Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sohlenkonstruktion für Schuhwerk, die bei
jedem Schritt der Laufbewegung eine effiziente Luftzirkulation im Schuh und damit
direkt am Fuß eines Trägers des Schuhs ermöglicht.
Stand der Technik
[0002] Heutzutage sind Schuhe bekannt, die in der Sohle mit Vorrichtungen ausgestattet sind,
welche die Luftzirkulation im Schuh begünstigen, was die innere Feuchtigkeit verringert,
wodurch der Fußkomfort des Benutzers verbessert werden soll. Dieser bekannte Schuhtyp
sieht im Allgemeinen Hohlverbindungen vor, die untereinander verbunden in dem Sohleninneren
untergebracht sind.
[0003] Der Nachteil dieser Art von Schuhen besteht in der mangelnden Effizienz der Luftzirkulation
im Schuh. Zudem lassen die meisten Konstruktionen die zu gering zugeführte Luft nicht
bis zum Fuß vor.
[0004] In der Internationalen Patentanmeldung
WO 2006/008139 wird eine Sohlenkonstruktion offenbart, in der ohne mechanische Teile mit jedem Schritt
Frischluft in der Sohle ausgetauscht und bis zum Fuß direkt weitergeleitet werden
kann. In der
WO 2006/008139 wird insbesondere ein Sohlenkörper beschrieben, in dem ein Hohlraum eingelassen ist,
der sich durchgehend entlang dem Sohlenkörper erstreckt und der durch eine elastisch
verformbare Abdeckung, die Öffnungen aufweist, geschlossen ist, und in welcher der
Hohlraum durch die Öffnungen mit der dem Schuh zugewandten Außenseite des Sohlenkörpers
in Verbindung steht und in welcher der Hohlraum mit einem oder mehreren ersten Quergängen
in Verbindung steht, die in Öffnungen in der seitlichen und/oder hinteren Oberfläche/Außenfläche
des Sohlenkörpers münden, so dass der Hohlraum mit dem Äußeren des Sohlenkörpers in
Verbindung gesetzt wird.
[0005] In der
WO 03/043454 A2 wird ein Schuh mit einer im Fersenbereich vorgesehenen Luftpumpeinrichtung und Luftzuführungen
beschrieben, wobei die Luftpumpeinrichtung beim Gehen eines Nutzers bedient wird.
[0006] In der
EP 1 127 505 A1 wird ein Schuh mit einer Luftpumpeinrichtung, die im Ballenbereich eine Lufteinzugkammer
und eine Luftkammer im Fersenbereich aufweist, und die die Luftzirkulation im Schuh
bereitstellt, beschrieben.
[0007] Jedoch kann die Effizienz der Luftzirkulation und insbesondere der Lufteinlass sowie
der Luftauslass durch mit Membranen abgedeckte Öffnungen in der Sohlenkonstruktion
als nicht hinreichend zufriedenstellend und somit verbesserbar angesehen werden.
[0008] Es stellt sich somit die Aufgabe, ein Schuhwerk zu konstruieren, das eine effizientere
und dauerhaftere Luftzirkulation gewährleistet, als dies im Stand der Technik bisher
erreicht werden konnte.
Beschreibung der Erfindung
[0009] Die oben genannte Aufgabe wird gelöst durch eine Sohlenkonstruktion für einen Schuh
gemäß Anspruch 1. Diese Sohlenkonstruktion weist einen Sohlenkörper mit einem Hohlraum
auf, wobei die Sohlenkonstruktion umfasst:
eine Luftpumpeinrichtung, die integral in einem Stück mit einem Kunststoffpumpreservoir,
einer ersten Luftführung und einer zweiten Luftführung ausgebildet ist; wobei
die Luftpumpeinrichtung dazu ausgebildet ist, in Reaktion auf eine Gehbewegung eines
Nutzers des Schuhs eine Luftpumpfunktion derart auszuführen, dass sie abwechselnd
Luft über die zumindest eine erste Luftführung von außerhalb des Sohlenkörpers einsaugt
und
Luft in zumindest einen mit der Luftpumpeinrichtung über die zumindest eine zweite
Luftführung in Verbindung stehenden Teil des Sohlenkörpers presst, der von einem Teil
des Sohlenkörpers, in dem die Luftpumpeinrichtung angeordnet ist, verschieden sein
kann;
in der zumindest einen ersten Luftführung ein erstes Ventil angeordnet ist, dass derart
ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von außerhalb des Sohlenkörpers
in die Luftpumpeinrichtung hinein durchlässt; und/oder
in der zumindest einen zweiten Luftführung ein zweites Ventil angeordnet ist, dass
derart ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von der Luftpumpeinrichtung
nach dem zumindest einen Teil des Sohlenkörpers, der von dem Teil, in dem die Luftpumpeinrichtung
angeordnet ist, verschieden sein kann, durchlässt;
wobei die Luftpumpeinrichtung von dem Sohlenkörper separat als unabhängige Entität
ausgebildet und in dem Sohlenkörper, insbesondere zumindest teilweise in dem Hohlraum
des Sohlenkörpers, eingelassen oder befestigt ist, derart dass sie einen Teil der
äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, der derart ausgebildet ist, dass er sich,
wenn er einen Untergrund kontaktiert, elastisch verformt, so dass ein Pumpeffekt der
Luftpumpeinrichtung erreicht wird.
[0010] Die Luftpumpeinrichtung kann in dem Fersenbereich, der sich vom Fußende bis zu dem
Gelenkbereich erstreckt, in dem mittleren Gelenkbereich und dem Ballenbereich (Vorfußbereich),
der sich von der Fußvorderseite bis zu dem Gelenkbereich erstreckt, vorgesehen sein.
Die zweite Luftführung kann hierbei in Form eines Kanals in dem Sohlenkörper ausgebildet
sein, sie kann auch lediglich in Form eines Auslasses der Luftpumpeinrichtung, insbesondere
eines Luftreservoirs der Luftpumpeinrichtung, vorgesehen werden.
[0011] Es kann Außenluft je nach Gehphase durch die Luftpumpeinrichtung eingesogen und die
zuvor eingesogene Luft kann in einen Teil des Sohlenkonstruktion, in dem sich die
Luftpumpeinrichtung nicht befindet, ausgestoßen werden. Wenn in der entsprechenden
Gehphase der Fuß eines Nutzers nicht auf der Luftpumpeinrichtung lastet saugt diese
Luft von außerhalb der Sohlenkonstruktion über die entsprechende Luftzuführung ein,
wenn der Fuß auf ihr lastet pumpt sie die Luft in einen anderen Teil des Sohlenkörpers
von wo sie nach oben entlang des Fußes, beispielsweise durch Öffnungen einer den Sohlenkörper
abdeckenden Decksohle, zur wirksamen Belüftung des Fußes des Nutzers gepresst wird.
