[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Drucktuches,
insbesondere Verfahren zur Herstellung eines Offset-Drucktuches, das mindestens eine
Festigkeitsträgerlage und mindestens eine Gummischicht aufweist.
[0002] Für die Qualität eines Drucktuches ist es von größter Wichtigkeit, dass die einzelnen
Gummischichten des Drucktuches, die bei der Verwendung des Drucktuches Einfluss auf
die Druckqualität haben, genaue Vorgaben einhalten. So kommt es bei den einzelnen
Gummischichten des Drucktuches darauf an, dass eine Dickentoleranz von wenigen hundertstel
Millimetern eingehalten wird. Darüber hinaus muss zumindest die Oberfläche der Gummischicht,
die direkt an dem Druck beteiligt ist, eine genau definierte Oberflächenstruktur mit
einer bestimmten Oberflächenrauhigkeit aufweisen, damit die Druckfarbe gut übertragen
werden kann. Die definierte Dicke und die definierte Oberflächenstruktur der für die
Druckqualität relevanten Gummischicht des Drucktuches wird während der Herstellung
eines Drucktuches dadurch erzeugt, dass die der Festigkeitsträgerlage abgewandte Oberfläche
der Gummischicht mit einem Schleifpapier geschliffen wird, siehe, zum Beispiel,
US 3285799. Bei dem Schleifvorgang kann es dazu kommen, dass die geschliffene Oberfläche der
Gummischicht beschädigt wird. Beispielsweise kann die Gummischicht einen harten Fremdkörper
enthalten, der das Schleifpapier partiell beschädigt. Während des weiteren Schleifvorganges
wird die Oberfläche der Gummischicht in dem Bereich der Beschädigung des Schleifpapiers
dann weniger geschliffen als die restliche Oberfläche, so dass im Bereich der Beschädigung
des Schleifpapiers eine Erhebung verbleibt. Ein Drucktuch, das einen derartigen Fehler
aufweist, kann nicht verwendet werden und ist bisher als Ausschuss zu betrachten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Drucktuches,
insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines Offset-Drucktuches zu schaffen, mit
dem der Ausschuss zumindest reduziert werden kann. Der Erfindung liegt ferner die
Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Herstellung eines solchen Drucktuches zu schaffen.
[0004] Gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 wird die Aufgabe dadurch gelöst,
dass mindestens eine der Gummischichten des Drucktuches wie folgt behandelt wird:
- die von der Festigkeitsträgerlage abgewandte Oberfläche der Gummischicht wird zunächst
mit einem Schleifpapier geschliffen,
- die von der Festigkeitsträgerlage abgewandte Oberfläche der Gummischicht wird danach
zumindest bereichsweise mit Schleifvlies geschliffen.
[0005] Die Aufgabe wird ferner durch den nebengeordneten Anspruch 7 gelöst.
[0006] Die mit einem Schleifpapier geschliffene Oberfläche der Gummischicht wird gemäß dem
Grundgedanken der Erfindung in einem zweiten Schleifvorgang mit einem kompressiblen
Schleifmittel in Form eines Schleifvlieses geschliffen wird (im Rahmen der Erfindung
kann anstatt eines Schleifvlieses auch ein anderes kompressibles Schleifmittel verwendet
werden). Durch die Kompressibilität des Schleifvlieses wird in dem Bereich des Drucktuches,
in dem ein Fehler in Form einer Erhebung vorliegt, aufgrund des erhöhten Anpressdruckes
Material von der Gummischicht abgetragen. In den übrigen Bereichen des Drucktuches
wird hingegen aufgrund des geringen Anpressdruckes des Schleifvlieses an die Oberfläche
kein Material oder nur sehr wenig Material von der Gummischicht abgetragen. Der mit
der Erfindung erzielte Vorteil ist also darin zu sehen, dass Fehler in der Oberfläche
der Gummischicht in Form von Erhebungen zuverlässig beseitigt werden können und die
Dickentoleranz der Gummischicht aufgrund des geringen Materialabtrages dennoch eingehalten
wird. Dies führt dazu, dass mit dem Verfahren der Ausschuss bei der Herstellung eines
Drucktuches deutlich reduziert werden kann.
