[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Schubgliedern eines Schubgliederbandes
für stufenlos regelbare Getriebe in einem Mehrfachwerkzeug, bei dem ein in seinem
Randbereich profiliertes Band zwischen einem zumindest aus Schneidstempel und Führungsplatte
für den Schneidstempel umfassenden Oberteil und einem zumindest Schneidplatte und
Auswerfer enthaltenden Unterteil mehrerer in Vorschubrichtung des Bandes hintereinander
positionierter Schneidstufen beim Schließen geklemmt, zwei Schubglieder senkrecht
zur Durchlaufrichtung in spiegelbildlicher Form in einer Schneidstufe in das Band
vorgeschnitten werden, so dass das jeweilige Schubglied mit dem Band durch mindestens
ein Mikro-Verbindungsstück verbunden bleibt und mit dem Band in eine nachfolgende
Ausdrückstufe verschoben werden kann, dort das vorgeschnittene Schubglied vom Band
endgültig gelöst und aus der Ausdrückstufe ausgetragen wird, wobei die Schneid- und
Ausdrückstufen vom Stößel einer Hochleistungspresse betätigt werden.
Stand der Technik
[0002] Schubgliederbänder bestehen bekanntlich aus Schubgliedern, die zu einem Endlosband
zusammengefügt sind und in einem kontinuierlich verstellbaren Getriebe eingesetzt
werden. Als Herstellungsmethode für diese Einzelelemente haben sich das Feinschneiden
und auch das Stanzen durchgesetzt. Entscheidend für die Qualität der Schubglieder
sind die geometrischen Toleranzen und eine hohe Schnittflächenqualität. Das Ausgangsmaterial
ist ein Bandstreifen aus Stahl mit profilierten Randbereichen, aus dem die Schubglieder
in einer zueinander versetzten zweireihigen Anordnung mit entsprechenden Schneidewerkzeugen
ausgeschnitten werden. Mit solchen Werkzeugen lassen sich zwei bis sechs Teile gleichzeitig
erzeugen, wobei die maximal erreichbare Hubzahl der Schneidpresse durch das verletzungsfreie
Ausbringen der Teile aus dem Werkzeug limitiert wird.
[0004] Aus der
EP 1 128 088 A1 ist ein Verfahren zum Schneiden von Elementen eines Riemens bekannt, der in einem
kontinuierlich verstellbaren Getriebe verwendet wird. Das Element wird aus einem Metallblechstreifen
geschnitten, der durch seitlich zum Metallblechstreifen angeordnete Führungsglieder
zentriert der Schneidvorrichtung zugeführt wird. Die Schneidvorrichtung besteht aus
einer ersten und zweiten Verarbeitungsstation, in der gleichzeitig zwei Elemente unvollständig
aus dem Metallblechstreifen ausgeschnitten werden und mit dem Blechstreifen durch
ein Verbindungstück verbunden bleiben.
In einer den Verarbeitungsstationen nachgeordneten Schneidevorrichtung wird das jeweilige
Element vom Metallblechstreifen durch Abschneiden des Verbindungsstücks getrennt.
Das abgetrennte Element fällt in den Abführweg und wird von dort ausgetragen.
Die Verarbeitungsstationen sind auf dem Zuführweg des Metallblechstreifen versetzt
gegeneinander im Abstand angeordnet, so dass die Schnittstellen keine kräftesymmetrische
Anordnung besitzen und ein Querschieben des Metallblechstreifens eher unterstützt
als vermieden wird. Dies führt zu höheren Toleranzabweichungen, insbesondere in den
Parallelitätswerten der Elemente, wodurch am fertig montierten Riemen durch Fehlersummation
Unwucht, Verrutschen und Verschleiß verursacht werden kann.
Des Weiteren werden die fertigen Elemente unabhängig von ihrer Lage im Metallblechstreifen,
d.h. ohne Berücksichtigung von Toleranzen, abgeführt, was bei der Montage eine unerwünschte
Toleranzerhöhung durch Fehlersummation nach sich ziehen kann und die Gleichlaufeigenschaften
des Riemens beeinträchtigt werden.
