[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder mit den Merkmalen im Oberbegriff des
Hauptanspruchs.
[0002] Aus der Praxis sind Steckverbinder für Hohlprofile von Abstandshaltern oder Sprossen
für Isolierglasscheiben bekannt, die mindestens eine Mittelwand bzw. einen Boden und
eine Seitenwand aufweisen. Die Seitenwand hat eine ebene plattenförmige Gestalt und
trägt ggf. am freien Randbereich ein Rückhalteelement.
[0003] Ein anderer Steckverbinder ist aus der
DE 92 16 955 U1 bekannt, bei dem die Seitenwand am oberen freien Randbereich nach innen abgewinkelt
ist.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen weiter verbesserten Steckverbinder
aufzuzeigen.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
Der Steckverbinder weist eine Seitenwand auf, die in ihrer Längserstreckung gesehen
eine profilierte Außenkontur mit einem zurückversetzten Seitenwandbereich hat, der
unterschiedlich ausgebildet sein kann und verschiedene Funktionen haben kann. Eine
profilierte Außenkontur kann vor allem im Einsteckbereich des Steckverbinders und
seiner Schenkel vorhanden sein. Durch anschließende obere und untere Seitenwandbereiche
kann die Außenkontur der Seitenwand im Querschnitt eine Omega-Form haben, was für
eine dichte Anlage an der benachbarten Profilseitenwand günstig ist.
[0006] Der zurückversetzte Seitenwandbereich kann z.B. als Wandverformung und als Einbauchung
der Seitenwand ausgebildet sein. Dies hat einerseits den Vorteil dass eine einbauchende
Wandverformung den Steckverbinder stabilisiert und verstärkt. Dies ist insbesondere
bei dünnwandigen Steckverbindern von Vorteil. Außerdem kann der Steckverbinder durch
diese Stabilisierung die beim Prozess und bei der Herstellung von Isolierglasscheiben
auftretenden Belastungen der Profilstoßstelle bzw. der Profilverbindung besser aufnehmen.
Dies gilt insbesondere bei gebogenen und mit einem Granulat befüllten Abstandhalterrahmen,
die bei der Isolierglasscheibenfertigung von Robotern oder dgl. im Raum bewegt werden.
Hier wird die Profilverbindungsstelle und der dort angeordnete Steckverbinder besonders
hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt.
[0007] Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, in der Einbauchung oder Einbuchtung der
Seitenwand einen inneren Vorsprung der Profilseitenwand aufzunehmen. Letzterer kann
z.B. eine Verbindungsstelle, z.B. eine Schweiß- oder Rollnaht der Hohlprofilwandung
sein. Ein solcher Vorsprung kann auch der gezielten Wandverstärkung des Hohlprofils
dienen.
[0008] Die zum Innenraum gerichtete Einbauchung hat außerdem den Vorteil, dass angrenzende
Seitenwandbereiche eine ebene und fluchtende Außenseite haben können, die eine dichte
und flächige Anlage der Verbinderseitenwand in der Einsteckstellung an der Profilseitenwand
ermöglicht. Dies verbessert die Dichtheit des Abstandhalters und dessen Funktion in
einer Isolierglasscheibe. Für einen Einsatz des Steckverbinders in Sprossen können
sich ähnliche Vorteile ergeben.
[0009] In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform, die sich besonders für Kunststoffverbinder
eignet, wird der zurück versetzte Seitenwandbereich von einer ebenen Seitenwand-Außenfläche
gebildet, wobei die profilierte Außenkontur über sockel- oder leistenartige Vorsprünge
gebildet wird, die angeformt oder angespritzt sind. Der untere Seitenwandbereich kann
unter Bildung der besagten mehreren Sockel unterbrochen sein, wobei die Sockel zugleich
Füße zur Abstützung des Steckverbinders (1) bilden und in den unteren Eckbereichen
des Hohlprofils eingreifen, was insbesondere für ein dünnwandiges Hohlprofil, insbesondere
ein Warm-Edge-Profil, zu dessen Stabilisierung vorteilhaft ist. Hierbei können auch
versteifende Rippen am Profilboden überbrückt werden. Der obere vorspringende Seitenwandbereich
kann eine Leistenform haben und zugleich den Träger für Rückhalteelemente bilden.
Die Seitenwände können eine odere mehrere vom zurück versetzten Seitenwandbereich
quer nach außen abstehende Querwände aufweisen. Diese können dünnwandig ausgebildet
sein und Dichtlippen bilden. Derartige Dichtlippen können bedarfsweise beim Aufschieben
von Hohlprofilen mit einem innenseitigen Vorsprung durchstoßen werden, wobei sie ihre
Dichtfunktion unter Anlage an die Vorsprungwände behalten können.
[0010] Der Steckverbinder kann den gesamten Hohlprofilinnenraum ausfüllen, insbesondere
an der Verbindungsstelle. Hierdurch können das oder die Hohlprofile ausgerichtet und
evtl. Profilverformungen korrigiert werden. Ferner kann eine verbesserte Klemmwirkung
und Dichtwirkung des Steckverbinders an der Verbindungsstelle erreicht werden. Insgesamt
erhöht sich durch die Gestaltung außerdem die mechanische Stabilität des Steckverbinders.
Dies ist speziell bei dünneren Verbindermaterialien von Vorteil. Durch die profilierte
Seitenwandkontur kann eine höhere Steifigkeit erzielt werden, die besonders in diesem
Verbindungsbereich von Vorteil ist. Ein weiterer Vorteil ist auch bei dem möglichen
Einsatz dünnwandiger Steckverbinder die Beibehaltung einer großen Hohlprofil-Innenkammer
bzw. eines großen Hohlraums, was für eine effiziente, schnelle und ggf. nachträgliche
Befüllung mit einem Trockenmittel von Vorteil ist. Die Ausbildung von einem oder mehreren
Rückhalteelementen am Steckverbinder, insbesondere an dessen Seitenwänden und bevorzugt
an deren oberem freien Rand ist zur dauerhaften Arretierung des Steckverbinders in
dem oder den Hohlprofilen von Vorteil. Außerdem kann hierdurch schützend, führend
und ggf. richtend in das Profildach oder den Profilrücken oder auch in die Profilseitenwand
eingegriffen werden, wodurch sich ein besonders gutes Zusammenwirken des Steckverbinders
mit dem Hohlprofil ergibt. Insbesondere ist es dabei möglich, das Breitenmaß des Hohlprofils
an der Verbindungsstelle gezielt etwas auszuweiten.
