[0001] Die Erfindung betrifft ein radial dehnbares, hülsenförmiges Drucktuch und Verfahren
zur Herstellung eines Drucktuches, wobei das Drucktuch zumindest eine innere Trägerschicht,
eine als Gewebeschicht ausgebildete Zwischenschicht und eine äußere Deckschicht aufweist.
[0002] Drucktücher sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Dazu wird beispielhaft
verwiesen auf folgende Druckschriften:
US 3,652,376,
US 3,700,541,
US 4,042,743,
US 4,770,928,
GB 2,016,373,
EP 0 452 184 und
US 6,386,100.
[0003] EP 1 268 218 B1 beschreibt eine andere Gattung von Drucktüchern als die vorliegende Erfindung, nämlich
ein flächiges Bildübertragungsgummituch mit einer undehnbaren Grundschicht in Form
einer flächigen Metallplatte, die mit ihren Enden in einem Spannspalt eines Drucktuchzylinders
eingespannt werden kann. Solche Drucktücher weisen aufgrund ihrer Undehnbarkeit deutlich
andere Materialeigenschaften auf als radial dehnbare hülsenförmige Drucktücher und
sie besitzen auch eine deutlich andere räumlich-geometrische Struktur. Die
EP 1 268 218 B1 führt in Spalte 4 aus, dass es nicht praktikabel ist, ein übliches Gewebe-Drucktuch
auf eine undehnbare Metell-Grundschchicht zu montieren, weil das daraus resultierende
Drucktuch extrem schwer zu handhaben und zu verspannen ist.
[0004] Gewebeschichten werden dadurch erzeugt, dass - in der Regel parallel zueinander angeordnete
- Kettfäden in Längsrichtung der zu erzeugenden Gewebe-Materialbahn aufgespannt oder
sonst geeignet bereitgestellt werden und dann - in der Regel nach gegenseitigem räumlichen
Versatz zumindest eines Teils der Kettfäden, in der Regel in einer Richtung senkrecht
zu der Gewebe-Materialbahn - Schussfäden zwischen die Kettfäden eingeführt werden,
um die Verwebung des Gewebes herzustellen. Damit ist eine solche Gewebeschicht üblicherweise
automatisch so ausgerichtet, dass die Kettfäden in Längsrichtung der Materialbahn
und die Schussfäden in einer Richtung quer zur Materialbahn angeordnet sind. Kettfäden
und Schussfäden weisen dabei unterschiedliche Materialeigenschaften auf. So sind die
Kettfäden aufgrund der angenommenen höheren mechanischen Belastung von Geweben in
der Regel geeignet verstärkt, um diese höheren mechanischen Belastungen aufnehmen
zu können. Gewebe sind also inhomogen bezüglich ihrer Materialeigenschaften, weisen
also in Richtung der Kettfäden andere Materialeigenschaften auf als in Richtung der
Schussfäden.
[0005] Gleiches gilt für Drucktuch-Materialbahnen, die Gewebeschichten enthalten. Normalerweise
weist eine Drucktuch-Materialbahn bereits die gewünschte Ausdehnung auf, die für die
Ausdehnung eines Drucktuches in axialer Richtung eines Drucktuchzylinders, der mit
dem Drucktuch bestückt werde soll, erforderlich ist. Es werden daher bisher Teilstücke
von der Drucktuch-Materialbahn abgeschnitten, deren Länge in Längsrichtung der Materialbahn
der Umfangslänge des zu bestückenden Drucktuchzylinders entspricht, so dass dann auf
dem Drucktuchzylinder automatisch die Kettfäden der Gewebeschicht des Drucktuches
in Umfangsrichtung des Drucktuchzylinders angeordnet sind. Dies ist in den Figuren
1, 2 und 8 dargestellt.
[0006] Es hat sich aber überraschend herausgestellt, dass eine solche Drucktuchanordnung
noch gewisse Nachteile bezüglich des Bahntransportes einer Papierbahn in einer Druckmaschine
aufweist, ebenso die Registerfähigkeit des Drucktuches nicht optimal ausgeprägt ist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die o.g. Nachteile zu beheben. Diese
Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1, 5 und 6.
