(19)
(11) EP 2 397 603 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.12.2011  Patentblatt  2011/51

(21) Anmeldenummer: 10166297.1

(22) Anmeldetag:  17.06.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D06F 59/02(2006.01)
D06F 73/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME RS

(71) Anmelder: Brüske, Heike
42781 Haan (DE)

(72) Erfinder:
  • Brüske, Heike
    42781 Haan (DE)

(74) Vertreter: von Kreisler Selting Werner 
Deichmannhaus am Dom Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
50667 Köln (DE)

   


(54) Vorrichtung zum Reinigen und Glätten von Kleidungsstücken


(57) Beschrieben wird eine Vorrichtung (10) zum Reinigen und Glätten von Kleidungsstücken, mit einer Kammer (12) und einer in der Kammer (12) angeordneten Kleidungsstück-Aufspanneinheit (16) zum Halten des Kleidungsstücks (22) im gespannten Zustand unter Offenhaltung eines Bundes (20) des Kleidungsstücks (22). Ferner sind in der Kammer (12) Düsen (34) zum Besprühen des aufgespannten und bei offengehaltenem Bund (20) angeordneten Kleidungsstücks (22) mit einer Reinigungsflüssigkeit (40) angeordnet. Zum Erzeugen eines durch das offengehaltene und aufgespannt angeordnete Kleidungsstück (22) strömenden Luftstroms (50) ist ein Gebläse (52) vorgesehen, wobei der Luftstrom (50) durch einen Einlass in die Kammer (12) hinein- und durch einen Auslass (32) aus der Kammer (12) herausgelangt. Schließlich weist die Vorrichtung (10) ein Heizaggregat (54) zur Erwärmung des Luftstroms (50) zwecks Trocknens und Glättens des in der Kammer (12) offengehaltenen und aufgespannt angeordneten Kleidungsstücks (22) in der Kammer (12) auf.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen und Glätten von Kleidungsstücken, bei denen es sich insbesondere um Oberbekleidungsstücke wie Blusen, Hemden, Jacken, Jacketts oder auch Hosen handelt.

[0002] Die Reinigung und das Bügeln von Kleidungsstücken bzw. das Trocknen von Kleidungsstücken erfolgt bisher in verschiedenen Vorrichtungen, und zwar einerseits in einer Waschmaschine und andererseits in einem Trockner bzw. einem Bugelautomaten. Darüber hinaus sind sogenannte Tunnelfinisher zum Behandeln von Wäschestücken bekannt, bei denen das Wäschestück bzw. Kleidungsstück zunächst mit Dampf angefeuchtet und anschließend mit Trocknungsluft getrocknet wird, wobei auch ein gewisser Glättungseffekt erzielt wird. Ein Bespiel für einen derartigen Tunnelfinisher findet sich in EP-A-0573726.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, in der ein Kleidungsstück sowohl gereinigt als auch geglättet werden kann.

[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Vorrichtung zum Reinigen und Glätten von Kleidungsstücken vorgeschlagen, wobei die Vorrichtung versehen ist
  • mit einer Kammer,
  • einer in der Kammer angeordneten Kleidungsstück-Aufspanneinheit zum Halten des Kleidungsstücks im gespannten Zustand unter Offenhaltung eines Bundes des Kleidungsstücks,
  • Düsen zum Besprühen des aufgespannten und bei offengehaltenem Bund angeordneten Kleidungsstücks mit einer Reinigungsflüssigkeit,
  • einem Gebläse zum Erzeugen eines durch das offengehaltenen und aufgespannt angeordnete Kleidungsstück strömenden Luftstroms, wobei der Luftstrom durch einen Einlass in die Kammer hinein- und durch einen Auslass aus der Kammer herausgelangt, und
  • einem Heizaggregat zur Erwärmung des Luftstroms zwecks Trocknens und Glättens des in der Kammer offengehaltenen und aufgespannt angeordneten Kleidungsstücks in der Kammer.


[0005] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das zu reinigende und zu glättende Kleidungsstück in einer Kammer der Vorrichtung angeordnet, wobei es in dieser Kammer im gespannten Zustand unter Offenhaltung eines Bundes des Kleidungsstücks gehalten ist. Diese Anordnung des Kleidungsstücks ist insoweit vorteilhaft, als beim Trocknungsvorgang, der sich an den Wasch- bzw. Reinigungsvorgang anschließt, das Kleidungsstück geglättet wird.