[0011] In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0012] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft und schematisch dargestellt. Im
Einzelnen zeigen:
- Figur 1 und 2:
- eine erste Variante eines Steckverbinders in Draufsicht und geklappter Seitenansicht,
- Figur 3:
- einen Schnitt durch den Steckverbinder von Figur 1 gemäß Schnittlinie III-III,
- Figur 4:
- eine ausgeschnitte und vergrößerte Darstellung des Detailbereichs IV von Figur 2 und
- Figur 5:
- einen Querschnitt durch den Steckverbinder in Steckstellung im Abstandshalter einer
Isolierglasscheibe,
- Figur 6 und 7:
- eine zweite Variante eines Steckverbinders in Draufsicht und geklappter Seitenansicht,
- Figur 8:
- eine perspektivische Ansicht des Steckverbinders von Figur 6 und
- Figur 9:
- eine Stirnansicht des Steckverbinders von Figur 6 in Steckstellung im Abstandshalter
einer Isolierglasscheibe.
[0013] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder (1) für Hohlprofile (21) von Abstandshalter
oder Sprossen für Isolierglasscheiben (22). Die Erfindung betrifft ferner eine Steckverbindung
von Hohlprofil (21) und Steckverbinder (1).
[0014] Figur 5 zeigt im Querschnitt eine Isolierglasscheibe (22) mit einem Hohlprofil (21),
welches einen Abstandshalter bzw. Abstandshalterrahmen zwischen den Einzelscheiben
bildet und in dem ein oder mehrere Steckverbinder (1) aufgenommen sind. Das Hohlprofil
(21) kann aus Metall, Kunststoff oder aus Verbundmaterialien bestehen und ist mit
den Einzelscheiben randseitig verklebt und abgedichtet, wodurch eine Gasabdichtung
gegenüber dem Scheibeninnenraum (23) erfolgt.
[0015] Figur 9 zeigt einen Querschnitt eines Hohlprofil (21) und eines Steckverbinder (1)
mit anderer Formgebung. Wie Figur 5 und 9 verdeutlichen, kann das Hohlprofil (21)
Seitenwände (25), einen Bodenbereich (25') und einen Dachbereich (25") aufweisen.
Die Seitenwände (25) können im wesentlichen eben sein. Sie können aber auch einen
nach innen gerichteten Vorsprung (26) aufweisen.
[0016] Das Hohlprofil (21) kann z.B. ein Strangpressprofil oder ein gezogenes bzw. extrudiertes
nahtloses Profil sein. Es kann auch ein gerolltes Profil sein, welches aus einem Zuschnitt
gebogen ist, dessen Ränder durch Schweißen, Kleben oder dgl. unter Bildung einer Naht
miteinander verbunden sind. Hierdurch oder aus anderen Gründen kann an einer Profilseitenwand
(25) der nach innen gerichtete Vorsprung (26) entstehen. An der Außenseite (14) kann
das Hohlprofil (21) eine ebene Seitenwandfläche zur Anlage an der Einzelscheibe aufweisen.
Der Profilboden (25') kann eben sein. Er kann alternativ profiliert sein, wobei er
z.B. eine oder mehrere Reihen erhabener Perforationen (24) gemäß Figur 5 aufweist.
Er kann in der Variante von Figur 9 eine Reihe von rippen- oder sickenartigen Erhebungen
(33) zur Profilstabilisierung haben. Der Profilboden (25') kann geschlossen sein.
Der Dachbereich (25") kann ebenfalls eben oder gewölbt sein.
[0017] Das Hohlprofil (21) und ggf. der Steckverbinder (1) können eine Füllung (27) aufweisen,
die z.B. aus einem Feuchte absorbierenden Granulat besteht und die über Perforationen
(24) im Profilboden (25') eine Verbindung zum Scheibeninnenraum (23) hat.
[0018] Figur 1 bis 4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel und Figur 6 bis 9 ein zweites
Ausführungsbeispiel eines Steckverbinders (1), der hier als Geradverbinder ausgebildet
ist. Er kann in einer nicht dargestellten Ausführungsform alternativ als Eckverbinder
ausgeführt sein.
[0019] Der Steckverbinder (1) besitzt zwei Schenkel (34,35), mit denen er in zwei Hohlprofile
(21) eingesteckt wird, die dann an einer Verbindungsstelle (5) zusammenstoßen oder
zumindest eng benachbart sind. Die Verbindungsstelle (5) stellt in der bevorzugten
Ausführungsform gleichzeitig in Verbinderlängsrichtung gesehen dessen Mitte dar. An
den Schenkeln (34,35) ist der zum Einführen in die Hohlprofile (1) vorgesehene Einsteckbereich
(36) angeordnet. Bei einem Geradverbinder fluchten die Schenkel (34,35) miteinander.
Bei einem Eckwinkel sind sie in einem von 180° abweichenden Winkel, z.B. von 90°,
zueinander ausgerichtet. Figur 2 zeigt beispielhaft die Einstecksituation in einem
der beiden Hohlprofile (21). In Figur 5 und 9 sind Querschnitte eines Hohlprofils
(21) und eines eingesteckten Steckverbinders (1) dargestellt.
[0020] Bei einer Ausbildung als Geradverbinder kann der Abstandshalterrahmen z.B. aus einem
einzelnen und entsprechend der Scheibenform gebogenen Hohlprofil (21) bestehen, welches
an der Stoßstelle oder Verbindungsstelle (5) der Profilstirnseiten einen eingesteckten
Geradverbinder bzw. Steckverbinder (1) aufweist. Die nachfolgenden Erläuterungen zum
Geradverbinder gelten entsprechend auch für die Variante eines Eckwinkels.
[0021] Der Steckverbinder (1) hat in beiden Varianten im Querschnitt eine Kastenform oder
eine U-Form und besteht z.B. aus einer Mittelwand (2) oder einem Boden und zwei beidseits
anschließenden Seitenwänden oder Seitenstegen (3). Bei der U-Form ist eine einzelne
Mittelwand (2) vorhanden. Bei einer Kastenform können zwei oder mehr Mittelwände (2)
gegeben sein. Die Wände (2,3) umgeben einen Innenraum (7) des Steckverbinders (1),
der bevorzugt hohl ist. Er kann alternativ massiv sein. Der Steckverbinder (1) hat
eine Längsachse (8) und kann einen Mittenanschlag (4) aufweisen, der die Einschubtiefe
in die Hohlprofilöffnungen begrenzt und für einen dichten Anschluss der Profilstirnseiten
an der Verbindungsstelle (5) sorgt.
[0022] Wie insbesondere Figur 3, 5, 8 und 9 verdeutlichen, weist in den verschiedenen Ausführungsbeispielen
die Seitenwand (3) in ihrer Längserstreckung gesehen im Querschnitt eine profilierte
Außenkontur mit einem zurückversetzten Wandbereich (11) auf. Dieser befindet sich
im mittleren Höhenbereich der Seitenwand (3). An den zurückversetzten Wandbereich
(11) schließen sich ein oberer und ein unterer Seitenwandbereich (12,13) an, der jeweils
wieder nach außen vorsteht. Die vorstehenden Seitenwandbereiche (12,13) haben nach
außen gerichtete aufrechte Oberflächenbereiche (12',13'), die eine ebene oder gewölbte
Form haben können, welche an die innenseitige Formgebung der benachbarten Profilseitenwand
(25') angepasst sein kann. Die Oberflächenbereiche (12',13') können an der Profilseitenwand
(25') anliegen.
[0023] Die Außenkontur der Seitenwand (3) kann im Querschnitt eine Omega-Form haben, wobei
der zurückversetzte Wandbereich (11) von der benachbarten Profilseitenwand (25') distanziert
ist. Hierdurch kann ein Freiraum und eine rinnen- oder wannenartige Aufnahme (28)
für einen Vorsprung (26) an der Profilseitenwand (25') gebildet werden.
[0024] Die profilierte Außenkontur der Seitenwand (3) befindet sich an den Einsteckbereichen
(36) der Schenkel (34,35). Sie wirkt mit der benachbarten seitlichen Innenwand des
aufgesteckten Hohlprofils (21) zusammen.
[0025] Die seitlich vorstehenden Seitenwandbereiche (12,13) an den Schenkeln (34,35) können
über die Schenkellänge jeweils durchgehend in der Art einer Leiste vorhanden sein.
Sie können alternativ stellenweise über die Schenkellänge vorhanden sein. Die vorstehenden
Seitenwandbereiche (12,13) können in Höhe der Seitenwand gesehen direkt übereinander
angeordnet sein und zusammen mit dem zurückversetzten Wandbereich (11) eine omegaförmige
Querschnittskontur der Seitenwand (3) an dieser Stelle bilden. Alternativ können die
vorstehenden Seitenwandbereiche (12,13) in Schenkellängsrichtung versetzt zueinander
angeordnet sein, wobei z.B. eine L-förmige Querschnittskontur entsteht. Die nachfolgend
beschriebenen Ausführungsbeispiele geben für diese Formgebung zwei Varianten an. Darüber
sind weitere Abwandlungen und Varianten möglich.
[0026] Der zurückversetzte Seitenwandbereich (11) und die vorstehenden Seitenwandbereiche
(12,13) sind in den beiden Ausführungsbeispielen unterschiedlich ausgebildet.
[0027] In der ersten Variante von Figur 1 bis 5 ist der zurückversetzten Wandbereich (11)
als Einbauchung oder Einbuchtung (11') ausgebildet. Diese ist bevorzugt zum Innenraum
(7) des Steckverbinders (1) gerichtet. Die Einbauchung (11') kann rinnenförmig oder
wannenförmig ausgebildet sein bzw. eine längliche Formgebung haben und sich in Längsrichtung
(8) des Steckverbinders (1) bzw. der Schenkel (34,35) erstrecken. Sie erstreckt sich
hierbei z.B. über die gesamte Länge der Seitenwand (3). Alternativ sind Teilerstreckungen
möglich. Eine Seitenwand (3) kann alternativ mehrere hintereinander in Längsrichtung
(8) angeordnete Einbauchungen (11') aufweisen.
[0028] Die Einbauchung (11') ist z.B. eine Wandverformung einer stegartigen Seitenwand (3).
In der gezeigten Ausführung ist sie als Prägesicke mit einem V-förmigen Querschnitt
ausgebildet. Die Ränder oder Kanten können spannungsgünstig verrundet sein. Alternativ
ist eine U-förmige oder eine andere Querschnittsausbildung möglich. Die Einbauchung
(11') besteht vorzugsweise aus einer Verformung, insbesondere einer mechanischen Prägung
der Seitenwand (3). Die Wölbung der Einbauchung (11') ist bevorzugt zum Innenraum
(7) gerichtet. Die Öffnung der Einbauchung (11') weist zur Verbinderaußenseite (14).
[0029] Wie Figur 5 verdeutlicht, kann die Lage der Einbauchung (11') auf die Formgebung
der benachbarten Profilseitenwand (25) abgestimmt sein. Die Einbauchung (11') kann
dabei eine rinnenartige Aufnahme (28) für einen inneren Vorsprung (26) der Profilseitenwand
(25) bilden. Dies kann z.B. eine Verbindungsstelle der Profilwandung, z.B. eine Schweißnaht
oder eine Rollnaht, sein. Der Vorsprung (26) kann andererseits eine Versteifungsstelle
der Profilwandung sein. Diese kann als lokale Verdickung der Profilseitenwand (25)
oder ggf. als sickenartige Verformung und ebenfalls als Einbauchung der Profilseitenwand
(25) ausgeführt sein.
[0030] Figur 5 verdeutlicht in der Schemadarstellung beide Varianten. Hierbei ist außerdem
zu erkennen, dass der innere Vorsprung (26) und die Einbauchung (11') des Steckverbinders
(1) aneinander angepasst sein können. Es kann sich hierbei ein gegenseitiger Eingriff
und eine formschlüssige Verbindung ergeben. Dies kann für eine Toleranzaufnahme des
Steckverbinders (1) und/oder des Hohlprofils (21) günstig sein. Ferner kann der innere
Vorsprung (26) beim Zusammenfügen von Steckverbinder (1) und Hohlprofil (21) bereits
vorhanden sein. Er kann alternativ nachträglich eingebracht werden, z.B. durch ein
außenseitig an der Profilseitenwand (25) angreifendes Prägewerkzeug. Der Vorsprung
(26) kann genauso wie die Einbuchtung (11') über die Längsachse durchgehen oder mit
Unterbrechungen vorhanden sein. Er kann eine längliche rinnenartige Form oder eine
Punktform aufweisen, wobei auch die Einbauchung (11') entsprechend ausgebildet sein
kann.
[0031] Gemäß Figur 3 und 5 kann sich die Einbauchung (11') im mittleren Höhenbereich der
Seitenwand (3) befinden, wobei oberhalb und unterhalb der Einbauchung (11') Wandbereiche
(12,13) der Seitenwand (3) anschließen. Diese Wandbereiche (12,13) können eine ebene
Außenseite (14) bzw. Oberfläche (12',13') haben. Die Außenseiten (14) bzw. Oberflächen
(12',13') können dabei in einer gemeinsamen Wandebene liegen und in Einsteckstellung
gemäß Figur 5 plan an der Profilseitenwand (25) innenseitig anliegen. Wie Figur 3
in der gezeigten Ausgangsstellung des Steckverbinders (1) verdeutlicht, können die
beidseitigen Seitenwände (3) im unbelasteten Zustand schräg nach außen gerichtet sein.
Sie sind an der Übergangsstelle (15) mit der Mittelwand (2) federelastisch verbunden.
Sie können dadurch beim Einstecken des Steckverbinders (1) in das Hohlprofil (21)
federnd zurückweichen und sich dann mit der Außenseite (14) bzw. Oberfläche (12',13')
unter rückstellender Federkraft an die Profilseitenwand (25) legen.
[0032] Die Seitenwand (3) ist gemäß Figur 1 und 2 vollwandig ausgebildet. Sie kann alternativ
im Bereich der Einbauchung (11') oder an anderer Stelle im inneren Wandbereich eine
oder mehrere Ausnehmungen oder Löcher aufweisen.
[0033] In den gezeigten Ausführungsbeispielen ist an der Seitenwand (3) eine einzelne Einbauchung
(11') angeordnet. Alternativ können mehrere kleinere Einbauchungen (11') in Höhenerstreckung
der Seitenwand (3) übereinander angeordnet sein. Auch in Längsrichtung (8) ist die
vorerwähnte Mehrfachanordnung von lokalen Einbauchungen (11') möglich.
[0034] Für den Rückhalt im Hohlprofil (21) weist der Steckverbinder (1) mindestens ein Rückhalteelement
(6) auf. Dieses kann ggf. mehrfach vorhanden sein. Für die Ausgestaltung des Rückhalteelements
(6) gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei an einem Steckverbinder (1) auch mehrere
unterschiedliche ausgebildete Rückhalteelemente (6) vorhanden sein können. Vorzugsweise
weist eine Seitenwand (3) ein oder mehrere Rückhalteelemente (6) auf, die z.B. am
freien Randbereich (9) der Seitenwand (3) angeordnet sind.
[0035] In der gezeigten Ausführungsform ist ein Rückhalteelement (6) als Zahnleiste am freien
Stegrand (9) ausgebildet. Die Zähne erstrecken sich in der Wandebene vom Rand (9)
weg nach oben. Sie können zusätzlich oder alternativ schräg oder zur Seite ausgestellt
sein. Wie Figur 2 verdeutlicht, können die beidseits der Verbindungsstelle oder Mittellinie
(5) angeordneten Zahnleisten (6) gegeneinander gerichtete Schrägausrichtungen haben.
Sie begünstigen dadurch das von beiden Verbinderstirnseiten (18) erfolgende Aufstecken
des oder der Hohlprofile (21) und sichern andererseits den Rückhalt gegen ein Ausziehen
und gegen die Einsteckrichtung.
[0036] Alternativ kann z.B. ein Rückhalteelement (6) als seitlich und ggf. nach oben ausgestellte
Federnase ausgebildet sein, welche sich ebenfalls an der Seitenwand (3), insbesondere
an deren freiem Randbereich (9) befinden kann und auch mehrfach vorhanden sein kann.
Auch an der Mittelwand (2) können ein oder mehrere Rückhalteelemente (6) angeordnet
sein, z.B. nach unten bzw. außen ausgestellte Federnasen.
[0037] Wie Figur 5 verdeutlicht, ist der Steckverbinder (1) in der gezeigten Ausführungsform
für eine liegende Stecklage vorgesehen und ausgebildet, wobei in der Einsteckstellung
die Mittelwand bzw. der Verbinderboden (2) zum Scheibeninnenraum (23) weist. Die Seitenwände
(3) ragen nach oben zum beispielsweise flachen Profildach (25") und greifen dort mit
ihren Rückhalteelementen (6) klemmend oder krallend an. Alternativ ist eine umgekehrte
Verbinderanordnung im Hohlprofil (21) möglich.
[0038] In der gezeigten Ausführungsform hat die Mittelwand (2) im Innenbereich oder im mittleren
Bereich einen erhabenen Bodenbereich (16), der zum Verbinderinnenraum (7) vorsteht
bzw. gewölbt ist. Dieser Bodenbereich (16) kann etwaige Perforationen (24) oder dgl.
übergreifen und abdecken.
[0039] Der Steckverbinder (1) hat am Längsrand jeweils eine rinnenartige Übergangsstelle
(15) zwischen der Mittelwand (2) und der Seitenwand (3). In diesem Bereich ist die
Mittelwand (2) bzw. der Boden vom vorerwähnten Bodenbereich (16) wieder abgesenkt,
hierdurch kann sich in Verbindung mit der benachbarten Einbauchung (11') eine mechanisch
versteifte Leiste (17) mit einer Rinnenform oder Wölbung der Verbinderwandung ergeben.
An der Unterseite der Übergangsstelle (15) oder Leiste (17) kann außerdem ein Standbereich
entstehen, der an die Formgebung des Profilbodens angepasst ist und der ggf. eine
ebene oder leicht gewölbte Form hat. Auch dies ist für die dichte Anlage des Steckverbinders
(1) an den Profilwänden von Vorteil.
[0040] In der gezeigten Ausführungsform ist der Steckverbinder (1) hohl und stirnseitig
offen. Eine Füllung (27) kann sich auch im Innenraum (7) befinden. In Einsteckstellung
überbrückt der Steckverbinder (1) die Verbindungsstelle (5) und verhindert einen Austritt
der Füllung (27) zum Scheibeninnenraum (23). Hierfür ist die gezeigte U-Form und die
Wannenlage des Steckverbinders (1) im Hohlprofil (21) sowie der dichte Anschluss von
Verbinder- und Profilwänden günstig.
[0041] Der eingangs erwähnte Mittenanschlag (4) des Steckverbinders (1) kann in beliebiger
Weise ausgebildet sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Mittenanschlag (4)
an den Seitenwänden (3) angeordnet und besteht aus zwei keilförmigen starren Anschlagnasen
(10). Diese sind in Figur 4 im Detail dargestellt und weisen eine steile und zur Verbindungsstelle
(5) weisende Front- oder Anschlagseite und einen schräg ansteigenden Rücken auf. Die
Anschlagnasen (10) sind diagonal versetzt zueinander beidseits der Mittenlinie oder
Verbindungsstelle (5) angeordnet und weisen jeweils mit ihren steilen Anschlagseiten
zueinander. An jeder Seitenwand (3) ist eine Anschlagnase (10) an deren Randbereich
(9) angeordnet.
[0042] Der Steckverbinder (1) kann aus beliebigen Werkstoffen bestehen und mit beliebigen
Verfahren hergestellt sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel von Figur 1 bis 5 handelt
es sich um einen Metallverbinder, der als Biege- und Stanzteil aus Metallblech, insbesondere
aus Stahlblech, ausgeführt ist. Alternativ kann der Steckverbinder (1) ein Kunststoffteil
sein, insbesondere ein Spritzteil, sein. Er kann in weiterer Abwandlung ein Gussteil
aus Metall oder Kunststoff oder einem anderen Material sein. Als Werkstoff kommen
auch Verbundmaterialien in Betracht.
[0043] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Steckverbinder (1) hohl und weist den besagten
offenen Innenraum (7) auf, der von den Stirnseiten (18) her zugänglich ist. An der
Stirnseite (18) können sich jeweils eine Bodenzunge (19) an der Mittelwand (2) und
Seitenzungen (20) an den Seitenwänden (3) befinden, die eine schräge Ausrichtung bzw.
eine Stufenform haben und die das Einführen des Steckverbinders (1) in das Hohlprofil
(21) erleichtern. Die Bodenzunge (19) ragt hierbei nur ein Stück vom Boden (2) nach
oben und lässt die Stirnseite (18) offen. In Abwandlung der gezeigten Ausführungsform
kann sie eine größere Länge haben und die Stirnseite (18) verschließen.
[0044] Figur 6 bis 9 zeigen eine Variante des Steckverbinders (1) und des Hohlprofils (21).
Der Steckverbinder (1) kann in diesem Ausführungsbeispiel schmäler als bei der ersten
Ausführungsform sein, wobei auch das Hohlprofil (21) schmal ausgebildet ist. Es ist
z.B. als dünnwandiges Kunststoff- oder Stahlprofil mit verminderter Wärmeleitfähigkeit
ausgebildet. Dies wird als Warm-Edge-Profil bezeichnet. Es handelt sich um ein gebogenes
und mit einer Längsnaht versehenes Profil, wobei die nach innen abgewinkelten Zuschnittränder
an einer Seitenwand (25) mit einer Klebe- oder Schweißnaht verbunden sind. Sie liegen
dabei aufeinander und bilden den besagten Vorsprung (26), für den der Steckverbinder
(1) eine Aufnahme (28) an der Seitenwand (3) bildet.
[0045] Der gezeigte Steckverbinder (1) ist z.B. als Kunststoffteil ausgebildet, kann alternativ
aber auch aus einem anderen geeigneten Werkstoff bestehen. Er weist wie im ersten
Ausführungsbeispiel eine Mittelwand (2) mit zwei beidseits anschließenden Seitenwänden
(3) und einen ggf. hohlen Innenraum (7) auf. Er hat im Querschnitt eine U-Form, kann
alternativ aber auch eine im Dachbereich durch einen weiteren Quersteg geschlossene
Kastenform haben. Der Steckverbinder (1) besitzt wie im ersten Ausführungsbeispiel
in der Ausführung als Geradverbinder zwei fluchtende Schenkel (34,35) und einen Mittenanschlag
(4), der in beliebig geeigneter Weise, z.B. mit den gegeneinander gerichteten Anschlagnasen
(10) wie im ersten Ausführungsbeispiel gebildet wird.
[0046] Die Seitenwände (3) haben auch in diesem Ausführungsbeispiel eine profilierte Außenkontur
im Einsteckbereich (36). Die zum Innenraum (7) gerichtete Wandinnenseite kann eben
ausgebildet sein. Die profilierte Außenkontur kann wie im ersten Ausführungsbeispiel
im Querschnitt eine Omega-Form besitzen.
[0047] Die Seitenwände (3) weisen jeweils im mittleren Höhenbereich einen zurück versetzten
Wandbereich (11) auf, der als ebener Seitenwandbereich (11") ausgebildet ist. Hier
kann die Seitenwand (3) eine dünne Stegform haben.
[0048] Der obere vorspringende Seitenwandbereich (12) wird von einer nach außen vorspringenden
Leiste (29) gebildet, die an den zurück versetzten Wandbereich (11) angeformt oder
angespritzt ist. Der obere Seitenwandbereich (12) bzw. die Leiste (29) kann sich ohne
Unterbrechung über die gesamte Länge oder einen Teil der Länge der Schenkel (34,35)
bzw. des Steckverbinders (1) erstrecken.
[0049] Der Seitenwandbereich (12) trägt auf seiner Oberseite die starren Anschlagnasen (10)
und mehrere Rückhalteelemente (6), die wie im ersten Ausführungsbeispiel als Rippen
oder Nasen ausgebildet sein können. Sie können dabei die in Figur 8 und 9 gezeigte
Schräglage zur Anpassung an die gewölbte Form des Dachbereichs (25") aufweisen. Die
obere Wandbereich (12) bzw. Sockel (30) weist eine aufrechte, ebene Oberfläche (12')
auf, die im Sockel- und Zahnbereich vorhanden ist und die an die benachbarte Innenseite
der Profilseitenwand (25') angepasst sein kann. Wie Figur 9 verdeutlicht, passen sich
die Oberfläche (12') und das Rückhalteelement (6) an die Knickstelle des Hohlprofils
(21) zwischen die Seitenwand (25) und Dachbereich (25") und kann hier passgenau anliegen.
[0050] Der untere vorspringende Seitenwandbereich (13) ist z.B. als Sockel (30) ausgebildet
und kann an den zurück versetzten Wandbereich (11) angeformt oder angespritzt sein.
Er besitzt ebenfalls eine aufrechte und ebene Oberfläche (13') zur Anlage an der benachbarten
Profilinnenseite. Der Sockel (30) ragt nach unten über den auch in diesem Ausführungsbeispiel
erhabenen Bodenbereich (16) der Mittelwand (2) nach unten vor und bildet einen Stützfuß
(17), der in den Eckbereich des Hohlprofils (21) zwischen Seitenwand (25) und Bodenbereich
(25') greift. Der Profilboden (25') kann die eingangs erwähnte Erhebung (33) aufweisen,
die links und rechts von den Füßen (17) der Seitenwände (3) umgeben wird.
[0051] Der untere Seitenwandbereich (13) kann sich wie im ersten Ausführungsbeispiel über
die gesamte Länge der Schenkel (34,35) bzw. des Steckverbinders (1) und der Seitenwand
(3) erstrecken. Im gezeigten Ausführungsbeispiel von Figur 6 bis 9 ist der Seitenwandbereich
(13) in der Länge mehrfach unterbrochen, wodurch mehrere einzelne Sockel (30) gebildet
werden. Diese können an den Endbereichen der Schenkel (34,35) angeordnet sein. In
der gezeigten Ausführungsform hat jede Seitenwand (3) z.B. vier Sockel (30), wobei
zwei Sockel mit geringem Abstand zur Verbindungsstelle (5) und unter dem Mittenanschlag
(4) angeordnet sind. Die beiden anderen Sockel (30) befinden sich an den Stirnseiten
(18). Über die Sockel (30) stützt sich der Steckverbinder (1) an mehreren, insbesondere
an acht Stellen am Profilboden (25') ab.
[0052] In den Bereichen zwischen den seitlich vorspringenden Sockeln (30) erstreckt sich
der vorerwähnte ebene Seitenwandbereich (11"). Hier ist die Seitenwand (3) von der
benachbarten Profilseitenwand (25) distanziert. Oberhalb der Sockel (30) kann die
darüber befindliche Leiste (29) unterbrochen sein und eine Aussparung (32) aufweisen.
Der Boden der seitlichen Aussparung (32) kann von dem ebenen Seitenwandbereich (11")
gebildet werden. Die oberen und unteren vorspringenden Seitenwandbereiche (12,13)
können über die Länge eines Schenkels (34,35) bzw. des Steckverbinders (1) versetzt
zueinander angeordnet sein.
[0053] Der Steckverbinder (1) kann ferner an den Seitenwänden (3) jeweils eine oder mehrere
nach außen vorspringende, bevorzugt dünnwandige Querwände (31) aufweisen, welche die
Funktion einer Dichtlippe erfüllen können. Querwände (31) sind z.B. im Bereich der
Sockel (30) angeordnet und schützen die zwischen ihnen befindlichen zurück versetzten
Seitenwandbereiche (11,11") gegen axialen Eintritt eines Trocknungsmittels. Die Dichtlippen
(31) reichen bis zu den Oberflächen (12',13') bzw. der Außenseite (14) des Steckverbinders
(1) und können an der benachbarten Profilseitenwand (25) dicht anliegen. Die Querwände
(31) befinden sich jeweils an den Stirnseiten (18) und beidseits der Verbindungsstelle
(4), so dass auch im Bereich der Verbindungsstelle (4) eine axiale Abdichtung erfolgen
kann.
[0054] Wenn der Steckverbinder (1) aus Kunststoff oder einem anderen relativ weichen Material
besteht, können die Querwände (31) beim Aufschieben eines Hohlprofils (21) von einem
etwaigen dortigen inneren Vorsprung (26) durchstoßen werden, wobei sie sich Dank ihrer
Eigenelastizität dann wieder an die Vorsprungränder dichtend anlegen. Die Querwände
(31) befinden sich außerdem im Bereich der Aussparungen (32), wobei sie jeweils von
der Stirnseite (18) zur Verbindermitte (5) gesehen hinter der Aussparung (32) liegen.
Sie verbinden dabei die Sockelkante (30) mit der darüber liegenden Leistenkante (29).
[0055] Die dargestellte zweite Ausführungsform kann ebenfalls in verschiedener Weise abgewandelt
werden. Der Seitenwandbereich (13) kann durchgängig als Sockelleiste ausgebildet sein.
Die Zahl und Anordnung der Querwände (31) kann variieren. Auf die Aussparungen (32)
kann ggf. verzichtet werden. Der Steckverbinder (1) kann massiv ausgebildet sein oder
kann zur Sperrung eines Trockenmitteldurchlasses ein oder mehrere Querwände im Innenraum
(7) aufweisen. In der gezeigten Ausführungsform erstreckt sich die Aufnahme (28) durch
über die gesamte Verbinderlänge und ist nur im Bereich der dünnen Querwände (11) unterbrochen.
Wenn der Steckverbinder (1) für andere Hohlprofilformen ohne Vorsprung (26) eingesetzt
wird, können die dünnwandigen Dichtlippen (31) beibehalten werden. Alternativ können
sie eine größere Dicke haben und können insbesondere eine Längserstreckung ähnlich
wie die Sockel (30) besitzen. Hierdurch können in Seitenwandlängsrichtung mehrere
axial begrenzte wannenartige Aufnahmen hintereinander gebildet werden ähnlich wie
im ersten Ausführungsbeispiel.
[0056] Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind in verschiedener
Weise möglich. In den gezeigten Ausführungsbeispielen hat die Seitenwand (3) in Längsrichtung
(8) eine gerade Erstreckung und mit Ausnahme der Einbauchung(en) (11') ebene Außenseite
(14). In Abwandlung hierzu kann die Seitenwand (3) in Längsrichtung eine gekrümmte
oder gewölbte Form haben, wobei eine Wölbung auch mehrfach sowie alternierend vorhanden
und als Wellenform ausgebildet sein kann. Die Erstreckung der vorzugsweise länglichen
und rinnenförmigen Einbauchung (11') ist in der gezeigten Ausführungsform parallel
zur Längsachse (8). Alternativ kann eine gerade Einbauchung (11') eine schräge Ausrichtung
haben und z.B. von der Stirnseite (18) bis zur Mittenlinie (5) oder zur anderen Stirnseite
hin ansteigen. Diese Formgebung kann auch umgekehrt sein. Die Längserstreckung der
Einbauchung (11') muss auch keinen geraden Verlauf haben. Sie kann eine einzelne oder
mehrere Krümmungen aufweisen und Wellenform haben. Daneben sind auch abgestufte Verläufe
möglich. Auch eine Reihe von punktförmigen oder kraterförmigen Einbauchungen (11')
in gerader oder beliebiger anderer Reihenerstreckung sind möglich.
[0057] In Abwandlung der gezeigten Ausführungsformen können bei einem Steckverbinder (1)
an einem Schenkel (34,35) im Einsteckbereich (36) über die Länge gesehen nur stellenweise
obere und untere vorspringende Seitenwandbereiche (12,13) vorhanden sein, wobei sich
dort im Querschnitt eine Omega-förmige Seitenwandkontur ergibt. In den dazwischenliegenden
Bereichen kann die Seitenwand (3) außenseitig eben ausgebildet sein und zurückversetzt
unter Bildung des Bereichs (11) angeordnet sein. In Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels
von Figur 6 bis 9 kann der obere Seitenwandbereich (12) bzw. die Leiste (29) stellenweise
unterbrochen sein. Ferner ist es möglich, mehr als zwei untere sockelartige Seitenwandbereiche
(13) an den jeweiligen Schenkeln (34,35) vorzusehen. Die Seitenwandbereiche (13) müssen
auch nicht die gezeigte Sockelform haben. Sie können insbesondere dünner ausgeführt
sein und können z.B. die Form von schmalen aufrechten Stegen haben. Mehrere mit Abstand
hintereinander angeordnete Stege können den unteren Hohlprofilbereich ebenfalls stabilisieren
und können auch eine Dichtwirkung entfalten, z.B. in der Art einer Labyrinthdichtung.
[0058] In den gezeigten Ausführungsbeispielen sind Längsverbinder dargestellt. Die gezeigten
Merkmale der verschiedenen Ausführungsformen lassen sich auch auf Eckwinkel mit z.B.
im rechten Winkel zueinander ausgerichteten Schenkeln übertragen. Bei einem Eckwinkel
kann z.B. der Mittelbereich bei über Eck gestoßenen Hohlprofilen (1) frei bleiben,
wobei geeignete Maßnahmen zum Verschluss der Hohlprofilöffnung vorgesehen sind, z.B.
ein im Eck- oder Mittelbereich breitflächig nach außen vorstehender Seitenwandbereich,
der zugleich ggf. einen Anschlag für ein oder beide Hohlprofile bildet. Ein Eckwinkel
kann auch einen anderen Schenkelwinkel haben, von z.B. einen stumpfen Winkel zwischen
90° und 180°.