[0012] Somit wird eine Sohlenkonstruktion zur Verfügung gestellt, die eine verbesserte Luftzirkulation
in einfachem Aufbau allein durch die Bewegung während des Gehens ohne die Notwendigkeit
einer signifikanten Vergrößerung gegenüber herkömmlichen Sohlenkonstruktionen ohne
Luftzirkulation bereitstellt. Die vorgesehenen Ventile erlauben eine effiziente Kontrolle
der Luftströmungen über die Luftführungen in die Luftpumpeinrichtung hinein und aus
dieser hinaus.
[0013] Die zumindest eine erste und/oder die zumindest eine zweite Luftführung kann einen
flexiblen Schlauch und/oder einen abgedeckten Kanal umfassen oder jeweils aus einem
flexiblen Schlauch, beispielsweise aus Kunststoff, bestehen. Sind mehrere erste und/oder
zweite Luftführungen vorgesehen, so können diese sämtlich jeweils einen Schlauch umfassen
oder daraus bestehen, oder es können einige und nicht alles der Luftführungen jeweils
einen Schlauch umfassen oder daraus bestehen. Somit können die Luftführungen dauerhaft
und dicht auf einfache und kostengünstige Weise die Luft zur Luftpumpeinrichtung und
von dieser zur Belüftung zumindest eines Teils des Sohlenkörpers und schließlich des
Schuhinnenraums fort geführt werden.
[0014] Die Luftpumpeinrichtung kann von dem Sohlenkörper separat als unabhängige Entität
ausgebildet und in dem Sohlenkörper, insbesondere zumindest teilweise in dem Hohlraum
des Sohlenkörpers, eingelassen oder befestigt sein. Beispielsweise kann die Luftpumpeinrichtung
ein Kunststoffpumpreservoir umfassen. Dieses wird, wenn der Fuß eines Nutzers auf
ihm lastet, zusammengedrückt, wodurch Luft aus dem Kunststoffpumpreservoir herausgepresst
wird. Wenn während der Gehbewegung das Kunststoffpumpreservoir wieder von dem Fuß
entlastet wird, dehnt es sich aus und zieht aufgrund des zuvor entstandenen Unterdrucks
Luft durch die zumindest eine Luftführung mit dem ersten Ventil von außen ein, die
für die nachfolgende Belüftung des Schuhinnenraums und damit des Fußes eines Nutzers
frisch zur Verfügung steht. Weiterhin kann die Luftpumpeinrichtung integral in einem
Stück mit dem Kunststoffpumpreservoir und den Luftführungen ausgebildet sein.
[0015] Das Ausbilden der Luftpumpeinrichtung als eigene Entität erlaubt eine von der Sohlenkonstruktion
bzw. dem Sohlenkörper unabhängige Materialauswahl und insbesondere Materialfestigkeit.
[0016] Die Luftpumpeinrichtung ist derart in dem Sohlenkörper eingelassen, dass sie einen
Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet. In diesem Fall kontaktiert sie
beispielsweise durch eine entsprechende Aussparung der Untersohle des Sohlenkörpers
hindurch den von einem Träger des Schuhs begangenen Untergrund (die Straße, den Weg,
etc.). Hierdurch kann der Pumpeffekt verbessert werden.
[0017] Wenn die Luftpumpeinrichtung derart in dem Sohlenkörper eingelassen, dass sie einen
Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, kann sie in Richtung des zu
betretenden Untergrunds gegenüber der übrigen Lauffläche der Sohle herausragen. Beim
Betreten des Untergrunds wird insbesondere der Teil der Luftpumpeinrichtung, der einen
Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, elastisch verformt, wodurch
der Pumpeffekt erreicht wird. Oberhalb (dem Untergrund abgewandt) des einen Teil der
äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildenden Teils der Luftpumpeinrichtung befindet
sich eine Luftkammer der Luftpumpeinrichtung. Bei der Gehbewegung und vermittelt durch
die elastische Verformung des Teils der Luftpumpeinrichtung, der einen Teil der äußeren
Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, wird Luft in die Luftkammer gesogen bzw. aus
dieser zur Belüftung im Schuh ausgestoßen. Die zweite Luftführung kann hierbei ein
innerhalb der Laufsohle ausgebildeter Kanal sein.
[0018] Die erste Luftführung kann zum Teil innerhalb eines in der Laufsohle ausgebildeten
Kanals ausgebildet sein (der von dem Kanal verschieden ist, in dem die zweite Luftführung
gegebenenfalls ausgebildet ist). Insbesondere kann die erste Luftführung ein Kunststoffteil
umfassen, das in dem in der Laufsohle ausgebildeten Kanal angeordnet ist. Hierdurch
kann, insbesondere in Verbindung mit einem Kunststoffschlauch als weiteren Bestandteil
der ersten Luftführung eine effiziente Steuerung des Ansaugens der Luft erreicht werden,
Dieses gilt insbesondere, wenn der Kunststoffschlauch sich von der Laufsohle nach
oben entlang eines Schaftes eines Schuhs erstreckt, der die erfindungsgemäße Sohlenkonstruktion
besitzt. Im Sinne einer platzsparenden und doch effizienten Anordnung kann das Kunststoffteil
rechtwinklig mit einem Schenkel ausgehend von der Luftkammer der Luftpumpeinrichtung
und sich entlang der Längsachse des Sohlenkörpers erstreckend und einem anderen Schenkel
in einem Winkel dazu, beispielsweise in rechten Winkel zum ersten Schenkel, ausgebildet
sein, wobei der Kunststoffschlauch mit dem zweiten Schenkel in Verbindung steht. Der
erste Schenkel kann hierbei mit der Luftkammer der Luftpumpeinrichtung, die teilweise
durch den Teil der Luftpumpeinrichtung gebildet wird, der einen Teil der äußeren Lauffläche
des Sohlenkörpers bildet, über eine Ventil in Verbindung stehen, das nur eine Luftzufuhr
in die Luftkammer hinein erlaubt.
