[0001] Die Erfindung betrifft eine Führungsschiene für einen entlang eines Verfahrwegs bewegbaren
Flügel, insbesondere Schiebetürflügel, sowie damit ausgestattete Flügelanlagen.
[0002] Thermisch isolierende Führungsschienen für entlang eines Verfahrwegs bewegbare Flügel
sind beispielsweise aus der
DE 110 2007 003 904 A1 bekannt. Darin ist beispielsweise eine Bodenschwelle offenbart, die aus zwei Teilen
besteht, zwischen denen eine thermische Isolierung angeordnet ist. In eine Aufnahme
der thermischen Isolierung ist eine Rollenführung eingesetzt, auf der eine Rolle eines
Flügels geführt abrollt. Zur Aufnahme des Flügelgewichts liegt die Rollenführung gemäß
einer Variante bereichsweise auf Bereichen der thermischen Trennung auf, die auf dem
jeweiligen Bodenschwellenteil aufliegt. D. h. das Flügelgewicht wird auf das jeweilige
Bodenschwellenteil übertragen. D. h. die thermische Trennung muss so ausgestaltet
sein, dass das Flügelgewicht zumindest zum Teil in die Bodenschwellenteile abgeleitet
wird. Alternativ ist eine thermische Trennung angegeben, die das gesamte Flügelgewicht
aufnehmen muss. Dazu ist vorgesehen, dass die thermische Trennung einen Hohlraum aufweist,
in dem eine Strebe ausgebildet ist, die parallel zur Flügelebene ausgebildet ist,
sich entlang der Längserstreckung der thermischen Trennung erstreckt und den Hohlraum
zweiteilt. Was bei einer ungleichmäßigen Verteilung des Flügelgewichts auf die thermische
Trennung passiert, ist nicht erkennbar. Es kann sein, dass die thermische Trennung
derart verformt wird, dass sie im Bereich eines der Hohlräume vertikal zusammengedrückt
wird, was die Betriebssicherheit beeinträchtigen kann. Beide Arten von Bodenschwelle
haben den Nachteil, dass sie nur für unterseitig rollengelagerte Flügel geeignet sind,
wobei die Rotationsachsen der Rollen derartiger Flügel quer zur Flügelebene verlaufen.
Thermisch isolierende Führungsschienen sind auch aus den Dokumenten
WO99/64709A1,
EP 0 112 199 B1,
DE 7618 882 U und
DE 2 010 663 A bekannt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zumindest zu verringern.
[0004] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Eine erfindungsgemäße Führungsschiene weist zwei Seitenelemente auf, die sich entlang
des Verfahrwegs erstrecken und zueinander beabstandet sind. Die Führungsschiene weist
ferner ein Zwischenelement auf, das sich ebenfalls entlang eines vorbestimmten Verfahrwegs
erstreckt und aus einem schlecht Wärme leitenden Material gebildet ist. Es ist zwischen
den beiden Seitenelementen angeordnet ist und vorzugsweise an zwei einander gegenüberliegenden,
abgewandten Seiten an den Seitenelementen befestigt. Die Seitenelemente bilden mit
dem Zwischenelement eine Ausnehmung, die ausgebildet ist, ein bewegbares Teil, beispielsweise
einen Schiebeflügel, entlang dieses Verfahrwegs zu führen, und dem bewegbaren Teil
zugewandt ausgebildet ist. Da die Seitenelemente einander nicht kontaktieren, kann
das Zwischenelement eine Wärmeentkopplung zwischen den Seitenelementen realisieren.
Es ist also möglich, die Anzahl möglicher Wärmebrücken zu verringern, die es zwischen
zwei Räumen geben kann, die voneinander thermisch zu isolieren sind, und zwischen
denen die Führungsschiene angeordnet werden soll. Im Rahmen der Erfindung bedeutet
thermisch Isolieren eine begrenzte oder vollumfängliche, d. h. praktisch ohne Wärmeverlust,
realisierte thermische Trennung zweier Räume voneinander bzw. eine Wärmedämmungs-
oder Wärmeisolationswirkung zwischen diesen zwei Räumen. Da die Ausnehmung die Führung
übernimmt, können auch die Seitenelemente die Führung des bewegbaren Teils übernehmen.
