Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines elektronisch gesteuerten Gaskochgerätes
zur Optimierung eines Wärmeeintrags von einem Brenner des Gaskochgerätes in ein auf
einer Kochstelle des Gaskochgerätes angeordnetes Kochgefäß nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein elektronisch gesteuertes Gaskochgerät nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 11.
[0002] Hat ein Anwender den Wunsch, bei einem Gaskochgerät ein Kochgut in einem Kochgefäß
möglichst schnell zu erhitzen, ist in der Regel eine hohe Brennerleistung erforderlich,
meistens wird sogar die höchste Brennerleistung ausgewählt. Eine hohe Brennerleistung
jedoch kann, insbesondere bei einem für diese Kochstelle zu kleinen Kochgefäß, zu
einem vermehrten Wärmeeintrag am Rand des Kochgefäßes und damit zu einem ungleichmäßigen
Wärmeeintrag und eventuell sogar zu einem Anbrand des Kochguts am Rand führen. Außerdem
können bei Flüssigkeiten, die beim Überlaufen an der heißen Topfwand verdampfen, unerwünschte
Spritzeffekte auftreten. Dies bedeutet, dass der Anwender für ein zufriedenstellendes
Kochergebnis den Kochvorgang genau beobachten bzw. das Kochgut gegebenenfalls unter
Rühren erhitzen sollte bzw. die Brennerleistung rechtzeitig reduzieren sollte, um
einen Anbrand bzw. die Spritzeffekte zu vermeiden. Dies kann für den Anwender jedoch
einen Komfort-Nachteil darstellen. Ein solcher Kochprozess ist außerdem wegen der
hohen Wärmeverluste aufgrund der großen Wärmeabgabe in die Umgebung nicht energieoptimiert,
weil die Energie des Brenners bzw. des verbrannten Gases nicht optimal genutzt wird.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren zum Betrieb
eines elektronisch gesteuerten Gaskochgerätes sowie ein solches Gaskochgerät zu schaffen,
mit welchem ein Kochvorgang auch bei hohen Brennerleistungen optimiert werden kann,
insbesondere mit dem der Komfort für einen Anwender während eines Kochvorgangs erhöht
wird und mit dem ein Wärmeeintrag von einem Brenner in ein Kochgefäß verbessert wird,
indem dieser Wärmeeintrag in das Kochgefäß über einen Kochgefäßboden möglichst gleichmäßig
verteilt wird.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
durch ein elektronisch gesteuertes Gaskochgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 11.
Vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren
Ansprüche und werden im Folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird
durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht. Manche der nachfolgenden
Merkmale und Eigenschaften treffen sowohl auf das Verfahren als auch auf das elektronisch
gesteuerte Gaskochgerät zu. Sie werden teilweise nur einmal beschrieben, und gelten
jedoch unabhängig davon sowohl für das Verfahren als auch für das Gaskochgerät.
[0005] Es ist ein Verfahren zum Betrieb eines elektronisch gesteuerten Gaskochgerätes vorgesehen,
das mindestens eine Kochstelle mit einem Brenner aufweist. Während des Betriebs bzw.
eines Kochvorgangs ist ein Kochgefäß mit einem Kochgefäßboden mit einem Kochgefäßbodendurchmesser
auf dieser Kochstelle angeordnet und der Brenner dieser Kochstelle brennt mit einem
Brenner-Flammkreisdurchmesser entsprechend einer eingestellten Brennerleistung.
[0006] Erfindungsgemäß wird während des Kochvorgangs der Brenner-Flammkreisdurchmesser und
somit die Brennerleistung des Brenners verändert zur Optimierung eines Wärmeeintrags
mit einem über den Kochgefäßboden möglichst gleichmäßig verteilten Wärmeeintrag vom
Brenner in das Kochgefäß. Durch eine solche Veränderung des Brenner-Flammkreisdurchmessers
kann eine Wärmestrahlung des Brenners verändert werden und entsprechend der Wärmeeintrag
in das Kochgefäß beeinflusst werden. Dabei bewirken in der Regel kleine Brenner-Flammkreisdurchmesser
eine geringe Wärmestrahlung bzw. einen geringen Wärmeeintrag des Brenners und große
Brenner-Flammkreisdurchmesser bewirken einen hohen Wärmeeintrag. Dabei erfolgt der
Wärmeeintrag für große Brenner-Flammkreisdurchmesser in einem weiter außen liegenden
Bereich des Kochgefäßbodens in das Kochgefäß als für kleine Brenner-Flammkreisdurchmesser,
da die Flammen für große Brenner-Flammkreisdurchmesser weiter außen am Kochgefäßboden
auftreffen als für kleine Brenner-Flammkreisdurchmesser.