[0006] Vor dem Trocknungsvorgang jedoch wird das Kleidungsstück bei offengehaltenem Bund und im aufgespannten Zustand über Düsen mit einer Wasch- bzw. allgemein Reinigungsflüssigkeit besprüht. Bei dieser Reinigungsflüssigkeit kann es sich entweder um Wasser (Nassreinigung) oder um chemische Substanzen wie beispielsweise Kohlenwasserstoff oder Silikon handeln. Andere chemikalische Reinigungsmittel sind ebenfalls einsetzbar. Das Kleidungsstück wird über die Düsen mit der Reinigungsflüssigkeit besprüht. Hierbei ist es möglich, dass die Düsen feststehend in der Kammer oder aber verfahrbar in der Kammer angeordnet sind. Die zuletzt genannte Alternative hat den Vorteil, dass mit Hilfe der Düsen nur derjenige Bereich innerhalb der Kammer überfahren werden muss, der von dem aktuell zu reinigenden und zu trocknenden Kleidungsstück eingenommen wird. Die Grenzen der Verfahrwege der Düsen lassen sich also zweckmäßigerweise automatisch in Abhängigkeit von den Abmessungen (Höhe und Breite) des Kleidungsstücks festlegen. Zweckmäßig ist es, wenn jeweils mehrere Düsen an einem gemeinsamen Träger angeordnet sind, der längst des Kleidungsstücks verfahrbar ist und beidseitig des Kleidungsstücks jeweils ein Düsenträger angeordnet ist, jeder Träger erstreckt sich dabei vorzugsweise über die maximal zulässige Breite der Kleidungsstücke und ist über deren maximal zulässigen Höhe verfahrbar. Die Düsen besprühen das Kleidungsstück vorzugsweise von außerhalb desselben.

[0007] Nachdem das Kleidungsstück auf die zuvor beschriebene Weise mit Reinigungsflüssigkeit versehen worden ist, ist es gereinigt und nass. Der Reinigungsprozess erfolgt aufgrund des Auftreffens der Reinigungsflüssigkeit auf das Kleidungsstück. Dabei werden Schmutzpartikel gelöst, die dann mit der Reinigungsflüssigkeit am Kleidungsstück entlang nach unten gespült und abtransportiert werden.

[0008] Die Kammer der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist darüber hinaus einen Lufteinlass für Trocknungsluft auf, der in Flucht mit der Kleidungsstück-Aufspanneinheit angeordnet ist. Die Kleidungsstück-Aufspanneinheit weist verschiedene insbesondere pneumatisch und damit automatische verfahrbare Spanneinheiten auf, die an dem Bund des Kleidungsstücks angreifen und den Bund somit im offengehaltenen Zustand positionieren. Der Bund befindet sich damit in unmittelbarer Nähe des Lufteinlasses, so dass die eingebrachte Trocknungsluft in das Kleidungsstück hineingelangt. Dabei kommt es zu einem Aufblaseffekt des Kleidungsstücks, das damit während des Trocknungsvorgangs gespannt gehalten ist und während der Trocknung keine Falten bilden kann. Nach dem Trocknungsprozess ist das Kleidungsstück also nicht nur getrocknet sondern auch geglättet. Die in das Kleidungsstück eingebrachte Trocknungsluft tritt über andere Öffnungen des Kleidungsstücks (Ärmel, Hosenbeine, Halsöffnung o.dgl.) wieder aus. Die aus dem Kleidungsstück austretende Luft gelangt über einen Luftauslass aus der Kammer heraus.

[0009] Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass die vorgehende Reinigung und Glättung in ein und demselben Gerät ablaufen, und zwar automatisch, ohne dass das Kleidungsstück umgehängt, umgespannt o.dgl. werden muss. Bei dem Reinigungsprozess handelt es sich um einen statischen Prozess, da anders als bei der Reinigung von Kleidungsstücken an sich bekannt, das Kleidungsstück mechanisch durch eine Reinigungsflüssigkeit bewegt und gewalgt wird, sondern indem das Kleidungsstück unbeweglich angeordnet ist und die Reinigungsflüssigkeit auf das Kleidungsstück auftrifft.