Das bewegbare Teil muss also nicht zwangsläufig über Rollen verfügen, die auf einer
gesondert ausgebildeten Rollenführung geführt werden müssen. Ferner können die Rollen
auch auf den Seitenelementen abrollen. Der Vorteil ist also, dass diese Art von Führungsschiene
bei verschiedenartig geführten Teilen einsetzbar ist. Ferner werden die Vorteile der
thermischen Isolierung beibehalten. Zudem kann die Anzahl an notwendigen Teilen weiterhin
sehr gering gehalten werden. Zudem ist es möglich, die Seitenelemente identisch auszubilden,
wodurch die Anzahl an Gleichteilen erhöht werden kann, womit Kostenersparnisse einhergehen.
[0006] Das Zwischenelement ist, in Längserstreckung gesehen, innen hohl. Durch den Hohlraum
wird die thermische Isolationswirkung verbessert.
[0007] Der Hohlraum ist mit einer Füllung aus einem schlecht Wärme leitenden Material versehen.
Geeignetes Material kann beispielsweise Styropor oder komprimiertes Dichtungsband
sein.
[0008] Die Führungsschiene kann als Laufschiene ausgebildet sein, entlang der das bewegbare
Teil geführt ist. Dies ermöglicht den Einsatz der Führungsschiene beispielsweise als
Schiebeflügel-Boden(führungs)schiene oder Deckenschiene, wobei der Schiebeflügel Laufrollen
aufweist, die auf der Führungsschiene abrollen, und auf denen der Flügel abgestützt
sein kann.
[0009] Eine erfindungsgemäße Flügelanlage, die typischerweise zwei Räume voneinander separiert,
weist eine der vorhergehend angegebenen Führungsschienen auf. Ferner weist sie zumindest
einen Flügel auf, der als bewegbares Teil von der Führungsschiene geführt aufgenommen
oder an dieser gelagert ist. Die Führungsschiene ist dabei in Richtung von einem der
Räume zum anderen der Räume hin thermisch isolierend ausgebildet.
[0010] Der Flügel ist zu den Seitenelementen der zugehörigen Führungsschiene vorzugsweise
im Abstand angeordnet. Dadurch werden Reibung und Verschleiß zwischen Seitenelementen
und Flügel vermieden.
[0011] Vorzugsweise ist der Flügel mittels Rollen und/oder zumindest eines Gleit- bzw. Führungsstücks
in der Führungsschiene geführt.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Flügelanlage mit einer Führungsschiene gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfindung,
- Figur 2
- eine Flügelanlage mit einer Führungsschiene gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung,
- Figur 3
- eine Flügelanlage mit einer Führungsschiene gemäß einer dritten Ausführungsform der
Erfindung,
- Figur 4
- eine Führungsschiene gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung und
- Figur 5
- eine nicht erfindungsgemäße Führungsschiene.
[0013] Figur 1 zeigt eine Flügelanlage 1, die exemplarisch einen als Schiebe(tür)flügel
ausgebildeten, entlang eines Verfahrwegs hier in die Blattebene hinein bewegbaren
Flügels 2 aufweist. Der Flügel 2 umfasst eine Laufrolle 6, die auf einer Laufschiene
110 rollend gelagert ist. Der Schiebeflügel 2 ist vorzugsweise thermisch isolierend
ausgebildet. Die Flügelanlage 1 trennt bzw. separiert zwei Räume 7, 8 voneinander.
D. h. die Begehungsrichtung der Flügelanlage 1, sofern es sich um eine Schiebetüranlage
handelt, verläuft von rechts nach links bzw. umgekehrt in Figur 1.
[0014] Die Laufschiene 110 ist mithilfe einer Einschubnut 111 auf einen korrespondierenden
Vorsprung 121 eines Isolationsteils 120 in Richtung des Verfahrens aufgeschoben und
vorzugsweise klemmend aufgenommen. Das Isolationsteil 120 ist Teil einer Führungsschiene
100, die in Verbindung mit der Laufschiene 110 vorgesehen ist, den Flügel 2 entlang
seines Verfahrwegs zu führen.
[0015] Hier rechts- und linksseitig des Isolationsteils 120 sind zwei Seitenelemente 130
angeordnet, die über hier schwalbenschwanzartige Einschubvorsprünge 131 in korrespondierenden
Aufnahmenuten 122 des Isolationsteils 120 eingeschoben sind. Die Führungsschiene 100
ist im gezeigten Beispiel als Bodenschiene ausgebildet, die auf bzw. in einem nicht
dargestellten Boden auf- bzw. eingesetzt ist.
[0016] Das Isolationsteil 120 ist aus einem schlecht Wärme leitenden Material gebildet.
Die Seitenelemente 130 hingegen können aus einem beliebigen Material, beispielsweise
aus Metall, hergestellt sein. Da die Seitenelemente 130 einander nicht berühren können,
ist durch das dazwischen liegende Isolationsteil 120 eine erste thermisch isolierende
Brücke gebildet. Das gleiche gilt für die Laufschiene 110, die aufgrund des fehlenden
körperlichen Kontakts mit den Seitenelementen 130 ebenfalls aus Metall ausgebildet
sein kann.
[0017] Die Rolle(n) 6 des Flügels 2 rollt(en) auf einer exemplarisch ballig ausgebildeten
Lauffläche 112 der Laufschiene 110 ab und sind exemplarisch auf Achsen 5 frei rotierbar
angeordnet, die im Flügel 2 befestigt sind.
[0018] In den Flügel 2 sind an den Seitenelementen 130 zugewandten Flächen Bürstendichtungen
3 angeordnet, die an einem jeweiligen der Seitenelemente 130 abdichtend anliegen.
Damit schließen der Flügel 2, die Bürstendichtungen 3, die Seitenelemente 130 und
das Isolationsteil 120 einen (zweiten) Hohlraum 4 ein, der ebenfalls thermisch isolierend
wirkt.
[0019] Da die Laufschiene 110 ausschließlich auf dem Isolationsteil 120 aufliegt, muss dieses
Isolationsteil 120 das Gewicht des gesamten Flügels 2 bzw. der Rollen 6 aufnehmen.
Aus diesem Grund kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Isolationsteil 120,
entlang des Verfahrwegs im Querschnitt gesehen, einen hier nicht bezeichneten Hohlraum
4 aufweist, in dem eine Füllung 123 eingebracht ist. Die Füllung 123 ist in Verbindung
mit dem Isolationsteil 120 und der Laufschiene 110 in der Lage, das Gewicht des Flügels
2 aufzunehmen. Die Füllung 123 verhindert also, dass der Flügel 2 über die Rolle 6
und die Laufschiene 110 den oberen Bereich des Isolationsteils 120 nach unten drücken
kann. Damit ist eine sichere vertikale Führung des Flügels 2 gewährleistet.
[0020] Figur 2 zeigt die Führungsschiene 100 einer Flügelanlage 1, ausgebildet als Deckenschiene.
Auch hier gibt es eine Laufschiene 110, die nunmehr unterseitig auf ein Isolationsteil
120 aufgesetzt ist und den Flügel 2 bzw. dessen obere Rolle(n) 6 entlang des Verfahrenswegs
wiederum in die Blattebene hinein führt. Die Laufschiene 110 ist im gezeigten Beispiel
auf als Rastnasen ausgebildete Vorsprünge 121 aufgeklipst. Die Rastnasen 121 weisen
zueinander einen vorbestimmten Abstand auf, sodass sie gegebenenfalls aufeinander
zu zurück gedrückt werden können, um die Laufschiene 110 abnehmen zu können.
[0021] Das Isolationsteil 120 muss im Fall einer Deckenschienenausführung kein Gewicht aufnehmen.
Um die Stabilität des Isolationsteils 120 zu verbessern, ist im Bereich des Hohlraums
eine X-förmige Verstrebung 124 ausgebildet, sodass vier (Teil-)Hohlräume 4 gebildet
sind. Die Hohlräume 4 verbessern die thermische Isolationswirkung des Isolationsteils
120 in Bezug auf die Räume 7 und 8 seitlich bzw. unterhalb der Führungsschiene 100.