[0005] Die bekannte Lösung nach
EP 1 132 648 A1 versucht diese Nachteile dadurch zu beseitigen, dass durch ein aufwändiges Messverfahren
die Einzelelemente hinsichtlich der zulässigen Toleranzen vermessen werden oder die
aus der rechten und linken Seite des Metallblechstreifens ausgestanzten Einzelelemente
im Verhältnis 1:1 in der fertigen Riemeneinheit gemischt zum Einsatz gelangen.
Eine solche Lösung beseitigt nicht die Ursachen der Toleranzabweichungen wie das Querschieben
des Metallblechstreifens oder Kippungen von Werkzeug- und Maschinenelementen. Außerdem
sind nachträgliche Messverfahren aufwändig und zeitintensiv, so dass der Gesamtaufwand
je Element steigt und zusätzliche Kosten nach sich zieht.
[0006] Bei der bekannten Lösung gemäß
WO 2005/054709 A1 werden die Schubglieder für einen Antriebsriemen eines stufenlos regelbaren Getriebes
aus dem Streifenmaterial in einer Feinschneidvorrichtung hergestellt, in der die Schubglieder
mit ihren Köpfen zur Bandmitte ausgerichtet und somit spiegelbildlich zueinander senkrecht
zur Durchlaufrichtung aus dem Band ausgeschnitten werden. Das Band hat annähernd eine
Breite, die etwas geringfügig größer ist als die Höhe zweier Schubglieder. Die spiegelbildliche
Ausrichtung der Schnittlinien der beiden gegenüber angeordneten Feinschneidstufen
führt zu einer annähernden Aufhebung der Querkräfte, so dass das Querschieben des
Bandes weitgehend reduziert wird.
Dieses bekannte Verfahren ist in seiner Produktivität auf die gleichzeitige Herstellung
auf bis zu 6 Teile beschränkt, wobei der Ausbringvorgang eine verletzungsfreie Ausbringung
der Teile gewährleisten muss, so dass bisher etwa 100 Hübe pro Minute beherrschbar
sind.
Aufgabenstellung
[0007] Bei diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein hochproduktives
Verfahren zum Herstellen von Schubgliedern eines Schubgliederbandes für stufenlos
regelbare Getriebe bereitzustellen, durch das die Toleranzabweichungen der Schubglieder
über den Bereich der Schubgliedausdehnung bei weitgehender Vermeidung des Querschiebens
der Bänder und Erhöhung der Anzahl der ausgebrachten Teile annähernd kompensiert werden,
wobei zugleich Kosten eingespart und die Gleichlaufeigenschaften des Schubgliederbandes
verbessert werden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs genannten Gattung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis aus, die fertig getrennten Schubglieder
unterhalb der Trennebene von Ober- und Unterteil des Mehrfachwerkzeugs verletzungsfrei
in Abführkanäle auszubringen und die Schubglieder bereits beim Verlassen der Werkzeugs
gezielt paarweise bereitzustellen.
[0011] Dies wird durch folgende Schritte erreicht:
- a) gleichzeitiges paralleles und zentriertes Zuführen von mindestens zwei Bändern
entlang einer in Durchlaufrichtung des Bandes verlaufenden Werkzeuglängsachse zu den
Schneid- und Ausdrückstufen in einem durch Mittenführungselemente frei einstellbaren
Abstand voneinander,
- b) gleichzeitiges paariges Vorschneiden der Schubglieder in das Band unter Kräftekompensation
aller beim Schneiden beteiligten Maschinen- und Werkzeugelemente um die Werkzeuglängsachse
gemäß Schritt a),
- c) gleichzeitiges paariges Ausdrücken der Schubglieder aus den Bändern in der um einen
Stanzschritt bzw. den Vorschub nachfolgenden Ausdrückstufe,
- d) gleichzeitiges Austragen der abgetrennten Schubglieder aus der Ausdrückstufe in
unterhalb der Trennebene von Ober- und Unterteil der Ausdrückstufen gelegene Abführkanäle,
wobei die zu einem Band gehörenden fertigen Schubglieder eines Bandes immer zu einem
Paar pro Stanzhub bereitgestellt werden, um Toleranzabweichungen über den Bereich
der Schubgliedausdehnung zu kompensieren.
