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(11) |
EP 2 399 010 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.11.2016 Patentblatt 2016/47 |
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Anmeldetag: 31.12.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/009341 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/094316 (26.08.2010 Gazette 2010/34) |
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VORRICHTUNG ZUR FLUIDMENGENMESSUNG IN ANTRIEBEN UND GERÄTEN
DEVICE FOR MEASURING FLUID QUANTITY IN DRIVES AND DEVICES
DISPOSITIF DE MESURE DE QUANTITÉS DE FLUIDE DANS DES SYSTÈMES D'ENTRAÎNEMENT ET DES
APPAREILS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
17.02.2009 DE 202009002256 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.12.2011 Patentblatt 2011/52 |
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Patentinhaber: |
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- Vogt, Joachim
89079 Ulm-Unterweiler (DE)
- Kalunka, Daniel
73760 Ostfildern (DE)
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Erfinder: |
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- Vogt, Joachim
89079 Ulm-Unterweiler (DE)
- Kalunka, Daniel
73760 Ostfildern (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fiener, Josef et al |
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Patentanw. J. Fiener et col.
P.O. Box 12 49 87712 Mindelheim 87712 Mindelheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 063 498 JP-A- 2 199 212 US-A- 5 138 559
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DE-A1- 10 105 889 US-A- 4 908 776
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fluidmengenmessung in Antrieben bzw.
Geräten, mit den oberbegrifflichen Merkmalen des Anspruchs 1. Eine solche Vorrichtung
ist aus der
EP 1 063 498 bekannt.
[0002] In den verschiedenen Teilen eines Antriebs oder eines Gerätes wird eine Vielzahl
unterschiedlicher Fluide eingesetzt. Hierzu zählen vor allem Schmiermittel wie Motor-
und Getriebeöle, aber auch Kühlmittel. Besondere Bedeutung für die verschleißarme
Funktion des Antriebs kommt dabei der regelmäßigen Überprüfung der Füllmengen der
Fluide zu. So werden beispielsweise Motorölmengen über einen Füllstandssensor in der
Ölwanne erfasst. Die erfassten Werte werden entsprechend den Fahrzustandswerten des
Fahrzeugs ausgewertet, wobei hierzu beispielsweise auf Messwerte aus den Steuergeräten
des Antriebs oder sonstige geeignete Messtechnik zugegriffen wird. Für die Erfassung
der jeweiligen Füllmengen, der auch eine besondere Bedeutung bei der Entwicklung und
Erprobung von Antrieben zukommt, müssen bisher in der Regel durch einen entsprechend
aufwändigen Umbau Sensoren, Kabeln und die zugehörige Messtechnik nachgerüstet bzw.
angebracht werden.
[0003] Eine Erleichterung in der Handhabung bietet die in
Werner et al. 2004 (MTZ 6/2004 65: 482ff.) vorgestellte Messanlage, bei der die Masse des Schmiermittels in einem außerhalb
des Motors befindlichen Auffanggefäß kontinuierlich oder diskontinuierlich ermittelt
wird. Nachteilig hierbei ist jedoch die Größe des Messgerätes. Zudem setzt die statistische
Auswertbarkeit der ermittelten Werte einen konstanten Fluss der Schmiermittel voraus.
Drehzahl- oder Verbrauchsspitzen sowie Neigungen der Messanordnung (z. B. bei einer
Simulation einer Kurvenfahrt oder einer Bergabfahrt oder einer Bremsung) während des
Messvorganges können somit zu einer Verfälschung der Werte führen. Die
DE 10 2004 001 514 A1 schlägt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung des Schmierölgehalts in
einem Abgasgemisch vor. Hierbei wird aus der Ölemission im Abgas auf den Ölverbrauch
eines Motors rückgeschlossen.