Auch hier verfügt der Flügel 2 über Bürstendichtungen 3, die an den Seitenelementen
130 abdichtend anliegen.
[0022] Figur 3a zeigt eine Flügelanlage 1 gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
Hier ist die Führungsschiene 100 wiederum als Bodenführungsschiene ausgebildet. Allerdings
gibt es keine Laufschiene 110, die auf das Isolationsteil 120 aufgesetzt ist. Das
Innere des Isolationsteils 120 ist freigelassen, sodass hier ein Hohlraum 4 entsteht.
Er ist mit einer thermisch isolierenden Füllung aufgefüllt. Wiederum seitlich des
Isolationsteils 120 sind Seitenelemente 130 ortsfest angebracht. Oberhalb des Isolationsteils
120 bilden die einander zugewandten Flächen der Seitenelemente 130 Führungsflächen
bzw. -wände 132 für den Flügel 2 bzw. dessen hier um eine jeweils vertikale Rotationsachse
5 rotierbar angeordnete Lauf- bzw. Führungsrollen 6. Die hier vordere Rolle 6 rollt
am linken Seitenelement 130 ab, während die hintere, verdeckte Rolle 6 am rechten
Seitenelement 130 abrollt. Um zu vermeiden, dass dieser Bereich zwischen den Seitenelementen
130 ein Wärmebrücke bilden kann, sind seitlich des Flügels 2 Bürstendichtungen 3 angeordnet,
die oberhalb der Rollen 6 an dem jeweils zugehörigen Seitenelement 130 vorzugsweise
vorgespannt anliegen. Damit entstehen zwischen den Bürstendichtungen 3, den Seitenelementen
130 und dem Isolationsteil 120 zwei zusätzliche Hohlräume 4, die durch die Rotationsachsen
5 und den darauf rotierbar aufgenommenen Führungsrollen 6 voneinander separiert sind.
Diese beiden Hohlräume 4 dienen der thermischen Isolation zwischen den Räumen 7, 8.
[0023] Figur 3b zeigt die Anordnung von in einer Ansicht von oben in Figur 3a, wobei die
Büstendichtungen 3 aus Darstellungsgründen weggelassen sind. Hier ist besonders gut
zu erkennen, dass die obere Rolle 6 an der Führungswand 132 des rechten Seitenelements
130 abrollt, während die untere Rolle 6 an der Führungswand 132 des linken Seitenelements
130 der Führungsschiene 100 abrollt. Das Isolationsteil 120 befindet sich hier unterhalb
der Rollen 6 bzw. des Flügels 2. Ferner sind die Rotationsachsen 5 der Führungsrollen
6 zu erkennen und die voneinander thermisch isolierten Räume 7, 8 bezeichnet.
[0024] Am anderen, hier nicht dargestellten, weiter oben in Figur 3b ausgebildeten Ende
des Flügels 2 ist zumindest eine weitere Rolle 6 vorgesehen, die ebenfalls am linken
Seitenelement 130 abrollt. Dadurch ist eine verkantungsfreie Führung des Flügels 2
in der Führungsschiene 100 gewährleistet.
[0025] Figur 4 zeigt wiederum ausschnittsweise eine Flügelanlage 1 gemäß einer anderen Ausführung.
Hier gibt es keine Rollen 6. Ein nicht weiter dargestellter Flügel 2 ist mittels eines
Gleit- bzw. Führungsstücks 9 in einer Führungsschiene 100 gemäß einer vierten Ausführungsform
der Erfindung entlang eines Verfahrwegs hier wieder in die Blattebene hinein geführt
aufgenommen. Die Flügelanlage 1 separiert wieder zwei Räume 7, 8 voneinander. Die
Führungsschiene 100 umfasst wiederum zwei Seitenelemente 130, die, im Querschnitt
gesehen, mehrfach abgekantet sind.
[0026] Jedes Seitenelement 130 umfasst im oberen Endbereich jeweils einen Auflageschenkel
133, der auf einen nicht dargestellten Boden aufgelegt und beispielsweise mit diesem
verschraubt ist. Zu diesem Zweck stehen die Auflageschenkel 133 seitlich in Figur
4 weiter hervor als der sonstige Bereich der Seitenelemente 130 bzw. der Führungsschiene
100.
