unvollständige Einzelschnitte
zerteilt, so muss das Schneidmesser nach jedem Einzelschnitt durch den erzeugten Schnittspalt
wieder zurückgeschwenkt werden. Die Flanken des Schnittspaltes haften aber reibschlüssig
an den Breitseitenflächen des Schneidmessers, so dass die Tendenz besteht, beim Öffnen
des Schneidmessers aus der Geschlossenstellung die zu schneidende Platte anzuheben.
Dieses, als nachteilhaft erachtete Anheben wird durch den erfindungsgemäßen Niederhalter
unterbunden. Letzterer beaufschlagt die Oberseite der Platte in Richtung auf die Auflage,
wenn das Schneidmesser aus seiner Geschlossenstellung in die Offenstellung verschwenkt
wird. Bevorzugt wird der Niederhalter von einer Hebelanordnung ausgebildet. Die Hebelanordnung
kann dem Schneidmesser zugeordnet sein. Hierzu ist am Schneidmesser vorzugsweise ein
zweiarmiger Betätigungshebel angelenkt. Der Betätigungshebel besitzt einen Niederhalterarm,
dessen Ende im Zuge der Öffnungsbewegung des Schneidmessers die zu schneidende Platte
von oben beaufschlagt. Dies erfolgt vorzugsweise mit dem freien Ende des Niederhalterarms.
Der zweite Arm des Betätigungshebels bildet einen Griffarm, an dessen Ende ein Handgriff
befestigt ist. Mit dem Handgriff kann das Schneidmesser um die Schwenkachse geschwenkt
werden. Das Drehlager, mit dem der Betätigungshebel am Schneidmesser befestigt ist,
kann von einer Schraube ausgebildet sein. In einer bevorzugten Ausgestaltung wird
der Betätigungshebel von zwei gleichgestalteten Metall-, insbesondere Stahlplatten
ausgebildet, die zwischen sich das Schneidmesser aufnehmen. Es ist eine Anschlagsbegrenzung
vorgesehen, mit der der Schwenkwinkel des Betätigungshebels gegenüber dem Schneidmesser
begrenzt wird. Hierzu kann ein die beiden Stahlplatten miteinander verbindender Anschlagstift
einen Bogenschlitz des Schneidmessers durchgreifen. Des Weiteren ist eine Feststellvorrichtung
vorgesehen, mit der die Schwenkbarkeit des Betätigungshebels gegenüber dem Schneidmesser
blockiert werden kann. Der Feststeller besteht vorzugsweise aus einem Drehknopf, der
auf einen Gewindezapfen aufgeschraubt ist. In der Blockierstellung liegt der Gewindezapfen
in einem randoffenen Schlitz des Schneidmessers. Durch Festziehen des Drehknopfes
werden die beiden den Betätigungshebel ausbildenden Stahlplatten gegen die Breitseiten
des Schneidmessers gepresst.
[0006] Zur Erläuterung der Erfindung dienen die beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Darstellung eines nicht erfindungsgemäßen Laminatschneiders in
einer vollständig geöffneten Stellung,
- Fig. 2
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, jedoch mit entlang der Schnittrichtung verlagertem
Schneidmesser 6,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Laminatschneider,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht,
- Fig. 5
- eine Frontansicht,
- Fig. 6
- eine Unteransicht,
- Fig. 7
- einen Schnitt gemäß der Linie VII - VII in Fig. 3,
- Fig. 8
- einen Schnitt gemäß der Linie VIII - VIII in Fig. 3,
- Fig. 9
- eine Darstellung gemäß Fig. 7, jedoch mit halbgeschlossener Klinge,
- Fig. 10
- eine Darstellung gemäß Fig. 8, jedoch mit halbgeschlossener Klinge,
- Fig. 11
- eine Darstellung gemäß Fig. 7 mit geschlossener Klinge,
- Fig. 12
- eine Darstellung gemäß Fig. 10, jedoch mit geschlossener Klinge,
- Fig. 13
- einen Schnitt gemäß der Linie XIII - XIII in Fig. 3,
- Fig. 14
- einen Schnitt gemäß der Linie XIV - XIV in Fig. 3,
- Fig. 15
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, jedoch mit geöffneter Schublade,
- Fig. 16
- eine Explosionsdarstellung des Sperrmechanismus,
- Fig. 17
- eine Explosionsdarstellung der Anschlaganordnung und einer Versteifungsanordnung,
- Fig. 18
- eine perspektivische Darstellung der Unterseite des Winkelanschlages 22,
- Fig. 19
- einen vergrößerten Ausschnitt XIX aus Fig. 8,
- Fig. 20
- eine Darstellung gemäß Fig. 19, jedoch mit aufliegender Platte 1,
- Fig. 21
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung mit halbgeöffnetem
Schneidmesser,
- Fig. 22
- eine Darstellung gemäß Fig. 21, wobei eine der zwei einen Betätigungshebel 58 ausbildenden
Stahlplatten weggelassen ist,
- Fig. 23
- eine weitere perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 21 mit
geöffnetem Schubfach,
- Fig. 24
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels mit geöffneter Schublade
in Unteransicht,
- Fig. 25
- eine Seitenansicht auf den Laminatschneider mit vollständig in die Offenstellung verschwenktem
Schneidmesser,
- Fig. 26
- einen Schnitt gemäß der Linie XXVI - XXVI in Fig. 25,
- Fig. 27
- einen Laminatschneider in der geschlossenen Stellung mit auf dem Gestell 2 aufgeclipstem
Auflagebock 71,
- Fig. 28
- eine perspektivische Darstellung des Laminatschneiders gemäß Fig. 27 mit entfernter
Endkappe und
- Fig. 29
- den Laminatschneider gemäß Fig. 27 mit dem Auflagebock 71 in Funktionsstellung.