[0004] Nachteilig an den vorgeschlagenen Vorrichtungen und Verfahren ist neben deren Bauaufwand,
dass die gezeigten Vorrichtungen einen erheblichen Umbau am zu vermessenden Antrieb
voraussetzen und eine Neigung des Antriebs bzw. Geräts während des Messvorganges unberücksichtigt
bleibt.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine kompakte Vorrichtung zur Verfügung
zu stellen, die eine präzise Bestimmung des Fluidverbrauchs auch bei geneigtem Antrieb
ermöglicht. Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0006] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird bevorzugt eine kapazitive Ermittlung der
betriebszustandsabhängigen Menge von Fluiden, z. B. der Schmlermittelmenge in wenigstens
einem Antrieb oder Gerät vorgenommen, insbesondere auf volumetrischem Wege. Um diese
Ermittlung auch bei einer Neigung des Antriebes durchführen zu können, ist wenigstens
ein Sensor zur Erfassung der Querund/oder Längsneigung des Antriebs bzw. Geräts mit
einer zugeordneten Mess-/Auswerteeinheit vorgesehen. Die dort erfassten Werte werden
anschließend bei der Berechnung der Fluidmenge im Antrieb bzw. des Fluidverbrauchs
während des Betriebs herangezogen. Bevorzugt ist der Sensor als Beschleunigungs- oder
Winkelsensor ausgebildet und kann besonders platzsparend in der Vorrichtung untergebracht
werden oder von einem außerhalb des Motors angebrachten Steuergerät bzw. Sensor (z.
B. im Bremssystem) übernommen werden. Für die permanente Erfassung der Verbrauchswerte,
beispielsweise zur Anpassung des Motormanagements, empfiehlt es sich, die Vorrichtung
(oder Teile davon) dauerhaft mit dem Antrieb zu verbinden oder in diesen einzubauen.
[0007] Um eine kurzzeitige Messung, beispielsweise in Entwicklungs- und Erprobungsphasen
oder bei der Wartung durchführen zu können, wird es als günstig angesehen, wenn die
Vorrichtung lösbar mit dem Antrieb verbunden ist. Als besonders vorteilhaft erweist
es sich dabei, wenn die Vorrichtung über eine Einlass- oder Ablassschraube für das
Fluid, insbesondere eine Ölablassschraube, an den Antrieb koppelbar ist. Um eine Korrelation
zwischen den Betriebsparametern des Antriebs und der Fluidmenge bzw. dem -verbrauch
feststellen zu können, wird es als günstig angesehen, wenn die Vorrichtung mit der
Antriebssteuerung, insbesondere dem Zündsignalgeber gekoppelt ist.
[0008] Neben der Erfassung der Quer- und/oder Längsneigung des Antriebs Ober geeignete Sensoren
erweist es sich zur weiteren Erhöhung der Messgenauigkeit als vorteilhaft, wenn die
Vorrichtung wenigstens einen zusätzlichen Sensor zur Erfassung physikalischer und/oder
chemischer Parameter des Fluides, insbesondere des Druckes, der Temperatur und/oder
der chemischen Zusammensetzung aufweist. In Abhängigkeit vom Versuchsdesign bzw. des
Erfassungsziels ist es empfehlenswert, dass die Ermittlung der Fluidmenge und/oder
die Erfassung der Quer- und/oder Längsneigung kontinuierlich und/oder zyklisch erfolgt.
So wird beispielsweise in der Entwicklungs- oder Erprobungsphase eine kontinuierliche
Erfassung der Werte erfolgen, während beim normalen Betrieb des Antriebs eine zyklische
Messung der Werte zur Erkennung von Fehlern oder zur Warnung vor Fluidmengenmängeln
o. dgl. ausreicht.
[0009] Um eine nachträgliche Auswertung der erfassten Werte durchführen zu können, wird
es als günstig erachtet, wenn in der Vorrichtung eine Speichereinheit für die erfassten
Werte vorgesehen ist. Bevorzugt weist die Vorrichtung eine der Speichereinheit kabellos
oder kabelgebunden zuordenbare Anzeige- und/oder Auswerteeinheit für die erfassten
Werte auf, so dass beispielsweise zur Ferndiagnose ein Auslesen der gespeicherten
Werte aus der Speichereinheit problemlos durchgeführt werden kann. Bevorzugt wird
dem Bediener dabei die Wahl überlassen, ob eine kontinuierliche oder nachträgliche
Anzeige und/oder Auswertung der erfassten Werte durchgeführt werden soll. Auch hier
ist der Einsatz der Vorrichtung ausschlaggebend. Während beispielsweise bei der Verwendung
auf Motorprüfständen eine kontinuierliche Ausgabe der Werte günstig ist, genügt für
die Auswertung der Parameter des Antriebs im routinemäßigen Einsatz eine nachträgliche
Anzeige bzw. Auswertung der Werte. Zudem kann die Vorrichtung zusätzlich einen Sensor
bzw. Detektor für die zurückgelegte Wegstrecke und/oder die Betriebsdauer aufweisen,
ebenso kann die Mess-/Auswerteeinheit einen GPS- oder Galileo-Empfänger besitzen.
