[0001] Die Erfindung betrifft einen Hörer sowie ein Ohrpolster für einen Ohrkanal-Hörer.
[0002] Ohrkanal-Hörer sind auch als In-Ear-Hörer bekannt. Derartige Hörer weisen im Allgemeinen
einen akustischen Schallwandler auf, der in ein Gehäuse eingebaut ist, das intra-aural,
also in den Ohrkanal, eingesetzt wird. Um das Gehäuse wird häufig ein Ohrpolster angeordnet,
so dass das Tragen des Ohrkanal-Hörers im Ohr für den Anwender angenehmer wird. An
dem Gehäuse befindet sich ein elektrischer Anschluss für ein Kabel, das ein elektrisches
Signal zu dem Schallwandler führt.
[0003] Wenn ein derartiger Ohrkanal-Hörer in den Ohrkanal eines Anwenders eingesetzt ist,
so verschließt der Ohrkanal-Hörer den Ohrkanal im Wesentlichen luftdicht. Der von
dem Schallwandler abgestrahlte Schall gelangt so von dem Ohrkanal-Hörer über den Ohrkanal
zu dem Trommelfell des Anwenders.
[0004] Der Frequenzgang einer solchen Anordnung lässt sich aus dem Frequenzgang des Hörers
und dem Frequenzgang des Ohres zusammensetzen. Der mit dem Ohrkanal-Hörer verschlossene
Ohrkanal weist ein Resonanzverhalten bei einer Anregung mit einer bestimmten Resonanzfrequenz
auf. Die genaue Lage dieser Resonanzfrequenz ist abhängig von der Geometrie des Ohrkanals,
von der Position, an der sich der Ohrkanal-Hörer im Ohrkanal befindet, und auch von
akustischen Eigenschaften des Ohrkanal-Hörers. Die betrachtete Resonanzfrequenz kann
beispielsweise in etwa bei 7,5 kHz liegen. Die durch das Resonanzverhalten hervorgerufene
Überhöhung des Schallpegels im Bereich von etwa 7,5 kHz kann sich nachteilig auf die
Klangqualität auswirken.
[0005] DE 10 2006 042 209 B3 zeigt einen Ohrstöpsel-artigen Ohrhörer mit regulierbaren Volumen einer zwischen
Lautsprecher und Gehäuse angeordneten Frontkammer.
[0009] US 4,298,087 zeigt einen bidirektionalen Lautsprecher.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, die Klangqualität eines Hörers zu
verbessern. Insbesondere sollen Einflüsse des Ohrkanals auf die Klangqualität kompensiert
werden. Eine weitere oder alternative Aufgabe besteht darin, eine Ohrkanal-Resonanzüberhöhung
zu vermindern.
[0014] Diese Aufgabe wird durch einen Hörer gemäß Anspruch gelöst. Ausführungsbeispiele,
die sich nur auf den Ohrpolster beziehen, sind nicht Teil der Erfindung.
[0015] Somit wird ein (Ohrkanal-)Hörer mit einer ersten (dem Ohr zugewandten) Seite, einem
akustischen Wandler zur Abgabe eines Schallsignals und einem Schallführungselement
mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende vorgesehen. Dabei weist das erste Ende
des Schallführungselements zum akustischen Wandler und das zweite Ende zur ersten
Seite des (Ohrkanal-)Hörers. Das Schallführungselement dient zur Führung des Schallsignals
zu einem Ohrkanal eines Anwenders. Dabei weist das Schallführungselement eine Schallführungseinheit
mit einer ersten Öffnung an seinem zweiten Ende auf. Der (Ohrkanal-)Hörer weist auch
wenigstens ein Volumenelement auf, das ein Volumen begrenzt und das wenigstens eine
zweite Öffnung zum Verbinden des Volumens mit der ersten Seite des (Ohrkanal-)Hörers
aufweist.
[0016] Wird ein derartiger Hörer wie z. B. ein Ohrkanal-Hörer durch einen Anwender verwendet,
so verbindet die zweite Öffnung des Volumenelementes ausschließlich den Ohrkanal und
das Volumenelement. Dies bedeutet auch, dass die zweite Öffnung des Volumenelements
nicht das durch das Volumenelement definierte Volumen und einen Innenbereich des Schallführungselements
direkt verbindet. Die erste Öffnung des Schallführungselements und die zweite Öffnung
des Volumenelements sind beispielsweise getrennt voneinander angeordnet.
[0017] Das Schallführungselement führt den Schall von dem akustischen Wandler zu der Grenze
zwischen (Ohrkanal-)Hörer und Ohrkanal eines Anwenders. Das Schallführungselement
ist beispielsweise als Röhre ausgeführt, die den akustischen Wandler mit dem Ohrkanal
eines Anwenders verbindet. Das Volumenelement ist beispielsweise durch ein Gehäuse,
in dem sich beispielsweise ein Hohlraum befindet, realisiert. Die zweite Öffnung,
die das Volumen mit dem Ohrkanal eines Anwenders verbindet, ist beispielsweise durch
ein Loch oder auch durch eine Röhre oder Rohranordnung realisiert. Das Rohr bzw. Rohrelement
bzw. die zweite Öffnung mündet in den Ohrkanal eines Anwenders, wenn der Ohrkanal-Hörer
in den Ohrkanal des Anwenders eingesetzt ist.
[0018] Mit dem erfindungsgemäßen (Ohrkanal-)Hörer wird erreicht, dass der Ohrkanal eines
Anwenders, wenn der (Ohrkanal-)Hörer in den Ohrkanal eingesetzt ist, durch den Ohrkanal-Hörer
luftdicht verschlossen ist. Über die zweite Öffnung wird das Volumen des Ohrkanals
mit dem Volumen des Volumenelements verbunden. Ein Helmholtz-Resonator wird gebildet
durch die akustische Masse der Öffnung und das Volumen des Volumenelementes.
