[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss für ein Kraftfahrzeug mit einem Gesperre umfassend
eine Drehfalle und eine Sperrklinke, mit der die Drehfalle in einer Schließstellung
verriegelt werden kann. Das Gesperre weist ferner einen Blockadehebel auf, mit dem
die Sperrklinke blockiert wird, wenn diese die Drehfalle verriegelt. Die Erfindung
betrifft insbesondere ein Schloss mit einer Sperrklinke für die Hauptrast (nachfolgend
"Hauptrast-Sperrklinke" genannt), einer Sperrklinke für die Vorrast (nachfolgend "Vorrast-Sperrklinke"
genannt) und einem Blockadehebel für die genannte Hauptrast - Sperrklinke. Eine solches
Schloss ist aus der Druckschrift
DE 10 2007 003 948 A1 bekannt.
[0002] Eine Drehfalle eines Kraftfahrzeugschlosses verfügt über einen gabelförmigen Einlaufschlitz,
in den ein Schließbolzen einer Fahrzeugtür oder einer Fahrzeugklappe gelangt, wenn
die Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geschlossen wird. Der Schließbolzen verdreht dann
die Drehfalle von einer geöffneten Stellung - auch Öffnungsstellung genannt - in eine
Schließstellung. Hat die Drehfalle eine Schließstellung erreicht, so kann der Schließbolzen
den Einlaufschlitz der Drehfalle nicht mehr verlassen. In der Schließstellung verriegelt
eine Sperrklinke die Drehfalle, so dass diese nicht mehr in die Öffnungsstellung zurückgedreht
werden kann.
[0003] Regelmäßig gibt es bei einem Schloss für ein Kraftfahrzeug aus Sicherheitsgründen
zwei Schließstellungen, die nacheinander während des Schließens von der Drehfalle
eingenommen werden können, nämlich die sogenannte Vorrast und die sogenannte Hauptrast.
[0004] Um zu vermeiden, dass eine Sperrklinke nicht unplanmäßig aus ihrer verriegelnden
Stellung heraus bewegt wird, kann ein Blockadehebel vorgesehen sein, der eine solche
Bewegung blockiert, wenn die Drehfalle verriegelt ist. Ein solcher hakenförmiger Blockadehebel
ist bei dem aus der Druckschrift
DE 10 2007 003 948 A1 bekannten Schloss für die Hauptrast-Sperrklinke erforderlich, da die Drehfalle und
die Hauptrast-Sperrklinke so konstruiert sind, dass die Sperrklinke in der Hauptrast
die Hauptrast-Sperrklinke aus der verriegelnden Stellung drängt.
[0005] Der aus der Druckschrift
DE 10 2007 003 948 A1 bekannte, drehbar gelagerte Blockadehebel ist durch eine Feder vorgespannt. Aufgrund
dieser Vorspannung übt der Blockadehebel einen Druck auf die Hauptrast - Sperrklinke
in Richtung Drehfalle aus, wenn sich die Drehfalle nicht in der Hauptrast-Stellung
befindet. Dieser Druck ist dafür verantwortlich, dass die Hauptrast-Sperrklinke in
ihre verriegelnde Stellung hinein bewegt wird, wenn die Drehfalle die Hauptrast erreicht.
Die Vorspannung trägt dann weiter dafür Sorge, dass der Blockadehebel abschließend
in die blockierende Stellung bewegt wird, so dass die Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe
so vollständig verschlossen wird.
[0006] Um das Schloss zu entriegeln, wird der Blockadehebel mithilfe der Vorrast - Sperrklinke
entgegengesetzt zu seiner Vorspannung gedreht, bis der Blockadehebel die Hauptrast
- Sperrklinke freigibt. Die Hauptrast - Sperrklinke wird dann durch die Drehfalle
aus der verriegelnden Stellung gedrängt oder durch einen Mitnehmer der Vorrast-Sperrklinke
erfasst und so aus der verriegelnden Stellung heraus bewegt. Im Anschluss daran dreht
sich die Drehfalle aufgrund einer entsprechenden Vorspannung von der Hauptrast in
ihre geöffnete Stellung. Der Schließbolzen kann nun wieder aus dem Einlaufschlitz
heraus bewegt und die entsprechende Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geöffnet werden.
[0007] Die aus der Druckschrift
DE 10 2007 003 948 A1 bekannte Vorrast-Sperrklinke ist durch eine Feder in Richtung Drehfalle vorgespannt.
Diese Vorspannung trägt dafür Sorge, dass die Vorrast-Sperrklinke in ihre verriegelnde
Stellung gelangt, wenn durch entsprechendes Drehen der Drehfalle die dafür erforderliche
Stellung erreicht wird.
[0008] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein gut funktionierendes Schloss für ein Kraftfahrzeug
bereitzustellen.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Schloss mit den Merkmalen des ersten Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Das anspruchsgemäße Schloss für ein Kraftfahrzeug ist mit einem Gesperre aus einer
Drehfalle und wenigstens einer Sperrklinke, insbesondere einer Vorrast-Sperrklinke
für ein erstes Verriegeln der Drehfalle und einer Hauptrast-Sperrklinke für ein nachfolgendes
Verriegeln der Drehfalle versehen. Das Schloss weist außerdem einen Blockadehebel
auf, der die wenigstens eine Sperrklinke blockiert, wenn diese die Drehfalle verriegelt.
Die Sperrklinke kann aus der verriegelnden Stellung nicht heraus bewegt werden, wenn
diese durch den Blockadehebel blockiert ist.
[0011] Im Unterschied zum eingangs genannten Stand der Technik weist der drehbar gelagerte
Blockadehebel wenigstens zwei Hebelarme auf, die sich von der Drehachse aus gesehen
im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Dadurch wird im Vergleich
zum eingangs genannten hakenförmigen Blockadehebel der Schwerpunkt hin zur Drehachse
verlegt. Dies erleichtert das Drehen des Blockadehebels. Im Vergleich zu einem hakenförmigen
Blockadehebel funktioniert das Schloss entsprechend verbessert.
[0012] In einer Ausführungsform der Erfindung wirkt auf einen der beiden Hebelarme eine
Feder ein, die den Blockadehebel in Richtung blockierende Stellung drückt, um den
Blockadehebel in diese Stellung hinein zu bewegen, wenn die entsprechende Sperrklinke
die Drehfalle verriegelt. Bevorzugt ist dieser Hebelarm relativ lang, also etwas länger
als der andere entgegengesetzte Hebelarm, damit die auf diesen Hebelarm wirkende Federkraft
besonders leicht die gewünschte Drehbewegung des Blockadehebels zu bewirken vermag.
[0013] In einer Ausführungsform der Erfindung gibt es einen Anschlag für einen der beiden
Hebelarme und zwar vorzugsweise für den Hebelarm, auf den keine Feder einwirkt. Der
Anschlag wird durch den Hebelarm erreicht, wenn der Blockadehebel in seine blockierende
Stellung gelangt. Hierdurch wird einerseits sichergestellt, dass der Blockadehebel
stets sehr präzise seine blockierende Endstellung erreicht, was für ein gutes Funktionieren
des Schlosses sehr wichtig ist, da die zulässigen Toleranzen in dieser Hinsicht besonders
gering sind. Ist der eine Hebelarm federbelastet und kann der andere Hebelarm gegen
den genannten Anschlag bewegt werden, so haben beide Hebelarme eine weitergehende
technische Funktion. Aus im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel genannten Gründen
ist es vorteilhaft, den nicht federbelasteten Hebelarm für das Erreichen eines Anschlags
zu verwenden. Die Vorspannung, die auf den federbelasteten Hebelarm wirkt, kann dann
nämlich in der im Ausführungsbeispiel erläuterten Weise vorteilhaft mit Hilfe einer
weiteren Sperrklinke gesteuert werden.