[0010] Wie bereits oben erwähnt, kann im einfachsten Fall der Reinigung als Reinigungsflüssigkeit Wasser eingesetzt werden (sogenannte Nassreinigung). In diesem Fall wird beim Glättungsvorgang die Trocknungsluft mit Feuchtigkeit aufgrund des Wassers, das das Kleidungsstück benetzt, angereichert. Diese feuchte Trocknungsluft kann im einfachsten Fall über den Luftauslass aus der Kammer herausströmen, wie dies ähnlich bei einem Haushaltswäschetrockner der Fall ist, der mit einem Abdampfrohr versehen ist. Wird allerdings mit chemikalischen Reinigungsflüssigkeiten gearbeitet, so muss aus Umweltschutzgesichtspunkten für einen geschlossenen Kreislauf der Trocknungsluft gesorgt werden. Zu diesem Zweck ist es von Vorteil, wenn der Luftauslass mit dem Lufteinlass der Kammer außerhalb derselben in Fluidverbindung steht. Hierbei ist es ferner zweckmäßig, wenn innerhalb des geschlossenen Luftstromkreislaufs ein Kühlaggregat angeordnet ist, mit dem die die Kammer verlassende feuchte Trocknungsluft zur Bildung von Kondensat, bei dem es sich um die Reinigungsflüssigkeit handelt, abgekühlt wird. Das Kühlaggregat ist zweckmäßigerweise in Strömungsrichtung betrachtet vor dem Gebläse angeordnet, das seinerseits vorzugsweise wie das Heizaggregat außerhalb der Kammer angeordnet ist. Das Kondensat gelangt ebenfalls unter dem Aspekt des geschlossenen Kreislaufs in einen Tank, wobei es zuvor zweckmäßigerweise gereinigt wird, wozu es beispielsweise einen Filter passiert. Das auf diese Weise im Tank gesammelte Kondensat, nämlich die Reinigungsflüssigkeit, gelangt dann insbesondere mit Hilfe einer Pumpe wiederum zu den Düsen, um in einem nächsten Reinigungsvorgang ein Kleidungsstück reinigen zu können. Aus der Kammer gelangende Reinigungsflüssigkeit, die beispielsweise während und nach dem Reinigungsvorgang vom Kleidungsstück herabtropft, gelangt ebenfalls in den Tank, wobei auch hier vorzugsweise ein Reinigungsfilter zwischengeschaltet ist.

[0011] Die Kammer der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird in einem sogenannten "Batch"-Modus betrieben. Das bedeutet, dass die Kammer sequenziell für vier verschiedene nachfolgend ablaufende Prozesse genutzt wird. Zunächst wird die Kammer mit dem zu reinigenden Kleidungsstück beladen. Hierzu weist die Kammer eine Tür o.dgl. verschließbare Öffnung auf, über die das Kleidungsstück in die Kammer verbracht werden kann. Nach dem Fixieren des Kleidungsstücks in der Kammer mit Hilfe der Kleidungsstück-Aufspanneinheit wird die Kammer verschlossen und es beginnt der Reinigungsvorgang. Nach Abschluss des Reinigungsvorgangs erfolgt der Trocknungsvorgang als dritter Prozessschritt. Vierter und letzter Prozessschritt ist die Entnahme des gereinigten und geglätteten Kleidungsstücks aus der Kammer. Zweckmäßig ist es nun, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung mit mehreren Kammern versehen ist, die sich längs eines Bewegungskreislaufs zwischen einer Beladungsstation, einer Reinigungsstation, einer Trocknungsstation und einer Entnahmestation bewegen, wobei die Beladungs- und Entnahmestation zusammenfallen können. Das bedeutet, dass eine Kammer der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entladen sowie Beladen nicht verfahren werden muss. Dies ist aber nach der Erfindung andererseits auch nicht ausgeschlossen. Die Bewegung der einzelnen Kammern erfolgt beispielsweise nach Art eines Karussells im Kreis oder aber in einem Oval bzw. längs zweier paralleler Bahnen gegenläufig, wobei die Bahnen an ihren Enden über Umlenkungen o.dgl. ineinander übergehen.

[0012] Die Erfindung wird nachfolgen anhand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.