[0019] In der Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Beispiele kann die Luftpumpeinrichtung
zumindest ein elastisches Element umfassen, das sich in einen Hohlraum der Luftpumpeinrichtung
erstreckt und in Reaktion auf die Gehbewegung des Nutzers des Schuhs in dem Hohlraum
bewegt, beispielsweise verbogen, wird. Hierdurch kann auf einfache und effiziente
Weise ein Ansaug-, bzw. Ausstoßeffekt erreicht werden.
[0020] Gemäß einer Weiterbildung sind zumindest zwei elastische Elemente, die sich in einen
Hohlraum der Luftpumpeinrichtung erstrecken und in Reaktion auf die Gehbewegung des
Nutzers des Schuhs in dem Hohlraum bewegt werden, als Teile der Luftpumpeinrichtung
vorgesehen, namentlich derart, dass diese aufeinander zu gedrückt werden, wenn ein
Nutzer den Teil der Sohlenkonstruktion belastet, in dem sich die Luftpumpeinrichtung
befindet. Insbesondere können die zwei elastischen Elemente sich in Verbindung befinden
mit dem Teil der der Luftpumpeinrichtung, der einen Teil der äußeren Lauffläche des
Sohlenkörpers bildet, oder mit diesem integral ausgebildet sein. Ein durch die Gehbewegung
auf diesen Teil ausgeübter Druck führt dann zu einer elastischen Verformung dieses
Teils und dadurch zu einer Verformung/Verbiegung der zwei elastischen Elemente, die
im wesentlichen senkrecht zu der Fläche dieses Teils stehen können, wodurch Luft aus
dem Hohlraum der Luftpumpeinrichtung ausgestoßen wird. So kann eine zuverlässige,
haltbare und effiziente Pumpwirkung und somit Belüftung erreicht werden.
[0021] Die zumindest eine erste Luftführung, durch die die Luftpumpeinrichtung Luft einsaugt,
kann insbesondere so ausgebildet sein, dass sie nicht durch den Sohlenkörper hindurch
mit dem Raum außerhalb des Sohlenkörpers in Verbindung steht. Es kann die erste Luftführung
nach oben hin geführt werden, wo sie beispielsweise in einem Schaftbereich eines Schuhs,
der die erfindungsgemäße Sohlenkonstruktion umfasst, endet, um dort das Ansaugen frischer
Luft durch die Luftpumpeinrichtung zu ermöglichen.
[0022] Die erfindungsgemäße Sohlenkonstruktion kann seitlich Öffnungen von dem Hohlraum
nach außen hin aufweisen, durch die ein Teil des dort entstehenden Wasserdampfes aus
dem Sohlenkörper austreten kann. Insbesondere kann der Laufkomfort durch die Luftpumpeinrichtung
verbessert werden.
[0023] Wenn derartige von dem Hohlraum des Sohlenkörpers ausgehende und seitlich in diesem
vorgesehene Öffnungen vorhanden sind, ist es zwecksmäßig, diese Öffnungen mit einer
atmungsaktiven und wasserundurchlässigen Membran, beispielsweise mit einer GoreTex-Membran,
abzudichten, wodurch insbesondere Wasserdampf abgeführt werden kann, um ein relativ
trockenes Raumklima in dem Sohlenkörper und einem Innenschuh eines die erfindungsmäße
Sohlenkonstruktion umfassenden Schuhs zu gewährleisten. Die GoreTex-Membran ist dauerhaft
wasserdicht, winddicht und gleichzeitig atmungsaktiv sowie temperaturregulierend.
[0024] Gemäß einer weiteren Weiterbildung umfasst die erfindungsgemäße Sohlenkonstruktion
weiterhin eine mit Öffnungen versehene Decksohle, die die Luftpumpeinrichtung und
den zumindest einen Teil des Sohlenkörpers abdeckt. Durch die Öffnungen dieser Decksohle
gelangt die von der Luftpumpeinrichtung ausgestoßene Luft über den Hohlraum der Sohle
in den Schuhinnenraum eines die erfindungsmäße Sohlenkonstruktion umfassenden Schuhs
und dient dort der Belüftung des Fußes eines Trägers des Schuhs.
[0025] Um die dynamische Luftzirkulation in der Sohlenkonstruktion noch effizienter zu gestalten
und zusätzlich dem Träger eines Schuhs mit der erfindungsgemäßen Sohlenkonstruktion
einen erhöhten Tragekomfort anzubieten, können zwischen der Decksohle (Abdeckung des
Sohlenkörpers) und dem Boden des Sohlenkörpers/Hohlraums des Sohlenkörpers eine bestimmte
Anzahl von Abstandsstücken aus elastisch verformbarem Material angebracht sein, wodurch
die zeitweise Annäherung der Abdeckung an den Boden ermöglicht wird. Die Abstandsstücke
können auch in Form eines Kunststoffgewirkes vorgesehen werden.
[0026] Die Sohlenkonstruktion kann mehr als eine Luftpumpeinrichtung aufweisen. Beispielsweise
kann sie mehrere als Entitäten ausgebildete Luftpumpeinrichtungen umfassen. Sie kann
auch mehrere in Form von Noppen ausgebildete Luftpumpeinrichtungen aufweisen, die
an der Unterseite des Sohlenkörpers (zu dem begangenen Untergrund hin) ausgebildet
sind oder in dem Hohlraum des Sohlenkörpers ausgebildet sind.
[0027] Es wird somit bereitgestellt eine
Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Beispiele, in der jedoch eine Mehrzahl
von Luftpumpeinrichtungen in dem Sohlenkörper angeordnet sind, von denen jede mit
zumindest einer ersten Luftführung und zumindest einer zweiten Luftführung verbunden
ist;
wobei
die jeweiligen Luftpumpeinrichtungen dazu ausgebildet sind, in Reaktion auf eine Gehbewegung
eines Nutzers des Schuhs eine Luftpumpfunktion derart auszuführen, dass sie abwechselnd
Luft über die jeweilige zumindest eine erste Luftführung von außerhalb des Sohlenkörpers
einsaugen und Luft in zumindest einen mit der jeweiligen Luftpumpeinrichtung über
die zumindest eine zweite Luftführung in Verbindung stehenden Teil des Sohlenkörpers
pressen, der von dem Teil, in dem die jeweilige Luftpumpeinrichtung angeordnet ist,
verschieden sein kann;
in der jeweiligen zumindest einen ersten Luftführung ein erstes Ventil angeordnet
ist, dass derart ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von außerhalb
des Sohlenkörpers in die jeweilige Luftpumpeinrichtung hinein durchlässt; und/oder
in der jeweiligen zumindest einen zweiten Luftführung ein zweites Ventil angeordnet
ist, dass derart ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von der jeweiligen
Luftpumpeinrichtung nach dem zumindest einen Teil des Sohlenkörpers durchlässt.