[0019] Dieser Helmholtz-Resonator kann so abgestimmt werden, dass die Resonanzüberhöhung,
die durch eine Resonanzfrequenz des Ohrkanals verursacht wird, verringert wird. Frequenzen
in diesem Bereich werden von der Resonatoranordnung quasi aufgesogen, weshalb die
Anordnung auch als akustischer Saugkreis bezeichnet wird. Die Resonanzüberhöhung,
die beispielsweise bei etwa 7,5 kHz liegt, wird auf diese Weise vermindert.
[0020] Die geometrischen Abmessungen der zweiten Öffnung bzw. des Rohres bzw. des Rohrelements
bestimmen die akustischen Eigenschaften, beispielsweise die Helmholtz-Resonanzfrequenz
des akustischen Saugkreises.
[0021] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die erste Öffnung des Schallführungselements
und die wenigstens zweite Öffnung des Volumenelements nebeneinander angeordnet. Somit
liegt die zweite Öffnung nicht in der ersten Öffnung, und eine Beeinträchtigung der
akustischen Eigenschaften des Schallführungselementes wird so vermieden.
[0022] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Volumenelement um das Schallführungselement
herum angeordnet. Somit wird eine platzsparende Anordnung von Volumenelement und Schallführungselement
erreicht, was eine Miniaturisierung des (Ohrkanal-)Hörers erlaubt. Zudem kann das
Volumen des Volumenelements bei nur geringer Ausdehnung der Abmessungen des (Ohrkanal-)Hörers
vergrößert werden.
[0023] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Volumen des Volumenelementes
einstellbar. Durch die Einstellung des Volumens bzw. der Volumengröße können akustische
Eigenschaften, beispielsweise die Resonanzfrequenz des Helmholtz-Resonators und/oder
die Güte des Resonanzkreises, eingestellt werden. Die gewünschte Frequenz hängt auch
von der Geometrie des jeweiligen Ohrkanals des Anwenders ab. Da verschiedene Anwender
verschiedene Geometrien des Ohrkanals aufweisen, kann somit eine wirksame Anpassung
der Saugfrequenz durch eine Veränderung des Volumens erreicht werden. Das Volumen
kann beispielsweise mit einem kleinen Schieber, der eine Wand innerhalb des Volumenelementes
bewegt und somit das Volumen verändert, erreicht werden. Alternativ kann eine Veränderung
des Volumens durch ein Verformen des Volumenelementes erreicht werden.
[0024] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Dämpfungselement an der wenigstens
einen zweiten Öffnung angebracht. Auf diese Weise kann ein akustischer Widerstand
der zweiten Öffnung verändert werden, und somit können die akustischen Eigenschaften
der Resonanzanordnung verändert werden. Als Dämpfungselement kann beispielsweise ein
Gewebe verwendet werden.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der (Ohrkanal-)Hörer
ein erstes Gehäuseteil auf, das das Volumenelement und das Schallführungselement bildet
und das eine Aufnahmeeinheit für den akustischen Wandler aufweist.
[0026] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung liegen die erste Öffnung des Schallführungselements
und die wenigstens eine zweite Öffnung des Volumens auf einer Seite des ersten Gehäuseteils,
die dem Ohrkanal des Anwenders zugewandt ist. Somit wird insbesondere vermieden, dass
die zweite Öffnung beispielsweise von der Ohrkanalwand verschlossen wird.
[0027] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der (Ohrkanal-)Hörer ein zweites
Gehäuseteil auf, das eine Anschlusseinrichtung für den akustischen Wandler aufweist,
wobei das erste Gehäuseteil auf das zweite Gehäuseteil aufsteckbar und abziehbar ist.
Somit wird eine leichte Auswechselbarkeit eines möglicherweise defekten akustischen
Wandlers erreicht. Ebenso können verschiedene erste Gehäuseteile auf das zweite Gehäuseteil
gesteckt werden. Diese unterscheiden sich beispielsweise durch ihre äußeren Abmessungen,
die entsprechend der Geometrie des Ohrkanals des jeweiligen Anwenders gewählt werden
oder durch die Geometrie der zweiten Öffnung und/oder des Volumens, wodurch die akustischen
Eigenschaften, beispielsweise die Resonanzfrequenz der gesamten akustischen Anordnung
oder die Güte der Anordnung, bestehend aus (Ohrkanal-)Hörer und Ohrkanal, veränderbar
sind. Ein erster Gehäuseteil kann somit einerseits durch seine Größe bzw. geometrischen
Abmessungen an die spezielle Geometrie eines Ohrkanals eines Anwenders als auch durch
die Ausbildung des Volumens und der zweiten Öffnung an eine spezielle Ohrkanal-Resonanzüberhöhung
eines bestimmten Anwenders angepasst werden.
[0028] Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Ohrpolster für einen (Ohrkanal-)Hörer. Das Ohrpolster
weist ein erstes Ende zum Einführen in einen Ohrkanal eines Anwenders und ein zweites
Ende zur Befestigung des Ohrpolsters an einem ersten Ende eines Ohrkanal-Hörers auf,
Das Ohrpolster weist ebenfalls eine Schallführungseinheit mit einer ersten Öffnung
am ersten Ende des Ohrpolster zur Führung eines Schallsignals von einem Ohrkanal-Hörer
von einem zweiten Ende des Ohrkanal-Hörers zum ersten Ende des Ohrkanal-Hörers und
wenigstens ein Volumenelement auf, das ein Volumen begrenzt und das wenigstens eine
zweite Öffnung am ersten Ende des Ohrkanal-Hörers zum Verbinden des Volumens mit dem
Ohrkanal aufweist.
[0029] Ein derartiges Ohrpolster ist geeignet, im Zusammenspiel mit dem Ohrkanal und dem
Ohrkanal-Hörer eine Resonanzanordnung aus einem Ohrkanal, dem Volumen des Volumenelements
und der zweiten Öffnung zu bilden, wobei die Resonanzanordnung eine Eigenresonanzüberhöhung
des Ohrkanals, die beispielsweise bei 7,5 kHz liegt, verringert. Ist ein derartiges
Ohrpolster zusammen mit einem Ohrkanal-Hörer in den Ohrkanal eines Anwenders eingesetzt,
wirken das Volumen des Volumenelementes, die zweite Öffnung sowie der Ohrkanal zusammen
wie ein Helmholtz-Resonator. Die ungewollten Resonanzeigenschaften des Ohrkanals können
somit durch Anpassung des Volumens bzw. der zweiten Öffnung verändert werden. Insbesondere
können das Volumen und die zweite Öffnung so dimensioniert werden, dass eine Resonanzüberhöhung,
die bei etwa 7,5 kHz liegt, vermieden wird.
[0030] Die für den erfindungsgemäßen Ohrkanal-Hörer bereits offenbarten Merkmale können
sinngemäß auch auf das erfindungsgemäße Ohrpolster übertragen werden. Dabei ist insbesondere
das nebeneinander Anordnen der ersten Öffnung und der zweiten Öffnung, das Anordnen
des Volumenelementes um das Schallführungselement herum, die Einstellbarkeit des Volumens
des Volumenelementes sowie die Verwendung eines Dämpfungselementes gemeint.
[0031] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Befestigungseinrichtung als
ein Flansch ausgebildet. Ist das Ohrpolster beispielsweise aus einem verformbaren
Material, beispielsweise Gummi, ausgebildet, so kann das Ohrpolster beispielsweise
auf eine nutartige Struktur eines Gehäuses eines Ohrkanal-Hörers gesteckt und wieder
abgezogen werden.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt ist das Volumenelement des Ohrpolsters derart ausgestaltet,
dass sich das Volumen des Volumenelements beim Einsetzen des Ohrkanal-Hörers in den
Ohrkanal eines Anwenders nicht verändert. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung
von Stabilisierungsrippen oder durch die Verwendung eines Kunststoffgehäuses, das
das Volumen ummantelt, erreicht werden, Auf diese Art wird beispielsweise vermieden,
dass sich die akustischen Eigenschaften durch eine ungewollte Änderung des Volumens
verändern.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist ein Ohrkanal-Hörer ein erfindungsgemäßes
Ohrpolster auf, wobei das Ohrpolster auf den Ohrkanal-Hörer steckbar und vom Ohrkanal-Hörer
abziehbar ist. Auf diese Weise kann ein beschädigtes Ohrpolster leicht ausgewechselt
werden und ein Ohrkanal-Hörer kann abhängig von dem jeweiligen Anwender mit einem
entsprechenden Ohrpolster ausgestattet werden, das sich einerseits an die geometrischen
Abmessungen des Ohrkanals des jeweiligen Anwenders anpasst und zum anderen dessen
Volumen und zweite Öffnung derart eingestellt ist, dass eine im Ohrkanal verursachte
Resonanzüberhöhung gut vermieden wird.
[0034] Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0035] Die Ausführungsbeispiele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachstehend
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt einen typischen Frequenzgang einer Anordnung mit einem Ohrkanal-Hörer und einem
Ohrkanal gemäß dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- zeigt eine Prinzipdarstellung eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- zeigt eine Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- zeigt einen typischen Frequenzgang einer Anordnung mit Ohrkanal und einem erfindungsgemäßen
Ohrkanal-Hörer,
- Fig. 5
- zeigt eine Schnittansicht eines Ohrpolsters und eines Ohrkanal-Hörers gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Ansicht eines Hörers gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 7
- zeigt eine Draufsicht auf einen Hörer gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 8
- zeigt eine Schnittansicht eines Ohrkanalhörers gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 9
- zeigt eine Schnittansicht eines Ohrkanalhörers gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 10
- zeigt eine Draufsicht auf einen Hörer gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel, und
- Fig. 11
- zeigt eine Schnittansicht eines Ohrhörers gemäß einem achten Ausführungsbeispiel.
[0036] Fig. 1 zeigt einen typischen Frequenzgang einer Anordnung mit einem Ohrkanal und
einem Ohrkanal-Hörer gemäß dem Stand der Technik. Auf der X-Achse ist die Frequenz
von 20 Hz bis 20 kHz logarithmisch dargestellt. Die Y-Achse stellt die Amplitude des
Frequenzgangs von 80 bis 130 dBV dar. Der Ohrkanal eines Anwenders ist durch den Ohrkanal-Hörer
verschlossen und diese Anordnung weist eine Resonanzfrequenz auf. Das heißt, bestimmte
Töne, also Schall bestimmter Frequenzen, die der Hörer abgibt, liegen im Resonanzbereich
der Anordnung und können demnach von einem Anwender verstärkt wahrgenommen werden.
Diese Resonanz ist eine Eigenschaft des durch den Ohrkanal-Hörer verschlossenen Ohrkanals.
Die genaue Lage der Resonanzfrequenz ist abhängig von der Geometrie des Ohrkanals,
von der Position, an der sich der Ohrkanal-Hörer im Ohrkanal befindet, und von den
akustischen Eigenschaften des Ohrkanal-Hörers. Diese Resonanz liegt häufig bei etwa
7,5 kHz. Die in der Fig. 1 dargestellte Resonanzüberhöhung in dem Bereich zwischen
6 bis 9 kHz, wobei das Maximum bei etwa 7,5 kHz liegt, ist auf die Resonanz des verschlossenen
Ohrkanals zurückzuführen.
[0037] Fig. 2 zeigt eine Prinzipdarstellung eines Ohrkanal-Hörers 51 gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel. Ein Ohrkanal 50 ist mit einem Ohrkanal-Hörer 51 luftdicht abgeschlossen.
Der Ohrkanal-Hörer 51 weist ein Volumenelement 55, ein Röhrchen 56, einen Schallwandler
52 und ein Schallführungselement 53 auf. Das Volumenelement 55 begrenzt ein Volumen
65. Das Volumen 65 ist über das Röhrchen 56 durch einen luftdichten Abschluss 66 des
Ohrkanals 50 mit einem zweiten Volumen 67 des Ohrkanals 50 verbunden. Der Ohrkanal
50 ist auf der dem Abschluss 66 gegenüberliegenden Seite mit einem Trommelfell 68
abgeschlossen. Der akustische Schallwandler 52 ist über das Schallführungselement
53 durch den luftdichten Abschluss 66 hindurch mit dem zweiten Volumen 67 des Ohrkanals
50 verbunden. Der Ohrkanal-Hörer 51 weist auch einen elektrischen Anschluss 62 auf,
über den dem akustischen Schallwandler 52 ein elektrisches Signal zugeführt wird,
das der akustische Schallwandler 52 in einen entsprechenden Schall wandelt.
[0038] Schallwellen gelangen vom akustischen Wandler 52 über das Schallführungselement 53,
das beispielsweise durch ein Röhrchen ausgebildet ist, in das zweite Volumen 67 des
Ohrkanals 50. Unter der Annahme, dass das Röhrchen 56, das das zweite Volumen 67 mit
dem Volumen 65 verbindet, im Abschluss 66 des Ohrkanals verschlossen ist, zeigt die
Anordnung, die aus dem Schallführungselement 53 und dem Ohrkanal 50 besteht, ein bestimmtes
Resonanzverhalten. Das heißt, akustische Wellen einer bestimmten Frequenz bzw. eines
bestimmten Frequenzbereiches erfahren in der Anordnung eine Resonanz. Der Anwender
kann Schallwellen in dem Resonanzfrequenzbereich stärker wahrnehmen als Schallwellen
in anderen Frequenzbereichen. Der Bereich der durch die Resonanz verursachten Resonanzüberhöhung
liegt beispielsweise zwischen 6 und 9 kHz (vgl. Fig. 1). Der exakte Bereich hängt
aber insbesondere von den geometrischen Abmessungen des Ohrkanals und des Schallführungselementes
53 ab, die individuell verschieden sind.
[0039] Ist nun das Röhrchen 56, das das zweite Volumen 67 mit dem Volumen 65 verbindet,
nicht verschlossen, so wirkt das Volumen 65 zusammen mit dem Röhrchen 56 wie ein akustischer
Saugkreis, der bestimmte Frequenzen absaugt und so die Resonanzüberhöhung der Anordnung
bestehend aus Schallführungselement 53 und zweitem Volumen 67 zumindest verringert.
Dabei schwingt die Luftmasse, die sich innerhalb des Röhrchens 56 befindet, gegen
die Elastizität der Luftmasse, die sich in dem Volumen 65 befindet. Das Volumenelement
55 und das Röhrchen 56 bilden zusammen einen Resonator, der auch Helmholtz-Resonator
genannt wird.
[0040] Durch die spezielle Ausbildung des Volumenelementes, das beispielsweise die Volumengröße
festlegt, und die spezielle Ausführung des Röhrchens 56, beispielsweise durch Länge,
Querschnitt, eingefügtes Dämpfungsmaterial, sind die gewünschten Parameter des Resonators
einstellbar. Ein solcher Parameter ist beispielsweise die Frequenz, die der Resonator
aus der Anordnung bestehend aus dem Schallführungselement und dem zweiten Volumen
67 absaugen soll. Der Resonator wird also so abgestimmt, dass seine Resonanz der störenden
Resonanz, die im Bereich von etwa 6 bis 9 kHz liegt, entspricht. Somit wirkt der Resonator
als akustischer Saugkreis, der den Schalldruck im Ohrkanal im Bereich der störenden
Resonanzfrequenz reduziert.
[0041] Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht eines Ohrkanal-Hörers 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
Der Ohrkanal-Hörer 1 weist eine erste (dem Ohr zugewandte) Seite 13, die zum Einführen
in einen Ohrkanal eines Anwenders dient, auf. Der Ohrkanal-Hörer 1 umfasst weiterhin
ein erstes Gehäuseteil 8, das ein Volumenelement 5 und ein Schallführungselement 3
aufweist. Das Schallführungselement 3 weist ein erstes Ende 14, ein zweites Ende 15
sowie eine durchgehende Öffnung 4 auf. Die durchgehende Öffnung kann als eine Schallführungseinheit
oder ein Schallführungskanal ausgestaltet sein. Das erste Ende 14 weist zu einem akustischen
Wandler 2 und das zweite Ende 15 zur ersten Seite 13 des Ohrkanal-Hörers 1. Das Schallführungselement
3 mit der Schallführungseinheit, die in die Öffnung 4 übergeht, dient zur Führung
eines Schallsignals zu einem Ohrkanal eines Anwenders. Das erste Gehäuseteil 8 weist
auch eine Aufnahmeeinheit 9 für den akustischen Wandler 2, eine zweite Öffnung 6 des
Volumenelements 5 und die erste Öffnung 4 des Schallführungselements 3 auf. In der
zweiten Öffnung 6 kann ein Dämpfungselement 7, das aus einem Gewebe gebildet ist,
vorgesehen sein. Durch die Wahl des Dämpfungselements sowie die Dimensionen der zweiten
Öffnung wird die Resonanzfrequenz des Resonators, der aus der zweiten Öffnung 6 und
dem Volumenelement 5 besteht, festgelegt. Auch die Größe eines Volumens 65 des Volumenelements
5 dient dazu, Parameter des Resonators einzustellen. Ein solcher Parameter ist beispielsweise
auch die Güte des Resonators.
[0042] Das Volumenelement 5 kann ringförmig um das Schallführungselement 3 angeordnet sein.
Somit wird eine platzsparende Anordnung von Schallführungselement 3 und Volumenelement
5 erreicht. Die erste Öffnung 4 der Schallführungseinheit bzw. -kanal liegt auf einer
Seite 10 des ersten Gehäuseteils. Auf der Seite 10 liegt ebenfalls die zweite Öffnung
6 des Volumenelements 5. Die erste Öffnung 4 und die zweite Öffnung 6 sind auf der
Seite 10 des ersten Gehäuseteils nebeneinander angeordnet. Auf diese Weise wird ein
luftdichter Abschluss des Ohrkanals, eine Verbindung der ersten Öffnung mit dem Ohrkanal
und eine von der ersten Öffnung getrennte zweite Öffnung, die mit dem Ohrkanal verbunden
ist, realisiert. Die zweite Öffnung 6 kann in den Ohrkanal münden, sie sollte jedoch
nicht in das Schallführungselement 3 münden. Würde die zweite Öffnung 6 in das Schallführungselement
3 münden, so würde die Schallführung ihre Wirkung verlieren und der akustische Saugkreis
würde den Frequenzgang des Hörers nachteilig beeinflussen.
[0043] Das erste Gehäuseteil 8 ist auf ein zweites Gehäuseteil 11 aufsteckbar. Über das
zweite Gehäuseteil 11 wird einer Anschlussvorrichtung 12 ein elektrisches Signal zugeführt.
Dieses elektrische Signal wird von dem akustischen Wandler 2 in ein Schallsignal gewandelt,
das sich entlang der Schallführung ausbreitet. Das Volumen 65 des Volumenelementes
5 kann einstellbar ausgebildet sein. Beispielsweise ist in dem Volumenelement 5 ein
Schieber angeordnet, der die Größe des Volumens 65 verändern kann. Somit sind die
akustischen Eigenschaften des Resonators, der aus dem Volumenelement 5 und der zweiten
Öffnung 6 besteht, einstellbar. Das erste Gehäuseteil 8 ist von dem zweiten Gehäuseteil
11 abziehbar und auf das zweite Gehäuseteil 11 aufsteckbar. Auf diese Art ist beispielsweise
der akustische Wandler 2 bei einem Defekt austauschbar. Ebenso können verschiedene
erste Gehäuseteile auf das zweite Gehäuseteil 11 gesteckt werden. Die verschiedenen
Gehäuseteile unterscheiden sich z. B. in der äußeren Abmessung, die sich einem bestimmten
Ohrkanal anpassen soll, sowie in den Dimensionen des Volumens 65 und der Öffnung 6,
die sich einer anwenderspezifischen Ohrkanalresonanz anpassen sollen. Somit ist ein
erstes Gehäuseteil im Hinblick auf einen speziellen Anwender bzw. dessen speziellen
Ohrkanal auswählbar bzw. anpassbar.
[0044] Fig. 4 zeigt einen ersten typischen Frequenzgang 71 einer Anordnung mit einem erfindungsgemäßen
Ohrkanal-Hörer im Vergleich zu einem zweiten typischen Frequenzgang 70 einer Anordnung
mit einem Ohrkanal-Hörer gemäß dem Stand der Technik. Auf der X-Achse ist eine Frequenz
von 20 Hz bis 20 kHz logarithmisch dargestellt, auf der Y-Achse ist eine Amplitude
von 90 bis 140 dB dargestellt. Die Frequenzüberhöhung des zweiten typischen Frequenzgangs
70 im Bereich zwischen 6 und 9 kHz, der auch durch die Resonanz des anwenderspezifischen
Ohrkanals hervorgerufen wird, ist mit dem erfindungsgemäßen Ohrkanal-Hörer, wie in
dem ersten Frequenzgang 71 gezeigt, reduziert worden.
[0045] Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht eines Ohrpolsters 100 und eines Ohrkanal-Hörers
101 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel. Das Ohrpolster 100 weist ein erstes Ende
113 zum Einführen in einen Ohrkanal eines Anwenders und ein zweites Ende 114 auf.
Der Ohrkanal-Hörer 101 weist ein erstes Ende 115 und ein zweites Ende 116 auf. Das
zweite Ende 114 dient zur Befestigung des Ohrpolsters 100 an dem ersten Ende 115 des
Ohrkanal-Hörers 101. In das Ohrpolster 100 ist ein Volumenelement 105 und eine zweite
Öffnung 106 des Volumenelements 105 integriert. Die zweite Öffnung 106 befindet sich
am ersten Ende 115 des Ohrkanal-Hörers 101. Das Ohrpolster weist auch eine erste Öffnung
104 auf, durch die der Schall durch eine Schallführungseinheit 103 zu einem Ohrkanal
gelangen kann. Die erste Öffnung 104 befindet sich am ersten Ende 113 des Ohrpolsters
100. Die Schallführungseinheit 103 dient zur Führung eines Schallsignals von einem
Ohrkanal-Hörer von dem zweiten Ende 116 des Ohrkanal-Hörers 101 zum ersten Ende 115
des Ohrkanal-Hörers 101.
[0046] Das Volumen des Volumenelements 105 soll sich beim Einsetzen des Ohrkanal-Hörers
101 in einen Ohrkanal nicht verändern, Dies kann z. B. durch Einbringen von Rippen
erfolgen oder durch eine Kunststoffhülle, die das Volumen umgibt bzw. bildet.
[0047] Das Ohrpolster 100 weist eine Befestigungseinrichtung auf, die beispielsweise als
ein erster Flansch 120 ausgebildet ist. Mit dem ersten Flansch 120 kann das Ohrpolster
an einem ersten Gehäuseteil 108 des Ohrkanal-Hörers 101 befestigt werden. Das erste
Gehäuseteil 108 bildet die Schallführungseinheit 103 und weist einen zweiten Flansch
121 auf, der zum Halten des ersten Flansches 120 des Ohrpolsters 100 dient. Beispielsweise
ist das Ohrpolster 100 aus einem gummiartigen Material hergestellt, so dass das Ohrpolster
über das erste Gehäuseteil 108 gestülpt werden kann und sich der gummiartige Flansch
120 an den zweiten Flansch 121 anlegt. Auf diese Art wird ein Aufstecken und ein Abziehen
des Ohrpolsters von dem ersten Gehäuseteil 108 ermöglicht.
[0048] Die erste Öffnung 104 der Schallführungseinheit 103 und die zweite Öffnung 106 der
Volumeneinheit 105 des Ohrpolsters 100 liegen auf einer Seite 110 des Ohrkanal-Hörers,
die in Richtung des Ohrkanals eines Anwenders weist. Die erste Öffnung 104 und die
zweite Öffnung 106 sind getrennt voneinander angeordnet, so dass die Wirkung des Resonators,
der aus dem Volumenelement 105 und der zweiten Öffnung 106 besteht, entfaltet werden
kann. Das Volumen der Volumeneinheit 105 kann einstellbar ausgebildet sein. Verschiedene
Ohrpolster können sich durch ihre Außenabmessungen, ihre zweite Öffnung und ihre Volumeneinheit
unterscheiden. Somit kann sich das Ohrpolster den Abmessungen eines individuellen
Ohrkanals eines Anwenders anpassen und gleichzeitig kann durch eine geeignete Wahl
des Volumens und der zweiten Öffnung 106 ein gewünschter Resonanzeffekt, der an die
Geometrie des individuellen Ohrkanals angepasst ist, realisiert werden.
[0049] Das erste Gehäuseteil 108 weist eine Aufnahmeeinheit 109 für einen akustischen Wandler
102 auf. Das erste Gehäuseteil 108 kann aufsteckbar und abziehbar mit einem zweiten
Gehäuseteil 111 verbunden sein. Auf diese Art kann der akustische Wandler 102 beispielsweise
im Falle eines Defekts leicht ausgewechselt werden. Über das zweite Gehäuseteil 111
wird dem akustischen Wandler 102 über eine Anschlusseinrichtung 112 ein elektrisches
Signal zugeführt, dass der akustische Wandler 102 in ein Schallsignal wandelt, das
entlang der Schallführungseinheit 103 durch die erste Öffnung 104 zu einem Ohrkanal
gelangen kann. Mit der dargestellten Anordnung des Ohrkanal-Hörers 101 bzw. mit dem
Ohrpolster 100 kann der in Fig. 4 dargestellte Effekt erzielt werden. Insbesondere
wird eine Resonanzüberhöhung, insbesondere im Bereich zwischen 6 und 9 kHz, die auch
von dem individuellen Ohrkanal verursacht wird, durch die in dem Ohrpolster 100 befindliche
Resonanzeinheit, die aus dem Volumenelement 105 und der zweiten Öffnung 106 besteht,
realisiert. In die zweite Öffnung 106 kann auch ein Dämpfungselement eingebracht werden,
um die akustischen Eigenschaften des Resonators, beispielsweise seine Güte oder seine
Resonanzfrequenz, zu verändern. Gleichzeitig kann mit einem solchen Dämpfungsmaterial
eine Verunreinigung der zweiten Öffnung 106 bzw. des Volumenelements 105 erreicht
werden. Das Volumen des Ohrpolsters 100 kann auch einstellbar realisiert werden.
[0050] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines Hörers gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel.
Während die Ausführungsbeispiele 1 bis 3 sich auf Ohrkanal-Hörer beziehen, betrifft
das vierte Ausführungsbeispiel einen ohrumschließenden Hörer. Der umschließende Hörer
weist ein Ohrpolster 210, eine Schallwand 220, ein durch die Ohrpolster 210, die Schallwand
220 und den Kopf 300 bzw. das Ohr 310 des Hörers eingeschlossenes Volumen 230 auf,
welches über ein Rohr 240 mit einem weiteren Volumen 250 verbunden ist. Hierbei wirkt
das Rohr 240 als eine akustische Masse.
[0051] Fig. 7 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Hörer gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel.
Hierbei basiert der Hörer gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen auf
den Hörern gemäß dem ersten bis dritten Ausführungsbeispiel. Insbesondere ist ein
ringförmig angeordneter Volumenkörper 400 gezeigt. Dieser Volumenkörper weist ein
erstes Volumen 410 und ein zweites Volumen 420 auf, welche durch eine erste und zweite
Trennwand 430, 440 in zwei unabhängige Volumen aufgeteilt werden.
[0052] Somit weist das erste und zweite Volumen zusammen mit den zu ihnen führenden Öffnungen
einen eigenständigen Helmholtz-Resonator auf. Hierbei können diese beiden Resonatoren
unabhängig voneinander abgestimmt werden. Dies ist vorteilhaft, da eine Absenkung
von zwei Frequenzen realisierbar ist. Die Größe des ersten und zweiten Volumens sowie
die Anzahl und Größe der damit verbundenen Öffnungen können unabhängig voneinander
gewählt werden.
[0053] Alternativ dazu können auch mehr als zwei Volumen vorgesehen werden.
[0054] Der ringförmig angeordnete Volumenkörper gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel kann
bei einem Ohrkanal-Hörer gemäß dem ersten, zweiten oder dritten Ausführungsbeispiel
verwendet werden.
[0055] Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht eines Ohrkanalhörers gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel.
Hierbei entspricht der Ohrkanalhörer gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel im Wesentlichen
dem Ohrkanalhörer gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel von Fig. 3. Während jedoch
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel das Volumen 5 bzw. die Volumeneinheit 5 ringförmig
ausgestaltet ist, kann das Volumenelement 5 gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel
Kreissegment-förmig ausgestaltet sein. Alternativ dazu kann das Volumenelement 5 gemäß
dem fünften Ausführungsbeispiel einen rechteckigen oder kreisförmigen Querschnitt
aufweisen. Das Volumenelement 5 gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel ist beispielsweise
nur auf einer Seite bzw. als Abschnitt vorgesehen.
[0056] An der Öffnung des Volumenelementes 5 kann optional ein Dämpfungselement vorgesehen
werden. Wie auch in dem zweiten Ausführungsbeispiel ist die Öffnung des Volumenelementes
5 an dem dem Ohr zugewandten Ende des Ohrpolsters bzw. des Hörers vorgesehen.
[0057] Fig. 9 zeigt eine Schnittansicht eines Ohrhörers gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel.
Der Ohrhörer bzw. Ohrkanalhörer gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel kann dabei
auf dem Ohrkanalhörer gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel von Fig. 3 basieren. Im
Gegensatz zu dem Ohrkanalhörer gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel von Fig, 3 weist
der Ohrkanalhörer gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel kein Dämpfungselement an
der Öffnung des Volumenelementes auf. Das Volumenelement 5 kann hierbei wie im zweiten
Ausführungsbeispiel ausgestaltet sein. Mit anderen Worten, das Volumenelement kann
ringförmig oder zumindest teilweise ringförmig ausgestaltet sein.
[0058] Fig. 10 zeigt eine Draufsicht auf einen Hörer gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel.
Der Hörer gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel kann auf einem Hörer gemäß einem der
Ausführungsbeispiele 1 bis 6 beruhen. In Fig. 10 ist insbesondere das zweite Ende
15 des Schallführungselementes sowie das erste Gehäuseteil 8 gezeigt. Ferner ist das
Volumenelement 5 optional mit einem Dämpfungselement gezeigt. Hierbei ist zu sehen,
dass das Volumenelement 5 lediglich auf einer Seite des Hörers vorgesehen ist und
einen zumindest teilweise kreisförmig ausgestalteten Querschnitt aufweist. Die Öffnung
des Volumenelementes 5 ist hierbei neben der Öffnung 15 des Schallführungselementes
(auf der dem Ohr zugewandten Seite) vorgesehen.
[0059] Fig. 11 zeigt eine Schnittansicht eines Ohrkanalhörers gemäß einem achten Ausführungsbeispiel.
Hierbei kann der Ohrkanalhörer gemäß dem achten Ausführungsbeispiel auf einem Ohrkanalhörer
gemäß einem der Ausführungsbeispiele 1 bis 7 beruhen. Gemäß dem achten Ausführungsbeispiel
ist die Volumeneinheit 5 mit ihrer Öffnung nicht außerhalb der Schallführungseinheit
(wie in den Ausführungsbeispielen 1 bis 7) vorgesehen, sondern innerhalb der Schallführungseinheit.
Die Volumeneinheit 5 weist eine einzige Öffnung auf, welche der ersten Seite des Hörers
13 zugewandt ist. Der Ohrkanalhörer gemäß dem achten Ausführungsbeispiel ist vorteilhaft,
weil somit ein kompaktes und kleines Schallführungselement vorgesehen werden kann,
da das Volumenelement sich innerhalb der Schallführungseinheit befindet.
1. Ohrkanal-Hörer (1), mit
einer ersten einem Ohr zugewandten Seite (13),
einem akustischen Wandler (2, 52) zur Abgabe eines Schallsignals,
einem Schallführungselement (3, 53) mit einem ersten Ende (14), welches dem akustischen
Wandler (3, 53) zugewandt ist, und einem zweiten Ende (15), welches der ersten Seite
(13) des Ohrkanal-Hörers zugewandt ist,
wobei das Schallführungselement (3) eine erste Öffnung (4) an seinem zweiten Ende
(15) zur Führung des Schallsignals von dem akustischen Wandler (2, 52) zu einem Ohrkanal
eines Anwenders aufweist, und
wenigstens einem Volumenelement (5, 55), das jeweils ein Volumen (65) begrenzt und
eine zweite Öffnung (6, 56) als einzige Öffnung aufweist, wobei die zweite Öffnung
(6, 56) das Volumen (65) mit der ersten Seite (13) des Ohrhörers verbindet, wenn der
Ohrkanal-Hörer in dem Ohrkanal des Anwenders platziert ist,
wobei die zweite Öffnung (6, 56) an der ersten Seite (13) des Hörers angeordnet ist,
wobei das Volumen (65) des Volumenelements (5, 55) zusammen mit der Öffnung (6, 56)
des Volumenelements (5, 55) einen Resonator ausbildet, wenn der Ohrkanal-Hörer in
dem Ohrkanal des Anwenders platziert ist,
wobei die erste Öffnung (4) und die zweite Öffnung (6) nebeneinander an der ersten
Seite (13) angeordnet sind.
2. Ohrkanal-Hörer (1) nach Anspruch 1, wobei
die zweite Öffnung (6, 56) des Volumenelements (5, 55) als ein Rohrelement (56) ausgebildet
ist.
3. Ohrkanal-Hörer nach Anspruch 1, wobei
das Volumen (65) zusammen mit der zweiten Öffnung (6, 56) des Volumenelements (5,
55) einen Helmholtz-Resonator ausbildet, wenn der Ohrkanal-Hörer in dem Ohrkanal des
Anwenders platziert ist.
4. Ohrkanal-Hörer (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
das Volumenelement (5, 55) zumindest teilweise um das Schallführungselement (3,53)
herum oder in dem Schallführungselement angeordnet ist.
5. Ohrkanal-Hörer (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Volumen (65) des
Volumenelementes (5, 55) einstellbar ist.
6. Ohrkanal-Hörer (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei ein Dämpfungselement
(7) an der Öffnung (6, 56) des wenigstens einen Volumenelements (5, 55) angebracht
ist.
7. Ohrkanal-Hörer (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, mit einem ersten Gehäuseteil
(8), das das Volumenelement (5) und das Schallführungselement (3) bildet und das eine
Aufnahmeeinheit (9) für den akustischen Wandler (2) aufweist.
8. Ohrkanal-Hörer (1) nach Anspruch 7, mit einem zweiten Gehäuseteil (11), das eine Anschlusseinrichtung
(12) für den akustischen Wandler (2) aufweist, wobei das erste Gehäuseteil (8) auf
das zweite Gehäuseteil (11) aufsteckbar und abziehbar ist.
1. An ear canal earpiece (1) having
a first side (13) towards an ear,
an acoustic transducer (2, 52) for outputting a sound signal,
a sound guide element (3, 53) having a first end (14) facing the acoustic transducer
(3, 53) and a second end (15) facing the first side (13) of the ear canal earpiece
(1),
wherein the sound guide element (3) comprises a first opening (4) at its second end
(15) for guiding the sound signal from an electroacoustic transducer (2, 52) to an
ear canal of a user, and
at least one volume element (5, 55) which delimits a volume (65) and which has at
least one second opening (6, 56) as only opening, wherein the second opening (6, 56)
connects the volume (65) with the first end (13) of the earpiece when the ear canal
earpiece is placed in the ear canal of a user,
wherein the second opening (6, 56) is arranged at the first side (13) of the earpiece,
wherein the volume (65) of the volume element (5, 55) together with the opening (6,
56) of the volume element (5, 55) forms a resonator when the ear canal earpiece is
placed into the ear canal of the user,
wherein the first opening (4) and the second opening (6) are arranged next to each
other at the first side (13).
2. Ear canal earpiece (1) according to claim 1, wherein
the second opening (6, 56) of the volume element (5, 55) is embodied as a tube portion
(56).
3. Ear canal earpiece (1) according to claim 1, wherein
the volume element (65) together with the second opening (6, 56) of the volume element
(5, 55) form a Helmholtz resonator when the ear canal earpiece is placed into the
ear canal of a user.
4. Ear canal earpiece (1) as set forth in one of the preceding claims, wherein
the volume element (5, 55) is arranged at least partially around or in the sound guide
element (3, 53).
5. Ear canal earpiece (1) as set forth in one of the preceding claims, wherein
the volume (65) of the volume element (5, 55) is adjustable.
6. Ear canal earpiece (1) as set forth in one of the preceding claims, wherein
a damping element (7) is mounted at the opening (6, 56) of the at least one volume
element (5, 55).
7. Ear canal earpiece (1) as set forth in one of the preceding claims, comprising
a first housing portion (8) which constitutes the volume element (5) and the sound
guide element (3) and which has a receiving unit (9) for the acoustic transducer (2).
8. Ear canal earpiece (1) according to claim 7, comprising
a second housing portion (11) which has a connecting device (12) for the acoustic
transducer (2), wherein the first housing portion (8) can be fitted on to and be removed
from the second housing portion (11).
1. Ecouteur intra-auriculaire (1), avec :
un premier côté (13) tourné vers une oreille,
un convertisseur (2, 52) acoustique servant à émettre un signal sonore,
un élément de guidage du son (3, 53) avec une première extrémité (14), laquelle est
tournée vers le convertisseur (3, 53) acoustique, et une seconde extrémité (15), laquelle
est tournée vers le premier côté (13) de l'écouteur intra-auriculaire,
dans lequel l'élément de guidage du son (3) présente une première ouverture (4) au
niveau de sa seconde extrémité (15) pour guider le signal sonore depuis le convertisseur
(2, 52) acoustique vers un canal auriculaire d'un utilisateur, et
au moins un élément de volume (5, 55), qui délimite respectivement un volume (65)
et présente une seconde ouverture (6, 56) en tant qu'unique ouverture, dans lequel
la seconde ouverture (6, 56) relie le volume (65) au premier côté (13) de l'écouteur
quand l'écouteur intra-auriculaire est placé dans le canal auriculaire de l'utilisateur,
dans lequel la seconde ouverture (6, 56) est disposée au niveau du premier côté (13)
de l'écouteur,
dans lequel le volume (65) de l'élément de volume (5, 55) réalise conjointement avec
l'ouverture (6, 56) de l'élément de volume (5, 55) un résonateur, quand l'écouteur
intra-auriculaire est placé dans le canal auriculaire de l'utilisateur,
dans lequel la première ouverture (4) et la seconde ouverture (6) sont disposées côte
à côte au niveau du premier côté (13).
2. Ecouteur intra-auriculaire (1) selon la revendication 1, dans lequel
la seconde ouverture (6, 56) de l'élément de volume (5, 55) est réalisée en tant qu'un
élément tubulaire (56).
3. Ecouteur intra-auriculaire selon la revendication 1, dans lequel
le volume (65) réalise conjointement avec la seconde ouverture (6, 56) de l'élément
de volume (5, 55) un résonateur Helmholtz quand l'écouteur intra-auriculaire est placé
dans le canal auriculaire de l'utilisateur.
4. Ecouteur intra-auriculaire (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel
l'élément de volume (5, 55) est disposé au moins en partie tout autour de l'élément
de guidage du son (3, 53) ou dans l'élément de guidage du son.
5. Ecouteur intra-auriculaire (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le volume (65) de l'élément de volume (5, 55) peut être réglé.
6. Ecouteur intra-auriculaire (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel un élément d'atténuation (7) est installé au niveau de l'ouverture (6,
56) de l'au moins un élément de volume (5, 55) .
7. Ecouteur intra-auriculaire (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
avec une première partie de boîtier (8), qui forme l'élément de volume (5) et l'élément
de guidage du son (3) et qui présente une unité de logement (9) pour le convertisseur
(2) acoustique.
8. Ecouteur intra-auriculaire (1) selon la revendication 7, avec une seconde partie de
boîtier (11), qui présente un dispositif de raccordement (12) pour le convertisseur
(2) acoustique, dans lequel la première partie de boîtier (8) peut être emboîtée sur
la seconde partie de boîtier (11) et peut être retirée.