[0001] Die Erfindung betrifft ein Türband für die aufgesetzte Montage an Hohlkammersystemen,
mit einem ersten Bandteil und einem zweiten Bandteil, die jeweils zumindest einen
Bandrollenabschnitt aufweisen und an den Bandrollenabschnitten um eine vertikale Drehachse
miteinander verbunden sind, wobei das erste Bandteil einen sich von seinem zumindest
einen Bandrollenabschnitt weg erstreckenden Bandlappen mit einem ebenen freien Ende
und ein für die Anordnung zwischen dem freien Ende und einem Rahmenprofil vorgesehenes
Anlageelement umfasst. Das Türband ist insbesondere für Türen vorgesehen, bei denen
die Zarge und/oder der Türflügel einen Hohlkammerprofilrahmen aufweisen, der vorzugsweise
aus Aluminium, Stahl oder Edelstahl gebildet ist.
[0002] Die Befestigung des Türbandes erfolgt üblicherweise seitlich an der Schmalseite des
Türflügels sowie an der Laibungsseite der Zarge, wobei dann die zur Befestigung vorgesehenen
Teile wie Befestigungsschrauben oder dergleichen in dem Spalt zwischen Türflügel und
Zarge verdeckt angeordnet sind, während die Bandrollenabschnitte an einer Seite der
Tür aus diesem seitlichen Spalt herausgeführt sind. Um das Türband an Hohlkammerprofilen
befestigen zu können und dabei eine hohe Belastbarkeit zu erreichen, können die Bandteile
des Türbandes jeweils ein Einschubstück aufweisen, welches in einen Hohlraum innerhalb
des Rahmenprofils von Zarge bzw. Türflügel einsetzbar ist.
[0003] Ein Türband für die aufgesetzte Montage an Hohlkammersystemen ist aus der
DE 100 06 868 A1 bekannt.
[0004] Bei Türbändern ist es von Vorteil, wenn diese in einem gewissen Maße verstellbar
sind, so dass während der Montage eine genaue Ausrichtung möglich ist. Durch eine
Höhenverstellung in vertikaler Richtung kann das Spaltmaß an der Oberseite und der
Unterseite des Türflügels eingestellt werden. So kann der Spalt an der Unterseite
des Türflügels auf ein möglichst kleines Maß eingestellt werden, bei dem noch eine
zuverlässige, klemmfreie Bewegung des Türflügels möglich ist. In der Regel kann durch
eine vertikale Verstellung auch der Türflügel nachträglich angehoben werden, wenn
dieser sich während der Benutzung in einem gewissen Maße setzt.
[0005] Um bei der Schwenkbewegung des Türbandes ein Klemmen zu vermeiden und einen Türflügel
symmetrisch und flächenbündig in eine Türzarge einzusetzen, sind des Weiteren horizontale
Verstellungen bekannt. Mittels einer Verstellung in einer horizontalen Richtung kann
der Türflügel in der Schließposition parallel zu seinen Frontflächen bewegt werden,
um an beiden Längsrändern des Türflügels den seitlichen Spalt einzustellen. Die beschriebene
horizontale Verstellung wird entsprechend auch als Seitenverstellung bezeichnet.
[0006] Durch eine bezogen auf die Schließstellung des Türflügels dazu senkrechte horizontale
Verstellung kann eine Verstellung in Richtung der Dicke des geschlossenen Türflügels
erfolgen. Durch eine solche Verstellung kann der Türflügel weiter in die von der Zarge
gebildete Öffnung hinein bzw. aus dieser heraus bewegt werden. Je nach konkreter Ausgestaltung
des Hohlkammersystems kann dadurch zwischen dem Türflügel und der Türzarge an der
Innenseite und/oder der Außenseite der Tür ein stufenloser, bündiger Übergang erreicht
werden. Bei Hohlkammersystemen ist es des Weiteren üblich, durch eine Stufenform Überlappungen
zwischen dem Türflügel und der Türzarge zu bilden, wobei dann in diesem Überlappungsbereich
eine in Türdickenrichtung komprimierbare Dichtung eingesetzt wird. Durch die beschriebene
Verstellung kann die Kompression dieser Dichtung eingestellt werden, weshalb die Verstellung
in dieser zweiten horizontalen Richtung auch als Andruckverstellung bezeichnet wird.