[0028] Insbesondere kann hierbei eine Luftpumpeinrichtung in dem Fersenbereich und/oder
eine Luftpumpeinrichtung in dem Ballenbereich und/oder eine Luftpumpeinrichtung in
dem Gelenkbereich zwischen dem Fersenbereich und dem Ballenbereich des Sohlenkörpers
für eine besonders effiziente Belüftung angeordnet sein.
[0029] Darüber hinaus kann in der Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Beispiele
die Luftpumpeinrichtung in einer Zwischensohle zwischen einer harten Laufsohle (die
an der unteren Seite den begangenen Boden kontaktiert) und einer weiteren Sohle angeordnet
sein, wobei die Zwischensohle aus einem Material gefertigt ist, das kompressibler
(elastischer/welcher) als dasjenige der Laufsohle und als dasjenige der weiteren Sohle
ist. Die Luftpumpeinrichtung kann also in einer weichen Sohlenschicht zwischen harten
Sohlenschichten bereitgestellt werden, wobei die weiche Sohlenschicht eine schockabsorbierende
Funktion hat, die durch Bereitstellen der Luftpumpeinrichtung noch weiter verstärkt
wird. Insbesondere kann die Luftpumpeinrichtung in einem weicheren Teil einer ansonsten
harten Sohlenschicht angeordnet sein. Beispielsweise kann sie in einem keilförmigen
weicheren in der harten Sohlenschicht eingefügten Teil, etwa einem relativ weichen
Keil in dem Fersebereich einer ansonsten harten Sohlenschicht, eingelassen sein.
[0030] In einer Weiterbildung kann die Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden
Beispiele eine Laufsohle umfassen, wobei die Laufsohle einen elastischen nach außen
hin erhobenen Teil umfasst, der bei Belastung durch den Fuß eines Nutzers nach innen
gedrückt wird und dadurch die Luftpumpeinrichtung dahingehend betätigt, dass sie Luft
durch die zweite Luftführung presst. Bei Entlastung des erhobenen Teils der, insbesondere
ansonsten harten Laufsohle, wird die Luftpumpeinrichtung dahingehend betätigt, dass
sie Luft von außen über die erste Luftführung einsaugt.
[0031] Somit wird nicht nur eine effiziente Luftzirkulation gewährleistet, sondern es wird
auch durch die schockabsorbierende Funktion der Luftpumpeinrichtung der Laufkomfort
erhöht.
[0032] Des weiteren stellt die vorliegende Erfindung einen Schuh mit der Sohlenkonstruktion
gemäß einem der vorhergehenden Beispiele zur Verfügung, der einen Schaft zum Einschlupf
eines Fußes eines Trägers des Schuhes aufweist, wobei der Schaft einen der Sohlenkonstruktion
nahen Teil und einen der Sohlenkonstruktion fernen Teil aufweist, und in dem die erste
Luftführung sich derart teilweise entlang des Schafts, insbesondere durch ein Innenfutter
des Schafts von dem Fuß des Trägers des Schuhs getrennt, von dem nahen Teil zu dem
fernen Teil erstreckt, dass Luft von dem fernen Teil aus in die Luftpumpeinrichtung
gepumpt werden kann. Somit kann prinzipiell über eine relativ große Fläche Frischluft
von der Luftpumpeinrichtung eingesogen werden. Insbesondere wird ein Wassereintritt
in den Schuh von außen vermieden, wenn das Ende der ersten Luftführung, durch das
Luft von außen eingesogen wird, von der Laufsohle aus betrachtet höher liegt als der
niedrigste Schaftabschluss des Schuhs.
[0033] Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der ausführlichen
aber nicht einschränkenden Beschreibung von Ausführungsformen, die mithilfe der beigefügten
Zeichnungen dargestellt sind, wobei:
Figur 1 im Grundriss ein Sohlenkörper gemäß einem Beispiel der Erfindung darstellt;
Figur 2 einen Lufteinlass an der Innenseite eines Schafts eines erfindungsgemäßen
Schuhes illustriert; und
Figur 3 ein Seitenprofil eines Schafts eines erfindungsgemäßen Schuhes mit Lufteinlass
zeigt.
[0034] Wie es in Figur 1 gezeigt ist, umfasst ein Sohlenkörper gemäß einem Beispiel der
vorliegenden Erfindung in einem darin eingelassenen Hohlraum eine Luftpumpeinrichtung
212, in dem gezeigten Beispiel im Fersenbereich positioniert, die mit Luftführungen
225 und 226 in Form elastischer Schläuche verbunden ist. Die Luftführungen 225 und
226 weisen Ventile 224 und 227 auf, die jeweils Luft nur in einer Richtung durchlassen.
So erlaubt das Ventil 227 in der Luftführung 226 den Eintritt von Luft von außen in
die Luftpumpeinrichtung 212, und es erlaubt das Ventil 224 in der Luftführung 225
das Austreten von Luft aus der Luftpumpeinrichtung 212 in einen Teil des Sohlenkörpers,
in dem die Luftpumpeinrichtung 212 sich nicht befindet.
[0035] Während der Gehbewegung eines Nutzers eines Schuhs mit dem gezeigten Sohlenkörper
wird durch Druck der Ferse des Fußes des Nutzers auf die elastisch ausgebildete Luftpumpeinrichtung
212 Luft, die zuvor bei der nach vorne verlaufenden Abrollbewegung des Fußes beim
Gehen von der Luftpumpeinrichtung 212 von außen durch die Luftführung 226 und das
Ventil 227 eingesogen wurde, durch die Luftführung 225 und das Ventil 224 in der vorderen
Bereich des Sohlenkörpers gepumpt. Während der Gehbewegung saugt also die Luftpumpeinrichtung
212 abwechselnd Luft ein, namentlich wenn sie sich bei Nachlassen des Fersendrucks
ausdehnt, und pumpt diese, bei wieder erfolgenden Fersendruck, durch die Luftführung
225 aus.