[0007] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 ist in die gesamte Vliesstruktur
des Schleifvlieses Schleifmittel eingebracht. Ein Schleifvlies gemäß der Weiterbildung
ist also als dreidimensionales Schleifmittel ausgebildet. Es hat sich gezeigt, dass
mit einem derartigen Schleifvlies Fehler in einer Gummischicht in Form von Erhebungen
einerseits besonders gut beseitigt werden können und der Materialabtrag in den restlichen
Bereichen der Gummischicht besonders gering ist.
[0008] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 3 wird das Schleifvlies kontinuierlich
und endlos über die zu schleifende Oberfläche geführt. Der Vorteil dieser Weiterbildung
ist darin zu sehen, dass ein endloses Schleifvlies verwendet werden kann. Ein solches
Schleifvlies kann entweder als Schleifvlieswalze ausgebildet sein, die auf einen rotierenden
Zylinder aufgezogen wird. Alternativ ist es möglich, ein endloses Schleifvlies als
Schleifvliesband auszubilden, das auf den beiden rotierenden Zylindern einer Bandschleifmaschine
aufgespannt ist.
[0009] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 4 werden während des Schleifens
einzelne Kanten des Schleifvlieses über die zu schleifende Oberfläche geführt. Der
Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass das Schleifvlies im Bereich
der Kanten gegenüber den übrigen Bereichen des Schleifvlieses verhärtet ist. Es hat
sich gezeigt, dass aufgrund dieser Verhärtung ein Fehler in Form einer Erhebung in
einer Gummischicht besonders gut beseitigt werden kann, wobei gleichzeitig der Materialabtrag
in den übrigen Bereichen der Gummischicht nochmals verringert werden kann.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 5 weist das Drucktuch eine
Deckschicht aus Gummi auf, wobei die von der Festigkeitsträgerlage abgewandte Oberfläche
der Deckschicht mit einem Schleifvlies geschliffen wird. Beim Offset-Druckverfahren
ist die Deckschicht aus Gummi direkt an dem Druckvorgang beteiligt, d.h. auf sie wird
direkt Druckfarbe aufgetragen. Für andere Druckverfahren wird die Deckschicht aus
Gummi abschließend mit einer Lackschicht überzogen. Dennoch kommt es auch hier darauf
an, dass die Deckschicht aus Gummi eine definierte Dicke und eine definierte Oberflächenstruktur
aufweist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Oberfläche
des Drucktuches mit dem Schleifvlies behandelt wird, die bei der Verwendung des Drucktuches
unmittelbar am Druck beteiligt ist. Somit ist sicher gestellt, dass diese Oberfläche
keine Fehler aufweist.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 6 wird die von der Festigkeitsträgerlage
abgewandte Oberfläche der Gummischicht nur dann mit einem Schleifvlies geschliffen,
wenn auf dieser Oberfläche ein Fehler vorliegt. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist
darin zu sehen, dass durch den weiteren Schleifvorgang mit dem Schleifvlies nur dann
Oberfläche von der Gummischicht abgetragen wird, wenn es unbedingt notwendig ist.
Ein weiterer Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Lebensdauer
des Schleifvlieses verlängert wird, da es nur dann eingesetzt wird, wenn es unbedingt
notwendig ist.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel und weitere Vorteile der Erfindung werden im Zusammenhang
mit den nachstehenden Figuren erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 ein Drucktuch im Querschnitt,
Fig. 2 ein Drucktuch in Draufsicht,
Fig. 3 eine Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches,
Fig. 4 eine Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches,
Fig. 5 ein Schleifvlies im Querschnitt,
Fig. 6 eine Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches,
Fig. 7 einen Ausschnitt aus Fig. 6.
