| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 398 703 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
30.04.2014 Patentblatt 2014/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.02.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2010/051700 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2010/094614 (26.08.2010 Gazette 2010/34) |
|
| (54) |
ANTRIEBSANORDNUNG FÜR EINE INNENBORD-AUßENBORD-ANTRIEBSMASCHINE EINES WASSERFAHRZEUGS
DRIVE ARRANGEMENT FOR AN INBOARD-OUTBOARD DRIVE ENGINE OF A WATERCRAFT
DISPOSITIF D'ENTRAÎNEMENT POUR UN MOTEUR D'ENTRAÎNEMENT IN-BORD/HORS-BORD D'UN VÉHICULE
MARIN
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.02.2009 DE 102009000996
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.12.2011 Patentblatt 2011/52 |
| (73) |
Patentinhaber: ZF Friedrichshafen AG |
|
88038 Friedrichshafen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GALLATO, Fernando
I-35010 Padova (IT)
- BERTOLO, Adone
I-35010 S. Giorgio delle Pertiche
Padova (IT)
- TOGNON, Andrea
I-35100 Padova (IT)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-03/093106 JP-U- 60 081 097 US-A1- 2001 030 274
|
GB-A- 1 569 661 US-A- 5 141 203
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung für eine Innenbord-Außenbord-Antriebsmaschine
eines Wasserfahrzeugs, umfassend eine Antriebseinheit mit einem oberen Teil, weicher
in einem Rumpf des Wasserfahrzeuges angeordnet ist, und einem unteren Teil, der durch
eine abgedichtete Öffnung im Rumpf in umgebendes Wasser hervorsteht, wobei innerhalb
der Antriebseinheit ein Antriebsstrang geführt ist, durch welchen mindestens eine,
an dem unteren Teil vorgesehene Schraube über einen, im Bereich des oberen Teils platzierten
Motor antreibbar ist.
[0002] Bei Wasserfahrzeugen, insbesondere bei motorgetriebenen Sportyachten, finden häufig
Antriebskonzepte Anwendung, bei welchen ein Antriebsmotor des Wasserfahrzeuges innenliegend
angeordnet ist und über eine Antriebseinheit im Bereich des Bootsrumpfs mit einer
oder mehreren Schrauben in Wirkverbindung steht. Zu diesem Zweck ist die Antriebseinheit
hierbei üblicherweise durch eine Öffnung im Rumpf oder im hinteren Querbord des Bootsrumpfes
hindurchgeführt. Bei derartigen Anordnungen ist es dementsprechend möglich, leistungsstarke
Motoren einschließlich alternativer Antriebskonzepte Anwendung finden zu lassen.
[0003] Aus der
JP 60 08 10 97, die als nächstliegender Stand der Technik betrachtet wird, ist eine Antriebsanordnung
für einen Innenbord-Außenbord-Antrieb bekannt, bei welcher eine Antriebseinheit mit
einem oberen Teil, der im Bereich eines Motors und in einem Rumpf des Wasserfahrzeuges
angeordnet ist, und einem unteren Teil vorgesehen ist. Dieser untere Teil ragt dabei
durch eine Öffnung im Rumpf in das umgebende Wasser und führt an seinem Ende eine
Schraube, welche bei Rotation für einen Vortrieb des Wasserfahrzeuges sorgt. Um diese
Rotation hervorzurufen, verläuft im oberen und unteren Teil der Antriebseinheit ein
Antriebsstrang, durch welchen eine Drehbewegung des Motors mittels Wellen und Kegelradgetrieben
auf die Schraube übertragbar ist. Des Weiteren sind zwei hintereinanderliegende Dichtungen
vorgesehen, um den Eintritt von Wasser über die Öffnung im Rumpf wirksam zu verhindern.
Der obere Teil der Antriebseinheit steht zudem an einem, dem Motor abgewandten Ende
mit einem einseitig wirkenden Gummilager in Verbindung, welches Kippbewegungen um
die Querachse bei einem Vortrieb des Wasserfahrzeugs in den Rumpf einleitet und abdämpft.