[0013] In der Zeichnung ist eine Vorrichtung 10 zum Reinigen und Glätten von Kleidungsstücken dargestellt, die eine Kammer 12 mit einer Tür 14 aufweist. Innerhalb der Kammer 12 befindet sich eine Aufspanneinheit 16, die insbesondere pneumatisch verfahrbare Spannelemente 18 zum Angreifen an dem Bund 20 eines Kleidungsstücks 22 sowie zum Offenhalten des Bundes 20 und eine höhenverfahrbare Aufhängung 24 aufweist, an der ein Bügel 26 o.dgl. aufgehängt werden kann, von dem das Kleidungsstück 22 herabhängt. Im Boden 28 der Kammer 12 befindet sich eine Lufteinlassöffnung 30 für Trocknungsluft, wobei der Lufteinlass 30 innerhalb des von den Spannelemente 18 umschlossenen Bereichs angeordnet ist. Am oberen Ende 31 der Kammer 12 befindet sich in deren Seitenwand ein Luftauslass 32.

[0014] Innerhalb der Kammer 12 befinden sich Sprühdüsen 34, die in diesem Ausführungsbeispiel an mindestens einer Leiste o.dgl. Halter 36 angeordnet sind, der längs des Kleidungsstücks 22 verfahrbar angeordnet ist (siehe den Pfeil 37).

[0015] Unterhalb der Kammer 12 oder auch neben der Kammer ist ein Tank 38 für Reinigungsflüssigkeit 40 angeordnet. Die Reinigungsflüssigkeit 40 wird nach dem Passieren eines Filters 42 durch eine Pumpe 44 angesaugt und über eine Leitung 46 den Düsen 34 zugeführt. Der Halter 36 wird längs des Kleidungsstücks 22 verfahren, wobei dieses Kleidungsstück 22 über die Düsen 34 mit Reinigungsflüssigkeit besprüht wird. Beidseitig des Kleidungsstücks 22 kann jeweils ein Halter 36 mit Düsen 34 angeordnet sein.

[0016] Der Reinigungsprozess (statischer Reinigungsprozess) findet statt, indem die auf das Kleidungsstück 22 auftreffende Reinigungsflüssigkeit Schmutzpartikel aus dem Kleidungsstück 22 herauslösen und nach unten spülen. Aus der Kammer 12 gelangt überschüssige Reinigungsflüssigkeit unterhalb des Bodens 28 über eine Abführleitung 48 in den Tank zurück. Hier ist es möglich, dass in der Abführleitung 48 ein Filter o.dgl. angeordnet ist.

[0017] Nachdem das Kleidungsstück 22 nunmehr durch die mit Druck auf das Kleidungsstück 22 auftreffende Reinigungsflüssigkeit und die am Kleidungsstück nach unten abfließende Reinigungsflüssigkeit gereinigt worden ist, beginnt der Glättungsvorgang. Zu diesem Zweck wird ein Trocknungsluftstrom 50 erzeugt, und zwar mit Hilfe eines Gebläses 52, das den Luftstrom 50 erzeugt und vor dem Eintritt in die Kammer 12 durch ein Heizaggregat 54 treibt. Der Luftstromkreislauf ist geschlossen, indem der Luftauslass 32 in Fluidverbindung mit dem Gebläse 52 steht (z.B. Saugdruckgebläse). Zwischen dem Luftauslass 32 der Kammer 12 und dem Gebläse 52 befindet sich in diesem Ausführungsbeispiel im Trocknungsluftkreislauf noch ein Kühlaggregat 56. Das Kühlaggregat 56 kühlt die Trocknungsluft nach dem Verlassen der Kammer 12 ab, so dass die Feuchtigkeit aus der Trocknungsluft kondensiert, wobei das Kondensat (Reinigungsflüssigkeit) über eine Abführleitung 58, in der ein Filter angeordnet sein kann, in den Tank 38 zurückgelangt. Dieser geschlossene Trocknungsluftkreislauf ist insbesondere bei Verwendung chemikalischer Reinigungsflüssigkeiten von Vorteil.