[0013] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Drucktuch 2 im Querschnitt. Das Drucktuch
2 weist mindestens eine Festigkeitsträgerlage 4 und mindestens eine Gummischicht 6
in Form einer Deckschicht auf, die miteinander verbunden sind. Alternativ kann das
Drucktuch 2 auch mehrere Festigkeitsträgerlagen 4 und mehrere Gummischichten 6 aufweisen.
Die Gummischicht 6 muss eine definierte Dicke und auf der Oberfläche 8, die der Festigkeitsträgerlage
abgewandt ist (die ist also die Oberfläche 8, die bei der späteren Verwendung des
Drucktuches der Druckseite zugewandt ist) eine definierte Oberflächenstruktur aufweisen.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn, wie im Falle eines Offset-Drucktuches,
die Oberfläche 8 der Gummischicht 6, die von der Festigkeitsträgerlage 4 abgewandt
ist, im späteren Einsatz des Drucktuches unmittelbar an dem Druckvorgang teilnimmt.
Bei Drucktüchern, die für andere Druckverfahren verwendet werden, wird die Oberfläche
8 der Gummischicht 6 mit einer Lackschicht versehen. Auch in diesem Fall kommt es
jedoch darauf an, dass die Gummischicht 6 eine definierte Dicke und eine definierte
Oberflächenstruktur aufweist. Zur Herstellung der definierten Dicke und der definierten
Oberfläche 8 der Gummischicht 6 wird die der Festigkeitsträgerlage 4 abgewandte Oberfläche
8 mit einem Schleifpapier geschliffen. Aufgrund einer Beschädigung des Schleifpapiers
kann es dazu kommen, dass die Oberfläche 8 nicht komplett geschliffen wird, sondern
Fehler in Form von Erhebungen 10 aufweist.
[0014] Fig. 2 zeigt das in der Fig. 1 gezeigte Drucktuch in der Draufsicht. Der Fig. 2 ist
zu entnehmen, dass die Erhebung 10 sich in Form eines schmalen Streifens über die
gesamte Länge in der Oberfläche 8 der Gummischicht 6 erstrecken kann. Im Zusammenhang
mit der Fig. 3 wird erläutert, wie ein solcher streifenförmiger Fehler in Form einer
Erhebung 10 entstehen kann.
[0015] Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches in schematischer
Darstellung. Die Vorrichtung weist eine Abrolltrommel 12 auf, von der das Drucktuch
2 abgerollt wird. Ferner weist die Vorrichtung eine Aufrolltrommel 14 auf, auf die
das Drucktuch 2 aufgerollt wird. Die Rotationsrichtungen der Trommeln 12, 14 sind
durch in die Trommeln 12, 14 eingezeichnete Pfeile dargestellt. Zwischen den Trommeln
12, 14 sind Bearbeitungsstationen 16, 18 und 20 angeordnet, mit denen die Oberfläche
8 der Gummischicht 6 des Drucktuches 2 (siehe Fig.1) bearbeitet wird. An der Bearbeitungsstation
16 wird die Oberfläche 8 des Drucktuches 2 mit einem Schleifpapier 22 geschliffen.
Dazu kann das Schleifpapier 22 wie in der Fig. 3 gezeigt als endloses Schleifpapierband
ausgebildet sein, das auf den Zylindern 24, 26 eines Bandschleifers aufgespannt ist.
Der Zylinder 24 dreht sich hierbei in Richtung des Pfeiles 28, so dass sich das Schleifpapierband
22 in Richtung des Pfeiles 30 bewegt. Unterhalb des Zylinders 24 ist ein Gegendruckzylinder
32 angeordnet, und das Drucktuch 2 wird ausgehend von der Abrolltrommel 12 zwischen
dem Zylinder 24 und dem Gegendruckzylinder 32 geführt. In dem Bereich zwischen den
Zylindern 24, 32 verläuft das Schleifpapierband 22 entgegen der Bewegungsrichtung
des Drucktuches 2, so dass sich eine besonders hohe relative Geschwindigkeit zwischen
Drucktuch 2 und Schleifpapierband 22 ergibt. Das Schleifpapierband 22 erstreckt sich
über die gesamte Breite b des Drucktuches 2 (siehe Fig. 2), so dass die gesamte Oberfläche
8 des Drucktuches 2 geschliffen wird. Weist hierbei das Schleifpapierband 22 in einem
Bereich eine Beschädigung auf, so kann es während des Schleifvorganges zu dem Fehler
in Form der streifenförmigen Erhebung 10 kommen, da im Bereich der Beschädigung kein
oder nur ein verminderter Materialabtrag erfolgt.
[0016] Nach der Behandlung der Oberfläche 8 mit dem Schleifpapier 22 wird deshalb zur Beseitigung
des Fehlers die Oberfläche 8 der Gummischicht 6 (siehe Fig. 1) zumindest bereichsweise
(nämlich im Bereich des Fehlers) mit einem Schleifvlies geschliffen. Dies erfolgt
in der Bearbeitungsstation 18. Die Bearbeitungsstation 18 weist dazu einen Zylinder
34 und einen Gegendruckzylinder 36 auf, zwischen denen das Drucktuch 2 geführt wird.
Hierbei rotiert der Zylinder 34 in Richtung des Pfeiles 38. Auf den Zylinder 34 ist
ein Schleifvlies 40 in Form einer Schleifvlieswalze aufgespannt. Hierbei ist es möglich,
dass das Schleifvlies 40 die gesamte Breite b des Drucktuches 2 (siehe Fig. 2) abdeckt,
so dass an der Bearbeitungsstation 18 die gesamte Oberfläche 8 des Drucktuches mit
dem Schleifvlies 40 abgeschliffen wird. Alternativ ist es möglich, mit dem Schleifvlies
nur einen Teil der Oberfläche 8 des Drucktuches 2 zu schleifen. In diesem Fall muss
die Bearbeitungsstation immer in den Bereich verfahren werden, in dem ein Fehler in
Form einer Erhebung 10 vorliegt. Zwischen den Zylindern 34, 36 bewegt sich das Schleifvlies
40 entgegen der Bewegungsrichtung des Drucktuches 2, so dass die Oberfläche 8 des
Drucktuches 2 mit Hilfe des Schleifvlieses 40 mit einer besonders hohen Geschwindigkeit
geschliffen wird.
[0017] Aufgrund des Druckes, der mit Hilfe des Gegendruckzylinders 36 auf den Zylinder 34
ausgeübt wird, wird das Schleifvlies 40 zusammengedrückt. Hierbei ist die Kompression
des Schleifvlieses und damit der Anpressdruck im Bereich der streifenförmigen Erhebung
10 (siehe Fig. 2) größer als im übrigen Bereich der Oberfläche 8 des Drucktuches 2.
Aufgrund dieses höheren Anpressdruckes im Bereich der Erhebung 10 wird mit Hilfe des
Schleifvlieses 40 der Fehler beseitigt. In den übrigen Bereichen des Drucktuches 2
wird durch das Schleifvlies aufgrund des geringen Anpressdruckes kein oder nur sehr
wenig Material durch das Schleifen abgetragen.
[0018] In einer weiteren Bearbeitungsstation 20 wird die gesamte Oberfläche 8 des Drucktuches
2 mit einer Reinigungsbürste 42 abgebürstet, um Schleifrückstände zu beseitigen. Die
Bearbeitungsstation 20 ist genauso aufgebaut wie Bearbeitungsstation 16, wobei der
einzige Unterschied darin zu sehen ist, dass anstelle eines Schleifpapiers 22 eine
Reinigungsbürste 42 eingespannt ist. Die Rotationsachsen der Trommeln 12, 14 und sämtlicher
genannter Zylinder der Bearbeitungsstationen 16, 18, 20 verlaufen parallel.