[0004] Bei dieser Antriebsanordnung des Standes der Technik besteht allerdings der erhebliche
Nachteil, dass Reaktionskräfte und -momente in allen anderen Richtungen nicht durch
das einseitig wirkende Gummilager aufgenommen werden, sondern durch eine Lagerung
des Motors und auch die Dichtungen abgefangen werden müssen. Es treten aber sowohl
bei Kurvenfahrt des Wasserfahrzeuges als auch bei dessen Rückwärtsfahrt derartige
Kippbewegungen der Antriebseinheit auf. Dies führt dazu, dass die Dichtung zwischen
Antriebseinheit und Rumpf steifer ausgeführt werden muss, um die auftretenden Lasten
und Vibrationen auf Dauer zerstörungsfrei aufnehmen zu können, was allerdings gleichzeitig
in einer Verschlechterung der Dichtungseigenschaften resultiert. Zudem muss auch eine
Lagerung des Motors wesentlich robuster ausgeführt werden.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Antriebsanordnung für eine
Innenbord-Außenbord-Antriebsmaschine eines Wasserfahrzeugs zur Verfügung zu stellen,
bei weicher die Abdichtung im Bereich des Rumpfs sowie die Lagerung des Antriebsmotors
nicht durch, über die Antriebseinheit eingeleitete Reaktionskräfte und -momente beim
Antrieb des Wasserfahrzeugs belastet werden.
[0006] Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen
kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die darauffolgenden, abhängigen Ansprüche geben
jeweils vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
[0007] Die Erfindung umfasst die technische Lehre, dass der obere Teil der Antriebseinheit
mit einem, die in die Antriebseinheit in Längs-, Quer- und Hochrichtung beim Antrieb
des Wasserfahrzeugs eingeleiteten Reaktionskräfte und - momente mit mehreren Abstützeinheiten
gegenüber dem Rumpf abstützenden Trägersystem in Kontakt steht. Dadurch, dass durch
das Trägersystem und dessen Abstützeinheiten sämtliche Reaktionskräfte und -momente
direkt aufgenommen und in den Rumpf des Wasserfahrzeuges eingeleitet werden, kann
die Dichtung im Bereich der Öffnung des Rumpfs optimal in Bezug auf ihre Abdichtungsfunktion
ausgelegt werden. Des Weiteren wird hierdurch auch die Lagerung des Antriebsmotors
wesentlich entlastet.
[0008] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst das Trägersystem zumindest vier
Abstützeinheiten mit jeweils mindestens einem Abstützelement, wobei die zumindest
vier Abstützeinheiten gleichmäßig um den oberen Teil der Antriebseinheit herum platziert
und mit diesem verbunden sind. Mittels der gleichmäßigen Anordnung können die jeweils
auftretenden und durch die Antriebseinheit in die Anordnung eingeleiteten Reaktionskräfte
und -momente zuverlässig und mit einer geringen Anzahl an Anbindungsstellen aufgenommen
werden. Zudem kann jede Abstützeinheit entsprechend der Anzahl an verwendeten Abstützelementen
an die vorherrschenden Lasten angepasst werden.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung sind die Abstützeinheiten zu gleichen Teilen beidseitig
des oberen Teils der Antriebseinheit platziert und stehen hierbei pro Seite jeweils
über einen gemeinsamen Trägerarm mit dem oberen Teil in Verbindung. Durch diese Maßnahme
wird eine Art Lagerbett ausgebildet und sämtliche, eingeleiteten Bewegungen und Vibrationen
der Antriebseinheit optimal abgefangen.
[0010] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Trägerarme
durch Hohlprofile mit jeweils rechteckförmigem Querschnitt gebildet, die im Einzelnen
über eine trapezartige Anformung an dem oberen Teil der Antriebseinheit befestigt
sind. Mittels einer derartigen Ausgestaltung der Trägerarme wird eine hohe Steifigkeit
bei gleichzeitig niedrigem Gewicht erreicht. Durch die trapezartigen Anformungen kann
des Weiteren eine robuste und gleichzeitig materialsparende Anbindung an die Antriebseinheit
erfolgen.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung weisen die Trägerarme jeweils Querverrippungen auf.
Vorteilhafterweise kann hierdurch die Steifigkeit der Trägerarm weiter gesteigert
werden.
[0012] Es ist eine Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung, dass jedes Abstützelement nach
Art eines zweiseitig wirkenden Gummilagers aufgebaut ist. Durch eine derartige Ausgestaltung
der Abstützelement können entsprechend des verwendeten Elastomermaterials eingeleitete
Vibrationen optimal abgedämpft und Bewegungen durch Verformungen der Gummielemente
aufgenommen werden. Durch die zweiseitige Wirkung kann dies zudem sehr bauraumoptimal
verwirklicht werden.
