[0001] Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung gemäss dem Oberbegriff von Anspruch
1.
Stand der Technik
[0002] Die Druckschrift
CH 580 229 offenbart eine Fördervorrichtung zur Regulierung der Fördermenge von Kreiselpumpen.
Diese an sich sehr bewährte, zuverlässige und kostengünstige Fördervorrichtung weist
den Nachteil auf, dass sie aufwendiger zu warten ist und dass sie bezüglich Anordnungsmöglichkeiten
beschränkt ist.
Darstellung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es eine vorteilhaftere Fördervorrichtung vorzuschlagen.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Fördervorrichtung aufweisend die Merkmale von
Anspruch 1. Die Unteransprüche 2 bis 15 betreffen weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen.
[0005] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst mit einer Fördervorrichtung mit selbsttätiger
Regulierung der Fördermenge, umfassend eine Pumpvorrichtung, einen Ansaugbehälter
sowie einen Saugsumpf, wobei der Ansaugbehälter einen Ansaugraum aufweist, welcher
über eine Überlaufkante sowie über einen tangential in den Ansaugbehälter mündenden
Zuleitkanal mit dem Saugsumpf verbunden ist, und wobei die Pumpvorrichtung ein Saugrohr
sowie eine mit dem Saugrohr Fluid leitend verbundene Kreiselpumpe umfasst, und wobei
das Saugrohr von oben in den Ansaugbehälter hineinragt, und wobei der Zuleitkanal
entsprechend dem Drehsinn der Kreiselpumpe ausgerichtet in den Ansaugbehälter mündet,
und wobei das Saugrohr über ein Verbindungsrohr mit der Kreiselpumpe verbunden ist,
und wobei das Verbindungsrohr einen Teilabschnitt aufweist, der bezüglich dem Saugrohr
unter einem Winkel α zwischen 45° und 135° verläuft.
[0006] Die Fördervorrichtung umfasst einen Ansaugraum, der als ein Behälter, insbesondere
als zylindrischer oder prismatischer Behälter ausgestaltet ist, wobei die Oberkante
des Behälters zum Saugsumpf hin eine Überlaufkante bildet. Zudem ist der Behälter
über eine tangentiale Zuleitung Fluid leitend mit dem Saugsumpf verbunden, wobei sich
die Zuleitung vorzugsweise vom Boden des Behälters bis zur Überlaufkante erstreckt,
und die Zuleitung somit einen oben offenen Kanal zwischen dem Saugsumpf und dem Behälter
ausbildet. Solange sich der Flüssigkeitspegel oberhalb der Überlaufkante befindet
ist der Behälter vollständig mit Flüssigkeit gefüllt und die Fördermenge der Pumpen
ist gewährleistet, da sich während diesem Zustand im Saugrohr und die der Kreiselpumpe
kaum oder keine Luft befindet. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel unter die Überlaufkante,
so erfolgt die Flüssigkeitszufuhr ausschliesslich durch den Zuleitkanal, und zwar
dank der tangentialen Mündung unter Drallerzeugung, wobei der Drall abhängig von der
Flüssigkeitshöhe im Saugsumpf erzeugt wird. Der Zuleitkanal ist derart angeordnet,
dass der im Behälter erzeugte Drall denselben Drehsinn aufweist wie die Kreiselpumpe.
Dies bewirkt, dass die Flüssigkeit im Saugrohr ebenfalls einen Drall aufweist, was
zur Folge hat, dass die Flüssigkeit im Saugrohr auch dann zuverlässig gefördert werden
kann, wenn sich im Saugrohr ein Anteil Luft beziehungsweise Gas befindet, beziehungsweise
wenn die im Saugrohr geförderte Flüssigkeitsmenge geringer ist. Die Fördervorrichtung
weist daher eine selbsttätige Regulierung auf, indem die Pumpe vorzugsweise mit konstanter
Drehzahl betrieben werden kann, wobei sich die geförderte Flüssigkeitsmenge selbsttätig
und abhängig vom Flüssigkeitspegel im Saugsumpf anpasst. Es hat sich überraschenderweise
gezeigt, dass ein zuverlässiges Fördern der Flüssigkeit zwischen Saugrohr und Kreiselpumpe,
insbesondere bei geringen Fördermengen, auch dann noch möglich ist, wenn zwischen
dem Saugrohr und der Kreiselpumpe ein Verbindungsrohr angeordnet ist. Der am Eingang
des Saugrohrs erzeugte Drall und der durch die Kreiselpumpe erzeugte Drall haben zur
Folge, dass im Verbindungsrohr der Drall der Flüssigkeit auch bei geringeren Fördermengen
aufrecht erhalten werden kann. Das Verbindungsrohr kann auch einen Abschnitt aufweisen,
der bezüglich dem Saugrohr unter einem Winkel α zwischen 45° und 135° verläuft, insbesondere
unter einem Winkel α von 90° oder im Wesentlichen 90°. Besonders vorteilhaft weist
das Verbindungsrohr einen Teilabschnitt auf, der horizontal oder im Wesentlichen horizontal
verläuft. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung sind der Ansaugbehälter und
die Kreiselpumpe in zwei durch eine Wand getrennten Räumen angeordnet, wobei das Verbindungsrohr
durch die Wand verläuft. Diese Anordnung weist den Vorteil auf, dass der Raum in welchem
sich der Saugsumpf und der Ansaugbehälter befinden, durch eine Wand getrennt ist vom
Raum in dem sich die Kreiselpumpe befindet. Dadurch kann die Kreiselpumpe in einem
separaten und vorzugsweise trockenen Raum aufgestellt werden, sodass die Kreiselpumpe
für Wartungsarbeiten vorzugsweise einfach zugänglich ist. Die Wand ermöglicht weitere
Vorteile. So kann der Raum, in welchem sich die Kreiselpumpe befindet, vor Geruchsemissionen
oder Schadstoffen geschützt sein. Zudem besteht die Möglichkeit den Boden des Raumes,
in welchem sich die Kreiselpumpe befindet, tiefer anzuordnen als der höchste im Saugsumpf
mögliche Pegel.
Durch die Aufstellung im Trockenraum ist es auch möglich anstelle einer Tauchmotorpumpe
eine anders ausgestaltete Pumpe wie beispielsweise eine Lagerstuhlpumpe zu verwenden.
Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung weist somit insbesondere den Vorteil auf,
dass die Kreiselpumpe in einer bevorzugten Ausführungsform in einem trockenen und
vom Saugsumpf getrennten Raum aufgestellt werden kann, sodass die Kreiselpumpe besser
zugänglich, überwachbar und wartbar ist. Zudem kann die Kreiselpumpe einfacher montiert
und gegebenenfalls auch demontiert werden. Zudem ist die Kreiselpumpe besser geschützt
vor Feuchtigkeit sowie vor aggressiven Substanzen. Dies ermöglicht insbesondere einen
zuverlässigeren Betrieb und eine einfachere Wartung der Kreiselpumpe beziehungsweise
der gesamten Fördervorrichtung. Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung weist zudem
den Vorteil auf, dass die Kreiselpumpe unter einem gewissen Abstand bezüglich dem
Saugrohr angeordnet werden kann, sodass mehr Freiheitsgrade bezüglich der Anordnung
von Kreiselpumpe und Saugrohr möglich sind, wodurch optimalere Anordnungen von Kreiselpumpe
und Saugrohr möglich sind. Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung weist zudem den
Vorteil auf, dass der Saugsumpf sowie der Ansaugbehälter in einem zugänglichen aber
geschlossenen Raum angeordnet werden können, und dass die Kreiselpumpe in einem separaten,
trockenen Raum angeordnet werden kann. Der geschlossene Raum, in welchem sich der
Saugsumpf sowie der Ansaugbehälter befinden, verhindert insbesondere eine Geruchsemission
gegen aussen, wogegen die Kreiselpumpe einfach zugänglich ist, und wobei der separate,
trockene Raum, in welchem sich die Kreiselpumpe befindet, vorzugsweise geruchsfrei
ist. Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung weist in einer vorteilhaften Ausgestaltung
somit eine geringe Geruchsemission gegen aussen auf, und weist vorzugsweise einen
separaten Raum für die Kreiselpumpe auf, welcher vorzugsweise trocken und vorzugsweise
geruchsfrei ist.
[0007] Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung weist auch den Vorteil auf, dass die Kreiselpumpe
mit einer Ein-Ausschaltvorrichtung ansteuerbar ist. Dies bedeutet, dass es genügt
die Kreiselpumpe ein- und auszuschalten um die gesamte Fördervorrichtung zu betreiben,
oder anders ausgedrückt, es ist keine Vorrichtung zur Drehzahlregelung der Kreiselpumpe
erforderlich um die Fördervorrichtung zu betreiben. Dies ergibt den Vorteil, dass
die Ansteuervorrichtung sehr kostengünstig und sehr zuverlässig ausgeführt werden
kann. Üblicherweise wird zur Ansteuerung der Kreiselpumpe eine Steuer- oder Regelvorrichtung
verwendet, der zumindest ein Sollwert vorgegeben ist, wobei zumindest ein Istwert
beziehungsweise ein Verfahrenswert der Fördervorrichtung gemessen wird, zum Beispiel
die Höhe des Flüssigkeitspegels im Ansaugbehälter oder die Fördermenge. Die Steuer-
oder Regelvorrichtung steuert die Kreiselpumpe in einer bevorzugten Ausführungsform
derart an, dass diese nur ein- und ausgeschaltet wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0008] Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Fördervorrichtung mit Kreiselpumpe;
- Fig. 2
- eine Draufsicht der in Figur 1 dargestellten Fördervorrichtung;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer weiteren Fördervorrichtung mit Kreiselpumpe;
- Fig. 4a,4b,4c
- schematische Seitenansichten von Pumpvorrichtungen;
- Fig. 5a,5b,5c
- schematische Seitenansichten von weiteren Pumpvorrichtungen.
[0009] Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0010] Figur 1 zeigt teilweise im Schnitt eine Seitenansicht und Figur 2 eine Draufsicht
einer Fördervorrichtung 1 umfassend eine Pumpvorrichtung 2, einen Ansaugbehälter 3
sowie einen Saugsumpf 4. Der Ansaugbehälter 3 weist Seitenwände 3e, 3f auf, welche
eine zylinderförmige Seitenwand 3a ausbilden und derart einen Ansaugraum 3h seitlich
begrenzen. Der Ansaugbehälter 3 umfasst zudem ein Bodenteil 3c. Der Ansaugbehälter
3 umfasst zudem einen Zuleitkanal 3b, der seitlich angeordnet ist und ausgehend vom
Saugsumpf 4 tangential in den Ansaugraum 3h mündet, sodass die über den Zuleitkanal
3b einströmende Flüssigkeit im Ansaugraum 3h einen Drall S 1 bewirkt. Der Ansaugbehälter
3 weist zudem eine Überlaufkante 3d auf, welche den Ansaugraum 3h mit dem Saugsumpf
4 verbindet. Die Pumpvorrichtung 2 umfasst ein Saugrohr 2c, das über ein Verbindungsrohr
2e Fluid leitend mit einer Kreiselpumpe 2a verbunden ist. Das Saugrohr 2c ragt von
oben in den Ansaugraum 3h des Ansaugbehälters 3 hinein, wobei das Saugrohr 2c an dessen
Mündung einen Ansaugtrichter 2d aufweist. Das Verbindungsrohr 2e weist einen Rohrbogen
2h von 90° auf, sodass das Verbindungsrohr 2e über einen Teilabschnitt 2n mit Länge
L2 senkrecht zur Verlaufsrichtung des Saugrohrs 2c beziehungsweise horizontal verläuft.
Das Verbindungsrohr 2e mündet in eine als Schraubenzentrifugalradpumpe ausgestaltete
Kreiselpumpe 2a mit Saugseite 2f, Drehrichtung S2, Antriebsmotor 2b und Pumpenauslass
2g. Zwischen der Kreiselpumpe 2a und dem Ansaugbehälter 3 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Trennwand 6 angeordnet, durch welche das Verbindungsrohr 2e hindurch verläuft.
Das Verbindungsrohr 2e ist vorzugsweise Fluid dicht mit der Trennwand 6 verbunden,
sodass vom Ansaugbehälter 3, ausser über das Verbindungsrohr 2e, kein Fluid in den
Raum hinter der Trennwand 6 gelangen kann, in welchem sich die Kreiselpumpe 2a befindet.
In einer weiteren möglichen Anordnung könnte auch auf die Trennwand 6 verzichtet werden.
Die Trennwand 6 könnte auch aus einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Teilwänden
ausgebildet sein, wobei die Teilwände auch gegenseitig beabstandet sein könnten, wobei
der Zwischenraum als Hohlraum ausgestaltet sein könnte oder mit einem Mittel wie einem
Isolationsmittel gefüllt sein könnte. Vorzugsweise verläuft der Teilabschnitt 2n des
Verbindungsrohrs 2e durch die gesamte Trennwand 6.
[0011] Das Verbindungsrohr 2e weist einen Innendurchmesser D auf. Der Innendurchmesser D
liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 50 mm und 900 mm. Der Teilabschnitt 2n, entlang
welchem sich das Verbindungsrohr 2e über eine Länge L2 linear erstreckt, weist eine
Länge auf, die dem 1 bis 50-fachem Vielfach des Innendurchmessers D entspricht. Der
Teilabschnitt 2n weist vorzugsweise eine Länge zwischen 0,5 Meter und 6 Meter auf.
Das Saugrohr 2c weist vorzugsweise eine Saughöhe auf, die dem 1 bis 20-fachem Vielfach
des Innendurchmessers D entspricht, wobei die Saughöhe maximal einen Wert von 8 Metern
aufweist. Das Saugrohr 2c weist insbesondere eine Saughöhe L3 zwischen 0,5 Meter und
8 Meter auf.
[0012] Figur 1 zeigt zudem mögliche Pegel des Fluides. Das Fluid kann im Saugsumpf 4 einen
maximalen Pegel 5c aufweisen, wobei das Fluid üblicherweise einen tieferen Pegel aufweist,
beispielsweise den Pegel 5a, sodass das Fluid über den Zuleitkanal 3b in den Ansaugraum
3h strömt, sodass sich im Ansaugraum 3h beispielsweise die Flüssigkeitsoberflächen
5b, 5d und 5e ausbilden.
[0013] Figur 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Fördervorrichtung 1. Im Unterschied
zum Ausführungsbeispiel gemäss Figur 1 weist das Verbindungsrohr 2e im Ausführungsbeispiel
gemäss Figur 3 einen zweiten Rohrbogen 2i mit einem eventuell daran anschliessenden
vertikalen Rohrabschnitt 2k auf, sodass die Kreiselpumpe 2a wie dargestellt vertikal
verlaufend angeordnet ist. Der Krümmungsradius R2 des zweiten Rohrbogens 2i kann dieselben
Dimensionen aufweisen wie der Krümmungsradius R1 des ersten Rohrbogens 2h. Die Kreiselpumpe
2a und deren Antriebsmotor 2b sind vorzugsweise in einem Trockenraum 7 angeordnet.
Da die Kreiselpumpe 2a bezüglich dem Ansaugbehälter 3 hinter einer Wand 6 angeordnet
ist, kann der Boden 7a des Trockenraumes 7 auch tiefer gelegt sein als der maximal
mögliche Pegel 5i, 5c im Saugsumpf 4. Die sich zwischen dem Saugsumpf 4 und dem Ansaugbehälter
3 befindliche Überlaufkante 3g kann, wie gestrichelt dargestellt, auch derart hoch
angeordnet sein, dass sich der Durchlass des Verbindungsrohres 2e durch die Wand 6
unterhalb der Überlaufkante 3g befindet. Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung 1
weist somit unter anderem den Vorteil auf, dass die Kreiselpumpe 2a bezüglich dem
Saugrohr 2c in einer Vielzahl möglicher Orte positioniert werden kann, sodass die
gesamte Fördervorrichtung 1 je nach baulichen Randbedingungen in einer Vielzahl von
Möglichkeiten ausgestaltet werden kann. Dadurch, dass die Kreiselpumpe 2a und das
Saugrohr 2c an unterschiedlichen Stellen angeordnet werden können ergeben sich besonders
vorteilhafte Anordnungsmöglichkeiten. Besonders vorteilhaft ist es zudem die Kreiselpumpe
2a und den Antriebsmotor 2b in einem getrennten Raum 7 anzuordnen.
[0014] Solange der gesamte Innenraum des Saugrohrs 2c sowie des Verbindungsrohrs 2e mit
Flüssigkeit gefüllt ist kann ein sicheres Fördern der Flüssigkeit durch die Pumpe
2a sichergestellt werden. Sobald eine geringere Flüssigkeitsmenge durch das Saugrohr
2c sowie das Verbindungsrohr 2e fliesst, das heisst, dass sich auch Luft im Saugrohr
2c sowie im Verbindungsrohr 2e befindet, ist der Drall der Flüssigkeit im Saugrohr
sowie im Verbindungsrohr 2e von entscheidender Bedeutung, um ein sicheres Fördern
der Flüssigkeit durch die Pumpe 2a zu gewährleisten. Der Drall wird dadurch aufrecht
erhalten, dass einerseits im Eingangsbereich des Saugrohres 2c, das heisst im Ansaugraum
2h ein Drall S 1 erzeugt wird, und dass andererseits durch die Kreiselpumpe 2a ein
Drall S2 erzeugt wird, der von der Kreiselpumpe 2a her auf die sich im Verbindungsrohr
2e befindliche Flüssigkeit wirkt. Somit wird der Drall der Flüssigkeit im Verbindungsrohr
2e an dessen beiden Endbereichen durch den Drall S 1 beziehungsweise S2 angeregt,
was zur Folge hat, dass die im Verbindungsrohr 2e befindliche Flüssigkeit auch bei
geringeren Flüssigkeitsmengen einen derartigen Drall aufweist, dass die Flüssigkeitssäule
nicht abbricht und somit ein kontinuierliches Pumpen der Flüssigkeit mit Hilfe der
Kreiselpumpe 2 möglich ist.
[0015] In Figur 3 ist das Verbindungsrohr 2e einstückig ausgestaltet und weist an beiden
Enden je einen Flansch 21, 2m auf, welche mit dem Saugrohr 2c beziehungsweise der
Kreiselpumpe 2a verbunden sind. Das Verbindungsrohr 2e kann natürlich auch aus mehreren
Teilen bestehen, indem beispielsweise die Rohrbogen 2h, 2i als separate Teile ausgestaltet
sind, die mit dem Teilabschnitt 2n fest verbindbar sind, um im zusammengesetzten Zustand
das Verbindungsrohr 2e auszubilden.
[0016] Die Figuren 4a bis 4c und 5a bis 5c zeigen schematisch Anordnungsmöglichkeiten von
Saugrohr 2c, Verbindungsrohr 2e beziehungsweise Teilabschnitt 2n und Kreiselpumpe
2a. In Figur 4a beträgt der Winkel α zwischen dem Saugrohr 2c und dem Teilabschnitt
2n des Verbindungsrohrs 2e 90°, sodass das Saugrohr 2c vorzugsweise vertikal und der
Teilabschnitt 2n des Verbindungsrohrs 2e vorzugsweise horizontal verläuft. Der Winkel
α kann jedoch, wie in den Figuren 4b und 4c dargestellt, grösser oder kleiner gewählt
sein, sodass der Teilabschnitt 2n des Verbindungsrohrs 2e bezüglich dem Saugrohr 2c
unter einem Winkel α zwischen 45° bis 135° verläuft. Der Teilabschnitt 2n des Verbindungsrohrs
2e kann, wie in den Figuren 5a bis 5c dargestellt, auch bei vertikal angeordneter
Kreiselpumpe 2a einen Winkel α im Bereich von 45° bis 135° zwischen dem Verlauf des
Saugrohrs 2c und dem Teilabschnitt 2n des Verbindungsrohrs 2e aufweisen, sodass die
Kreiselpumpe 2a in einer Vielzahl von Möglichkeiten bezüglich dem Saugrohr 2c angeordnet
werden kann.
