Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein einwechselbares Bearbeitungsaggregat
für ein Bearbeitungszentrum zum Bearbeiten plattenförmiger Werkstücke, die bevorzugt
zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen.
Stand der Technik
[0002] Bearbeitungsaggregate, die in die Hauptspindel eines Bearbeitungszentrums einwechselbar
sind, sind beispielsweise aus der
DE 100 39 413 A1 und der
DE 102 29 775 Cl bekannt. Für einen gewünschten, auszuführenden Bearbeitungsvorgang kann ein entsprechendes
Bearbeitungsaggregat aus einer Speichereinrichtung manuell oder automatisch in die
Spindeleinheit des Bearbeitungszentrums eingewechselt werden.
[0003] Bearbeitungszentren zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken, insbesondere
aus Holz bzw. Holzwerkstoffen, weisen häufig ein Beschichtungsaggregat, zum Beispiel
ein Anleimaggregat zum Anleimen eines Kantenmaterials an eine Schmalfläche des Werkstücks
auf. Dadurch kann eine spanende Bearbeitung, zum Beispiel einer Schmalfläche oder
einer Kante des Werkstücks, mit einem Anleimen des Kantenmaterials kombiniert werden,
so dass eine neue Aufspannung des Werkstücks in einer separaten Kantenanleimmaschine
nicht erforderlich ist. Für die Anleimaggregate kommen verschiedene Techniken zum
Einsatz, zum Beispiel wird Leim mittels Walzen auf eine Werkstückschmalfläche aufgetragen
und anschließend Kantenmaterial auf die Werkstückschmalfläche aufgelegt und dann beispielsweise
unter Einsatz von Andrückrollen an die Werkstückschmalfläche angedrückt. Eine folgende
Aushärtung des Leims ermöglicht einen festen Sitz des Kantenmaterials. Andere Anleimaggregate
arbeiten mit einem Laser zum Bestrahlen und Erweichen einer bereits am eingesetzten
Kantenmaterial vorgesehenen Beschichtung, um eine Verbindung zwischen Kantenmaterial
und Werkstückschmalfläche durch anschließendes Andrücken des Kantenmaterials an das
Werkstück zu erzielen. Bearbeitungszentren mit Anleimaggregat sind beispielsweise
aus der
DE 10 2005 018 885 B3 und der
EP 0 728 561 A1 bekannt.
[0004] Die genannten Beschichtungsaggregate haben gemeinsam, dass für den Beschichtungsvorgang
zum Erweichen bzw. Aktivieren des Beschichtungsmaterials bzw. einer Klebstoffschicht
auf dem Beschichtungsmaterial, Energie in das Kantenmaterial bzw. die Klebstoffschicht
eingebracht werden muss. Die zum Einsatz kommenden flüssigen Klebstoffe bzw. Leime
zum Anleimen von Kantenmaterial werden ebenfalls in der Regel in einem erwärmten Zustand
aufgetragen und härten nach dem Auftragen aus. Daher weisen die Beschichtungsaggregate
eine elektrische Schnittstelle bzw. Kabelverbindung auf, um die für die Erwärmung
des Beschichtungsmaterials erforderliche Energie als elektrische Energie dem Beschichtungsaggregat
zuzuführen. Eine reine mechanische Anbindung eines Beschichtungsaggregats reicht daher
bisher nicht aus, um ein Beschichtungsaggregat am Bearbeitungszentrum zu betreiben.
Es muss zusätzlich eine elektrische Schnittstelle bzw. Kabelverbindung vorgesehen
werden. Dadurch wird der flexible Einsatz der genannten Beschichtungsaggregate an
verschiedenen Bearbeitungszentren auf Grund der Schnittstellenanrorderungen erschwert.
Der flexible Einsatz von Beschichtungsaggregaten ist somit mit den Beschichtungsaggregaten
des Standes der Technik nur unzureichend gegeben.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einwechselbares Bearbeitungsaggregat,
insbesondere Beschichtungsaggregat für ein Bearbeitungszentrum zum Bearbeiten von
Werkstücken, die bevorzugt zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff
oder dergleichen bestehen, zur Verfügung zu stellen, das besonders flexibel an verschiedensten
Bearbeitungszentren zum Einsatz kommen kann, indem die Energieversorgung des Beschichtungsaggregats
im Hinblick auf seine Schnittstellenanforderungen vereinfacht ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein einwechselbares Bearbeitungsaggregat,
insbesondere Beschichtungsaggregat mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen
der Erfindung.