[0013] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in der Öffnung
des Rumpfs eine Plattenanordnung vorgesehen, welche die Antriebseinheit trägt, wobei
zwischen Plattenanordnung und Rumpf eine statische Dichtung und zwischen Plattenanordnung
und Antriebseinheit eine flexible Dichtung vorgesehen ist. Dies hat den Vorteil, dass
die Antriebseinheit mitsamt flexibler Dichtung und Plattenanordnung als bereits vormontierte
Einheit bei einer Montage des Wasserfahrzeuges in die Öffnung des Rumpfs gesetzt werden
kann und nur noch die statische Dichtung zwischen Plattenanordnung und Rumpf zu platzierten
ist. Dies reduziert den Montageaufwand.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist der untere Teil der Antriebseinheit bezüglich
des oberen Teils verdrehbar. Durch diese Maßnahme kann die Fahrtrichtung des Wasserfahrzeugs,
durch eine gezielte Verdrehung des unteren Teils der Antriebseinheit gesteuert werden,
was die Manövrierfähigkeit des Wasserfahrzeugs im Vergleich zu einer konventionellen
Rudersteuerung steigert.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind am unteren Teil der Antriebseinheit
zwei Schrauben vorgesehen, die beim Antrieb des Wasserfahrzeuges gegensinnig rotieren.
Mittels der gegensinnig rotierenden Schrauben können Rotationsverluste eliminiert
und Kavitationseinflüsse minimiert werden. Des Weiteren werden keine ungewollten Seitenkräfte
erzeugt und durch die vergrößerte Schaufelfläche die Verwendung größerer Gangstufen
beim Antrieb ermöglicht.
[0016] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung anhand der Figuren näher
dargestellt.
[0017] Es zeigt:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung im Bereich eines
Rumpfs eines Wasserfahrzeugs;
- Fig.2
- eine Schnittansicht eines oberen Teils einer Antriebseinheit der erfindungsgemäßen
Antriebsanordnung, geschnitten in Querrichtung;
- Fig.3
- eine perspektivische Ansicht eines Trägersystems mit Abstützeinheiten der erfindungsgemäßen
Antriebsanordnung; und
- Fig.4
- eine Seitenansicht des Trägersystems aus Fig.3.
[0018] In Fig.1 ist eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
im Bereich eines Rumpfs 1 eines Wasserfahrzeug zu sehen. Diese Antriebsanordnung umfasst
eine Antriebseinheit 2, die sich aus einem oberen Teil 3 sowie einem unteren Teil
4 zusammensetzt und durch eine Plattenanordnung 5 in einer Öffnung des Rumpfs 1 getragen
wird. Der obere Teil 3 der Antriebseinheit 2 ist dabei im Rumpf 1 angeordnet und steht
in Längsrichtung an einer Seite über einen Flansch 6, welcher in dieser Ansicht nur
teilweise zu sehen ist, mit einem - hier nicht dargestellten- Motor des Wasserfahrzeuges
in Verbindung. Der untere Teil 4 der Antriebseinheit 2 ragt ausgehend von der Öffnung
im Rumpf 1 in das, das Wasserfahrzeug umgebende Wasser hinein und trägt dabei Antriebsnaben
7 und 8 zweier- hier ebenfalls nicht dargestellter - Schrauben. Eine über den Flansch
6 eingeleitete Drehbewegung wird innerhalb der Antriebseinheit 2 mittels eines, nur
in der Schnittansicht in Fig.2 zu sehenden Kegelradgetriebes 9 eines, innerhalb der
Antriebseinheit 2 geführten Antriebsstranges mittels einer vertikal verlaufenden Welle
10 zum unteren Teil 4 übertragen. Im unteren Teil 4 wird diese Drehbewegung der Welle
10 auf eine dem Fachmann bekannte Art und Weise dann in entgegengesetzte Drehbewegungen
der beiden Naben 7 und 8 mittels eines weiteren Kegelradgetriebes umgesetzt. Der untere
Teil 4 der Antriebseinheit 2 ist des Weiteren bezüglich des oberen Teils 3 und des
Rumpfes 1 gezielt verdrehbar, um die Fahrtrichtung des Wasserfahrzeuges zu steuern.