[0007] Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden die folgenden Schritte durchgeführt, mit
denen der Brenner-Flammkreisdurchmesser verändert wird:
In einem ersten Schritt wird ein Optimierungsmodus aktiviert. Unter dem Optimierungsmodus
wird ein Betriebsmodus des Gaskochgerätes verstanden, in welchem gegenüber einem herkömmlichen
Betriebsmodus zum einen der Komfort für den Anwender während des Kochvorgangs verbessert
werden kann. Zum anderen kann die Energieeffizienz durch den optimierten Wärmeeintrag
in den Kochgefäßboden, insbesondere durch den gleichmäßigeren Wärmeeintrag, der wie
zuvor beschrieben erreicht werden kann, gesteigert werden. Vorzugsweise hat im Optimierungsmodus
eine von einer Steuereinheit vorgegebene Brennerleistung, insbesondere eine Soll-Brennerleistung,
Vorrang gegenüber der vom Anwender eingestellten Brennerleistung. Ist der Optimierungsmodus
hingegen deaktiviert, wird der Brenner mit der vom Anwender eingestellten Brennerleistung
betrieben.
[0008] In einem weiteren Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden eine untere Brennerleistung
des Brenners und eine obere Brennerleistung des Brenners bestimmt.
[0009] In einem weiteren Schritt wird dann der Brenner während des Kochvorgangs mit einer
wechselnden Soll-Brennerleistung in einem Brennerleistungsbereich zwischen der zuvor
bestimmten unteren Brennerleistung und der zuvor bestimmten oberen Brennerleistung
betrieben. Dabei bildet die obere Brennerleistung die obere Grenze des Brennerleistungsbereichs
und die untere Brennerleistung die untere Grenze des Brennerleistungsbereichs, in
welchem die Soll-Brennerleistung wechselt bzw. verändert wird. Jeder Soll-Brennerleistung
bzw. jedem Soll-Brennerleistungswert ist dabei ein Brenner-Flammkreisdurchmesser zugeordnet,
so dass eine Veränderung der Soll-Brennerleistung bzw. eine wechselnde Soll-Brennerleistung
zu einer Veränderung des Brenner-Flammkreisdurchmessers führt.
[0010] Der Brenner kann dazu in einem Taktbetrieb im Wechsel zwischen der unteren Brennerleistung
und der oberen Brennerleistung betrieben werden. Die Soll-Brennerleistung wechselt
in diesem Fall also zwischen der unteren Brennerleistung und der oberen Brennerleistung
bzw. wird zwischen der unteren Brennerleistung und der oberen Brennerleistung umgeschaltet
bzw. getaktet, was im wesentlichen schlagartig erfolgen kann. Dabei brennt der Brenner
für eine erste Taktzeit mit einem kleineren, der unteren Brennerleistung entsprechenden
Brenner-Flammkreisdurchmesser und dann für eine zweite, darauffolgende Taktzeit mit
einem größeren, der oberen Brennerleistung entsprechenden Brenner-Flammkreisdurchmesser.
[0011] Bevorzugt wird der Brenner jedoch mit einer stufenlos wechselnden bzw. sich stufenlos
verändernden Brennerleistung betrieben. Dazu wird die Brennerleistung zwischen der
unteren Brennerleistung und der oberen Brennerleistung stufenlos verändert bzw. die
Brennerleistung pendelt zwischen der unteren und der oberen Brennerleistung hin und
her. Eine stufenlos wechselnde bzw. sich stufenlos verändernde Brennerleistung hat
den Vorteil, dass sich auch der Brenner-Flammkreisdurchmesser stufenlos ändert, so
dass ein durch plötzliches Umschalten bzw. Wechseln der Gaszufuhr entstehendes "Zucken"
der Flammen und damit eine Irritation des Anwenders vermieden werden kann.
[0012] In einer Ausführung wechselt die Soll-Brennerleistung während des Kochvorgangs derart
bzw. wird während des Kochvorgangs derart verändert, dass sich ein sinusförmiger Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf
mit der oberen Brennerleistung als maximale Brennerleistung und der unteren Brennerleistung
als minimale Brennerleistung ergibt. Die Soll-Brennerleistung kann aber auch stufenlos
linear verändert werden, also nahezu dreieckförmig.