Zudem können auch Umweltparameter wie Luftdruck, Luftfeuchtigkeit usw. detektiert
werden.
[0010] Zur vereinfachten Messung der Parameter verfügt die Vorrichtung über wenigstens eine
Wanne oder einen Behälter für das Fluid aus dem Antrieb bzw. Gerät. Um mit einer Vielzahl
von zusätzlichen Mess- und/oder Erfassungsgeräten verbindbar zu sein, wird es als
vorteilhaft angesehen, wenn die Vorrichtung eine Vielzahl von Anschlüssen aufweist.
Über diese Anschlüsse ist es zudem auch möglich, eine Vorrichtung parallel oder seriell
mit mehreren Antrieben oder Geräten simultan zu verwenden.
[0011] Nachfolgend wird exemplarisch die Verwendung der Vorrichtung mit einem Verbrennungsmotor
dargestellt. Denkbar ist auch die Verwendung mit ähnlichen Antrieben, Geräten oder
Maschinen, beispielsweise Getrieben, Turbinen, Hydraulikpumpen. Ausgang der Ölverbrauchsmessung
ist die sich in einem bestimmten Betriebszustand einstellende Füllstandshöhe des Öls
in der Ölwanne des Motors. Diese Füllstandshöhe wird über ein Rohr oder einen Schlauch
nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren an die Messvorrichtung weitergegeben.
Dort kann der Füllstand nach dem gravimetrischen oder volumetrischen Messprinzip,
aber auch per Mikrowellen, Ultraschall oder kapazitiv gemessen werden. Die Vorrichtung
erfasst nun über geeignete Sensoren z. B. die Motordrehzahl und die Öltemperatur sowie
über die Neigungssensoren zusätzlich die Winkellage der Vorrichtung und/oder der Ölwanne.
Gegebenenfalls kann nun ein Abgleich der Werte mit den Werten eines definierten Betriebszustandes
erfolgen. Um die Messungen durchführen zu können, werden zuvor entsprechende Kennlinien
oder auch Kennfelder erstellt. Diese erlauben eine Zuordnung des ermittelten Ausgangsölniveaus
und der Ölmenge im Motor. Um zu verhindern, dass durch das in die Vorrichtung eingeleitete
Öl eine Änderung des Ölstandes erfolgt, wird eine entsprechende Ausgleichsölmenge
nachgefüllt.
[0012] Um verschiedene Messungen vergleichen zu können, sollten die Betriebsparameter des
Antriebs kontinuierlich erfasst werden. Hierzu gehört beispielsweise auch die Ermittlung
des jeweiligen Drehzahlbereichs, die Öltemperaturdifferenz bei mehreren Messungen
sowie die über die Sensoren ausgelesene Winkellage (Quer- und Längsneigung) des Antriebs
bzw. des diesen Antrieb umfassenden Systems. Die Erfassung der relevanten Werte erfolgt
dabei über die Motorensteuerung und/oder zusätzliche am Antrieb oder der Vorrichtung
vorgesehene Sensoren oder Messfühler. Im Versuchs- oder Entwicklungsbetrieb können
aufgrund von vorab festgelegten Kennlinien und -feldern in verschiedenen Messungen
als zulässig definierte Betriebszustände erfasst und erprobt werden. Es wird hierbei
zunächst das Ölniveau gemessen, das sich in der Messeinheit vor Messbeginn einstellt.
Nach oder während den zu überprüfenden Fahrzyklen wird das Ölniveau erneut gemessen.
Den beiden Ölniveaus wird jeweils eine Ölmenge zugeordnet. Aus der Differenz der gemessenen
Werte ergibt sich anschließend der Ölverbrauch.
[0013] Die jeweiligen Betriebszustände sollten auch über eine definierte Zeit konstant angefahren
werden. Dabei wird auch die Zeit und/oder die zurückgelegte Strecke aufgezeichnet.