1. Fördervorrichtung (1) mit selbsttätiger Regulierung der Fördermenge, umfassend eine
Pumpvorrichtung (2), einen Ansaugbehälter (3) sowie einen Saugsumpf (4), wobei der
Ansaugbehälter (3) einen Ansaugraum (3h) aufweist, welcher über eine Überlaufkante
(3g) sowie über einen tangential in den Ansaugbehälter (3) mündenden Zuleitkanal (3b)
mit dem Saugsumpf (4) verbunden ist, und wobei die Pumpvorrichtung (2) ein Saugrohr
(2c) sowie eine mit dem Saugrohr (2c) Fluid leitend verbundene Kreiselpumpe (2a) umfasst,
und wobei das Saugrohr (2c) von oben in den Ansaugbehälter (3) hineinragt, und wobei
der Zuleitkanal (3b) entsprechend dem Drehsinn (S2) der Kreiselpumpe (2a) ausgerichtet
in den Ansaugbehälter (3) mündet, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugrohr (2c) über ein Verbindungsrohr (2e) mit der Kreiselpumpe (2a) verbunden
ist, und dass das Verbindungsrohr (2e) einen Teilabschnitt (2n) aufweist, der bezüglich
dem Saugrohr (2c) unter einem Winkel α zwischen 45° und 135° verläuft.
2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilabschnitt (2n) unter einem Winkel α von 90° oder im Wesentlichen 90° verläuft.
3. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilabschnitt (2n) horizontal verläuft.
4. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsrohr (2e) einen Innendurchmesser (D) zwischen 50 mm und 900 mm aufweist.
5. Fördervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilabschnitt (2n) eine Länge (L2) aufweist, die dem 1 bis 50-fachem Vielfach
des Innendurchmessers (D) entspricht.
6. Fördervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilabschnitt (2n) eine Länge (L2) zwischen 0,5 Meter und 6 Meter aufweist.
7. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugrohr (2c) eine Saughöhe (L3) aufweist, die dem 1 bis 20-fachem Vielfach des
Innendurchmessers (D) entspricht.
8. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugrohr (2c) eine Saughöhe (L3) zwischen 0,5 Meter und 8 Meter aufweist,
9. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsrohr (2e) zum Saugrohr (2c) hin einen Rohrbogen (2h) aufweist, und
dass der Rohrbogen (2h) einen Radius (R) aufweist, der dem 1 bis 10-fachem Vielfach
des Innendurchmessers (D) entspricht.
10. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe (2a) horizontal verlaufend mit dem Verbindungsrohr (2e) verbunden
ist.
11. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsrohr (2e) zur Kreiselpumpe (2a) hin einen Rohrbogen (2h) aufweist,
und dass die Kreiselpumpe (2a) vertikal oder im wesentlichen vertikal verlaufend mit
dem Verbindungsrohr (2e) verbunden ist.
12. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansaugbehälter (3) und die Kreiselpumpe (2a) in zwei durch eine Wand (6) getrennten
Räumen angeordnet sind, und dass das Verbindungsrohr (2e) durch die Wand (6) verläuft.
13. Fördervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe (2a) in einem Raum (7) angeordnet ist, dessen Boden (7a) tiefer
liegt als der allerhöchste mögliche Pegel (5i) im Ansaugbehälter (3).
14. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe (2a) über einer Ein-Ausschaltvorrichtung (8) ansteuerbar ist.
15. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe (2a) als eine Schraubenzentrifugalradpumpe ausgestaltet ist.