[0007] Das Gestell 2 des Laminatschneiders wird von zwei im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
angeordneten Hohlkörpern ausgebildet, die im Aluminiumextrusionsverfahren gefertigt
sind. Die beiden Hohlkörper weisen jeweils eine Bodenwand 46, eine Außenwand 43, eine
parallel zur Außenwand verlaufende Innenwand 44 und eine sich zwischen Außenwand 43
und Innenwand 44 erstreckende Führungswand 45 auf. Während die Führungswand 45 im
Wesentlichen sich in Vertikalrichtung erstreckt, erstreckt sich die Bodenwand 46 im
Wesentlichen in Horizontalrichtung.
[0008] Die beiden Gehäusehälften sind voneinander beabstandet. Der Abstand der beiden Gehäusehälften
definiert einen Schlitz 4. Der Schlitz erstreckt sich zwischen zwei Stegfortsätzen
55, die jeweils Abstützflanken 18 ausbilden. An den beiden aufeinander zugerichteten
Enden der Abstützflanken 18 befinden sich Versteifungsstege 19, die eine nach oben
offene Tasche ausbilden.
[0009] Nach oben hin bilden die Stegfortsätze 55 eine Auflage 3 für eine Laminatplatte 1.
In den beiden sich parallel zum Eintauchschlitz 4 erstreckenden Taschen liegen jeweils
Zahnleisten 20 ein. Es kann ein nicht dargestellter Mechanismus vorgesehen sein, um
diese Zahnleisten 20 in Vertikalrichtung zu verlagern.
[0010] Bei dem in den Zeichnungen dargestellten Laminatschneider stecken die Zahnleisten
20 jedoch fest in den Nuten 50. Neben den beiden sich auf jeder Seite des Schlitzes
4 erstreckenden Zahnleisten 20 liegen in Vertiefungen 56 der Stegfortsätze 55 Schaumgummileisten
53 ein. Die nach oben weisenden Oberflächen der Schaumgummileisten 53 liegen in einer
gemeinsamen Ebene E, die oberhalb der Spitzen 52 der Zähne 51 der Zahnleiste 20 verläuft.
Die Leisten 53 können zusammengedrückt werden. Dies erfolgt durch einen vertikalen
Druck von oben. Im unbelasteten Zustand verläuft die Ebene E der Oberseiten der Leisten
53 über den Zahnspitzen 52, so dass eine Verletzungsgefahr minimiert ist. Wird - wie
in der Fig. 20 dargestellt ist - auf die Oberseite der Leisten 53 eine Laminatplatte
1 gelegt und auf letztere ein vertikaler Druck nach unten ausgeübt, so verlagert sich
die Oberseite der Leisten 53 zufolge einer Kompression letzterer nach unten. Die Spitzen
52 der Zähne 51 können sich dabei in die Unterseite der zu schneidenden Platte 1 eingraben.
[0011] Befindet sich ein am Gestell 2 angelenktes Schneidmesser 6 in der in Fig. 1 dargestellten
vollständig geöffneten Stellung, liegen die Zähne der Zahnleiste 20 in einer Verstecktlage.
Sie liegen in einer versenkten Stellung bezogen auf die die Auflage 3 bildende Oberseite
der Leisten 53. Wird das Schneidmesser 6 von der in Fig. 1 dargestellten geöffneten
Stellung im Uhrzeigersinn in Richtung der Geschlossenstellung verlagert, wobei der
Schnittpunkt 8 zwischen Schneidkante 7 und Auflage 3 sich in Richtung auf einen Anschlag
22 verlagert, treten die Zahnleisten 20 aus der Versenktlage heraus. Sie können sich
somit in die Unterseite der Laminatplatte eingraben, um diese zu fixieren.
[0012] Die beiden Gehäusehälften werden mittels Stirnseitenverkleidungen 40, die aus Kunststoff
bestehen können, aneinander fixiert. Diese Stirnseitenverkleidungen bilden auch die
Standfüße aus, mit denen das Gestell 2 auf einem ebenen Untergrund aufgestellt werden
kann. Sie überragen dabei die Bodenwand 46. Im Bereich der Ecke zwischen Bodenwand
46 und Innenwand 44 befindet sich ein Führungsschlitz 47. Die beiden sich gegenüberliegenden
Führungsschlitze 47 der beiden Gehäusehälften bilden eine Führung für ein als Platte
ausgebildetes Schubfach 39 aus. Mit diesem Schubfach 39 lässt sich der Zwischenraum
zwischen den beiden Gehäusehälften verschließen. Dieser Zwischenraum bildet eine Spansammelkammer
aus. Ein Bodenblech des Schubfaches 39 sitzt an einer Endplatte 42, die bei geschlossenem
Schubfach in einer Aussparung 41 der Stirnseitenverkleidung liegt. Es sind zwei Schubfächer
39 vorgesehen, die von den sich gegenüberliegenden Enden eingesteckt werden können.
[0013] Das Schneidmesser 6 besitzt an seinem Lagerende eine Lageröffnung und an seinem anderen
Ende einen Griff. Eine sich unmittelbar an das Lagerende anschließende Randkante des
Schneidmessers 6 bildet eine Schneidkante 7 aus. Die gegenüberliegende Randkante bildet
den Rücken des Schneidmessers 6 und verläuft im Wesentlichen geradlinig. Die Schneidkante
7 verläuft derart bogenförmig, dass beim Schließen des Schneidmessers 6 der Schnittpunkt
8 zwischen Auflage 3 und Schneidkante 7 sich vom Schwenklager des Schneidmessers 6
wegbewegt. Die bogenförmig verlaufende Schneidkante 7 besitzt eine Vielzahl von voneinander
beabstandeten Zähnen 17. Die zur Schwenklagerachse 5 hinweisenden Flanken 17" der
Zähne 17 besitzen einen steileren Winkel zur Konturlinie der Schneidkante 7, als die
vom Schwenklager wegweisenden Zahnflanken 17'. Zufolge dieser Ausgestaltung graben
sich die Zähne 17 beim Schließen des Schneidmessers 6 nacheinander in die Oberfläche
der Laminatplatte 1 ein, um so ein Verrutschen der Laminatplatte 1 während des Schnitts
zu vermindern.