[0019] Um die, beim Antrieb des Wasserfahrzeugs, auftretenden Reaktionskräfte und -momente
abzufangen, steht der obere Teil 3 der Antriebseinheit 2 in Längsrichtung an beiden
Seiten mit Trägerarmen 11A und 11B in Kontakt, an deren Enden jeweils mit dem Rumpf
1 in Verbindung stehende Abstützeinheiten 12A-12D vorgesehen sind. Diese Abstützeinheiten
12A-2D bilden in Kombination mit den beiden Trägerarmen 11A und 11B eine Art Lagerbett
für die Antriebseinheit 2, wodurch die Reaktionskräfte und -momente zuverlässig in
den Rumpf 1 eingeleitet werden können. Durch diese Anordnung erfolgt nahezu keine
Lastbeaufschlagung des Bereichs um die Plattenanordnung 5, so dass eine statische
Dichtung 13 zwischen Rumpf 1 und Plattenanordnung 5 sowie eine flexible Dichtung 14,
die nur in Fig.2 zu erkennen ist, zwischen Plattenanordnung 5 und Antriebseinheit
2 optimal in Bezug auf Dichtungseigenschaften gestaltet werden können.
[0020] In Fig.3 sind die Trägerarme 11A und 11 B gemeinsam mit den Abstützeinheiten 12A-12D
in einer perspektivischen Ansicht als Einzelheiten zu sehen. Wie zu erkennen ist,
verfügt jede der Abstützeinheiten 12A-12D jeweils über zwei Abstützelemente, von denen
jedes als zweiseitig wirkendes Gummilager 15 ausgebildet ist. Dieses jeweilige Gummilager
15 steht in seiner Mitte mit dem jeweiligen Trägerarm 11A bzw. 11B in Verbindung und
fängt dessen jeweilige Bewegung durch beidseitig und sandwichartig angeordnete Gummikissen
16A und 16B ab. Dabei stützt sich das Gummilager am - hier nicht zu sehenden -Rumpf
1 ab.
[0021] Wie des Weiteren aus Fig.3 ersichtlich ist, verfügen die Trägerarme 11A und 11 B
jeweils über einen rechteckförmigen Querschnitt und besitzen an ihren nach außen gerichteten
Seiten Querverrippungen 17, um die Steifigkeit zu erhöhen. An ihren Innenseiten weisen
sie hingegen jeweils eine trapezartige Anformung 18A und 18B auf, deren Verlauf insbesondere
aus der Seitenansicht in Fig.4 hervorgeht und die jeweils die Befestigungsflächen
zum Verbinden mit der - hier nicht zu sehenden - Antriebseinheit 2 bilden. Dabei wird
durch die trapezartige Form die Steifigkeit des jeweiligen Trägerarmes 11A bzw. 11
B in diesem Bereich verbessert.
[0022] Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung einer Antriebsanordnung für eine Innenbord-Außenbord-Antriebsmaschine
eines Wasserfahrzeugs ist es somit möglich, die zwischen Antriebseinheit 2 und Rumpf
1 liegenden Dichtungen 13 und 14 optimal im Hinblick auf Dichtungseigenschaften zu
gestalten und ferner die Lagerungen eines angegliederten Motors zu entlasten. Des
Weiteren ist es möglich, auch bei einer Schrägstellung des unteren Teils 4 der Antriebseinheit
2 zur Einleitung einer Kurvenfahrt des Wasserfahrzeugs die hierbei auftretenden und
nicht nur in Längsrichtung wirkenden Reaktionskräfte und - momente zuverlässig abzufangen
und in den Rumpf 1 einzuleiten. Schließlich werden durch die Anordnung der Abstützeinheiten
12A-12D und einer Gestaltung der hierbei jeweils zugehörigen Abstützelemente als Gummilager
15 auch Vibrationen der Antriebseinheit 2 zuverlässig abgedämpft.