Während der Versuchsdurchführung bzw. der Überprüfung können die zyklisch oder kontinuierlich
erfassten Werte direkt oder nach Korrelation mit weiteren Parametern über eine Anzeige
angezeigt werden. Die Öl- oder Fluidverbrauchsmessung kann nicht nur in Straßenfahrzeuge
angewandt werden, sondern eignet sich u.a. auch für Schienenfahrzeuge, Wasserfahrzeuge,
Fluggeräte/ Flugzeuge und mobile Arbeitsgeräte. Desweiteren ist auch der Einsatz im
stationären Bereich, u.a. in Produktionsmaschinen, Maschinen auf Prüfständen, Wärmekraftmaschinen
usw. möglich, wobei es zum Vergleich mehrerer Messungen wichtig ist, auf eine einfache
Art und Weise die jeweiligen Fluidmengen festzustellen.
[0014] Beim Vergleich von zwei oder mehr Antriebseinheiten können diese an die gleiche oder
an parallel angeordnete Vorrichtung(en) angeschlossen werden. Befindet sich nun jeweils
die gleiche Fluidmenge in zwei gleich aufgebauten Geräten, so muss sich in dem gleichen
Betriebszustand jeweils das gleiche Ölniveau in der Vorrichtung bzw. in dem Teil,
beispielsweise einer Wanne oder einem geschlossenen Behälter, in dem die Messung durchgeführt
wird, einstellen. Ist das nicht der Fall, kann von Bauteiltoleranzen/Bauteilschäden
ausgegangen werden. Hiermit kann zum Beispiel überprüft werden, ob an Prüfständen
oder Fahrzeugen bei gleichen Motoren das gleiche Motorenöl bzw. die gleiche Ölmenge
eingefüllt wurde.
[0015] Weitere Vorteile, Merkmale und Besonderheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter, jedoch nicht beschränkender Ausführungsformen
der Erfindung anhand von Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 die schematisierte Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, und
Fig. 2 eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung in perspektivischer
Darstellung.
[0016] Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Bestimmung
des Ölmenge bzw. des Ölverbrauchs in einem Antrieb 1. Die Vorrichtung 10 ist im Ausführungsbeispiel
außerhalb eines Antriebs 1 angebracht. Denkbar ist jedoch auch die Anbringung der
Vorrichtung 10 an oder in einem Getriebe, einer Turbine oder einem sonstigen Motor,
insbesondere die Ergänzung der bisherigen Ölmessvorrichtung mit einem Neigungssensor.
Die Vorrichtung 10 umfasst eine kombinierte Mess-/Auswerteeinheit 2 sowie eine Speichereinheit
9 und ist über einen Auslass 6 an den Motor angeschlossen. Bevorzugt kann eine Rohr-
oder Schlauchverbindung 4 am Ölablassstutzen angeschlossen sein, so dass ein Austausch
von Öl zwischen Antrieb 1 und Mess-/Auswerteeinheit 2 erfolgen kann. Die Mess-/Auswerteeinheit
2 weist einen Behälter 7 auf, in dem sich ein Füllstandsniveau einstellt, das dem
Füllstandsniveau im Antrieb 1 entspricht. Ändert sich das Füllstandsniveau im Antrieb
1, passt sich das Füllstandsniveau im Behälter 7 der Mess-/Auswerteeinheit 2 dementsprechend
an. Die Mess-/Auswerteeinheit 2 ist mit einem Füllstandssensor 5 ausgestattet, kann
aber zur Erhöhung der Mess- und späteren Auswertegenauigkeit mit weiteren Sensoren
3, wie beispielsweise Sensoren 3 für die Öltemperatur, den Öldruck oder die Opazität
des Öles erweitert werden. Außerdem können zur Erhöhung der Messgenauigkeit weitere
Betriebszustandswerte aus der Antriebs- bzw. Gerätesteuerung für die Bestimmung des
Ölverbrauchs bzw. des Füllstands verwendet werden.
[0017] Die Verbindung zur Auswerteeinheit 2 kann direkt über einen Schlauch 4 oder aber
indirekt über einen Behälter 7 erfolgen. An den Behälter 7 ist eine Rücklaufleitung
4' angeschlossen, in die ein Ausgleichsgefäß 11 eingebaut sein kann, insbesondere
bei höheren Gasanteilen im Fluid. Die Mess-/Auswerteeinheit 2 bietet die Möglichkeit,
zu überprüfen, ob sich bei gleich aufgebauten Antrieben 1, gleichen Ölmengen sowie
bei gleichen Betriebszuständen das gleiche Ölniveau in der Mess-/Auswerteeinheit 2
messen lässt und dient dabei der Qualitätskontrolle und zur Messung der Fertigungsstreuung.