[0013] In einer anderen Ausführung wird die Soll-Brennerleistung während des Kochvorgangs
derart verändert, dass sich ein trapezförmiger Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf ergibt.
Vorzugsweise wird die Soll-Brennerleistung dabei jeweils für kurze Zeit konstant gehalten,
insbesondere mit der unteren Brennerleistung oder der oberen Brennerleistung.
[0014] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, zu einem Zeitpunkt bzw. während
eines Zeitraums das Kochgefäß in einem weiter innen liegenden Bereich zu erwärmen,
und zu einem anderen Zeitpunkt bzw. während eines anderen Zeitraums das Kochgefäß
in einem weiter außen liegenden Bereich zu erwärmen und damit dann über längere Zeit
gesehen den Wärmeeintrag über den Kochgefäßboden gleichmäßig zu verteilen. Die einzelnen
Taktzeiten bzw. die einzelnen Zeiträume bzw. die einzelnen Zeitpunkte, in denen der
Brenner jeweils mit der oberen oder der unteren Brennerleistung brennt, können dabei
auch unterschiedlich lang sein bzw. unterschiedlich weit auseinander liegen. Bevorzugt
wird der Brenner jedoch mit einer periodisch bzw. regelmäßig wechselnden Soll-Brennerleistung
betrieben.
[0015] In einer besonders bevorzugten Ausführung ergibt sich im zeitlichen Mittel die vom
Anwender eingestellte Brennerleistung auch während des Betriebs des Brenners mit der
wechselnden Soll-Brennerleistung.
[0016] Eine Steigerung der Energieeffizienz des Gaskochgerätes im Optimierungsmodus ergibt
sich insbesondere dadurch, dass ein Wärmespeichereffekt des Kochgefäßbodens ausgenutzt
wird. Während der innere Bereich des Kochgefäßbodens direkt durch die Flammen des
Brenners mit dem Wärmeeintrag des Brenners beaufschlagt wird, gibt der Kochgefäßboden
im äußeren Bereich seine gespeicherte Wärme in das Kochgut ab. Entsprechend wird während
der Zeit, in welcher der äußere Bereich vom Brenner bzw. dessen Wärmestrahlung beaufschlagt
wird, die gespeicherte Wärme des inneren Bereichs des Kochgefäßbodens abgegeben. Bei
entsprechender Wahl dieser Zeitpunkte bzw. Zeiträume bzw. Taktzeiten kann der Wärmespeichereffekt
des Kochgefäßbodens optimal ausgenutzt werden. Zeiträume bzw. Taktzeiten von 30 bis
60 Sekunden haben sich diesbezüglich als vorteilhaft erwiesen.
[0017] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die untere Brennerleistung unterhalb der
vom Anwender eingestellten Brennerleistung liegt und die obere Brennerleistung die
eingestellte Brennerleistung ist oder noch darüber liegt.
[0018] Alternativ ist es auch möglich, die vom Anwender eingestellte Brennerleistung als
untere Brennerleistung zu bestimmen und für die obere Brennerleistung eine größere
als die eingestellte Brennerleistung zu bestimmen.
[0019] Insbesondere für sogenannte Spiralbrenner hat sich dieses Verfahren als vorteilhaft
erwiesen hinsichtlich des gleichmäßigen Wärmeeintrags in das Kochgefäß bzw. dessen
Boden und damit auch in das Kochgut.
[0020] Ferner ist es mit diesem Verfahren bei entsprechender Bestimmung der unteren und
der oberen Brennerleistung sowie des Soll-Brennerleistungs-Zeitverlaufs auch möglich,
den Brenner mit einer Brennerleistung zu betreiben, die vom Anwender nicht direkt
einstellbar ist, weil es sich um die Brennerleistung einer Zwischen-Leistungsstufe
handelt. Es kann beispielsweise eine Brennerleistung, die einer Zwischen-Leistungsstufe
von 5,5 entspricht, dadurch erzeugt werden, dass der Brenner taktend jeweils im Wechsel
zwischen der Brennerleistung der Leistungsstufe 5 (untere Brennerleistung) und der
Brennerleistung der Leistungsstufe 6 (obere Brennerleistung) mit jeweils gleichen
Taktzeiten betrieben wird. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, zur Steuerung
der Brennerleistung, insbesondere zum Takten der Brennerleistung, eine Pulsweitenmodulation
einzusetzen.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird das Verfahren zur Optimierung
des Wärmeeintrags nur durchgeführt, wenn die eingestellte Brennerleistung größer als
eine vordefinierte Mindest-Brennerleistung für eine Aktivierung des Optimierungsmodus
ist. Dies ergibt sich daraus, dass ein zu erzielender Effekt, nämlich der optimierte
Wärmeeintrag vom Brenner in das Kochgefäß und der gleichmäßigere Wärmeeintrag in den
Kochgefäßboden, für kleine eingestellte Brennerleistungen geringer ist als für große
eingestellte Brennerleistungen. Somit bringt das hier beschriebene Verfahren bzw.
der Optimierungsmodus im Wesentlichen Vorteile für mittlere bis hohe gewünschte bzw.
eingestellte Brennerleistungen des Brenners.
[0022] In einer Weiterbildung der Erfindung kann der Optimierungsmodus vom Anwender aktiviert
werden, vorzugsweise mittels eines Bedienelementes samt Steuereinheit. Dazu kann beispielsweise
ein Bedienelement in Form eines Schalters, beispielsweise als Touch-Element, am Gaskochgerät
vorgesehen sein.
[0023] In einer Weiterbildung der Erfindung wird dem Anwender angezeigt, dass der Optimierungsmodus
aktiviert oder deaktiviert ist, vorzugsweise durch eine visuelle Anzeige bzw. ein
Anzeigeelement. Denkbar ist auch alternativ oder zusätzlich ein akustisches Signal.
[0024] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die untere Brennerleistung
bestimmt, indem der in Abhängigkeit von der eingestellten bzw. gewählten Brennerleistung
eingestellte Brenner-Flammkreisdurchmesser um einen vordefinierten Reduktions-Faktor
reduziert wird. Dieser Reduktions-Faktor ist kleiner als eins, insbesondere beträgt
er etwa 0,5. Für den sich daraus ergebenden unteren Brenner-Flammkreisdurchmesser
wird dann die zugehörige Brennerleistung ermittelt, wobei diese Brennerleistung dann
die untere Brennerleistung ist.
[0025] In einer Weiterbildung der Erfindung wird die obere Brennerleistung bestimmt, indem
der in Abhängigkeit von der eingestellten bzw. gewählten Brennerleistung eingestellte
Brenner-Flammkreisdurchmesser um einen vordefinierten Erhöhungs-Faktor erhöht wird.
Der Erhöhungs-Faktor ist größer als eins, beispielsweise 1,5 oder 2. Für den sich
daraus ergebenden oberen Brenner-Flammkreisdurchmesser wird die zugehörige Brennerleistung
ermittelt, wobei diese Brennerleistung dann die obere Brennerleistung ist.
[0026] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird in einem weiteren Schritt der
Kochgefäßbodendurchmesser des auf der Kochstelle angeordneten Kochgefäßes ermittelt.
Hierzu sind entsprechende Vorrichtungen und Verfahren bekannt, siehe beispielsweise
die
DE 10 2009 024 236 A1. In einer Weiterbildung der Erfindung wird dann die untere Brennerleistung und/oder
die obere Brennerleistung in Abhängigkeit von dem ermittelten Kochgefäßbodendurchmesser
des auf der Kochstelle angeordneten Kochgefäßes bestimmt. Auf diese Weise ist es möglich,
gezielt einen gleichmäßigen Wärmeeintrag in das Kochgefäß einzustellen bzw. zu ermöglichen.
Dazu ist die Kenntnis des Kochgefäßbodendurchmessers erforderlich. Für ein Kochgefäß
mit einem nicht kreisförmigen Kochgefäßboden ist unter dem Begriff Kochgefäßbodendurchmesser
die maximale Ausdehnung des Kochgefäßbodens in einer Kochgefäßbodenebene zu verstehen.
[0027] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die untere Brennerleistung
so bestimmt, dass der sich für die untere Brennerleistung einstellende minimale Brenner-Flammkreisdurchmesser
etwa ein Drittel des Kochgefäßbodendurchmessers des auf der Kochstelle angeordneten
Kochgefäßes beträgt. Somit kann durch den Betrieb des Brenners mit der unteren Brennerleistung
der innere Bereich des Kochgefäßes, etwas mehr als das innere Drittel, gezielt erwärmt
werden.
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird die obere Brennerleistung so bestimmt,
dass der obere Brenner-Flammkreisdurchmesser, der sich für die obere Brennerleistung
ergibt, zwischen etwa 60% und 100% des Kochgefäßbodendurchmessers beträgt. Somit wird
die obere Brennerleistung so gewählt, dass der Wärmeeintrag gezielt in den äußeren
Bereich des Kochgefäßbodens erfolgt, vorzugsweise in die äußere Hälfte, insbesondere
in das äußere Drittel.
[0029] Bevorzugt werden die untere Brennerleistung und die obere Brennerleistung und vorzugsweise
der gesamte Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf bzw. die Taktzeiten derart bestimmt,
dass vom Brenner eine mittlere Dauerleistung abgegeben wird, die einer mittleren Normalbetrieb-Dauerleistung
entspricht. Dabei ist die Normalbetrieb-Dauerleistung die mittlere Dauerleistung,
die der Brenner für die vom Anwender eingestellten Brennerleistung abgibt, wenn der
Optimierungsmodus deaktiviert ist. Die sich durch den Betrieb des Brenners mit der
wechselnden Soll-Brennerleistung ergebende mittlere Dauerleistung kann aber auch geringer
oder höher als die Normalbetrieb-Dauerleistung sein, insbesondere zugunsten eines
verbesserten Kochergebnisses aufgrund des gleichmäßigeren Wärmeeintrags.
[0030] Ein erfindungsgemäßes elektronisch gesteuertes Gaskochgerät mit mindestens einer
Kochstelle mit einem zugehörigen Brenner, mit einem elektronisch gesteuerten Gasventil
und einem Bedienelement zur Aktivierung des Optimierungsmodus weist eine Steuereinheit
auf, die zur Durchführung eines zuvor beschriebenen Verfahrens ausgebildet ist. In
einer Weiterbildung der Erfindung weist das Gaskochgerät zusätzlich mindestens eine
vorgenannte Anzeige bzw. mindestens ein Anzeigeelement auf.
[0031] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischenüberschriften beschränken die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0032] Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und
werden im Folgenden näher erläutert. Die in den einzelnen Figuren gezeigten Ausführungen
weisen teilweise Merkmale auf, die nicht in allen gezeigten Ausführungen dargestellt
sind bzw. die nicht alle gezeigten Ausgestaltungen aufweisen. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein elektronisch gesteuertes Gaskochgerät,
- Fig. 2
- ein auf einer Kochstelle angeordnetes Kochgefäß in Seitenansicht und
- Fig. 3a bis 3d
- schematische Soll-Brennerleistungs-Zeitverläufe für den erfindungsgemäßen Betrieb.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0033] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes elektronisch gesteuertes Gaskochgerät
100, wobei zum besseren Verständnis einzelne Teile nicht entsprechend ihrer wirklichen
Position im Gaskochgerät 100 dargestellt sind. Die Abbildung zeigt im Einzelnen ein
Kochfeld 129 mit vier Kochstellen 112 bis 115 mit jeweils einem zugehörigen Brenner
117 bis 120. Ferner weist das Gaskochgerät 100 mehrere Bedienelemente 101, 101 a,
eine Anzeige 102 sowie eine Steuereinheit 103 auf. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
die Steuereinheit 103 eine zentrale Steuereinheit ist und sämtliche Funktionen des
Gaskochgerätes 100 steuert bzw. regelt. Teil dieser Steuereinheit 103 ist eine elektronische
Gassteuerung 107, welche ein elektronisches Gasventil 104 bzw. alle elektronischen
Gasventile des Gaskochgerätes 100 steuert bzw. regelt. Der Übersichtlichkeit halber
ist in Fig. 1 nur das Gasventil 104 der Kochstelle 114 dargestellt. Für jede der Kochstellen
112 bis 115 bzw. deren zugehörige Brenner 117 bis 120 ist die Gaszufuhr jedoch mittels
eines separaten elektronisch gesteuerten Gasventils einzeln regelbar. Am Beispiel
der Kochstelle 114 ist die Gasversorgung dargestellt. Über eine Gasversorgungsleitung
105, das Gasventil 104 und die Gaszuleitung 106 wird die Kochstelle 114 mit Gas versorgt.
Über die Steuerung bzw. die Regelung der Gaszufuhr zu den einzelnen Brennern 117 bis
120 kann für jeden von ihnen ein definierter Brenner-Flammkreisdurchmesser und damit
eine gewünschte Brennerleistung mit einer definierten Wärmeabgabeleistung eingestellt
werden.
[0034] Mittels der beliebig bzw. üblich ausgebildeten Bedienelemente 101 können die gewünschten
Brennerleistungen bzw. Kochstufen für die zugehörigen Kochstellen 112 bis 115 eingestellt
werden. Mit dem Bedienelement 101 a kann ein Optimierungsmodus für eine Kochstelle
aktiviert bzw. deaktiviert werden.
[0035] Die gewünschte Brennerleistung der Kochstellen 112 bis 115 bzw. der gewünschte Status
des Optimierungsmodus werden von den zugehörigen Bedienelementen 101, 101 a an die
Steuereinheit 103 übertragen, insbesondere an die Gassteuerung 107. Diese steuert
beispielsweise für die Kochstelle 114 das Gasventil 104 so an, dass sich für den zugehörigen
Brenner 119 eine Brennerabgabeleistung entsprechend der gewünschten, eingestellten
Brennerleistung einstellt.
[0036] Die Steuereinheit 103 steuert ferner die Anzeige 102. Dabei ist die Anzeige 102 so
ausgebildet, dass sie für jede der Kochstellen 112 bis 115 ein separates Signal ausgeben
kann. Diese separate Signalausgabe ist in diesem Ausführungsbeispiel durch vier einzelne
Leuchtanzeigen 108 bis 110 realisiert. Bevorzugt ist ein Textfeld vorgesehen, welches
dem Anwender per Leuchtschrift beispielsweise als "soft" oder "energieoptimiert" mitteilt,
ob der Optimierungsmodus aktiviert ist oder deaktiviert ist. Besonders vorteilhaft
ist die zusätzliche Ausgabe eines akustischen Signals, um die Aufmerksamkeit des Anwenders
auf die Anzeigeeinrichtung 102 zu lenken bzw. die Eingabe des Anwenders zu bestätigen,
beispielsweise durch einen kurzen Piepton.
[0037] Die Steuereinheit 103 ist hier außerdem dazu ausgebildet, die Gasventile aller Kochstellen
112 bis 115 derart anzusteuern, dass deren Brenner 117 bis 120 jeweils mit einer wechselnden
Soll-Brennerleistung P
SOLL, beispielsweise in einem Taktbetrieb oder mit einem stufenlosen, sinusförmigen Brennerleistungs-Zeitverlauf,
in einem Brennerleistungsbereich zwischen einer unteren Brennerleistung P1 und einer
oberen Brennerleistung P2 betrieben werden können, siehe Fig. 3a bis 3d. Dazu wird
für die untere Brennerleistung P1 jeweils ein Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 1
und für die obere Brennerleistung P2 ein größerer Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD
2 eingestellt, siehe Fig. 2 und 3a bis 3d.
[0038] Zum besseren Verständnis zeigt Fig. 2 in einer Seitenansicht die Kochstelle 113 mit
dem Brenner 118, auf der das Kochgefäß 116 angeordnet ist mit einem Kochgefäßbodendurchmesser
122. Die gezeigte Kochstelle 113 bzw. der Brenner 118 befindet sich im Flammbetrieb
mit den Flammen 123. Der Brenner 118 brennt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit
einem Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 1. Dieser Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD
1 entspricht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel einer eingestellten Brennerleistung
P
AVG_NENN, beispielsweise der Brennerleistung, die sich für eine vom Anwender eingestellte
Leistungsstufe 5 ergibt. Die vom Anwender eingestellte Brennerleistung P
AVG_NENN ist in diesem Ausführungsbeispiel gleichzeitig auch die untere Brennerleistung P1.
Der Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 2 entspricht der oberen Brennerleistung P2.
[0039] Aktiviert der Anwender mittels des Bedienelementes 101 a für die Kochstelle 113 den
Optimierungsmodus, wird dies dem Anwender über die Anzeigeeinrichtung 102 mitgeteilt.
Nach der Aktivierung des Optimierungsmodus wird die untere Brennerleistung P1 des
Brenners 118 mit dem zur Einstellung dieser Brennerleistung P1 erforderlichen zugehörigen
Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 1 bestimmt.
[0040] Im nächsten Schritt wird die obere Brennerleistung P2 bestimmt, zu deren Einstellung
der Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 2 erforderlich ist. Sind diese beiden Brennerleistungen
P1 und P2 bestimmt und die zugehörigen Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 1 und BFKD
2 ermittelt, wird der Brenner während des Kochvorgangs mit einer wechselnden Soll-Brennerleistung
P
SOLL in einem Brennleistungsbereich zwischen diesen beiden Brennerleistungen P1 und P2
bzw. den zugehörigen ermittelten Brenner-Flammkreisdurchmessern BFKD 1 und BFKD 2
betrieben, siehe Fig. 3a bis 3d.
[0041] In Fig. 3a ist beispielhaft ein Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf für den Taktbetrieb
dargestellt. Dabei wird der Brenner in einem Takt T1 mit dem Brenner-Flammkreisdurchmesser
BFKD 1 mit der unteren Brennerleistung P1 betrieben und in einem direkt darauffolgenden
Takt T2 mit dem Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 2 mit der oberen Brennerleistung
P2.
[0042] Die Fig. 3b bis 3d zeigen jeweils einen Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf mit einer
stufenlos veränderten Soll-Brennerleistung P
SOLL. In Fig. 3b ist ein linearer Verlauf der Soll-Brennerleistung P
SOLL zwischen der unteren Brennerleistung P1 und der oberen Brennerleistung P2 gezeigt.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein regelmäßiger und periodischer Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf
dargestellt. Dieser kann aber auch nicht-periodisch bzw. unregelmäßig verlaufen.
[0043] Fig. 3c zeigt einen sinusförmigen Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf und Fig. 3d einen
trapezförmigen Soll-Brennerleistungs-Zeitverlauf. In Fig. 3d sind die Zeiträume bzw.
Haltezeiten, in denen die Soll-Brennerleistung P
SOLL konstant gehalten wird und der oberen Brennerleistung P2 bzw. der unteren Brennerleistung
P1 entspricht, gut zu erkennen.
[0044] Die eingestellte Brennerleistung P
AVG_NENN als untere Brennerleistung P1 zu wählen, ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn,
wie in diesem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel, der Kochgefäßbodendurchmesser
122 größer als der eingestellte Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 1 ist. Bevorzugt
wird die untere Brennerleistung P1 bzw. der Brenner-Flammkreisdurchmesser BFKD 1 derart
bestimmt, dass insbesondere ein Mittenbereich eines Kochgefäßbodens erwärmt wird.
Bevorzugt wird die obere Brennerleistung P2 bzw. der Brenner-Flammkreisdurchmesser
BFKD 2 derart bestimmt, dass insbesondere ein äußerer Bereich des Kochgefäßes 116
erwärmt wird.
[0045] Bevorzugt wird nur dann die eingestellte Brennerleistung P
AVG_NENN als untere Brennerleistung P1 gewählt, wenn das auf der Kochstelle 113 angeordnete
Kochgefäß 116 in jedem Fall größer ist als der zugehörige Brenner-Flammkreisdurchmesser
der eingestellten Brennerleistung P
AVG_
NENN. Entspricht der Kochgefäßbodendurchmesser 122 jedoch annähernd dem Brenner-Flammkreisdurchmesser
der zugehörigen eingestellten Brennerleistung P
AVG_NENN, wird bevorzugt die eingestellte Brennerleistung P
AVG_NENN als obere Brennerleistung P2 bestimmt und für die untere Brennerleistung P1 eine
kleinere Brennerleistung als die eingestellte Brennerleistung P
AVG_NENN.
[0046] Je nach Wahl der beiden Brennerleistungen P1 und P2 kann im Optimierungsmodus eine
mittlere Dauerleistung vom Brenner abgegeben werden, die einer mittleren Dauer-Brennerleistung
P
AVG_IST entspricht, die höher oder geringer ist als die vom Anwender eingestellte Brennerleistung
P
AVG_NENN. Dies kann in einigen Fällen zwar zu einer Verlängerung des Kochvorgangs führen,
ist jedoch nicht zwingend nachteilig für den Anwender, wenn ein gleichmäßigerer Wärmeeintrag
erreicht werden kann und somit ein besseres Kochergebnis erzielt wird. Besonders vorteilhaft
ist in diesen Fällen eine entsprechende Anzeige des Optimierungsmodus, wie beispielsweise
"soft" oder "energieoptimiert", um Irritationen des Anwenders zu vermeiden.
[0047] Eine weitere Möglichkeit gemäß der Erfindung besteht darin, die Größe des Kochgefäßes
116 bzw. dessen Kochgefäßbodendurchmesser 122 automatisch zu erkennen. Bevorzugt erfolgt
danach die Bestimmung der unteren Brennerleistung P1 und der oberen Brennerleistung
P2 bzw. der Soll-Brennerleistung P
SOLL in Abhängigkeit des ermittelten Kochgefäßbodendurchmessers 122. Dazu weist das Gaskochgerät
100, wie in Fig. 1 schematisch dargestellt ist, ein Mittel 121 zu Kochgefäßerkennung
und zur Kochgefäßbodendurchmesser-Erfassung auf, welches ebenfalls mit der Steuereinheit
103 verbunden ist. Mit diesem Mittel 121 kann erkannt werden, ob überhaupt ein Kochgefäß
auf der Kochstelle 112 angeordnet ist und wenn ja, mit welchem Kochgefäßbodendurchmesser.