[0008] Ein erster Gegenstand der Erfindung betrifft ein Drucktuch zur Befestigung auf einem
Drucktuchzylinder, zumindest aufweisend einer innere Trägerschicht, eine als Gewebeschicht
ausgebildete erste Zwischenschicht und eine äußere Deckschicht, wobei die Gewebeschicht
Kettfäden und Schussfäden beinhaltet. Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass das
Drucktuch derart auf dem Drucktuchzylinder befestigbar ist, dass sich die Kettfäden
in Axialrichtung des Drucktuchzylinders und die Schussfäden in Umfangsrichtung des
Drucktuchzylinders erstrecken. Das Drucktuch ist als hülsenförmiges Drucktuch ausgebildet,
das in Form eines Zylinders über den Drucktuchzylinder geschoben werden kann. Dazu
ist das Drucktuch radial dehnbar ausgebildet, so dass zum Aufschiebend des Drucktuchs
auf den Drucktuchzylinder dieses Drucktuch durch radiale Dehnung aufgeweitet werden
kann und dann auf den Drucktuchzylinder durch Nachlassen der radialen Dehnung aufgeschrumpft
werden kann.
[0009] Durch diese, unübliche aber nach der Erkenntnis der Erfindung vorteilhafte Anordnung,
bei der die Kettfäden in Axialrichtung des Drucktuchzylinders und die Schussfäden
in Umfangsrichtung angeordnet sind, können optimierte Eigenschaften des Drucktuches
bezüglich Bahntransport und Registerfähigkeit erzielt werden. Wie bereits ausgeführt
sind die Kettfäden aufgrund der angenommenen höheren mechanischen Belastung von Geweben
in der Regel geeignet verstärkt, um diese höheren mechanischen Belastungen aufnehmen
zu können. Umgekehrt begünstigt die Anordnung der Schussfäden - welche eine geringere
mechanische Stabilität aufweisen - in Umfangsrichtung des Zylinders eine radiale Dehnbarkeit
hülsenförmiger Drucktücher. Die Tatsache, dass solche Gewebe inhomogen sind bezüglich
ihrer Materialeigenschaften, nämlich in Richtung der Kettfäden andere Materialeigenschaften
aufweisen als in Richtung der Schussfäden, wird bei der vorliegenden Erfindung gerade
zur Realisierung radial dehnbarer, hülsenförmiger Drucktücher also vorteilhaft genutzt.
[0010] Dabei wird insbesondere vorgesehen, dass die Ausdehnung der Gewebeschicht bzw. des
ganzen Drucktuches in Richtung der Kettfäden größer ist als in Richtung der Schussfäden.
Ein solches Drucktuch kann insbesondere bevorzugt in Richtung der Kettfäden eine Ausdehnung
größer als 2,5 m aufweisen. Dies wird gerade auch durch die erhöhte mechanische Stabilität
der Kettfäden ermöglicht.
[0011] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Trägerschicht als Metallschicht oder Kunststoffschicht
oder Gewebeschicht ausgebildet ist oder auch als eine Kombination dieser vorgenannten
Materialschichten. Die Trägerschicht ist insbesondere so ausgebildet, dass sie eine
betriebssichere Montage des Drucktuches auf dem Drucktuchzylinder gestattet, kann
aber auch zusätzlich eine stützende und stabilisierende, speziell formstabilisierende
Wirkung aufweisen, wie sie zB bei Metall-Trägerschichten oder Kunststoff-Trägerschichten
aufgrund der Steifheit des Materials gegeben ist.
[0012] Es kann weiter vorgesehen werden, dass zwischen der Trägerschicht und der oben beschriebenen
Gewebeschicht eine als kompressible Schicht ausgebildete zweite Zwischenschicht angeordnet
ist.