Mit der dargestellten Vorrichtung 10 ist ein Umbau des Antriebs 1 nicht notwendig.
Die Mess-/Auswerteeinheit 2 kann direkt über einen Ein- bzw. Auslass 6 des Antriebs
1, z. B. eine Olablassschraube, angeschlossen werden. Die Anbindung kann aber auch
über andere Anschlüsse 8 erfolgen, die einen direkten oder indirekten Fluidaustausch
oder die Signalweitergabe, wie z. B. die Weitergabe des Drucks, erlauben. Durch die
Möglichkeit zur Messung und gleichzeitigen Auswertung der gemessenen Werte ist die
Mess-/Auswerteeinheit 2 in vielen - auch nicht mit entsprechender Sensorik ausgestatteten
- Antrieben 1 einsetzbar und eignet sich auch zur Verwendung in Werkstätten oder für
mobile Messungen.
[0018] Fig. 2 zeigt die hier auf einen Motor aufgesetzte Mess-/Auswerteeinheit 2 der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10, die mit Winkelsensoren 30 zur Bestimmung der Quer- und/oder Längsneigung
des zu vermessenden Antriebs 1 (vgl. Fig. 1) ausgerüstet ist. Die Winkelsensoren 30,
ebenso wie weitere mit der Vorrichtung 10 verwendbare Sensoren 3 (vgl. Fig. 1) können,
beispielsweise über eine Rohr- oder Schlauchverbindung 4 (vgl. Fig. 1) an Anschlüsse
8 an der Vorrichtung 10 angeschlossen oder aber direkt in diese integriert werden.
Die Winkelsensoren 30 erfassen kontinuierlich oder zyklisch die Quer- oder Längsneigung
des zu vermessenden Antriebs 1 bzw. Gerätes (Getriebe, Pumpe etc.), wie dies mit den
beiden Pfeilen angedeutet ist und ermöglichen so die direkte Berücksichtigung der
Neigungswerte bei der Messung und Auswertung der Fluidmengen.
Bezugszeichenliste
[0019]
1 = Antrieb/Gerät
2 = Mess-/Auswerteeinheit
3 = Sensor
4 = Schlauchverbindung
4' = Rücklaufleitung
5 = Füllstandssensor
6 = Ein-/Auslass
7 = Behälter
8 = Anschluss
9 = Speichereinheit
10 = Vorrichtung
11 = Ausgleichsgefäß
30 = Winkelsensor
1. Vorrichtung (10) zur Ermittlung der betriebszustandsabhängigen Fluidmenge, insbesondere
der Betriebs- und/oder Schmiermittelmenge, in wenigstens einem Antrieb (1) bzw. Gerät,
wobei wenigstens ein Sensor (3) zur Erfassung der Quer- und/oder Längsneigung des
Antriebs (1) bzw. Geräts mit einer Mess-/Auswerteeinheit (2) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mess-/Auswerteeinheit (2) wenigstens einen Behälter (7) für das Fluid aufweist,
um den Füllstand im Behälter (7) zu erfassen, der über mindestens eine Leitung (4,
4') mit einem Ein- oder Auslass (6) für das Fluid, insbesondere eine Ölablassschraube,
an den Antrieb (1) oder das Gerät gekoppelt ist.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor (3) als Beschleunigungs- oder Winkelsensor (30) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (10) mit dem Antrieb (1) oder Gerät dauerhaft verbunden ist.
4. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (10) lösbar mit dem Antrieb (1) oder Gerät verbunden ist.
5. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) mit einer Antriebs- oder Gerätesteuerung, insbesondere einem
Zündsignalgeber des Antriebs (1) oder Geräts gekoppelt ist.
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Sensor (3) zur Erfassung physikalischer und/oder chemischer Parameter
des Fluides, insbesondere des Druckes, der Temperatur und/oder der chemischen Zusammensetzung
vorgesehen Ist.
7. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der Fluidmenge und/oder die Erfassung der Quer- und/oder Längsneigung
kontinuierlich oder zyklisch durchgeführt wird/werden.
8. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Speichereinheit (9) für die erfassten Werte vorgesehen ist.
9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Speichereinheit (9) kabellos oder kabelgebunden eine Auswerteeinheit (2) für die
erfassten Werte zugeordnet ist.
10. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine kontinuierliche oder nachträgliche Anzeige und/oder Auswertung der erfassten
Werte vorgesehen ist.
11. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Detektor für die zurückgelegte Wegstrecke und/oder die Betriebsdauer vorgesehen
ist.
1. Device (10) for measuring the operating-state-dependent quantity of fluid, especially
the amount of operating fluid and/or of lubricant in at least one drive (1) or apparatus,
wherein at least one sensor (3) for detecting the transverse and/or longitudinal inclination
of the drive (1) or apparatus by a measuring/evaluation unit (2) is provided, characterized in that the measuring/evaluation unit (2) includes at least one container (7) for the fluid
to detect the fluid level in the container (7), being coupled via a pipe (4, 4') to
an inlet or outlet (6) for the fluid, in particular an oil drain screw, of the drive
(1) or the apparatus.
2. Device (10) according to claim 1, characterized in that
the sensor (3) is formed as an acceleration or angular sensor (30).
3. Device (10) according to one of claims 1 or 2, characterized in that
the device (10) is permanently connected to the drive (1) or apparatus.
4. Device (10) according to one of claims 1 or 2, characterized in that
the device (10) is detachably connected to the drive (1) or apparatus.
5. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that
the device (10) is coupled to a drive or apparatus control, in particular an ignition
signal generator of the drive (1) or apparatus.
6. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that
at least one sensor (3) is provided for detecting physical and/or chemical parameters
of the fluid, in particular of pressure, temperature and/or the chemical composition.
7. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that
the determination of the amount of fluid and/or the detection of the transverse and/or
longitudinal inclination is continuously or cyclically performed.
8. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that a memory unit (9) is provided for the detected values.
9. Device (10) according to claim 8, characterized in that
the memory unit (9) is wireless or via wire associated to an evaluation unit (2) for
the
detected values.
10. Device (10) according to one of claims 8 or 9, characterized in that
a continuous or subsequent display and/or evaluation of the detected values is provided.
11. Device (10) according to one of the preceding claims, characterized in that
a detector for the distance travelled and/or the operating time is provided.
1. Dispositif (10) conçu pour déterminer la quantité de fluide tributaire d'états fonctionnels,
en particulier la quantité de fluide d'actionnement et/ou de lubrifiant respectivement
présente dans au moins un entraînement (1) ou un appareil, au moins un capteur (3),
associé à une unité (2) de mesure/d'évaluation, étant prévu pour détecter l'inclinaison
transversale et/ou longitudinale considérée dudit entraînement (1) ou dudit appareil,
caractérisé par le fait que l'unité (2) de mesure/d'évaluation est munie d'au moins un récipient (7) dévolu au
fluide, en vue de détecter le niveau de remplissage dans ledit récipient (7) couplé
à l'entraînement (1), ou à l'appareil, par l'intermédiaire d'un moins un conduit (4,
4') présentant une admission ou une sortie (6) destinée au fluide, en particulier
une vis de vidange d'huile.
2. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que
le capteur (3) est réalisé sous la forme d'un capteur d'accélérations ou d'un capteur
angulaire (30).
3. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que
ledit dispositif (10) est relié durablement à l'entraînement (1) ou à l'appareil.
4. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que
ledit dispositif (10) est relié amoviblement à l'entraînement (1) ou à l'appareil.
5. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
ledit dispositif (10) est couplé à une commandé de l'entraînement ou de l'appareil,
en particulier à un générateur de signaux d'allumage dudit entraînement (1) ou dudit
appareil.
6. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'au moins un capteur (3) est prévu pour détecter des paramètres physiques et/ou chimiques
du fluide, en particulier la pression, la température et/ou la composition chimique.
7. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
la détermination de la quantité de fluide, et/ou la détection de l'inclinaison transversale
et/ou longitudinale, est (sont) effectuée(s) en mode continu ou cyclique.
8. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par la présence d'une unité (9) de mémorisation des valeurs détectées.
9. Dispositif (10) selon la revendication 8, caractérisé par le fait
qu'une unité (2) d'évaluation des valeurs détectées est affectée à l'unité de mémorisation
(9), sans câblage ou avec jonction câblée.
10. Dispositif (10) selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé par le fait qu'il est prévu un affichage et/ou une evaluation continu(e) ou différé(e) des valeurs
détectées.
11. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par la présence d'un détecteur de la distance parcourue et/ou de la durée de fonctionnement.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- WERNER et al.MTZ, 2004, vol. 65, 482ff- [0003]