[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch eine einfache Handhabung der zu reinigenden und zu trocknenden Kleidungsstücke aus. Diese müssen nämlich lediglich ein einziges Mal in der Kammer angeordnet werden, wobei diese Position des Kleidungsstücks sowohl zum Reinigen als auch zum Trocknen und Glätten beibehalten wird. Darüber hinaus ist der Reinigungsprozess extrem materialschonend, da das Kleidungsstück nicht durch die Reinigungsflüssigkeit hindurch bewegt und dabei gewalgt o.dgl. werden muss, wie dies beispielsweise bei Waschmaschinen der Fall ist. Das Kleidungsstück erfährt vielmehr im Wesentlichen keinerlei Bewegungen. Durch den Auftreff-Druck und Auftreff-Impuls der Reinigungsflüssigkeit auf das Kleidungsstück erfolgt der Reinigungsvorgang, was somit materialschonend ist. Der sich anschließende Trocknungsvorgang ist überaus effizient, da die Trocknungsluft durch das Kleidungsstück hindurch geblasen und nicht etwa außen an diesem vorbeigeleitet wird. Das Kleidungsstück, das ja bereits gespannt gehalten ist, bläst sich dabei nach Art einer Dampfpuppe auf. Hierdurch wird eine Faltenbildung beim Trocknen verhindert, so dass das Kleidungsstück geglättet wird.

[0019] Zur Optimierung der Betriebsenergieausnutzung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann vorgesehen sein, dass das Kühlaggregat mit einem Kühlmittelkreislauf versehen ist, der thermisch mit dem Heizaggregat gekoppelt ist (Wärmerückgewinnung).


Ansprüche

1. Vorrichtung (10) zum Reinigen und Glätten von Kleidungsstücken,

- mit einer Kammer (12),

- einer in der Kammer (12) angeordneten Kleidungsstück-Aufspanneinheit (16) zum Halten des Kleidungsstücks (22) im gespannten Zustand unter Offenhaltung eines Bundes (20) des Kleidungsstücks (22),

- Düsen (34) zum Besprühen des aufgespannten und bei offengehaltenem Bund (20) angeordneten Kleidungsstücks (22) mit einer Reinigungsflüssigkeit (40),

- einem Gebläse (52) zum Erzeugen eines durch das offengehaltene und aufgespannt angeordnete Kleidungsstück (22) strömenden Luftstroms (50), wobei der Luftstrom (50) durch einen Einlass in die Kammer (12) hinein- und durch einen Auslass (32) aus der Kammer (12) herausgelangt, und

- einem Heizaggregat (54) zur Erwärmung des Luftstroms (50) zwecks Trocknens und Glättens des in der Kammer (12) offengehaltenen und aufgespannt angeordneten Kleidungsstücks (22) in der Kammer (12).


 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftauslass (32) der Kammer (12) mit deren Lufteinlass (30) außerhalb der Kammer (12) zur Bildung eines geschlossenen Luftstromkreislaufs in Fluidverbindung steht, dass zwischen dem Luftauslass (32) und dem Lufteinlass (30) der Kammer (12) außerhalb der Kammer (12) das Gebläse (52) und/oder das Heizaggregat (54) angeordnet ist/sind und dass in Strömungsrichtung der Trocknungsluft hinter dem Luftauslass (32) und vor dem Gebläse (52) ein Kühlaggregat (56) zur Entfeuchtung der Trocknungsluft angeordnet ist.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bei Kühlung der Trocknungsluft hinter dem Auslass (32) entstehende Kondensat in einem geschlossenen Kreislauf in einen Tank (38) gelangt und dass eine Pumpe (44) zum Pumpen des Inhalts des Tanks (38) zu den Düsen (34) vorgesehen ist.
 
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Reinigungsflüssigkeit (40) aus der Kammer (12) ebenfalls in den Tank (38) gelangt.
 
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kammern (12) vorgesehen sind, die sequenziell längs eines Bewegungskreislaufs zumindest von einer Beladungsstation, an der ein Kleidungsstück (22) in eine Kammer (12) verbracht und in dieser im aufgespannten Zustand angeordnet wird, zu einer Reinigungsstation, in der das Kleidungsstück (22) mit Reinigungsflüssigkeit (40) besprüht wird, weiter zu einer Trocknungsstation, an der das gereinigte Kleidungsstück (22) durch die Zufuhr der Trocknungsluft getrocknet und geglättet wird, zu einer Entnahmestation bewegbar sind, an der das gereinigte und geglättete Kleidungsstück (22) aus der Kammer (12) entnommen wird.
 




Zeichnung







Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente