[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transportieren von flächigen
Produkten mit zumindest einer Zuführung zum Zuführen der flächigen Produkte in einer
ersten Transportrichtung und zumindest zwei Fördereinheiten zum Aufnehmen und zur
Weitergabe der flächigen Produkte in eine zweite Transportrichtung.
[0002] Derartige Vorrichtungen werden zum Beispiel von größeren Firmen mit einem hohen Umfang
an Briefsendungen verwendet. Zu diesen Firmen zählen zum Beispiel große Telekommunikationsunternehmen
mit einer Vielzahl von zu verschickenden Rechnungen, Versicherungsunternehmen, groß
werbende Unternehmen, die einen hohen Umfang an zu verschickender Briefpost haben,
der automatisch erstellt, kuvertiert und verschickt werden soll.
[0003] Hierzu werden die Briefe, nachdem sie gedruckt worden sind, in einer sogenannten
Kuvertiermaschine automatisch in Briefkuverts überführt und diese anschließend verschlossen.
In dieser Form kommen die Kuverts mit unterschiedlich geartetem Inhalt, das heißt
sowohl Briefe mit viel als auch mit wenig Seiten, Broschüren mit einem dicken Falzrand
und dergleichen, aus der Kuvertiermaschine.
[0004] Hiernach gelangen die Briefe in der Regel bereits auf ein Förderband, wonach sie
manuell von an diesem Förderband stehenden Personen nach bestimmten Kriterien aufgenommen
und in Transportkisten überführt werden.
[0005] Diese Transportkisten werden dann entsprechend zu dem jeweiligen Brieftransport-
bzw. Zustellunternehmen geliefert, das sich dann um die Versendung der entsprechenden
Briefe kümmert. Damit der Aufwand bei dem entsprechenden Briefzustellunternehmen möglichst
gering gehalten wird, erfolgt von den zuvor erwähnten Personen bereits eine Vorsortierung
in die entsprechenden Transportkörbe. Dies geschieht, wie zuvor bereits erwähnt, nach
entsprechenden Kriterien. Diese Kriterien können dabei insbesondere auf die Adressangaben
bezogen sein, so dass zum Beispiel bereits eine Vorsortierung nach Postleitzahlbereichen
stattfinden kann. Diese Sortierung kann unterschiedlich differenziert ausgestaltet
sein, so dass sogar eine sehr feine Sortierung, je nach Umfang der Briefmenge, stattfinden
kann.
[0006] Um die Aufteilung in zum Beispiel entsprechende Postleitzahlbereiche vornehmen zu
können, gehen im einfachsten Fall die Personen, die die Sortierung vornehmen, so vor,
dass sie die entsprechenden Postleitzahlen auf den kuvertierten Briefen ablesen. Um
diese recht mühselige und anstrengende Arbeit zu erleichtern, werden häufig entsprechende
Markierungen in Abhängigkeit von den Postleitzahlbereichen im Adressfeld der Briefe
eingefügt. Diese Markierungen können entweder dann der entsprechenden sortierenden
Person helfen, schneller unterschiedliche Postleitzahlbereiche zu erkennen oder so
ausgestaltet sein, dass sie elektronisch durch einen Scanner erkannt werden. Dieser
sorgt dann durch eine separate Einheit dafür, dass zum Beispiel die Briefe in dem
kontinuierlichen Strom mit einem leichten Versatz auf dem Band transportiert werden,
bei denen ein Übergang von dem einen zu dem nächsten Postleitzahlenbereich auftritt.
Dieser Versatz kann dann leicht von den sortierenden Personen erkannt werden, so dass
sie zum Beispiel nur zwischen einem und dem nächsten Versatz die Briefe aufzugreifen
brauchen, ohne sich weiter auf die jeweiligen Adressfelder konzentrieren zu müssen.
Neben den separaten Markierungen kann ein solcher Scanner natürlich auch die Postleitzahlen
direkt per Zeichenerkennung auslesen.
[0007] Derartige Transportier- und Sortiervorgänge können auch für andere flächige Produkte
wie Kartons, Zuschnitte, Faltschachteln, Platten, Trennbleche, zum Beispiel aus Kunststoff,
Papier, Karton oder Metall notwendig sein, wenn diese in größeren Stückzahlen aus
einer Vorstation geliefert werden, aber in unterschiedlichen Paketgrößen weiterverarbeitet
werden sollen.
[0008] Alle derartigen flächigen Produkte weisen, über deren Fläche gesehen, gegenüberliegende
Seitenkanten auf. Dabei müssen diese nicht zwangsweise geradlinig verlaufen, sondern
können auch gekrümmt sein.
[0009] Dieses manuelle Sortieren und Übertragen in entsprechende Transportbehälter ist relativ
teuer und fehlerträchtig. Eine Alternative, bei der dieses Übertragen des aus einer
vorgeschalteten Station kommenden Produkts in einen Transportbehälter automatisch
durchgeführt wird, ist somit höchst erstrebenswert.
[0010] Hierzu ist es jedoch notwendig, dass die in der Regel waagrecht liegend flächigen
Produkte sortiert werden und insbesondere in eine stehende, vorzugsweise senkrechte
Position gebracht werden. In einer solchen Ausrichtung liegen die Produkte später
nämlich auch in dem jeweiligen Transportbehälter vor.