[0007] Türbänder für die aufgesetzte Montage an Hohlkammersystemen mit den eingangs beschriebenen
Merkmalen, die eine vertikale Höhenverstellung und eine horizontale Seitenverstellung
aufweisen, sind aus der Praxis bekannt (
Gesamtprogramm Simonswerk "Bandsysteme für Türen, Fenster und Tore", 2005/06, Seiten
409 bis 412). Gemäß der üblichen Ausgestaltung weist das an der Türzarge zu befestigende Bandteil
zwei Bandrollenabschnitte auf, zwischen denen ein Bandrollenabschnitt des an dem Türflügel
zu befestigenden Bandteils angeordnet ist. Die Befestigung an den Strangprofilen des
Zargenrahmens und des Türflügels erfolgt üblicherweise über Schrauben, die durch das
Rahmenprofil hindurch in zuvor eingelegte Einschubstücke oder direkt in Gewinde des
Rahmenprofils eingreifen, wenn dies alleine eine ausreichende Tragfestigkeit aufweist.
Da die Bandteile auf Rahmenprofile aufgesetzt werden, ist eine möglichst kompakte
Bauform notwendig. Eine Andruckverstellung ist insbesondere aufgrund des geringen
zur Verfügung stehenden Bauraums bei den bekannten Türbändern für die aufgesetzte
Montage nicht verwirklicht.
[0008] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Türband für
die aufgesetzte Montage an Hohlkammersystemen anzugeben, welches mit einfachen Mitteln
eine präzise Verstellung in horizontaler Richtung ermöglicht. Insbesondere soll bei
einer kompakten Bauweise des Türbandes eine Andruckverstellung bereitgestellt werden.
[0009] Ausgehend von einem Türband für die aufgesetzte Montage an Hohlkammersystemen mit
den eingangs beschriebenen Merkmalen wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass der Bandlappen in der Ebene des freien Endes und senkrecht zu der Drehachse gegenüber
dem Anlageelement durch zumindest eine Stellspindel positionierbar ist, wobei die
Stellspindel an einer ersten Seite in einer Ausnehmung des freien Endes formschlüssig
gehalten ist und an einer zweiten Seite ein Gewinde aufweist, welches in ein Gewindeloch
eines abgewinkelten Abschnitts des Anlageelementes eingreift, und wobei die Stellspindel
zur Verdrehung an der zweiten Seite einen endseitigen Ansatz für ein Werkzeug aufweist.
Die zweite Seite der zumindest einen Stellspindel ist bei einer geöffneten Tür direkt
und leicht zugänglich, wodurch eine einfache Handhabung erreicht wird. Das Anlageelement
kann beispielsweise eine L-Form mit einer Anlagefläche für das freie Ende mit dem
von der Anlagefläche senkrecht abgewinkelten Abschnitt aufweisen.
[0010] Zweckmäßigerweise ist der Ansatz für ein Werkzeug innerhalb des Durchmessers des
Gewindes gebildet, so dass der endseitige Ansatz bei einem Teil des Verstellweges
oder über den gesamten Verstellweg versenkt innerhalb des zugeordneten Gewindelochs
angeordnet ist, wodurch bei einer möglichst kleinen Bauform ein ausreichender Stellweg
bereitgestellt werden kann. Als Ansatz kann beispielsweise ein einfacher Schlitz oder
ein Kreuzschlitz vorgesehen sein. Des Weiteren kann der Ansatz aber auch die Form
eines Innenvierkants, eines Innensechskants, einer Torx- oder einer vergleichbaren
formschlüssigen Aufnahme aufweisen, um mit einem komplementär ausgebildeten Werkzeug
verdreht zu werden.
[0011] Die Stellspindel kann insbesondere die Form einer Schraube aufweisen, wobei an der
ersten Seite der Stellspindel eine Verdickung in Form eines Kopfes vorgesehen ist,
der in einer T-förmigen Ausnehmung des freien Endes des Bandlappens gehalten ist.
Die zweite Seite der Spindel weist dann ein Gewinde mit einer durchgehenden zylindrischen
Mantelfläche auf, wobei jedoch im Unterschied zu einer herkömmlichen Schraube der
zuvor beschriebene endseitige Ansatz für ein Werkzeug ausgebildet ist.
[0012] Die erfindungsgemäße Verstellung in einer horizontalen Richtung kann mit lediglich
einer Stellspindel realisiert werden, wobei dann jedoch nur eine punktuelle Abstützung
erfolgt, so dass ein deutliches Verkippen auftreten kann, wenn keine dem Verkippen
entgegenwirkenden Maßnahmen wie die Ausbildung zusätzlicher Führungen vorgesehen ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist deshalb vorgesehen, dass der Bandlappen
gegenüber dem Anlageelement durch zwei Stellspindeln, die in einem Abstand zueinander
parallel angeordnet sind, verstellbar ist. Durch eine wechselweise Betätigung der
Stellspindeln kann eine gleichmäßige und präzise Verstellung über einen weiten Bereich
erfolgen. Etwaige Schrägstellungen oder Verklemmungen können durch die Betätigung
einer der beiden Schrauben ausgeglichen werden.
[0013] Der erste Bandlappen und die zumindest eine Bandrolle des ersten Bandteils können
aus einem Blechstück gebildet sein, wobei die Ausnehmung für die formschlüssige Aufnahme
der Stellspindel sowie Löcher für Schrauben durch Bohren, Fräsen oder Stanzen gebildet
werden können. Der Bandrollenabschnitt des ersten Bandteils wird normalerweise durch
ein Umbiegen oder Zusammenrollen des Bleches gebildet, so dass insgesamt der Bandlappen
und der Bandrollenabschnitt des ersten Bandteils zusammenhängend und einstückig gefertigt
sind. Neben geringen Kosten und einer einfachen Herstellung ausgehend von Blech als
Grundmaterial zeichnet sich das erste Bandteil auch durch eine besonders hohe Festigkeit
aus. Wenn das zweite Bandteil gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
zwei voneinander beabstandete Bandrollenabschnitte umfasst, können auch diese Bandrollenabschnitte
mit jeweils angrenzenden Bandlappenstücken in entsprechender Weise aus jeweils einem
Blechstück gebildet sein.
[0014] Die Profile für Hohlkammersysteme von Türen weisen häufig Stufen auf, die auch zur
Anordnung von Dichtungen genutzt werden können. Der Bandlappen ist dann zweckmäßigerweise
entsprechend dem Verlauf des Rahmenprofils gebogen, wozu der Bandlappen des ersten
Bandteils zwischen dem ebenen freien Ende und seinem Bandrollenabschnitt gekröpft,
d. h. abgewinkelt ist. Zweckmäßig ist insbesondere eine S-Form mit zwei rechten Winkeln.
Die Komponenten des zweiten Bandteils sind entsprechend auszuformen.
[0015] In an sich bekannter Weise kann zur Fixierung der Bandteile an den zugeordneten Rahmenprofilen
jeweils ein in das Rahmenprofil einsetzbares Einschubstück vorgesehen sein. So wird
gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung zur kraftschlüssigen Befestigung des ersten
Bandteils an dem zugeordneten Rahmenprofil ein in das Rahmenprofil einsetzbares Einschubstück
und Befestigungsschrauben genutzt, wobei die Befestigungsschrauben im montierten Zustand
zumindest Löcher des Anlageelementes durchgreifen und in Innengewinde des Einschubstücks
eingreifen. Das Einschubstück kann dabei so bemessen sein, dass es eine Kammer des
Rahmenprofils in Türdickenrichtung zumindest im Wesentlichen ausfüllt, so dass das
Einschubstück in dieser Richtung ohne Spiel oder nur mit einem geringen Spiel gehalten
ist. Um dann eine Verstellung mittels der zumindest einen Stellspindel zu ermöglichen,
ist zweckmäßigerweise vorgesehen, dass die Befestigungsschrauben im montierten Zustand
Löcher des Anlageelementes und des freien Endes durchgreifen, wobei die Löcher des
Anlageelementes und/oder des freien Endes als Langlöcher ausgebildet sind, die sich
parallel zu der zumindest einen Stellspindel erstrecken. Alternativ wäre es auch denkbar,
dass nur das Anlageelement unmittelbar mit dem Einschubstück verbunden ist, wobei
dann das freie Ende des Bandlappens nur über eine direkte Verbindung mit dem Anlageelement
fixiert ist. Allerdings ist bei einer solchen Ausgestaltung die Stabilität zumindest
in einem gewissen Maße reduziert.
[0016] Neben der erfindungsgemäßen Andruckverstellung weist das Türband bevorzugt auch Verstellmittel
zur vertikalen Verstellung parallel zur Drehachse und/oder Einrichtungen zur Seitenverstellung
auf. Eine besonders einfache Seitenverstellung kann dadurch erreicht werden, dass
das erste Bandteil zumindest eine zwischen dem freien Ende des Bandlappens und dem
Anlageelement einlegbare Distanzplatte zur Abstandseinstellung aufweist. Üblicherweise
wird ein Satz mit zumindest zwei Distanzplatten bereitgehalten, die auch eine unterschiedliche
Dicke aufweisen können. Zur Einstellung eines gewünschten Abstandes bei der Seitenverstellung
können während der Montage eine entsprechend dicke Distanzplatte, wenn vorhanden,
eingelegt oder mehrere gleiche oder unterschiedlich dicke Distanzplatten kombiniert
werden. Je nach Ausgestaltung des Türbandes kommt alternativ auch eine Seitenverstellung
durch Distanzplatten oder sonstige Verstellmöglichkeiten an dem zweiten Bandteil in
Betracht.
[0017] Um eine Verstellung in vertikaler Richtung zu ermöglichen, kann entsprechend den
aus der Praxis bekannten Ausführungen ein separates Element unterhalb des zweiten
Bandteils montiert werden, wobei dieses separate Element dann ein verstellbares Abstützmittel
aufweist, mit dem das zweite Bandteil anhebbar und absenkbar ist.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das zweite Bandteil eine
auf ein Rahmenprofil auflegbare Montageplatte auf. Diese Montageplatte kann beispielsweise
Mittel zur Verstellung, insbesondere Mittel zur Vertikalverstellung aufnehmen. So
kann an der Montageplatte ein Bock mit einem Gewindestift zur Abstützung vorgesehen
sein, wobei der als separates Bauteil ausgebildete Bock mit einem Schiebesitz formschlüssig
in einer Führungsausnehmung der Montageplatte gehalten ist und unter der Wirkung der
darauf lastenden Komponenten des zweiten Bandteils unterseitig von einer Anschlagfläche
begrenzt ist. Dabei ergibt sich der Vorteil, dass die Montageplatte auf besonders
kostengünstige Weise aus Blech oder einem anderen Flachmaterial gebildet werden kann,
während lediglich der Bock einen erhöhten Fertigungsaufwand erfordert.
[0019] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Komponenten eines erfindungsgemäßen Türbandes für die aufgesetzte Montage an Hohlkammersystemen
in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 2
- das Türband gemäß der Fig. 1 im montierten Zustand an Hohlkammerprofilen einer geöffneten
Tür in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 3
- einen Horizontalschnitt durch eine Anordnung gemäß der Fig. 2 bei einem geschlossenen
Türflügel.
[0020] Das in den Figuren dargestellte erfindungemäße Türband umfasst ein erstes Bandteil
1 mit einem Bandrollenabschnitt 2a und ein zweites Bandteil 3 mit zwei voneinander
beabstandeten Bandrollenabschnitten 2b, 2c, zwischen denen der Bandrollenabschnitt
2a des ersten Bandteils 1 eingesetzt ist. Die Bandteile 1, 3 sind an den Bandrollenabschnitten
2a, 2b, 2c mit einem von einer Stiftschraube 4 gehaltenen Stift 5 drehbar verbunden,
wobei in den beiden Bandrollenabschnitten 2b, 2c des zweiten Bandteils 3 zur Sicherung
des Stiftes 5 jeweils eine Madenschraube 6 vorgesehen ist. Während in den Bandrollenabschnitten
2b, 2c des zweiten Bandteils 3 Distanzbuchsen 7 den Stift 5 umgeben, sind in dem Bandrollenabschnitt
2a des ersten Bandteils 1 in den Figuren nicht dargestellte Laufbuchsen zur Lagerung
des Stiftes 5 und zur Abstützung zwischen den Bandteilen 1, 3 vorgesehen.
[0021] Das erste Bandteil 1 umfasst einen sich von seinem Bandrollenabschnitt 2a weg erstreckenden
Bandlappen 8 mit einem ebenen freien Ende 9 und ein für die Anordnung zwischen dem
freien Ende 9 und einem türflügelseitigen Rahmenprofil 10 vorgesehenes, im Wesentlichen
L-förmiges Anlageelement 11.
[0022] Der Bandlappen 8 ist in der Ebene des freien Endes 9 und senkrecht zu der vertikalen
Drehachse gegenüber dem Anlageelement 11 durch zwei Stellspindeln 12 positionierbar.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel weisen die Stellspindeln 12 die Form von Schrauben auf,
wobei die Stellspindeln 12 an einer ersten Seite mit jeweils einem Kopf 13 in T-förmigen
Ausnehmungen 14 des freien Endes 9 gehalten sind und an einer zweiten Seite ein Gewinde
15 aufweisen, welches jeweils in ein Gewindeloch 16 des L-förmig abgewinkelten Abschnitts
des Anlageelementes 11 eingreift.
[0023] Um die Stellspindeln 12 auf einfache Weise drehen zu können, ist an ihrer zweiten
Seite ein endseitiger Ansatz 17 für ein Werkzeug vorgesehen, der gemäß dem Ausführungsbeispiel
als Innensechskant ausgeführt ist. Alternativ können auch ein Schlitz, ein Kreuzschlitz
sowie Ansätze in Form eines Innenvierkant oder in Form einer Torx-Aufnahme vorgesehen
sein. Da der Ansatz 17 innerhalb des Durchmessers 15 gebildet ist, kann der Ansatz
17 über den gesamten Verstellweg oder zumindest einen Teil des Verstellweges der Stellspindeln
12 in dem jeweils zugeordneten Gewindeloch 16 versenkt angeordnet sein, wodurch bei
einer besonders kompakten Bauweise ein ausreichender Verstellbereich für die Andruckverstellung
in einer ersten horizontalen Richtung x entlang der Längsrichtung der Stellspindeln
12 bereitgestellt werden kann.
[0024] Die Fixierung des ersten Bandteils 1 an dem zugeordneten türflügelseitigen Rahmenprofil
10 erfolgt gemäß einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 mit der Fig. 3 dadurch,
dass Befestigungsschrauben 18a, 18b im montierten Zustand Langlöcher 19a, 19b des
freien Endes 9 sowie Löcher 20 in dem Anlageelement 11 und in den Figuren nicht dargestellte
Öffnungen in der Wand des türflügelseitigen Rahmenprofils 10 durchgreifen und in Gewinde
21 eines in das türflügelseitige Rahmenprofil 10 eingesetzten Einschubstücks 22a eingreifen.
[0025] Die Einstellung des Bandlappens 8 gegenüber dem Anlageelement 11 erfolgt bei nicht
vollständig angezogenen Befestigungsschrauben 18a, 18b. Nachdem dann die gewünschte
Andruckverstellung mittels der Stellspindeln 12 eingestellt ist, werden die Befestigungsschrauben
18a, 18b fest angezogen, so dass dann dauerhaft eine Kraftabstützung über die Befestigungsschrauben
18a, 18b und nicht über die Stellspindeln 12 erfolgt.
[0026] Das in dem Ausführungsbeispiel dargestellte Türband für die aufgesetzte Montage an
Hohlkammersystemen erlaubt insgesamt eine Einstellung in zwei horizontalen Richtungen
x, y und einer vertikalen Richtung z. So umfasst das erste Bandteil 1 zwei zwischen
dem freien Ende 9 des Bandlappens 8 und dem Anlageelement 11 einlegbare Distanzplatten
23 zur Ermöglichung einer Seitenverstellung in einer zweiten horizontalen Richtung
y, wobei zur Einstellung keine, lediglich eine oder beide Distanzplatten 23 eingeschoben
werden können. Die Distanzplatten 23 können als Satz eine gleiche oder zur Erhöhung
der Variationsmöglichkeiten eine unterschiedliche Dicke aufweisen. Schließlich können
auch mehr als zwei Distanzplatten 23 bereitgehalten werden.
[0027] Der Bandlappen 8 und der Bandrollenabschnitt 2a des ersten Bandteils sind gemeinsam
aus einem Blechstück gebildet. Um dem stufenförmigen Verlauf des türflügelseitigen
Rahmenprofils 10 und eines zargenseitigen Rahmenprofils 24 zu folgen, ist der Bandlappen
2a zwischen dem ebenen freien Ende 9 und dem Bandrollenabschnitt 2a gekröpft.
[0028] Bei dem zweiten Bandteil 3 sind die Bandrollenabschnitte 2b, 2c und daran anschließende
Bandlappenstücke 25a, 25b in entsprechender Weise aus zwei separaten Blechstücken
gebildet. Zur Befestigung an dem zargenseitigen Rahmenprofil 24 umfasst das zweite
Bandteil 3 gemäß einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 3 ein in das zargenseitige
Rahmenprofil 24 eingesetztes Einschubstück 22b. Um eine Verstellung in vertikaler
Richtung z zu ermöglichen, umfasst das zweite Bandteil 3 des Weiteren eine Montageplatte
26, die an ihrem unteren Ende zum Anheben und Absenken des zweiten Bandteils 3 einen
Bock 27 mit einem Gewindestift 28 aufnimmt.
[0029] Die Montageplatte 26 ist im Bereich vorstehender Teile des ersten Bandteils 1 mit
Durchbrechungen 29 versehen, in welche die vorstehenden Teile eintauchen können. So
werden beispielsweise die Köpfe 13 der Stellspindeln 12 sowie die Köpfe eines Teils
der Befestigungsschrauben 18b aufgenommen. Durch das Zusammenwirken der vorstehenden
Befestigungsschrauben 18b mit der Montageplatte 26 kann auf besonders vorteilhafte
Weise auch ein gewisser Aufhebelschutz des Türbandes bei geschlossener Tür erreicht
werden. Die Durchbrechungen 29 erlauben darüber hinaus eine unmittelbare Annäherung
des Bandlappens 8 des ersten Bandteils 1 an die Bandlappenstücke 25a, 25b des zweiten
Bandteils 3, so dass auch dadurch eine besonders kompakte Ausgestaltung erreicht wird.
1. Türband für die aufgesetzte Montage an Hohlkammersystemen, mit einem ersten Bandteil
(1) und einem zweiten Bandteil (3), die jeweils zumindest einen Bandrollenabschnitt
(2a, 2b, 2c) aufweisen und an den Bandrollenabschnitten (2a, 2b, 2c) um eine Drehachse
miteinander verbunden sind,
wobei das erste Bandteil (1) einen sich von seinem zumindest einen Bandrollenabschnitt
(2a) weg erstreckenden Bandlappen (8) mit einem ebenen freien Ende (9) und ein für
die Anordnung zwischen dem freien Ende (9) und einem Rahmenprofil (10) vorgesehenes
Anlageelement (11) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bandlappen (8) in der Ebene des freien Endes (9) und senkrecht zu der Drehachse
gegenüber dem Anlageelement (11) durch zumindest eine Stellspindel (12) positionierbar
ist, wobei die Stellspindel (12) an einer ersten Seite in einer Ausnehmung (14) des
freien Endes (9) formschlüssig gehalten ist und an einer zweiten Seite ein Gewinde
(15) aufweist, welches in ein Gewindeloch (16) eines abgewinkelten Abschnitts des
Anlageelementes (11) eingreift, und wobei die Stellspindel (12) zur Verdrehung an
der zweiten Seite einen endseitigen Ansatz (17) für ein Werkzeug aufweist.
2. Türband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (17) für ein Werkzeug innerhalb des Durchmessers des Gewindes (15) gebildet
ist.
3. Türband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur kraftschlüssigen Befestigung des ersten Bandteils (1) an dem zugeordneten Rahmenprofil
(10) ein in das Rahmenprofil (10) einsetzbares Einschubstück (22a) und Befestigungsschrauben
(18a, 18b) vorgesehen sind, wobei die Befestigungsschrauben (18a, 18b) im montierten
Zustand zumindest Löcher (20) des Anlageelementes (11) durchgreifen und in Gewinde
(21) des Einschubstücks (22a) eingreifen.
4. Türband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschrauben (18a, 18b) im montierten Zustand Löcher (20) des Anlageelementes
(11) und des freien Endes (9) durchgreifen, wobei die Löcher (20) des Anlageelementes
(11) und/oder des freien Endes (9) als Langlöcher (19a, 19b) ausgebildet sind, die
sich parallel zu der zumindest einen Stellspindel (12) erstrecken.
5. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandlappen (8) gegenüber dem Anlageelement (11) durch zwei Stellspindeln (12)
verstellbar ist.
6. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandlappen (8) zwischen dem ebenen freien Ende (9) und dem Bandrollenabschnitt
(2a) des ersten Bandteils (1) gekröpft ist.
7. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandlappen (8) und der zumindest eine Bandrollenabschnitt (2a) des ersten Bandteils
(1) aus einem Blechstück gebildet sind.
8. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bandteil (1) zumindest eine zwischen dem freien Ende (9) des Bandlappens
(8) und dem Anlageelement (11) einsetzbare Distanzplatte (23) zur Abstandseinstellung
aufweist.
9. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch Verstellmittel zur Verstellung parallel zur Drehachse.
10. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bandteil (3) eine auf ein Rahmenprofil (24) auflegbare Montageplatte (26)
umfasst.