[0013] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Druckwerk für eine Rollendruckmaschine,
zumindest aufweisend
- einen Formzylinder mit einer Druckplatte, die mindestens 96 Druckseiten aufweist
- einen Drucktuchzylinder mit einem Drucktuch, zumindest aufweisend eine innere Trägerschicht,
eine als Gewebeschicht ausgebildete erste Zwischenschicht und eine äußere Deckschicht,
wobei die Gewebeschicht Kettfäden und Schussfäden beinhaltet,
wobei das Drucktuch derart auf dem Drucktuchzylinder befestigt ist, dass sich die
Kettfäden in Axialrichtung des Drucktuchzylinders und die Schussfäden in Umfangsrichtung
des Drucktuchzylinders erstrecken. Das Drucktuch ist als hülsenförmiges Drucktuch
ausgebildet, das in Form eines Zylinders über den Drucktuchzylinder geschoben werden
kann. Dazu ist das Drucktuch radial dehnbar ausgebildet, so dass zum Aufschiebend
des Drucktuchs auf den Drucktuchzylinder dieses Drucktuch durch radiale Dehnung aufgeweitet
werden kann und dann auf den Drucktuchzylinder durch Nachlassen der radialen Dehnung
aufgeschrumpft werden kann.
[0014] Dieses Drucktuch kann im Rahmen des erfindungsgemäßen Druckwerkes auch analog zum
oben beschriebenen erfindungsgemäßen Drucktuchs weitergebildet sein, also auch die
o.g. Merkmale des Drucktuchs einzeln oder in Kombination aufweisen.
[0015] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
eines Drucktuches, welches zur Befestigung auf einem Drucktuchzylinder ausgebildet
ist und welches zumindest aufweist
eine innere Trägerschicht,
eine als Gewebeschicht ausgebildete erste Zwischenschicht eine äußere Deckschicht,
wobei die Gewebeschicht Kettfäden und Schussfäden beinhaltet,
dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Drucktuch-Materialbahn ein Drucktuchausschnitt
derart entnommen wird, dass die Ausdehnung des Drucktuch-Ausschnittes in Längsrichtung
der Drucktuch-Materialbahn größer ist als die Ausdehnung in Querrichtung der Drucktuch-Materialbahn.
[0016] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand der Figuren
1 bis 8 erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- Drucktuch-Anordnung nach dem Stand der Technik
- Fig. 2
- vergrößerter Teilausschnitt aus Fig. 1
- Fig. 3
- erfindungsgemäße Drucktuch-Anordnung
- Fig. 4
- vergrößerter Teilausschnitt aus Fig. 3
- Fig.5
- erfindungsgemäße Drucktuch-Anordnung auf einem Drucktuchzylinder
- Fig. 6
- vergrößerter Teilausschnitt aus Fig. 5
- Fig. 7
- schematische Ausschnitt-Darstellung einer Druckplatte mit 96 Druckseiten
- Fig. 8
- schematische Darstellung einer Drucktuch-Materialbahn
[0018] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Drucktuch 11 nach dem Stand der Technik, das zur Befestigung
auf einem Drucktuchzylinder 8 ausgebildet ist. Dieses Drucktuch 11 weist auf: eine
innere Trägerschicht 4, eine als Gewebeschicht 6 ausgebildete erste Zwischenschicht
und eine äußere Deckschicht 7, wobei die Gewebeschicht 6 Kettfäden 2 und Schussfäden
3 beinhaltet. Dieses Drucktuch 11 ist nach dem Stand der Technik derart auf einem
Drucktuchzylinder 8 (wie er beispielsweise in Fig. 5 gezeigt ist) befestigbar, dass
sich die Kettfäden 2 in Umfangsrichtung des Drucktuchzylinders 8 und die Schussfäden
3 in Axialrichtung des Drucktuchzylinders 8 erstrecken.