Ein erfindungsgemäßes einwechselbares Bearbeitungsaggregat für ein Bearbeitungszentrum
zum Bearbeiten von Werkstücken, die bevorzugt zumindest abschnittsweise aus Holz,
Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen, weist auf: einen Generator
für die Erzeugung von Energie ausgewählt aus der Gruppe von elektrischer, hydraulischer,
pneumatischer, thermischer Energie sowie Strahlungs- und Schwingungsenergie, aus insbesondere
mechanischer Rotationsenergie einer Hauptspindel, sowie ein Mittel, das mittels des
Generators mit Energie versorgt wird, und diese Energie zur Bearbeitung des Werkstücks
umsetzt. Das Mittel ist zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial und/oder zur Kühlung,
Umformung, Urformung, spanenden und nichtspanenden Bearbeitung vorgesehen.
[0007] Ferner weist das Bearbeitungsaggregat eine insbesondere lösbare Drehmomentschnittstelle
zum Übertragen eines Drehmoments von außen zum Beschichtungsaggregat auf, und der
Generator eingerichtet ist, mittels des Drehmoments angetrieben zu werden.
[0008] Der Begriff "Generator" in Sinne dieser Anmeldung bedeutet einen Energiewandler im
Allgemeinen. Mit diesem wird aus mechanischer Energie, also der Drehbewegung der Hauptspindel,
eine andere Energieform gewonnen. Beispielhaft wurden in diesem Zusammenhang bereits
elektrische, hydraulische, pneumatische, thermische Energie sowie Strahlungs- und
Schwingungsenergie aufgeführt.
[0009] Ferner ist das genannte Mittel ein energieverbrauchendes Mittel. Insbesondere kann
durch den Verbrauch der Energie ein Haftmittel erwärmt werden; jedoch sind auch die
anderen bereits genannten Bearbeitungsarten denkbar.
[0010] Der Begriff "Energie" ist in diesem Zusammenhang im Sinne von "Information" auszulegen,
bei der es sich rein beispielhaft um mechanische, elektrische, hydraulische, pneumatische,
thermische Energie sowie Strahlungs- und Schwingungsenergie handeln kann.
[0011] Erfindungsgemäß ist der Generator eingerichtet, mittels des Drehmoments angetrieben
zu werden. Die Energie bzw. Information, die zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials
genutzt wird, wird somit beispielhaft als mechanische Energie zum Bearbeitungsaggregat
zugeführt. In diesem Falle wird ein Drehmoment zum Bearbeitungsaggregat übertragen,
das einen Generator antreibt. Wie jedoch durch die Auslegung "Information" verdeutlicht,
ist der Begriff "Energie" nicht auf die genannten Energieformen beschränkt. Entscheidend
ist, dass der Generator angesprochen wird. Erfindungsgemäß verfügt das Bearbeitungsaggregat
in einer Ausführungsform über keine Kabelverbindung zur Maschine.
[0012] Der Generator wiederum erzeugt elektrische Energie, die genutzt wird, ein Mittel
zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial mit Energie zu versorgen. Das Mittel zum Erwärmen
von Beschichtungsmaterial wandelt somit die durch den Generator erzeugte elektrische
Energie in Wärmeenergie um.
[0013] Die Übertragung von elektrischer Energie zum Bearbeitungsaggregat zum Erwärmen des
Beschichtungsmaterials kann entfallen, da sich das Bearbeitungsaggregat die elektrische
Energie mittels des Generators aus der auf das Bearbeitungsaggregat übertragenen mechanischen
Energie selbst erzeugt. Dadurch wird die Anbindung des einwechselbaren Bearbeitungsaggregats
an ein Bearbeitungszentrum besonders einfach, da lediglich eine mechanische Anbindung
erforderlich ist und die elektrische Anbindung in Form von Kabeln und Steckverbindern
sowie eine steuerungstechnischen Anbindung des Bearbeitungsaggregats entfallen kann.
Dadurch kann das Bearbeitungsaggregat besonders einfach in bestehende Bearbeitungszentren
integriert werden.
[0014] Die Drehmomentschnittstelle zum Übertragen des Drehmoments von Außen zum Bearbeitungsaggregat
ist bevorzugt lösbar ausgebildet, um den Wunsch nach einem flexiblen Anbringen des
Bearbeitungsaggregats an einem Bearbeitungszentrum Rechnung zu tragen. Als lösbare
Drehmomentschnittstelle kommen gängige Schnittstellensysteme, wie zum Beispiel lösbare
Welle-Nabe-Verbindungen, Kupplungen und entsprechende Getriebeelemente zum Einsatz.