[0019] Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches, die im Wesentlichen
genauso aufgebaut ist wie die in der Fig. 3 gezeigte Vorrichtung. Der einzige Unterschied
ist darin zu sehen, dass die Bearbeitungsstation 18 in der Fig. 4 anders aufgebaut
ist als in der Fig. 3. In der Fig. 4 ist die Bearbeitungsstation 18 vom Prinzip her
genauso aufgebaut wie die in der Fig. 3 gezeigte Bearbeitungsstation 16. Der einzige
Unterschied ist darin zu sehen, dass in der Bearbeitungsstation 18 anstelle eines
Schleifpapierbandes 22 ein Schleifvliesband 44 eingespannt ist. Mit Hilfe der in den
Figuren 3 und 4 gezeigten Bearbeitungsstationen 18 wird das Schleifvlies 40 bzw. das
Schleifvliesband 44 kontinuierlich und endlos über die zu schleifende Oberfläche 8
des Drucktuches 2 geführt.
[0020] Fig. 5 zeigt einen Querschnitt des Schleifvlieses, das in dem Schleifvlies 40 (siehe
Fig. 3) bzw. in dem Schleifvliesband 44 (siehe Fig. 4) verwendet wird. Das Schleifvlies
enthält eine Festigkeitsträgerlage 46, das den Zylindern der Bearbeitungsstation 18
(siehe Figuren 3 und 4) zugewandt ist. Auf der Festigkeitsträgerlage 46 ist eine Vliesschicht
48 befestigt. In die gesamte Struktur der Vliesschicht 48 des Schleifvlieses ist ein
Schleifmittel 50 eingebracht, so dass ein dreidimensionales Schleifvlies entsteht.
[0021] Fig. 6 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches 2, die im Wesentlichen
genauso aufgebaut ist, wie die in der Fig. 3 gezeigte Vorrichtung. Der einzige Unterschied
ist darin zu sehen, dass in der Bearbeitungsstation 18 auf ihrem Zylinder 34 ein anders
aufgebautes Schleifvlies 40 enthält. Das Schleifvlies 40 besteht bei der in der Fig.
6 gezeigten Bearbeitungsstation 18 aus einzelnen länglichen Vliesschichten 52, die
an dem Zylinder 18 befestigt sind und in radialer Richtung aus diesem herausragen.
Die einzelnen länglichen Vliesschichten 52 erstrecken sich über die gesamte Länge
des Zylinders 34, so sie dass bei einem Schleifvorgang die gesamte Breite b der Gummischicht
6 des Drucktuches 2 abdecken (siehe Fig. 2). Die einzelnen länglichen Vliesschichten
52 sind regelmäßig in gleichmäßigen Abständen über den gesamten Umfang der Mantelfläche
des Zylinders 34 verteilt und ragen in radialer Richtung aus dem Zylinder heraus,
so dass die in der Fig. 6 gezeigte Rotationsbürste entsteht. Mit Hilfe der Rotationsbürste
in der Bearbeitungsstation 18 werden einzelne Kanten des Schleifvlieses 40 über die
zu schleifende Oberfläche 8 des Drucktuches 2 geführt. Im Einzelnen sind dies die
Kanten einer jeden länglichen Vliesschicht 52.
[0022] Fig. 7 zeigt den in der Fig. 6 mit VII bezeichneten Ausschnitt vergrößert. Fig. 7
ist zu entnehmen, dass die einzelnen länglichen Vliesschichten 52 ausschließlich aus
Vlies bestehen (also keine Festigkeitsträgerlage enthalten). In die gesamte Vliesstruktur
der einzelnen Vliesschichten 52 ist Schleifmittel 50 eingebracht, so dass jede einzelne
Vliesschicht 52 wie ein dreidimensionales Schleifvlies wirkt. Der Pfeil 54 zeigt die
Rotationsrichtung des Zylinders 34 in der Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches
(siehe Fig. 6) an. Die in Rotationsrichtung vorne liegenden Kanten 56 einer jeden
Vliesschicht 52 treffen während der Rotation des Zylinders 34 zuerst auf die Oberfläche
8 des Drucktuches 2 (siehe Fig. 6), so dass diese Kanten über die zu schleifende Oberfläche
8 gezogen werden.
[0023] Mit den in Figuren 3, 4 und 6 gezeigten Vorrichtungen kann an der Bearbeitungsstation
18 die Oberfläche 8 der Gummischicht 6 (s. Fig. 1) immer mit einem Schleifvlies abgeschliffen
werden. Alternativ ist es möglich, dies nur dann zu tun, wenn die Gummischicht 6 tatsächlich
einen Fehler in Form einer Erhebung aufweist. In diesem Fall ist derjenige Teil der
Bearbeitungsstation 18, der das Schleifvlies trägt, so ausgebildet, das er von der
Gummischicht abgehoben werden kann und nicht mit der Oberfläche 8 in Berührung kommt.
Bezugszeichenliste
| (Teil der Beschreibung) |
| |
|
| 2 |
Drucktuch |
| 4 |
Festigkeitsträgerlage |
| 6 |
Gummischicht |
| 8 |
Oberfläche |
| 10 |
Erhebung |
| 12 |
Abrolltrommel |
| 14 |
Aufrolltrommel |
| 16, 18, 20 |
Bearbeitungsstation |
| 22 |
Schleifpapier |
| 24, 26 |
Zylinder |
| 28, 30 |
Pfeil |
| 32 |
Gegendruckzylinder |
| 34 |
Zylinder |
| 36 |
Gegendruckzylinder |
| 38 |
Pfeil |
| 40 |
Schleifvlies |
| 42 |
Reinigungsbürsten |
| 44 |
Schleifvliesband |
| 46 |
Festigkeitsträgerlage |
| 48 |
Vliesdeckschicht |
| 50 |
Schleifmittel |
| 52 |
Vliesschicht |
| 54 |
Pfeil |
| 56 |
Kante |
1. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Drucktuches (2), insbesondere Verfahren
zur Herstellung eines Offset-Drucktuches (2), das mindestens eine Festigkeitsträgerlage
(4) und mindestens eine Gummischicht (6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des Drucktuches (2) mindestens eine der Gummischichten (6) des
Drucktuches (2) wie folgt behandelt wird:
- die von der Festigkeitsträgerlage (4) abgewandte Oberfläche (8) der Gummischicht
(6) wird zunächst mit einem Schleifpapier (22) geschliffen,
- die von der Festigkeitsträgerlage (4) abgewandte Oberfläche (8) der Gummischicht
(6) wird danach zumindest bereichsweise mit einem Schleifvlies (40, 44, 52) geschliffen.
2. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Drucktuches (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die gesamte Vliesstruktur des Schleifvlieses (40, 44, 52) ein Schleifmittel (50)
eingebracht ist.
3. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Drucktuches (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifvlies (40, 44, 52) kontinuierlich und endlos über die zu schleifende Oberfläche
(8) geführt wird.
4. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Drucktuches (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass während des Schleifens einzelne Kanten (56) eines Schleifvlieses (40, 44, 52) über
die zu schleifende Oberfläche (8) geführt werden.
5. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Drucktuches (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucktuch (2) eine Deckschicht aus Gummi aufweist und dass die von der Festigkeitsträgerlage
(14) abgewandte Oberfläche (8) der Deckschicht mit einem Schleifvlies (40, 44, 52)
geschliffen wird.
6. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Drucktuches (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Festigkeitsträgerlage (14) abgewandte Oberfläche (8) der Gummischicht
(6) nur dann mit einem Schleifvlies (40, 44, 52) geschliffen wird, wenn auf dieser
Oberfläche (8) ein Fehler vorliegt.
7. Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches (2), insbesondere zur Herstellung eines
Offset-Drucktuches, das mindestens eine Festigkeitsträgerlage (4) und mindestens eine
Gummischicht (6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Abrolltrommel (12) enthält, von der ein Drucktuch (2) abrollbar
ist, und eine davon beabstandete Aufrolltrommel (14) enthält, auf die ein Drucktuch
(2) aufrollbar ist, und dass zwischen der Abrolltrommel (12) und der Aufrolltrommel
(14) mindestens zwei Bearbeitungsstationen (16, 18) angeordnet sind,
- wobei die erste Bearbeitungsstation (16) über einen rotierbaren Zylinder (24) ein
Schleifpapier (22) antreibt,
- und die zweite Bearbeitungsstation (18) über einen Zylinder (34) ein Schleifvlies
(40, 44, 52) antreibt,
wobei die Rotationsachsen der Trommeln (12, 14) und der beiden Zylinder (24, 34) parallel
zueinander angeordnet sind.
8. Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bearbeitungsstation (18) über den Zylinder (34) einen gespannten, endlosen
Schleifvlies (40, 44, 52) antreibt, der eine dem Zylinder (34) zugewandte Festigkeitsträgerläge
(46) und eine dem Zylinder abgewandte Vliesdeckschicht (48) aufweist.
9. Vorrichtung zur Herstellung eines Drucktuches (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bearbeitungsstation (18) über den Zylinder (34) einen Schleifvlies (40,
44, 52) antreibt, der aus einzelnen länglichen Vliesschichten (52) besteht, die derart
auf dem Zylinder (34) angeordnet sind, dass eine Rotationsschleifbürste entsteht.
1. Method for producing a multiple-layer printing blanket (2), in particular method for
producing an offset printing blanket (2), which has at least one strength-support
layer (4) and at least one rubber layer (6),
characterized in that, during the production of the printing blanket (2), at least one of the rubber layers
(6) of the printing blanket (2) is treated as follows:
- that surface (8) of the rubber layer (6) which faces away from the strength-support
layer (4) is first of all ground with an abrasive paper (22),
- subsequently, that surface (8) of the rubber layer (6) which faces away from the
strength-support layer (4) is ground at least in regions with an abrasive web (40,
44, 52).
2. Method for producing a multiple-layer printing blanket (2) according to Claim 1, characterized in that an abrading medium (50) is introduced into the entire non-woven web structure of
the abrasive web (40, 44, 52).
3. Method for producing a multiple-layer printing blanket (2) according to either of
Claims 1 and 2, characterized in that the abrasive web (40, 44, 52) is guided continuously and endlessly over the surface
(8) to be ground.
4. Method for producing a multiple-layer printing blanket (2) according to either of
Claims 1 and 2, characterized in that, during the grinding, individual edges (56) of an abrasive web (40, 44, 52) are guided
over the surface (8) to be ground.
5. Method for producing a multiple-layer printing blanket (2) according to one of Claims
1 to 4, characterized in that the printing blanket (2) has a top layer of rubber, and in that that surface (8) of the top layer which faces away from the strength-support layer
(4) is ground with an abrasive web (40, 44, 52).
6. Method for producing a multiple-layer printing blanket (2) according to one of Claims
1 to 5, characterized in that that surface (8) of the rubber layer (6) which faces away from the strength-support
layer (4) is ground with an abrasive web (40, 44, 52) only when there is a flaw on
the said surface (8).
7. Apparatus for producing a printing blanket (2), in particular for producing an offset
printing blanket, which has at least one strength-support layer (4) and at least one
rubber layer (6),
characterized in that the apparatus comprises an unrolling drum (12), from which a printing blanket (2)
can be unrolled, and comprises a rolling-up drum (14) which is spaced apart from the
former and onto which a printing blanket (2) can be rolled up, and
in that at least two processing stations (16, 18) are arranged between the unrolling drum
(12) and the rolling-up drum (14),
- the first processing station (16) driving an abrasive paper (22) over a rotatable
cylinder (24),
- and the second processing station (18) driving an abrasive web (40, 44, 52) over
a cylinder (34),
the rotational axes of the drums (12, 14) and of the two cylinders (24, 34) being
arranged parallel to one another.
8. Apparatus for producing a printing blanket (2) according to Claim 7, characterized in that, over the cylinder (34), the second processing station (18) drives a tensioned, endless
abrasive web (40, 44, 52) which has a strength-support layer (46) which faces the
cylinder (34) and a non-woven web top layer (48) which faces away from the cylinder.