[0019] Dagegen zeigen die Figuren 3 und 4 ein erfindungsgemäßes Drucktuch 1, welches ebenfalls
zur Befestigung auf einem Drucktuchzylinder 8 ausgebildet ist. Figuren 5 und 6 zeigen,
wie dieses Drucktuch erfindungsgemäß auf dem Drucktuchzylinder 8 befestigt wird. Dieses
weist ebenfalls auf: eine innere Trägerschicht 4, eine als Gewebeschicht 6 ausgebildete
erste Zwischenschicht und eine äußere Deckschicht 7, wobei die Gewebeschicht 6 Kettfäden
2 und Schussfäden 3 beinhaltet. Nach den Figuren 3 und 4 ist aber das Drucktuch derart
auf dem in Fig. 5 gezeigten Drucktuchzylinder 8 befestigbar ist, dass sich die Kettfäden
2 in Axialrichtung A des Drucktuchzylinders 8 und die Schussfäden 3 in Umfangsrichtung
des Drucktuchzylinders 8 erstrecken. Fig. 5 zeigt im Querschnitt aus Gründen der Einfachheit
nur die Schussfäden 3, wie auch in der Ausschnittsvergrößerung gemäß Fig. 6 erkennbar.
Tatsächlich ist aber der Querschnitt wie in Fig. 4 gezeigt so ausgebildet, dass zwischen
die Kettfäden 3 die Schussfäden 2 eingewoben sind. Damit zeigt Fig. 4 am deutlichsten
die Details im Querschnitt durch das Drucktuch 1 auf dem Drucktuchzylinder 8, Fig.
4 stellt also eine nochmals vergrößerte Querschnittsdarstellung zu Fig. 5 und 6 dar.
[0020] Die Ausdehnung der Gewebeschicht 6 ist in Richtung der Schussfäden 3 größer ist als
in Richtung der Kettfäden 2. Die Trägerschicht 4 ist entweder als Metallschicht ausgebildet,
z.B. als Metallrücken bei sogenannten hülsenförmigen Drucktüchern oder Sleeve-Drucktüchern.
Die Trägerschicht 4 kann aber auch als Kunststoffschicht oder ähnliche steife, bevorzugt
inkompressible Schicht ausgebildet sein. Alternativ kann die Trägerschicht 4 aber
auch als besonders verstärkte, zB. formstabilisierende Gewebeschicht ausgebildet sein.
Das Drucktuch 1 ist als hülsenförmiges, zylindrisches Drucktuch ausgebildet.
[0021] Zwischen der Trägerschicht 4 und der Gewebeschicht 6 kann bevorzugt eine als kompressible
Schicht 7 ausgebildete zweite Zwischenschicht angeordnet sein. Es können auch noch
mehr als die gezeigten Schichten vorgesehen werden, insbesondere noch mehrere kompressible
Schichten und Gewebeschichten zwischen Trägerschicht 4 und Deckschicht 7. So kann
sich zB. die Abfolge der Zwischenschichten 5 und 6 noch einmal oder mehrfach wiederholen.
[0022] Ein erfindungsgemäßes Druckwerk für eine Rollendruckmaschine weist einen Formzylinder
16 mit einer Druckplatte 9 auf, die mindestens 96 Druckseiten 10 trägt. Dies ist ausschnitthaft
in Fig. 7 dargestellt. Die Druckplatte 10 ist dabei noch in einem Zustand gezeigt
in dem sie noch nicht fest auf den Formzylinder 16 aufgespannt ist. Es kann dabei
bevorzugt eine einzige Druckplatte vorgesehen sein, die die kompletten mindestens
96 Druckseiten trägt. Alternativ könnten auch mehrere Druckplatten 10 auf dem Formzylinder
16 vorgesehen sein, die insgesamt 96 Seiten tragen. Eine einzige Druckplatte ist aber
aus Gründen minimierten Aufwandes bevorzugt.
[0023] Zu dem erfindungsgemäßen Druckwerk gehört dann außerdem ein Drucktuchzylinder 8 nach
Fig. 5 mit einem Drucktuch 1, zumindest aufweisend eine innere Trägerschicht 4, eine
als Gewebeschicht 6 ausgebildete erste Zwischenschicht und eine äußere Deckschicht
7, wobei die Gewebeschicht 6 Kettfäden 2 und Schussfäden 3 beinhaltet. Wie in Fig.
5 gezeigt, ist das Drucktuch derart auf dem Drucktuchzylinder 8 befestigt, dass sich
die Kettfäden 2 in Axialrichtung A des Drucktuchzylinders 8 und die Schussfäden 3
in Umfangsrichtung des Drucktuchzylinders 8 erstrecken.
[0024] Zur Herstellung eines oben beschriebenen erfindungsgemäßen Drucktuches 1 wird vorgesehen,
dass aus einer in Fig. 8 gezeigten Drucktuch-Materialbahn 12 ein als Drucktuch 1 vorgesehener
Drucktuchausschnitt 1a derart entnommen wird, dass die Ausdehnung des Drucktuch-Ausschnittes
1 a in Längsrichtung 14 der Drucktuch-Materialbahn 12 größer ist als die Ausdehnung
in Querrichtung 15 der Drucktuch-Materialbahn 12. der Drucktuchausschnitt 11 a würde
dagegen ein Drucktuch 11 nach dem Stand der Technik ergeben, d.h. Ausschnitt 11 a
zeigt die bisherige konventionelle Herstellungsart für Drucktücher 11.
[0025] Der Ausschnitt 13 der Drucktuch-Materialbahn 12 entspricht der Darstellung in Fig.
1, die diesen Ausschnitt mit den entsprechenden Querschnitten vergrößert zeigt. Dabei
erkennt man deutlich, wie die Kettfäden 2 in Längsrichtung 14 der Materialbahn 12
verlaufen und die Schussfäden 3 in Querrichtung 15 der Materialbahn 12 verlaufen.
1. Drucktuch (1) zur Befestigung auf einem Drucktuchzylinder (8), zumindest aufweisend
eine innere Trägerschicht (4), eine als Gewebeschicht (6) ausgebildete erste Zwischenschicht
und eine äussere Deckschicht (7), wobei die Gewebeschicht (6) Kettfäden (2) und Schussfäden
(3) beinhaltet, wobei Drucktuch (1) als hülsenförmiges Drucktuch ausgebildet ist,
das Drucktuch (1) derart auf dem Drucktuchzylinder (8) befestigbar ist, dass sich
die Kettfäden (2) in Axialrichtung (A) des Drucktuchzylinders (8) und die Schussfä-
den (3) in Umfangsrichtung des Drucktuchzylinders (8) erstrecken und das Drucktuch
(1) derart radial dehnbar ausgebildet ist, dass zuerst eine Aufweitung des Drucktuches
(1) durch radiale Dehung zum Aufschieben des Drucktuches (1) auf den Drucktuchzylinder
(8) erfolgen kann und anschliessend ein Aufschrumpfen des Drucktuches (1) auf den
Drucktuchzylinder (8) durch Nachlassen der radialen Dehnung erfolgen kann.
2. Drucktuch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausdehnung der Gewebeschicht (6) in Richtung der Kettfäden (2) grösser ist als
in Richtung der Schussfäden (3), wobei insbesondere die Ausdehnung des Drucktuches
(1) in Richtung der Kettfäden (2) grösser 2,5 m ist.
3. Drucktuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (4) als Metallschicht oder Kunststoffschicht oder Gewebeschicht
ausgebildet ist.
4. Drucktuch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Trägerschicht und der Gewebeschicht (6) eine als kompressible Schicht
(7) ausgebildete zweite Zwischenschicht angeordnet ist.
5. Druckwerk für eine Rollendruckmaschine, zumindest aufweisend
- einen Formzylinder (16) mit einer Druckplatte (9), die mindestens 96 Druckseiten
(10) aufweist
- einen Drucktuchzylinder (8) mit einem Drucktuch (1), zumindest aufweisend eine innere
Trägerschicht (4), eine als Gewebeschicht (6) ausgebildete erste Zwischenschicht und
eine äussere Deckschicht (7), wobei die Gewebeschicht (6) Kettfäden (2) und Schussfäden
(3) beinhaltet, wobei Drucktuch (1) als hülsenförmiges Drucktuch ausgebildet ist,
das Drucktuch (1) derart auf dem Drucktuchzylinder (8) befestigt ist, dass sich die
Kettfäden (2) in Axialrichtung (A) des Drucktuchzylinders (8) und die Schussfäden
(3) in Umfangsrichtung des Drucktuchzylinders (8) erstrecken und das Drucktuch derart
radial dehnbar ausgebildet ist, dass zuerst eine Aufweitung des Drucktuches (1) durch
radiale Dehnung zum Aufschieben des Drucktuches (1) auf den Drucktuchzylinder (8)
erfolgen kann und anschliessend ein Aufschrumpfen des Drucktuches (1) auf den Drucktuchzylinder
(8) durch Nachlassen der radialen Dehnung erfolgen kann.