Bezugszeichen
[0023]
- 1
- Rumpf
- 2
- Antriebseinheit
- 3
- oberer Teil Antriebseinheit
- 4
- unterer Teil Antriebseinheit
- 5
- Plattenanordnung
- 6
- Flansch
- 7
- Antriebsnabe
- 8
- Antriebsnabe
- 9
- Kegelradgetriebe
- 10
- Welle
- 11A,11B
- Trägerarme
- 12A-12D
- Abstützeinheiten
- 13
- statische Dichtung
- 14
- flexible Dichtung
- 15
- Gummilager
- 16A, 16B
- Gummikissen
- 17
- Querverrippung
- 18A, 18B
- trapezartige Anformung Trägerarme
1. Antriebsanordnung für eine Innenbord-Außenbord-Antriebsmaschine eines Wasserfahrzeugs,
umfassend eine Antriebseinheit (2) mit einem oberen Teil (3), welcher in einem Rumpf
(1) des Wasserfahrzeugs angeordnet ist, und einem unteren Teil (4), der durch eine
abgedichtete Öffnung im Rumpf (1) in umgebendes Wasser hervorsteht, wobei innerhalb
der Antriebseinheit (2) ein Antriebsstrang geführt ist, durch welchen mindestens eine,
an dem unteren Teil (4) vorgesehene Schraube über einen, im Bereich des oberen Teils
(3) platzierten Motor antreibbar ist, wobei der obere Teil (3) mit einem, in die Antriebseinheit
(2) in Längs-, Quer- und Hochrichtung beim Antrieb des Wasserfahrzeugs eingeleiteten
Reaktionskräfte und -momente mit mehreren Abstützeinheiten (12A-12D) gegenüber dem
Rumpf (1) abstützenden Trägersystem in Kontakt steht, wobei das Trägersystem zumindest
vier Abstützeinheiten (12A-12D) mit jeweils mindestens einem Abstützelement umfasst,
wobei die zumindest vier Abstützeinheiten (12A-12D) gleichmäßig um den oberen Teil
(3) der Antriebseinheit (2) herum platziert und mit diesem verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Abstützeinheiten (12A-12D) zu gleichen Teilen beidseitig des oberen
Teils (3) der Antriebseinheit (2) platziert sind und hierbei pro Seite jeweils über
einen gemeinsamen Trägerarm (11A, 11B) mit dem oberen Teil (3) in Verbindung stehen,
und wobei die Trägerarme (11A, 11 B) durch Hohlprofile mit jeweils rechteckförmigem
Querschnitt gebildet sind, die jeweils über eine trapezartige Anformung (18A, 18B)
an dem oberen Teil (3) befestigt sind.
2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerarme (11A, 11 B) Querverippungen (17) aufweisen.
3. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Abstützelement nach Art eines zweiseitig wirkenden Gummilagers (15) aufgebaut
ist.
4. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Öffnung des Rumpfs (1) eine Plattenanordnung (5) vorgesehen ist, welche die
Antriebseinheit (2) trägt, wobei zwischen Plattenanordnung (5) und Rumpf (1) eine
statische Dichtung (13) und zwischen Plattenanordnung (5) und Antriebseinheit (2)
eine flexible Dichtung (14) vorgesehen ist.
5. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil (4) der Antriebseinheit (2) bezüglich des oberen Teils (3) verdrehbar
ist.
6. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Teil (4) der Antriebseinheit (2) zwei Schrauben vorgesehen sind, die beim
Antrieb des Wasserfahrzeugs gegensinnig rotieren.
7. Motorbetriebenes Wasserfahrzeug, umfassend mindestens eine Antriebsanordnung nach
einem der Ansprüche 1-6.
1. Drive arrangement for an inboard-outboard drive engine of a watercraft, comprising
a drive unit (2) with an upper part (3) which is arranged in a hull (1) of the watercraft,
and with a lower part (4) which protrudes through a sealed opening in the hull (1)
into surrounding water, wherein a drive train, by means of which at least one propeller
provided on the lower part (4) is drivable via a motor placed in the region of the
upper part (3), is guided within the drive unit (2), wherein the upper part (3) is
in contact with a support system supporting reaction forces and reaction torques,
which are introduced into the drive unit (2) in the longitudinal, transverse and vertical
directions during driving of the watercraft, in relation to the hull (1) by a plurality
of supporting units (12A-12D), wherein the support system comprises at least four
supporting units (12A-12D), each having at least one supporting element, wherein the
at least four supporting units (12A-12D) are placed uniformly around the upper part
(3) of the drive unit (2) and are connected to said part, characterized in that the plurality of supporting units (12A-12D) are placed in equal parts on both sides
of the upper part (3) of the drive unit (2) and are connected here to the upper part
(3) via one common support arm (11A, 11B) per side, and wherein the support arms (11A,
11B) are formed by hollow profiles having a rectangular cross section in each case,
said hollow profiles each being fastened to the upper part (3) via a trapezium-like
formation (18A, 18B).