[0036] Die Luftführung 226 ist an einem Ende mit einem Anschluss der Luftpumpeinrichtung
212 verbunden oder sie kann integral als Fortsatz der Luftpumpeinrichtung 212 ausgebildet
sein. Durch das andere Ende wird Luft von der Luftpumpeinrichtung 212 angesaugt. Dieses
andere Ende kann prinzipiell in einem Durchgang des seitlichen Sohlenkörpers nach
außen hin enden. Es wird aber bevorzugt, dass die Luftführung 226 von dem in Figur
1 gezeigten Sohlenkörper mehr oder weniger senkrecht nach oben (senkrecht zu der Papierebene
der der gezeigten Figur) geführt wird, und insbesondere entlang eines Schafts eines
Schuhs, der den Sohlenkörper umfasst, verläuft. So kann die Luftführung 226 beispielsweise
unterhalb einer Schnürung eines Schuhs, der den gezeigten Sohlenkörper umfasst, und
insbesondere durch ein Schaftfutter von einem Fuß eines Nutzers getrennt enden. Somit
kann über eine breite Fläche Luft von der Luftpumpeinrichtung 212 eingesogen werden.
Dieses Einsaugen von Luft kann weiterhin dadurch vermittelt werden, dass die Luftführung
226 in dem Bereich ihres anderen Endes (des dem mit der Luftpumpeinrichtung 212 entgegengesetzten
Endes) mehrere seitliche Öffnungen für den Lufteintritt aufweist.
[0037] In dem in Figur 1 gezeigten Beispiel sind mehrere seitliche Öffnungen 205 in dem
Sohlenkörper vorgesehen, durch welche ein Teil der von der Luftpumpeinrichtung 212
ausgestoßenen Luft und insbesondere entstehender Wasserdampf nach außen austreten
kann.
[0038] Diese Öffnungen 205, die in der vorliegenden Erfindung lediglich optional vorgesehen
sind, können jeweils mit einer atmungsaktiven und wasserundurchlässigen Membran, beispielsweise
einer GoreTex-Membran, abgedichtet werden.
[0039] In der gezeigten Ausführungsform wird Luft von der Luftpumpeinrichtung 212 in einen
Teil des Sohlenkörpers ausgestoßenen, der ein Kunststoffgewirke 210 aufweist. Dieses
Gewirke 210 stellt ein Beispiel für das Vorsehen von Abstandselementen zwischen dem
gezeigten Sohlenkörper und einer darüber angebrachten (nicht gezeigten) Decksohle
(Brandsohle), die Öffnungen aufweist, so dass Luft von dem Teil des Sohlenkörpers
mit dem Gewirke 210 über die Öffnungen der Decksohle zu dem Fußinnenraum eines Schuhs
gelangen kann, der den in Figur 1 gezeigten Sohlenkörper umfasst.
[0040] Das Kunststoffgewirke 210 führt nicht nur zu einer gleichmäßigen Verteilung der von
der Luftpumpeinrichtung 212 ausgestoßenen Luft, sondern erhöht auch den Laufkomfort.
Das Kunststoffgewirke 210 stellt neben einer extrem homogenen Luftzirkulation in alle
Richtungen, selbst unter Belastung durch den Fuß eines Nutzers, angenehme Polstereigenschaften
zur Verfügung. Insbesondere garantiert es eine gute Rückfederung während der Laufbewegungen
und eine hohe Schockabsorption.
[0041] Außerdem können zusätzlich zu dem Kunststoffgewirke 210 (oder alternativ dazu) Abstandsstücke,
die im Wesentlichen zylindrisch sein können und im mittleren Bereich eine ringförmige
Verengung aufweisen können, so dass für die Abstandsstücke im Längsquerschnitt die
Form einer Acht gebildet wird, vorgesehen werden. Es sei bemerkt, dass auch die Luftpumpeinrichtung
212 diesen Laufkomfort erhöht, indem sie eine Stoßdämpfer-/Schockabsorberfunktion
ausübt.
[0042] Die genannte Decksohle der Sohlenkonstruktion kann auch eine Mehrzahl an Noppen aufweisen,
die in den Hohlraum des Sohlenkörpers, in dem in dem in Figur 1 gezeigten Beispiel
das Kunststoffgewirke 210 vorgesehen ist, hineinragen, wobei zumindest zwei der Mehrzahl
der Noppen in der Größe und/oder dem Durchmesser unterschiedlich sind. Gruppen von
Noppen, z.B. in Form von Kegelstümpfen, unterschiedlicher Größe und/oder Umfangs können
angeordnet sein, um die Luftzirkulation weiter zu verbessern und auch den Tragekomfort,
z.B. bei einer anatomischen Anordnung, d.h. einer der Anatomie des Fußes angepassten
Anordnung und Form der Noppen, zu erhöhen. Die Decksohle und die Noppen können hierbei
beispielsweise aus PU oder Latex bestehen.
[0043] Die Noppen können in Gruppen von Noppen gleicher Größe und/oder gleichen Umfangs
angeordnet sein. Hierbei können die Noppen innerhalb einer jeweiligen Gruppe untereinander
mit einem Maß beabstandet sein, welches sich von dem Maß der Beabstandung einzelner
Noppen einer anderen Gruppe verschieden ist.
[0044] Insbesondere können die Noppen so angeordnet sein, dass sie Kanäle von dem Fersenbereich
in Richtung des Ballenbereichs und/oder Kanäle von dem Ballenbereich in Richtung des
Fersenbereichs ausbilden, durch die sich eine oder mehrere Luftführungen 225 erstrecken
können.
[0045] Das Zusammenspiel der mechanischen Verformung der derart mit Noppen versehenen elastischen
Decksohle infolge der natürlichen Gehbewegung mit den lufttechnischen Effekten des
Ansaugens, Umverteilen und Wiederausstoßens der Luft führt zu einer bewegungsdynamischen,
aktiven Belüftung des Schuhinnenbereichs infolge des natürlichen Auftretens und Abrollen
des Fußes.
[0046] Während in Figur 1 eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit einer Luftpumpeinrichtung
212 gezeigt ist, die in dem Fersenbereich des Sohlenkörpers positioniert ist, kann
die Luftpumpeinrichtung 212 ebenso im Ballenbereich (Vorderfußbereich) oder dem Gelenkbereich
zwischen dem Fersenbereich und dem Ballenbereich angeordnet sein. Weiterhin können
mehrere Luftpumpeinrichtungen an verschiedenen Orten des Sohlenkörpers angeordnet
sein. Zudem können für die eine oder die mehreren Luftpumpeinrichtungen jeweils mehr
als eine Luftführung, die Luft der Luftpumpeinrichtung zuführt, und mehr als eine
Luftführung, die Luft von der Luftpumpeinrichtung abführt, vorgesehen werden.