[0011] Die Überführung von gesamten Paketen, also von Ansammlungen von Produkten, die auf
einem Transportband liegend und vorzugsweise schon vorsortiert transportiert werden,
in einen Transportbehälter durch separate Vorrichtungen mit zum Beispiel Greifern
bietet gegenüber dem manuellen Verfahren, wie es bisher betrieben wird, nur wenig
Vorteile. Auch hierbei können ein Verrutschen sowie ein Durcheinanderbringen der Kuverts,
die gegebenenfalls vorher schon sortiert sind, auftreten.
[0012] Diese Probleme finden sich nicht nur in dem zuvor im Detail beschriebenen Umgang
mit Kuverts, sondern generell bei allen flächigen Produkten, die sortiert werden sollen.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unabhängig davon, ob
in einem waagrecht ausgerichteten Strom von Produkten oder in einem stehend ausgerichteten
Strom von Produkten eine Sortierung der Produkte stattfindet, eine Möglichkeit bereitzustellen,
einen entsprechenden waagrechten Strom von Produkten, wie er beispielsweise aus einer
Kuvertiermaschine kommt, in eine stehende, vorzugsweise senkrechte Position überführen
zu können, wobei hierbei zum Zwecke der Genauigkeit und Verminderung von Fehlerquellen
ein vereinzelter Weitertransport der flächigen Produkte ermöglicht werden soll.
[0014] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Transportieren von flächigen
Produkten mit zumindest einer Zuführung zum Zuführen der flächigen Produkte in einer
ersten Transportrichtung und zumindest zwei Fördereinheiten zum Aufnehmen und zur
Weitergabe der flächigen Produkte in eine zweite Transportrichtung, die zur ersten
Transportrichtung senkrecht verläuft, gelöst, wobei die Fördereinheiten in Bezug auf
eine durch die erste und zweite Transportrichtung aufgespannte Ebene symmetrisch ausgebildet
sind und jeweils eine Mehrzahl von Leitelementen aufweisen, die an die flächigen Seiten
der Produkte anlegbar sind, wobei je ein Leitelement der einen Fördereinheit mit einem
dazu symmetrisch angeordneten Leitelement der anderen Fördereinheit ein Leitelementpaar
bildet, und wobei die flächigen Produkte zwischen jeweils zwei benachbarte Leitelementpaare
aufnehmbar und durch diese ergreifbar sind und dadurch in die zweite Transportrichtung
stehend transportierbar sind, und wobei die Leitelemente beim Bewegen in die zweite
Transportrichtung nach und nach aus einem haltenden Eingriff mit den flächigen Produkten
ausfahrbar sind.
[0015] Diese so ausgestaltete Vorrichtung gestattet zunächst eine vereinzelte Aufnahme der
flächigen Produkte durch die entsprechenden benachbarten Leitelementpaare.
[0016] Durch die Anlegbarkeit der Leitelemente der Leitelementpaare an die flächigen Seiten
der Produkte ist neben der darauf begründeten Fähigkeit, die flächigen Produkte zu
ergreifen und somit stehend weiterzutransportieren, ferner eine Flexibilität in Bezug
auf die Breite der flächigen Produkte gegeben, gesehen bei Betrachtung dieser flächigen
Produkte in Richtung der zweiten Transportrichtung.
[0017] Entsprechend der eingangs gemachten Ausführungen weist die erste Transportrichtung
einen im Wesentlichen liegenden Transport der flächigen Produkte auf, während diese
in der zweiten Transportrichtung erfindungsgemäß stehend transportiert werden.
[0018] Die Ausfahrbarkeit der Leitelemente derart, dass ein haltender Eingriff mit den flächigen
Produkten letztendlich beendet wird, hat den Vorteil, dass ein kontinuierlicher Übergang
zu weiteren nachfolgenden Transportvorrichtungen geschaffen wird, die die flächigen
Produkte ab diesem Moment des Beendens des haltenden Eingriffs mit den Leitelementen
aufnehmen können.
[0019] Die symmetrische Ausbildung der zwei Fördereinheiten hat den Vorteil, dass diese
im Wesentlichen aus den gleichen Bauteilen aufgebaut werden können.
[0020] In einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind die flächigen Produkte
an zwei gegenüberliegenden Enden zwischen jeweils zwei Leitelemente einer Fördereinheit
aufnehmbar.
[0021] Diese Enden können das linke und das rechte oder das obere und untere Ende sein.
Die Auswahl dieser gegenüberliegenden Enden hängt von der nachfolgenden Transportvorrichtung
ab.
[0022] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Wechselwirkung zwischen den Fördereinheiten
und den zu transportierenden flächigen Produkten durch die Aufnahme an gegenüberliegenden
Enden minimiert wird. Dies wirkt sich positiv auf die benötigte Zeit sowie auch auf
eine Verringerung der Beeinträchtigung des Materials und der Oberflächen der flächigen
Produkte durch die Fördereinheiten aus.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die zwei Fördereinheiten so zueinander
ausgerichtet, dass die zwei Leitelemente eines Leitelementpaars in ihrer Position
bei der Weitergabe der Produkte voneinander weiter beabstandet sind als bei der Aufnahme
der Produkte, und beim Transportieren der Produkte nach und nach seitlich aus einem
haltenden Eingriff mit den flächigen Produkten ausfahrbar sind.
[0024] Diese Ausgestaltung ist dahingehend von Vorteil, dass das zuvor bereits erwähnte
Ausfahren aus dem haltenden Eingriff durch eine seitliche Bewegung der haltenden Leitelemente
jeweils nach außen stattfindet. Dies führt dazu, dass die flächigen Produkte mit dem
Transportieren in die zweite Transportrichtung immer weniger mit den Leitelementen
in Kontakt stehen. Das geht so weit, bis der Kontakt bei der Weitergabe der Produkte
vorzugsweise so ist, dass zumindest die in Transportrichtung gesehen vorderen Leitelemente
nicht mehr an einem haltenden Eingriff mit den flächigen Produkten beteiligt sind.