[0012] Von besonderem Vorteil ist, dass die Schnittstellen im Bandstreifen kräftesymmetrisch
so verteilt werden, dass Kippmomente und Schrägstellungen von Werkzeug- und Maschinenelementen
reduziert werden, wodurch Kippmomente und die dazugehörigen Schrägstellungswerte von
Maschinenelementen wie Tischplatte, Gegenhalter und Ringzackenkolben vermieden und
bessere Parallelitätswerte an den aus Schubgliedern zusammengesetzten Schubgliederbändern
erreicht werden.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsvariante werden die Schnitt-Kavitäten in den Bandstreifen
derart gewählt, dass sich durch eine paarige Kombination der Schubglieder zum Schubgliederband
die Fehler aus Unebenheitswerte, Toleranzabweichungen und Querschieben gegeneinander
kompensieren.
[0014] Die wesentliche höhere Produktivität des erfindungsgemäßen Verfahrens wird weiterhin
dadurch erreicht, dass ein Mehrfachwerkzeug mit mindestens vier hintereinander gelegenen
Schneidstufen mit zugeordneten Ausdrückstufen in einer als Hochleistungspresse ausgelegten
Feinschneidpresse mit Servoantrieb eingesetzt wird, die in der Lage ist, bei jeder
Stößellage das Weg-Zeitprofil an den Schneid- und Trennvorgang anzupassen und kein
zusätzliches Zeitfenster im Stößelzyklus für das Ausbringen benötigt.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren ist variabel einsetzbar. Es verwendet die bisherig
profilierten Bänder ebenso wie es auch für neue Profilbänder appliziert werden kann.
Durch den Einsatz von zwei Einzelbändern lässt sich die Ausbringung an Einzelteilen
verdoppeln und zugleich durch die Hochleistungspresse verdreifachen. Das erfindungsgemäße
Verfahren erhöht die Produktivität der bisher bekannten Methoden von 100 Hübe/min
auf 140 Hübe/min und die gleichzeitige Herstellung von 4 Teilen auf 8 Teile. Durch
die besondere gezielte Entnahme von Paaren gleichzeitig geschnittener Schubglieder
wird eine Kompensation von Dicken-und Parallelitätsabweichungen erreicht, so dass
die vorgegebenen Toleranzen an den Schubgliederbändern sicher gewährleistet werden
können.
[0016] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.
Ausführungsbeispiel
[0017] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
[0019] Fig. 1 eine Draufsicht auf das aus einem Band geschnittene Schubglied nach dem Stand
der Technik,
[0020] Fig. 2 einen Schnitt durch das Schubglied entlang der Linie A-A der Fig. 1 nach dem
Stand der Technik,
[0021] Fig. 3 eine Prinzipdarstellung des Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens und
[0022] Fig. 4 eine perspektivische Ansicht von beispielsweise zwei aufeinander liegenden
Paaren aus zwei hintereinanderliegenden Ausdrückstufen.
[0023] Die Fig. 1 zeigt ein Schubglied 1 wie es nach dem Stand der Technik in einem nicht
dargestellten Schubgliederband für ein stufenlos regelbares Getriebe eingesetzt wird.
Das Schubglied 1 wird in diesem Beispiel durch Feinschneiden hergestellt. Jedes der
Schublieder 1 umfasst einen Körper 2 und einen Kopf 3, der durch einen Hals 4 mit
dem Körper 2 verbunden ist. Der Körper 2 besitzt gegenüberliegende Seitenkanten, die
gemeinsam eine v-förmige Fläche 5 ausbilden.
Der Kopf 3 des Schubgliedes 1 ist in radialer Richtung innerhalb der ringförmigen
Gestalt angeordnet. Zwischen dem Kopf 3 und dem Körper 2 sind zwei Ausnehmungen 6
ausgebildet, in denen endlose Ringe 7 montiert sind, die die Schubglieder 1 miteinander
zur ringförmigen Gestalt verbinden.
[0024] Wie die Fig. 1 weiter zeigt, hat der Kopf 3 zwei gegenüber gelegene pfeilspitzenförmige
Bereiche 8. Mittig zu diesen Bereichen 8 besitzt der Kopf 3 an seiner Oberseite einen
Zapfen 9 und in seiner Unterseite eine lochartige Ausnehmung 10 (siehe Fig. 2). Sobald
eine Vielzahl von Schubgliedern 1 aufeinandergestapelt werden, greift der Zapfen 9
des einen Schubgliedes 1 in die lochartige Ausnehmung 10 des anderen Schubgliedes
ein, damit alle Schubglieder 1 zueinander ausgerichtet werden und zu einem Schubgliederband
montiert können.
[0025] Die Fig. 3 verdeutlicht den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens. Auf einer Tischplatte
11 eines Mehrfachwerkzeuges befinden sich zueinander parallel zur Durchlaufrichtung
D ausgerichtete äußere Bandführungselemente 12 und Mittenführungselemente 13, die
miteinander Zuführwege 14 für zwei profilierte Einzelbänder 15 und 16 in das aus einem
Oberteil und Unterteil gebildete Mehrfachwerkzeug definieren. Die kippkraftneutrale
Mittellage der mit a bis h bezeichneten Schnittstellen ist durch die Lage der Gegenhalter-
und Ringzackenkolben der Feinschneidpresse mit der Kreislinie K angedeutet.
Die Mittenführungselemente 13 sind auf der Werkzeuglängsachse W in Durchlaufrichtung
D angeordnet, so dass eine exakt symmetrische Anordnung der Einzelbänder 15 und 16
in Bezug auf die Werkzeuglängsachse D und auf die später noch zu beschreibenden Schneidstufen
und Ausdrückstufen gewährleistet ist. Es ist natürlich auch möglich, die äußeren Bandführungselemente
12 verstellbar auszubilden, damit Einzelbänder 15 und 16 verschiedener Breiten einsetzbar
sind.
[0026] Das Mehrfachwerkzeug ist mindestens als 4-fach-Werkzeug ausgebildet, d.h. es stehen
pro Einzelband 15 bzw. 16 je zwei in Durchlaufrichtung D hintereinander angeordnete
Feinschneidstufen 17.1 und 17.2 bzw. 18.1 bzw. 18.2 zur Verfügung.
Die Feinschneidstufen bestehen aus mindestens im Oberteil des Mehrfachwerkzeugs anordnete
Schneidstempel und Führungsplatten für die Schneidstempel und einem zumindest Schneidplatte
und Ausdrücker enthaltenen Unterteil. Der Aufbau entspricht somit dem bekannten Stand
der Technik, so dass auf eine detailliertere Beschreibung der Feinschneidstufen 17.1,
17.2, 18.1 und 18.2 verzichtet werden kann.
[0027] Jeder Feinschneidstufe 17.1, 17.2, 18.1 und 18.2 ist eine Ausdrückstufe 19.1, 19.2,
20.1 und 20.2 zugeordnet, die jeweils um einen Stanzschritt, d.h. Vorschub V, in Durchlaufrichtung
D hinter der jeweiligen Feinschneidstufe angeordnet sind.
Die Ausdrückstufen 19.1, 19.2, 20.1 und 20.2 führen jeweils in einen Abführungskanal
21, 22, 23 und 24. Die Abführkanäle 21 bis 24 sind unterhalb der Trennebene von Oberteil
und Unterteil des Mehrfachwerkzeugs angeordnet.
[0028] Das Oberteil des Mehrfachwerkzeugs ist am Stößel einer nicht dargestellten hochproduktiven
Feinschneidpresse mit Servoantrieb angelenkt, die eine Hubzahl von bis zu 140 Hüben
pro Minute erreicht.
Die Feinschneidpresse ist so ausgelegt, dass in jeder Stößellage das Weg-Zeitprofil
an den Schneid- und Ausdrückvorgang angepasst und kein zusätzliches Zeitfenster im
Stößelzyklus für das Ausbringen benötigt wird.