2. Drive arrangement according to Claim 1, characterized in that the support arms (11A, 11B) have transverse ribbings (17).
3. Drive arrangement according to either of Claims 1 and 2, characterized in that each supporting element is constructed in the manner of a bilaterally acting rubber
bearing (15).
4. Drive arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that a plate arrangement (5) which supports the drive unit (2) is provided in the opening
in the hull (1), wherein a static seal (13) is provided between plate arrangement
(5) and hull (1) and a flexible seal (14) is provided between plate arrangement (5)
and drive unit (2).
5. Drive arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the lower part (4) of the drive unit (2) is rotatable with respect to the upper part
(3).
6. Drive arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that two propellers which rotate in opposite directions during the driving of the watercraft
are provided on the lower part (4) of the drive unit (2).
7. Motor-operated watercraft, comprising at least one drive arrangement according to
one of Claims 1-6.
1. Ensemble d'entraînement pour un moteur d'entraînement in-bord/hors-bord d'un véhicule
marin, comportant une unité d'entraînement (2) pourvue d'une partie supérieure (3),
laquelle est disposée dans une coque (1) du véhicule marin, et d'une partie inférieure
(4) qui fait saillie dans l'eau environnante à travers une ouverture étanchéifiée
dans la coque (1), une chaîne cinématique étant guidée à l'intérieur de l'unité d'entraînement
(2), au moyen de laquelle chaîne cinématique au moins une hélice prévue sur la partie
inférieure (4) peut être entraînée par le biais d'un moteur placé dans la région de
la partie supérieure (3), la partie supérieure (3) étant en contact avec un système
porteur supportant par rapport à la coque (1) à l'aide de plusieurs unités de support
(12A-12D) des forces et des moments de réaction appliqués dans l'unité d'entraînement
(2) dans la direction longitudinale, transversale et en hauteur lors de l'entraînement
du véhicule marin, le système porteur comportant au moins quatre unités de support
(12A-12D) pourvues respectivement d'au moins un élément de support, les au moins quatre
unités de support (12A-12D) étant placées de manière régulière autour de la partie
supérieure (3) de l'unité d'entraînement (2) et étant reliées à celle-ci, caractérisé en ce que les plusieurs unités de support (12A-12D) sont placées à parts égales des deux côtés
de la partie supérieure (3) de l'unité d'entraînement (2) et sont en l'occurrence
pour chaque côté à chaque fois en liaison avec la partie supérieure (3) par le biais
d'un bras porteur commun (11A, 11B), et les bras porteurs (11A, 11B) étant formés
par des profilés creux présentant respectivement une section transversale rectangulaire,
lesquels profilés creux sont fixés à la partie supérieure (3) à chaque fois par le
biais d'une formation trapézoïdale (18A, 18B).
2. Ensemble d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bras porteurs (11A, 11B) comprennent des nervures transversales (17).
3. Ensemble d'entraînement selon l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que chaque élément de support est conçu à la manière d'un support en caoutchouc (15)
à action bilatérale.
4. Ensemble d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ensemble de plaques (5) est prévu dans l'ouverture de la coque (1), lequel porte
l'unité d'entraînement (2), un joint d'étanchéité statique (13) étant prévu entre
l'ensemble de plaques (5) et la coque (1) et un joint d'étanchéité flexible (14) étant
prévu entre l'ensemble de plaques (5) et l'unité d'entraînement (2).
5. Ensemble d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie inférieure (4) de l'unité d'entraînement (2) peut être tournée par rapport
à la partie supérieure (3).
6. Ensemble d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux hélices sont prévues sur la partie inférieure (4) de l'unité d'entraînement
(2), lesquelles tournent en sens inverses lors de l'entraînement du véhicule marin.
7. Véhicule marin motorisé, comportant au moins un ensemble d'entraînement selon l'une
quelconque des revendications 1 à 6.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente