[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat in einem heterogen
katalysierten, kontinuierlichen Gasphasenprozess durch Umsetzung von Ethylen mit Essigsäure
und Sauerstoff in einem Rohrbündelreaktor.
[0002] Vinylacetat (VAM) wird in einem kontinuierlichen Verfahren unter Rückführung des
aufgereinigten Produktstromes hergestellt (Kreisgas-System). Dabei reagiert in einem
heterogen katalysierten Gasphasenprozess Ethylen mit Essigsäure und Sauerstoff an
Festbett-Katalysatoren, welche im allgemeinen Palladium- und Alkalimetallsalze auf
einem Trägermaterial enthalten und zusätzlich noch mit Gold, Rhodium oder Cadmium
dotiert sein können.
[0003] Die Edukte Ethylen, Sauerstoff und Essigsäure werden in einer exothermen Reaktion
(VAM: Δ
BH°
299 = - 176 kJ/mol), im Allgemeinen bei einem Druck von 1 bis 30 bar und einer Temperatur
von 130°C bis 200°C, in einem Festbettröhren-Reaktor zu Vinylacetat umgesetzt: C
2H
4 + CH
3COOH + ½ O
2 -> CH
3COOCH=CH
2 + H
2O
[0004] Hauptnebenreaktion ist die Ethylen-Totaloxidation zu CO
2:
C
2H
4 + 3 O
2 -> 2 CO
2 + 2 H
2O
[0005] Die Bildungswärme beträgt hier Δl
BHº
299 = - 1324 kJ/mol ! Der Ethylenumsatz liegt bei etwa 10 %, der Essigsäureumsatz bei
20 bis 30 % und der Sauerstoffumsatz bis zu 90 %.
[0006] Bei der Herstellung von Vinylacetat wird ein überwiegend aus Ethylen, Kohlendioxid,
Ethan, Stickstoff und Sauerstoff bestehendes Gasgemisch im Kreis geführt. Der Gasstrom
wird vor dem Festbettröhrenreaktor mit den Reaktanden Essigsäure, Ethylen und Sauerstoff
versetzt und mit Heizdampf betriebenen Wärmetauschern auf Reaktionstemperatur gebracht.
Die Anreicherung des Kreisgases mit Essigsäure erfolgt üblicherweise mittels einem
mit Heizdampf geheizten Essigsäuresättiger oder Essigsäureverdampfer.
[0007] Nach der Reaktion werden die Reaktionsprodukte und nicht umgesetzte Essigsäure aus
dem Kreisgas auskondensiert und der Aufarbeitung zugeführt. Nicht auskondensiertes
Produkt wird in einem mit Essigsäure betriebenen Wäscher ausgewaschen. Das Kreisgas
oder eine Teilmenge davon wird, bevor es erneut mit den Edukten versetzt wird, vom
gebildeten Kohlendioxid gereinigt. Die auskondensierten Produkte Vinylacetat und Wasser
sowie nicht umgesetzte Essigsäure werden in einem mehrstufigen, üblicherweise mit
Heizdampf betriebenem, Destillationsprozess voneinander getrennt. Die üblichen Destillationsschritte
sind Entwässerung (gegebenenfalls auch Vorentwässerung), Azeotropdestillation, Rein-VAM-Kolonne,
Rückstandsaufarbeitung, sowie Leichtsieder- und Hochsieder-Abtrennung.
[0008] Die Reaktionstemperatur im Festbett-Rohrbündelreaktor, im Allgemeinen von 130°C bis
200°C, wird mittels Siedewasserkühlung bei einem Druck von 1 bis 10 bar eingestellt.
Dabei wird Wasserdampf, der sogenannte Eigendampf, im Allgemeinen mit einer Temperatur
von 120°C bis 185°C, bei einem Druck von 1 bis 10 bar, vorzugsweise 2,5 bis 5 bar,
gebildet. Die über die Betriebszeit eines Katalysators nachlassende Aktivität wird
durch Erhöhen der Reaktionstemperatur, das heißt des Betriebsdruckes der Siedewasserkühlung,
ausgeglichen. Es gilt dabei, zur Schonung des Katalysators, zwecks Erreichung einer
möglichst langen Laufzeit, sowie zum Optimieren der Ethylen-Selektivität, durch Minimierung
der CO
2-Bildung die Vinylacetat-Reaktion möglichst lange mit einer möglichst niedrigen Reaktionstemperatur
zu betreiben.
[0009] Im Allgemeinen sind die Festbett-Rohrbündelreaktoren aus mehreren tausend, üblicherweise
2000 bis 6000 dicht gepackten, und vertikal angeordneten, zylinderförmigen Rohren
aufgebaut. Für den großtechnischen Einsatz werden dazu Rohre mit einer Länge von 5
bis 6 m und einem inneren Durchmesser von 33 mm bis 40 mm eingesetzt. Das Mantel/Volumen-Verhältnis
beträgt im Allgemeinen 100 bis 120 m
-1.
[0010] Ein Problem bei der Vinylacetat-Herstellung in einem heterogen katalysierten Gasphasenprozess,
insbesondere bei zunehmend leistungsfähigeren Katalysatoren, stellt die freigesetzte
Reaktionswärme dar. Das Verfahren ist nämlich durch eine deutliche Exothermie gekennzeichnet,
weniger bei der Hauptreaktion, als bei der Nebenreaktion der Ethylenoxidation. Selbst
bei guten Ethylen-Selektivitätswerten (> 92 %) stammt bei einem Molverhältnis von
VAM : CO
2 von ca. 7 : 1, aufgrund der hohen Bildungswärme des CO
2, die Hälfte der Reaktionswärme aus dieser Nebenreaktion! Selbst bei hinsichtlich
der Raum-Zeit-Ausbeute (STY) ständig verbesserten VAM-Katalysatoren, kann daher nie
gleichzeitig auch die Ethylenselektivät S
E so verbessert werden, dass sich als Resultat der STY-Steigerung auch die gesamte
Wärmetönung reduzieren würde.
[0011] Im Stand der Technik wurde bisher so vorgegangen, dass mit leistungsstärkeren Kreisgasverdichtern
höher verdichtet wurde, damit die Strömungsgeschwindigkeit des Kreisgas erhöht wurde,
und die axiale Wärmeabführung optimiert wurde. Nachteilig sind dabei die höheren Differenzdrucke
in allen Kreisgasapparaturen sowie die schwerer zu kontrollierende, hohe Gasgeschwindigkeit
des Kreisgases. Für die herkömmlichen VAM-Katalysatoren, deren STY zwischen 400 bis
700 g VAM /1 Katalysator x h liegt, waren solche Maßnahmen, mit allen genannten Nachteilen
ausreichend.
[0012] Bei Hochleistungskatalysatoren zur VAM-Herstellung, deren STY deutlich über 700 g
VAM /1 Katalysator x h liegt, ist die gebildete Reaktionswärme deutlich höher, mit
der Folge, dass die Wärmeabführung in das Kühlmedium Dampf/Wasser, selbst mit den
obengenannten Maßnahmen zur Erhöhung der Kreisgasgeschwindigkeit, zu langsam abläuft.
In der Folge kommt es im Reaktor nicht nur vermehrt zu lokalen Temperaturerhöhungen
(hot spots) und damit einhergehender Ethylen-Selektivitätsminderung, sondern auch
zu verkürzten Katalysatorlaufzeiten und zu insgesamt höherer Nebenproduktbildung.
[0013] Aus der
EP 1033167 A2 ist ein Rohrbündelreaktor mit gestuftem Innendurchmesser bekannt, wobei die Rohre
im Bereich des Eintritts des Reaktionsgemisches einen geringeren Durchmesser haben,
als im Bereich des Austritts des Reaktionsgemisches. Von einer generellen Verringerung
des Durchmessers der Rohre eines Rohrbündelreaktors wird abgeraten, da sich damit
die Fertigungskosten des Reaktors (mehr Rohre) erhöhen würden und der Aufwand für
dessen Befüllung steigen würde.
[0014] Die
DE 199 14 066 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat (VAM) in einem Einzelreaktor
und nicht in einem Rohrbündelreaktor.
[0015] Die
WO 2006/042659 A1 betrifft keinen mit Katalysator befüllten Rohrbündelreaktor, sondern offenbart ein
Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat(VAM) in einem Wandreaktor, wobei die Wände
mit Katalysator beschichtet sind.
[0016] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, das Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat
durch Umsetzung von Ethylen mit Essigsäure und Sauerstoff in einem heterogen katalysierten,
kontinuierlichen Gasphasenprozess dahingehend zu verbessern, dass Hochleistungskatalysatoren
mit einer Raumzeitausbeute (STY) von mehr als 700 g VAM/1 Katalysator x Stunde eingesetzt
werden können, unter Vermeidung von lokalen Temperaturerhöhungen (hot spots) und damit
einhergehender Ethylen-Selektivitätsminderung.
[0017] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat (VAM)
durch Umsetzung von Ethylen mit Essigsäure und Sauerstoff in einem Festbett-Rohrbündelreaktor
in einem heterogen katalysierten, kontinuierlichen Gasphasenprozess, dadurch gekennzeichnet,
dass zur Katalyse ein Hochleistungskatalysator mit einer Raum-Zeit-Ausbeute von >
700 g VAM/1 Katalysator x Stunde eingesetzt wird, und dass der Festbett-Rohrbündelreaktor
Rohre umfasst mit einem Verhältnis von Mantelinnenfläche zu Volumen von ≥ 130 m
-1.
[0018] Die zur Herstellung von Vinylacetat eingesetzten Festbett-Rohrbündelreaktoren bestehen
in der Regel aus einem zylinderförmigen Behälter, in welchem eine Vielzahl von zylindrischen
Rohren (das Rohrbündel) vertikal angeordnet ist. Die Rohre sind im Bündel dicht gepackt
angeordnet. Üblicherweise umfasst ein Festbett-Rohrbündelreaktor für den großtechnischen
Einsatz 2000 bis 6000 Rohre. Im Allgemeinen beträgt der Abstand zwischen den Rohren,
das heißt zwischen den zentrischen Innenachsen der Rohre, 30 bis 40 mm. Die Zwischenräume
zwischen den Rohren selbst, und den Rohren und dem Behälter, werden zur Kühlung von
einem Wasser/Wasserdampf-Gemisch als Wärmetauschmittel durchströmt.
[0019] Für den großtechnischen Einsatz gebräuchlich sind dabei Festbett-Rohrbündelreaktoren
mit einer Bauhöhe von einigen Metern, das heißt im Allgemeinen einer Rohrlänge von
4 bis 7 m. Bei den Rohren handelt es sich um Stahlrohre mit einer Wanddicke von im
Allgemeinen 1 bis 3 mm. Die Rohre sind dabei erfindungsgemäß so dimensioniert, dass
deren Verhältnis von Mantelfläche (im Rohrinneren) zu Rohrvolumen ≥ 130 m
-1, vorzugsweise 130 bis 160 m
-1, beträgt. Der Innendurchmesser der Rohre ist vorzugsweise über deren gesamte Länge
konstant.
[0020] Es zeigte sich, dass gegenüber dem hergebrachten M:V-Verhältnis von etwa 100 bis
120 m
-1, insbesondere bei einem Mantelfläche/Volumen-Verhältnis von 130 bis 160 m
-1 Verbesserungen hinsichtlich der Wärmeabführung von > 30 % erreichbar sind. Eine noch
deutlichere Wärmeabführung ist zwar mit noch wesentlich geringeren Rohrdurchmessern
erreichbar, aber dann beginnt die Rohrbefüllung unwirtschaftlich zu werden, bzw. durch
die immer enger werdenen Rohre entstehen bei der Befüllung erhebliche Brücken- und
Lückenbildungen der Katalysatorkörper, besonders an den Wandungen. Dem kann zwar begegnet
werden durch eine Verkleinerung der Katalysatorteilchen, dies führt aber wiederum
zu einer Verringerung des Lückenvolumens und daher zu einem beträchtlichen Differenzdruckanstieg.
[0021] Zur Katalyse werden die Rohre in bekannter Weise mit partikelförmigen Hochleistungskatalysatoren
mit einer Raum-Zeit-Ausbeute von > 700 g VAM / 1 Katalysator x Stunde, vorzugsweise
800 bis 1500 g VAM / 1 Katalysator x Stunde, besonders bevorzugt 900 bis 1500 g VAM
/ 1 Katalysator x Stunde, befüllt. Es sind im Allgemeinen Trägerkatalysatoren, basierend
auf einem inerten, anorganischen Trägermaterial wie Titanoxiden, Siliciumoxiden, Aluminiumoxiden,
welche mit einer Palladiumverbindung in Kombination mit Alkalimetallsalzen beschichtet
sind, und zusätzlich noch mit Gold, Rhodium oder Cadmium dotiert sein können. Die
Trägerkatalysatoren können in Form von Kugeln, Zylindern oder Ringen vorliegen, wobei
deren Abmessungen den eingesetzten Rohren angepasst sind, und im Allgemeinen Längen
bzw. Breiten von 3 bis 10 mm bzw. Durchmesser von 3 bis 6 mm aufweisen.
[0022] Die auffälligste Verbesserung bei der erfindungsgemäßen Vorgehensweise war die deutliche
Erhöhung der Ethylen-Selektivität, und die parallel dazu deutlich ansteigende Raum-Zeit-Ausbeute
(STY). Auch die Sauerstoff-Selektivität verbesserte sich auffällig. Außerdem zeigen
die Werte in den Tabellen, dass eine um fast 10 % geringere Menge des Kondensatumlaufes
angewandt werden konnte. Somit ist über den Selektivitäts- und STY-Gewinn hinaus auch
eine Stromeinsparung an den Kondensat-Umlaufpumpen zu erreichen.
Beispiel:
[0023] Es wurde der thermische Reaktionsverlauf in zwei Rohr-Reaktoren, ausgerüstet mit
Rohren mit einem Durchmesser von 33 mm (Vergleich) bzw. Rohren mit einem Durchmesser
von 27 mm (erfindungsgemäß), verglichen.
- A) Ein Reaktor mit vier Rohren (6,30 m lang, innerer Durchmesser 33 mm; M/V = 120
m-1) ; Kühlmedium Wasser/Dampf mit einem Kondensatumlauf von 1300 kg/h; externe Wärmeabfuhr
über eine Dampftrommel. Ein Rohr ausgestattet mit einer Temperaturmesskette, alle
20 cm ist eine Messstelle angebracht.
- B) Ein Reaktor mit 7 Rohren (6,30 m lang, innerer Durchmesser 27 mm; M/V = 148 m-1), Kühlmedium Wasser/Dampf mit einem Kondensatumlauf von 1240 kg/h; externe Wärmeabfuhr
über eine Dampftrommel. Zwei Rohre ausgestattet mit einer Temperaturmesskette, alle
20 cm ist eine Messstelle angebracht.
[0024] Beide Reaktoren wurden befüllt mit einem VAM-Katalysator KL 7900 SH von KataLeuna/Deutschland
(Pd 1,5 Gew.-%; Au 1 Gew.-%) Da sich die Ergebnisse bei Verwendung der Raumzeitausbeute
(STY = g VAM/1 Katalysator x Stunde) auf einen 1-Liter Katalysator beziehen, spielt
die größere Katalysatormenge im 7-RohrReaktor keine Rolle.
[0025] In einer VAM-Pilotanlage mit den beiden Reaktoren A und B wurde ein identischer Katalysator
bei identischen Reaktionsbedingungen getestet.
[0026] Die Reaktionsbedingungen, Raumzeit-Ausbeute und Selektivität sind in Tabelle 1 (nach
300 h), Tabelle 2 (nach 400 h), Tabelle 3 (nach 1000 h) und Tabelle 4 (nach 1500 h)
dargestellt. Der Temperaturverlauf in den Reaktoren ist in Abbildung 1 (nach 300 h),
Abbildung 2 (nach 400 h), Abbildung 3 (nach 1000 h) und Abbildung 4 (nach 1500 h)
dargestellt.
[0027] Bereits nach 300 Stunden zeigte sich bei der erfindungsgemäßen Vorgehensweise ein
signifikant verbesserter Temperaturverlauf. Der Temperaturunterschied zwischen dem
Vergleichsreaktor und dem erfindungsgemäß ausgestatteten Reaktor betrug bis zu mehr
als 10°C, welcher nach einer Betriebszeit von 400 h noch deutlicher wurde. Es konnte
damit eine Steigerung der Ethylen-Selektivität von mehr als 1 % in der Anfangszeit
(300 bis 400 h) erhalten werden. Noch deutlicher wurden die Vorteile mit zunehmender
Versuchsdauer, trotz nochmals gesteigerter Kondensatumlaufmenge beim großrohrigen
Reaktor, aber gleichbleibendem Umlauf bei den 27 mm Rohren, das heißt geringerer Kühlung
beim 27 mm Rohrreaktor, verbesserte sich bei Letzterem die Ethylenselektivität um
2 %.
Tabelle 1: (Bedingungen und Performance nach 300 Stunden)
| Rohrdurchmesser |
33 mm |
27 mm |
| Kreisgasdruck (pe) |
8, 5 |
8,5 |
| AcOH (%) |
12,0 |
11,5 |
| C2H4 (%) |
65 |
65 |
| Temperatur (°C) |
150 |
150 |
| O2 (%) |
6,8 |
6,8 |
| Kondensatumlauf (kg/h) |
1340 |
1240 |
| GHSV (1/h) |
3740 |
3720 |
| (GHSV = Gas Hourly Space Velocity) |
|
|
| STY (kg VAM/1 Kat x h) |
850 |
850 |
| Selektivität C2H4 |
92,1 |
93,3 |
| Selektivität O2 |
65 - 70 |
75 - 80 |
Tabelle 2: (Bedingungen und Performance nach 400 Stunden)
| Rohrdurchmesser |
33 mm |
27 mm |
| Kreisgasdruck (pe) |
8,5 |
8,5 |
| AcOH (%) |
12,3 |
11,5 |
| C2H4 (%) |
65 |
65 |
| Temperatur (°C) |
150 |
150 |
| O2 (%) |
8,6 |
8,8 |
| Kondensatumlauf (kg/h) |
1340 |
1240 |
| GHSV (1/h) |
3750 |
3750 |
| STY (kg VAM/1 Kat x h) |
900 |
935 |
| Selektivität C2H4 |
91,0 |
92,3 |
| Selektivität O2 |
65 - 70 |
75 - 80 |
Tabelle 3: (Bedingungen und Performance nach 1000 Stunden)
| Rohrdurchmesser |
33 mm |
27 mm |
| C2H4 (%) |
61,3 |
63,1 |
| Temperatur (°C) |
150 |
155 |
| Kondensatumlauf (kg/h) |
1530 |
1230 |
| GHSV (1/h) |
3660 |
3820 |
| STY (kg VAM/1 Kat x h) |
920 |
980 |
| Selektivität C2H4 |
90,9 |
93,3 |
| Selektivität O2 |
55 - 60 |
65 - 70 |
Tabelle 4: (Bedingungen und Performance nach 1500 Stunden)
| Rohrdurchmesser |
33 mm |
27 mm |
| C2H4 (%) |
61,0 |
62,0 |
| Temperatur (°C) |
150 |
155 |
| Kondensatumlauf (kg/h) |
1750 |
1260 |
| GHSV (1/h) |
3600 |
3800 |
| STY (kg VAM/1 Kat x h) |
930 |
980 |
| Selektivität C2H4 |
91,4 |
93,4 |
| Selektivität O2 |
60 - 65 |
70 - 75 |

1. Verfahren zur Herstellung von Vinylacetat (VAM) durch Umsetzung von Ethylen mit Essigsäure
und Sauerstoff in einem Rohrbündelreaktor in einem heterogen katalysierten, kontinuierlichen
Gasphasenprozess, dadurch gekennzeichnet, dass zur Katalyse ein Hochleistungskatalysator mit einer Raum-Zeit-Ausbeute von über 700
g VAM/1 Katalysator x Stunde eingesetzt wird, und dass der Rohrbündelreaktor Rohre
umfasst mit einem Verhältnis von Mantelinnenfläche zu Volumen von ≥ 130 m-1.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Mantelinnenfläche zu Volumen von 130 bis 160 m-1 beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrbündelreaktor Rohre mit einer Rohrlänge von 4 Meter bis 7 Meter umfasst.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume im Rohrbündelreaktor zur Kühlung von einem Wasser/Wasserdampf-Gemisch
als Wärmetauschmittel durchströmt wird.