[0059] Ferner ist es möglich, die Merkmale der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele beliebig
untereinander zu kombinieren und auszutauschen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0060]
- 1
- Steckverbinder
- 2
- Mittelwand, Boden
- 3
- Seitenwand, Seitensteg
- 4
- Mittenanschlag
- 5
- Verbindungsstelle, Mittenlinie
- 6
- Rückhalteelement, Zahn
- 7
- Innenraum
- 8
- Längsachse, Längsrichtung
- 9
- Rand, Stegrand, Randbereich
- 10
- Anschlagnase
- 11
- zurückversetzter Seitenwandbereich
- 11'
- Einbauchung, Einbuchtung, Prägesicke
- 11"
- Seitenwandbereich eben
- 12
- Seitenwandbereich oberhalb
- 12'
- Oberfläche
- 13
- Seitenwandbereich unterhalb
- 13'
- Oberfläche
- 14
- Außenseite
- 15
- Übergangsstelle
- 16
- Bodenbereich erhöht
- 17
- Leiste, Fußbereich
- 18
- Stirnseite
- 19
- Zunge, Bodenzunge
- 20
- Zunge, Seitenzunge
- 21
- Hohlprofil, Abstandshalterprofil
- 22
- Isolierglasscheibe
- 23
- Scheibeninneraum
- 24
- Perforation
- 25
- Profilseitenwand
- 26
- Vorsprung, Verbindungsstelle, Schweißnaht
- 27
- Füllung, Granulat
- 28
- Aufnahme
- 29
- Leiste, Kopfleiste
- 30
- Sockel
- 31
- Querwand, Dichtlippe
- 32
- Aussparung
- 33
- Erhebung, Rippe, Prägung
- 34
- Schenkel
- 35
- Schenkel
- 36
- Einsteckbereich
1. Steckverbinder für Hohlprofile (21) von Abstandshaltern oder Sprossen für Isolierglasscheiben
(22), wobei der Steckverbinder (1) mindestens eine Mittelwand oder einen Boden (2)
und eine Seitenwand (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (3) eine profilierte Außenkontur mit einem zum Innenraum (7) des Steckverbinders
(1) zurückversetzten äußeren Wandbereich (11) sowie oberhalb und unterhalb des zurückversetzten
Wandbereichs (11) anschließende, vorstehende Seitenwandbereich (12,13) aufweist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorstehenden Seitenwandbereiche (12,13) nach außen gerichtete aufrechte Oberflächenbereiche
(12',13') aufweisen, die eine ebene oder profilierte Form aufweisen.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorstehender Seitenwandbereich (12,13) über die Länge des Steckverbinders (1)
oder eines seiner Schenkel (34,35) durchgehend oder unterbrochen oder stellenweise
angeordnet ist.
4. Steckverbinder nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Oberflächenbereich (12',13') von einem Seitenwandbereich (12,13) an eine innenseitige
Formgebung einer benachbarten Profilseitenwand (25') angepasst ist.
5. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbereiche (12',13') von oberen und unteren Seitenwandbereichen (12,13)
in einer gemeinsamen Wandebene liegen.
6. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zurückversetzte äußere Wandbereich (11) eine rinnen- oder wannenförmige Aufnahme
(28) bildet, die für einen innenseitigen Vorsprung (26) an einer Profilseitenwand
(25) vorgesehen ist.
7. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zurückversetzte äußere Wandbereich (11) als eine zum Innenraum (7) des Steckverbinders
(1) gerichtete Einbauchung (11'), insbesondere als Wandverformung der Seitenwand (3)
ausgebildet ist oder dass der zurückversetzte äußere Wandbereich (11) als ebener Wandbereich
(11") zwischen nach außen vorstehenden oberen und unteren, ggf. angeformten Seitenwandbereichen
(12,13) ausgebildet ist.
8. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein nach außen vorstehender oberer Seitenwandbereich (12) als Leiste (29) ausgebildet
ist.
9. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der nach außen vorstehende untere Seitenwandbereich (13) als Sockel (30) ausgebildet
ist.
10. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Seitenwandbereich (13) nach unten über die Mittelwand (2) ragt und einen
Fußbereich (17) zur Abstützung des Steckverbinders (1) in einem Hohlprofil (21) bildet.
11. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) am zurückversetzten äußeren Wandbereich (11) eine seitlich
vorspringende und an die vorstehenden oberen und unteren Wandbereiche (12,13) anschließende
Querwand (31) aufweist.
12. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querwand (31) bis zu den Oberflächen (12',13') reicht und die Aufnahme (28) dichtend
axial abschließt, wobei die Querwand (31) eine dünne und durchstoßbare Wandstärke
aufweist.
13. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) einen kastenförmigen oder U-förmigen Querschnitt mit gegenüberliegenden
Seitenwänden (3) aufweist, wobei eine Seitenwand (3) federnd ausgebildet und in Ausgangsstellung
schräg nach außen gerichtet ist.
14. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) mindestens ein Rückhalteelement (6), insbesondere eine Zahnleiste,
am freien Randbereich (9) der Seitenwand (3), insbesondere an einem leistenförmigen,
vorstehenden oberen Wandbereich (12), und einen Mittananschlag (4) aufweist.
15. Steckverbindung bestehend aus einem Hohlprofil (21) eines Abstandshalters oder einer
Sprosse für Isolierglasscheiben (22) und einem daran angepassten Steckverbinder (1),
der mindestens eine Mittelwand (2) und eine Seitenwand (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgebildet ist,
wobei eine Seitenwand (3) des Steckverbinders (1) eine profilierte Außenkontur mit
einem zum Innenraum (7) des Steckverbinders (1) zurückversetzten äußeren Wandbereich
(11) aufweist, wobei eine Aufnahme (28) gebildet ist, in der ein innerer Vorsprung
(26) einer angrenzenden Profilseitenwand (25), insbesondere eine Versteifungs- oder
Verbindungsstelle, aufgenommen ist.