[0014] Mit dem Laminatschneider können Laminatplatten geschnitten werden, die breiter sind
als die Länge der Schneidkante 7. Eine derartige Laminatplatte 1 wird mit einer Randkante
gegen eine Anlageflanke des Winkelanschlags 22 gelegt, wobei der Winkelanschlag 22
eine größere Beabstandung zur Schwenklagerachse 5 hat, als die Länge der Schneidkante
7. In einem ersten Schnitt wird ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten Position
des Schneidmessers 6 ein erster Teilschnitt erzeugt. Das Schneidmesser 6 befindet
sich dort in der maximalen Entfernung vom Winkelanschlag 22. Das Schneidmesser 6 kann
in der in Fig. 1 dargestellten, vollständig geöffneten Stellung in Richtung auf den
Winkelanschlag 22 verlagert werden. Hierzu kann der Benutzer an einem am Rücken des
Schneidmessers 6 angebrachten Griff 21 angreifen.
[0015] Der Folgeschnitt kann dann aus der in Fig. 2 dargestellten Betriebsstellung erfolgen,
in welcher das Schneidmesser 6 näher am Anschlag 22 gelagert ist.
[0016] Um die zuvor geschilderte Funktionsweise zu ermöglichen, wird die Schwenklagerachse
5 von einer Lagerkulisse 9 gelagert, die entlang der Führungswände 45 in Schnittrichtung
verschoben werden kann. Die Schwenklagerachse 5 besteht aus zwei Lagerhälften, die
mit einer das Lagerauge des Schneidmessers 6 durchgreifenden Verbindungsschraube 13
miteinander verbunden sind. Die beiden axial voneinander wegweisenden Endabschnitte
der Schwenklagerachse 5 bilden Exzenterabschnitte 12 aus. Ein erster Abschnitt 12'
besteht aus einer Tangentialfläche. An diese Sekantenfläche 12' schließt sich eine
Kreiszylindermantelfläche 12" an. Die Kreiszylindermantelfläche 12" ist in einer Lageröffnung
14 einer Kulissenschale 9 der Lagerkulisse gelagert. Der Exzenterabschnitt 12 besitzt
darüber hinaus einen Anschlag 12"'.
[0017] Die Kulissenschalen 9 lagern jeweils eine der beiden voneinander wegweisenden Exzenterabschnitte
12 und bilden im Anschluss an die Lageröffnung 14 jeweils Taschen 10 aus, in denen
jeweils eine Klemmleiste 11 einliegt. Die Kulissenschalen 9 bilden darüber hinaus
Schwalbenschwanznuten 16 aus, in die Schwalbenschwanzstege 15 eingreifen. Die Schwalbenschwanzstege
15 verlaufen auf den äußeren Seiten der Führungswände 45, weisen somit aufeinander
zu und erstrecken sich parallel zum Eintauchschlitz 4. Die Klemmleisten 11 liegen
auf einer Seite am Exzenterabschnitt 12 der Schwenklagerachse 5 an. Auf der anderen
Seite liegen die Klemmleisten 11 an den Abstützflanken 18 an.
[0018] In der in Fig. 7 dargestellten geöffneten Stellung des Schneidmessers 6 liegt die
auf einer Sekanten verlaufenden Flanke 12' des Exzenterabschnittes 12 in der Bodenebene
der Tasche 10, so dass die Klemmleiste 11 nicht gegen die Abstützflanke 18 gepresst
wird.
[0019] In diesem Betriebszustand liegt der Anschlag 12'" an einem Gegenanschlag der Kulissenschale
9. Die Lagerkulisse 9 kann somit in Erstreckungsrichtung des Eintauchschlitzes 4 verschoben
werden. Sie gleitet dabei entlang der Schwalbenschwanzstege 15.
[0020] Wird das Schneidmesser 6 in Richtung seiner Geschlossenstellung verschwenkt, so wird
die Klemmleiste 11 vom Umfangsabschnitt 12" beaufschlagt. Die Klemmleiste 11 drückt
sich dann gegen die Abstützflanke 18, so dass die Verlagerbarkeit der Lagerkulisse
19 reibschlüssig blockiert ist.
[0021] Der Winkelanschlag 22 liegt auf der Auflage 3 auf und besitzt eine Öffnung 30, durch
die eine Schraube 23 gesteckt ist. Die Öffnung 30 ist mit einem Stopfen 31 verschlossen,
der den Kopf der Schraube 23 überfängt. Der Gewindeschaft der Schraube 23 ist in eine
Gewindeöffnung 27 einer Spannkulisse 24 eingeschraubt. Die Spannkulisse 24 befindet
sich im Zwischenraum zwischen den beiden Führungswänden 45. Sie besitzt zwei in den
Eintauchschlitz 4 hineinragende Raststege 28, die bis über die Auflage 3 hinausragen
können. Die Spannkulisse 24 besitzt darüber hinaus zwei parallel zueinander verlaufende
Nuten 26, in denen Gewindestifte 25 als reibschlussvergrößemde Elemente einliegen.
Beim Festziehen der Schraube 23 werden die Mantelwände, also die Gewindegänge der
Rippenkörper 25, gegen die Versteifungsstege 19 gepresst. Es entsteht somit eine reibschlüssige
Sicherung des Winkelanschlages 22 gegen Verschieben.