9. Apparatus for producing a printing blanket (2) according to Claim 7, characterized in that, over the cylinder (34), the second processing station (18) drives an abrasive web
(40, 44, 52) which is composed of individual elongate non-woven web layers (52) which
are arranged on the cylinder (34) in such a way that a rotary grinding brush is produced.
1. Procédé de fabrication d'un blanchet à plusieurs couches (2), en particulier procédé
de fabrication d'un blanchet offset (2), qui présente au moins une couche portante
de résistance (4) et au moins une couche de caoutchouc (6),
caractérisé en ce que, lors de la fabrication du blanchet (2) on traite au moins une des couches de caoutchouc
(6) du blanchet (2) de la façon suivante:
- on polit d'abord avec du papier émeri (22) la surface (8) de la couche de caoutchouc
(6) située à l'opposé de la couche portante de résistance (4),
- on polit ensuite au moins localement avec une toile émerisée (40, 44, 52) la surface
(8) de la couche de caoutchouc (6) située à l'opposé de la couche portante de résistance
(4).
2. Procédé de fabrication d'un blanchet à plusieurs couches (2) selon la revendication
1, caractérisé en ce qu'un agent de polissage (50) est incorporé dans toute la structure de toile de la toile
émerisée (40, 44, 52).
3. Procédé de fabrication d'un blanchet à plusieurs couches (2) selon l'une des revendications
1 et 2, caractérisé en ce que l'on conduit en continu et sans fin la toile émerisée (40, 44, 52) sur la surface
à polir (8).
4. Procédé de fabrication d'un blanchet à plusieurs couches (2) selon l'une des revendications
1 et 2, caractérisé en ce que, pendant le polissage, on conduit des côtés individuels (56) d'une toile émerisée
(40, 44, 52) sur la surface à polir (8).
5. Procédé de fabrication d'un blanchet à plusieurs couches (2) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le blanchet (2) présente une couche de couverture en caoutchouc et en ce que l'on polit la surface (8) de la couche de couverture située à l'opposé de la couche
portante de résistance (4) avec une toile émerisée (40, 44, 52).
6. Procédé de fabrication d'un blanchet à plusieurs couches (2) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on ne polit la surface (8) de la couche de caoutchouc (6) située à l'opposé de
la couche portante de résistance (14) avec une toile émerisée (40, 44, 52) que lorsqu'il
se trouve un défaut sur cette surface (8).
7. Dispositif de fabrication d'un blanchet (2), en particulier la fabrication d'un blanchet
offset, qui présente au moins une couche portante de résistance (4) et au moins une
couche de caoutchouc (6),
caractérisé en ce que le dispositif présente un tambour de déroulement (12), duquel un blanchet (2) peut
être déroulé, et un tambour d'enroulement (14) espacé de celui-ci, sur lequel un blanchet
(2) peut être enroulé, et
en ce qu'au moins deux postes de traitement (16, 18) sont disposés entre le tambour de déroulement
(12) et le tambour d'enroulement (14),
- dans lequel le premier poste de traitement (16) entraîne un papier émeri (22) au
moyen d'un cylindre rotatif (24),
- et le deuxième poste de traitement (18) entraîne une toile émerisée (40, 44, 52)
au moyen d'un cylindre (34),
dans lequel les axes de rotation des tambours (12, 14) et des deux cylindres (24,
34) sont disposés parallèlement les uns aux autres.
8. Dispositif de fabrication d'un blanchet (2) selon la revendication 7, caractérisé en ce que le deuxième poste de traitement (18) entraîne au moyen du cylindre (34) une toile
émerisée continue tendue (40, 44, 52), qui présente une couche portante de résistance
(46) tournée vers le cylindre (34) et une couche de couverture en toile (48) située
à l'opposé du cylindre.
9. Dispositif de fabrication d'un blanchet (2) selon la revendication 7, caractérisé en ce que le deuxième poste de traitement (18) entraîne au moyen du cylindre (34) une toile
émerisée (40, 44, 52), qui se compose de couches de toile allongées individuelles
(52), qui sont disposées sur le cylindre (34) de telle manière qu'elles forment une
brosse de polissage rotative.