Somit kann ein entsprechendes flächiges Produkt an eine nachfolgende Transportvorrichtung
ungehindert weitergegeben werden. Das fortschreitende seitliche Ausfahren beim Übergang
von der Position der Aufnahme zur Position der Weitergabe der flächigen Produkte hat
ferner den Vorteil, dass hierbei ein kontinuierlicher Prozess des Freigebens der Produkte
vorliegt, der in einen kontinuierlichen Transportprozess einer größeren Gesamtvorrichtung
eingesetzt werden kann.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die Leitelemente ein plattenförmiges
Element und zumindest auf einer Seite dieses plattenförmigen Elements ein federndes
Klemmelement auf.
[0026] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass plattenförmige Elemente eine einfach herzustellende
und zu montierende Ausgestaltung von Leitelementen darstellen. Zwischen diesen können
auch sehr gut flächige Produkte angeordnet werden. Das Vorsehen von federnden Klemmelementen
auf zumindest einer Seite hat darüber hinaus den Vorteil, dass die flächigen Produkte
auch haltend zwischen den entsprechenden Leitelementen transportiert werden können.
Dabei ist es nicht zusätzlich notwendig, eine Abstützung nach unten vorzusehen, da
der haltende Eingriff vorzugsweise für die Gewichte der gängigen flächigen Produkte
ausreicht und diese somit trägt.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die Fördereinheiten jeweils
zumindest eine Kette auf, an denen die Leitelemente angeordnet sind, dabei sind die
Leitelemente vorzugsweise über Halterungen an der Kette angeordnet, wobei die Halterungen
vorzugsweise jeweils ein Leitelement mit einem Kettenglied verbinden.
[0028] Diese Ausgestaltung ist insbesondere für den zuvor bereits erwähnten kontinuierlichen
Betrieb von Vorteil. Eine entsprechende erfindungsgemäße Kette stellt in diesem Zusammenhang
ein Endlosband dar, an dem die entsprechenden Leitelemente angeordnet sind. Dabei
können aufgrund der Halterung die Leitelemente an der Kette so angeordnet werden,
dass die auf der den flächigen Produkten zugewandten Seite vorhandenen Leitelemente
für die erfindungsgemäße Aufnahme und das erfindungsgemäße Ergreifen der flächigen
Produkte ideal ausgerichtet sind. Ferner können sie dadurch auch beim Einschwenken
in diesen Bereich eine Möglichkeit zur Aufnahme der flächigen Produkte bieten, genauso
wie bei der Weitergabe der flächigen Produkte diese wieder freigeben. Eine solche
Kette bietet ferner aufgrund ihrer Kettenglieder gute Möglichkeiten zur Anordnung
der entsprechenden Leitelemente über erfindungsgemäße Halterungen. Ferner ist eine
Kette auch durch beispielsweise Zahnräder präzise ansteuerbar. Darüber hinaus eignen
sich Ketten auch ideal, um ihre Länge entsprechend den Bedürfnissen für die erfindungsgemäße
Vorrichtung anzupassen. Außerdem kann ihr Verlauf auch durch Wahl von entsprechenden
Zahnrädern und Umlenkung den Wünschen und Bedürfnissen entsprechend angepasst werden.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die Ketten eine ovale Umlaufkontur
auf, wobei die längeren Achsen der ovalen Umlaufkonturen der jeweiligen Ketten in
Richtung der zweiten Transportrichtung divergieren.
[0030] Diese Anordnung der Ketten zueinander ermöglicht es auf einfache Weise, dass zwei
Leitelemente eines Leitelementpaars, die an jeweils einer Kette angeordnet sind und
die flächigen Produkte halten können, durch ein Fortbewegen mit den Ketten gleichzeitig
auseinander bewegt werden. Die Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
somit sehr einfach und günstig gehalten.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die Ketten der Fördereinheiten
auf den einander zugewandten Seiten jeweils zumindest einen geradlinig verlaufenden
Abschnitt auf.
[0032] Diese Anordnung der jeweiligen Ketten gestattet eine parallele Anordnung der Leitelemente,
die sich in diesem Abschnitt befinden, zueinander und in der Folge auch eine parallele
Ausrichtung der flächigen Produkte zueinander, die von den betreffenden Leitelementen
gehalten werden. Dies ermöglicht somit auf einfache Weise, dass die Produkte optimal
ausgerichtet von Aufnahme bis Weitergabe transportiert werden können und entsprechend
an weitere nachfolgende Transportvorrichtungen übergeben werden können.
[0033] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Leitelemente der zwei Fördereinheiten
synchron bewegbar.
[0034] Die synchrone Bewegung ermöglicht es, dass eben immer ein Leitelementpaar, das aus
zwei gegenüberliegenden Leitelementen besteht, in Abstimmung aufeinander in Transportrichtung
weiterbewegt werden kann. Dadurch wird ein paralleles Transportieren der flächigen
Produkte innerhalb der vorliegenden Vorrichtung gewährleistet. Ferner wird ein Verknicken
und Verkanten der flächigen Produkte vermieden.
[0035] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung ferner noch zumindest
eine Transporteinheit mit zumindest einem Transportelement zum weiteren Transportieren
der flächigen Produkte auf, durch das die flächigen Produkte bei der Weitergabe von
den Fördereinheiten aufnehmbar sind.
[0036] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass durch die gleich an die Fördereinrichtung
anschließende Transporteinheit eine kontinuierliche Aufnahme der freigegebenen zu
transportierenden flächigen Produkte gewährleistet wird. Diese Transporteinheit kann
dann so ausgestaltet sein, dass durch sie zum Beispiel eine Sortierung, wie sie eingangs
beschrieben wurde, stattfinden kann. Ferner kann diese Transporteinheit auch so ausgestaltet
sein, dass über sie oder eine weitere darauf folgende Transporteinheit ein Übertragen
der flächigen Produkte in entsprechende Transportbehälter stattfinden kann.
[0037] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Fördereinheiten und das zumindest
eine Transportelement der zumindest einen Transporteinheit synchron bewegbar.
[0038] Diese synchrone Ausgestaltung hat den Vorteil, dass insbesondere die Freigabe eines
jeweiligen flächigen Produktes durch die beiden Fördereinheiten gleichzeitig zu der
Aufnahme des flächigen Produktes durch die nachgeschaltete Transporteinheit stattfinden
kann. Dadurch wird sowohl eine Beschädigung des flächigen Produktes als auch ein Verlieren
dieses flächigen Produktes, durch zum Beispiel Herunterfallen, unterbunden.
[0039] Die eingangs genannte Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zum Transportieren
von flächigen Produkten mit einer Vorrichtung entsprechend den zuvor beschriebenen
Ausgestaltungen gelöst, das folgende Schritte aufweist:
- Aufnahme der flächigen Produkte aus einer ersten Transportrichtung zwischen zwei Leitelementpaare,
- Transportieren der zwischen den Leitelementpaaren gehaltenen flächigen Produkte in
eine zweite Transportrichtung, die senkrecht zur ersten Transportrichtung verläuft,
- fortlaufendes seitliches Auseinanderbewegen der jeweils zwei Leitelemente eines Leitelementpaars
beim Transportieren in die zweite Transportrichtung,
- Freigabe eines jeweiligen flächigen Produktes durch ein komplett auseinanderbewegtes,
in zweite Transportrichtung gesehen vorderes Leitelementpaar und dadurch Weitergeben
des flächigen Produktes an eine nachfolgende Transporteinheit.
[0040] Durch das Grundprinzip, das sich in diesem erfindungsgemäßen Verfahren wiederfindet,
ist es nun möglich, zum Beispiel in einer waagrechten Richtung transportierte flächige
Produkte, wie zum Beispiel Kuverts, vereinzelt oder auch in kleinen Paketen in eine
zweite Transportrichtung umzulenken. Diese zweite Transportrichtung kann vorzugsweise
dann einen stehenden, vorzugsweise senkrechten Weitertransport der flächigen Produkte
aufweisen. Dabei wird in diesem Verfahren sichergestellt, dass eine gleichmäßige Weitergabe
der flächigen Produkte stattfindet, indem das Auseinanderbewegen der Leitelemente
stattfindet, wodurch die Produkte freigegeben werden und anschließend das jeweilige
flächige Produkt somit am Ende kontinuierlich an eine weitere Transporteinheit übergeben
wird.
[0041] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0042] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines ausgewählten Ausführungsbeispiels im
Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben und erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Seitenansicht,
- Fig. 2
- eine ausschnittsweise Detailansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung samt einer
nachgeschalteten weiteren Transporteinheit in einer Draufsicht,
- Fig. 2a
- eine ausschnittsweise vergrößerte Ansicht der Vorrichtung aus Fig. 2,
- Fig. 3
- eine ausschnittsweise Schnittansicht entsprechend der Darstellung in Fig. 1, und
- Fig. 4
- eine ausschnittsweise vergrößerte Darstellung einer erfindungsgemäßen Fördereinheit
aus Fig. 2.
[0043] Eine in der nachfolgenden Beschreibung näher erläuterte und in den Figuren gezeigte
Vorrichtung ist in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
[0044] Diese Vorrichtung 10 weist eine Zuführung 12, eine Linearfördereinrichtung 13, eine
erste Transporteinheit 14 sowie eine zweite Transporteinheit 16 auf. Dies ist insbesondere
der Darstellung der Fig. 1 zu entnehmen.
[0045] Die Zuführung 12 erhält flächige Produkte 18, wie sie insbesondere im Zusammenhang
mit den folgenden Figuren näher beschrieben werden, die aus einer vorgeschalteten
Station kommen. Nimmt man als Beispiel eine Kuvertiermaschine so dient diese dazu,
maschinell gedruckte Briefe in Briefkuverts zu überführen und diese zu verschließen.
Diese gibt die Briefkuverts anschließend in der Regel auf einem Transportband waagerecht
liegend gemäß der Darstellung von Fig. 1 hinaus. So gelangen sie in die Zuführung
12 entsprechend einer dort durch einen Pfeil 30 dargestellten Zuführrichtung.
[0046] Die Zuführung 12 weist ferner ein Transportband 32 auf. Dieses Transportband 32 nimmt
die flächigen Produkte 18 aus der Zuführrichtung 30 auf und bewegt diese entsprechend
seinem in Fig. 1 zu erkennenden gebogenen Verlauf in eine stehend ausgerichtete Position.
Dort werden sie von der Linearfördereinrichtung 13 aufgenommen.
[0047] Diese Linearfördereinrichtung 13 sorgt dafür, dass die nun stehenden flächigen Produkte
18 an die erste Transporteinheit 14 übergeben werden. Entsprechend der Darstellung
von Fig. 1 sind die flächigen Produkte 18 dabei vorzugsweise senkrecht stehend.
[0048] In den Fig. 1a und 1b sieht man ein exemplarisches flächiges Produkt 18. Dieses flächige
Produkt 18 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Kuvert 20. Dieses weist eine Vorderseite
26 und eine Rückseite 27 auf. Ferner weist es eine Oberkante 28 und eine Unterkante
28' sowie Seitenkanten 29 und 29' auf. Diese Seitenkanten 29 und 29' bilden den jeweils
äußersten Rand von gegenüberliegenden Enden 31 und 31' des flächigen Produktes 18,
bzw. Kuverts 20.
[0049] Es versteht sich, dass diese Bezeichnungen in erster Linie als Relativangaben mit
Bezug auf die gewöhnliche Verwendung und den gewöhnlichen Betrieb einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung und der damit verbundenen Ausrichtung der flächigen Produkte 18 zu verstehen
sind. Eine ausrichtungsunabhängige Festlegung auf die für das Kuvert 20 dargestellten
Bezeichnungen ist hierbei nicht erwünscht, vielmehr ist eine entsprechende Anpassung
der Bezeichnungen, wenn das Kuvert 20 beispielsweise in einer um 180° gedrehten Ausrichtung
in der Vorrichtung vorliegt, vorzunehmen. So würde dann zum Beispiel die hier gezeigte
Oberkante zur Unterkante und umgekehrt, sowie die Vorderseite entsprechend zur Rückseite
und umgekehrt.
[0050] Wenn zuvor oder im Folgenden von Kuverts 20 die Rede ist, so dient dies lediglich
zur Veranschaulichung an einem Ausführungsbeispiel. Im Allgemeinen und bezogen auf
den Erfindungsgedanken sind hierfür selbstverständlich auch allgemein alle flächigen
Produkte 18 einsetzbar.
[0051] Wie die Übertragung von der Linearfördereinrichtung 13 in die erste Transporteinheit
14 vonstatten geht, ist insbesondere aus den Fig. 2, 2a und 3 ersichtlich.
[0052] Hier ist im Zusammenhang mit Fig. 2 zu erkennen, dass die Linearfördereinrichtung
13 zwei Fördereinheiten 36 und 36' aufweist.
[0053] Diese Fördereinheiten 36 und 36' weisen selber jeweils Leitelemente 38 auf, wobei
zwei sich gegenüberliegende Leitelemente 38 und 38' ein Leitelementpaar 40 bilden.
Die Fördereinheiten 36 und 36' weisen ferner jeweils eine Kette 42 auf, an die die
Leitelemente 38, 38' angeordnet sind.
[0054] Diese Ketten weisen entsprechend der Darstellung von Fig. 2 und 2a eine ovale Form
auf. Sie zeigen somit eine ovale Umlaufkontur. Dabei sind sie zueinander so ausgerichtet,
dass die jeweiligen längeren Achsen, die in Fig. 2a durch die gestrichelten Linien
43 und 43' angedeutet sind, in Transportrichtung 54 gesehen divergieren.
[0055] Wie insbesondere im Zusammenhang mit Fig. 3 zu sehen ist, werden die flächigen Produkte
18 aus einer ersten Transportrichtung 52 zwischen die Fördereinheiten 36 und 36' eingebracht.
[0056] Der weitere Transport innerhalb der Fördereinheiten 36, 36' und im weiteren Verlauf
auch in den Transporteinheiten 14 und 16 erfolgt dann in eine zweite Transportrichtung
54.
[0057] Hierzu werden die zwischen die Fördereinheiten 36 und 36' eingebrachten flächigen
Produkte, zum Beispiel Kuverts 20, zwischen ein erstes Leitelementpaar 40 und ein
in Transportrichtung 54 vorderes zweites Leitelementpaar 40' haltend ergriffen. Das
geschieht insbesondere dadurch, dass die jeweiligen Leitelemente 38, 38' an die flächigen
Seiten der Produkte 18 angelegt werden, vorzugsweise im Bereich der jeweiligen gegenüberliegenden
Enden 31 und 31'. Hierbei sind folglich unter den flächigen Seiten die Vorderseite
26 und die Rückseite 27 eines jeweiligen Produktes 18 zu verstehen.
[0058] Bei einer Ausrichtung des Kuverts 20, bzw. des flächigen Produktes 18, in der die
Vorderseite 26 auch in die zweite Transportrichtung 54 nach vorne schaut, liegen dann
die Leitelemente 38, 38' des vorderen Leitelementpaars 40' an der Vorderseite 26 und
die Leitelemente 38, 38' des hinteren Leitelementpaars 40 an der Rückseite 27 an.
[0059] In einem nächsten Schritt bewegen sich die Ketten 42 in die durch Pfeile 44 bis 50
angedeuteten Richtungen. Dabei nehmen die Leitelementpaare 40 und 40' das entsprechende
Kuvert 20 in die zweite Transportrichtung 54 haltend mit.
[0060] Entsprechend der zuvor gemachten Ausführungen wird so ein flächiges Produkt 18 weitertransportiert
und durch die sich nach außen bewegenden Leitelemente 38 immer mehr von diesen freigegeben.
Dies ist anhand der Fig. 2, 2a und 3 mit den dort gezeigten Kuverts 20 bis 24 gut
nachzuvollziehen. Jedes dieser Kuverts 20 bis 24 ist auf einer unterschiedlichen Stufe
in Transportrichtung 54 bis hin zur Weitergabe an eine nachfolgende Transporteinheit
14 angeordnet.
[0061] Während Kuvert 20 noch als direkt durch die Zuführung 12 zugeführtes Kuvert im Zeitpunkt
der Aufnahme freiliegt, befindet sich das vordere Kuvert 21 schon einen Schritt weiter
und wird zwischen den Leitelementpaaren 40 und 40' tragend gehalten.
[0062] Wie insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen ist, sind die in Transportrichtung 54 gesehen
weiter vorne liegenden Leitelemente 38, die jeweils die folgenden Kuverts 22 und 23
halten, nach und nach aus dem haltenden Eingriff mit diesen Kuverts seitlich ausgefahren.
Den Abschluss bildet dabei das Leitelementpaar 40", welches das Kuvert 24 zuvor noch
in Transportrichtung 54 nach vorne begrenzt hat, nun aber komplett aus dem haltenden
Eingriff ausgefahren ist. Dieses ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel zusätzlich
geringfügig aufgeklappt.
[0063] Das Kuvert 24 befindet sich zu diesem Zeitpunkt nun nicht mehr im haltenden Eingriff
mit den Fördereinheiten 36 und 36'. Demgegenüber befindet es sich nun im haltenden
Eingriff mit Transportelementen 55 und 57 der ersten Transporteinheit 14.
[0064] In der Schnittansicht von Fig. 3 ist für diese Aufnahme und Weitergabe der Kuverts
20 durch die Fördereinheiten 36 und 36' besonders gut zu erkennen, dass die Kuverts
20, oder allgemein die flächigen Produkte 18, zwischen den Leitelementen 38 so gehalten
sind, dass keine zusätzliche Abstützung in Bezug auf die Darstellung von Fig. 3 nach
unten vonnöten ist. Die flächigen Produkte 18 sind hier zwischen den Leitelementen
38 der Fördereinheiten 36 und 36' unter Spannung eingeklemmt.
[0065] Dies wird durch den Aufbau der Leitelemente 38 möglich, der im Folgenden mit Bezug
auf die Fig. 3 und 4 näher erläutert wird.
[0066] Ein Leitelement 38 weist, wie in Fig. 4 gut zu sehen ist, unter anderem ein plattenförmiges
Element 60 und ein federndes Klemmelement 62 auf. Mit Bezug auf die zweite Transportrichtung
54 und der am jeweiligen Transport beteiligten Leitelemente 38 der in Fig. 4 gezeigten
Fördereinheit 36' ist in dieser Ausführungsform das federnde Klemmelement 62 auf der
Rückseite des plattenförmigen Elements 60 angeordnet. Abgesehen von diesem hier gewählten
Ausführungsbeispiel ist es auch vorgesehen, dass das federnde Klemmelement 62 entsprechend
auf der Vorderseite des plattenförmigen Elements 60 angeordnet werden kann. Ferner
ist auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung denkbar, dass zwei federnde Klemmelemente
62 auf Vorder- und Rückseite des plattenförmigen Elements 60 angeordnet sind. Diese
federnden Klemmelemente 62 können als ein Beispiel als dünne plattenförmige Elemente
aus elastischen Materialien hergestellt werden so dass die Produkte 18 geklemmt und
gehalten werden können. So sind z.B. Kunststoff- oder Metallbleche als federnde Klemmelemente
denkbar, beispielsweise in Form einer Blattfeder.
[0067] Die Kette 42, an der die Leitelemente 38 angeordnet sind, weist mehrere aneinanderhängende
Kettenglieder 64 auf. An diesen Kettengliedern 64 sind Halterungen 66 angeordnet.
Über diese Halterungen 66 sind wiederum die plattenförmigen Elemente 60 der Leitelemente
38 angeordnet.
[0068] Wie insbesondere gut in Fig. 4 zu sehen ist, sind die plattenförmigen Elemente 60
schräg an den Kettengliedern 64 angeordnet. Dies ist exemplarisch in Fig. 4 für das
Kettenglied 64' und das plattenförmige Element 60' gezeigt. Hierbei deutet ein Pfeil
68 eine zur Längsachse des Kettenglieds 64' senkrechte Achse an. Ein Pfeil 70 stellt
demgegenüber die Längsachse des plattenförmigen Elements 60' dar. Im Vergleich der
Pfeile 68 und 70 sieht man so, dass die Anordnung des plattenförmigen Elements 60
und somit auch des gesamten Leitelements 38 schräg an den jeweiligen Kettengliedern
64 erfolgt.
[0069] Diese zuvor beschriebene schräge Anordnung führt letztendlich dazu, dass trotz des
schrägen Verlaufs der Kette 42 auf der den flächigen Produkten 18 zugewandten Seite,
wie er durch den Pfeil 48 angedeutet ist, die Leitelemente 38 mit ihren plattenförmigen
Elementen 60 senkrecht zur zweiten Transportrichtung 54 ausgerichtet sind. Diese senkrechte
Ausrichtung ermöglicht dann die Aufnahme der flächigen Produkte 18 zwischen zwei Leitelementen
38, wie im Vorhergehenden näher ausgeführt wurde.
[0070] Der schräge Verlauf entsprechend dem Pfeil 48 auf der den flächigen Produkten 18
zugewandten Seite wird vorgesehen, um das ebenfalls zuvor bereits näher beschriebene
Ausfahren der Leitelemente 38 seitlich und senkrecht zur Transportrichtung 54 entsprechend
der Richtung eines Pfeils 58' für die Fördereinheit 36' und eines Pfeils 58 für die
Fördereinheit 36 zu ermöglichen.
[0071] Der rückseitige Verlauf der Kette 42 auf der den flächigen Produkten 18 abgewandten
Seite findet entsprechend der vorherigen Andeutung im vorliegenden Ausführungsbeispiel
einfach entgegengesetzt zu der den flächigen Produkten 18 zugewandten Seite statt.
Dies ist durch einen Pfeil 50 bzw. 46 angedeutet. Abgesehen von dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist hierbei aber auch denkbar, dass gerade auf der den flächigen Produkten abgewandten
Seite ein beliebiger Verlauf der Kette 42 gewählt werden kann, da diese auf der den
flächigen Produkten 18 abgewandten Seite befindlichen Leitelemente 38 keine Auswirkung
auf die flächigen Produkte 18 oder den zuvor beschriebenen Transport haben.
[0072] Die zuvor beschriebenen federnden Klemmelemente 62 sind, wie im Zusammenhang mit
Fig. 3 gut zu sehen ist, an den plattenförmigen Elementen 60 so angeordnet, dass sie
eine Widerhakenfunktion besitzen. Ein aus der ersten Transportrichtung 52 ankommendes
flächiges Produkt 18 kann so mit Bezug auf Fig. 3 von unten kommend gegen eine Federspannung
des federnden Klemmelements 62 des plattenförmigen Elements 60 eingeführt werden.
Daraufhin drückt dieses federnde Klemmelement 62 das flächige Produkt 18 gegen das
nachfolgende plattenförmige Element 60'. Die widerhakenähnliche Ausgestaltung bzw.
Anordnung des federnden Klemmelements 62 an dem plattenförmigen Element 60 ermöglicht
so, dass ein Herabfallen oder Verrutschen des flächigen Produktes 18 in die zu der
ersten Transportrichtung 52 entgegengesetzte Richtung nicht stattfindet.
[0073] Wie entsprechend der zuvor gemachten Beschreibung nachvollziehbar ist, ist die in
den Fig. 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung so ausgestaltet, dass die beiden Fördereinheiten
36 und 36' synchron bewegbar sind. Das bedeutet, dass beim Betreiben der jeweiligen
Ketten 42 diese zum einen mit der gleichen Geschwindigkeit betrieben werden, zum anderen
aber auch gewährleistet ist, dass die Ausrichtung von zwei Leitelementen 38 und 38'
eines Leitelementpaars 40 stets so ist, dass sie, auf der den flächigen Produkten
18 zugewandten Seite, so angeordnet sind, dass die Leitelemente 38 bzw. die zu ihnen
zugehörigen plattenförmigen Elemente 60 eine Ebene bilden, die zu der zweiten Transportrichtung
54 senkrecht verläuft. Dadurch kann dann ein flächiges Produkt 18 entsprechend stehend
aufgenommen werden und vorzugsweise senkrecht in Transportrichtung 54 transportiert
werden.
[0074] Die Fördereinheiten 36 und 36' sind im Weiteren so ausgebildet, dass sie in Bezug
auf eine Ebene, die durch die Transportrichtungen 52 und 54 aufgespannt wird, zueinander
symmetrisch ausgebildet und ausgerichtet sind. Dies gilt dann auch für ein Leitelementpaar
40, das heißt für jeweilige Leitelemente 38 und 38', die zusammen ein solches Paar
bilden. So wird ein gleichmäßiger und zueinander paralleler Transport der flächigen
Produkte 18 bzw. der Kuverts 20 gewährleistet und umgesetzt.
[0075] Dies wird ferner dadurch begünstigt, dass die Ketten 42, wie in den Fig. 2 und 2a
zu erkennen ist, in einem jeweiligen Abschnitt 72, 72', in dem die flächigen Produkte
18 von den Fördereinheiten 36 und 36' aufgenommen und transportiert werden, einen
geradlinigen Verlauf aufweisen.
[0076] Unter Bezugnahme auf die zuvor gemachten Ausführungen soll im Folgenden noch einmal
kurz das erfindungsgemäße Verfahren zusammenfassend beschrieben werden.
[0077] Hierbei wird zunächst ein flächiges Produkt 18 aus einer ersten Transportrichtung
52 kommend zwischen zwei Leitelementpaare 40 und 40' aufgenommen. Diese Leitelementpaare
40 und 40' bewegen sich aufgrund der Bewegung der Ketten 42, dargestellt durch die
Pfeile 44 bis 50, so weiter fort, dass die zwischen ihnen aufgenommenen flächigen
Produkte 18 in eine zweite Transportrichtung 54 mitgenommen und transportiert werden.
[0078] Die Transportrichtung 54 verläuft im Wesentlichen senkrecht zur ersten Transportrichtung
52.
[0079] Wie zuvor auch bereits beschrieben, bewegen sich die Leitelemente 38 und 38' eines
jeweiligen Leitelementpaars 40 mit Fortschreiten in die Transportrichtung 54 immer
weiter auseinander, wie dies durch die Pfeile 58 und 58' angedeutet ist. Dies führt
dazu, dass die flächigen Produkte 18, bzw. hier Kuverts 20, letztendlich von den Leitelementen
38, 38' freigegeben werden. Dies ist zum Beispiel in Fig. 2 und Fig. 2a für das vordere
Leitelementpaar 40" gezeigt, welches in der dort dargestellten Situation nun das Kuvert
24 wieder freigegeben hat. Wie ebenfalls in den Fig. 2 und 2a zu sehen ist, erfolgt
an dieser Stelle idealerweise gleich eine Übernahme des flächigen Produktes 18, hier
des Kuverts 24, in eine nachfolgende erste Transporteinheit 14, die im vorliegenden
Beispiel die Transportelemente 55 und 57 aufweist. Das Kuvert 24 wird hier durch die
Transportelemente 55 und 57, welche vorzugsweise Transportbänder sind, durch Anlegen
dieser Transportelemente 55 und 57 an die Seitenkanten des Kuverts 24 haltend aufgenommen.
[0080] Daran anschließend folgt ein kontinuierlicher Weitertransport des flächigen Produktes
18, hier des Kuverts 24, in die zweite Transportrichtung 54. Dabei ist das flächige
Produkt 18 stehend und vorzugsweise senkrecht ausgerichtet.
1. Vorrichtung zum Transportieren von flächigen Produkten (18) mit zumindest einer Zuführung
(12) zum Zuführen der flächigen Produkte (18) in einer ersten Transportrichtung (52)
und zumindest zwei Fördereinheiten (36, 36') zum Aufnehmen und zur Weitergabe der
flächigen Produkte (18) in eine zweite Transportrichtung (54), die zur ersten Transportrichtung
(52) senkrecht verläuft, wobei die Fördereinheiten (36, 36') in Bezug auf eine durch
die erste und zweite Transportrichtung (52, 54) aufgespannte Ebene symmetrisch ausgebildet
sind und jeweils eine Mehrzahl von Leitelementen (38, 38') aufweisen, die an die flächigen
Seiten (26, 27) der Produkte (18) anlegbar sind, wobei je ein Leitelement (38) der
einen Fördereinheit (36, 36') mit einem dazu symmetrisch angeordneten Leitelement
(38') der anderen Fördereinheit (36', 36) ein Leitelementpaar (40, 40') bildet, und
wobei die flächigen Produkte (18) zwischen jeweils zwei benachbarte Leitelementpaare
(40, 40') aufnehmbar und durch diese ergreifbar sind und dadurch in die zweite Transportrichtung
(54) stehend transportierbar sind, und wobei die Leitelemente (38, 38') beim Bewegen
in die zweite Transportrichtung (54) nach und nach aus einem haltenden Eingriff mit
den flächigen Produkten (18) ausfahrbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die flächigen Produkte (18) an zwei gegenüberliegenden Enden (31, 31') zwischen jeweils
zwei Leitelemente (38, 38') einer Fördereinheit (36, 36') aufnehmbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Fördereinheiten (36, 36') so zueinander ausgerichtet sind, dass die zwei
Leitelemente (38, 38') eines Leitelementpaars (40, 40', 40") in ihrer Position bei
der Weitergabe der Produkte (18) voneinander weiter beabstandet sind als bei der Aufnahme
der Produkte (18), und beim Transportieren der Produkte (18) nach und nach seitlich
aus einem haltenden Eingriff mit den flächigen Produkten (18) ausfahrbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitelemente (38, 38') ein plattenförmiges Element (60) und zumindest auf einer
Seite dieses plattenförmigen Elements (60) ein federndes Klemmelement (62) aufweisen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinheiten (36, 36') jeweils zumindest eine Kette (42) aufweisen, an denen
die Leitelemente (38, 38') angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitelemente (38, 38') über Halterungen (66) an der Kette (42) angeordnet sind,
wobei die Halterungen (66) vorzugsweise jeweils ein Leitelement (38, 38') mit einem
Kettenglied (64) verbinden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ketten (42) eine ovale Umlaufkontur aufweisen, wobei die längeren Achsen (43,
43') der ovalen Umlaufkonturen der jeweiligen Ketten (42) in Richtung der zweiten
Transportrichtung (54) divergieren.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ketten (42) der Fördereinheiten (36, 36') auf den einander zugewandten Seiten
jeweils zumindest einen geradlinig verlaufenden Abschnitt (72, 72') aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitelemente (38, 38') der zwei Fördereinheiten (36, 36') synchron bewegbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ferner noch zumindest eine Transporteinheit (14, 16) mit zumindest
einem Transportelement (55, 57) zum weiteren Transportieren der flächigen Produkte
(18) aufweist, durch das die flächigen Produkte (18) bei der Weitergabe von den Fördereineinheiten
(36, 36') aufnehmbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinheiten (36, 36') und das zumindest eine Transportelement (55, 57) der
zumindest einen Transporteinheit (14, 16) synchron bewegbar sind.
12. Verfahren zum Transportieren von flächigen Produkten (18) mit einer Vorrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 11, das folgende Schritte aufweist:
- Aufnahme der flächigen Produkte (18) aus einer ersten Transportrichtung (52) zwischen
zwei Leitelementpaare (40, 40'),
- Transportieren der zwischen den Leitelementpaaren (40, 40') gehaltenen flächigen
Produkte (18) in eine zweite Transportrichtung (54), die senkrecht zur ersten Transportrichtung
(52) verläuft,
- fortlaufendes seitliches Auseinanderbewegen der jeweils zwei Leitelemente (38, 38')
eines Leitelementpaars (40, 40') beim Transportieren in die zweite Transportrichtung
(54),
- Freigabe eines jeweiligen flächigen Produktes (18) durch ein komplett auseinanderbewegtes,
in zweite Transportrichtung (54) gesehen vorderes Leitelementpaar (40") und dadurch
Weitergeben des flächigen Produktes (18) an eine nachfolgende Transporteinheit (14,
16).