[0022] Sollen sehr breite Platten geschnitten werden, also solche, deren Breite die Länge
des Gestells 2 überschreiten, kann der Winkelanschlag 22 durch Lösen der Schraube
23 entfernt werden. Zur unverlierbaren Halterung der Spannkulisse 24 im Abstandsraum
zwischen den beiden Führungswänden 45, ragen von der Unterseite der Spannkulisse 24
jeweils Klemmzungen 29 ab, die sich an den Schwalbenschwanzstegen 15 abstützen können.
[0023] In einer 90°- bzw. 45°-Winkelstellung des Winkelanschlags 22 greift ein Raststeg
28 in eine Rastnische 34 des Winkelanschlages 22 ein. Zum Verstellen des Winkelanschlags
22 in eine andere Winkelstellung wird die Schraube 23 gelöst.
[0024] Die Vorrichtung besitzt optionale Versteifungsmittel. Diese bestehen aus zwei sich
parallel zueinander erstreckenden Stahlschienen 36, die unterhalb der Abstützflanke
18 angeordnet sind und die den Verlagerungsweg der Lagerkulisse 9 beschränken. Die
Versteifungsschienen 36 sind mit mehreren Befestigungsböckchen 37 im Zwischenraum
zwischen den Führungswänden 45 befestigt. Zur Befestigung dienen die Schwalbenschwanzstege
15. Zur Stabilisierung sind zwei auf verschiedenen Seiten des Eintauchschlitzes 4
angeordnete Versteifungsschienen 36 mittels Verbindungsstegen 38 miteinander verbunden.
Die Verbindungsstege 38 verbinden jeweils zwei Halteböckchen 37 miteinander.
[0025] Der oben bereits erwähnte Letztzahn 48 bildet das schnittendseitige Ende der Schneidkante
7. Diesem Letztzahn 48 ist ein Anschlagpuffer 49 benachbart, der sich am Griffende
des Schneidmessers 6 befindet.
[0026] Das in den Figuren 21 und 22 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung entspricht
im Wesentlichen dem zuvor beschriebenen Laminatschneider, wobei hier jedoch an der
Endplatte 42 ein Fußtritt 57 vorgesehen ist. Wesentlich bei diesem Ausführungsbeispiel
ist die Gestaltung des Schneidmessers 6. Während bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
der Griff an einem Arm des Schneidmessers sitzt, der materialeinheitlich der eigentlichen
Klinge angeformt ist, wird bei diesem Ausführungsbeispiel der Griffarm 59 von einem
Arm eines zweiarmigen Betätigungshebels 58 ausgebildet. Am Ende des Griffarms 59 ist
der Handgriff 62 aufgesetzt. Er besteht aus zwei Griffschalen.
[0027] Der Betätigungshebel 58 besteht aus zwei im Wesentlichen gleichgestalteten Stahlplatten,
die zwischen sich das aus Stahl bestehende Schneidmesser 6 aufnehmen. Die beiden den
Betätigungshebel 58 ausbildenden Stahlplatten sind mit einer Gelenkachse 61 miteinander
verbunden. Die Gelenkachse 61 durchragt eine Gelenkbohrung des Schneidmessers 6. Um
diese Gelenkachse 61 kann der Betätigungshebel 58 relativ gegenüber dem Schneidmesser
6 verschwenkt werden. Zur Begrenzung des Schwenkwinkels des Betätigungshebels 58 gegenüber
dem Schneidmesser 6 sind Anschlagmittel vorgesehen. Diese bestehen aus einem Anschlagstift
65, der einen Bogenschlitz 66 des Schneidmessers 6 durchgreift. Die beiden Enden des
Bogenschlitzes 66 begrenzen den Schwenkwinkel des Betätigungshebels 58.
[0028] Der zweite Arm 60 des Betätigungshebels 58 erstreckt sich etwa in einem 180°-Winkel
zum ersten Arm 59. Beide Arme 60, 59 sind etwa gleich lang. Das freie Ende 60' des
zweiten Armes 60 ist in der Lage, eine Niederhalterfunktion für eine zu schneidende
Platte 1 auszuüben. Dementsprechend bildet der zweite Arm des Betätigungshebels 58
einen Niederhalterarm 60 aus. Der Schwenkwinkel des Betätigungshebels 58 und die Länge
des Niederhalterarmes 60 sind so auf die Lage der Drehachse 61 abgestellt, dass beim
Öffnen des Schneidmessers 6 aus einer geschlossenen Stellung in Richtung einer offenen
Stellung das Ende 60' die Auflage 3, zumindest aber die Oberseite einer zu schneidenden
Laminatplatte 1 nach unten hin beaufschlagt. Das Öffnen des Schneidmessers 6 ist somit
nicht nur mit einem Verschwenken des Schneidmessers 6, sondern auch mit einer relativen
Schwenkbewegung des Betätigungshebels 58 gegenüber dem Schneidmesser 6 verbunden,
wobei sich das freie Ende 60' des Niederhalterarmes 60 von der Drehachse A des Schneidmessers
6 entfernt und auf der Oberseite der geschnittenen Laminatplatte 1 entlang gleitet
und dabei eine Kraft auf die Laminatplatte 1 ausübt, die in Richtung auf die Auflage
3 gerichtet ist.
[0029] Es ist eine Feststelleinrichtung 63 vorgesehen, die aus einem Gewindestift besteht
und einem darauf aufgeschraubten Drehknopf 63. Das Schneidmesser 6 besitzt einen randoffenen
Schlitz 64, in den der Gewindeschaft eintreten kann. Wird in dieser Stellung der Drehknopf
63 festgedreht, so ist die Verschwenkbarkeit des Betätigungshebels 58 blockiert, da
das Schneidmesser 6 zwischen den beiden Stahlplatten des Betätigungshebels 58 eingeklemmt
ist.