[0047] Gemäß einer besonderen Ausführungsform umfasst die Luftpumpeinrichtung 212 einen
Teil, der einen Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, kann sie in
Richtung des zu betretenden Untergrunds gegenüber der übrigen Lauffläche der Sohle
herausragen. Beim Betreten des Untergrunds wird insbesondere der Teil der Luftpumpeinrichtung
212, der einen Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, elastisch verformt,
wodurch der Pumpeffekt erreicht wird. Oberhalb (dem Untergrund abgewandt) des einen
Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildenden Teils der Luftpumpeinrichtung
212 befindet sich eine Luftkammer der Luftpumpeinrichtung 212, in der Luft hineingesogen
bzw. aus der Luft ausgestoßen wird. Ausgehend von dem Teil der Luftpumpeinrichtung
212, der einen Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, können sich insbesondere
elastische Elemente erstrecken, die bei elastischer Verformung des Teils der Luftpumpeinrichtung
212, der einen Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, verbogen werden,
insbesondere zum Ausstoßen von Luft aus der Luftkammer zueinander hin gebogen werden,
Insbesondere können zwei solcher Element vorgesehen werden, die im wesentlichen parallel
und im wesentlichen senkrecht zu dem Teil der äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers
angeordnet sein können. Diese zwei Elemente können zwischen sich und integral ausgebildet
mit dem Teil der Luftpumpeinrichtung 212, der einen Teil der äußeren Lauffläche des
Sohlenkörpers bildet, ein oder mehrere weitere Kunststoffelemente, z. B. Noppen oder
Stifte aufweisen, die dazu dienen, die Verbiegung der zwei Elemente zu kontrollieren.
[0048] In Figur 2 ist ein erfindungsgemäßer Schuh dargestellt, der den Sohlenkörper gemäß
einem Beispiel der Erfindung, wie er mit Bezug auf Figur 2 beschrieben wurde, umfassen
mag. Der Schuh weist einen Schaft mit einem Lufteingang 250 an der Schaftinnenseite
(Luftansauggitter). An diesem Lufteingang 250 endet eine Luftzuführung 260 zu einer
Luftpumpeinrichtung, die beispielsweise in einem Fersenbereich des Sohlenkörpers vorgesehen
ist. Die Luftführung kann beispielsweise der Luftführung 226 und mit dem Ventil 227
der Figur 1 entsprechen. Durch relativ hohe Positionierung des Lufteingangs 250 kann
vermieden werden, dass Wasser über die Luftzuführung 260 in die Luftpumpeinrichtung
eingesogen wird.
[0049] Eine Detailansicht der Schafts mit Lufteinlass des in Figur 2 gezeigten Beispiels
ist in Figur 3 illustriert. Über das Luftgitter 301 wird Luft von außen über die Luftzuführung
302 in die Luftpumpeinrichtung gesogen. In dem in Figur 3 gezeigten Beispiel befindet
sich die Luftzuführung 302 zwischen einem Innenfutter 303 des Schafts und einem Oberleder
304. Die Luft wird durch das Ventil 305, das in der Luftzuführung 302 vorgesehen ist,
von außen zu der Luftpumpeinrichtung hin durchgelassen.
1. Sohlenkonstruktion für einen Schuh, die einen Sohlenkörper mit einem Hohlraum aufweist,
wobei die Sohlenkonstruktion umfasst
eine Luftpumpeinrichtung (212), die integral in einem Stück mit einem Kunststoffpumpreservoir,
einer ersten Luftführung (226) und einer zweiten Luftführung (225) ausgebildet ist;
wobei
die Luftpumpeinrichtung (212) dazu ausgebildet ist, in Reaktion auf eine Gehbewegung
eines Nutzers des Schuhs eine Luftpumpfunktion derart auszuführen, dass sie abwechselnd
Luft über die zumindest eine erste Luftführung (226) von außerhalb des Sohlenkörpers
einsaugt und
Luft in zumindest einen mit der Luftpumpeinrichtung (212) über die zumindest eine
zweite Luftführung (225) in Verbindung stehenden Teil des Sohlenkörpers presst, der
von einem Teil des Sohlenkörpers, in dem die Luftpumpeinrichtung (212) angeordnet
ist, verschieden sein kann;
in der zumindest einen ersten Luftführung (226) ein erstes Ventil (227) angeordnet
ist, dass derart ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von außerhalb
des Sohlenkörpers in die Luftpumpeinrichtung (212) hinein durchlässt; und/oder
in der zumindest einen zweiten Luftführung (225) ein zweites Ventil (224) angeordnet
ist, dass derart ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von der Luftpumpeinrichtung
(212) nach dem zumindest einen Teil des Sohlenkörpers, der von dem Teil, in dem die
Luftpumpeinrichtung (212) angeordnet ist, verschieden sein kann, durchlässt;
wobei die Luftpumpeinrichtung (212) von dem Sohlenkörper separat als unabhängige Entität
ausgebildet und in dem Sohlenkörper, insbesondere zumindest teilweise in dem Hohlraum
des Sohlenkörpers, eingelassen oder befestigt ist, derart dass sie einen Teil der
äußeren Lauffläche des Sohlenkörpers bildet, der derart ausgebildet ist, dass er sich,
wenn er einen Untergrund kontaktiert, elastisch verformt, so dass ein Pumpeffekt der
Luftpumpeinrichtung (212) erreicht wird.
2. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 1, in der die erste und/oder die zweite Luftführung
(225, 226) einen flexiblen Schlauch umfasst.
3. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die zumindest
eine erste Luftführung (226) nicht durch den Sohlenkörper hindurch mit dem Raum außerhalb
des Sohlenkörpers in Verbindung steht.
4. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der der Sohlenkörper
seitlich Öffnungen (205) von dem Hohlraum nach außen aufweist.
5. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 4, in der die Öffnungen (205) von dem Hohlraum nach
außen mit einer atmungsaktiven und wasserundurchlässigen Membran, insbesondere mit
einer GoreTex-Membran, abgedichtet sind.
6. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiterhin eine mit
Öffnungen versehene Decksohle aufweist, die die Luftpumpeinrichtung (212) und den
zumindest einen Teil des Sohlenkörpers, der von dem Teil, in dem die Luftpumpeinrichtung
(212) angeordnet ist, verschieden ist, abdeckt.
7. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der eine Mehrzahl
von Luftpumpeinrichtungen (212) in dem Sohlenkörper angeordnet sind, von denen jede
mit zumindest einer ersten Luftführung (226) und zumindest einer zweiten Luftführung
(225) verbunden ist;
wobei
die jeweiligen Luftpumpeinrichtungen (212) dazu ausgebildet sind, in Reaktion auf
eine Gehbewegung eines Nutzers des Schuhs eine Luftpumpfunktion derart auszuführen,
dass sie abwechselnd Luft über die jeweilige zumindest eine erste Luftführung (226)
von außerhalb des Sohlenkörpers einsaugen und Luft in zumindest einen mit der jeweiligen
Luftpumpeinrichtung (212) über die zumindest eine zweite Luftführung (225) in Verbindung
stehenden Teil des Sohlenkörpers pressen, der von dem Teil, in dem die jeweilige Luftpumpeinrichtung
(212) angeordnet ist, verschieden ist;
in der jeweiligen zumindest einen ersten Luftführung (226) ein erstes Ventil (227)
angeordnet ist, dass derart ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von
außerhalb des Sohlenkörpers in die jeweilige Luftpumpeinrichtung (212) hinein durchlässt;
und/oder
in der jeweiligen zumindest einen zweiten Luftführung (225) ein zweites Ventil (224)
angeordnet ist, dass derart ausgebildet ist, dass es Luft lediglich in Richtung von
der jeweiligen Luftpumpeinrichtung (212) nach dem zumindest einen Teil des Sohlenkörpers,
der von dem Teil, in dem die jeweilige Luftpumpeinrichtung (212) angeordnet ist, verschieden
ist, durchlässt.
8. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Luftpumpeinrichtung
(212) in einer Zwischensohle zwischen einer Laufsohle und einer weiteren Sohle angeordnet
ist, wobei die Zwischensohle aus einem Material gefertigt ist, das kompressibler als
dasjenige der Laufsohle und als dasjenige der weiteren Sohle ist.
9. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine Laufsohle umfasst,
wobei die Laufsohle einen elastischen nach außen hin erhobenen Teil umfasst, der bei
Belastung durch den Fuß eines Nutzers nach innen gedrückt wird und dadurch die Luftpumpeinrichtung
(212) dahingehend betätigt, dass sie Luft durch die zweite Luftführung (225) presst.
10. Schuh mit einer Sohlenkonstruktion nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend
einen Schaft, der einen der Sohlenkonstruktion nahen Teil und einen der Sohlenkonstruktion
fernen Teil aufweist, und in dem die erste Luftführung sich derart teilweise entlang
des Schafts, insbesondere durch ein Innenfutter (303) des Schafts von dem Fuß des
Trägers des Schuhs getrennt, von dem nahen Teil zu dem fernen Teil erstreckt, dass
Luft von dem fernen Teil aus in die Luftpumpeinrichtung (212) gepumpt werden kann.
1. Sole construction for a shoe having a sole body with a cavity, which shoe construction
comprises
an air pump device (212) comprising a first air inlet (226) and a second air inlet
(225) integrally formed in one piece with a plastic pump reservoir;
the air pump device (212) being designed to implement an air pump function in response
to a walking movement of a user of the shoe so as to alternately
suck in air from outside of the sole body via the at least one first air inlet (226)
and
press air into at least one part of the sole body connected to the air pump device
(212) which may be different from a part of the sole body in which the air pump device
(212) is disposed via the at least one second air inlet (225) ;
a first valve (227) being disposed in the at least one first air inlet (226) which
is designed so that it allows air to pass in only the direction from outside of the
sole body into the air pump device (212); and/or
a second valve (224) is disposed in the at least one second air inlet (225), which
is designed so that it allows air to pass in only the direction from the air pump
device (212) towards the at least one part of the sole body which may be different
from the part in which the air pump device (212) is disposed;
and the air pump device (212) is provided separately from the sole body as an independent
entity and is recessed in or secured in the sole body, in particular at least partially
in the cavity of the sole body, in such a way that it forms a part of the external
outsole of the sole body designed so that it elastically deforms when in contact with
the ground in order to achieve a pumping effect of the air pump device (212).
2. Sole construction as claimed in claim 1, wherein the first and/or second air inlet
(225, 226) comprises a flexible tube.
3. Sole construction as claimed in one of the preceding claims, wherein the at least
one first air inlet (226) is not connected via the sole body to the area outside of
the sole body.
4. Sole construction as claimed in one of the preceding claims, wherein the sole body
has openings (205) at the side from the cavity towards the outside.
5. Sole construction as claimed in claim 4, wherein the openings (205) from the cavity
towards the outside are sealed with a breathable and waterproof membrane, in particular
with a GoreTex membrane.
6. Sole construction as claimed in one of the preceding claims, which further comprises
an insole provided with openings which covers the air pump device (212) and the at
least one part of the sole body which is different from the part in which the air
pump device (212) is disposed.
7. Sole construction as claimed in one of the preceding claims, wherein a plurality of
air pump devices (212) is disposed in the sole body, each of which is connected to
at least a first air inlet (226) and at least a second air inlet (225);
and
the respective air pump devices (212) are designed to implement an air pump function
in response to a walking movement of a user of the shoe so that it alternately sucks
in air via the respective at least one first air inlet (226) from outside of the sole
body and presses air into at least one part of the sole body connected to the respective
air pump device (212) which is different from the part in which the respective air
pump device (212) is disposed via the at least one second air inlet (225);
a first valve (227) being disposed in the respective at least one first air inlet
(226) which is designed so that it allows air to pass in only the direction from outside
of the sole body into the respective air pump device (212) ; and/or
a second valve (224) is disposed in the respective at least one second air inlet (225),
which is designed so that it allows air to pass in only the direction from the respective
air pump device (212) towards the at least one part of the sole body which is different
from the part in which the air pump device (212) is disposed.
8. Sole construction as claimed in one of the preceding claims, wherein the air pump
device (212) is disposed in a midsole between an outsole sole and another sole, and
the midsole is made from a material that is more compressible than that of the outsole
and that of the other sole.
9. Sole construction as claimed in one of the preceding claims, comprising an outsole,
which outsole comprises a part that is elastically raised towards the outside which
is pressed inwards when subjected to load by the user's foot and thereby operates
the air pump device (212) so that it presses air through the second air inlet (225).