Jede der Kochstellen 112 bis 115 weist ein solches Mittel 121 zur Kochgefäßerkennung
und Kochgefäßbodendurchmesser-Erfassung auf, wobei es der besseren Übersicht halber
aber nur für die Kochstelle 112 dargestellt ist.
1. Verfahren zum Betrieb eines elektronisch gesteuerten Gaskochgerätes wobei das Gaskochgerät
mindestens eine Kochstelle mit einem Brenner aufweist, wobei ein Kochgefäß mit einem
Kochgefäßbodendurchmesser auf dieser Kochstelle angeordnet ist, und wobei der Brenner
dieser Kochstelle mit einer eingestellten Brennerleistung betrieben wird und mit einem
Brenner-Flammkreisdurchmesser brennt,
dadurch gekennzeichnet, dass während eines Kochvorgangs zur Optimierung eines Wärmeeintrags vom Brenner in das
Kochgefäß mit einem über den Kochgefäßboden möglichst gleichmäßig verteilten Wärmeeintrag
der Brenner-Flammkreisdurchmesser verändert wird, wobei der Brenner-Flammkreisdurchmesser
verändert wird durch Durchführen der folgenden Schritte:
- Aktivieren eines Optimierungsmodus,
- Bestimmen einer unteren Brennerleistung des Brenners und einer oberen Brennerleistung
des Brenners, und
- Betreiben des Brenners mit einer wechselnden Soll-Brennerleistung während des Kochvorgangs
in einem Brennerleistungsbereich zwischen der unteren Brennerleistung und der oberen
Brennerleistung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nur durchgeführt wird, wenn die eingestellte Brennerleistung größer
als eine vordefinierte Mindest-Brennerleistung für eine Aktivierung des Optimierungsmodus
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Optimierungsmodus von einem Anwender aktiviert wird, vorzugsweise mittels eines
Bedienelementes samt Steuereinheit.
4. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Anwender angezeigt wird, dass der Optimierungsmodus aktiviert ist, vorzugsweise
durch eine visuelle Anzeige.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Brennerleistung bestimmt wird, indem ein in Abhängigkeit von der eingestellten
Brennerleistung eingestellter Brenner-Flammkreisdurchmesser um einen vordefinierten
Reduktions-Faktor reduziert wird und für den sich daraus ergebenden unteren Brenner-Flammkreisdurchmesser
die zugehörige Brennerleistung ermittelt wird, wobei diese Brennerleistung dann die
untere Brennerleistung ist.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Brennerleistung bestimmt wird, indem ein in Abhängigkeit von der eingestellten
Brennerleistung eingestellter Brenner-Flammkreisdurchmesser um einen vordefinierten
Erhöhungs-Faktor erhöht wird und für den sich daraus ergebenden oberen Brenner-Flammkreisdurchmesser
die zugehörige Brennerleistung ermittelt wird, wobei diese Brennerleistung dann die
obere Brennerleistung ist.
7. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zusätzlichen Schritt der Kochgefäßbodendurchmesser des auf der Kochstelle
angeordneten Kochgefäßes ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Brennerleistung und/oder die obere Brennerleistung in Abhängigkeit von
dem ermittelten Kochgefäßbodendurchmesser des auf der Kochstelle angeordneten Kochgefäßes
bestimmt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Brennerleistung so bestimmt wird, dass ein sich für die untere Brennerleistung
einstellender minimaler Brenner-Flammkreisdurchmesser etwa ein Drittel des Kochgefäßbodendurchmessers
des auf der Kochstelle angeordneten Kochgefäßes beträgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Brennerleistung so bestimmt wird, dass ein sich für die obere Brennerleistung
einstellender oberer Brenner-Flammkreisdurchmesser zwischen etwa 60% und 100% des
Kochgefäßbodendurchmessers des auf der Kochstelle angeordneten Kochgefäßes liegt.
11. Elektronisch gesteuertes Gaskochgerät mit einer Steuereinheit, mindestens einer Kochstelle
mit einem zugehörigen Brenner, einem elektronisch gesteuerten Gasventil und einem
Bedienelement zur Aktivierung des Optimierungsmodus, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
10 ausgebildet ist.
12. Gaskochgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gaskochgerät mindestens ein Anzeigeelement aufweist, wobei das Anzeigeelement
dazu ausgebildet ist, dem Anwender mitzuteilen, ob der Optimierungsmodus aktiviert
oder deaktiviert ist.