[0030] Die Funktionsweise des Niederhalters ist die folgende: Ist zum Schneiden einer breiten
Laminatplatte 1 ein Mehrfachschnitt erforderlich, so muss das Schneidmesser 6 nach
jedem Schnitt durch den Schnittspalt in der Laminatplatte 1 nach oben zurückgeschwenkt
werden. Da die Wände des Schnittspaltes reibschlüssig an der Breitseitenfläche des
Schneidmessers 6 anhaften, besteht die Tendenz, die Laminatplatte 1 beim Öffnen des
Schneidmessers 6 anzuheben. Bei gelöstem Feststeller 63 wird beim Anheben des Griffarms
59 aber ein Drehmoment auf den Betätigungshebel 58 ausgeübt, da dieser leichtgängig
um die Drehachse 61 verschwenkbar ist. Der Niederhalterarm 60 neigt sich nach unten,
bis sein Ende 60' in berührender Anlage an die Oberseite der Laminatplatte 1 tritt.
Das Ende 60' stützt sich dann an der Oberseite der Laminatplatte 1 ab und bildet einen
Drehpunkt, um den der Betätigungshebel 58 dann dreht, wenn der Griff 62 weiter nach
oben gezogen wird. Das Schneidmesser 6 wird dann aus dem geschnittenen Schlitz herausgezogen,
wobei gleichzeitig über die Enden 60' eine Niederhalterkraft auf die Laminatplatte
1 ausgeübt wird.
[0031] Für den darauffolgenden Schnitt wird entweder das Schneidmesser 6 in Richtung auf
den Winkelanschlag 22 verschoben oder die zu schneidende Laminatplatte 1 in Richtung
auf das Schneidmesser 6 verlagert. Wird danach der Griff 62 wieder in Abwärtsrichtung
belastet, so verschwenkt zunächst der Betätigungshebel 58 in seine Anschlagstellung,
in welcher entweder der Anschlagstift 65 am oberen Ende des Bogenschlitzes 66 oder
der Gewindeschaft am Boden des randoffenen Schlitzes 64 anschlägt. Ist diese Schwenkendstellung
erreicht, kann über den Griffarm 59 und seine dann starre Kopplung mit dem Schneidmesser
6 ein Drehmoment auf das Schneidmesser 6 aufgebracht werden, so dass der nächste Schnitt
erfolgen kann.
[0032] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel befindet sich unterhalb des Eintauchschlitzes
4 eine herausziehbare Platte, die zur Aufnahme von Spänen ein Schubfach 39 bildet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Platte aber nicht zweigeteilt. Es ist eine
einzige, sich über die gesamte Länge des Gestells 2 erstreckende Platte vorgesehen.
[0033] Die beiden jeweils die Enden der beiden parallel zueinander verlaufenden Hohlprofile
des Gestells 2 verschließenden Stirnseitenverkleidungen 40 bilden Endkappen, die mit
ihrer Unterseite eine Standfläche 78 ausbilden, mit der der Laminatschneider auf einen
Untergrund aufgeständert werden kann. Von den Endkappen 40 ragen beidseitig Flügel
ab, die jeweils mit einer Befestigungsbohrung 67 versehen sind. In diese Befestigungsbohrungen
67 können Befestigungsschrauben eingeschraubt werden, um das Gestell auf einer Arbeitsplatte
permanent zu befestigen.
[0034] Das in den Figuren 21 bis 29 dargestellte Ausführungsbeispiel besitzt nur eine Schublade
39, mit der der unterhalb des Eintauchschlitzes 4 ausgebildete Hohlraum verschlossen
ist. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die Schublade 39 im Wesentlichen
aus einem Blechstreifen, der an seinem Ende eine Endplatte 42 besitzt. Die Endplatte
42 bildet einen Griff aus, mit dem die Schublade 39 in einer Führung hin- und hergeschoben
werden kann.
[0035] Die Schneidkante 7 des Schneidmessers 6 bildet auch bei diesem Ausführungsbeispiel
eine Feinverzahnung aus. Es handelt sich dabei um Zähne mit einer Zahnhöhe von etwa
1,5 mm und einer Teilung von 3 mm. Diese Verzahnung bildet die Brust 6' des Schneidmessers.
Die Brust 6' verläuft auf einer Konturlinie, die bogenförmig gestaltet ist. Die der
Brust 6' gegenüberliegende Randkante des Schneidmessers bildet ihren Rücken 6". Letzterer
verläuft im Wesentlichen geradlinig und trägt einen Kunststoffgriff 21.
[0036] Zwischen Kunststoffgriff 21 und Schwenklagerachse 5 befindet sich eine querschnittsverminderte
Zone. Diese querschnittsverminderte Zone wird von zwei Breitseitenausnehmungen 68
ausgebildet. Es handelt sich dabei um nutartige Vertiefungen 68. Die beiden nur wenige
Zehntel Millimeter tiefen Nuten 68 verlaufen parallel zueinander und sind den breiten
voneinander wegweisenden Breitseiten des Schneidmessers 6 zugeordnet. Die beiden Nuten
68 besitzen eine untere Stufe 70 und eine obere Stufe 69, die jeweils parallel zueinander
verlaufen. In der in den Figuren 25 und 26 dargestellten vollständig geöffneten Stellung
des Schneidmessers 6 verlaufen die Stufen 69, 70 parallel zur Auflage 3. Während in
dieser geöffneten Stellung die Nut in Horizontalrichtung verläuft, verläuft der Rücken
6" des Schneidmessers 6 in Vertikalrichtung. Die untere Stufe 70 der Vertiefung 68
liegt unterhalb der Auflage 3. Die obere Stufe 69 der Vertiefung 68 liegt oberhalb
der Auflage 3. Der Abstand der oberen Stufe 69 zur Auflage 3 ist größer als die Materialstärke
der zu schneidenden Platte.
[0037] Die Funktion der beidseitigen Vertiefung 68 bzw. der damit erreichten querschnittsverminderten
Zone wird nachfolgend erläutert: Ist eine poröse Platte, beispielsweise Laminatplatte,
zu schneiden, deren Breite größer ist als die wirksame Länge der Schneidkante 7 des
Schneidmessers 6, so muss die Platte in mehreren, aufeinander folgenden Schnitten
geschnitten werden. Es erfolgt zunächst ein erster Schnitt, der sich nur über einen
Teil der Breite der Laminatplatte erstreckt. Dies erfolgt durch Schwenken des Schneidmessers
6 von einer Offenstellung in eine Geschlossenstellung. Danach muss das Schneidmesser
wieder aus dem Teilschnitt herausgeschwenkt werden. Dies erfolgt mit Hilfe des oben
bereits beschriebenen Niederhalters 60 und dessen Niederhalterfunktionsfläche 60'.
Das Schneidmesser 6 wird in die in den Figuren 25 und 26 gezeigte vollständige Offenstellung
geschwenkt. Beim Öffnen des Schneidmessers 6 schlägt dabei der Anschlagstift 65 an
ein Ende des Bogenschlitzes 66 an, wie dies in der Fig. 25 gezeigt ist. In der vollständig
geöffneten Stellung, in welcher der Rücken 6" des Schneidmessers 6 etwa in Vertikalrichtung
verläuft, verläuft die querschnittsverminderte Zone 68 in Horizontalrichtung unmittelbar
oberhalb der Auflage 3. Das auf der Auflage 3 liegende Werkstück kann jetzt weiter
verschoben werden bzw. es kann das Schneidmesser 6 in Richtung auf den Anschlag 22
verlagert werden. Dabei kommt es zu einer Relativverlagerung von Schneidmesser 6 und
Laminatplatte 1. Diese Verschiebung ist deshalb leichtgängig, da nur der querschnittsverminderte
Bereich 68 durch den Schlitz der Laminatplatte 1 bewegt wird. Der Boden der Vertiefungen
68 besitzt einen geringen Abstand zu den Wänden des geschnittenen Spalts in der Laminatplatte
1, so dass eine Gleitreibungsverminderung stattfindet.
[0038] Die Figuren 27 und 28 zeigen einen auf das Gestell aufgeclipsten Auflagebock 71.
Letzterer besteht aus einem U- bzw. V-gebildeten Formteil, dessen Innenquerschnittskontur
in etwa der Außenquerschnittskontur des Gestells 2 entspricht. Der Auflagebock 71
besitzt einen Kopfabschnitt 75, der auf der Auflage 3 aufliegt. In der Mitte besitzt
der Kopfabschnitt 75 eine Einprägung 76, die in den Eintauchschlitz 4 hineinragt.
Beidseitig vom Kopfabschnitt 75 ragen Mittelabschnitte 74 ab, die der Außenwandung
72 der beiden Hohlkörper, die das Gestell 2 ausbilden, folgen. An die beiden Mittelabschnitte
74 schließt sich jeweils ein Fußabschnitt 73 an. Die Fußabschnitte 73 verlaufen im
Wesentlichen in Vertikalrichtung und parallel zueinander. Sie bilden eine untere Randkante
73', die vom Kopfabschnitt 75 um die Höhe der Auflage 3 beabstandet ist. Im Übergangsbereich
zwischen Mittelabschnitt 74 und Kopfabschnitt 75 besitzt der Auflagebock 71 nach innen
ragende Rastlippen 77, die die das Gestell 2 bildenden Hohlkörper rastartig unterfangen.
Mit diesen Rastlippen 77 ist eine temporäre Fixierung des Auflagebocks 71 an das Gestell
2 möglich.
[0039] Der Laminatschneider kann mit auf dem Gestell 2 aufgeclipsten Auflagebock 71 verwendet
werden. Der Auflagebock 71 liegt nämlich nicht im Schnittbereich des Schneidmessers
6.
[0040] Der Auflagebock 71 kann vom Gestell 2 entfernt werden, um als Auflager für eine Laminatplatte
1 zu dienen, wie es die Fig. 29 zeigt. Da der Abstand zwischen Standfläche 78 und
Auflager 3 und Randkante 73' und Kopfabschnitt 75 derselbe ist, verläuft die Laminatplatte
1 parallel zur Aufständerungsfläche von Gestell 2 und Auflagebock 71.
1. Vorrichtung zum Schneiden einer porösen, im Wesentlichen biegesteifen Platte (1),
insbesondere Laminat-Fußbodenplatte mit einem Gestell (2), einer vom Gestell (2) gebildeten
Auflage (3) für die Platte (1), einen der Auflage (3) zugeordneten Eintauchschlitz
(4) und einem am Gestell (2) um eine von einem Schwenklager (5, 9) gebildeten Schwenkachse
(A) schwenkbar derart befestigten Schneidmesser (6), dass dessen Schneidkante (7)
beim Schwenken des Schneidmessers (6) von einer Offenstellung in eine Geschlossenstellung
in den Eintauchschlitz (4) eintaucht, wobei ein in der Schwenkebene liegender Schnittpunkt
(8) zwischen Auflage (3) und Schneidkante (7) während des Schließens des Schneidmessers
(6) von der zum Schwenklager (5, 9) proximalen Seite der Auflage (3) hin zu der zum
Schwenklager (5, 9) distalen Seite der Auflage (3) wandert, gekennzeichnet durch einen Niederhalter (60), der beim Verschwenken des Schneidmessers (6) von der Geschlossenstellung
in Richtung der Offenstellung die Platte (1) in Richtung auf die Auflage (3) beaufschlagt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter von einem Niederhalterarm (60) eines am Schneidmesser (6) um eine
Drehachse (61) drehbar angelenkten Betätigungshebel (58) ausgebildet ist, dessen anderer
Arm einen Griffarm (59) ausbildet, wobei die Drehachse (61) insbesondere im Bereich
des von der Schwenkachse (A) entfernten Ende der Schneide (6') vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (58) an seinem Ende den Handgriff (62) zum handbetätigten Schwenken
des Schneidmessers (6) trägt.