[0015] Erfindungsgemäß ist somit zum Einwechseln des Bearbeitungsaggregats keine zusätzliche
Vorbereitung der Maschine in Form einer Realisierung einer Elektroschnittstelle erforderlich.
Es ist daher möglich, jedes gängige Bearbeitungszentrum mit verhältnismäßig geringem
Aufwand für ein Einwechseln des erfindungsgemäßen Bearbeitungsaggregats nachzurüsten.
Durch den geringen Sohnittstellenaufwand zum Einwechseln eines erfindungsgemäßen Bearbeitungsaggregats
sind die Kosten zum Erweitern eines bestehenden Bearbeitungszentrums mit einem Bearbeitungsaggregat
gering.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen einwechselbaren Bearbeitungsaggregats
ist die Drehmomentschnittstelle eingerichtet, das Drehmoment von der Bearbeitungsspindel
des Bearbeitungszentrums aufzunehmen. Dadurch kann der Generator durch das Drehmoment
der Antriebsspindel angetrieben werden. Ein zusätzlicher Energieeintrag in das Bearbeitungsaggregat
zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials ist dann nicht erforderlich. Bevorzugt wird
eine Drehmomentaufzweigung vorgesehen, die einen Teil des Drehmoments der Antriebsspindel
in die Drehmomentschnittstelle zum Antreiben des Generators überträgt und das restliche
Drehmoment für die Bearbeitungsaufgabe belässt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist das einwechselbare Bearbeitungsaggregat ein beheizbares
Behältnis für das Beschichtungsmaterial auf. Mittels des Behältnisses kann erwärmtes
Beschichtungsmaterial zur Verfügung gestellt und gespeichert werden. Besonders bevorzugt
ist das Mittel zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials in das Behältnis integriert.
Dadurch ergibt sich ein technisch besonders einfacher Aufbau mit wenigen Systemschnittstellen.
[0017] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
das Mittel zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials eingerichtet, das Beschichtungsmaterial
an schon mit Beschichtungsmaterial beschichteten Werkstücken zu erwärmen. Dadurch
ist es möglich, Beschichtungsmaterial oder Werkstücke zu verwenden, die eine Leim-
bzw. Klebstoffschicht aufweisen, die mittels Wärme aktivierbar ist. Das Mittel zum
Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial weist dazu eine geeignete Energiequelle auf,
mit der Energie zum Übertragen zum Beschichtungsmaterial erzeugt werden kann. Für
das Übertragen der Energie auf das Beschichtungsmaterial können daher erfindungsgemäß
unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden. So kann zum Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial
beispielsweise mittels eines Lasers, einer Infrarot-Strahlenquelle, einer Ultraschallquelle,
einer Mikrowellenquelle oder einer PlasmaQuelle, Energie auf das Beschichtungsmaterial
übertragen. Möglich ist auch der Einsatz einer Heißluftquelle oder einer Begasungsquelle
zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials. Wesentliches Merkmal dieser Energieübertragungstechniken
durch das Mittel zum Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial ist, dass die Energie
über eine Distanz von der Energiequelle auf das Beschichtungsmaterial übertragen werden
kann.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das einwechselbare
Bearbeitungsaggregat eine Datenübertragungsschnittstelle, bevorzugt eine berührungslose
Datenübertragungsschnittstelle, zur Übermittlung von Zustandsdaten des einwechselbaren
Bearbeitungsaggregats an eine Maschinensteuerung auf. Für den Einsatz des einwechselbaren
Bearbeitungsaggregats ist es vorteilhaft, bestimmte Zustandsdaten von dem einwechselbaren
Bearbeitungsaggregat, zum Beispiel in einer Maschinensteuerung, zu erfassen. So ist
für die Prozesssteuerung beispielsweise die Temperatur des Beschichtungsmaterials
oder auch die Menge von dem im einwechselbaren Bearbeitungsaggregat zwischengespeicherten
Beschichtungsmaterial relevant. Bevorzugt wird die Datenübertragungsschnittstelle
ebenfalls von dem Generator mit Energie versorgt und die Übertragung der Daten erfolgt
berührungslos an eine Steuerung, beispielsweise die Steuerung des Bearbeitungszentrums.