[0027] Das Hervorstehen der Auflageschenkel 130 hat noch einen anderen Vorteil. Soll die
Führungsschiene 100 direkt in den Boden eingelassen werden, muss in diesen eine nutenartige
Aufnahme beispielsweise mittels Einfräsens ausgebildet werden. Dadurch entstehen üblicherweise
zumindest abschnittsweise Spalte zwischen Bodenaufnahme und Wandabschnitten 135 bzw.
138. Die Auflageschenkel 130 überbrücken diese Spalte. Damit muss die Bodenaufnahme
nicht so präzise ausgeführt werden, als wenn die Auflageschenkel 130 seitlich nicht
derart hervorstehen würden. Im Ergebnis kann die Bodenaufnahme mit geringerer Genauigkeit
und damit einfacher, schneller bzw. billiger hergestellt werden.
[0028] An einander zugewandten Enden der Auflageschenkel 133 schließen sich zwei in Richtung
Boden bzw. Isolationsteil 120 erstreckende vertikale Wandabschnitte an, die als Führungswände
132 für das Gleit- bzw. Führungsstück 9 des Flügels 2 dienen. An unteren Enden der
Wandabschnitte 132 schließen sich zwei voneinander weg erstreckende horizontale Wandabschnitte
134 an. Auflageschenkel 133 und Wandabschnitte 132, 134 des jeweiligen Seitenelements
130 schließen voneinander weg weisende, hier im Querschnitt rechteckförmige, nutenartige
Ausnehmungen ein, die zum Eingriff korrespondierender Eingriffsabschnitte eines nicht
abgebildeten, im Boden verankerten Bodenprofils oder des Bodens selbst dienen können.
[0029] An den einander abgewandten Enden der Wandabschnitte 134 schließen sich zwei vertikale
Wandabschnitte 135 an, die von den Auflageschenkeln 133 wegweisend ausgebildet sind.
An den somit unteren Enden der Wandabschnitte 135 schließen sich zwei wieder horizontale
Wandabschnitte 136 an, die aufeinander zulaufend ausgebildet sind und trotzdem zueinander
beabstandet sind. An den einander zugewandten Enden der Wandabschnitte 136 schließen
sich zwei Befestigungsabschnitte an, die exemplarisch als schleifenartige Wandabschnitte
137 ausgebildet sind. Damit ergeben sich für das jeweilige Seitenelement 130 zwei
obere, nach unten weisende Einsetzvorsprünge 140, in die das Isolationsteil 120 mit
korrespondierenden, nach oben weisenden Aufnahmenuten 122 eingesetzt ist. Der Bereich
dieser Einsetzvorsprünge 140 ist durch Kreise gekennzeichnet.
[0030] An diese Wandabschnitte 137 schließen sich zwei vertikale Wandabschnitte 138 ein,
die sich von den Auflageschenkeln 133 weg erstrecken. An den unteren Enden der Wandabschnitte
138 schließen sich zwei horizontale Wandabschnitte 139 an, die sich aufeinander zu
erstrecken, an ihren einander zugewandten Enden in Richtung Auflageschenkel 133 abknicken
und zueinander beabstandet sind. Damit ergeben sich für das Isolationsteil 120 Einsetzvorsprünge
140, in die das Isolationsteil 120 mit korrespondierenden, nach unten weisenden Aufnahmenuten
122 eingesetzt ist. Zur Verbesserung der thermischen Isolationswirkung weist das Isolationsteil
120 wiederum einen Hohlraum 4 auf. Das Isolationsteil 120 schließt in Verbindung mit
den an ihm angebrachten Seitenelementen 130 und dem Führungs- bzw. Gleitstück 9 einen
zusätzlichen, thermisch isolierend wirkenden Hohlraum 4 ein.
[0031] Figur 5 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Flügelanlage 1 mit einer nicht erfindungsgemäßen
Führungsschiene 100. Im oberen Bereich ist bzw. sind die Führungsschiene 100 bzw.
die Seitenelemente 130 gemäß der vierten Ausführungsform der Erfindung gestaltet.