[0029] Im Nachfolgenden wird der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert.
Die beiden profilierten Einzelbänder 15 und 16 laufen bei geöffnetem Mehrfachwerkzeug,
d.h. angehobenen Oberteil entlang den von den äußeren Bandführungselementen 12 und
den Mittenführungselementen 13 definierten Zuführwegen 14 in die Feinschneidstufe
17.1 und 17.2 bzw. 18.1 und 18.2 ein. Das Oberteil des Mehrfachwerkzeugs bewegt sich
in die Schließlage und klemmt somit die Bänder 15 und 16 zwischen Ober- und Unterteil
zum Schneiden ein.
[0030] In der jeweiligen Feinschneidstufe wird dann jeweils ein Schubglied 1 in der Reihenfolge
a-b und c-d für das Band 15 und ein Schubglied 1 in der Reihenfolge e-f und g-h für
das Band 16 gleichzeitig, aber unvollständig ausgeschnitten, so dass die Schubglieder
1 an mehreren Umfangspunkten ihrer Schnittkontur durch Mikroverbindungen mit dem Einzelband
15 bzw. 16 verbunden bleiben und beim nächstfolgenden Hub der Presse zusammen mit
dem Einzelband in Durchlaufrichtung D in die nachfolgende Ausdrückstufe 19.1, 19.2,
20.1, 20.2 verschoben werden.
[0031] In den Ausdrückstufen 19.1, 19.2, 20.1 und 20.2 erfolgt mit einem Ausdrücker ein
gleichzeitiges Ausdrücken des jeweilig vorgeschnittenen Schubliedes 1 aus den Einzelbändern
15 bzw. 16 in einen unter der Ausdruckstufe 19.1, 19.2, 20.1 und 20.2 befindlichen
Abführkanal 21 bis 24, wobei die symmetrisch entlang der Schnittkontur verteilten
Mikroverbindungen der vorgeschnittenen Schubglieder mit dem Einzelband 15 bzw. 16
nicht abgeschert, sondern durch einen Ausdrückvorgang gelöst werden. Dies ist mit
dem Vorteil verbunden, dass das aus dem Stand der Technik bekannte Abkippen des Schubgliedes
zum Durchschneiden entfällt und zugleich eine Deformation des Bandes vermieden wird,
so dass ein störungsfreier Durchlauf der Einzelbänder 15 bzw. 16 gewährleistet ist.
Die ausgedrückten Schubglieder 1 fallen in den entsprechenden Abführkanal 21 bis 24
und werden gleichzeitig paarweise ausgetragen, ohne dass ein Öffnen des Mehrfachwerkzeuges
erforderlich ist.
Die zu einem Band 15 bzw. 16 gehörenden fertigen Paare von Schubgliedern 1 können
so zur weiteren Bearbeitung bereitgestellt (siehe Fig. 4) werden.
[0032] Die Schnittstellen in den Bändern 15 bzw. 16 sind in Bezug auf die Werkzeuglängsachse
W so verteilt, dass Kippmomente und Schrägstellungen von Werkzeug- und Maschinenelementen
wie beispielsweise Tischplatte, Gegenhalter, Ringzackenhydraulikkolben weitgehend
vermieden werden.
Die Schnitt-Kavitäten in den Bändern 15 bzw. 16 sind außerdem derart gewählt, dass
durch das paarige Schichten der Schubglieder zum Schubgliederband die möglichen Unebenheitswerte,
hervorgerufen durch Materialtoleranzen oder Kippungen von Werkzeug- und Maschinenelementen,
und damit die Fehlersummation am Schubgliederband markant reduziert wird. Mit dem
paarigen Austragen wird in der folgenden Montage der Schubglieder zum Schubgliederband
eine minimale Toleranzabweichung erzielt.
[0033] Bezugszeichenliste
| Schubglied |
1 |
| Körper von 1 |
2 |
| Kopf von 1 |
3 |
| Hals von 1 |
4 |
| v-förmige Fläche von 1 |
5 |
| Ausnehmungen |
6 |
| Endlose Ringe |
7 |
| Pfeilspitzenförmiger Bereich |
8 |
| Zapfen |
9 |
| Lochartige Ausnehmung |
10 |
| Tischplatte des Mehrfachwerkzeugs |
11 |
| Äußere Bandführungselemente |
12 |
| Mittenführungselemente |
13 |
| Zuführwege |
14 |
| Profilierte Einzelbänder |
15, 16 |
| Feinschneidstufen |
17.1, 17.2, 18.1, 18.2 |
| Ausdrückstufen |
19.1, 19.2, 20.1, 20.2 |
| Abführkanäle |
21, 22. 23, 24 |
| Schnittstellen |
a, b, c, d, e f, g, h |
| Durchlaufrichtung |
D |
| Kippkraftneutrale Mittellage der Schnittstellen a bis h |
K |
| Vorschub |
V |
| Werkzeuglängsachse |
W |
1. Verfahren zum Herstellen von Schubgliedern eines Schubgliederbandes für stufenlos
regelbare Getriebe in einem Mehrfachwerkzeug, bei dem ein in seinem Randbereich profiliertes
Band zwischen einem zumindest aus Schneidstempel und Führungsplatte für den Schneidstempel
umfassenden Oberteil und einem zumindest Schneidplatte und Auswerfer enthaltenden
Unterteil mehrerer in Vorschubrichtung des Bandes hintereinander positionierter Schneidstufen
beim Schließen geklemmt, zwei Schubglieder senkrecht zur Durchlaufrichtung in spiegelbildlicher
Form in einer Schneidstufe in das Band vorgeschnitten werden, so dass das jeweilige
Schubglied mit dem Band durch mindestens ein Mikro-Verbindungsstück verbunden bleibt
und mit dem Band in eine nachfolgende Ausdrückstufe verschoben werden kann, dort das
vorgeschnittene Schubglied vom Band endgültig symmetrisch gelöst und aus der Ausdrückstufe
ausgetragen wird, wobei die Schneid- und Ausdrückstufen vom Stößel einer Hochleistungspresse
betätigt werden,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) gleichzeitiges paralleles und zentriertes Zuführen von mindestens zwei Bändern
entlang einer in Durchlaufrichtung des Bandes verlaufenden Werkzeuglängsachse zu den
Schneid- und Ausdrückstufen in einem durch Mittenführungselemente frei einstellbaren Abstand voneinander,
b) gleichzeitiges paariges Vorschneiden der Schubglieder in das Band unter Kräftekompensation
aller beim Schneiden beteiligten Maschinen- und Werkzeugelemente um die Werkzeuglängsachse
gemäß Schritt a),
c) gleichzeitiges paariges Ausdrücken der Schubglieder aus den Bändern in der um einen
Stanzschritt bzw. den Vorschub nachfolgenden Ausdrückstufe,
d) gleichzeitiges Austragen der abgetrennten Schubglieder aus der Ausdrückstufe in
unterhalb der Trennebene von Ober- und Unterteil der Ausdrückstufen gelegene Abführkanäle,
wobei die zu einem Band gehörenden fertigen Schubglieder eines Bandes immer zu einem
Paar pro Stanzhub bereitgestellt werden, um Toleranzabweichungen Über den Bereich
der Schubgliedausdehnung zu kompensieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstellen an den Bändern kräftesymmetrisch so verteilt werden, dass Kippmomente
und Schrägstellungen von Werkzeug- und Maschinenelementen reduziert sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitt-Kavitäten in den Bändern so gewählt werden, dass sich durch eine paarige
Kombination der Schubglieder zum Schubgliederband die Fehler aus Unebenheitswerte
und Querschieben gegeneinander kompensieren.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus hintereinander gelegenen Ausdrückstufen entnommenen Paare von Schubgliedern
eines Bandes zur weiteren Bearbeitung bereitgestellt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Hochleistungspresse eine Feinschneidpresse mit Servoantrieb eingesetzt wird,
die in jeder Stößellage das Weg-Zeitprofil an den Schneid- und Ausdrückvorgang anpasst
und kein zusätzliches Zeitfenster im Stößelzyklus für das Ausbringen benötigt.