Dadurch kann dann auch für die Datenübertragung am einwechselbaren Bearbeitungsaggregat
eine Steckverbindung zum Übertragen der Daten weggelassen werden. Dadurch kann die
Schnittstelle des einwechselbaren Bearbeitungsaggregats auf die mechanische Schnittstelle
beschränkt bleiben, was den Aufbau des einwechselbaren Bearbeitungsaggregats im Hinblick
auf seine Schnittstellenanforderungen einfach hält. Bevorzugt ist zur Datenübertragung
am einwechselbaren Bearbeitungsaggregat eine Standarddatenübertragungsschnittstelle,
wie zum Beispiel Funk-Ethernet, Bluetooth oder Wireless LAN (Wireless Local Area Network)
vorgesehen.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine zusätzliche Antriebseinheit
am Bearbeitungsaggregat vorgesehen, und die Drehmomentschnittstelle ist eingerichtet,
das Drehmoment von der Antriebseinheit aufzunehmen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren der Zeichnungen näher erläutert.
[0021] Von den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines an einem Bearbeitungszentrum angebrachten erfindungsgemäßen
einwechselbaren Beschichtungsaggregats gemäß einer ersten Ausführungsform; und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des Aufbaus eines erfindungsgemäßen einwechselbaren
Beschichtungsaggregats gemäß einer zweiten Ausführungsform.
[0022] In den Figuren bezeichnen die selben Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche
Komponenten, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
[0023] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines an einem Bearbeitungszentrum
2 angebrachten erfindungsgemäßen einwechselbaren Beschichtungsaggregats 1 (Bearbeitungsaggregat)
gemäß einer ersten Ausführungsform. Das Beschichtungsaggregat 1 ist im Bild unten
dargestellt und an dem darüber ausschnittsweise dargestellten Bearbeitungszentrum
2 angebracht. Das Beschichtungsaggregat 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel hat die
Aufgabe Kanten 4, die mit Beschichtungsmaterial 6 beschichtet sind, auf das Werkstück
5 aufzubringen. Das Beschichtungsaggregat 1 wird von einer Antriebsspindel 3 des Bearbeitungszentrums
2 angetrieben. Das Beschichtungsaggregat weist ferner ein Mittel 12 zum Erwärmen des
Beschichtungsmaterials 6 auf. Das Mittel 12 zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials
6 weist einen Generator 10 auf, der über eine Drehmomentschnittstelle 14 von der Arbeitsspindel
3 des Bearbeitungszentrums 2 angetrieben wird.
[0024] Im Betrieb wird das Beschichtungsmaterial 6 mittels eines Mittels 12 zum Erwärmen
des Beschichtungsmaterials 6 erwärmt und dadurch in seiner Klebewirkung aktiviert.
Anschließend wird die Kante 4 mit dem Beschichtungsmaterial 6 an das Werkstück 5 angedrückt.
Nach dem Abkühlen härtet die Verbindung von Kante 4 mit Beschichtungsmaterial 6 und
Werkstück 5 aus. Das Bearbeitungszentrum 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel ein
5-Achsbearbeitungszentrum. Das Beschichtungsaggregat 1 kann erfindungsgemäß an Bearbeitungszentren
2 mit anderen Kinematiken betrieben werden.
[0025] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaus eines erfindungsgemäßen einwechselbaren
Beschichtungsaggregats 1 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Wie in Fig. 1 ist oben
im Bild das Bearbeitungssentrum 2 und unten ein einwechselbares Beschichtungsaggregat
1 dargestellt. Am Bearbeitungzentrum 2 ist eine Antriebsspindel 3 vorgesehen, die
mit einer Drehmomentschnittstelle 14 des Beschichtungsaggregates 1 verbunden ist.
Die Drehmomentschnittstelle 14 des Beschichtungsaggregates 1 ist mit einem Generator
10 für die Erzeugung elektrischer Energie des Besehichtungsaggregates 1 verbunden.
Eine als gepunktete Linie dargestellte elektrische Leitung 8 verbindet den Generator
10 mit einem Mittel 12 zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12, um dem Mittel 12
zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12 elektrische Energie zuzuführen. Mittels
einer Energiequelle 9 am Mittel 12 zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12 kann
das Beschichtungsmaterial 6, das bei diesem Ausführungsbeispiel in einem Behältnis
7 am Mittel 12 zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12 angeordnet ist, erwärmt werden.