Allerdings fehlen im unteren Bereich die Abschnitte 136 bis 139. D. h. der untere
Bereich besteht ausschließlich aus den vertikalen Wandabschnitten 135. Das Isolationsteil
120 ist in Form eines blockartigen, im Querschnitt rechteckförmigen Teils ausgebildet.
Das Isolationsteil 120 ist beispielhaft mittels Verklebens an den Seitenelementen
130 befestigt, und zwar an den vertikalen Wandabschnitten 135. Wiederum ist zwischen
den vertikalen Wandabschnitten 132 der Seitenelemente 130 ein Führungs- oder Gleitstück
9 eines sonst nicht dargestellten Flügels 2 geführt aufgenommen.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die vorgeschriebenen Ausführungsformen beschränkt. Die
vorbeschriebenen Rollen 6 und Führungsschienen 100 können gegeneinander ausgetauscht
sein. Ferner kann jede Führungsschiene 100 auch vertikal angeordnet sein, um beispielsweise
ein Vertikalfenster, d. h. einen entlang eines vertikalen Bewegungswegs verfahrbaren
Flügel, geführt und thermisch isoliert aufzunehmen.
[0033] Die Rollen 6 in Verbindung mit der Laufschiene 110 können durch das Gleit, bzw. Führungsstück
9 ersetzt sein bzw. damit kombiniert sein. Im letzteren Fall würden die Rotationsachsen
5 der Rollen 6 vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zu den Führungsflächen des Führungs-
bzw. Gleitstücks 7 verlaufen.
[0034] Die Bürstendichtungen 3 können gegen jede andere Art von Dichtung, beispielsweise
gegen Dichtlippen, ausgetauscht oder mit diesen kombiniert sein. Ferner können derartige
Dichtungen anstelle am Flügel 2 alternativ oder zusätzlich an den Seitenelementen
130 oder am Führungs- bzw. Gleitstück 7 angebracht sein.
[0035] Die gezeigte Befestigung des Isolationsteils 120 mittels Schwalbenschwanzführung
oder Klebens kann durch jede andere kraft- und/oder formschlüssige Befestigung ersetzt
sein.
[0036] Die ballige Lauffläche der gezeigten Laufschienen 110 und/oder Rollen 6 kann auch
anders geformt, beispielsweise eben ausgebildet sein.
[0037] Die Laufschiene 110 kann ebenfalls mittels jeglicher Befestigungsweise am Isolationsteil
120 angebracht und/oder selbst Wärme schlecht leitend ausgebildet sein.
[0038] Die in Bezug auf Figur 4 beschriebenen nutenartige Ausnehmungen können entfallen.
[0039] Die vorbeschriebenen Führungsschienen 100 bzw. Isolationsteile 120 können hinsichtlich
ihrer gesamten Form oder der Gestaltung ihrer Hohlräume 4 gegeneinander ausgetauscht
oder miteinander kombiniert werden, sofern die jeweiligen Stabilitätskriterien erfüllt
werden. Beispielsweise könnte die in Figur 2 dargestellte Deckenschiene auch als Bodenführungsschiene
gemäß Figur 1 eingesetzt werden.
[0040] Je mehr Hohlräume zwischen zwei voneinander thermisch zu isolierenden Teilen bzw.
Räumen 7, 8 existieren, umso besser ist die gesamte thermische Isolationswirkung.
Daher ist vorgesehen, in den in den Figuren erkennbaren, mit dem Bezugszeichen 4 versehenen
oder auch nicht näher bezeichneten Hohlräumen zusätzliches wärmedämmendes Material
einzusetzen.
[0041] Im Fall von Hohlräumen, die von sich relativ zueinander bewegbaren Elementen 2, 100
umgeben bzw. von diesen gebildet sind, erstreckt sich das wärmedämmende Material nur
so weit, dass die Relativbewegung nicht behindert wird. Geeignetes Material ist beispielsweise
Styropor oder ähnlich wirkendes Material, das in den jeweiligen Hohlraum gemäß den
Figuren in die Blattebene hinein einschiebbar gestaltet sein kann. Anderes Material
kann vorkomprimiertes Dichtungsband sein. Dieses Dichtungsband ist so ausgebildet,
dass es sich beim Aufrollen und Auf- bzw. Einkleben auf bzw. in die jeweiligen, den
jeweiligen Hohlraum umschließende Flächen entspannt und dabei den Hohlraum zumindest
teilweise füllt. Beim Entspannen entstehen im Dichtungsband viele luftblasenartige
Hohlräume, die die thermische Isolationswirkung verstärken.
[0042] Im Fall exemplarisch des in Figur 1 dargestellten Hohlraums 4 innerhalb des Isolationsteils
120 kann dadurch die Wärmestrahlwirkung der üblicherweise aus gut Wärme leitenden,
aber körperlich stabilem Material hergestellten Seitenelemente 130 zueinander gesenkt
werden, wodurch die gesamte thermische Isolationswirkung verbessert wird.
[0043] Im Ergebnis wird durch die Erfindung eine enorm einfach aufgebaute, thermische isolierende
Führungsschiene 100 bereitgestellt, die universell bei entlang eines Verfahrwegs verfahrbaren
bzw. bewegbaren Flügeln 2 bzw. damit ausgestatteten Flügelanlagen 1 einsetzbar ist.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Flügelanlage
- 2
- Flügel
- 3
- Bürstendichtung
- 4
- Hohlraum
- 5
- Achse
- 6
- Rolle
- 7
- Raum
- 8
- Raum
- 9
- Gleitstück
- 100
- Führungsschiene
- 110
- Laufschiene
- 111
- Einschubnut
- 112
- Lauffläche
- 120
- Isolationsteil
- 121
- Vorsprung
- 122
- Aufnahmenut
- 123
- Füllung
- 124
- Verstrebung
- 130
- Seitenelement
- 131
- Einschubvorsprung
- 132
- Führungswand
- 133
- Auflageschenkel
- 134
- horizontaler Wandabschnitt
- 135
- vertikaler Wandabschnitt
- 136
- horizontaler Wandabschnitt
- 137
- schleifenartiger Wandabschnitt
- 138
- vertikaler Wandabschnitt
- 139
- horizontaler Wandabschnitt
- 140
- Einsetzvorsprung
1. Führungsschiene (100), aufweisend
• zwei Seitenelemente (130), die
- sich entlang eines vorbestimmten Verfahrwegs erstrecken und
- zueinander beabstandet sind, sowie
• ein Zwischenelement (120), das
- sich ebenfalls entlang des Verfahrwegs erstreckt,
- aus einem schlecht Wärme leitenden Material gebildet ist,
- zwischen den beiden Seitenelementen (130) angeordnet ist und
- an den beiden Seitenelementen (130) befestigt ist,
• wobei die Seitenelemente (130) mit dem Zwischenelement (120) eine Ausnehmung bilden,
die
- ausgebildet ist, ein bewegbares Teil (2) entlang des Verfahrwegs zu führen, und
- dem bewegbaren Teil (2, 7) zugewandt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (120),
in Längserstreckung gesehen, innen hohl ist und der innere Hohlraum (4) des Zwischenelements
(120) mit einer Füllung aus einem schlecht Wärme leitenden Material versehen ist.
2. Führungsschiene (100) gemäß Anspruch 1,
ferner aufweisend eine Laufschiene (110), auf der das bewegbare Teil (6, 9) geführt
ist.
3. Führungsschiene (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprühe, ausgebildet als Decken-
oder Bodenschiene.
4. Flügelanlage (1),
• separierend zwei Räume (7, 8) voneinander und
• aufweisend
- eine Führungsschiene (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche sowie
- zumindest einen Flügel (2), der als bewegbares Teil (2, 7) von der Führungsschiene
(100) geführt aufgenommen oder gelagert ist,
• wobei die Führungsschiene (100) in Richtung von einem der Räume (7, 8) zum anderen
der Räume (8, 7) hin thermisch isolierend ausgebildet ist.
5. Flügelanlage (1) gemäß Anspruch 4, wobei der Flügel (2) zu den Seitenelementen (130)
der zugehörigen Führungsschiene (100) im Abstand angeordnet ist.
6. Flügelanlage (1) gemäß Anspruch 4 oder 5, wobei der Flügel (2) mittels Rollen (6)
und oder zumindest eines Gleit- bzw. Führungsstücks (7) in der Führungsschiene (100)
geführt ist.
1. A guiding rail (100), including
• two lateral elements (130), which
- extend along a predetermined displacement path, and
- are spaced apart towards each other, as well as
• an intermediate element (120), which
- likewise extends along the displacement path,
- is formed from a poor heat conducting material,
- is disposed between the two lateral elements (130), and
- is attached to the two lateral elements (130),
• wherein the lateral elements (130) with the intermediate element (120) form a recess,
which
- is configured for guiding a movable part (2) along the displacement path, and
- is oriented towards the movable part (2, 7),
characterized in that the intermediate element (120), when seen in longitudinal extension, is hollow on
the inside and the inner hollow space (4) of the intermediate element (120) is provided
with a filling of a poor heat conducting material.
2. The guiding rail (100) according to claim 1, furthermore including a running rail
(110), on which the movable part (6, 9) is guided.
3. The guiding rail (100) according to any of the preceding claims, configured as a ceiling
or floor rail.
4. A leaf installation (1),
• separating two rooms (7, 8) from each other, and
• including
- a guiding rail (100) according to any of the preceding claims, as well as
- at least one leaf (2), which is accommodated to be guided or supported as a movable
part (2, 7) by the guiding rail (100),
• wherein the guiding rail (100) is configured to be thermally insulating in the direction
from one of the rooms (7, 8) to the other one of the rooms (8, 7).
5. The leaf installation (1) according to claim 4, wherein the leaf (2) is disposed at
a distance to the lateral elements (130) of the associated guiding rail (100).
6. The leaf installation (1) according to claim 4 or 5, wherein the leaf (2) is guided
by means of rollers (6) or by at least one sliding, respectively guiding member (7)
in the guiding rail (100).
1. Rail de guidage (100), présentant
• deux éléments latéraux (130), lesquels
- s'étendent le long d'un chemin de déplacement prédéterminé, et
- sont espacés l'un de l'autre, de même que
• un élément intermédiaire (120), lequel
- s'étend également le long du chemin de déplacement,
- est formé de matière pauvre conductrice de chaleur,
- est agencé entre les deux éléments latéraux (130), et
- est attaché aux deux éléments latéraux (130),
• les deux éléments latéraux (130) avec l'élément intermédiaire (120) formant un évidement,
lequel
- est aménagé à guider une pièce déplaçable (2) le long du chemin de déplacement,
et
- est orienté vers la pièce déplaçable (2, 7)
caractérisé en ce que l'élément intermédiaire (120), vue dans l'extension longitudinale, est creux à l'intérieur
et l'espace creux intérieur (4) de l'élément intermédiaire (120) est pourvu d'un remplissage
de matière mauvaise conductrice de chaleur.
2. Rail de guidage (100) selon la revendication 1, présentant en outre un rail de roulement
(110) sur lequel la pièce déplaçable (6, 9) est guidé.
3. Rail de guidage (100) selon l'une des revendications précédentes, aménagée comme rail
de plafond ou rail au sol.
4. Installation de vantaux (1),
• séparant deux salles (7, 8) l'une de l'autre, et
• présentant
- un rail de guidage (100) selon l'une des revendications précédentes, de même que
- au moins un vantail (2), qui est accommodé de façon guidée ou supporté comme pièce
déplaçable (2, 7) par le rail de guidage (100),
• le rail de guidage (100) étant aménagé de façon thermiquement isolante en direction
d'une des salles (7, 8) vers l'autre des salles (8, 7).
5. Installation de vantaux (1) selon la revendication 4, dans laquelle le vantail (2)
est agencé à distance par rapport aux éléments latéraux (130) du rail de guidage (100)
associé.
6. Installation (1) selon la revendication 4 ou 5, dans lequel le vantail (2) est guidé
au moyen de galets (6) et ou au moins d'une des pièces coulissante respectivement
de guidage (7) dans le rail de guidage (100).