4. Vorrichtung nach der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (58) anschlagbegrenzt am Schneid messer (6) angelenkt ist, wobei
ein Stift (65) in einem Bogenschlitz (66) eingreift.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Öffnen des Schneidmessers (6) aus der Geschlossenstellung ein Ende (60') des
Niederhalterarms (60) die Platte (1) beaufschlagt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen temporär am Gestell (2) befestigbaren Auflagebock (71) mit einem Fußabschnitt
(73) und einem Kopfabschnitt (75), wobei der Auflagebock (71) mit einer Rastverbindung
(77) am Gestell (2) gehalten ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagebock (71) zwei vom Kopfabschnitt (75) abragende Mittelabschnitte (74)
aufweist, die im temporären mit dem Gestell (2) verbundenen Zustand an der Seitenwandung
(72) des Gestells (2) anliegen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagebock (71) das Gestell (2) mit nach innen ragenden Rastlippen (77) unterfängt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidmesser (6) eine sich zwischen der Brust (6') und dem Rücken (6") des Schneidmessers
(6) erstreckende querschnittsverminderte Zone (68) aufweist, die in der Offenstellung
des Schneidmessers im Bereich der Auflage (3) und insbesondere parallel dazu verläuft.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum Schwenklager (5, 9) proximaler Rand (70) der querschnittsverminderten Zone
(68) in der Offenstellung des Schneidmessers (6) unterhalb der Auflage (3) liegt und
ein zum Schwenklager (5, 9) distaler Rand (69) der querschnittsverminderten Zone (68)
in der Offenstellung des Schneidmessers (6) oberhalb der Auflage (3) verlaufend einen
Abstand zur Auflage (3) besitzt, welcher größer ist als die Materialstärke der zu
schneidenden Platte (1).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die querschnittsverminderte Zone von zwei voneinander wegweisenden von Stufen (69,
70) flankierten Vertiefungen (68) der beiden Breitseiten des Schneidmessers (6) gebildet
ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (5, 9) in Erstreckungsrichtung des Eintauchschlitzes (4) verschieblich
ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine mit Zähnen (17) ausgestattete Schneidkante (8), welche Zähne (17) sich beim
Schließen des Schneidmessers (6) nacheinander derart in die Oberfläche der Platte
(1) eingraben, dass die Platte beim Schneiden nur unwesentlich in Wanderungsrichtung
des Schnittpunktes (8) verlagert wird.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch der Auflage (3) zugeordnete Zähne (51), die beim Verschwenken des Schneidmessers
(6) von der Offenstellung in Richtung der Geschlossenstellung von einer Verstecktlage
in eine Vortrittsstellung wechseln.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (2) von einem oder mehreren Hohlkörpern mit Wänden (43, 44, 45, 46) ausgebildet
ist.
1. Device for cutting a porous, essentially flexurally rigid board (1), in particular
a laminate floor board, with a frame (2), a support (3) for the board (1) which is
formed by the frame (2), a plunge slit (4) that is assigned to the support (3), and
a cutting blade (6) that is affixed to the frame (2) such that it can be pivoted around
a pivot axis (A) formed by a pivot bearing (5, 9), such that when the cutting blade
(6) is swung from an open position into a closed position, its cutting edge (7) plunges
into the plunge slit (4), wherein whilst the cutting blade (6) is closed, a cutting
point (8) which lies in the pivot plane between the support (3) and the cutting edge
(7) migrates from that side of the support (3) which is proximal to the pivot bearing
(5, 9) to that side of the support (3) which is distal to the pivot bearing (5, 9),
characterised by a pressure element (60) which, when the cutting blade (6) is pivoted from the closed
position in the direction of the open position, pressurises the board (1) in the direction
towards the support (3).
2. Device according to claim 1, characterised in that the pressure element is formed by a pressure element arm (60) of an actuation lever
(58) that can be pivoted on the cutting blade (6) around a rotational axis (61), whose
other arm forms a grip arm (59), wherein the rotational axis (61) is provided in particular
in the area of that end of the blade edge (6') which is distant from the pivot axis
(A).
3. Device according to claim 2, characterised in that on its end, the actuation lever (58) bears the handle (62) for manual pivoting of
cutting blade (6).
4. Device according to claim 2 or 3, characterised in that the actuation lever (58) is articulated on the cutting blade (6) in a manner such
that it is limited by a limit stop, wherein a pin (65) engages into a curved slit
(66).
5. Device according to one of the preceding claims, characterised in that when the cutting blade (6) is opened from the closed position, one end (60') of the
pressure element arm (60) pressurises the board (1).
6. Device according to one of the preceding claims, characterised by a support stand (71), with a foot section (73) and a head section (75), that can
be fastened temporarily to the frame (2), wherein the support stand (71) is held on
the frame (2) with a snap-in connection (77).
7. Device according to claim 6, characterised in that the support stand (71) has two central sections (74) which project from the head
section (75), and which in the state of temporary connection to the frame (2), rest
against the side wall (72) of the frame (2).
8. Device according to one of the claims 6 or 7, characterised in that the support stand (71) catches under the frame (2) with snap-in tabs (77) that project
inwards.
9. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the cutting blade (6) has a zone (68) of a reduced cross-section, which extends between
the breast (6') and the back (6") of the cutting blade (6), and which in the open
position of the cutting blade runs in the area of the support (3) and in particular
parallel to it.
10. Device according to claim 9, characterised in that in the open position of the cutting blade (6), an edge (70), lying proximal to the
pivot bearing (5, 9), of a zone (68) of a reduced cross-section lies below the support
(3), and that in the open position of the cutting blade (6), an edge (69), lying distal
to the pivot bearing (5, 9), of a zone (68) of a reduced cross-section has a distance
from the support (3), running above the support (3), which is greater than the material
thickness of the board (1) that is to be cut.
11. Device according to one of the claims 9 or 10, characterised in that the zone of a reduced cross-section is formed by two recesses (68), which face away
from one another and are flanked by steps (69, 70), of the two broad sides of the
cutting blade (6).
12. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the pivot bearing (5, 9) can be moved in the direction of extension of the plunge
slit (4).
13. Device according to one of the preceding claims, characterised by a cutting edge (8) equipped with teeth (17), wherein these teeth (17), when the cutting
blade (6) closes, bite into the surface of the board (1) one after another, such that
during cutting, the board is displaced only insignificantly in the migration direction
of the cutting point (8).
14. Device according to one of the preceding claims, characterised by teeth (51) allocated to the support (3), which, when the cutting blade (6) is swung
from the open position towards the closed position, change from a concealed position
to a protruding position.
15. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the frame (2) is formed by one or more hollow bodies with walls (43, 44, 45, 46).
1. Dispositif pour la coupe d'une plaque poreuse (1), essentiellement rigide en flexion,
en particulier d'une plaque de plancher stratifiée, avec un châssis (2), un appui
(3) pour la plaque (1) formé par le châssis (2), une fente de plongée (4) associée
à l'appui (3) et une lame de coupe (6) fixée sur le châssis (2) de façon pivotante
autour d'un axe de pivotement (A) formé par un palier pivotant (5, 9), de telle manière
que son arête de coupe (7) plonge dans la fente de plongée (4) lors du pivotement
de la lame de coupe (6) d'une position ouverte à une position fermée, dans lequel
un point d'intersection (8) entre l'appui (3) et l'arête de coupe (7), situé dans
le plan de pivotement, se déplace, pendant la fermeture de la lame de coupe (6), du
côté de l'appui (3) proximal par rapport au palier pivotant (5, 9) vers le côté de
l'appui (3) distal par rapport au palier pivotant (5, 9), caractérisé par un serre-flan (60) qui, lors du pivotement de la lame de coupe (6) de la position
fermée en direction de la position ouverte, agit sur la plaque (1) en direction de
l'appui (3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le serre-flan est formé d'un bras de serre-flan (60) d'un levier d'actionnement (58)
articulé à la lame de coupe (6) de façon rotative autour d'un axe de rotation (61),
dont l'autre bras forme un bras de saisie (59), dans lequel l'axe de rotation (61)
est prévu en particulier dans la région de l'extrémité de la lame (6') éloignée de
l'axe de pivotement (A).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le levier d'actionnement (58) porte à son extrémité la poignée (62) destinée au pivotement
manuel de la lame de coupe (6).
4. Dispositif selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que le levier d'actionnement (58) est articulé sur la lame de coupe (6) de façon limitée
par une butée, dans lequel une tige (65) s'engage dans une fente en arc (66).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors de l'ouverture de la lame de coupe (6) à partir de la position fermée, une
extrémité (60') du bras de serre-flan (60) agit sur la plaque (1).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un bloc d'appui (71) pouvant être fixé temporairement au châssis (2), avec une partie
de pied (73) et une partie de tête (75), dans lequel le bloc d'appui (71) est maintenu
sur le châssis (2) par un assemblage par encliquetage (77).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le bloc d'appui (71) présente deux parties centrales (74) saillantes de la partie
de tête (75), qui s'appliquent sur la paroi latérale (72) du châssis (2) dans l'état
temporairement relié au châssis (2).
8. Dispositif selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que le bloc d'appui (71) soutient le châssis (2) avec des lèvres d'encliquetage (77)
s'étendant vers l'intérieur.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la lame de coupe (6) présente une zone de section transversale réduite (68) s'étendant
entre le front (6') et le dos (6") de la lame de coupe, qui s'étend dans la région
de l'appui (3) et en particulier parallèlement à celle-ci, dans la position ouverte
de la lame de coupe.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un bord (70) de la zone de section transversale réduite (68), proximal par rapport
au palier pivotant (5, 9), est situé en dessous de l'appui (3) dans la position ouverte
de la lame de coupe (6) et un bord (69) de la zone de section transversale réduite
(68), distal par rapport au palier pivotant (5, 9), possède au-dessus de l'appui (3),
dans la position ouverte de la lame de coupe (6), une distance s'étendant à partir
de l'appui (3) qui est plus grande que l'épaisseur de matière de la plaque à couper
(1).
11. Dispositif selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que la zone de section transversale réduite est formée de deux creux (68) s'écartant
l'un de l'autre à flancs étagés (69, 70) dans les deux faces larges de la lame de
coupe (6).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le palier pivotant (5, 9) est déplaçable dans la direction d'extension de la fente
de plongée (4).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par une arête de coupe (8) munie de dents (17), dents (17) qui s'enfoncent l'une après
l'autre dans la surface de la plaque (1) lors de la fermeture de la lame de coupe
(6), de telle manière que la plaque ne soit qu'insensiblement déplacée dans la direction
de déplacement du point d'intersection (8) lors de la coupe.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par des dents (51) associées à l'appui (3) qui, lors du pivotement de la lame de coupe
(6) de la position ouverte en direction de la position fermée, changent d'une position
cachée à une position avancée.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le châssis (2) est formé d'un ou de plusieurs corps creux avec des parois (43, 44,
45, 46).
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