6. Verfahren zur Herstellung eines Drucktuches (1) gemäß Anspruch 1, wobei das Drucktuch
zur Befestigung auf einem Drucktuchzylinder (8) ausgebildet ist und zumindest
aufweist einer innere Trägerschicht (4),
eine als Gewebeschicht (6) ausgebildete erste Zwischenschicht eine äussere Deckschicht
(7),
wobei die Gewebeschicht (6) Kettfäden (2) und Schussfäden (3) beinhaltet,
dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Drucktuch-Materialbahn (12) ein als Drucktuch (1) vorgesehener Drucktuchausschnitt
(1a) derart entnommen wird, dass die Ausdehnung des Drucktuch-Ausschnittes (1a) in
Längsrichtung (14) der Drucktuch-Materialbahn (12) grösser ist als die Ausdehnung
in Querrichtung (15) der Drucktuch-Materialbahn (12).
1. A blanket (1) for fastening on a blanket cylinder (8), at least comprising an inner
support layer (4), a first intermediate layer designed as a fabric layer (6) and an
outer covering layer (7), wherein the fabric layer (6) contains warp threads (2) and
weft threads (3), wherein blanket (1) is designed as a sleeve-like blanket, the blanket
(1) can be fastened on the blanket cylinder (8) in such a manner that the warp threads
(2) extend in axial direction (A) of the blanket cylinder (8) and the weft threads
(3) in circumferential direction of the blanket cylinder(8) and the blanket (1) is
designed radially stretchable in such a manner that expansion of the blanket (1) through
radial stretching for pushing the blanket (1) onto the blanket cylinder (8) can take
place first and shrinking of the blanket (1) onto the blanket cylinder (8) can subsequently
take place by relaxing the radial stretch.
2. The blanket according to Claim 1, characterized in that the stretch of the fabric layer (6) is greater in the direction of the warp threads
(2) than in the direction of the weft threads (3), wherein in particular the stretch
of the blanket (1) in the direction of the warp threads (2) is greater 2.5 m.
3. The blanket according to Claim 1 or 2, characterized in that the support layer (4) is designed as a metal layer or plastic layer of fabric layer.
4. The blanket according to any one of the Claims 1 to 3, characterized in that between the support layer and the fabric layer (6) a second intermediate layer designed
as compressible layer (7) is arranged.
5. A printing unit for a reel-fed printing press, comprising at least
- one forme cylinder (16) with a printing plate (9), comprising at least 96 print
pages (10)
- a blanket cylinder (8) with a blanket (1), at least comprising an inner support
layer (4), a first intermediate layer designed as fabric layer (6) and an outer covering
layer (7), wherein the fabric layer (6) contains warp threads (2) and weft threads
(3), wherein blanket (1) is designed as sleeve-like blanket, the blanket (1) is fastened
on the blanket cylinder (8) in such a manner that the warp threads (2) extend in axial
direction (A) of the blanket cylinder (8) and the weft threads (3) extend in circumferential
direction of the blanket cylinder (8) and the blanket is designed radially stretchable
in such a manner that expansion of the blanket (1) through radial stretching for pushing
the blanket (1) onto the blanket cylinder (8) can take place first and shrinking of
the blanket (1) onto the blanket cylinder (8) by relaxing the radial stretch can subsequently
take place.
6. A method for producing a blanket (1) according to Claim 1, wherein the blanket is
designed for fastening on a blanket cylinder (8) and at least
- comprises an inner support layer (4),
- a first intermediate layer designed as fabric layer (6)
- an outer covering layer (7)
- wherein the fabric layer (6) contains warp threads (2) and weft threads (3),
characterized in that from a blanket material web (12) a blanket cut-out (1a) intended as blanket (1) is
removed in such a manner that the stretch of the blanket cut-out (1a) in longitudinal
direction (14) of the blanket material web (12) is greater than the stretch in transverse
direction (15) of the blanket material web (12).
1. Blanchet (1) à fixer sur un cylindre porte-blanchet (8), présentant au moins une couche
porteuse interne (4), une première couche intermédiaire se présentant sous forme d'une
couche textile (6) et une couche de couverture externe (7), la couche textile (6)
contenant des fils de chaîne (2) et des fils de trame (3), le blanchet (1) se présentant
sous forme d'un blanchet en forme de manchon, le blanchet (1) pouvant être fixé sur
le cylindre porte-blanchet (8) de manière à ce que les fils de chaîne (2) s'étendent
dans le sens axial (A) du cylindre porte-blanchet (8) et les fils de trame (3) dans
le sens circonférentiel du cylindre porte-blanchet (8) et le blanchet (1) ayant une
conformation radialement extensible de telle sorte qu'il puisse y avoir d'abord un
élargissement du blanchet (1) par extension radiale pour glisser le blanchet (1) sur
le cylindre porte-blanchet (8) puis une rétraction du blanchet (1) sur le cylindre
porte-blanchet (8) par relâchement de l'extension radiale.
2. Blanchet selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extension de la couche textile (6) en direction des fils de chaîne (2) est supérieure
à ce qu'elle est en direction des fils de trame (3), l'extension du blanchet (1) en
direction des fils de chaîne (2) étant notamment supérieure à 2,5 m.
3. Blanchet selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche porteuse (4) se présente sous forme d'une couche métallique ou d'une couche
de plastique ou d'une couche textile.
4. Blanchet selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, entre la couche porteuse et la couche textile (6), une seconde couche intermédiaire
se présentant sous forme de couche compressible (7) est disposée.
5. Groupe d'impression pour machine d'impression rotative, présentant au moins
- un cylindre porte-cliché (16) pourvu d'une plaque d'impression (9) qui présente
au moins 96 pages d'impression (10),
- un cylindre porte-blanchet (8) pourvu d'un blanchet (1), présentant au moins une
couche porteuse interne (4), une première couche intermédiaire se présentant sous
forme d'une couche textile (6) et une couche de couverture externe (7), la couche
textile (6) contenant des fils de chaîne (2) et des fils de trame (3), le blanchet
(1) se présentant sous forme d'un blanchet en forme de manchon, le blanchet (1) pouvant
être fixé sur le cylindre porte-blanchet (8) de manière à ce que les fils de chaîne
(2) s'étendent dans le sens axial (A) du cylindre porte-blanchet (8) et les fils de
trame (3) dans le sens circonférentiel du cylindre porte-blanchet (8) et le blanchet
ayant une conformation radialement extensible de telle sorte qu'il puisse y avoir
d'abord un élargissement du blanchet (1) par extension radiale pour glisser le blanchet
(1) sur le cylindre porte-blanchet (8) puis une rétraction du blanchet (1) sur le
cylindre porte-blanchet (8) par relâchement de l'extension radiale.
6. Procédé de fabrication d'un blanchet (1) selon la revendication 1, dans lequel le
blanchet est conçu pour être fixé sur un cylindre porte-blanchet (8) et présente au
moins
une couche porteuse interne (4),
une première couche intermédiaire se présentant sous forme d'une couche textile (6),
une couche de couverture externe (7),
la couche textile (6) contenant des fils de chaîne (2) et des fils de trame (3),
caractérisé en ce qu'on retire d'une bande de matériau du blanchet (12) une découpe de blanchet (1a) prévue
pour servir de blanchet (1) telle que l'extension de la découpe de blanchet (1a) soit
supérieure dans le sens longitudinal (14) de la bande de matériau du blanchet (12)
à l'extension dans le sens transversal (15) de la bande de matériau du blanchet (12).