10. Shoe with a sole construction as claimed in one of the preceding claims, comprising
a shaft having a part near the sole construction and a part remote from the sole construction
and in which the first air inlet extends partially along the shaft, in particular
through an inner lining (303) of the shaft, separated from the foot of the wearer
of the shoe, from the near part to the remote part in such a way that air can be pumped
from the remote part into the air pump device (212).
1. Système de semelle pour une chaussure, qui comprend un corps de semelle avec une cavité,
le système de semelle présentant
un dispositif de pompage d'air (212), qui est réalisé de manière intégrale, d'un seul
tenant avec un réservoir de pompage en matière plastique, un premier guide d'air (226)
et un deuxième guide d'air (225) ;
système dans lequel
le dispositif de pompage d'air (212) est configuré pour effectuer, en réaction à un
mouvement de marche d'un utilisateur de la chaussure, une fonction de pompage d'air
de manière telle, qu'alternativement
il aspire de l'air vers l'intérieur, par l'intermédiaire dudit au moins un premier
guide d'air (226), à partir de l'extérieur du corps de semelle, et
refoule de l'air dans au moins une partie du corps de semelle, qui est en liaison
avec le dispositif de pompage d'air (212) par l'intermédiaire dudit au moins un deuxième
guide d'air (225), et qui peut être différente d'une partie du corps de semelle dans
laquelle est agencé le dispositif de pompage d'air (212) ;
dans ledit au moins un premier guide d'air (226) est agencée une première valve (227)
qui est configurée de manière à laisser passer de l'air uniquement dans le sens allant
de l'extérieur du corps de semelle vers l'intérieur du dispositif de pompage d'air
(212) ; et/ou
dans ledit au moins un deuxième guide d'air (225) est agencée une deuxième valve (224),
qui est configurée de manière à laisser passer de l'air uniquement dans le sens allant
du dispositif de pompage d'air (212) vers ladite au moins une partie du corps de semelle,
qui peut être différente de la partie dans laquelle est agencé le dispositif de pompage
d'air (212) ;
système dans lequel le dispositif de pompage d'air (212) est conçu en tant qu'entité
indépendante, séparée du corps de semelle, et est encastré ou fixé dans le corps de
semelle, notamment au moins partiellement dans la cavité du corps de semelle, de manière
à former une partie de la surface de marche extérieure du corps de semelle, conçue
de façon à se déformer élastiquement lorsqu'elle entre en contact avec le sol, de
sorte que l'on obtient un effet de pompage du dispositif de pompage d'air (212).
2. Système de semelle selon la revendication 1, dans lequel le premier et/ou le deuxième
guide d'air (225, 226) comportent un tuyau flexible.
3. Système de semelle selon l'une des revendications précédentes, dans lequel ledit au
moins un premier guide d'air (226) est en liaison avec l'espace à l'extérieur du corps
de semelle non pas à travers le corps de semelle.
4. Système de semelle selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le corps
de semelle présente latéralement des ouvertures (205), à partir de la cavité vers
l'extérieur.
5. Système de semelle selon la revendication 4, dans lequel les ouvertures (205) de la
cavité vers l'extérieur, sont rendues étanches à l'aide d'une membrane active respirante
et imperméable à l'eau, notamment une membrane Gore-Tex.
6. Système de semelle selon l'une des revendications précédentes, comprenant, par ailleurs,
une semelle de propreté munie d'ouvertures, qui recouvre le dispositif de pompage
d'air (212) et ladite au moins une partie du corps de semelle, qui est différente
de la partie dans laquelle est agencé le dispositif de pompage d'air (212).
7. Système de semelle selon l'une des revendications précédentes, dans lequel plusieurs
dispositifs de pompage d'air (212) sont agencés dans le corps de semelle, dont chacun
est relié à au moins un premier guide d'air (226) et à au moins un deuxième guide
d'air (225) ;
système de semelle dans lequel
les dispositifs de pompage d'air respectifs (212) sont conçus en vue d'effectuer,
en réaction à un mouvement de marche d'un utilisateur de la chaussure, une fonction
de pompage d'air de manière à, alternativement, aspirer de l'air à partir de l'extérieur
du corps de semelle, par l'intermédiaire dudit au moins un premier guide d'air respectif
(226), et refouler de l'air dans au moins une partie du corps de semelle, qui est
en liaison avec le dispositif de pompage d'air respectif (212) par l'intermédiaire
dudit au moins un deuxième guide d'air (225), et qui est différente de la partie du
corps de semelle dans laquelle est agencée le dispositif de pompage d'air respectif
(212) ;
dans ledit au moins un premier guide d'air respectif (226) est agencée une première
valve (227), qui est configurée de manière à laisser passer de l'air uniquement dans
le sens allant de l'extérieur du corps de semelle vers l'intérieur du dispositif de
pompage d'air respectif (212) ; et/ou
dans ledit au moins un deuxième guide d'air respectif (225) est agencée une deuxième
valve (224), qui est configurée de manière à laisser passer de l'air uniquement dans
le sens allant du dispositif de pompage d'air respectif (212) vers ladite au moins
une partie du corps de semelle, qui est différente de la partie dans laquelle est
agencé le dispositif de pompage d'air respectif (212).
8. Système de semelle selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de pompage d'air (212) est agencé dans une semelle intermédiaire entre une semelle
d'usure extérieure et une autre semelle, la semelle intermédiaire étant fabriquée
en un matériau qui est plus compressible que celui de la semelle d'usure extérieure
et que celui de ladite autre semelle.
9. Système de semelle selon l'une des revendications précédentes, comprenant une semelle
d'usure extérieure, la semelle d'usure extérieure comprenant une partie élastique
en relief vers l'extérieur, qui, sous l'effet de la charge exercée par le pied d'un
utilisateur, est pressée vers l'intérieur et actionne en conséquence le dispositif
de pompage d'air (212) de manière à ce que celui-ci refoule de l'air à travers le
deuxième guide d'air (225).
10. Chaussure avec un système de semelle selon l'une des revendications précédentes, comprenant
une tige qui présente une partie proche du système de semelle et une partie éloignée
du système de semelle, et dans laquelle le premier guide d'air s'étend partiellement
le long de la tige, de la partie proche à la partie éloignée, notamment en étant séparé
du pied du porteur de la chaussure par une garniture intérieure (303) de la tige,
de manière telle que de l'air puisse être pompé à partir de la partie éloignée, dans
le dispositif de pompage d'air (212).