[0014] In einer Ausführungsform der Erfindung verfügt der Blockadehebel über einen dritten
Hebelarm, der vorzugsweise relativ kurz und/ oder aus unten genannten Gründen hakenförmig
ist. Dieser Hebelarm ist vorzugsweise relativ kurz, d. h. kürzer als die beiden anderen
genannten Hebelarme, um den Schwerpunkt so wenig wie möglich von der Drehachse weg
zu verlagern. Mit diesem dritten Hebelarm wird die Sperrklinke und zwar vorzugsweise
die Hauptrast-Sperrklinke in die verriegelnde Stellung bewegt und nach Erreichen der
verriegelnden Stellung blockiert. Dieser dritte Hebelarm ist insbesondere aus genannten
Gründen hakenförmig ausgestaltet,
[0015] Es zeigen
- Figur 1 :
- Schließstellung eines Schlosses mit transparent dargestellter Vorrast-Sperrklinke;
- Figur 2:
- Schließstellung des Schlosses aus Figur 1 ;
- Figur 3:
- Öffnungsstellung des Schlosses aus Figur 1 ;
- Figur 4:
- Zwischenstellung des Schlosses aus Figur 1.
[0016] Nachfolgend wird ein in den Figuren 1 bis 4 gezeigtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher erläutert. Anhand des Ausführungsbeispiels werden Vorteile von weiteren Ausführungsformen
der Erfindung verdeutlicht.
[0017] In der Figur 1 ist eine Aufsicht auf eine Gehäusewand 1 eines Fahrzeugschlosses dargestellt.
Die Gehäusewand 1 ist mit einem Einlaufschlitz 2 versehen, in den ein Schließbolzen
3 einer Fahrzeugtür oder einer Fahrzeugklappe hinein gelangt, wenn die zugehörige
Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geschlossen wird. Die Drehfalle 4 ist auf der Gehäusewand
1 drehbar angebracht und kann um ihre Befestigungsachse 5 gedreht werden. In der Figur
1 wird die Hauptrast gezeigt, bei der der im Gehäusewand-Einlaufschlitz 2 befindliche
Schließbolzen 3 von dem Einlaufschlitz der Drehfalle so umschlossen wird, dass der
Schließbolzen 3 nicht mehr aus dem Gehäusewand-Einlaufschlitz 2 heraus bewegt werden
kann. Die entsprechende Tür beziehungsweise die Klappe des Fahrzeugs ist damit verschlossen.
Gezeigt wird die Hauptrast, weil ein Zurückdrehen der Drehfalle gemäß gezeigter Pfeilrichtung
22 in die geöffnete Stellung durch die Hauptrast - Sperrklinke 6 wie dargestellt verhindert
wird. Die Hauptrast - Sperrklinke 6 ist ebenfalls auf der Gehäusewand 1 befestigt
und kann um ihre Befestigungsachse 7 gedreht werden. Die Drehfalle 4 kann durch eine
nicht gezeigte Feder in Richtung geöffnete Stellung vorgespannt sein. Aufgrund einer
solchen Vorspannung drückt die Drehfalle 4 gegen einen Anschlag der Hauptrast - Sperrklinke
mit einem schrägen Verlauf. Dieser schräge Verlauf drängt die Hauptrast - Sperrklinke
aus der verriegelnden Stellung heraus.
[0018] Ist die Drehfalle nicht durch eine Feder vorgespannt, so bewirkt zumindest der Schließbolzen
3 eine Drehbewegung der Drehfalle 4 in Richtung geöffnete Stellung gemäß Pfeil 22,
wenn eine zugehörige Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geöffnet wird. Das damit einhergehende
Drehmoment drängt dann die Hauptrast-Sperrklinke 6 aus der verriegelnden Stellung
heraus.
[0019] Dies wird allerdings in der Hauptrast bei verschlossener Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe
durch einen Blockadehebel 8 wie gezeigt verhindert. Der Blockadehebel 8 ist ebenfalls
auf der Gehäusewand 1 befestigt und kann um seine Befestigungsachse 9 gedreht werden.
An einem seitlichen Konturbereich des Blockadehebels 8 liegt ein Arm 10b einer Feder
10 an. Die Feder 10 ist so vorgespannt, dass der Arm 10b der Feder 10 den Blockadehebel
8 in Richtung der gezeigten Blockadestellung (in Richtung Pfeil 11) drängt. Begrenzt
wird die dadurch verursachte Drehbewegung des Blockadehebels 8 wie gezeigt durch einen
Anschlag 12, der in Form eines vorstehenden Bolzens an der Gehäusewand 1 befestigt
ist. Die Feder 10 ist überwiegend seitlich neben dem Blockadehebel 8 sowie neben einer
Vorrastsperrklinke angeordnet, um eine geringe Bauhöhe zu ermöglichen. Lediglich ein
Arm 10a der Feder 10 reicht über den Blockadehebel 8 hinweg.
[0020] Oberhalb der Hauptrast - Sperrklinke 6 ist eine Vorrast - Sperrklinke angeordnet.
Diese ist ebenfalls an der Achse 7 drehbar befestigt und kann also um diese Achse
7 gedreht werden. Der Umriss 13 der Vorrast - Sperrklinke ist punktiert angedeutet.
Die Vorrast - Sperrklinke 13 umfasst einen Bolzen 14, der sich von der Vorrast - Sperrklinke
in Richtung Gehäusewand 1 erstreckt. An diesem Bolzen 14 liegt der andere Arm 10a
der Feder 10 an. Der andere Arm 10a der Feder 10 drückt in Richtung des Bolzens 14
entlang des Pfeils 15, In der Hauptrast liegt der Bolzen 14 außerdem an einem seitlichen
Konturbereich des Blockadehebels 8 an, um Öffnungsgeräusche zu vermeiden. Wird die
Vorrast - Sperrklinke 13 in Richtung des Pfeils 16 gedreht, so bewirkt der Bolzen
14, dass der Blockadehebel 8 aus der blockierenden Stellung heraus gedreht wird. Zugleich
wird aufgrund der Drehbewegung der Vorrast - Sperrklinke 13 der Federarm 10b mit bewegt.
Dies erleichtert das Drehen des Blockadehebels 8 durch die Sperrklinke 13 für die
Vorrast aus der blockierenden Stellung heraus, weil kein Gegendruck des Federarms
10b zu überwinden ist. Wird der Blockadehebel 8 so aus der blockierenden Stellung
heraus bewegt, so wird die Hauptrast-Sperrklinke 6 aus ihrer gezeigten verriegelnden
Stellung durch die Drehfalle heraus gedrängt. Ergänzend oder alternativ erfasst ein
seitlicher Konturbereich der Vorrast-Sperrklinke 13 infolge der genannten Drehbewegung
einen vorstehenden als Anschlag dienenden Bolzen 17, der auf der Hauptrast-Sperrklinke
6 befestigt ist. Dies hat zur Konsequenz, dass die Hauptrast-Sperrklinke 6 aus der
gezeigten verriegelnden Stellung heraus gedreht wird und die Drehfalle freigibt. Diese
schwenkt dann in Richtung des Pfeils 22 in Richtung geöffnete Stellung und gibt schließlich
den Schließbolzen 3 frei. Die zugehörige Tür oder Klappe kann dann geöffnet werden.
[0021] Die Vorrast-Sperrklinke 13 kann die Drehfalle 4 ebenfalls verriegeln, wenn ein vorstehender
Bolzen 18 der Drehfalle 2 auf den seitlichen Konturbereich 19 der Vorrast-Sperrklinke
13 auftrifft und so ein Drehen der Sperrklinke in Richtung geöffnete Stellung gemäß
Pfeil 22 verhindert. Die Vorrast-Sperrklinke 13 ist durch eine nicht gezeigte Feder
in Richtung Drehfalle und damit in Richtung ihrer verriegelnde Stellung vorgespannt.
Ein als Anschlag dienender vorstehender Bolzen 20, der auf der Gehäusewand 1 befestigt
ist, verhindert das weitere Drehen der Vorrast-Sperrklinke über ihre verriegelnde
Stellung hinaus.
[0022] Die Hauptrast-Sperrklinke 6 ist bevorzugt nicht federbelastet. Die Hauptrast-Sperrklinke
6 wird dann statt dessen allein durch Bewegen der Drehfalle 4, der Vorrast - Sperrklinke
13 und dem Blockadehebel 8 geeignet gedreht, so zum Beispiel durch eine Drehbewegung
des Blockadehebels 8 in die verriegelnde Stellung (Hauptrast) hinein. Das entsprechende
Drehen des Blockadehebels wird durch die gesteuert bereitgestellte Vorspannung der
Feder 10 bewirkt. Diese Vorspannung wird allerdings durch entsprechendes Bewegen der
Vorrast- Sperrklinke gesteuert und so bereitgestellt. Verliert die Feder, mit der
die Vorrast-Sperrklinke in Richtung ihrer verriegelnden Stellung gedrückt wird, ihre
Wirkung, so entfällt damit auch die Vorspannung, die den Blockadehebel in Richtung
blockierende Stellung und damit zugleich die Hauptrast-Sperrklinke in Richtung verriegelnde
Stellung hin zur Drehfalle drückt. Wird eine zugehörige Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe
verschlossen, so kann die Hauptrast-Sperrklinke nicht mehr in die verriegelnde Stellung
einrasten und die entsprechende Tür oder Klappe nicht mehr verschlossen werden
[0023] Um die Hauptrast-Sperrklinke mit Hilfe des Blockadehebels geeignet in die verriegelnde
Stellung hinein zu bewegen, haben sich hakenförmige Endungen 6b und 8a als besonders
geeignet herausgestellt. Der Kopf des Hakens 6b der Hauptrast-Klinke wirkt als Anschlag
für die Drehfalle. Die Hakenspitze des Hakens 6b wird durch den Kopf des Hakens 8a
in der Hauptrast blockiert. Wird der Blockadehebel 8 aus der blockierenden Stellung
heraus gedreht, so verhaken sich die beiden Haken 6b und 8a ineinander, Insgesamt
kann so besonders zuverlässig der gewünschte Bewegungsablauf gewährleistet werden.
Die Haken bewirken außerdem, dass der Hebelarm 8b des Blockadehebels, auf den die
Feder 10 einwirkt, durch den Haken 6b besonders weit nach außen gedrückt wird, wenn
die Drehfalle in die geöffnete Stellung bewegt wird. Dieser Hebelarm des Blockadehebels
liegt dann nicht mehr an dem Bolzen 14 an, wodurch die Vorspannung vergrößert wird,
die dann in der geöffneten Stellung der Drehfalle den Blockadehebel in Richtung blockierende
Stellung drückt. Diese Erhöhung der Vorspannung durch die Feder 10 (indem sich der
entsprechende Hebelarm 8b von dem Bolzen 14 entfernt), wird nicht durch Drehen der
Vorrast-Sperrklinke 13 bewirkt, sondern durch Drehen der Hauptrast-Sperrklinke 6 in
Richtung des Pfeils 16 aus ihrer verriegelnden Stellung heraus. Diese Drehung der
Hauptrast-Sperrklinke wird wiederum durch Drehen der Drehfalle 4 in Öffnungsrichtung
entlang des Pfeils 22 bewirkt. Die für das entsprechende Drehen der Drehfalle 4 erforderliche
Kraft wird bevorzugt durch eine hinreichend stark vorgespannte Feder bereitgestellt,
so dass sich die Bereitstellung einer großen Vorspannung durch die Feder 10 in der
geöffneten Stellung nicht auf die Kraft auswirkt, mit der die Vorrast-Sperrklinke
13 gedreht werden muss, um das Gesperre zu entriegeln,
[0024] Um die Vorrast - Sperrklinke 13 aus ihrer verriegelnden Stellung heraus zu drehen,
um so das Schloss zu entriegeln, wird diese an einem Griffbereich 21 erfasst und gedreht.
Das Erfassen und Drehen der Vorrast-Sperrklinke 13 kann mit Hilfe eines Motors oder
durch manuelle Betätigung erfolgen.
[0025] In der Figur 2 wird das Schloss aus Figur 1 gezeigt. Allerdings ist die Vorrast-Sperrklinke
13 nun nicht transparent dargestellt. Diese verdeckt daher teilweise vor allem die
Hauptrast-Sperrklinke 13.
[0026] In der Figur 3 wird die Stellung der Drehfalle 4, der Hauptrast-Sperrklinke 6, des
Blockadehebels 8, der Feder 10 und des Schließbolzens 3 in der geöffneten Stellung
verdeutlicht. Außerdem wird die Stellung der Vorrast-Sperrklinke 13 durch eine transparente
Darstellung skizziert. Der Schließbolzen 3 kann nun aus dem Einlaufschlitz heraus
bewegt und die zugehörige Tür oder Klappe geöffnet werden. Die Spitze des Hakens 6b
der Hauptrast-Sperrklinke drückt den hakenförmigen Hebelarm 8a und damit auch den
Hebelarm 8b des Blockadehebels 8 weit nach außen. Der Federarm 10b wird damit ebenfalls
weit nach außen gedrückt und die Feder 10 insgesamt stark vorgespannt. Die seitliche
Spitze 4b der seitlichen Kontur 4a, die sich bis zum Eckpunkt 4c erstreckt, trägt
dafür Sorge, dass der Hebel 8b durch den Haken 6b besonders weit nach außen gedrückt
wird und so die Feder 1 0 besonders stark vorgespannt wird. Die Figur 3 verdeutlicht
außerdem, dass die Vorrast-Sperrklinke 13 nicht zur vergrößerten Vorspannung der Feder
10 beiträgt.
[0027] Wird eine Fahrzeugtür, durch die Personen ein- und aussteigen, oder Fahrzeugklappe
mit dem Schließbolzen 3 zugeschlagen, so dreht der Drehbolzen 3 die Drehfalle 4 zurück
in die Richtung Schließstellung. Die Rückseite des Hakens 6b gleitet dann entlang
der seitlichen Kontur 4a, die von dem Eckpunkt 4b bis zu dem Eckpunkt 4c reicht. Dies
führt zwar dazu, dass die Vorspannung der Feder 1 0 zunächst etwas nachlässt, da dann
auch der Blockadehebel 8 zunächst ein wenig zurück in Richtung blockierende Stellung
dreht. Allerding gleitet auch der bolzenförmige Anschlag 14 in Richtung seitliche
Kontur 19 der Vorrast-Sperrklinke 13 und gibt so schließlich die Vorrast-Sperrklinke
13 frei, so dass diese aufgrund ihrer Vorspannung schließlich in Richtung verriegelnde
Stellung dreht und dadurch dann die Vorspannung der Feder 10 wieder in dann erwünschter
Weise erhöht.
[0028] In der Figur 4 wird eine Zwischenstellung zwischen Öffnungsstellung und Schließstellung
der Drehfalle 4 gezeigt. Wird die Drehfalle 4 durch den Bolzen 3 noch etwas weiter
in Richtung Schließstellung gedreht, so rastet die hier wiederum transparent dargestellte
Vorrast-Sperrklinke 13 in ihre verriegelnde Stellung ein und spannt dann die Feder
10 wieder stärker vor. Der Rücken des Hakens 6b wird durch den Hebelarm 8a des durch
die Feder 10 vorgespannten Blockadehebels 8 gegen den seitlichen Konturbereich 4a
der Drehfalle gedrückt.
[0029] Die beiden Hebelarme 8b und 8c verlaufen zwar bogenförmig, aber im Vergleich zum
eingangs genannten aus der Druckschrift
DE 10 2007 003 948 A1 bekannten Stand der Technik deutlich gestreckter. In diesem Sinne umfasst der Blockadehebel
zwei Hebelarme 8b, 8c, die sich von der Drehachse 9 des Blockadehebels aus gesehen
im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Der kurze Hebelarm 8c ist
tendenziell etwas dicker als der längere Hebelarm 8b ausgestaltet, um so den Schwerpunkt
in Richtung Drehachse 9 zu verlagern.
1. Schloss für ein Kraftfahrzeug mit einem Gesperre aus einer Drehfalle und wenigstens
zwei Sperrklinken, nämlich einer Vorrast-Sperrklinke (13) für ein erstes Verriegeln
der Drehfalle und einer Hauptrast-Sperrklinke (13) für ein nachfolgendes Verriegeln
der Drehfalle, sowie mit einem drehbaren Blockadehebel (8), der die wenigstens eine
Sperrklinke (6) blockiert, wenn diese die Drehfalle (4) verriegelt, dadurch gekennzeichnet, dass der Blockadehebel zwei Hebelarme (8b, 8c) umfasst, die sich von der Drehachse (9)
aus gesehen im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen erstrecken.
2. Schloss nach Anspruch 1, bei dem eine Feder (10) auf einen der beiden Hebelarme(8b)
einwirkt, um den Blockadehebel (8) durch Federkraft in die blockierende Stellung zu
bewegen.
3. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem ein Anschlag (12) für einen
der beiden Hebelarme (8c) vorgesehen ist, der von dem Hebelarm (8c) erreicht wird,
wenn der Blockadehebel seine blockierende Stellung einnimmt.
4. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem gegen den Hebelarm (8c), der gegen
einen Anschlag bewegt werden kann, keine Feder drückt.
5. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Blockadehebel mit einem
dritten Hebelarm (8a) für das Bewegen und Blockieren der Sperrklinke (6) versehen
ist.
6. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem der dritte Hebelarm (8a) kürzer
als die beiden anderen Hebelarme (8b, 8c) ist.
7. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem auf einen Hebelarm (8b) eine
Feder (10) einwirkt und dieser Hebelarm der längste Hebelarm des Blockadehebels ist.
8. Schloss nach dem vorgehenden Anspruch, bei dem der Blockadehebel durch eine vorgespannte
Vorrast-Sperrklinke (1 3) so vorgespannt werden kann, dass dieser die Hauptrast-Sperrklinke
in die verriegelnde Stellung zu bewegen vermag.
9. Schloss für ein Kraftfahrzeug mit einem Gesperre aus einer Drehfalle und wenigstens
zwei Sperrklinken, nämlich einer Vorrast-Sperrklinke (1 3) für ein erstes Verriegeln
der Drehfalle und einer Hauptrast-Sperrklinke (13) für ein nachfolgendes Verriegeln
der Drehfalle, mit einem drehbaren Blockadehebel (8), der die wenigstens eine Sperrklinke
(6) blockiert, wenn diese die Drehfalle (4) verriegelt, sowie mit einer Feder (10),
die zwischen der Vorrast-Sperrklinke (1 3) und einem Blockadehebel (8b) eingespannt
ist und die durch Vorspannung den Blockadehebel (8) zu bewegen vermag, wobei die Vorspannung
durch Bewegen der ersten Sperrklinke (13) bereitgestellt werden kann.
10. Schloss nach dem vorgehenden Anspruch, bei dem der Blockadehebel (8) durch seine Vorspannung
die Hauptrast-Sperrklinke (6) in die verriegelnde Stellung zu bewegen vermag.