Mittels einer Datenübertragungsschnittstelle 11 werden Zustandsdaten, z.B. die Temperatur
des Beschichtungsmaterials 12 an eine Steuerung, beispielsweise die Steuerung des
Bearbeitungszentrums 2 übertragen, um eine optimale Prozessteuerung der Erwärmung
des Beschichtungsmaterials 6 zu ermöglichen.
[0026] Das erfindungsgemäße einwechselbare Beschichtungsaggregat 1 ermöglicht es, ein Bearbeitungszentrum
2 mit dem Beschichtungsaggregat auszurüsten, ohne dass eine elektrische Energieversorgung
zwischen dem Bearbeitungszentrum 2 und dem Beschichtungsaggregat 1 zum Erwärmen von
Beschichtungsmaterial 6 realisiert werden muss. Die zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials
6 notwendige Energie kann dafür mittels eines Generators 10 des Beschichtungsaggregates
1 aus der von dem Bearbeitungszentrum 2 auf das Beschichtungsaggregat 1 übertragenen
mechanischen Energie erzeugt werden. Dadurch kann das Beschichtungsaggregat 1 am Bearbeitungszentrum
2 besonders flexibel eingesetzt werden. Ferner kann das Beschichtungsaggregat 1 universell
auch an Bearbeitungszentren 2 eingesetzt werden, an denen entsprechende elektrische
Schnittstellen zum Übertragen von Energie zum Beschichtungsaggregat 1 nicht vorgesehen
sind.
[0027] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorliegend
beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise
modifizierbar.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Einwechselbares Beschichtungsaggregat
- 2
- Bearbeitungszentrum
- 3
- Antriebsspindel
- 4
- Kante
- 5
- Werkstück
- 6
- Beschichtungsmaterial
- 7
- Behältnis
- 8
- Leitung
- 9
- Energiequelle
- 10
- Generator
- 11
- Datenübertragungsschnittstelle
- 12
- Mittel zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial
- 14
- Drehmomentschnittstelle
1. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), für
ein Bearbeitungszentrum (2) zum Bearbeiten von Werkstücken (5), die bevorzugt zumindest
abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen, mit
einem Generator (10) für die Erzeugung von Energie ausgewählt aus der Gruppe von elektrischer,
hydraulischer, pneumatischer, thermischer Energie sowie Strahlungs- und Schwingungsenergie,
aus insbesondere mechanischer Rotationsenergie einer Hauptspindel,
einem Mittel (12), das mittels des Generators (10) mit Energie versorgt wird, und
diese Energie zur Bearbeitung des Werkstücks umsetzt, wobei das Mittel (12) zum Erwärmen
von Beschichtungsmaterial (6) und/oder zur Kühlung, Umformung, Urformung, spanenden
oder nichtspanenden Bearbeitung vorgesehen ist,
einer insbesondere lösbaren Drehmomentschnittstelle (14) zum Übertragen eines Drehmoments
von außen zum Beschichtungsaggregat (1), wobei
der Generator (10) eingerichtet ist, mittels des Drehmoments angetrieben zu werden.
2. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentschnittstelle (14) eingerichtet ist, das Drehmoment von der Antriebsspindel
(3) des Bearbeitungszentrums (2) aufzunehmen.
3. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das einwechselbares Beschichtungsaggregat (1) ein beheizbares Behältnis (7) für das
Beschichtungsmaterial (6) aufweist.
4. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bearbeitungsaggregat zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials (6) ein Behältnis
(7) aufweist, welches Behältnis (7) insbesondere am Mittel (12) vorgesehen ist.
5. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (12) zum Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial (6) eingerichtet ist,
das Beschichtungsmaterial (6) an schon mit Beschichtungsmaterial (6) Werkstücken (5)
zu erwärmen.
6. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), nach
Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem einwechselbaren Bearbeitungsaggregat (1) eine Energiequelle (9) vorgesehen
ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: Laser, Heißluftquelle, Infrarotquelle,
Ultraschallquelle, Magnetfeldquelle, Mikrowellenquelle, Plasmaquelle, und Begasungsquelle.
7. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das einwechselbare Bearbeitungsaggregat (1) eine Datenübertragungsschnittstelle (11),
insbesondere eine berührungslose Datenübertragungsschnittstelle, zur Übermittlung
von Zustandsdaten des einwechselbaren Beschichtungsaggregates (1) an eine Maschinensteuerung
aufweist.
8. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat, insbesondere Beschichtungsaggregat (1), nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Antriebseinheit vorgesehen ist und die Drehmomentschnittstelle (14)
eingerichtet ist, das Drehmoment von der Antriebseinheit aufzunehmen.